Handwerk für mehr Nachhaltigkeit

Von der Duftkerzen bis zum Korb: Bei diesen zwei Events in Zürich und Basel wird das Handwerk zum Erlebnis.

Gutes Handwerk fördert den nachhaltigen Konsum und weckt immer stärker das Interesse. Wir wollen nicht nur wissen, was hinter oder in einem Produkt steckt, sondern auch, wie es entsteht. Also die Arbeit dahinter kennen lernen. Zwei Schweizer Designer gehen mit unterschiedlichen Events genau dieses Bedürfnis an. Claudia Desax vom Conceptstore Opia in Zürich lädt zu einem Workshop ein, bei dem man lernt, Duftkerzen zu machen, und Kathrin Eckardt stellt in Ghana produzierte, handgeflochtene Körbe als Kunstobjekte in einer Galerie in Basel aus. 

Duftkerzen selbst machen

Claudia Desax lädt für den Duftkerzen-Workshop die beiden Gründer Niko Dafkos und Paul Firmin von der Londoner Firma Earl of East ein. Die beiden haben 2014 aus ihrer gemeinsamen Leidenschaft zu Düften ein Business gegründet. Dieses befindet sich mitten im Londoner East End und trägt diese Tatsache im Namen. Alle Produkte wie Kerzen, Parfüms, Räucherstäbchen, Raumdüfte oder Körperprodukte werden dort produziert. Wie viele neue Brands, hinter denen Handwerk und nachhaltige Ideen stecken, pflegt auch Earl of East eine Community.

Das bedeutet, dass die Kundschaft mehr als bloss Menschen sind, welche die Produkte kaufen, sie sind interessiert und wollen wissen, was genau dahintersteckt. So haben sich Niko und Paul entschieden, Workshops zu geben. Dabei kann man nicht nur viel über die Herkunft der Düfte und das Handwerk lernen, sondern auch gleich selbst Duftkerzen herstellen. 

Die Workshops mit Earl of East finden am 5. und 6. November abends im Opia Shop statt und tagsüber im Atelier am Gustav-Gull-Platz; sie dauern etwa 90 Minuten. Alle Informationen finden Sie auf der Website von Opia.

Körbe aus Ghana als Kunstobjekte in der Galerie

Die Schweizer Designerin Kathrin Eckhardt lebt und arbeitet teilweise in ihrer Wahlheimat Ghana. In ihrer dortigen Werkstatt entstehen schon seit Jahren in enger Zusammenarbeit mit lokalen Flechtkünstlerinnen und -künstlern Körbe, Schalen und Objekte für die Kollektion Kathrin Eckhardt Studio, zu der auch Kleider und Accessoires gehören. Die in Handarbeit produzierte Kollektion wird weltweit verkauft.

Nun hat die Schweizerin Grösseres kreiert. Mit dem Projekt «Remember to Expand» sind übergrosse geflochtene Kunstobjekte entstanden. Damit erweitert Kathrin Eckhard das Handwerk zur Kunst. 

Alle Objekte sind Einzelstücke. Mit diesem Projekt fördert die Designerin ein traditionelles Handwerk aus dem Norden Ghanas. «Leider verschwindet auch in Afrika echtes Kunsthandwerk, um der Flut von Billigprodukten aus China Platz zu machen», erklärt sie mir. Sie engagierte eine Flechterin als Lehrerin, die ihren Mitarbeitern in der Werkstatt eine Weiterbildung in diesem traditionellen ghanaischen Kunsthandwerk gab. Die Objekte wurden danach getreu der Skizzen der Designerin angefertigt. 

Die Körbe sind teilweise riesengross und verbinden die westliche Sicht der Designerin mit dem afrikanischen Kunsthandwerk. Zudem vermögen sie dieses auch hinaus in die Welt zu tragen. Die Serie der Korbobjekte von Kathrin Eckhardt ist vom 8. bis 23. November in der Galerie Mueller in Basel ausgestellt. 

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