Das Bauhaus ist 100

Eine Reise zur Heimstätte des modernen Designs ist eine Reise zurück in die Zukunft.

Mein erster Gedanke, als ich letzte Woche das Bauhaus in Dessau besuchte: Das Bauhaus ist nicht schwarzweiss! Die Fotos, die ich von der berühmten Schule und den Menschen, die sie prägten, bewunderte, sind natürlich schwarzweiss. Und doch ist es die Farbe, die mich stark mit dem Bauhaus verbindet. Habe ich doch alle Farben des Farbkreises genau nach der Lehre von Johannes Itten, einem der Meister des Bauhauses, nachgemischt. Sie waren ein wichtiger Teil meiner Ausbildung in der Kunstgewerbeschule in Zürich. Das Bauhaus steckt in meiner Berufs-DNA.

Nicht nur war die Schule genauso aufgebaut wie das Bauhaus, nämlich mit Vorkurs und darauffolgender gestalterischer Lehre in Werkstätten, die Grossen des Bauhauses waren allgegenwärtig. Sie waren die Helden der Schule und die Vorbilder. Und ja, ausser der Farbenlehrerin, die streng nach Johannes Itten lehrte, hatten wir, zumindest im Vorkurs, keine Frau als Lehrerin. Später in der Textilklasse waren es dann natürlich Frauen, die lehrten, ebenfalls in der Modeklasse. Also ähnlich wie vor hundert Jahren im Bauhaus. 

Aufstieg in die Moderne

Jeden Tag, an dem ich die Treppe in das oberste Stockwerk in die Textilklasse hinaufstieg, dachte ich an das berühmte Bild von Schlemmer. Der Bau, in dem sich meine Schule damals befand, war ähnlich wie das Bauhaus. Doch nun, dank einer Einladung von der Deutschen Zentrale für Tourismus, besuchte ich mit einer Gruppe Journalisten aus verschiedenen Ländern endlich das echte Bauhaus. Wir reisten über das romantische Städtchen Quedlinburg, in dem wir die Lyonel-Feininger-Galerie besuchten, nach Dessau. Die weite Landschaft mit den endlosen Feldern, das unendliche flache Land, die riesigen Wälder lassen mich die Grösse des Landes spüren. Während der Fahrt male ich mir in Gedanken aus, wie das echte Bauhaus wohl sein wird. Ganz echt ist es natürlich nicht mehr. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört. Die DDR entdeckte das Erbe des Bauhauses erst 1976 und rekonstruierte es denkmalgerecht. 

Verbindungen

Der junge Architekt, der uns mit einer öffentlichen Führung durch das Bauhaus führt, arbeitet eigentlich als Musiker in Berlin, aber seine Leidenschaft für die Architektur und das Bauhaus ist in jedem seiner Worte zu spüren. Mit Begeisterung und Energie macht unser Guide uns auf jede Schraube, jeden Fenstergriff, jedes kleine Detail im Haus aufmerksam und bringt es in den Zusammenhang mit der kurzen, aber grossen Geschichte des Bauhauses.   

Glas am Bau

Die grossen Fensterfronten, die wir heute überall in der Architektur sehen, hatten ihren Beginn im Bauhaus. Der berühmte Walter Gropius, der erste Direktor der Bildungsstätte, hat bereits an seinem ersten bedeutenden Bau, dem Fagus-Werk, das er 1911 mit Adolf Meyer baute, Glasarchitektur eingesetzt. Und zwar in einer Art Vorhang-Funktion. Diese ist auch im Bauhausbau in Dessau zu finden. Wunderschön sind die Ein- und Aussichten, die man beim Durchgang der Gebäude immer wieder bewundern kann. 

Roter Faden

Die Fenster lassen sich mit einem einfachen Mechanismus öffnen und schliessen. Doch zurück zur Farbe: Sie ist Teil der Architektur, taucht überall auf und führt, wie hier mit dem Treppengeländer, als roter Faden durch das Bauhaus. 

Form und Farbe

Das bewusste Einsetzen von Farbe unterstützt die klaren Formen der Räume. Die Farben unterstreichen ebenfalls die Überzeugung von Gropius, dass die Architektur die wichtigste Form der gestalterischen Kunst sei. 

Bloss keine Dekoration

Nichts lenkt von ihr ab. Weder Kunst noch Dekoration sind Teil des Bauhausgebäudes. Dafür ist jeder Türgriff, jeder Rahmen, jede Geländerverbindung ein kleines ästhetisches Wunder. Selbstverständlich sind auch alle Leuchten Bauhauskreationen und Juwelen.

Bürogeschichten

Das Direktorenbüro ist ein echtes Statement. Es wurde genau nach aufgefundenen Fotos nachgebaut und eingerichtet. Nichts ist da, das nicht auf den Fotos war. So sind auch Teile des Raumes leer. Man nimmt an, dass dort wahrscheinlich Tische und Stühle für Besprechungen standen. Einige Wände sind mit einem Raffiabast-Gewebe bezogen. Auf den ersten Direktor, Walter Gropius, folgten 1928 der Schweizer Architekt Hannes Meyer und 1930 Mies van der Rohe.

Bauhaus-Drama

Das Direktorenbüro sah auch im ersten Bauhaus in Weimar gleich aus. Das ist schön und spannend in der Fernsehserie über das Bauhaus, «Die neue Zeit», sozusagen in Action zu sehen. Ich habe mir die Serie gleich nach meiner Rückkehr am Stück angeschaut. Wer das Bauhaus dramatisch erleben möchte, dem empfehle ich, das auch zu machen, es muss ja nicht gerade am Stück sein, aber das macht halt doch am meisten Spass! Die Geschichte der Zeit des Bauhauses in Weimar wird mit einer Liebesgeschichte zwischen Gropius und einer seiner Schülerinnen erzählt. Die Serie zeigt sehr gut auch die Rollen, welche die Frauen im Bauhaus hatten. Die Gleichberechtigung, die zwar zum Credo der Schule gehörte, war keine Realität.  

Theater im Bauhaus

Grosses Theater gehört natürlich auch zum Bauhaus. Da denkt man sofort an Oscar Schlemmers Triadisches Ballett. Der Theatersaal des Bauhauses in Dessau befindet sich hinter diesen eleganten Türen. Die Farbkombination Schwarz und Rosa, die dieser Eingang zeigt, lässt meine Gedanken sofort wieder in meine Studienzeit zurückspringen. Sie war nämlich die Lieblingsfarbkombination unserer Klassenlehrerin in der Textilklasse. Sie trug sie mit Vorliebe und der Überzeugung, dass kein anderes Farbpaar Eleganz besser ausdrücken könne. Elegant sind auch die Leuchten, welche an Stahlrohren hier an der Decke schweben.

Wohnen, wo einst die Studenten lebten

Das Bauhaus hat auch ein Studentenwohnhaus. Es war die erste Schule Deutschlands, in der die Studenten, wie in England, auf dem Studiengelände wohnen konnten. Die Zimmer kann man heute wie Hotelzimmer mieten. Eines der Zimmer ist so eingerichtet, wie es einmal war, damals. Man möchte am liebsten gleich einziehen: clever, modern, praktisch, grosser Arbeitstisch am Fenster, Möbel von Marcel Breuer. Und jedes Zimmer hat einen eigenen, kleinen Balkon.

Neues Bauhausmuseum

Der Grund, dass unsere Pressereise zum hundertsten Geburtstag des Bauhauses so spät im Jahr stattfand, ist das neue Bauhausmuseum in Dessau. Es wurde erst im September eröffnet, da der Bau ein paar Hürden nehmen musste. Zunächst fand man beim Ausheben Reste von zerstörten Häusern und Dokumente. So kamen die Archäologen und natürlich die Sicherheitsbehörde zum Einsatz, die alles auf eventuelle Munitionsreste prüfte. Später wurde die Transparenz der Scheiben zum Diskussionspunkt, da sie gefährlich war für die Vögel. So zeigt sich der Bau schlussendlich mit verdunkelten Gläsern, elegant, stark und verspiegelt statt durchsichtig. 

Versuchsstätte Bauhaus

Das Museum ist ein Prachtstück. Man könnte darin stundenlang verweilen. Bisher war die Präsentation der grossen und wertvollen Sammlung von über 49’000 Objekten der Stiftung Bauhaus Dessau nur eingeschränkt im Bauhausgebäude möglich. Nun hat die Stadt ein grossartiges Museum in ihrer Mitte. Die erste Ausstellung, «Versuchsstätte Bauhaus. Die Sammlung», erzählt mit über 1000 Werken und Studienmaterial die Geschichte des Bauhauses, die seiner Künstler und Gestalterinnen und die des Beginns der Moderne. Man erlebt, dass das Bauhaus ein lebendiger Ort war, in dem experimentiert, gelehrt, gelernt und auch gefeiert wurde. Es sind auch viele Prototypen ausgestellt, die zeigen, wie stark sich das Bauhaus in Dessau mit der Industrie verband. Es ist die Geburtsstätte des Industriedesigns, wie wir es heute kennen.

Verwoben und vernetzt

Weil meine persönliche Beziehung zum Bauhaus mit Textil verwoben ist, dürfen natürlich die textilen Arbeiten nicht unerwähnt bleiben. Spannend und gekonnt dargestellt ist auch das weitreichende Netzwerk des Bauhauses.

Stadtausstellung

Die Ausstellung des Bauhauses ist in der ganzen Stadt zu sehen. Überall findet man Tafeln mit spannenden Informationen. Eine lädt gar ein, mit Ise Gropius zu telefonieren, um zu erfahren, ob und zu welchen Konditionen das Bauhaus nach Dessau umziehen könne. 

Architektur und Make-up

Bei Spaziergängen durch die Innenstadt von Dessau-Rosslau erfährt man durch die Architektur ganz viel von der wechselreichen Geschichte der Stadt. An dieser Strasse sind Plattenbauten aus der DDR-Zeit zu sehen. Es sind immer die gleichen Häuser, in der Mitte das Original und links und rechts aufgepeppte Versionen, also solche mit etwas Architektur-Make-up oder -Botox!

Wie lange bleibt Beton?

Dieses Haus wartet auf seinen Zusammenfall. Es war mal eine Schule und dient nun als Versuchsobjekt, um zu sehen, wie lange Betonbauten halten. Wahrscheinlich so lange, bis man sie doch irgendwann mal abreisst. 

Vorher-Nachher

Die Industrie, die Dessau einst wohlhabend und grossartig machte, wurde von den Nazis für ihre zerstörerische Politik missbraucht. So wurde die Stadt Dessau ganz am Ende des Zweiten Weltkrieges mit besonderer Vehemenz zerbombt.

Alles Geschichte

Im 2005 wieder aufgebauten und rekonstruierten Johannbau, dem einstigen Westflügel des Residenzschlosses Dessau, befindet sich das Museum für Stadtgeschichte. Rund um Dessau hat es viele grosse und wunderschöne Parkanlagen, in denen man zwischen Geschichte, Architektur und Design ausspannen kann. 

Bauhausbauten in der Stadt

Uns interessieren natürlich vor allem die Bauten, die mit dem Bauhaus verbunden sind. Dazu gehört auch das Kornhaus, welches einen runden Glasvorhang zeigt. Es ist ein grosses und beliebtes Restaurant. Man isst gut, bloss schade, dass man bei der Einrichtung und der Deko nichts vom Bauhaus gelernt hat.  

Die Meisterhäuser

Ich als Sweet-Home-Bloggerin liebe die Meisterhäuser, die Gropius für die Lehrer, die Meister hiessen, als Wohnhäuser baute, besonders. Denn sie zeigen das Wohnen. Auch sie wurden zerstört und wieder aufgebaut und rekonstruiert. Es ist ein wahrer Traum, wie die Häuser in der Gartenanlage angelegt sind. Mit den Fenstern findet der Austausch zwischen der Natur und dem Wohnbereich statt. Das ist eines der wichtigsten Merkmale der modernistischen Architektur.

Wohnungsbesichtigung

Es sind zwar keine Möbel in den Häusern zu sehen – bloss Räume, Farben, Materialien. Aber man kann sich vorstellen, wie die Lehrer wohnten. Ich richte die Häuser und Wohnungen während des Besuchs im Kopf ein, denn die Besichtigung fühlt sich an wie auf Wohnungssuche. Was für eine Wohnungssuche das wäre! Ich träume von den Bauhausmöbeln, den Teppichen, der Kunst, der Aussicht in den Park, den interessanten Nachbarn und dem künstlerisch-aktiven Leben. Auch wenn ich selbst heute ganz anders wohne, maximalistisch und ohne grosse Design-Ikonen, war das doch auch mal mein Wohntraum. Heute lebe ich diesen und andere Wohnträume beruflich aus.   

Und wieder die Details

Auch in den Meisterhäusern wird das Augenmerk automatisch auf die Details gelenkt. Vieles kenne ich von den Wohnungen, in denen ich so gewohnt habe in meinem Wohnleben. Die meisten Wohnungen hatten ziemlich die gleichen Details – bis sie renoviert wurden. Dann bekamen sie verschnörkelte Türfallen, geschmacklose Einbauküchen oder Fenster mit falschen Sprossen. 

Klare Linie

Wenn ich mir in diesen Räumen vorstelle, dass alles fast hundert Jahre alt ist, dann kommt doch die Frage auf: Wie hat sich denn die Moderne weiterentwickelt? Wie alle schönen Geschichten halt: Einiges bleibt, anderes kommt. Doch vom Bauhaus ist sehr viel geblieben, trotz, oder vielleicht auch grad wegen seiner kurzen Geschichte.

Zurück in die Zukunft

1931 gewannen die Nazis die Gemeindewahl in Dessau und schlossen das Bauhaus 1932. Das Bauhaus zog noch kurz mit Mies van der Rohe als private Institution nach Berlin, bis es 1933 endgültig schloss. Die meisten Lehrer, Schüler, Künstler, Architekten und Designer der Schule flohen in die ganze Welt hinaus. Sie bauten weiter, entwarfen Produkte, machten Kunst. Das hat den Modernismus international bedeutend gemacht und das Bauhaus weltberühmt. Es ist Symbol geblieben für Fortschritt, klare Linien, moderne Architektur und Design. Ein Besuch im Bauhaus und im Bauhausmuseum lassen erleben, dass das Bauhaus viel mehr war als der Entstehungsort von Designikonen.

Credits: 

Links zum Bauhaus: Bauhaus Dessau, Bauhaus Museum DessauBauhaus 100, Meisterhäuser 

Reiseinformationen: Deutsche Zentrale für Tourismus

Bilder: alle Fotos sind Handyfotos, die ich auf der Reise gemacht habe 

Endecken Sie unbedingt auch die Bauhausbauten in Zürich:
Die unterverkauften Perlen der Moderne

14 Kommentare zu «Das Bauhaus ist 100»

  • Doris sagt:

    Ein toller Bericht, Bauhaus ist bewundernswert ob seiner Konsequenz. Unbedingt hingehen ins Museum für Gestaltung, so sieht man das in Zürich, es gibt viel Bauhaus überall in der Stadt.

  • Heidi Arn sagt:

    Danke für den schönen Bericht, liebe Frau Kohler! Das Bild mit den Menschen auf der Treppe weckt in mir Erinnerungen an den Malstil eines längst verstorbenen Freundes, der mal Farblehre an der Kunstgewerbeschule unterrichtete. Ich kenne übrigens eine farbenfrohe Wohnung mit persönlichen Gemälden und Pflanzendschungel, in der nur die Sessel im Baustil sind, sie machen sich gut da!

  • Erwin Ihr sagt:

    Wie es zwischen schwarz und weiss auch noch ein paar Grautöne gibt, so ist Bauhaus nicht bloss kalt und abweisend. Wer so etwas behauptet, hat sich mit der Geschichte nicht wirklich befasst. Zu erwähnen wäre aber in diesem Zusammenhang Tel-Aviv, wo weltweit die meisten Beispiele gelungener Umsetzungen
    zu sehen sind und wo aktuell in der ganzen Stadt Renovationen dieser wertvollen Gebäude im Gange sind.
    In Dessau, und Weimar habe ich mir vor 3 Jahren individuell alles angesehen und war von der neuen Denkweise in vielen Bereichen sehr beeindruckt. Man sollte sich vergegenwärtigen, dass das „normale“ Umfeld seinerzeit mit schwerem Plüsch, dunkeln Tapeten und klotzigen Möbel eine düstere Atmosphäre schafften. In dem Sinne erschienen diese neuen Ideen wie eine Erlösung und Befreiung.

  • Maru sagt:

    Sieht mitnichten besser aus, als die meisten, der seit Jahren hingestellten Klötze. Grau, kalt, unwirtlich. Dem vom guten Walti und seinen Jüngern dannzumal entwickelten Baustil, an welchem sich seither ganze Architektengenerationen orientieren, wurde seit jeher viel zu viel Bedeutung beigemessen. Was mittlerweile daraus entstanden ist und weiter entsteht, kann man anhand der landauf und landab lieblos hingeklotzten, verschandelnden Scheusslichkeiten unschwer erkennen. Und es währt bestimmt nicht mehr allzu lange, bis auch die allerletzte Grünfläche – und sei sie noch so klein – der grassierenden Profitgier anheimfällt.

    • Anna Katharina sagt:

      Schade, dass Sie das so sehen. Es macht eben einen Unterschied und der ist gross. Ihre Kritik erinnert mich an oft Gehörtes bei einem Museumsbesuch: das kann doch jeder! Aber dem ist (leider) nicht so.
      Dennoch sei es Ihnen unbenommen etwas nicht zu mögen, nur sagt das wenig über die Qualität des Objektes aus.

  • ri kauf sagt:

    Liebe Frau Kohler! WOW! SO toll dieser Beitrag! Ich habe ein sehr grosses Interesse am Bauhaus und seiner Geschichte. Ich habe mir alle Filme über das Bauhaus angesehen und natürlich auch diese Serie!

  • Ursus Bär sagt:

    Unweigerlich ertönt in meinem Kopf das Lied von Bodo Wartke über die deutsche Nachkriegsarchitektur in meinem Kopf. Diese auf das Banalste reduzierte Form der Architektur, als Fortsetzung des Bauhauses, hallt bis in die Gegenwart nach. Solche „Plattenbauten“ werden Heute noch hochgezogen und überwältigen die Umgebung mit einer Präsenz, die einem die Wärme aus der Seele reisst. Die Farbgebung ist meist passend kalt und abweisend, mit einzelnen Elementen in schreienden Farben, welche die völlige Entkoppelung von Mensch und Haus noch unterstreichen.
    Kein Baustil hat den Sieg des Menschen über die Natur (und sich selbst) so deutlich gemacht, wie die aus dem Bauhaus hervorgegangene „Moderne“.

    • Erich Schmid sagt:

      ja, es ist schade, dass der Barock jemals endete……………

      • Peter sagt:

        Ich wohne in einem Haus das im Barockstil gebaut worden ist, mit eimer barockenen Wohneinrichtung, samt Küche und Bad. Mit dem Kleiderschrank voller Barockener Kleider und Schuhe. Ohne TV und ohne Internet? Barock macht Spass. Etwas Spass. Eigentlich wenig. Oder überhaupt nicht. Barock? Nur im Museum.

    • Heidi Herrmann sagt:

      Bauhaus hat mit den Plattenbauten so viel zu tun wie Emmentaler mit Gouda. Deutsche Nachkriegsarchitektur hatte mit dem Bauhaus schon nur deshalb nichts zu tun, weil es keine Schüler und schon gar keine Lehrer aus Bauhauszeiten in Deutschland mehr gab. Wer nicht freiwillig ging wurde von den Nazi ermordet oder kalt gestellt. Gehen Sie das Haus Schlehstud in Meilen oder die Siedlung Neubühl in Zürich Wollishofen anschauen. Das hat mit seelenlosen Plattenbauten nun wirklich nichts zu tun.

      • Gloria sagt:

        Danke für diesen Blogpost!
        Man spürt beim lesen die Atmosphäre und es macht Lust auf eine Reise zurück in die Zukunft. Einerlei ob man den Stil mag oder nicht. Bauhaus war und ist nach so viel Jugendstil und engen Gesellschaftsverhältnissen eine Revolution und ist bis heute wegweisend.
        Dessau ist nun (wieder) auf meiner Bucketlist.

  • Rebekka Stöcklin sagt:

    Sehr spannend. Nach diesem Artikel möchte ich gerne mehr über das Bauhaus erfahren. Danke für die Anregung.

    • M. Cesna sagt:

      Einfach hinfahren!
      Das Ibis-Hotel ist sehr günstig und im Park in der Nähe der Elbfähre kann man sich verlaufen, so gross ist er.
      Danach ab nach Berlin ins Bauhaus-Museum.
      Bauhaus ist bis heute die Antwort auf vieles zu Traditionalistisches oder viele Bausünden.
      Nur Hundertwasser (Magdeburg, Schule in Wittenberg) macht da Konkurrenz.

Kommentar

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