Fast Fast Food

Selbst gemacht werden Burgers, Pizzas oder Hotdogs zum delikaten Znacht.

1 — Die Hotdogs

Hotdogs sind viel mehr als bloss ein Wienerli in einem süsslichen Brot. Versuchen Sie diese italiensche Variante, und kreieren Sie so ein feines und nahrhaftes Abendessen. (Bild über: Kudos Kitchen by Renée)

So geht ein Caprese-Hotdog: 
Kaufen Sie kleine Ciabattas oder Minibaguettes. Braten Sie Salsicce in etwas Olivenöl rundum an. Wenn Sie sich für Fleisch entscheiden, geniessen Sie es als eine besondere Delikatesse und wählen Sie gute Qualität. Das gilt auch bei Würsten. Gute Qualität bedeutet gute Herkunft und ehrliches Handwerk. Solche Produkte kosten zwar das kleine Bisschen mehr als Billigprodukte aus dem Supermarkt, aber sie schmecken auch viel besser. Für diesen italienischen Hotdog eignen sich am besten Salsicce mit Fenchelsamen. Meine Lieblinge kaufe ich in der Metzgerei Reif. Schneiden Sie die Brötchen in zwei Hälften, bestreichen Sie die Schnittflächen mit einer Knoblauchzehe und beträufeln sie diese mit etwas Olivenöl. Dann rösten Sie sie einige Minuten im Backofen. Belegen Sie die Brötchen mit Mozzarellascheiben, Tomatenschnitzen und den gebratenen Würsten. Als «Relish» kommt pro Hotdog ein bisschen Pesto drauf. 

Rezept für Basilikumpesto

Es gibt noch gutes Basilikum. Machen Sie das Beste daraus: Pesto! (Bild über: Cuisine culinaire

Zutaten:

Zubereitung:

3 Bund frisches Basilikum

1,5 dl gutes Olivenöl

1–3 Knoblauchzehen (je nach Geschmack)

1 gute Handvoll frisch geriebener Parmesan

1 gute Handvoll frisch geriebener Pecorino

2 EL Pinienkerne

1 Prise Meersalz

Das Basilikum und den Knoblauch in die Küchenmaschine geben und kurz zerhacken. Anschliessend die Pinienkerne und den Käse dazugeben. Zum Schluss das Olivenöl dazugiessen und pürieren, bis die Pesto schön cremig ist. 

Tipp: Viel milder und alltagstauglicher ist eine Pestosauce ohne Knoblauch. 

2 — Das BLT-Sandwich

BLT ist die Abkürzung von Bacon, Lettuce and Tomato. Ein BLT-Sandwich ist in Amerika und England das Equivalent unseres Schinkensandwichs. Gut gemacht ist es ein köstliches Mahl. Wählen Sie dafür nur die besten Zutaten, wird es zur Delikatesse. (Bild über: Simply Delicious Food)

Und so geht ein Gourmet-BLT: 
Kaufen Sie den besten Bratspeck, den Sie kriegen können. Speck ist eine Delikatesse und nicht bloss das kleine bisschen Fleisch, das ein Gericht krönt. Auch hier gilt wie bei allem Fleisch: Gute Herkunft und die Würdigung, etwas Besonderes zu geniessen. Massenware inspiriert dazu, Fleisch ganz unüberlegt jeden Tag zu geniessen, und schmeckt eh nicht gut! Also, Sie haben den Speck ihrer Träume gefunden. Nun geben Sie etwas Olivenöl in die Pfanne und braten ihn ganz langsam ganz knusprig. Das Olivenöl hilft, dass dieser Prozess funktioniert. Anschliessend giessen Sie das Bratfett ab und lassen es auskühlen. Das Fett vom Bratspeck ist kein Abfallprodukt, sondern man kann damit köstliche Dinge zaubern. Lesen Sie die Tipps dazu gleich im Anschluss an dieses Rezept.

Mischen Sie für die Sauce Mayonnaise mit etwas Paprika, Honig und feinst gehacktem Peperoncino und Knoblauch. Geben Sie alles in eine Küchenmaschine, geben Sie einige Löffel Naturjoghurt bei und etwas Zitronensaft. So lange pürieren, bis alles fein und cremig ist. 

Nun bringen Sie das Sandwich zusammen: Bestreichen Sie die Brötchenhälften mit der Mayonnaise-Sauce und belegen Sie sie mit Lattichblättern, Tomatenscheiben und dem Speck. Zudecken und geniessen.

Schmeckt mit Bratfett vom Speck noch besser:

Lassen Sie das Fett vom Bratspeck abkühlen und lagern Sie es für kurze Zeit im Kühlschrank. Sie können es auch wie Eiswürfel gefrieren. Benutzen Sie es, um ganz unterschiedlichen Dingen einen würzigen Geschmack zu geben. (Bild über: Well platted)

Kabis:
Geben Sie etwas Speckbratfett in eine Pfanne, erhitzen Sie es und geben Sie einige gehackte Schalotten bei. Wenn diese glasig sind, dann kommen fein geschnittener Weisskabis und eine Handvoll Rosinen dazu. Alles langsam dünsten, bis der Kabis gekocht ist. Mit Nudeln oder Bratkartoffeln mischen und mit etwas geraffeltem Sbrinz servieren.

Salat: 
Geben Sie Speckbratfett in eine Pfanne und erhitzen es sanft. Mischen Sie Estragonessig, Honig und etwas Dijonsenf dazu. Mit Salz abschmecken und sie haben eine köstliche Salatsauce. Die Sauce darf ruhig lauwarm sein, dadurch entfaltet sich ihr Geschmack perfekt.

Pasta: 
Wenn Sie schnelle, einfache Pasta mit Pilzen oder Gemüse wie etwa Lauch machen, brauchen Sie zum Anbraten statt einfach bloss Olivenöl das Speckbratfett. So bekommt ihr schnelles Abendessen einen besonders schmackhaften Gout. 

3 — Die Chips

Wenn ich echte Pommes frites möchte, dann bestelle ich sie in einem Restaurant. Zu Hause werden Kartoffeln im Ofen «frittiert». Das schmeckt zwar ein bisschen anders, aber ganz herrlich! (Bild über: The Modern Proper)
Und so gehen Ofenfrites: 
Kartoffeln schälen und in Stäbchen oder Schnitze schneiden. Fantastische Kartoffeln gibt es bei Rosetti auf dem Markt in Oerlikon. Abtrocknen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit Salz und Olivenöl mischen und im 200 Grad heissen Backofen etwa 40 Minuten knusprig und golden rösten. Servieren Sie sie mit Chimichurri. 

Rezept für Chimichurri

Chimichurri ist eine klassische Sauce, die in Argentinien zu gegrilltem Fleisch serviert wird. Sie schmeckt auch ganz hervorragend – statt Ketchup – zu Frites oder Bratkartoffeln. (Bild über: The Forked Spoon

Zutaten:

Zubereitung:

1 dl Rotweinessig

1 Schalotte

2–3 Knoblauchzehen

1 grüner Peperoncino

1/2 roter Peperoncino 

1 Bund Koriander

1 Bund glatte Petersilie

1/4 Bund Oregano

2 dl gutes Olivenöl

1 Prise Salz

 

Hacken Sie alle Zutaten extrafein, und mischen Sie alles mit Essig und Öl. Salzen und zu den Empanadas servieren.

4 — Die Pizza/Focaccia

Vergessen Sie die Pizza aus dem Tiefkühlfach des Supermarkts und auch die vom Pizzakurier. Denn mit nur wenig Aufwand können Sie diese selber machen. Guten Teig dafür können Sie kaufen oder selber machen. Diese Pizza, eigentlich eine Focaccia, ist dekonstruiert und deshalb noch einfacher, aber raffinierter als der Klassiker. (Bild über: Healthy little cravings)
Und so gehts: Pizzateig ausrollen und Tomatenhälften von kleinen Tomaten reindrücken. Mit etwas Olivenöl beträufeln, salzen und getrockneten Oregano darüber streuen. Im 250 Grad heissen Backofen etwa 10 Minuten backen, bis der Teig golden ist. Zu frischer Mozzarella oder Burrata geniessen.

Margits Pizzateig

Das Rezept von meiner Freundin Margit ist einfach, und ein selbst gemachter Teig riecht gut und macht einen stolz. Pizzas und Focaccias schmecken damit einfach viel besser! (Bild über: Confetti and Bliss)

Zutaten:

Zubereitung:

500 g Mehl

2,5 dl lauwarmes Wasser

die Hälfte von einem frischen Hefewürfel 

4 EL Olivenöl

ein wenig Salz

Mischen Sie die Hefe mit ein wenig lauwarmem Wasser. Geben Sie alle Zutaten in eine Schüssel, vermischen Sie alles mit einer Kelle und formen Sie den Teig danach zu einer Kugel. Legen Sie ein feuchtes Tuch über die Schüssel und stellen Sie sie auf die unterste Schiene in einem auf 40 Grad vorgeheizten Backofen. Ungefähr 1,5 Stunden aufgehen lassen. Danach ist der Teig zur Verarbeitung bereit.

5 — Die Spiegeleier

Das allerschnellste Fast Food geht mit Spiegeleiern. (Bild über: The Curvy Carrot)
Und so geht ein Spiegeleiersandwich mit Spinat: Bestreichen Sie Brotscheiben mit etwas Butter und toasten Sie sie einige Minuten im Backofen. Braten Sie Spiegeleier und machen Sie frischen Spinat. Belegen Sie die Hälfte der Brotscheiben mit Spinat und einer Käsescheibe. Kaufen Sie hierzu keine fertigen Käsescheiben, sondern schneiden Sie sich etwas Käse von irgendeinem Käse, den Sie im Kühlschrank haben, ganz dünn ab. Geben Sie diese Brote kurz unter den Grill im Backofen. Dann nehmen Sie sie heraus, legen je ein Spiegelei darüber und bedecken sie mit den übrig gebliebenen Brotscheiben. Eier kaufen Sie am besten von einer guten Herkunft und in Bio Qualität. 

Einfaches Basisrezept für Spinat

Spinat ist mehr als bloss eine Beilage. Diesen Spinat können Sie unter Pasta mischen – am besten mit etwas Frischkäse –, oder eine Omelette damit füllen, auch das am besten mit etwas Käse wie Feta, oder ihn pürieren und mit Salzkartoffeln und Spiegeleiern als klassisch schweizerisches Menü servieren. (Bild über: Feasting not fasting)
Und so gehts:
Geben Sie Olivenöl mit einer Knoblauchzehe und einem halbierten Peperoncino in eine grosse Pfanne. Erhitzen Sie alles zusammen, und wenn der Knoblauch duftet, nehmen Sie beides heraus. Geben Sie gewaschenen und gerüsteten Spinat in die Pfanne, legen Sie den Knoblauch und den Peperoncino darauf und dünsten Sie alles bei geschlossenem Deckel einige Minuten, bis der Spinat zusammenfällt.

8 — Der Burger

Wie wärs mit einem Burger aus würzigem Wurstfleisch. (Bild über: Food Republic)

Zutaten:

Zubereitung:

2 Chorizowürste, roh

4 Salsicce

4 grosse Zwiebeln, in Ringe geschnitten

Essiggurken, in Scheiben geschnitten

Hamburgerbrötchen

 

Kaufen Sie gute rohe Chorizo und gute Salsicce oder Schweinsbratwürste. Am besten bei Ihrem Metzger des Vertrauens. Nehmen Sie das Wurstfleisch aus der Haut und mischen Sie es von Hand zu einem Teig. Formen Sie Burgerpatties. Braten Sie die Burger beidseitig so lange, bis das Fleisch gut durch ist. Braten Sie Zwiebelringe in etwas Öl mit ein bisschen Honig und toasten Sie die Hamburgerbrötchen.

Zutaten für die Salsa:

Zubereitung Salsa und Fertigstellung:

2 Tomaten

1 Peperoncino

1 Knoblauchzehe

1 Handvoll Petersilie

Salz

Mischen Sie die Zutaten der Salsa mit einer Küchenmaschine. Belegen Sie die Hamburgerbrötchen mit den Chorizoburgern, der Salsa, den Essiggurken und vielen Zwiebelringen. 

Credits: 

Bilder über Foodblogs, Blogs und Magazine: Food Republic, Feasting not fasting, The Curvy Carrot, Confetti and Bliss, Healthy little cravings, The Forked Spoon, The Modern Proper, Well platted, Simply Delicious Food, Cuisine culinaire, Kudos Kitchen by Renée

8 Kommentare zu «Fast Fast Food»

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Sobald das Herz über den Gaumen gesiegt hat wählt man aus, was anderen Lebewesen und der eigenen Seele nicht schadet und nicht, was den Gaumen reizt. Erfreulichweise hat es ja auch ein paar wenige Sachen davon in diesem Blog.

  • adam gretener sagt:

    Zur Nummer 5: Nach der ersten Nacht mit der neuen Liebschaft morgens eine Stunde vorher aufstehen, so ein Sandwich zubereiten, noch 3 – 4 halbflüssige Spiegeleier drauf packen, eine überreife Avocado, massig Mayonnaise, vielleicht noch Tomatensauce und Chips, Chips sind ganz wichtig.

    Ans Bett bringen und mit einem breiten Grinsen auf das Spektakel warten.

    • adam gretener sagt:

      Und nicht vergessen, das Brot viel zu stark aufzubacken. Damit die Brösmeli beim Biss so richtig 3 Meter weit springen. Und als Kerze auf der Torte, 4 – 5 ganze Knoblauchzehen schön verstecken, als Überraschung.

      Und im Hause Adam wird immer schön alles aufgegessen. Und als Abschluss kurz kärchnern, man ist ja kein Unmensch.

  • maike sagt:

    Der Burger – was sonst. Zwiebelringe mit Honig angraten kannte ich noch nicht ! Cooler Tip.

  • Lovasimedve sagt:

    Für mich heisst Fastfood, dass man es fast essen kann. Deshalb esse ich lieber eine Frucht!

  • D sagt:

    Pizzateig hat immer viel zu viel hefe drin. versuchen sie es einmal mit nur 2gramm anstelle des halbe würfels.
    Noch ein Tipp: kein Wallholz
    En guete

  • Heidi Arn sagt:

    Heute gibts „hot dog North American style“ zum Zmittag, weil sich das ein Gast zum Geburtstag wünscht :-) Habe „green relish“ von einer Reise mitgebracht.

  • Lina Peeterbach sagt:

    Wunderbar! Fast Food als Slow Food – Lecker!
    Kleiner Zusatztipp: Honigsenf von Dijon setzt einem Spiegelei noch eine Extra-Krone auf!

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