5 Alltagshits

Keine Ahnung, was Sie heute Abend kochen sollen? Diese 5 Rezeptideen lösen dieses Alltagsproblem galant.

Jeder oder zumindest die meisten Menschen, die tagsüber arbeiten und abends hungrig nach Hause kommen, wünschen sich mehr Abwechslung auf dem Speiseplan. Es ist nicht so, dass man keine Ideen hätte, doch in dem Moment, wenn man abends in den Supermarkt tritt, sind alle Ideen weg. Obschon ich viele Rezepte kreiere und schreibe, die sehr beliebt sind, weil sie eben genau solche Rezepte sind, die man schnell, einfach und ohne grossen Spezialitäteneinkauf nachkochen kann, habe ich genau dasselbe Problem. Ich gehe es momentan so an, dass ich meine eigene Foodkolumne google und dann mit dem gewählten Rezept, sozusagen als Einkaufsliste, durch die Regale gehe. Deswegen unterteile ich hier die Zutaten schon mal nach Produkten, die man meist zu Hause hat, und solchen, die auf die Einkaufsliste kommen. (Bild über: One Kings Lane)

1 — Penne mit Amalfizitronen

Ein Rezept mit viel Geschmack, das einfach geht und schon ein bisschen Frühlingslaune auf den Tisch zaubert, sind Penne mit Zitronensauce und Kräutern. (Bild über: Foodness Gracious)

Zutaten:

Zubereitung:

Produkte für Einkaufsliste: 

Penne

2 Amalfizitronen – sie sind einfach die besten, aber natürlich gehen auch andere Zitronen

Rosmarin

2 dl Rahm

1 Packung Ziegenfrischkäse wie Chavroux

1 Packung Spinatblätter

Aus dem Vorrat: 

Olivenöl

1 Knoblauchzehe

½ Peperoncino

Muskatnuss

Salz, Pfeffer

Kochen Sie die Penne al dente, für zwei Personen reichen 200 g, für 4 Personen 400 g. Waschen Sie den Spinat, reiben Sie die Schale von 1 Zitrone ab und pressen Sie den Saft von der gleichen Zitrone aus. Zerstossen Sie im Mörser einige Rosmarinnadeln mit etwas Meersalz und der Knoblauchzehe. Halbieren Sie den Peperoncino der Länge nach. Ich brauche immer Maldon Sea Salt. Dann geben Sie reichlich Olivenöl in eine Bratpfanne. Ich finde, dass kein Gericht wirklich gut wird, wenn man mit Olivenöl geizt! Nun geben Sie die Rosmarinmischung und den Peperoncino bei. Andünsten, bis alles fein duftet, dann den Zitronensaft darübergeben und einköcheln lassen. Sie können in diesem Moment noch etwas Bouillon beigeben, falls Sie mögen. Dann den Rahm dazugiessen, mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss würzen, die abgeriebene Zitronenschale untermischen. Geben Sie anschliessend zwei gute Hand voll Spinatblätter dazu, bedecken Sie die Pfanne mit einem Deckel und köcheln Sie alles gute 5 Minuten, bis der Spinat zusammenfällt. Alles gut mischen und etwa 2 EL Ziegenfrischkäse unterrühren. Die Penne in die Sauce geben, alles gut mischen, falls nötig noch etwas Pastawasser untermischen. Diese Pasta braucht keinen zusätzlichen Käse mehr. Sie können Sie dafür mit ein bisschen frischem Rosmarin garnieren und mit Zitronenschnitzen servieren. Es schmeckt sehr fein und frisch, wenn Sie am Schluss noch frischen Zitronensaft darüberträufeln – dafür ist die zweite Amalfizitrone da!

2 — Vongole mit Tomaten

Vongole und Moules sind meine Lieblinge. Manchmal reise ich nach Baden in den Manor Food und bringe welche nach Hause, da ich finde, dass dessen Fischabteilung unschlagbar ist! Ich bin in Zürich einfach noch nicht fündig geworden. Mir fehlt hier dieses entspannte, mediterrane Einkaufserlebnis.  (Bild über: Rasamalaysia)

Zutaten:

Zubereitung:

Für die Einkaufsliste:

1 kg  Vongole Veraci

1 Stange Sellerie

2 Rüebli

400 g kleine Tomaten 

1 Amalfizitrone

1 Bund grobe Petersilie

Aus dem Vorrat: 

Olivenöl

2 Schalotten

1 Knoblauchzehen

1 Peperoncino

2 dl Weisswein

Hacken Sie den Sellerie und die Rüebli grob, vierteln Sie die kleinen Tomaten und schneiden Sie die Schalotten in Ringe. Hacken Sie den Knoblauch fein und den Peperoncino und die Petersilie grob. Anschliessend Olivenöl in einer grossen Pfanne erhitzen und die Schalotten, den Sellerie und die Rüebli andünsten. Nach etwa 5 Minuten den Knoblauch und den Peperoncino beigeben. Wenn diese duften, die Tomaten beigeben und alles nochmals einige Minuten dünsten. Dann den Wein dazugeben. Aufkochen und die Muscheln beigeben. Zudecken und so lange kochen, bis sich die Muscheln öffnen. Am Schluss geben Sie die Petersilie und etwas Zitronensaft bei. Sie können die Vongole mit Spaghetti oder Linguine mischen, sie aber auch zu Bratkartoffeln servieren oder einfach mit einem herrlich knusprig frischen Baguette – welches Sie aber auch auf die Einkaufsliste setzen müssen! 

3 — Salat mit Roquefort

Ein frischer Salat ist manchmal genau das richtige Abendessen. Sie können ihn mit einer Rösti servieren oder einem frischen Baguette. Servieren Sie dazu auf jeden Fall den Rest des Roqueforts. (Bild über: Intense Food Cravings)

Zutaten:

Zubereitung:

Für die Einkaufsliste:

knackiger Salat wie Kopfsalat, Chicorée oder Eisberg

1 gutes Stück Roquefort

Äpfel oder Birnen

Radiesli oder Stangensellerie

Sprossen nach Wahl

1 Zitrone

Aus dem Vorrat: 

Olivenöl

Weissweinessig

Meersalz

Kräuter, die man noch hat, wie ein bisschen Rosmarin oder Basilikum

Chiliflocken

Waschen, rüsten und schneiden Sie den Salat. Schneiden Sie die Birnen und/oder die Äpfel in feine Scheiben und mischen Sie diese sofort mit etwas Zitronensaft, damit sie nicht braun werden. Schneiden Sie die Radiesli in feine Scheiben oder den Stangensellerie in nicht allzu dicke Stücke. Nun geben Sie Kräuter, Chiliflocken und wenig Salz in einen Mörser und zerstampfen alles gut. Geben Sie Olivenöl dazu. Mischen Sie die Salatblätter mit dem Gemüse, Obst, etwas Weissweinessig und einem Teil des würzigen Öls. Bröseln Sie Roquefort darüber und verteilen Sie Sprossen darauf. Servieren Sie den Rest des Roqueforts und den Rest des Öls dazu. Dazu passen Rösti, ein feines, frisches, knuspriges Brot oder die Polenta-Frites vom nächsten Rezept.

4 — Polenta-Frites

Mit der schnellen Polenta lässt sich im Nu ein feines Znacht zaubern. (Bild über: Tastemade)

Zutaten:

Zubereitung:

Für die Einkaufsliste:

schnelle Polenta

Rosmarin

Aus dem Vorrat: 

Olivenöl

Salz

Milch

Bouillon

Kochen Sie die Polenta gemäss Packungsangaben. Ich mache sie immer mit etwas Bouillon und mehr Milch als Wasser. 

Streichen Sie die fertige Polenta auf ein mit Backpapier belegtes Backblech, ca. 1,5 cm dick. Komplett auskühlen lassen. Sie können die Polenta bereits am Vorabend so vorbereiten, dann geht es nachher blitzschnell! 

Nun schneiden Sie die Polenta in Stäbchen. Hacken Sie Rosmarin sehr fein und geben Sie diesen mit reichlich Olivenöl in eine Bratpfanne. Braten Sie die Polentastäbchen, eventuell portionsweise, beidseitig knusprig golden. Auf Küchenpapier legen und anschliessend servieren.  

5 — Orecchiette mit Zucchetti

Eine pikante, schmackhafte, neue Pasta ist immer eine gute Idee! (Bild über: Fraise et Basilic)

Zutaten:

Zubereitung:

Für die Einkaufsliste:

1 Packung Orecchiette

2 Zucchetti

Basilikum 

Aus dem Vorrat: 

Olivenöl

1 kleine Dose Sardellenfilets

1 Knoblauchzehe

1 Schalotte

1 Peperoncino

1 Dose gehackte Tomaten

1 Hand voll Rosinen

1 dl Rotwein

Salz

Pecorino romano

Hacken Sie die Schalotte und den Peperoncino grob und den Knoblauch fein, schneiden Sie die Sardellenfilets in Stücke. Geben Sie reichlich Olivenöl in eine Pfanne und dünsten Sie die Schalotten an. Geben Sie anschliessend die Sardellenfilets, den Knoblauch und den Peperoncino bei. Alles etwa 7 Minuten langsam dünsten, bis es duftet, den Rotwein dazugiessen und etwa zur Hälfte einköcheln lassen. Die Tomaten und die Rosinen beigeben und ca. 20 Minuten köcheln.

Kochen Sie die Orecchiette al dente. 

Schneiden Sie die Zucchetti in Scheiben und legen Sie sie auf ein mit Backpapier belegtes Backblech, mit Olivenöl und Salz einreiben und im 200 Grad heissen Backofen etwa 10 Minuten rösten. In der Halbzeit wenden. 

Nun mischen Sie die Pasta mit der Sauce und den Zucchetti. Servieren Sie die Pasta mit Basilikum und geriebenem Pecorino romano darüber. 

 

Credits: 

Bilder über Blogs und Foodblogs: Fraise et BasilicTastemadeIntense Food CravingsRasamalaysiaFoodness GraciousOne Kings Lane

 

15 Kommentare zu «5 Alltagshits»

  • Darla Schneider sagt:

    Liebe Marianne Kohler
    Man kann gute Vongole beim Frisch Fisch Mercato in Dietlikon bestellen.

  • K.S., Luedenscheid sagt:

    Sieht alles ganz lecker aus und die Zutaten befinden sich fast alle in der
    Küche.

  • Olive sagt:

    Ich finde nicht dass man gutes Olivenöl zum anbraten verwenden sollte.
    Ich gebe gerne gutes Olivenöl kalt über ein Gericht aber ich finde es geht viel verloren wenn ,am Dinge darin anbrät.
    Wenn ich meinen Mann mit 100 gr Pasta bekochen würde dann wären wir denk ich morgen geschieden!
    Welcher Mann hat mit 100 gr Teigwaren genug???

    • adam gretener sagt:

      Es kommt halt drauf an, ob man Strassenbauer ist oder Uhrmacher. Aber verhungern wird mit 100 Gramm wohl niemand.

    • Andreas sagt:

      Welche Frau hat mit 50 gr Teigwaren nicht genug???

    • Duch sagt:

      Evtl. ist es in dieser Menge als Vorspeise gedacht?

    • Maru sagt:

      @Olive: Meiner! Und weil er’s nicht nur mit der Pasta so hält, sieht er mit seinen 69 Jahren auch noch aus wie knapp über 50. Keine fette Wampe, kein Säulikopf, nix Diabetes, keine Hypertonie, sondern fit wie ein Turnschuh, fröhlich und kerngesund. Seine Frau freut’s.
      Ach ja und übrigens: Für eine Portion Pasta wird schon seit Jahr und Tag ein Teigwaren-Rohgewicht von 100 Gramm für eine erwachsene Person berechnet. Man(n) wird also kaum dem Hungertod anheimfallen, wenn’s nicht mehr ist.

    • Paul sagt:

      Erinnert mich an eine Freundin von uns die zwar eine gute Köchin ist aber ganz kleine Mengen isst.
      Erst gab es etwas Salat und dann Pasta mit Pesto ,schmeckte ausgezeichnet aber für honorige Männer völlig ungenügend.Dann servierte sie die Nachspeise und ass war es.Auf dem Heimweg diskutierten wir ob wir Pizza essen gehen sollten entschieden aber den Kühlschrank zu plündern.

  • ri kauf sagt:

    Hmmmmmm! Frau Kohler! Wie fein töt das denn?!!!!!! D A N K E !

  • adam gretener sagt:

    Wieder mal richtigen Stinkekäse holen gehen, sehr gute Idee Frau Kohler. Aber sonntags gepflegt zum frischen Zopf und dann direkt mit dem Messer draufschmieren. Und Gumfi drüber.

  • Alefilo sagt:

    Liebe Frau Kohler,

    erst einmal grossen Dank für all Ihre wunderbaren Blogeinträge – fast jeder ist ein „highlight“ und immer sehr inspierierend :-)
    Zu Moules und Vongole: Jeweils am Dienstag- und Freitagvormittag gibt es beides bei Interfisch an den Ständen auf dem Bürkli -resp. Helvetiaplatz und noch vieles andere mehr. Das frühe Aufstehen lohnt sich alleweil. Aber sicher wissen Sie das ja auch.
    Nochmals danke für all die feinen Rezepte, schönen Texte, tollen Ideen und Fotos (Grosses Kompliment an dieser Stelle auch an Rita Palanikumar).

    • Lichtblau sagt:

      Ihrem Lob kann ich mich nur anschliessen. Und danke für den Tipp bez. Marktstand auf dem Bürkliplatz. Der wird jetzt zu meiner Umsteigestation auf dem Weg zur Arbeit.

  • Peter Hofer sagt:

    Genau nach meinem Geschmack. Aber Herr Niederer wird das natürlich wieder missionarisch kritisieren.

  • Tanja sagt:

    Ein Menuplan für die Woche hilft da ungemein!
    Dazu verhindert er, aus Hunger zuviel einzukaufen, oder das was bereits daheim ist, vergammelt.

  • maike sagt:

    Das letzte Gericht koche ich immer ohne Zuchetti – zu diesem Gemüse finde ich irgendwie keinen Zugang. Ich tue noch geröstete Pinienkerne hinzu und ganz zum Schluss streue ich geröstete Semmelbrösel drüber !

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.