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Uli Forte: Kein starker Abgang

Simon Zimmerli am Freitag den 7. Juni 2013

Das verbale Nachtreten war unnötig: GC-Trainer Uli Forte, 1. Juni 2013. (Keystone/Steffen Schmidt)

Die Meldung über den Transfer von Ulrich Forte im Radio traf mich, gemessen am Knalleffekt, ähnlich schwer wie der Tod von Lady Di. Vielleicht noch etwas härter, da ich ein paar Minuten zuvor das Portrait über Forte und seine Visionen mit GC im «Tages-Anzeiger» gelesen hatte. In diesem liess er sich als fürsorglicher und sozialkompetenter Hirte feiern, der nur darauf bedacht war, keines seiner Schafe zu verlieren. Nun ist der Hirte selbst nach Bern weitergezogen. Bisher noch ohne dass ihm eines seiner GC-Schafe gefolgt wäre.

Ein grosser Verlagsmogul kommt auf mich zu und bietet mir einen Dreijahresvertrag als Blogger und Live-Tickerer zum doppelten Salär an. In den Pausenräumen des vermeintlich neuen Verlagshauses stehen – nicht wie bei uns – Automaten mit Vollkornriegeln und Softgetränken, sondern leichtbekleidete Frauen, die mir kostenlos Bier und Häppchen reichen. Der Geschäftswagen, ein Audi 4Zf8-17 Turbo, wird mir kostenlos zur Verfügung gestellt und nachdem ich auf die fehlende Fahrprüfung aufmerksam mache, gibt es eine hübsche Fahrerin gratis dazu geliefert. Ist es nun selbstverständlich, dass ich das besser dotierte Angebot annehme? Nein, obwohl es sicher legitim wäre, gibt es auch Gründe wie den menschlichen Aspekt oder die Dankbarkeit, um einen solchen Wechsel nicht zu vollziehen. Ohne gleich als Romantiker zu gelten.

Ich verurteile den Wechsel von Uli Forte nicht, aber sein Verhalten nach Bekanntmachung des Transfers hinterlässt selbst bei einem FCZ-Anhänger einen schalen Nachgeschmack. Vom Stellensuchenden bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren zum Cheftrainer von GC erkoren, könnte er doch nun das Vertrauen, das ihm die Vereinsspitze vor einem Jahr ausgesprochen hat, honorieren, statt fehlendes Vertrauen geltend zu machen. Forte hat stets gekriegt, was er sich bei GC mit den – im Vergleich zu YB bescheidenen finanziellen Mitteln – gewünscht hat. Auch der Zweijahresvertrag, auf den er so sehr gepocht hat, ist seit einiger Zeit beschlossene Sache, da er mit dem Erreichen des 5. Ranges schon ein paar Runden vor Schluss automatisch in Kraft getreten ist.

Forte hat aus dieser Mannschaft das Maximum herausgeholt und dafür gebührt ihm mein Respekt. Aber ohne die defensive Stabilität und dem überstrapazierten Wettkampfglück könnte GC auch auf dem 3. oder 4. Schlussrang stehen. Forte will die Herausforderung nicht annehmen, diese grossartige Saison zu bestätigen und geht damit den Weg des geringsten Widerstandes. Ergo will er auch in seiner ersten Saison bei YB nicht vom Meistertitel sprechen. Die Aufgabe bei den Berner Young Boys ist für ihn in der Tat demnach viel einfacher. Und ganz nebenbei verdient er auch noch das Doppelte. Die Möglichkeit, sich mit GC für die Champions League zu qualifizieren und etwas Nachhaltiges aufzubauen, interessiert ihn nicht.

Forte wurde von den Fans in seinem letzten Spiel für die Grasshoppers als geldgieriger und charakterloser Lump dargestellt. Er hätte einen anderen Abgang verdient. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte er schlicht einem guten Angebot nicht widerstehen, was nicht verwerflich ist. Vielleicht hätte er den Interviewtermin mit «Tagi»-Redaktor Thomas Schifferle vom Freitagnachmittag absagen oder die Erscheinung des Artikels am Tag der Bekanntmachung seines Wechsels verhindern  müssen, aber ansonsten ist dies das ganz normale und unromantische Fussballgeschäft. Sich danach aber negativ über seinen Arbeitgeber äussern («GC ist nicht mehr das GC von früher und lebt nur noch von seinem Rekordmeister-Image») und André Dosé mangelnde Wertschätzung vorwerfen, das ist nicht eben «forte».

Vielleicht ist dies nun ein Widerspruch und – als FCZ-Fan – ein Kapitalverbrechen, wenn ich mich für den Job als GC-Trainer bewerbe, aber mein Ziel war es stets, Fussballprofi zu werden. Nicht Blogger, nicht Live-Tickerer, nicht Marketingverantwortlicher beim ZWÖLF und auch nicht Barkeeper. Aber wenigstens könnte man mir bei einer allfälligen Kündigung des Vertrags nicht vorwerfen, ich hätte gesagt, es wäre eine Herzensangelegenheit oder immer schon ein Kindheitstraum gewesen, bei GC unter Vertrag zu stehen.

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82 Kommentare zu “Uli Forte: Kein starker Abgang”

  1. Gabriel Isliker sagt:

    Der Cupsieg und zweite Platz war mit der Ausgangslage des GC ein fantastisches Resultat. Punkt. Die Mannschaft hatte jedoch zwischenzeitlich 11 Punkte Vorsprung auf Basel. Ein fader Nachgeschmack bleibt, dass Forte ein gewisser Optimismus und Glaube, unter anderem an offensiveren Fussball, abhanden geht. Hätte man mit diesem 1-2 Heimspiele mehr gewonnen und Basel damit schon im Winter unter enormen mentalen Druck gesetzt? Dieses Risiko hätte natürlich auch genau das gegenteilige Resultat bewirken können. Ob Forte die richtige Kalibrierung beherrscht, muss er jetzt mit YB beweisen. Das Spielermaterial von GC ist nämlich durchaus solid. So weit die Theorie. Jetzt zu den Fakten. Für den GC ist die Trainerfrage ein Nebenschauplatz. Man muss davon ausgehen, dass die nächsten 2 Jahre kein Grossinvestor auftaucht der 50 Millionen Franken einschiessen kann. Deshalb geht es darum bis zum neuen Stadion (Einweihung 2017) möglichst gesund zu überleben. Dann wird der GC mit einem Zuschauerschnitt von etwa 14000 wieder attraktiver für Sponsoren, Gelegenheitszuschauer, Investoren und kann den wirtschaftlichen Abstand zu Basel oder YB entscheidend schmälern. Falls keine rot-grünen “Weltverbesserer” hier wieder reinpfuschen, wird das Einzugsgebiet Zürich über die Jahre plötzlich zu einem grossen Standortvorteil. Dann werden sich die zwei Zürcher Klubs wohl für längere Zeit oben festsetzen und Basel regelmässig herausfordern.

    • Thomas sagt:

      …. Nun ja: Auch mit einem neuen Stadion sind nicht plötzlich 10000 Zuschauer mehr vorhanden. Gleichzeitig dürften viele Stimmbürger was dagegen haben, eine halbe Milliarde für Stadien auszugeben (Fussball, Handball, Hockey) und den kompletten Unterhalt derselben zu finanzieren (und auch den Baufehler Letzigrund weiterhin zu unterhalten).

    • Raphael Rüesch sagt:

      Guter Kommentar von Gabriel Isliker
      Ich frage mich jedoch, wie der GC trotz neuem Stadion auf einmal rund 5’000 bis 6’000 Zuschauer im Schnitt (derzeitiger Zuschauerschnitt: 8’600) mehr anziehen soll. Denke dies ist sehr optimistisch. Nicht einmal unter den sportlich sehr erfolgreichen Weisweiler-Zeiten in den 70-ern hatte der GC einen solchen Zuschauerzuspruch.

      • John G. sagt:

        Wenn es jetzt 8’600 im Schnitt sind,ist ein Zuwachs im neuen Hardturm auf 12’000 – 14’000 sicher möglich.
        Erstens meiden immer noch viele Hoppers den verhassten Letzigrund und zweitens konnten überall mit einem (Fussball)-Stadionneubau zusätzliche Zuschauer generiert werden.

      • Mäse sagt:

        Raphael – die letzte Meistersaison, 2003, hat man soviel ich mich erinnern kann mit knapp 11’000 abgeschlossen. Möglich wäre es

    • Peter Sommer sagt:

      Dass GC eine ziemliche Fanbasis hat, hat man beim Cupfinal gesehen. Wieso sollten also nicht plötzlich über 10’000 Zuschauer kommen im neuen Stadion, wenn GC weiterhin so erfolgreich spielt? Es gibt viele Fans in einem grösseren Einzugsgebiet, u.a. mich, welche für einen Trip in ein Fussballspiel in einem derart dämlichen Stadion einfach keine Motivation aufbringen können. Hingegen im Hardturm war ich ein regelmässiger Gast…

    • John G. sagt:

      Wer sich so aufführt wie Uli F. an der Pressekonferenz von YB, der hat tiefste Schuldgefühle und einen sehr schäbigen Charakter.Bin froh ist er weg vom GCZ und nach Bern gezogen.

    • Reto sagt:

      GC und ein Schnitt von 14’000 ist wohl der grösste Witz den ich bis jetzt gelesen habe. Erstens hatte GC mit dem Hardturm jahrelang das beste Fussballstadion in der Schweiz und war Serienmeister. Trotzdem hatte GC nie einen Schnitt über 10’000. Wieso sollte sich das plötzlich ändern? Auch wenn immer wieder behauptet wird, dass ein Stadionneubau immer auch mehr Zuschauer generiert sprechen die Beispiele Genf, Neuenburg und Thun gegen diese Behauptung. Genf ist wohl ziemlich vergleichbar mit Zürich, grosse Stadt, wenig Fussballbegeisterung, wenige Zuschauer auch bei erfolgreicher Mannschaft. Wenn alles stimmt kommt GC vielleicht auf einen Schnitt um die 12’000. Das ist aber optimistisch, realistisch ist ein Schnitt von 8’000-10’000.

    • Daniel sagt:

      Neues Stadion 2017? Nur Träumer und unverbesserliche Optimisten glauben daran. Die velofahrenden politisch linkswählenden Zürcher werden das Stadionprojekt nie annehmen. Der FCZ und GC werden im Letzigrund noch verrotten.

  2. Romi G. sagt:

    Forte wird bei YB grandios scheitern… das Angebot war sicherlich verlockend und die Wenigsten der Leser in einer vergleichbaren Situation am Arbeitsplatz würden “nein” sagen… aber das ändert nichts daran, dass Forte für mich ein “08/15” Trainer ohne Aura ist, welcher in letzter Zeit ein bisschen auch das Glück des Tüchtigen beansprucht hatte… Er wird grandios scheitern…

    • Ursula M. sagt:

      Der Bekannte Zürcher-Neid kommt bei diesen Leserbriefen wieder mal voll zur Geltung. Insbesondere der von Romi G. Es sind nur ein paar Monate her da stand serienweise von Zürcherseite zu lesen : “er wird grandios scheitern” nämlich Urs Fischer ! Hatte aber bekanntlich sofort Erfolg mit dem FC Thun, Genauso wird es Uli Forte mit YB gehen. Ist doch ganz klar dass diese Trainer da ganz anders motiviert sind als wenn sie in einer Stadt arbeiten müssen in der man vergeblich nach einem Fussballstadion sucht. Aber dafür habt ihr ja die Streetparade . Was hat Sepp Blatter mal gesagt? Langweilig langweilig langweilig!

    • Martin sagt:

      Forte hat nichts zu verlieren. Bei YB sind schon viele gescheitert und YB entlässt auch Petkovics. Er wird 3 Jahre fürstlich entlöhnt und mehr Geld verdienen als andere in 50 Jahren. Hat er Erfolg wird er einen Topjob in Italien oder der Bundesliga erhalten, scheitert er, kann er dies immer noch mit meinem 2. Satz begründen und wird, weil er gut schwatzen kann, anderswo wieder einen Job kriegen. Ob er scheitert oder nicht spielt für Forte also keine wirkliche Rolle.

  3. Tamas Kiss sagt:

    So ist das. Wär’ Forte ‘n ganz Grosser, hätt’ er seine Arbeit bei GC – für die ihm fraglos Respekt gebührt – bestätigt, und im besten Fall auch auf europäischer Ebene Ausserordentliches hingekriegt. Aber so bleibt ‘n unguter Nachgeschmack, der ihn noch lange verfolgen wird.

  4. stefan meier sagt:

    Es ist immer einfach, jemand fuer etwas zu verurteilen, was man noch nie selber erlebt hat. Ich frage mich, wieviele von denen, die Forte jetzt in Grund und Boden verdammen, eine Offerte abgelehnt haetten, die ihnen das doppelte Salaer fuer die gleiche Arbeit eingebracht haette. Und haette Forte bei GC nicht das gebracht, was man von ihm erwartete, haette er einen Tritt in den Hintern gefasst. Will heissen: Kein Platz mehr fuer Sentimentalitaeten im Fussball-Business.

    • Franz sagt:

      Was Sie schreiben ist allen klar. Auch Dosé hat ja gesagt, dass er mit dem Weggang kein Problem hat, sondern mit dem Nachtreten von Forte. Sportbusiness ist unromantisch, das haben schon die Fälle Vogel-FCB, SCB-Huras, ZSC-Kreis, etc gezeigt, Sie haben absolut Recht. Es wäre einfach ehrlicher gewesen, wenn UFO gesagt hätte, es geht um Kohle und mit dieser Mannschaft kann man nicht mehr erreichen. Punkt. Das Problem, das Forte nun hat ist, dass wenn er scheitert bei YB, er für eine Zeit lang weg vom Fenster sein wird, denn dann wird man sich sicher an die unfeine Art seines Abgangs erinnern. Er wird dann bloss als zufälliger Erfolgstrainer in Erinnerung bleiben, der Angst hatte die nächsthöhere Aufgabe (CL-Quali, intl. Spiele und Meisterschaft) anzugehen. Von wegen geringe Wertschätzung…

  5. Black Rock sagt:

    Als Fän vom «Pack» ziehe ich den Hut vor diesem Blog Eintrag!

  6. Ueli Pfändler sagt:

    Ich habe einige Trainings und Freundschaftsspiele in Oberhasli besucht und dabei einige Worte mit Herrn Forte gewechselt.
    So habe ich ihn als aufgestellten und seriösen Schaffer kennen gelernt, der einen ausgezeichneten Zugang zu seinen
    “Schäfchen” hatte. Das hat mir gefallen. Dass er den Verein wechselt ist seine Sache. Das man ein solches Gehabe um diesen Uebertritt macht finde ich unnötig. Schade finde ich, dass UFO sich negativ über den “alten Verein” und dessen Führung geäussert hat. Ihm und dem GC wünsche ich für die neue Saison alles Gute.

    • Michael sagt:

      Ich behaupte jetzt mal dass Sie kein einziges Training und Freundschaftsspiel gesehen haben…
      Sei wann steht der Campus in Oberhasli?

  7. Beat sagt:

    Forte ist ein Angsthase. Und da ihn der Meistertitel sowieso nie interessierte ist er bei YB gut aufgehoben. Als GC-Fan muss ich sagen: der Zeitpunkt seines Wechsels ist ungünstig, aber angesichts seiner Mutlosigkeit bin ich froh ist er weg.

    • Thomas sagt:

      …. aber die Super League ist auch ein Irrenhaus. Der amtsälteste Trainer ist: Jeff Saibene. Nr. 2: Uli Forte (okay, Urs Meier war zwar 2 Tage vorher schon beim FCZ, aber nur Interimstrainer). Wenn die Vereine sich auch wie ein Tollhaus gebären, warum darf es ein Trainer nicht dem gleichtun?

  8. Daniel sagt:

    So eine ungeschickte Kommunikation hätte ich von Uli nicht erwartet. Er gilt ja als intelligent und schlau. Jedenfalls hat er sein positives Image durch sein Nachtreten selber stark beschädigt, was auch bei YB-Anhängern durchaus einen “schalen Vorgeschmack” entstehen lässt. Ich verstehe ja, dass er zu diesem tollen Angebot fast nicht nein sagen konnte, aber er soll das doch nicht ständig rechtfertigen.

  9. Daniel sagt:

    Absolut einverstanden mit der Meinung des Bloggers. War für mich als GC Fan am letzten Samstag auch fast wie ein Schock. Jetzt, fast eine Woche später, denke ich ist es so vielleicht auch für den Verein das Beste. Ein neuer Trainer kann mit dem Stamm der Mannschaft die erfolgreiche Arbeit von Forte mit neuen Methoden weiterführen oder sogar verbessern (offensiv).

  10. Plechati Isabelle sagt:

    Selten hat mir jemand so aus dem Herzen gesprochen. Als langjähriger GC-Fan war ich zu Beginn nicht eben glücklich über die Verpflichtung von Uli Forte. Er hat aber während seiner Zeit bei GC sein Herz in die Aufgabe gelegt, aus diesen Jungen ein tolles, fröhliches Team zu formen, dass füreinander einsteht. Dafür zolle ich ihm Respekt. Sein Abgang war für mich und wohl auch für viele andere Fans alles andere als “vizemeisterlich”. Das Menschliche und das Herz von Uli Forte wurde gegen Geldscheine ausgetauscht. Schade, aber jeder muss wohl für sich seinen Weg gehen. Hopp GC Ihr packt es auch mit einem neuen Trainer!

  11. Daniel sagt:

    Wie seht ihr YB Fans diese Geschichte denn? Seid ihr einfach glücklich, einen tollen Trainer zu bekommen oder denkt ihr nicht auch, was für ein komischer Typ daherkommt, der sich so despektierlich über den kurz zuvor hochgelobten Verein äussert?

    • Ein YB-Fan sagt:

      Jetzt kann die GC-Fangemeinde mal sehen, wie es uns ging, als zuerst Gilles Yapi und vor einem halben Jahr Raul Bobadilla von einem finanzkräftigeren Konkurrenten einfach abgeworben wurde. Das ist und war stillos, ja. Auch wir waren stinksauer auf Yapi, auf Bobadilla. Aber was hat es gebracht? NIX! Die Sozialromantik ist vorbei, wir leben im 21. Jahrhundert. Seit dem unsäglichen Bosman-Urteil sind es nun mal die Klubs mit dem nötigen Kleingeld, die den Spieler/Trainer-Markt beherrschen und sagen, wo es lang geht. Daran ändert auch die Wut von Fans und Bloggern nichts. Punkt.

      • John G. sagt:

        Aber die beiden sind dann nicht im im Nachhinein so stillos wie Forte über YB hergezogen ,oder?
        Als YB Fan wär mir gar nicht wohl bei diesem neuen Trainer…

    • Stef sagt:

      “Wir bei YB” sind hauptsächlich froh nicht Sforza als Trainer zu kriegen… =)

    • Peter Jakob sagt:

      Salut Daniel

      Herr Dosé hat den Trainer, welcher seinem Club einen Titel geschenkt hat, durch die Bekanntmachung des Wechsels vor Abmachung den Fans zum Frass vorgeworfen. Ich kann daher den Frust von Forte sehr gut verstehen und finde das Verhalten von Dosé eines Präsidenten unwürdig. ABER zu diesem Thema hätten an der PK ein zwei Sätze locker ausgereicht, ich hätte mir auch von Werner Müller oder Fredy Bickel gewünscht, dass man Forte da nicht 10min über seinen Ex-Verein hätte her ziehen lassen.
      Meine Meinung über ihn als Trainer ändert dies jedoch nicht, da gibt es unter den Spielern deutlich grössere charakterliche Schwächen. Schlussendlich ist man Fan einer Mannschaft und nicht privat mit diesen Typen befreundet. Ich hoffe nun einfach, man gibt wieder einmal einem Trainer 2 Jahre Zeit in Bern.

    • Tom sagt:

      Ich seh das extrem skeptisch. Forte muss noch beweisen das er ein toller Trainer ist. Bis jetzt konnte er bei Klubs brillieren bei denen er nichts zu verlieren hatte. Jetzt muss er gewinnen. Ich hätte lieber Sforza gehabt.
      Und sein Abgabng bei GC hat mich ehrlich gesagt auch irritiert. Sowas macht man nicht. (Nicht der Wechsel, dass verbale Nachtreten).
      Dass Trainer und Spieler Vereine, bei denen sie unter Vertrag sind hochloben, nehm ich schon gar nicht mehr ernst. Ist nur noch lächerlich. Die Zeiten der Martin Webers, Urs Fischers und Ceccaronis ist definitiv vorbei. Schade!

  12. Meier Heinz sagt:

    Uli Forte ging es entgegen seinen Aussagen unbestritten ums liebe Geld. Zudem hatte er offenbar Angst, die gute Saison zu bestätigen – also ist Uli Forte offensichtlich nicht so stark wie von den Medien dargestellt. Ich wünsche YB eigentlich nichts schlechtes, aber für Forte, dass der Erfolg in YB etwas auf sich warten lässt.

  13. André Aenishänslin sagt:

    Gratuliere Herr Zimmerli, treffender kann man den Abgang von UF nicht beschreiben……..genau auf den Punkt!!

  14. Ralph Schehle sagt:

    Simon Zimmerli, ich gratuliere Ihnen (FCZ-Fan) zu diesem Artikel über Forte und GCZ. Sie haben den Nagel der Befindlichkeiten auf den Kopf getroffen. Forte war froh, einen Job gekriegt zu haben, hat dafür gute Arbeit geleistet (immer gut unterstützt vom Präsidenten und “namenlosen” Arbeitsbienen im Staff von GCZ), hat viel erreicht und realisiert, dass dies im Hinblick auf die nächste Saison schwer zu toppen wäre. Dieser Grund, versüsst mit viel Geld aus der Rihs -Schatulle, haben seinen Abgang fast zwingend gemacht für ihn.
    Er beginnt bei YB in ähnlicher Ausgangslage was den Fussball betrifft, jedoch nicht beim “Drumherum”. Forte wird bald merken, dass er bei GCZ grosse Wertschätzung genoss und diese bei YB viel schwieriger, wenn nicht unmöglich zu erhalten ist. Bei YB herrscht immer noch die Maxime “viele Köche verderben den -Fussballerfolg” und “wer zahlt befiehlt”! Sein Nachtreten gegen GCZ war überflüssig, dumm und nicht angebracht! Trotzdem viel Erfolg und einen Haufen neue Erfahrungen, Uli!

  15. Tedaldi Daniel sagt:

    Geld ist der Taktgeber. Das ist dann Charaktersache wie man das kommuniziert. Das hat offenbar UF nicht und er qualifiziert sich dadurch selber. Aber so hat Dose bei Swissair auch funktioniert…..

  16. Jakub Stankovski sagt:

    Ich finde das ein sehr unmoralischer Abgang von Forte. Vereinstreue kein Thema. Danach auch noch zu einem Verein wechseln, der seit 26 Jahren keinen Erfolg mehr zu feiern hatte. Na gut man kann schon sagen das YB ein breites, “gutes” Kader hat. Aber ich denke nicht das Forte der richtige Trainer ist um YB zu einer Meistermannschaft zu formen.
    Mir fehlt von Forte eben genau diese Saison der Bestätigung. Bei St. Gallen, 2009 klar mit dem besten Kader der Challange League aufgestiegen, eine Saison darauf Rang 6 erreicht in der Super League. Eine Saison später wurde er im Winter entlassen, der FC St. Gallen stieg nach einer sehr schlechten Hinrunde unter Forte wieder ab. Danach schenkt ihm GC das Vertrauen. GC spielt eine super Saison und dann kommt dieser Abgang. Hätte Forte die Saison bestätigt, würde dies zeigen dass er was drauf hat.
    Und sein Statement dass ihm das Geld keine Rolle spielt glaube ich nicht. Eine halbe Million pro Saison oder eben keine.
    Bickel hat nach dem Vorbild des Paten gehandelt: “I’m going to make him an offer he can’t refuse.”

  17. Marco sagt:

    Ich als GC Fan seit über 29 Jahren (bin jetzt 34), muss sagen dass ich Forte verstehen kann. Es ist das Fussballgeschäft welches keine Romantik aufkommen lassen sollte. Schlussendlich geht es ums Geschäft, was mir aber sauer aufgestossen ist, ist dieser Tagi artikel mit den Schäfchen und dem Hirten. Dies ist das Einzige was ich kritisiere, denn dies ist ein Dolchstoss in die Seele eines GC Fans. Zuerst einen auf “ich bin einer von Euch” und ein paar Stunden später erliegt man der Verlockung des Geldes.
    Lieber Uli Forte, ich danke Ihnen für die traumhafte Saison welche Sie uns GC Fans beschert haben, aber bitte nehmen Sie diese kleine Kritik mit für die Zukunft. Wäre dieses Interview nicht gewesen, hätte es wahrscheinlich auch einen versöhnlicheren Abschluss mit den Fans gegeben.

    • DAM sagt:

      @Marco
      Genau auf den Punkt gebracht. Nicht den Wechsel, aber diese scheinheilige Selbstdarstellung in den Medien verurteile ich. Genau wie damals als Manuel Neuer unter Tränen(!) seinen Abgang auf Schalke und den Wechsel zu Bayern München kommunizierte.

      • Marco sagt:

        @DM, genau sind wir doch realistisch. Fussball ist für die meisten involvierten ob Spieler oder Trainer einfach nur ein Geschäft um Geld zu verdienen. Jeder von uns (auch ich) würde glaube ich schwach werden wenn eine andere Firma uns plötzlich 4mal mehr Geld zahlen würde und auch sonst noch mehr Annehmlichkeiten zu erwarten sind. Jedoch ist es eben diese Täuschung welche nicht geht, ich gehe nicht zu meinem Chef und sage ihm du bist der Beste, die Firma ist die Beste und ein paar Stunden später knall ich ihm die Kündigung auf den Tisch, das hat einfach keinen charakter. Entweder man steht zu seinen Entscheidungen oder eben nicht, ich stehe lieber zu meinen Entscheidungen da weiss aber jeder auch an was er bei mir ist.

  18. Jupp H. sagt:

    Uli Forte ist kein mutiger Mensch. So wie es aussieht, wählt stets Sicherheit (sowohl taktisch wie auch in der Karriere). Kann ihm niemand verüblen. Ich bezweifle mal, dass er mit dieser Haltung in Bern langfristig arbeiten wird –> sowie ich das in den letzten Jahren in Bern mitbekommen habe, sucht man da Spektakel… darum kann er mit seinem 3-Jahresvertrag grandios scheitern und sich ab Dezember gutbezahlt weiterbilden. Hätte ich wahrscheinlich auch so gemacht. Die Chancen, dass GC in der kommenden Saison noch einmal eine so bemerkenswert postitive Serie hinlegen wird, ist doch eher gering, egal mit welchem Trainer. Aber wie lautet doch das gute alte Sprichwort: Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

  19. Maiko Laugun sagt:

    Spielerverträge sind das Papier nicht wert auf welchem sie geschrieben sind. Sie wechseln den Club wie das Hemd. Warum soll das für Trainer nicht auch so gelten? Präsidenten feuern die Trainer, obwohl oftmals die Spieler die Sündenböcke sind. Weshalb soll sich dann nur ein Trainer mit seinem Club identifizieren? Ein Trainer ist (zu) oft der Sündenbock. Ich kann verstehen, wenn einer wie Forte ein besser dotiertes Angebot annimmt. Den (öffentlich) gesprochenen Worten vor und auch nach dem Engagement sollte man nicht zu viel Wert beimessen. Das gehört zum Geschäft.

  20. Res von Gunten sagt:

    Als YB-Fan: Die Zürcher sind Grännis, der Wechsel absolut nachvollziehbar, YB ist trotz schwacher Saison weiterhin eine Nummer grösser als der GC. Sentimentalitäten und “Dankbarkeit” ist zudem sicherlich fehl am Platz. Im Erfolgsfall tritt ein solcher Wechsel halt mal ein; im Misserfolgsfall wäre Forte gespickt worden – auch ganz ohne Sentimentalitäten und Dankbarkeit. Soweit Business as usual, Forte wird sich nun so oder so beweisen müssen. Dass GC den Vertrag mit ihm im Frühjahr nicht verlängert hat, spricht für die Naivität der GC-Führung.

    • Raymond Allaman sagt:

      GC kann es sich schlicht nicht leisten, wie YB praktisch jedes Jahr einen neuen Trainer mit einem Dreijahresvertrag auszustatten. YB hatte in den letzten Monaten der vergangenen Saison drei (!) Trainer auf der Lohnliste (Gross, Rueda und Challandes). Fragen Sie mal Herrn Canepa, weshalb er mit Urs Meier einen “normalen” unbefristeten Arbeitsvertrag mit beiderseitigem Kündigungsrecht abgeschlossen hat. So gesehen ist mir eine naive Führung lieber als eine völlig unfähige, die versucht kostspielige Fehler mit noch mehr Geld zu korrigieren. Im Übrigen ist Forte ein äusserst fleissiger Trainer mit überdurchschnittlichen Motivationsfähigkeiten; in taktischer Hinsicht ist er jedoch allerhöchstens Durchschnitt. Als die Trainer der Liga-Underdogs herausgefunden hatten, wie man gegen GC spielen muss, war Forte mit seinem Latein einigermassen schnell am Ende. GC hat denn auch den Titel nicht in den Duellen gegen St. Gallen, Basel oder den FCZ verloren, sondern mit Niederlagen und Unentschieden gegen Thun, Servette, Lausanne und Luzern nach spielerisch zum Teil peniblen Vorstellungen.

    • Matthias Meier sagt:

      Ich als GC Fan bin froh, ist Forte weg, mir war er nie wirklich sympathisch. Und ich wünsche YB viel Spass mit einem Trainer, der kurz vor und nach seinem Wechsel nicht viel Charakter bewiesen hat. Ich bin sicher, seinen 3-Jahresvertrag wird er nicht erfüllen, da er vorher entlassen werden wird. Denken Sie an meine Worte, Herr von Guten…

    • Marco sagt:

      ähmm der Vertrag wurde automatisch um 2 Jahre verlängert als er den minimum 5. schlussrang erreicht hatte. Aber eben typisch YB grosse Töne spucken aber es ist nichts dahinter. Na dann bin ich mal gespannt was YB reissen wird nächste Saison, das EGO ist ja schon überirdisch gross.

    • Erika Sutter sagt:

      Das erstaunt mich jetzt aber! Als man Yapi oder Bobadilla ziehen lassen musste, wart ihr doch die grössten Grännis. Nichts von Business as usual…. Und jetzt wo es umegkehrt ist sieht ihr das plötzlich total sachlich? Komisch….. UNd wieso sollte YB eine Nummer grösser sein als GC?? Bei YB hat Forte ja noch weniger Druck als bei GC. In Bern erwartet sicher niemand einen Titel.

    • Justus Nosferatu sagt:

      Wenn Forte das Format eines Favres oder Kollers hätte, würde ich ihm den Wechsel verzeihen. Meiner Meinung nach hat er einfach noch nicht genug Erfahrung und Klasse, um es bei einem grösseren Club zu schaffen. Weitere 1 bis 2 Jahre bei GC wäre eine ideale Vorbereitung für was Grösseres gewesen. Doch wahrscheinlich hat ihm sein Berater die Ohren voll gequasselt und ihm den Kopf verdreht. Mich erinnert der Fall an die mittlerweile schon zahlreichen Jungtalente, welche mit 18 ins Ausland gehen, nur um dann nach zwei Jahren Ersatzbank wieder in der Super League zu landen.
      Aber auch das Management von YB hat in den letzten Jahren einfach zu wenig aus seinen Möglichkeiten gemacht und sich gravierende Fehler geleistet (Entlassung von Petkovic!!), als dass sie einen besseren Trainer bekommen hätten (Forte war ja nicht erste Wahl). Verlierer sind nicht nur GC und YB, sondern der Schweizer Fussaball als Ganzes (ausgenommmen natürlich der FCB).

  21. Stefan Rohrer sagt:

    Wie oft wurden Trainer entlassen, welche Ihr Herzblut in einen Verein gesteckt haben? Jetzt, wo ein Trainer einen Verein mal freiwillig verlässt, wird ein Riesen-Theater gemacht. Sportlich gesehen macht es für UF zwar keinen Sinn zu YB zu wechseln, aber wenn man als Trainer für 3 Jahre abgesichert ist und erst noch mehr verdient, dann ist der Entscheid nachvollziehbar. Als YB-Fan bin ich allerdings skeptisch, ob er diesem Verlierer-Team die Sieger-Mentalität zurück bringen kann.

    • Matthias Meier sagt:

      Es geht nicht um den Wechsel an sich, sondern darum, dass Forte sich noch am Tag der Bekanntgabe in einem Interview als Hirte seiner Mannschaft darstellt, dann abhaut, und noch Unwahrheiten erzählt, sich mimosenhaft und beleidigt gibt wie ein kleines Kind. Dass GC dies nicht auf sich sitzen lässt und auf die dümmlichen Aussagen Fortes antwortet verstehe ich, so etwas würde ich auch nicht widerspruchslos hinnehmen. Übrigens hat Forte sich bisher noch nirgends als wirklich grosser Trainer bewiesen der langfristig Erfolg haben kann. So wie ich ihn einschätze ist er auch kein wirklich grosser Trainer.

  22. Luditius sagt:

    Uli Forte bei YB. Das erstaunt selbst die informiertesten YB-Anhänger. Waren doch Namen wie Tami oder Sforza gehandelt worden. Das Nachtreten seitens der Zürcher ist verständlich. Verlieren sie doch mit Forte “ihren” Erfolgstrainer. War beim Wechsel von Hitzfeld zu Bayern (wo es fraglos auch ums Geld ging) dasselbe. Die Frage ist, wie beide Seiten damit umgehen. Beide Seiten haben nachgetreten, beide Seiten haben sich nicht vorteilhaft verhalten. Hier einen Schuldigen zu suchen, oder Forte Charakterlosigkeit vorzuwerfen – in einem Business, dass vor Charakterlosigkeit nur so strotzt – ist völlig übertrieben und daneben. That’s life. Figo wechselte auch von Barcelona zu Real, Inzaghi von Juventus zur AC Milan, und, oh ja, Marcel Koller kam ja auch für viel Geld vom FC St. Gallen (den er zum Meister machte) zu GC.

  23. Peter W. sagt:

    Als Trainer steht man im Fussballgeschäft eigentlich immer mit einem Bein auf der Abschussliste. Das Geschäft ist extrem kurzlebig und die Erfolge von heute sind morgen schon vergessen. Daher verstehe ich absolut das Forte das Angebot angenommen hat und versucht so viel Geld zu verdienen wie möglich, bis er wieder Arbeitslos ist. Seine negativ Äusserungen über den noch vor kurzem angeblich geliebten Arbeitgeber sind aber in der Tat unangebracht. Auch wenn sie teilweise stimmen mögen, so werfen sie eher ein schlechtes Licht auf Forte als auf GC.

  24. Auguste sagt:

    hmm…, ich habe es irgendwie immer schon geahnt, audis verderben den charakter, geld macht glücklicher und beige regenmäntel mit blau-kariert unterlegten kragen sind auf die dauer auch nicht auszuhalten. verdammt, ich muss aufhören tingler-blogs zu lesen.

  25. Hans-Peter Bärtschy sagt:

    GC hat wohl eine tolle Saison gespielt, langfristig bietet Niederhasli schlicht keine anständigen Perspektiven, da weder ein Stadion noch eine anständige Fangemeinde vorhanden sind. Beides sind nicht gerade Argumente für grosse Sponsoringverträge, da helfen auch ein Cupsieg und der Startplatz in der Chamions League Quali nichts. Sprich bis auf den tollen Jugendcampus ist GC als Arbeitgeber schlicht in sämtlichen Belangen unattraktiver als YB. Jeder realistisch denkende Mensch sieht dies sofort ein, aber scheinbar hat dieser Wechsel die gesamten Zürcher Medien dermassen ins Herz getroffen, dass seit einer Woche immer wieder der gleiche Mist geschrieben wird. Würden die Rhys-Brüder die Ablösesumme für die gesamte GC-Mannschaft bezahlen, dann würden auch alle Spieler nach Bern wechseln. Genauso würden sie von dort nach Basel weiterziehen und von Basel in eine grössere Liga und dabei müsste der Lohn nicht einmal verdoppelt werden (auch wenn dies wohl mesitens der Fall ist). So läuft das Geschäft! GC war in den 90igern in dieser CH-Hierarchie zuoberst, nun sind sie wohl irgendwo zwischen Rang 5 und 7. Will man wieder nach oben kommen, sollte man mit dem “rumheulen” aufhören und versuchen die gute Saison zu bestätigen.

    • Erich sagt:

      Und was wollen Sie jetzt genau zum Thema ‘Forte’ aussagen? Diesen Text können Sie in jeden Blog einfüllen wenn es Ihnen einfach darum geht, sich mit einem Rundumschlag abschätzig gegenüber GC äussern zu wollen.

    • Matthias Meier sagt:

      Wer heult hier herum, Herr Bärtschy? Das ist der neue YB Trainer. GC scheint seriös weiter zu arbeiten wie vorher unter Dosé, gibt kein Geld aus, das nicht vorhanden ist, versucht, neue Geldquellen zu erschliessen, usw., usw. Da ist YB wohl der grössere Chaosklub.

  26. Ueli Schrenzer sagt:

    Eine Wertschätzung kann für einen Menschen vieles bedeuten und wenn das Finanzielle passt, dann ist es ein perfekter Wechsel!

  27. Thomas Saxer sagt:

    Endlich mal wieder ein Fussball-Blog. Danke liebe Bloger, dass ihr endlich (hoffentlich) aufhört über Hockey zu schreiben (läster, kleinreden…). Bleibt beim Fussball, das versteht ihr. Ich verstehs nicht, darum melde ich mich jetzt auch ab 🙂 ps: HOPP SCHWIIZ AM SAMSTAG!

  28. Peter Schneeberger sagt:

    Herr Zimmerli vergleicht Äpfel mit Birnen. Wenn er schon seinen Bloggerjob mit demjenigen eines Fussballtrainers vergleicht, dann auch richtig.

    Beispiel: Vorgänger von Herrn Zimmerli waren z. B. ein Herr Sykora oder eine Frau Lässer. Diese wurden entlassen weil sie entweder keine anständigen Blogs verfassen konnten oder über mehrere Monate hinweg weniger als 20 Feedbacks pro Blog hatten. Sobald Herr Zimmerli diesen Druck hat, dann sieht es ganz anders aus. Wenn er nun ein bisschen Erfolg hat und ein grösserer Blog (mit vierfachen Leserzahlen) daher kommt und ihm die grösseren Möglichkeiten aufzeigt mit gleichzeitigem grösseren Gehalt. Dann beginnt auch ein Herr Zimmerli zu grübeln. Und wenn er sich dann Gedanken macht, dass ihm sein aktueller Arbeitgeber nur wegen einer Option den Vertrag um ein Jahr verlängert hat (und nicht um zwei wie von Herrn Zimmerli gewünscht) UND kein Geld da ist um die Infrastruktur zu verbessern, DANN denke ich, dass auch ein Herr Zimmerli schon rein aus ökonomischen Grunden einem Wechsel nicht abgeneigt ist.

    Aus YB Sicht ist das Nachtreten von Forte sicher nicht gut angekommen, allerdings auch verständlich wenn sich den Hintergrund von Forte anschaut. Da ist wohl einiges falsch gelaufen von dem wir nichts mitbekommen haben. Und mit einem Herrn Fetscherin hat die Unprofessionalität auch einen Namen. Wäre besser, wenn er im Sinne des Arbeitgebers auch mal auf seinen Mund hocken würde. Aber das muss GC selbst klären.

    Ein altgedienter Trainer à la Hitzfeld hätte wohl keinen Kommentar abgegeben, aber ein noch junger Trainer und Gerechtigkeitsfanatiker wie Forte hat Lehrgeld zahlen müssen. Auch wenn Forte aus seiner Sicht Recht hatte, wäre es besser gewesen, er hätte geschwiegen. Die GC Fans wären dann auch auf den Trichter gekommen, dass etwas in der Führung gar nicht stimmt.

    • Chris Zuber sagt:

      Uli, bisch es du?

    • Marcel sagt:

      Das Beispiel mit dem Verlagsmogul und dem Paradiesjob ist ja so was von moraltriefend und selbstgefällig – das wird ja zum Glück nie passieren, dafür sind die Bloggs von Herrn Zimmerli einfach zu unterirdisch schlecht!
      .
      Das Fussballbusiness ist nun mal so – Sir Alex Fergusson ist nicht das Mass aller Dinge – es gibt mehr Fortes, Finks usw. – auf der anderen Extremseite gibt es eben auch Constantins, Abramovitches usw.
      .
      So what…neue Saison – neues Glück!

  29. Peter Sommer sagt:

    Forte hat Wirtschaft studiert, und das bekommt man jetzt zu spüren. Da gehts nur um Wachstum, v.a. um den Wachstum des eigenen Portmonnaies. Ankommen – Abgrasen – Weiterziehen. Das wird ihm schon ziemlich früh indoktriniert worden sein. Loyalität oder Dankbarkeit hat das keinen Platz. Ob das gesund ist, muss jeder für sich entscheiden – nicht nur im Fussball, sondern ganz allgemein.

  30. Philipp Rittermann sagt:

    forte hat seine qualitäten. es wäre aber ehrlicher gewesen von beginn weg zu sagen, dass es ihm um die kohle geht.

  31. Martin Miller sagt:

    Auch ich habe zuerst irritiert reagiert, als ich hörte, dass Uli Forte GC verlassen würde. ich habe mir dieselben Argumente überlegt, wie der Autor im Artikel. Dann sah ich das Interview im Schweizer Fernsehen mit Uli Forte (Sport Lounge). Dieses Interview hat mir zu denken gegeben und ich musste meine anfängliche Meinung gewaltig revidieren. In diesem Interview zeigte eigentlich Forte genau, wie pervers die Mechanismen im Fussball funktionieren. Ich finde es eigentlich konsequent, wie er klarstellt, dass Menschlichkeit im Geschält keinen Platz hat. Mehrmals erwähnte er den Dreiklang eines Fussballtrainers folgendermassen: Angestellt, Erfolg, Entlassung. Er wollte dieser zwingenden Dynamik zuvorkommen. Er zeigte auch auf, wie sorglos und unprofessionell die Spitze des Clubs sich verhält. es ist halt nicht Sache der Manager, empathisch und genügend Situationen einzuschätzen. Diese schweizerische, emotionale Selbstgefälligkeit ist der GC-Spitze nun zum Verhängnis geworden. Ich möchte dabei auf die sozialpsychologischen Austauschtheorien von Homans verweisen, die besagen, warum Menschen Beziehungen verlassen. Wenn Menschen ein besseres Angebot wittern, verlassen sie Beziehungen und gehen neue Beziehungen ein. Homans meinte, dass soziale Beziehungen nach dem Motte des geringsten Aufwandes mit dem grössten Gewinn eingegangen werden. Im Fussball spielen diese sozialen, aber eben unmenschlichen Mechanismen tatsächlich eine dominante Rolle. Da hilft weinen nicht weiter, moralisieren schon gar nicht. Uli Forte hat die Zeit seiner Arbeitslosigkeit clever genutzt: Er machte in England einen Master in Business Administration. Der Aufsteiger, der Secondo hat es geschnallt, Herr Dosé immer noch nicht.

  32. KayaDee sagt:

    Ich war ebenfalls sehr enttäuscht über Forte’s Abgang, vor allem über die Art und Weise und wie er noch Tage zuvor von seinen Schäfchen zusammenhalten etc gepredigt hat. Klar das Fussballgeschäft verträgt keine Sentimentalitäten, aber wie er dann noch ablästern muss, quasi GC lebe nur noch von seiner Vergangenheit, mangelnde Wertschätzung ihm gegenüber etc.
    Das war einfach voll daneben und unnötig und hat dazu beigetragen, dass ich hoffe aber auch denke, dass er scheitern wird bei YB. Bei YB läuft seit Jahren vieles schief und ich denke nicht, dass dies jeweils mit den Trainern zu tun hatte. Da stimmt meiner Meinung nach in der Führungsetage so einiges nicht. Wie dem auch sei, Forte kann sich nun mit YB voll und ganz auf das Ligageschäft konzentrieren, da sie ja nicht einmal europäisch vertreten sind und das mit dem Club, welches das 2. höchste Budget der Liga aufweist. Und wenn er die nächste Saison nicht mindesten unter die ersten drei kommt, ja dann wird der gute Forte wohl gehen müssen! Ich bin mir daher fast sicher, dass er nicht die drei Jahre Vertrag auch erfüllen wird. Er wird vorher entlassen und er kann seine Karriere wieder von vorne beginnen! Immerhin hat er finanziell keine Sorgen;-)

  33. Ueli Mägli sagt:

    Diesen Kommentar von Simon Zimmerli, einem bekennenden FCZ-Fan, finde ich bemerkenswert. In einer wohltuend objektiven Art beleuchtet er diesen stillosen Abgang von Uli Forte. Als GC-Fan finde ich es gut, wenn auch von “ennet den Geleisen” die Leistungen von GC auch gewürdigt werden. Die sportliche Rivalität zwischen den beiden Klubs muss bleiben, aber auf der Basis einer friedlichen Koexistenz.
    Ueli Mägli , Zürich

  34. Kurt Naef sagt:

    grundsätzlich ist es mir als basler egal wo ulli forte Trainer ist. sehr sympathisch war er mir schon bei sg nicht. aber trotzdem ein ratschlag eines neutralen: der umgang mit Trainern bei YB wird nur noch von CC getopt. also, lasst ihn doch in ruhe und musse bei yb abstürzen. zu gc kommt er sicher nicht zurück, diese tür hat er mit Getöse zugeschlagen. aber angst vor der zukunft von gc braucht man nicht zu haben. ein Beispiel ? beim fcb wurde chr. gross plötzlich entlassen. abgang als meistertrainer. fink, abgang über nacht als double-sieger. Heiko vogel, als double-gewinner entlassen und ersetzt durch murat yakin. meister-(und fast double) Trainer nach einem 11-punkte Rückstand. ihr seht also, mit einem qualitativ guten kader und einer sehr guten vereinsführung (könnte bei gc noch sehr verbessert werden) ict man nicht unbedingt von einer Person abhängig. auf eine spannende Meisterschaft 13/14 !!

    • Matthias Meier sagt:

      Die Führung bei GC ist immerhin schon besser als in den letzten Jahren, von dem her wird es schon aufwärtsgehen mit dem Klub wenn der eingeschlagene Weg weiter gegangen wird. Jeder Klub muss mal untendurch, auch der FCB und der FCZ haben ja vor einigen Jahren noch in der zweiten Liga gespielt.

    • KayaDee sagt:

      Das haben sie schön gesagt Herr Naef und ich bin mit Ihnen (fast) 100% einig.
      Was ich anders sehe ist, dass GC sehr wohl (endlich) auch eine gute Führungsetage hat, das war lange nicht der Fall und man kann den einst tiefen Fall wohl auch damit begründen. Was fehlt ist sicherlich mehr Geld, ein FCB wäre ohne Gigi’s Millionen in den letzten 10 Jahren, dort wo sie vorher waren und zwar nirgends. Da sollte man realistisch sein und das machte früher ja auch GC so stark, eigenes Stadion, viel Geld, gute Trainer und Spieler. (Es war ja auch Geld da)
      Ich sehe die Zukunft aber auch viel positiver, jedoch massgeblich wird die Abstimmung im September sein, wo es um das Stadion Zürich geht. Sollte das erwartungsgemäss durchkommen, können GC sowie auch der FCZ beruhigter in die Zukunft blicken, heute geht schon viel Geld allein für die Stadionmiete drauf, plus geht man als Fussball Liebhaber lieber in ein richtiges Fussballstadion ein Spiel anzusehen, als in einem Leichtathletik Stadion!

  35. Als gelegentlicher Fan (nämlich wenn die Nati gut spielt) bin ich kein Experte. Aber was gutes Entertainment ist weiss ich und das kriegt man bei und mit YB. Zwei Besitzer, die sich als hervorragende Unternehmer verdient gemacht haben aber sehr offensichtlich mit Fussball nichts am Hut haben. Einen “Staff” mit jeder Menge entsorgter ehemaliger Spitzenspieler und -funktionären die ganz klar nicht oder ergebnislos arbeiten. Unzählige Spieler- und Trainerwechsel mit dem Saldo (Stand heute) Null: kein e i n z i g e r der gegenwärtigen Kaderspieler ist in der Super League Spitze. Im Gegenteil: keiner wäre in einem anderen A-Verein auch gratis erwünscht (vermute ich). Sportchef Bickel, nun doch einige Zeit im Amt, hat weder beim “Staff” noch im Kader aufgeräumt. Was soll Forte hier? Die Sportchef-Aufgaben übernehmen? Diese schlappe Truppe auf Vordermann bringen? Kann man das überhaupt? So oder so: nächste Saison wird für die Nummer zwei im Kanton sportlich sicher kaum besser. Aber für Unterhaltung wird man bestimmt wieder sorgen!

  36. Rudolf Steiner sagt:

    Kann man bitte endlich aufhören damit, in Zusammenhang mit GC von der Champions League zu schreiben? GC hat nicht die geringste Chance, die Gruppenphase dieser zu erreichen.

  37. Robsson sagt:

    Ich will auch einen Audi 4Zf8-17 Turbo 🙂

  38. Tim Bishop sagt:

    Wenn man mir nach so einem Erfolg nicht sofort eine Vetragsverlängerung anbieten würde und daraufhin von der Konkurrenz sogar noch das doppelte Honorar und einen Dreijahresvertrag geboten bekomme, würde ich den selben Zug wie Forte machen, da gibt es an seinem Verhalten nichts zu rütteln.

  39. Rafael Wyder sagt:

    Grundsätzlich kann man sich wohl darauf einigen, dass sich beide Parteien nicht sehr schlau verhalten haben. GC hätte sicher noch bis am Montag warten können mit der Veröffentlichung. Forte seinerseits hätte das Interview absagen sollen und an der PK nicht nachtreten sollen, weil sich das einfach nicht gehört. Der Rest ist halt einfach Fussballgeschäft und dass war wohl noch nie sonderlich fair.

  40. Chris Chelios sagt:

    Endlich wieder mal ein lesenswerter Blog. Geht doch!

  41. Jens-Björn sagt:

    Die meisten Kommentare – auch des Blogger – lassen sich an Scheinheiligkeit nicht mehr überbieten. Jetzt wird die Stilfrage gestellt, hallo im bezahlten Fussball? Jede Woche hören wir von Petarden, Konkurs, Bestechung, Trainerentlassungen, gigantischen Spielsperren, Spielmanipulationen. Und jetzt wird hier seit Tagen die Stilfrage diskutiert? Echt jetzt? Es wurde kein Vertrag gebrochen, die Ausstiegsklausel war drin. Die automatische Weiterführung des Vertrages um ein Jahr ist ja schön, aber auch automatisch bei gleichem Gehalt… Hier hätte spätestens die Wertschätzung des Vorstandes kommen können, aber klar bei erreichen des «Minimalziels» muss man sich selber auf die Schulter klopfen, dass man den gleichen Trainer für das gleiche Geld noch ein Jahr gebunden hat. Man hat Uli eine Chance geboten, aber wir errinnern uns auch, an die schlechteste Saison aller Zeiten, wir sprachen von Neuaufbau etc. Dies wurde in grandioser Weise mit Uli Forte an der Trainerspitze erreicht. Ein junger Trainer, der ergeizig ist, an die Spitze will, einer von denen, die lieber hart Arbeiten als hart verhandeln, einer bei dem die geleistete Arbeit mehr aussagen sollte als die eines FCZ Bloggers… oder habt ihr «euren» Fischer stilvoll entlassen? Der schale Nachgeschmack kommt von eurer Doppelmoral.

  42. Francesco sagt:

    Es ist ist schon erstaunlich wieviele Schwätzer es hier gibt. Vom hören sagen ist so tun als ob man Uli Forte und seine Geschichte kennen würde. Alle die sich negativ über Uli geäussert haben waren bestimmt dabei und wissen sicherlich ganz genau was sich zwischen Ihm Dose und GC abgespielt hat, stimmt doch oder? Die Wahrheit ist die, dass niemand nur den Ansatz der Wahrheit kennt. Deshalb empfehle ich euch weiter zu lästern über jemand den Ihr nicht kennt. Und nicht vergessenm Uli hat nach 19 Jahren den Schweizer Cup geholt. Allles Liebe, Francesco

  43. Geni Meier sagt:

    Forte ist nicht dumm. Das hat er bewiesen. Er hat beim finanzkräftigen YB zugeschlagen aus folgenden Gründen:
    a) er weiss innerlich, dass er kein grosser Trainer ist
    b) er weiss, dass GC einige der besten Spieler verlieren wird
    c) er kann sich mit GC nur verschlechtern
    d) YB ein Treppenstufchen höher zu bringen sollte gelingen. Die Mannschaft ist derart tief gesunken.
    e) und in Bern haben die Verantwortlichen derart viel Intelligenz, dass sie derart lukrative Mehrjahresverträge anbieten, an deren Erfüllung und Bezahlung sie noch knabbern, wenn Trainer oder Spieler bereits entlassen sind. Dass weiss inzwischen jeder.

  44. Hans Saurenmann sagt:

    Ich glaube Forte wird ueberschaetzt, ohne Sforza’s Aufbau-Arbeit glaube ich kaum dass diese Wiederauferstehung von GZ stattgefunden haette. Sie wird von kurzer Dauer sein, trotzdem als FCZ Fan hoffe ich nur das Beste fuer GC. Der Letzi ist auch fuer uns eine Schande was der Stadtrat von Zuerich sich leistet. Der Letzi sollte komplet flach gelegt werden und nur als Fussball Stadion wieder errichtet werden mit einer Untergrund Garage und Park and Ride Bestimmung direct an den oeffentlichen Verkehr erschlossen werden. Das Hardturm Stadion sollte nicht gebaut werden, dies ist ein Business district. GC hat nur Mode Zuschauer und Neureiche vom Zuercher Grossbuergertum (Snobs).

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