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Wie bei den Amateuren

Fabian Ruch am Mittwoch den 17. April 2013
Alex Frei ist direkt vom Spieler zum Sportdirektor mutiert. (Keystone/Alexandra Wey)

Ein guter Fussballer ist nicht automatisch in anderen Berufen top: Alex Frei ist direkt vom Spieler zum Sportdirektor mutiert, 15. April 2013. (Keystone/Alexandra Wey)

Der kumpelhafte Ersatzgoalie wird Torhütertrainer. Der nette Mittelfeldspieler leitet nach dem Ende seiner Laufbahn das Konditionstraining. Und wohin mit dem Stürmer, der 10 Jahre im Verein ist und bei den Anhängern Kultstatus geniesst? Ach, gebraucht wird ja gerade ein Assistenztrainer.

Erstaunlich einfach machen es sich viele Fussballvereine, nicht nur in der Schweiz, wenn es darum geht, leitendes Personal zu akquirieren. Die Trainer, Sportchefs und Spielerscouts werden aus dem immer gleichen Personenkarussell rekrutiert. Als ob der bestenfalls reflexstarke Goalie automatisch ausgebildet und dazu befähigt ist, später ein ordentlicher Torwartcoach zu sein. Es kommt leider sehr selten vor, dass sich Klubs die Mühe machen, genrefremde Leute zu testen oder sogar zu engagieren. Zu gross ist die Angst davor, später für einen mutigen, unüblichen Schritt kritisiert zu werden. Die Unterlagen unbekannter Bewerber landen deshalb – meistens ungeöffnet – im Papierkorb. Dabei würde der Fussball von frischen, neuen, anderen Impulsen profitieren. Den bisherigen Ersatzkeeper aber kennen halt alle und mögen die meisten – also erhält er eine neue Anstellung als Goalietrainer.

So einfach ist das. So falsch läuft das.

Und jetzt wird Alex Frei also Sportchef beim FCL. Am Sonntag verwandelt er noch mal einen Freistoss für Basel, am Montag sucht er einen Freistossspezialisten für Luzern. Natürlich hat Frei in seiner langen, erfolgreichen Karriere ein bemerkenswertes Beziehungsnetz aufgebaut, er weiss, wie das Geschäft läuft, er kennt Trainer und Spieler, Manager und Klubs und Spielervermittler. Aber: Deswegen ist er noch kein guter Sportchef. Betriebswirtschaftliche Kenntnisse, um nur ein Beispiel zu nennen, sind ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Arbeit eines Sportchefs. Nicht jeder Klub hat Geldgeber, die Millionendefizite nach grober Misswirtschaft einfach so decken. Und sowieso: Fussballspieler sein und Fussballspieler führen sind zwei völlig unterschiedliche Tätigkeiten. Sonst würden beispielsweise Diego Armando Maradona oder Lothar Matthäus ja auch als Trainer auf Weltklasseniveau operieren. Es benötigt ganz andere Fähigkeiten und Ausbildungen, um als Trainer oder Sportchef zu reüssieren.

Vielleicht wäre es für Alex Frei deshalb schlauer gewesen, vorerst bei einem erfahrenen Manager wie Michael Zorc in Dortmund in die Lehre zu gehen. Doch es kann nicht verwundern, traut sich der ehrgeizige Frei zu, bereits ein Super-League-Team zu dirigieren. Und vielleicht ist er tatsächlich die Ausnahme, welche die Regel bestätigt. Zuzutrauen ist es der cleveren Führungspersönlichkeit.

Insgesamt aber würde dem Millionenbusiness Fussball eine Prise mehr Professionalität und Weitsicht ganz gut anstehen. Es kann nicht sein, dass ein Super-League-Verein kaum anders arbeitet als ein 3.-Liga-Klub, wo der langjährige Captain nach Karriereende sinnvollerweise in die Nachwuchsarbeit eingebunden wird.

Überraschen aber können die regelmässig merkwürdigen Personalentscheidungen in diesem Geschäft längst nicht mehr – schliesslich reden in zahlreichen Klubs Selbstdarsteller und Exzentriker in Schlüsselfunktionen mit. Kompetenz und Kontinuität interessieren sie nicht besonders. Und genau das ist ein Hauptproblem vieler Vereine. Auch in der Super League.

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26 Kommentare zu “Wie bei den Amateuren”

  1. Mäse sagt:

    Michael Zorc war doch Mittelfeldspieler beim BVB. Nach Abschluss seiner Karriere ist er Sportchef im Selbigen geworden…es geht also. Warum soll es Frei nicht auch versuchen? War denn Michael Zorc irgendwo in der Lehre, weiss das Einer?

    • Zvenos sagt:

      Ich glaube, dass der Michael Zorc Assistent des ehemaligen Dortmund-Manager Michael Meier war. Michael Meier hat in seiner Amtszeit zwar viele Titel geholt, aber zusammen mit dem damaligen Präsidenten Dr. Gerd Niebaum Dortmund völlig heruntergewirtschaftet. Der heutige Geschäftsführer Watzke hat den Verein danach saniert und wieder an die Spitze der Bundesliga geführt.
      Ich denke, es gibt bessere Lehrmeister als M. Meier, vor allem was den betriebswirtschaftlichen Teil anbelangt.

  2. Clöde sagt:

    Der Autor übersieht die soziale Dimension: Sportler zu werden ist schon ein Risiko für sich. Aber würden Sie in einem Klub 10 Jahre Ersatztorwart sein, wenn danach die Arbeitslosigkeit droht? Dasselbe mit dem Trainerkarussell: Wer würde sich schon den Launen von Spielern, Publikum und Fortuna aussetzen, wenn die erste gleichzeitig auch die letzte Stelle wäre? Ist also Alles ein wenig komplexer.

  3. amgwerd sagt:

    Es mag alles stimmen was sie da schreiben. Nicht jeder erfolgreiche Fussballer kann im Anschluss an seine Aktivkariere eine genauso erfolgreiche Karriere im Management eines Fussballvereins lancieren.
    Das es aber auch perfekt klappen kann beweist der FC Bayern München seit Jahren eindrücklich. Keine Schulden und Erfolge auf höchsten Niveau. Geführt von einem Management das fast ausschliesslich aus ehemaligen Fussballern (zu einem grossen Teil sogar des FCB) besteht.
    Ob einem die Bayern sympatisch sind oder nicht ist eine Sache. Aber als eindrückliches Vorbild wie ein Fussballverein der Zukunft geführt werden kann, sollte man sich die Bayern schon vor Augen halten.

  4. off.side sagt:

    was sollen die unkenrufe? das liest sich ganz so, als ob sich der autor einen platz in der ersten reihe derer sichern will, die (falls angebracht) einmal triumphieren können möchten: «ich habs doch immer gesagt!»

    nur so: günter netzer und uli hoeness haben auch ohne umwege von der spielerkabine auf den managersessel gewechselt. amateure?

  5. Fabien sagt:

    Der Autor hat nicht unrecht. Im Fall Frei braucht es einen ehrgeizigen Ex-Spieler, der die Direttissima in die Teppichetage wählte. Mal ehrlich, wer könnte sich Frei als Trainer vorstellen? Trainer werden heisst auch, in den ersten Jahren mit Nachwuchsspielern im Land herumzureisen und auf Nebenplätzen unter Ausschluss der Öffentlichkeit seine Sporen abzuverdienen. Auf der andern Seite braucht es einen Club wie Luzern, dessen Geldgeber gerne mit Ex-Stars auftreten – was zwar bisher nicht zum Erfolg führte. Selbstdarsteller und Exzentriker finden immer leicht zueinander. – Dann gibts auch die ewigen Kandidaten. Dazu gehören etwa Challandes und Bickel, beide werden massiv überschätzt, besonders auch von der Presse. Gerade Challandes ist beliebt, weil er mit jedem ohne Punkt und Komma und ohne Ende spricht. Bevor er zum FCZ kam und von der Arbeit Favres profitierte, war er als Clubtrainer gescheitert und beim Verband tätig. Seine Nach-FCZ-Zeit ist alles andere als erfolgreich, trotzdem gibts immer wieder ein Engagement. Ist natürlich reiner Zufall, dass ihn Bickel zu YB holte. Eine gemeinsame Vergangenheit und gute Beziehungen machen in der kleinen SL vieles möglich.

  6. Cil Pen sagt:

    Diesem Blog kann man wirklich nur zustimmen. Ich bin ehrlich gesagt nicht davon überzeugt, dass dieser immer wieder genannte Ehrgeiz bei Frei nicht oft mit Egoismus auftritt? Schaut man seine Karriere an, gibt es immer wieder Situationen, in denen sein Charakter zum Problem wurden im Umgang mit anderen Menschen. Als Sportchef ist man ein Bindeglied zwischen Vorstand und Trainerbank, aber der Vorstand sagt klar, was gemacht werden muss. Insbesondere zu Beginn seiner Zeit wird er den Kommandos von oben folgen müssen.

    Von seinen betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten oder seinen rechtlichen Kenntnissen möchte man schon gar nicht sprechen. Luzern hat wohl wieder einmal einen Machtkampf ausgetragen und als Resultat wurde irgendjemand zum Sportchef gewählt. Hauptsache bekannt – dann hat man den Titel ja schon fast und die Medienaufmerksamkeit wächst.

  7. E. Schönbächler sagt:

    Der FC Basel wollte Alex Frei und Benjamin Huggel wohl darum mit Juniorentrainerjobs an den Verein binden damit sie nicht noch ein paar Saisons bei der Konkurrenz in Zürich und Bern anhängen. Diese Taktik ist insofern aufgegangen indem Luzern-Sportchef Frei und SRF-Co-Kommentator und FCB-Juniorentrainer Huggel ihre Spielerkarrieren beendet haben (auf sanften Druck der FCB-Führung?) und somit nicht mit einem anderen Verein gegen Basel antreten können. Dass Alex Frei schon vor Saisonende in die Teppichetage von Luzern wechselt hat wohl auch Bernhard Heusler und seine Crew überrascht.

  8. E. Schönbächler sagt:

    Die FCB-Führung hat ihr Ziel wohl erreicht. Sowohl Luzern-Sportchef Frei als auch Basels U21-Assistenztrainer Huggel werden in den nächsten Saisons nie in blauweissen oder gelbschwarzen Trikots gegen den Ligakrösus antreten. Dass Alex Frei mit seinem vorzeiten Abgang selbst die Basler Teppichetage überraschte wird am Rheinknie nicht gross stören.

  9. de Philippe sagt:

    Ob das Risiko für Alex Frei und den FCL am Ende aufgeht, wird die Zukunft zeigen. Als emotional unbelasteter Beobachter kann ich dem ganzen gerne eine Chance geben. Dass aber Ihre These auch auf den Spitzensport bezogen nicht wasserdicht ist, wurde bereits erwähnt. Ihre Herleitung vom Amateurbereich ist – mit Verlaub Herr Ruch – Schwachsinn und fern jeder Realität. Kennen Sie im Ernst einen Amateurverein, der für Aufgaben wie Torhüter- und Konditionstrainer Bewerbungen erhält? Abgesehen davon, dass man froh sein muss, alle wichtigen Post überhaupt irgendwie zu besetzen, ist es im Amateursport (nicht nur Hobby, sondern auch Leistungs- und mitunter sogar Spitzensport) für einen Verein überlebenswichtig, die ehemaligen Kräfte in anderen Funktionen weiterhin einzubinden. Die Gründe sind so vielfältig wie logisch, so dass man sie hier nicht aufzählen muss und ich mich frage, wie ernst Sie Ihre Aussage meinten und wie jetzt meine Antwort dazu wohl in der Landschaft steht. Nichts für ungut jedenfalls und auf einen schönen Dörby-Tag!

  10. Tom Müller sagt:

    Am Beispiel des FC Bayern sieht man, dass die These von Herr Ruch nicht stimmen kann oder nur zum Teil stimmt. Zwar sind betriebswirtschaftliche Kenntnisse zweifellos ein nützlicher und “nicht zu unterschätzender Faktor bei der Arbeit eines Sportchefs”. Wichtiger erscheint mir aber für dieses spezielle Business die Erfahrung als Profifussballer zu sein. Was nützt mir ein externer Manager mit HSG Abschluss, der selber nie aktiv tätig war im Profifussball. Auch ein solcher Typ kann beim Managen eines Vereins kläglich scheitern. Deshalb finde ich es durchaus nachvollziehbar, wenn Stellen in einem Profiverein mit ehemaligen Spielern besetzt werden.

  11. Leo Schmidli sagt:

    Netzer und Hoeness sind schlechte Beispiele, die waren beide schon vorher Geschäftsmänner (Fernsehrechte bzw. Wurstfabrikant). Einen Ex-Spieler muss mehr qualifizieren als nur der sportliche Erfolg und die Kontakte. Nur weil ich ein guter Schüler war, bin ich noch lange kein guter Lehrer. Ein guter Student ist nicht automatisch ein guter Dozent.
    Wenn das Gesamtpaket eines Ex-Profis stimmt, kein Problem! Aber ich bin grundsätzlich der Meinung, dass der “Inzest” und die “Vetterneirtschaften” im Fussball aufgebrochen werden sollten und sich der Sport mehr öffnen sollte (auch anderen Sportarten gegenüber).
    Beispiel: Klinsmann wurde damals als Bundestrainer für seine “fortschrittlichen, amerikanischen Trainingsmethoden” gefeiert. Lächerlich. Das lernt heutzutage jeder Sportstudetn im Grundstudium, in anderen Sportarten stehen diese Übungen seit Jahren auf dem Trainingsplan. Mit etwas mehr Offenheit, wären diese schon vor 10 Jahren im Profifussball angekommen. Aber solange sich Spieler, Trainer und Schiedsrichter noch “Siezen” (im Sport!!!), solange wird sich nicht viel ändern!

    • DAM sagt:

      …und genau diese neuen, fortschrittlichen Trainingsmethoden haben bei Bayern unter Klinsmann ja auch so hervorragend funktioniert…

  12. E. Schönbächler sagt:

    Der FC Basel ist sicherlich froh dass seine Ex-Stars Frei und Huggel nach ihrer Zeit im St. Jakobspark nicht noch ein paar Saisons in Zürich oder Bern anhängen. Den Konkurrenten Spieler abwerben darf in der Super League sowieso nur der Krösus vom Rheinknie. Ob jetzt Frei in Luzern im Büro sitzt oder Huggel bei der Basler U21 assistiert ist für die Basler Teppichetage nicht so wichtig. Hauptsache sie spielen nicht gegen Basel.

  13. Martin sagt:

    Wer genau, wenn nicht ein Ex-Spieler, soll denn Sportchef oder Trainer werden?

    Das Problem liegt anderswo.

    Wir kennen das auch aus anderen Branchen. Dort reicht es einen Job 2, 3 Monate auszuüben und schon wird man Teamleiter. Trotz Versagen vielerorts werden für die Leute einfach andere Jöbli in der Firma gesucht, weil man sich gegenseitig schätzt – also sprich die Fehler deckt. Im Fussball kann es nicht anders sein wie in der Privatwirtschaft. Man kennt sich, also gibt man sich Jobs.

  14. Auguste sagt:

    hmm…, so jetzt ist es am richtigen ort – überall blickt man in alex freis antlitz, da kann man schon mal durcheinander kommen.

    die vornehmste aufgabe für einen sportchef ist es: den richtigen (erfolgreichen) trainer zu finden und danach die richtigen (passenden und treffenden) spieler. gelingt ihm das, spielt seine herkunft und werdegang keine rolle und alle sind zufrieden. gelingt das nicht, dann steht fc luzern, fc sion, yb oder fcz drauf.

    alex frei hat unter einigen guten bis sehr guten trainern gearbeitet – das können so nicht viele im lande vorweisen. er müsste aus eigener erfahrung wissen, worauf es ankommt. andererseits war zum beispiel rainer calmund von bayer 04 einer der erfolgreichsten sportchefs der bundesliga-geschichte. und der sah nicht unbedingt aus, als ob er jemals trainiert hätte. der weiter oben erwähnte norbert meier, ex-bvb, ex-1. fc köln, war ein totengräber für beide vereine. über felix magath liesse sich wohl endlos diskutieren. unbestritten ist aber, dass er auf dem transfermarkt ein äusserst belebendes element war in seiner doppelfunktion.

    fazit: man kann es nicht vorhersagen, aber ich neige dazu, alex frei als, zumindest haarschnittmässige, smarte wahl der innerschweizer chaoten einzustufen. obwohl es mich etwas wie “perlen vor die säue” dünkt.

  15. Armando sagt:

    Lieber Herr Ruch. Genauso wie ein “unbekannter” eine Chance verdient hat, hat es auch ein ex-Spieler verdient sich zu beweisen. Alex Frei wird sich jetzt mit der Planung der nächsten Saison auseinander setzten. Abgänge resp. Zukäufe werden dann ein erstes Bild über die Qualitäten von Alex Frei geben.

    Das ex-Fussballer grosse Manager sein können zeigt Bayern München, wo praktisch alle Führungspositionen von Fachmännern aus dem Fussballgeschäft besetzt sind. So schlecht kann das für die Schweiz ja auch nicht sein.

  16. E. Schönbächler sagt:

    Warum soll Alex Frei nicht Sportchef beim FC Luzern werden? Er kennt den Schweizer wie auch den internationalen Fussball aus langjähriger Erfahrung.

    In diesem Fall liegt das Problem darin dass Alex Frei in den Planungen von Murat Yakin für die neue Saison keine Rolle mehr spielte. Doch anstatt die Saison brav fertigzuspielen respektive abzusitzen und dann eine Juniorenmannschaft des FCB zu übernehmen wechselt der eigenwillige Frei in die Teppichetage des FCL. Sein abrupter Wechsel dürfte zum Teil eine Trotzreaktion gegenüber Murat Yakin sein.

    Trotz verletzter Ehre hätte Alex Frei die Saison als Basel-Spieler beenden sollen. Je nach Situation (Verletzungen, Sperren) hätte er bei diesen drei Hochzeiten noch wacker mittanzen und mitfeiern können. Und einen interessanten Job im Fussballbusiness hätte er auch in der nächsten Spielzeit noch gefunden.

  17. E. Schönbächler sagt:

    Alex Frei kennt den Schweizer und den internationalen Fussball. Darum ist es vom “Rucksack” her kein Problem wenn er Sportchef beim FC Luzern wird. Das doch etwas spezielle Umfeld ist höchstwahrscheinlich die grösste Herausforderung.

    Dennoch hätte Frei die Saison als Basel-Spieler beenden sollen. Auch wenn er bei Murat Yakin keine grosse Rolle mehr spielte (was wohl ein Hauptgrund für den Rücktritt war) hätte er unter Umständen “seinem” FC Basel bei Verletzungen und Sperren noch sehr wertvolle Dienste leisten können.

    • Martin sagt:

      Ich sehe das anders. Alex Frei zeigt seine professionelle Art in dem er jetzt zum FC Luzern wechselt.

      Er hätte auch heimlich am FC Luzern Kader basteln können, das wäre jedoch höchstgradig unfair, wenn er gleichzeigtig noch von der Konkurrenz für 100%ige Konzentration aufs Fussballspielen bezahlt wird.

      Es ist auch wichtig, dass er jetzt schon sich voll auf den FC Luzern konzentriert. Je früher er damit beginnt das Kader für die nächste Saison zu basteln je besser. Erst im Sommer wäre deutlich zu spät gewesen.

  18. DAM sagt:

    Ich als FCL-Anhänger frage mich ganz grundsätzlich ob es überhaupt einen FCL-Sportchef braucht. Die letzte Saison unter Murat Yakin war eine der erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte, und das ganz ohne Sportchef. Dann wurde der unsägliche Heinz Hermann verpflichtet, welcher sich schon kurz darauf mit Murat Yakin überwarf und diesen durch Komornicki ersetzte.

    Stand heute haben weder Hermann, noch Komornicki einen Job und werden wohl (hoffentlich) auch nicht so bald wieder irgendwo eine Anstellung finden. Der FCL stand vor einem Jahr auf Platz 2 und im Cupfinal, heute kämpft man verzweifelt gegen den Abstieg. Murat Yakin hingegen feiert in Basel sensationelle Erfolge.

    • Auguste sagt:

      hmm…, vorsicht dam, die innerschweiz ist ein ort, der die legenden liebt und nicht die fakten. da gilt man ganz schnell mal als nestbeschmutzer, wenn man einfach sagt wie es ist.

  19. Rudinho sagt:

    Ich kenne den KV-Lehrmeister von Alex Frei persönlich. Er hat in einer renommierten Treuhandfirma in der Region Basel die Lehre gemacht. Trotz der grossen Belastung durch den Fussball hat er sich mit vollem Engagement für die Firma eingesetzt und hatte seine Buchhaltungen bestens im Griff. In seinem Fall mache ich mir also betriebswirtschaftlich keine Sorgen. In anderen Fällen geht mir das aber auch zu schnell. Vor allem finde ich es fraglich, wenn verdiente Juniorentrainer entlassen werden, um Platz für die alternden Stars zu schaffen. So geschehen beim FCB.

  20. Baresi sagt:

    Warum sollte es im Fussball anders sein als im Journalismus?

  21. Geni Meier sagt:

    Herr Ruch hat recht. Fussballer verstehen etwas von Fussball und können nicht so gut schreiben. Journalisten schreiben besser, verstehen aber nicht viel von Fussball. Im Fernsehen wird dieses Problem gelöst indem man einen bis zwei Co-Kommentatoren beizieht. In der Regel funktioniert das. Kommt aber auch wieder auf die Qualität aller Beteiligten drauf an. Und diese ist nicht immer erstklassig. Das Problem ist, dass in den Clubs die Leute das Sagen haben, die den Betrieb finanzieren. Und das sind halt in der Schweiz mit einer Ausnahme nicht Ex-Fussballer.

  22. Ladhari Fayçal sagt:

    Der Journalist der nirgendwo gebraucht wird – nach dem Motto wer nichts wird wird Wirt- wird Sportjournalist! Vor allem Fussball-Fachexperte, in einer Sportart wo jeder darf mitreden. Ausgerechnet in einer Sportart die mit 11 Spieler gespielt wird, ausgerechnet in einer Sportart wo mit den Füssen gespielt wird, ausgerechnet in einer Sportart mit dem grössten Spielfeld. Ein Wirtschaftsjournalist muss z. Beisp. eine Praxis mitbringen. Ein Sportjournalist nicht!