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Impotent durch Feminisierung

Steilpass-Redaktion am Mittwoch den 20. Februar 2013

Unter dem Motto «Was ich zum Thema Fussball schon lange loswerden wollte» schreiben verschiedene Autorinnen und Autoren über das, was sie an der populärsten Sportart der Welt stört – oder fasziniert. Bloggerin heute ist Michèle Binswanger*.

Fussball leidet anscheinend an «Penetrationsarmut»: Softie-Trainer Pep Guardiola an einer Pressekonferenz im Zürcher Kongresshaus, 7. Januar 2013. (Keystone/Walter Bieri).

Fussball leidet anscheinend an «Penetrationsarmut»: Softie-Trainer Pep Guardiola an einer Pressekonferenz im Zürcher Kongresshaus, 7. Januar 2013. (Keystone/Walter Bieri).

Es steht nicht gut um den Fussball. Jeder weiss, dass die Fifa korrupt ist, die Fussballer überbezahlt, die Hooligans Idioten und die ganz normalen Fans ganz einfach bemitleidenswert, weil die ganze Chose langweiliger wird, je mehr Geld drin steckt. Aber Gefahr droht nicht nur von aussen, der Feind lauert auch im Innern, im tiefsten Herzen des Fussballs, dort wo er gemacht wird: Auf dem Trainingsfeld. Dies behaupte nicht ich, sondern der Philosoph Wolfram Eilenberger, der die deutsche Fussballnation mit seiner These von der «Feminisierung des Fussballs» verstörte.

Eilenberger, Chefredakteur des «Philosophie Magazins» und Fussballfan, sah sich angesichts der Meldung über den Transfer von Trainer Josep Guardiola zum FC Bayern genötigt, in die Tasten zu greifen um die Fussballwelt vor drohender Verweiblichung zu warnen. Denn Guardiola ist zwar phänomenal erfolgreich, aber zu welchem Preis! Er hat, so Eilenbergs These, den Fussball sozusagen kastriert. Dies zeigt sich einerseits in der Person Guardiolas, denn der ist «ultimativ empathisch, taktisch genial, auf nachhaltige Jugendförderung setzend, stets bescheiden, intuitiv, edel und gut, ein asketischer Poet», also eigentlich eine Frau in Männerkleidern. Aber nicht nur das, er zwingt seine weibischen Eigenschaften auch den Spielern, ja dem Spiel auf, mit verheerenden Folgen. Und so sind im Fussball Guardiolascher Prägung kaum mehr «Physis, Kampf, Durchsetzungskraft, Distanzschüsse und Ichbezogenheit» zu sehen, sondern «kurze Pässe und kleinteilige Ballkontrolle» mit dem Resultat, dass der Fussball unter empfindlicher «Penetrationsarmut» leidet.

Warum das allerdings schlecht sein soll, verstehe ich nicht ganz. Ich dachte immer, Homosexualität sei auf dem Fussballfeld nicht gern gesehen. Aber im Kern ist Eilenbergers Botschaft klar: Die viel diskutierte These vom «Ende des Mannes» hat den Fussball erreicht. Und das heisst, in den Worten Eilenbergers: «permanentes Vorspiel ohne erkennbares Abschlussverlangen». Mit der drohenden Konsequenz, dass einem «ganzen Kontinent die Lust am Fussball» vergehen könnte. Ja, da hilft dann auch kein Viagra mehr.

Marco Streller weint sich an der Schulter von Daniel Gygax aus. (Foto: EPA/Bernd Thissen)

Marco Streller weint sich an der Schulter von Daniel Gygax aus, 26. Juni 2006. (Foto: EPA/Bernd Thissen)

Ich kann mitfühlen. Denn auch mir ist die Lust am Fussball vergangen und ich weiss auch noch genau, wann. Es war der 26. Juni 2006. Die Schweiz zeigte mal wieder eine Glanzleistung in «Penetrationsarmut» und Abschlussschwäche, sekundiert von einem dieser hilflosen SRF-Kommentatoren, die sich auch noch in der kläglichsten spielerischen Misere nicht zu blöd sind zu bemerken, wie gut die Schweizer doch eigentlich spielen und wie sehr sie das Tor doch eigentlich verdient hätten. Aber weil «eigentlich» im Fussball genau so wenig zählt wie «hätten» und «würden», fuhren die Schweizer gegen die Ukraine eine der beschämendsten Niederlagen ever ein, gekrönt von Marco Strellers spektakulärem Fehlschuss im Penaltyschiessen.

Ich sass derweil vor dem Fernseher und fragte mich, ob es sich so wohl anfühlt, wenn einem das Gehirn im Schädel vor Langeweile verfault. Zu oft musste ich das schon erleben. Und in diesem Moment der Wahrheit erkannte ich, dass es vielleicht ein bisschen an den Schweizer Fussballern liegt und auch ein bisschen an mir. Aber vor allem und in erster Linie am Spiel selbst: Fussball ist als Spiel dumm, langweilig, überbewertet. Dank Eilenberger weiss ich nun, dass dies vor allem an der Feminisierung liegt, die den Schweizer Fussball schon vor sieben Jahren impotent gemacht hat.

*Michèle Binswanger ist Autorin und Journalistin.

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64 Kommentare zu “Impotent durch Feminisierung”

  1. Pelikan sagt:

    Hähä, Sie stehen nicht ganz alleine mit Ihrer Meinung. Nicht wenige empfinden für das Barça-Gekicke mit 80% Ballbesitz und penetrantem Streicheln des Balls pure Abscheu. Die sprechen dann von früher, als es noch “Typen” gab, wie einen Hrubesch zum Beispiel, und nicht solche dauerge-gelten Comic-Weicheier wie C. Ronaldo. Bloss: Der Fussball von früher, der war den Frauen verhasst. Zu viel Krampf, zu viel Duell, zu archaisch war diese Sportart, als dass sich eine Frau damit hätte identifizieren können. Fussball wurde interessant, als Frauenzeitschriften damit begannen, das Team der schönsten Fussballer zusammenstellen. Und sorry Horst, aber Du hattest in der halt einfach keinen Stammplatz…

    • Eckfahne sagt:

      Tja, der Horst war ein Baum von einem Fussballer, oder Roberto Carlos, aus 30m fadegrad ins Chribeli. Ich bin zwar auch kein Fan davon wenn ehem. Mamablog Autorinnen auf Steilpass schreiben, aber man muss Frau Binswanger doch zugestehen, dass sicher mancher “Penetrierende” still und leise anerkennend genickt hat bei lesen ihres Beitrages. Es bleibt zum Schluss die Frage; wo sind sie geblieben, die Fussballer a la Hrubesch, Müller, Carlos, Sokrates, Boniek, Tardelli und v.a.??

  2. Alex Schneider sagt:

    «Dies zeigt sich einerseits in der Person Guardiolas, denn der ist «ultimativ empathisch, taktisch genial, auf nachhaltige Jugendförderung setzend, stets bescheiden, intuitiv, edel und gut, ein asketischer Poet» …

    Ach, wie mich dieses unkritische Geschreibe doch nervt! Für Eilenberger ist sicher auch Lionel Messi der Inbegriff des guten, bescheidenen sportlichen Edelmanns und Ronaldo sein bösartiger menschenverachtender Gegenpart. Es langweilt so sehr …

    Vielleicht sollte sich Wolfram Eilenberger einmal mit der Doping- und Betrugsgeschichte von Pep Guardiola vertraut machen, bevor er der allgemeingültigen Narration, der FC Barcelona sei der Hort allen Schönes und Verehrenswertes verfällt.

    Ach ja, und das Brasilientrikot darf er nächstes Jahr dann zur Belohnung auch endlich wieder aus dem Schrank nehmen, aber das hat er sicher zu Euro auch schon getragen.

    • Cil Pen sagt:

      Danke, ich habe mich ebenfalls über diese unkritische Beschreibung von Eilenberger genervt.

      Guardiola und Taktik? Er hat 11 Namen auf ein Papier geschrieben und die Spieler haben dann einfach gespielt wie sie es immer tun. Taktisch brilliant hat doch auch mit Anpassung an den Gegner zu tun?

      2008-2012 war Guardiola Trainer bei Barcelona. Und nun einmal zu den bescheidenen Transferausgaben während dieser Zeit.
      2008/09: ~85 Millionen Euro (Pique, Hleb, Keita, Alves, …)
      2009/10: ~110 Millionen Euro (Ibrahimovic als grösster Ausgabenposten) (Abgänge waren solche die ein Jahr zu vor gekauft wurden oder Eto’o)
      2010/11: ~70 Millionen Euro (Mascherano, Affelay, Villa)
      2011/12: ~ 60 Millionen Euro (Sanches, Fabregas)

      Die Zahlen basieren auf transfermarkt.de.. Jugendfreundlich und bescheiden sind die Lieblingsworte der Medien für den FC Barcelona und Pep Guardiola. So bescheiden war er gar nicht.

      Zum Vergleich Real Madrid:
      2008/09: ~80 Millionen Euro (Van der Vaart, Diarra, Huntelaar)
      2009/10: ~200 Millionen Euro (Ronaldo, Kaka, …) Trainerwechsel zu Mourinho
      2010/11: ~80 Millionen Euro (Özil, Khedira, Di Maria)
      2011/12: ~50 Millionen Euro (Coentrao, Varane)

      Die lieben Medien zeichnen zwei Bilder, verkaufen Mannschaften als Gut und Böse. Zu oft sieht man, dass selbst Schweizer Kommentatoren gefärbt dadurch sind und kaum einen Erfolg von Milan anerkennen können. Änlich ist es mit den Printmedien, kritische Berichterstattung Fehlanzeige…Anstatt solche sinnlosen Beiträge wie diesem hier, denn wer glaubt Guardiola spiele in München wieder Tiki-taka ist sehr naiv, könntet ihr eure Energie vielleicht für so etwas aufbringen?

      @Steilpass: Wie wäre es, wenn ihr wieder einmal einen Bericht eines Fussballliebhabers veröffentlicht? Dies hier ist ja ein einziges Manifest zum Niedergang des Fussballs. Wieso definiert ihr nicht einmal, was oft misverstandene Begriffe wie offensiv Fussball bedeuten? Offensiv = attraktiv? Zieht Vergleich von aktuellen Mannschaftsleistungen und vergangenen, liebt den Fussball. Ich muss keinen Fussballkommentar lesen, der nur darüber schreibt wie schlecht Fussball ist, denn was immer Fussball heute ist, es ist sicher nicht nur schlecht. Diese sch/w-Malerei ähnelt der Urteilsfähigkeit eines trötzelnden Kleinkindes.

  3. Andreas sagt:

    Frau Binswanger, ich bewundere Ihren Mut! Sie sind sich schon bewusst dass sich Ihr Leben mit diesem Artikel ab sofort ändern wird? Ein Leben im Untergrund, gefolgt von Gesichtsoperationen, dauernd auf der Flucht, mit der Gewissheit, eines Tages vor dem Allmächtigen Sepp zu stehen und die Zeche zu zahlen? Ende Sarkasmus. Sie sprechen mir aus der Seele, Fussball ist ein masslos überbewertetes Spiel. Einzig die Machenschaften dieses Vereins mit dem Gangster Sepp an der Spitze, werden immer noch zu wenig bewertet. Wieso dieser Verein Narrenfreiheit hat, Bestechen und Schmieren kann wie es ihm grad passt und alle schauen weg, das ist mir Schleierhaft. Kann es sein dass viele Männer ein Fussball Gen haben, dass sie solche Sachen nicht sehen lässt? Oder wird derart gut geschmiert dass man Blind wird? Naja ich geh jetzt Fussball spielen…..

    • Hans Klemm sagt:

      Dieser Herr Blatter, der mittlerweile zumindest für die europäischen FIFA-Mitgliederstaaten längst zum größten Aufklärungsverhinderer geworden ist, scheint wirklich unantastbar zu sein! Nur warum kuscheln alle mit ihm? Das muss doch Ursachen haben….Ich bin wie viele andere Fußballanhänge wirklich mal gespannt, was bei der bisher nur gering aufgelärten Schmiergeldangelegenheit im Dachverband noch zu erwarten ist….
      Mir scheint nämlich, dass allein bei Betrachtung aller Umfragen zur Person Blatter im Bezug der unbegründet stagnierenden völligen Aufklärung zum Geldverbleib aus den ISL-Zeiten in den meisten Mitgliederstaaten gewünscht wird, seinen vorzeitigen Abgang vorzubereiten.

      Bisher ist allerdings von keinem Verband der offizielle Antrag zur Personal -Veränderung bei dem Fußball-Weltdachverband eingereicht worden, auch nicht von Deutschland !

  4. Wishaw Thomas sagt:

    Tatsächlich!…. Frau Guardiola`s Penetrationsarmut brachte dem FC Barcelona drei Meistertitel,
    zwei Spanische Pokaltitel, drei Spanische Supercupsiege, zwei FIFA Klubweltmeisterschaften, zwei Champions Leaguetitel und zwei UEFA Supercuptitel.
    Dazu gab es noch persönliche Auszeichnungen als penetrationsarmer Trainer wie Trofeo Miguel Muñoz zweimal, Weltklubtrainer zweimal, Onze d’or dreimal, World Soccer Trainer des Jahres zweimal, UEFA Team of the Year zweimal.
    Frau Binswanger erklären sie mir bitte, was sie mit “kleinteilige Ballkontrolle” meinen?

    • Raphael Correcher sagt:

      Wenn wir schon bei der Penetrationsarmut Barças sind: Messi hat 2012 den langjährigen Jahretorrekord Gerd Müllers gebrochen und dabei 88 mal das gegnerische Tor penetriert. In der laufenden Saison hat er in 24 Ligaspielen bloss 37 das Tor penetriert. Soso, und Peps Jünger sollen keine Ahnung von Penetration haben. Zufälligerweise hat Spanien 3x nacheinander die wichtigsten Titel geholt (EM-WM-EM mit der halben Barça-Mannschaft im Nationalteam…). Bei der EM 2012 haben sie – penetrationsarm wie sie sind -, Italien im Final “bloss” mit 4:0 nachhause geschickt. Vielleicht überlassen Sie das Penetrieren einfach den Männern, liebe Frau Binswanger.

      • marcos sagt:

        HAHAHA. du bisch zviel raphael.
        vamos guardiola. vamos barca. vamos espana

      • Loris Frei sagt:

        Spanien ist oder war unbestritten das Mass aller Dinge. Den Zenit haben sie erreicht. Es wurde eine Generation Spieler hervorgebracht die es wohl nicht noch einemal so schnell geben wird. Man darf aber auch nicht vergessen das es solche Phasen und Erfolgteams immer wieder gegeben hat. Italien war in den 80er und 90er Jahren das Mass gewesen. Und das während fast 20 Jahren. Auch einmalig! In der spanischen Liga bestehen zu können ist keine Kunst. Es gibt Barca und Real danach lange, lange nichts. Eigentlich eine der überbewertesten Ligen die es gibt. Und zudem nahe dem Bankrott. Barca in der CL zu schauen tue ich mir nicht mehr an. Am anfang war es noch spannend, aber mit der Zeit wird der Pingpong-Fussball langweilig. Man könnte es auch die moderne Art von verteidigen nennen. Ball in den eigenen Reihen halten, hin und her spielen und hoffen das die Gegner raus kommen. In der CL habe ich noch nicht so viele attraktive Spiele von Barca gesehen. Mag jetzt für einen Messi oder Barca Fan absurt und doof klingen ist aber eine Tatsache. Der Bericht von Frau Binsanger trifft den Nagel auf den Kopf.

  5. René Frey sagt:

    Dashierwar mal ein ordentlich interessanter Fussball Blog mit Gedanken zum Fussball. Jetzt wirds langsam ein Girlie Blog, sorry verschient diese auch von mir geschätzten Autoren zum Mama Blog o.ä., aber macht doch hier Geschichten, Stories zum Fussball. Nur noch Frauen die uns erklären wieso sie Fussball nicht mehr mögen. Not interesting at all.

  6. Res sagt:

    Toll, schon wieder jemand der einen Fussballblog schreibt und Fussball doof findet. Mämä wo bist du?

  7. Piet sagt:

    Hart,aber an der Überbewertung des Fussballs bei der grossen Masse ist schon was wahres dran. Nur geht es ja schon lange nicht mehr um das Spiel als solches. Fussball ist ein Milliarden Geschäft, und solange die Masse bereit ist, Unsummen zu bezahlen wenn sie live zusehen kann, wie sich 22 erwachsene Multimillionäre um einen Ball balgen, solange wird es ein riesen Geschäft bleiben.

  8. Penaltykiller sagt:

    Zu wenig Penetration? Nee, zu wenig Penaltys! UND zu wenig Balls! Welcher Mann ist schon mit einem Ei zufrieden? Gebt Ihnen zwei Balls, pfeift mehr Penaltys, macht die Tore grössen und lasst sie dann mehr reinschieben. Ob mit Pep oder mit Hitz.. – es ist egal wer zuschaut beim Liebesspiel – aber gebt Ihnen um Fussballs Willen zwei Balls!

  9. andrea pirlo sagt:

    Na ja, Barcelona’s Perfektion mit dem bescheidenen Können der Schweizer zu Vergleichen und dann noch die gleiche These dafür aufzustellen, nähmlich fehlende Männlichkeit, ist schon etwas wirr. Oder einfach etwas provokativ um mal ein bisschen Staub aufzuwirbeln. Jedenfalls scheint mir “ultimativ empathisch, taktisch genial, auf nachhaltige Jugendförderung setzend, stets bescheiden, intuitiv, edel und gut, ein asketischer Poet” ganz und gar nicht unmännlich sondern eher Fussball im Sinne eines Zen-Meisters. Da haben Sie Frau Binswanger und der Herr Eilenberger wohl männlich mit tierisch verwechselt. Und ja, Fussball ist tatsächlich auch richtig geil, wenn so tierische Typen wie Rooney oder Balotelli die Sau rauslassen. Dann sollte man sich aber nicht mehr über brutale Fans oder idiotische Fussballkommentatoren beschweren, weil die passen sich dem menschlichen (tierischen) Niveau ihrer Ideale gerne an.

  10. Gian Gino sagt:

    Fussball ist nicht langweilig, vor allem nicht im Vergleich zu diesem Blog-Eintrag.

    Der Steilpass war bis vor wenigen Wochen sehr unterhaltsam.
    Seit die neue Serie lanciert wurde, ist er nur noch bemitleidenswert.

    Cheers

  11. Karl Renner sagt:

    Alles hat seinen Preis. Dafür machen sich immer mehr Mannsweiber im Sport breit.

  12. Franz sagt:

    Also wenn Barça 70% Ballbesitz hat und der Gegner einfach hinterherläuft, wer ist dann feminin? Derjenige, der den Ball nicht hergeben will, oder der Rivale, der es nicht schafft, ihn zu bekommen? Einmal abgesehen davon, dass es auch Bayern, Dortmund, ManU, Real, Halbamateur-, Amateur-, Junioren- und Frauenfussball gibt. Da wurde ja wieder mal was an den Haaren herbeigezogen. Hat der Tagi keine Fussball-LiebhaberInnen mehr?

  13. Katsche S. sagt:

    Hm, leider interssiert es Opernliebhaber auch zu recht überhaupt nicht, was ich von Opern halte, ich versteh nämlich nichts davon…
    Ähnlich ergeht es mir jetzt mit diesem Blog…
    Fussball an sich ist doch kein langweiliges Spiel, das wissen wir Eingeweihten doch alle, aber um das zu verstehen, muss man halt mal ein paar Jahre gespielt haben (am besten Fussball) und sich intensiv mit der Materie (am besten mit Fussball) beschäftigt haben, das hilft ungemein…
    Dann klappt’s auch mit dem Fußballblog besser…
    Wer schreibt als nächstes? Harald Glöööckler? Oder der Papst? Wird sicher wieder toll…

    • Markus Sharanius Etter sagt:

      Da kann ich mich nur an Katsche S. Kommentar anschliessen. Solche Blogs ohne fachliche Ahnung kann ich und will ich nicht verstehen. Was Barca seit Jahren praktiziert ist für mich als Fussball-Fan einfach sensationell. Wenn ein Spieler wie Messi in einem Jahr über 100 Tore schiesst ist dies gigantisch! Ich liebe die Kunst des Fussballs, die Grätschen hatten wir ja vor einigen Jahrzehnten. Es lebe die Kunst des Fussballs, die kann nur jemand verstehen, wo selber Jahrelang Fussball gespielt hat und selber festgestellt hat, dass ein genauer Pass zu spielen oder ein erfolgreicher Abschluss ins gegnerische Tor, eben nicht einfach ein Selbstläufer sind. :-)))

  14. hans meister sagt:

    hoi michele, wie kommst du darauf, dass dies weibische eigenschaften sind? «ultimativ empathisch, taktisch genial, auf nachhaltige Jugendförderung setzend, stets bescheiden, intuitiv, edel und gut, ein asketischer Poet»

  15. romeo anderes sagt:

    Super. aber der hauptschuldige ist David Beckham, und es geht noch weiter ,bald wird in sexy shorts und topless gespielt. die spielernummern als tattoo, wenns dann noch irgendwo space auf dem body hat. am “Ballon d’Or”der Fifa wird auch “the sexiest player of the year” ausgezeichnet.Hetero,Homo,Metro,A-sexuel spielt keine rolle, hauptsache sexy, und die maedchen(und andere) werden hysterisch schreien…usw…glaubt mir, schon bald

  16. Paulo sagt:

    Die Lust am Fussball ist mir vergangen als Spucken, Frisuren, Tätowierungen und neonfarbige Fussballschuhe Einzug erhielten. Dafür verantwortlich war wohl der Metrosexuelle Mann im Stile eines Beckham. Überzahlte durchschnittliche Fussballer die für jeden Käse noch Werbung machen müssen. Die Spieler hatten sich früher hauptsächlich noch auf das konzentriert was sie am besten konnten, eben Fussballspielen. Das scheint heute eher Nebensache beim Verdienst zu sein. Ein Fussballspiel während des Essens anzuschauen geht auch nicht mehr bei der Menge an Flüssigkeit die man am Schirm zu sehen kriegt. Hat man jemals einen Péle oder einen Bobby Charlton spucken sehen? Könnte sich jemand diese Spieler mit orangenen Schuhen und Tattoos vorstellen? Alles Modeerscheinungen der heutigen Zeit, welches die Jungen in ihrem Verein noch nachäffen müssen und die niemand braucht.

    • Hans Klemm sagt:

      Gut aufgepasst, lieber,Sportfreund Paulo !
      Das Spucken ist leider schon längst eine furchtbare Angewohnheit geworden und sollte unbedingt von den Schiedsrichtern geahndet werden! Wenn nach den jeweiligen Spielen die Vögel beim Landen zur Futtersuche im scheinbar satten, grünen Rasen der Stadien in den unterschiedlichsten Überbleibseln und Restbeständen der Atemwege vieler Spieler durch den ständigen Austausch mit frischer Luft schlimm ausrutschen, müsste das auch die Tierschützer auf den Plan rufen…….

      Wenn früher jemand eine andere Schuhfarbe präsentierte, war das schon sehr anrüchig und galt als Angeber. Der arme Mario Gomez hat z.B. seinen Vertragspartner verloren, weil die Ersatzbänke in den Stadien der Bundesliga zur Präsentation für den Hersteller nicht mehr so aufregend und attraktiv waren…..Wer mit Tattoos an allen sicht- und unsichtbare Stellen des Körpers herumrennt, muss es allerdings selbst wissen. Wohl zu wenige reden bestimmt mit den Protagonisten. Der Großteil aller Betrachter werden diese Mode allerdings als zeitgemäß, doch nicht gerade vorteilhaft empfinden.

  17. Stephen Bywater sagt:

    Der von ihnen so geschätzte Herr Eilenberger verwechselt Feminismus mit simpler Körpergrösse und Kampfgewicht.

  18. tommaso sagt:

    “ultimativ empathisch, taktisch genial, auf nachhaltige Jugendförderung setzend, stets bescheiden, intuitiv, edel und gut, ein asketischer Poet, also eigentlich eine Frau in Männerkleidern”. Das sind also allesamt weibliche Eigenschaften? Die also auch auf die Blog-Autorin zutreffen…? Ist “stets bescheiden”, wer sich als “stets bescheiden” bezeichnet? Oder ist das zuviel der Dialektik?

  19. tommaso sagt:

    Und noch was. Die Frauen schreien doch seit Jahrzehnten danach, die Männer sollten weicher, empathischer werden? Und wenn sie es sind, ist es auch wieder nicht recht?

  20. Danny M. sagt:

    Nice Blog, Frau Binswanger, aber ich weiss nicht genau, ob sie vom gleichen Spiel schreiben wie ich. Als 2006 die WM in Deutschland war, da war ich gerade mal süsse 22 Jahre alt. ABER: Wir waren, alle in Schweizerfahnen und Fussballtrikots bekleidet, in einem damals boomenden sogenannten “Public Viewing” und haben uns das Spiel angeschaut. Ja, it sucks, dass “wir” verloren haben, aber die Ukrainer sind, soviel mir geblieben ist, fast doppelt soviel gerannt pro Mann, wie die Schweizer. Dies zur Statistik, welche ja ihre Theorie von “kurze Pässe und kleinteilige Ballkontrolle ergo Penetrationsarmut” unterstützt. Nur, um zum Punkt zu kommen: Dieses Spiel war alles andere als langweilig! Selten habe ich so viele Schweizer Fans gesehen, die alle zusammen unter der brutalen Last der Niederlage litten. Mir ist dieses Spiel, abgesehen vom “sudden death” in bester Erinnerung und wünschte mir mehr Patriotismus und Zusammenhalt an Länderspielen… Aber es war ja WM, wer weiss, wann wir wieder einmal dabei sind (wenn nicht jetzt, wann dann?)… Vielleicht kommt sie mal wieder in die Schweiz, da wäre wiederum Sepp gefragt…

  21. Jolanda Egger sagt:

    Hach, Michele Binswanger, wunderbar – und: den zweitletzten Satz unterschreibe ich voll und ganz – und setz’ noch einen drauf: Männern gerade noch angemessen…

    • Thomas S. sagt:

      @Egger: Ich hoffe, Sie fühlen sich nun besser: Wenn frau schon nichts von Fussball versteht, so kann sie wenigstens die Gelegenheit nutzen und den Männern eins auswischen – das geht immer. Man stelle sich vor, ein Mann würde sich in ähnlich simpler Weise über Frauen äussern…

    • Wishaw Thomas sagt:

      Mittelmässige Geister verurteilen gewöhnlich alles, was über ihren Horizont geht.

    • Urs sagt:

      Aber jeden Artikel und jeden beliebigen Blogeintrag im Tagi als Anlass zum undiffernzierten Männerbashing zu nehmen ist natürlich intellektuell total hochstehend, gesellschaftlich wertvoll und trotz Wiederholung ad nauseam immer wieder unglaublich spannend…

  22. clarkthespark sagt:

    Wo Sie recht hat, hat sie recht. Fussball ist in den letzten Jahren eine Veranstaltung für Weicheier und Cüplitrinker geworden. Die Typen mit Ecken und Kanten sind uns flöten gegangen. Der Jugend werden heute Vorbilder wie C. Ronaldo vorgesetzt. Das kann nichts werden. Bezeichnenderweise kann sein Namensvetter nicht mal mehr Männlein von Weiblein unterscheiden. Das sagt eigentlich schon alles. Und wie Fraus Binswanger richtig feststellt hat die Misere mit den Frauen auf dem Platz angefangen….. Fehlt nur noch die Einführung einer Männerquote! Früher war Fussball mal Männersport. Echter Kontaktsport, archaisch und einfach cool. Heute kommen nur noch irgendwelche Möchtegernschlauberger, die Fussball die letzten 20 Jahre als Proletensport verachtet haben in die Stadien. Wohin die Geschichte führt konnte man beim Boxen ja gut sehen. Die Roccigianis sind in Rente und wurden durch Gentlemenboxer und die Klatschkos ersetzt. Sorry, es tut mir wirklich leid, aber fürher war es einfach besser…..

  23. Esteban sagt:

    Fakt ist: Frauen wissen weder beim Fussball, bei Männern oder sonstigen anderen Themen was sie eigentlich wollen. Wie der User “Pelikan” schon schrieb, früher war der Fussball bei den Frauen verhasst, weil zu viel Krampf, zu viel Duell, zu archaische Elemente mitspielten. Heute hat sich dies gelockert und schon sind Typen wie Guardiola und Ronaldo oder der Fussball an sich zu feminin. Es ist wie im normalen Leben. Die Frauen wollten keine pa­t­ri­ar­cha­lische Gesellschaft mehr, sie haben den Mann “kastriert” und jetzt wünschen sie sich den richtigen Mann plötzlich wieder zurück.

  24. Roger sagt:

    Ziemlich genau seit diesem Penalty Debakel der Schweizer Fussball Elite im Spiel gegen die Ukraine ist auch mir die Lust auf mehr Fussball vergangen. Von einem Profi, der Hundertausende von Franken jährlich verdient, erwarte ich, dass er bei einem Penalty den Ball in die Kiste versenkt, ohne wenn und aber. Gilt selbstverständlich auch für alle anderen Profis! Das Volk will keine Heulsusen und Weicheier, die das Land vertreten!

    • Tom sagt:

      Darf ich daran erinnern, dass das Spiel für die Schweiz 0:3 endete, da auch Cabanas und Barnetta ihre Penalties nicht versenkten.

    • Stefan Gisler sagt:

      Frauenfussball ist viel männlicher als Männerfussball – dort wird viele weniger debattiert und gemeckert.

  25. Peter sagt:

    Interessiert hier die Meinung von jemandem, der an diesem Sport nicht interessiert ist? Ich glaube kaum…
    Sechs! Setzen!

  26. Stefan Gisler sagt:

    Geld, Geltungssucht, FIFA und nicht “Weiblichkeit” sind Totengräber des Fussballs. Intelligenter, technisch guter Fussball à la Barça ist begrüssenswert. Doch heute ist der Fussball geprägt von Larmoyanz, Meckerei, Rechthaberei, Respektlosigkeit. Gegenspieler, “fremde” Fans, Schiedsrichter werden verunglimpft. Hinterhältige Fouls und Beschiss sowie Theatralik werden als reguläre Mittel angesehen – solange es der Schiri nicht merkt, und wenn doch wird reklamiert. Das hat Auswirkungen auf Fans bis hin zum Juniorenfussball, wo heute – im Gegensatz zu vor 30 Jahren – ungehemmt gemeckert und getrickst wird; angetrieben von Eltern, denen jeder Schirientscheid und jede Auswechslung ihres Sprosses ein inaktzeptables Hindernis ist, damit ihr Kind ihren Traum von viel Geld erfüllt.

    • Hans Klemm sagt:

      Eine sehr getroffene Feststellung, Stefan Gisler!

      Man sollte die Gedanken als Mahnung für die Personen und Gruppen einfach so stehen lassen, die sich hier angesprochen fühlen müssten……

      Die Achtung vor dem jeweiligen Gegner und “Männern in schwarz”, wie sie früher noch hießen, ist vorwiegend leider abhanden gekommen, zum Nachteil des eigentlich beliebten Fußballsportes.

  27. Pippi Langstrumpf sagt:

    “Aber vor allem und in erster Linie am Spiel selbst: Fussball ist als Spiel dumm, langweilig, überbewertet.” Wow, die traut sich was! Ich teile diese Meinung, hatte aber bisher Hemmungen, das öffentlich zuzugeben.

  28. Elias sagt:

    Fussball ist nicht so schlecht. Klar hat der Fussball auch seine Schwächen (da bin ich Ihrer Meinung: Tikitaka, Messi, Graben in der spanischen Liga).

    Aber es gibt so viel gutes und geiles: Balotellis zweiter Tor gegen Deutschland, Zlatans Fallrückzieher bei der Aufholjagd gegen England, Pirlos Heber, Aguero im Sommer usw.

    Eichelberg hat recht, ich nenne sie bei Namen (meine persönliche Auswahl): Pep Guardiola, Messi, die gesamte deutsche Nati mit ihren Frisuren, die Spanier mit ihrer Selbstgeilheit (insb. Ramos und Pique), Ribery reloaded, Mancini.

    Richtige Fussballer (meine persönliche Auswahl): Ronaldo, Mourinho, Balotelli, Rooney, Pirlo, Benzema, Drogba, Bonucci, Zlatan, Milito. Kurz denken, schnell schiessen.

  29. Mark O. Vischer sagt:

    Fussball mag zwar dumm, langweilig und überbewertet sein. Es gibt aber immerhin etwas, das noch dümmer und langweiliger ist: Blogs über Fussball von Leuten, die Fussball dumm, langweilig und überbewertet finden.

  30. Wishaw Thomas sagt:

    Es war einmal ein legendärer Fussballspieler. Nie verfehlte er einen Ball, und nie schlug er einen ins Aus. Lange Bälle, die Millimeter genau ins Netz zischten, waren für ihn kein Problem. Seine Freistösse saß immer, in entscheidenen Situationen schoss er immer Tore. Es gelang ihm, jedes Spiel zu seinen Gunsten zu wenden. Er war auch nach zwei Stunden Match flink wie eine Gazelle, wurde niemals müde, und nie rutschte ihm ein Schimpfwort über die Lippen. Tatsächlich wäre er einer der größten Fussballspieler aller Zeiten gewesen, wenn man ihn nur dazu hätte bewegen können, sein Bier zur Seite zu stellen und von der Pressetribüne auf das Spielfeld zu steigen…“

    Mit einem netten Gruss an die letzten paar Steilpass-SchreiberInnen!
    T. Wishaw

  31. Egon Putzig sagt:

    Tatsächlich, ich gebe Ihnen recht, Frau Binswanger: Der Fussball leidet an Penetrationsarmut. ABERr: Dies dürfte viel mehr an der Feminisierung der Spieler (Beckham, Ronaldo, um nur 2 zu nennen) liegen, als an der Nähe zur auf dem Fussballplatz immer noch verpönten Homosexualität. Wenn jemand NICHT an Penetrationsarmut “leidet”, dann sind es sicher die Homosexuellen, schliesslich sind dort immer nur (zwei) Männer zu Gange 😉

  32. Mister sagt:

    Wie misst man die Dummheit eines Spieles? Wahrscheinlich ein Miss-Problem.
    Fussball steht für die Jagd. Hier kann man und frau verschiedenste Strategien wählen. Guardiola wählte Besitz (des Balles) und setzt voll und ganz auf die Qualitäten seiner weibischen Zwerge: Schnelligkeit, technische Ueberlegenheit am Ball, Ballkontrolle auf engstem Raum. Denkt man Fussball als Code, sind Barcelonas Stars wortgewandte Endlosschwatzer: Rings a bell? Wie es das allerdings bei Bayern umsetzt, darauf sind wir alle gespannt. Ausser man findet Fussball dumm, dann ist’s natürlich öde.

  33. Lakdasun sagt:

    Was mich an all den Komentaren fasziniert:
    Niemand scheint Michèles ironischen Unterton wahrzunehmen.
    Ich hab mich beim Lesen goettlich amuesiert, Ihr geht’s doch um was ganz anderes als um Fussball 😉
    Die Reaktionen drauf sind dann sehr vorhersehbar, erstaunen tun sie mich aber schon 😉

  34. Bauer sagt:

    Zuerst werden die Schiedsrichter angehalten die Regeln strenger auszulegen, danch wird der Körperkontakt eingeschränkt und am Ende erhält man Barca…;) … Alles schon erlbt im Eishockey!

  35. Philipp Ritterfussballmann sagt:

    geiler artikel! ich denke das rührt daher, dass die meisten fussballer etwas äh-lesbisch sind! 😉

  36. seenia sagt:

    herzliche gratulation frau binswanger! sie (und die beiträge davor) haben es geschafft, das sich meine finger endlich wieder dazu bewegen konnten, blogbeiträge zu schreiben. zündstoff habe ich unter anderem aufgrund dem neuen konzept hier beim steilpassblog genügend.

    schade, wirklich schade. ich habe hier immer gerne mitgelesen. und nicht weil die autoren immer MEINE meinung teilten, sondern weil es hier um fussball ging. um die liebe zum fussball. manchmal selbstverliebt und manchmal kritisch.

    mämä, we miss you!

  37. elmi sagt:

    Das war aber herzig, vor allem das mit der “kleinteiligen ballkontrolle”. Äh, haben wir da was vepasst im trainerkurs? Vielleicht gar einen paradigmawechsel? Auf jeden fall sind wir alle froh um die grossen philosophen, die sich herablassen und sich die zeit nehmen, uns fussballproleten dieses “dumme” spiel in hehren worten zu erklären!

  38. Rudolf sagt:

    Ach was, das ist doch völlig theatralisch!

    Schauen Sie sich nur mal einen José Mourinho an, ein Macho der so wunderbar ekelhaft und arrogant den Fussball dominiert und i^mmer wieder rücksichtslos Skandale generiert.
    Ein Cristiano Ronaldo: narzistisch, übermässig selbstbewusst, mit einer unglaublichen Athletik.
    Ein Lionel Messi, gefühlskalt mit nur einem Ziel: Zu gewinnen.

    Also bitte, ein klischeehafteres Männerbild gibts ja wohl nicht…

    viele grüsse

  39. robert sagt:

    Da versuchen Herr Eilenberger wie auch Frau Biswanger sich an einem Thema von welchem sie wenn man(n) ihre Texte liest keine Ahnung haben.
    Betrachten wir die Situation mal anders Piquet ein Fussballer des FC Barcelona geht unerschrocken in die Zweikämpfe und schert sich einen alten Sch…. darum ob seine Erscheinung und sein Spielstil maskulin, feminin oder metrosexuell sein. Er gehört seit Jahren zum weiblichen FCB. Andererseits die grosse AC Milan bei der der Vorsitzende Belusconi die Marschrichtung vorgibt (was kann es Männdlichers geben), da spielte doch jahrelang ein Pipo Inzagi der sich auf und neben dem Feld wie eine Diva benahm und wenn ihm ein Gegenspieler nur näher als ein Meter kam, sich mit schmerzverzerrtem Gesicht minutenlang am Boden wälzen konnte.
    Nun ist wohl die Frage was ist männdlich was weiblich ………….
    Ein jeder gebe sich selber die Antwort.
    PS. Was in der Schweiz gespielt wird ist wohl Meilenweit entfernt von dem was wir als internationalen Fussball bezeichnen.

  40. Vielen Dank Michelle. Du hast ja so recht. Nun hoffe ich, dass ich die neue Erkenntnis auch umsetzen und somit viele Stunden Langweile und Hirnstarre einsparen kann. Etwas lasse ich mir aber sicher nicht nehmen, am Samstag läuft hier Final Score auf BBC HD. Da bringen sie alle Spiele der oberen Britischen Ligen, ohne Bild nur in Kommentar und Analyse, in HD! Die Komik ist umwerfend, die Sendung der beste Grey Noise um einen entnervenden Samstag Nachmittag erträglich zu machen. Und die Spiele schaue ich mir in 3 Minuten Zusammenfassungen auf Vimeo an. Reicht.

  41. Lukas Christen sagt:

    Grundsatzfrage: was ist weiblich bzw. feminin?
    Woran erkennt man die Wesenshaftigkeit eines Menschen? Auf Grund welcher Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen kann man schlüssig erkennen, dass es sich um eine Frau handelt?
    Es gab Zeiten, in denen man sich Frauen im Waffendienst einer Armee kaum vorstellen konnte. Jeanne D’Arc ist die Ausnahme. Und einen Mann als Hebamme (Hebämmerich?) ist noch nicht ganz in den Köpfen der Menschen angekommen.
    Wenn jetzt Pep Guardiolas Foto als Titelbild zum Blog gewählt wird, ist offensichtlich, wie gross die Verwirrung geworden ist.
    Muss denn heute eine Frau, oder ein Mann potent sein? Zur Erinnerung: gleichgeschlechtliche Paare haben heute Kinder, die sie ihr Eigen nennen…

  42. Di Stefano sagt:

    Mir gefallen Fussballweisheiten von Spezialisten besser:
    “Ein Spiel dauert 90 Minuten” ; “Der Ball ist rund” (könnte man symbolisch auch weiblich deuten).
    von Sepp Herberger.
    oder:
    “…. ware’ schwach wie eine Flasche leer” ; “Ich habe fertig”,
    von Giovanni Trapattoni.

  43. Praxis Freud & Reich sagt:

    “Da steh ich nun, ich armes Tor, unpenetriert wie nie zuvor” (Fuss, Teil 1) Faust ist schon geschrieben
    Wir nehmen gerne noch einige Tore in unserer Praxis an zur Gesprächstherapie und lassen dafür die Türen erweitern.

    (Entschuldigung, gur tönenden Blödsinn kann ich nur mit noch grösserem Blödsinn kommentieren. Geht ja sowieso nicht online)