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Die verlorene Qualität der Super League

Mämä Sykora am Montag den 31. Oktober 2011

In der Super League überzeugt zurzeit keine Mannschaft: Xamax-Spieler Haris Seferovic, 27. Oktober 2011.

Dass wir Zuschauer von den Partien unserer Liga nicht gleiches erwarten können wie von denjenigen der Premier League oder der Bundesliga, versteht sich von selbst. Nach über einem Drittel der Meisterschaft muss man aber konstatieren: Um die Qualität der Super League steht es derzeit wahrlich nicht zum Besten.

Die letzten beiden Runden boten eine gute Gelegenheit, sich davon ein Bild zu machen. Am Mittwoch kam es im Tourbillon zum Spitzenspiel Sion gegen Basel, also zum Duell zwischen zwei der stärksten Teams der Liga. Dass längst nicht jede Affiche hält, was sie verspricht, musste jeder Fussballfan schon öfters feststellen. In diesem Spiel war es indes nicht – wie oft bei solchen Ausgangslagen – so, dass die Mannschaften solid stehen, sich weitgehend neutralisieren und sich niemand etwas traut, auffallend war vielmehr die erschreckend hohe Anzahl an Fehlern, Ballverlusten, Ungenauigkeiten und Flanken ins Nirgendwo.

Vor allem der FC Sion brachte nach dem Rückstand überhaupt nichts mehr auf die Reihe, obwohl ihm einiges an Zeit und Raum gelassen wurde. Die Angriffe versandeten meist nach eklatanten individuellen Fehlern. Auch der FCB bekleckerte sich derweil nicht mit Ruhm, obwohl man sagen muss, dass er mit der Führung im Rücken auch nicht in der Pflicht stand.

Gleichzeitig lieferten sich Titelanwärter YB und das formstarke Xamax ein 0:0 zum Vergessen, gestern dann folgte auch noch der Auftritt von Leader Luzern beim kriselnden FCZ, und auch das war wahrlich nichts für Feinschmecker, ausser man kann Spielen weitgehend ohne zusammenhängende Aktionen und Fehlpässen à discrétion etwas abgewinnen.

Wohlgemerkt: Das waren Partien zwischen den besseren Teams der Liga. Wer diese Saison schon eine Partie zwischen Kellerkindern gesehen hat, der weiss, dass es durchaus noch schlimmer sein kann. Trügt der Eindruck, oder war die Qualität der Mannschaften tatsächlich schon lange nicht mehr so tief?

Tatsache ist: Spektakuläre Spieler sucht man derzeit vergebens. Doumbia schiesst seine Tore nun in Russland (gestern ein Hattrick innerhalb von 7 Minuten), Nuñez ist schon lange nicht mehr hier, Chikhaoui noch nicht wieder der Alte, Hakan Yakin im Spätherbst der Karriere, selbst jene mit einem kurzen Hoch wie Zárate (GC) oder Ideye Brown (Xamax) sind mittlerweile woanders tätig. Spieler wie diese konnten selbst eine Partie auf bescheidenem Niveau zum Erlebnis machen, in dieser Saison gibt es das nicht.

Man kann nicht erwarten, dass die Vereine regelmässig solche Ausnahmekönner präsentieren, zudem können sie kaum lange gehalten werden. Doch auch abgesehen davon dünkt es mich, dass die Kader aller Super-League-Vereine Qualitätseinbrüche erleben mussten. Die Partien sind zumeist entweder einseitig, ohne dass der Favorit zu überzeugen vermag, oder eben enttäuschend, wie diejenigen der letzten Woche.

Die Defensiven leisten sich reihenweise Aussetzer, Goalies greifen daneben, im Mittelfeld fehlen die Ideen und im Angriff die Präzision und/oder das Tempo. Das war zwar schon immer so in unserer Liga, und doch waren die Spiele schon lange nicht mehr so unschön anzuschauen wie in dieser Spielzeit. Es gab bislang keine Partien, die länger in Erinnerung bleiben werden, dafür umso mehr solche, nach denen man sich zu Recht fragen musste, ob man sich das wirklich wieder antun wolle.

Was ist denn bloss los mit unserer Liga? Die Spannung stimmt immerhin, bei vier Teams an der Spitze innerhalb von drei Punkten. Aber wo ist denn bitteschön der gute und attraktive Fussball hin, den es in den letzten Jahren zumindest zeitweise zu geniessen gab? Jene Spiele, über die man sagt, sie seien «beste Werbung für die Liga»? Ich hoffe schwer, dass die Herren Trainer die Winterpause nutzen, um zumindest die Fehlerquote massiv zu verringern. Und vielleicht findet ja doch noch ein Spieler den Weg zu uns, der für etwas Farbe im dunklen Grau des Liga-Alltags sorgt.

Sind die Steilpass-Leser ebenso enttäuscht vom bisher Gebotenen? Oder stellt Ihr keinen Qualitätseinbruch fest gegenüber früheren Spielzeiten?

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110 Kommentare zu “Die verlorene Qualität der Super League”

  1. Christian Kummer sagt:

    Absolut deiner Meinung! Sorry, was gestern der FCL bot, doch immerhin seit Saisonbeginn an der Tabellenspitze dabei, war eine komplettes Ärgernis! Ein Torhüter und 9 defensive Spieler können kein Spektakel bieten, das ist eine Frechheit gegenüber den Eintritt zahlenden Fussballfans. Wusste Yakin nicht, dass der FCZ in dieser Saison bisher erst ein einziges Heimspiel gewinnen konnte? Na ja, mit solchen Trainern (Yakin spielte schon bei Thun immer mit 9 Defensiv-Spieler), die Kreativköpfe (wie z.B. seinen Bruder) unterdrücken und nur mit Beton zu Punkten kommen wollen, wirds kurzfristig keine Besserung geben in der Liga. Gute Nacht…

  2. Martin Locher sagt:

    Basel-GC war ein Klassematch. Vom Allerfeinsten. Selbst in der die grottenschlechte Partie GC-Xamax von einigen Wochen, waren ein paar nette Angrifftspielzüge zu sehen. Wenn die aktuel 2.schlechteste Truppe der Liga so attraktiv spielt wie GC, kann die Liga so schlecht nun auch wiedern icht sein…

    Zugegenermassen. Viel mehr Spiele habe ich nicht gesehen.

    Schaut mal die US Majoir League Soccer Playoffs… Habs gestern gut 20 Minuten ausgehalten Es spielte glaub Husten gegen Anaphia… Pfui Deibel…

    • Mämä Sykora sagt:

      Bei GC-Xamax war ich im Stadion und irgendwie scheine ich die «netten Angriffsspielzüge» verpasst zu haben. Ab und zu hab Uche seine Klasse aufblitzen lassen, der Rest war doch sehr, sehr dürftig. Da habe ich auch kein attraktives GC gesehen, wahrlich nicht.

      • Marc sagt:

        Jajajaja.. Liegt immer im Auge des Betrachters… Aber Sie haben recht, alles ist sch… einfach sch… Ihr HEUTIGER Blog-Beitrag ist sowas von schlecht, dass es mir nicht mal Wert ist, hier mit einem 100 zeiligen Beitrag den pseudo-intellektuellen, klugscheisserischen Fussballfachmann zu spielen (wie alle anderen hier, sie inbegriffen).. Bei manchen Beiträgen schaffen Sie das, aber mit diesem… neee
        Ui, jetzt bin ich aber gespannt ob mein Beitrag veröffentlicht wird… Zumindest diese Tatsache würde FÜR sie resp. Ihre Redaktion sprechen…

        • Mämä Sykora sagt:

          Ach wissen Sie, konstruktive und sachliche Kritik wird hier immer gern veröffentlicht.

        • david sagt:

          Marc, ich bin deiner Meinung. Das ist der mit Abstand schlechteste Beitrag den ich bisher von Herrn Sykora gelesen habe. Den Blick, der nur auf das Schlechte gerichtet ist, kann ich einfach nicht ernst nehmen. Schauen Sie doch einmal Xherdan Shaqiri an oder Marco Streller. Das sind klasse Fussballer, wahrscheinlich einige der besten, die die Schweiz jemals gesehen hat.

      • Martin Locher sagt:

        Etwas Anderes, als Deine Anwesenheit bei GC-Xamax hätte ich auch nicht erwartet.

        Wie ich oben schon geschrieben habe, das Spiel war grottenschlecht. Solche Spiele gibt es halt hin und wieder – in jedem Sport – in jeder Liga.

        Ich fand GC taktisch besser als Xamax, allerdings mit schlechteren Einzelspielern – was für mich auch der Grund dafür war, dass GCs “nette Angriffsspielzüge” meistens schon vor dem Strafraum endeten.

        Man konnte bei beiden Teams ein gewisses Potential erkennen. Deshalb ging ich davon aus, dass beim nächsten Auftritt dieser Teams mehr geboten wird und war nach der – ich sags nochmals – grottenschlechten Partie auch nicht all zu enttäuscht.

        PS: Den Auftritt des GC-Einwechselstürmers Paiva werde ich übrigens auch lange nicht vergessen.

      • Daniel Odermatt sagt:

        Ich war letzte Woche bei GC-Servette und Luzern-Lausanne. Nach der Rosskur am Hardturm kam mir Letzteres wie sehr hohe Ballkunst vor, aber den Pfiffen aus dem Publikum an bin ich mittlerweise einfach schon mit recht wenig zufrieden.

  3. Ruedi Glaser sagt:

    Die Qualitäseinbusse ist vor allem in der Berichterstattung (inkl. Tagi) vorhanden. In andern Ligen wird aus dem Gebotenen Gold gemacht … hier bringt man keinen geraden Bericht zustande.

    • Lars Huber sagt:

      Da muss ich Ihnen Recht geben Herr Glaser! In Deutschland wird selbst in das schlechteste Bundesligaspiel in der Sportschau noch Spannung reingebracht …
      Aber ich muss auch gestehen, dass ich mir noch kein einziges Spiel in der Super Leage angeschaut habe. Das Niveau ist schon seit Jahren tief und in den Zusammenfassungen habe ich das Gefühl es sinkt immer mehr …

    • KayDee sagt:

      Da bin ich auch selber Meinung wie Ruedi Gläser.
      Ich bin öfters Live in der Bundesliga spiele am anschauen (Also im Stadion) und ich habe sehr viele miese Spiele gesehen.
      Das Erlebnis vollkommen mache eigentlich die Stimmung im Stadion, obwohl schlechtes Spiel, die Stimmung war immer Top.
      Als ich dann am TV jeweils in der Sportschau das selbe Spiel in der Berichterstattung gesehen habe, musste ich feststellen, dass man einfach das beste aus dem Spiel rausgepflückt hat und einen spanennden Beitrag sehen durfte.

      in der Schweiz ist die Berichterstattung fast schon peinlich, Sportpanorama bringt alles andere als den Fussball ausführlich.
      Die Teleclub Analyse nach den Spielen ist in Folge lausiger und auch inkompetenter Moderatoren kaum zu gebrauchen.
      Wieso kann die Schweiz nicht eine Sportschau für Fussball bringen, die ordentlich aufgepeppt ist und fähige Experten von mir aus noch die Spiele analysieren? Wir zahlen alle genug BILAG Gebühren von welchem SF am meisten profitiert. Und dennoch bringen sie nur Schrott zusammen…..schade wirklich! Sogar die Österreicher haben eine gute Fussballsendung und sorry diese Liga ist sicherlich noch miserabler einzustufen als die unsere…..

      • josé bütler sagt:

        @kaydee: du sprichst es an, sf soll endlich ein fussballfenster bringen am we und zwar samstag und sonntag. aber solange ein leichtathlet sportchef bei sf ist, kannst du es vergessen. was interessieren mich reitsport, eishockey, wo sie 100 mal pro saison gegen die gleichen clubs spielen oder ol? jedem dass seine, aber sf bringt einfach zu wenig fussball. swisscom tv ist da die lösung!

        • olle sagt:

          Habe letztens eine Spielzusammenfassung auf SF gesehen. Darin wurden extra vier, fünf Fehlpässe und Ähnliches gezeigt, um klar zu machen, wie schlecht das Spiel war. Wenigstens ehrlich…

        • Patrick Zumbühl sagt:

          “eishockey, wo sie 100 mal pro saison gegen die gleichen clubs spielen”
          Da haben Sie natürlich recht: in der Super League herrscht eine riesige Abwechslung mit 10 Teams, die 4mal pro Saison gegeneinander antreten…?!

      • Nino sagt:

        @KayDee: Bin gleicher Meinung. In der Bundesliga wird eine gute Szene 10x von jedem Blickwinkel, in Zeitlupe, in 3D, mit Super Torkamera etc gefilmt.. Aus einer Torchance werden also 10, sieht natürlich super aus, ein Spiel mit tollem Niveau. Das Schweizer Fernsehen hat 1 Kamera am ungünstigsten Standort, gezeigt werden Foulspiele inkl. 5 Minuten am Boden wälzen, Eckbälle inkl. 2 Minuten den Ball bereit legen, die guten Szenen werden rausgeschnitten, 1 Torszene wird maximal 2x gezeigt, Beni Turnheer verwechselt die Spieler- und Clubnamen, der Ton und Lärm der Zuschauer wird abgeschaltet und das einzige 1 Mikrofon steht im leeren Sektor des Stadions, das Spiel verkommt zum tiefsten Niveau. Zudem muss man froh sein wenn überhaupt die Rangliste eingeblendet wird, von den Challange League spielen gibt es nicht mal die Resultate (ARD,ZDF zeigen 1. bis 3.Bundesligaspiele, alle Spiele haben im Fernsehen das gleiche Niveau….!!..). Sogar die Ösis geben sich mehr Mühe den Fussball zu verkaufen, da hat es sogar Stimmung und Ton, die Spiele sind sogar spannend, obwohl kaum besser als in der Schweiz. Auch ich bezahle Billag Gebühren, damit der CEO mit einem Porsche rumkurven kann. Also SF, gebt Euch endlich mehr Mühe!

  4. Marc sagt:

    Entschldigung, aber ihr heutiger Beitrag ist sowas von den den Haaren herbeigezogen. Langweilig, unsinspiriert, ideenlos…. Sie sind nicht besser als die von kritisierten Clubs.
    Schauen sie sich mal ein Spiel über 90 min in anderen Ligen an (Bundesliga etc.) Kommt dort 90 min. lang jeder Pass an? Natürlich wird in anderen Ligen gut gespielt, jedoch bieten dort vor allem die Top Clubs wie z.B. den von Ihnen an den Pranger gestellten Club Man. City (uuiuiui arabische Gelder) attraktiven Fussball. Schauen Sie doch mal 90min Bolton gegen Wigan an, oder Freiburg gg. Kaiserslautern. Die Kochen auch nur mit Wasser!
    Habe Sie keine kreativeren Themen? Ideen? Schade!

    • Mämä Sykora sagt:

      Oh, Bolton gegen Wigan. Liebend gerne! Da sind immerhin 23 Nationalspieler im Einsatz.

    • Mämä Sykora sagt:

      Und noch ein Nachtrag hierzu: Eigentlich ist es erstaunlich, dass Sie anscheinend gar nicht damit einverstanden sind, dass die Qualität der momentan ungenügend ist, haben Sie doch erst vor Kurzem noch hier geschrieben «Alle anderen Clubs [ausser der FCB] sind amateurmässig geführte Hobbyvereine (von Zürich über Xamax, Sion, Servette). Einfach lachhaft!» Was ja eigentlich diese These untermauern würde…

      • Marc sagt:

        Gut recherchiert! Da war jedoch vorallem von der Clubführung die Rede und nicht von der Qualität auf dem Platz. Es ist doch sonnenklar, dass das Niveau in der Super League bescheiden ist im Vergleich zu den Top Ligen (sehen sie sich doch mal nur schon die EInnahmen der Übertragungsrechte an. Dazu kommt, dass der Fussball in der Schweiz einen vergleichweise niedrigen Stellenwert hat. Ein Beispiel hierführ ist die fehlende Bereitschaft von Seite der Kantone, die Sicherheitskosten für Spiele zu übernehmen was im Ausland als selbstverständlich gilt). Obwohl man schon etwas differenzieren muss. Der FCB z.B. hält dieses Jahr erstaunlich gut mit in der CL. Absolut auf Augenhöhe mit Top Teams. Zürich spielt phasenweise anschaulich, jedoch fehlt ein Knipser. Schlussendlich ist doch entscheidend was man aus den bestehenden Mitteln “herausholt”. Und da ist der FCB Weltklasse, dass ist aus meiner Sicht klar!

  5. Thomas Gyr sagt:

    Das Niveau ist bedenklich, Einstellung und Einsatz sind es aber auch. Ein Rückblick: Sonntagmorgen, Rugby-Final in Neuseeland: Zwei Mannschaften kämpfen und spielen mit Leidenschaft, Einsatz und trotzdem werden die Regeln und die Schiedsrichterentscheide respektiert. Mittwochabend: GC-Servette. Die Zürcher schleichen auf dem Platz umher – niemand, der von sich aus zu einem Sprint ansetzt, eine Gasse öffnet. Ziel: Viel Ballbesitz, langweiliges Ballgeschiebe hinter der Mittellinie, Risiko null, Unterhaltungswert unter null. Ein spät eingewechselter Spieler bleibt nach kleinem Foul liegen, worauf ein Zuschauer meint:”Stand uf, du spilsch nanig lang!” An anderer Stätte: Eineinhalb Wochen her, Lofthouse Road, London: QPR – Blackburn Rovers, ein Spiel der Premier League zwischen Mannschaften der unteren Tabellenhälfte. Die Qualität ist nicht besonders hoch, aber hinsichtlich Intensität lässt das Spiel nichts zu wünschen übrig. Und darum ginge es: Um Leidenschaft, Emotionen, Einsatz, das Wissen der Spieler: Wir sind Profis, privilegiert, unser Hobby als Beruf ausüben zu dürfen. Davon ist zur Zeit in der Schweiz im Fussball nichts zu spüren – ausser in Partien der unteren Ligen und bei den Junioren – hier insbesondere bei den Kleinsten. Thomas Gyr, Richterswil

    • ladida sagt:

      ich frage mich wie sie das stadion der qpr gefunden haben… heisst meines erachtens loftus road.. aber hauptsache mal was reinscheissen auch wenn man keine ahnung hat. und dann diese unsäglichen rugby isch ja sowieso vill geiler as de pussysport fuessball… meine güte

  6. Mägge sagt:

    Ja Ruedi Glaser da kann ich Ihnen beipflichten was die Berichterstattung angeht (Grottenschlecht). Ist mal wieder typisch C(Z)H Mentalität; Alles, wirklich alles, schlecht reden. Ich war am Match FCB : GC und dieser war ein sehr attraktives und unterhaltsames Spiel! Wo hatte doch gleich eine gewisse Partei die meistens Wähler und wo sitzen die erwähnten Miesmacher/innen. PASST IRGENDWIE ALLES ZUSAMMEN.

  7. Andreas Kron sagt:

    So schlecht sind nun die Spiele der höchsten Liga auch wieder nicht! Gestern abend habe ich z.B. Hamburg gegen Kaiserlautern gesehen, zwar zwei Clubs, die im hinteren Teil der Tabelle in Deutschland klassiert sind, aber die mehrfachen Budgets hiesiger Clubs haben. Die Qualität des Spiels war kaum von einem durchschnittlichen Spitzenspiel in der Schweiz zu unterscheiden, nur die Zuschauerzahl war deutlich höher. Da die meisten Clubs hierzulande normalerweise höchstens knapp 10’000 Zuschauer im Stadion haben, fehlen auch hier die Einnahmen. Und den Unterschied der Ausgaben für die Sicherheit wollen wir lieber gar nicht erwähnen…

  8. RENE sagt:

    Die jungen Spieler werden in der Super League aufgebaut, lernen vieles, werden besser – und schon werden sie von ihren “geldgeilen” Spielervermittler ins Verderben, sorry ins Ausland, gelobt. Dort spielen sie ab und zu bevor sie dann bei den Mannschaftsaufstellungen nur noch unter “Ersatz”, “nicht im Aufgebot” oder “verletzt” aufgeführt sind. Diese Spieler sind dann die Leidtragenden, währenddem der Vermittler abkassiert hat. Meiner Meinung nach sollten vor allem die Eltern der jungen Spieler etwas mehr mitreden, haben sie dieses “Spiel” doch schon zig-mal erlebt in den letzten Jahren. NB. Es gibt jedoch ab und zu ein Spieler, der es schafft, der ist dann meistens richtig gut und macht Karriere. Die meisten Anderen werden nur älter, verbitterter und haben dann eine “wechsel”hafte Karriere, da der Vermittler ja ab und zu Geld braucht.

    • Günni sagt:

      Das ist ja das Problem; die ELTERN mischen sich zu viel ein und glauben den Spielervermittlern alles, schnelle Kohle usw.!! Vor allem zu beobachten bei Secondos^^

      • Barca sagt:

        Ein Stück weit ist das nachvollziehbar: Stell Dir vor, Du kommst als Bauarbeiter (ist ja jetzt egal von welcher Nationalität) in die Schweiz, krampfst für wenig Geld jeden Tag von morgends bis abends, es reicht immer so knapp, um die Familie durchzubringen. Dann wird das Fussballtalent Deines Sohnes entdeckt, er macht die entsprechenden Schritte, entwickelt sich weiter und steht mit 18 oder 19 in der Stammformation eines ASL Klubs und wird mit 20 zum ersten Länderspiel aufgeboten. Ausländische Klubs beginnen sich für ihn zu interessieren, es kommen Angebote. Es kommen Angebote in einer Höhe, wie Du sie mit Deinem Hintergrund und Deinen finanziellen Verhältnissen (ich spreche immer noch vom eingewanderten Büezer) gar nicht fassen kannst. Na? Da ist es doch ein Stück weit legitim, dass sich so ein Vater seine Gedanken macht und diese vielleicht nicht mehr wiederkehrende Chance packen will.

        Ich sage nicht, dass ich das gut finde. Ich finde es genau so schade, wenn Talente auf diese Weise verheizt werden und irgendwo versauern. Aber ich möchte nur aufzeigen, dass es eben auch noch andere Denkensweisen gibt. Selbst bei uns kann man sich die Frage stellen: wenn ich bei der Firma X das fünffache Gehalt angeboten bekomme wie bei der Firma XY und es sich um eine vergleichbare Tätigkeit handelt. Was mache ich dann?

  9. Kuede Borni sagt:

    Ihr vermisst Offensiv-Spektakel? Könnte auch an den Verteidigern liegen. Wir hatten schon lange nicht mehr ein derart hohes Niveau in fast allen Defensivabteilungen, auch bei “Kellerkindern”.
    Dass beispielsweise bei Sion einige spektakuläre Spieler spielen (das Energiebündel Sio, der Feintechniker Feinduno, der Stilist Obradovic oder die Tormaschine Vanczak), vergisst Mämä Sykora leider wieder mal (wer interessiert sich schon für die Westschweiz?). Aber es scheint tatsächlich so, dass durch die Ausgeglichenheit der Liga, welche wir im Moment sehen, weniger Spektakel zu sehen ist. Die Zeiten, in welchen Basel, Zürich oder noch früher GC die anderen Mannschaften auf spektakuläre Weise demütigen konnten, sind fürs Erste vorbei. Und das ist gut so. Fussball lebt eben auch von der Spannung und den taktischen Finessen. Und sonst empfehle ich Eishockey in Bern: Dort wird ein erfolgreicher Trainer entlassen, weil er zu wenig spektakulär spielen lässt…

  10. Rene Meier sagt:

    Es gibt klasse Spiele in der ASL, aber es sind nicht viele. Basel – Sion 3:3 war ein sehr gutes Spiel vor ein paar Wochen. Und es gibt originelle Einzelspieler auch ausserhalb des FCB, wie Giovanni Sio, Vancak, Vanins, Adailton, Chikhaoui, Uche, Wüthrich, De Azevedo, Yartey, Mrdja, Lustrinelli, Yakin, Yoda. Aber besorgniserregend ist, dass v.a. die Nachwuchsspieler von FCZ und GC nicht einmal in der ASL zu Leistungsträgern taugen. Es fehlt an der Persönlichkeit – sie geben Interviews darüber, dass sie in der Freizeit gerne Playstation spielen und Kollegen treffen, aber im Match schlagen sie Luftlöcher und verlieren einfachste Bälle.

    • Steffen Stoltmann sagt:

      Sorry, sie müssen ein Basel Fan sein, durch ihre FCB-Brille haben sie wohl die Leistungsträger wie Rodriguez, P. Koch, Mehmedi etc nicht wahrgenommen? ……

      • Rene Meier sagt:

        Ja doch, aber es gibt auch Schönbächler, Barmettler usw.

        • Remo Nydegger sagt:

          Müssen ja tolle Leistungsträger sein, wenn man um Platz 8 rumgurkt?!
          Nein, das hat nichts mit Fanbrille zu tun, aber die vielfach hochgelobten Jungen vom FCZ sind oftmals nur biederes Mittelmass, die selbst in der Schweiz nicht restlos zu überzeugen vermögen.
          Wenn selbst die Nati auf die beiden verzichten kann (Schönbächler hats bis jetzt nichtmal in die U21 geschafft, Barmettler ein einziges Mal im 2009 in einem Freundschaftsgingg), so spricht das definitiv nicht für besagte “Leistungsträger”.

          Die einzigen zwei, die wirklich überzeugen sind Mehmedi und v.a. Rodriguez (z.Z. wohl bester Links Aussen in der Schweiz). Aber selbst die kriegen bei internationalen Spielen zu oft kein Bein vors andere (siehe z.B. die beiden Bayernspiele oder die laufende EL).
          Ein Shaq oder ein Stocker sind da schon mehr als eine Stufe weiter… Und das hat definitiv nichts mir Fanbrille zu tun.

      • Mano sagt:

        ausser FCB…lesen und vorallem verstehen ist glückssache…

    • Kahn sagt:

      Mehmedi und Klassespieler?? Da muss aber noch einiges mehr kommen. Ein Stürmer wird nach Toren gemessen und wenn ich sehe welche beste Chancen dieser auslässt dann kann man dies nicht als Klasse bezeichnen. Die Vermarktung der Spiele ist ein wichtiger Punkt. Wenn ich gestern das Spitzenspiel 2. BULI Fürth-Braunschweig gesehen habe, magere Kost, warum: Wenig Zuschauer. Ein Fussballspiel mit 30-80 Tausend Zuschauer kommt einfach viel besser rüber als ein Spiel z.b. im Letzi mit 4000 Zuschauer.

  11. Daniel Zürcher sagt:

    Bei den GC-Spielen wird doch einiges an Spektakel gezeigt. Zum einen ist die Defensive so löchrig, dass auch schlechte Mannschaften zu Toren kommen, und auf der anderen Seite spielt sich GC wunderbare Chancen raus, wie kaum eine andere Mannschaft hierzulande, nur leider machen sie die Tore schlussendlich viel zu selten. Aber den Zuschauern werden Tore (für die Gegner) und super schöne Spielzüge (von GC) geboten. Zuletzt gesehen gegen Basel. Aber eigentlich ist das gebotene in der Liga schon tragisch langweilig. Von einem FCZ oder YB hätte man schon mehr erwarten dürfen…

  12. Enzo Schumacher sagt:

    Der Qualitätseinbusse im Schweizer Fussball ist gerade diese Saison auf breiter Ebene zu sehen. Das ist auf dem Platz so, es ist auch bei vielen Clubs auf der Teppichetage so, es ist aber auch – wie Ruedi Glaser richtig bemerkt hat – in vielen Medienhäusern zu beobachten. So schlecht wie viele Spiele sind, so miserabel sich einige Club-Bosse (Sion, Xamax) aufführen und sich Liga-Verantwortliche auf der Nase herumtanzen lassen, so schlecht ist auch die Berichterstattung über “unseren” Fussball. Im Print-Bereich trauere ich immer noch etwas einem Qualiätsmedium wie dem “Sport” nach, wo ausgewiesene Fachleute die Matchberichte schrieben. Heutzutage ist das ein teilweise furchtbares Jekami – gerade im Online-Bereich. Ausserdem ist die TV-Abdeckung mit CH-Fussball sehr bescheiden, was Qualität UND Quantität angeht. Sogar der Fussball in Österreich wird besser vermarktet und medial präsentiert!

  13. #10 sagt:

    Ich habe diese Saison bisher nicht allzuvilel Spiele live-live in Stadien in Zürich und Sion verfolgt, einige am TV, möchte aber Mämäs Befund dennoch ein Stück weit widersprechen. Der Eindruck der qualitätfreien Liga rührt m.E. (zumindest) teilweise von zwei Phänomen her:

    1) der mediale Hype um Sidelines des Fussballs beeinträchtigt das Interesse für das eigentliche Spiel.

    2) daraus folgernd: es reden zuviele über “Fussball”, die von Fussball nichts verstehen.

    Zu eins: Das grösste mediale Echo aus dem Fussballbetrieb fanden in den letzten Monaten Tumulte und Randale und daraus die Diskussionen über Verantwortung für und (repressive) Massnahmen gegen die Gewalt in und um die Stadien herum. Damit wurde beim harmlosen Normalo-Zuschauer gewissermassen eine Erwartungshaltung geschürt, die ihn ablenkt vom Geschehen auf dem Rasen. Er ist optisch unkonzentriert. – Die zweite Sideline betrifft Personalia: wir werden überflutet von persönlichen Notizen zu einzelnen Spielern¨und Trainern (Verträge, Verletzungen, Wutausbrüche, Eheschliessungen, Trennungen, Frisuren, Autogeschichten… etc. etc.). Die Akteure, welche herausragen aus dem Mittelmass, tun dies nicht mit fussballerischen Mitteln.

    Auf der anderen Seite ist kaum ein Journalist mehr in der Lage, das Spielsystem einer Mannschaft so zu beschreiben, dass alle Mannschaftsteile angemessen berücksichtigt werden. Die Defensiven sind generell mal Unerwähnbare, es sei denn sie “pfuschen” wie etwa Milan Gajic, den der TA heute doch tatsächlich zum Eigentor-Schützen abqualifiziert, weil er das Pech hatte, sich bei Yakins Freistoss in die Mauer zu stellen und dort angeschossen zu werden… Okay, wir leben in der Ära von Messi, Ronaldo, Rooney, Gomez etc. und die CL-(Vor)berichterstattung wirft sich mit Insbrunst und frei von einordnendem Sachverstand auf all die Stürmer… damit auch der letzte Ahnungslose vielleicht noch einen Bezugspunkt findet zum Spie.l

    Im Resultat aber färbt das alles ab auf die Wahrnehmung des Zuschauers: er sieht noch den Strafraum. Und die Kurve. Sonst nichts.

    Noch etwas: man lasse sich von den flott geschnittenen Zusammenfassungen aus den grossen Ligen nicht bleenden. So ein Buli- oder Premier-League kann auch recht langweilig sein. Aber Fehl- und Rückpässe sind dort tatsächlich seltener.

  14. Ursi sagt:

    Na ja so schlecht sieht es nicht aus. Auch in der BL sieht man nicht überzeugende Fussballspiele. In Spanien hat es genau 2 Clubs die was bieten und den Rest kann man vergessen. Was England betrifft, sie waren immer ein Augenschmau völlig anders als alle Ligen in Europa. Man sollte auch manchmal nachsichtig sein.

  15. Henry sagt:

    Teilweise einverstanden. Allerdings wird Fussball im Letzigrund immer als Trauerspiel empfunden, fehlt doch die Stimmung ausserhalb der Fankurve vollständig. Aber auch in der so hochgelobten Bundesliga ist ausser bei Bayern und Dortmund eher Tristesse angesagt, was jedoch durch die viel besseren Kommentatoren und das lautstarke Publikum nicht derart auffällt.

  16. marc sagt:

    Sorry, ich schaue schon lange keinen Schweizer Fussball mehr! Eintritt in ein Stadion würde ich schon gar nicht bezahlen.Das Niveau ist einfach schlecht, sehr schlecht ! Ich möchte mal schauen welche Schweizer Klubs überhaupt noch in der 1. Deutschen Bundesliga bestehen könnten, von Spanien müssen wir gar nicht reden Basel ist noch der einzige Klub der von der Leistung und Struktur etwas darstellt. Man müsste sich mal ernsthaft Gedanken machen, was man ändern müsste, aber in der Schweiz dauert es halt ziemlich lange!

  17. Hans Glatt sagt:

    Warum wird unsere Liga immer so schlecht gemacht? Ich schaue mir jede Woche 2 BL Spiele und 2 SuperLeague Spiele live an und wenn in der BL nicht gerade Bayern oder Dortmund spielt ist das Niveau auch nicht besser als in der Superleague, FCB, FCZ, YB, Luzern, GC spielen meistens ganz schönen Fussball auch von Sion, Servette und Xamax waren schon ganz ansehnliche Spiele dabei und Thun war solange Andrist dabei war ebenfalls eine Attraktion und wenn man an die Euroleague Auftritte von Lausanne letzte Saison denkt dann kann Lausanne eigentlich auch nich so schlecht sein wie es der aktuelle Tabellenplatz erahnen liesse. Mir gefällt die SuperLeague und dass man International mithalten kann haben der FCB und der FCZ diese Saison ja schon bewiesen.

  18. Marcel Meier sagt:

    tja
    habe gestern das spiel in zürich auch gesehen für 70.- (exkl. sbb), da “mein” fcl schon mal da oben ist.
    was soll man zu so einem spiel sagen… nicht wirklich toll, auch für ausgefuchste taktikfans zum gähnen.
    hab mich dann auch fast ein wenig fremdgeschämt (trotz neutralem schal).

    überhaupt stellt sich leider die frage, wieso der fcl da oben steht. nur das unvermögen der anderen ist ja nicht die “schuld” des fcl.
    knackt endlich diesen beton, dann muss sich auch yakin was anderes einfallen lassen. solange das system erfolgreich ist und die mannschaften mit den besten verteidigungen erfolgreicher sind, als mannschaften die wie gc offensiver spielen, wird sich nichts ändern.
    ps. mir gefällt das stadion letzigrund, auch wenn es mit fussball nichts zu tun haben will.

  19. Sacramento sagt:

    Als Jahreskartenbesitzer des FCB muss ich sagen, dass die Qualität der Mannschaften bestimmt nicht abgenommen hat. Ich mag mich noch gut an Interviews aus der Ära Gross erinnern, als Spieler wie Huggel und Streller im Interview gesagt haben: “heute haben wir nicht gut gespielt, trotzdem haben wir gewonnen. Das ist die Hauptsache”. Diese Zeiten sind definitv vorbei. Auch wenn der FCB einmal nicht gewinnt, gibt es immer wieder technische Einlagen, die für Fans, die die Zeiten der Schützenmatt miterlebt haben, ein unglaublicher Traum darstellen. Der FCB hat sich die letzten 10 Jahre stetig weiter entwickelt. Das Spiel gegen MANU (ich war live dabei) war für mich übrigens die Krönung. Andere Behauptungen zeugen nur von Neid, Neid und nochmals Neid!

  20. Franz Melliger sagt:

    Hmm, spektakuläre Spieler sucht man momentan in der ASL also vergebens. Wie hiess doch noch gleich dieser bullige kleine Basler, der Name will mir partout nicht einfallen, mit einem gewissen Flair für Tempodribblings und satte Weitschüsse?

  21. Rolf Wittwer sagt:

    Jeder FC will doch gewinnen, deshalb kommt Verkrampfung auf, diese zeigt sich dann eben in Fehlpässen, unnötigen Fouls und Dingen, welche den Spielfluss hemmen. Ist nicht bloss ein CH-Phänomen!
    Zudem wurden alle Aktiven und Passiven, auch in dieser Saison, bereits x-mal geduldeten Fehlentscheiden von Schiris (trotz Linienbeihilfen) ausgeliefert, was zur Qualitätshebung auch nichts beiträgt (Spielfluss).
    Der frühere berüchtigte Catenaccho in Italien oder selbst der damals in den Himmel gelobte “Schweizer Riegel” waren alles andere als attraktiver Fussball.
    Ich bin der Meinung, das Trainingseinheiten der Klubs viel mehr spielerische Elemente aufweisen sollten. Mit Krafttraining, Gewichte stemmen, 40 mal 30 Meter Sprints und anderen Substanz kostenden Übungen, kann sich z.B. kein gepflegtes und schönes Direktpassspiel entwickeln. Trainingsspiele sind das beste Training! Den Spielern sollte zudem die Möglichkeit gegeben werden sich an jeder Position einmal auszuprobieren. Bestimmt gibt’s da Nachholbedarf
    Dann gäbe es keine Kommentare wie z.B. in etwa: “Der FCB-Spieler Park rannte als Aussenverteidiger an der Seitenlinie auf und ab, als wären ihm Seile umgebunden.” D.h. doch klar, dass ihm mehr Freiheiten zugestanden werden sollten!
    Da liegt der Hase im Pfeffer!

    • Andi Meier sagt:

      Naja, zu Park: Das ist halt ein Teil der Taktik des FCB. Die Aussenverteidiger schalten sich in den Angriff ein, damit die die Flügelspieler auch in die Mitte ziehen können. Als Verteidiger geniesst man halt weniger Freiheiten, weil die defensiven Aufgaben Priorität haben. In einer Vierer-Kette kann nicht jeder machen, was er will.
      Natürlich besteht im spielerischen Bereich grosser Nachholbedarf, aber auch die Kraft und Schnelligkeit dürfen auf keinen Fall vernachlässigt werden. Denn auch da sind die grösseren Ligen viel anspruchsvoller.

  22. Cris Vetsch sagt:

    Dass Luzern mit seinem grauenhaften Betonfussball oben steht, ist tatsächlich nicht gerade ein Qualitätsmerkmal.

    • Barca sagt:

      @Cris
      Man kann über den Spielstil einer Mannschaft geteilter Meinung sein. Wenn es aber um’s Thema Qualität geht, ist das wieder eine andere Geschichte. 8 Gegentore in 14 Spielen, davon ganze 4 aus dem Spiel heraus, erachte ich durchaus als Qualität. Sie werden nirgendwo, in keiner Liga der Welt, eine Mannschaft an der Tabellenspitze antreffen, welche keine stabile Defensive hat. Das ist nun mal das A und O und die Basis, um erfolgreich zu sein. Ob dies nun attraktiv ist oder nicht, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Auch ich wünschte mir zuweilen mehr Offensivspektakel, zumal ja mit Spielern wie Hyka, Winter, Ferreira sehr schnelle Leute bereitstehen und sie auch schon bewiesen haben, dass sie es ja können (3-1 gegen Basel, 3-1 gegen FCZ, 3-0 auswärts bei Xamax, 2-0 gegen Sion).
      Schlussendlich stellt sich für jeden Trainer die Frage: lasse ich offensiv spielen und verliere jedes zweite Spiel mit 2-3, oder 3-4, oder verlasse ich mich in erster Linie auf eine Top Organisation in der Verteidigung und schlage bei Bedarf zu und habe damit Erfolg? Ich denke, das hängt auch mit den vorhanden Ressourcen zusammen. Der FCL ist vom Budget und von der Breite und vom Potential des Kaders her höchstens an 4. oder 5.Stelle (nach Basel,YB,Sion und Zürich).

      Generell gesehen würde ich nicht aufgrund dieser letzten Runde gleich alles schwarz malen, was die Super League anbelangt. Es gab doch auch viele torreiche, attraktive Spiele in letzter Zeit (1-4 bei GC-Servette, 4-1 bei FCB-GC, 4-1 bei YB-LS). Dazu ist der Schnitt von 2,74 Toren pro Spiel in dieser Saison sehr passabel. Was auch noch interessant ist: Es gab bisher mehr Auswärtssiege als Heimerfolge, was sicher auch für die Spannung einer Liga spricht. Thema Ausgeglichenheit.

  23. Sacramenta sagt:

    Kurz gesagt: der ASL fehlt es an Spielintelligenz. Eine Folge der Nachwuchsförderung für Spieler ausländischer Fussballclubs.

  24. Weber Walter sagt:

    Diesem Titel gibt es nun wirklich nichts beizufügen! Ergänzend dazu möchte ich jedoch noch festhalten, dass dafür das grenzenlose Gugus rund um den Fussball, extrem zugenommen hat. Die Fussballprofis werden nicht mehr als Sportler, nein nur als Supermenschen, oder wie in den Kommentaren der Medien immer wieder erwähnt, als Superstars wahrgenommen. Jede Person welche im täglichen Leben zur Arbeit geht, hat mindestens 1 x im Jahr ein Qualifikationsgespräch und einer der Hauptkomponenten in diesem Gespräch ist die Sozialkompetenz! Wo um alles in der Welt, gibt es bei den Grossverdienenern, auch Fussballspieler genannt, den Faktor Sozialkompetenz? Es beginnt schon beim Eilnlaufen – Warum muss mann den Vollprofis gelb, grüne, rote, blau oder sonstige Hütchen auf den Rasen stellen, respektive einen Hilfstrainer dazustellen, damit diese Profis ein paar Übungen, welche sie not à bene im Training bereits 1000 x ausführten, absolvieren können? Vor einem Auswärtsspiel in Neuenburg, Distanz 74,9 Km muss man am Vortag mit dem Team in der Nähe Neuenburgs in einem Hotel übernachten! Man hat ein neues Stadion mit x-beliebigen Konferenz- oder sonstigen Räumen und geht mit Erwachsenen Männern, vielfach auch Familienväter, auf eine exclusive Schulreise in ein Hotel! Wenn ein Profifussballer zu Hause nicht weiss, was er Essen darf und wie er sich zu verhalten hat, so hat er ausser dem hohen Salär, den falschen Beruf gewählt. Man kann sich mit einer entsprechenden Sozialkompetenz und Verantwortung auch selber auf eine Spitzenleistung vorbereiten. Für alle Leute die mir jetzt widersprechen werden, hier noch ein markantes Beispiel für meine These. Anlässlich der Euro, wurde während des Jugoslawienkrieges die Mannschaft aus dem Kriegsgebiet von der Euro ausgeschlossen und Dänemark wurde nachnominiert. Die meisten Dänischen Speler rückten direkt aus dem Urlaub und ohne jegliche Vorbereitung mit den komplt. Familien zur Euro ein und wurden einen Monat später Europameister! Auch Berti Vogts mit seinem Sexverbot für bestandene Männer und Spieler, grüsst freundlichst! Kehren wir doch zurück zur Normalität und übertragen wir den gestandenen Männer die nötige Verantwortung! Ich bin von meiner These “zurück zur Normalität” restlos überzeugt. Fährt man mit dem aktuellen Gugus ohne wenn und aber weiter, so wird man in Kürze jedem Spieler noch einen Stadionführer zur Seite stellen müssen, damit er die Toilette oder die Dusche ohne Probleme findet!

    • Pedro sagt:

      Na ja, das sind eben KEINE gestandenen Maenner, sondern verwoehnte, faule, dumme (z.B. Buerki) Goofen, die nicht wirklich etwas aus ihren Talent machen. Wer hat beim FCZ schon einmal gesehen, dass ein Spieler nach dem Training freiwillig noch eine halbe Stunde Flanken, Freistoesse oder Torschuesse uebt? So etwas machte einen Beckham zum Flankengott.
      Zuerst brauchen die einen Tritt in den Allerwertesten… oder zwei… oder drei 😉

  25. Joe sagt:

    …dass der FC Luzern am Sonntag mit einem Schuss auf’s Tor noch maximal belohnt wurde (99% Glück und 1% Pomade) wird selbst dem Fussballgott ein höhnisches Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Das Rezept von Murat Yakin war wohl folgendes: Erste Hälfte, versammeln aller Spieler in einem Streifen, der vom Fünfmeter-Raum bis zur Mittellinie reicht. Dort dem FCZ-Mittelfeldspielern 4, 5 mal kräftig hinten reintreten (warum dies erst nach der 10. Wiederholung mal gelb gab bleibt ein Geheimnis des – nicht zum ersten Mal – unterirdisch pfeifenden Refs). Und abwarten.

    Zweite Hälfte: Den ganzen Pulk um gefühlte 20 m weiter nach vorne verschieben und dort das gleiche machen lassen. Das Resultat? Furchtbarer Antifussball über weite Strecken. Da der südseitige Linesman in nicht weniger als 5 Fällen falsche Offside-Entscheidungen (gegen beide Teams, 2 mal bei gefährlichen FCZ-Angriffen) abwedelte oder eben nicht abwedelte krönte die Chose.

    Das Resultat? Ein furchtbares Spiel, das über ca. 80 Minuten beste Antiwerbung für den Schweizer Fussball bot. Danke, Murat.

    • Kahn sagt:

      Der FC Luzern hat in dieser Saison schon sehr gute Spiele geboten. Nun hat man mal ein schlechtes Spiel gemacht in Zürich, trotzdem 1 Punkt geholt. Und schon sagt man: Der FC Luzern spielt schlecht. Also mir machts Spass an die Spiele im St. Jakob Park zu gehen. Letztes Spiel gegen GC war super. AUch GC hat toll mitgespielt.

    • Markus Benz sagt:

      Aber Aber Joe, wenn schon bei diesem Spiel auf Luzern einpreschen dann bitte auch auf den FCZ. Dieser hat in der 2. Halbzeit rein gar nichts mehr gezeigt. Lausanne und Xamax haben in etwa in der Swissporarena gleichen Fussball geboten und Luzern war absolut unfähig was kreatives zu leisten. Die Kunst ist es als Heimmannschaft diesen Bann mit leidenschaftlichem Fussball zu durchbrechen. Zugegeben da kann Luzern im Moment nicht (mehr) viel bieten aber Zürich wohl auch nicht. Liegt dies jetzt an dem schlechten Fussball von Luzern oder Murat? Ne wohl eher auch an der Unfähigkeit vom FCZ mit cleverness anzugreifen und eine starke Defensive zu druchbrechen. Ich gebe zu attraktiv als Zuschauer ist dies nicht. So in etwa ist Griechenland Europameister geworden, Mauern und vorne ein Tor schiessen, mal mehr oder weniger mit Zufall. Letzte Saison durfte ich ein super Spiel sehen zu Hause gegen Basel, Offensivspektakel, viele Tore und am Ende haben wir mit Luzern doch noch verloren. Da fragt sich der nicht erfolgsverwöhnte Fan was ist besser, gut spielen und verlieren oder so? Ich denke eine Mischung wäre ideal. Gegen Basel als Beispiel spielt doch jede Mannschaft mit 9 Defensivspielern, nur Basel hat die spielerische Qualität (auch auf der Bank) um diese Mauer zu durchbrechen. Ist dann erst einmal das erste Tor gefallen gehts ab. Nebenbei erwähnt, wenn ich mir die vielen CL Spiele so anschaue schlafen mir regelmässig die Füsse ein mit sog. Topmannschaften. Auch Spiele zwischen Barcelona und Real Madrid waren des öfteren El Schlafico als El Classico.

  26. E. Mösch sagt:

    Ich bin gleicher Meinung. Oft habe ich den Eindruck, das die Spieler in einer Manschaft, sich garnicht “kennen”. Die Torabschlüsse
    in den 2 Stock, sind der Super Liga nicht würdig.

  27. El Duderino sagt:

    Also, ich finde, Basel spielt ziemlich attraktiven Fussball…
    Vieleicht bin ich ja kein Experte, aber da scheint mir ein bisschen viel Schwarzmalerei im Bericht zu stecken…

  28. Die verlorene Qualität der Super League“?? Die war noch nie besser- bzw. schlechter!!

    Dass alles so schlecht rüber kommt ist kein Wunder wenn man so die Berichterstattungen des SF1/2 sieht, die reinste Katastrophe! Schickt die mal auf ein Praktikum nach Deutschland um zu lernen wie man Fussballspiele (auch Schlechte) verkauft!

    Zweitens; (ich wiederhole mich zum X-mal) der SFV, jeder Chüngelzüchterverein ist besser organisiert! Die gesamte Darstellung dieses Verbandes ist eine Zumutung, da müssten mal die Grossvereine ein Machtwort sprechen!!

    Siehe letzte Meldung von Heute…
    Unglaublich, aber wahr: Auch 30 Tage nach der Letzi-Schande hat die Liga noch nicht entschieden, wie das Spiel gewertet wird. Jetzt zeichnet sich ab, dass es auch diese Woche kein Urteil gibt. Disziplinarrichter Daniele Moro: «In den nächsten zwei Wochen sollten wir einen Entscheid zum Zürcher Derby haben.» Warum dauert es so lange? Moro: «Der Fall ist sehr kompliziert. Deshalb sind noch weitere Abklärungen notwendig.

    Hier kann man nur noch sagen, die Gedanken sind Zollfrei!!

    Und letzlich betr. der Qualität, es sind in den letzten zehn Jahren immer die gleichen 2 bis 2 Mannschaften die das Geschehen prägen, da besonders der FC Basel der auch europäisch einigermassen mithalten kann. Spricht ja wirklich nicht für die Liga wenn der FCB trotz CL-Belastung an der Spitze steht. Ohne Belastung wirds noch krasser, dann wirds ein Alleingang.

    • Martin Locher sagt:

      Ich kann Ihre Aufregen, betreffend des noch nicht gewerteten Spiels nicht verstehen.

      Es gibt bald eine ganz lange Winterpause, weshalb die Verzögerung auf den Ausgang der Meisterschaft keinerlei Einfluss hat. Die Planung der Transferperiode im Januar.ist ebenfalls nicht von der Wertung des Spiels abhängig. Beide Klubs wissen, wo es hapert. Bei GC im Tor, Verteidigung, Mittelfeld und Sturm. Beim FCZ im Tor, Verteidigung, Mittelfeld und Sturm.

      • Martin Locher sagt:

        Aufregung soll das heissen. Ist schwierig gleichzeitig zu bloggen, mit Arbeitskollegen Gespräche über Omar Konde (spielt im Thailand beim FC Tot haha einfach zu lustig) ect zu führen und dazu noch seriös arbeiten.

        • Ich finde es ist eine Prinzipsache, weniger wegen den Punkten egal für wen, sondern mehr was geschieht mit den Spielen sprich Hochrisiko, Geisterspiele etc…! Es kann nicht sein dass der FCZ seine weiteren Spiele ohne Sanktionen durchführen kann und andere sprich der FCB(in Vergangeheit) innert kürzester Zeit zu hohen Bussen und halben Geisterspiele verurteilt wurde.

          Noch etwas, falls der CC vor der EU recht behält, was passiert mit den verlorenen Spielen des FC Sion, wo sie ohne ihre sechs gesperrten Spielern in der Meisterschaft angetreten sind?? Mit grösster Wahrscheinlichkeit gibt es keinen Meister, oder es wird am grünen Tisch gegen ca. 2013 entschieden!!

          • Martin Locher sagt:

            Guter Punkt. Den FC (Un-)Sitten hätte ich auch noch erwähnen können. Untersteicht meinen Punkt nämlich sogar noch.

            Mein Prinzip ist eher, dass man eine Sache gründlich untersuchen soll, wenn man die dazu Chance hat. Und genau diese hat die Liga in diesem Fall.

          • DAM sagt:

            @André Aenishänslin
            Im Fall Sion wird es so oder so Chaos geben. Wenn CC Recht behält, wird er die Spiele, die ohne besagte Spieler bestritten wurden, nachholen wollen. Wenn er aber nicht Recht erhält müssten ja dann alle Spiele mit den 6 Spielern anders gewertet werden.

          • Hans vom Hübel sagt:

            @André Aenishänslin: Hat der FC Sitten diese Spiele, in denen die besagten Spieler nicht im Aufgebot waren unter Protest absolviert? Ansonsten hätte ein positiver Bescheid für Sion keine Konsequenzen für die restlichen NLA-Teams. Anders liegt die Sache im umgekehrten Fall…

          • @DAM
            Da haben Sie vollkommen recht, das habe ich vergessen zu erwähnen! So oder so, CHAOS PUR!!

  29. Steiner Matthias sagt:

    Nicht immer alles so schlechtreden. Die Kulisse macht viel aus. Wenn sich in einem Stadion 10’000 Leute verirren, die in der Kälte vor sich hinbibbern, dann gibt das für ein Fussballspiel einen anderen Rahmen ab, als wenn im San Siro vor 80’000 die Post abgeht. Dort fallen Fehlzuspiele, verdeckte Fouls und Unvermögen taktischer Natur eben in der knisternden Athmosphäre nicht auf.

    Das PRODUKT Fussball wird von Liga und Medien im Ausland perfekt verkauft. Bei uns berichtet ein dilettantischer Staatssender vorab über Pyro und ein bisschen Randale, und zwielichtige Klubbosse von Nirgendwo halten die Presse auf Trab. Der eigentliche Sport kommt medial zu kurz, und wird von einer amateurhaften Liga (Spielplan, Disziplinarentscheide) mies vermarktet!

    Schade! Denn die Schweiz hat viele talentierte, junge Spieler, die, anders als früher die alternden ausländischen Diven (Altobelli, Netzer), auch international für unser Land für Furore sorgen. U-21 EM schon vergessen? Shaqiri, Rodriguez, Koch, Xhaka spielen alle hier!

    Wie soll eine miese Liga denn einen Finalisten einer EM hervorbringen?????

    • Mämä Sykora sagt:

      «Wie soll eine miese Liga denn einen Finalisten einer EM hervorbringen?????» – Eine erfolgreiche Nachwuchsmannschaft ist kein Indikator für die Qualität einer Liga. Hier 5 andere Vize-Europameister an der U21-EM der letzten paar Austragungen: Serbien, Ukraine, Tschechien, Griechenland. Man könnte es sogar drehen und die These aufstellen, dass die Schweiz genau deshalb so gut ist bei den Junioren, WEIL die Liga nicht so stark ist und somit alle die Nachwuchsspieler sehr viel Einsatzzeit und viel Verantwortung bekommen, während sie in grossen Ligen keine Chance auf Ernstkämpfe haben.

      • Matthias Steiner sagt:

        Das ist wieder ein Vergleich. Griechenland war übrigens 2004 Europameister bei den “Grossen”. Wie kommgt es dann, dass Vetreter unserer Kirchenmausliga immer wieder, und immer öfter,gegen Vertreter grosser Ligen gut aussehen, oder diese sogar schlagen? Basel vs. Celtic, , Liverpool, Valencia, La Coruna, Juve, ManU, AS Roma, Werder Bremen etc.

        FCZ vs. Milan
        GC vs. Ajax
        Sion vs. Celtic

        Wenn unsere LIga soooo schlecht wäre, würde dies nicht passieren, und wir freuten uns schon ab einer 1-0 ehrenvollen Niederlage wie in den 70-ern. Tun wir aber nicht. Auch wenn Siege gege Grosse logischerweise die Ausnahme sind, was aber mit den Budgets zu tun hat. Bei Benfica z.B. spielt kein einziger Portugiese, sondern Stars aus Brasilien und Argentinien. Ich könnte mich mit so einer Mannschaft nicht identifizieren.

        • Mämä Sykora sagt:

          In den 70ern waren diese Erfolge noch häufiger als jetzt. GC stand im UEFA-Cup-Halbfinale und im Meistercup-Viertelfinal, der FCZ im Meistercup-Halbfinale, Servette im Viertelfinale des Cups der Cupsieger. Davon sind wir heute sehr weit entfernt, natürlich vor allem darum, weil die Grossen in Europa heute viel bessere finanzielle Möglichkeiten haben.
          Es ist aber in der Tat erfreulich, dass die Spitzenmannschaften dennoch immer mal wieder eine Überraschung schaffen. Nur sind internationale Spiele die Ausnahme, der Alltag heisst Super League. Und das gibt es selten bis nie solche Spiele zu sehen wie Basel-Liverpool.

          • Nino sagt:

            @Mämä: Sie glauben selber nicht was Sie schreiben, alles volle Provokation! Fakten: 1/ In den letzten 30 Jahren noch nie einen so hohen Zuschauerschnitt wie in dieser Saison. 2/ Es ist unsinnig die 70er Jahre mit Heute zu vergleichen, weil sich sehr viel verändert hat 3/ Nach den unerreichbaren Super-Clubs Manu, Milan, Bayern, Real, Barca kommt ein Mittelfeld, da sind wir nahe dran bis voll dabei (war früher nicht so…). 4/ EM-,WM- und CL Qualifikationen in den letzten 15 Jahren waren so häufig wie nie 5/ Der Nachwuchs war international bei EM- und WM’s noch nie so erfolgreich wie in den letzten 10 Jahren. 6/ Der CH-Fussball muss sich nicht verstecken und kann ausser mit Sp, D, E, I mit allen anderen Ligen mithalten.
            Ich fasse zusammen: Die Vermarktung (Medien, Fernsehen, SFV) des CH-Fussballs ist auf Niveau 70er Jahre stehen geblieben, auf miserablem Niveau. Der CH-Fussball ist nicht so schlecht wie Sie schreiben, anders kann ich mir die internationalen Erfolge und Fortschritte in den letzten 15 Jahre nicht erklären.

          • Mämä Sykora sagt:

            Eigentlich glaub ich sehr wohl, was ich schreibe. Sonst würd ich es nicht tun. Hier die Replik: 1/ Richtig. Das heisst aber noch nicht, das die Qualität besser war. Noch ein Jahrzehnt zuvor spielen selbst die Young Fellows teilweise vor 25’000 Zuschauern. 2/ Die Qualität kann man sicherlich nicht vergleichen zwischen den 70ern und heute. 3/ Früher gehörten wir ebenso zum Mittelfeld wie heute. Mal ein Sieg gegen Mannschaften wie Real (Xamax, GC), mal eine Niederlage gegen einen Zwerg. 4/ Das hat vor allem damit zu tun, dass die Anzahl der qualifizierten Mannschaften massiv gestiegen ist. Die Schweiz war nach 1966 nicht mehr an einer WM, bis die Anzahl Teilnehmer von 16 auf 24, später 32 erhöht wurde. An einer EM war die Schweiz gar nie, solange nur 8 teilnehmen konnten. Wäre die Qualifikation noch so hart wie früher, wären wir noch heute kaum jemals an einer Endrunde dabei. 6/ Darüber gibt die 5-Jahres-Wertung Aufschluss, und da bewegt sich die Schweiz auf Rang 10 bis 16, da gehört sie auch hin.

          • Martin Locher sagt:

            In den 70er spielte auch nur der Meister in der Meisterliga. Heute Möchtegern-Tschämpiens wie Tottenham, Valencia oder Schalke. Früher war es für eine gute Schweizer Mannschaft vielleicht (oder ganz sicher) einfacher ein paar Europacup-Runden zu überstehen.

            Heute darf man froh sein, wenn eine Schweizer Truppe die Qualirunden übersteht.

          • Nino sagt:

            @Mämä: Sie waren in den 70er Jahren noch gar nicht geboren. Aber Mämä hat immer Recht. Ich bin aber anderer Meinung. Nur soviel, auch der Vergleich YF in den 60er Jahren vor 25’000 Zuschauern ist toll, aber auch der Vergleich hinkt. Vor 40 Jahren war das Unterhaltungsangebot im Vergleich zu heute wesentlich kleiner, es bot sich fast nur Fussball als Unterhaltung an…! Die Schweiz Rang 10 – 16 ist nicht so schlecht, ist aber nur eine Statistik, welche eben auch nicht ganz objektiv ist, Rang 6 – 12 wäre auch realistisch. Also nicht schlecht, darum kann man den CH-Fussball nicht kleinreden. Der CH-Fussball wird immer besser, die Vermarktung ist miserabel.

          • Mämä Sykora sagt:

            Geboren war ich zwar schon in den 70er-Jahren, aber Erinnerungen habe ich keine daran. Zum Fussball von damals muss ich mich auf Aufzeichnungen und Erzählungen etc. verlassen. Das reicht immerhin schon mal, um die enorme Entwicklung mitzubekommen. Und im Recht haben geht es hier glaube ich nicht. Es ist ein Blog, da werden Meinungen vertreten. Meine subjektive Einschätzung ist die, dass die Qualität in den letzten Jahren – und damit sind nicht die 70er gemeint – abgenommen hat. Sie sind anderer Ansicht. Und das ist auch gut so. Ich bin auch nicht der Meinung, das die CH in die Nähe von Rang 6 in der 5-Jahres-Wertung gehört (die überdies nicht «objektiv» sein kann, weil lediglich Punkte gezählt werden, wie etwa in der ATP-Weltrangliste). Da sind Nationen wie Russland, Portugal, oder die Ukraine, wo (nicht nur) die Spitzenvereine Budgets haben, von denen man hierzlulande nur träumen kann. Der Unterschied zeigt sich denn auch z.B. in der CL, wenn unser Meister gegen Teams wie Benfica, Schachtjor oder ZSKA spielen muss.

      • Steiner Matthias sagt:

        “Man könnte es sogar drehen und die These aufstellen, dass die Schweiz genau deshalb so gut ist bei den Junioren, WEIL die Liga nicht so stark ist und somit alle die Nachwuchsspieler sehr viel Einsatzzeit und viel Verantwortung bekommen, während sie in grossen Ligen keine Chance auf Ernstkämpfe haben..”

        Das hiesse übrigens im Umkehrschluss, dass Spanien eine Zwergeliga hat, dermassen gut sind die Resultate deren Junioren! 🙂

        • Mämä Sykora sagt:

          Spanien ist ohnehin ein Spezialfall. Die Primera Division hat einen sehr tiefen Ausländeranteil und zudem eine grosse Breite an guten Vereinen, bei denen auch Junge zum Einsatz kommen können. Zudem gleich natürlich bei so grossen Länder die vorhande Anzahl an Talenten etwaige Nachteile bei den Einsatzmöglichkeiten zumindest ein bisschen aus.

    • Barca sagt:

      Ich kann Ihren Text zu 100% unterschreiben!

      Das Problem bei der Vermarktung ist halt das liebe Geld! Wenn man sieht, wieviel Geld in den ausländischen Ligen fliesst, was dort für Fernsehrechte etc etc ausgegeben wird, was für Beträge die Sponsoren zu zahlen gewillt sind, dann sind das im Vergleich zur Schweiz einfach Welten. Lichtjahre. Und ich verstehe ein Unternehmen, dass es ein x-Faches des Betrages zahlt, wenn es in der Allianz Arena präsent ist wo jedes Mal 69000 den Schriftzug sehen, als irgendwo in der Arena Thun vor 5000 Kiebitzen.
      Die Spiele in der Bundesliga sind längst nicht immer mitreissend. Aber der Rahmen ist ein ganz anderer. Volle Stadien, entsprechende Ambiance machen das Spiel an sich zwar nicht qualitativ besser, aber der Erlebnisfaktor ist trotzdem ein ganz anderer als er es in einem gähnend leeren Stadion ist.
      Und hier sind wir wieder bei einem anderen, leidigen Thema: Preispolitik. Ich fordere schon lange eine dynamische Preisgestaltung, wie das in anderen Ligen teils schon lange gemacht wird. Bei Spitzenspielen oder Derbies wird es etwas teurer, bei Spielen gegen unattraktivere Gegner muss es billiger werden. Es kann nicht sein, dass ich an einem eiskalten Donnerstag Abend Ende Oktober gegen Lausanne gleich viel zahlen muss wie an einem herrlichen Sommerabend gegen Basel.

      Was die reine Fussballsendung anbelangt: Diese müsste schon längstens eingeführt sein. Vollkommen unverständlich, dass man sich auf 3-4 minütige, alles andere als attraktiv aufgemachte Kurzberichte beschränkt. Hauptsache, man kann dann noch 10 Minuten über Radquer oder Segeln berichten.

      • Martin Locher sagt:

        Einverstanden bin ich mit Ihrem Punkt, betreffend dynamischer Preisgestaltung. Es ist geradezu lächerliich, dass man für Spitzenpartien nicht mehr bezahlen muss.

        Mir ist es ziemlich egal, was ein Ticket für eine Spitzenpartie (nein Mämä trotz schöner GC-Angriffe meine ich nicht GC gg Xamax) kostet. Jedoch zahle ich normalerweise Mitte Saison sicher keine regulären Summen um ein Spiel gegen des Tabellenletzten zu sehen.

        Anders sehe ich die Geschichte “mehr Fussball im SF”. Ich bezweifle, dass ein grosser Teil der TV-Beitragszahler, mehr Fussball im TV sehen möchte, wenn die Rechte dafür sehr teuer sind. Wer viel Fussball sehen will, hat zudem die Chance dies auf kostenpflichlitgen Privatsendern zu tun. Einzig störend am SF-Fussball, finde ich die seit Jahrzehnten äusserst langweiligen Kommentare des Schweizer Fernsehens. Vielleicht ist es mir auch deshalb ganz recht, wenn die Spielberichte möglichst kurz sind.

  30. Dominik H. sagt:

    Ich denke, die Superleague ist irgendwie auch ein Abbild des modernen Fussballs geworden. Richtige Spielmacher wie Hakan Yakin oder Nunez gehören leider irgendwie der Vergangenheit an. Man spielt aus einer sicheren Defensive heraus, versucht das Spiel über schnelle Flügelspieler zu leiten und sichert mit einer Doppelsechs ab. Bleibt zu hoffen, dass dies eine Momentanaufnahme des Fussballs der frühen 2000er-Jahre bleibt.

  31. Horst Knöpel sagt:

    Unsere Liga leidet in erster Linie an der Berichterstattung. Bei Sky arbeiten Fussballkenner welche aus dem grössten Bullshit noch was abgewinnen können, kommentieren neutral und objektiv. In der Schweiz redet der alte Benny noch immer über Spiele ohne zu wissen welches Team in welchen Trikots spielt.
    Fussball wird knappe 10 mins auf SF gebracht und auf dem ORF bringen sie wöchentlich 1-2 Ligaspiele.
    Mit Teams wie Luzern oder Thun wird die attraktivität nicht wirklich gesteigert, aber in dieser Liga reicht ein Torhüter und 4 Verteidiger schon fast für den UEFA Cup.
    Die besten Stürmer der Schweiz müssen mit soviel Neid klar kommen, dass sie nicht mehr für die Nati auflaufen.

    Dies und weitere Gründe sind verantwortlich wieso Fussball im TV auch so elendig Öde ist.

    • Martin Locher sagt:

      Wieviel bezahlt der ORF für die Spiele? Marktpreis oder nimmt die Liga bewusst in Kauf weniger Geld einzunehmen, damit die Klubs mehr Präsenz am TV haben?

  32. Ramon Flückiger sagt:

    Bravo Mämä!!

    Du sprichst mir aus dem Herzen, genau meine Worte!
    Die Liga ist so schlecht wie schon lange nicht mehr und da verwundert auch nicht das “unsere” Nati nicht an die EM fährt. Auch wenn 90% der Nati “Stars”im Ausland spielen, wurden ihre “Basisfussballkünste” doch von der heimischen Liga stark geprägt!

    • Barca sagt:

      Nationalmannschaft und Liga können nicht verglichen werden, bzw. aus der Stärke der Nati kann nicht auf das Niveau der Liga geschlossen werden. Ausser in Ländern, in welchen die Nationalspieler in der heimischen Liga engagiert sind. Bei uns ist das fast keiner.
      Und schon noch komisch, Herr Flückiger, dass genau einer der wenigen (Shaqiri) unserer Liga noch einer der auffälligsten ist? Wenn unsere Liga so schlecht wäre, müssten die heimischen Spieler in der Nati ja leistungsmässig abfallen. Dem ist aber nicht so, im Gegenteil. Sogenannte Leistungsträger in den ausländischen Klubs sind oft diejenigen, welche in der Nati ihr Potential regelmässig nicht abrufen können. Inler ist ein gutes Beispiel dafür, gibt aber auch noch andere.

      • Ramon sagt:

        Du hast mein Beitrag nicht ganz verstanden. Das Fussballerische “können” haben die meisten Nati Spieler in der Heimischen Liga erlernt und somit ist der Zusammenhang zwischen Liga und Nati ganz klar vorhanden!
        Und Spieler wie Shaq sind Ausnahmekönner und nicht das Resultat von unsere Super Liga. Ausserdem kann Shaq nun nichts mehr lernen oder Profitieren in der Schweiz ausser Spielpraxis…

    • Sacramento sagt:

      Das ist einfach nur Quatsch! Weil der Zürcher Fussball gerade unten durch muss wird so ein Stuss geschrieben. Vielleicht ist Zürich Down Town Switzerland, aber das Herz, das schlägt woanders!

  33. Pedro sagt:

    Es fehlt dem CH-Fussball an einfach an Intelligenz, Herz, Wille und Power. Ich kann es verschmerzen wenn mein Klub verliert, wenn ich den Eindruck habe, sie haben alles gegeben, das ist leider extrem selten der Fall.

  34. DAM sagt:

    Meiner Meinung nach müsste der Titel dieses Blogs lauten: “Die verlorene Attraktivität der Super League.” Denn auch für den Zuschauer langweilige Spiele können durchaus qualitativ hochstehenden Fussball bieten. Andererseits hatte für mich beim PL-Spiele Chelsea – Arsenal (3:5) das Abwehrverhalten beider Teams nicht das geringste mit Qualität zu tun. Schön anzuschauen war e aber zweifellos.

    • @DAM
      Attraktiv vor 4’000 bis 7’000 Zuschauern? Das Spiel alleine mit 4 bis 8 Toren vielleicht schon, aber im Gesamtpaket kommt noch das Ambiente dazu und da kann ich mir die Attraktivität beim besten Willen – u.a. im Letzigrund – nicht vorstellen!!
      Nicht zu vergessen, es wird nur über SF1 oder SF2 ausgestrahlt und da kommt es noch viel schlechter rüber!!

  35. Suruam sagt:

    Ich bin sehr angetan WIE Mämä Sikora schreibt. Als einer der nach Berlin ausgewandert ist, kann ich mir kein richtig eigenes Bild schaffen wie es um den Schweizer Fussball steht und sehe da einen der mit engagiertem Blick schaut und mir gut vermittelt was passiert. Warum die Besten nicht gut genug sind, zeigt sich auch in der Kleinkariertheit der Berichterstattung und der Fans wie gute Fussballer wie Alex Frei in der Öffentlichkeit auseinandergenommen und angegriffen werden (auch in diesem Forum).
    Apropos Alex Frei: Borussia Dortmund ist in Deutschland wegen tollem Fussball spielen in aller Munde. In der Champions League spielten sie spektakulär und verloren hochkant (0:4 gegen Marseille). Im Spiel gegen Piräus das gestern 1:0 gewonnen wurde, schien Trainer Kopp fast zufrieden das es fussballerisch nicht so gut ausgesehen hat, sie aber einmal gewonnen haben und auch einmal knapp gewonnen haben. Das Dortmund deswegen aufhört schönen Fussball zu spielen ist nicht zu befürchten. Warum? Den jungen Spielern macht das Fussball spielen grossen Spass und wenn die Freude am Spiel so stark ist, wird es auch immer wieder zu tollen Spielen kommen. In der Analyse der Partie gegen Piräus war neben Jürgen Kopp auch Matthias Sammer dabei. Man hat im Nebeneinander dieser beider Typen gut gemerkt wie der Oberlehrer Sammer es wohl niemals schaffen würde einen derartigen Enthusiasmus bei den Spielern zu verbreiten wie Jürgen Kopp. Damit legt er dieses Potential und eine unglaubliche Energie gerade bei jungen Spielern frei. Gegen Piräus gut zu sehen beim 18 jährigen Moritz Leitner. Mit mehr Enthusiasmus und optimistischer Einschätzung der eigenen Fähigkeiten wird es auch in der Schweiz wieder aufwärts gehen.

  36. Pat sagt:

    Sehr richtig. Vorallem der letzte Satz. Das die SL nicht so schlecht ist zeigen die Resultate auf intern. Parkett der letzten Jahre.
    Gegenüber der Breite der europ. Clubs haben die CH-Clubs eher aufgeholt. Gegenüber gewissen Clubs aus dieser Breite (aus Russland oder Ukraine z.B) sowie gegenüber den TopClups Europas hat man eher verloren. Das sind mittlerweile sehr gute Weltauswahlen.
    Ein grosser Nachteil in CH ist die Fernsehlandschaft.

    Es es gibt in CH immer noch zuviele, welche ihren Bünzli-Minderwertigkeitskomplex öffentlich zur Schau tragen müssen.
    Die Clubs und die Spieler glauben aber an die eigenen Fähigkeiten.

  37. Nino sagt:

    @Pat: Ich sehe das ähnlich. Mämä hat scheinbar die falschen Drogen reingeworfen, sonst würde er nicht so einen negativen Blog lancieren. Er sieht nicht, das Bayern nicht = Bundesliga, sondern auch dort überirdisch Top ist, das gleiche gilt für Manu, Chelsea, Benfica, Porto, Barca, Real, Schachtor Doneszk, ZSKA, Milan, Nikosia (!) in ihren Ländern. Der Rest ist Mittelfeld, mit diesem können wir uns jederzeit messen. Nachweislich haben die CH- Nati und Clubs in den letzten 15 Jahren grosse Fortschritte nachzuweisen. Mit Clubs wie Standard Lüttich, Celtic, Lazio, Roma oder jenen aus Schweden, Frankreich, Norwegen, Dänemark, Holland usw. sind wir doch auf Augenhöhe, von denen haben wir einige schwindlig gespielt. Die CH Clubs haben aufgeholt, leider ist die Vermarktung und das CH-Fernsehen auf dem Stand wie vor 40 Jahren stehen geblieben. Ein Vergleich, Deutsches Fernsehen, die zeigen 1.-3. Bundesliga und das Niveau ist in allen Ligen gleich hoch, das ist doch nicht die Realität, da wir getrickst und einfach gut vermarktet!

    • Mämä Sykora sagt:

      Genau. Rosarote Elfanten sehe ich, Nino. Und die sagen mir: Bei allem Respekt, nein, diese Klubs sind wahrlich nicht einzigartig in ihren Ligen. Beim besten Willen nicht. Von 10 Partien verliert jede Schweizer Mannschaft gegen Villareal, Sevilla, Malaga, Fulham, Liverpool, Tottenham, City, Sporting, Dynamo Kiew, Rubin Kazan, Zenit etc. deren 9. Und nein, wir können uns defintiv nicht mit denen messen, nur schon aus dem Grund, weil all diese Vereine ein Budget haben, das ein Vielfaches von demjenigen unserem Ligakrösus beträgt. Mit denen aus Ihrer zweiten Aufzählung hingegen sind wir – dabei nehme ich Italien und Frankreich mal aus – definitiv auf Augenhöhe, und das waren wir schon immer, das hat nichts mit den Fortschritten zu tun, die werden auch anderswo gemacht. Ein paar Rosinen rauspicken reicht nicht für Vergleiche. Man darf nicht bloss den FCB berücksichtigen, der sich gegen ManU und heute auch Benfica sehr gut geschlagen hat. Die Liga besteht aus mehreren Teams, und die messen sich im Europacup. Da scheidet auch mal YB gegen MyPa aus, GC verliert diskussionslos 0:3 zuhause gegen Dnjepropetrovsk und Luzern scheitert an Utrecht. Darum stehen wir momentan auf Platz 16 in der 5-Jahres-Wertung, während sämtliche russischen Vertreter auf Achtelfinalkurs in der Champions League sind und wie auch Portugiesen und Ukrainer die Europa League gewinnen. Nein, damit können wir wirklich nicht mithalten, so sehr ich (und meine rosa Elefanten) das wünschen würden.

      • Nino sagt:

        Mämä: Teilweise siehst Du das schon richtig, aber wir sind nicht nur die 16.beste Liga, wir sind weiter vorne. Es gibt weitere Beispiele, aber aktuell schau heute der FCB gegen Benfica. Sportlich und taktisch war der FCB wie gegen Manu auf Augenhöhe, wenn nicht besser. Das ist für mich kein Zufall. Finanziel hätte Benfica 10:0 gewinnen müssen, es wurde aber ein 1:1 ; d.h. Geld alleine macht noch keine gute Liga oder gute Clubs. Weil wir weniger Geld haben ist unsere Zukunft die Nachwuchsarbeit und die ist in den letzten 15 Jahren bis zur Weltspitze gelangt. Guter Nachwuchs kann finanzielle Unterschiede dämpfen. Mit den Topligen E, Sp, D, I müssen wir uns nicht messen, aber mit den anderen Ligen sind wir dabei.. Dein neuer Blog mit Subventionen für den Fussball finde ich gut, das würde das Niveau nochmals anheben, dann wären wir sicher unter den ersten 5-10. Der CH-Fussball ist unterschätzt, hat aber auch für mich unerklärliche Höhen und Tiefen.

  38. Geni Meier sagt:

    Qualität als Mannschaft hat lediglich Basel. Wenn der FCB sich vor CL-Spielen etwas in der SL-Meisterschaft “ausruht” ist das verständlich. Aber eines ist Tatsache: Für SL-Spiele kann manz sich nicht mehr in ein Stadion begehen, oder man “hockt” das bereits bezahlte Abonnement ab. Zum Glück bringt SF ab 2012 wieder Spiele im TV. Dann braucht man auch keine 2.50 pro Match beim Teleclub zu bezahlen und kann sich gratis langweilen. Gute Spieler existieren für die Spitzenklubs lediglich als Renditeobjekt. Billig einkaufen oder etwas in die Nachwuchsförderung investieren und sobald es geht gut weiterverkaufen. Was in den Klubs an Spielern Bestand hat, ist lediglich Durchschnitt.

  39. Buschbrenner Rudi sagt:

    Genau weil unsere Liga dermassen katastrophal ist, schlägt sich der FCB so schlecht in der CL, wie man gestern gegen Befica wieder gesehen hat. Und wer Brown oder Zarate als spektakuläre Spieler bezeichnet, jedoch die Basler Frei, Streller und Shaqiri (vielleicht sollte der Verfasser mal den Leistungsausweis von Zarate/Brown mit demjenigen der 3 genannten Spieler vergleichen) dabei nicht nennt, dem rate ich, auf seinem Gebiet eine Liga höher zu schreiben und einen Blog im Blick zu verfassen!

    • Mämä Sykora sagt:

      Gerne zum wiederholten Mal zum Mitschreiben: FCB ≠ unsere Liga.

      • Nino sagt:

        @Mämä: Die Liga und die Trainer sindt taktisch auf dem aktuellsten Stand. Sogar mit Top Teams (Manu, Benfica, Lazio, Celtic, Standard Lüttich, Roma etc.) dürfen wir uns messen und können trotz finanziellem Malus mithalten, bis sogar dominieren. Wir sind auf dem richtigen Weg (Nachwuchs). Mindestens die Hälfte der Liga ist analog = FC Basel einzustufen, der Rest ein wenig tiefer, aber taktisch sind alle Top. Siehe auch letztes Jahr Lausanne, Challange League, konnte sogar mit Top Ligen Teams mithalten bzw. hat die sogar ausgeschaltet. Ich sehe einziger Nachteil in den Finanzen, die Spîeler sind beansprucht, spielen sogar mit Bänderrissen, in Top Ligen sind alle Spieler mind. 2x gleichwertig besetzt, wenn Subventionen kämen, kann sicher auch dieser Nachteil noch ausgeglichen werden. Das Niveau der Super League schwankt zwischen Top und Flop, was finaniell erklärbar ist. Beispiel Bayern = Nationalspier raus, Nationalspieler rein, was in der Schweiz noch nicht möglich, aber als reichstes Land der Erde möglich sein sollte. Uns fehlen noch die Finanzen. In der CH-fehlt wenig für Top, der CH-Fussball wurde in den letzten 15 Jahren massiv besser. An den finanziellen Möglichkeiten und an der Vermarktung analog von ARD, ZDF + Toipligen Medien muss in der Schweiz noch stark gearbeiter werden. Gemessen an allem, die Schweiz entwickelt sich positiv.

  40. Sacramento sagt:

    Der FCB hatte einen harzigen Beginn. Aber jetzt läufts recht viel besser. Frei, Streller, Shakiri, Shaka, Zoua, Andrist, Sommer – das sind manchmal Traumszenen, die da dem Publikum vorgesetzt werden. 2 : 2 gegen MANU, 1 : 1 gegen Benfica, Sieg gegen Galati, 5 Punkte in der Championsleage. Sorry, diese Motzerei über den Schweizer Fussball ist nur peinlich!

  41. Pat sagt:

    Schauen wir doch mal wie sich der FCZ heute abend in Rom schlägt.

  42. Danilo sagt:

    Bin jedes Wochenende im Stadion und absolut gleicher Meinung. Auch mir scheint, das Spielniveau ging zurück diese und eigentlich schon letztes Jahr. Die meisten Speile sind ein Sammelsurium von Fehlpässen, Unvermögen und Zufallsaktionen. Glanzlichter gibt es immer, aber die werden eindeutig seltener.

  43. Boehn1904 sagt:

    Ich habe als deutscher groundhopper in dieser Saison meine ersten vier Super League Spiele gesehen und muss ehrlich zugeben: Mir macht der Schweizer Fussball Spaß! Ich habe die Spiele FCZ vs. Genf (ein Spiel an das ich mich mit Sicherheit erinnern werde!) sowie FCB vs. Xamax an einem und FCB vs. GCZ sowie YB vs. Lausanne am anderen Wochenende gesehen. Alles vier Spiele waren technisch anspruchsvoll, da wird mal etwas unkonservatives probiert, ein Hackentrick, ein Fallrückzieher, Dinge die in Deutschland oft auf grund taktischer Zwänge aus dem Spiel verschwinden.

    Ich sehe viele Spiele in Deutschland in allen Ligen, in allen Plätzen der Republik und bin seit meinen Schweiz-Touren sehr interessiert am Schweizer Fußball. So schlecht kann er also nicht sein!