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Die Champions League ist der Sargnagel des Fussballs

Mämä Sykora am Montag den 12. September 2011
Von der Champions League profitieren Jahr für jahr die gleichen Vereine: Ballack, Cole von Chelsea und Iniesta von Barcelona.

Von der Champions League profitieren Jahr für jahr die gleichen Vereine: Ballack, Cole (Chelsea) und Iniesta (Barcelona) am CL-Halbfinals, Mai 2009.

Diesen Dienstag geht es also wieder richtig los in der Champions League. Das Finale wird am 19. Mai 2012 in München ausgetragen. Es wird das 213. Spiel im laufenden Wettbewerb sein. Dazu kommen noch die 481 Partien, die in der Europa League gespielt werden. Macht insgesamt 694 Europacup-Partien in 10 Monaten – ein Irrsinn.

«Willst du gelten, mach dich selten» raten Grossmütter ihren Enkelinnen, denn so sollen diese für eifrige Werber interessant bleiben. Was man oft haben kann, verliert den Reiz, so die These. Bei der UEFA hält man herzlich wenig davon. Mehr und mehr soll es sein. Für die erste Champions League 1992/93 qualifizierten sich gerade mal 8 Mannschaften, zwei Jahre später waren schon 16 zugelassen, 1998 bereits 24 und seit dem darauf folgenden Jahr 32

Die daraus resultierende Flut an Spielen ist kaum erträglich. In der Königsklasse duellieren sich stets die gleichen Vereine, die auch die nationalen Meisterschaften fast exklusiv untereinander ausmachen. War ein Spiel zwischen zwei europäischen Schwergewichten vor einigen Jahren noch eine Affiche mit Seltenheitswert, an die man sich gerne und lange erinnerte, ist es heute kaum noch jemandem möglich, die vielen Begegnungen etwa zwischen Chelsea und Barcelona der richtigen Saison und der richtigen Phase zuzuordnen.

Darüber hinaus entpuppten sich die von Michel Platini grossspurig angekündigten «Reformen» als Makulatur. Diesen Versprechungen an die Adresse der Kleinen verdankte der Franzose 2007 seine Wahl zum UEFA-Präsidenten, und tatsächlich wurde die Qualifikation für die Meister einiger mittelgrosser Verbände mit dem «Champions Weg» vereinfacht. Für den Konsumenten hingegen war es eine Verschlimmbesserung: Es kommt nun zu Partien wie BATE Borissow gegen Viktoria Plzeň, während gleichzeitig als Zugeständnis an die Grossen 22 der 32 Plätze schon vor der Qualifikation vergeben sind, 13 davon an Vertreter der Top-5-Ligen. Es spielen also auch dieses Jahr wieder die ewig gleichen Teilnehmer mit, gespickt mit einigen chancenlosen Exoten, was die Gruppenphase etwa so spannend macht wie den Ausgang eines Spiels der Harlem Globetrotters.

Die Champions League ist für die grössten Vereine essentiell. Nur dank den massiven Einnahmen können sie sich die besten Spieler leisten und garantieren so, dass sie auch nächstes Jahr wieder dabei sein werden. Damit geht die Schere zwischen den Dauerteilnehmern und dem breiten Rest der Ligakonkurrenz jedes Jahr weiter auf. Um die Phalanx zu durchbrechen, braucht es schon einen Scheich wie Mansour bin Zayed bin Sultan Al Nahyan bei Manchester City. Der Rest hat keine Chance, an den Geldtopf Champions League zu kommen. Um ganz sicher zu gehen, forderte die mittlerweile aufgelöste G-14, der Zusammenschluss der wichtigsten europäischen Vereine, 2006 eine geschlossene Champions League mit den stets gleichen Teilnehmern. Noch drastischer sind die Auswirkungen auf kleine Ligen wie die unsere: Die vereinfachte Qualifikation kann dazu führen, dass ein regelmässiger Champions-League-Teilnehmer mit einem Budget operieren kann, das ihn nahezu uneinholbar macht.

Nicht nur die nationalen Meisterschaften spaltet die Champions League, auch europäisch sorgt sie für Langeweile. Vereine wie Ajax oder Benfica gehörten in den 90er-Jahren noch zur Elite, heute sind sie chancenlos im europäischen Vergleich. In den letzten 15 Jahren war Porto (in der skurrilen Saison 2003/04) der einzige Champions-League-Finalist, der nicht in einer der Top-5-Ligen spielt.

Diese Entwicklung ist bedenklich, und man sollte darauf hoffen, dass die Rechnung für die UEFA nicht aufgeht. Erst wenn die Einschaltquoten rückläufig sind, weil den Zuschauern die ewigen «Klassiker», «Derbys» und «Kämpfe der Titanen» zu Hals raushängen, wird ein Rückbau zum Thema werden. Er wäre aus zwei Gründen begrüssenswert: Fans können sich wieder auf spezielle, exklusive und seltene Partien freuen und in die nationalen Meisterschaften, namentlich die grossen Ligen, würde dank der Chancengleichheit die Spannung zurückkehren.

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111 Kommentare zu “Die Champions League ist der Sargnagel des Fussballs”

  1. josé bütler sagt:

    super beitrag, mämä! diese flut an fussballspielen ist wirklich ein problem. ich bin ja wirklich ein fussball angefressener, aber was zuviel ist, ist zuviel. und so geht es vielen konsumenten. ich beschränke mich auf die heimische liga, die nati und die klubs bei denen ch-spieler unter vertrag sind. aber jedem dass seine.

    • Brian sagt:

      @ Autor
      Grundsätzlich ein gut verfasster Bericht.
      Mit dem Inhalt bin ich jedoch überhaupt nicht einverstanden, die CL macht gerade den Reiz dieses Sportes aus. Das Geld hat schon in den 70ern eine wichtige Rolle gespielt, auch wenn damals noch nicht so herumgetrieben wurde, wie es heute teilweise Ölmenschen aus Arabien und den ehemaligen Sowjetstaaten tun.
      @ Bülter:
      Sie sind ja aber nicht zu beneiden, Sie “beschränken” Sich auf die heimische Liga, auf die Nati und auf Vereine mit CH-Spielern. Also interessiert es ihnen was der FC Muothatahl und der FC Rickenbach mit ihren CH-Spielern tun?

      Ein bisschen mehr Wissen wäre angebracht.

      • Hans Meier sagt:

        @Brian: Gleichfalls wäre bei dir ein bisschen mehr von Vielem angebracht. Jedem/r muss wohl klar sein, dass sich Bütler (nicht Bültner) damit auf AUSLÄNDISCHE Vereine bezieht, bei welchen CH-Spieler mitkicken, wie z.B. Leverkusen.
        Und Geld hat logischerweise immer eine Rolle gespielt, aber hier geht es primär um den relativen Unterschied zwischen den wenigen Grossen und den vielen Kleinen, der heute definitiv grösser ist. Wenn du die Siegerliste von damals mit der der letzten 10 Jahre vergleichst, wird dir die grössere Monotonie bei letzterer auffallen.

      • josé bütler sagt:

        @brian: ich würde mich gerne mit dir über “fussball-wissen” unterhalten, wann hast du zeit? ;o) und danke, hans meier!

    • Mike sagt:

      fussball angefressen bin ich auch und ich könnte (wenn es da nicht meine frau gäbe :-))) jeden tag fussball schauen.

      aber ja, jedem dass seine trifft es auf den punkt.

      • Meine auch... sagt:

        …. abgesehen vom Bericht: Geht mir auch so Mike – ich meine nicht nur das jeden Tag Fussball schauen, sondern auch das mit der Frau. O.K. ich gebe sie und die Kids nicht her… aber manchmal denke ich schon… so EU-Touren mit Zug, Bus und ein paar Bierchen… Was will MANN mehr… 🙂

  2. Anna Belle sagt:

    Ich habe mit der Flut keine Probleme.
    Ich schaue halt erst, wenns wirklich zur Sache geht resp. wähle mir diejenigen Partien aus, die mir gefallen.
    Vorteil: So kommen trotz allem auch mal die Kleinen zum Zuge…

    • Pedro sagt:

      Wie meinst du das: so kommen trotz allem auch mal die Kleinen zum Zug…
      Du waehlst dir ja “deine” Partien aus oder wartest bis entscheidende Spiele anstehen.
      Das ist ja bereits eine Folge des Ueberangebot von Spielen oder nicht?
      Klar kann man mit Recht sagen, ich schaue mir an was mir gefaellt, trotzdem geht wie von Mämä geschrieben, die Exklusivitaet floeten und am Ende interessiert sich niemand mehr dafuer weil alle die Schnauze voll haben.
      Und auch meine Meinung ist, dass das Geldgefaelle immer groesser wird.
      Vielleicht muesste man eine Obergrenze des Verdienst fuer eine Mannschaft einfuehren und den Rest dem jeweiligen Landesverband zur gerechten Verteilung an die Vereine einfuehren.
      Ein wenig analog zu dem Draftsystem in den USA, bei dem der letzte Verein zuerst waehlen darf.

    • Freddy Neuhaus sagt:

      Frau Belle: Vorteil: So kommen trotz allem auch mal die Kleinen zum Zuge…

      Ja genau, kleine wie der FC Thun schaffen es alle 10-20Jahre in die CL.
      Die 15 grössten(ManU, Real, ect…) sind jedoch jedes Jahr dabei.

      Wo bleibt da der Vorteil für die Kleinen?

      Die “Grossen” währen, wie im Artikel bereits geschrieben, ohne die CL-Millionen gar nicht in der Lage solche Star-Manschaften zu finanzieren. Dies wäre ein echter Vorteil für die “Kleinen”

      • Anna Belle sagt:

        @Freddy & @Pedro
        Ihr habt vermutlich recht.
        Es ist für die UEFA ein schwieriger Spagat. Einerseits müssen sie die Grossen zufrieden stellen (Gefahr einer eigenen Liga) und andererseits auf die Kleinen achtgeben.
        Das führt auch meiner Meinung nach dazu, dass die erste Gruppenphase eher langweilig wird. Zumindest dann, wenn man sich wie ich v.a. für die besten Teams interessiert. Aber für die kleinen Landesverbände ist dies trotz allem eine Riesenchance (finanziell und auch sportlich)!
        Die Champions-League ist mir jedenfalls auch noch in der heutigen Form bedeutend lieber als der damalige Meistercup.
        Bzgl. USA-Vergleich: Würde ich auch gutheissen, aber dann dürfte es nur z.B. 24 Mannschaften geben, weil es sonst keine Spitzen-Clubs mehr geben würde…

        • Pedro sagt:

          Da muss ich doch gleich nochmals nachhaken.
          Recht hast du auf jeden Fall, dass es fuer die UEFA schwierig ist. Ich bin halt wirklich ein Fan der ersten Gruppenphase, einerseits weil da die Schweizer Clubs noch dabei sein koennen, andererseits weil ich der Meinung bin da gibt es die “schoensten Spiele”, in der KO Phase nach der Gruppenspielen steht fuer alle einfach zuviel auf dem Spiel, in der Gruppenphase kann sich jedes Team eine Niederlage leisten, das fuehrt mMn zu groesserer Risikobereitschaft und demzufolge zu offensiveren Spielen. Na klar nicht immer, aber immer oefters. 😉
          Darum finde ich auch, dass ALLE Meister in die Gruppenphase muessen, auch die aus den kleinen Verbaenden, natuerlich gibt es dann mehr Gruppen mit weniger attraktiven Mannschaften, aber ich denke wenn die Kohle stimmt waeren die grossen Vereine (welche natuerlich Mindereinnahmen bei den Zuschauern haben) ebenfalls einverstanden, dafuer haetten kleinere Vereine auch grossen Zahltag. Klar wuerde die nationale Schere dann bei den Einnahmen wieder groesser, deshalb auch der Gedanke einer Geld-Obergrenze mit Verteilung an die weiteren Clubs des Landesverband.
          Und ich moechte eben NICHT einige Spitzenklubs, die mit ihrem Geld den ganzen Fussball beherrschen und die besten Spieler in ihren Mannschaften konzentrieren, sondern eben auch dass Clubs wie Ajax, Anderlecht, PSG, Benfica, RS Belgrad, Rangers, Zenit, Rapid (um nur einige aus einer Anzahl von Laendern zu nennen) und natuerlich vor allem unsere CH-Clubs mitmischen koennen. Das gaebe sicherlich reizvolle Begegnungen und eine Diversitaet die die ganze CL attraktiver machen wuerde. Was hat den ein Club wie der FCZ oder FCB gegen die “deutsche Nationalmannschaft verstaerkt” (Bayern) sonst fuer eine Chance???

  3. Ameisen Bär sagt:

    Ich finde es wie die meisten doof, dass Geld beim Fussball so viel ausmacht, bzw. immer die selben Mannschaften erfolg haben.
    aber:
    Was willst du mit deinem Beitrag aussagen? Dass die Champions Legue abgeschafft werden soll? Dass weniger Mannschaften teilnehmen sollen? Du bist ja sowohl dagegen, dass die Kleinen in der CL spielen, als auch, dass die Grossen dabei sind. Willst du denn wieder eine CL mit 8 Klubs? 8 mögliche Mannschaften: Chelsea, ManU, Barcelona, Real, Dortmund, Bayern, Inter, Lille Oder besser so: Bate, ManU, Barca, Inter, Basel, Ajax, Porto, Dortmund. ??? Wäre ja total spannend!?!

    • Mämä Sykora sagt:

      Ich würde mir eine masisve Reduktion wünschen. Eine CL mit 16 Mannschaften, zur Qualifikation zugelassen sollten die Meister und vor mir aus von den Top 4 der 5-Jahreswertung noch der Vizemeister sein. In Hin- und Rückspiel der Quali kann auch mal ein Kleiner einen Riesen ausschalten. Und der grösste Effekt: Die Topteams könnten nicht mehr fix mit den CL-Einnahmen rechnen und wären gezwungen, anders zu haushalten. Damit würden auch die Ligen wieder ausgeglichener.

      • Fritz sagt:

        Genau meine Meinung!

      • Serge sagt:

        Stimmt, sehr gut. Nur leider loest das das Problem der Abramowitschs und der Scheichs nicht.

      • Ruedi Turbo sagt:

        Ein Ansatz wäre auch, die Euroleague über die Championsleague zu quer subventionieren. D.h. das substantielle Teile der Fernseh- und Sponsorengelder, welche in der CL eingespielt werden, an die Teilnehmer der EL verteilt würden. Dadurch würde sich die Schere auch wieder etwas verkleinern.

  4. marco lamara sagt:

    entschuldigung, gar kein guter beitrag. jeder der für fussball nur ein bisschen was übrig hat, ist doch froh über diese spiele. in der sommerpause zähl ich jeden tag bis mein team wieder ran darf, sprich zuviel fussball gibt es schlicht und einfach nicht, eher ist das gegenteil der fall. ausserdem ist der fussball der in der cl gezeigt wird auf aller höchstem niveau. die besten teams der besten ligen mit den besten spielern und dann erst noch im free-tv. freue mich bereits auf morgen – barca gegen milan, solche spiele gibt es nie genug! ps: forza juve!

  5. steffen robert sagt:

    Ein zusätzliches Aergernis ist die Setzliste. Warum sollen nicht einmal zwei starke aufeinandertreffen und kleinere mit Losglück
    belohnt werden? Ausserdem geht mir das dauernde Fairplay auf den Geist. Jeder bescheisst und betrügt wann immer möglich
    – und dies nicht nur im Fussball – also was soll das, was sowieso nie ist? Sezt der Heuchlerei endlich ein Ende.

    • Brian sagt:

      Das wäre dann ein gewaltiger Widerspruch zum Bericht:
      Wenn die Qualis und Gruppen nicht mehr nach der Setzliste ausgelost werden, wie sollen dann die kleinen à la Apoel Nikosia, Bate Borisov und eurer FCZ mitspielen? Dann kicken sich bereits die Kleinen gegenseitig in der Quali raus.

      EIn Halbfinale mit Viktoria Pilsen, FC Basel, Bate und Dortmund wünscht wohl auch keiner. Wäre ein Desaster für den internationalen FUssball.

      Nur so nebenbei:

      Die einzigen Topklubs die richtig wirtschaften können sind FC Bayern München und Arsenal London. FCB FOR EVER

  6. Chris Castelmur sagt:

    Jawohl! I couldn’t agree more!

  7. Severin Brunner sagt:

    Das Problem scheint mir an einem anderen Ort zu liegen. Dass der FC Barcelona allen anderen Clubs meilenweit voraus ist. So kann man fast sicher sein, dass die anderen nicht gewinnen …. und das ist natürlich für alle nicht Barça-Fan’s extrem frustrierend … gell Mämä !!!

  8. L. Larsen sagt:

    Guter Text! Stimmt auch beim zweiten mal lesen noch genau wie vor einem Jahr.

  9. marcel finn sagt:

    Gefällt mir langsam dieser Blog. Ein weiterer kritischer Beitrag zum modernen Fussball!

  10. Hans-Ueli Letzi sagt:

    sehr guter Beitrag, ich hab hier ja auch schon mal gesagt, dass die CL den Charakter und den Sport verdirbt, das zeigt sich auch in der Gier gewisser Klubpräsident ums Verrecken in die Championsleague zu wollen und unrealistische Ziele zu stecken. (AC aus Zürich ist das beste Beispiel dafür). Die CL lenkt zudem die jungen und unerfahrenen Spieler zudem ab und sie konzentrieren sich nicht mehr auf die Meisterschaft, träumen von grossen Transfers und hohen Löhnen, halten sich bereits in der CL-Quali für Stars, auch wenn sie keinen einzigen Fuss über den anderen bringen. Gier und Grössenwahn bestimmen das Geschäft mehr und mehr. Hinzu kommen dann noch von der UEFA aufgezwungene Massnahmen wie alkoholfreies Bier und Sitzplatzzwang, als ob das etwas bringen würde. Ausser den TV-Stationen profitiert längerfristig niemand.

  11. samuel blattner sagt:

    Korrekt: “Willst du gelten, mach dich selten.”

  12. Martin Müller sagt:

    Wenn ihr echten Sport für echte Kerle sehen wollt, dann empfehle ich euch die gerade angelaufene Rugby-WM. Wer braucht schon diesen Mimosen-Sport Fussball?

    • Serge sagt:

      Kennst Du den alten Spruch: Football is a gentleman’s game played by hooligans – Rugby is a hooligan’s game played by gentlemen.
      All Blacks for ever!! And Springboks in second:-)

  13. Mike sagt:

    Das ist nicht langweilig!!!!!!!!!!!!
    die cl ist halt quasi die euromeisterschaft für clubs und spielen halt die besten unter sich. eine wm oder em ist ja auch nicht langweilig und da spielen auch immer in etwa die gleichen clubs!

    neee, die cl ist das spannendste im clubfussball.

    • Tony Micelli sagt:

      Aber wenn EM/WM jedes Jahr wäre, würde sie genau so an Reiz verlieren (siehe Eishockey). Eben: willst du gelten, mach dich selten!
      Die CL wird ja nicht wegen der Qualität immer langweiliger (denn die ist zweifellos ausgezeichnet), sondern wegen der Quantität. Milan-Real, Chelsea-ManU etc. dazu der ewige “El Clasico”. Alles super Matches, aber man kann sie nicht mehr auseinanderhalten.
      Für uns FCB-Fans ist es noch etwas besonderes, wenn unsere Mannschaft in der CL spielt. Aber wenn es zur Routine wird, wird das Joggeli auch nicht mehr bei jedem Spiel ausverkauft sein. Hoffentlich bleibt die Spannung hier erhalten…

  14. A. Meier sagt:

    Was die Fussballverbände mit dem Fussball anstellen, kann man mit der Inzucht vergleichen. Das Ende wird die Katastrophe sein! Nur glauben das bis jetzt noch die Wenigsten!!

  15. Born_in_Basel sagt:

    Der Artikel schließt mit : „Fans können sich wieder auf spezielle, exklusive und seltene Partien freuen…“
    Aber, gäbe es keine Multiplikation der Spiele, würde ein schweizer Team wohl niemals mehr an einer solchen Veranstaltung teilnehmen können. Für mich ist diese erste Gruppenphase nun mal speziell, exklusive und selten. ManU im Heimstadium zu sehen ist ganz einfach grandios, auch wenn man dabei eventuell (aber dermaßen unwahrscheinlich 🙂 )verlieren könnte. (Fragt mal in Zürich nach ob das Bayern Spiel nicht doch ein Superhit war…).
    Falls dann so gegen Weihnachten das Aus folgen sollte interessiert mich der Spektakel nur wenig. Höchstens noch Rot-Blau aus Barcelona bleibt ein fußballerischer Leckerbissen.
    Lokal gesehen bleibt dann die Hoffnung, dass trotz fehlenden Millionen und möglichen Abgängen, eine Qualifikation zum nächsten Fußballspektakel erreicht werden kann.

  16. Marc sagt:

    Grundsätzlich ein super Beitrag. Ich finde die Gruppenspiele auch langweilig. Der Reiz des alten Europacup bestand darin das ein Kleiner einen Grossen im Hin- und Rückspiele einmal ausschalten konnte. Bei 6 Gruppenspielen setzen sich die Grossen aber genauso durch wie in der Meisterschaft, auch wenn sie gegen einene Kleinen einmal verlieren. Nicht ganz logisch ist der Kommentar zu BATE Borisow – Viktoria Pilsen. Wenn man sich über die ewig gleichen “Klassiker”, “Derbys” und “Kämpfe der Titanen” langweilt sollte man sich über diese Paarung eigentlich freuen und hoffen das einer die Gruppe übersteht.

  17. Julien L. sagt:

    Einerseits kritisierst Du die ewig gleichen Spiele wie Barcelona – Chelsea und dergleichen, kannst aber mit weniger renommierten Vereinen, wie BATE, Kopenhagen oder unseren FCB (welcher doch auch in etwa dieser Gilde zuzuordnen ist) auch nichts anfangen? Welche Vereine sollten denn nun Deiner Meinung nach in der CL mitspielen, lieber Mämä? Auch damals im Pokal der Landesmeister fanden oft dieselben Spiele statt, nur 1. in leicht anderer Besetzung und 2. wurden da noch nicht so viele Spiele im TV übertragen.

    • Mämä Sykora sagt:

      Wie bereits in einer anderen Antwort geschrieben: Ich würde mir eine masisve Reduktion wünschen. Eine CL mit 16 Mannschaften, zur Qualifikation zugelassen sollten die Meister und vor mir aus von den Top 4 der 5-Jahreswertung noch der Vizemeister sein. In Hin- und Rückspiel der Quali kann auch mal ein Kleiner einen Riesen ausschalten. Und der grösste Effekt: Die Topteams könnten nicht mehr fix mit den CL-Einnahmen rechnen und wären gezwungen, anders zu haushalten. Damit würden auch die Ligen wieder ausgeglichener.

      • Christoph Spitzer sagt:

        Dann wären die Wiederholungen aber nochmals um ein mehrfaches höher. Die wirklichen Wiederholungen kommen ja nur in der KO-Phase zustande. Ich bin der Meinung, dass dieses System auch kleineren Vereinen erlaubt, zwischendurch den grossen Reibach zu machen. In der heutigen Zeit ist die Chance eines kleinen Vereins immer noch gross, eine Überraschung in einem Spiel zustande zubringen. Bei Hin- und Rückspiel verkleinert sich die Chance doch noch wesentlich.

  18. Andi Gentsch sagt:

    Bin innerlich längst dazu übergegangen den UEFA Cup stärker zu verfolgen. Hier gibts meist die ungewohnteren Aufeinandertreffen und nicht selten verspüren die Teams hier auch mehr offensivdrang. Es Macht doch mehr Spass Spiele an Orten zu besuchen die man sonst kaum je zu sehen bekäme, als jährlich zwischen den selben Orten zu pendeln…

  19. Duncan Hawke sagt:

    Das sehe ich genau so. Der Grössenwahn kennt im europäischen Fussball keine Grenzen mehr. Ich bin aber eher gewagt zu sagen, dass wir im Moment vor allem von 2 Top Ligen sprechen können, jene welche die anderen in den Schatten stellen. innerhalb dieser Ligen sind es aber wiederum wenige Mannschaften die die jeweilige nach Belieben dominieren! In Spanien sind Barca und Real Saison um Saison Mailen weit voraus. Valencia, Sevilla, Villareal und co. kämpfen um Platz 3. Wer wird 3.ter, die spannendste Frage in spanischen Fussball. Eine wahnsinns Sensation, dass Barca am Wochenende nur Unentschieden spielte, so was ist kaum noch vorstellbar.
    In England ein ähnliches Bild. Dauerläufer ManU dicht verfolgt von Chelsea und (neu) ManC an der Spitze, dahiner wirds schwer für die anderen Clubs. Die spielen mit, aber meistens auch nicht mehr. Da viele andere Teams, in beiden Ligen, oft mit massiven finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, wird, wie Du im Text erwähnt hast, die Lücke zu den Top-Clubs immer grösser. Zwischendurch ist dann mal eine Sensation möglich. Lyon hatte gute Ergebnisse gegen Real M. Inter schlug total überraschend Barca. Schalke schaffte es letzte Saison bis in Halbfinale, aber dies sind aufs Ganze betrachtet nur Strohfeuer. Es ist ähnlich wie im Tennis, vorne bilden Djokovic, Nadal, Federer und Murray die absolute Weltspitze. Nur, die Jungs sind halt einfach besser als alle anderen, die Top Clubs ‘kaufen sich vor allem gut’. Bestes Beispiel der zusammenbruch von Arsenal. Nasri, Clichy und Fabregas innter kürzester Zeit weg, alle zu CL Konkurrenten so zu sagen. In der Bundesliga kann höchsten der FCB mal einen absoluten Top Transfer finanzieren (also mal über 50Mio Euro). Für Real, Barca etc. sind das schon fast standard Einkäufe geworden. Wenn die beiden Mannschaften auf den Platz stehen, haben sie zusammen fast einen höhren Marktwert als der Rest Liga, das ist doch Irrsinn.
    Es ist also eine absolute Illusion anzunehmen, dass ein FC Basel jemals wieder eine Chance haben. Es ist auch schon ein Illusion anzunehmen, dass der BVB, als Deutscher Meister!!!, international gross was bewegen kann. Irgendwann ist dann eben geben die grossen 5-6 Schluss. Darum, schaue ich am liebsten Bundesliga. Klar sind die Bayern fast jede Saison der absolute Top Favorit, aber wenigstens gibts doch immer wieder eine Durchmischung und viele Überraschungen. Liegt wohl aber auch zu einem grossen Teil daran, wie die BL-Clubs mit Ihrem Geld umgehen müssen, da kann man nicht einfach ein par 100Mio Euro Schulden machen und keinen interessierts.
    Aus meiner Sicht muss sich viel Verändern, damit die CL aber auch die nationalen Ligen wieder an attraktivität Gewinnen. Vielleicht ein max. an machbaren Transfers + eine Limitierung der max. Ausgaben pro Saison. Sonst können wir uns die Gruppenphase in wirklich schekenen.

    • David Mugglin sagt:

      Duncan: Das sollte ja ab nächste Saison kommen, der “financial fair-play”. Bin gespannt auf die Revolution und das voraussichtliche CL-Triple von Bayern München 2013 bis 2015. Das könnte allenfalls ziemlich Bewegung geben….doch alleine der Glaube fehlt mir.

      • Estaban sagt:

        Du hast völlig recht. Spätestens wenn du unter “financial fair-play” googelst merkst du, dass sich überhaupt nichts ändern wird. Mit oder ohne financial fair-play. ManU, Chelsea, Liverpool, Milan, Inter, Barça oder Real wären schon längst ausgestiegen. Jeder der etwas erwartet ist ein Träumer.

        • Duncan Hawke sagt:

          …ja, nur daran glaube ich irgendwie nicht so recht. Ein wenig Hoffnung besteht zwar schon. Ich denke, dass in erster Linie die kleinen Clubs sehr gemeinsam sehr viel Druck ausüben müssen, dass dies wirklich strickt durchgezogen wird.

          • Patrick sagt:

            Ich denke es würde ausreichen, wenn die Clubs europaweit nicht mehr ausgeben dürften als einnehmen. Dann würde es von selbst zu ausgeglicheren Ligen kommen und in der cl wären auch nicht mehr die immergleichen Clubs vertreten. Jedoch bedarf dies rigorosen Kontrollen. Und davon ist man bekanntlich in Spanien, Italien und England weit davon entfernt…

  20. David Mugglin sagt:

    Eigentlich kann ich bei diesem Artikel nur das einstige Kopfballungeheuer Horst Hrubesch zitieren: “Ich sag nur ein Wort: Vielen Dank”.
    Dieser Artikel war überfällig, wobei ich Platinis Mini-Reform gelungen finde. Das gibt für die “kleineren” Fussballländer mehr Anreize, das erhöht die nationale Konkurrenz und somit die Qualität. Solange keine lettische oder schottische Verhältnisse entstehen mit den stets gleichen Meister, ist mir das lieber als dem vierten deutschen oder italienischen Verein in der CL zu zuschauen.

    “Damit geht die Schere zwischen den Dauerteilnehmern und dem breiten Rest der Ligakonkurrenz jedes Jahr weiter auf.” –> das ist ein grundsätzliches Dilemma des Europacup, ob früher oder heute. Das kannst du höchstens durch einen Umverteilungsschlüssel an die nicht-beteiligten Clubs mindern. Hat aber nichts mit dem aktuellen Modus zu tun. Im Gegenteil, es nehmen heute viel mehr Vereine am Europacup teil als früher.

    • Mämä Sykora sagt:

      Natürlich gabs auch schon früher Geld im Europacup, aber bestimmt nicht in diesem Ausmass. TV-Gelder, Sponsoreneinnahmen, Antritts- und Punkteprämien machen ja selbst bei Grossvereinen einen grossen Anteil des Budgets aus. Chelsea etwa garnierte 2009 über 200 Millionen Franken. Heute nehmen zwar viel mehr Mannschaften teil, richtig kassieren können aber nur die, die den Sprung in die Gruppenphase schaffen. Und das sind nun mal immer die Topteams.

  21. Franz Melliger sagt:

    Wo ist das Problem, wenn es viele Spiele gibt? Wenn man weniger sehen will, steht es einem ja auch offen nur dann einzuschalten, wenn einem danach ist.

    Ich habe absolut kein Problem jede Woche 1-2 gute Fussballspiele zu sehen. Wirklich wichtig ist mir allerdings nur Bayern München und unsere Nati. Daneben sehe ich mir aber einfach gerne guten Fussball an. Oder in der CL natürlich Schweizer Vertreter. Damit ist die Gruppenphase für mich dieses Jahr schon mehr als ausgefüllt mit Spielen, die ich sehen will.

  22. Jan Demuth sagt:

    Dass tendenziell immer die gleichen Teams mitmachen und sich duellieren, ok, kann zu Langeweile führen. Jedoch ist der Artikel übertrieben. Haben es in den letzten Jahren nicht Dortmund, Wolfsburg, Stuttgart und Bremen als Meister in die ChL geschafft? Lille in Frankreich auch, ohne Dauergast in der höchsten Spielklasse zu sein. Juve und Liverpool waren nun einige Jahre nicht dabei. Hingegen haben es Leichtgewichte wie Kopenhagen, Piräus und Donezk auch schon weit gebracht. Problematisch sind nur die Teams aus Spanien, wobei halt deren Liga langweilig ist. International gibt es immer Abwechslung. Noch nie hat ein ChL-Sieger seinen Titel verteidigt. Real war vor letztem Jahr 6x hintereinander nicht über das Achtelfinale hinausgekommen etc. Im Ansatz ist der Artikel ok, aber langweilig wird es nicht und ich finds sogar schön, mal Pilsen, Borisow oder Bratislava spielen zu sehen. Ohne Platinis Reform wären statt solcher Teams Udinese, Fulham, Palermo oder Schalke dabei. Jedoch interessieren die 3. und 4. der Topligen wirklich nicht mehr.

    • Buschbrenner Rudi sagt:

      Trifft zu, Jan Demuth, könnte man besser kaum schreiben! Ich glaube die Verantwortlichen in Turin und Liverpool sehen das etwas anders als Mämä Sykora. Wenn wir ehrlich sind, sind lediglich ca. 7-8 Clubs praktisch immer dabei. 2 aus ES, 2 aus IT, 3 aus England und evt. noch Bayern. Und wie Du treffend formuliert hast, sind diese – gemessen am Geld – nicht mal zwingend erfolgreich (siehe Real). Nach 10 Jahren konstant im CL und Uefa-Cup/EL mit dem FCB und unzähligen Auswärtsreisen, kann ich auch bilanzieren: Champions-way ist ok, lieber gegen den Rumänischen Meister spielen und gewinnen als gegen Mist wie Udinese, Palermo und Schalke

  23. Niggi sagt:

    Abgesehen davon, dass es am Dienstag und nicht am Mittwoch losgeht, gilt es einfach mal festzuhalten: Die CL ist die von den grossen Clubs gewollte Europa-Liga. Ganz einfach weil diese mehr als nur eine nationale Meisterschaft wollten, in der man notabene auch nicht mehr weiss, in welchem Jahr das x-te Spiel GZ gegen den FCZ stattfand.

    Na und? Die Teilnahme ist für die Clubs freiwillig und auf Zuschauer aus der Schweiz ist man sicherlich nicht angewiesen.

  24. Mark sagt:

    Dass es massiv besser ist als früher, zeigt folgende Graphik:
    Saison Sieger des
    Europapokals der Landesmeister
    1955/56 Real Madrid
    1956/57 Real Madrid
    1957/58 Real Madrid
    1958/59 Real Madrid
    1959/60 Real Madrid
    1960/61 Benfica Lissabon
    1961/62 Benfica Lissabon
    1962/63 AC Mailand
    1963/64 Inter Mailand
    1964/65 Inter Mailand
    1965/66 Real Madrid
    1966/67 Celtic Glasgow
    1967/68 Manchester United
    1968/69 AC Mailand
    1969/70 Feyenoord Rotterdam
    1970/71 Ajax Amsterdam
    1971/72 Ajax Amsterdam
    1972/73 Ajax Amsterdam
    1973/74 FC Bayern München
    1974/75 FC Bayern München
    1975/76 FC Bayern München
    1976/77 FC Liverpool
    1977/78 FC Liverpool
    1978/79 Nottingham Forest
    1979/80 Nottingham Forest
    1980/81 FC Liverpool
    1981/82 Aston Villa
    1982/83 Hamburger SV
    1983/84 FC Liverpool
    1984/85 Juventus Turin
    1985/86 Steaua Bukarest
    1986/87 FC Porto
    1987/88 PSV Eindhoven
    1988/89 AC Mailand
    1989/90 AC Mailand
    1990/91 Roter Stern Belgrad
    1991/92 FC Barcelona

  25. Thoresen sagt:

    Bitte einfach mal den Modus ändern…!!! Man könnte entweder im Oktober oder März eine Art “Klub-EM” über 2-3 Wochen spielen, jedes Jahr in einem anderen Land und ohne diese leidigen Hin- und Rückspiele! Die Spannung und der Anreiz wären um ein vielfaches grösser und man würde sich so, wie bereits geschrieben, auf 2-3 Wochen beschränken. Es ist doch einfach nur schade, wie jetzt Basel z.B., dass man erst im Dezember gegen Manu ran muss…Um diese Jahreszeit gibt es wirklich schöneners als auf dem Fussballplatz zu steh’n…
    Die Championsleague muss revolutioniert werden und das in all seinen Strukturen!

  26. Benji sagt:

    auch ich kann Mämä nur zustimmen! Vor allem die CL zerstört wie angesprochen immer mehr die Spannung in den grossen Ligen, aus denen die regelmässigen CL Gewinner stammen. Dieser Trend kann man ganz klar in den letzten Jahren beobachten. Auch ich sehe die Lösung in europaweiten Transferlimiten. Das würde die Spannung in mittlerer Frist zurückbringen.
    Ebenfalls verstehe ich die Übertragungspolitik von SF nicht. auch wenn es nicht wirklich direkt mit diesem Blogeintrag zu tun hat. z.B stehen am Dienstag einige hochklassige Partien an die es so schon lange oder überhaupt nicht in der CL gegeben hat und SF überträgt natürlich barca vs Milan die man schon zig mal in der letzten saison und vermutlich in dieser saison sehen wird. Oder wenigstens Spiele an denen Schweizer beteiligt sind wie Napoli vs CIty oder Leverkusen vs Chelsea.

  27. Rene Meier sagt:

    Mein Lieblingsclub ist SC YF Juventus Zürich. Ist mir wichtiger als Bayern München & Co. Ein paar Fans mehr wäre schön. Und nächsten Frühling die Qualifikation für die neue 1. Liga – Promotion. Nächstes Heimspiel am 24. September, 16.00 h, Juchhof 1, Zürich-Altstetten. Danke

  28. andi Meier sagt:

    Es stimmt zwar, dass die grossen Überraschungen meist ausbleiben, aber die CL lebt von den Topklubs. Die Teilnehmer aus den kleinen Ligen locken nunmal kein Millionenpublikum vor den Fernseher, von den Prämien profitieren sie jedoch trotzdem.

  29. Pedro sagt:

    Ich bin der Meinung dass in Zukunft eine Euroleague nach dem Vorbild der NBA stattfinden wird. In Deutschland (wo Bayern 7:0 gewinnt und das Doppelte Budget hat als der zweite) oder Spanien (wo es eine Zweierliga gibt) werden die Meisterschaften völlig uninteressant. Ich sehe ca. 20 Europäische Top Teams (zB je 4 aus UK & ESP, 3 aus ITA, 2 aus GER, RUS, FRA, je 1 aus NL, SCAN, Tur)
    Uebrigens sehe ich nun wirklich nicht ein was ein FC Basel in einer ChampionsLeague zu suchen hat (min. sollten solche
    Kleinstclubs sich gegen einen Grossen in der Quali bewähren)

    • Buschbrenner Rudi sagt:

      Hallo Pedro, was meinst Du mit SCAN?

      • der andere Pedro sagt:

        wahrscheinlich alle skandinavischen Laender

        • Buschbrenner Rudi sagt:

          Na das habe ich befürchtet, dass Du damit Skandinavien meinst…. Damit verkommen Deine 20 europäischen Top Teams vollends zu Hohn! Den FC Basel, in den letzten vier Jahren Teilnehmer der CL einen “Kleinstclub” zu nennen, im Gegenzug aber Vertreter aus Skandinavien und der Türkei vorzuschlagen ist geradezu lächerlich! Gibt es in einem Deiner super Länder einen Club der in den letzten 4 Jahren 3x in der CL war….? ha, ha,!!! In der Quali zur letztjährigen CL hat der FCB den schwedischen Meister ausgeschaltet. Der türkische Meister Bursaspor hatte in der letzten CL ein Torverhältnis von 2:16!!!! Aber eben, Fussball ist nicht jedermanns Sache…

          • Mämä Sykora sagt:

            «Der türkische Meister Bursaspor hatte in der letzten CL ein Torverhältnis von 2:16!!!!» Welch ein Zufall: Der FC Basel hatte bei seiner vorletzten Teilnahme exakt das gleiche Torverhältnis und wurde abgeschlagen Gruppenletzter. Von einer Teilnahme auf die Stärke eines Landes zu schliessen, ist ein bisschen gar einfach. Fenerbahçe stand z.B. 2008 im Viertelfinale. Will man die 20 Topteams Europas raussuchen, bemüht man am besten den UEFA-Klubkoeffizienten. Dort steht Bursaspor auf Platz 117 und Basel auf Platz 49, beide weiter entfernt von den Top 20.

      • Dani K sagt:

        Skandinavien.

    • Franz Melliger sagt:

      Da muss ich zumindest teilweise widersprechen. Gerade die Bundesliga ist doch ziemlich spannend. In den letzten 10 Jahren gewannen immerhin 5 verschiedene Clubs (Bayern, Dortmund, Werder, Wolfsburg und Stuttgart) die Meisterschaft, wenn natürlich Bayern mit Abstand am erfolgreichsten waren.

      Für die Spannung wäre Ihr “NBA-Vorschlag” sicher nicht schlecht. Nur würde das natürlich zu einem noch grösseren Gefälle zwischen den Topclubs und den Kleinen führen. Länder, die nicht in dieser Liga vertreten wären, hätten gar keinen Zugang mehr zum grossen Geld und könnten ihre Spieler noch weniger halten. Zudem gibt es im amerikanischen System ja keine Auf- und Absteiger, alle Spieler verbleiben im selben System. Aber wer weiss, ob z.B. die italienische Liga nicht weiterhin stark abbaut? Und dann hätten sie einfach ihre 2 Plätze auf sicher, egal was passiert? Das setzt doch das Konkurrenzsystem völlig ausser Kraft. Veränderungen der Kräfteverhältnisse sind dann immer unwahrscheinlicher. Die Bundesliga entwickelt sich z.B. konstant in den letzten Jahren. Aber so hätten sie ja gar keine Möglichkeit auf mehr Startplätze in der Euroleague und das würde die Entwicklung drastisch hemmen.

  30. Erich-Dieter Friedli sagt:

    Es war schön bei der Gründung der CL klar wo das hinführt:
    Als Fussball Fan seit 1967 habe ich die CL von Anfang an boykottiert und habe bis heute noch keine 90 zusammenhängende Minuten gesehen. Hin und wieder ein paar Auschnitte genügt vollkommen. Ich bin zufrieden mit den Meisterschaften in England und Deutschland, mehr brauche ich gar nicht!

  31. Barca sagt:

    Dass die Championsleague immer grösser wird, stimmt nur bedingt. Seit 11 Jahren machen unverändert 32 Mannschaften mit. Ich denke auch, dass das Maximum erreicht ist. Man darf jedoch auch nicht vergessen, dass durch politische Veränderungen deutlich mehr Länder existieren als früher (ganze Ex-Sowjetunion, Ex-Jugoslawien).
    Im übrigen gibt es auch an WM’s und EM’s viel mehr Teams. Auch dort, im Falle der Fussball-WM, nehmen mitllerweile 32 Mannschaften teil, 1978 waren es noch 16, und noch früher deren 8. Niemand beklagt sich über 32 Mannschaften an der WM.
    Und was die Aussichten der “Kleinen” angeht: Auch früher, zu Meistercupzeiten, waren es stets dieselben, welche abräumten, Real, Bayern, Barcelona etc etc. Ein sogenannt kleiner Verein, wie auch Basel im europäischen Konsens eingestuft werden muss, hatte früher per Losglück vielleicht 1x in 10 oder 20 Jahren die Möglichkeit, gegen Barcelona zu spielen. Heute hat er bei regelmässigen Teilnahmen 6 Spiele garantiert, davon mindestens 2 oder 4 gegen grosse Klubs.
    Was im Artikel verschwiegen wurde:
    Der CL Modus kannte früher die sogenannte “Zwischenrunde”. Diese hielt ich von Anfang an für überflüssig und spannungsmildernd. Dies hat auch die UEFA erkannt und diese Runde gestrichen. Darf ruhig auch mal gesagt werden.
    Lieber Mämä, mit 16 Mannschaften bekämen wir wohl kaum mehr eine richtige Championsleague hin, nicht bei dieser Anzahl Länder. Und kleine Verbände hätten auf diese Weise überhaupt keine Chance mehr auf eine Teilnahme.

    • Mämä Sykora sagt:

      Dass die WM wachsen musste, war zwingend notwendig. Ausser Südamerika und Europa hatten die anderen Kontinente kaum Chancen auf eine Teilnahme (z.b. ein gemeinsamer Startplatz von Afrika und Asien – ein Witz). Heute ist die Verteilung fairer und das Turnier wurde zu dem, was es auch sein soll: eine WELTmeisterschaft. Übertrieben finde ich hingegen die Aufstockung der EM auf 24 Mannschaften.
      Bei einer Reduktion auf 16 Mannschaften gäbe es sehr wohl eine richtige Champions League: Wenn die Anzahl der Vereine aus dem gleichen Land stärker limitiert würde (mein Vorschlag: von den Top-4-Ligen dürfen Meister und Vizemeister teilnehmen), wären maximal 8 Plätze an die Grossen vergeben. Somit gäbe es genug freie Plätze für die kleineren Verbände.

      • Jan Demuth sagt:

        Kämen die genannten langweiligen Duelle dann nicht viel öfter vor? Bei 16 Teams gemäss Sykora-Vorschlag wären folgende Teams praktisch immer dabei: Real, Barca, Inter, AC, ManU, Chelsea, Bayern, Lyon, Porto, Donetsk, Olympiakos. Dazu noch ein paar variierende Vizemeister bzw. Landesmeister (mal Leverkusen statt Schalke, mal Bordeaux statt Marseille, mal Fenerbahce statt Galatasaray) und in jedem Jahr gibts effektiv dieselben Duelle. Die Exoten würden memistens in der Qualifikation scheitern und dürften fast nie gegen einen Grossen spielen. Bei doppelt so vielen Teams gibts mehr Varianten.

      • Barca sagt:

        Also, 8 Plätze wären also bereits vergeben mit den 4 Top Ligen…nehme mal an, da sind England, Spanien, Italien und Deutschland gemeint. Bleiben also noch 8 Startplätze. Die Vertreter von Holland, Portugal, Türkei, Russland, Frankreich, Schweden, und evtl noch Serbien kommen mir da als erste in den Sinn welche sich wohl regelmässig qualifizieren würden…..bleibt noch ein, vielleicht höchstens ein zweiter Platz übrig. Der ganze Rest (ungefähr 40 Länder) hätten keinerlei Chance auf eine Teilnahme. Finden Sie das gerecht? Und wie weiter oben schon erwähnt: Das eigentliche Problem, dass immer die gleichen Starmannschaften dabei sind und am Schluss obenauf schwingen, wäre in keinster Weise gelöst.
        Bei der WM finde ich, dass man eher aufpassen muss, dass es nicht in die andere Richtung geht. Die Europäer haben im Vergleich zum eigentlichen Stärkeverhältnis mittlerweile eher zuwenig Startplätze. So ist es dann halt so, dass nicht die effektiv stärksten Teams an einer WM vertreten sind. Deswegen ist die Gruppenphase bei einer WM in der Regel einfacher zu überstehen als an einer EM. Aber das lässt sich nicht vermeiden. Genauso sollte es aber auf Klubebene auch sein: die Kleinen sollen eine Chance haben, sich zu qualifizieren. Beim jetzigen Modus ist das viel eher möglich als früher. Siehe FCZ letztes Jahr, FCB dieses Jahr sogar ohne Quali.

        • Mämä Sykora sagt:

          Die Rechnung ist nicht ganz so, wie ich es gemeint habe. Die 8 Startplätze wären nicht fix vergeben. Man könnte die Meister der 4 Top-Ligen setzen, die Vizemeister und alle anderen Meister müssten durch die Quali. Da die dann auch gegeneinander antreten könnten, setzen sich nicht einfach die Vertreter der grossen Ligen durch.
          Es soll ja auch nicht das Ziel sein, dass die Starmannschaften nicht mehr teilnehmen sollen, das wäre ja irre. Aber im aktuellen Format ist für sehr viele Mannschaften die Teilnahme fix, weil sie nie Gefahr laufen, sich nicht mehr zu qualifizieren. Selbst wenn eine Mannschaft wie Bayern durch die Quali muss, ist das lediglich ein notwendiges Übel. Auch nach einer Reduktion wären Barca, Real, Inter, Milan, ManU und Chelsea mit grosser Wahrscheinlichkeit oft dabei. Aber eben nicht zu 100 Prozent, weshalb man nicht mehr so grosskotzig wirtschaften könnte. Was wiederum die Ligen ausgleichen würde und zudem den Vertretern von Holland, Portugal, Türkei, Russland, Frankreich, Schweden etc. ermöglichen würde, so ein ehemaliges Überteam in der Quali auch mal auszuschalten.

          • Jan Demuth sagt:

            Sie wären aber trotzdem quasi immer dabei. Es würde wohl nur alle 5-6 Jahre vorkommen, dass ein Team wie Chelsea es vielleicht mal nicht schaffen würde. Die Quote der Underdogs, die dies schaffen, wäre sehr klein bzw. kleiner als heute. Und wir sprechen hier von Ländern wie Kroatien, Ungarn, Israel oder Zypern, die dann gar keine Chance hätten, im Gegensatz zu heute. Die Meister aus Russland, Ukraine, Portugall, Holland, Türkei etc. sind ja auch jetzt immer dabei. A Propos: amüsant, dass Schweden nun schon mehrfach genannt wurde, dabei kann ich mich beim besten Willen nicht daran erinnern, dass es in den letzten zehn Jahren einen Vertreter gestellt haben soll 😉

          • Mämä Sykora sagt:

            Je nachdem wie man die Qualifikation gestaltet. Ohne Setzliste kann es in der Quali auch Chelsea gegen Milan und Porto gegen Ajax geben, was sehr gute Chancen für die Kleineren in den direkten Duellen ergibt. Und keine Ahnung, wo diese Schweden herkamen, ich habe sie einfach kopiert 😉 Zumindest war AIK Solna mal dabei und früher war IFK Göteborg Stammgast.

          • der andere Pedro sagt:

            Nö, bin nicht dafuer, finde die Qualispiele einen Mist. Dann waere ich (wie oben schon geschrieben) eher dafuer dass die “grossen Ligen” mit ihren relativ attraktiven 3. und 4. Mannschaften und ALLE Kleinen aus allen kleinen Verbaenden KEINE Qualifikation bestreiten muessen, sondern ebenfalls in die erste Gruppenphase kommen (mit viel mehr Gruppen wie heute) wahrscheinlich muesste das Antrittsgeld ein wenig reduziert werden, aber das waere (mir) egal. Da dies auch dafuer Sorgen wuerde, dass die Einkommenschere nicht immer groesser wird. Danach halt eine KO Runde mehr, ev. nur fuer die 2. platzierten der Gruppenspiele.

          • der andere Pedro sagt:

            noch ein Nachtrag: ich waere auch dafuer dass in den grossen Ligen die Mannschaften mit 5 Spieler spielen muessten die fuer das jeweilige Land spielen koennen, bei kleineren Ligen koennte man auf 4 Spieler reduzieren. Das waere fuer den eigenen Nachwuchs sicherlich besser. OK, die englischen Klubs wuerden wahrscheinlich abstuerzen, aber so gaebe es ausgeglichenere intl. Spiele und auch Ligen. Gut Barca waere wahrscheinlich Seriensieger aber was solls. 🙂

        • WM-Lover sagt:

          Hallo Barca
          Selten so einen Müll gelesen. Die Europäer haben ganz sicher nicht zu wenig Plätze, die Südamerikaner auch nicht. Asien und Afrika sowie Ozeanien braucht mehr, es ist egal ob die gegen jedes Team 4-0 verlieren an der WM, es ist eine WM und nicht eine EM oder Copa America. Diese Ignoranz kommt jeweils immer von dem Typen Fussballfan, welche sich mit den neusten Schuhen von Messi, Ronaldo oder Xavi eindecken müssen und dann auf dem Fussballplatz denken sie speilen nun im Camp Nuo und seine unwiederstehlich, leider ist ihr Fussballniveau meist auf dem selben Niveau wie das Fussballfachwissen ausserhalb des CL oder WM Finals…
          @Mämä danke für den Artikel sehe ich auch so, es braucht nicht mal zwingend eine Reduktion aber es braucht eine Champions League, welche ihrem Namen würdig ist, wenn Manu, Chelsea, Barca oder Real in der Meisterschaft nur auf dem 2. Platz landen haben sie in der Champions League nichts zu suchen aus Amen basta.

          • Barca sagt:

            WM-Lover
            1. Hatte ich irgendetwas von Südamerika geschrieben? Also bitte, erst lesen und dann schreiben! Südamerika hat eher zuviele Plätze, es kann nicht sein, dass eine Quali mit 10 oder 12 Teams nachher 5 WM Teilnehmer hervorbringt. Dazu finde ich die Barrage des 5. aus Südamerika gegen den Ozeanienvertreter überflüssig. Ozeaninen müsste fix einen Startplatz haben, da sind wir uns einig.
            2.Europa mit seinen 13 (!) Teilnehmern als übervetreten anzuschauen grenzt schon fast an einen Hohn. Wir haben mittlerweile 6 Afrikaner und 4,5 Asienvertreter dabei. Was wollen Sie mehr? Noch mehr aus Afrika, Asien und Ozeanien wie Sie schreiben? Kann ja wohl nicht ihr Ernst sein!
            3.Nein, ich habe weder Schuhe von Messi, Ronaldo oder Xavi. Aber voll daneben ist auch vorbei.
            4.Bitte nicht über Fachwissen anderer urteilen ohne eine entsprechende Ahnung. Danke. Ich hatte lediglich meine Meinung zur CL kundgetan, und die WM als Vergleich herangezogen.

          • WM-Lover sagt:

            Asien (AFC)
            Startplätze 4.5
            Mitglieder 46
            Prozentuale Teilnehmer gemessen an den Mitgliedern 9.78%

            Afrika (CAF)
            Startpläte 5
            Mitglieder 55
            Prozentuale Teilnehmer gemessen an den Mitgliedern 9.09%

            Nord- und Mittelamerika (CONCACAF)
            Startplätze 3.5
            Teilnehmer 40
            Prozentuale Teilnehmer gemessen an den Mitgliedern 8.75%

            Südamerika (CONMEBOL)
            Startplätze 4.5
            Teilnehmer 10
            Prozentuale Teilnehmer gemessen an den Mitgliedern 45%

            Ozeanien (OFC)
            Startplätze 0.5
            Teilnehmer 14
            Prozentuale Teilnehmer gemessen an den Mitgliedern 3.57%

            Europa (UEFA)
            Startplätze 13
            Teilnehmer 53
            Prozentuale Teilnehmer gemessen an den Mitgliedern 24.52%

            So Barca und nun erklären Sie mir doch nochmals bitte weshalb Europa mehr Startplätze braucht? Südamerika muss auf 2 Plätze reduziert werden macht 20%, Europa wird um einen Platz reduziert 12 Plätze macht 22.6%, Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) kriegt einen halben Platz zusätzlich macht 4 Plätze -> 10%, Ozeanien kriegt einen halben Platz zusätzlich macht 1 Platz gleich 7.1%, Asien kriegt 6 Plätze also plus 1.5 Plätze macht 13%, Afrika kriegt 7 Plätze also plus 2 Plätze macht 12%.
            So wäre es schon um einiges fairer und dem Namen WM würdig, das Gastgeberland behält seinen fix Platz wird jedoch den zur verfügung stehenden Plätzen des Verbandes abgezogen und sicher nicht wie in 2014 wo Brasilien gesetzt ist und noch 4.5 zusätzliche Mannschaften (was dann nur noch unter 9 auszspiuelen ist) dazukommen.
            Fair ist es aber noch lange nicht aber zumindest ein Schritt in die richtige Richtung für den globalen Fussball und die Entwicklung anderer Fussballregionen.
            Nun dass kann man nun auch gut auf die Champions League niederbrechen, wenn die Topligen nicht besser behandelt werden als die Slowenische Liga, verdient die Liga zumindest wieder ihren Namen, die Liga der Champions und nicht der riechen Säcke. Zudem würde die Europa League enorm aufgwertet.

          • DAM sagt:

            Grundsätzlich sollen die 32 besten Fussball-Nationalteams an einer WM teilnehmen. Und nicht irgendwelche 2.-3.-klassige Mannschaften, nur weil sie dem OFC angehören und nicht der UEFA. Ein Weg dahin wäre die Qualifikationen nicht mehr in Kontinentalgruppen, sondern in weltweiten Gruppen zu spielen. Was aber natürlich den Nachteil von weiten Reisen während des ganzen Jahres mitsichbringt.

  32. Adi sagt:

    Sehe ich genau so. Ich liebe Fussball und gehe wenn ich im Ausland unterwegs bin auch regelmässig die einheimischen Ligen schauen – gutes ‘Niveau’ oder nicht. Aber CL und EPL habe ich schon seit langem aufgehört zu verfolgen. Erstes ist es langweilig immer die selben Teams zu sehen und zweitens fehlen die Emotionen in der cupli-sierten Fanwelt.
    Vor zwanzig Jahren war es egal in welchem europäischen Wettbewerb dein CH Team gespielt hat: es war toll dabei zu sein und internationale Teams zu sehen. Heute interessiert sich doch niemand mehr wenn dein Team in der EL spielt. Logisch haben auch dort meistens die grossen gewonnen. Aber in zwei Spielen kann auch ein CH-Vertreter mal einen grossen Ausschalten.
    Zusätzlich zur einfacheren/gesicherten Quali, werden ja die Teams der grossen Ligen auch bei der Auslosung bevorzugt. (Wie übrigens im CH-Cup auch.). Dein Vorschlag mit allen Meistern und den Vizemeistern der grösseren Ligen ist perfekt – und dann einfach im Cup-Verfahren, fair ausgelost. Auch wenn’s halt mal ManU v Chelsea in der ersten Runde heisst.
    Aber da dies ja sowieso nicht passieren wird, schaue ich halt auch weiterhin weg…

  33. 52 sagt:

    Bin mit dem Artikel überhaupt nicht einverstanden! Lieber die Axpo Super Leauge kritisieren als die CL. Wer will im Jahr 4 mal die gleiche Begegnung? 4 mal servette – thun?? Da schaue ich lieber 100 mal Real – Lyon.

  34. Jan Demuth sagt:

    Wenn ich auch einen Vorschlag bringen darf, dann wäre das der hier: 32 Teams, jedoch maximal 3 pro Land. Die Top 4-Länder haben je 2 Teams gesetzt, die Top 10 je 1. Das ergibt 14 direkt qualifizierte Teams. Der Rest kommt in die Quali mit Champions- und Nichtchampionsweg, wobei 9 Champions und 9 Nichtchampions zusätzlich dabei wären. Nach diesjähriger Quali wären statt Teams wie Arsenal, Villareal, Lyon oder Benfica mehr Teams wie Malmö, Sturm Graz, Krakau oder Belgrad dabei. Ihr Pech, wenn sie es in der eigenen Liga nicht in die Top 3 schaffen. Dies käme einer “Champions”-League näher und würde für viel mehr Abwechslung sorgen. Denn wer will schon den Viertplatzierten von Spanien sehen? Oder ein Viertelfinale Barca-Valencia?

  35. Martin Klaus sagt:

    Wäre das einfachste dann nicht einfach den Clubs weniger Geld auszuschütten? Das Ziel der CL ist doch, dass die Besten gegeneinander spielen, da finde ich die Reform Platinis eher sinnlos, bzw. ist nur marketingtechnisch in den fussballerisch schlechteren Ländern sinnvoll, da jeder gern vertreten wird. Ich sähe dagegen gerne mehr gute Teams, zB englische Teams (zumindest die Top 6 der PL gehört zur Top 12 Europas), dafür weniger deutsche, spanische und italienische Teams.
    Wie wärs denn für mehr Ausgeglichenheit mit einem Draft-Modell? Oder dass die TV-Gelder fairer verteilt werden (Ist in England zum Beispiel viel ausgeglichener als in Spanien, wo nur Real und Barça abkassieren)? Ich sähe auch gerne Maximallöhne bei Spielern und auch bei Transfers oder ein Maximalbetrag, der pro Transferfenster ausgegeben werden darf.
    Ich sehe nicht ein wie eine Verkleinerung der CL den Fussball ausgeglichener und attraktiver macht.

    • Pedro sagt:

      jeder hat seine Vorlieben, aber als neutraler Zuschauer wuerde ich mich aergern Spiele unter engl. Mannschaften in der CL zu schauen. Ich nehme an du verfolgst die PL so oder so, dann kannst du ja den englischen Fussball Woche fuer Woche verfolgen. Ausserdem bin ich nicht so sicher dass, der PL 6. so viel besser ist wie die 3. aus D, E und I.
      Maximalloehne? Den gleichen maximal Lohn in der Schweiz und in Spanien waere ja wegen der Lebenshaltungskosten auch nicht dasselbe. Somit haetten CH-Klubs ja noch mehr Nachteile da bei uns die Kosten zum Leben mit am hoechsten sind.

  36. thomas bieri sagt:

    das sagt fergie dazu:

    “Als ich bei damals als Trainer angefangen habe und wir uns mit Aberdeen FC für den Europapokal 1980 qualifiziert haben, waren nur die jeweiligen Landesmeister berechtigt, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Du hast dir immer gewünscht, gegen Real Madrid oder Barcelona spielen zu dürfen, aber das war damals wesentlich schwieriger als heute. Das Format der Champions League ist meiner Meinung nach eine großartige Sache und du kannst gegen all die großen Teams spielen, von denen du immer geträumt hast.

    “Seit Einführung der Champions League haben wir, glaube ich, achtmal gegen den AC Milan, sechsmal gegen Real Madrid und ungefähr siebenmal gegen Barcelona gespielt”, fügte er hinzu. “Es ist einfach großartig: Die Atmosphäre, die Herausforderung, die ganzen unterschiedlichen Philosophien und Kulturen – genau das ist es, was die Champions League ausmacht.”

    • Mämä Sykora sagt:

      Das verwundert kaum, dass Fergie das toll findet. Manchester United hat sich 17 Mal für die Champions League qualifiziert. Wäre er immer noch bei Aberdeen, hätte er wohl weniger Freude dran. Weil sich Celtic und Rangers zumindest unregelmässig für die Gruppenphase qualifizieren, ist der ohnehin schon grosse Abstand zwischen den beiden Teams und dem Rest der Liga noch mehr angewachsen. Zwei Jahre nach Einführung der Champions League konnte sich Aberdeen zuletzt vor einem der beiden Grossen klassieren. Zuvor war es zumindest möglich, in einem Wettbewerb auf einen der ganz grossen Vereine Europas zu treffen, heute ist das für Aberdeen komplett undmöglich geworden. Die Grossen sind in der CL gesetzt, Aberdeen wird es nie dahin schaffen.

  37. Hans Füglistaller sagt:

    Es gilt wie so oft: Wen’s nicht interessiert, der soll doch einfach nicht hinschauen. Und was sind schon 2 mal im Jahr Barca-Milan oder Barca-Chelsea, wenn man sich in der heimischen Liga vier mal im Jahr Thun-Xamax antun “muss”.

  38. Karl Eigenmann sagt:

    Eine Zeit lang wurde am Dienstag der UEFA-Cup, am Mittwoch die CL und am Donnerstag der Cup der Cupsieger gespielt – das war grandios! Sowohl die CL als auch die EL sind mittlerweile zu gross. Obschon es mir eigentlich gut gefällt, dass ich z.B. morgen Barça gegen Milan spielen sehen kann. Fussball ist eben auch wie das richtige Leben: Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer und jene dazwischen werden mit grosser Wahrscheinlichkeit auch bald zu den Armen gehören. Vielleicht müsste die UEFA einfach jene Clubs ausschliessen, bei welchen die Verschuldung einen zu bestimmenden Betrag übersteigt? Ebenso wird ein Höchstbetrag für die Einlagen von reichen Besitzern und Sponsoren etc. festgelegt – so dass die Clubs gezwungen werden, haushälterischer zu wirtschaften. So hätte z.B. Barça einfach die Mittel nicht, um die Löhne der Spieler zu bezahlen, einen Fabregas für x Mio. zurück zu holen und auch noch Sanchez zu verpflichten… irgendwann kollabiert sonst die ganze Sache…

  39. Ivan Pojdl sagt:

    Die Nationalligen werden auch von den gleichen Mannschaften dominiert ob in Italien, Deutschland, Holland, Schweiz, England, etc. Warum erwartest Du etwas anderes von den CL? Das ganze ist ein Business und der wer bezahlt regiert.

    Deine Bemerkung “und man sollte darauf hoffen, dass die Rechnung für die UEFA nicht aufgeht.” ist fast schon etwas bedenklich und zeigt gewisse boesartigkeit.

    Wenn’s Dir nicht passt, musst Du nicht hinschauen!!!!!

  40. Mike sagt:

    Grundsätzlich stimmt das: Früher war die Champions League attraktiver. Meiner Meinung nach ist es unsinnig, aus den Topligen bis zu vier Mannschaften in der Champions League spielen zu lassen – das hat für mich nicht mehr viel mit Champions zu tun. Manchmal wünschte ich mir, man würde wieder zur alten Formel zurückkehren und effektiv nur die Landesmeister spielen lassen oder allenfalls noch die Vizemeister. Dafür sollten dann aber möglichst viele Länder berücksichtigt werden. Ob damit allerdings verhindert würde, dass nur die Grossen letztendlich weiterkommen, ist fraglich.

  41. Dominik sagt:

    Dass die Flut an Spielen zu einer Überreizung führen kann, ist durchaus nachvollziehbar. Daraus kann man aber nicht ableiten, dass weniger Spiele ausgetragen werden sollen. Und unerträglich ist es schon gar nicht. Und wenn das Spiel attraktiv ist, dann kann ich mich auch lange daran erinnern, auch wenn die Mannschaften schon x-mal gegeneinander gespielt haben. So ist mir zum Beispiel das Spiel Barcelona-Real Madrid vom letzten November in der span. Liga (5:0) noch präsent, wie wenn es gestern gewesen wäre. Und diese beiden haben seit dann bereits wieder 5 Mal gegeneinander gespielt.

    Auch denke ich nicht, dass die UEFA gross Zuschauer verlieren wird. Vom Schweizer (TV)-Markt auf den europäischen zu schliessen kann man nicht. Momentan lebe ich in Spanien und es ist einfach unglaublich, wieviele Spiele jedes Wochenende im Pay-TV und anschliessend auf den freien Sportkanälen übertragen werden. Und Zuschauer gibt es genug. Seit Tagen laufen im TV Jingles für die Championsleague-Spiele dieser Woche. Die Leute brennen darauf. Das 4:2 von Real gegen Getafe (Platz 15) wurde den ganzen Tag im TV und auf der Strasse analysiert.

    Mir ging es im Sommer in der Schweiz ähnlich. Ich habe mich grün und blau geärgert, dass in der Schweiz die Spiele der EL-Qualifikation nicht übertragen wurden. Zum Glück wurden einige Partien im Internet übertragen.

    Auch ich kann nich alle Spiele verfolgen, sowie ich auch nicht jeden Schnipo essen kann. Aber wenn ich Lust und Zeit habe, mache ich das sehr gerne und bin froh, dass irgendwo ein Spiel übertragen wird.

  42. Peter Lüthi sagt:

    Ich empfehle allen geneigten Lesern die Lektüre von Matthew Bazell’s “The Peoples Game – Ein Buch gegen den modernen Fussball”. Eine präzise Analyse all dessen, woran dieser Sport heute leidet. Wenn genug Leute dieses Buch lesen würden, könnte der Fussball eventuell noch gerettet werden.

  43. Paul Summermatter sagt:

    Der Artikel ist medialer Nonsens. Ein Club wie Milan, Bayern, Real, Barca, Lyon die wären auch ohne CL immer vorne. Die Meisterschafts und Cup Statistiken beweisen das zur Genüge.
    Richtig ist, dass kleinere Clubs sehr viel attraktivere Gegner haben mit der CL. Zürich spielte in 3 Jahren gegen den Italienischen, Spanischen, Französischen und Deutschen Meister oder CL Qualifizierte. Das wäre früher vollkommen undenkbar gewesen. Euroliga zahlt nicht so schlecht. Teams wie Stuttgart erhalten da bis zu 7 Mio. für die Teilnahme. Richtig ist auch, dass die TV Quoten wesentlich sind und die Schweiz ist nun mal nicht grösser als ein deutsches Bundesland eher kleiner.

    • Mämä Sykora sagt:

      Hm, schauen wir uns diese Statistiken doch mal an: In den 80ern holten Sociedad und Bilbao je zwei Meisterschaften in Serie, in den 90ern holten Atlético und Deportivo einen Titel. Seit die Champions League wirklich viele Milionen abwirft, hiess gerade mal ein einziges Mal der Meister nicht Barça oder Real (Valencia 2004). Die Punkteabstände des jeweiligen Zweiten auf den Dritten seither: 21, 25, 8, 10, 5, 1, 15. Lyon war bis zum Geldregen aus der Champions League ein höchst mediokrer Verein. 2002 die erste Meisterschaft der Geschichte, dafür dann gleich 7 Mal in Folge. In Italien gewannen kurz vor der Einführung der CL noch Hellas Verona, Napoli und Sampdoria den Titel, bis 2000 immerhin noch AS und Lazio Rom. Tempi passati. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass am Ende einer Saison die grossen Klubs vorne stehen. Aber der Unterschied wäre nicht mehr so extrem wie jetzt, wo die Dauerteilnehmer der CL in jedem Jahr X Millionen auf sicher haben.

      • Barca sagt:

        Mäma
        Eigentlich ist es eine Milchbüchleinrechnung. Je weniger Teilnehmer, desto geringer die Chance für einen “Kleinen”, mal im Konzert der Grossen mitzumischen.
        Nehmen wir doch als Beispiel die heute beginnende CL:
        Folgende Klubs nehmen u.a. daran teil: Trabzon, Basel, O.Galati, Zagreb, Genk, Nikosia, Pilsen sowie Borisov. 8 Teams also, welche man getrost als “klein” im Kontext der Championsleague bewerten kann. Reduzieren wir nun die CL auf 16 Teams. Haben Sie wirklich das Gefühl, dass dann all diese Teams noch Teilnehmer dieses Wettbewerbes wären? Die Antwort kennen wir alle. Wenn einer oder zwei dabei wären, wäre das bereits als Erfolg zu werten.
        Und genau das meine ich. Reduktion = Reduktion der Chancen für kleinere Vereine. Wirklich eine einfache Rechnung.

        • Mämä Sykora sagt:

          Die so vereinfachte Rechnung stimmt nicht ganz. Man kann durch den Modus der Qualifikation steuern, wie gross die Chancen für die Kleinen sind. Die ersten Ausgaben bestanden aus 8 Teams, dennoch kamen IFK Göteborg, FC Brügge, ZSKA Moskau und Anderlecht dahin. Und GC kam zweimal ins 16er-Feld. Mit vier gesetzten Mannschaften, dazu lediglich die Meister Europas teilnehmend (plus Vizemeister der Top 4) an der Qualifikation, die OHNE Setzliste einander zugelost werden: ja, da werden sich einige Kleine durchsetzen.

      • Paul Summermatter sagt:

        Wie jemand behaupten kann, dass Lyon ein mediokrer Verein ist – der gilt als Ahnungslos.Lyon hat neben Nantes und Bordeaux seit Jahrzehnten eine Top Juniorenabteilung. Mit Gerard Houllier, Jacques Santini nd Raymond Domenech hat Lyon im Zeitraum ab 1988 – 3 französische Nationaltrainer im Staff gehabt. Mit Tigana und Lacombe hatten die noch 2 Trainer die direkt vom Weltmeister Trainer Aimet Jacquet lernten in Bordeaux.

        Es gibt immer Clubs die aus Versehen mal die Meisterschaft gewinnen, Wettingen, Stuttgart selbst Dortmund. Dass heisst aber noch lange nicht, dass sich diese Clubs über Jahrzehnte vorne halten konnten.

        • Mämä Sykora sagt:

          Das ist schön und gut, wenn die Juniorenausbildung top ist (und auch Früchte trägt), aber den Erfolg eines Vereins misst man nicht daran und auch nicht daran, wie viele spätere Nationaltrainer schon im Staff standen, sondern an den Trophäen und den Platzierungen in der Tabelle. Lyon holte bis zu seinem ersten Meistertitel zuletzt 1973 den Pokal und qualifizierte sich in der Folge bis zum Jahre 2000 lediglich 7 Mal für den Europacup. Ja, das nenne ich medioker.

  44. Albert Inglin sagt:

    Diesem Kommentar ist nichts hinzu zu fügen. Dieses Mal bin ich 100 % Ihrer Meinung, Herr Sykora.

  45. Albert Inglin sagt:

    Nochmals ich. Das folgende möchte ich noch hinzufügen. Diese ganze Sache wird ja noch als “Championsleague” verkauft, ein Ausdruck, der schon seit Jahren (ja fast seit Anfang, d.h. seit die Championsleague eingeführt wurde) eigentlich nicht passt. Es kann doch nicht sein, dass aus den 3 oder 4 Topligen neben dem Meister (= Champion) auch noch die Teams bis Platz 4 in dieser League qualifiziert sind. Warum macht man nicht gleich eine Meisterschaft mit den besten Teams aus Europa, ohne diese noch fälschlicherweise “Championsleague” zu nennen? Man könnte ja ein Ranking erstellen, so wie es die FIFA mit den Nationalmannschaften macht.

  46. F.C. PAOK sagt:

    Sali Mämä, dein Vorschlag mit den 16 Teams finde ich gut, aber ich hätte da auch noch eine Idee.
    Folgendes:
    Die CL ist auf 24 Plätze beschränkt, direkt qualifiziert ist bloss der Meister des Landes das in der 5 Jahreswertung der UEFA auf Platz 1. ist. Die Restlichen 23 Teams müssen sich Qualifizieren in dem die Meister der restlichen Länder gegeneinander spielen die in der UEFA 5 Jahreswertung Platz 2.-47. besetzen.
    Die Meister der Länder die im Ranking Platz 48.-53 haben sind direkt für die EL qualifiziert (6 Teams). Bei der EL würde ich was die Anzahl Plätze angeht nichts verändern (32 Teams). Die restlichen 26 Plätze müssen die Vizemeister die in der Jahreswertung folgende Plätze haben 1.-52. gegeneinander ausmachen. Damit es einigermassen Fair ist würde ich das noch so aufteilen das die ersten 26 platzierten gegeneinander spielen und die restlichen 26 (Plätze 27-52) gegeneinander spielen.
    So bleibt das ganze Spannend, die grossen Teams können sich gegeneinander raus hauen bevor die CL und EL anfängt und die grossen Clubs müssen lernen mit ihrem Budget umzugehen, da sie nicht mit den Festen einnahmen der CL und EL rechnen können. Und die Mannschaften aus den schwächeren Ligen kriegen so eine Chance ihre Jahreswertung der UEFA zu verbessern.
    P.S. Wer in der K.O. Phase der CL raus fliegt wird nicht für die EL nominiert. So bleiben die CL sowie auch die EL spannend und die ewigs gleichen Begegnungen werden reduziert.

  47. KayDee sagt:

    Also grundsätzlich finde ich es nur schon doof, dass auch der 2./3. und 4. plazierte der Big 5 in der CL dabei sein kann. Das widerspricht schon einmal dem Namen Champions League. Es wäre finde ich reizvoller wenn wirklich von jedem Land nur der Meister teilnehmen dürfte, das würde dann auch die langweilige Duelle 2er Teams aus der gleichen Liga verhindern.
    Andere Mannschaften müssten dann auch anders wirtschaften, kleinere Mannschaften hätten dadurch die Möglichkeit sich ebenfalls jedes Jahr zu qualifizieren und etwas vom finaziellen Kuchen abzubekommen.
    Klar ich sehe auch gleich den Schwachpunkt an dieser Idee und es hat wie kann es auch anders sein mit Geld zu tun.
    Logisch sind Spiele zwischen sagen wir mal FC Basel und Rosenborg Trondheim weniger finanziell attraktiv als barcelona gegen Real oder so, aber so gebe es dann wirklich Duelle zwischen den aktuellen Landesmeister vom jeweiligen europäischen Land.

  48. Martin Locher sagt:

    Die Masse an Fussballspielen im TV macht Fussball für mich uninteressant. Ich habe unter Anderem deshalb diesen Sommer entschieden auf das Sky Sports Abo (hier in der UK der CL-Sender) zu verzichten. Es gibt noch genügend andere Kanäle die Fussball zeigen.

  49. Caravaggio sagt:

    Wieder mal ein früher-war-alles-besser Blog der Extraklasse (gähn!).

    Ich fasse mal zusammen:
    Chelsea gegen Barca: schlimm, weil immer das gleiche
    BATE Borissow gegen Viktoria Plzen: schlimm weil uninteressant
    Top-Team gegen “chancenlosen Exoten”: schlimm weil vermeintlich vorentschieden
    Ja was denn nun? Haben Sie vielleicht grundsätzlich etwas gegen Fussballspiele?

    Warum sind 694 Europacup-Partien in 10 Monaten “ein Irrsinn”? Premierleague, Bundesliga und ASL kommen bei weniger Teilnehmern auf fast 900 Partien in der gleichen Zeit. Trotzdem verfolge ich diese Wettbewerbe – ist das auch Irrsinn?

    Der ganze Trubel, den es letztes Jahr um “el classico” gab (oder auch die 4 x FCZ-FCB pro Saison), zeigt doch deutlich, dass die Behauptung “immer die gleiche Partie nutzt sich ab” einfach nicht stimmt. Auch wenn Sie diese These noch so einleuchtend finden, das Gegenteil ist der Fall. Genauso wie der “Sargnagel des Fussballs”. Das höre ich seit Einführung der CL und nichts dergleichen passiert.

    “Mark”s Post von 13:49 hat es deutlich gemacht, bezeichnenderweise hat niemand darauf reagiert. Die Mär von den Reichen die immer reicher werden und darum immer nur noch die gleichen Teams gewinnen ist im historischen Vergleich einfach nicht wahr. In den ach-so-tollen 70er Jahren haben Ajax und Bayern die Sache unter sich ausgemacht. Hingegen hat seit Einführung der CL noch kein Team seinen Titel verteidigen können.

    “In den letzten 15 Jahren war Porto der einzige Champions-League-Finalist, der nicht in einer der Top-5-Ligen spielt.” Naja, jeder liest halt aus Statistiken das was er will. Ich sage: In 10 Jahren (’73 – ’83) kamen die Gewinner aus 2 (!!!) Ligen).

    “Regelmässige CL-Teilnehmer aus kleinen Ligen werden uneinholbar.” Ich schau auf die derzeitige ASL-Tabelle und fasse mir an den Kopf (was hat eigentlich der FCZ mir den CL-Millionen gemacht?)

    Der Schlusssatz treibt einem wirklich die Tränen in die Augen.
    Dank Chancengleichheit kehrt die Spannung in die grossen Ligen zurück??? Was soll das denn heissen? Kommt die Dominanz von Barca etwa durch die CL-Millionen? Hat der ital. Fussball nicht massive Umwälzungen hinter sich? Sind die Bayern früher seltener Meister geworden?
    Und: Empfindet eigentlich irgend jemand diese Ligen als langweilig (ausser Leuten für die grundsätzlich früher alles besser war)? Die Zuschauerzahlen sprechen da eine andere Sprache.

    Sorry, aber dieser ewige Kulturpessimismus nervt einfach. Sicher gibt es viele langweilige CL-Spiele und die CL ist auch keine “Liga der Meister” sondern eine versteckte Europa-Liga. Na und?
    Der Vorschlag, die CL zu verkleinern führt halt einfach zu einer Renationalisierung des europäischen Clubfussballs (liegt ja allgemein im Trend). Aber vielleicht können wir uns aufgrund der frei werdenden Termine ja dann 6 mal im Jahr Xamax gegen Thun anschauen…

    • Mämä Sykora sagt:

      Eine kurze Replik: Es ist denke ich ziemlich einleuchtend, dass drei komplette Meisterschaften mehr Spiele ergeben als der Europacup, schliesslich treffen dort die Mannschaften jede Woche, manchmal gar mehrmals, aufeinander. Die Meisterschaften ergaben immer ungefähr gleich viele Spiele, während der Europacup immer mehr aufgeblasen wurde.
      Zum historischen Vergleich: Der gestaltet sich ziemlich schwierig. Dass es immer wieder dominante Teams gegeben hat, versteht sich von selbst. Wer ein gutes Team beisammen hatte (und einen gewissen Namen), der konnte dies auch beisammen halten, woraus sich diese Dominanz ergeben hat. Heute ist dies unmöglich, weil Leistungsträger stets sofort weggekauft werden. Dafür braucht es Geld, so viel hatte kein Verein in der Prä-CL-Ära. Und wenn Sie 73-83 herbeiziehen, so sollten Sie auch erwähnen, wer denn z-B- die Finalgegner waren: Leeds, St. Etienne, Gladbach, Brügge, Malmö. Das war möglich, weil der Abstand zu den Top-Teams noch nicht so riesig war, wie er heute eben ist.
      Und den FCZ als «regelmässigen Champions-League-Teilnehmer» zu bezeichnen, ist doch etwas wunderlich. Ich dachte dabei eher an Teams wie Porto, Benfica, Olympiakos, Celtic/Rangers, Basel. Auch ohne CL wären diese Teams wohl oft sehr weit vorne in der Tabelle, dank den Zusatzmillionen sind sie mittlerweile aber kaum mehr einzuholen.

      • Lafb Susl sagt:

        Darum wird ja Basel auch jedes Jahr Meister und St. Gallen ist abgestiegen, weil Zürich in der Champions League gespielt hat. Herr Sykora, ich bin im Grunde genommen Fan ihrer analytischen und vornehm zurückhaltenden Blogposts, aber dieser hier hat ein bisschen zu viele Widersprüche.

        Ich finde das derzeitige Format der Champions League (32 Teams, die “grossen” Ligen dürfen bis zu vier Teams senden) eigentlich ziemlich Ideal.

        Ich bin nur begrenzt interessiert an europäischem Klubfussball und schaue mir viel lieber die Spiele der Axpo Super League an, da ich meinen Fussball gerne mit regionalem Bezug habe, wenn ich mich dann aber im späteren Verlauf des Wettbewerbs einklinke (Also Champions League-Viertelfinale), dann bin ich ehrlich gesagt froh, dass ich mir dort Partien wie Chelsea-Real oder Inter-Arsenal ansehen kann, auch wenn keiner dieser Teams im vergangenen Jahr Meister geworden ist.

        • Mämä Sykora sagt:

          Dass eine einzige Champions-League-Teilnahme eine nachhaltige Dominanz verspricht, das denkt glaube ich keiner und steht auch nirgends im Text. Sonst wäre auch Thun nicht abgestiegen und auch in anderen Ländern sähe es deutlich anders aus. Es geht um die Auswirkungen von regelmässigen Teilnahmen.

  50. Aslan sagt:

    Lieber schaue ich mir Barca-Chelsea 10x als die langweilige ASL. In der ASL oder sonst einer Liga spielen auch immer wieder die gleichen Manschaften um den Cup. Ist das auch langweilig. Sorry aber Sie zeigen nur Ihre Abneigung gegen guten Klubfussball und ist keinesfalls repräsentativ. Champions-League war und ist immer sehenswert!

  51. andy sagt:

    Vor ein paar Jahren wollte Uli Hoeness eine Europäische Meisterschaft analog den nationalen Meisterschaften…, mit den besten Clubs oder den finanzstärksten…
    Irgendwie verstehe ich Uli Höness, spielen doch die Bayern, Manu, Real, Inter, Barca, Chelsea usw. wie in einer anderen Liga, auch national …Bayer-FcFreiburg usw. Real-Getafe alles andere sind Ausnahmeresultate.
    Den Unterschied sah man(n) Bayern-FCZ, Bayern-FCB usw. Sportlich ist ein Wettkampf der Giganten eben das Gelbe vom Ei.
    Die Championsleague der UEFA sollte weiter geführt werden, aber ohne die Boni beim Erreichen dieser Plätze.

  52. Ante J. sagt:

    Als Schweizer würde ich mich auch nicht auf die CL freuen. Mehr als die Vorrunde ist in der Regel ja nicht drin.
    Die Engländer, Deutschen und Spanier fiebern diesem Event schon seit dem Abpiff des Finales im Mai zu.
    Die Schweiz ist keine Fussballnation. Das sieht man ja deutlich an einer WM / EM. In jedem Fussballland kochen
    die Emotionen bei einem solchen Turnier hoch. Und in der Schweiz wechselt man die Trikots je nachdem welches Team
    sich gerade auf der Siegesstrasse befindet.

    Juchuuuuu CL fängt an!!!!!!!!!

  53. Pat sagt:

    Ich finde nicht, dass die CL der Sargnagel des Fussballs ist. Auch wenn (wahrscheinlich aufgrund rückläufiger Zuschauerzahlen) nun wieder mehr Meister mittun dürfen. Und auch wenn Geld eine gewisse Rolle spielt, schlussendlich gewinnt das beste Team und nicht der Club welcher die meisten Stars hat. Siehe Barcelona oder Porto. Deswegen kein Sargnagel. Ich glaube auch nicht, dass eine Beschränkung auf nur Meister an den finanziellen Gegebenheiten der Grossclubs was ändern würde. Das meiste Geld generieren diese nicht durch die CL, sondern durch private Gönner etc. Anders wären diese Budgets von 200 oder mehr Millionen gar nicht finanzierbar.
    35 mal z.B. Milan – Real finde ich auch nicht mehr so spannend. Vorallem weil auch die Spiele oft nicht mehr so toll sind.
    Ich fände es wäre ein Versuch wert, wenn nur noch die Meister von Platz 1 -16 in der Koeffizientenlisten für die CL qualifiziert wären. Gross gegen Klein ist oft spannender, die Hütte auch voll und das Spiel auch noch besser als wenn sich immer die gleichen “Top-Teams duellieren. Allerdings denke ich nicht, dass dies kommen wird und das die Engländer, Spanier, Italiener etc. das gleich sehen.

  54. Fussballbegeisterter sagt:

    Also der Artikel ist ein Witz… Ich find den Modus der CL super und auch das mal kleine Mannschaften dabei sind!
    Das einzige was einmal schlecht war, waren die zwei Gruppenphasen. Heute ist fast jedes Spiel wichtig um weiter zu kommen während der Gruppenphase…. gerade Gruppen wie arsenal, dortmund, marseille und piräus finde ich total interessant und es ist schwer vorrauszusagen wer dort weiter kommt… ausserdem haben auch mannschaften wie piräus ein gutes team und noch bessere fans!

    Danke für die wunderschönen CL Abende uefa!

    (p.s. wenn etwas schlecht ist dann der Modus der Schweizer Liga… )

  55. Mad sagt:

    Es ist soweit, die Spiele haben begonnen. Mehr zu Geldern, Favoriten und Quoten habe ich, für die, die es interessiert, hier: http://diemeinungen.de/index.php/sport/546-fussball-champions-league-20112012-die-favoriten-die-gelder-die-quoten

  56. Ich glaube, dass heutige Spiel zwischen Galati und Basel duerfte ebenso wenig als Knueller betrachtet werden wie das von Ihnen erwaehnte Spiel zwischen Viktoria Pilsen und Bate Borisow und ausserhalb Rumaeniens und der Schweiz kaum jemanden interessieren?

  57. Wishaw Thomas sagt:

    Mämä, ich sehe das ähnlich.
    Zu erwähnen wären noch die TV-Gebüren in den jeweiligen Ländern.
    z.B: B.München beansprucht am meisten TV-Geld, weil sie sagen, wir sind der beste Verein und wegen uns schauen die Leute Fussball – klingt logisch. Also auch hier wird den Grossen das Geld in den Gluteus geschoben. – noch mehr Geld. (Wettbewerbsverzehrung?….nächster Blog vielleicht?)
    Lachhaft sind auch Aussagen der Clubführungen, dass ihre Spieler zu viele Spiele bestreiten – ja was jetzt? Geld oder Gesundheit! Auffallend ist jeweils, dass die Länderspiele angeprangert werden. (Verletzungsgefahr/ Versich. und keine direkten Einnahmen – Gruss an Dieter H.)! …… Selberschuld wenn man nur Nationalspieler kauft/hat.
    Aufhören müssen vorallem die teuren Einkäufe der hochverschuldeten Vereine wie Barca, Real M., ManU, usw. es kann doch nicht sein, dass man Spieler für 40 Mio. kauft und die Schulden belaufen sich im 3stelligen Mio. bereich? (wieder Wettbewerbsverzehrung?)
    Es muss etwas bei der Geldverteilung wie auch bei dem CL- Modus geändert werden. Der Fussball macht sich selber “kaputt”…nicht heute aber in absehbarer Zukunft.
    ….und zum Schluss ein Zitat: ” Meine Damen und Herren, wenn ich weniger wüsste, könnte ich Ihnen mehr erzählen”!
    Gruss

    • Stephan H. sagt:

      In der Bundesliga ist die Verteilung der TV gerecht verteilt. Bayern bekommt ca. 25 Mio. Auf Platz 10 bekommt man noch ca. 19 Mio. Das sind ca. 6 Mio weniger. In Spanien bekommt bekommt Real ca. 135 Mio von den insgesamt 600 Mio. Getafe bekommt ca. 6 Mio.
      Die Bayern wollen diese Verteilung beibehalten da der Wettbewerb durch eine andere Verteilung (siehe Spanien) noch mehr verzerrt wird.