Logo

Der FC Basel spielt Goalie-Roulette

Thomas Renggli am Samstag den 16. April 2011

Ist es purer Leichtsinn oder sichere Zukunftsplanung? Roulette oder Kapitalanlage? Personelles Vabanquespiel oder strategische Weitsicht?

Würden Sie einen Blue-chip im Portefeuille gegen eine risikoreiche Option tauschen – grosse Gewinnchancen hin oder her?

Vor diese Frage sahen sich die Verantwortlichen des FC Basel gestellt. Sollen sie auf der Torhüter-Position weiterhin auf den 30-jährigen Argentinier Franco Costanzo setzen – oder auf den acht Jahre jüngeren Schweizer Yann Sommer? Die sportliche Momentaufnahme liesse nur einen Schluss zu: Costanzo ist die klare Nummer 1 der Liga und massgebend dafür verantwortliche, dass sich der FCB nach Dreiviertel der Saison auf Meisterkurs befindet. Würde Costanzo das Trikot des FC Zürich tragen, die Hierarchie an der Spitze könnte anders aussehen.

Yann Sommer gilt als grösstes Schweizer Talent. Es spielte 2009/2010 eine überragende Saison bei den Grasshoppers und hat als Stammkeeper der U-21-Auswahl auch international tiefe Spuren hinterlassen. Neben dem Alter spricht das Preisleistungsverhältnis für ihn: Costanzo verdient pro Saison angeblich 1,4 Millionen Franken, Sommer einen Viertel davon.

Trotzdem sei die Frage an dieser Stelle erlaubt: Sparen die Basler nicht am falschen Ort? Läuft alles nach Drehbuch, spielen sie nächste Saison erneut in der Champions League – und haben zusätzliche Einnahmen von 25 Millionen Franken auf sicher. Ausserdem besitzen sie personelles Kapital (Stocker, Shaqiri), das auf dem Transfermarkt Millionenerträge abwerfen wird.

Die Halbwertszeit eines Torhüters dauert wesentlich länger als die eines Feldspielers. Costanzo könnte noch mindestens fünf Jahre auf höchstem Niveau spielen – und die Konkurrenz endgültig um den Verstand bringen. Ein Transfer in eine ausländische Topliga wäre (bei einer Vertragsverlängerung in Basel) wohl für immer vom Tisch. Sommer dagegen steht im Frühling seiner Karriere. Mit dem Abstecher zum FC Vaduz sind seine Ausland-Ambitionen kaum schon erfüllt.
Drei Szenarien sind denkbar:

  1. Yann Sommer wird seinem Talent von Beginn weg gerecht, erfüllt alle Erwartungen – erliegt dann aber früher oder später den Avancen aus dem Ausland.
  2. Sommer erweist sich als solider Super-League-Torhüter à la Leoni, Vailati oder Zibung, kann Costanzo aber nie vergessen machen.
  3. Sommer bezahlt Lehrgeld, erleidet auf europäischem Rasen eine schmerzhafte Bauchlandung und destabilisiert die FCB-Defensive auch auf heimischem Terrain.

Liebe Leser, wie hätten Sie entschieden? Costanzo oder Sommer? Teure Lebensversicherung? Günstigere Risikoalternative? Oder spielt es keine Rolle? Von der Richtigkeit der Basler Antwort hängen die künftigen Kräfteverhältnisse in der Super League ab.

PS: Eigentlich müsste der FCZ von der neuen Ausgangslage profitieren – und Costanzo auf die nächste Saison hin in den Letzigrund locken. Der «Yapi-Effekt» könnte in der Meisterschaft doch noch zum grossen Umbruch führen.

« Zur Übersicht

47 Kommentare zu “Der FC Basel spielt Goalie-Roulette”

  1. Beni sagt:

    Ich würde auch auf Sommer setzen. In der vorherigen Saison war Sommer die Nr. 1 in der Liga; Costanzo war höchstens die Nr. 3. Er hat sich auf diese Saison hin stark verbessert. Das zeigt, dass Sommer klares Potential hat, in die Fussstapfen von Costanzo zu treten. Wenn ihm dies gelingt, wird er die nächsten 2 – 3 Jahre in Basel bleiben, bevor er ins Ausland zieht. Und dies ist auch im Fussball eine lange Zeit – wer plant denn schon länger als über diesen Zeitraum?
    Sommer wird dann auch zum Thema als Nati-Torhüter; auch dort wird ein Generationenwechsel nächstens zum Thema.

    • n.v. sagt:

      Was erzählst du da für einen Blödsinn. Constanzo ist ganz klar die Numme 1 in Basel, sonst würde ja jetzt Sommer spielen. Auch sonst, Sommer wäre ein zu grosses Risiko, FCB will ja in der Champions-League bestehen, das erträgt keine Experimente. Der FCB (analog Bayern München) ist nicht der z.B. FC Luzern. Der FCB steht auch für die Schweiz. Mit einem Risiko Goali kann man in der CL nicht bestehen! Alles klar? Constanzo muss bleiben sowohl wirtschaftlich als auch sportlich! Sommer ist im falschen Verein! Obwohl, ich sehe ihn auch als grosses Talent, beweisen muss er dies aber noch!

      • Papagei sagt:

        Was erzählst du da für einen Blödsinn. Costanzo ist zwar ein guter Torwart, aber auch nicht so überragend, wie du (und auch der Artikel) das darstellst. Basel hat einfach das Problem, dass sie zwei überdurchschnittliche Torhüter in ihren Reihen haben. Sowohl Sommer als auch Costanzo wären bei allen anderen Vereinen wohl unbestritten die Nr. 1.

        Übrigens hat Costanzo in den letzten Spielen ein paar üble Schnitzer eingebaut..

        Ich bin vehement dafür, dass man den mit Abstand talentiertesten Torwart, den die Schweiz seit langem hat, endlich auch einsetzt. Ich bin überzeugt davon, dass der FCB in der Champions Leauge dadurch eher zusätzliche Stabilität erhält, weist Stocker doch vor allem bei der Strafraumbeherrschung noch einmal ein ganz anderes Level im Vergleich mit Costanzo auf.

  2. n.v. sagt:

    Ich war selber Goali,darum ganz klar,ein FCB kann/darf nicht auf Constanzo verzichten,sonst wird Geld am falschen Ort gespart.Constanzo ist 30,bestes Torhüter-Alter,Teamstütze,bestandener Torhüter und hat noch 10 Jahre vor sich,wo er noch besser und reifer wird.In Constanzo muss man investieren um auch in der Champions-League sportlich und wirtschaftlich erfolgreich zu sein.Der FCB ist nichts für einen jungen Torhüter (analog FC Bayern),die Ansprüche des FCB’s sind höher als jene des z.B. FC Luzern’s.Nichts gegen Sommer,aber Sommer ist im falschen Verein,er hätte bei GC bleiben und dort reifen sollen. So hat er keinen Leistungsnachweis auf höherem Niveau und ist für den FCB und den Schweizer Fussball ein Risikofaktor. Constanzo muss bleiben!

    • Alex Schlau sagt:

      Dem ist nichts mehr hinzuzufügen…..
      Es ist ein fatales Eigengoal des Vorstandes…. mal schauen, was es “uns” noch kosten wird…..
      Befürchte viel…. auf jeden Fall mehr als den “Aufpreis” auf Franco Magnifico (h.i.E.)…..

    • Thomas sagt:

      Sehe ich genauso! Costanzo beweist nun seit Jahren Wochenende für Wochenende, welch überragende Klasse er zwischen den Pfosten besitzt und wie wertvoll und (fast) unersetzlich er für den FCB ist. Auch wenn es sich nicht klar beziffern lässt, wieviele Punkte er dem FCB schon gerettet, respektive wieviele Male er diesen im Spiel gehalten hat, eines ist sicher: Er ist jeden Rappen seines zugegeben hohen Gehaltes wert, und ein solcher Abschied tut weh, am meisten wohl noch den Baslern selbst. Aber wie’s halt so ist im Leben und ganz besonders im Sport: Der wahre Wert eines Einzelnen lässt sich immer erst ermessen, wenn er nicht mehr da ist. Aber dann ist`s eben zu spät…

  3. Knobel sagt:

    Es hat mich schon erstaunt, dass man sich in Basel vom zwar teuren, aber sehr erfolgreichen und sehr beliebten Franco Costanzo trennen will. Die Fans wollen Costanzo ja nicht gehen lassen. Die Clubleitung will aber offenbar mit Yann Sommer die viel billigere Lösung. Und vor allem: man will das Talent Sommer nicht an einen Konkurrenten verlieren. Ob das alles richtig ist? Einen “Baumeister” des Erfolgs (Costanzo), ohne dass er selber gehen will, einfach aus dem Team zu kippen, ist gefährlich und vielleicht auch leichtsinnig. Ich hätte mit Costanzo ein, zwei Jahre weiter gemacht. Costanzo beim FCZ? Über dieses Witzchen mag ich nicht einmal lächeln…

    • karl grob sagt:

      Ha eifach ä bitz Problem mit gwüssne Persone. Was händ eigentli Bysler im Tagi z’sueche? Das isch ä ZH Zytig. Bysler Kommentär ghöred id Wirtschafszytig BLICK……

      • Archifus sagt:

        Der Tagi wird zusammen mit der bazonline.ch, der berner zeitung sowie dem Bund von newsnetz.ch gefuettert und ist also interkantonal. Grafik und z.T. auch der Inhalt sind identisch. Wenn man bei den Browser-Einstellungen die Scripts von newsnetz.ch verhindert, erscheint eigentlich nur noch der kantonale Teil der Zeitung. Gehen Sie mal die erwaehnten Zeitungen aufrufen – dann sehen Sie klarer.

      • phil barbier sagt:

        Lieber Herr Grob, tauschen Sie oben in der Adresszeile Ihres Web-Browsers einmal das Wort ‘tagesanzeiger’ mit dem wort ‘bazonline’ aus – und schon befinden Sie sich im Blogbereich der Basler Zeitung. Staun! Des Raetsels Loesung: http://www.newsnetz.ch .
        Ihr Input bezueglich ‘Wirtschaftszytig’ ist aber gelungen . . . 😉

  4. Dr. Robredo sagt:

    Genau Herr Renggli, Costanzo zum FCZ. Als ob er sich noch weiterhin die Gurkenliga antun muss, der FCB war für ihn eine Herzensangelegenheit, er würde es wohl vorziehen arbeitslos zu sein, als nach Zürich zu wechseln.

    Ausserdem präsentiert der FCZ demnächst ja “sensationelle Zahlen”. Ob man sich da einen Luxus-Goalie à la Costanzo überhaupt leisten könnte?

    • Lorenzo sagt:

      So ein dummer Geschwätz! Der will den gleichen Zahltag, sonst nichts. Übrigens finde ich Sions Goali klar besser als Costanzo. Von wegen Nr. 1 der (Gurken)liga.

    • Lukas Feuz sagt:

      Noch ein paar Jährchen in Zürich spielen und dann ab in die Hochfinanz

    • n.v. sagt:

      Constanzo muss in Basel bleiben,ganz klar. Der FCZ hat mit Leoni doch einen bestanden Torhüter, der immer noch besser wird. Der FCZ hat kein Torhüter Problem!

  5. Anja sagt:

    Tja Herr Renggli

    Da hätte halt mal einer vom FCZ ein paar Jahre früher bei River sich den Costanzo anschauen müssen, das war mal eine
    lohnenswerte Reise nach Argentinien. ich weiss noch wie die Schlagzeilen im Sommer/Herbst 2006 über Costanzo lauteten,
    da hat kaum einer einen Pfifferling auf ihn gegeben. Ich kann mir nicht vorstellen dass Franco nach Zürich wechselt, wie sollen die ihn denn bezahlen und ausserdem wie von dieser tristen Atmosphäre im Letzigrund überzeugen?

  6. Igor sagt:

    Der Jens Lehmann ist doch bald wieder zu haben. Und der Neuer ist sich auch noch nicht so sicher.

    Grössenwahnsinn aus dem Baselbiet… Am besten würde wohl Rene Higuita passen

  7. Walter Signer sagt:

    Die Frage ist doch: Was geht in Costanzos im Hinterkopf vor? Das aufzuspüren ist nicht ganz einfach. Da nützen alle Theorien nichts.

  8. Fritz Bünzli sagt:

    Hört mir auf mit diesem Costanzo. Wie viele faule Eier hat er (vor allem am Anfang) seiner Karriere bei FCB kassiert ? So viele Finger habe ich gar nicht um die alle aufzuzählen und noch heute ist er nicht die Konstanz in Person. Dann doch lieber auf einen Jungen setzen. ( S. Mönchengladbach usw.))

    • Igor sagt:

      Ha, lustig Mönchengladbach ist natürlich ein super Beispiel. Die steigen gerade ob in die 2. Bundesliga. Ein Kenner vor dem Herren.

      • Osterei sagt:

        Ter Stegen hat bis anhin 2 Spiele für die Gladbacher absolviert, ist also kaum für den drohenden Abstieg verantwortlich und dementsprechend ist dem Fritz Bünzli völlig zuzustimmen.

    • Alex Schlau sagt:

      Anzahl Finger >= Anzahl Hirnzellen welche für die Fussball-Kompetenz zuständig sind????
      So ein richtiger Nachplapper-Eintrag…. ja die wilden Jungen…. bla-bla-bla…. Frei rauss und ähnlicher Blödsinn…
      Jung heisst nicht automatisch gut und wenn gut nicht umbedingt bleibt gut……
      Also einfach Ball flach halten wenn…. aber das hab ich ja schon geschrieben….

      • Fritz Bünzli sagt:

        @Alex Schlau; nein, jung heisst nicht unbedingt besser aber viiiel billiger und besser kann ein Junger immer werden. Ich weiss Kollege Schlau, die Wahrheit tut halt manchmal etwas weh. Gleiches Thema auch für Fussballgott Othmar; solche Resultate erreicht man auch mit Trainern die nicht die Hälfte verdienen. “Tscheggses ?”

        • Alex Schlau sagt:

          unser neuer Messias und Fussball-Trainer Mösiö Bünzli….
          *erstarrt vor Erfurcht*
          oder war es Faustball??

    • n.v. sagt:

      Die paar faulen Eier erhielt er vor Jahren und zu Beginn seiner Karriere beim FCB. Mittlerweile ist Constanzo eine Grösse! Schaue den Ist Zustand, Constanzo ist eine Grösse! Der FCB muss in Constanzo investieren, das zahlt sich sportlich und wirtschaftlich aus, Sommer ist ein unkalkulierbares Risiiko (Obwohl er Talent hat, dies aber noch bestätigen muss).

  9. Karl Eigenmann sagt:

    Der Titel 10/11 ist noch nicht vergeben! Offensichtlich ist man in Basel aber sicher, diesen heuer wieder zu gewinnen… Ich sehe darin das Hauptproblem dieser Goalie-Rochade – ob Costanzo für die restlichen Spiele vollen Einsatz für einen Club geben wird, der ihn nicht mehr will, ist wohl eine berechtige Frage… lieber einen Zweikampf meiden, als sich zu verletzen – wird es sich nun wohl (unbewusst) sagen.

    • Anja sagt:

      Franco weiss dies schon seit geraumer Zeit dass die Weichenauf Abschied stehen und sein Einsatz war bis dato tadellos, warum sollte sich das ändern. Er geht sicher lieber mit einem Kübel in der Hand und einer Meisterprämie als ohne.
      Haben Sie in letzter Zeit gesehen dass er weniger in die Zweikämpfe ging? Der Mann ist Profi und verhält sich auch so

    • n.v. sagt:

      Constanzo wird/muss alles geben. Er muss sich ja empfehlen für einen allfälligen Transfer. Aber der FCB kann nicht auf Constanzo verzichten, weil er eine Bank ist und für die Champions League und beim FCB sportlich und finanziell keine Experimente gemacht werden können. Sorry für Sommer, er hat keinen Leistungsausweis, den muss er sich noch erarbeiten. FCB ohne Constanzo ein unkallkulierbares Risiko, dies für den Schweizer Fussball und den FCB selber! Constanzo muss bleiben!

  10. Karl sagt:

    Franco Costanzo Twitter: @francocostanzok

    • Anja sagt:

      Er twittert nicht selber, das macht jemand der seinen Namen benutzt, hat er selber in einem Interview gesagt. Auch die FB Seite moderiert er nicht, das tut auch jemand anderer

  11. Matthias sagt:

    Also das der FCZ Costanzo nach Zürich locken sollte, halte ich angesichts der beim FCZ doch angespannten finanziellen Situation für eine grössere Utopie. Auch für den FCB ist Costanzo eigentlich zu teuer und da man als zweiten Goalie das wohl grösste Talent der Schweiz hat, finde ich diesen Schritt absolut nachvolziehbar. Dass Costanzo, wie geschrieben, noch 5 Jahre auf diesem Niveau würde spielen können, ist unbestritten. Aber ich denke in spätesten 2, wenn nicht schon in einem Jahr, wäre Sommer dann auf jeden Fall weg. Denn lange gibt sich so ein Talent sicher nicht mit der Nummer 2 zufrieden.

  12. Remo sagt:

    Meines Erachtens wird Costanzo klar überschätzt. Natürlich ist er ein guter Torwart mit sehr starken Reflexen auf der Linie. Es passieren ihm aber zu häufig Fehler der Kategorie peinlicher Aussetzer, z.B. beim Rauslaufen. Andererseits kann ich auch nicht verstehen, wieso man bei Sommer von einer Risikooption spricht, der hat bisher (bei GC) und bei seinen wenigen Einsätzen beim FCB zumindest solide gespielt. Am ehesten wird ihm wohl die Erfahrung fehlen das Team in schwierigen Momenten anzutreiben. Ich (als FCB-Fan) befürworte jedoch klar die Option Sommer, mir scheint der Zeitpunkt nahezu ideal um jetzt auf das neue Pferd zu setzen.

  13. Diese Angst, dass der FCB mit Sommer seine Leaderstellung in der SL verlieren könnte ist irreal. Sommer ist jung und ehrgeizig. Dazu hat er bewiesen, dass auch er nicht nur mit tollen Paraden sondern auch mit gutem Dirigieren seiner
    Abwehrleute klar kommt. Der Jugend gehört die Zukunft! Basel kann auch mit Sommer Meister werden!

  14. Yanik Müller sagt:

    Was ich von Renggli in Sachen Fussball lesen darf ist spitze, dieser Journi versteht was – eine Seltenheit in der Schweiz. Der FCB handelt amateurhaft ohne Weitsicht.

  15. M. Seifert sagt:

    Was! Ein junger, durchschnittlicher Torhüter in der CH, der am Wochenende ein paar Bälle hält, verdient 350’000 Franken? Unglaublich. Und da diskutiert man jeweils über die Wirtschaftsabzoker. Solche Löhne für einen nota bene durchschnittlichen (Leoni, Wölfli, Costanzo etc. sind doch eindeutig besser) Tschütteler sind doch einfach jehnseits. Das ist einfach nicht mehr normal. Hat der die Matura gemacht, Studiert, Auslanderfahrung gesammelt, trägt riesige Verantwortung für hunderte von Mitarbeitern etc? Nein, der hält (oder auch nicht) bloss Fussbälle.

    • Fritz Bünzli sagt:

      Ketzerische Gegenfrage; weshalb soll einer der auf Steuerzahlers Kosten ewig das Schulbänkli drückt per se mehr verdienen als ein Fussballer ? Ein Fussballer/Musiker/Künstler etc. der die Leistung nicht mehr erbringt wird gnadenlos abgesägt. Einem Mänätscher wird noch der goldene Fallschirm umgehängt.

      • M. Seifert sagt:

        1. Drücken die nicht ewig das Schulbänkli
        2. Sind es gerade diese Leute, die später viel mehr (auch finanzielle Lasten) für die Allgemeinheit tragen als andere und damit ihre Ausbildung mehr als nur zurückzahlen
        3. Der Weg ist das Ziel. Es ist klar, dass wenn jemand Jahre an Ausbildung auf sich nimmt (z.B. ein Anwalt muss noch 10 Jahre länger “in Ausbildung” als ein normaler Studienabgänger) mehr kann und mehr verdient als einer, der einfach mit 16 (weil er sofort unabhängig sein will und Geld ausgeben will) einen Job ausübt.
        4. Ist und bleibt es eine Frage der Relation. Ich rede nicht von Topmanagern sondern von Leuten, die viel Entbehrungen auf sich genommen haben, z.T. 10 Jahre längere Schulausbildung hatten, grosse Verantwortung tragen, zumeist Arbeitsplätze schaffen und dann z.B. 100’000 Franken verdienen (auch ein guter Lohn). Aber dieser gute Lohn hat eine Geschichte. 350’000 Für einen durchschnittlichen Tschütteler (nota bene in der CH) ist einfach masslos.

    • n.v. sagt:

      Hallo M.Seifert, zur richtigen Zeit am richtigen Ort, die richtigen Leute stehen auf einem, aber ohne Leistung wird nichts geschenkt. Sie sind wohl ein Neider. Sie oder jedermann können ja auch Torhüter werden und dann wählen ob Sie den angebotenen Lohn ablehnen wollen. Der Lohn funktioniert auch im Fussball mit Angebot und Nachfrage. Schon richtigt, 350’000 sind viel Geld, aber dieser Lohn ist nicht der Normalfall, viele verdienen in dieser RisikosportartSie werden überrascht sein

  16. Gottfried Balzli sagt:

    Lieber Herr Renggli, der beste Torhüter der Liga heisst nicht Franco Costanzo, sondern Marco Wölfli.

    • Thomas Renggli sagt:

      Einspruch. Der beste ist Costanzo. Die Nummer 2 (mindestens) ist Roman Bürki. Dieser Mann hat Gold in den Händen…

      • Franz sagt:

        Costanzo ist für mich ein sehr guter, aber kein überragender Goalie. Gerade heute gegen GC sah er meines Erachtens beim Tor von Callà schlecht aus. Er war schon vor der Schussabgabe unten. Dieser Treffer war nicht unhaltbar.

      • Matthias sagt:

        Einspruch. Wer der wirklich beste ist, kann wohl niemand sagen. Costanzo ist gut, keine Frage, Vanins, Wölfli halte ich für mindestens ebenbürtig. Sommer und Bürki sind hervorragend, müssen dies aber wohl noch über einen grösseren Zeitraum beweisen. Aber die zwei sind so grosse Talente, dass sie das zweifellos noch tun werden.

  17. Urs Rippstein sagt:

    Eine Fussballweisheit besagt: Ein Klassetorhüter (wie zum Beispiel Franco Costanzo) der langsam in die Jahre kommt, ist wie alter Wein, er wird immer besser, je älter er wird. Natürlich hat das Alter des Weins wohl auch seine Grenzen und seinen Preis, das leuchtet sowohl den Weinkennern als auch den Fussballsachverständigen ein – nur nicht den Verantwortlichen des FC Basel. Fakt ist: Franco Costanzo ist im besten Torhüteralter. Es würde jetzt den Bogen überspannen, wenn ich X beliebige Beispiele aufzählen würde, wo alternde Klassetorhüter in europäischen Ligen während Jahren mit Top-Leistungen (ohne nennenswerte Leistungseinbrüche) aufwarteten und ihre Teams zu Meriten führten. Ich habe rein gar nichts gegen das veritable Talent von Yann Sommer. Nichtsdestotrotz löst der Entscheid vom Vorstand des FC Basel Kopfschütteln bei Fussballkundigen aus. Einen solch souveränen Stammgoalie (aus wirtschaftlichen Gründen?) auszumustern, grenzt an dreiste Überheblichkeit, zumal clubintern der Anspruch auf Champions-League-Teilnahme besteht, wo eben gerade die Erfahrung eines Torhüters besonders gefragt ist. Wegen dieses fragwürdigen Entscheids dürfte der FC Basel noch Häme und Spott von seinen Meisterschafts-Mitstreitern, dem FC Zürich u./o. der BSC Young Boys abbekommen. Ich gehe davon aus, dass der FC Basel sich selbst ein Ei gelegt hat. Denn ich bin der Meinung, dass der Entscheid gegen Franco Costanzo den FC Basel im Endeffekt teurer zu stehen kommen wird, als wenn er sich zur “preisgünstigeren” Variante mit Yann Sommer bekennt hätte. Im Übrigen bin ich in allen Punkten mit Thomas Renggli einig.

    • DAM sagt:

      @Urs Rippstein
      – Ich stimme Ihnen in allen Punkten voll und ganz zu.
      – Paradebeispiel für den grossen Wert eines (alten) Torhüters ist im Moment wohl Edwin van der Sar bei ManU.
      – Sommer hat sicherlich grosses Talent. Für eine Club wie den FCB mit europäischen Ambitionen braucht es aber vor allem auch Erfahrung und die bringt Costanzo mit. Eine ideale Variante wäre es gewesen mit Costanzo zu verlängern und Sommer nochmals für 2-3 Jahre an einen anderen Verein auszuleihen, damit er weiter Spielpraxis sammeln kann.
      – Der beste Torhüter der ASL ist für mich aber nicht Costanzo sondern Andris Vanins in Sion. Es ist schon seltsam: Da hat CC doch mal einen Supertransfer getätigt und (fast) keiner hats gemerkt.

  18. Lew Jaschin II sagt:

    Ich bin dreiunvierzig und immer noch ziemlich sprunggewaltig, im Fall.

  19. Debi Meier sagt:

    Costanzo würde NIE zum FC Zürich wechseln, da er selbst nicht gegen den FCB spielen möchte.

    Danke Franco für die tollen Leistungen, die du uns immer wieder zeigst.

  20. M. Steinberger sagt:

    Nach dem Match gestern in Neuchàtel: Den Baslern allgemein und Constanzo im speziellen flattern die Nerven. Der Showdown wird am 11.5. stattfinden. Dann heisst es auch Leoni vs Costanzo.