Züri Fäscht: Piercing? Yolo! 2 für 1!

Yay! Fast gratis! Unbedingt voll ausnutzen! Körpeschmuck-Discount!

Yay! Fast gratis! Unbedingt voll ausnutzen! Körpeschmuck-Discount!

Beim Durchstöbern der Angebote am diesjährigen Züri Fäscht bin ich neben gefühlten 10 000  Lounge-Bar-Clubs auf ein wortwörtlich bestechendes Angebot gestossen:

Giahi-Tattoo (ihr wisst schon, diese Tattoo-Ladenkette, das Starbucks-Äquivalent für Sternchen im Nacken und gepiercte Oberlippen) bietet am Züri Fäscht Piercings 50 Prozent billiger an. Ich kann mir also meine Lippe doppelt stechen lassen – oder alle vier für den halben Preis. Natürlich in einer Lounge-Bar-Clubamosphäre. Der Traum jedes 20-jährigen Partyhuhns!

Natürlich ist es da, mitten im Trouble des Fäschts, auch die beste Entscheidung, sich irgendwo ein Loch hineinstechen zu lassen. Dass die hygienischen Verhältnisse nach dem 14. Lounge-Club-Bar-Besuch beim Rumstolpern im Müll oder beim Austausch von Körperflüssigkeiten mit dem neuen Fäscht-Gschpusi rapide auf den Level einer Deponie in Mexiko City sinken könnten, ist bei dem Preisvorteil vernachlässigbar.

Tätowieren lassen kann man sich übrigens nur mit Voranmeldung. Da scheinen die einheimischen Tätowierer viel aus dem Film «Hangover II» gelernt zu haben. Aber auch die Tattoos sind 20 Prozent billiger! (Yay, das sind 6 statt 5 kleine herzige Sternchen für ein ganzes Leben  am Handgelenk und im Nacken! Oder so.) Wenigstens müssen sie sich nicht mit Strafklagen von Männern herumschlagen, die sich besoffen in filigranen, chinesischen Buchstaben «Dicke Titten» auf die Brust haben stechen lassen.

Auch Piercings werden nicht an Betrunkenen durchgeführt. Obwohl ich mich frage, wie man das kontrollieren will. Gibts so Röhrchen, in die die Leute blasen müssen? Weil, es ist Züri Fäscht, und man merkt den Leuten den Alkohol nicht so gut an, wenn sie auf Koks oder XTC sind.

Egal. Die Löcher wachsen ja wieder zu, wenn mans nicht mag. Meistens. Und die Entzündungen sind sicher weniger schlimm, als die, die man hatte, als man sich das Zungenpiercing am Open Air hat stechen lassen. Schliesslich hats kaum Schlamm in der Stadt.

Also! Los! Yolo! Yolo zum halben Preis!

7 Kommentare zu «Züri Fäscht: Piercing? Yolo! 2 für 1!»

  • Diego sagt:

    Sehr geil finde ich ja diejenigen Piercings um den Mund/Nase, die aussehen wie lecker Böggen…und wer sich Heutzutage noch tätowieren lässt, ist eh ein hoffnungsloser Mainstream Bünzli….

  • geezer sagt:

    wenn ich mir heutzutage so die gängigen tatoos anschaue, habe ich sowieso das gefühl, dass deren träger sie alle im suff haben stechen lassen. same old, same old……irgendwie peinlich. tagsüber braver bankangesellter im anzug mit krawatte und am wochenende der böse rocker mit wahnsinnig kreativem tribal-muster…:-)

  • Tim Birke sagt:

    Also ich finde pircings bei fraun cool … keine ahnung was man dagegen haben kann

    • Réda El Arbi sagt:

      Piercings sind nicht das Problem. Auch Tattoos nicht. Aber irgendwie denke ich, dass ein Sonderangebot auf Körperschmuck an einem gigantischen Gruppenbesäufnis schräg ist.

      • Tim Birke sagt:

        Das ist Marketing, Tatoos und Piricings sind nur zu einem kleinem Teil bewusst durchdachte, langfristige Entscheidungen.

        Das wissen „die“ 😉

        Wenn jemand eine Statistik dazu hat bitte posten, ich geniesse aber eben diese kleine Dummheiten (eine Frau die hot ist und dann noch mit Pircing ist einfach superhot) .. das Leben ist ja sonst so ernst

  • adam gretener sagt:

    4 Mal Prinz-Albert bitte. Aber nur mit Pariser, wegen der Sicherheit und so.

  • Alex Kramer sagt:

    Ein abschreckendes Bild. Piercings per Schrotflinte, zusammen mit dem erwähnten Party-Huhn läuft im Kopfkino grad eine Session mit Moorhuhn…

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