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«Hoffentlich hast Du Dir nicht weh gemacht»

karen gerig am Donnerstag den 5. Mai 2011

Wo ich hinblicke im Moment, da seh ich Plakate, die mir einen strahlenden Kreis von Kindern zeigt, aus deren Mund eine Sprechblase einhellig verrät: «Mir wänn Dialäggt!». Eines dieser Dialektinitiative-Plakate hängt just neben dem Kindergarten, den meine Tochter besucht. Die dortige Lehrperson hält sich streng an die (noch) gültige Regierungsvorgabe und spricht zu 50 Prozent mit den Kindern Standardsprache. Sie hat es, meiner Meinung nach, schlau aufgeteilt, und spricht zwei Quartale nur Dialekt, die zwei anderen Quartale nur Standardsprache. Meiner Tochter fällt das kaum auf – sie darf ja schliesslich immer so reden, wie ihr der Schnabel gewachsen ist.

Zu klein für Hochdeutsch? (Foto Margrit Müller)

Die Anliegen der Dialektinitiative verstehe ich ehrlich gesagt nicht wirklich. Und rege mich manchmal gar etwas darüber auf, weshalb ich hier im Kulturblog kurz das Wort dagegen ergreife – schliesslich ist Sprache auch Kultur.

Ich erinnere mich, dass einigen meiner Schulkollegen vor dreissig Jahren in der Primarschule das Umstellen auf Hochdeutsch als Unterrichtssprache schwer fiel. Wären sie im Kindergarten bereits darauf vorbereitet worden, wäre es ihnen vielleicht leichter gefallen. Auch erinnere ich mich, dass wir Kinder freiwillig beim Spielen unser ganz eigenes «Hauchdeutsch» sprachen. Mit vielen Fehlern, aber auch mit viel Begeisterung.

Genauso machen es heute meine Tochter und ihre Spielgefährtinnen. Sätze wie «Hoffentlich hast Du Dir nicht weh gemacht» sind etwa aus dem Kinderzimmer zu vernehmen. Diese Verwendung des Hochdeutschen in der Freizeit hat keineswegs damit zu tun, dass im Kindergarten Standardsprache geredet wird und dies auf den Alltag abfärbt. Schliesslich werden die Kleinen nicht erst im Kindergarten mit dieser «Fremdsprache» konfrontiert, nein, auch Kinderbücher, Hörbücher und Filme sind oft nur in hochdeutscher Fassung erhältlich. Hochdeutsch gehört deshalb wohl für viele Kinder zum Spielen, weil sie damit stärker in eine andere Rolle schlüpfen können. Dass sie dadurch aber den Bezug zum Dialekt verlieren oder gar Wörter aussterben, ist zu bezweifeln.

Doch sehe ich mich hier vor ein Problem gestellt, das auch für den Abstimmungskampf symptomatisch scheint: Fakten zum Thema sind keine zu erhalten. Sowohl Befürworter wie Gegner operieren mit eigenen, nicht repräsentativen Erfahrungen und Behauptungen. Dem Hauptgegner der Initiative, der Regierung notabene, scheint ausserdem der Ausgang der Abstimmung egal zu sein: Ausser einer Pressekonferenz, an der das Erziehungsdepartement überraschend die 50-Prozent-Regel für obsolet erklärte, war bisher nichts zu vernehmen. Der Abstimmungskampf bleibt klar den Befürwortern der Initiative überlassen.

Warum überlässt man es eigentlich nicht den Kindergartenlehrpersonen, für sich selbst zu entscheiden, welche Sprache sie bei den Kleinen mehr und welche weniger fördern wollen? So sieht es der Gegenvorschlag der Regierung vor. Mir scheint dies die bessere Lösung als ein Sprachzwang zu sein – egal welcher Art.

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17 Kommentare zu “«Hoffentlich hast Du Dir nicht weh gemacht»”

  1. Karl Linder sagt:

    Ich bin für ein JA für die Dialekt Initiative, nicht aus lokalpatriotischer Nabelschau-Perspektive, sondern in der Erkenntnis, dass Dialekt zur Identität gehört und damit auch zu einer Region, ganz gleich wer da wohnt, ob Ansässige oder Zugereiste.
    Zu Deinem Vorschlag, die Kindergärtnerinnen selber entscheiden zu lassen, könnte man ironisch anmerken: Überlassen wir es auch jeweils den Beamten, wie Dinge politisch bewertet werden? Das fände ich nicht wirklich demokratisch. Beim Thema Dialekt gilt es Bodenhaftung zu halten, und nicht die schlechten Vorgehensweisen zu wiederholen, welche im Badischen und im Elsass passierten die letzten Jahrzehnte.

  2. Renato Lappert sagt:

    Was heisst hier Standard? Ich finde diesen Begriff, pardon, eine absolute Frechheit. Standard ist in Basel (noch) der Dialekt. Und nicht die hochdeutsche Fremdsprache.

    Es stört mich auch der Verweis auf die “emotionale” Debatte. Den Emotional-Malus erhält immer die Person, die man als Gegner treffen will.

    Die Kinder sollen reden dürfen, wie sie es können und wollen. Aber die Beamten des Erziehungsdepartementes wollen sie auf das Hochdeutsche lenken/drängen. Dafür habe ich kein Verständnis.

    Das Argument verbesserter Bildung weise ich zurück: müssen schon unsere Kleinsten leistungsmässig funktionieren?

  3. Katharina sagt:

    Sprache lebt und entwickelt sich, der “reine” Dialekt wird so oder so nicht bestehen bleiben – ausser vielleicht als tote Sprache wie Latein. Und was ist schlimm daran? Wichtig ist doch, dass man sich versteht. Dieses ganze Getöse wegen Dialekt ja oder nein ist überflüssig, 50:50 wäre gut.
    Aber ich habe selber erlebt, dass z.B. Kindergärtnerinnen und Pfarrerinnen komplett überfordert waren, als sie Hochdeutsch reden sollten. Eine Pfarrerin stellte sich in einer Kinderkirche sogar auf den Standpunkt, Hochdeutsch wäre kalt und es solle auf gar keinen Fall daheim vorgelesen werden, sondern, natürlich im Dialekt, auch von Deutschen :), nur erzählt werden. Wir lasen unserer Tochter trotzdem jeden Abend vor, sie entwickelte so einen enorm grossen Wortschatz, der ihr ihre schulische Laufbahn sehr erleichterte. Das wäre mit Erzählen auf Dialekt nie möglich gewesen.
    Es sollte einfach mehr der gesunde Menschenverstand eingeschaltet werden.

    • Karl Linder sagt:

      Ja, gesunder Menschenverstand, weshalb auch nicht? Wir Erwachsene sind alle ganz gut rausgekommen mit der bisherigen Logik des Menschenverstands. Nämlich: Dialekt im Kindergarten und Hauch-Deutsch in der Primarschule. Oder sind die Schüler heute dümmer, dass man es anders machen sollte? Behauptet das jemand, und will man es deswegen ändern? Wir haben eines der höchsten Wohlstandsniveaus der Welt (war der Genitiv jetzt korrekt, oder was?), und deshalb soll jetzt hier auch nicht etwas geändert werden müssen aufgrund von Fehlern, die anderweitig passiert sind bei der Arbeitsmarkt-Politik..

  4. steffan frank sagt:

    Das problem der schweiz ist, daß sie keine eigene sprache hat. sondern an irgendwelchen dialekten festhalten will. sie nennt ihre „sprache“ schwiizerdütsch. Noch nicht mal schwiizerisch. Da geht’s doch schon los. Renato Lappert nennt das „fremdsprache hochdeutsch“ teilt sich aber in genau dieser sprache mit!!! abfällig wird auch hauchdeutsch verwendet. was ist denn in der ch nicht fremdsprache??? Italienisch? Französisch? Basler dialekt? Da wird’s dann für die anderen ch´ler aber eng! Generiert doch mal die sprache „schwiizerisch“. Schwätzet mit de chinder dialekt und lehrt eine einheitliche sprache. Aber einigt euch auf eine und schimpft nicht auf hochdeutsch das ihr selber benutzt. aber die sprache eines andern landes benutzen keine eigene haben, und diese dann auch noch schlecht machen. niveauloser gehts doch wirklich nicht.

  5. Andy sagt:

    vor Joore hett’s emol e mindliggi oder schriftliggi Verwarnig gä, wenn mr e Saich gmacht hett. Im Hornig und im Herbscht isch Ussverkauf gsy, wenn die neyi Waar ko isch. Hiite bikunnt me e’n Abmahnig (was das au immer haisse soll) und in dr Lääde gitt’s en Abverkauf (deent au nit vyyl besser). S’gitt jo no so vyyli Ussdrigg, wo me vom Dytsche ka ibernää. Im Kindergaarte soll Dytsch gschwätzt wäärde, ass me die Ussdrigg au verstoot. Wo blybt dr Dialäggt? Isch är ebbe mit em Suter beärdigt woorde? Y hoff’s nit. Dorum je klar’s JO zem Dialäggt im Kindergaarte.

    • nonemool en andy sagt:

      Andy , i gib dr rächt, aber es muess jo nit e “Suter”-Dialäggt si, sondern e Dialäggt, wo sich dr hüttige Zytt aapasst (au Schprooch entwigglet sich wyter), aber immerno als Ddialäggt verschtoh losst. Und niene könne sich “uusländischi” Kinder besser integriere, als mit dr Schprooch vo dört, wo sie wohne und lääbe. drum e aidüttigs JO zum Dialäggt im Kindergarte !

    • Anh Toan sagt:

      @Andy: Gutes “Baseldytsch”, in Liestal vermutlich noch tolerierbar, jedoch keine Chance auf einen Job als Kindergaertner in Bern, Zuerich oder Chur, oder beherrschen Sie diese Dialekte auch?

      • Katharina sagt:

        So ist es! Meine berndeutsch sprechende Schwägerin ist Kindergärtnerin und Schweizerin, aber sie dürfte ja offenbar nach Annahme der Dialektinitiative nie Aussichten auf eine Stelle in Basel haben, da nicht baseldeutsch sprechend. Na ja, dann hoffen wir mal, dass es immer genug reines Baseldeutsch sprechende Menschen geben wird, die eine Ausbildung als Kindergärtner/in machen wollen. Gibt es eigentlich keine anderen Probleme? Grenzen wir uns nur ruhig immer weiter vom umliegenden Ausland ab und bleiben wir provinziell, unsere Kinder werden es ausbaden müssen – aber dann bekommen wir ja schon Rente und können im Altersheim baseldeutsch reden………

    • Stefan Büchler sagt:

      Denn guet Nacht am 6i…

    • Katharina sagt:

      Abverkauf ist nicht Hochdeutsch, es heisst “Ausverkauf”. Nur mal so als Hinweis……..

  6. Osci Schmutz sagt:

    Karen Gerig unterliegt, wie so viele Standardsprachebefürworter dem Trugschluss, dass es bei der Umsetzung nur wichtig sei, zu schauen ob die Umsetzung bei den Kindern möglich ist. Die Kinder machen bei einer guten Lehrperson meist das, was diese von Ihnen verlangt, vormacht oder im vorliegenden Fall vorspricht.
    Die Kinder, die aus Dialekt sprechenden Familien kommen, lernen diesen dort. Ganz anders sieht es in fremdsprachigen Familien aus und Kinder dieser Familien machen mehr als 50% der Basel Schulkinder aus. Von den 11 Jahren Volksschule ( 2 J. Kindergarten, 4 J. Primarschule, 3 J. OS und 2 J. WBS) werden momentan 10 Jahre in Standardsprache unterrichtet und nur noch ein Jahr im Kindergarten in Dialekt! Erst bei dieser Betrachtung wird das Missverhältnis Standardsprache – Dialekt ersichtlich.
    Die meisten der fremdsprachigen Kinder werden hier wohnen und leben. Zur guten Integration fehlt ihnen bei der momentanen Sprachreglung in der Volksschule aber der Dialekt. Die Volksschule hat nicht nur die Aufgabe diesen Kindern Zugang zur Bildungssprache zu vermitteln, sondern auch die Aufgabe diesen Kindern eine wirkliche Integration zu ermöglichen, dass sie mit der Zeit ein Heimat- und Zugehörigkeitsgefühl zu unsererer Dialekt sprechenden Gesellschaft entwickeln können. Nur so ist wirkliche Integration möglich. Zu der leistet die jetzige Sprachreglung in den Volksschulen BS kaum einen Beitrag. Darum auf jeden Fall JA zur Dialekt Initiative, NEIN zum Gegenvorschlag und bei der Stichfrage INITIATIVE ankreuzen.

  7. Anh Toan sagt:

    Welcher Dialekt ist denn im Kindergarten zu reden? Durch die Schweiz laufen zwei deutsch-alemannische Dialektgrenzen, es werden also drei verschiedene deutsche Dialekte gesprochen. “Schweizerdeutsch” ist eine Erfindung zur Konstruktion einer “deutschschweizerischen” Identitaet als Abgrenzung zu Deutschland. Auch in Bayern, Hessen oder Sachsen gibts Dialekt, es kaeme aber niemandem in den Sinn, im Kindergarten dort Dialekt zu verlangen. Dialekt ist Sprachtrivialisierung fuer Kinder und Ungebildete, Zweck der (Vor-)schule ist die Vermittlung von Bildung, erste Voraussetzung fuer Bildung ist Sprache. Je juenger ein Mensch ist, umso leichter faellt das Lernen einer Sprache, nicht nur mit richtigem Deutsch, sondern auch mit Englisch und Franzoesisch sollte bereits im Kindergarten begonnen werden, selbstverstaendlich mit spielerischen Formen ohne Leistungsdruck (Kinderlieder, Zaehlreime etc.etc). Die Deutschweizer muessen endlich (wieder) akzeptieren, dass sie, vorbehaeltlich der politischen Grenzen, nicht weniger Deutsch als Bayern oder Sachsen oder Friesen sind. Duerrenmatt ist deusche Literatur, wir muessen unsere deutsche Sprache richtig lernen, je frueher wir damit beginnen, umso leichter faellt es uns.

  8. Ein Deutscher sagt:

    Der Titel zeigt schon das Problem: In der Standardsprache ist der Ausdruck “sich weh tun”, nicht “sich weh machen”. Kindergärtner beherrschen die deutsche Standardsprache nicht, zumindest nicht mündlich. Das bedeutet, dass die Kinder weder den authentischen Dialekt lernen werden noch ein akzeptables, neutrales Standarddeutsch, sondern in den Ohren eines Deutschen oder Österreichers “Hoffentliihkh haaast tu tiihkh niihkht weh gä-mocht.”

    Das ist so, wie Kinder, die bei ehrgeizgen Eltern nur Englisch reden dürfen und so kein Deutsch oder Baseldütsch als Muttersprache haben, sondern ein Baselenglisch, das kein Engländer versteht und das sie nie loswerden.

    • Eine Basler Kindergärtnerin sagt:

      Wenn sie von der deutschen Standardsprache sprechen, meinen Sie wohl korrektes Hochdeutsch oder die korrekte Schriftsprache?

      Im Kindergarten wird jedoch Standardsprache gesprochen, was wohl eher mit schweizerischem Hochdeutsch umschrieben werden kann. Wir verwenden dabei sehr viele “Helvetismen”.
      Wir sprechen weder von der Brotzeit-Tasche noch von Hausschuhen, sondern mehr von “Znünitäschli” und “Finken”.
      Für die Kinder wäre es mit der bestehenden 50% Regel zu verwirrend, würden wir die korrekten hochdeutschen Begriffe verwenden, obwohl die meisten Kindergarten Lehrpersonen sie beherrschen würden. Es ist für mich daher verständlich, wenn das Deutsch der Kindergarten Lehrpersonen in den Ohren von Aussenstehenden komisch klingt. Die Behauptung, dass Kindergarten Lehrpersonen kein Hochdeutsch beherrschen, halte ich deswegen jedoch für nicht überprüfbar.

      In der Primarschule wird seit Jahren konstant Standardsprache gesprochen. Auch dieses Primarschul-Deutsch klingt vermutlich bei vielen Primarlehrern sehr schweizerisch, darüber ärgert sich jedoch niemand öffentlich. Warum auch? Wir sind und bleiben Schweizer und das darf man auch hören. Warum jedoch die schweizerische Standardsprache der Kindergarten Lehrpersonen für so viel Aufsehen sorgt, ist mir schleierhaft!!

      Vermutlich ist der Stein des Anstosses mehr die Tatsache, dass im Kindergarten Standardsprache gesprochen wird, als die zuwenig korrekte, deutsche Aussprache.

  9. Luciano Müller sagt:

    Bis ich 3 Jahre alt war, wurde bei uns zuhause nur Italienisch gesprochen. Dann kam ich in die Spielgruppe und auch mein Vater begann Baseldytsch mit mir zu sprechen. In Anwesenheit meiner Mutter wurde aber weiterhin nur Italienisch gesprochen. Dass ich mich im Kindergarten und später in der Schule nicht fremd gefühlt habe (und nicht als Fremder wahrgenommen wurde), hing vor allem damit zusammen, dass ich wie alle anderen Dialekt sprach. Hochdeutsch habe ich wie alle anderen erst in der Schule gelernt. Probleme hatte ich nie damit. Im Gegenteil: Ich war meist unter den Besten im Deutsch. (Dafür eine Null in Mathe). Gerade für Kinder aus Familien, in denen nicht Dialekt gesprochen wird, ist die Sozialisierung in der Mundart im Vorschulalter eine extrem wichtige integrationsfördernde Erfahrung.

  10. Fritz Nussbaumer sagt:

    Ich bin stolz darauf, dass ich mich in der ganzen Deutschschweiz mit jedem Memmchen, der Mundart spricht, unterhalten kann.
    Ich finde es nun aber sehr eigenartig, dass unsere “Elite” plötzlich davon spricht, dass unsere Kinder das “Standarddeutsch” sprechen müssten. Ich habe in der Schule “Schriftdeutsch” schreiben und etwas sprechen gelernt und ich spreche diese Sprache genau so gut wie unsere Deutschen Nachbarn. Diese Deutschen Nachbarn sind immer erstaunt, dass ich ihnen sagen kann, aus welcher Gegend von Deutschland sie kommen.
    Wenn Deutsche Hochdeutsch reden und sie kommen nicht aus der Gegend von Hannover, dann tönen sie für mich wie seelenlose Androiden. Ja, die Hannoveraner, die sprechen aus der Seele heraus Hochdeutsch. Die Andern sollen ruhig ihre angeborene Klangfarbe in ihrer Aussprache beibehalten. Sie sollen aber genauso wenig versuchen, unsere Mundart zu sprechen, wie wir versuchen sollten, Hannoveranisches Deutsch wiederzugeben. Auch die Deutschen sprechen im Normalfall gebietsgebundenen Dialekt und meinen, es sei Hochdeutsch.
    Hochdeutsch (also Hannoveranisch) richtig aus der Seele zu sprechen wie die Hannoveraner, ist eine schwierige Kunst, die nur Wenige erlernen und beherrschen, z.T. nicht einmal Schauspieler.
    Andererseits wäre es schon angebracht, wenn unsere Politikerinnen und Politiker sich ein bisschen um ihre schriftdeutsche Aussprache bemühen würden. Nun ja, sie geben aber auch in ihrer Mundart meistens wenig Verständliches von sich.