Qualitätsmedien statt Sonntagspredigt aus Herrliberg

Désolé, cet article est seulement disponible en Allemand.

Alt-Bundesrat Christoph Blocher an der 1. August-Feier 2015 in Habkern. (Keystone/Peter Klaunzer)

Alt-Bundesrat Christoph Blocher an der 1. August-Feier 2015 in Habkern. (Keystone/Peter Klaunzer)

Seit Wochen wird darüber spekuliert, ob der ehemalige SVP-Bundesrat Christoph Blocher eine Gratis-Sonntagszeitung auf die Beine stellen will. Die Vermischung von Politik und Medien ist nicht neu. Viele Zeitungen sind aus politischen Bewegungen heraus entstanden, die NZZ, das «Vaterland» oder die «Tagwacht». Die meisten wurden von Forumszeitungen abgelöst. Doch seit einigen Jahren ist eine einseitige «Repolitisierung» der Medienwelt im Gang. Rechtskonservative Superreiche beeinflussen die öffentliche Meinung mit Boulevardzeitungen und TV-Kanälen. Der bekannteste davon ist Rupert Murdoch, der mit seinem Medienimperium für den Irakkrieg oder den Brexit warb. Auch Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi nutzt eigene Medien für seine Machtinteressen. 150 TV-Sender, Zeitungen, Radios und Vertriebsgesellschaften sind in seinem Besitz. Sie dominieren den privaten Markt mit kommerziellem Einheitsbrei. Und mit Werbung für die Marke «Berlusconi».

Gegen die Imperien von Murdoch oder Berlusconi muten Christoph Blochers Pläne bescheiden an. Doch im stark umkämpften Medienmarkt Schweiz könnten sie einiges in Schieflage bringen. Die nationalen Medien sind unter Druck. Digitalisierung, globale Werbekonkurrenz durch Facebook und Google sowie Datenhandel pflügen die Landschaft um. Davon sind sowohl die privaten als auch die Service-public-Medien betroffen. Es geht in der Medienkonkurrenz immer mehr ums Überleben. Das nationale Parlament diskutiert deshalb ab Ende August, wie man die Rahmenbedingungen für Medienvielfalt und Medienqualität in dieser Umbruchszeit verbessern kann.

SRG-Kahlschlag würde den Blocher-Medien helfen

Für den rechten Teil des Parlamentes ist der Fall schon heute klar: Er will die privaten Medien stärken, indem er der gebührenfinanzierten SRG die Luft abstellt. Ein Kahlschlag bei den Radio- und Fernsehprogrammen der SRG würde aber nur den lachenden Dritten helfen: den Blocher-Medien, den Anbietern von ausländischen Werbefenstern oder globalen Vertriebsplattformen wie Youtube und Facebook. Zahlungskräftige Konzerne treiben schon heute die Übertragungskosten für Sportveranstaltungen in die Höhe. Auch Infrastrukturgesellschaften wie die Swisscom mischen mit.

Wer Vielfalt und Medienqualität in der mehrsprachigen Schweiz stärken will, kann sich deshalb nicht in ideologische Schützengräben zurückziehen. Die Demokratie braucht beides: unabhängige private Medien mit eigenständigem Profil und publizistischem Ehrgeiz. Und eine öffentlich konzessionierte audiovisuelle Grundversorgung, die nicht Mainstream, billige US-Serien und Mehrheitsmeinungen ins Bild rückt, sondern die Schweiz in ihrer Vielfalt zu Wort kommen lässt. Das ist für eine funktionierende direkte Demokratie unerlässlich.

Clevere Bespielung des digitalen Raums

Damit sich die privaten und die Service-public-Medien nebeneinander behaupten können, muss der digitale Raum klug bespielt werden. Die SRG braucht neu interaktive, werbefreie Onlineplattformen, um auch das junge Publikum wieder abzuholen. Eine staatsferne Aufsicht soll die Qualität des Angebotes unter journalistischen, technischen und wettbewerbsrechtlichen Gesichtspunkten sicherstellen. Auf der anderen Seite können Public-Private-Partnership und eine verstärkte Förderung der journalistischen Aus- und Weiterbildung die privaten Medienhäuser entlasten. Auch Netzneutralität und ein ausgebauter Datenschutz sind in der neuen Medienwelt unerlässlich. All das ist nicht gratis zu haben. Doch wirklich gratis ist fast gar nichts auf Erden – erst recht nicht die Sonntagspredigt aus Herrliberg.

32 commentaires sur «Qualitätsmedien statt Sonntagspredigt aus Herrliberg»

  • Stefan W. dit :

    Mit der « Basler Zeitung » existiert ja bereits ein Blocher-Medium und kann live beobachtet werden. Fazit: Sie schreibt ungefähr das gleiche, wie der TagesAnzeiger. In der Online-Form sogar exakt das gleiche, bis auf die Lokalnachrichten. überhaupt vertreten praktisch alle sogenannten Qualitätsmedien heute ungefähr dieselbe Linie: (1) Recherche ist schlecht, Regierungserklärungen und Agenturmeldungen sind besser. (2) Es ist wichtig, in jedem Konflikt sofort Stellung zu beziehen, und dann nur noch die Argumente der « eigenen » Seite gelten zu lassen. (3) Die neoliberale Lebensform ist das einzig Wahre, und wer daran leidet, hat bloss Phantomschmerzen.
    (4) Recht ist egal, es geht um Moral!
    Ich denke nicht, dass ein weiteres Blocher-Medium da viel ändern würde.

    • Kaegi Paul dit :

      Stefan W. auch die BAZ wird vom Tagi beliefert, wie noch viele andere Regionalblätter.
      Daher ist es ja logisch, dass wir nur noch einen Einheitsbrei vorgesetzt bekommen. Da bleiben noch die WOZ, NZZ und Die Weltwoche als Information zu TA-Medien.

  • Roger Gruber dit :

    « Wer Vielfalt und Medienqualität in der mehrsprachigen Schweiz stärken will, kann sich deshalb nicht in ideologische Schützengräben zurückziehen. » Leider geschieht das seit Jahren und zunehmend. Die Hauptmedien inkl. SRF stecken tief in ihrer zumeist linken Ideologie fest. Berichterstattung ist einseitig: pro EU, pro Asyl, pro USA, pro NATO, die Erderwärmung durch CO2 wird als unbestrittene Tatsache kolportiert, Pressemeldungen aus dem Pentagon werden als unbestreitbare Tatsachen verkauft, Russland ist böse, Assad auch, Nordkorea sowieso, aber TTIP, CETA und TISA sind gut und so weiter. Diese undifferenzierte Berichterstattung schafft ein Vakuum, das momentan nur über online Kanäle gefüllt werden kann. Die Mainstreammedien haben es verpasst, ausgewogen zu informieren. Es besteht Bedarf!

    • Anton Keller dit :

      Das Problem ist, dass eine nicht-regierungstreue Zeitung nicht zu ihren Informationen kommt. Ämter boykottieren die Anfragen, Whistleblower werden verfolgt, PR-Abteilungen der Ämter inszenieren Primeurs, nicht-regierungstreue Journalisten haben keine Chance mehr auf den Lottotreffer einer Anstellung in der PR-Abteilung eines Amtes.

    • Kurt Leutenegger dit :

      Herr Gruber, absolut ihrer Meinung, ein sehr guter ehrlicher Kommentar. Es wird nur noch einseitig informiert. Zum Beispiel gestern wieder über Aleppo und über die Anektierung der Krim, immer die bösen Russen, aber der Einfall der USA und NATO in Irak, Lybien etc. wird nur kommentiert, nie verurteilt auch von der UNO nicht. Das gleiche mit den Migrationsströmen, es sind alles Verfolgte, man spricht und liest nie darüber das alle Migrationsherkunftsländer weit überbevölkert sind, weil es anscheinend ein Menschenrecht ist die Familien jede Generation mehr als zu verdoppeln, damit die vernünftigen, dummen Europäer mit Lebensmittel helfen dürfen. Frustrierend nie die Wahrheit lesen zu können, und die richtigen Lösungsansätze, wie herunter mit den Geburten und das Problem löst sich von selbst.

    • Victor Brunner dit :

      Lieber Roger, ihre Wahrnehmung in Ehren, aber scheinbar ist die Einseitigkeit nicht einmal von SFDRS zu toppen. Jedes ihrer angeführten Beispiele, ausser Assad, liesse sich widerlegen, aber bei einer undiffernzierten Aufnahmefähigkeit ist dies schwierig!

      • Rudolf Frauchiger dit :

        Ja lieber Victor, es schmerzt halt, wenn Linke nicht zu 100% alles kontrollieren….da sind die anderen dann halt einfach wieder die dummen und schon ist die heile Gutmeschenwelt in Ordnung- gell!
        Nachdem wir ja wissen, dass jeder umgeknickte Grashalm in Blochers Garten, zu Tornados im Seldwyla-Einheitsbrei führen, kann man sicher sein, dass gaaanz Gute wie der clevere Victor auf jede Blochersendung lauern, um « Falschaussagen » des pösen Manitus grad als erste zu erkennen um sich sofort daran abzuarbeiten.
        Also ich tue mir die Weck-Anstalt, die NZZ WOZ etc nicht an und den Tagi nur sehr selten….schon habe ich keine Victor-Brunner-Probleme

        • Victor Brunner dit :

          Lieber Rudolf, ich muss ihnen ehrlich gestehen, ich schaue Blocher TV vielleicht einmal im Monat und dann höchstens 5 Min, weil dann das Gähn kommt über all die Platidüden von Blocher. Für sie mit der von rechts beeinflussten Einheitsmeinung mag Blocher TV eine Art Staatssender sein, wirklich fundiert sind die « Festansprachen » jedoch nicht. Aber sie haben recht, mir sind TA, ZSZ, Beobachter, WOZ, Spiegel, NZZ, SZ wichtiger!

        • Jan Svoboda dit :

          @R.Gruber, R.Frauchiger
          bin völlig ihrer Meinung, das Problem der linken Weltverbesserer geht soweit, dass sie sich beim Anhören unliebsamer Tatsachen gemeinsam aufs WC begeben müssen.

    • Heinz Walser dit :

      Es ist klar, Herr Gruber, dass von extrem rechter Perspektive aus alles andere links ist, so wie von extrem links genau das gleiche rechts. Wahrscheinlich orientieren Sie sich seit Jahren immer mehr nach rechts, ohne es zu merken, und nehmen demzufolge die Mitte und die SRG immer mehr links von Ihnen wahr.

    • Christoph Bögli dit :

      Aber klar, « pro NATO » und « pro USA » sind klassische linke Themen, aber klar. Als wäre bis heute nicht nahezu sämtliche Kritik und jeglicher relevanter Widerstand gegen US-Imperalismus, Westanbindung, die NATO und ihre Kriege ausschliesslich von der linken Seite gekommen. Wer hat denn gegen u.a. den Irak-Krieg protestiert? Die NATO und alles damit verbundene ist ein traditionelles Steckenpferd rechtskonservativer Kreise. Wenn man diese also bereits als « links » betrachtet, dann müssen Sie offenbar so weit rechts angesiedelt sein, dass selbst ein Bush noch wie ein linker Sponti aussieht. Was auch das restliche wirre Weltbild erklären dürfte.

  • Victor Brunner dit :

    Wie das ganze funktionieren könnte zeigt uns TV Blocher. Da schwandronierte der Herr von Herrliberg, zwischendurch stellt der Schournalischt Dr. Matthias Ackeret einfache und genehme Fragen! Digitalfernsehen der einfachen Art für einfache Leute die meinen zu komplexen Themen gebe es einfache Fragen. Einfacher Journalismus und Volksverdummung ist in TV Blocher auf den Punkt gebracht!

    • Dani Keller dit :

      Nur seltsam, dass viele Journalisten (auch von tadmedia) immer ganz ungeduldig auf die neuste Teleblocher Folge warten, um daraus wieder eine Story zu kreieren.
      Teleblocher ist eigentlich nur eine Art youtube channel, wie es jeder Teenie mit Schminktipps auch ohne Kosten realisieren kann.
      Bzgl. « Volksverdummung »:
      Gabs schon mal ein kritisches Interview mit Hr. De Weck in der SRG? Oder auch ganz witzig: Schawinski in seiner eigenen Radio Talkshow vom eigenen Mitarbeiter « interviewt » um seinem neuen Buch zu huldigen. Das ist wirklich schon fast Realsatire.
      Das grosse Problem bei Teleblocher ist für die restlichen Mainstreammedien eher der Fakt, dass Blocher meistens Recht hat/bekommt.

      • Victor Brunner dit :

        Lieber Dani, ob die Journalisten immer auf die « Festansprachen » von Blocher warten, bezweifle ich. Gebe ihnen aber recht dass SFDRS ein mittlerweile selbstgefälliger Inzuchtladen ist und de Weck eine Art Rolle als « Elder Statesman » spielt. Trotzdem, viele Sendeformate sind gut und informativ, von Mainstream wie Blocher keine Spur. Blocher hat meistens recht, da muss ich lachen. Dieser Herr sitzt in Herrliberg, hat seine Abwahl noch nicht überwunden und meint er sei die Schweiz, erinnert mich irgendwie an den Herrn in Norkorea! Peinlich, teilweise lächerlich, ist er allemal!

  • Dani Keller dit :

    Die eigentliche Schieflage in der CH Medienlandschaft ist die Hörigkeit und (u.a. finanz.) Abhängigkeit gegenüber Bundesbern. Dieser unkritische Medienstream ist eine Gefahr für die Demokratie.
    Und was fordert Frau Rytz? Mehr Kontrollegremien (staatsferne Aufsicht von wem gewählt?!), mehr neue Staatsmedien.
    Die sowjetische Prawda kam der Wahrheit (nomen est omen) näher: KPdSU Propagandamedium für den Staat, nicht fürs Volk. Bei der SRG und Billag Geldumverteilung (an private Sender) ist die Situation um einges diffuser.

  • Dani Keller dit :

    « Wer Vielfalt und Medienqualität in der mehrsprachigen Schweiz stärken will, kann sich deshalb nicht in ideologische Schützengräben zurückziehen. »

    Dann sollte man aber auch nicht Blocher als Titelbild und « Herrliberg » im Titel erwähnen. Oder ist am Ende Frau Rytz selber im Schützengraben und merkt es nicht?

  • Rudolf Frauchiger dit :

    Ja die gute Melone, jetzt wo alles so nett linkisch tickt im Seldwyla-Einheitsbrei-gell!
    Nachdem sich die 68er im Filz einnisteten, es mittels Andrecklerei Diffamierung Schlammschlachten Niederknüppeln Enteignung Andersdenkender, und widerlichster Unterstützung durch Lügenpresse und Filz, schafften, dass sich Fähige Könner Innovative und/oder Erfolgreiche nicht mehr für Polit-/Staats-Jobs zur Verfügung stellen, und nun QUALITÄTEN wie Häuser besetzen, nackt auf Polizeiautos rumblödeln, Behring-Kumpanei, Knellen-Steueroptimeren, ein paar Klavierstunden etc. gefragt sind, braucht’s natürlich auch einen Anstands-Medienbrei à la DDR oder Kuba, damit man die Schweiz auch noch ganz auf Kommunisten-Fantasie-Niveau abwracken kann!
    Da stören natürlich aufmerksame Journis und kritische Medien

    • Andi dit :

      Ja da war’s doch früher mit Strammstehen doch soviel besser, da wusste man noch ganz genau was Recht und Ordnung war.

  • Marianne Brunner dit :

    « Qualitätsmedien statt Sonntagspredig aus… » Für mich einerlei, ob ich die Sonntagspredigt der Rechten oder Linken oder die der Mitte höre oder lese. Sie unterscheiden sich nicht wirklich, weil jede/r auf der Kanzel glaubt, die richtige und einzige Religion zu vertreten und die andern niederkanzelt.

  • Andre de Martin dit :

    Auch wenn ich mit Blocher politisch so gar nicht auf einer Wellenlänge bin, sehe ich die Problematik nicht ganz. Jeder soll sich so informieren, wie es ihm beliebt. Besser in einer klar einstufbaren Sonntagszeitung als auf irgendwelchen Verschwörungsportalen im Internet… Die 20Min Generation macht mir mehr Sorgen, als Leute die sich versuchen über Hintergründe zu informieren… Wenn denn die Quellenkritik auch konsequent angewendet würde….

  • Jonathan Bauer dit :

    Guter Journalismus bedeutet: Recherche, nachfragen, bohren – ohne ideologische Scheuklappen. Das ist viel Arbeit und Aufwand und braucht Geld. Allerdings pflügt zur Zeit die « digitale Revolution » die Medienlandschaft um – und es ist offensichtlich dass Printmedien und klassisches Programm-Fernsehen auf der Verliererstrasse sind.

    Zeitungen sind dabei, sich zu Tode zu sparen: Personalkürzungen machen Zeitungen immer langweiliger und austauschbarer – was den Abo-Schwund nur noch beschleunigt.

    Auch die neue Fernsehsteuer in der CH ist leider nur der Versuch, obsolete Strukturen zu erhalten! Die Gegnerschaft pauschal als « rechts-nationalistisch » zu bezeichnen ändert nichts daran dass das Projekt nur eine weitere verpasste Chance ist, « Medien » wirklich in die Zukunft zu denken!

  • Walter Schoeb dit :

    Naja, über die Qualität der Schweizer Fernsehkanäle lässt sich trefflich streiten. Dass sie eher politisch links stehen und dass sie sehr langweilig sind,
    steht für mich ausser Frage. Wenn es Privaten gelingt, sich auf dem Medienmarkt zu etablieren, begrüsse ich das. Niemand ist gezwungen, sich die Programme des Fernsehens oder Zeitungen zu konsumieren. Also was soll’s? Ob vom Staat subventioniert oder von Blocher bezahlt ist mir einerlei. Jeder ist frei, die Medien zu konsumieren, die er präferiert. Und Konkurrenz belebt das Geschäft.

    • Alfred Bosshard dit :

      « Jeder ist frei, die Medien zu konsumieren, die er präferiert »…. solange es ein solches Angebot gibt.

      • Walter Schoeb dit :

        Wenn die Nachrage besteht, gibt es immer ein Angebot. Der Medienmarkt ist volumös.

      • Kaegi Paul dit :

        Alfred Bosshard, einverstanden – nur, dass es keine Linksparteizeitungen mehr in der Schweiz gibt ist genau das Problem der Linken, sie können es nicht fassen, dass ihr Abonnement nicht auch noch vom Staat bezahlt wird.

  • Etter dit :

    Absolut richtig. Ich wünschte mir mehr pol. Vertreter, welche die Machenschaften ultra rechter Kreise aufdecke.

  • Thomas Stäubli dit :

    « Sonntagspredigt » aus Herrliberg? Also erstens kommt Teleblocher i.d.R. am Freitag. Zweitens ist es ein interessanter Dialog zwischen Herrn Ackeret und Christoph Blocher – ich habe noch keine Folge verpasst.

  • Fredi dit :

    Da irrt Frau Rytz mit ihrem Blog. Eine Zeitung ist immer politisch und die Meinungsvielfalt unterscheidet die Demokratie von der Diktatur. Also wenn der ein Grossguru ein Sonntagsblättchen kauft, heisst das noch lange nicht, dass keine Meinungsvielfalt herrscht. Genannter Herr Berlusconi ist ein gutes Beispiel, dass Geld in einer Demokratie beschränkte Eirkzng zeigt. Auf die demokratischen Rechte muss man schauen, nicht auf die Zeitungen.

    • Jonathan Bauer dit :

      « Eine Zeitung ist immer politisch » mag in unterschiedlichem Grad zwar zuzutreffen, ist aber eine Bankrotterklärung für den seriösen Journalismus!

      Zeitungen wie Weltwoche oder Basler Zeitung lese ich nicht – weil ich diese absurde politische Einäugigkeit nicht mag! Ebenso wenig lese ich aber Blätter wie die WOZ – aus genau dem gleichen Grund.

      Kurz: Auch wenn perfekte Neutralität unmöglich ist so ist es dennoch ein Unterschied ob eine Zeitung und/oder ihre Journalisten zumindest sich um eine gewisse Sachlichkeit bemühen – oder ob sie Kampagnen-Journalismus betreiben – sei es nun « rechts » oder « links »!

  • Martin Frey dit :

    Welche Qualitätsmedien, bitteschön? Abgesehen von der NZZ gibt es das in der deutschsprachigen Schweiz seit längerem nicht mehr, schon gar nicht beim SRF.
    Jegliche journalistische Grundprinzipien werden in den meisten Medienorganen systematisch mit Füssen getreten, unabhängiger Recherchierjournalismus ist weitgehend ersetzt durch Kampagnenjournalismus für persönliche Partikularinteressen der Journaille.
    So gesehen hat die 4. Macht im Staate keine Relevanz mehr, in dem Zusammenhang von Vielfalt und Medienqualität zu sprechen ist ein Hohn.
    Kein Wunder rangieren Journalisten seit Jahren auf den Ranglisten der geachtetsten Berufsgruppen auf den letzten Plätzen. Zusammen mit den Politikern…

  • Stüdi Kurt dit :

    Weiss gar nicht warum die SP und die Grünen immer über die SVP wettern. Sie machen damit indirekt Werbung für die SVP. Ich würde das sein lassen und von der eigenen Politik sprechen.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.