Wie viele grosse Erbschaften sind heute weder «verdient» noch überlebensnotwendig?

Viele würden den Satz «Für eine exzellente Bildung würde ich mein letztes Hemd weggeben!» bedenkenlos unterschreiben. – In der Tat hängt die Zukunft der Schweiz vor allem vom Stand unseres Bildungssystems ab. Das Umfeld ist schwierig geworden. Nur überdurchschnittlich gebildete Bürger und Arbeitskräfte werden den Anforderungen einer unerbittlichen Zukunft gerecht! Doch nicht nur intellektuelle Kompetenz ist ausschlaggebend, sondern auch ganz praktische, handwerkliche Fähigkeiten sind gefragt. Und besonders eine grundehrliche, humane und tolerante Einstellung zu unseren Mitbürgern, gleich ob sie weisser, schwarzer oder gelber Hautfarbe sind, wird entscheidend sein im internationalen Wettstreit um Anerkennung, um die lebensnotwendigen Ressourcen und um ein würdiges Überleben.

Leider haben die Schweizer Banker unser internationales Ansehen als Land der Ehrlichkeit beschmutzt. Viele (aber natürlich nicht alle) Banker haben sich in der jüngsten Vergangenheit ungestraft wie gemeine Verbrecher verhalten mit ihrer Geldgier um jeden Preis. Leider haben zahlreiche Politiker das böse Spiel mitgespielt. Diese Geschichte kann kein gutes Ende nehmen, ausser wir beginnen schleunigst am Image der Schweiz zu feilen und polieren. Auch die letzten Reste des Bankgeheimnisses müssen dabei beseitigt werden.

Viele Schwächen haben ihren Ursprung in der radikalen Privatisierung des Bildungsapparates mit horrender Kostenbeteiligung der Schüler und ihrer Eltern.

Wie lange wird die Schweiz ihren hohen Bildungsstand halten können? – Studentin in einem Labor für physikalische Chemie der ETH in Zürich. (Bild: Keystone)

Dies alles hat sehr viel mit Bildung zu tun. In der Schule lernen wir nicht nur Mathematik und Sprachen, sondern auch den toleranten Umgang mit Mitmenschen und vor allem Ehrlichkeit uns selbst und anderen gegenüber. Unser Bildungsstand ist heute noch gut. Im PISA-Test 2009 für Mathematik sind die jungen Schweizer in der Spitzengruppe, zusammen mit Singapur, Südkorea und Finnland. Dies im Gegensatz zu den USA, wo das Bildungssystem auf der Primar- und Sekundarstufe beängstigend schwach ist. Die wenigen US-Spitzenuniversitäten genügen kaum zur Erhaltung der internationalen Konkurrenzfähigkeit. Viele Schwächen haben ihren Ursprung in der radikalen Privatisierung des Bildungsapparates mit horrender Kostenbeteiligung der Schüler und ihrer Eltern. Hüten wir uns vor einer Amerikanisierung des Bildungswesens! Der Staat trägt die Hauptverantwortung in der Bildungsfinanzierung!

Ohne finanzielle Mittel kann kein Staat seine Verantwortung wahrnehmen. Eigentlich sollte es uns ein Anliegen, vielleicht sogar eine Freude sein, Steuern zahlen zu dürfen! Da kommt mir die angekündigte Volksinitiative für eine nationale Erbschaftssteuer in den Sinn. Vielleicht wird daraus eine eigentliche «Bildungssteuer». Wie viele grosse Erbschaften sind heute «unverdient» und auch nicht überlebensnotwendig! Wie sinnvoll könnten diese Mittel doch gezielt eingesetzt werden für Bildungsinstitutionen und für vielversprechende Studierende und Forschende! Dabei könnten die Erben mitsprechen im spezifischen Einsatz der Erbmittel. Dies wäre sozusagen ein Pendant zum traditionellen Spendewesen in den USA. Damit könnte einer Erbschaftssteuer der Stachel gebrochen werden zugunsten eines zielgerichteten, gesetzlich geregelten Einsatzes von Erbmitteln im Rahmen von persönlichen Donationen im Interesse der Erblasser, der Erben und der Gesellschaft. – Bildung ist in der Tat die beste aller denkbaren Investitionen! – Analog könnten mit solchen Mitteln auch Projekte im kulturellen Bereich mitfinanziert werden.

// <![CDATA[
document.write("„);
// ]]>

203 Kommentare zu «Wie viele grosse Erbschaften sind heute weder «verdient» noch überlebensnotwendig?»

  • Hans Herbst sagt:

    Herrn Ernst ist für die deutlichen Worte zu danken. Die Grossbanken zerstören mit ihrem ungezügelten Geschäftsgebaren das Image der Schweiz, ein Image, das von vielen fleissigen Menschen über Generationen aufgebaut wurde. Die einseitige Ausrichtung der Politik auf den Finanzplatz Schweiz ist ein Fehler, der schnellstens zugunsten des Werkplatzes Schweiz korrigiert werden muss. Die Illusion vom grenzenlosen Geldzustrom ohne Arbeit muss wieder durch auf ehrlicher Arbeit gründender Wertschöpfung ersetzt werden. Dazu braucht es gut ausgebildete und zu Anstand und Fleiss erzogene Menschen

    • Anh Toan sagt:

      @Diskutieren wir schon ueber Erbschaftssteuern und Bildungswesen, kann man ja auch noch ein paar Seitenhiebe auf Grossbanken loswerden (Die BKB und ZKB und ich vermute auch VS-,GR- und Be-KB Stichwort St.Moritz Verbier Gstaad Zermatt lassen wir weg) . Waere man auf der anderen Seite des politischen Spektrums, koennte man ein paar Seitenhiebe auf Auslaender oder EU loswerden.

    • Zimmermann sagt:

      Der Neid- und Geizfaktor wuchert im Gutmenschenfilz
      Da nun die bösen Bankster nicht mehr für jeden Kultur-und Sozialfurz aufkommen, sucht der gemeine Gutmensch nach neuen Abzockerquellen
      Gewählt werden die ja, weil sie allen alles versprechen…. ist noch nicht lange her, da ploderte die Fast-Bundesrätin Fehr, von bloss 20 Rappen, welche die Mutterschaftsversicherung jeden Bürger monatlich kostet….nach ein paar Monaten war die EO pleite.
      Nun soll der Fleissige, sein Sauerverdientes noch einmal mehr versteuern.
      Und wieder wird getrickst, mit der 2 Mio. Untergrenze, um Abstimmungen zu gewinnen

      • Hausi sagt:

        Also der Fleissige liegt ja wohl im Grab und es gibt unzählige Beispiele wo die Nachkommen der Fleissigen in erster Linie fleissig sind im Geld um sich werfen, viel Party machen und hie und da noch straffällig werden.

        • Zimmermann sagt:

          Vielleicht musste der Fleissige sparen, jeden Rappen umdrehen den er investierte, konnte sich eventuell gar kaum Ferien/ 5 Tage-Woche /13.Monatslohn leisten und arbeitete trotz Krankheit weiter um Aufbau und Bestand seiner Firma nicht zu gefährden ..anstatt mit der Familie Weekend oder Kultur zu “ geniessen“
          Wäre wohl für alle Beteiligten besser, der Patron verbrennt auch alles was rausschaut bei Partys
          -Erben hätten keine Neider
          -Neider müssten weiter nach Abzocke bei Anderen forschen und Abzockergründe konstruieren
          -und der Staat könnte sich vollumfänglich um alles und jeden kümmern

          • David Rüegg sagt:

            Sie können es drehen und wenden wie sie wollen, es auf Neidgedanken abschieben und die Bürger welche den grössten Teil des Staates finanzieren (den Mittelstand) als Abzocker bezeichnen.
            Fakt bleibt dennoch; es kann nicht gut sein, wenn wenige immer mehr und viele immer weniger haben. Es ist höchst unsozial und zerfrisst die Demokratie von innen.
            Es muss endlich wieder ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass mit dem zunehmenden Reichtum auch die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft steigt. Reichtum wird heute viel zu oft zulasten der Mehrheit angefäuft!

      • Gregor Müller sagt:

        Falsch! Getrickst wird beim „Finanzadel“,der aus den bezahlten Zinsen den grössten „happen“ systemisch erhält ->Mehr Kapital mehr Zinsen / kein Kapital keine Zinsen…Zudem wird via Geldschöpfung „Geld“? mehrfach ausgeliehen, „ohne Eigendeckung“. Warum könnte ein „Bankenrun“ ansonsten die Banken erzittern lassen?Glauben Sie die „Einalgensicherung“ reichte für „alle Forderungen“?Ja Sie werden es nicht glauben, das hat nichts mit Leistung zu tun. Gerecnt? Gerecht ist eine sinvolle Verteilung zugunsten des GEMEINWOHLS! Langfristig funktioniert eine EGOISTISCHE gesellschaft nicht->für Umverteilung

        • Zimmermann sagt:

          In Seldwyla scheint‘s vor Griechen zu wimmeln
          Natürlich kann man Staatsabzocker zum Mittelstand zählen, den jährlich gegen 300’000 abzockenden Gross oder die Sozipärli im Staatsfilz, Wohlwend/Bänziger- Graf/ Hildebrand- LispelGalladé /Josic – Äppli mit der 4,4 Mio-Wohnung etc..NUR.. solange die sich im Staatsfilz tummeln generieren die keinen Mehrwert, im Gegenteil die versuchen überall Geld zu verteilen, um weiter selber im Filz abzuzocken.
          Nochmals, Seldwyla- Schildbürger stimmten dem 4 Milliarden Sozi-Bürgerabzocke-Programm zu…um nun über fehlende Kohle abzujammern
          Dümmer gehts wohl kaum

          • David Rüegg sagt:

            Jetzt steigern sie sich aber etwa in die Sache rein. Offensichtlich gilt ihre Verachtung einfach ein paar Politikern die nicht nach ihrem Gusto handeln. Dies erklärt aber nicht, was falsch daran sein soll den Leuten die schon jetzt einen übermässigen Reichtum angehäuft haben nicht endliche einen gerechten Obulus abzuverlagen anstatt sie immer stärker zu entlasten.

    • Raggenbass sagt:

      Viel besser als wieder eine Steuer wäre die Motivation der Bürgerinnen und Bürger, tatsächlich in Bildungsintstitute zu investieren, z.B. in Bibliotheken, Schulhäusern etc. Wird dies über Stiftungen und Spenden gemacht, besteht eine private Motivation die Mittel effizeint und effektiv einzusetzen. Auch sind sie dann der täglichen politischen Diskussion entzogen (welche Institute bekommen das Geld, welche Schule erhält wieviel). Anstatt in den anonymen Steuertopf, private Spenden erleichtern. Denn in der Bildung sollte die Politik eigentlich nichts zu suchen haben.

  • Dieter Blatt sagt:

    Wie der Autor richtig schreibt, kann der Staat ohne finanzielle Mittel seine Verantwortung nicht wahrnehmen. Mit der Erbschaftssteuerreform erhalten die AHV zwei Drittel und die Kantone einen Drittel. Und genau deser Drittel könnte gezielt für die Bildung eingesetzt werden. Und übrigens: Der Nobelpreisträger Ernst sieht nicht wie ein Linker aus…

    • Roberto sagt:

      Oder auf Deutsch: Statt dass KMU investieren, soll die Substanz der Unternehmen abgebaut werden, damit staatlich bezahlte Soziologen wie Ueli Mäder uns mit dem Drohfinger kommen können (sog. „Forschung“) und Rentner nach Thailand fliegen können (mit der AHV)…

      • Zimmermann sagt:

        Berlin investiert bundesweit am meisten in Bildung und Förderung…….und ist Pisa-Schlusslicht in Grossdeutschland
        In Gr /F zockt bereits jeder 4.im Staatsfilz ab, Seldwyla wird bald folgen
        Nur noch widerlich, mit welchen Verrenkungen und Gutmenschenanfällen, in der Privatwirtschaft unbrauchbare Staatsabzocker ihre Staats-Filz-„Daseinsberechtigung“ zusammenschustern
        Da passts, dass vor den Wahlen selbst angefressenste Euroturbos GAR NIE der EU beitreten wollten oder ein paar Zeilen weiter untern, der WeckTV – „Direktor“ betonen muss, dass er nicht einem Staatssender vorst

  • Roberto sagt:

    Wieder die alte Mär. Die Qualität der Bildung hängt nicht primär vom Geld ab, sondern davon, dass die besten Leute an die Hochschulen kommen. Sie können das beste Labor haben, wenn sie einen Deppen da rein tun, kommen falsche Resultate raus, die den Anschein der Wissenschaftlichkeit haben… Herr Ernst scheint im übrigen ein Freund des Ausrufezeichens zu sein – obs dafür noch einen Literatur-Nobelpreis gibt?

    • Antonio sagt:

      Gebildete sollten nicht so unanständig und vergünstig über einen Nobelpreisträger herfallen!

    • sepp z. sagt:

      roberto, 2006 betrug die maturitätsquote in erlenbach an der goldküste 50% gegenüber 6% im zürcher schulkreis schwamendingen. sind die jungen in erlebenach so viel intelligenter als zürich nord, oder hilft geld eben doch, um eine gute ausbildung zu erhalten?

      • Roberto sagt:

        Ja, Intelligenz und Einkommen korrelieren erwiesenermassen. Und da Intelligenz zu einem grossen Teil vererbt ist, sind auch die Kinder aus wohlhabenden Familien im Schnitt intelligenter. Der Rest der stark unterschiedlichen Quote ist ein Ausländerproblem. Wenn man scharenweise Kosovaren ins Land lässt inkl. Familiennachzug, so kann man dadurch keine Brainoffensive erwarten. Darum müssen wir die Immigration wieder selber in die Hand nehmen und Kriterien wie Bildung und Vermögen bei der Aufenthaltsgenehmigungserteilung gewichten.

        • sepp z. sagt:

          naja, diese Ihre Theorien stehen wohl etwas auf wackligen Füssen. Carl Hirschmann und Paris Hilton müssten ja dann Intelligenzbestien sein und zukünftige Nobelpreisträger…
          Die seit 2004 jährlich in der Schweiz durchgeführte Univox-Studie (gfs) weist indessen auf eine andere interessante Tatsache: Schweizer Hochschulabgänger unterstützen eine Erbschaftsteuer 3x so häufig wie Nichthochschulabgänger.

          • PlainCitizen sagt:

            Korrelieren heisst nicht, dass es in jedem Fall zutrifft. Ich bin zB Hochschulabgänger, und ich bin gegen eine Erbschaftssteuer (und ich habe keine Aussichten auf ein Erbe).

          • Adi sagt:

            @PlainCitizen: sind sie auch gegen eine staatsquotenneutrale Erbschaftssteuer? Falls ja, wieso?

          • Roberto sagt:

            Anhand von Einzelbeispielen lassen sich Statistiken nicht umstossen. Zudem ist nicht sicher, dass die von Ihnen genannten Personen dumm sind. Bei Paris Hilton war es Teil eines ausserordentlich erfolgreichen Geschäftsmodells, bei C.H. scheint mir nicht Intelligenzmangel das Problem zu sein, sondern mangelnde Impulskontrolle und ein verzerrtes Selbstbild.

          • PlainCitizen sagt:

            @Adi – Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass wir zuwenig bekommen für unsere Steuern. Es gibt zu viele Pöstchen und sinnlose Programme. Ausserdem haben wir bereits die Besteuerung des Vermögens, die ich daneben finde. Zum Dritten sehe ich, wie Leute mit viel Geld umsichtig investieren und damit für Arbeit und Wohlstand sorgen, und dies effizienter als jeder Beamte das tun kann – denn sie haben Erfahrung, ein gleichgesinntes Umfeld, und sie riskieren ihr eigenes Geld. Sie machen das in aller Ruhe und diskret.

    • Andreas Pecora sagt:

      @Roberto: Könnte es sein, das man die Besten nur mit einem entsprechenden Lohn, gut ausgestatteten Labors und grosszügigen Forschungsbudgets an seine Universität locken kann? Hängt die Qualität der Lehre und Forschung vielleicht doch auch mit dem Budget zusammen?

    • c.horse sagt:

      Genau, wieso sind denn unsere Uniprofessoren so ungeheuer teuer. Nehmen wir Herr Mörgeli, der offenbar Professor ist aber nie im Hörsaal gesehen wird. wieso muss ein Nationalrat chf 90 000.– im Jahr verdienen, wenn er noch einen anderen Job hat. Für chf 45 000.– würde das doch auch gehen aber ich bin sicher, da wird sich jeder Nationalrat dagegen wehren, besonders die Linken, die ja den Kapitalismus überwinden wollen. Staatsbediensteten 10 Prozent weniger Lohn geben und das Geld in die Bildung investieren. Problem gelöst.

  • kuoni sagt:

    Auf dem Erbe Alleinstehender/Lediger wird bereits heute je nach Kanton bis zu 35% oder mehr abgezockt (sh.Kanton Zuerich).Dabei sollen vor dem Gesetz alle gleich sein, sind es aber nicht ! Nun soll noch eine eidg. Erbschaftssteuer dazu kommen.Das soll dann anstaendig sein oder Hans herbst?

    • Roberto sagt:

      Erbschafts- und Vermögenssteuern – ganz allgemein: alle Steuern – sollten sich an den tiefsten Sätzen unserer direkten Konkurrenten/Nachbarländern orientieren und diese wenn möglich unterbieten, damit kein Steuersubstrat verloren geht. Also: Erbschafts- und Senkungssteuern ganz abschaffen für alle, so wie in Österreich und Vermögenssteuern um 60% senken, um auch hier auf das Niveau von Österreich zu kommen (oder ganz abschaffen wie in Deutschland).

    • Steiner Hanspeter sagt:

      Ich glaube da sollte jemand zuerst den Initiativtext lesen. Da steht nähmlich, dass die nationale Erbschaftssteuer die Kantonale ablöst und das würde ja in Zukunft bei 20% ja sogar ein Vorteil sein. Der Kanton wiederum würde ein drittel der Erbschaftssteuer bekommen. Also bitte zuerst den Text richtig lesen bevor unkontrolliert den Mund aufreissen!!

  • eliane sagt:

    mehr geld für Bildung tönt erstmal gut. es wird ja auch immer mehr geld dafür ausgegeben. beim genaueren hinschauen zeigt sich jedoch die krux, warum das bildungssystem so teuer ist und wo geld „verlocht“ wird! hat sich schon mal jemand überlegt, was die ewigen Schulreformen, Studien, harmos, undundund kosten??

    • brigitte sagt:

      Erbschaftssteuer schon, aber nicht fuer Bildung. Erstens bezahlen wir schon heute die Unis fuer Auslaender. Die studieren in der CH, ohne hoehere Gebuehren (oder ganz minim) Zweitens gibt es immer noch mehr Lehr-Abgaenger und die zahlen heute schon fuer die ewigen Studenten. Wer studieren kann (weil intelligenter) soll, aber nicht auf Kosten derer, die nicht studieren koennen (weniger intelligente) Die Herren und Damen Studenten sollen doch das selbst bezahlen. Unis in Amerika/Japan/Korea werden SELBST bezahlt und zwar viel. Wenn diese cleveren Leute den Dr. haben, verdienen sie ja auch mehr.

      • Georg sagt:

        Liebe Brigitte
        Im Grunde genommen haben Sie ja recht. Jeder sollte selbst bezahlen. Jedoch habe ich an der ETH z.T. 40- 50+ Stunden Wochen und kaum Ferien. Ich wüsste nicht woher ich das Geld bekommen sollte ohne Subv. (seien es Stipendien oder vergünstigte Studiengebühren. Man denke auch an die Lebenskosten in Zürich, die dann im Endeffekt zu USA-ähnlichen Studiengebühren führen). Die Lehrlinge bekommen wenigstens einen Lohn, während dem man als Masterstudent oft zu unentgeltlicher (ohne Vertrag) Sklavenarbeit in Labors verdammt wird. Es ist ja nicht so dass man an der Uni nicht arbeitet).

    • Dagobert Duck sagt:

      Angenommen, es gebe eine Erbschaft aus der Chemiebranche von 1 Milliarde. Der Staat kassiert 200 Millionen durch den Verkauf von Vermögen und gibt es für Bildung aus. Volkswirtschaftlich bleibt alles gleich: wenn diese Ausgabe den gleichen Ertrag generiert und das gleiche Vermögen regeneriert, besonders auch die gleichen Einkommens- und Vermögenssteuern. Wenn nicht, müssen Ausländer die Liquidation der Vermögen durch Kauf vollziehen. Und mit dem Vermögen gehen auch die Erträge und Steuern ins Ausland.

  • Hans P. Grimm sagt:

    Man sucht händeringen nach Gründe eine Erbschaftsteuer einzuführen. Einmal für die AHV, einmal für die Bildung, dann um den Staat zu stärken, dann um Alernativenergien zu Subventionieren, usw. Der Wettbewerb ist eröffnet findet weitere Gründe für neue Steuern!

    • Sutter Peter sagt:

      Genau, man will dem Bürger einfach das Geld aus der Tasche ziehen. – Wenn ich mich ausbilden muss dann tue ich das entweder Online oder mit Bücher (selbst bezahlt) oder besuche einen Kurs (selbst bezahlt oder Arbeitgeber). Mir selbst fällt auf wenn man an einen Kurs online teil nimmt ist er recht billig wenn nicht sogar gratis, ist er aber live so ist er extrem teuer, wobei der Verdienst des Lehrers und der Schule unglaublich hoch ist mit teils fragwürdigen Unterlagen. – So, und wie würde ich nun zu diesen Geldern kommen?

      • Peter sagt:

        so manch kurs ist sogar umsonst..

        • Haimax sagt:

          Es ist ja so, die Kids die Studieren müssen nur eine kleine Gebühr bezahlen, wenn aber ein Büezer sich weiterbildet, höhere Berufsbildung, Meister oder Techniker/Ing. muss er alles selbst bezahlen, dass sind im Schnitt 30’000 bis 50’000.-.

          Weil es ja nur Handwerker sind ist dies so, weil die meisten Studis Kids von Akademiker sin studieren sie ca 6 Jahre fast gratis!

          So ist unser System!

  • Ursi Jauch sagt:

    Also Herr Ernst,die heutigen Stipendien garantieren jedem Kind mit den entsprechenden Fähigkeiten und Interessen die Möglichkeit eines Studiums.Dafür bin ich sehr dankbar,auch wenn ich für meine beiden Söhne nichts erhalten habe.

    • Adi sagt:

      Herr Ernst warnt nicht vom System mit den „heutigen Stipendien“ und allg. tiefen Studiengebürhen. Er warnt vor einem US-ähnlichen System mit viel höheren Studiengebüren (10’000 – 20’000 CHF pro Semester/Jahr) welches dann mit mehr Stipendien wieder kompensiert werden soll. Das Problem daran ist nur: es hilft der Unterschicht, der Oberschicht schadet es nicht, aber den Mittelstand laugt es aus. Denn genau die Familien, welche sich das Schuldgeld noch knapp leisten können, aber zuviel verdienen für ein Stipendium, sind die leidtragenden.

      • Ursi Jauch sagt:

        Aber Adi es kann doch nicht sein,dass wir Zukunftsmusik finanzieren sollen,und so dem Staat die Erhöhung gleich anbieten.

        • Adi sagt:

          Hmm, ich verstehe Ihre Antwort nicht. Vielleich war ich auch etwas unklar bei meinem Standpunkt: Ich begrüsse eine Erbschaftssteuer, aber eine staatsquotenneutrale – nicht zugunsten der Bildung oder zugunsten von sonst etwas. Dennoch bin ich mit Herrn Ernst einig, wenn er vor amerikanischen Verhältnissen warnt: Steuersenkungen für die Reichen und damit verbunden eine Privatisierung von staatlichen Aufgaben, wie z.B. Bildung kann nicht das Ziel sein. Sind jedoch zwei getrennte Themen (das eine sind Einnahmen, das andere Ausgaben), welche hier etwas unglücklich vermischt werden.

      • Roberto sagt:

        Davon sind wir weit entfernt. An der ETH kostet die Jahresgebühr geraden mal ca. 1100.- Franken, und wer keine wohlhabenden Eltern hat, der hat Anrecht auf ein Stipendium.

        • sepp z. sagt:

          roberto, die zahl der gewährten stipendien ist von mitte der 90er jahre bis 2005 um 20% gesunken.
          sparbemühungen tragen früchte.

        • Adi sagt:

          „Davon sind wir weit entfernt“. Genau, und das ist auch gut so. Danke, ich kenne die Gebühren der ETH. Immer wieder höre ich aber Vorschläge, wo die Studiengebühren massiv steigen sollen und im Gegenzug mehr Stipendien gesprochen werden sollen – oder aber Modelle, wo sich Studenten fürs Studium massiv beim Staat verschulden sollen. Und in diese Richtung sollten wir uns nicht bewegen.

          • PlainCitizen sagt:

            Einig. Verschulden fürs Studium hält Menschen aus unteren Schichten ab. (zum Glück haben wir wenigstens das duale System)

  • Arnold sagt:

    Die Reichen und in überflusslebenden dürften ohne weiteres etwas mehr für die Bildung zur Kasse gebeten werden. Zumal auch dürfen sie nach dem Tode nichts mitnehmen

    • Markus sagt:

      Lassen Sie mich raten? Sie gehören nicht zu den „Reichen und im überflusslebenden“, richtig? Die anderen dürfen zahlen. Ich nicht. Die, die mehr haben, haben es sowieso nicht verdient sondern „erbeutet“…

    • Roberto ll sagt:

      In der Sowietunion wurde nach der Oktoberrevolution das Erbrecht abgeschafft. Dies mit verheerenden Folgen: Das Volk (nicht nur die Reichen) verarmte und hungerte. Die Gründe für eine eidg. Erbschaftssteuer sind unüberlegt, ungerecht, und Diebstahl am Tüchtigen und Sparer.Abgesehen davon ist es ein leichtes diese Steuer zu umgehen!

      • Markus sagt:

        @Marco Peer: Sie mögen lachen, aber es gibt tatsächlich noch Leute, die bringen mit Leistung/Innovation ein mittleres/grösseres Vermögen zu stande. Eine geniale Idee, viel Fleiss, Aufwand und jede Menge Entbehrung…Davon sollen die Nachkommen profitieren können. Der Staat hat doch vorher ständig mitprofitiert. Wieso muss er beim Ereignis „Tod“ nochmals den grossen Reibach machen? Erbschaftssteuer ist für mich NUR mit der Abschaffung der Vermögenssteuer in Ordnung. Alles andere ist eine Gleichmacherei der Neidgesellschaft!

  • Eicher sagt:

    Was für ein Schwachsinn! Die Einnahme der Erbschaftssteuer ist bereits versteuertes Geld und somit also unnötig! Lieber Steuermässig etwas ändern bei Grossverdiener und Firmen und nicht ständig diesen noch in den A… kriechen. Geschröpft werden so wieder die „Normalos“…

    • sepp z. sagt:

      Eicher, in der Schweiz werden Steuern nicht pro Familien-Clan bezahlt, sondern demokratisch pro Individuum/Steuersubjekt. Ihre Eltern bezahlten Einkommensteuern, Sie bezahlen die Erbschaftssteuer. Das Argument der Doppelbesteuerung ist schlicht falsch.

    • Adi sagt:

      Da haben sie aber eine reichlich verzerrte Wahrnehmung. Ihr Geld welches sie im Supermarkt ausgeben (besteuert mit 8% MwSt) ist auch bereits als Einkommen versteuert. Dieses Argument zieht nicht. Gerade die „Normalos“ müssen ihr sauer verdientes Geld zu hohen Sätzen (Einkommenssteuer, div. Konsumsteuern und Mehrwertssteuer) versteuern während eine privilegierte Minderheit steuerfrei erben kann, und somit ohne Leistung zu Reichtum kommt. Dieses System ist äusserts leistungshemmend und mehr „feudal“ als „demokratisch“.

    • Rickenbach Franz sagt:

      wieso werden die Normalos geschröpft? Bei einem Freibetrag z.B. von 2 Mio würde es nur die treffen, denen es nciht darauf ankommt, vermutlcih würden sie es kaum merken. Und Normalos haben ja kaum 2 Mio zum vererben, ich jedenfalls nciht

    • PlainCitizen sagt:

      Solange es eine Vermögenssteuer gibt, ist die Einkommenssteuer eine Doppelversteuerung von Vermögen.

      • Marco Peer sagt:

        @PalnCitizen: Nein, das stimmt eben nicht. Sie dürfen Steuern nicht aus Sicht des Geldes sehen. Denn Geld zahlt keine Steuern. Und aus sicht des Erben, hat er für das Geld noch keine Steuern bezahlt.

        • Konrad Stuur sagt:

          So weit zu unserer Familien freundlichen Schweiz !

          Sicher ist dies eine Doppel oder 3-fach versteuerung!

          Ok gehen wir das ganze mal anders an. Ich als Sohn muss auch zahlen für meine Eltern, welche im Altersheim wohnen. Wie viel mal ist dieses Geld schon versteuert? Hmmmm

          • sepp z. sagt:

            Konrad Stuur, diese Unterhaltspflicht für die Eltern wurde auch schon als negative Erbschaftssteuer bezeichnet. Und sie trifft primär jene Familien mit wenig Vermögen. Werden nämlich die Eltern zu Pflegefällen und haben kein Geld, müssen die Kinder einspringen, selbst wenn sie bloss einen Mittelstandslohn oder ein Mittelstandsvermögen haben. Haben die Eltern aber ein grosses Vermögen und sterben, geht es heute Steuerfrei an die Nachkommen. Irgendwie absurd und ganz bestimmt nicht zum Vorteil des Mittelstandes.

        • PlainCitizen sagt:

          Ich sehe Steuern aus der Sicht des Steuerzahlers, und aus der Sicht des Bürgers. Als Bürger sehe ich nur, wie jeden Tag ein neuer Unsinn vom Staat finanziert wird. Die Plantschbecken-Polizei und die Kinderhüte-Prüfung für Grösis wurden noch verhindert, aber die sind nur die Spitze der Spitze des Eisberges. Die einzig sinnvolle Steuermassnahme ist eine Senkung.

          • Adi sagt:

            Bei der Plantschbecken Polizei, Kinderhüteprüfung, Ampeln an jedem Misthaufen etc. bin ich völlig Ihrer Meinung – und ich verstehe ihren Groll. Ich sehe aber auch Strassen, Brücken, Eisenbahnlinien – Milliardenteure Infrastruktur welche unterhalten werden muss. Und von meinen USA Reisen weiss ich, wie solche Infrastuktur verlottern kann, wenn man das Geld lieber fürs Militär ausgibt und/oder Steuergeschenke für Reiche schnürt. Löcher in den Strassen, dass man nur noch mit dem Offroader sicher ist sind die Folge… und das im Autoland USA.

  • Roberto sagt:

    Die Idee ist an Ende kontraproduktiv. Neben den staatlichen Bildungseinrichtungen gibt es v.a. Forschungsabteilungen von privaten Unternehmen, vielen davon KMU – gerade Familienbetriebe würden durch eine Erbschaftssteuer stark belastet, das gefährdet die privatwirtschaftliche Forschung. Somit besteht die Gefahr, dass damit letztlich ökonomisch sinnvolle Forschung durch staatliche Forschungsrichtungen wie „Soziologie“ oder „Historische Forschung“ verdrängt wird – das bringt unserem Land nix im globalen Wettbewerb.

    • Roberto, gute Feststellung! Danke.

    • sepp z. sagt:

      roberto, in familienbetrieben wird normalerweise automatisch der sohn der chef und nachfolger von papa. das hemmt die entwicklung und innovationskraft des betriebs. besser wäre, es erhielte nicht einfach sohnemann die nachfolge, sondern der fähigste oder beste mögliche geschäftsleiter. das sehen sie in ihrem beitrag von 7h46 oben auch so.

      • Rolf Bombach sagt:

        Es geht nicht ums Erben, sondern um die Erbschaftssteuer. In Deutschland ist die recht rabiat und führt dazu, dass Kleinbetriebe im Erbfall idR pleite gehen und die Angestellten dann auf der Strasse stehen. Das fördert auch nicht die Innovationskraft. Die Erbschaftssteuer ist eine sozialistische Neidsteuer gegen den Mittelstand, der Melkkuh der Nation. Wenig verdienende vererben nichts und die Reichen haben „Modelle“ zur Umgehung.

        • Wer 2 Mio Vermögen hat ist bei Ihnen also Mittelstand (die Initiative würde tiefere Vermögen nicht betreffen). Ich wusste gar nicht, dass der Mittelstand aus Millionären besteht, danke für die Aufklärung.

          • Herr Gfeller, bitte versuchen Sie mal in Ihrer Umgebung zu erfahren wieviel Marktwert eine Schreinerei,Restaurant,Autogarage oder andere KMU haben, welche bei einem Erbgang die Summe bestimmen würde! Sie würden staunen, und das obwohl die Betreiber selber auch nur gerade soviel verdienen wie seine Arbeiter!!

          • Von denen sind lange nicht alle bei 2 Mio, da nur symbolische Minigewinne/-verluste ausgewiesen werden welche bei der Steuerbewertungsformel keinen nennenswerten Ertragswert ergeben. Anders sieht es bei den Patron-Buden mit 100 bis 300 Angestellten aus, welche auch als KMU gelten; dort werden meistens „richtige“ Gewinne ausgewiesen. Aber von mir aus, dann sind solche Patrons auch Mittelstand trotz mehreren Mio Vermögen. Die Vererbung von KMU würde abgesehen davon von der Initiative privilegiert behandelt (im Gegensatz zur Vererbung von Cash, Immobilien, Wertschriften)

      • Roberto sagt:

        Es wäre wichtig, dass der Verantwortliche in einem Betrieb auch mit seinem Privatvermögen haftet. Wenn sich jemand nicht in der Lage sieht, selber Geschäftsführer zu sein, so kann er sich in den Verwaltungsrat zurückziehnen und einen Geschäftsführer einstellen. Aber er soll als Eigentümer die Kontrolle behalten. Wohin es führen kann, wenn das Aktionariat zersplittert wird, sehen wir bei unseren Grossbanken. Da können sich Angestellte zu Sönnenkönigen aufblasen, weil kein starker Einzelaktionär die Verantwortung hat! Der Staat ist kein besserer Unternehmer, weil Politiker nicht selbst haften.

  • Wer würde schon behaupten wollen, für die Bildung brauche es weniger Geld? Dies ist in etwa die gleiche Rhetorik, welche wohltätige Organisationen anwenden wenn sie mit Kindern auf einem Bildli möglichst viel Geld für ganz andere Zwecke sammeln wollen.Tatsache ist, die Hochschulen werden von Studenten überflutet, aber komischerweise fehlen nach wie vor die wichtigsten Fachkräfte.Könnte es nicht eher so sein, dass an unseren Hochschulen ganz einfach das falsche gelehrt wird? man kann sich auch mal fragen, wie sinnvoll es ist nach einem Urknall zu forschen! Oder wären Reformen fällig?

  • Eron Thiersen sagt:

    Wir haben ja nicht zu wenig Geld in der Bildung, sonder zu viel Zweckentfremdung in der Bildung. Viele Bildungslehrgänge wurden geschaffen um Geld zu verdienen, eigentlich muss der Bedarf den Bildungslehrgang definieren und davon entfernen wir uns immer mehr.

  • Huber, Lloyd sagt:

    „Hüte Dich vor der Dummheit der Gescheiten“ – Diese Wahrheit darf man nie vergessen.In unserem Land darf noch jeder seine Meinung – gescheit, dumm, was auch immer – kundtun ohne böse Konsequenzen. Ich bin der Meinung, dass es das Dümmste ist, unserem fetten, gefrässigen und arroganten Staat und seiner Verwaltung immer noch mehr Geld in den Rachen zu werfen ! Er hat mehr als genug Geld – auch für Bildung, aber er zeigt kein nachhaltiges wirtschaften mehr. Anstatt ständig umzuverteilen, soll er u.a. seine PR Mannschaft entlassen und das ständige Anwachsen der staatlichen Aufgaben stoppen.

  • Hermine Kleefeld sagt:

    Mit noch mehr Steuern werden keine Probleme gelöst, nur neue geschaffen. Steuererhöhungen sind Vorschläge von Linksparteien und von Leuten, die von den wirtschaftlichen Grundprinzipien der realen Welt nichts verstehen. Steuererhöhungen bringen nachhaltig nicht mehr Steuererträge, denn das Geld geht immer dorthin, wo es gut behandelt wird. Die Steuer trifft nie die Grossen, sondern immer nur die, die ihr Vermögen nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Jede Art von Umverteilung wird letztendlich scheitern, sobald das Recht auf Eigentum und Freiheit zu stark eingeschränkt wird.

    • sepp z. sagt:

      ich weiss ja nicht, was für sie ‚die grossen‘ sind.
      eine erbschaftsteuer, die -gerecht und liberal- erst ab einem mindestbetrag von 2mio greift, trifft 90% der bevölkerung kein bisschen.
      im übrigen setzten sich etwa in den usa die superreichen (und vor allem die self-made milliardäre) 2006 selbst dafür ein, dass die erbschaftssteuer in den usa (bis zu 50% spitzensatz) erhalten bleibt. weil sie erkannten, dass die erbschaftssteuer die gerechteste steuer ist, also jene, die am wenigsten leistungs- und innovationshemmend ist.

      • Hermine Kleefeld sagt:

        @Sepp, mein Lieber: Bei einem Vermögen von CHF 2 mio gibt es viele gesetzliche erlaupbte Möglichkeiten einer steuerlichen Optimierung. Man verselbständigt es in Form einer Stiftung, einer Gesellschaft oder irgendeiner anderen juristischen Struktur. Man wählt das Domizil nach der finanziellen Gesamtbelastung aus. Es gibt genügend ausländische Domizile, wie z.B. UK und USA. Das Vermögen ist dann aus der Schweiz weg, es fallen gar keine Steuern mehr an. Es gibt keine gerechten Steuern, denn Gerechtigkeit existiert nicht. Gerechtigkeit ist ein subjektives Empfinden, Recht eine objektive Grösse.

        • sepp z. sagt:

          Frau Kleefeld, verstehe ich Sie richtig, dass Sie argumentieren, man solle Steuern für Reiche abschaffen, weil sie eh umgangen werden? Naja, da würde ich erstmal Steuerschlupflöcher dicht machen. Und Strafen auf Steuerhinterziehung erhöhen. Zum Glück tut sich da ja zurzeit einiges weltweit…

          • Hermine Kleefeld sagt:

            Lieber Sepp: Erst lesen, dann auch verstehen. Schweizer Recht gilt nur und ausschliesslich in der Schweiz. Wenn das Geld in einem anderen Land ist oder der Vermögenseigentümer sein Domizil im Ausland hat, kann die Schweiz neue Gesetze basteln wie sie will. Wenn jemand aus dem Kanton Jura nach Zug zieht, kann der Jura auch nicht sagen: Aber steuern musst Du weiterhin hier! Unsere SP brachte tatsächlich mal diesen Vorschlag; er war aber so dumm wie undurchführbar, dass niemand ihn weiterverfolgte. Warum nicht eine Kopfsteuer für alle? Jeder gleich viel, das ist gerecht. Ausser für Parasiten.

          • Erich Schlumpf sagt:

            @ Kleefeld – absolut richtig formuliert – es gibt keine gerechten Steuern, wie das uns die linken immer wieder verkaufen wollen. Die Steuern in der CH sind nicht gerecht (Progression) sondern sozial. Gerecht wäre wenn einer der mehr verdient genau gleich viel % von seinem Lohn an Steuern zahlt. Erbschaftssteuer – wie Sie richtig sagen, es gibt Dutzenden von legalen Varianten wie man das Vermögen anlegen kann damit keine Erbschaftssteuer anfallen – klar, ein bisschen Mühsam, aber durchaus machbar. 20% Steuern auf Erbschaften – typisch SP – nur halb durchdachte Initativen, wie üblich.

        • Recht soll objekitv sein? Darüber werden schon seit Jahrtausenden Kriege geführt. Abgesehen davon nützt es Ihnen nichts Stiftungen zu gründen um Ihr Vermögen zum Verschwinden zu bringen (auf illegale Weise, also kriminell natürlich schon); die Steuerbehörden machen einfach den Durchgriff sobald sie Wind davon bekommen, es sei denn Sie wandern vorher aus.

      • Erich Schlumpf sagt:

        Alles Geld, dass von Links von den Reichen weggenommen werden kann wird als „gerecht“ bezeichnet. Man muss das nicht Steuer nennen, sondern gleich beim richtigen Namen: staatlich angeordnete Umverteilung von Vermögen ! Aber links trötzlet lieber anstatt endlich den berühmten Finger raus zu nehmen und selber was zu leisten damit auch sie später etwas vererben können. Dann hoffentlich ohne Neid und mit einer moderaten Steuer (1% wie heute).

        • Jawoll ! Deshalb unbedingt immer dafür sorgen, dass man einen Nachkommen hat und dann nochmals Finger raus damit man etwas vererben kann. Dumm nur wenn am Schluss den grössten Teil des Kuchens das Pflegeheim erbt.

  • Urs Muster sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren der ETH
    Investitionen in die Bildung sind extrem wichtig, damit der Forscherin u.a. die Gefährdung durch Laser erläutert und eine Schutzbrille gekauft werden kann… Nichts geht über eine gute Ausbildung…
    Freundlicher Gruss von einemSicherheitsexperten

  • Mit schöner Regelmässigkeit werden in der Presse Studien veröffentlicht und als absolute Sensation des Wissens verkauft, bei welchen ich als mässig gebildeter Mensch einfach sagen muss; hätten sie mich gefragt,ich hätte ihnen die Antwort alleine und sofort geben können,die Studien kosteten aber viel Geld! zB.Warum staut sich der Verkehr vor einer Baustelle ? Warum geht eine Bergbahn konkurs?etc.

  • Leo Nauber sagt:

    Wo geht das viele viele Geld, das für Bildung ausgegeben wird hin? Ich kenne Familien, deren Söhne und Töchter können nicht an die FH, weil das für die Familie viel zu teuer ist. Vater hat ein EFH (darum gibt’s kein Stipendium), aber nur ein kleines Einkommen. Er kann ja nicht das Haus verkaufen und dafür eine sackteure Wohnung mieten!!! Andere erzählen sehr glaubwürdig „Ich hätte gerne die eine oder andere Weiterbildung, vor allem Fremdsprachen besucht kann mir tausende Franken für Kurse und Hotel auszugeben“ usw. Ich kenne Kursleiter, die verdienen CHF 4’400.00 pro Tag!

    • PlainCitizen sagt:

      Die Leut die ich kenne die die FH gemacht habn haben sich das selber finanziert.

      • Leo Nauber sagt:

        Womit? Mit Geld von den Eltern? Berufsbegleitend unterstützen das ja nur wenige Firmen und ist auch weit überdurchschnittlich anspruchsvoll – auf jeden Fall bei den für die Wirtschaft nützlichen Ausbildungsgängen (Richtung Ingenieurwesen, Elektronik z.B.).

  • Erbschaftssteuer ist ein MUSS – Reichensteuer aber nicht.
    ewz

  • Erich Schlumpf sagt:

    „Wieviele Erbschaften sind heute unverdient“ ? Was für ein saudummer Spruch ist denn das von einem Nobelpreisträger ? Erbschaften ist Geld das innerhalb der Familie weitergegeben wird. Darauf will man nun 20% Steuern berechnen. Warum warten bis einer stirbt ? Nehmt doch gleich 20% von jedem Vermögen über 2 Mio. Was ist der Unterschied ? Der alte Knacker braucht das Geld sowieso nicht mehr und die Kinder und Partner werden sowieso mit 20% bestraft und brauchen das Geld auch nicht. Die Erbschaftssteuer ist Diebstahl der Linken an den Reichen. Eine pure Neidinitative !

    • sepp z. sagt:

      Erich Schlumpf, die Marktwirtschaft sei das beste aller Wirtschaftssysteme, weil in ihr die Tüchtigsten -unabängig von Herkunft- die obersten Positionen besetzen und am meisten verdienen. Einverstanden?
      Besser als die feudalen Adelsgesellschaften, wo Macht, Einfluss und Geld vererbt wurde.
      Nun werden in der Schweiz (und weltweit) die grossen Vermögen nicht mehr verdient, sondern geerbt. Das heutige Wirtschaftssystem krankt an vielen Ecken, und ein Punkt ist der, dass Leistung nicht mehr richtig belohnt wird. Belohnt werden jene Menschen, die einen tüchtigen Vater oder Grossvater hatten.

      • Erich Schlumpf sagt:

        Sepp Z. – Genau das ist es, was die Linken uns verkaufen wollen. Man nehme einen „Hirschmann“ und, voila, schon hat man das Model „reichen Sohn“ manifestiert und somit müssen alle so sein. Ich kenne keinen reichen Sohn, welche sich nicht selbst ins Zeug legt, entweder bei der Firma des Vaters oder bei einem eigenen Job. Im Vergleich zu den Kindern von Scheininvaliden Sozialbezügern wird den Kindern in einer reichen Familie nämlich noch die Wichtigkeit vom selber Geldverdienen mit auf den Lebensweg gegeben.

        • sepp z. sagt:

          Erich Schlumpf, es gibt dutzende Beispiele, wo die Nachkommen erfolgreiche Firmen heruntergewirtschaftet haben. Die Erb-Söhne (Autohandel, Küchen, Immobilien) in wenigen Jahren 1.5 Mia vernichtet. Der Sohn Bührle das Erbe des Vaters mit Bally, Esec etc in den Sand gesetzt. Übrigens auch Bertarelli war als Unternehmer nicht erfolgreich und musste verkaufen.
          Lösen Sie sich vom Mythos, dass Reiche fleissiger, williger und intelligenter sind.
          Unterstützen Sie eine Gesellschaft, in der sich Leistung lohnt! Und wo die Besten Zugang zu guter Bildung haben, und nicht nur die Söhne reicher Papis.

          • Ernst E. sagt:

            Mit den übrigen Beispielen mögen Sie recht haben, aber im Falle Erb war es der Vater selber, der den Untergang seines Imperiums vorbereitete. Und im Falle von Bührle gibt es ja auch noch eine Tochter, die kräftig dabei mithalf.

          • Erich Schlumpf sagt:

            Aha, deshalb müssen die Linken die Söhne und Töchter vor deren Misswirtschaft bewahren und darum das Erbe wegnehmen. Und interessant ist auch, dass anscheinend nur die nicht-reichen die wirklich gebildeten sind. Ich kann Ihren Frust verstehen da Sie ganz offensichtlich zu den nicht priviligierten gehören. Aber jetzt einen auf Neid machen ist schon sehr billig. Finger raus und selber was erreichen – mit oder ohne Unterstützung.

          • sepp z. sagt:

            herr schlumpf, die beispiele zeigen, dass eine volkswirtschaft auf die schiefe bahn geraten kann, wenn sie zu sehr auf feudale strukturen setzt. und nicht die besten fördert, sondern die die aus den ‚richtigen‘ familien kommen.
            ‚leistung soll sich lohnen‘, wies so schön heisst.
            ich habe meine ausbildungskosten übrigens von einer ausländischen uni als stipendium erhalten. in gewissen offeneren gesellschaften weiss man leistung noch zu würdigen.

    • paz de monnay sagt:

      Neid ist gut, geehrter Herr Schlumpf! Sie haben wohl geerbt, oder haben es vor? Wie das herauskommt, wissen wir ja spätestens seit den Filmen „Ueli, der Knecht“ & „Ueli, der Pächter“. Und in diesen Zeiten leben Sie wohl noch? Und übrigens ist es noch gar nicht lange her, da wurde die Erbschaftssteuer von auf Drängen der Mehrbesseren abgeschafft. Schaffen wir sie uns doch wieder an, und tun etwas für die Bildung und die AHV. Andererseits könnten Sie ja auch auf Ihre AHV verzichten, und dafür keine Erbschaftssteuer bezahlen? Der Neid kommt Ihrerseits, und „Geiz ist GEIL!!

      • Erich Schlumpf sagt:

        Nein, Herr „wie Sie auch immer heissen“, ich bin einer der VERerbt. Sie vergleichen Ueli der Pächter mit dem heutigen Leben ? Sie leben in einer Traumwelt und schauen zu viel TV. Wie wärs mit ein bisschen Arbeit um die AHV aufzubessern ? Keine AHV beziehen ? Glauben Sie wirklich die Reichen hätten eine AHV nötig ? Nichtsdestotrotz bezahlen die die höchsten Beiträge. Wie wärs mit einem Dankeschön ? Warum sollte der Neid von meiner Seite kommen ? Ihr Kommentar macht kein Sinn – vielleicht nächste Mal mit dem ersten Bier bis zum Mittag warten.

        • Was regen Sie sich denn so auf? Als Erblasser vermute ich werden Sie ihr Vermögen nicht mitkremieren wollen; und wenn Ihre Erben ja so super fleissig und fähig sind und die Finger immer schön sauber draussen halten brauchen Sie sich ja sowieso keine Zukunftssorgen zu machen.

          • Erich Schlumpf sagt:

            @ Albert Gfeller – schon klar ! Nach dem Motto: nach mir die Sintflut ? Dann wünsche ich Ihrer Familie jetzt schon „viel Vergnügen“ ….. Sie meinen „draussen“ aus dem Links-soziallen Verschwenderian und Steuererhöhungswahn ?

        • Pit sagt:

          Ein. Vorschlag zur Güte. Wenn es gewissen Leuten so zuwider ist, dem Staat Geld abzuliefern und die andern zu recht bemängeln, dass wir längst schon wieder ein Feudalsystem haben (inkl. Mehrklassenmedizin und ungleiche Bildungschancen): wieso kremieren wir das Vermögen nicht gleich mit dem Erblasser? Der Staat kriegt kein Geld zum Umverteilen (auch nicht für sinnlose Rüstungsgüterbeschaffung oder für die weitere Verbetonierung der Landschaft) und der Sohnemann kann beweisen, dass er es auch ohne Pappis Kohle zu was bringt (wenn er es denn bringt). Damit kriegen beide Seiten, was sie verlangen.

  • Alex Dépraz sagt:

    Excellente proposition! Sans même parler d’impôt, permettons déjà aux personnes fortunées d’effectuer des donations pour la formation et la recherche plus largement qu’à l’heure actuelle en diminuant les garanties civiles de la réserve héréditaire des descendants (au moins à partir d’un plancher).

  • Erich Schlumpf sagt:

    Bildung – ein Riesenproblem in der Schweiz. Kein Wunder wachsen Privatschulen wie Pilze aus dem Boden. Jeder der es sich leisten kann schickt seine Kinder in Privatschulen. Da muss man nur einmal schauen was in den öffentlichen Schulen gelernt wird. Hauppriorität, vor Rechnen, Schreiben und Lesen, hat die Sozialkompetenz. Der wird alles untergeordnet. Fächer: in der 4. Klasse im Kt Luzern beim Fach Mensch&Umwelt haben die doch tatsächlich das Thema „Katze“. Das obwohl die Kinder noch nicht einmal wissen wo Oesterreich liegt. Jedes Jahr wird das Lernsystem geändert. Sogar die Lehrer kotzt es an

  • Hugo Reichmuth sagt:

    Als Lehrkraft stehe ich der Forderung „Mehr Geld für die Bildung“ skeptisch gegenüber.
    Wenn ich bedenke, was „mehr Geld“ in der Landwirtschaft oder im Militär angerichtet hat, bezweifle ich den Sinn einer solchen Massnahme.
    Es ist anzunehmen, dass mit steigendem Bildungsbudget die Hochschulen mit ihrer oft praxisfremden Ausbildung und die ausufernde Bildungsbürokratie alimentiert werden. DANN haben wir ein kostspieliges Bildungssystem – mit den gleich erbärmlichen Resultaten wie in Resteuropa.
    Wie im übrigen Leben gilt auch bei der Bildung, dass weniger oft mehr ist.

    • Erich Schlumpf sagt:

      Da gebe ich Ihnen absolut Recht, Herr Reichmuth. Mehr Geld für Bildung heisst in der CH nämlich, dass man anstatt wie heute 2 Lehrer fürs Teamteaching in einer Klasse in der Unterstufe (!) plus 1 Sozialpädagogen, dann nämlich 3 Lehrer und 2 Pädagogen anstellt, anstatt endlich ein fertiges Lehrsystem ausarbeitet.

    • PlainCitizen sagt:

      Volltreffer.

      • Georg sagt:

        Ich denke es ist auch ein gesellschaftliches Problem, welches nicht nur mit mehr Geld gelöst werden kann. Bildung muss wieder „Hipp“ werden und v.a. brauchen Lehrer wieder mehr Respekt in der Gesellschaft. Eltern müssen ihre Kinder zum lernen erziehen und nicht mittels Klagen gegen die schlechten Noten ihrer Kinder vorgehen (habe da Geschichten gehört…).
        Zudem muss der Fokus auch vermehrt wieder auf „harte“ Fächer wie Mathe gelegt werden. Im Gymnasium zählten bei mir alle Naturwiss. Fächer als eine Note, währenddem Zeichnen, Sprachen je als ganze Noten zählten… falsche Anreize sind das…

  • Man kann es drehen und wenden wie man will. Am Schluss wird der Mittelstand sowieso immer von der sogenannten Elite über den Tisch gezogen. Ich plädiere deshalb für die Wiedereinführung des Feudalsystems mit Leibeigenschaft, das ist ehrlich und man weiss woran man ist.

  • Gene Amdahl sagt:

    Taxes kill taxes. Erbschaftssteuern wurden abgeschafft und nun sollen sie wieder her. Die Leute werden Stiftungen errichten um solchen Steuern auszuweichen. Diejenigen die ein Studium machen, sollen einfach die Kosten zahlen oder nach Abschluss über 10 Jahre hinweg abzahlen. Ausländer müssen eine Kaution hinterlegen.

    • Adi sagt:

      Genau, sie wurden abgeschafft und nun sollte man sie wieder einführen – jedenfalls bevor man (wie im Kanton Zürich) einfach den Steuerfuss anheben will – zuerst macht man Geschenke an Reiche, und einige Jahr später holt man es einfach bei allen wieder statt das Geschenk rückgängig zu machen. Bei der Umsetzung gebe ich Ihnen recht, die ist nicht einfach. Die Steuer muss daher moderat sein. Dennoch finde ich eine Erbschaftssteuer viel gerechter als hohe Einkommens-, Vermögens- oder Konsumsteuern. P.S: Auch ich werde dereinst etwas erben können, wenn alles „gut“ läuft.

  • Weber Walter sagt:

    Richard R. Ernst, ich bin weder vermögend noch habe ich einmal das Glück gehabt viel Geld zu Erben, aber ich bin trotzdem nicht Ihrer Meinung. Tag täglich wird immer wieder auf allen Reichen herumgetrampelt, respektive jede Person lappert der anderen den gleichen Stuss nach. Es gibt leider immer wieder reiche Leute, welche sich nicht korrekt verhalten und diese sind per Steuerfahnder zu verfolgen und zur Rechenschaft zu ziehen. Vom Grossteil der Reichen, welche sehr viel Steuern bezahlen spricht niemand! Ein Vermögen wurde bereits mehrmals „KEINE ERBSCHAFTSSTEU

    • Richi sagt:

      Lieber Herr Weber, sie müssten dann auch gegen die MwSt. Denn wenn Sie Produkte kaufen, dann mit Geld aus Ihrem Einkommen und Vermögen – und dies wurde ja auch schon mal versteuert – nicht?

    • Adi sagt:

      1. Es geht nicht darum auf den „Reichen rumzutrampeln“ – wer etwas leistet im Leben und sich dadurch ein schönes Leben leisten kann, dem soll es gegönnt werden. 2. Nicht das Geld ist Steuersubjekt sondern der Bürger. Besteuert wird der Franken bei jedem Eigentümerwechsel: z.B. Arbeitgeber -> Arbeitnehmner, Arbeitnehmer -> Supermarkt – und eben auch bei Erblasser -> Erbe. Der Erbe hat das Geld zuvor noch nie versteuert, und was noch dazu kommt: auch nichts dafür geleistet. 3. Das heutige Steuersystem bestraft Leistung (Arbeitseinkommen) und belohnt Feudalismus (Erbschaft). Ist das liberal?

      • Genau. Dazu passt auch dass Dividenden auf Beteiligungen ab 10% privilegiert besteuert werden. Dies wurde von den rechtsliberalen für ihre Klientel eingeführt und der Mittelstand hat es gefressen. Firmeninhaber können sich somit Dividenden anstatt Lohn auszahlen und damit gleichzeitig die AHV umgehen. Die höhere Gewinnsteuer der Gesellschaft kann man verschmerzen, weitere Unternehmenssteuerreduktionen sind sowieso schon aufgegleist. Die Entwicklung in Richtung Feudalismus ist vorprogrammiert. Die Vermögenden sollen doch am besten nur freiwillige Almosen leisten wie in Saudi Arabien.

        • Adi sagt:

          Wenn man sich das schweizer Steuersystem genauer anschaut, stellt man sehr schnell fest, dass Arbeit (Einkommen) und Konsum hoch besteuert wird, während Kapital, Erbschaft, Kapitalgewinn oder (seit der unsäglichen Unternehmenssteuerreferom II), Dividenden auf Beteiligungen ab 10% privilegiert besteuert werden. Dies führt zu einer systematischen Begünstigung von Wohlhabenden, was zu einem „Geldadel“ führt bzw. bereits dazu geführt hat. Eine Folge davon ist: sinkende Leistungsbereitschaft. Eine weitere Folge kann sein: soziale Spannungen.

  • Anh Toan sagt:

    Die Zweckbindung einer allgemeinen (Erbschafts-)steuer fuer auch noch so sinnvolle Ausgaben, bleibt unsinnig. Ist eine Erbschaftssteuer richtig, braucht sie die Begruendung, wie sinnvoll sie ist, nicht ueber die „guten Sachen“ die der Staat mit dem Geld machen kann: Muessen die Ausgaben fuer Bildung erhoeht werden, muessen sie dies auch ohne Erbschaftssteuer.

    Ich bin fuer eine Erbschaftssteuer, welche beim Erben, nicht dem Erblasser ansetzt: Freibetrag (1mal im Leben) pro Erben, nicht Erblasser. Verteilt der Erblasser sein Vermoegen, keine Steuer! Abschaffen der Pflichteile hilft bei KMU!

    • Adi sagt:

      Das kann ich voll unterschrieben. Die Diskussion über Steuern an Ausgaben zu koppeln ist falsch und populistisch. Ich plädiere daher für eine staatsquotenneutrale Erbschaftssteuer, d.h. die Mehreinnahmen werden bei anderen Steuern (primär z.b. Vermögens- und Einkommenssteuern) kompensiert. Somit ist sie nämlich auch mehrheitsfähig bis weit ins bürgerliche Lager (ich denke an die FDP, sofern sie denn wirkich liberal ist). Schliesslich soll sich Leistung lohnen, oder nicht?

      • Anh Toan sagt:

        Muss der Unternehmenserbe 20% Steuern finanzieren, ist dies einfacher, als wenn er schon nur auf zwei Erben aufteilen muss! Liberale sind sich durchaus bewusst, dass das Weitervererben von Riesenvermoegen ueber Generationen zu einem „Geldadel“ fuehrt, bei der FDP stoesst man damit aber auf taube Ohren.

        • sepp z. sagt:

          Ich teile die Meinung, mit der Einführung einer Erbschaftssteuer sollten andere Steuern reduziert werden, dh. die Staatsquote gleich bleiben.

          In der Tat ist es so, dass die liberalste aller Steuern, die Erbschaftssteuer (hemmt weder Innovation noch Leistung und ist am einfachsten zu erheben) von unseren sogenannt liberalen Politikern und Parteien am vehementesten abgelehnt wird. Das zeigt recht gut, wieviel Liberalismus in diesen PseudoLiberalen noch drin steckt. Der heilige Markt wird gerade dann noch beschwört, wenn er der eigenen Klientel zuarbeitet.

  • Sugi sagt:

    Wir haben zuviele Intelligente, jedoch zuwenig Gescheite.
    Zuviele „“rutschen“ zulange in den Hochschulen rum die
    anschliessend, wenn überhaupt, später in der Gesellschaft
    kaum „Nutz“ bringen. Jahrelang von der Allgemeinheit
    leben und dann noch wenige Jahre abkassieren. Ein Beispiel
    bitte? Soziologen, Psychologen usw!
    Soziologen

    • Sugi, vieleicht könnte man Ihren Gedanken auch so weiter spinnen; wir führen die Erbschaftssteuer ein um Leute der von Ihnen erwähnten Fachrichtungen auszubilden, welche nach Abschluss der Ausbildung von einer mit Steuergeldern bezahlten Arbeitsvermittlung, eine von Steuergeldern kreirte Stelle erhalten, welche logischerweise auch von Steuergeldern den Lohn auszahlen würde.

  • Rolf Friedrich sagt:

    10% der Steuerzahler kommen schon heute für 90% des Budget auf (inklusive ETH). Jetzt erneut ein (medialer) Angriff auf deren Portemonnaie. Nicht nur dass dieses Geld schon mal versteuert wurde, auch sollten die Reichen (im Volksmund „Abzocker“) weiter konsumieren, die Zeche der Event-Chaoten bezahlen und gefälligst die Klappe halten. Der Konsens kommt offensichtlich schnell, wenn man über Geld entscheiden kann das einem nicht gehört! Vielleicht wird es Zeit, bei Budgetentscheidungen die Stimmen gemäss ihrer Progressionsstufe zu gewichten…

    • Genau. Die 10% der reichsten Steuerzahler sollten 90% der gesamten Stimmkraft bekommen. Man könnte doch auch das gesamte vorhandene Vermögen einer einzigen super fähigen Person übergeben, das ist ja dann logischerweise gerecht, weil diese Person dann ja „am meisten“ Steuern bezahlen würde. Alle anderen Nichtshaber sollten zur Strafe mit einer „Faulheitssteuer“ belegt werden, damit sie endlich mal den Finger herausnehmen. Ist das nicht ein freiheitlich liberaler Ansatz?

      • Rolf Friedrich sagt:

        Wir haben eine politische (und mediale) Diktatur der Mehrheit, die alle Parteien (von Sozi bis SVP) und auch die meisten Personen für sich instrumentalisieren (Sie offensichtlich auch…). Mit der Progression (überproportionale Besteuerung) hat man den Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ verletzt. Eine Korrektur auf der Einnahmeseite oder auf der Seite der Entscheidungsträger scheint mir fair. Oder wenn Sie nicht dazu bereit sind, ein wenig mehr Respekt vor denen die netto geben…

        • Der höhere Lohn bleibt allerdings immer noch höher trotz Progression; auch gibt es noch privilegiert besteuerte Vermögenserträge, und satte steuerfreie Kapitalgewinne kann man idR nur mit Vermögen erzielen. Das Prinzip der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Progression) ist Verfassungsrecht und vom Bundesgericht (auch mit mehrheitlich SVP Richtern) schon x-fach bestätigt worden. Sie müssen also schon die Verfassung ändern. Vielleicht schafft man das dann etwas schneller, dass die besagten 10% endlich 90% aller Vermögen besitzen, was scheinbar eine Art FDP-Fernziel ist.

          • Rolf Friedrich sagt:

            Ich gehe davon aus dass ein höherer Lohn in den meisten Fällen verdient ist – Sie nicht. Mit Vermögen kann man übrigens auch fette Verluste erzielen, oder wie gesagt, konsumieren, Arbeitsplätze schaffen oder -erhalten, der Kultur beisteuern, oder eben den Nachkommen überlassen.
            Zur Info: die 10% halten schon heute weit über 90% des Vermögens (siehe ESTV Statistik). Was Sie als Fernziel bezeichnen ist somit Ihre verzerrte Wahrnehmung der Realität. Heute hat der Staat (in Ihrem Fall) ein Eigeninteresse den Graben Arm-Reich zu erweitern, da er bei den Reichen ja noch mehr abzocken kann.

          • Adi sagt:

            @Rolf Friedrich Wenn 10% schon heute mehr als 90% der Vermögen besitzen, sollten diese 10% auch für mehr als 90% (und nicht nur für 90%) des Staatshaushalts aufkommen. Gerade diese Tatsache ist ja der eigentliche Fehler im System. Und ich stehe hier nicht für Gleichmacherei ein! Unterschiede darf und soll es geben. Wer mehr leistet soll auch mehr haben als wer weniger leistet. Aber dieses liberale Leistungsprinzip verträgt sich schlecht mit steuerfreien Erbschaften (Feudalismus) – oder mit der privilegierter Besteuerung von Kapitalerträgen (Dividenden etc.)

          • Rolf Friedrich sagt:

            @Adi: Kein „Reicher“ hätte damit ein Problem, wenn dieser dann auch bestimmen könnte was mit dem Geld passiert.
            Das kann er heute in keiner Art und Weise: Er steuert einem Giesskannenprinzip bei und ist dann immer noch das „Arschloch“.
            Übrigens ist die Definition des Vermögens sehr problematisch, denn das Vermögen eines „Reichen“ ist wie eine Bilanz: nur wenig ist wirklich liquid. Zwingen sie ihn sein „Anlagevermögen“ zu verkaufen (bewertet durch die Steuerverwaltung…), ist sein Reichtum bald verschwunden – und die Arbeitsplätze auch.

          • Wenn einer sein Anlagevermögen (zB Firma) verkauft, ist sein Reichtum verschwunden ? Aha, man lernt nie aus; vielen Dank für die Aufklärung. Viele CH Firmen gehören zu einem grossen Teil irgendwelchen Ausländern, ausl. Staatsfonds, Hedgefunds usw.; diese haben ihre Anteile und Engagements sicher umsonst erhalten, nicht wahr? Aber dank Globalisierung und mobilem internationalem Kapital geht es uns ja immer besser.

  • Alex Steiner sagt:

    Investieren in Bildung ist besser als in eine nutzlose Armee.

  • Andreas H sagt:

    Was ist der Unterschied zwischen den ersten Homo Sapiens, den Menschen vor 2000 Jahren und uns heute? Information! Wenn man ein Pfahlbauer Baby und eins aus dem alten Ägypten per Zeitmaschiene zu uns holen würde, hätten sie die gleichen Chancen wie ein normal geborenes Kind, sie hätten keine Probleme mit Computern, Autos oder dem Internet. Wir sind nicht Intelligenter als die ersten Homo Sapiens, wir haben lediglich mehr Informationen, gesammelt über tausende Jahre. Unsere grösste Ehre, aber auch Pflicht ist es diese Information an die nächste Generation weiterzugeben!

  • Andreas Schnyder sagt:

    Am besten alle bis auf ein Existenzminimum pfänden und alles in den Staat stecken, der dann „gerecht“ verteilt. Muss ein Staat gerecht sein? Muss Vermögen gerecht sein? Oder Einkommen? Wer ja sagt, soll die SP wählen, die hat soche Ziele im Parteiprogramm und wird das umsetzten, wenn Sie die Mehrheit hätte (in mein Kampf stand ja auch drin, was die Leute erwartet). Und wenn der Staat massiv mehr Geld einnimmt, wird er die Staatsquote massiv sinnig oder unsinnig abheben. Wollen wir das? Wenn’s Geld verpulvert ist, wird man auf die kleinen Vermögen losgehen. Freut Euch!!

  • Franz Vögeli sagt:

    Ich zahle gern Steuern, wenn das Geld haushälterisch und effizient eingesetzt wird. Weil das gerade nicht der Fall ist (Hafenkran etc.), stimme ich konsequent gegen alle neuen Steuern!

  • PlainCitizen sagt:

    Ich gehe nicht davon aus, dass der Staat mit dem Geld gescheiter umgeht als die Erben, im Gegenteil. Die Carl Hirschmann sind die prominenten Ausnahmen, die meisten sind stille Investoren die vernünftig investieren und Innovatioen finanzieren. Wenn ich mir dagegen das Linken-Heer in den Verwaltungen und in der Politik ansehe, dann weiss ich, dass mit dem Geld bloss neue Jöbli kreiert würden. Von Wirtschaft, Innovation und Produktivität haben die eh keine Ahnung.

    • Richi sagt:

      Sie wissen schon, wer die gute Infrastruktur bereitstellt und gewährleistet, die Unternehmen den Raum für Innovation und Produktivität bietet?

    • Linken Heer in der Poliitk? Seit etlichen Jahren haben wir überall rechtsbürgerliche Mehrheiten, und die sorgen schon dafür, dass Staatsaufträge an ihre eigene Klientel vergeben werden, die sich dann auf Kosten des Steuerzahlers gesund stossen können.

  • Roman Günter sagt:

    Es wird wohl niemand ernsthaft bestreiten wollen, dass die Bildung, speziell für die Schweiz, der wichtigste Pfeiler unserer Gesellschaft ist. Bevor aber über alternative und zusätzliche Quellen zur Finanzierung gesucht werden, immerhin wird hier zusätzlich zur Kasse gebeten, wer Situationsbedingt sowieso schon einen grösseren Anteil an den Kosten trägt, sollte unbedingt auch über die Kosten gesprochen und diese analysiert werden. So interessiert es sehr, wieviel der eingesetzten Mittel auch wirklich in die Ausbildung fliessen. Leider gibt es auch in diesem Bereich einen riesigen Wasserkopf.

    • Rolf Bombach sagt:

      Wie wahr. Allerdings ist gerade dieser ständig wachsende Wasserkopf ein Resultat der Bemühungen, die Kosten zu analysieren. Immer mehr Gremien verteilen das knapper werdende Geld in immer kleineren Portionen. Auf der andern Seite braucht es dann auf drei Forscher einen, der vollamtlich nur Anträge schreibt. Dazu kommt, dass die fachlich allenfalls mittelmässigen Bewerter nicht kompetent bewerten können und nur die Menge an produziertem Papier zählen. So wird auf allen Ebenen immer mehr Papier im Kreis rumgeschoben.

  • Tom Baer sagt:

    Nachdem ich ein Buch von Frau Vera F. Birkenbihl lass, habe ich mich gefragt was für Ziele unsere Bildung verfolgt.
    Der Schulkritiker und Lehrer John Taylor Gatto, benennt treffend in seinem Buch „Verdummt noch mal!“ als die wirklichen Lehren der Schule sieben Lektionen: Verwirrung des Schülers, Wecken von Klassenbewusstsein, Erziehung zur Gleichgültigkeit, Herstellung intellektueller und emotionaler Abhängigkeit, Schwächung des Selbstbewusstseins und Gewöhnung an dauernde Überwachung. Die Schule verdamme die meisten Menschen zu niederen Bausteinen in einem pyramidalen Gesellschaftsmodell.

    • Anh Toan sagt:

      @Tom Baer: Erziehung (inkl. Schule) ist darauf aufgerichtet, die Menschen zum Funktionieren in der Gesellschaft zu bringen. Persoenlich wuerde ich eigene freie Entfaltung der Persoenlichkeit vorziehen, frag mich aber schon, ob wir damit als soziale Wesen Ueberlebensfaehig waeren.

      • Tom Baer sagt:

        @Anh Toan: Leider verlieren wir bei unserer Erziehung Kompetenzen, die wir als soziale Wesen in uns haben, wie Kooperation, Kommunikation und Empathie und ohne diese Kompetenzen ist es wirklich schwierig zu leben.
        Jedem der sich diese Kompetenzen wieder aneignen möchte, empfehle ich die „Gewaltfreie Kommunikation“ von Marshall B. Rosenberg, soll auch bei Burnout/Depression nützlich sein. Was für uns persönlich gut ist, ist für Aktienmärkte schlecht, die perverserweise in Zeiten von Krieg und Terror am besten laufen. Was wollen wir – persönliches Wohlbefinden oder ein florierendes Spielcasino?

        • Stuker B. sagt:

          Herr Baer, danke für die Buchempfehlung. Das werde ich mir zu Gemüte führen. Arbeite ich doch in einem handfesten, sozialen Beruf, der viel in körperlicher und mentaler Ebene, abverlangt.

    • Rolf Bombach sagt:

      John T Gattos Buch bezieht sich explizit auf das jüngere Amerikanische Schulsystem und ist daher kaum auf Schweizerische Verhältnisse anwendbar. Jedenfalls noch nicht.

      • Tom Baer sagt:

        @Rolf Bombach: Das pyramidale Gesellschaftssystem ist ein Auslaufmodell und die „Blütezeit“ auf der wir auf Funktionieren in Hierarchien optimiert wurden, ist schon lange vorüber. In anderen Ländern werden Montessori/Sudbury-Schulen vom Staat mehr unterstützt, aber auch das wird sich hier bald ändern.
        @Anh Toan: Ja genau, das sind die Ängste die das westliche System generiert und wir uns fragen ob wir Überlebensfähig sind, wenn die Schüler nicht benotet werden? Diese Ängste sind aus meiner Sicht völlig idiotisch und sind nur dazu da um uns abhängig und gefügig zu machen.

  • Arsène Grichblai sagt:

    Scheint ein Teufelskreislauf zu sein. Je weniger Mittel in die Bildung fliessen, desto weniger Leute verstehen für was ne Fourrier-Transformation in der Kernspinresonanzspektroskopie gut sein soll, desto mehr Leuten kann man verzapfen dass man das Geld besser für ein Geschwader unnützer Kampfjets verbläst.

  • Michèle Keller sagt:

    Nun scharen sich wieder alle gierig um den Topf „Erbschaftssteuer“, jeder will sich jetzt schon seinen Teil sichern. Wie wäre es, wenn die Universitäten für die zahlreichen ausländischen Studenten erstmal kostendeckende, höhere Gebühren einführen würden und diese nicht auch noch mit Steuergeldern subventioniert werden müssten? Auf die Erbschaftssteuer als sichere Einnahmequelle würde ich nicht wetten: die Mehrheit der kommenden Generation wird sowieso nichts mehr zu vererben haben, da Sparen ein alter Zopf ist und es der Sozialstaat dann schon richten wird, wenn’s knapp wird.

  • Hans Jecklin sagt:

    Es könnte sehr wohl sein, dass Kultur und Bildung durch verantwortlich handelnde Wohlhabende mehr Geld zufliesst als durch eine Erbschaftssteuer. Ich persönlich praktiziere dies in einem relativ bescheidenen Rahmen, indem ich jährlich mehr als 10% meines Einkommens für kulturelle und soziale Aktivitäten einsetze. Bekäme der Bund dieses Geld würde es – entsprechend dem Abstimmungsverhalten der eidgenössischen Räte – für Dinge eingesetzt – Armee, Flugzeuge – die ich nicht unterstützen will. Ich bin nicht allein. Es gibt unzählige Stiftungen mit kultureller und sozialer Ausrichtung.

    • sepp z. sagt:

      Ein interessanter Punkt, das Stiftungswesen.
      In den USA mit einer Erbschaftssteuer von max 50% sind Universitäten und sonstige Stiftungen mit Milliardenvermögen dotiert. Vermacht von Vermögenden, die ihr Geld einem spezifischen guten Zweck zukommen lassen.
      Ich will jetzt nicht von Geiz unserer Milliardäre sprächen. Fact ist aber, dass mit Ausnahme weniger Stiftungen bei uns kein Geld gemeinnützig gespendet wird.

      • Hans Jecklin sagt:

        Sie scheinen es zu wissen??? Konsultieren Sie doch einmal das Stiftungsverzeichnis, um sich über die Vielfalt der existierenden Stiftungen zu informieren! Es sind nicht nur Milliardäre, sondern eine breite Schicht Wohlhabender, die dies leisten und so zur kulturellen und gesellschaftlichen Vielfalt beitragen.

  • Stephan Schori sagt:

    Interessant, wie jeder und jede eine für sich völlig logische und sinnvolle Einsatzmöglichkeit für neue Steuereinnahmen findet und dafür noch Beifall erhält, vor allem wenn es sich noch um einen Nobelpreisträger handelt. In meinen Augen jedoch krankt die Schweiz genau an diesem Umverteilungs- und Quersubventionssystem, bei dem kein Mensch mehr weiss, was etwas eigentlich genau kostet und wie es schlussendlich finanziert wird. In der Schweiz wird alles irgendwie mit Steuern und Gebühren artfremd finanziert, anstatt dass die Kosten transparent erhoben und beglichen würden.

    • Adi sagt:

      In einem gebe ich Ihnen Recht, man soll nicht neue Steuern fodern mit der Begründung, für was das Geld eingesetzt werden könnte. Das macht das Thema nur unnötig kompliziert weil mehrere Belange: Steuern, Staatsquote und Staatsausgaben gleichzeit diskutiert werden.
      Ihre Feststellung mit der zunehmenden Quersubventionierung teile ich, und auch ich sehe darin ein Problem. Gleiches gilt auch für die Wirtschaft – alles wird quersubventioniert, gesponsert etc. Kaum ein Konsument weiss, welcher Teil des Kaufpreises von Konsumgütern wohin fliesst. Von Transparenz kann keine Rede sein.

  • Ernst E. sagt:

    Wie halten Sie es denn selber mit der Erbschaftssteuer, Herr Ernst? Wenn man sie schon so vehement fordert, dann sollte man die Zahlen auf den Tisch legen. Haben Sie eventuell Ihr Vermögen schon weitgehend, d.h. bis zur zu erwartenden Freigrenze (steuerfrei) an Ihre Kinder weitergegeben (und diese an deren Kinder)? Wenn nicht, dann Hut ab, und warten Sie damit möglichst bis zur Wiedereinführung der Erbschaftssteuer.

  • Eduardo sagt:

    Es würde schlicht genügen, die in Form ererbter hoher und höchster Vermögen stillgelegten Geldmengen permanent durch die Erhöhung der umlaufenden Geldmengen auszugleichen (dies natürlich unter sorgfältiger Berücksichtigung der durch die Vermögen geschaffenen Zinsflüsse). Mit einem schlagartigen Freiwerden, das heisst ihre plötzliche Umwandlung in umlaufende und damit wirtschaftlich relevante Geldmengen, ist bei den ererbten Vermögen nämlich nicht zu rechnen. Es würde also durch die Erhöhung bzw. genauer gesagt Stabilisierung der umlaufenden Geldmengen keine Inflation geschaffen.

  • Koller sagt:

    Ich denke auch, es wird heute für Junge ohne vermögende Eltern schwieriger durch die Decke nach oben zu stossen. Erbschatssteuer klingt zwar verlockend, kann aber leicht umgangen werden. Warum reden wir nur von Hochschulen? Es braucht auch gut ausgebildete Handwerker. Sollten nicht vielmehr Anreize für Unternehmen geschaffen werden, um in die Aus- und Weiterbildung ihrer Fachkräfte zu investieren und zwar in Ausbildungen, welche am Markt auch gebraucht werden? Da hätten sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer einen Nutzen daraus.

    • Erich Schlumpf sagt:

      Zuerst hat man versucht die Erbschaftsteuer als AHV Spritze zu missbrauchen. Als das jedoch nicht geklappt hat, versucht man jetzt die Tränendrüsen über das Bildungswesen zu drücken. Das Bildungswesen in der CH ist eine Katastrophe. Aber da können sich die Erbschaftsinitanten gleich selber an den Ohren nehmen – denn der SP und den linken haben wir diese Bildungsdesaster zu verdanken.

      • Stuker B. sagt:

        Herr Schlumpf, bitte halten sie sich doch etwas zurück, die Linken und SP als Prügelknaben zu benutzen. Wo bleiben ihre lösungsorientierten Gedanken?

        • Lösungsorientiert nach FDP Muster wäre wahrscheinlich folgendes: Alle Vermögen und Vermögenserträge müssen steuerfrei sein, Schuldzinsen aber selbstverständlich immer abzugsfähig. Zu versteuern und AHV abzuführen ist nur das Arbeitseinkommen mit Lohnausweis.

  • Holger Ohnmacht sagt:

    „In der Schule lernen wir nicht nur …, sondern auch den toleranten Umgang mit Mitmenschen und vor allem Ehrlichkeit ….“ Dafür ist meiner Meinung nach in erster Linie das Elternhaus zuständig. Neuerdings wird sogar gefordert, dass Politik und Sex in der Schule Pflichtfach werden sollen. Was dabei rauskommen wird, ist bei der politischen Ausrichtung der Lehrerschaft absehrbar. Warum sollen Vermögen zuerst als Einkommen, dann jedes Jahr als Vermögen und am Schluss als Erbe versteuert werden? Ich schlage vor, den Staatsapparat zu straffen. Der Schwachsinn aus dem BAG und ASTRA lässt grüssen.

  • Andy Meyer sagt:

    Mehr Geld in die Bildung okay. Aber Erbschaftssteuer sicher nicht, diese Kapital wurde vom Staat bereits mehrfach besteuert und zwar als Einkommen und als Vermögen.Sollten dann nach einem kaum bezahlbaren Altersheim noch ein paar Franken übrig sein von einem Arbeitsleben, finde ich es nicht in Ordnung wenn sich der Staat dort nochmals bedient aber gleichtzeitig ausländische Studenten fast gratis studieren können. Zudem konzentriert sich der Staat bei den Bildungsausgaben immer noch zu stark auf die Unis, höhere Fachschulen z.b werden nur ungenügend finanziert obwohl diese genauso wichtig sind.

  • Steiner Hanspeter sagt:

    Es ist interessant, kaum beginnt die Unterschriftensammlung für die Erbschaftssteuer und schon kommen die Begehren von überall.
    Ich denke dass nicht unbedingt in die Akademisierung noch mehr Geld fliessen sollte, sondern und da schliesse ich mich Herrn Koller an in die Berufsbildung. uns gehen die guten Handwerker aus.
    Wenn aber 1% der Schweizer gleich viel haben, wie die 99% übrigen, dann ist es höchste Zeit eine nationale Erbschaftssteuer einzuführen. Diese Initiative ist fair aufgegleist, weil sie einen hohen Freibetrag 2Mii.. vorsieht. Es wird also kein kleiner geschröpft

  • Hanns Castorp sagt:

    Was für eine unbedachte Behauptung: Viele grosse Erbschaften seien heute «unverdient» und auch nicht überlebensnotwendig! Damit untergräbt der Nobelpreisträger die Fundamente unserer Freiheit und Demokratie. Demokratie kann nur auf der Freiheit jedes Einzelnen beruhen und auf dem garantierten individuellen Recht auf Eigentum. Alles andere ist Sozialismus und ein direkter Angriff auf unsere Freiheit und Demokratie. Mit mehr Steuern und Umverteilung bläst man nur den ineffizienten Staatsapparat auf, es ist ein nachhaltiger Negativbeitrag zum Bruttosozialprodukt. Elfenbeintürmler!

    • Adi sagt:

      Wie sagt man doch immer so schön: „Die Marktwirtschaft sei das beste aller Wirtschaftssysteme, weil in ihr die Tüchtigsten zu Wohlstand kommen“. Eine Erbschaftssteuer hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Recht auf Eigentum zu tun. Sonst verletzt jede Steuer das Recht auf Eigentum. Das Problem in unserer Gesellschaft ist, dass die meisten Vermögen heute vererbt und nicht mehr erarbeitet werden – und das erst noch steuerfrei. Wie wollen Sie den heutigen Jungen erklären, dass Leistung belohnt wird, wenn 7 von 10 ihr Vermögen geerbt statt erarbeitet haben?

      • Ganz einfach nach amerikanischem Credo: Viel Vermögen erbt einer den der Liebe Gott gern hat. Wenn einer Arm ist kann das nur daran liegen, dass er faul ist und/oder vom Lieben Gott verlassen ist.

      • Hanns Castorp sagt:

        @Adi: Erbschaftssteuer hat nur mit der Aushöhlung des Rechtes auf Eigentum zu tun. Vermögen wird heute schon mehrfach besteuert. Wenn unsere Demokratie zum Terror einer opportunistischen Interessenmehrheit über eine auszubeutende Minderheit wird, dann sind wir bei der Herrenrasse, bei Absolutismus und Terror angelangt. Unsere Rechtsgleichheit beruht auf einer Ausganssituation und nicht auf einer Endgleichheit. Wenn Sie das nicht verstehen, dann verstehen Sie die Grundlagen der Demokratie und die Basis unseres Rechtssystems nicht. Vor so viel Ignoranz kann ich nur kapitulieren.

  • Zimmermann sagt:

    Vielleicht sind die Neid-und Geiz-Besteuerer einfach nur unsere Griechen von Seldwyla…….

    • Adi sagt:

      Ihre Argumentation mit „Neid-und Geiz“ ist weder besonders geistreich, noch sachlich. Der Staat (die Allgemeinheit) erhebt Steuern um seine Aufgaben zu finanzieren (welche und wieviele das sind ist wieder eine andere Thematik). Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie dieses Allgemeinwesen finanziert wird: Einkommenssteuern, Vermögenssteuern, Gewinnsteuern, Mehrwertsteuern, Erbschaftssteuern etc – die Diskussion wie man ein faires Steuersystem gestalten soll ist eine sachliche Debatte und hat nichts mit Neid und Geiz zu tun. Gerne freue ich mich aber über konstruktive Vorschläge ihrerseits.

      • Zimmermann sagt:

        Und vor dem Gesetz sind alle gleich
        Hürden Schwellen Ausnahmen werden immer häufiger konstruiert, eine bevorzugte Klientel verhilft so linken Vorlagen zum Durchbruch..z.B.Mutterschaft: Bauern sind plötzlich die Lieblinge der Linken…macht ca.150’000 Stimmen…und schwupps ist die Abstimmung gewonnen
        Erbschaftssteuer ab 2 Millionen und wieder: Bauern-Ausnahme, Häuslebauer, Genossenfreunde mit Ausnahme der Äppli ’s werden alle geschont
        Konstruktiver Vorschlag: Der Staats soll sich auf Kernkompetenzen beschränken
        Nur soviel Ausgaben wie Einnahmen
        Z.B Kunst/Oper soll ohne Staatskohle urban sein

        • Adi sagt:

          Die Klientelpolitik (von allen Seiten) widerspricht auch meiner Gesinnung. Ausnahmen und Spezialregelungen sind selten fair und verkomplizieren das System unnötig. Dass der Staat sich auf seine Kernkompetenzen besinnen soll finde ich auch richtig. Ich plädiere nicht für einen Staat, des sich um alles und jedes kümmert. Aber die Bildung gehört ganz sicher dazu. Ich verstehe einfach nicht, wieso ich wenn ich Betrag X erarbeite (Lohnk/Eikommen/Gewinn), jeden Franken feinsäuberlich versteuern soll, während wenn ich Betrag X erbe, dieser Vorgang völlig steuerfrei sein soll. Feudalstaat?

        • Genauso verhilft eine bevorzugte Klientel rechten Vorlagen zum Durchbruch (Unternehmenssteuerreform usw.). Sonst völlig einverstanden, aber man muss ja definieren aus was die Einnahmen bestehen sollen. Dass sowohl auf der linken Seite (linker Kulturfilz) wie auch auf der rechten Seite (Landwirtschaft) sozialistische Umverteilung betrieben wird ist aber offenbar für Herr und Frau Schweizer in Ordnung.

          • PlainCitizen sagt:

            Linke Vorlagen führen in der Regel zum Konsum. Die Unternehmenssteuerreform führt vorwiegend zu mehr Investition.

          • Zimmermann sagt:

            Nur Herr Gfeller, der Landwirtschaft hat der Stimmbürger von Heimat- über Landschafts- Umwelt-Tierschutz bis zu Bau -Bebauungs-Nutzungsvorschriften etc überall dreingeschnorrt…
            um dann wenns etwas mehr kostet ins grossdeutsche Reich zu pilgern
            Bei den sogenannten Kulturschaffenden wird der Futtertrog gefüllt, sobald jemand urban Fuck Blocher rumgrölt oder über dessen Bundesratsfoto pisst.
            Trotzdem die Abzocke der Flachlandbauern ist widerlich. Dass die sich aus Eigennutz öfters gegen die sie vertretende Partei stellten Benzinzoll PFK Mutterschaft Erbschaftssteuer sorgt nicht für Sympathie

      • Erich Schlumpf sagt:

        Adi – wenn man Erbmasse (Vermögen des Verstorbenen) willkürlich mit 20% bestraft, dann hat das sehr wohl etwas mit Neid zu tun. Heute gibt es eine moderate Erbschaftssteuer von 1% für Kinder und keine für Partner. Das macht auch Sinn in diesem Ausmass. Aber links will eine staatlich kontrollierte Vermögensumschichtung in Gang bringen. Das hat mit Steuern im eigentlichen Sinne nichts mehr zu tun sondern grenzt an Diebstahl. Zuerst die Ausgaben drosseln und effizienter Arbeiten (Staat), erst dann Steuern erhöhen.

        • Adi sagt:

          Apropos „willkürlich mit 20% bestraft“ – Einkommen (für welches ich 100% arbeite) wird auch mit 20% (oder mehr, jenach Sichtweise) „bestraft“. Wieso soll eine Erbschaft soviel besser gestellt werden als Einkommen für welches der Empfänger selber etwas geleistet hat?
          Bei den Ausgaben haben Sie recht, der Staat wuchert in gewissen Bereich unkontrolliert, was ohne Frage gedrosselt gehört. Allerdings rede ich auch nicht von einer Steuererhöhung wenn ich von Erbschaftssteuern spreche – eine solche könnte staatsquotenneutral sein (andere Steuern könnten gesenkt werden).

          • Das liegt daran, dass jeder sein Vermögen und seinen Willen ungeschmälert verewigen möchte. Ist kein Erbe da, muss man halt zu Lebzeiten eine Stiftung gründen und seinen Willen in Form eines Reglementes verewigen; oder man vermacht einfach alles dem Zürcher Zoo.

  • Andreas Meyer sagt:

    Öhm, was, Geld für das schweizer Bildungssystem? Sicher nicht. Chancengleichheit? Von wegen! Ich bin am Bachelor, aber in Deutschland. In der Schweiz müsste ich dazu sinnlos viel Geld für eine Matur rauswerfen, in Deutschland zählt auch Berufsausbildung und -erfahrung.

  • Christoph sagt:

    Dass die Bildung mehr Mittel benötigt unterschreibe ich sofort. Aber das ist nur ein Teil. Es fehlt vor allem an Forschungsaufträgen. Wie viele Absolventen arbeiten in einem studienfernen Beruf? Viel zu viele. Was nutzt es Biologen auszubilden, wenn die sich dann in der Informatik rumschlagen müssen? Was nutzt Handwerkliches Geschick, wenn man mit dem Verdienst die Wohnung nicht bezahlen kann? Nichts gegen Ausländer, aber viele kommen wenn sie älter als 20 sind, schlecht ausgebildet, integrationsunwillig, sie bilden keinen Mehrwert. Es bedarf vieler Änderungen wenn wir „fit bleiben“ wollen.

  • Rudy sagt:

    Herr Professor Ernst ist herzlich eingeladen, seinen gesamten Nachlass einer Hochschule zu vermachen. Staatlich erzwungene Enteignung und Umverteilung hingegen hat noch kein einziges Problem gelöst, im Gegenteil. Neid, Gier und Populismus sind ein sehr schlechter Ratgeber, bleiben wir bei unserem bürgerlich-freiheitlichen System!

  • PlainCitizen sagt:

    Ich frage mal anders rum: Wenn ein Erbe unverdient ist, warum soll dann der Staat erben?

    • Adi sagt:

      Ganz einfach, alles war jemand in seinem Leben an Vermögen aufbauen konnte, verdankt er zu einem überwältigenden Anteil der Allgemeinheit – sei es durch seine Ausbildung, Infrastruktur, Rechtssicherheit etc. Nach dem Tod gibt man mit der Erbschaftssteuer einen Teil davon der Allgemeinheit zurück.
      Zudem: je unverdienter ein Gewinn/Vermögenszuwachs ist, desto grösser die Legitimation darauf Steuern zu erheben.

      • Hugo Reichmuth sagt:

        Lieber Adi,
        In einer perfekten Welt wäre ich für eine Erbschaftssteuer.
        Nur – was haben einst mächtige Staaten mit ihren Steuern gemacht? Die USA hat Krieg gespielt und ein ineffizientes Krankenwesen aufgebaut und ist nun bankrott. Deutschland ist noch nicht bankrott, aber die Polit-Elite ist dabei, auch die Zukunft der eigenen Nachkommen wegzuwerfen…
        Politiker haben noch weniger Verantwortungsgefühl als mancher UBS-Bankster. Deshalb lehne ich mehr Steuern ab.
        Bildung ist leider zur heiligen Kuh verkommen. Man meint, man dürfe sie nicht in Frage stellen. Damit beginnt aber der Missbrauch.

      • PlainCitizen sagt:

        Er hat für die Dienstleistungen allerdings bereits Steuern bezahlt. Wwnn man Versicherung und Säule 2 einrechnet, schnel mal 50% (im Ausland zählt man das ja so)

  • dan meier sagt:

    Klar kostet Bildug auch Geld, doch wie wärs, wenn an den Unis auch mal der Dienstleistergedanke etwas forciert würde? Ich besuche momentan die Uni und es ist schlichtweg unglaublich, wie schlecht man hier beraten wird, wenn man organisatorische Probleme hat; niemand steht für seine Aussagen gerade. Jede Auskunft ist nur provisorisch, Reglemente werden willkürlich geändert, der Student ist immer selber Schuld, egal, ob die Unileitug was verschlampt oder die Administration versagt hat. Die Organisation des Studiums kostet mich massiv mehr Nerven, als das Studieren an sich.

    • PlainCitizen sagt:

      Mit mehr Geld könnte die Uni ein paar Leute mehr einstellen, die Ihnen unverbindliche Auskünfte geben und Sie hätten eine grössere Auswahl, was denn nun eine richtige Auskunft sein könnte. 😉

  • PlainCitizen sagt:

    Solange wir eine SRG finanzieren, mit 1 Milliarde pro Jahr, haben wir immer noch die Möglichkeit, diese Milliarde statt in überflüssige Sender in die Bildung zu stecken. Die SRG ist mit Internet, Handy und Privatsendern zu 100% überflüssig und dient einzig zur Beschäftigung einer linken Klientel.

    • sepp z. sagt:

      bei der Armee sinds sogar 5 Milliarden und mehr.
      damit schlagen wir bei Pisa alle.

      • M. Bättiger sagt:

        Die 5 Mrd. sind für 25-35 Jahre. Die Milliarde von SF aber jährlich. Genauso, wie die Aufstockung der Entwicklungshilfe alleine in diesem Jahr um 1 Mrd. PS: das Budget für Bildung und Forschung stieg in den letzten 10 Jahren um 88%!

    • Einverstanden, überflüssig. Das mit der linken Klientel ist aber nur die halbe Wahrheit. Die SRG ist ein gemeinnütziger Verein, der „im Auftrag der Öffentlichekeit“ (offiziell Zitat Letbild) service public erbringt. Es handelt sich somit seit jeher um eine Politikerpfründe (siehe Zusammensetzung des VR). Deshalb ist klar, dass auch bei einer noch so starken rechtsliberalen Regierung, diese Pfründe niemals aufgegeben wird. Jeder Anlauf, diese skandalösen Zwangsabgaben (Empfangsgebühren) zu reduzieren ist daher schon im bürgerlichen Lager zum Scheitern verurteilt.

  • Zimmermann sagt:

    Und der Weck-TV SF SRG DDR SSR idée suisse service publique-Matter meinte im heutigen Tagi…wir sind kein Staatssender
    Ist wie der Penatly-Verursacher der sich für unschuldig hält, ein Linker der über Wirtschaft schnorrt oder unabhängige Medien
    Das Seldwyla-Schildbürger-Völklein hat linken Vorlagen zugestimmt..die dem Bürger zusätzlich 4 Milliarden jährlich aus der Tasche abstehlen um nun über fehlende Kohle ab zujammern
    Dümmer kann ein Volk wohl kaum mehr sein.
    ok. es gibt noch ein paar Einfachere, die noch auf die Lügen der Berner Harmonieclique hereinfallen und gutmenschlich applaudieren

  • Willibald Neider sagt:

    Scheinbar gibt es nur wenige Finanzquellen, wo es noch etwas zu holen gibt. Jetzt geht geht doch einfach darum, denjenigen, die selber und ohne Staatshilfe etwas aufgebaut haben, das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das wäre noch einigermassen nachvollziehbar, wenn es in vernünftigem Rahmen geschehen würde. Mit dem aktuellen Vorschlag von 20 % Erbschaftssteuer wäre das ganze Geld im Verlaufe von 20 Generationen dem Staate verfallen. Es wird halt ein wenig Geduld brauchen bis diese Enteignung abgeschlossen ist.
    Nachrechnen ist einfach, beim Totalbetrag beginnen und 20 x wieder 20 % abziehen.

  • Eduardo sagt:

    „In der Schule lernen wir nicht nur Mathematik und Sprachen, sondern auch den toleranten Umgang mit Mitmenschen …“ – Also vom toleranten Umgang mit (andersartigen) Mitmenschen habe ich in der Schule absolut nichts bemerkt. Angesichts all der sadistischen Psychopathen unter Mitschülern und Lehrern (beider Geschlechter wohlgemerkt) ist eher das Gegenteil wahr. Es heisst nicht umsonst „die Hölle auf dem Schulhausgang“. Ich hätte auf den Alptraum Schule mit den vielen verlorenen Jahren gut verzichten können, und ich bin bei weitem nicht der Einzige, dem es so geht.

  • marc westrermann sagt:

    Es ist eine krankhafte Idee, zu glauben, man könne mit mehr Geld mehr Bildung, mehr Innovation etc. erzeugen.
    Im Gegenteil: es ist der Überfluss an finanziellen Mittel, der das Mainstream-Denken fördert, die Meta-Ebene
    verherrlicht, einfache Fragestellungen verunmöglicht und dazu führt , dass es seit Jahrzehnten keinerlei
    Durchbrüche mehr in den Wissenschaften gibt.

  • Rolf Friedrich sagt:

    Eine effizientere, faire und der Transparenz dienlichen Finanzierung wäre es wenn man die (ja mündigen) Studenten vor Studienbeginn vor die Wahl stellen würde:
    Option A: Volle Bezahlung der Kosten inkl. R&I etc. (kann auch über Dritte finanziert werden: Bank, Papa und bei Ausländer obligatorisch)
    Option B: Erhöhte Steuern nach Abschluss um X% (oder schon nach Zwischenprüfung), analog Kirchensteuer, bei der man nicht mehr austreten kann…

  • Luis Deplazes sagt:

    Jede zusätzliche Steuer schwächt die Wirtschaftskraft des Landes und bläht die Staatsquote auf. Erbschaftssteuern sind besonders schädlich, weil sie genau jene Gewerbler und KMU treffen, die das Vermögen in der Familie halten müssten. Mehr Geld für die Bildung bringt dem Land nicht die gesuchten Leute wie Ingenieure, Chemiker und Ärzte, sondern eine weitere Flut weicher Geisteswissenschaftler, die vom Markt nicht aufgenommen werden können und deshalb als lebenslängliche „tax eaters“ in einer staatlichen Nische landen. Weniger Steuern, weniger Studierende, dafür in den gesuchten Fächern!

  • Wie viele Studenten rutschen auf den Hochschulbänken herum und kommen nicht vorwärts,weil sie 1. besser ein Handwerk erlernt hätten,2.jeden Monat einem anderen“ Traumberuf“ nachtrauern und 3.das Studentenleben ganz gemütlich finden und sich keine Gedanken über die Kosten machen welche sie verursachen? Bevor mehr Geld gefordert wird, sollte auch diese Seite angeschaut und dem Steuerzahler mitgeteilt werden.Wir haben ein Recht, zu wissen, wie Steuergelder eingesetzt werden!

  • Untel sagt:

    Qu’est-ce que démesuré ? toutes les économies ont-elles été faites dans les communes, les cantons, la fédération ? avant de faire une nouvelle c…..ie, ne serait-il pas plus intelligent de réfléchir ?

  • Maja sagt:

    für Bildungsinstitutionen und für vielversprechende Studierende und Forschende! Diese Mittel müssten aber allen zur Verfügung stehen und nicht nur jenen die auch ohne Förderung zurecht kommen. Am Ende sind es doch wieder die Vermögenden, die daraus den grössten Nutzen ziehen.

  • M. Bättiger sagt:

    Hier doch einige Fakten zum SP-Blogbeitrag von Hr. Ernst:
    Die Ausgaben für Bildung und Forschung wurden in den letzten 10 Jahren um 88% erhöht! Die Bildungsausgaben pro Schüler steigen seit 10 Jahren um jährlich 3%. Die Einnahmen des Staates stiegen in den letzten rund 20 Jahren von 31 Milliarden Franken auf 64 Milliarden Franken. Es mutet damit seltsam an, wenn man eine Erbschaftssteuer ins Feld führt, um quasi die Bildung zu retten. Geld hat der Staat genung (man beschafft für 5 Milliarden Fugzeuge, erhöht in diesem Jahr die Entwicklungshilfe um 1 Mrd., stützt die Wirtschaft mit 0,9 Rd.)

  • M. Bättiger sagt:

    Nachtrag: der höchste Kostentreiber bei der Bildung sind mit 85% die Löhne – auch der von Hr. Ernst. Was nun die Erbschaftssteuer anbelangt, so ist dies eine Entmündigung des Erblassers und ein Diebstahl von todes wegen. Das Geld wurde schon X-fach versteuert (Handänderug, Eigenmietwert, Vermögenssteuer, Einkommenssteuer etc.). Zudem gibt es die Erbschaftssteuer z.T. auf kt. Ebene (BE bis 40%). Die 20% einer nat. Erbschaftssteuer kämen also noch dazu! Zudem gilt die 2Mio-Grenze nicht für den Erben, sondern für den Erblasser! Somit würden Leute, die denselben Betrag erben, verschieden besteuert

  • Reto Schmid sagt:

    Na, na. Was für ein nettes Sozi-Trickchen. Gegen Bildung ist doch wohl niemand.
    Die zwei Millionen wurden wohl so angesetzt, dass es kein Sozi trifft. Oder wird vielleicht noch in den Abstimmungstext genommen, dass nur ein Vermögen von 2 Millionen besteuert wird, dass durch Eigeninitiative erarbeitet wurde aber nicht das Vermögen die sich die Sozi-Staatsbediensteten vom Steuerzahler genommen haben.

  • M. Bättiger sagt:

    Neben Mehrwertsteuer, Benzinsteuer, Tabaksteuer, Vermögenssteuer, Einkommenssteuer, Eigenmietwertsbesteuerung, Handänderungssteuer, kantonaler Erbschafts- und Schenkungssteuer, Biersteuer, Zölle, Automobilsteuer, Stempelabgabe, Militärpflichtersatz, Gewinnsteuer, Kapitalsteuer, Kirchensteuer, Grundstücksgewinnsteuer, Liegenschaftssteuer, Lotteriesteuer, Hundesteuer, Abgaben (von Sackgebühr bis zur behördlichen Auskunft) und so weiter, und so fort. Und nun also eine nationale Erbschaftssteuer.

  • Zen sagt:

    Je propose que nous fassions plus d’enfant car finalement, entre les études universaires (c’est un minimum à l’heure actuelle), le travail à 200 %, les formations continues, l’épanouissement du couple, le sport, les voyages, le financement de l’appartement et des assurances maladies, je pense que les familes ne peuvent être que des cas sociaux. Bien sûr, il y a les crèches, les structures d’accueil, les camps, les grands-parents, …

    • Zen sagt:

      Correction : „famille“

      … et maintenant c’est les héritiers riches que l’on veut pomper… Quelle mentalité !!!

      Est-ce que l’on peut enseigner le bon sens à nos politiciens, nos dirigeants et à nos „intellectuels“ ?

      Si la réponse est positive, alors MERCI du fond du coeur !!!

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.