Was gute Politiker ausmacht

Sie können reden. Denn Sie verwenden eine schöne, einfache Sprache, die jeder versteht. Sie kommen ohne Redewendungen aus, dafür können Sie eine Pointe platzieren. Wenn Sie im Rat sprechen, reden Sie frei oder mit Spickzettel, aber Sie lesen Ihre Rede nicht ab. Sogar wenn Sie Ihren politischen Gegner angreifen, tun Sie das mit Witz und Verve. Sie kommen ohne Moralinsäure aus. Sie meiden Amtsdeutsch, Anglizismen, Fachprosa und Gemeinplätze.

Sie können schweigen. Wenn Sie wirklich gut sind, reden Sie nur zu Themen, die Sie relevant finden und von denen Sie etwas verstehen. Auch wenn die Versuchung im Wahljahr besonders gross ist, bringen Sie die Willensstärke auf, einem Interview, einem Gastbeitrag, einem Fernsehauftritt abzusagen, wenn Sie nichts Interessantes zu sagen haben.

Hören Sie dem Gegenüber zu und entkräften Sie sein bestes Argument zu Beginn Ihrer Antwort. Das wirkt souverän und hat den Vorteil, dass Sie gelegentlich noch etwas dazulernen.

Bundesrätin Widmer-Schlumpf in der Arena.

In Diskussionssendungen trennt sich die Spreu vom Weizen: Bundesrätin Widmer-Schlumpf in der «Arena».

Sie hören zu. Wie sich in der «Arena» immer wieder studieren lässt, gibt es drei Sorten von Politikerinnen und Politiker: Die einen konzentrieren sich auf die nächste Gelegenheit, das Gegenüber zu unterbrechen. Die Zweiten warten mehr oder weniger geduldig darauf, dass sie weiterreden können. Machen Sie es wie die Dritten: Hören Sie dem Gegenüber zu und entkräften Sie sein bestes Argument zu Beginn Ihrer Antwort. Das wirkt souverän und hat den Vorteil, dass Sie gelegentlich noch etwas dazulernen.

Sie fragen nach. Wer keine Fragen hat, glaubt alles zu wissen oder weiss nichts, was oft auf dasselbe herauskommt. Als gute Politikerin, als guter Politiker stellen Sie mit Vorliebe Fragen, deren Antworten Sie noch nicht wissen.

Sie teilen aus. Politik ist keine Therapieform, Parlamente und Regierungen sind kein Streichelzoo. Wer die Interessen seiner Wählerinnen und Wähler oder seiner Interessengruppen richtig vertritt, muss deutlich werden, manchmal heftig, manchmal laut. Wenn Sie souverän sind, spielen Sie nie auf den Mann oder die Frau. Hartnäckigkeit und Fairness schliessen sich nicht aus.

Sie stecken ein. Vor allem Linke und vor allem linke Frauen haben grösste Mühe, Kritik zu akzeptieren. Warum? Linke haben oft das Gefühl, aus moralischen Gründen auf etwas verzichtet zu haben, das weit mehr Geld einbringen würde. Möglicherweise erhoffen sie sich eine Art Ausgleichszahlung in Form medialer Zuneigung. Das ist ein Fehler.

Sie verzichten. Je mehr Verwaltungsratsmandate ein Politiker übernimmt, desto mehr soll man ihm misstrauen. Erstens weil er seine Aufgabe nicht ernst nimmt, die dazugehörigen Unternehmen zu beaufsichtigen. Zweitens weil er oder sie sich wie eine ambulante Plakatwand den Meistbietenden andient. Und drittens weil er umso mehr ferngesteuert wird, je weniger er sich selbst mit der Materie befasst. Das einzusehen fällt vor allem den Rechten schwer; sie können oft nicht verstehen, dass Parlamentarier mehr sein sollten als Lobbyisten.

Sie haben Geduld. Politik ist im besten Fall eine Kunst, in jedem Fall eine Arbeit und im häufigsten Fall ein Handwerk. Das kann man lernen, wenn man will: Das Taktieren, das Strategieren, das über die Bande der Medien spielen, das Koalieren. Das alles dauert. Oft Jahrzehnte. Geben Sie nicht auf. Oder wechseln Sie den Beruf.

Sie lesen. Und zwar nicht nur Umfragen, sondern auch Studien. Und zwar nicht nur Zeitungen, sondern auch Bücher. Und zwar nicht nur Sachbücher, sondern auch Romane. Und zwar nicht nur Klassiker, sondern auch Neues. Und zwar nicht nur die Ernsten, sondern auch Satiriker. Und zwar nicht nur auf deutsch.

Sie haben Humor. Und sogar Selbstironie. Sie nehmen die Sache ernst; aber nicht sich selber.

Sie sagen, was sie denken.

Sie denken, was sie sagen.

Lesen Sie auch die Ratschläge für schlechte Politiker.

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84 Kommentare zu «Was gute Politiker ausmacht»

  • Gene Amdahl sagt:

    Spiegel Zitat dazu: Politik ist ein Geschäft für kaltschnäuzige, unsentimentale, knochenharte
    und listige Menschen – das liegt in der Natur des Systems. Nur Kraftnaturen
    kommen ganz nach oben, nicht die Schlausten.

    • Johnny Boy sagt:

      Was ist der Unterschied?

      • Franz Melliger sagt:

        Sie verstehen den Unterschied zwischen „kaltschnäuzig, unsentimental, knochenhart, listig“ und schlau nicht? Dann gehören sie mit grosser Sicherheit nicht zur Gruppe der Zweiteren…

  • Alain Burky sagt:

    Churchill haette besser als Symbolbild gepasst – als EWS …

    • Karl Hinderlin sagt:

      @Burky: Auf dem ganzen Bild kann man aber auch den heiligen Chr. Blocher sehen. Das sollte Sie entschädigen.

      • Sepp Gut sagt:

        Ja stimmt schon aber das Bild sollte wohl schon Symbolkraft entwickeln. Dabei ist z.B. EWS ein typischer Fall einer Politikerin, welche meist zuerst an ihren Machterhalt denkt. Wer auch ihre Politik in Graubünden berücksichtigt, weiss das.

        • Bernhard Guhl sagt:

          Oh ja, das Bild soll Symbolkraft entwickeln:
          Hinten und klein Toni Brunner, der in jeder Arena im dritten Satz sagt, man müsse die Volkswahl des Bundesrates einführen, weil er keine Argumente zum eigentlichen Thema mehr hat.
          Vorne und gross Eveline Widmer-Schlumpf, welche die Diskussion verfolgt, über sehr gute Dossiekenntnisse verfügt und in der Antwort sachlich bleibt.

      • Alain Burky sagt:

        Ueberhaupt nicht.
        Ich mag keine Heiligen, und das war eben Churchill bestimmt nicht.

      • Alain Burky sagt:

        Nach meinem Dafuerhalten arbeitet Blocher zuviel,
        und raucht und trinkt zu wenig (Lebensbalance).

      • Kanal voll sagt:

        Und zum Thema der angeblichen Direkten Demokratie (oder auch Scheindemokratie) Schweiz: das drückte ein CH Leser, bzw. Kommentator in einer europäischen, bzw. deutschen Zeitung äusserst treffend aus. Zitat: “ ….Also vergesst das mal mit der romantischen Schweiz. Heute ist es eine Oligarchie, mit einem schönen demokratischen Deckmäntelchen.
        Einige wenige (100, 200, 300?) Familien besitzen 90% v. Allem u. ziehen hinter den Kulissen die Gesetzesfäden.
        Und das Volk darf regelmaessig rülpsen, sich Luft verschaffen bei allen moeglichen u. unmöglichen,möglichst unwichtigen Themen seinen Senf dazu

        • Jens Bähler sagt:

          de facto stimmt es, was Sie reklamieren. Aber wir Bürger/ Politiker lassen uns ja manipulieren von den Lobyisten.
          Der entscheidende Punkt jedoch besteht im verbrieften Recht, unsere Demokratie so auszugestalten, wie wir es haben wollen. Wir können den ganzen Staat umkrempeln, man muss nur wollen. Das Bedürfnis scheint nicht vorhanden zu sein.
          In diesem Sinne: Wir haben eine direkte Demokratie. Cheers!

      • Karl Bolliger sagt:

        Die Regel von Karl Bolliger: kein Forumsbeitrag ohne dass nicht mindestens 1 x Blocher oder $VP erwähnt wird – ob’s Sinn macht oder auch nicht.

        • Karl Hinderlin sagt:

          @Karl Bolliger: Keine Regel ohne Ausnahme, aber Sie haben recht, hier geht es um gute Politiker. Da macht die Erwähnung von Blocher und $VP keinen Sinn.

  • Rolf Schumacher sagt:

    Homo politicus, frater homo ludens atque homo ludens puer homo sapiens sit. Haec familia sana atque rara in patria helveticorum (e)st.

  • Ralf Schrader sagt:

    Für am wichtigsten hielte ich es, wenn sich Politiker nicht ausschlieslich, aber vor allem mit politischen Fragen beschäftigen würden. Nicht so sehr mit Befindlichkeiten von Bürgern oder Interessengruppen und schon gar nicht mit exekutiven oder legislativen Randproblemen. Der Entscheid über den Atomausstieg ist Politik, nicht dess Umsetzung oder Überlegungen zur ökonomischen Machbarkeit. Politik ist es, Prioritäten zu setzen, nicht Prioritäten zu diskutieren.
    Ein guter Politiker muss wissen, dass die Wahrscheinlichkeit wiedergewählt zu werden, in dem Masse abnimmt, als er gute Politik macht.

  • Muster sagt:

    entweder ist jemand Politiker – oder er oder sie ist gut. Tertium non datur.

  • Lorenz Kilchenmann sagt:

    Ja, Herr Büttner, leider haben sie hier nicht wirklich etwas zu sagen….

    • A. Köppel sagt:

      na klar, Herr Büttner hat sehr viel Richtiges gesagt. Aber Sie scheinen wirklich zu wissen welche Politiker gut sind. Bitte lassen Sie es uns wissen. Schlechte Kommentare kritisieren nur ohne eigene Meinung kundzutun….mager, sehr mager!

      • Sehr gut pariert, Herr Köppel.
        Auch ich meine, dass ein Politiker zuerst seinem Amtseid verplichtet ist. Und zwar ohne Befindlichkeiten der Partei, Lobby oder Einzelinteressen der Bürger. Dass dies nicht leicht ist, sieht man an früheren Politikern Deutschlands wie Helmut Schmidt, damaliger Wirtschafts- und Finanzminister Schiller oder Oskar Lafontaine -um nur einige zu nennen.

    • Pascal sagt:

      Er ist immerhin beim Tagi angestellt, daher hat er hier wohl mehr zu sagen als Sie. Und wo Sie ja schon die Möglichkeit hätten, etwas zu sagen, beschränken Sie sich auf einen nichts-sagenden, unbelänglichen Satz. Kann mich nur anschliessen; mager….fast schon magersüchtig

    • Matthias sagt:

      Aber ihre nicht Meinung war natürlich wichtig genug um Kund getan zu werden….

      • Lorenz Kilchenmann sagt:

        „Sie lesen. Sie haben Humor. Sie sagen was sie denken. Sie denken was sie sagen.“ das sind ja wohl nichtssagende Gemeinplätze.

  • Herr Büttner hat zwar viel geschrieben über SEINE Vorstellung von guten PolitikerInnen aber ,Zufall oder nicht,eingestehen eines Fehlers existiert auch bei im nicht! Ein Pol.in kann niemals in allen Belangen „vom Fach“ sein sonst müssten fast alle enlassen werden! Dem Gegner zuerst sein bestes Argument abschwächen heisst, es wird vorausgesetzt, dass er ohnehin keine Ahnung hat,zeugt von Ueberheblichkeit und bringt genau das unbrauchbare Hick-Hack wie in der Arena.Uebrigens, wer schreit und droht ist zumindest unfähig und meistens im Unrecht.

  • Rolf Schumacher sagt:

    Der Artikel ist ein schönstgeistig ideales Wunschkonzert, dessen Musik aber weit an der täglichen Polit-Kakaphonie vorbeispielt. Mit Wortwitz unterminierte, von geistiger Spritzigkeit sekundierte, durch mitreissende Gestik und Mimik ausgedrückte und in phonethische hinreissende Spracheleganz gehüllte Wortduelle gibt es nicht. Wer rehtorische Akrobatik unter der Bundeskuppel sucht, muss depressiv werden. Rudernde Arme, welche verzweifelt nach Wörtern greifen. Monotone, einschläfernde juristische Abhandlungen gewürzt mit einer Drohung gegen den Gegner sind die politisch-rethorische Realität.

    • mikkesch sagt:

      Endlich was Wahres.
      Es ist bezeichnend, dass die politische Beredsamkeit im alten Rom am meisten florierte, als es dem Staat am schlechtesten ging.

  • marius christen sagt:

    Das Wichtigste haben Sie vergessen, Herr Büttner: Orientieren Sie sich am Gemeinwohl. Kämpfen Sie nicht stur für Partikularinteressen, sondern fragen Sie sich, was der Gemeinschaft dient. Suchen Sie nach Lösungen, die nicht bloss Ausgewählte bevorteilen, sondern allen zu gute kommen. Passen Sie deshalb auch mal Ihre Meinung an.

  • Robert Marti sagt:

    Wunderbarer Artikel! So einfach wäre es eigentlich, ein guter Politiker zu sein. Und nicht nur das: Sogar Manager könnten diese Prinzipien einsetzen. Wenn sie denn könnten … Denn das beherrschen leider nur die Allerwenigsten — Politiker wie Manager. Und gerade viele Unfähige scheinen einen besonders grossen Ehrgeiz zu haben, derartige Positionen anzustreben …

  • A. Köppel sagt:

    …und sie können auch Kompromisse eingehen, einen gangbaren Weg für fast alle suchen und finden. UND Sie sagen NIE „das Volk will…“ wenn sie eine 51% Mehrheit errungen haben.

    • Sepp Gut sagt:

      Das gilt aber für alle Parteien. Auch die Billateralen Verträge, die Kohäsionsmilliarde und andere Abstimmungen in gleicher Richtung, sogar die NEAT-Abstimmung wurden nicht mite einer Zustimmung im hohen Bereich angenommen. Und trotzdem beruft man sich auch da auf den „Volkswillen“.

    • sebastian berger sagt:

      Und wenn wir schon bei den Zahlen sind: „Unsere Partei repräsentiert X% der Schweizerbevölkerung“ ist grundlegend eine falsche Aussage. „Repräsentiert X% der Stimmberechtigten, die tatsächlich stimmen gingen“ wäre richtig.

  • Divorne sagt:

    Pour une fois, je trouve un article excellent et suis 100% d’accord 🙂

  • Alain Burky sagt:

    Duerrenmatt hat das etwa so definiert:
    Gute Politiker sind die, die man eigentlich gar nicht kennt;
    aber (indirekt) sieht und spuehrt, dass sie gute Arbeit geleistet haben.

  • Gianin May sagt:

    “Was gute Politiker ausmacht” – keine Ahnung hatten wir zu lange nicht

  • bruno - walther sagt:

    ganz , ganz wichtig > > > sie sind nicht lobbygesteuert —- und sind für eine offen-legungspflicht der verwaltungsratsmadate, lobbyverbindungen usw. / / / es sind keine sesselkleber / / / sie fühlen sich dem volkswohl verpflichtet bevor sie den wirtschaftlichen erfolg einiger weniger befürworten

  • Gert Guhl sagt:

    Wie soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage! – Kennzeichen vieler Politiker, die nur senden!

  • daniel keller sagt:

    Hoffentlich lesen – und beherzigen – das auch möglichst viele der Personen, die das primär angeht. Zu den Lobbyisten: «sie können oft nicht verstehen, dass Parlamentarier mehr sein sollten als Lobbyisten.» Parlamentarier sollten nicht bloss „mehr“ sein als Lobbyisten, sondern zuerst mal grundsätzlich etwas anderes als einseitige Interessenvertreter.

  • Pascal sagt:

    Ich denke man kann zuerst einmal alle Politiker streichen, die man andauernd in der Öffentlichkeit sieht. Die, die am meisten Lärm verursachen produzieren in der Regel am wenigsten Lösungen. Ich bevorzuge die stillen Schaffer – aber die habens schwer in Zeiten von Polemik und unsachlichen Diskussionen. Das CH Volk hat schon die Politiker die es verdient.

  • Leuten, die mir sympathisch sind, höre ich lieber zu. Allerdings überzeugt mich selbst der sympathsichste Politiker nicht, wenn ich inhaltlich anderer Meinung bin.

  • Koller sagt:

    „Was gute Politiker ausmacht“ – ist der Aufmacher! Gleichzeitig muss ich mir ein Bild von EWS reinziehen. Eine Person welche durch strategische Absprachen und Verrat zu ihrem Amt kam. Dazu kann ich nur sagen, dass Verräter in einer Exekutive nichts aber auch gar nichts zu suchen haben. Das Verhalten von EWS ist begründet in ihren inneren Werten welche bei näherem Betrachten Abgründe des menschlichen Seins reflektieren. Aber wie sagte man schon vor längerer Zeit: „Politik ist ein
    Dreckgeschäft. Bei der vorgenannten Person wurde diese Tatsache allzu wörtlich genommen.

    • S. Bisig sagt:

      Da Sie sich am Bild von EWS echauffieren, gehe ich davon aus, dass Sie ChB lieber hätten – also jemand, der stratiegische Absprachen traf und ein gewähltes Regierungsmitglied (Ruth Metzler) in die „Wüste“ schicken liess, um selbst gewählt zu werden. Alleine schon Proporzsysteme und Zauberformeln sind strategische Absprachen; man kommt nicht ohne aus…

  • Gute Politiker konzentrieren sich auf das Gebiet, das sie kennen und für die Bevölkerung etwas Sinnvolles bwirkt. (Unabhängig der Partei-Couleur).
    Kritsch ist es wenn Politiker in irgend ein Amt gewählt werden und dies ohne jede Vorkenntnis und Führungserfahrung geschieht.
    Jeder Lehrling ist für seine neue Aufgabe besser vorbereitet, als mancher Politiker/In.

  • Richard Müller sagt:

    Ich bring die Headline und EWS im Bildvordergrund nicht zusammen.. soll damit impliziert werden, dass sie eine „gute Politikerin“ wäre, womöglich noch, weil sie durch ein manipuliertes Wahlverfahren linker staatlicher Medienschaffender „Schweizerin des Jahres“ wurde? Obama als Nobelpreisträger lässt grüssen. „Gute“ Politiker? Solche Ansprüche hab ich nicht, mir genügen einigermassen authentische und ehrliche vollkommen..

  • Roman Müller sagt:

    Insgesamt ein guter Artikel. Ich bezweifle aber, dass linke Frauen weniger kritikfähig sind, als rechte Männer.

    • Richard Müller sagt:

      Also wenn man das jeweilige Parteiprogramm liest, ist es eigentlich klar, welche Partei lern- und kritikfähig ist… Wenn man den „Kapitalismus“ immer noch idiologisch überwinden will.. und was Gleichberechtigung angeht, haben gerade linke Frauen eigentlich den Anschluss auch schon verpasst, da findet immer noch Geschlechterkampf statt und Priviliegien werden verteidigt.. so rückständig wie heute waren linke Frauen noch nie…

  • Christoph Baumgartner sagt:

    Vielleicht stimmt mich dieser Büttner-Blog grad etwas gar wehmütig, aber diese aus meiner Sicht wertvollen Empfehlungen und die Rückbesinnung auf eine der Tugenden dieses Landes, nämlich die politische Konsensfähigkeit, würden wahrscheinlich helfen zu verhindern, dass die Bevölkerung weiter bis zum Exzess auseinanderdividiert wird – ideologisch und sprachregional.

  • Lukas Harder sagt:

    Ein Absatz entspricht exakt Punkt 5 der Charta der Parteifreien (siehe http://www.parteifrei.ch):

    „Sie [die guten Politiker] können schweigen. Wenn Sie wirklich gut sind, reden Sie nur zu Themen, die Sie relevant finden und von denen Sie etwas verstehen.“

  • Rolf Schumacher sagt:

    Wir haben sicher gute Politiker. Da gute Politik aber auch Diskretion verlangt, sind die besten Politiker oft nicht jene, welche am sichtbarsten sind. Besten Dank Hr Burky und natürlich auch Dürrenmatt seelig.
    PS: Muss „das Durcheinandertal“ nochmals lesen. Hier ein kleiner Vorgeschmack. „Die Schweiz ist das undurchdringlichste Land der Erde. Niemand weiß, wem was gehört und wer mit wem spielt, wer die Karten im Spiel und wer sie gemischt hat. Wir tun so, als ob wir ein freies Land wären, dabei sind wir noch nicht einmal sicher, ob wir uns überhaupt noch gehören.“

  • hoffman sagt:

    Hier lernt man nur etwas über Büttner.

  • Paul Fischlin sagt:

    Politik heisst Steuern erfinden die man selber nicht Zahlen muss!

    • Rolf Schumacher sagt:

      Eine der besten Definitione, die ich je gehört habe. Jeder Grieche, Italiener, Spanier, Este, Lette, Bulgare, Rumäne, Russe, Ami, Engländer, Portugiese, Tscheche, Slowene, Slowake, Kroate, Serbe, Moldawier, Weissrusse, Urkainer, Araber, Afrikaner, Südamerikaner würde ihnen sofort beipflichten. In der Schwiez schaut es aber doch leicht anders aus. Daniel Vasella, Marcel Ospel, Peter Kurer, Brabek sind keine Politiker, sie bezahlen aber ein Bruchteil an Steuern, welcher ein Parlamentarier (ausgenommen König Blocher und Prinz Spuhler) bezahlen müssen.

  • Hans Christoffel sagt:

    Wie oben angeführt: „Wenn sie wirklich gut sind, reden sie nur zu Themen, die sie relevant finden und von denen sie etwas verstehen”. Das tönt zwar gut und plausibel. Allerdings frage ich mich, warum denn z.B. Frau Somaruga als mittelmässige Pianistin im Justizdepartement sitzt.

    • Auguste sagt:

      hmm…, jemandem seine passion zum vorwurf zu machen, zeugt von kleingeistigkeit. jemanden dafür zu kritisieren, in ein offenes amt gewählt worden zu sein, zeugt von boshaftigkeit. summa summarum macht sie das zu einem höchst unangenehmen zeitgenossen, hans christoffel.

  • Fischer Johannes sagt:

    Blocher wollte BR bleiben. Eine Intrige hat ihn vertrieben. EWS war „Rammbock“ gegen ihren Parteikollegen. Viele CVP-Parlamentarier und leider auch 16 FDP-Parlamentarier (NR FDP Gabi Huber, Fraktionspräsidentin, will es nicht wahrhaben) haben sich dabei den Linken angeschlossen. Seitdem ist die Konkordanz beerdigt. Seit desem Verrat sind die politische Verhältnisse im Land gestört. EWS will nur Einens: Im Amt bleiben. Dies zu erreichen, tut sich alles, wie Departementswechsel, Anbiederungen bei CVP und SP.

  • xranov sagt:

    wenn ich büttners anforderungen ernst nehme, kann ich das wählen gleich lassen. es findet sich auf all den parteilisten keine person, die diesem anforderungsprofil entspricht.

  • Edith Habermann sagt:

    Jean-Martin Büttner zählt etliche TÄTIGKEITEN auf, die ein guter Politiker beherschen sollte. Mindestens so wichtig sind aber auch die EIGENSCHAFTEN. Dazu zähle ich Aufrichtigkeit und Intelligenz. Bei vielen Politikern habe ich den Eindruck, dass Verlogenheit und Kurzsichtigkeit deren offensichtlichste Eigenschaften sind. Zu viele beruflich erfolglose Egomanen leben eher von der Politik, als für die Politik. Um das zu kaschieren lügen sie das Volk an und machen unhaltbare Versprechen, für welche sie nie werden gerade stehen müssen.

  • Loris Maurer sagt:

    @Hr. Büttner
    Dass Sie hier Stimmung pro Widmer-Schlumpf machen, lässt tief blicken. In ihre politische Gesinnung. Leider ist hinterhältig-opportunistisches Handeln in der Politik schon länger salonfähig. Die BDP wird sich ganz sicher mit der CVP vereinigen bzw. verbinden; gleich und gleich gesellt sich gern… Beschämend das Ganze.

  • Wenn man das Bild von EWS analysiert gibt es keine Fragen mehr – dieser Frau ist die Falschheit wirklich ins Gesicht geschrieben – ebenfalls die Gier nach Macht findet man in ihren Zügen – das Volk ist doch EWS scheiss egal – Hauptsache es stimmt für sie!!
    In ihrem Werdegang hat sie sich schon als RR vom Kanton Graubünden ausgezeichnet indem sie Kollegen ans Messer lieferte –
    diese Einstellung ist ihr nicht abhanden gekommen!

    • Heinz Kremsner sagt:

      @kurt habegger 15:17 Bewusstes Verschweigen von wichtigen Tatsachen. Das machen nur Politiker, die keine Argumente gegen haben. Häh, ja also Bundesrätin EWS wurde von der $VP-Partei immer in allen Reden, Zeitschriften usw immer als absolut kompetente Person dargestellt. Sogar das Parteiblättchen der $VP, die Weltwoche, hat Köppel ihr nur Lob zugeschrieben. Und nach der Wahl soll sie ganz anders sein?? So ein Quatsch und Schwachsinn. Typischer Politik-Stil der $-Partei, verschweigen von relevanten Fakten

    • Heinz Kremsner sagt:

      @kurt habegger 15:17 Verdrehung von wichtigen Tatsachen. Das machen nur Politiker, die keine Argumente gegen haben. Häh, ja also sie schreiben „das Volk ist doch EWS scheiss egal“. Sie verdrehen total die Tatsachen. Es müsste heissen: „das Volk ist doch der $VP scheiss egal“, wir Millionäre und Milliardäre lassen das dumme Volk einfach auflaufen mit Stammtischparolen, dann können wir machen was wir wollen. Typischer Politik-Stil der $-Partei, verdrehen von Tatsachen. Weiteres Beispiel:da wurde von der $VP-Zürich (2007) eine Statistik des Statistik-Amtes Bern in den Zahlen total verfälscht.

  • roger sagt:

    frau EWS ist bestimmt kein vorbild als politikerin,allein schon wie sie gewählt wurde,momentan gibt es sowieso keine vorbilder in unserer regierung und von guten politikern zu reden,die gibt es in unserem land leider nicht mehr,früher konnte man einen bundesrat verstehen,heute wirft man nur noch mit fremdwörtern um sich,da lob ich mir chr.blocher,ihn verstehe ich,auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin und kein svp ler bin

    • Auguste sagt:

      hmm…, diese wahl war möglicherweise die dunkelste stunde der eidgenossenschaft. die vereinigte bundesversammlung wählte, in geheimer wahl, mit absolutem mehr eine erfahrene kantonale magistratin in die landesregierung – unerhört!

  • Stefan Keller sagt:

    Im Zusammenhang mit dem Titel „was gute Politiker ausmacht“ ein Bild von einer Bundesrätin die nur über Intrigen Ihr Amt erschlichen hat ist echt eine Zumutung!

  • michi sagt:

    Zur Kritik wäre noch zu sagen, dass diese auch gefälligst anständig, sauber und stichhaltig vorgetragen wird und nicht einfach 10 Schlagwörter aus der Sammelbox genommen, um daraus einen möglichst polemischen Satz zu basteln. Dann das dreinschwätzen… einfach unsäglich, ich kanns nicht mehr anschauen. Kaum ein halber Satz und schon fallen 2 bis 5 Leute ins Wort und der Zuschauer steht wie der Esel am Berg. Am Schluss sind alle gleich schlau wie zu Beginn. Mir scheint, die heutige (CH-)Politik dreht sich nur noch um Schlagwörter, Beleidigungen und Medienpräsenz. Lösungen entstehen so nicht.

  • Heinz Kremsner sagt:

    Für mich ist Bundesrätin Widmer-Schlumpf eine der besten Politiker/innen.Sie hat nicht meine Partei (SP),ich muss sagen,sie macht ihren Job bestens.Sie ist kompetent, aufmerksam,in der jeweiligen Sache mit dem Dossier kenntnisreich und fachlich gerecht der Sache.Wenn ich ihre Arbeit z.B. mit dem grossen Führer der $VP Blocker Blocher vergleiche.Blocker war unaufmerksam,Fragen hat er meistens überhört und nicht zu den Fragen geantwortet.Selbstgerecht,in Reden hat er immer sich und seine Partei in den Vordergrund gestellt.Verschlafen,nachts schläft er 5 Std wie er sagt,tagsüber 3 Std=Faulpelz

  • Jens Gloor sagt:

    Guter Politiker findet man nicht an der ‚Bushaltestelle‘. Wer nur seine eigene Karriere (braune Zunge inkl.) im Sinn hat, ist untauglich. Verwaltungsratsmandate, ‚Nebenjobs‘ (aller Art – auch Geschäftsführung), Lobbyisten-Kontingente und Mitgliedschaften z.B. bei KIWANIS, ROTARY, LIONS und dergleichen sollten verboten, resp. abgeschafft werden – dies zur Förderung der ‚mentalen Neutralität‘. Wünschenswert wäre auch gleiche politische Chancen für alle – OHNE Parteizugehörigkeit. Aber davon darf ich dann vielleicht nachts träumen…

  • Jack Hugentobler sagt:

    Sokrates sagte: „Ich weiss, WAS ich nicht weiss.“ Vernüftige Politiker holen deshalb Meinungen von Sachverständigen ein, wissen wo die sind, und bilden sich eine Meinung. „Ich weiss, dass ich nichts weiss“ fassen zu viele Politiker als Lizenz zu Ignoranz auf – besonders in technischen und wirtschaftlichen Fragen.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Herr Hugentobler. Wie genau ist es möglich zu wissen, was man nicht weiss? Ein Unsinn Schreibender, der sich seines Unsinns nicht bewusst ist, kann trotzdem Unsinn schreiben. Aber einer der nicht weiss, kann nicht wissen, was er nicht weiss, das ist unmöglich. ZB ich, der ich nicht weiss wie Weiss aussieht, kann doch nicht im gleichen Atemzug behaupten, ich wüsste was Weiss nicht ist. Um mit Sicherheit etwas verneinen zu können, muss man es unbedingt kennen. Oder, etwas das man nicht kennt, kann man nicht mit Sicherheit ausschliessen.

  • Heinz Kremsner sagt:

    Herr Büttner,Gratulation zum Artikel.Bin in der Sache einverstanden.Eine Eigenschaft die ein Politiker haben sollte,vermisse ich.Dies betrifft das Zuhören und Antworten.Sie behandeln das unter „sie hören zu“.Was hier fehlt,ist die Eigenschaft,in der Sache der Frage zu antworten.Viele Politiker beantworten eine Frage in der Sache nicht.Als gezielte und bewusste (Rhetorische) Taktik,immer dann wenn man die Frage nicht beantworten will,oder kann,oder gezielt Desinformieren will, oder eine Lobrede auf sich hält. Schlechtes Beispiel Blocker Blocher,Extrem-Beispiel war deutscher Politiker Strauss

  • Heinz Kremsner sagt:

    Als extrem gutes Beispiel kann hier die absolut kompetente Bundesrätin Widmer-Schlumpf betreff der Eigenschaft „sie hören zu“ aufgeführt werden.Alle Eigenschaften „sie hören zu“ sind bei Ihr kompetent vorhanden.Plus was wichtig ist, was viele Politiker nicht können,was EWS absolut beherrscht,in der Sache der Frage zu antworten.Sie schweift also nicht ab,oder gibt Antworten,die total neben der Frage sind.Eine gute Charaktereigenschaft.Als extrem schlechtes Beispiel sei hier der Blocker Blocher erwähnt.Wenn er nicht zur Frage Stellung nehmen will, redet und Lobhudelt er sich selber und die $VP

  • Yves Lentzy sagt:

    Je suis intimement persuadé, qu’il n’y pas plus, pas, de bons politiciens. Un vrai politique se doit de défendre ceux qui l’ont élu et non des lobbies, la ligne rigide d’un parti, les intérêts de particuliers, d’être sectaires et orientés. Un gros carton rouge à tous ce beau monde, ces partis, bannis à vie, et reprendre à zéro avec de nouvelles têtes, de nouvelles idées et surtout un retour à l’éthique. La défense du bien commun et non celle „d’intérêts supérieurs“ doit devenir la norme, il faut des élus indépendants et que la politique redevienne une vocation et non plus un métier lucratif.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Durant des siecles le peuple a soubçonné que les politiciens-(rois/PDG) ne les représentent pas. Pourquoi c est ainsi? Parceque soubconsciemment on s imagine comment on ferrait la politique si on etait èlu soimeme. Le pouvoir est une drogue épouventable et un aphrodisiaque sulfureux. Il y a tres peu des etres humains qui arrivent à reister et rester franc et sincère. Qui trône perde facilement le moral. Pour cela le vrai roi, reste devant la premiere marche de l echelle d une carriere vaniteuse. Il agit avec fierté comme avocat des victimes exploités par les fanfaroneurs feignantes on the top.

  • Reto Benz sagt:

    dann müsste jeder svp politiker – und andere aussenpolitik pessimisten – zu auslandthemen still auf dem sitz sitzen bleiben. vor allem die wo noch nie im ausland waren und nur vom papier aus wissen wie es dort zu und her geht.

  • Susanne Hoare sagt:

    Amüsant geschrieben, umsetzbar. Ich bin Politikerin und ich werde mir diese Art zu kommunizieren jedenfalls hinter die Ohren schreiben und üben, sie umzusetzen.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Füs Theater muss man üben. Im Leben muss man nur sein.

      • Rolf Schumacher sagt:

        Bewusst sein….denn erst das bewusste SEIN macht den Menschen. Unreflektiertes Auswendiglernen, ehrgeiziges Nachahmen entmenschlicht den Menschen, macht ihn zum gefährlichen Politroboter. Gestern war Jahrestag des Eichmannprozesses. Eichmann hat sechs Millionen Juden in den Tod geschleust. Er fand aber nicht dass er schuldig sei, denn er habe nur ausgeführt was anderer ihm befohlen hätten. Er sei Opfer des Systems. Eben einer der akribisch auswenig gelernt hat und geübt hat, wie man sich verhalten muss, damit man an die Macht kommt.

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