L’analyse du vote tessinois du 9 février permet d’anticiper le sort d’Ecopop

Le débat ouvert par l’initiative «Contre l’immigration de masse » acceptée le 9 février 2014 est loin de s’estomper. L’une des dimensions essentielles de ce débat est la question de la prise en compte des préoccupations régionales, notamment celles des cantons frontaliers. De ce point de vue, il est clair que la situation de Genève, de Bâle-Ville et du Tessin n’est pas nécessairement homogène. Ces différents cantons divergent notamment – mais pas uniquement – du point de vue des résultats du scrutin du 9 février. Ces résultats sont un critère important pour comprendre les différences qui existent dans la manière de percevoir les enjeux soulevés par l’initiative. Ainsi, si la majorité des votants à Bâle-Ville et à Genève s’est opposée à l’initiative, avec seulement 39% d’avis favorables dans les deux cas, le Tessin est le canton suisse qui a le plus massivement soutenu l’initiative, avec 68,2% d’acceptation.

Jusqu’au 9 février, cette attitude « anti-ouverture » n’avait été l’objet que de peu d’attention dans la Berne fédérale.

Tessin Le résultat tessinois ne doit pas surprendre au vue des orientations dans les domaines de la politique étrangère ainsi que dans les questions liées aux migrations qui font de ce canton une véritable exception en Suisse, non seulement vis-à-vis des autres cantons latins mais aussi alémaniques. Jusqu’au 9 février, cette attitude « anti-ouverture » n’avait été l’objet que de peu d’attention dans la Berne fédérale. Elle a cependant bénéficié d’une certaine recrudescence d’attention depuis lors car le résultat du Tessin a été décisif pour faire pencher la balance en faveur de l’initiative « contre l’immigration de masse » sur le plan fédéral, l’initiative n’ayant été acceptée que pour quelques milliers de votes. Cela semble avoir modifié l’image du Tessin comme « quantité négligeable », motivant une envie de mieux comprendre les raisons de ce vote.

Selon une enquête réalisée par l’Université de Lausanne auprès d’un échantillon représentatif de plus de 1400 citoyens tessinois, plusieurs facteurs ont influencé ce vote très favorable à l’initiative. Ils sont liés notamment à des aspects socio-économiques, politiques, culturels et identitaires. À cette pluralité de facteurs – qui ne sont vraisemblablement pas propres au Tessin – s’ajoute une tension « centre-périphérie » déjà observée à l’occasion d’autres votations fédérales. Cette dimension renvoie à une vision contrastée du Tessin et notamment au risque de devenir une « double périphérie» par rapport à Berne et à la Lombardie. Une autre série d’indicateurs met en évidence les inquiétudes d’une région périphérique et de frontière face à la compétition croissante entre les territoires. Alors que Bâle-Ville et Genève constituent les pôles économiques incontestables de régions transfrontalières qui tournent autour d’elles, le Tessin ne constitue pas un pôle d’attraction comparable et est directement confronté à la pression de nombreux chômeurs qui vivent dans un pays européen, l’Italie, en grande difficulté. Ainsi, la frontière nationale est devenue pour une majorité de votants tessinois – et pas seulement ceux qui disposent d’un bas niveau de formation ou qui sont au chômage – l’expression d’une garantie de bien-être et de protection confédérale.

Les visites récentes de plusieurs conseillers fédéraux au Tessin et les pourparlers autour de l’application de l’initiative semblent avoir un peu apaisé les tensions au sein du monde politique. Cependant, pour l’instant, rien ne laisse présager un changement d’orientation chez les citoyens ordinaires. Parce que le vote tessinois du 9 février est loin d’avoir été uniquement un vote de protestation, mais plutôt un vote « identitaire », qui mélange aspects économiques, culturels, politiques, tout pousse à anticiper de bons résultats pour d’autres initiatives, et notamment pour Ecopop.

99 Comments sur «L’analyse du vote tessinois du 9 février permet d’anticiper le sort d’Ecopop»

  • Hans P. Meier says:

    Lega, Ja zur MEI, vermutlich Ja zu Ecopop. Skandale und Korruption sind Alltag im Tessin. Leider zeichnet sich regelmässig eine Mehrheit der Tessiner – im Gegensatz zu den Westschweizern oder Deutschschweizern – durch politische Unreife aus. Was dagegen tun? Langfristig muss das Bildungsniveau im Tessin auf das Niveau der Deutsch- und Westschweiz angehoben werden. Kurzfristig muss die politische Schweiz mit diesen Auswüchsen leben.

    • Patrick Fuhrer says:

      Grundsätzlich im Ansatz was die Lega betrifft richtig,trotzdem finde ich es immer traurig,andersdenkende pauschal als “bildungsfremd” zu bezeichnen!Nur weil man von seiner eigenen Gesinnung so dermassen überzeugt ist und wahrscheinlich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht,ist man noch lange bicht besser oder smarter als andere….Auffällig,dass diese Ansichten häufig bei linken Personen in erscheinung treten!

      • Charles Menieur says:

        Hier geht es aber, vor allem bei Ecopop, nicht um eine Frage von linkem vs. rechtem Weltbild, sondern schlicht um Bildungsferne. Gerade auch in Bezug auf das Tessin, wo das Bildungsniveau tiefer ist. Ecopop ist eine Initiative, die primär in betont bildungsfernen Kreisen Unterstützung erfährt.

        • m.salomon says:

          Ist doch Wahnsinnig!
          In der letzten Zeit wird man als Bildungfremd bezeichnet.
          Und nur da Argumente fehlen gegen ECOPOP, soll man sich wenigstens
          als Depp fühlen falls man für ECOPOP ist.
          Gerne nehme ich dieses Logo auf mich.
          Ja ich bin für ECOPOP.

          • Markus Petersen says:

            Man sich ja als Ecopop-Befürworter vieles gewöhnt, da kommt es auch nicht mehr drauf an man auch noch pauschal als ungebildet bezeichnet wird. Was mir aber wirklich Sorgen macht ist, dass jemand, der Andersdenkende als ungebildet abstempelt, ab diesem Moment aufhört über die eigene Position zu reflektieren (denn er ist ja der Kluge und somit hat er bestimmt Recht). Er hört auf, denjenigen, die anderer Ansicht sind, zuzuhören. Diese Ansicht habe ich im Abstimmungskampf zu Ecopop gerade von linker Seite sehr oft gespürt – und war ehrlich gesagt ob dergleichen Ignoranz recht schockiert.

          • Alice Heuberger says:

            Ich habe einen Universitätsabschluss! Ich bin Mutter! Ich arbeite! Ich dürfte auch nicht über den kleinsten IQ verfügen und sage Ja, zu Ecopop! Es ist schon erstaunlich und sehr bedenklich, wie sich die linke Wählerschaft überheblich über anders Denkende äussert! Ich rate den Wählern dringend bei den nächsten Parlamentswahlen darauf zu achten, wenn überhaupt Links gewählt werden muss, welchem linken Politiker sie Ihre Stimme geben! Aber vor allem sollten sie bedenken, was sie sich und der ganzen Schweiz antun: Überheblichkeit, Arroganz, und garantiert keine intelligente Politik! Ja zu Ecopop!

          • Markus says:

            @Peterson, das ist nicht Ignoranz sondern ausgeprägter Narzissmus. Schön das hier die Linken andersdenkende Menschen pauschal als bildungsfern bezeichnen dürfen. Die Netiquetten gelten offensichtlich nicht für alle.

          • Susanne Stünzi says:

            Wer sich nur noch von diesem eingeredeten Dichtestress leiten lässt (den es erstaunlicherweise in den CH-Grossstädten gar nicht gibt!!!) , nicht erkennt, wieso wir die weltweit schwerste Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren in der CH so glimpflich überstanden haben – dank der PFZ und auch der SNB, nur noch ziemlich realitätsfremde Hong-Kong Bilder vor sich sieht und auch die Babyboomerblase 1943-71, die schon im Rentenalter ist oder bald kommt, einfach ignoriert und damit auch das unfinanzierbare und hoffnungslose Altersheim Schweiz schon ab 2025 – den bezeichne ich auch als bildungsfern!

        • Kaspar Tanner says:

          Herr Menieur,
          Ich interessiere mich seit 10 für Geschichte und seit 12 für Politik. Ich war auch lange Zeit links eingestellt und ich zähle mich immer noch zu den Empowerment-Linken, die möglichst viel Macht für das Volk und möglichst viel Transparenz haben wollen. Es ist nicht mein Fehler, wenn die Linke zum Establishment gewechselt und ihre Ideale verraten hat.
          Sie will Macht und sie will möglichst wenig Mitbestimmung. Sie hat den Weg beschritten, den die einst revolutionäre FDP vor 150 Jahren beschritten hat.
          Der Bildungsferne-Vorwurf erinnert mich ans “Moskau einfach!” der 70er-Jahre-FDP.

        • Zogg Reto says:

          “Arroganz ist die Kunst, auf seine eigene Dummheit stolz zu sein.”

        • roland raux says:

          Welch hilflose Arroganz der Ecopop-Nein-Sager. Es ist wie immer, wenn einem die Argumente fehlen, dann drückt man den politischen Gegner entweder in die braune oder die dumme Ecke. Wie armselig.

        • Peter Colberg says:

          Ob sehr gebildet oder nicht bemerkt jeder normale Bürger das im Land die Einwanderung aus den Fugen geraten ist, vor allem dann wenn der eigene Arbeitsplatz plötzlich an einen jüngeren und sehr wahrscheinlich billigeren EU Einwanderer oder Grenzgänger verloren wurde – eine Tatsache der masslosen Profitgier die auf höchster wirtschaftlicher und politischer Ebene ohne Rücksicht auf die einheimische Bevölkerung gefördert wird. Als Inhaber eines “Masters” d’.h. gut ausgebildet und Weltoffen, werde ich zum Schutz meines Landes ein deutliches “JA” zu “Ecopop” abgeben: es kann so nicht weitegehen.

        • Borner Michael says:

          @Charles Menieur
          Es ist beängstigend, wie fest sich die Formel ‘weltoffen = bildungsnah’ in vielen Köpfen eingenistet hat. Bei uns an den Unis, wo doch immerhin knapp 40% für die Ecopop stimmen werden (naja, das wird dann wohl der bildungsfernere Teil der Studierenden sein…), hat dieses elitär-ausgrenzende Gehabe zu einer Art Denkverbot geführt.
          Versuchen Sie, Herr Meunier, ihre Haltung mit folgenden Fragen zu reflektieren:
          a) ist die Meinung einer bildungsfernen Person mehr, weniger oder gleich viel wert wie die Ihrige?
          b) welche gesellschaftliche Entwicklung fördert Ihr Votum?
          Liebe Grüsse

        • Gion Saram says:

          Lieber Herr Menieur, ist ihnen bewusst das es Aussagen wie die ihrigen sind, die auch noch die letzten Wankelmütigen ist Lager der JA-Sager zur Ecopop Initiative umkippen lassen. Gerade von einem angeblich nicht bildungsfernen Bürger hätte ich etwas mehr Einfühlungsvermögen und gesunden Menschenverstand erwartet: Die Strategie Menschen zu beleidigen und zu diffamieren hat sich noch nie als erfolgreiche Strategie erwiesen um andere Leute von seinen Ansichten zu überzeugen. Beweisen sie bitte ihre gute Bildung, und liefern sie gute Argumente anstatt abschätzige Abkanzelungen.

      • Anna Marie Z'Graggen-Akaoui says:

        Ich bin immer wieder erstaunt, wie hochtrabend gewisse Miteidgenossen sich erlauben, uns Tessinern gegenüber aufzutreten. Tiefes Bildungsniveau, bildungsfern…… Aber seid beruhigt, liebe Mitbürger, selbst ein solches Mass an Ueberheblichkeit sind wir noch im Stand, mit Fassung zu tragen.

    • Markus Petersen says:

      Unglaublich, wie sie hier den Tessinern pauschal politische Unreife und mangelnde Bildung unterstellen, nur weil sie nicht so abstimmen wie es ihnen passt. Sie sind das Musterbeispiel des überheblichen Schulmeisters, der etwas, was ihm nicht gefällt, mit “sie sind halt zu blöd um es zu begreifen” erklärt und sich damit über die anderen stellt. Sowas arrogantes hab ich im Politblog noch selten gelesen, und das will etwas heissen. Sind sie sich der Lage (Lohnniveau, Arbeitslosigkeit, Grenzgänger, Wohlstandsgefälle gegenüber Italien) des Tessins bewusst?

      • Romero says:

        Ich begreife es nicht wieso ein Tessiner nähere Gemeinsamkeiten zu einem Zürcher haben muss als ich in Zürich wohnhaft zu einem Zürcher. Tessiner sind für mich schlicht und einfach Norditaliener. Die Lega dai Ticinesi passt perfekt zur Lega Nord anstatt zur SVP! Käme es einmal drauf an, so würde ich mich eher für italienische Legisten oder Faschisten anstatt zu einem SVP Regime entscheiden. Leider bin ich nicht italienischsprachig sondern leider Deutschsprachig aber ich würde mich gerne italienisieren lassen soll Europa in Faschistische oder Oligarchisch, Ochlokratische Regimes untergehen.

    • Zogg Reto says:

      Die Tessiner – eine Minderheit in der Schweiz, die sich durch Leistung überzeugt und nicht jammert – sind selbstbewusst und nehmen ihr Schicksal selber in die Hand. Sie scheuen sich nicht, “anders denkend” zu sein. Sie argumentieren statt Andersdenkende zu verunglimpfen. Dies zeugt von grosser politischer Reife. In diesem Sinne werden die Tessiner nach meiner Einschätzung auch die verunglimpfende Bezeichnung “bildungsfremd” mit Stolz ertragen.

    • Tibeau Serge says:

      Arroganter und anmassender geht’s wohl nicht. Die Tessiner als bildungsfern zu bezeichnen ist unglaublich dumm und zeugt von eigener Unzulänglichkeit.

    • F. Bachmann says:

      “Langfristig muss das Bildungsniveau im Tessin auf das Niveau der Deutsch- und Westschweiz angehoben werden”.
      Herr Meier, auch Sie haben nichts anderes zu bieten, als dass ein Ecopop-Befürworter entweder dumm oder rassistisch sein muss. Eigentlich ein Armutszeugnis, finden Sie nicht auch?

    • Schilling Christian says:

      Ausbildung ist nicht gleich Bildung ist nicht gleich Intelligenz ist nicht gleich Weisheit.

    • Stefan Effenmann says:

      In der Sache haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen, aber es ist ein absolutes No-Go, welches Sie da thematisieren. Es gibt Initiativen, wozu die Ecopop Initiative in dieser Form zählt, die erfüllen vor allem den Protektionismuswunsch. Heisst: Niemand brauch sich weiterbilden, niemand muss sich der Konkurrenz stellen. Davon sind wir alle ein Stück weit infiziert. Aber dann wird den meisten doch klar, dass eben qualifizierte Leistung, ausreichendes Know-How auf Dauer (nachhaltig) erbracht werden muss. Aber dass weniger Qualifizierte mit einem JA gut leben, liegt auf der Hand. Ist aber TABU.

      • Borner Michael says:

        Herr Effenmann, es gibt Menschen in unserem Land, die haben vom Bildungsstand her nicht mal die Möglichkeit, hier mitzudiskutieren. Wollen Sie mir sagen, diese Leute seien weniger wert als Sie?

        Ab und zu komme ich mit Menschen ins Gespräch, die nicht jene Schlag- oder wie auch immer geartete Fertigkeit mit auf den Weg bekommen haben wie vielleicht Sie. Doch diese haben auch eine Meinung, haben Gefühle und Ängste.
        Diese Änste in die Entscheidungen miteinzubeziehen, ist eine der wichtigsten Aufgaben einer vorausschauenden Politik.

    • Romero says:

      Ticinesi Bildungsfern?
      Ticinesi und Romands haben höhere Maturitäts und Akademikerquoten als Deutschschweizer, weil Sie ein Chancengerechteres Bildungssystem ausgestalten. So sind in Uni und ETH im Verhältnis viel mehr Ticinesi und Romands immatrikuliert. Nur so von Bildungsfern.

    • Peter Kellerhans says:

      “eine Mehrheit der Tessiner – im Gegensatz zu den Westschweizern oder Deutschschweizern – durch politische Unreife aus”.
      Sie sitzen aber auf einem sehr hohen Ross Herr Meier. Andersdenkende einfach als politisch unreif zu bezeichnen zeugt von sehr wenig demokratischem Staatsverständnis. Politische Meinungsfreiheit-und Äusserung ist wohl ein Fremdwort für Sie.

    • J. Wernli says:

      Komisch, wenn unter Bildung die Maturitätsrate, wo der Tessin weit vor allen anderen Kantonen an erster Stelle liegt und letztendlich akademische Bildung verstanden wird, ist es eher schwierig das Thema Bildung als das Problem einzustufen das es zu lösen gilt um diese für die CH Elite unangenehmen Resultate bei Abstimmungen zu ändern. Hat vielleicht nicht mit Bildung zu tun sondern vor allem mit der realen Problemen im Tessin und der Ignoranz der Deutschschweizer. Habe selbst 10 Jahre dort gelebt und empfinde für die Tessiner und ihre Situation in der Schweiz Sympathie.

    • Andreas Stocker says:

      Die Tessiner sind die intelligentesten Schweizer
      und stimmen jeweils richtig und zukunftsweisend!

  • Peter Meier says:

    Was beweisen würde, dass die Ecopop Initiative ziemlich wenig mit Umweltschutz oder Entwicklungshilfe zu tun hat. Im Tessin wird Ecopop angenommen, weil man Angst vor den Italienern hat. Aber zum günstig einkaufen bei Conad fahren auch da alle mal schnell rüber…

    • Patricia Galli says:

      Falsch, die Ecopop-Initative hat sehr wohl mit Umweltschutz zu tun. Aber leider hat bei den Abstimmen der Egoismus auch seinen Anteil.
      Die Tessiner wollen vor allem das Zuwanderungs-Gedränge im Tessin in den Griff bekommen, der Umweltschutz ist noch nicht genug verbreitet bei den Abstimmenden.
      Nördlich der Alpen setzt man mehr auf ein volles Portemonnaie durch den Wachstums-Wahnsinn, deshalb eher Nein zu Ecopop, denn der Umweltschutz-Gedanke ist auch hier noch nicht genug verbreitet bei den Abstimmenden.

      • Rene Wetter says:

        Dumm nur dass Ecopop nur die Zuwanderung regelt, was nicht das Problem des Tessins ist, nicht aber die Grenzgänger. Die Tessiner waren auch gegen den Mindestlohn sollten sich somit nicht über Dumpinglöhne beklagen

        • Patricia Galli says:

          Im Prinzip ja. Aber warum dann die hohe Zustimmung im Tessin? doch hauptsächlich wegen der Ökologie? Das glaube ich eher nicht. Die Verkehrssituation im Tessin ist wirklich schlimm, vermutlich stimmen die Tessiner Ja zu Ecopop, weil sie sich nicht mehr anders zu helfen wissen, obwohl Ecopop nicht direkt Abhilfe schafft.

        • Borner Michael says:

          Es ist richtig, dass Ecopop das Grenzgängerproblem nicht direkt anpackt. Indirekt hingegen darf eine gewisse Wirkung erwartet werden “den Standort Schweiz überdenken” (Heinz Karrer, Economiesuisse), also eventuell abziehen oder zumindest das Billiglohnsegment auslagern.
          Dies würde – zugegeben nur indirekt, aber immerhin – den Bauboom drosseln und hätte auf Umwelt und Grenzgänger-Gedränge die erhoffte Wirkung.

        • Cornelia Keller says:

          Das ” Grenzgänger-Problem” wurde bereits mit der Masseneinwanderungs-Initiative gelöst. Seit dem 9. Februar steht in unserer Verfassung, dass Grenzgänger zu kontingenieren sind. Unerklärlich, warum die Ecopop-Gegner immer und immer wieder damit kommen. Oder etwa ein Zeichen, dass sie die MEI ignorieren wollen?

      • simon says:

        Im Tessin richten sich die Menschen gegen Grenzgänger. Die sollen aber nach Ecopop nicht eingeschränkt werden. Im Übrigen ein weiterer Punkt, der die Initiative als nationalistisch entlarvt. Denn weniger Zuwanderer bedeuten mehr Grenzgänger bedeuten mehr Umweltbelastung. Und wer in Zusammenhang mit Ausländern von überfluten spricht, der ist Rassist. Und Rassismus ist keine Meinung, sondern ein widerwärtiges Verbrechen.Sie meinen wohl, weil Sie einen roten Pass haben, können Sie der Welt vorschreiben, wer nach Wohlstand streben darf und wer nicht. Der eidgenöss. Übermensch entscheidet.

  • s.frei says:

    wir brauchen keine politologen od. statistiken , schon gar keine BR o.d lombardi/cvp ! was wir bräuchten wäre ein stabiler arbeitsmarkt. im unterschied zu italien hat BRD eine berufslehre und anderes niveau/lebensstandard wie italien ! diese werden immer nach norden strömmen(grenzgänger über80tsd.täglich) , welche mit ecopop auch nicht tangiert werden. das einzige : ausdtritt aus schengen/dublin blödsinn. noch nie war das tessin so geflutet von schwarzgeld und ausländern wie heute. der bauboom/blase als entschuldigung für eine (grenzgänger)arbeit? der TI ist abgewandert – TI ist verkauft !!!!

  • peter says:

    Die Analyse greit zu kurz, der Bürger fühlt sich vom Staat nicht ernst genommen und teilweise sogar betrogen.
    Es fällt dem Bürger langsam auf, dass in der Schweiz seit langer Zeit eine Parallegesellschaft geduldet wird, und der Rechtsstaat ausgehölt wird. Jetzt wird gegen die 5`000 legal in der Schweiz gemeldeten Pauschalbesteuerten gehetzt, dass etwa 300`000 illegale keine Steuern zahlen, aber des Staat und die Gesellschaft belasten, wird unterschlagen

    • Rene Wetter says:

      Die Illegalen belasten den Staat nicht, da sie von diesem keine Leistungen beziehen (können). Illegale gibts nur weil es Leute gibt die Schwarzarbeiter einstellen, Argeitgeber die Schwarzarbeiter einstellen bestehlen den Staat. Ich bin für unbedingte Haftstrafen für Leute die Schwarzarbeiter einstellen. Eine grosse rechtskonservative Partei ist strikte gegen härtere Bestrafung solcher Leute

      • Borner Michael says:

        Antwort an Herrn Wetter:
        “Die Illegalen belasten den Staat nicht, da sie keine Leistungen beziehen.” Tendenziell stimmt es, aber nicht ganz. So erhalten Sans-Papiers (so auch meine Ex-Freundin, eine Papierlose) ärztliche Leistungen, die der Kanton übernimmt. Weiter sind mehrere Zehntausend papierlose Kinder in den Schulen. Ins Gewicht fallen wohl auch die Polizeikosten: Wird ein Sans-Papier aufgegriffen, der die Beugehaft hinter sich hat, schafft ihn die Polizei in die Gemeinde seiner Erstregistrierung, von wo er aufwendig zurückreisen muss.
        Habe nichts dagegen, aber gratis ists nicht.

      • peter says:

        So so, Einschulungen, Stipendien und Krankenkassen für “Saans Papiers” belasten den Staat nicht ?

        und die indirekten Belastungen durch das Anfixen unserer Bevölkerung natürlich auch nicht

  • Frederico Erni says:

    Stellen Sie sich an einem Werktag neben das Zollamt Ponte Tresa und beobachten Sie den Strassenverkehr. Jede weitere Studie ist dann überflüssig.

  • Roland Steiner says:

    Das Tessin zeigt exemplarisch wie die heutige Politik in der Schweiz läuft. Die Wirtschaftszentren mit ihren reichen Firmen haben einfach zu viel Macht in der Politik. Der einfache Bürger und Randregionen wie z.B. das Tessin gelten nur als Manipuliermasse. Auf die Bedürfnisse dieser Leute wird nicht eingegangen. Leider hat sich die Politik so weit von diesen Leuten so weit entfernt, dass man nun mit Erstaunen feststellt, dass sie langsam aber sicher zu einer Mehrheit bei Abstimmungen werden.

    Die schweizer Politiker sollten endlich wieder Politik für ihre Bürger machen und nicht für ihre Lobb

  • Dario Dirossi says:

    Das Hauptproblem im Tessin ist, dass im Tessin wohnhafte Italiener und italienische Grenzgänger durch die grosse Menge bereits viele Chefposten besetzen bzw. ganze Abteilungen bilden. Man ist unter sich. Bei einer Anstellung denken diese Verantwortliche nicht eine Sekunde daran, einen Tessiner zu bevorzugen. Im Gegenteil. Dasselbe wird in der Deutsschweiz und der Romandie auch passieren. Diese Eigendynamik beschleunigt sich zusehends und die “Eingeborenen” sind machtlos. Dieser Trend ist vielerorts bereits erkennbar. Z. B. auch an der Uni ZH.

    • Hansli says:

      Die UZH kenne ich gut und ihr angeblicher Trend ist nicht feststellbar.

      • Alice Heuberger says:

        Hansli, wo hast Du deine Brille gelassen?

        • Hansli says:

          Ich brauche zum Glück keine Brille. Wenn an der Uni stellen besetzt werden, dann ist die Nationalität komplett egal. Hier entscheiden alleine die Kompetenzen.

      • Tom Müller says:

        Also vor 10 Jahren war es an der UZH so, dass deutsche Profs ihre deutschen Assistenten mitgebracht haben. Und auch freiwerdende Assi-Stellen wurden mit Deutschen besetzt. Ist das heute anders? Wohl kaum…

        • Hansli says:

          @Müller Ein Professor soll seine gesamte Gruppe auf die Strasse stellen, wenn er einen Lehrstuhl an der Uni erhält? Sorry, aber das wird weltweit nicht gemacht. Genauso bringen CH-Professoren die ganze Gruppe nach Deutschland, wenn sie dorthin gehen. Die Gruppe zieht dem Professor nach, egal wohin. Bei der Besetzung von neuen Stellen spielt die Nationalität keine Rolle. Man stellt einfach den besten Bewerber ein.

          • Dario Dirossi says:

            Hansli, Ihre “rationale” Argumentation vergisst aber, dass die “Besten” ebenfalls Menschen sind. Und weil sie Menschen sind, verhalten sie sich auch so. Gehen Sie mal nach Köln arbeiten, oder nach Mailand, oder nach Lyon. Sie suchen Mitarbeiter. 3 Bewerber sind gleichauf und gehören zu den “Besten”, davon 1 Deutschschweizer. In 60, 70 oder 80 % der Fälle, wie würden sie Ihren Einfluss geltend machen? Klingelts?

          • Hansli says:

            Ich habe keine Ahnung warum das so absolut schwierig ist zu begreifen. Die Nationalität hat keinerlei Bedeutung, das ist allen beteiligten absolut egal. Und das ist nicht nur in der Forschung so, das ist ebenfalls in den internationalen Unternehmen der Fall. Hier interessiert einzig und alleine der Leistungsausweis und bei Absolventen die Uni und natürlich deren Noten. Da ist z.Bsp. der Harvard-Abschluss wichtig und egal ob der Absolvent, Inder, Chinese, US, Kanada, CH, etc ist.
            Einzig Frauen werden fasst überall auf der Welt bevorzugt um deren Anteil zu heben.

          • Kaspar Tanner says:

            Ich halte Ihre Ansicht für etwas weltfremd. In der Theorie mag das so laufen. In der Praxis ist es etwas Anderes.
            Ich mache Ihnen ein Beispiel: Ich kenne eine ganz, ganz grosse Stadt im Nordwesten der Schweiz mit wahnsinnig hohen Türmen, wo es ein Amt für Stadtentwicklung gibt.
            Wer führt dieses Amt? Richtig – ein ausgebildeter Agronom! Das macht ja absolut Sinn! Wer etwas von Grossvieheinheiten versteht, der weiss auch, wie man eine Stadt plant!
            Versuchen Sie das Gleiche: Bewerben Sie sich als Branchenfremder und Nobody für einen Topposten.
            Ihre Bewerbung landet umgehend im Papierkorb…

          • Hansli says:

            @Tanner Habe ich irgend etwas von einem Kanton geschrieben? (abgesehen davon kennen weder Sie noch ich die Karriere von dieser Person)
            Ich habe geschrieben Universität und internationale Unternehmen. Und da ist das nicht Theorie, sondern gelebt Praxis.

      • Borner Michael says:

        An der Uni Bern sprechen wir über das Problem. An meinem Institut sind 4 von 6 Doktoranden Deutsche – mitgezogen vom Prof. Dem einzelnen kann man ja nichts vorwerfen, denn ein Deutscher PhD verdient nach eigenen Angaben das Dreifache als zuhause. Und der Prof. hat verständlicherweise lieber seine Leute um sich. Zudem sind “Auswärtige” bereit, auch am Wochenende zu arbeiten.
        Ich habe resigniert (und studiere jetzt in Strasbourg).
        Problematisch finde ich den Pendelverkehr, der daraus resultiert – ich wöchentlich in die CH, die Deutschen monatlich nach Hannover…
        Man müsste schon handeln.

  • andersen says:

    Ein guter Staat richtet sich immer nach die Bedürfnisse der Wirtschaft-sonst ist es ein Vorbereitung auf ein kommunistische Staat.
    Es ist sehr klug ,dass alle politischen Parteien und der Bundesrat+ die Landeskirchen in der Schweiz der Ecopop ablehnt.

    • Leimgruber says:

      @Andersen : Wie wäre es wenn der Staat sich mal auf die Bedürfnisse des Volkes ausrichten würde ? Auf das warte ich heute noch ! Darum Ecopop JA.

      • Hansli says:

        Der Staat sind wir alle. Und der Staat hat sich nach den Bedürfnissen des Volkes gerichtet. Die Parteien wurden gewählt und das Volk hat zusätzlich in unzähligen Abstimmungen die heutige Situation herbeigeführt. Bei der heutigen und vergangenen bürgerlichen Mehrheit, wurden höchstens Linksextreme dauernd überstimmt.

        • Ch. Zingg says:

          Na ja, mann kann es sich auch ganz einfach machen mit der Sicht auf die Dinge. Die vom Stimmvolk (nur gut ein Drittel des stimmberechtigten Volkes!) gewählten Volksvertreter vertreten meist nach kurzer Zeit nicht mehr das Volk sondern viel zu einseitig die Interessen der Wirtschaft und der Finanzindustrie. Bern wird seit geraumer Zeit äusserst erfolgreich durch Lobbyisten gesteuert. Und dauernd wird erzählt, dass es uns nur dank dessen so unbeschreiblich gut geht. Wer’s glaubt… dafür wird heftig daran gewerkelt die Initiativrechte einzuschränken. Das passt doch.

          • Hansli says:

            Das Volk hat auch die Möglichkeit sich bei Referenden und Initiativen zu äussern. Da wurden die meisten Verschärfungen im Sozialbereich zugestimmt. So alle Linken Initiativen endeten in einem Debakel. Von den angenommenen Initiativen waren die meisten gegen Ausländer gerichtet. Ich schliesse daraus, dass Fremdenfeindlichkeit so in etwa der einzige Antrieb zum Ja bei Initiativen wie ECOPOP ist.

          • Hansli says:

            Das Volk hat jeweils auf allen Stufen von Bund bis Kanton indirekt dem Bevölkerungswachstum zugestimmt. Und nun will man plötzlich das nicht mehr? ECOPOP würde natürlich dieses Wirtschaftswachstum bremsen. Heisst Vervielfachung der Arbeitslosigkeit, massiv erhöhte Sozialleistungen und massiv höhere Steuern. Und das bereits bei Nullwachstum.

            Ohne Ausländer Raus hätte ECOPOP eine Zustimmung gegen 10%.

          • Sabine Wirth says:

            @ Hansli: Ausländer raus bei ecopop: eine Lüge, Hansli. Sie sind in Argmentationsnot und können nur noch mit Lügen und Diffamierungen gegen ecopop anschreiben. JA zu ecopop, Ja zu einem nachhaltigen und vernünftigen Wachstum. Mit ecopop kommen wir auf das mittlere Szenario des Bundes, nämlich auf 9 Millionen im Jahr 2050. Ohne ecopop haben wir alle 10 Jahre eine Million mehr Menschen im Mittelland.

        • P. Müller says:

          Lieber Hansli, oft wurde aber Vorlagen zugestimmt, welche a) für das Volk unverständlich waren und b) welche mit falschen Zahlen, Prognosen und Versprechungen beworben wurden. Selbst wenn man Fehler später eingesehen hat, hat man bisher noch keinen korrigiert: Da hiess es immer: Die Wirtschaft braucht Rechtssicherheit. Aber auch die Wirtschaft sind wir alle! Und auch der Bürger braucht etwas Rechtssicherheit und muss sich darauf verlassen können, dass er von den gewählten Politikern nicht angelogen und betrogen wird. Wir leben hier schliesslich nicht in der EU oder den USA! Zum Glück!

          • P. Müller says:

            Und noch etwas: Das einzige was die ECOPOP-Initiative in keiner Weise ist, ist fremdenfeindlich. Das mag für die Befürworter nicht immer gelten – da hast du sicher recht – aber die Initiative hat nichts damit zu tun, sondern es geht um ein Wirtschaftswachstum und damit verbundenes Bevölkerungswachstum das wir und unsere Umwelt nicht mehr verkraften. Mir ist egal ob Schweizer oder Ausländer hier leben, aber nicht WIE VIELE DAVON! Aus meiner Sicht ist das eine irrationale und böswillige Unterstellung von Leuten, die massiv von der Zuwanderung auf Kosten der Normalbevölkerung profitieren!

    • Gion Saram says:

      Da muss ich ihnen widersprechen, Firmen haben ein Stimmrecht, die Bürger hingegen schon. Ein guter Staat richtet sich in erster Linie nach seinen Bürgern, den die machen den Staat aus und sind im Ernstfall auch bereit als Bürger in Uniform ihr Leben für diesen Staat zu riskieren. Die Südstaaten in den USA sind so ein Beispiel, wo sich der Staat zu stark von den Interessen der Wirtschaft hat leiten lassen, das Resultat kennen wir ja. Die Wirtschaft hat der Gesamtheit der Bürger zu nützen, nicht umgekehrt. Sind sie sind wirklich der Ansicht, das wir alle Leben um zu Arbeiten anstatt umgekehrt?

  • Die Behauptung, eine Mehrheit der Tessiner zeichne sich – im Gegensatz zu den Westschweizern oder Deutschschweizern –
    durch politische Unreife aus, ist ziemlich überheblich.

  • Gerber, Julian says:

    Das PROBLEM ist, dass der Kt. Tessin an ein Land mit massiven wirtschaftlichen Problemen grenzt (Italien), Jugendarbeitslosigkeit seit Jun. 2014 an die 50% (!). Das Gefälle ist enorm und somit ist es klar, dass viele Italiener/innen auf den Tessiner Arbeitsmarkt stossen und die Tessiner selbst keine Stellen mehr finden. Beispiel: Sie studieren Jus und würden gern im Tessin auf einer Kanzlei arbeiten. Auf offene Stellen bewerben sich unzählige Italiener aus dem Grossraum Mailand (Pendler), die für 1500 € im Monat arbeiten. Ich wünsche mir, dass man den Tessin und die Probleme dort Ernst nimmt.

    • Hansli says:

      Das Tessin hat den Mindestlohn an der Urne versenkt, also ist der Lohn kein Problem

      • F. Bachmann says:

        Hansli, “das Tessin hat den Mindestlohn an der Urne versenkt, also ist der Lohn kein Problem”. Diese Aussage wurde so oft gemacht, wie sie falsch ist. Wenn der Mindestlohn angenommen worden wäre, hätte das noch mehr Grenzgänger angelockt, weil die Grenzgänger noch einmal massiv mehr hätten verdienen können. Und das erst noch “garantiert” ohne Lohnverhandlungen. Auf der Strecke geblieben wären noch mehr Tessiner. Erstens, weil zu diesem Mindestlohn nur die ganz Jungen arbeiten und zweitens weil dieser Mindestlohn für die Einheimischen sowieso nicht zum Leben reicht.

  • Peter Seiler says:

    Mal abgesehen davon ob man für oder gegen Ecopop ist, habe ich nie gehört oder gelesen, wie man diese Initiative konkret umsetzen will! Wer sagt wann wem, dass er kommen kann oder nicht? Glaubt wirklich jemand daran, dass Firmen wie Novartis zuerst fragen (und wenn ja, wen?), ob sie jemanden einstellen dürfen oder nicht? Und falls sie doch fragen sollten und sich irgendjemand getraut, es Ihnen zu verbieten, halten sie sich dann auch daran? Und wenn nicht? Werden sie bestraft? Von wem? Wie? Wir sollten uns davor hüten, Iimmer öfter Initiativen anzunehmen, deren Umsetzung niemandem klar ist!

    • P. Müller says:

      Vor nicht zu langer Zeit mussten sie das auch und die Wirtschaft florierte trotzdem. Es geht wenn man will: Bewilligung für ausländische Arbeitskraft anfordern und wenn noch Kontigente vorhanden sind, kriegt man die Bewilligung auch (und das wären mit Ecopop immerhin über 100’000 pro Jahr). Der Vorteil gegenüber der MEI ist: Es ist klar, wie hoch das Kontingent ist und man vermeidet ein jährliches Gestürm, wie viele es dieses Jahr wohl wieder sein dürfen. Und leider heizt die aktuelle Zuwanderung den viel zitierten “Fachkräftemangel” (= jung & günstig) nur an, anstatt ihn zu beheben.

    • Bernard Pfister says:

      Klar ist mir aber, dass 1 Million mehr residierende Einwohner seit dem 11. September 2001 im Mittelland und den Hauptalpen-tälern, bei 1,5 Kiindern pro Inländerfrau, weit über 400’000 neuen Gebäuden in den letzten 20 Jahren und ein Kulturlandverlust in den letzten 24 Jahren von mehr als der Fläche eines kompletten Genfersees od. 14 Bielerseen (wobei nur ein kleinerTeil auf die Verwaldung verlassener Alpen zurückzuführen ist) – bei Lichte besehen – keine akzeptable Dynamik für unser Land ist. Ver- dichtung als einzige Lösung ? Auch deshalb neben den eindeutigen sozialen Facts, Ecopop ja.

    • Sabine Wirth says:

      @ Peter Seiler: Wie konnte die Schweiz vor der Einführung der PFZ überhaupt existieren? Wie regeln wir denn das heute mit Menschen von ausserhalb des Schengenraumes? Kennen Sie einen funktionierenden souveränen Staat auf dieser Erde, der nicht fähig ist, die Zuwanderung zu regeln und zu limitieren.? Warum soll gerade die Schweiz das nicht können?Und glauben Sie, dass sich die “Wirtschaft”, und damit sind in diesem Zusammenhang natürlich die Führer gemeint, etwas anderes, NACHHALTIGERES anstreben könnte als Gewinnmaximierung? Fakt ist: wir erleben gegenwärtig ein reines Mengenwachstum.

  • Alice Heuberger says:

    Spätestens 2016 kommt die Alpen Transitstrecke. Das bedeutet, dass man In zweieinhalb Stunden von Mailand in Zürich ist! Spätestens dann, werden die Probleme genau gleich wie im Tessin in Zürich und im Mittelland so gravierend sein, dass kein linker Politiker das mehr unter den Teppich kehren kann! Die arbeitslosen Italiener werden Zürich nur so überfluten! Für Schweizer wir’s dann auch in Zürich und im Mittelland noch enger!
    Im Tessin können Sie sich jetzt schon einen Vorgeschmack davon holen was der ganzen Schweiz blühen wird!
    Es ist höchste Zeit zu handeln und die letzte Chanc: Ecopop ja!

    • Markus Stark says:

      Meine Rede Frau Heuberger. Dem ist nichts beizufügen. Die einen merken es halt erst wenn Sie selber beim RAV oder auf dem Sozialamt schlange stehen.

    • Thomas Meier says:

      Frau Heuberger, ein intelligenter Mensch argumentiert ruhig und sachlich und nicht polemisch……….
      Ein intelligenter Mensch prophezeit nicht Weltuntergangstheorien…………

      • Anna Marie Z'Graggen-Akaoui says:

        @ Th. Meier: “ein intelligenter Mensch prophezeit nicht Weltuntergangstheorien”. Was macht er denn, der intelligente Mensch ?
        Steckt er alles lächelnd ein ? Nein, so Unrecht hat Frau Heuberger nicht, denn die itali. Grenzgänger scheuen sich nicht vor stundenlangen Arbeitswegen. Im Gegensatz zu uns. Bedenken Sie, dass Leute ihr Domizil am Comersee jahrein jahraus tagtäglich um 05Uhr30 verlassen, um pünktlich um 8Uhr am Arbeitsplatz in Lugano/Umgebung erscheinen zu können.
        Mindestlohn: er wurde lange vor der Abstimmung brillant umgangen: ein Arbeitsvertrag mit offiziell 70%-iger Beschäftigung

    • Mario Bernasconi says:

      @Heuberger. Nur soviel, wenn Sie glauben dass in absehbarer Zeit Milano von Zürich aus in 2 1/2 Std. zu erreichen sein wird, dann fahren Sie bitte nach Altreu (dort hat es Störche). Sie fahren mal 1 1/2 Std. von Zürich nach Lugano und dann ist Schluss mit NEAT und dies noch für viele, viele Jahre. Das heisst, Lugano – Milano nochmals 1 1/2 Std. Italien hat als Staat, leider, abgewirtschaftet.

    • Rene Wetter says:

      @Heuberger: Wollen Sie jetzt wirklich behaupten dass die Leute von Milano dann als Pendler nach Zürich arbeiten kommen? Das würde eine Arbeitsweg von 6 Stunden bedeuten (die Leute wohne nicht am Bahnhof). Was kostet die Fahrt? Können die plötzlich alle Deutsch? Es ist etwas anderes als Pendler ins Tessin arbeiten zu gehen als den weiten Weg in die Deutschschweiz. Ich denke Ihr Beitrag ist nur Polemik ohne Sachverstand. Und das von jemandem der behauptet studiert zu haben.

  • Maier Tom says:

    bin def gegen Ecopop, aber wenn das Tessin unter die Räder kommt sind wir anderen Schweizer verpflichtet Sie da zu unterstützen mit griffigen Massnahmen, jenseits von Politikergeschwafel.
    Ecopop wäre auch für das TI keine Lösung, aber regionale , vielleicht zeitlich limitierte Begrenzungen der Einwanderung (wäre vielleicht möglich, im Gegensatz zur Atombombe Ecopop) oder deutlich verschäfte Kontrollen wären schon mal ein Anfang.

    • Rene Wetter says:

      Die Bregrenzung der Einwanderung bringt dem Tessin NICHTS, die Leute wander dort NICHT ein sie kommen als Grenzgänger. Ecopop begrenzt die Einwanderung und nicht die Grenzgänger. Warum ist da so schwer zu verstehen?

      • andersen says:

        Warum steht die Grenzgänger nicht in der Initiative von Ecopop?

        • Sabine Wirth says:

          @ andersen: Weil man nicht alles in eine Initiative verpacken kann. Früher galt übrigens für Grenzgänger eine 30 km Zone, das könnte man wieder einführen. Und noch etwas: Seit Einführung der Personenfreizügigkeit mit der EU hat sich die Anzahl der Grenzgänger um 47% erhöht.

          • andersen says:

            Sabine Wirth schreibt: Weil man nicht alles in eine Initiative verpacken kann.

            Wieso nicht?

          • Cornelia Keller says:

            Man kann nicht alles in eine Initiative packen weil dann das Gebot der “Einheit der Materie” nicht mehr gewahrt ist und die Initiative gar nicht zur Abstimmung zugelassen würde.

        • Cornelia Keller says:

          Die Masseneinwanderungs-Initiative sagt, dass Genzgänger kontingentiert werden müssen. Steht doch jetzt schon in der Verfassung. Müssen wir es zweimal da rein schreiben damit es gilt?!

    • P. Müller says:

      Unsere Bundespolitiker treffen aber nie Massnahmen wenn etwas aus dem Ruder läuft: Das zeigt sich bei der Zuwanderung, bei der Unternehmenssteuerreform und v.a. Dem Stimmbürger wird immer wieder mit tiefgestapelten Prognosen und teuren Kampagnen ein JA zu Vorlagen abgerungen, welche im Kern gegen seine eigenen Interessen sind und nur der Grossfinanz helfen. Wenn dann offensichtlich alles viel krasser ist, als prognostiziert, weigert man sich etwas zu tun, da die eigenen Geldbeutel und die der “Buddys” klingeln wie noch nie. Als nächstes folgen regelmässig neue Abgaben für Normalbürger!

  • Patricia Galli says:

    Gerade News aus Grossbritannien: “Der britische Premier David Cameron hat Pläne vorgestellt, wie die Zuwanderung aus Europa ins Königreich begrenzt werden soll. Sollte die EU seine Pläne nicht billigen, schliesse er ‘absolut nichts mehr aus’.”
    Es ist keineswegs nur das Tessin oder nur die Schweiz, welche ein Problem mit hoher Zuwanderung haben. Während sich das Schweizer Volk vom Bundesrat wohl nochmals Sand in die Augen streuen lässt, dürfte hingegen in Grossbritannien der Unmut zu gross sein.

  • P. Müller says:

    ECOPOP sehr viel mit Umweltschutz zu tun! Aber ich gebe zu, froh zu sein, auch solche mit an Bord zu haben, welche aus den falschen Gründen für Ecopop sind. Gegenüber der MEI ist die Ecopop-Initiative nämlich nicht einmal im Ansatz fremdenfeindlich! Vielleich hat dieser Versuch, Ecopop-Befürworter als bildungsfern abzustempeln damit zu tun, dass dies die Umverteilung des Vermögens nach oben etwas behindern würde und heute ist es so, dass halt nur noch Leute mit Universitätsstudium vernünftig bezahlt werden und somit hoffen, irgendwann auch zu diesem Kreis von Profiteuren zu gehören.

    • Hansli says:

      Der Ja-Anteil ohne Fremdenfeindlichkeit wäre bei 10%

    • Andi Graf says:

      @Hansli: Und selbst wenn es so wäre spielt es keine Rolle, das Ergebnis zählt.
      Wenn die xenophoben Stimmen dieser wirtschaftskritischen Initiative zum Ja verhelfen, ist es immer noch ein Ja zu weniger Wirschaftswachstum.
      Wenn die Xenophoben den reichen Ausländern eins auswischen wollen, ist es immer noch ein Ja zu mehr Steuergerechtigkeit.

  • Paul Gröbli says:

    Die Tessiner haben ein hausgemachtes Problem. Mit Steuerdumping holten und holen sie italienische Unternehmen ins Land, dass die auch ihre Mitarbeiter mitnehmen ist logisch. Der Mindestlohn war auch im Tessin an der Urne chancenlos. Es geht einfach um Fremdenfeindlichkeit. Dem Tessiner ist übrigens der Umweltschutz ziemlich egal..so nebenbei bemerkt.

  • Roger Koch says:

    Die Chancen von Ecopop werden viel zu wenig beleuchtet. Die Interessen der auf rein profitorientierten und kurzfristig denkenden Wirtschaft gewichten zu hoch.
    Unser politisches System, mit all den Mandaten und Lobby-Funktionen der Nationalräte sowie analog mit Umweg über die Kantone der Ständeräte funktioniert per Definition so. Die Bundesräte werden vom Nationalrat gewählt und sind somit auch nicht wirklich dem Volk verpflichtet. Sogar die Medien sind durch die Verschiebung von direkten Einnahmen durch die Leser hin zur Werbefinanzierung immer weniger unabhängig.
    Daher ist es immer wichtiger, dass wir, das Schweizer Volk der Regierung Leitplanken setzten um unseren Interessen Geltung zu verschaffen.
    Die Ecopop Initiative sehe ich in verschiedener Sicht sehr positiv. Sie hat eigene Werte und ist gleichzeitig komplementär sinnvoll zur MEI.
    Wirtschaft: Natürlich würde das rein auf Bruttosozialprodukt gemessene Wachstum abgeschwächt. Gewisse Industrien hätten einen Standortnachteil und würden abwandern. Der Wirtschaftsmix würde sich jedoch wieder hin zu einem erhöhten Einkommen pro Kopf bewegen da Dienstleistungen und Produktion die Billigstarbeiter benötigen z.T. abwandern. Dies hat einen positiven Einfluss auf die Sozialkosten.
    Heute produzieren wir in der Schweiz mit indirekter Subvention der Sozialhilfe. Viele Arbeiter verdienen zu wenig um eine Familie zu ernähren oder im Alter ohne staatliche Hilfe durchzukommen. Die Entwicklung ist bedenklich und volkswirtschaftlich unsinnig.
    Arbeitsmarkt: Seit der Einführung der PFZ ist die soziale Partnerschaft zu Ende. Der Arbeitgeber ist am längeren Hebel und nützt dies verständlicherweise. Ganz Junge und Ältere stranden. Die einseitigen zeitlich beschränkten Arbeitsverträge sind im Vormarsch. Die Lohnnebenleistungen werden im Halbjahres Takt abgeschafft. Programme zur Bindung von Mitarbeitern verkleinert oder abgeschafft. Der Wiedereinstieg für Mütter nach Kinderpause ist schwierig.
    Ein Mitarbeiter der nicht genau auf einen Job passt wird nicht weiter beschäftigt und durch einen billigeren genau auf den Job hin zugeschnitten importierten Arbeiter ersetz. Das ist nicht wegen der “bösen” Firmen und der gierigen Managern. Firmen müssen ökonomisch arbeiten. Das ist die logische und zu erwartende Entwicklung in einem Wirtschaftsumfeld das seit der PFZ herrscht.
    Umwelt: Die aus meiner Sicht an den Haaren herbeigezogenen Argumente der Gegner wie “Ein Ausländer hinterlässt den denselben ökologischen Fussabdruck ob er nun zu Hause oder bei uns wohnt” sprechen für sich.
    Mit ganz wenig Fantasie wird jedem klar, dass die Schweizer Umwelt nur profitieren kann. Daran ändern auch ein paar Grenzgänger nichts Wesentliches. Die Grüne Partei hierzu eine GROSSE Enttäuschung.
    Weltbevölkerung: Die Diskussion was jetzt der beste Weg ist um mitzuhelfen das globale Bevölkerungswachstum zu bremsen ist überflüssig. Es gilt das Eine zu tun und das Andere nicht zu lassen. Familienplanung und die Hilfe dazu ist für die betroffenen Völker und insbesondere auch als Schutz der Frauen von wirklichen Fachkreisen unbestritten wichtig. Die anderen 90% der Entwicklungshilfe können wir immer noch in Bildung und Entwicklung von höherem Wohlstand in der 3. Welt einsetzen.

    • S.Schweizer says:

      Wer über gesunden Menschenverstand verfügt, wer bei sich anfangen will, Untätigkeit und masslose Zuwanderung nicht mit „es ist dasselbe ob jemand hier oder über der Grenze die Umwelt verschmutzt“ rechtfertigt, wer sich einem destruktiven System nicht weiter unterwerfen will, wird Ja stimmen. Ursache und Wirkung sind nicht nur 2 Worte im Duden. Fundament vieler Probleme ist das gegenwärtige System in Wirtschaft+Finanz. Wenn wir weiter auf diesem System bauen (u.a. weil es die ganze Welt tut und man ja nichts besseres sein will) anstatt es zu verändern, handelt nicht innovativ sondern adaptiv.

  • Sacha Meier says:

    Die Tessiner werden kaum so dumm sein, die bizarre, wirtschaftsfeindliche Ecopoop-Initiative anzunehmen um damit ihre Arbeitsplätze an eine Flut von Grenzgängern zu verschenken. Abgesehen davon spielt es überhaupt keine Rolle, wie das Abstimmungsergebnis ausfällt. Umgesetzt wird sie wegen der riesigen Kapitalvolumina, die vom zuwandernden Konsum profitieren, ohnehin nicht. Im unwahrscheinlichen aber gleich wohl möglichen Fall einer Annahme lautet das bewährte Zauberwort: Bis zur Unkenntlichkeit verwässern.

  • Romero Nationless says:

    ECOPOP hilft den Tessinern als Grenzkanton weniger. Denn diese Initiative wird gerade Grenzgänger fördern. Viele Firmen werden in Grenzregionen ziehen so auch ins Tessin. Die Zersiedelung und Verkehrslawinen in diesen Regionen werden zunehmen. Ist das der Wunsch der Tessiner? Ich glaube für die dortigen mit den Lokalpolitikern verfilzten Unternehmer und Grundbesitzern wäre es ein Segen. Das Volk sieht sich vor allem im Sottoceneri dann mit höherer Konkurrenz, Verdrängung, Verkehrsbelastung. Die selbst profitierenden Legisti leiten die Wut auf Asylanten und ihre angestellte Ausländer und Grenzgänger. Paradox!

  • Beat says:

    Schade dass dies zu einer Arroganz vs. Hinterwäldler – Diskussion verkommen ist. Stattdessen wäre es interessant gewesen die Gedanken der Autoren zu diskutieren. Ein gutes Argument gegen Ecopop, das wir in der Familie aufgebracht haben ist, dass der Zetpunkt so kurz nach der MEI falsch gewählt ist. Ich will nicht die kommenden 10 Jahre endlose Behauptungen von links und rechts hören WER denn nun die Einwanderung effektiv beschränkt hat. MEI oder ECOPOP. Schon deshalb und weil ständiges Ändern uns auf die negative J-Kurve schickt habe ich ein Nein eingelegt (ja zu MEI).

  • Beat says:

    Zuerst will ich jetzt eine effektive Umsetzung der MEI sehen. Schliesslich haben ja von links bis rechts alle die Einwanderung beschränken wollen, da dürfte es doch nicht so schwer sein die Asuführungsgesetze mehrheitsfähig zu gestalten.

  • andersen says:

    Beat

    Die Beschränkung von Einwanderung kommt von sich alleine, die Auswanderung auch.
    Dazu braucht es kein starre Quote in ein Bundesverfassung.
    Weil ein Hoch auf das, was vor mich liegt:
    Ein vereintes Europa

    Wünsche alles Gute!

  • andersen says:

    Was viele Schweizer nicht wissen, der EU -Model wurde nach der Schweizer Model gegründet, eben Bundesverfassung von 1848 wo die Schweiz der grösste politische Errungenschaft erlebt haben, wo die Kantongrenzen sich geöffnet hat, die frei Handel zwischen die Kantone und die vier Landessprachen einführt wurde und die Menschen gemeinsam am Tisch sitzen konnte und nach gute Lösungen interessiert waren.
    In dieser Zeit konnte sie die Popurlisten zum Glück im Zaun halten.
    Churchill sprach in Zürich und sagte:
    “Don’t ask me, what Europe can do for me, ask me, what can I do for Europe”.
    Ein kluger Mann.

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