Quand le gazouillis se fait bête et méchant

Sans compter que parfois… Aïe, comme c’est bête. «Notre flotte d’avions de combat s’approche lentement mais sûrement d’une taille raisonnable», twittaient les Jeunes Verts lucernois après le crash d’un avion de combat F/A-18 en Suisse centrale, tandis que leur collègue politique bernois Roman Gugger postait «Breaking – DDPS: ça ne serait pas arrivé avec un Gripen» sur le réseau social. Après avoir suscité de nombreuses réactions négatives, les deux tweets ont dû être supprimés. Dans les deux cas, on a parlé de malentendus, de textes «malencontreux» ou écrits «sous le coup de l’émotion».

Les jeunes politiciens verts ne sont pas les premiers à avoir mis les pieds dans le plat sur Twitter. Avant eux, d’autres internautes ont été littéralement traînés dans la boue, après avoir posté des tweets, comment dire, … irréfléchis. Et pour certains utilisateurs, Twitter est un moyen de trouver le sommeil ou, dans les cas extrêmes, d’exister tout simplement.

Le réseau social n’y est pour rien si ses utilisateurs se précipitent sur leur clavier avant d’avoir branché leur cerveau.

Parfois, les gens écrivent un twitt avant d’avoir branché leur cerveau. (Image : AP/Richard Drew)

De tels incidents sont dans la nature des choses. Avec un nombre d’utilisateurs estimé à 230 millions et des publications qui ne doivent pas excéder 140 caractères, la plupart des tweets sont écrasants de banalité dans le meilleur des cas, et bêtes, source de malentendus ou volontairement méchants dans le pire des cas.

Pour éviter tout malentendu, je tiens à préciser que cet article de blog n’est pas une attaque en règle contre Twitter. Le réseau social n’y est pour rien si ses utilisateurs se précipitent sur leur clavier avant d’avoir branché leur cerveau. Mon but n’est pas non plus de faire des considérations désenchantées sur la disparition de la culture. Les gens ne sont pas plus bêtes qu’avant, et dans tous les cafés du commerce du monde, il y a toujours eu des gens pour ouvrir la bouche avant d’avoir mis leur cerveau en marche. La différence, c’est qu’à part leurs acolytes, personne ne les écoutait. Aujourd’hui, ils claironnent leurs imbécilités sans nom sur le réseau mondial, où tout le monde peut les voir. L’idée d’avoir un public dans le monde entier est certes séduisante, mais peut aussi poser problème lorsque les choses se passent mal.

Une question demeure cependant: pour quelle raison devrais-je m’intéresser à un tweet imbécile alors que je ne prêtais pas attention aux remarques stupides du café du commerce? Parce que le réseau me le livre gratuitement à la maison? Il n’est pas non plus utile d’accorder autant d’importance à chaque mot, comme le conseille Claudio Kuster, secrétaire du comité pro-initiative de Thomas Minder contre les rémunérations abusives et qui s’illustre lui aussi de temps à autre avec des tweets controversés.

Un plaidoyer pour le calme donc. Avec lequel on est bien sûr d’accord. Mais c’est encore plus simple si l’on s’en tient à la bonne vieille devise: «Laisse tomber!».

22 Comments sur «Quand le gazouillis se fait bête et méchant»

  • G. Tiller says:

    Nicht jeder braucht Twitter aber Journalisten merken, dass gewisse Bürge,r ob sie sie mögen oder nicht, bessere Informationen als sie selbst haben. Geht mir übrigens genauso. ich bin teilweise entsetzt über die mies informierten Journis die immer noch glauben, sie wissen mehr als wir. Falsch. Wenn ein Journi das Geheimnis von Roger Federer, das seit 5 Jahren bekannt ist in Insiderkreisen, publiziert, dann erhält der nie wieder einen Journijob in der Schweiz. Keiner traut sich ran und alle wissen es. Ich könnte es hier lüften aber die Redaktion würde es nicht veröffentlichen.

  • Hirn einschalten – auch – bevor man Nachrichten in die Taschen haut. Doch dümmer als geglaubt … . Entschuldigt – verkaufsstrategisch Überlebenswichtig.

  • Patrick Monnet says:

    Twitter, FB & Co: Alles was die Welt schon immer wollte, sich aber nicht traute danach zu fragen. Anders gesagt: So nötig wie ein Kropf.

  • Jonas W. Frey says:

    Ich als Wähler finde Twitter super. Denn so erkennt man das wahre Gesicht vieler Politiker. Dank Twitter weiss ich jetzt, dass ich nie mehr im Leben grün wählen werde. Denn wer die Opfer und ihre Angehörigen über den Kurznachrichtendienst derart verunglimpft, der verdient meine Stimme nicht mehr.

    • markus müller says:

      na dann seien sie froh twittert die svp nicht, sonst müssten sie noch aufhören die zu wählen 😉

    • Peter Murpf says:

      Der Beweis, dass Twitter unnötig ist. Ihr gesuchtes Statement zum Blog beweist, dass sie sowieso nie in ihrem Leben die Grünen wählen würden, also hat Twitter nichts bewirkt!

  • J. Th. Weber says:

    “Noch besser wäre, gewisse Tweets gar nicht zu beachten” und als absolute Steigerung Twitter, Facebook, usw. ignorieren. Wer die Hosen runterlässt, darf sich nachher nicht beklagen. So einfach sind die Dinge im Leben.

    • Roman Rebitz says:

      Ich kenne genau 1 Person welche diesen Dienst nutzt, alle anderen interessiert es nicht. Wer nur so wenig zu sagen hat ist für mich sowieso nicht interessant. Bei Facebook verstehe ich wenigstens den Sinn.

      • Alain Wolf says:

        Der Sinn von Twitter sehe ich persönlich, vor allem darin etwas interessantes, ob selbst geschrieben oder gefunden, unter Leute zu bringen, welche sich für meine Meinung interessieren. Als Link zu einem vollständigen Text. Dies, im Gegensatz zu Facebook, ohne mein gesamtes Leben vor meinen Bekannten und Unbekannten, Facebook selbst und den Facebook-Kunden auszubreiten. Auf Twitter können dies auch meine Feinde sein, von “Freunden” spricht dort niemand. Ich bin dort kein Fan von irgend jemand oder irgend etwas, habe dort nicht tausende von Freunden, sondern nur ab und an, möchte ich auch mal was sagen. Keine Rolle spielen dort mein Alter, Geschlecht, Beziehungsstatus, mit wem, sexuelle Orientierung, Konsumverhalten, Geo-Location usw. usw.

  • Werner Meier says:

    Sturm im Wasserglas. Auf ein paar sinnlose Meldungen mehr über Twitter kommt’s doch nicht drauf an. Wer vertut eigentlich seine Zeit mit solchem Schrott?

    • michael says:

      dem kann ich eigentlich nur zustimmen, aber wenn man mal sieht wer alles auf tw oder fb zu finden ist, dann scheint es ein gern genutztes medium zu sein. und seltsamerweise glauben viele menschen den unsinn der dort steht, obwohl jeder anonym oder unter falschem namen oder mit einem robot massenmails zu irgendeiner verschwörungstheorie veröffentlichen kann. es ist in der tat der globale stammtisch, mit all seinen unseeligen ausprägungen, der immer geöffnet hat.

  • markus müller says:

    twitter nicht ernst nehmen funktioniert nicht, auch wenn das die einzige vernünftige lösung wäre. jeder gegner eines politikers oder witschaftsvertreters o.ä. wird dessen twitterkonto mit argusaugen verfolgen und aus jedem noch so kleinen fehler kapital schlagen. ich sage darum: wer twitter benutzt ist selber schuld.

  • Max Fischer says:

    “Weshalb soll ein dummer Tweet mehr interessieren als ein dummer Stammtischspruch früher?”
    Wenn man aber liest, wie auch der tagesanzeiger, 20min etc.solche tweets manchmal auf die goldwage legen, wundert man
    sich.
    Die goldwage steht immer bereit, wenn ein svp ler eine dumme bemerkung in der welt herumschickt. Dann ist es auch in diesem blatt mit der gelassenheit vorbei.
    Schauen sie die pressereaktionen an (vergleich tweet grüne – tweet ch.mörgeli) beim thema tiger absturz. Oder ist man bei den jungen grünen deshalb so viel nachsichtiger, weil sie tatsächlich noch grün sind hinter den ohren?

    • Peter Murpf says:

      Welcher Tweet mehr Aufmerksamkeit erhält liegt wohl im Auge des Betrachters und der Gewichtung. Da alles was negativ über die “linken” (FDP, BDP, CVP, SP) geschrieben wird wahr ist und alles negative über die SVP eine Verschwörung der “linken” Medien, erhält man ein verzerrtes Bild. Wenn man dann noch ohne Anstand mit seiner Umwelt umgeht und alle beleidigt, aber bei jeder kleinen Kritik anfängt zu heulen wie ein kleines Kind, kann man nicht mehr gelassen sein.

  • Markus Bommer says:

    “Dumm, dümmer, twitter” an diese Art Zeitgenossen und die Medien, die diese dummen Ausscheidungen global verbreiten, sagt eigentlich alles aus! Ergänzendes wäre übrigens auch schon viel früher angemerkt worden: etwa bei Schiller: “Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens”; etwa bei Nietzsche: “An die dumme Stirn gehört von Rechts wegen die geballe Faust”; etwa
    bei Camus:”Grausamkeit empört, Dummheit entmutigt”; etwa bei Krailsheimer: “Das Schlimmste ist, dass die Unfähigkeit zu denken so oft mit der Unfähigkeit zu schweigen Hand in Hand geht”. Für eine globale Verbreitung danke ich!

  • Markus Bommer says:

    Abschliessend, und vor allem an die Adresse der Medien, noch ein Zitat des unlängst hochbetagt verstorbenen Denkers, Schriftstellers und Diplomaten Stéphane Hessel aus seiner Streitschrift “Empört Euch” (Ullstein, Berlin, 9. Auflage 2011): “Nein, die Bedrohung ist nicht ganz gebannt. Und so rufen wir weiterhin auf zu einem wirklichen, friedlichen Aufstand gegen die Massenkommunikations-mittel, die unserer Jugend keine andere Perspektive bieten als den Massenkonsum, die Verachtung der Schwächsten und der Kultur, den allgemeinen Gedächtnisschwund und die masslose Konkurrenz aller gegen alle”

  • Heinrich Vogelsang says:

    Im heutigen Leben gehört die Welt nur den Narren, den Grobschlächtigen und den Betriebsamen. Das Recht zu leben und zu triumphieren erwirbt man heute fast durch die gleichen Verfahren, mit denen man die Einweisung in ein Irrenhaus erreicht: die Unfähigkeit zu denken, die Unmoral und die Übererregtheit. (Fernando Pessoa)

  • Andre Fehr says:

    Habe die Kommentare höchstens geskimmt, nicht mal den ganzen Artikel gelesen, ja shäm er sich, aber Ihr Vergleich von tweeting mit Stammtischsprüchen könnte treffender kaum sein. Hut ab! Eine banale Analogie, welche ich umso mehr schätze, als ich noch nicht selber drauf gekommen bin. Wichtiger Unterschied allerdings: Am Stammtisch ist der soziale Kontext gegeben, i. e. Missverständnisse sehr viel leichter zu umgehen, auch wenn die Substanz der Message ähnlich dämlich sein kann & oft es auch ist.

  • Hans Müller says:

    M.E. ist twitter eine gute Informationsquelle, solange man Personen folgt, deren Meinungsäusserungen ein wesentlich höheres Niveau aufweisen, als jene an einem Stammtisch. Die meisten Tweets die ich lese sind jedenfalls wesentlich intelligenter als die meisten Kommentare auf Tagesanzeiger.ch.

  • Twitter – was ist das?

  • Dank meinen Twitter-Kontakten brauche ich keine Zeitung mehr.
    Ich bin aktueller und detailierter informiert als die meisten Journalisten (Bei den Themen die mich interessieren imho)

    Aber ja, trasht Twitter wenn ihrs nicht versteht…

    Dumm, dümmer, Sprache…

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