Warum spricht Doris Leuthard ein so rustikales Hochdeutsch?

Bei TV- und Radioauftritten fällt einem unbefangenen Zuhörer immer wieder das betont rustikale Hochdeutsch unserer Umweltministerin Doris Leuthard auf. Vor allem die Umlaute «eu», «ei» oder «au» sind in der geschlossenen Aussprache auf eine so unverwechselbare Weise verschweizerhochdeutscht, dass es an die klischiertesten Heidirollen im deutschen Spielfilm erinnert. Solche Töne hatte man von Schweizer Amtsträgern einst gehört in einer Zeit, als sie noch wenig Auslandkontakte hatten und bevor sie über deutsches Fernsehen und Radio Anhörungsunterricht bekamen, wie Hochdeutsch tatsächlich klingt.

Nun verfügt unsere Umweltministerin aber spätestens seit ihrem Jahr als Bundespräsidentin offenkundig über zahlreiche Auslandkontakte und soll dort mit ihrer Kompetenz, ihrem Charme und auch ihren Sprachkenntnissen durchaus gut ankommen. Mit Jahrgang 1963 ist sie in einer Zeit aufgewachsen, in der ein Sender wie Südwestfunk 3 in der Deutschschweiz störungsfrei zu hören war und Elke Heidenreich alias Else Stratmann auch hierzulande bald Kult wurde.

Wie sich Deutsche auch nach Jahren in der Schweiz weigern, Schweizerdeutsch zu sprechen, weigert sich Bundesrätin Leuthard im Innersten Hochdeutsch nach Schulbuch zu sprechen.

Bundesrätin Leuthard am Eidgenössischen Volksmusikfest, 2010. (Keystone)

Sie kleidet ihre Sprache in einem rauen Schweizerhochdeutsch: Doris Leuthard am Eidgenössischen Trachtenfest in Schwyz, 2010. (Keystone)

Warum dann das hartnäckige rustikale Hochdeutsch von Doris Leuthard?

Es gibt im Grunde nur drei Deutungsmöglichkeiten: 1. Sie will damit explizit und deutlich ihre Schweizer Mittellandidentität bekräftigen. Das Hochdeutsch soll in dieser Region bewusst anders tönen als weiter nördlich, ähnlich wie Deutschschweizer Schriftsteller in ihre Texte Helvetismen einflechten, um ihre eigene kulturelle Identität zu wahren. Es soll auch Schweizer Schulkinder geben, die beim Schuleintritt perfekt hochdeutsch sprechen, um danach als Teil der Primarschulbildung mühselig die Mittellandvariante zu erlernen.

2. Das Mittellandhochdeutsch ist ihr hörbarer, aber höflicher und undeklarierter Protest gegen eine zahlenmässig zu grosse deutsche Einwanderung und das sich ausbreitende gepflegte Hochdeutsch im öffentlichen Raum hier. Es wäre damit ihre persönlich-akkustische Ventilklausel gegen jenes EU-Land mit der höchsten Zuwanderung, so subtil angerufen, dass es darob keine Verstimmung mit dem EU-Partner gibt. Wie sich Deutsche (zu ihrem eigenen Vorteil) auch nach Jahren in der Schweiz weigern, Schweizerdeutsch zu sprechen, weigert sich Bundesrätin Leuthard im Innersten Hochdeutsch nach Schulbuch zu sprechen.

3. Sie ist sich als ansonsten gute Rednerin dessen nicht bewusst und aufgrund des in der Stadt Bern noch wenig angefochtenen Verhältnisses zu Autoritäten, sagt es ihr auch niemand. Deshalb kommt sie selber auch nicht auf die Idee, sich in ein, zwei Aussprachelektionen in die Geheimnisse der offen ausgesprochenen hochdeutschen Umlaute einweihen zu lassen. Eine Hexerei ist das nicht. Es muss sich nicht gleich anhören wie bühnenreifes Hochdeutsch, eine Qualität, mit der sich die einstige Schweizer «Tagesschau»-Sprecherin Annette Gosztony ihre Sympathien beim breiten Publikum verspielte. Wenn sie der richtigen Aussprache näherkommt, als ein durchschnittlicher Deutschschweizer Sportreporter, hat sie beim globalen Publikum schon eins zu null gewonnen.

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237 Kommentare zu «Warum spricht Doris Leuthard ein so rustikales Hochdeutsch?»

  • Anh Toan sagt:

    Die Deutschschweiz hat 4 Sprachen:

    1. Die lokalen Dialekte
    2. Ein Dialektbastard als kleinster gemeinsamer Nenner, der „Bahnhofbuffet Olten“ Dialekt, ak „Schwyzerdütsch“ oder Schwiizertütsch, nicht aber z.B. Schwyzerdytsch.
    3. Die helvetisierte Form der deutschen Sprache (Dem Huber sein Velo ist rot)
    4. Die (in Duden etc. kodifizierte) deutsche Sprache, mit leichten Anpassungen (kein Doppel S etc.)

    Von der „Elite“ (Politiker, Wirtschaftsführer, Akademiker) ist die Beherrschung der deutschen Sprache zu erwarten.
    Was sollten eigentlich Deutsche in der Schweiz lernen? 1, 2 oder 3?

    • Georgios sagt:

      Bloss nicht 1, 2 oder 3. Lasst die Deutschen ihr Sprache sprechen – das mit dem Schweizer Dialekt geht immer schief, denn es tönt in 99 von 100 Fällen fürchterlich.

    • lucius mayer sagt:

      Sehr geehrter Herr Toan, Ihre Übersicht stimmt. 3+4 / 2 = «Schriftdeutsch». Nichts Besseres, um Ausländern (einschließlich z. B. Züricher in Bern) die gesellschaftliche Integration zu sperren. «Ich bin meine Mundart»: deutschschweizerisches Identitätsgefühl.

    • Julien sagt:

      C’est inexact, en ce qui concerne les aires linguistiques.
      La Suisse alémanique parle, comme l’adjectif indique, alémanique.
      La langue alémanique est une langue germanique, tout comme l’est l’allemand standard.

      La Suisse romande, pour sa part, a pour langue traditionnelle l’arpitan ou francoprovençal, l’une des 3 langues romanes (oc-oïl-arpitan), sauf une petite zone dans la dangue d’oïl (la langue d’où est issu le français standard)

      Les circonstances ont voulu que les Romands ne parlent pratiquement plus arpitan, lequel a mué vers une version francisée, le franpitan., le „parler romand“

    • Franz Mueller sagt:

      Was soll überhaupt dieser Schwachsinn holpriges hochdeutsch am Radio&TV plappern? In der Deutschschweiz „schnuuren“ wir alle Dialekt, ausser wir müssen Hochdeutsch mit einem Ausländer reden, der nur Bahnhof versteht. Lokalradios & TV-Sender erkannten diesen Blödsinn seit Beginn, gut dass die ALLE in Mundart zu uns reden! A propos Ausländer: die gucken doch alle Ihre TV-Sender, und nicht Schwachstrom SF1, und SF2. So gesehen müssten endlich alle einsehen, dass hochdeutsch zum Volk reden, nichts bringt. Weg mit diesem alten Zopf.!

      • Mark Keller sagt:

        Die deutsche Amtssprache ist nun mal deutsche Standardsprache. Diese haben alle Deutschschweizer zu beherrschen. Ein Schweizer Akzent ist nicht weiter problematisch. Auch die Österreicher haben ihren Akzent. Mit Deutsch sprechenden Mitbürgern und Mitbürgerinnen sowie Ausländern, die kein Alemannisch verstehen, hat man deutsche Standardsprache zu sprechen; dies gebietet der Anstand.

        • Patrick Leonardi sagt:

          Ja, und bitte keine zu holprigen Konsonanten. Die tun sogar mir weh in den Ohren, wie mag es da erst bei einem Standarddeutschen sein… In der Schule haben wir ein annehmbares schweizerisches Hochdeutsch gelernt, leicht zu lernen, leicht zu verstehen, sogar für den Hamburger und den Ostfriesen.

          • Andreas Seibert sagt:

            Ich möchte nur an den deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt erinnern. Also er hat nie in seiner ganzer Laufbahn schriftdeutsch gesprochen. Man hörte immer, dass er aus Hamburg kam. Ebenso beim deutschen Verkehrsminister Ramsauer weiss man sofort, aus welchem Bundesland er kommt.

      • Helga Hanson sagt:

        Herr Mueller, Sie werden es nicht glauben, ich wohne in Oberschwaben, spreche Hochdeutsch und höre jeden Morgen DRS1. Michael Brunner ist mein Favorit, auch wenn ich ihn manchmal nicht gut verstehe.

  • Roman Meier sagt:

    Im Vergleich zu einigen Korrespondenten des Schweizer Fernsehens , insbesondere des Journalisten in Berlin
    hört sich Frau Leuthard’s Hochdeutsch gar nicht so schlecht an….
    mfg

    • henry47 sagt:

      ja genau – das sf sollte den d-korespondenten stefan reinhart in einen sprachkurs schicken oder auswechseln ! es heisst kanzlerkadidatin, nicht konzlerkondidotin ! der monn konn kein AAA aussprechen, was mich bis zum um- oder abschalten nervt !

      • Jörg Willi sagt:

        Der Henry trifft den Nagel auf den Kopf. So wie man (fast) jeden Schweizer als solchen erkennt, wenn er Hochdeutsch spricht, so erkennt man auch jeden Zürcher an seinem A, das eigentlich wie ein O tönt.
        Dass man auch Magistraten die Herkunft anhört, ist für mich kein Problem, solange sie inhaltlich gut reden. Mich stört vielmehr die „Verenglisierung“ der deutschen Sprache und die fehlerhafte Schriftsprache sowie die kuriosen Wortschöpfungen der Journalisten. Und noch etwas: Wenn der Herr Co-Chefredaktor den Grund wissen wil, warum fragt er dann Frau Leuthard nicht direkt?

      • Christoph sagt:

        Wir Schweizer sollen so sprechen, wie uns der Schnabel gewachsen ist. Wir müssen nicht wie Norddeutsche reden. Herr Strehle liegt total daneben. Historisch gesehen ist das schweizerische und das österreichische Deutsch ohnehin das richtigste: hier wird effektiv „hochdeutsch“ geredet! In Norddeutschland spricht man Hochdeutsch in niederdeutschem Munde — absurd. Schweizer, Österreicher, Baden-Württemberger, Bayern: Wehrt Euch gegen das ARD-Deutsch!

        • Urs Holzapfel sagt:

          Das ARD-Deutsch ist allerdings weitaus ästhetischer anzuhören als das sich anbiedernde „Wir sind halt welche von euch“-Dialekchchcht-Getue des Hintertupfinger Privatsenders.

        • Ali Ferkous sagt:

          „Hochdeutsch“ ist eine geografische Ursprungsbezeichnung (Prager Kanzleisprache) und entgegen dem, was Berlin-Pilger und andere schweizerische „Intelligenzia“ dem deutschen Narrativ nachplappernd behaupten, hat „hoch“ nichts mit „kulturell höher“ zu tun. Wenn in Hannover das „beste Hochdeutsch“ gesprochen wird, dann müsste, in Analogie, das „beste Englisch“ aus Texas kommen 🙂 . Sprachsachverständige sprechen deshalb auch nicht mehr von Hochdeutsch, wenn sie Standarddeutsch meinen – zudem gibt es für die Aussprache keinen Sprech-Duden, also auch kein falsch und richtig.

        • Patrick Leonardi sagt:

          He, Christoph macht Witze! Pffffrrrrhuahua! Und alle fallen drauf rein.

        • Christoph, wen man im Bundesrat ist muss man mehrere spachen sprechen, aber korrect, nicht so ein deutsch-schweizerisches DURCHEINANDER.das soll Doris Leuthart auch tun..

      • Lisa M. sagt:

        10vor10-Moderatorin Christine Maier sagt dafür „Känzlerkändidätin“. Das verkrampfte Bemühen, das A nicht zum O werden zu lassen, finde ich noch unerträglicher.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Also den guten, alten Franz Steinegger mit seinem chratzigen Holzfäller-Hochdöitsch hat Doris Leuthard bislang noch nicht übertroffen: Das waren noch Zeiten!

  • Welschfreundlich sagt:

    Falls Punkt 2 „relevant“ wäre, würde sich das Zulegen Deutscher Freunde zum Üben erübrigen. Ich möchte meinen Beitrag ebenso wenig ernst verstanden wissen, wie ich den Blog verstehe.

  • Patrick Keller sagt:

    Warum sich der Autor ausgerechnet auf Frau Leuthard festbeisst, bleibt schleierhaft. Das Schweizer Politikpersonal foutiert sich doch seit jeher mit ausgesuchter Hartnäckigkeit gegen minimale Regeln der deutschen Sprache – da ist die bäurisch-regional gefärbte Aussprache nur eins von vielen Übeln. Vor ihr negativ aufgefallen sind – nebst Leuenberger – insbesondere die SVP Magistraten: Schmid, Ogi sowie natürlich, nur noch peinlicher, die brachialen Hochdeutschgehversuche eines Blocher, die man einem Primarschüler kaum nachgesehen hätte.

    • Albert Zimmermann sagt:

      Gut gebrüllt lieber Patrick…ist Dir nun wohler?!? Da mögen wir es in der lieben Gutmenschenschweiz dann doch lieber mit der netter Primarschülerkonformen Aussprache einer Klavierspielerin oder einer Justiz/Finanzministerin, bei denen dafür die Wahrheit selbst mit Verdrehung -Gehhilfen , Sehbeschwerden- und Gehör-Hilfen und Rückgratstützkorsett’s nicht erkennbar ist.

      • Herbert Krauer sagt:

        Christoph Blochers polterndes und holperndes Deutsch ist Absicht und und wohl ein Bekenntnis zum „echten“ Schweizertum.

  • Mischa Gerster sagt:

    Ich erinnere: Friedrich Dürrenmatt sprach einst vor der Bundesversammlung: Da baten ihn einige Abgeordnete aus der Westschweiz, er solle doch bitte Hochdeutsch sprechen. Worauf er ihnen (mit seinem Berner Akzent) entgegnete: „Ich spreche ja schon hochdeutsch, hööcher kann ich nicht!“

    • Lidija Jametti sagt:

      Des Herrn Dürrenmatt Deutsch – hochgeschrieben klassifiziert ihm zum Literatuklassiker im deutschsprachigen Raum.
      Die Tonalität seiner Aussprache des Hochdeutschen habe ich persöhnlich erlebt. Es war köstllich das bernische herauszuhören. Niemand in der Schweiz müsse unbedingt das Hochdeutsch der deutschen Fernsehmoderatoren sprechen. Nun aber dürfte ein Bundesrat, wie der Aussenminister Burkhalter sich nicht des ungehobelten Kinderdeutsch bedienen. Der Wortschatz der deutschen Sprache entgeht ihm gänzlich, nicht nur die Aussprache.

      • Cunégonde sagt:

        Sie haben wohl vergessen, dass Herr Burtkhalter nicht deutscher Muttersprache ist. Ich nehme an, Sie könnten sich „von“ schreiben, wenn Sie das Französische so gut beherrschen würden, wie D, Burkhalter das Deutsche beherrscht.

        • Lidija Jametti sagt:

          @Cunegonde
          Zum ersten bin ich nicht BR in der Schweizer Regierung, zum zweiten spreche, lese und schreibe ich 5 Sprachen.
          Er hatte bis jetzt unendliche Möglichkeiten gehabt in der Schweiz dort in Fribourg – billingue, oder auch in Deutschland die Sprache zu erlernen. Ich wette auch, dass er nichts anderes spricht ausser seiner Muttersprache. Sein Kollege Berset spricht genau wie er den Kauderwelsch – Deutsch,
          obwohl er 2 Jahre lang in Hamburg politsche Wissenschaften studierte.
          Nun 2 Landessprachen wären auch für die Bundesräte die Pflicht.
          Deutsch ist nicht meine Muttersprache.

      • Lidija, ich möchte erwähnen, dass BR Burkalter wie auch Mme Calmy-Ray sich sehr darum bemühen un allemand très passable zu reden. Hingegen die anderen deutschsprechenden BR beherrschen die französische Sprache wenig bis gar nicht. Zu erwarten wäre perfekte Kenntnisse einer zweiten Landessprache. Wir können noch lang warten!!

  • Eduardo sagt:

    „Wie sich Deutsche … weigern, Schweizerdeutsch zu sprechen …“ – Sie weigern sich nicht, sondern sie versuchen es erst gar nicht, weil es nur lächerlich klingt. Lediglich in den ersten 7 oder 8 Lebensjahren ist es für die allermeisten Deutschen möglich, Schweizerdeutsch so zu erlernen, dass sie für Schweizer gehalten werden. Es gibt natürlich Ausnahmen. Ich kannte eine Berlinerin Anfang 20, die 2 Jahre mit einem Schweizer verheiratet war und dank eines ungewöhnlichen Talents absolut akzentfreies Schweizerdeutsch sprach. Resultat: Keinerlei Ablehnung durch die derart „getäuschten“ Schweizer.

    • Bernd sagt:

      Ich als Deutscher kann dem zustimmen. Mir wurde immer abgeraten Schweizerdeutsch zu lernen/sprechen, obwohl ich mich wirklich bemüht habe. Also von weigern kann hier nicht die Rede sein.

      • Ali Ferkous sagt:

        Interessanterweise können Finnen und Waliser (mit 1 L!) innert 1/2 Jahr perfekt Schweizerdeutsch verstehen und manche sogar sprechen (vorausgesetzt, sie wollen)! Honi soit qui mal y pense

        • Eduardo sagt:

          Hochdeutsch ist viel zu nahe am Schwyzerdütsch, so dass es beim Versuch, Letzteres zu sprechen, ständig zu völlig falschen Abwandlungen hochdeutscher Wörter kommt (ich gehe = i geh(e), i gah, i goh, i gange … ???). Es ist für einen Bayern auch so gut wie unmöglich, Rheinfränkisch zu lernen, und für einen Friesen zum Beispiel Schwäbisch. Das erklärt auch, warum Finnen oder Waliser eher Schweizerdeutsch lernen können (wenn mit Sicherheit auch mit starkem Akzent). Schwyzerdütsch verstehen die meisten Deutschen übrigens recht schnell.

    • Ruedi Meyer sagt:

      Bei Marion Preuss brauchte ich lange, bis ich merkte, dass sie nicht Baslerin, nein nicht einmal Süddeutsche ist.

      • Christoph sagt:

        Nein, es klingt nicht lächerlich. Es ist gut, wenn die Deutschen Schweizerdeutsch reden — es macht überhaupt nichts, wenn ein Akzent übrig bleibt. Alles andere ist schweizerische Arroganz; im Grunde genommen wollen sie (wir) exklusiv bleiben und sich gegenüber den andern abgrenzen. Das ist daneben. Es ist wichtig, dass man sich sprachlich anpasst — egal, ob hier oder irgendwo. Los, Deutsche, lernt Mundart und lasst Euch nicht davon abhalten!

        • Thomas sagt:

          Ich habe die Schweizer, die mir gesagt haben Dialekt sein zu lassen, ignoriert. Man kann nicht einerseits Integration verlangen und gleichzeitig Ausländer mahnen die lokale Sprache nicht zu lernen! Bin allerdings auch kein Deutscher…

        • hanspeter sagt:

          danke christoph.
          Bist der einzige der ueber den tellerrand hinausdenkt!

        • pit almeida sagt:

          lernt mundart – es muss ja nict unbedigt aargauerdialekt säin-

        • iskra sagt:

          Richtig ! Immerhin noch viel besser als gewisse Uebersee-Ausländer, die ( arrogant ) meinen, alle Schweizer sollen mit ihnen Englisch sprehen.

  • Schweizer sagt:

    Für mich vollkommen unverständlich, die Deutschaussprache von Frau Leuthard zu kritisieren.

    a) Sie ist eine Schweizer Ministerin und keine Deutsche und als Schweizerin sollte man sie auch erkennen.
    b) Welches „Deutsch“ sollte Sie den bitte sprechen? Bayrisch, schwäbisch, plattdeutsch, usw…?
    c) Hat damals Stoiber deshalb gegen Merkel verloren, weil die Mehrheit der Deutschen sie besser verstanden hat?

    • Sarah K. sagt:

      Bitte vergessen Sie nicht, dass Deutsch auch UNSERE Sprache ist – wenn man hier Kommentare liest, könnte man meinen, dass es eine durch Kolonialisierung aufgedrückte fremde Sprache wäre. Und Schweizerdeutsch ist KEINE Sprache – es ist ein Dialekt, so wie übrigens Bayrisch, Schwäbisch auch. Selbstverständlich darf man im Alltag Dialekt sprechen, aber man sollte auch der eigenen Standardsprache mächtig sein. Und dies ist in der Schweiz Hochdeutsch (und ja, da gibt’s halt auch Aussprache-Konventionen). Ich sehe nicht ein, wieso wir uns dafür schämen sollten…

      • Urs Müller sagt:

        Schweizerdeutsch ist vielleicht keine Sprach, hat aber einen ganz anderen Stellenwert als ein Dialekt in Deutschland. Schlussendlich sprechen wir (Deutsch)Schweizer ja normalerweise Dialekt. Das ist in Deutschland von Süden nach Norden zunehmend unüblich bis sogar verpönt (Ausnahmen zu Hause oder im direkten Umgang).
        Das Schweizer Standarddeutsch (Hochdeutsch) unterscheidet sich teilw. sehr stark vom echten Deutsch und darf meinetwegen ruhig kehlige Laute haben. Für mich tönen Schweizer mit echtem Deutsch eher affektiert.

        • Christoph sagt:

          Und wie soll die Standardsprache denn tönen, Sarah? ARD-Deutsch hat den richtigen Akzent, alles andere einen falschen? Sicher nicht.

          • Urs Holzapfel sagt:

            Auf irgendetwas muss man sich in einem Sprachraum eben einigen,sonst verlottert die Sprache.Stellen Sie sich vor,jeder stellt seine eigenen Regeln auf.Schon im nächsten Dorf würde man ihn nicht verstehen.Dafür gibt´s die hochdeutsche Standardsprache und das ist gut so.Übrigens:Man muss gar nicht gegen die „bösen“ Deutschen wettern.In Ländern wie Grossbritannien ist eben Oxford-Englisch oder das BBC-Englisch die „saubere“,sprich korrekte Aussprache.Man sieht:Sprachregeln müssen eben sein,um sich zu verständigen.Es sei denn,man benützt Hände und Füsse 🙂

  • Heinz Stucki sagt:

    Wenn sie es extra macht, dann muss es aber ziemlich anstrengend sein. Sie könnte sich wirklich etwas verbessern, aber bitte keine „neee“, „doll“, „lecker“ und „parken“ einfügen, um sich anzubiedern. Sie ist schon ok, ihr Job ist auch nicht so einfach. Vorallem Leute die das Schweizerische sowieso weghaben wollen, stört es.

    • Urs Holzapfel sagt:

      Na,ich weiss nicht.Ob einer „parkieren“ sagt oder „parken“,ob er sein Auto auf dem „Parkplatz“ oder dem typisch schweizerischen (in Wirklichkeit typisch amerikanischen) „Parking“ abstellt….Oder ob einer „grillt“ oder „grilliert“ – wen juckt´s?Hauptsache,die Würstchen oder die Würstli oder was auch immer schmecken…Jetzt hab ich richtig Appetit bekommen 🙂

  • Frau BR Leuthard hielt kürzlich in Bern einen Vortrag mit anschl. Fragen des Publikums. Alles in bestem Aargauer Deutsch. Dann eine Frage in Hochdeutsch und prompt, die Magistraten wechselte in ihrer Antwort instinktiv auf Schriftsprache. Einfach nur peinlich dieses mangelnde Selbstbewusstsein gegenüber unseren Immigranten aus Grossdeutschland.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Da ist nicht mangelndes Selbstbewusstsein, das ist Anstand und Höflichkeit. Ein Ihnen offenbar nicht geläufiger Begriff.

    • Hanni Haberstich sagt:

      Ach Herr Strahm!
      „Grossdeutschland“? Haben Sie selbst auch irgendwelche Minderwertigkeitskomplexe aus denen sich Ihre Abneigung gegen die „Grossdeutschen“ speist? Dabei haben Sie doch völlig recht, es ist wirklich peinlich, dieses mangelnde Selbstbewusstsein vieler Schweizer den Deutschen gegenüber! Und es ist absolut unnötig und unbegründet. Selbst wenn wir so „rruhschtikal dahär räden“ wie die Mittelland- Doris… (Die meisten Bayern sind ja auch nicht besser) Und warum schreiben Sie „Schriftsprache“, wo es dem Autor doch um das GESPROCHENE Hochdeutsch geht?

    • Walter, was hat das, mit Selbstbewusstsein zu tun? Frau BR Leuthard hat sehr viel davon. Sie ist natürlich, sehr charmant und kann mit Jedermann/Frau komplexlos kommunizieren. Ich glaube Sie verstehen Ihre eigene Sprache nicht!!

  • Gotthard Andermatt sagt:

    Mit Verlaub, Herr Strehle, gemessen am Hochdeutsch des Berlin-Korrespondenten (ausgerechnet!) des Schweizer Fernsehens spricht Frau Leuthard geradezu Bühnendeutsch.

  • Dr. Ilgar Garli sagt:

    Wenn wir es dann schon genau nehmen wollen: eu, ei und au sind keine Umlaute.

  • Jakob Dráhy sagt:

    Sie schreiben: „Wie sich Deutsche auch nach Jahren in der Schweiz weigern, Schweizerdeutsch zu sprechen…“ – Wenn dem nur so wäre! Es gibt leider genug Deutsche, die glauben Schweizerdeutsch nachahmen zu müssen. Grützi, grützi! Verhunzen wäre in den meisten Fällen schöner. Dann schon lieber Hochdeutsch (oder, wie die Österreicher sagen, Piefkinesisch)!

    • Ali Ferkous sagt:

      Herr Dráhy, solche Äusserungen sind rein rassistisch motiviert – wenn andere als Deutsche nicht lupenrein Alemannisch sprechen, finden Sie’s wahrscheinlich herzig (?). Übrigens, Ihr Name klingt noch schreibt sich „Schweizerdeutsch“ 😀

      • Heiner Hug sagt:

        Herr Drahy sie sind ein intoleranter Mensch.
        Es ist schön, wenn Menschen sich ihrer Umgebung anpassen und gewisse Redensweisen annehmen.
        Die meisten tun das ganz automatisch, hat nichts mit „nachahmen müssen“ zu tun, sondern ist einfach die natürliche Folge davon, dass sie soziale und anpassungsfähige Wesen sind. Jemand der das nciht versteht, ist es offensichtlich nicht.

  • Hans Herbst sagt:

    Im Hochdeutschland spricht ein Ministerpräsident Seehofer -wie alle seine Vorgänger- ein bayrisch-rustikales Hochdeutsch. Der Berliner Oberbürgermeister spricht Hochdeutsch mit „Berliner Schnauze“. Der legendäre Konrad Adenauer konnte seinen rheinischen Sing-Sang nie verbergen und hat mit manchem Regionalausdruck die Menschen zum Schmunzeln gebracht. Der friesische Witz eines Peer Steinbrück hingegen wird bereits südlich der Linie Hannover-Berlin nicht mehr verstanden. Schön, dass unsere unsere Super-Doris nicht nur visuell eine sympathische Marke ist.

  • Martin G sagt:

    Das Schweizerdeutsch ist klar identitätsstiftend für die Schweizer. Warum sollte DL in einem Land, in dem alle Privatsender in Mundart senden und über selbige in Kindergärten abgestimmt wird, nicht eine eigene „Identität“ zeigen?
    Warum weigern sich auf der anderen Seite Deutsche, Mundart zu lernen? Mir als Deutschem wird unisono auf die Frage, ob ich es mit einem lokalen Dialekt versuchen soll zwecks Vorantreiben der Integration im Gastland, unisono gesagt: „Lass es“.
    Es genüge, wenn ich verstünde.
    Lehre daraus: Der Schweizer gewichtet Sprachidentitäten eben höher
    –> So what?

    • Fritz Hochhuth sagt:

      So deutsch-feindlich wie viele Schweizer heute wieder sind, wäre es ratsam, dass die deutschen Einwanderer doch versuchen sollten, den Dialekt zu lernen. Meinen älteren Bruder hat man in den 60er Jahren noch im Kindergarten verprügelt, weil er nur Hochdeutsch konnte. Soweit wird es wohl leider wieder kommen. Aber eigentlich finde ich es absurd, dass man als Emigrant innerhalb des deutschen Sprachraums einen anderen Dialekt annehmen muss, um sich vor kleingeistigen Rassisten zu verstecken. Das macht der Walliser ja auch nicht, wenn er nach Basel zieht oder der Bündner, der in Zürich landet…

      • Urs Holzapfel sagt:

        Ein wahres Wort,das Sie da gelassen aussprechen,Herr Hochhuth.Ich finde auch,es ist lächerlich,dass man beim Umzug innerhalb des deutschen Sprachraums einen anderen Dialekt annehmen soll.Das gibt es so extrem nur in der Schweiz;weder in Deutschland noch in Österreich ist der – wie nennt man es am besten – Dialektfetischismus derart extrem ausgeprägt.Nichts gegen Dialekt in Massen (=Maß,nicht Masse),aber sehr viel gegen Dialekthuberei.Dialekt sollte nicht zum Götzen der vermeintlichen Identität werden.Wer so etwas nötig hat….Der Rest ist höfliches Schweigen!

  • s.frei sagt:

    suche nach dem haar in der suppe! gefunden? obiges…also nichts. sicher hat sie das recht (pflicht ist privatsache) und die unterstellung sie wolle position markieren ist natürlich einem linken „blickjourni“ würdig. soll sie a al schawinski od. freysinger den deutschen, welche wir ja nicht sind …markieren? eben! übrigens, unser d-ch deusch ist allemanisch welches der ganze süddeutsche raum verwendet – alle verstehens…ausser journis ??!!!!

  • Schmidt sagt:

    Es ist schon eigenartig. Wenn ich im TV die deutschen Politiker höre ist es so, dass die Bayern „bayerisch“/ die Schwaben „schwäbisch“/ die Hessen „hessisch“ etc. sprechen – hat mit Hochdeutsch auch nichts zu tun. Dort reklamiert jedoch niemand, aber unsere Politiker sollen ein perfektes Deutsch sprechen – warum eigentlich.

  • ich finde e3s richtig dass Frau Leuthard ein richtiges schweizerisches Hochdeutsch spricht. Es ist viel besse als die hochtrabenden ausdrüche welche mann von einigen anhören muss. Und was sagen sie Herr Res Strehle zu den amerikanischen Ausdrücken welche bei uns überhand nehmen , hauptsächlich im Fernsehen ? Sie haben meine Adresse ,teilen sie mir ihre Ansicht mit.

  • Dieser Artikel kommt mir aus dem Herzen. Egal warum sie es auch immer tut, es klingt einfach katastrophal und unprofessionell.
    Wenn sie à tout prix als 100 % Schweizerin auftreten will, dann soll sie schweizerdeutsch sprechen.

  • Fabien sagt:

    Typisch Tagi und andere Modelinke. Was denken die andern über uns? Und wohl am schlimmsten: Werden wir urban-coolen Zürcher jetzt in Deutschland mit den zurückgebliebenen Mittelländern gleichgesetzt? Wenn etwas nervt in der Schweiz, ist es das blasierte Zürcher Geschwätz.

  • Florian Meier sagt:

    Wie Frau Leuthard ihr Hochdeutsch klingen lässt, ist mir als Deutscher egal, denn wie im Text schon erwähnt, werde ich auch niemals Schweizerdeutsch sprechen. Dafür gibt es drei Gründe: 1. ist es viel schwerer einen Dialekt zu lernen als eine neu Sprache, 2. würde vielleicht die Gefahr bestehen, dass ich durch den Schweizerdeutschen Dialekt mein Original-Hochdeutsch verfälschen würde und 3. wollt Ihr Schweizer das ja auch gar nicht. Ich finde übrigens Frau Leuthards Hochdeutsch sympathisch, ist es doch sehr individuell 😉

  • Stefan Büchler sagt:

    Ich tippe mal auf Deutungsmöglichkeit 3.
    Mittellandhochdeutsch hört sich doch einfach nur lächerlich an. Dann lieber gleich am Dialekt festhalten und diesen auch in Interviews konsequent anwenden.

  • Andreas R. Schulthess sagt:

    Es genügt, wenn man sich bei DRS und SF bereits in tiefstem Nord-Deutschland fühlt … Vor allem Frau Stauber meint wohl, sie moderiere die Tagesschau in der ARD und auch einige SprecherInnen der DRS-Nachrichten wähnen sich mit ihrem „sonnICH, zwanzICH“ usw. vermutlich in Hamburg. Ich kann deshalb Frau Leuthard nur gratulieren und finde die Argumentation von Res Strehle deplaziert. Mein Kommentar hat überhaupt nichts mit dem in letzter Zeit üblichen Deutschen-Bashing zu tun, sondern mit meiner Sorge um unsere schweizerische Identität in bestem (und nicht SVP-!) Sinne.

    • Urs Holzapfel sagt:

      @Schulthess:Ob Sie das wollen oder nicht,aber im Hochdeutschen heisst es eben „Das Wetter ist sonnICH“,aber „Wir haben sonnIGes Wetter“.Eine schwäbische Politikerin verwechselte das immer.Sie sagte fälschlicherweise „das ledICHE Mädchen“ und ebenso falsch „das Mädchen ist LedIG“.Was das Scweizer Fernsehen macht,ist schon in Ordnung,solange Deutsch und nicht Schweizerdeutsch die offizielle Sprache in der D-Schweiz ist.Die direkte Demokratie bietet ja Möglichkeiten,die Sprache zu ändern.aber das wollen die einschlägigen Hochdeutschgegner ja auch nicht,weil eine Umstellung sehr,sehr teuer würde.

      • Andreas R. Schulthess sagt:

        @Holzapfel. Ach Herr Holzapfel, wieder einmal einer Ihrer bekannten Beiträge in den verschiedensten Foren, wenn es um dasThema Deutsch oder Deutschland geht; eigentlich reine Zeitverschwendung, hier replizieren. Reden und schreiben Sie weiterhin Ihr scheinbar in Deutschland gelerntes Hoch- oder Bühnendeutsch, und wir Schweizer werden „nach unserer Façon“ selig. OK?

        • Urs Holzapfel sagt:

          Lieber Herr Schulthess,selbstverständlich kann jeder glücklich werden,wie er will.Wenn Sie allerdings Ihre Identität allein am möglichst breiten Dialekt festmachen,so tun Sie mir ehrlich leid.Traurig,wenn man sonst keine Erfolgserlebnisse im Leben hat..
          Jetzt noch ein Geheimnis,das ich Ihnen exklusiv anvertraue:Dass ich relativ oft zu Themen schreibe,die mit Sprachen und mit Dialekten zu tun haben,hat einen Grund – es ist Beruf und Hobby zugleich!Noch ein schönes Wochenende!

          • Andreas R. Schulthess sagt:

            @Holzapfel Im Gegensatz zu Ihnen bin ich nicht auf Erfolgserlebnisse als Schreiberling angewiesen. Allein in diesem Blog 11 Beiträge + wenn man sich in Google umschaut, ellenlange Seiten mit Ihren Kommentaren zu verschiedensten Themen; Ihr „Geheimnis“ ist wohl gut erfunden oder wenn Sie schon Sprachen lieben: se non è vero, è molto ben travato. Kleine Themen-Auswahl gefällig: Steuerstreit, Steinzeit-Banking bei der deutschen Commerzbank, Als die Deutschen Griechen waren, Reiseverbot für CS-Banker, Noten-Guillotine für Deutsche, Sterbehilfe, Showdown Bankgeheimnis usw. No further comment!

  • Frank Z. Marg sagt:

    Sorry, lasst doch die Leute so quatschen wie sie wollen. Solange man sie versteht, ist das egal.

  • Als ich 1955 aus Heidelberg an die CH-Grenze kam, 1962 in Basel meinen 1. Job annahm, hiess es noch:: wir wollen keine „Schwobe“. Später hörte ich sagen: die redet ja wie mir !! Weil ich musste und wollte, nahm ich innert Kürze unsere Sprache an und nur ganz selten erinnert heute ein Ausdruck an meine „Herkunft“. Später lernte ich phonetisch räto-romanisch.Lasst doch Frau Leuthard ihren charmanten Akzent. Als ich kürzlich in Halle war und mein bestes Schriftdeutsch sprach – schrie der Kellner durchs Restaurant: da ist eine aus der Schweiz !! Müssen wir uns unserer Herkunft schämen ? NEIN

  • Hans Imeichen sagt:

    Ist es jetzt schon wichtig, dass man geschliffenes Hochdeutsch spircht? Ist es wichtig, damit wir unserem Nachbarn noch mehr gefallen?

  • Ella Müller sagt:

    Warum wird nur Frau Leuthard genannt? Höre Sie mal bei anderen hin (vor allem bei der Aussprache des“k“’s; den spricht Frau Leuthard, so wie ich es gerade in Erinnerung habe, korrekt aus…

    • Patrick Leonardi sagt:

      Stimmt, ich denke, das hat sie gelernt, und das ist es jetzt bei ihr mit dem gemässigten Dialekteinfluss ins Hochdeutsche. Ich störe mich schon lang an ihrem Deutsch.

  • Martin Holzherr sagt:

    Sprache berührt und lässt Emotionen und Formung durch die Umgebung durchschimmern. Sogar wer in Deutschland Hochdeutsch spricht spricht es nicht überall gleich und wird von Zuhörern in eine bestimmte Gegend einsortiert.
    Dazu kommt, dass Doris Leuthard eine populistische Ader hat, sie also die Zustimmung des Volkes sucht und nicht einfach „logische“ Entscheidungen trifft. Mit ihrer Sprache deutet sie an, dass sie auf das Volk hört, vielleicht sogar dem Volk aufs Maul schaut. Ihren Atomausstieg begründete sie mit der Chancenlosigkeit für neue AKW’s in den nächsten 20 Jahren: Pragmatismus also

  • Beat Hess sagt:

    Wenn Schweizer Deutsch sprechen, soll man ihnen ruhig anhören dürfen, dass sie Schweizer sind. Wenn Österreicher Deutsch sprechen oder Deutsche Schweizerdeutsch oder Französisch, hört man es ja auch und ich finde nichts Schlimmes dabei, im Gegenteil.

  • Thomas Frey sagt:

    Doris Leuthard hat Glück: Die Deutschen lieben den Klang des schweizerischen Versuchs, deutsch zu reden. Ich darf das , seit zwei Jahren in Deutschland lebend, immer wieder feststellen. Schon nach zwei Worten aus meinem Mund wird mein Akzent hier in Berlin richtig erkannt. Schmunzelnd.
    Das Schweizerhochdeutsch von Doris Leuthard ist, ägsgüsi, swissness pur. Was im verunsicherten Schweizer Ohr eher peinlich klingt, entzückt das deutsche .
    Frau Leuthards Deutsch ist allemal glaubwürdiger, als wie wenn zB Micheal Mittermeier versucht, Rivelladeutsch, äh schwiizertütsch zu reden…

    • Hoffmann sagt:

      Als Deutscher kann ich da nur zustimmen. Der Versuch von Schweizern hochdeutsch zu reden hört sich gut an. Der Akzent ist sehr sympathisch und als Schweizer sollte man nicht versuchen das wegzuüben!
      Daran konnte selbst ein Ackermann nichts ändern.

      • Heiner Hug sagt:

        gut Deutsch zu sprechen finde ich nicht verwerflich – stössiger finde ich jedoch, wenn einzelne englische Worte mitten in einem deutschen Satz extrem englisch bzw. amerikanisch ausgesprochen werden, was unnatürlich den Sprachfluss stört. Man stelle sich einen Amerikaner vor, der mit einem Deutschen Wort im Satz gleich verfahren würde.

  • will williamson sagt:

    Die Kritiker sollten sich wieder einmal bewusst werden, dass wir nicht der deutsche „Südgau“ sind. Ein gewisser schweizerdeutscher Akzent in der Schriftsprache untermauert das akustisch und das ist durchaus gut so.

    • Florian Meier sagt:

      Herr williamson, Ihre Anspielung auf die Deutsche Vergangenheit mit den Begriff Südgau zeigt mal wieder, dass Sie überhaupt nicht an Sachlichekit interessiert sind, sondern nur hetzen wollen. Sie repräsentieren genau den Typus Schweizer, der momentan in der Welt so innig geliebt wird.

    • Urs Holzapfel sagt:

      Werter Herr Williamson,was soll das Geschwätz von dem von Ihnen so genannten „Südgau“ eigentlich? Haben Sie keine Argumente zur Sache? Mir fällt bei der Dialektverliebtheit vieler D-Schweizer immer der Satz eines Schriftstelles ein,der sagte,das sei (nicht nur bei Schweizern!) in Wirklichkeit nicht die vorgegebene Heimatliebe,sondern die Bequemlichkeit,es mit der Grammatik nicht so genau nehmen zu müssen.Das ist auch meine Meinung.

  • lucius mayer sagt:

    Frau BR Doris Leuthard kann viel besser Hochdeutsch. Ihre stark dialektisch gefärbte Aussprache ist künstlich, für die einheimische Galerie, damit sie als volkstümlich gelten kann. Wenn sie nach Deutschland reist, spricht sie viel besser Deutsch als bei Ihren helvetischen Auftritten. Beim Volkstribun Alt-BR Dr. iur. C. Blocher ist es übrigens genau so. Ein leuchtendes Gegenbeispiel war Dr. Kurt Furgler (verstorben, Alt-BR SG). Er konnte ausgezeichnet Deutsch und schämte sich dessen nicht, weder zu Hause noch im Ausland.

    • lucius mayer sagt:

      Übrigens machen es die PolitikerInnen Süddeuschlands genau so wie Frau BR Leuthard in der Deutschschweiz: dialektisch gefärbt für die einheimische Wählerschaft, akzentfrei oder fast in Berlin. Heutzutage ist eine Beherrschung der Schauspielkunst eine unabdingbare Voraussetzung des politischen Erfolgs. Die Wählerschaften lassen sich offensichtlich gerne unterhalten – und betrügen.

  • fernando sagt:

    Gibts wohl sonst nicht zu diskutieren? Mir ist das so was von egal. Und so nebenbei macht ers mir Fr BR Leuthard sympatisch, wir haben bereits genug hier die nur noch Hochdeutsch pflegen.

  • thomas fischer sagt:

    Das Hochdeutsch der Christine Meier im 10 vor 10 tut noch viel mehr weh!

  • Müller Siegfried sagt:

    Das spielt doch keine Rolle wie Frau Leuthard ihr Deutsch spricht. in der Schweiz wird sehr viel und schnell kritisiert.wie spricht ihr euer Deutsch aus, achtet einmal auf euch selbst.Man darf ruhig hören woher Frau Leuthard kommt.

  • Frank Reich sagt:

    Frau BR Doris Leuthard spricht nicht Hochdeutsch, weil sie sie es einfach nicht kann. Phonologische Untersuchungen haben ergeben, dass wir (mit ganz wenigen Ausnahmen) rein anatomisch schon nicht in der Lage sind, reines Hochdeutsch (Bühnendeutsch) zu sprechen. Deswegen sind wir ja auch keine Deutschen, sondern Schweizer. C’est la vie!

    • Eduardo sagt:

      Wenn Schweizer jedoch Hochdeutsch, wie es in Deutschland gesprochen wird, nachäffen, funktioniert das ganz ausgezeichnet. Ist also nichts mit anatomischen Gründen. Aber klar, man hat hierzulande Angst, Ablehnung zu erzeugen, und deshalb bemühen sich viele Schweizer um ein möglichst krachendes Hochdeutsch mit völlig falscher Wortbetonung auf der ersten Silbe und weiteren Merkwürdigkeiten (z. B. „errr ist“ statt „ea ist“). Ein Spezialist darin ist Christoph Blocher, vielleicht, weil ihm seine teilweise deutsche Abstammung seinen urschweizerischen Anhängern gegenüber sehr peinlich ist.

  • Karl Novinar sagt:

    Wenn die hochdeutsche Aussprache einer Bundesrätin die einzige Sorge eines Chefredaktors, pardon Chefredakteurs, ist, dann ist die Schweiz eine Insel der Seligen, und der „Tages-Anzeiger“ gleicht einem Mädchenpensionat.

  • Rolf Menzi sagt:

    Doris Leuthards Hochdeutsch ist jedenfalls besser als das Schweizerdeutsch österreichischer und deutscher Politiker. Warum muss sich immer der Schweizer anpassen?

    • Feggel sagt:

      Das hat doch nichts mit anpassen zu tun. Unsere Doris spricht genauso schlecht französisch und englisch. Das hat etwas mit dem mangelnden Musikgehör zu tun.

      • Susanne sagt:

        Sie ist ja auch nicht Musikerin. Wir wollen auf ihrem Posten ja auch nicht unbedingt ein Sprachgenie, sondern eine fähige Ministerin.

  • Franz Loibl sagt:

    Wie wär’s, wenn Frau Leuthard Sächsisch sprechen würde – wie einst Walter Ulbricht selig? So schön kann deutsches Deutsch sein!

  • emilio mai sagt:

    Warum nimmt der Tagesanzeiger an der Aussprache einer Politikerin Anstoss? Wenn Sie wissen wollen, warum Frau Leuthard so spricht, wie sie spricht, dann fragen Sie sie doch selbst, anstatt ihr öffentlich selbst erfundene Gründe zu unterstellen. Niemand im Ausland käme auf die Idee, sie deswegen zu kritisieren, im Gegenteil. Aber in der Schweiz kritisiert jeder jeden, dafür wie er spricht. Man kann es hier niemandem recht machen und das Meckern findet kein Ende.

  • Hans Scheiber sagt:

    Ein unwichtiges „Veloständerproblem“! Haben wir keine anderen Sorgen und wichtige Aufgaben in der Schweiz, welche zu erledigen wären? Ich glaube schon und vor allem die angesprochene Bundesrätin sollte schleunigst in der Energiepolitik, wo sie zwar herzlich wenig davon versteht, endlich vorwärts machen und den Bürgern klaren Wein einschenken, was für Preissteigerungen auf sie zukommen ohne A-Werke und ohne GasKW, welche ja von den Verhinderern jahrzehntelang blockiert werden können.

  • Cassandra Dürr sagt:

    Aber sonst habt Ihr keine Problem?!
    Bei gewissen BR tut nicht nur die Sprache weh, sondern auch noch der Bockmist, den sie abliefern… Kümmert auch um den Bockmist, das bringt was!

  • Peter Meyer sagt:

    Romands sprechen auch kein Französisch wie es in Paris gesprochen wird. Und ich vermute, ein Tessiner und ein Römer kann man auch ziemlich gut unterscheiden. Wieso soll dann eine Mittelländer (die sie ja ist) wie eine Berlinerin klingen? Wie wäre es, etwas vermehrt auf den Inhalt zu achten?

    • Philippe Calle sagt:

      Das Französisch, das in Paris gesprochen wird, ist auch nicht das Beste… Neuenburger reden besseres Französisch als die meisten Franzosen. In Frankreich ist die Aussprache der Touraine die bestangesehene.

  • Donna Meister sagt:

    Endlich wird dieses Thema öffentlich angesprochen. Frau Leuthard verspielt mit ihrer Aussprache nicht nur ihren Charme sondern auch sämtliche weiteren Vorteile die Frau eben so hat. Sie outet sich als doch ziemlich peinliche Provinzpolitikerin. Das müsste nicht sein. Von einer Staatsfrau erwarte ich mehr.

    • Cunégonde sagt:

      Dass Frau Leuthard nicht sprachbegabt ist, das haben wir mittlerweile mitgekriegt. Dafür kann sie nichts, hingegen könnte sie sich doch die Mühe nehmen, zwischen „Ich“ und „Ach“ Lauten zu unterscheiden und noch einiges mehr, wozu man wirklich nicht sprachbegabt sein muss. Aber so wie sie Deutsch spricht, gibt sie den ABC-Schülern ein denkbar schlechtes Beispiel und macht den Deutschlehrernin diesem Land nur unnötig das Leben schwer.

      • Cunégonde, Frau BR Leuthard drückt sich absolut korrekt in deutsch sowie auch in französisch aus. Ich möchte gerne wissen ob Sie Sprachen begabt sind und wieviele Fremdsprachen Sie beherrschen??

    • Susanne sagt:

      Vielleicht ist es ja auch einfach so, dass sie einfach nicht wirklich verstehen welche Erwartungen man denn an eine „Staatsfrau“ haben sollte.

  • Stefan Studer sagt:

    Ich finde es überaus spannend, dass Herr Strehle in die soziolinguistische Prestigefalle getappt ist, ohne es offenbar zu merken und zu reflektieren. Gemäss Herrn Strehle ist eine vollständige Übernahme der durch die angebliche wirtschaftliche und kulturelle Elite geprägte Höchstsprache mitsamt Vokabular und Aussprache der Garant für den eigenen Status als Elite. So wie die Elite seit Jahrhunderten in Grossbritannien das Englisch ihrer Queens und Kings imitierte und in Spanien die Elite sogar zu lispeln begann, weil die spanischen Habsburger deformierte Kiefer hatten. Elitedenken pur…

  • Hoffmann sagt:

    Ich rede schwäbisch und spreche hochdeutsch nur wenn ich mit Nichtschwaben rede. Für Ausländer ist Dialekt eben schwer zu verstehen u. es ist doch kein Problem mal schriftdeutsch zu sprechen. Tessiner wird es auch leichter fallen hochdeutsch zu verstehen als schweizerdeutsch.
    Wenn sich ein Hochdeutscher aber mit Pseude-schwäbisch anbiedern will mag ich das nicht. Da soll er lieber hochdeutsch reden u. es reicht wenn er mich versteht.

  • Walter Heuer sagt:

    Vielleicht spricht Frau Leuthard primär aus taktischen Überlegungen heraus ein relativ kräftiges Schweizerdeutsch. So lassen sich Vorlagen im hiesigen Parlament einfacher verkaufen als mit einem perfekten Bühnenhochdeutsch. Man identifiert sich leichter damit.

  • Alexander Vogler sagt:

    Baden-Württemberg macht Werbung mit dem HinweisL wir können alles ausser deutsch.
    wieso müssen wir denn immer so Komplexe wegen den Deutschen haben?
    ich bin Schweizer deutscher Abstammung und ich bin stolz ein Schweizer zu sein.

    • Urs Holzapfel sagt:

      Warum sollte man stolz darauf sein,in einem bestimmten Land geboren zu sein? Ist das für sich genommen schon ein Verdienst? In Deutschland gab es vor Jahren auch mal genau denselben Slogan:nur war da das Wort „Schweizer“ durch „Deutscher“ ersetzt.Wer glauben Sie,hat damit Reklame gemacht? Es war die rechtsradikale NPD.

  • Kurt Ochsner sagt:

    Es ist schade, wenn wir in unserem Bestreben, möglichst mittelmässig zu erscheinen, unsere Talente verstecken. Doris Leuthard ist ein Sprachtalent wie andere BundesrätInnen auch. Regelmässig gibt sie (wie auch Kollegin Sommaruga) zB mutig und selbstbewusst Interviews auf Italienisch am TSI, was dort sehr geschätzt wird. Sich ungebildet als Sprachtrottel darstellen müssen, um beim Volk angeblich ankommen, ist eine traurige Methode. Wir bewundern unsere Supersportler, warum nicht auch Leute die fremde Sprachen perfekt beherrschen?

  • Keller sagt:

    Schön, dass Leuthard nicht die Schwaben nacheifert. Warum soll deren Hochdeutsch besser sein? Aktiver Widerstand, eine Art Résistance, gegen den Einmarsch aus dem Norden, im Interesse der Verteidigung der sprachlichen Souveränität.

  • Martin Kreidel sagt:

    Mich stört weder, wie echt oder unecht, wie gekünstelt oder natürlich, wie legitimiert oder unlegitimiert irgend ein Schweizer spricht, egal ob Privatperson, Politiker oder sonstwer. Was mich stört, ist das völlig verkrampfte Verhältnis der Schweizer zum Hochdeutsch. „Unser Hochdeutsch“ (das es nicht geben kann), „Helvetismen“ (nichts weiter als Fehler, die sich eingeschlichen haben) oder „klingt viel heimeliger“ (völlig subjektiv) sind in aller Regel nur Ausflüchte, warum man es nicht kann. Als Deutscher ist mir urchiges Schwyzerdütsch allemal lieber als krampfhafte Hochdeutsch-Versuche.

    • Stefan Studer sagt:

      Mich stört Ihre Einstellung, dass Sie alles was nicht der Sprachtradition aus Deutschland entspricht als minderwertig und als Fehler verachten. Abgesehen davon, dass Sie rein sachlich im Irrtum sind, da jede deutschsprachige Nation eigene verbindliche Sprachregeln festlegt. Ein Eszett ist in einem Schweizer Text ist halt ein Fehler und genau das ist ein von Ihnen so verachteter Helvetismus. Machen Österreicher einen Fehler, wenn Sie Trafik und Jänner sagen? Gemäss Ihrer Definition von korrekter Sprache schon… „Als Deutscher“ sollten Sie mehr Respekt gegenüber der Deutschen Sprache zeigen.

      • Martin Kreidel sagt:

        Was wissen Sie denn von meinem Respekt ggü. der dt. Sprache. Der ist immerhin so groß, daß ich diese in Schrift UND Wort beherrsche. Da wir uns hier aber nur schreiben und uns nicht hören, hören Sie auch nicht, daß ich den Dialekt meiner Heimat Hessen genauso beherrsche und bei Bedarf anwende. Nur die ungebildeten Hessen können außer Hessisch nichts und das klingt dann auch so. Ihre „verbindlichen Sprachregeln“ beziehen sich auf Schrift, nicht Sprache. Und mit der Verkrampftheit meinte ich das Wort Identität, die besonders in der dt. CH beim Thema Sprache am seidenen Faden zu hängen scheint.

        • Stefan Studer sagt:

          Wenn ich Sie richtig verstehe, würden Sie es also befürworten, dass Schweizer gar nicht Hochdeutsch sprechen, da das Hochdeutsche ja eine Varietät der deutschen Spachfamilie ist, die ihren Ursprung in Mitteldeutschland hat und historisch und linguistisch eine „fremde Variante“ für die Schweiz ist. Als Ersatz für das Hochdeutsche könnte ja das Englische übernommen werden. ist ja auch Teile der Germanischen Sprachfamilie. Diese Sprache ist dem Schweizerdeutschen ja in vielem näher als das Hochdeutsche. Kulturell und wirtschaftlich wäre es ein Gewinn.

          • Kurt Ochsner sagt:

            @euch Streithähne: Wenn Schweizer „Hochdeutsch“ sagen, meinen sie „Schriftdeutsch“ oder wie man heute in der Schule sagt „Standardsprache“. Das jahrhundertelang verwendete adjektiv „hoch“ zeigt auch, dass man sehr lange den Dialekt als „niedrig“ empfand. Daher rührt der krasse sprachliche Minderwertigkeitskomplex der meisten Deutschschweizer. Es muss doch einfach auffallen, dass wir uns alle um akzentfreies Beherrschen des Englischen bemühen, bei der Standardsprache aber die gleiche Perfektion aber aggressiv ablehnen. Für mich mutet das etwas kindisch an.

    • will williamson sagt:

      Zur Präzisierung: Die Schweizer sprechen hochdeutsch ohne Akzent und schriftdeutsch mit Akzent. Hochdeutsch ist ein geographischer Begriff und grenzt sich ab gegten Niederdeutsch.
      Es ist eine geographische Grenze. Sie verläuft von Köln nach Berlin. Alles was nördlich dieser Grenze gesprochen wird ist niederdeutsch, und alles was südlich gesprochen wird ist hochdeutsch. Die Bayern und Schwaben sprechen Schriftdeutsch mit kaum geringerem Akzent als die Schweizer. Es ist einfach ein etwas anderer Akzent.

      • maja sagt:

        Danke endlich auch jemand der das weiss.

      • Urs Holzapfel sagt:

        Was Sie hier dozieren,ist teilweise richtig,teilweise falsch.Der Einfachheit halber kann man jedoch sagen,dass HEUTE mit „Hochdeutsch“ das akzentfreie Standarddeutsch,nennen Sie es meinetwegen „Bühnendeutsch“,gemeint ist.So einfach ist das 😉

    • Markus Burri sagt:

      Das gseen ich au so. Warum muend mir eusene ufzwungene Schriftsprach aapasse? Im Inland wett ich grundsätzlich Mundart ghööre. Und eusi Junge schriibed iri SMS eh nu na i Mundart, denn chönnted mir doch au langsam das als Standartschriftsprach fixiere.

      • Hellmut Herr sagt:

        „Ihri „Junge, Hr. Burri, sind ja sehr oft nicht einmal mehr in der Lage einen Text in der “ ufzwungene Schriftsprach“ zu verstehen.

      • Patrick Leonardi sagt:

        Das ist scheissschwer zum Lesen, Burri. Nein, Hochdeutsch schreiben ist viel besser. Allerdings geht es hier ums Sprechen und nicht ums Schreiben.

    • Susanne sagt:

      Herr Kreidel, ich empfehle ihnen, den Begriff Helvetismus mal in einem Lexikon nachzuschlagen.Ihre persönliche Definition „als Fehler, die sich eingeschlichen haben“ entspricht wohl kaum der wirklichen Bedeutung des Wortes Helvetismus. Und wir brauchen gar keine Ausflüchte weil wir etwas nicht können, sondern wir bestimmen selber, wie wir reden wollen oder schreiben wollen, genau so wie Sie. Und am besten ist es wohl, wenn keiner auf den anderen herabschaut wegen dessen Sprache.

  • Julien sagt:

    En Suisse Romande, on a pratiquement oublié la langue traditionnelle et on l’a fait évoluer en franpitan.
    Bien sûr qu’avec ceux qui n’en maitrisent pas les finesses, on s’exprime en français standard, la langue mondiale qu’on parle sur tous les continents, langue qu’on apprend à l’école et dans laquelle on écrit.
    Or le français est issu de la langue d’oïl, une langue différente de la langue traditionnelle, ce qui fait qu’il a fallu effectuer deux pas pour y parvenir: Sortir du dialecte, puis de langue.

    Idem en Suisse alémanique: Vers la languepartagée avec les Alsaciens, puis vers l’allemand.

  • Josi Menhart sagt:

    Genau dieses „Mittelland-Deutsch“, gepaart mit ihren Sprachkenntnissen, macht einen guten Teil des Charmes von Doris Leuthard aus. Lokales Verwurzeltsein verbunden mit Weltoffenheit! Für mich ein Selbstverständnis, das uns sehr gut ansteht.

  • Cunégonde sagt:

    Frau Leuthards Deutsch ist eine Beleidigung für die Ohren der andern, ihr Französisch ebenfalls. Fürs Deutsch könnte sie vielleicht bei Herrn Freysinger in die Lehre gehen, der spricht ein Deutsch, dass es eine Wohltat für die Ohren ist (bloss der Inhalt des Gesagten ist es leider umso weniger).

  • S. Habegger sagt:

    Frau Leuthard spricht wunderschönes, korrektes und warmherziges Schweizer Hochdeutsch. Daran nimmt niemand Anstoss, ausser der eine oder andere Germanistikprofessor oder Intellektuelle mit Dünkeltendenz. Man erinnere sich an das bühnenreife Hauchdeutsch eines ehemaligen Zürcher Stadtpräsidenten. Das war sein lustvoll zelebriertes Markenzeichen, aber der grösste Teil des Publikums konnte sich nicht recht auf das Gesprochene konzentrieren, sondern tauschte betretene Blicke aus.

  • Julien sagt:

    Pour en revenir au parler des divers politiciens helvétiques:

    Le critère principal est qu’ils puissent être compris par ceux qui, dans une autre partie du pays, apprennent cette langue à l’école.

    Le Francophone qui a appris l’allemand à l’école doit pouvoir comprendre l’allemand mâtiné d’alémanique du politicien qui tente de s’y exprimer.
    Symétriquement, le Germanophone qui a appris le français standard à l’école doit pouvoir comprendre le français mâtiné de vaudois du politicien romand qui tente de s’y exprimer.

    Mettons que, pour le Romand, il y a un son rhédibitoire: Le khkhkh zurichois.

    • Julien, à mon avis nos CF devraient pouvoir parfaitement s’exprimer en langue allemande et française, ça serait un minum de culture. De plus la langue anglaise pour les affaires internationales est également indispensable. Malheureusement nous en sommes encore très loin!!

  • Bernd Oehler sagt:

    Der Artikel hat mich (Deutscher) neugierig gemacht und so habe ich mal Videos von Frau Leuthard gesucht. Es gibt eine jüngst gehaltene Rede beim Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein und daran gemessen kann ich die Kritik nicht nachvollziehen. Sie spricht Hochdeutsch mit Akzent, aber das ist doch völlig in Ordnung! Hören Sie mal einem beliebigen bayrischen oder schwäbischen Politiker zu, da zieht’s mir eher etwas zusammen …
    Akzentfreies Hochdeutsch aus Schweizer Mund würde mich – außer im Rundfunk – doch recht verstören.

  • maurus candrian sagt:

    lieber herr strehle, bei allem respekt vor ihrem journalistischen handwerk, scheint mir doch, dass die relevanz ihres artikels reichlich fiktiv ist. ich dachte, die sauregurken-zeit beginne erst im juli …..

  • Peter Leuthold sagt:

    Nimmt mich wunder was Sie mit „global“ meinen:

    „Wenn sie der richtigen Aussprache näherkommt, als ein durchschnittlicher Deutschschweizer Sportreporter, hat sie beim globalen Publikum schon eins zu null gewonnen“.

    Es ist meiner Meinung nach viel wichtiger, dass ein Bundesrat mehrere Fremdsprachen beherrscht, als ein perfektes Hochdeutsch spricht.

  • Fischbacher Chrigel sagt:

    Die Sprache die in der deutschen CH gesprochen wird, ist alemannisch und eine eigenständige Sprache, die auch in den südlichen Teilen von D gesprochen wird. Allerdings wurde das Alemannische auch dort vom Hochdeutschen verdrängt.
    Im Elsass war es das Französisch.
    Beide Regionen versuchen nun das Alemannische wieder zu beleben. Zum Teil mit gutem Erfolg.
    Ich habe in Lille vor einigen Jahren zwei Elsässer getroffen und wir konnten uns in Alemannisch unterhalten.
    Ich kann mich auch in Teilen von A ohne weiteres so verständigen. In Dornbirn zb.
    Alemannisch ist ein wichtiger Teil unserer Kultur und wir sollten diesen Teil erhalten und uns nicht germanisieren lassen. Es ist eine alte Weisheit, dass wenn man einem Volk die Sprache nimmt ihm auch seine Identität nimmt.
    Frau Leuthard ist Bundesrätin in der Schweiz und verhaltet sich vollkommen richtig wenn sie zu
    ihrer Herkunft steht.
    Grundsätzlich finde ich, dass jede Rede am ersten August in alemannisch vorgetragen sollte.
    Schliesslich werden diese Reden in der sog. Deutschschweiz für Schweizer gehalten

  • Graf sagt:

    Ich finde das Hochdeutsch mit Freiämter-Sound der Aargauer BR D. Leuthard sehr erfrischend. Es hebt sich wohltuend von der zack-zack-Sprache der zu vielen in die Schweiz zugewanderten Deutschen ab. Merke: Hochdeutsch ist und bleibt auch für uns Deutschweizer glücklicherweise eine Fremdsprache! Hopp Schwiiz und härzligi Grüess an P. Steinbrück & Co.!

  • Jeanclaude sagt:

    Es geht nicht um Dialekt oder Hochsprache. Letztere werden wir Schweizer nie so schnell und so „R“ -verschlungen wie die Deutschen sprechen. Zum Glück. Aber Frau Leuthard hat einen ausgeprägten Aargauer-Slang in ihrem Hochdeutsch. Den kann sie sich mit etwas Training abgewöhnen. Derart „schwöbelen“ wie es unsere TV-Sprecherinnen versuchen, muss sie ja nicht.

  • Max Wartenberg sagt:

    Da werden 3 mögliche Gründe aufgeführt, wieso Frau Leuthart so spricht. Nun, gibt es überhaupt einen Grund, wieso sie nicht so sprechen sollte? Akzente zeugen von Vielfalt. Kein Amerikaner wird kritisiert, weil er kein reines Oxforf-Englisch spricht. Wieso diese Pedanterie und Engstirnigkeit von reinem Hochdeutsch? In meinen Augen lediglich ein anachronischer Standesdünkel vom vorletzten Jahrhundert. Frau Leuthard soll weiterhin so sprechen.

  • Hans Kuhni sagt:

    Sie kann es einfach nicht besser. Punkt.

  • Frau Leuthard spricht zu den Schweizerinnen und Schweizern, nicht zu den Hochdeutschen und auch nicht von einer Theaterbühne oder DRS2 herunter. Mir klingt ihr Schriftdeutsch sympathisch, obwohl ich mit dem Inhalt, zum Beispiel der Preiserhöhung für die Autobahnvignette, gelegentlich nicht einverstanden bin.

  • Urs Holzapfel sagt:

    Natürlich:Hochdeutsch zu lernen ist einerseits sehr schwer,weil sich (mit,soweit ich weiss,einer Ausnahme:dem Klassikprogramm des Schw. Radios) alle Sender beim Publikum anbiedern und breitesten Dialekt sprechen,um angeblich volksnah zu sein.Ausweichmöglichkeiten gibt es im Zeichen von Kabel-TV,Radio und Internet-Livestream aber zur Genüge.Das unterscheidet ja die Deutschschweizer von Deutschen und Österreichern:Es gibt keine Konvergenz zwischen Hochsprache und Dialekt.In D und A vermischen sich,nicht nur in der Stadt,Hochsprache und Dialekt mehr und mehr.

  • Louisa Zimmerli sagt:

    Das Stichwort lautet „Schweizer Hochdeutsch“, das die nationale Varietät des Standarddeutschen ausserhalb der Schweiz bezeichnet. Sowohl Wortschatz, Orthographie, Syntax als auch Aussprache weichen vom Standarddeutschen ab und lassen sich nicht wertend mit der deutschen Hochsprache vergleichen.

  • Peter Stoffel sagt:

    Es gibt nur sehr wenige Schweizer, die ein gutes Hochdeutsch sprechen. Leider trifft diese Aussage auch auf das Schriftdeutsch zu, das auch leider bei den Journalisten sehr oft katastrophal ausfällt. Beispiel: „Wegen dem Krieg in…“ dies ist reines, verhochdeutschtes Schweizerdeutsch. Richtig wäre: „Des Krieges wegen….“ oder auch „Wegen des Krieges….“. Und da wunder man sich noch, dass Deutsche sich weigern, Schweizerdeutsch zu sprechen? Zumal sich auch die Frage stellt: Welches Schweizerdeutsch?

  • dieses Schweizerhochdeutsch ist mir sehr sympatisch obschon sonst die Frau BR bei mir nicht viele Sympatien hat. Ich erinnere mich an eine Nachrichtensprecherin beim SF mit ihrem gekuenstelten Buehnendeutsch, welches mir den Appetit beim Nachtessen verdarb, es war zum Abmagern, da ich nicht Essen konnte ohne Brechreiz. Diese Sprecheinfluss der nordischen Horden wie „Jungen“, „eh“ „kriegen“ „Baseler“ Zuericher“ etc loest aehnliche Reaktionen. Hoeren Sie einmal einem Waadtlaender Politiker zu, mit einem warmem, ansprechendes Franzoeisch, nicht ein gekuensteltes, kaltes, arrogantes Pariserfranz.

  • G.Frey sagt:

    Nun ja vermutlich kann sie nicht anders. Ist ja nicht schlimm. Schlimm finde ich dieses kleinkarierte Gejammer um den Schweizerdialekt . Ein bischen mehr weltmännisches Auftreten. Denn deutsch ist eine weltweit anerkannte Sprache. Suisse romand diese arrogante Haltung gots no. Es ist ein Land mit 4 Landessprachen und da sollten alle alle können oder?

    • Julien sagt:

      Il se trouve que les Romands apprennent l’allemand (le bon allemand, l’allemand écrit, le haut allemand, au choix) à l’école.

      Ce qui s’est passé, c’est que plus de la moitié de la Suisse romande a été protestante.
      Étant donné que les Protestants lisent la Bible, forcément écrite en français, l’alphabétisation y fut généralisée il y a plusieurs siècles.
      Le Pays de Vaud, pays sujet de BE, le Chablais et le pays d’Enhaut, pleinement Bernois, Neuchâtel, Genève et Bienne ont pris des siècles d’avance, y.c. sur la France.

      Le Bas Valais, sur la route Rome-Londres, utilisait aussi le français.

  • Markus Banngartner sagt:

    Etwas mehr Toleranz und Respekt könnten nicht schaden. Unser gesprochenes Geissenpeter-Hochdeutsch ist ein republikanischer Kompromiss (fast jeder kann es!), und es ist darum eine hochintegrative und egalitäre zivilisatorische Leistung. Im englischen Parlament wird eine Sprache gesprochen, die die Mehrzahl der Engländer aktiv gar nicht beherrscht. Ein Parlamentarier mit Pub-English würde in Westminster für nicht ganz voll genommen. Bei uns ist es umgekehrt. Ist das jetzt schlimm? Doris Leuthard spricht überdies noch fliessendes TSR-Französisch (ja ja: françcais fédéral..) und auch Italienisch.

  • Abdullah SIlvershtayn sagt:

    Immer wenn ein Schweizer „geschliffen“ hauch-deutsch spricht, tschuderet’s mir kalt den Ruecken hinunter. Ab nach Berlin, einfach!

  • Christian Duerig sagt:

    Hochdeutsch zu sprechen verlangt nach Bildung. Vielen Deutschen und Schweizern fehlt diese. Sie sind zu bequem, zu grob, zu vernachlässigt und flüchten sich in das Volkstum. Der Stammtisch vereint und fördert Cliquen. Die Fastnacht zeigt dies deutlich. Mein Deutschlehrer benutzte sogar Siebs im Unterricht, die deutsche Bühnensprache. Wir wurden für Hochdeutsch sensibilisiert. Vernachlässigt wurden dagegen Aussagen- und Prädikatenlogik. Bei Frau Leuthard ist von diesen keine Spur zu finden. Sie braucht sogar Wörter wie „logischer“. Ich staune immer wieder. Merkwürdig. Der BR braucht Ausbildung.

  • Dario Brenner sagt:

    Auch ich finde es sehr schade, dass viele Politiker (nicht nur Bundesräte!) kein gutes Hochdeutsch sprechen können. Die Annahme, Leuthart täte es aus taktischen Gründen, ist jedoch viel zu weit gedacht – als junger Erwachsener merke ich immer wieder, dass der Grossteil der ca. über 40-Jährigen ganz einfach kein gutes Hochdeutsch sprechen kann. Leider interessieren sich die wenigsten genügend für die feinen, linguistischen Unterschiede. Z.B. merken die meisten auch nicht, dass das Hochdeutsche „r“ im Rachen gebildet wird und nicht, wie das CH-„r“ (mit Ausnahme der Nordostschweiz) mit der Zunge.

  • Beat sagt:

    Frau Leuthard muss die nahezu perfekte Bundesrätin sein. Nur so kann ich mir erklären, dass Hr. Strehle diesen an sich völlig unwichtigen Kritikpunkt hervorbringt und dermassen hochspielt. Er hat nichts anderes gefunden was er Ihr vorwerfen könnte.
    Ich habe nichts aber auch gar ncihts mit Feminismus am Hut, aber hier bewegt sich der Autor stark in die Richtung sich dem Vorwurf auszusetzen er fordere von einer Frau auf diesem Posten viel mehr als von Männern normalerweise erwartet würde.
    Lieber fünf vernünftige Worte in holpriger Aussprache als der übliche Quatsch in perfektem Hochdeutsch.

  • Frau Leuthard spricht zu Schweizerinnen und Schweizern, nicht zu den Hochdeutschen und auch nicht von einer Theaterbühne
    herunter oder via DRS2. Ich finde ihr Schriftdeutsch sympatisch, auch wenn ich nicht immer mit allem, was sie sagt, einverstanden bin, etwa mit der Erhöhung des Preises der Autobahnvignette.

  • Mathias sagt:

    In der lateinischen Schweiz ist man stolz, Teil eines grossen Sprachraumes zu sein: Man liebt sein Französisch oder Italienisch. Im bünzligen, jedoch identitätslosen Hüsli-Mittelland hingegen verzieht man sich lieber ins scheinbar Volkstümliche. Scheinbar, weil es «Schweizerdeutsch» nicht gibt; es gibt nur Schweizerdeutsche Dialekte. Der im Alltag gesprochene Dialektmischmasch hat aber mit dem echtem Herkunftsdialekt wenig zu tun. Will heissen: Der Deutschschweizer kann nicht einmal, was er am besten glaubt zu können – nämlich sein Heimatdialekt. Und genau darum hasst er die Hochsprache.

  • Mark Keller sagt:

    Dieser Blog zeigt wieder einmal sehr schön, dass wir in der Schweiz sehr glücklich und ohne grösseren Probleme leben. Wie sonst lässt es sich erklären, dass die Aussprache der deutschen Standardsprache von BR Leuthard zum Thema gemacht wird?

  • Hinter der schweizerhochdeutschen Aussprache der Mitglieder der Landesregierung steht wohl einen klare Absicht der Beteiligten, es ist eine Anbiederung an grosse Teile der deutschschweizer Bevölkerung, die der deutschen Sprache ebenfalls nicht mächtig ist.
    Auch in der jetzigen Regierung sind es die beiden Bundesräte mit französischer Muttersprache, die offenbar die Regeln, nicht nur die Ausspracheregeln der deutschen Sprache, besser kennen als ihre deutschsprachigen Kollegen.
    Somit wäre es begrüssenswert, wenn auch künftig Bundesräte aus der Westschweiz das Land nach aussen vertreten würden.

  • Renato sagt:

    Lieber Herr Strehle, Frau Leuthard spricht so wie sie ist wo sie herstammt (Merenschwand AG) und das ist gut so, würde der regierende Bürgermeister von Berlin sagen. Bitte unterstellen sie der BR keinen Deutschenhass (2.). Im Aargau sprechen wir ein
    ausgeprägtes Mittellanddeutsch, geprägt von allen Kantonen rundum. Schliesslich waren wir jahrhundertelang deren Untertanen und mussten gehorchen. So spricht, wer noch unverwässert redet, heute noch zwee, zwoo, zwöi (zwee Manne, Zwoo Fraue, Zwöi Chind). Die Anpassung ans Hochdeutsche, die Sie fordern, machen wir nicht mit, und das ist auch gut so.

  • Manfred Kämpfen sagt:

    Frau BR Leuthard spricht m.E. nicht ein rustikales, sondern ein normales und berechtigtes Schweizer-Hochdeutsch einer Person, die das R rollt (wie in den meisten Deutschschweizer-Dialekten). Mich stört die zunehmende Überanpassung vieler CH-Medienleute (und als deren Nachahmer vieler anderer Schweizerinnen und Schweizer), die zum Zäpfchen-R wechseln, die Endungen weglassen und auch sonst ihr Deutsch undeutlich machen. Unsere meist nicht gelingenden Versuche, Bühnendeutsch zu sprechen sind völlig unnötig und manchmal ein wenig lächerlich.

  • tststs sagt:

    4. Möglichkeit: Akzent. (In 90% aller Fälle hört man, ob jemand in seiner Muttersprache spricht oder nicht). Und natürlich haben BR Besseres zu tun, als einen Akzent auszumerzen…

  • Imholz Rosemarie sagt:

    es tönt wirklich wie bei einem Erstklässler, aber dafür ist der Augenaufschlag perfekt

    • will williamson sagt:

      Ich hatte im Militär mal einen Kollegen, der sagte jeweils „ein Augenaufschlag wie ein Sandkistendeckel“. Vielleicht meinen Sie das.

      • Imholz Rosemarie sagt:

        w. williarmson: herrlich! der ist gut, genau das mein ich, ich liebe immer ihre treffenden Sprüche,
        weiter so … das Leben ist zu kurz um nur die düsteren SF-Nachrichten anzuhören

  • Max Müller sagt:

    Sprache ist Kulturpraxis, identitätsgestützte Lebensäusserung. Ich kenne kein Land, dessen Bürgern es in den Sinn käme, Sprechweisen und Akzente anderer Nationen nachzuäffen. Der Franzose wie der Deutsche, der Engländer wie der Schwede, sie alle verwenden fremde Sprachen im ureigenen Akzent, ohne dass ihnen dies peinlich wäre. Nur der offenbar identitätsbesorgte und kulturentwurzelte Schweizer ist anders. Er bemüht sich, englisch mit reinstem US oder UK Akzent zu sprechen, aalglattes, hanseatisches Deutsch zu näseln oder arabische Ortsnamen wie Einheimische in Nahost auszusprechen. Erbärmlich!

  • Man kann noch lange BR Doris Leuthard kritisieren und über sie negativ reden, aber eins ist sicher: Diese Dame bemüht sich, und sie kann es auch französisch reden, was die Meisten im Bundeshaus nicht können oder nicht wollen. Ihr Hochdeutsch ist absolut akzeptabel, wir sind schlussendlich auch Schweizer. Wenn dies nicht befriedigend ist, sollte man sich die Bayern oder Österreicher anhören, sind die besser? Im übrigen es wäre zu erwarten, dass jeder BR eine zweite Landessprache beherrscht, was leider noch nie der Fall war!

  • Gerhard Tubandt sagt:

    Frau Leuthard redet Hochdeutsch mit Schweizerdeutschem Akzent, das tun 99,9% aller Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer. Und hoffentlich auch, sind ja keine Norddeutschen. Die Welschen reden auch anders als die Franzosen. Von grossen linguistischem Bewusstsein zeugt diese Kolumne nicht grad… Im Übrigen: Was soll die Kritik? Ist nicht viel mehr von Bedeutung, was für eine Politik sie macht? Früher bei der WoZ hätten Sie, Herr Strehle, sich kaum getraut sowas zu schreiben…

  • Rudolf Mühlemann sagt:

    Die Sprache ist ein wichtiges Element, keine Frage. Das gilt nicht nur für Magistraten, aber für diese natürlich in besonderem Masse. Die Sprache ist Verpackung und Transportmittel einer Idee, bzw. Sache. Wenn die Verpackung unattraktiv, also zum Beispiel grob geschnitzt und mit Stacheln besetzt ist, kann der Inhalt nicht zur Geltung kommen.In vielen Fällen kann auch das angestrebte Ziel nicht erreicht werden. Die hochdeutschen Sprachkünste der Bundesräte aller Couleur waren in den vergangenen Jahrzehnten kein Ruhmesblatt. Diesbezüglich hat sich einzig Kurt Furgler mit einigem Ruhm bekleckert.

  • Max Sutter sagt:

    Es ist doch kein Problem, wenn CH-Politiker dialektgefärbtes „Schriftdeutsch“ sprechen („Hochdeutsch“ wäre nicht das richtige Wort dafür), denn die meisten ihrer Kollegen in Österreich, Süd- oder Ostdeutschland machen es auch nicht anders. Was zählt, ist die Verständlichkeit. Wenn die Partner aus unseren Nachbarländern kapieren, was unsere Leute wollen, reicht das normalerweise aus. Da die meisten Deutschen ohnehin annehmen, Frau Leuthard spreche Dialekt, wenn sie in Tat und Wahrheit ihr Patois Plateau Suisse hervorholt, glauben sie selig, wie bei Emil „echtes“ Schweizerdeutsch zu verstehen.

  • Max Müller sagt:

    Weshalb ich mir SF-Tagesschau, 10vor10 & Co. schon lange nicht mehr zumute: Weil es wirklich sehr unangenehm ist, ja weh tut,
    da zuzuhören. Die Sprecher sind offensichtlich angehalten und trainiert, den Schweizerischen Akzent ihres Deutsch zu vermeiden. Mit welchem Resultat? Ein liederliches, unerträgliches Gestammel. Häufige Versprecher sind die Regel, es werden Vokale und ganze Silben falsch betont oder schlicht verschluckt. Dies, weil die Sprecher mit dem aufoktroyierten Hochdeutsch-Akzent nach SF-Regieanweisung ganz einfach nicht klar kommmen. Diese SF-Anweisung ist hochnot peinlich.

  • Anton Anton sagt:

    Und umgekehrt hört man mehr und mehr, auch in unserem Radio und Fernsehen, und auch von Schweizern, ein Hochdeutsch dass wirklich nichts mehr Schweizerisches mehr an sich hat. Am meisten stört mich die üble Sitte (nördlicher Art), französische (Fremd-)Wörter nordländisch auszusprechen, also „Büro“, „Portemonaie“ etc endbetont, also Büroooo, Portmoneeeee. Wäre schon, wenn wieder alle sich Mühe gäben, diese Worte wenigstens so auszusprechen, dass Ihre „Eigner“, die Romands, sie auch verstehen könnten…. Vielleicht hat das „schweizerische Schriftdeutsch“ dem Hochdeutschen eben doch was vor!

    • Max Sutter sagt:

      Nachdem es in der Romandie bei Nachrichtensprechern längst üblich ist, die korrekte französische Aussprache, d.h. endbetont, zu verwenden, wäre es nicht schön, sondern im Gegenteil sprachlicher Unfug, deren deutschschweizer Moderatorenkollegen zur Einhaltung eines Français Fédéral mit einer Anfangsbetonung à la Bernoise zu zwingen.

    • Urs Holzapfel sagt:

      @AntonAnton:Dann klären Sie mich doch bitte auf.Wenn ich nicht total taub bin,sagt man in Frankreich „Büro“ mit Betonung auf der zweiten Silbe.Ist das in Frankreich gesprochene „Bür-OOO“ nun richtiges Französisch oder das Deutschschweizer „BÜ-ro“ mit Betonung auf der ersten Silbe,wie man es auch noch in einigen entlegenen Dörfern etwa der Schwäbischen Alb spricht? Danke schon jetzt für Ihre sicher informative Antwort!

  • Hans Peter Layer sagt:

    Lasst unserer Bundesrätin bitte ihr eigenes „Hochdeutsch“, ich finde er Härzig.

  • Max Müller sagt:

    Weshalb ich mir SF-Tagesschau, 10vor10 & Co. schon lange nicht mehr zumute: Weil es wirklich sehr unangenehm ist, ja weh tut,
    da zuzuhören. Die Sprecher sind offensichtlich angehalten und trainiert, den Schweizerischen Akzent ihres Deutsch zu vermeiden. Mit welchem Resultat? Ein liederliches, unerträgliches Gestammel. Häufige Versprecher sind die Regel, es werden Vokale und ganze Silben falsch betont oder schlicht verschluckt. Dies, weil die Sprecher mit dem aufoktroyierten Hochdeutsch-Akzent nach SF-Regieanweisung ganz einfach nicht klar kommmen. Diese SF-Anweisung ist wahrhaft peinlich.

  • Marlies sagt:

    so? was ist das Problem? Weshalb muss ein Politiker ‚Hauchdeutsch‘ reden? Lieber ein Deutsch mit Akzent als eine affige Imitation von Schriftsprache… man hört 99% von allen Schweizern das Ursprungsland an- ist das eine Schande? Als Schweizer sollte man soviel Nationalstolz haben dass man kein schlechtes Gewissen hat wenn man ’schweizerisch‘ redet anstatt Hochdeutsch- abgesehen davon: Hochdeutsch ist Schriftsprache- wieviel Deutsche sprechen Schriftsprache und wieviele Dialekt? Frankfurt, Hamburg, Schwarzwald, Berlin- Bayern..um nur ein paar zu nennen.. .

  • Raul Bärlocher sagt:

    Na ja, Herr Strehle, Sie schreiben die folgenden Worte:
    „Das Hochdeutsch soll in dieser Region bewusst anders tönen . . .“.
    Dabei meinen Sie wahrscheinlich diese hier:
    „Das Hochdeutsche soll in dieser Region bewusst anders klingen als weiter nördlich . . . “
    Was hätten Sie wohl zu Willy Ritschard gesagt ? Oder Adolf Ogi ?

  • Peter Fuhrimann sagt:

    Die Dame ist einfach nur peinlich!

  • markus roth sagt:

    ich finde sie soll hochdeutsch reden, wie sie es redet und gelernt hat. hier ein „inneres mit persönlicher ventilklausel“ zu konstruieren ist abendteuerlich. die ganze diskussion um „gepflegtes“ hochdeutsch ist unnötig.

  • Helga Hanson sagt:

    Liebe Deutschschweizer, habt doch Erbarmen mit den Aus- und anderen Schweizern (Tessinern und Westschweizern), die kein oder nur schlecht Schweizerdeutsch sprechen und verstehen. Frau Leuthard, andere Politiker, Radio- und Fernsehsprecher sind nur höflich gegenüber ALLEN Zuhörern, wenn sie wichtige Dinge in Schriftdeutsch artikulieren. In der Schweiz leben nun mal nicht nur Deutschschweizer, bitte also mehr Verständnis. Und dann das Verlangen, dass in der Schweiz ansässige Deutsche möglichst perfektes (alles andere hört sich nicht gut an) Schweizerdeutsch lernen sollten – welches denn?

    • Sandro Marcione sagt:

      Darum geht es doch gar nicht. Gefärbtes Hochdeutsch wird in der Schweiz sehr gerne gehört. Je süddeutscher, desto vertrauter. Badener wie Herr Hitzfeld oder Schwaben können auch liebend gerne ihren Dialekt sprechen. Die Tessiner und Romands wollen wir nur mit Akzent. Beim Deutsch von Frau Calmy-Rey schmelzen alle Deutschweizer vor Entzücken. Es muss nicht ganz grammatikalisch korrekt sein und am besten nicht akzentfrei. Es gibt nur Widerstand, wenn man Deutschweizern künstliches Bühnendeutsch zum Gebrauch schmackhaft zu machen versucht. Es ist eine Attacke auf unsere totale mediale Diglossie.

      • Helga Hanson sagt:

        Ach so! Sie, als Deutschschweizer möchten bestimmen, wer was spricht. Leider ist die Welt so nicht aufgebaut und Sie müssen sich damit abfinden, dass ein Mensch nicht unbedingt so klingt, wie Sie es gerne hätten. Man nennt das Toleranz.

      • Hellmut Herr sagt:

        Die Mundart CH offenbart , dass sie weder weltgewandt, noch wirklich offen ist.Eine „Stadt“ wie bspw. Zürich kann doch nicht ernstgenommen werden, wenn sie sich einerseits in Anglizismen hüllt(World Class-Swiss Made, Lake Side, Park Side, Prime Tower etc.)und andererseits kleinste „Schriftdeutsche“ Einflüsse abzuwehren versucht.Kein „Hüter der reinen Mundart“ wird sich je über Sätze wie: „S’isch grad e chli destructive gsi“ (aus DRS Sendung ) aufregen.Sagt aber ein CHer KH anstelle von Spital, ist die CHer Identität bedroht.Ja, es geht jenen CHern um eine persönl. Ventilklausel!

  • Knut N. sagt:

    “ Wie sich Deutsche auch nach Jahren in der Schweiz weigern, Schweizerdeutsch zu sprechen, ….“
    Nimmt man diese Formulierung ernst, so muss man regelrecht gezwungenermassen Dieter Moors Aussagen Recht geben.
    Für die, welche diese Meinung annehmen eine kurze linguistische Anmerkung: Einen Dialekt bzw. eine Mundart zu erlernen und perfekt zu beherrschen, als auch zu sprechen ist für jemanden, der damit nicht aufgewachsen ist eher kaum möglich.Darum fordern manch schweizer Pappnasen dies wohl unverständlicherweise so einfältig ein.Seid Ihr alle wirklich so Schwachköpfe, dass Ihr weiterhin meint,

  • Auguste sagt:

    hmm…, durchschnittliche schweizer sportreporter – schön wärs!

  • bolliger Heinz sagt:

    Ich finde das Deutsch von Frau Leuthardt und auch das dasjenige von Herrn Maurer sympathisch. Wenn man auf vier Landesprachen Rücksicht nehmen muss, sollte die Latte nicht zu hoch gesetzt werden bezw. sollte nicht noch eine fünfte, das perfekte Hochdeutsch, als nötig herangezogen werden. Nötiger ist, als perfektes Hochdeutsch, dass unserere Spitzenpolitiker sich auf Französisch und Englisch einigermassen ausdrücken können.

    • Heinz, das sehe ich auch so. Im Allgemein bemühen sich die Schweizer eine Fremdsprache zu reden. Was man kann von den Deutscher, Italiener, Engländer usw. nicht gerade behaupten!

  • George Lutiger sagt:

    Frau Leuthardt spricht ein Hochdeutsch, so wie es im Kanton Aargau unterrichtet wird.

  • P.G. sagt:

    ja, ja, Hr. STREHLE, ihr Deutschen werdet uns nie verstehen….

    • Fred Raab sagt:

      P.G. was heißt „ihr Deutschen werdet uns nie verstehen“ Stehle ist Urschweizer, ein Ausländer käme auch nie auf die Idee, solch ein Thema zum Problem zu machen. Man könnte ja demnächt damit anfangen, nur noch Namen zu erlauben, die typisch
      schweizerisch klingen, wie z.B. Beat, Urs, Reto, Vreni oder Heidi

    • quirin weber sagt:

      Frau Bundesrätin Doris Leuthard muss mitnichten wie eine deutsche Schauspielerin sprechen – wie TA-Chefredaktor Res Strehle es implizit verlangt. Sie verleugnet ihre freiämterischen Wurzeln nicht. Weder von Frau Josef Strauss noch von Edmund Stoiber hat man je verlangt, ihr bayerisches Idiom abzuschleifen und zu „verhochdeutschen“. Doris Leuthard ist so, wie sie ist: eben authentisch! – Und das spüren die Menschen.

  • Friedrich Lorenz sagt:

    Oh, sie tönt auf Französisch ebenso fürechterlich wie in „Hoch“deutsch !

  • H.G.Nägeli, 3000 Bern 22 sagt:

    Von welchen Charme reden sie eigentlich ? Und; in der Stadt Bern noch wenig angefochtenes Verhältnis zu Autoritäten etc etc. Schon vor monaten habe ich diese Frage an Frau Leuthard persönlich gestellt. Eine Antwort hat sie mir in ihrem Dünkel allerdings nie erteilt.

  • Fischbacher Chrigel sagt:

    Last doch die Frau in Ruhe.
    Man kann ihre Leistungen sicher kritisieren oder auch nicht,
    aber ihre Herkunft und Persönlichkeit sind nicht
    Teil ihrer Aufgaben.

  • wanja jachimowski sagt:

    in welcher sprache schreibt ein journalist, wenn er „akkustisch“ schreibt..? e-deutsch?

  • Julien sagt:

    Les Conseillers Fédéraux et les Conseillers d’État des cantons bilingues (FR, VS, BE) ou trilingue (GR), on s’attend à ce qu’ils s’expriment sans trop d’accrocs dans les langues non-matenelles.

    Kurt FURGLER, qui était pratiqument incompréhensible à ses débuts, finit par s’exprimer en excellent français, très fin et agréable à entendre.
    L’épisode du sapin d’Adolf OGI, à Kandersteg, a prêté passablement à rire, pas à cause de son accent ni d’erreurs en français.

    Quand à Doris, elle est parfaitement compréhensible en français.
    En D, quoiqu’il faille s’accrocher, son accent est charmant.

  • ischhaltso sagt:

    Mein Mathe-Lehrer hat gleich gesprochen und stammte eben auch aus dem Aargau

  • Thomas Läubli sagt:

    Res Strehle versucht krampfhaft witzig zu sein. Das passt zu einer Zeitung, die sich längst auf dem Niveau des helvetischen Mittelmasses bewegt.

  • Therese Saladin sagt:

    Ich habe die Schweiz in 1970 verlassen und wohne nun in Australien. Vor zwei Wochen war ich auf einer Pazifik Cruise. Wir hatten eine deutsche Reisegruppen mit uns. Nach vielen Jahren habe ich wieder verschiedenes Deutsch gehoert. Was kann ich sagan, egal mit welchem akkzent man es hoert die deutsche sprache, es toent sehr „ruuch“ . Please be less critical on German language speaker that are from Switzerland

  • 08/15 sagt:

    Warum spricht Doris Leuthard ein so rustikales Hochdeutsch? Noch mehr als den Dialekt oder das „mangelhafte“ Hochdeutsch vpn Doris Leuthardt, interessier mich eigentlich der Inhalt des gesagten viel mehr!!
    ein bisschen mehr Toleranz und ein bisschen mehr Anpassungsfähigkeit würde das angespannte Verhältnis zwischen Deutschen und Schweizern sehr entsüannen und täte allen gut.

  • H.G.Nägeli, 3000 Bern 22 sagt:

    Welchen Charme meinen sie eigentlich ? Und; schon vor Monaten habe ich genau dieses Problem bei Frau Leuthard persönlich aufgegriffen. Antwort null.

  • Norbert Nötzli sagt:

    Vermutl. muss sie sich nicht anstrengen um mittelländisches Deutsch zu sprechen. sondern umgekehrt. Möglicherweise ist es so, dass sie sich für ‚lupenreines‘ Deutsch konzentrieren muss. Sie kann es zwar, muss aber jedes Wort in Sinn und Klang abwägen. Was energieraubend ist. Wenn sie aber mittelländisches Deutsch redet, ist es die Sprache die sie weitestgehend aus ‚der Hüfte heraus‘ kann und somit viel geläufiger.

  • Roger Schatz sagt:

    Der Artikel könnte von mir sein. Die Dame ist einfach nur peinlich. Allerdings ist sie im Bundesrat damit nicht alleine. Wir haben nur sehr wenig vorzeigbare Magistraten.

  • P. Herzog sagt:

    Ich bin sowieso dafür, dass wir endlich die Schweiz aufgeben, und dass jeder zu seinem Lieblingsland in der EU wechslen sollte. Ich werde Franzose, und ihr alle Deutsche. Dann lernt ihr ja eure Lieblingssprache. Wir hätten dann auch keine lästigen Berner, Züricher oder sonstige Dialekte mehr….. wäre das schön.

  • Bruno Nachbar sagt:

    Früher habe ich ein ziemlich lupenreines Hochdeutsch gesprochen. Nun habe ich seit ein paar Jahren mitten auf dem Land am Hallwilersee nur noch Deutsche Nachbarn, die sich weigern, nicht Schweizerdeutsch zu sprechen, sondern es zu verstehen! – Je länger je mehr platzt mir der Kragen und ich weigere mich, mein früher lupenreines Hochdeutsch anzuwenden und verfalle selbst auch immer mehr in ein ziemlich schweizerdeutsch klingendes Hochdeutsch; nein, nicht nur: eigentlich will ich in meinem Heimatland meinen Dialekt sprechen können und nicht mich jeden Tag anpassen. Das sollen die Einwanderer tun

    • Fred Raab sagt:

      Herr Bruno N. Wenn die sich „weigern , nicht schweizerdeutsch zu sprechen“ dann sprechen sie doch diese Sprache. (doppelte Verneinung) Im übrigen ist es sehr interresant und Aufschlußreich, das ein von einem Schweizer verfassten Artikel, zu einem nur für Schweizer bestehenden „Problem“ versucht wird, dies den Deutschen in die Schuhe zu schieben.
      In D regt sich kein Mensch über die Dialekte im Land auf, im Gegenteil, dies erhält unsere Kultur,.

  • Niklaus Vogler sagt:

    Der Zürcher Medienkuchen inkl. SRG meint, wir hätten uns nach den Deutschen auszurichten. Das finde ich total daneben. Josef Estermann, alt Stadtpräsident von Zürich sprach ein sehr gutes Hochdeutsch (HD). Dies war den Zürchern auch wieder nicht recht. Frau Leuthard muss Schweizer Interessen vertreten und keine Deutschen. Die Österreicher sagen z.b. Jänner und heuer. Die Wiener haben ihren Schmäh. Ich verstehe nicht, warum wir unsere Kulturen (div. Dialekte) und Mentalitäten nicht mehr und besser pflegen. Bei der SRG hört man fast nur HD. Mundart wird dort in ZH und BE Dialekten gesprochen.

    • Fred Raab sagt:

      „total daneben“ finde ich Ihren Kommentar. In diesem Blog geht es doch darum, das ein Schweizer fragt: Warum Frau Leuthard so ein rustikales Hochdeutsch spricht und nicht, „wie können wir die Antideutsche Stimmung aufrecht erhalten“
      Er hat dabei aber völlig übersehen, dass es darauf ankommt, welchen heimatlichen und seit Kindheit erlernten Dialekt man spricht. Im übrig deutsch sprechenden Europa käme kein Mensch auf die Idee, einem Anderen seine Muttersprache vorzuwerfen oder gar zu verbieten. (letzteres war nur mal einige Jahre im Elsaß der Fall)

  • Pius Meier sagt:

    Diese Diskussionen sind meiner Erachtens überflüssig. Was zählt ist was die Politiker machen, das Handeln ist das Mass aller Dinge nicht der Dialekt, finde die Kommentar hier teilweise beleidigend und respektlos.

  • Chris sagt:

    Es ist verblüffend, wie sich die Leute um die Sprache bemühen und andere kritisieren und ihrer zumeist, jedenfalls in schriftlicher Form, nicht mächtig sind. Da hagelt es nur so von Fehlern. Wirklich amüsant.

  • Fritz Berger sagt:

    Mag sein dass das Hochdeutsch einiger Schweizer nicht gerade sauber ist. Mir ist das eigentlich egal, ich nerve mich viel mehr über das Englisch einiger Mitbürger. Das tönt teilweise schrecklich, grade Zürcher erkennt man schon nach wenigen Worten.

  • Peter sagt:

    Auf den Balearen, Barcelona/Catalunia und im Baskenland weigert man sich auf ’normal‘ Spanisch zu reden. Da macht man kein Kniefall für Madrid, also, wieso soll BR L Hochdeutsch reden?
    Es reicht schon das es im Kindergarten aufgezwungen wird, statt Ausländer zu intergrieren. Auch ich, Holländer habe es gelernt (17 Jahre CH) und jetzt lerne ich Catala

    • Heiner Hug sagt:

      warum sollten wir uns an den Basken orientieren? Was haben die Basken der Welt geschenkt?

      zum Glück haben sich die Schweizer einmal entschieden, dass sie Deutshc schreiben und ihren Dialekt nicht zur eigenen Sprache gemacht (wie etwa das holländisch), sie wären zu einer kulturellen Insel geschmolzen.
      So können wir von dem reichen Fundus der deutschen Sprache profitieren und haben einige grosse (deutsche) Schriftsteller hervorbegracht.
      Mit dem heutigen Dialektschreiben geht laufend Sprachkompetenz und kulturelle Breite verloren.

  • G. Meier sagt:

    Sollten MandatsträgerInnen nicht auch eine Vorbildfunktion ausüben? Was sagt wohl ein Deutschlehrer zu seinen Schülern, wenn sie den Leuthard-Slang anwenden? Mich persönlich stört dieses holprige Deutsch der CVP-Bundesrätin sehr. Was sie mit diesem .verdeutschten Dialekt’ bezweckt, kann vermutlich nur sie selbst beantworten. Eine Visitenkarte für eine aufgeschlossene, offene Schweiz ist ihre schwerfällige Rhetorik aber eindeutig nicht!

  • Schneeberger sagt:

    Ich gebe Feggel recht: Es ist eindeutig das fehlende MUSIKGEHÖR. Solche Aussprachen haben die meisten Promis und Normalbürger(innen). Sie können es nicht üben oder „lernen“, für sie klingt es richtig.
    Viel mehr stört mich ohnehin die akustische Umweltverschmutzung, wenn uns am Radio und TV die gleichen Breitspurschnorris – oft mit schrecklichstem Zürcher Akzent – seriöse Sendungen schmackhaft machen und 5 MInuten später ein Waschmittel oder ein Auto andrehen wollen! Die Programmverantwortlichen haben diesbezüglich null Sensibiltiät und eben – auch kein Musikgehör.

  • Giuli di Mona sagt:

    Wieso ein so rustikales Hochdeutsch??

    Weil sie sich nicht anpassen muss und trotzdem stolze Schweizerin ist.

    jaaa nicht auffallen, typisch CH

  • L. Wild sagt:

    …warum sind in Zeitungsartikeln Kommafehler zu finden? In diesem sind zwei…

  • Axel Groth sagt:

    Herr Strehle
    haben Sie den Rekord für das Guimess book for records für Blocantworllänge gesucht oder was war der Grund Ihres Artikels.
    Meine Grossmutter, von Trub, BE, hat mch in Hamburg mit berndeutsch aufgezogen, nun lebe ich in der Westschweiz um dem sprachlichen Dilema (nicht nur) der Schweizer zu entgehen. Verstehen Sie die Bayern? das ist auch deutsch und die Sachsen? also sprechen Sie weiter Ihre Dialekte, die DEUTSCHSCHWEIZER nicht die Deutschen, der Deutsche wird schon nachfragen wenn er es nicht verstanden hat. Es geht hier um Identität und nicht um zu Bückeln.

  • Vielgereister sagt:

    Nebst meiner Muttersprache (Schwizerdütsch) spreche ich recht passabel Franz, Engl. Span. Habe 12 Jahre in verschiednen Ländern gearbeitet und ich kann euch allen sagen, es war jedem scheiss egal in welchem Dialekt, oder oder mit wieviel Fehlern gesprochen wurde; einzig wichtig war, dass man überhaupt miteinander sprach. Und das sollten sich alle Bessserwisser mal hinter die Ohren schreiben, denn dann würde sich gegenseitige Verständnis und sich Kennenlehrnen frappant verbessern.

  • Andreas sagt:

    Was mich persönlich am meisten nervt bei Schweizern, die versuchen Hochdeutsch zu reden, ist die Aussprache des „AU“. Dass Zürcher und wohl auch Aargauer dieses im Dialekt als ÄU aussprechen, scheint klar. Dass dies aber dann auch ins Hochdeutsche übertragen wird, kann ich nicht verstehen. Lernt man dies dort so in der Volksschule? Das unerträgliche Stäu äuf der Äutobahn im Aargäu, kann ich nicht mehr hören. Dass es auch anders geht, beweist ja ausgerechnet der Oberschnuri der Nation, Bernhard Thurnherr.

  • Szandro sagt:

    „au“, „ei“ etc. sind nicht Umlaute, wie im Artikel steht — es sind Diphtonge oder sog. Zwielaute.

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