Neuer Speedrekord in der Eiger-Nordwand

Daniel Arnold, Eigernordwand

Dani Arnold schafft die Eiger-Nordwand in 2 Stunden 28 Minuten. 20 Minuten schneller als der bisherige Rekordhalter Ueli Steck. (Foto: visualimpact.ch | Thomas Ulrich)

Eine sensationelle Leistung gelang dem Zentralschweizer Alpinisten Daniel Arnold: Er knackte den Speedrekord am Eiger. Der 27-Jährige durchstieg die legendäre Nordwand solo in 2 Stunden 28 Minuten. Damit ist er 20 Minuten schneller als der bisherige Rekordhalter Ueli Steck.

Gestern Mittwoch, 20. April 2011, um 09.05 Uhr, stieg Daniel Arnold beim Sommereinstieg auf dem ersten Band in die 1800 Meter hohe Eiger-Nordwand ein, durchkletterte diese im Alleingang über die klassische Heckmair-Route und stand um 11.33 Uhr auf dem Eiger-Gipfel. Unterwegs überholte er mehrere Seilschaften, darunter den bekannten Walliser Bergsteiger Simon Anthamatten, der mit einem Gast unterwegs war.

Daniel Arnold, Eigernordwand

Der neue Rekordhalter Daniel Arnold in der Eiger-Nordwand. (Foto: Foto: visualimpact.ch | Thomas Ulrich)

Vorher noch nie solo durch die Eiger-Nordwand geklettert

Erstaunlich: Der junge Urner trainierte nicht speziell für diese Speed-Begehung. «Nein, ich stieg nicht mit der Einstellung ein, einen neuen Rekord zu machen. Ich bin vorher noch gar nie solo durch die Eiger-Nordwand geklettert», sagt Daniel Arnold. «Am Anfang dachte ich noch, es laufe nicht so gut. Der untere Teil ist ja recht streng. Als ich im Götterquergang erstmals auf die Uhr schaute, war es 10.44 Uhr. Ich realisierte, dass ich doch ziemlich schnell unterwegs war. Erst da kam die Motivation richtig auf.»

Im Unterschied zu Ueli Stecks Winter-Rekordbegehung, machte Arnold eine Sommer-Rekordbegehung. Im Sommer ist der Hinterstoisser-Quergang nicht frei kletterbar. Er hielt sich deshalb an einem alten Fixseil fest, zog sich aber nicht daran hoch. Ebenso kurz vor dem Ausstiegsriss. Dies schmälere die Leistung nicht, bestätigt Profialpinist Stephan Siegrist, der die Eiger-Nordwand sehr gut kennt. «Es ist eine super Leistung von Dani, absolut ausserordentlich und perfekt.»

Daniel Arnold selber sagt: «Sicher ist man etwas schneller, wenn man sich am Fixseil festhält, aber unwesentlich.» Zur Relation: Der Hinterstoisser-Quergang ist 30 Meter lang, die gesamte Hekmair-Route misst 4000 Klettermeter. «Wäre ich nur zwei, drei Minuten schneller gewesen als Ueli Steck, wäre das ein Diskussionspunkt.» Aber Arnold war 20 Minuten schneller.

Daniel Arnold.

Daniel Arnold.

Ueli Steck als ersten informiert

«Ich habe Ueli Steck, der zurzeit im Himalaja weilt, als ersten über meinen neuen Speed-Rekord informiert, per SMS. Es war mir wichtig, dass er es von mir direkt erfährt», so der Urner. Obschon er bereits vergangenes Jahr mit einer Speed-Solobegehung für Aufsehen gesorgt hat – als er den Urner Salbit-Westgrat in eineinhalb Stunden kletterte (36 Seillängen) – will er sich künftig nicht auf die «Speed-Sache» konzentrieren. «Meine Schiene ist das Mixed-Klettern in Fels und Eis.»

Ihm sind schon einige alpinistische Erfolge gelungen – etwa die erste Winterbegehung des Torre Egger in Patagonien, zusammen mit dem Ringgenberger Profialpinisten Stephan Siegrist und dem Alpinfotografen Thomas Senf letzten August – aber einen Medienrummel wie jetzt, hat er noch nie erlebt. «Eine völlig neue Erfahrung, aber interessant.» Er lebt in Bürglen, Kanton Uri. Seine Leidenschaft für das Klettern entdeckte er mit 14 Jahren. Als Jugendlicher stieg erstmals mit Kollegen durch die Eigerwand. Er ist gelernter Maschinenmechaniker und arbeitet heute teils als Bergführer und teils als Profi-Alpinist. www.daniarnold.ch

Daniel Arnold

Daniel Arnold auf dem Eiger-Gipfel. (Foto: visualimpact.ch | Thomas Ulrich)

93 Kommentare zu «Neuer Speedrekord in der Eiger-Nordwand»

  • Hierschläger Anton sagt:

    Herzliche Gratulation! Toll diese Leistungen von Arnold und Steck ! Die Sinnfragenden sollen sich selber fragen, ob ihr jammern Sinn macht.

  • Wim Heitinga sagt:

    Allen die sich hier nach dem Sinn der Leistung fragen, haben das Konzept ‚Evolution‘ nicht ganz verstanden. Jeder der die Kapazität hat, versucht die Leistung zu bringen und öffentlich zu machen, ob jetzt Professor, Leistungssportler oder Musiker.
    Je besser man ist, desto grösser ist die Auswahl unter poteintielle Weibchen :)

    Grosse Achtung für was der Arnold gemacht hat!

  • Markus Schöpfer sagt:

    Ich habe kürzlich gelesen, dass die Erstbesteigung durch die Eigernordwand 4 Tage gedauert hat…….soll mal einer sagen, wir können nicht das Universium erobern….:-)

  • Loni sagt:

    Eine herausragende Leistung. Aber ich glaube nicht, dass diese so ’spontan‘ entstand. Und eine ‚Sommerbegehung‘ am 20.April, just ein paar Tage nach dem Winter.. Wenn man nun diese zwei Begehungen zwischen Steck und Arnold vergleichen will, vergleicht man Äpfel mit Bananen. Trotzdem Hut ab vor diesen Athleten.

  • Laura-Moana sagt:

    Es ist ä super leischtig!!!! Ich mach en Vortrag über dä ueli steck!!!
    Das erwähn ich natürlich au!!!

    Lg

  • walter ottiger sagt:

    unsere berge, unsere alpen, sind kein klettergerüst, wo man rekorde aufstellt.
    doch wie saht doch erich kästner………und mit einer mittlerenclawine…….

  • Heidi und Geri sagt:

    „Alles hat seinen Sinn, aber nicht alles braucht ihn.“

    Herzliche Gratulation zur fantastischen Leisung!

  • Tom sagt:

    Herzliche Gratulation zu dieser Spitzenleistung. Gut gemacht!!

  • Hallo Daniel

    Herzliche Gratulation zu Deiner super Leistung in der Eigernordwand. Einfach grandios.
    Bei Dir spürt man, Du bist ein leidenschaftlicher Bergsteiger, und mit vollem Herzen dabei.

    Dein Erfolg rührt auch von daher, da Du eine Einheit mit dem Element Berg bildest. Eins sein
    mit Fels, Eis, Firn und Schnee.
    Ich achte Deine Leistung ueber alles. Ich kenne die Eigernordwand auch, von einer 12 Stunden Begehung.

    Ich wünsche Dir weiterhin viele tolle Erlebnisse der fantastischen Bergwelt.

    Mit Bergkameradschaftlichen Grüssen
    Raphael Wellig, Bern Stadt

  • Spricht hier der Neid? sagt:

    Gartulation an Dani Arnold für diese heruasragende Leistung.

    Aber was soll das von wegen nicht darauf trainiert?
    Hat er Angst davor, dass ihm jemand böse ist, wenn er zugibt dafür trainiert zu haben? Warum sollte jemand?
    Jeder hat doch seine eigene Motivation etwas zu tun.
    Und Ueli Steck hat selbst gesagt, dass mal einer kommen wird, der schneller ist.

    Steck hat für seine (wohlgemerkt komplett freie) WINTERbegehung 1200 Trainingsstunden geleistet. Hat ein Jahr lang dafür trainiert.

    Da kann doch der Dani Arnold erzählen was er will. Natürlich hat er darauf trainiert. Es ging ihm auch nicht um eine „schöne“ Begehung. Sondern nur um Speed.

    “ Er hielt sich deshalb an einem alten Fixseil fest, zog sich aber nicht daran hoch. Ebenso kurz vor dem Ausstiegsriss. Dies schmälere die Leistung nicht, bestätigt Profialpinist Stephan Siegrist, der die Eiger-Nordwand sehr gut kennt.“

    Es war eben eine Speed Begehung. Da kam es nur auf Tempo an. Natürlich ist Dani Arnold jetzt der neue Rekordhalter, aber vergleichen kann man diese beiden Begehungen nicht.

    Und für die Leute die einen SInn hinter dem ganzen suchen. Kauft euch mal „Solo“ und „Speed“ von und über Ueli Steck.
    Wenn ihr diese Bücher gelesen habt, wird euch klar sein, wo für Steck und all die anderen Extrem-Alpinisten der Sinn liegt.

    Und zur Wiederbeschaffung „seines“ Rekord’s…. Ich glaube nicht, das Ueli Steck einen weiteren Versuch machen wird, denn er hat völlig klar zu verstehen gegeben was für ihn der Antrieb für die Speed-Begehungen der 3 grossen Wände war.

    WIe dem auch sei… grossartige Leistung (wenn auch mit Fragezeichen) von Dani Arnold… Gratulation

    Und für die die sich hier über SIcherheit aufregen. Diese Bergsteiger sind mit minimalst Gepäck in der Eigerwand noch lange nicht am Limit, was die Kletterkönnen angeht.
    Was man natürlich, und da werden mir viele zustimmen, von Hobby-Kletterer-Seilschaften nicht immer behaupten kann.

    Vielleicht spricht auch der Neid aus euch, weil ihr euer Leben lang auf irgendwelchen Bürostühlen hockt, als einzige Hobbies Fernsehen und Rasenmähen habt und dabei doch gerne so wären wie die, die ständig in den Nachrichten sind.

    Geht raus und ändert was….

    Ich habe fertig…

    • Tom sagt:

      Genau meine Rede.
      Auch ich schaue mit einem Fragezeichen auf die Aussagen von Arnold. Ohne Training und den Willen etwas so herausragendes zu leisten, ist kein Rekord möglich. Understatement sage ich da nur.

      Trotzdem gratulation zum Erfolg.

  • buhl sagt:

    ich war bergsteiger, aber diese typen machen alles kaputt- auch sich selber!

    • LN sagt:

      Das Schöne ist, dass auf jedem Gebiet eine Zeit kommt wo es nicht mehr weiter geht (auch in der Wissenschaft). 100m kann man nie in 0 Sekunden rennen. Dann beginnt das wirkliche Leben.

  • LN sagt:

    Gegensätze ausleben, in der Mitte bleiben in der Polarität des Lebens…

  • Thomas Meier sagt:

    Wie lange gehts wohl bis Ueli Steck diesen Rekord wieder bricht…

  • bladi sagt:

    Sinn oder Unsinn, Blödsin oder Schwachsinn, na ja in anderen Dingen nehmen wirs mit der Kritik auch nicht so ernst. Junge Leute haben unbändige Kräfte und beneidenswerte Ziele die in einem Alter von 30 Jahren schon zu schwinden beginnen. Ich kann es gut verstehen, dass man im Leben etwas bewegen will und versucht unmögliches doch zu erreichen. Für was sind wir Menschen den sonnst nütze? Ich denke das wir nicht nur zum Beten hier sind und wenns Spass macht! Da gibts zumindest keine Nacktwanderer dennen würde nämlich der Pimel abfrieren da oben ;-). Junge Leute wollen etwas erleben und das ist auch gut so!

  • Spielplatz wie im alten Rom sagt:

    @LN und seine Erlebnistheorie re: Heckmaier:
    Bitte nachlesen auf Wiki:
    Der legendäre Erstbesteiger wurde gefördert vom NS Apparat und danach von seinem Führer zum Held und Vorbild seiner Rasse gemacht.

    Bevor diese Legende lebend heraufkam um zum arischen Held zu werden, krepierten Dutzende in der Wand.

    Aber heute ist alles anders. Ganz anders.

    Anstatt eine Goldmedaille vom Führer, darf man heute mit Bild in den Tagi, während das Gold von den Sponsoren kommt.

    Welche die begeisterte Jugend nicht mehr zum Landgewinn in den Osten, sondern zum Kaufen von Redbull und ähnlichem animieren möchten.

    Ob dabei einer krepiert, ist wie schon im alten Rom, vollkommen nebensächlich.

    Viel stossender ist der unweigerliche Nachahmereffekt.
    Das Hurrageschrei auf dieser Website zeigt es leider.

    • LN sagt:

      Das Schöne am Lebeb ist, dass man selber entscheiden kann was man tun und lassen möchte. Will ich überhaupt irgendeinmal die faszinierende Linie einer Nordwand durchsteigen oder interessiert mich vielmehr die Musik oder viellieicht sogar beides, usw.

      • Spielplatz wie im alten Rom sagt:

        ….da haben Sie recht.

        Mit den üblichen Einschränkungen:
        – Eigene Freiheit geht so weit, bis ich andere gefährde.
        – Gruppendruck lässt die Phantasie der Freiheit oft verschwinden.
        So sehe ich diesen Exploit unter den letzten beiden Kategorien.

        • Hans Meiser sagt:

          @Spielplatz wie im alten Rom:
          -sobald sie in ihr Auto steigen, gefährden sie andere und kein Rettungssanitäter der Welt würde so weit gehen, dass er bei der Rettung sein eigenes Leben gefährdet. Das sind Profis, die alle Situationen trainieren.
          – Und zum Nachahmereffekt: wieviele Bergsteiger auf der Welt haben die Fähigkeiten, diese Leistung zu erbringen oder zu überbieten??
          – die Gesellschaft besteht alleine durch die Kultur unserer Erziehung nur noch aus Nachahmer und braven Arbeitsbienen, die den Finger heben, wenn einer mal schneller höher weiter ist..
          Wiederlich, wie die Individualität einzelner hier durch gesellschaftliche Engstirnigkeit und Neid kaputt geredet wird.

          Zieht nur alle schön brav eure Velohelme auf und raucht nicht und trinkt kein Alkohohl, dafür dürft ihr die internationale Volksverdummungsmaschinerie Fernsehen weiter 24h am Tag konsumieren!

    • Gianni sagt:

      @spielplatz wie im alten Rom
      Mit welchem D-Zug haben Sie wol die Kinderstube durchfahren ? Zu Dumm ein Buch selber in die Hand zu nehmen, aber dann grossartig bei wikki nachlesen, weils auch schneller, einfacher oder weniger anstrengend ist ?
      Woher nehmen Sie sich das Recht heraus, die Pioniere des Alpinismus, die in den dreissigern oft aus Detschland stammten, alle in ein und den selben NS Topf zu schmeissen ??
      Hätten sie sich auch nur einmal wirklich mit der Geschichte der Eiger Nordwand beschäftigt, wüssten Sie das es Heinrich Harrer war, der sich zur NS hingezogen fühlte !!
      Wie können Sie es wagen von „krepieren“ zu schreiben wenn es um Opfer geht, Opfer die eine Familie und / oder Kinder hinterliessen ??
      Setzen Sie sich weiterhin auf Ihren breiten Hintern, lesen die NZZ und pupsen Ihren Bürosessel voll, so wie Sie das, wie ich aus Ihrem dämlichen Komentar entnehmen muss, schon immer taten !!!
      P.S. bestimmt kriegen Sie jeden Morgen, beim Einmarsch in Ihr tristes Büro, ein Hurrageschrei zu hören, von all den Nachahmer die Ihr gähnendes Umfeld darstellen…….

  • Christian sagt:

    Eine solche Leistung ist Top, aber warum muss das Ganze auch noch in der Presse breitgeschlagen werden. Man macht doch So was für sich selbst, ODER?

    • LN sagt:

      Um von etwas leben zu können das einem Freude macht braucht man Geld. Also muss man ein Produkt oder eine Tätigkeit möglichst gut vermarkten können. Das ist unsere freie Marktwirtschaft in einer globalisierten Welt.

  • Aschi sagt:

    Der Sinn des Bergsteigens ist auch die „Sinnlosigkeit.“ Bei betrügersichen Bankern der UBS oder CS wird nicht nach dem Sinn gefragt, wieso? Gratulation für die Leistung. Solche Touren sind wichtig für Profibergsteiger und Bergführer um den Lebensunterhalt zu verdienen, wie für Fussballer die Goals und Schauspieler die Oscars. Daneben können diese Alpinisten dem Otto-Normalverbraucher bei der Ausbildung, der Wahl der Ausrüstung, dem Trainingsplan und dem Sicherheitsmanagement helfen. Wie diese Menschen ihr Leben als AHV-Rentner beurteilen, wenn sie so alt werden, würde mich interessieren. Leidet die Psyche, wenn man sich so häufig den Gefahren aussetzt? Wie kann eine Partnerschaft mit einem Grenzgänger gelebt werden? (Frage an eine Frau)

  • Gibel sagt:

    …und ich bewundere immer wieder die Rettungskräfte, welche sich stets immer wieder überwinden und motivieren müssen, wenn solche idiotischen Rekordversuche von sogenannten „Bergsteigern“ und Nachahmern in die Hose gehen…

    • LN sagt:

      Jemand der die Möglichkeit hat einen Rekord brechen zu können muss zuerst zur Spitze auf seinem Gebiet gehören.

      • Wisi Zurfluh sagt:

        Soooo dähmliche Kommentare zum Teil! „Gibel“, sie verstehen nicht wirklich was von Alpinismus, oder?? Sprechen sie mal mit einem Bergretter der Air zermatt oder der REGA, was denken sie wird er ihnen zur Antwort geben wenn sie ihn fragen wievele Profi Alpinisten er schon aus misslichen Lagen befreien musste?? Ich kenne solche Leute, es wird ein sehr sehr kleiner Bruchteil seiner Rettungen sein! Das Problem für die hohen Rettungskosten sind Amateure die denken sie können solchen Meisterleistungen auch vollbringen, sich aber nicht annähernd genug professionell darauf vorbereiten! Solche Leute wie Steck und Arnold sind nicht das Problem, die wissen was sie tun!

  • Ulrico sagt:

    Und was bringt das jetzt der Allgemeinheit? Was ist der Nutzen davon?

    • LN sagt:

      Der legendäre Erstbesteiger Anderl Heckmair, der übrigens 98 Jahre alt wurde, sagte:“Was zählt ist das Erlebnis“.

      • Hans Meiser sagt:

        @Ulrico. und was nutzt ihr Kommentar der Allgemeinheit? Oder richtig böse gefragt, was nutzt ihr Leben/Dasein der Allgemeinheit? Gääääääääääähhhhn

  • Pädi sagt:

    coool, müssen die jetzt nachdem sie wieder unten sind auch ein bisi abgeben für die Doping Kontrolle?

  • Thomas Müller sagt:

    Ja, es wird wohl demnächst wieder einer dieser bekannten und „bewunderten“ rasenden Bergsteiger abstürzen müssen … Erst dann wird die Realität und der recht eigentliche Unsinn solcher gefährlichen Begehungen erfasst – oder auch nicht ….!
    Schade um diese herrliche Bergwelten, wenn solche Typen ihren Unsinn dort treiben! Auch hier währe Entschleunigung wertvoller!

    • Marlisa sagt:

      Die Realität ist oft anders: Renommierte Spitzenergsteiger, wie neulich Loretan, stürzen nicht selten auf relativ „einfachen“ Routen ab. Vermutlich liegt es daran, dass dabei nicht die höchste Konzentration abgerufen wird. Ein Fehltritt…. und schon der Absturz. Es ist auch so, dass auf den relativ einfachen Wanderrouten oftmals im Verhältnis mehr Berggänger verunfallen wie auf Extremrouten.

  • Spielplatz wie im alten Rom sagt:

    Es geht hier offensichtlich weder um das Naturerlebnis noch um die private Freude an einer tollen Eigenleistung.

    Es geht um Kommerz.

    Profi-Extrem-Alpinismus.

    Herr Arnold überholte während seiner Geschäftstätigkeit andere Seilschaften, welche sich im Gegensatz zu ihm an die normalen alpinen Sicherheitsstandards halten.

    Sicher könnte Michael Schumacher auf der Autobahn auch mit 300 km/h seinen Weg durch den Restverkehr finden.

    Fiebern wir diesem Tag auch entgegen, und feiern diesen Sport dann auch im Tagi ab?

    Tagi-Titel: Basel-Chur während der Rushhour im Ferrari 20 Minuten schneller als mit dem Helikopter?

    • LN sagt:

      Ich bin ein totaler Amateur und habe vor ca. 23 Jahren den Hochseeschijen Südgrat im wunderschönen Göschenertal (eine leichte Plaisirkletterei bis 4a) im Alleingang geklettert und gegen Ende eine staunende Seilschaft überholt die mich freundlich grüsste und Platz machte damit ich an ihnen gut vorbeikam. Obwohl ich es genoss und meinen eigenen Rhythmus kletterte war ich einfach schneller, weil man von niemandem gesichert wird und auch niemanden nachsichern muss. An diesem Tag wollte ich zuerst den Bergseeschijen Südgrat klettern. Als ich an den Einstieg kam rief mir eine Frauenstimme einer Seilschaft zu (die ich nicht sah) ich solle die Rega alarmieren der Kollege sei abgerutscht und habe einen offenen Fuss. Es gab noch keine Handys damals. Ich rannte gegen die Bergseehütte hinunter und rief in Rufnähe man solle die Rega kommen lassen. Nachher stieg ich wieder auf und begab mich an den Hochseeschijen.

  • Hans Meiser sagt:

    Was ist der Sinn?? Ich habe 1000mal mehr Respekt vor Menschen, die ihr Ding durchziehen und ihren Traum leben als vor den nörgelnden Massenmenschen, die wie die Lemminge von 8 bis 17Uhr zur Arbeit rennen. Immer brav nach der Norm leben und die letzten 30 Jahre im Altersheim sabbernd vor sich dahin siechen…. Das macht Sinn?!

    • Fürst sagt:

      „Menschen, die ihre Dinge durchziehen und ihren Traum leben…“ sind aber auf die Infrastruktur (Kleider, Nahrung, Ausrüstung, Transport), die die „Lemminge“, die „Massenmenschen“ von 8 bis 17 Uhr erarbeiten und zur Verfügung stellen, angewiesen. Am Schluss sabbern dann beide Modelle – das bestimmt dann die Biologie.

  • Ulrich Baumann sagt:

    Für alle die nach dem Sinn fragen; wie bitte soll ein Profi-Alpinist sonst die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wenn nicht mit Extrem-Leistungen und Rekorden? Hut ab vor solchen Leistungen, auch wenn sie ein Balanceakt zwischen Erfolg und Drama sind! Das ist Extrem-Bergsteigen immer, darum schauen wir hin und darum finden diese aussergewöhnlichen Sportler Sponsoren und können Ihre Träume leben! Ich wünsche all den Extremalpinisten alles Glück dieser Welt!

  • LN sagt:

    Herzliche Gratulation!
    Dem sage ich Leben pur. Etwas total und absolut machen gibt eine grosse Befriedigung. Sein Leben einsetzen für etwas das einem begeistert, ein grosses Freiheitsgefühl, Selbständigkeit und von dem man noch leben kann ist den ganz Grossen vorbehalten.

  • Heinz Kastenhuber sagt:

    Ich gratuliere und bewundere die Leistung,stelle aber die Frage : Was soll das?

  • Armin Zurbriggen sagt:

    Wie sagte doch Ueli Steck anlässlich eines Vortrages in Visp: „Eines Tages wird einer kommen, der schneller ist als ich…“ Aber gerade 20 min schneller! Eine unglaubliche Leistung. Wo wird das noch enden?

  • Daniel Meier sagt:

    Schneller, schneller, schneller, warum eigentlich immer dieser Geschwindigkeitswahn? Denn Berg runter ins Grab geht NOCH schneller!!!!. Ich finde es krankhaft dieser Geschwindigkeitswahn, auf der Strecke bleibt dabei der Genuss des Lebens.

  • AP sagt:

    Ich frage mich langsam ob für mich als einigermassen ambitionierter Alpinist und Kletterer die Heckmair nicht auch mal drin liegen würde.

  • Peter Marthaler sagt:

    Alle die sich fragen was das überhaupt soll sollen bitte die selbe Frage bei jedem sportlichen Rekord stellen.

    Es ist und bleibt eine Spitzenleistung – Bravo!

  • Saladin H.P. sagt:

    Gut gebrüllt Ueli Eichenberger.Wie recht Sie haben, aber so es.

  • an alle Kritischen: Auch wenn man über Gefahren, Sinn und Unsinnn solcher Unterfangen nachdenken darf/soll, handelt es sich hierbei offensichtlich um einen Kletterer, der sich Profi nennen darf. Wenn ich täglich sehen muss, was auf den Strassen von Hobby-Piloten abgezogen wird, ist es mir viel lieber, wenn jemand durch Kraft, Ausdauer und nicht zuletzt Technik die Grenzen an einer Felswand auslotet. PS: persönlich habe ich mit dem Klettersport nichts am Hut.

  • Wotan sagt:

    Obwohl das sicher eine gewaltige Leistung ist, frage ich mich, was das Ganze denn soll? Aus den Bildern kurz vor dem
    Gipfel muss ich annehmen, dass da die Grenze zum sicheren Klettern gewaltig überschritten wurde.

  • peter g sagt:

    incredible accomplishment – glad you made it safely! in the memory of john harlin and my namesake peter gillman i salute you!

  • Hampi sagt:

    na und ..fällt er in den Graben, fressen Ihn die Raben. Solch ein Unsinn

  • Spielpaltz wie im alten Rom sagt:

    Tolle technische Leistung.
    Hm.
    Auch das Bauen von AKW ist eine tolle technische Leistung.
    Bis zum GAU. Den müssen dann die anderen bezahlen.
    Die REGA kommt sofort.

    Die Eigernordwand als Spielplatz für den Verkauf von Inseraten im Tagi?
    Zahlen der Tagi und Arnold/Steck auch den REGA Einsatz?

    • andi sagt:

      Es ist wohl Fakt, dass die REGA kaum je Alpinisten vom Berg holt, die ihre Besteigungen minutiös planen, sich – wie ein Steck oder Arnold – pyslisch und mental vorbereiten, um dann eine ausserordentliche Leistung zu erbringen. Bergungs-Kosten verursachen nicht Extremsportler, sondern all die „Normalos“, die in Turnschuhen und ohne Blick auf die Wetterkarte auf Gipfel spazieren, Skifahrer, die ohne Rücksicht auf Lawinen- und Schneebrettgefahr abseits der Pisten ihr Abenteuer suchen und nicht zuletzt die Autofahrer – zu denen wohl auch die meisten Kommentatoren in diesem Forum zählen. Vielleicht sollten all jene, die hier die Leistung Arnolds als sinnloses Risiko darstellen einmal auf einen Gipfel steigen um zu sehen, wie weit der Horizont sein kann…..

    • Wisi Zurfluh sagt:

      @Spielplatz wie im alten Rom
      Haben sie überhaupt eine Ahnung wie viel Vorbereitung in so einer Bergtour/Klettertour steckt? Sind sie selbst Alpinist? Anhand der von ihnen geschriebenen Kommentare mit 100 Prozentiger Sicherheit nicht!! Kritisieren sie nicht etwas von dem sie keine Ahnung haben! Ein bisschen Neid, über Leistungen die man selbst nicht mal in Träumen erbringen könnte, ist vielfach auch noch dabei! Das Problem in den Schweizer Bergen sind nicht die absoluten Vollprofis sondern die, die denken sie sind es! Besser Berichte kommentieren dessen Inhalt man auch versteht!
      Bravo Dani!!

  • Chris sagt:

    An alle die sich fragen was der Sinn der Sache ist.
    Was ist liegt der Sinn darin möglichst schnell 42.5 KM zu rennen? Oder 100m? Wo liegt der Sinn darin 90 Minuten einem Ball hinterherzurennen? Mit dem Fahrrad 2 Wochen lang quer durch Frankreich zu fahren (oder sich eben dies täglich am TV anzuschauen?)?
    Gratulation an D. Arnold für diese heraussragende sportliche Leistung, den Sinn der Sache hinterfragen zu wollen ist absolut… Sinnlos… ;)

    • Patrick sagt:

      bin absolut gleicher meinung wie chris! was es auch immer ist, hauptsache es macht spass! denn ansonsten kann man gleich zur frage übergehen, was denn eigentlich der sinn des lebens ist…

      • Padi sagt:

        Was ist eingentlich der Sinn des lebens?
        „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Johannesevangelium.
        Ich empfehle dir die Bibel zu lesen und alle menschlichen Rekkorde werden zur Nebensache.

  • Judith sagt:

    Dann kommt die Zeit, wo man sich die Frage stellt: was war denn eigentlich der Sinn?

    • Markus sagt:

      Diese Frage stellen Sie sich vermutlich auch bei jedem Leichtathletik-Meeting etc. etc. etc…. tzzz…………….

    • Jonas sagt:

      Dann kommt die Zeit, wo man sich die Frage stellt: was war eigentlich der Sinn an Ihrem Kommentar?

    • Phil Furter sagt:

      Dass die meisten hier, auf die Frage nach dem Sinn nur mit einer Gegenfrage antworten können, zeigt deren Hilflosigkeit einen Sinn zu sehen. Wie wär es mit Unsinn? Diesen Fanatikern geht es nur darum Rekorde zu schlagen, damit sie davon leben können! Die Sponsoren springen auf und unterstützen diesen Blödsinn usw. Somit wäre ein neues Wort mit der Endung «sinn» im Spiel. Weiss noch jemand ein weiteres?

  • Brunner sagt:

    warum soll das schnellbesteigen eines berges oder einer felswand toll sein ?????????

    • Thomas S. sagt:

      Gegenfrage: Was ist so toll daran, schneller 100 Meter zu renen als andere?
      Beides bringt weder Ihnen noch mir etwas, aber wir können Dani Arnold und Usain Bolt für Ihre Leistungen respektieren.

  • Triglav sagt:

    Klasse sache. Habe die gleiche Jacke, selbe Farbe. Jetzt will ich auch auf den Eiger ;-)

  • Thomas sagt:

    Ich fände Rekorde beim Abstieg viel spannender. Diese könnte man auch am TV übertragen.

  • Joachim Adamek sagt:

    Super! Herzlichen Glückwunsch! Eine tolle Eröffnung der Klettersaison 2011. Mal seh’n, was noch so kommt.

  • Bruno Krüttli sagt:

    Absolute Spitzenleistung. Gratulation. Und weiterhin viel Erfolg. Citius, altius, fortius!

  • Matthias sagt:

    Wo ist denn die Sicherheits-Grenze?
    Top Leistung! Gratulation!

  • Dani Meier sagt:

    Schneller, schneller, schneller….. Was Anderes fällt denen wohl nicht mehr ein? Dazu noch viele Leute die das einfach nur g…. finden! Wenn man den Bezug zum Leben verloren hat, gibt’s wohl nur noch diese Speed und Adrenalin-Trips!

    • Beat Birchler sagt:

      es geht bei uns Alpinisten nicht um schneller, schneller, schneller und wir haben auch nicht den Beziug zum Leben verloren …. nein, es ist eine Leidenschaft wie andere Menschen die ihree auch fröhnen …. was ist mit den Formel 1 Fahrern oder Skirennfahrern (Abfahrt) da geht es doch.Also Herr Meier schon obiektiv bleiben und wie man so sagt „LEBEN UND LEBEN LASSEN“

      • Dani Meier sagt:

        Was heisst hier objektiv bleiben? Ich habe diese Aussage nicht nur auf das Bergsteigen bezogen, sondern allgemein. Das ist meine Meinung. Wenn man nur noch Geschwindigkeitsgeil ist, dann ist man wirklich arm dran. Vor allem ging es bei Autorennen etc. schon immer nur um Zeit, nicht aber beim Bergsport. Diese Entwicklung im Alpinismus ist einfach nur schlecht!

  • Fabienne sagt:

    Bisch scho en Spinner, aber sackstarchi Leischtig!

  • Andy Koller sagt:

    Super Leistung!

  • Armon sagt:

    Auch wenn ich die Leistung ausserordentlich finde, muss man sich doch ehrlich fragen was das soll.

    • canadaman sagt:

      Besser als herumlungern und sich betrinken usw. Hut ab, denn es ist eine tolle körperliche Leistung. Man kann ja alles in Frage stellen, wenn man selber nicht dazu fähig ist.

    • jk sagt:

      Da spricht der typisch schweizerische Neid. Bitte keine herausragenden Leistungen, es koennte ja auffallen!

    • Büchi sagt:

      Das frage ich mich allen Ernstes auch und vor allem: Wo liegt das Bewusstsein dieser Sportler, die für mich gar nicht Spitze sind.

      • Beat sagt:

        Das Bewusstsein sind die Berge,aber als nicht Bergsteiger kann man das vielleicht nicht verstehen.

        • Philipp sagt:

          Bin auch Bergsteiger und Leistungssportler. Aber so ein Schwachsinn nach dem Motto „als ich letztes mal um den Greiffensee gejogg bin, habe ich unterwegs bemerkt, dass ich recht schnell bin. Deshalb habe das Tempo beibehalten und einen neuen Weltrekord im Halbmarathon aufgestellt“. So eine (undisuktabel spitzenmässige) Leistung erbringt man nur mit Planung vorab und weiss beim Start genau, was das Ziel ist!
          Und Berge haben auch was mit geniessen zu tun, der Alltag ist genügend stressig. Aber wenn man es braucht, das soll jedem persönlich überlassen sein. Ich finde nur die Vermarktung und Darstellung nicht als gute Werbung für den Bergsprt!

          • weder sagt:

            Greifensee, nicht Greiffensee.

          • Yeager sagt:

            Dani ist der Bruder meines Arbeitskollegen. Der Rekord war ganz und gar nicht geplant. Bevor du einen solchen Quatsch behauptest ohne jegliches Hintergrundwissen ist deinerseits absolut schwachsinnig. Und wenn du überhaupt keine Ahnung hast, warum solche Bergführer auf Publicity angewiesen sind, dann halt besser in Zukunft deine vorlaute Klappe, du bist ja nur neidisch.

  • Markus Schöpfer sagt:

    Was Ueli Steck leistete und leistet, habe ich interessiert verfolgt. Ich bin absolut kein Free-Climber, habe erst 2 Viertausender auf Normal-Routen mit leichten Schwierigkeitsgrad bestiegen (Dom und Nadelhorn), und betreibe andere Sportarten. Trotzdem hat mich immer fasziniert, dass man mit höchstkonzentration schier unmögliches erreichen kann. Dass nun der Rekord von Ueli Steck unterboten wurde, ist fast nicht zu glauben. Toll, dass es immer wieder neue junge talentierte Sportler gibt, die so was schaffen.

    • Pille sagt:

      @ Markus Schöpfer…auf den Dom und das Nadelhorn wird Ueli Steck wohl mit dem Buggy und seinem süssen Kleinen rauf gehen ?!

  • Simon sagt:

    Es gibt immer jemand, der noch besser ist! Krass!

  • Fürst sagt:

    Speed, speed, speed – und wenn’s schief geht – kommt die Rega.

    • Pierre Bonmot sagt:

      Schau Dir mal die Videos von Ueli Steck auf YouTube an. Wenn da was schiefgeht, kommt nicht die Rega sondern der Leichenwagen. Die 1000 Meter runter bis zum Boden gehen im weitgehend freien Fall relativ schnell…

  • Stefan sagt:

    Abartig! Hätte nie gedacht, dass Stecks Rekord je gebrochen wird! Gratulation… bin baff

  • Thomas Locher sagt:

    Herzliche Gratulation!

  • mel sagt:

    gratulation zu dieser herausragenden leistung!

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