Gut, besser, Trailbikes

Trailbikes Foto: PD

Ob Wald oder Strasse, Allroundqualitäten sind gefragt! Foto: PD

Bergauf und bergab, Singletrail und Forstweg, Wald und Wiese: Wenn man ehrlich ist, setzen die wenigsten ihr Mountainbike nur für einen Einsatzbereich ein. Eigentlich ist man doch irgendwann überall unterwegs, auf jedem Terrain, auf jedem Untergrund, in (fast) jedem Schwierigkeitsgrad. Dementsprechend sind die Allroundqualitäten eines Bikes gefragt. Und das ist am Ende auch noch günstiger als ein ganzer Fuhrpark an Enduro-, Freeride-, Downhill- oder sonst irgendwelchen Spezialmaschinen. Der Name der modernen Alleskönner: Trailbikes.

Im Flow der goldenen Mitte

Und was kann diese «goldene Mitte», die sich irgendwo zwischen straffem Marathon- und potentem Endurobike ansiedelt? Vortriebsstark auf flowigen Trails und bergauf, dennoch mit optimierten Abfahrtseigenschaften und mit mittleren Federwegen am Heck um die 130 Millimeter, teilweise sogar weniger.

Was sich im ersten Moment etwas mickrig in Sachen Abfahrtsspass anhört, erweist sich selbst auf technischen Trails als absolut ausreichend. Mehr noch: Das Fahrverhalten ist wesentlich direkter als mit Federwegen jenseits der 150 Millimeter.

Neue Geometrien

Gefeilt wurde vor allem im Detail. Moderne Trailbike-Geometrien kennzeichnen sich durch ein längeres Oberrohr, flachere Lenkwinkel und kurze Kettenstreben aus. Das sorgt zum einen für Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten und zum anderen für ein agiles Handling und die nötige Wendigkeit bei engen Kurven und Spitzkehren. In Kombination mit ebenfalls kurzen Vorbauten bleibt der Körperschwerpunkt selbst auf steilen Abfahrten kompakt. Ordentlich Kontrolle bieten zudem Lenker mit mehr als 750 Millimeter Breite.

Einig sind sich die meisten Hersteller auch bei den Schaltungen. Überwiegend werden Gruppen mit zwölf Gängen verbaut – ein gutes Set-up selbst für steile alpine Anstiege und Abfahrten. Ein Muss ist eine serienmässig verbaute Variosattelstütze. Auf schnellen Trails mit Zwischenanstiegen und fahrtechnisch schwierigen Passagen erhöht eine schnelle Positionierung des Sattels per Remote-Hebel am Lenker Sicherheit und Fahrspass.

Effektiver Federweg

Diskussionsthema Nummer eins bei den Trailbikes bleiben Federweg und Dämpfung. Vergleicht man allein die Zahlen, definiert jeder Hersteller die Klasse Trailbike etwas anders. Aber selbst bei geringeren Federwegen gilt: Es zählen nicht allein die Angaben auf dem Papier. Das Fahrwerk besteht eben nicht nur aus Federgabel und Dämpfer. Passen Geometrie und Fahrwerkskomponenten stimmig zueinander, reichen auch relativ geringe Federwege für eine gute Performance selbst in technischem Gelände aus.

Ein weiterer Schlüssel – neben dem Fahrwerk – liegt an den grossen 29er-Laufrädern und an ihrer Bereifung. Denn die Reifenwahl trägt ebenfalls gewaltig zur Bergab-Performance bei. Passen diese Komponenten zueinander, steht dem Trailvergnügen nichts mehr im Wege.

Ein Bike für alles: Geht das überhaupt? Ist das Trailbike der neue Allrounder? Wie viel
Federweg braucht es wirklich?

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