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Nochmals kurz in den Schnee?

In diesen 16 Winterparadiesen kommen noch einmal alle auf ihre Kosten – Skifahrer, Snowboarder, Langläufer, Schlittelfans, Schneewanderer – oder einfach die Geniesser des Bergpanoramas in der Pistenbeiz.

1. Bettmeralp (VS): Eiskaltes Vergnügen im autofreien Skiort

Der Skiort Bettmeralp glänzt durch autofreie Wege im Dorf sowie eine Sonnenlage mit viel Aussicht und guten Angeboten für Familien.

Zwei Attraktionen zeichnen die Bettmeralp aus: die Sonnenlage mit Aussicht auf die Walliser Bergwelt (inklusive Matterhorn) – und die autofreien Wege. Bei vielen Häusern kann man mit den Ski bis vor die Tür fahren.

Die wichtigsten Lifte und Bahnen starten in der Siedlung. Diese Nähe macht es möglich, zum Mittagessen in die Ferienwohnung zurückzukehren – gerade für Familien ein grosser (Kosten-)Vorteil.

Und abends geniesst man eine ungewohnte Ruhe. Da nimmt man Umstände bei der Anreise (Umladen des Gepäcks in die Zubringerbahn, Transport von dieser zum Feriendomizil) gerne in Kauf. Von strategischem Vorteil ist zudem die Lage im Herzen des Aletschgebiets: Die weitläufigen Pisten, die von der Fiescher- bis zur Riederalp reichen, können so optimal genutzt werden.

Das Wichtigste zum Skiort Bettmeralp im Überblick.

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2. Scuol (GR): Idyllischer Skiort mit traumhaften Pisten

Scuol lockt mit Pisten und einer Schlittelbahn. Mit einem Mineralbad und einem romantischen Ortskern. Zum Auftakt in die Wintersaison haben wir den Ort im Unterengadin besucht.

Schlitten, Ski und Snowboards stecken im Schnee, auf der grossen Terrasse ist jeder Platz besetzt, frei aber ist der Blick auf die Unterengadiner Bergwelt. Blau und wolkenlos wölbt sich der Himmel, und die strahlende Wintersonne heizt wie ein Öfeli. Auf der Sonnenterrasse der Bergbeiz Prümaran Prui treffen sich Alt und Jung, Schneesportler und Spaziergänger, die einen mit Kinderwagen, die anderen mit Hund. Die lebendige wie familiäre Atmosphäre ist typisch für das Skigebiet von Scuol.

In der heimeligen Bergbeiz gibt es anständiges Essen – hausgemachte Gerstensuppe und Nusstorte, grosse Portionen von Rösti und Pommes oder ein Sandwich mit Tranchen vom geräucherten Schweinskrustenbraten. Der Hauskaffee mit viel Rahm und Schnaps ist eine Bombe, das alte Haus mit seinen Holzanbauten und den von Hand beschrifteten Schiefertafeln strahlt Gemütlichkeit aus.

Der einheimische Fadri Caprez führt das einstige Maiensäss, romanisch «prümaran», in dritter Generation, mit einem jungen, multikulturellen Team. «Die Region Scuol ist für Leute, die Ruhe suchen – sie ist nicht von Massen beherrscht», sagt Caprez, der selbst in der Küche steht.

Die Lage der Bergbeiz an der Baumgrenze ist lieblich, was sich auch für den grössten Teil des Skigebiets sagen lässt: übersichtliche, mässig steile, aber doch abwechslungsreiche Pisten. Anfänger brauchen sich hier nicht zu fürchten, Fortgeschrittene können sich entspannen, und an den paar Kreuzpunkten treffen alle wieder aufeinander. Ideal also für Familien.

Beschaulich und unversehrt

Prui ist auch der Startpunkt der beliebten wie rassigen, 3,5 Kilometer langen Schlittelbahn, die durch den Wald hinunter nach Ftan führt. Schlitten mietet man an der neben der Beiz gelegenen Bergstation der Sesselbahn, zurück gibt man sie an der Talstation. So einfach ist das. Das Dorf Ftan am Ziel der Schlittelbahn ist seit dem 1. Januar 2015 ein Teil von Scuol.

Ein Brunnen ziert Scuols Gemeindewappen: Wasser ist Scuols Wahrzeichen und Bodenschatz. Aus 35 Quellen sprudelt auf dem Gemeindegebiet mineralhaltiges Wasser. Vier davon speisen das Bogn Engiadina, auf Deutsch das Engadiner Bad, eine zeitgemässe Bäderlandschaft – die ganzjährige Hauptattraktion des Ortes.

An einem Winterabend herrscht im Bad Hochbetrieb. Kinder kreischen, quietschen, und Erwachsene lassen sich für einmal gerne bespritzen – von Düsen und künstlichen Wasserfällen. Schönster Teil ist zweifellos das Aussenbecken. Man liegt im wohlig warmen, dampfenden Wasser und geniesst die Aussicht auf die verschneiten schroffen Hausberge, die «Engadiner Dolomiten» genannt werden, weil sie ähnlich kantig in den Himmel ragen wie die Kalkfelsen der echten Dolomiten.

Das Wichtigste zum Skiort Scuol im Überblick und mehr Bilder.

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3. Meiringen-Hasliberg (BE): Coole Pisten in drei Himmelsrichtungen

Bodenständig und idyllisch – das ist Meiringen-Hasliberg. Der Skiort ist gut erreichbar und glänzt mit Pisten in drei Himmelsrichtungen.

Intakte Alpsiedlungen und Maiensässe verleihen dem Skigebiet von Meiringen-Hasliberg ein speziell romantisches Ambiente. Attraktiv sind auch die Anlage der Pisten in drei Himmelsrichtungen, die spektakulären Ausblicke in die Berner Alpen und die überdurchschnittliche Pistengastronomie.

Nein, hier gibt es keine Gourmetlokale, aber mit Liebe und guten Produkten zubereitete bodenständige Kost. Der Ort Hasliberg selbst ist eine Ansammlung von vier Weilern, auf einer Sonnenterrasse oberhalb von Meiringen gelegen. Dank dieser Lage mitten in der Schweiz ist das Gebiet von überall gut erreichbar.

Das Wichtigste zum Skiort Meiningen-Hasliberg im Überblick.

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4. Elm (GL): Das Relaxte und familiäre Skigebiet

Das Skigebiet ist überschaubar und doch super für einen Tagesausflug oder Ferien. Und wer mal richtig chillen will, gönnt sich eine Pause in der Hängematte auf der Piste.

Ein Dorf mit alten Häusern, ein übersichtliches Skigebiet und Skikönigin Vreni Schneider, die morgens die Teilnehmer ihrer Ski-, Snowboard- und Rennschule begrüsst: Elm ist klein und familiär. Und bietet dazu die Aussicht auf spektakuläre Felswände, die zum Unesco-Welterbe der Tektonikarena Piz Sardona gehören. Teil davon ist auch das Martinsloch.

Elm selbst ist im Winter schattig, aber das Skigebiet mitsamt der im Vorjahr eröffneten Kinder-Arena liegt am Sonnenhang.

Das Wichtigste zum Skiort Elm im Überblick.

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5. Rigi (LU/SZ): Das kleine, aber feine Skigebiet

Gemütlich und malerisch – so lädt die Königin der Berge ein. Schlittelwege und Skiparks sind auch für Familienausflüge hervorragend.

Die Königin der Berge ist auch ein kleines, feines Wintersportgebiet. Bügellifte, die einen gemütlich hochziehen, Pisten und Wanderwege, die über sonnige Hänge und zwischen Tannen hindurchführen. Und mehrere Schlittelwege und Skiparks für Kinder.

Hotels und Ferienwohnungen ermöglichen einen Aufenthalt in der Abgeschiedenheit der autofreien Berglandschaft. Neben dem von den Rigibahnen erschlossenen Gebiet gibt es auf der Rigi auch Wintersportanlagen auf der Seebodenalp ob Küssnacht und auf Rigi-Scheidegg ob Arth-Goldau.

Das Wichtigste zum Skiort Rigi im Überblick. (Text: Michael Lütscher / Fotos: Valentina Verdesca und Heinz Storrer)

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6. Fräkmüntegg – Krienseregg (LU)

Der Pilatus thront mit über 2000 Metern über Meer hoch über der Innerschweiz. Die Schlittelbahn beginnt aber nicht auf dem Gipfel, sondern bei der Mittelstation. Diese erreicht man mit der Panorama-Gondelbahn ab Kriens. Bei sehr guten Schneeverhältnissen ist die Bahn bis nach Kriens offen und damit sechs Kilometer lang. 

Das Wichtigste zum Skiort Fräkmüntegg im Überblick(Text: Marianne Siegenthaler / Foto: Christian Perret)

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7. Kronberg (AI): Schlittelplausch für kleine und grosse Kinder

Der Kronberg im Appenzellerland ist ein Paradies für Schlittelfreunde und Winterwanderer. Mit 7 Kilometern ist die Schlittelbahn die längste der Ostschweiz. Und bei schönem Wetter sind Säntis und Bodensee zu bewundern.

«Prächtig», denke ich, als ich die letzten Meter durch den Schnee zum Startgelände der Schlittelbahn hochstapfe. Die Luftseilbahn hat mich auf den 1663 Meter hohen Kronberg getragen. Über mir der strahlend blaue Winterhimmel. Unter mir eine graue Nebeldecke. Und vor mir der Abhang. Ich klemme den Holzschlitten namens Kronberg-Flizzer zwischen die Beine. Los gehts! Zweimal kräftig abstossen mit den Füssen, schon nimmt der Schlitten Fahrt auf.

Am Morgen bin ich mit der Eisenbahn vor der grauen Nebelsuppe geflüchtet. Die Appenzellerbahn hält in Jakobsbad direkt neben der Talstation der Seilbahn. Der Gipfel muss warten, zuerst gibt es im Talrestaurant Stärkung für Körper und Geist. Kaffee, Gipfeli und etwas Bergbahn-Geschichte. «Lange war der Kronberg das einzige Skigebiet im Appenzellerland», erzählt Geschäftsführer Andreas Wyss. Bis sich der Betrieb der beiden Lifte Lauftegg und Studen finanziell nicht mehr lohnte. Das Ende war ein Neuanfang. Anstatt auf Bretterfahrer konzentriert man sich im kleinen Wintersportgebiet Kronberg seit der Saison 2011/12 auf Kinder, Schneeschuh- und Winterwanderer.

Entstanden ist, laut Eigenwerbung der Bergbahn, die längste Schlittelpiste der Ostschweiz: Vom Kronberggipfel auf 1663 m ü. M. hinab zur Talstation Jakobsbad auf 880 m ü. M. Ein 7 Kilometer langer Sausespass, der mit wenigen Kurven, dafür einigen Steilhängen gespickt ist. Wie eine Skipiste wird er täglich mit einem Pistenfahrzeug präpariert. Die Länge ist aber nur ein Prädikat, das prächtige Panorama ein weiteres: Es reicht vom Säntis im Süden über den ganzen Thurgau bis zum Bodensee…

Das Wichtigste zum Skiort Kronberg im Überblick. (Text: Bruno Bötschi / Foto: Christof Sonderegger)

8. Ramslauenen (BE): Auf Kufen ins Tal

Das familienfreundliche Skigebiet Ramslauenen ist nicht nur schneesicher, sondern bietet auch einen Panoramablick von der Blüemlisalp bis zum Thunersee. Und da wäre noch der lange Schlittelweg, der über 7 Kilometer talwärts führt.

Das Wichtigste zum Skiort Ramslauenen im Überblick. (Text: Christian Perret / Foto: C. Bosshard)

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9. Pian Nara (TI): Die Schlittelpiste für Sportler

Schlitteln im Tessin? Aber sicher, auf dem Pian Nara! Um hinaufzugelangen, gehts erst mit dem Sessellift ab Leontica nach Cancorì, dann mit einem weiteren Sessellift auf den Gipfel. Achtung: Ab und zu quert man die Skipiste. Die Strecke ist deshalb auch eher für geübte, sportliche Schlittler geeignet. 

Das Wichtigste zum Skiort Pian Nara im Überblick. (Text: Marianne Siegenthaler  / Foto: Ti-Press, BfU)

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10. Lauchernalp (VS): Schlitteln und Bergkulisse

Die Lauchernalp im Lötschental gilt nicht nur als besonders schneesicher, sie punktet auch mit einer imposanten Bergkulisse mit 40 Bergspitzen, darunter einigen Viertausendern. In Wiler befindet sich die Talstation, von wo aus man hinunterschlitteln kann.

Das Wichtigste zum Skiort Lauchernalp im Überblick(Text: Christian Perret / Foto: C. Bosshard)

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11. Wallis – von Zermatt-Winkelmatten auf die Riffelalp

Ein verträumter Pfad durch einen verschneiten Arven- und Lärchenwald. Der Winterzauber besteht hier nicht nur im ultimativen Alpenerlebnis, sondern auch im flirrend inter­nationalen Lebensgefühl unter Gästen aus aller Welt. 

Hier finden Sie die detaillierte Wanderroute(Text: Claus Schweitzer / Foto: iStock)

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12. Graubünden – von Davos Platz nach Glaris

Der winterliche Trubel rund um die Talstation der Jakobshornbahn ist schnell vergessen, wenn man entlang des Flüsschens Landwassertal-abwärts durch die ­offene Landschaft von Davos spaziert. Mittendrin hockt der Land­gasthof Schraemli’s Lengmatta.

Hier finden Sie die detaillierte Wanderroute(Text: Claus Schweitzer / Foto: Martin Gardelliano)

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13. Bern – von First nach Ort oberhalb von Grindelwald

Eine der sonnigsten und aussichtsreichsten Routen in der Jungfrau-Region führt in rund drei Stunden von First über Bachalpsee und Waldspitz nach Bort.

Hier finden Sie die detaillierte Wanderroute. (Text: Claus Schweitzer / Foto: Nina Mattli)

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14. Schwyz – von Rigi Kulm nach Kaltbad

Der Hausberg der Nation ist ein beliebtes Ausflugsziel mit weitläufigen Winter­wanderwegen. Die kurze ­Route von Rigi Kulm nach ­Kaltbad ist ein Hochgenuss bei minimaler Anstrengung. Allerdings ist man auch selten allein unterwegs.

Hier finden Sie das Wichtigste zur Wanderroute(Text: Claus Schweitzer)

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15. Ftan (GR): Wundervolle Winterwanderung nach Prui

Die Route von Ftan nach Prui ist eine dieser perfekten Winterwanderungen, die einem das Herz aufgehen lassen – sie ist nicht zu steil, nicht zu lang, mit reizvoller Alpenszenerie und einer gemütlichen Hütte als Ziel. 

Hier finden das Wichtigste zur Wanderroute. (Text: Claus Schweitzer / Foto: Andrea Badrutt)

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16. Bern – Panorama-Rundweg Wispile

Mit der Gondelbahn geht es auf den Hausberg von Gstaad. Überanstrengen muss man sich bei dieser Wanderung nicht, und dennoch bekommt man enorm viel Panorama auf die Lauener Alpen und das Saanenland serviert. 

Hier finden Sie das Wichtigste zur Wanderroute(Text: Claus Schweitzer / Foto: iStock)

Dieser Artikel erschien zuerst bei Schweizer Familie.

6 Kommentare zu «Nochmals kurz in den Schnee?»

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