Bike-Kids habens schwer

Grosse Sprünge: Das Gewicht korreliert auch bei Kinderbikes sehr direkt mit dem Preis. Foto: Scott

Grosse Sprünge: Das Gewicht korreliert auch bei Kinderbikes sehr direkt mit dem Preis. Foto: Scott

Kann man auf einem 35-Kilo-Mountainbike Spass haben? Schwer vorstellbar! Die Feierabendrunde würde unverzüglich zur kräftezehrenden Tortur mutieren, der Sprung über ein kleines Hindernis zur fahrtechnischen Herausforderung und jede Richtungsänderung zum Kraftakt. Gewicht ist ein echter Spasskiller. Das wissen alle Erwachsenen, die unter Einsatz von viel Bargeld und Carbon krampfhaft versuchen, ihr Mountainbike um ein paar Gramm zu erleichtern.

Leichter Einstieg: 20-Zoll-Hardtail. Foto: Trek

Leichter Einstieg: 20-Zoll-Hardtail. Foto: Trek

Ein Fahrrad, das die Hälfte des eigenen Körpergewichts wiegt – das ist leider für die meisten Kinder und Jugendlichen Fakt. Papas vollgefederter Carbonbolide bringt meist weniger Gewicht auf die Waage als das Aluminium-Hardtail des Juniors. Ich spreche aus eigener Erfahrung! Die Kinderbikes auf den Fahrradständer des Autos oder über einen Viehzaun zu hieven, war bis vor kurzem ein Murks. Zwei von drei Kinder-Mountainbikes sind mittlerweile zum Glück mit Schutzblech und Licht zu strassentauglichen Schulrädern umgerüstet und durch relativ leichte Hardtails für den Freizeiteinsatz ergänzt worden. Mit dem wenig überraschenden Nebeneffekt, dass die Kids wieder richtig Spass an ihrem Sport haben.

Zu leicht erliegt man der Versuchung, das Produkt etwas zu gross zu kaufen. Foto: Scott

Schnell erliegt man der Versuchung, das Produkt zu gross zu kaufen. Foto: Scott

Natürlich korreliert das Gewicht auch bei Kinderbikes sehr direkt mit dem Preisschild. Aber ist billiger in jedem Fall auch wirklich günstiger? Ein Beispiel: Vor eineinhalb Jahren haben wir dem Zehnjährigen ein neues Mountainbike für relativ günstige 1200 Franken gekauft. Gewicht: jenseits der 14 Kilogramm. Spassfaktor: bescheiden. Die Federgabel ist mittlerweile in bemitleidenswertem Zustand und müsste eigentlich ersetzt werden. Genauso wie das Tretlager und der Antrieb. Addiert man den Kaufpreis und die offerierten Reparaturkosten, übersteigen die Gesamtkosten locker die 2000er-Marke. Selbst wenn man sich an die Tuning-Tipps von Experten und Spezialisten (siehe Beispiele von «Bike», Federleicht oder KUbikes) hält, kommt da schnell ein stattlicher Betrag zusammen.

Was ich daraus gelernt habe: Lieber gebe ich mittlerweile dreimal mehr aus für ein Kinder-Mountainbike, das markant leichter ist und dessen Federgabel und Komponenten qualitativ so hochwertig sind, dass sie nicht nur die zwei Jungs «überleben», sondern auch noch die Tochter. Gleichzeitig habe ich mich gefragt, weshalb ein Geschäftsmodell der Skibranche noch nicht Schule gemacht hat im Fahrradbereich: das Ski-Abo. Während die Kinder in der Wachstumsphase stecken, kauft man sich die Ausrüstung nicht, sondern mietet diese an. Mit dem grossen Vorteil, dass die Kinder auch immer die passende Grösse tragen respektive fahren.

Schweres Geschütz: 24-Zoll-Fully. Foto: Propain

Schweres Geschütz: 24-Zoll-Fully. Foto: Propain

Zu leicht erliegt man bei einem Kauf nämlich der Versuchung, das Produkt etwas zu gross zu kaufen, damit das Kind noch «hineinwachsen» kann. Aber zu grosse Mountainbikes schmälern nicht nur den Fahrspass, sondern sind auch ein Risikofaktor. Persönlich jedenfalls würde ich lieber jedes Jahr zwischen 500 und 750 Franken für ein qualitatives Leihbike ausgeben, wenn ich die Gewissheit hätte, dass es die passende Grösse und ein relativ tiefes Gewicht hat. Dass es bereits gebraucht ist, würde meine Entscheidung nicht beeinflussen, wenn der Vertragshändler dieses Bike-Pools jeweils den entsprechenden Service macht, bevor das Mountainbike weitervermietet wird.

Davon hätten wahrscheinlich alle mehr: Der Fachhändler, der an einer Miete wahrscheinlich mehr verdient als am Verkauf eines billigen Kinderbikes, die Eltern, die weniger Ärger mit defektanfälligen Produkten haben, und zu guter Letzt die Kinder, die dank reduziertem Gewicht mehr Spass auf zwei Rädern haben.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Kinderbikes gemacht? Welcher Typ sind Sie: mieten oder kaufen? Welche Tipps haben Sie für Fahrrad fahrende Eltern?

31 Kommentare zu «Bike-Kids habens schwer»

  • Marc sagt:

    Kann nur die Woom Bikes http://www.woombikes.ch empfehlen. Für jedes Alter hat es ein passendes Bike. Leicht und perfekt an die Grösse der Kinder angepasst. Ohne Federgabel, macht aufgrund des Gewichts auch Sinn. Zudem gibt es bei den grösseren Bikes auch eine City Variante, damit die Kinder in die Schule fahren können.

  • macbookmatthes sagt:

    Das alles gilt nicht allein für MTBs für Kinder,

    genauso für alle anderen Räder. Selbst wenn Geld keine Rolle spielt ist es schwierig. Manchmal hat man dann eine Lösung, aber nicht für lange, weil Hersteller Produkte wieder einstellen.

    https://bikephreak.wordpress.com/2015/01/30/k2-meist-schwieriger-als-k1/

  • Andreas Schmid sagt:

    Dank den Kommentaren hier habe ich auch endlich ein für Kinder geeignetes Velo gefunden. Für meine zehnjährige Tochter habe ich eines bei Islabikes bestellt. Nach wenigen Tagen war es da. Das Velo ist leicht, reduziert und schön. Und vor allem macht es ihr Spass!

  • pat plüss sagt:

    bingo!
    auch ich bin auf der suche nach einem flotten renner unter 10 kg für meine tochter schliesslich bei islabikes gelandet. ihre schulkameraden wollten flugs auch eins und haben es diese tage erhalten. schöne, gut gefertigte räder. die kleine hat einen mordsspass damit! (wir eltern natürlich auch: endlich veloferien über grössere distanzen!)
    inzwischen wurde in der nzz auch ein 24″ renner von scott vorgestellt, knapp 9 kg mit doppeltem kranz vorne, kostet aber auch 900.–.
    es ist schon erstaunlich, dass sich in unserem veloverrückten land keine veloschmiede findet, die für kinder erschwingliche velos bauen kann, ohne gleich in high-end-allüren zu verfallen.

  • Kusi sagt:

    Es gibt eine Firma, welche ein etwas abgespecktes Modell von „mit der Grösse wächst das Fahrrad“: upcycling-programm von woom bikes die von Rita Bürgi vertrieben werden.
    http://www.woombikes.ch
    Ich kann nur positives sagen: sehr leicht, sehr leichläufig, gute detail-lösungen (grüne und schwarze Bremse)…

    Unsere 3 1/2 Jährige Tochter hatte nach 10 minuten üben den dreh raus… und fährt und fährt und fährt… mit viel spass mit einem leichten rad

    und wir können nun endlich auf meine geliebten Bikeausflüge gehen…. :-)

  • Eduard J. Belser sagt:

    PS: Es gibt auch innovative Nischenanbierter von guten Kindervelos. Der gelernten Soloturner Zweiradmechaniker Andreas Willimann hat für seine eigenen Kinder ein Velo mit 16″-Räder mit optimierter Rahmengeometrie und geringem Gewicht entwickelt und im Mai 2016 an den BikeDays in Solothurn vorgestellt. Eine erste Serie ist im Bau. Sie ist ab Juli 2016 in seinem Laden «Ändus Bike Gallery» in Aetigkofen zu kaufen. Eine Ausführung mit 20″-Räder ist in Arbeit. Die Soloturner Zeitung hat darüber berichtet (http://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/lebern-bucheggberg-wasseramt/aetigkofer-entwickelt-neues-bike-der-prototyp-war-fuer-die-eigenen-kinder-130290064). Eigentlich sollte man solche Initiativen in der Schweiz belohnen und nicht einfach Baumarkt-Schrottvelos kaufen.

  • Eduard J. Belser sagt:

    Ich verstehe den ganzen Rummel um die unpraktischen, wenig alltagstaugliche Mountainbikes nicht. Vielleicht wären die meisten Kinder mit einem alltagstaugliche Kindervelos mit einer gelenkschonenden, auch im Stand schaltbaren Nabenschaltung und einer guten LED-Beleuchtung für die gute Sichbarkeit glücklicher als mit einem vollgefederten Mountainbike. Ich finde den Anblick von Mountainbike-FahrerInnen die mit grobstolligen Pneus, Vollfederung usw. auf glattem Asphalt herumlärmen eher lächerlich als sportlich – und wenn dann noch wegen des fehlenden Gepäckträgers die Einkäufe am Lenker baumeln, sieht es wirklich nur noch komisch aus. Bei Dunkelheit sind sie dann auch meist als unbeleuchtet Kamikaze-VelofahrerInnen unterwegs: Unbeleuchtet = unterbelichtet!

  • Sonja Sommer sagt:

    Schmunzeln musste ich über die relativ günstigen CHF 1200.
    Mein kompetenter Fahrradverkäufer riet mir für meinen täglichen Einsatz zu einem hochwertigen Flyer E-Bike für einige tausend Franken, zu einem 1400 Fr. City-Country Bike für den Wochen-Ausflug und zog mich lächelnd von den plus 2500 MTBs weg – zu einem 1200 CHF Vorjahres-Modell. „Reicht für dich“, war seine Antwort auf mein lautes „JA – ABER.“ Und recht hatte er – bin mit allen dreien sehr zufrieden.
    Wenn J.B.s Sprössling ein 1200er braucht. OK. Meiner kriegte zuerst ein Islabike (500), dann ein Kania (650) – beide leicht und gut.
    Und ja, die üblichen Kinderbikes sind echt zu schwer. Im Netz gibt es verschiedene Berichte/Tests dazu…

  • Oliver sagt:

    Unsere Kinder haben beide Kania Fahrräder. Das sind die leichtesten die wir gefunden haben und wir sind hoch zufrieden. Ein 20″ bike kostet rund 500 Euro und wiegt 7,7 kg. Die meisten machen den Fehler, dass sie schon bei den Kleinsten das Gefühl haben, sie müssten eine Federgabel montieren, was keinen Sinn macht, da die Federgabel bei dem niedrigen Gewicht der Kinder nicht anspricht und viel zu schwer ist. Die gibt’s hier zwar auch, aber machen meiner Meinung nach (wenn überhaupt bei Kindern) erst ab 24″ Sinn.

  • Tom sagt:

    1200 Fr. sind noch relativ günstig? Hallo? Dann geht die Federgabel etc. noch kaputt? Wurde da jemand nicht über den ganzen Tisch gezogen? Kauft in erster Linie Bikes mit guten Kompenenten und nicht den Namen des Herstellers. Gerade grosse Marken verkaufen überteuerte Drahteseln, die mit minderwertigen Antriebe, Schaltung etc. verbaut sind. Zudem muss ein Bike gepflegt werden und das können Kinder auch, wenn man es ihnen zeigt. Wenn die Kids nicht täglich Luftsprünge machen, sondern meist in die Schule fahren, dann ist es nicht tragisch, dass das Bike etwas mehr wiegt. Sie tragen das Velo ja nicht auf dem Rücken und beim Fahren spürt man den Gegenwind viel mehr als das Gewicht. Man kann auch masslos übertreiben und ganz teure/leichte Bikes als gut empfinden. Wer das Geld hat? Tja

  • Fred sagt:

    Beim ersten 20er war´s ein einfaches El-Cheapo-Alu-Rad, no name – weil fast alle Hersteller den gleichen Rahmen verbauen.
    Ausgetauscht wurden Reifen und Schläuche gegen die damals mit Abstand Leichtesten am Markt, ausserdem die Stahlnaben gegen Alu mit Steckkranz (das hat nicht wirklich Gewicht gespart, hab ich beim zweiten Velo weggelassen, weil Aufwand beim Neueinspeichen) und noch das Schaltwerk gegen ein uraltes XT-Werk getauscht.
    Gern hätte ich die Stahlgabel gegen Alu getauscht, war aber nicht machbar, weil da nur BMX-Ware erhältlich ohne Bremsaufnahme.
    Schlussendlich hat das ein paar Kilo gebracht und alles zusammen waren ca. 350 Franken. Jedes Gramm weniger wäre sinnlos teuer geworden – das war´s nicht wert.
    Wir waren immer noch um die zehn Kilo, aber besser als 14Kilo…

  • Pat sagt:

    Meine 6 jährige Tochter wiegt rund 20Kg. Müsste sie ein 13Kg schweres Velo mit 20″ Räder aus dem Baumarkt bewegen, wäre das erstens schwerer als meins oder umgerechnet, wie wenn ein Erwachsener, 70kg schwerer Mann ein 45Kg Hardtail fahren müsste. Das wäre doppelt so schwer wie das Ordonnanzrad von 1905. Das konnte ich meiner Tochter nicht antun. Da es kaum leichte Kinderrahmen für 20″ Räder auf dem Markt gab, wurde ein Rahmen nach Mass aus Alurohren geschweisst, die eigentlich für ein Triathlon-Rennvelo gedacht waren. Mit Carbon-Gabel, Scheibenbremsen, 7-Fach Schaltung und leichten, aber halbaren und Kindergerechten Anbauteilen wiegt das komplette Velo inkl. Pedalen 4,8Kg. Wer das Velo einmal bewegt hat, möchte es nicht mehr aus den Händen geben!

  • Andrej Westermann sagt:

    Ja, das ist relativ viel Geld. Etwa der Preis eines Ersatzscheinwerfers am modernen Auto.

    Qualität kostet und unsere Ich-will-alles-gratis-haben Mentalität ändert wenig daran. Wer das günstiger sucht, findet es als Occasion.

    Beim Thema Kindervelo ist es schwer, Abstand vom Konsumartikel und dem Preiskampf zu halten. Dabei wird die Praxis oft vergessen. Nur für die Eltern ist das Kindervelo ein Konsumprodukt, für die Kleinen ist es schlicht ein Transportmittel.

    Ich gebe zu, ich habe mal Fahrradmechaniker gelernt. Es gibt viel teiren Schrott so wie sich auch viele solide und bezahlbare Modelle finden. Meine Kids fahren Fatbike (VP 900.-), einfach und vergleichsweise günstig und mit viel Federung direkt in den Pneus.

    • Eduard J. Belser sagt:

      Meine Schwester musste an Ihrem Auto für sage und schreibe 700.- Franken den Blinkergeber ersetzen lassen. Beim Autokauf und Autounterhalt werden die Kosten als gottgegeben hingenommen und bei den Kindervelos wird geknausert und unbesehen Billigstschrott aus dem Baumarkt oder dem Internet gekauft. Das ist eigentlich krass und unverständlich. Um das ganze lächerliche Gehypere um die Federgabeln wird völlig vergessen, dass eine gute Ballonbereifung leichter, wartungsfreundlicher und billiger ist, aber feine Vibrationen, die die Gelenke unauffällig aber stark belasten, weitaus besser ausfedert als jede noch so teure Federgabel. Weniger ist eben auch beim Velo oft mehr. Eine gute Beleuchtung bringt an einem Kindervelo mehr Nutzen als eine Federgabel und ähnlicher überteuerter Schnickschnack.

  • Lia sagt:

    zum Glück haben die meisten Eltern dieses Problem nicht, da sie sich solche Preise für ein Velo gar nicht leisten können. Unglaublich, mit welcher Selbstverständlichkeit hier ein „1 Woche Urlaub für 4 Personen“-Velo als günstig betitelt wird..

    • Dani Kobler sagt:

      @ Lia: nicht leisten können oder eher nicht leisten wollen?
      Der Einstellhallenplatz für Fr 120.- und das jeden Monat jahreinjahraus ist jeweils kein Problem, ebensowenig mit dem Auto zum FC Traning oder ins Shoppy, das kostet ja nichts weil das Auto ja eh schon da ist.
      Fr 1200.- für ein neues Velo, das vom ersten Kind zwei Jahre und vom jüngeren Kind nochmals 2 Jahre gefahren wird, für Schule, Badi und Training benutzt wird, danach für Fr 200.- weiterverkauft wird, also ich hab schon für dümmeres Geld ausgebeben.
      Und nein, damit meine ich nicht Alufelgen für die Winterpneus.

      • Sportpapi sagt:

        Wir haben kein Auto und die Garage ist für die Velos da. Trotzdem finde ich 1200 Franken für ein Kindervelo, das in der Regel nicht für den Sport, sondern die kurzen Wege im Dorf gebraucht wird, auch als sehr viel. Kommt dazu, dass es auch einen entsprechenden Umgang (abschliessen, Pflege, usw.) erfordern würde.
        Die Preisklasse käme für uns nur dann in Frage, wenn wir als Familie regelmässig im Gelände unterwegs wären.

    • Christian sagt:

      Es gibt auch preiswerte, leichte und relativ gute Kinder Bikes von Kokua für ca 600. Sehr empfehlenswert.

  • Eduard J. Belser sagt:

    Gescheite Kindervelos sind ein Problem, weil sie eigentlich mitwachsen müssten. Hier wird man nur im oberen Preissegment fündig aber es kann sich rechnen wenn man den entsprechenden Anschaffungspreis auf die ganze Nutzungsdauer umlegt. HP Velotechnik hat mit dem faltbaren Gekko fxs ein Liegetrike entwickelt, dass von einer Körpergrösse von 115 bis 180 cm, d.h. bis ins Erwachsenenalter mitwachsen und Fahrspass bereiten kann. Allerdings hat das seinen Preis ist aber eine Anschaffung für 10 bis 20 Jahre oder noch länger. Ich fahre seit 5 Jahren die Normalausführung Gekko fx und bin einfach begeistert vom Fahrkomfort und der Verarbeitungsqualität. Was auch zu beachtet wird ist das Ausrüsten mit einer guten Beleuchtungsanlage, denn Sicherheit durch Sichtbarkeit ist überlebenswichtig.

    • AG sagt:

      Interessanter Ansatz von HP Velotechnik.
      Schade nur, dass ein Gekko, egal ob fx oder fxs, real meist auf über 20kg kommt.

      Dies ist schon für Erwachsene enorm viel und erst recht für Kinder (30 kg Kind zu 30 kg Fahrrad und Gepäck). Bei den Erwachsenen wird dann ein solcher Möbelwagen oft halt gerade mit „E“ gekauft, für Kinder ist dies aber keine legale Option und macht das Velo noch schwerer.

      • Eduard J. Belser sagt:

        Das Gewicht von Liegetrikes ist höher, das ist klar. Mein HP Gekko fx wiegt ehrlich gewogen, d.h. mit schwerem Gliederschloss usw., 22 kg. Das ist im Vergleich zu meinem Gewicht immer noch wenig wenig, aber bei einem Kind wäre es sehr happig. Aber in flachem Gelände ist das auch für ein Kind kein Problem. Bei anspruchsvollerem Gelände muss die Schaltung einen entsprechend grösseren Bereich abdecken. Bei mir sind es mit einer stufenlosen NuVinci N360 Nabenschaltung und einer zweigängigen Schlumpf HighSpeedDrive Tretlagerschaltung 900% zwischen der kleinsten und der grössten Entfaltung. Das ist deutlich mehr als bei den meisten MountainBikes. Das reicht zum Bewältigen steiler Anstiege und in der Ebene auch zum richtig schnell fahren.

  • Rage sagt:

    1200.- für ein relativ günstiges Mountainbike? Unsere Kinder fahren beide Velos von MTB Cycletec und wir sind bestens zufrieden, auch mit dem Gewicht. Das Moskito gehört immer noch mit zum Leichtesten, was hier erhältlich ist und hat einen Top Wiederverkaufswert, auch noch nach 5 Jahren und zwei Kindern.

  • romanok sagt:

    Early Rider sind hochwertig und leicht… wir haben schon den 2. in 20″

  • Peter Kobelt sagt:

    Grundsätzlich muss man wahrscheinlich unterscheiden, welches Einsatzgebiet ein Kinderbike hat. Um vom Vorplatz in die Schule ins Fussballtraining zu fahren und regelmässig auf den Boden geschmissen oder umgestossen wird, reicht ein x-beliebiges, vollgefedertes möchtegern Monstrum.
    Soll dem Kind der Spass an der koordinativ herausfordernden Fortbewegung im Gelände näher gebracht werden, erhöht ein gewichtreduziertes Bike den Spass und die Motivation signifikant!
    Unser Junior nennt ein reduziertes Kania, mit 7.4 kg, keine Federgabel, 10-fach, angepasste Bremsen sein eigen und fährt auch darum seinen Kollegen mit ihren 14kg plus Bikes nur so um die Ohren. Auf- und insbesondere auch abwärts…

  • Martin Kallmann sagt:

    Als Kind hatte ich ein Velo, das 100.– Franken gekostet hat als Occasion – und wir hatten viel Spass am Fahren. Das Hochrüsten fängt heute schon im Kindesalter an.

  • dres sagt:

    Ich sage nur Cube. Natürlich ist das Verhältnis zwischen Kinder- und Velogewicht immer noch ungünstig für das Kind, aber das Preisverhältnis stimmt definitiv. Und der Spassfaktor auch.

  • Pumuckl sagt:

    Die Idee, Kinderbikes zu mieten klingt bestechend. Wenn ich mir aber anschaue, wie viele Kids und Jugendliche mit ihrem Bike umgehen, wäre ich nicht bereit dieses Bike im nächsten Jahr für viel Geld zu mieten. Kommt hinzu, dass Ski und Snowboard nur wenige Tage im Jahr wirklich genutzt werden und obendrein wenige bewegliche Komponenten haben. Ein Bike ist praktisch täglich im Einsatz und hat viele bewegte Teile.
    Weiter kann ich das beschriebene Problem nicht ganz nachvollziehen. Wenn ich bereit bin 1000 oder 2000 Fr für ein Kinderbike auszugeben, dann fällt es mir schon heute nicht schwer, ein Bike mit 24 Zoll Reifen mit rund 10 kg zu finden. Für 6.5 – 8 kg. muss ich bei gleicher Grösse dann allerdings schon wesentlich tiefer in die Tasche greifen und besser suchen.

  • Sonja sagt:

    Islabikes

    • Benno sagt:

      Ja, es gibt ein paar wenige gute Anbieter, darunter die sympathische Firma islabikes.co.uk aus England. Auf deren Website finden sich auch viele Infos zum Thema – neben Gewicht brauchen Kinder auch eine passende Geometrie und Komponenten. Alternativ gibt’s das 7.7kg Moskito von MTB Cycletech. Mit beiden haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.
      Die grösste Schwierigkeit ist die Überzeugungsarbeit beim Kauf: wenn der Kollege 27 Gänge und Federgabel hat, dann will’s der Filius auch. Sobald das reduzierte Bike dann aber in der Garage steht, merken die Jungen die Vorteile des tiefen Gewichts und haben viel Spass mit dem Gerät.

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