Die grosse Lumen-Lüge

(Flickr/GrejGuide.dk)

Nicht alle Velolampen sind ihren Preis wert: Vorderlichter auf einem Bike. (Flickr/GrejGuide.dk)

«2000 Lumen für 150 Dollar!» Stolz präsentierte Bruno die Lampe, die er und seine Arbeitskollegen in einer Kollektivbestellung auf einer asiatischen Website erworben hatten. Wir waren alle beeindruckt. Allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt, als er seinen Bikescheinwerfer angeknipst hatte. Von wegen Flutlicht! Der Lichtkegel schien nur insignifikant heller als derjenige, den Andreas’ Hope 2 mit deklarierten 480 Lumen emittierte. Wobei anzumerken ist, dass Andreas derjenige in unserer Mountainbike-Gruppe ist, der sich als Erster aus unserem inoffiziellen «Lumen-Wettrüsten» verabschiedet hatte. Wir waren beruhigt. Nicht dass wir damit ein Problem gehabt hätten, wenn Brunos Lampe heller gewesen wäre als die unseren – wir hätten von seinem Lichtstrahl unter Umständen auch profitieren können. Aber es wäre doch mehr als beunruhigend gewesen, hätte er für ein Viertel unserer Investitionen ein gleichwertiges Produkt erhalten.

Schummeln mit Lumen

Ob sie hält, was sie verspricht? Mountainbikelampe Halo von OGO Dirtlamp mit deklarierten 6000 Lumen.

Ob sie hält, was sie verspricht? Mountainbikelampe Halo von OGO Dirtlamp mit deklarierten 6000 Lumen.

Man stelle sich vor, man kauft sich eine neue Federgabel, die statt der deklarierten 160 Millimeter Federweg nur gerade um 100 Millimeter einsinkt. Das allerdings auch nur auf den ersten Kilometern, nur um danach konstant abzubauen, bis dass der Federweg nach 30 Kilometern gerade noch 25 Millimeter beträgt. Das würde kein vernünftiger Mountainbiker akzeptieren, oder? Was bei Federgabeln einen Sturm der Entrüstung verursachen würde, wird von vielen Sportlampenbesitzern kommentarlos akzeptiert. Natürlich lassen sie sich nicht wissentlich irreführen, aber es ist ungleich schwieriger, die Versprechen der Hersteller zu überprüfen als bei einer Federgabel, bei der mit einfachsten Mitteln nachgemessen werden kann, wie viel Federweg effektiv zurückgelegt worden ist.

Theoretisch kann auch bei Lampen nachgemessen werden, wie viel Licht effektiv emittiert wird, nur sind die Testverfahren ungleich komplizierter und aufwendiger. Genau dies nutzen die Hersteller aus, die mit irgendwelchen Fantasiezahlen auf Kundenfang gehen. Damit nicht genug, denn selbst die präzise Angabe der Lichtmenge sagt nur wenig darüber aus, was ich als Mountainbiker im Gelände effektiv sehe. Ob das Licht in der Distanz gebündelt oder in die Breite gestreut wird, wird nämlich durch die Reflektoren definiert, welche verwendet werden. Während sich ganz viele Hersteller damit begnügen, irgendwelche Standardreflektoren zu nutzen, designen Hersteller mit höheren Ansprüchen ihre Reflektoren selber. Dabei berücksichtigen sie auch, für welchen Einsatzzweck die Lampe vorgesehen ist.

Um die Sache zusätzlich zu komplizieren, ist auch entscheidend, über welche Dauer die deklarierte Lichtmenge ausgegeben wird. Billiglampen sind oft nicht elektronisch gesteuert und die maximale Lichtmenge wird nur für kurze Zeit und bei vollem Akkuladestand geleistet. Schon nach kurzer Zeit nimmt die Leistung ab, bis dann das Licht komplett ausgeht. Elektronisch regulierte Lampen erbringen die deklarierte Leistung hingegen während der ganzen Akkulaufzeit – ein nicht unwesentlicher Unterschied.

Standard für mehr Transparenz

Ganz so machtlos, wie es scheint, sind wir Konsumenten allerdings nicht. Mittlerweile gibt es beispielsweise den sogenannten FL-1-Standard des amerikanischen Instituts für Industrie-Standards American National Standards Institute, Ansi, (siehe Video unten), der unter anderem die Helligkeit und die Brenndauer misst und zertifiziert. Führende Hersteller lassen ihre Produkte bereits jetzt nach diesem Standard testen im redlichen Bemühen, Licht ins Dunkel des Lampenmarkts zu bringen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit lichtstarken Mountainbikelampen gemacht? Haben Sie sich bisher auf die Herstellerangaben verlassen? Wo kaufen Sie Ihre Mountainbikelampen und welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

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54 Kommentare zu «Die grosse Lumen-Lüge»

  • Jakob sagt:

    Ich finde diesen blinde Drang nach mehr und mehr Lumen auch furchbar. Das ist genauso sinnfrei wie bei den Megapixeln bei Kameras. Mehr heißt nich besser…

  • Schneeberger sagt:

    Ich hasse diese sinnlosen Blender im Stadtverkehr!
    Luxomanie oder Lumen-Manie hin oder her.
    Wichtig sind:
    – gute Ausleuchtung der Fahrfläche
    – kein Blenden des Gegenverkehrs im Strassenverkehr!
    Die meisten haben keine Ahnung, wie man diese Lichter auf Abblenden ausrichtet.
    Einige fahren sogar mit Offroad-Flutern in der Stadt herum. Das ist kriminell und verboten, aber die Polizei tut nichts.
    Auch einige Hersteller scheren sich einen Deut um die Vernunft und Sicherheit.

  • Max sagt:

    Hallo
    Als Biker ist es toll, dass es solche lichtstarke Lampen gibt. Ich nutze auch eine getunte Chinaleuchte und bin sehr zufrieden damit.
    Das Proplem dieser Leuchten ist, dass sie immer als Scheinwerfer ausgeführt sind. Werden diese dann im Strassenverkehr eingesetzt führt dies natürlich zu den besagten Kommentaren…
    Reflektoren in Nebellampenausführung würden zumindest im Strassenverkehr die Blendwirkung des Gegenverkehrs verhindern. Es wird hier am Gestzgeber liegen eine entsprechende Verordnung zu verfassen, sonst wird wohl kein Biker auf sein tolles Licht verzichten bzw ein Hersteller eine entsprechende Leuchte auf den Markt bringen. Solange keine solchen Leuchten verfügbar sind, werde auch ich weiterhin den einen oder anderen zeitweise etwas blenden, möchte ja auch sicher auf einem ausgeleuchteten Fahrweg nach Hause kommen. Sorry

  • Fabian Frei sagt:

    Wenn es wirklich viel Licht aus Schweizer Produktion sein soll: Scurion macht schon tolle Lampen – die haben allerdings definitiv ihren Preis.

  • Peter sagt:

    Herbst und Winter bin ich öfters mit dem Bike im dunkeln unterwegs. Meine Erfahrung zeigt, dass zu helle Lampen die ganze Stimmung vom Nachtbiken kaputt machen. Ich habe ein winziges China Lämpchen mit 1500 Lumen und bin meistens mit 50 bis 75% der max. Leistung unterwegs. Nur bei schwierigen Singletrails nutze ich die volle Leistung. Die meisten LED Lampen sind völlig überteuert, mein Lämpchen hat frei Haus gerade mal Fr. 50 gekostet. Auf Strassen nutze ich eine Lenkerlampe mit wenig Streuung, da die Offroad Lampen enorm streuen und blenden. Auf Strassen ist das Rücklicht und seitliche Reflektoren sehr
    wichtig. Als Autofahrer ärgere mich enorm über die Idioten, die im Dunkeln ohne jegliche Beleuchtung unterwegs sind.

  • Armin sagt:

    Das ist ja toll wenn man im Dunkel viel sieht. Leider ist jedes 2 Velo mit einem falsch eingestellten Licht unterwegs und blendet massiv. Vor Jahrzehnten mussten die Velobeleuchtungen in der Schweiz geprüft werden, bevor sie in verkehr gesetzt werden durften. Bei Solchen Tests würden nicht stabile Beleuchtungen durchfallen.

    Es grüsst ein oft geblendeter Velofahrer

  • Hans Meier sagt:

    Finde die neuen grellen Lampen im Strassenverkehr generell nicht gut. Es ist das gleiche wie bei der neuen, sehr hellen LED Autobeleuchtung. Die Beleuchtung blendet aktiv den entgegenkommenden Verkehr, anstatt die Strassenbahn nach unten zu beleuchten, leider blenden mich zunehmend auch Velofahrer mit ihren neuen extrem hellen LED Lampen. Das Problem, man sieht nur das Licht und sonst herum nichts mehr, vorallem bei Regen, finde ich extrem gefährlich, da hier in der Schweiz bevorzugt fast alle Fussgänger in der Nacht in Schwarz rumlaufen, macht die Sache leider noch gefährlicher. Habe auch angefangen, Autos und Velos die mich stark blenden mit Fernlicht zu gegenblenden, man sieht dann immer, das es die andere Seite eigentlich auch stört, bei ganz starken Blendern (Autofahrer) kommen dann noch zusätzlich die Nebelscheinwerfer zum Einsatz, damit überblende ich das LED Licht und habe wieder klare Sicht, weil ich auf weite Sicht hell sehe. Eigentlich voll Dumm, aber irgendetwas muss sich hier ändern. -_-

  • Paul Mircher sagt:

    Auch wenn jedes Velo ein Licht haben muss (was nicht stimmt, Ausnahme sind z.B. Rennräder unter 11 Kilo) heisst das noch lange
    nicht das jedes verkaufte Velo ein Licht verbaut hat. Es Braucht auch jedes Auto Scheinwerfer, ich kann aber auch Autos ohne
    Scheinwerfer verkaufen, es spricht nichts dagegen. Natürlich sind die Autos dann nicht Strassentauglich, aber das ist nicht das Problem
    des Verkäufers. Ich kann auch ein Auto besitzen ohne einen Führerschein zu haben, damit fahren darf ich dann aber nicht.

  • Silvio sagt:

    Seit 18 Jahren fahre ich regelmässig nachts mit dem Mountainbike durch die Landschaft. Aus grossem Interesse an Sinnvollen Beleuchtungen teste ichoder meine Bikegefährten die verschiedensten Produkte selbst. Über die ganze Summe gesehen gibt es für mich nur die Marke Lupine. Mein Tip ist Lupine Betty oder auch Wilma.Langfristig hat man damit das nachhaltigste, robusteste und leistungsstärkste Produkt das mir bekannt ist.

  • sugus sagt:

    Mich würde es mal interessieren, aber ist es nicht so, dass per Gesetz JEDES Velo ein Licht haben muss? Wenn ja, warum dürfen dann Velos OHNE Licht verkauft werden?

    • Armin sagt:

      Bei einem Rennrad macht ein fest installiertes Licht keinen Sinn. Das darf so nur am Tag gefahren werden.

    • Oliver sagt:

      Jedes Velo muss mit einem stehenden Vorder- (weiss) und Rücklicht (rot) ausgerüstet sein. Dies muss aber nicht ab Werk sein. Wäre da auch schwierig aufgrund der diversen „Velotypen“ eine Norm zu definieren.

  • olivier lentze sagt:

    Sieit Jahren habe ich Erfahrung mit night riding, auch bei – 15 grad was die Batterien sehr beanspruchen.
    Momentan habe ich gute Erfahrung mit zwei LEDLENSER B 7 Lampen die etwa EUR 70 pro Stück kosten und die 200 Lumen pro Lampe liefern. Vorteile:
    – sehr einfach auf den Lenken zu befestigen ooder ab zu nehmen
    – normale aufladbare AAA Batterien
    – sehr leicht
    – beamer kann sich sehr einfach einfach einstelen. Eine Lampe für weite Sicht und eine Lampe für nahe Sicht.
    – sehr langes licht bei jeder Temperatur: mindestens volle zwei Stunden
    – she gutes helles licht.
    – dazu einen kleine leichte lappe auf dem Helm dan kann es losgehen.

    Olivier Lentze aus Brüssel

  • Klaus sagt:

    @Philipp M. Rittermann

    Hallo,

    was ist dann die größere Umweltverschmutzung:

    Mit dem Auto zur Arbeit zu fahren oder stattdessen mit einer ordentlichen Lampe diesen Weg zurückzulegen ( ca 40 km)

    Ohne diese umweltverschmutzenden Lampen wäre ich schon mehrfach wegen irgendwelcher Hunde, Rehe oder Äsetn gestürzt.

    Klaus

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      sehen sie, lieber klaus. rehe gehören in den wald; mountainbiker nicht. und schon gar nicht im dunkeln.

  • Ich habe meine beiden Räder (Treckingrad/Faltvelo) mit Nabendynamos und den B+M IQ Scheinwerfern mit einmal 40 und zum anderen 25 Lux ausgestattet. Damit sehe ich auch bei totaler Dunkelheit und bei entgegenkommendem Verkehr gut. Die Fahrbahn- und Seitenausleuchtung der B+M-Scheinwerfer ist mustergültig. Aktuell würde ich wohl zu den 80 Lux Premium-Produkten greifen.

    Ich sehe nicht, was gegen die Ausrüstung auch eines Mountain-Bikes mit Nabendynamo spricht. Dafür spricht jedenfalls – endlich anständige Beleuchtung, die den Gegenverkehr nicht blendet!

  • Werner Meier sagt:

    Egal wieviel Lumen. Es wäre der Verkehrssicherheit schon sehr gedient, wenn jeder Velofahrer mit üblicher Beleuchtung im Dunkeln herumfahren würde. Nix blingbling, nur einfach solide Beleuchtung. Danke.

  • Roger Gerndt sagt:

    Mecht Euch doch eine Led Lenser X21 ans Bike und Ihr habt’s taghell. – Und ca. 1500gr mehr Gewicht. – Aber Taghell. Und wir sprechen ja von Licht. – Ein Test ist zu sehen unter:

    http://www.youtube.com/watch?v=ZgOsqwziGdI
    http://taschenlampe-led.eu/test-zweibrueder-led-lenser-x21-led-taschenlampe-106.html

    Und es gibt noch viele Tests und Vergleiche mehr!

    Ich habe die X21 auf mein Velo geschraubt und bin extrem zufrieden. Die 1500gr nehme ich gerne in Kauf :-)

  • Thomas Tanner sagt:

    Meine Freundin heisst Betty. Mit ihr gehe ich fast täglich in den Wald und dann lassen wir es so richtig krachen……
    Im Ernst; es gibt nichts besseres, als eine Betty R von Lupine. Kostet aber auch eine Stange Geld. Inkl. gutem Akku und Charger plus noch ein paar Halterungen so im Bereich von knapp unter CHF 1’000.

    • dani aregger sagt:

      der lamborghini unter den pfunzeln! bei mir tuts die wilma. am helm und möglichst umweltbewusst. das können wir biker auch, entgegen vieler aussagen hier… und wir sind fit, happy und bekommen von der natur sogar was mit und nicht nur vom hörensagen. viva betty & wilma

  • Nico sagt:

    Mein Fahrrad aus den 80ern hat noch die Originalbeleuchtung. Das hat damals gereicht und das reicht auch heute um nachts übers Land nach Hause zu fahren. Nur wenn diese Vollpfosten mit Ihrer fünf Millionen Lumen entgegenkommen, dann würde ich mir so einen Blendstrahler wünschen. Akkulebensdauer ist nicht so wichtig. Der muss ja nur ab und zu während 10 Sekunden Strom liefern. Den Gedanken an einen Laserpointer habe ich schnell wieder fallen gelassen. Man sieht ja nicht mal wo man hinzielen muss…

  • Urs Kyburz sagt:

    Ich habe mir letztes Jahr den Trailbeamer 1000 von Veloplus besorgt und bin sehr zufrieden. Ich benutze ihn auf dem Arbeitsweg, der über Feldwege und unbeleuchtete Strassen führt. Einen Bericht über meinen ersten Lampeneinsatz findet man hier: http://urskyburz.blogspot.ch/2012/12/funzel-aus-scheinwerfer-hier-kommt-der.html

  • Ben sagt:

    Liebe Leute, geht doch einfach nicht aufs Bike wenns dunkel ist. Aus meiner Sicht sowieso eine Unsitte, es reicht doch wenn wir die Natur untertags stören. Deshalb erübrigt sich aus meiner Sicht auch diese kindische Diskussion (wer hat den längsten?)…

    • dani aregger sagt:

      sicher ben. gute antwort. im winter kann ich also am abend nicht mehr biken und mich sportlich betätigen nach deiner aussage. ah ja, fitnessstudio, da hats ja auch kein licht. und autofahren in der nacht tust du auch nicht und zu hause hast du kerzen? bravo… solche aussagen sind schwach. ich bike im dunkeln, auf den breiten forststrassen, möglichst umweltverträglich. dito langlauf und schneeschuhwandern. ich bin dafür fit, happy, habe ein gutes gefühl und denke nach, bevor mich äussere. gruss in die dunkelheit

      • Hotel Papa sagt:

        Auf der breiten Forststrasse tuts aber eine Standard-Velobeleuchtung, die die Fahrbahn ausleuchtet. Kein Bedarf an Wettrüsten und Schwanzvergleich.

  • Urs sagt:

    Lupine Betty R ist top, macht die Nacht zum Tag (3300 Lumen) und ist heller als ein Auto-Xenonscheinwerfer. Die Fussgaenger in der Fussgaengerzone schaetzen es besonders :)

  • Manfred sagt:

    Licht für Radfahrer? Wusste gar nicht dass es das gibt. Wenn du durch Zürich gehst siehst du höchst selten einen Velofahrer der Licht benützt; Wieso auch, sie haben ja eh das Gefühl jeder sieht sie!

  • Thomas Mathis sagt:

    An meinem Fahrrad habe ich für den Strassenverkehr vorne und hinten Lampen von Busch & Müller verbaut (IXON IQ Speed / IX-Red Senso), zudem noch ein blinkendes Rücklicht an der Seitenstrebe. Die IXON IQ Speed liefert genau das, was ich erwartet habe, die Angabe ist hier allerdings in LUX (50), Lumen weiss ich nicht. Auf der geringen Stufe ist sie auch nach deutschem Recht im Strassenverkehr erlaubt (CHF 270.-). Es gibt die praktisch gleiche Lampe (40 LUX) auch mit integriertem Akku/Batterien für um die CHF 140.-, die ist für den Strassenverkehr genau so gut geeignet.

    Für Fahrten Abseits(!) der Strasse habe ich auf dem Helm eine Lupine Piko 7 mit 1200 Lumen. Die Helligkeit und die Ausleuchtung dieser Lampe sind beeindruckend (insbesondere aufgrund der geringen Grösse). Die Verarbeitung ist ebenfalls top! Qualitativ kommt die Busch & Müller niemals an die Lupine heran. Allerdings ist die Lupine mit gut CHF 400.- kein Schnäppchen, aber jedenfalls ihr Geld wert. Gefühlt erreicht sie ihre angegeben Werte.

    Zum Tauchen habe ich eine verhältnismässig günstige Lampe aus China, welche zwar extrem gut leuchtet, aber nicht immer funktioniert. Deshalb habe ich als Backup eine Heser Backup Light. Dies ist zwar nicht so leuchtstark und stärker fokussiert, funktioniert aber dafür zuverlässig. Preislich sind sie fast identisch.

    Fazit: Qualität UND Leuchtkraft kosten einfach Geld. Meine Käufe haben immer genau das geliefert, was ich erwartet habe. Bei Zweifel betreffend den Lumen sollte man sie entweder live testen, oder zumindest Videos im Netz suchen. Zudem machen die Lumen (so weit ich weiss) keine Aussage über die Art des Lichtes (Lichtfarbe, Kontrast), hier gibt es aber auch grosse Unterschiede.

    • Chris sagt:

      Die Lupine 7 ist der absolute Hammer. Für Nachtfahrten abseits von Siedlungen und beleuchteten Strassen ideal. 4 Stunden Beleuchtung taghell. In DEU für EUR 339 bei bike-discount.com gekauft und sehr zufrieden. Wer ernsthaft in der Nacht buken will, braucht gutes Licht. Und die entsprechenden Lampen haben ihren Preis.

  • Marco sagt:

    Bis vor ein paar Jahren waren wirklich starke Lampen selten. Zwei Freunde von mir, Elektroingeneur und Modellbauer, haben deshalb eine eigene Lampe entworfen, um auch nachts mit hoher Geschwindigkeit fahren zu können. Ich kann sie wärmstens empfehlen: http://www.facebook.com/PedalBikeParts

  • Tim Weser sagt:

    Also was lernen wir daraus:
    – Keine NoName-Lampen kaufen (und schon besten gar nicht direkt in Asien).
    – Utopische Lichtströme zu Billigpreisen sollten stutzig machen.
    – Keine ungeregelten Billiglampen kaufen

    Ansonsten gibt es im Internet Foren von Leuten die Taschenlampen (bzw. alles was leuchtet) als Hobby haben und intensiv testen und berichten, das hilft auch sehr weiter. Sogenannte „China-Lumen“-Lampen werden dort enttarnt.

  • Joe Amberg sagt:

    Habe gerade eine 7000 Lumen Lampe auf ebay.de gekauft für EUR 90, das Ding gibt richtig viel Licht ab :-)
    Zur Erinnerung: das Auge funktioniert logarithmisch, 2000 Lumen sind selbstverständlich nicht „5x heller“ als 400 Lumen…
    Wird zudem der Abstrahwinkel grösser – die Lumenmoster haben alle einen ziemlich grossen Abstrahwinkel, damit echt was hat von all dem Licht – hat man rasch den Eindruck dass es „gar nicht heller“ sei – was Lumen-mässig überhaupt nicht stimmt.

  • Hans Huber sagt:

    Nach Wochenlanger Rechereche benutze ich seit 1.5 Jahren Fenix Lampen. Habe den 2200 Lumen Schiisistünggu (Scheinwerfer), TK45 mit 870 (Streulicht) und die 70 mit integriertem Akku (Kegel) und die Stirnlampe mit 1200 Lumen.
    Ein Velo habe ich allerdings nicht… ;)

  • calmar sagt:

    ‚grosse‘ lumen luege? Kommts draufan?
    xml diode ist xml diode +/-. Dann kommts noch drauf an wieviel Strom man da durchlaesst. Und damit hat man was ziemlich optimales.
    Ob das jetzt 20 millionen Lumen sind, oder 200 interessiert doch niemanden.
    Jedes Kind weiss dass die Chinesen mitunter draufschreiben was sie wollen.
    Eine xml ist x-mal staerker/effizienter als was die Schweizer Hinterwaeldner noch im Verkauf stehen haben aufjeden Fall. Naja der Aldi verkauft nun auch eine xml-lampe (via austria und natuerlich auch China). 30.- oder so – aber mit den Hinterwaeldler batterien anstatt the li-ionen.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    lichtstarke mountainbikelampen sind gleichzusetzen mit umweltverschmutzung. wenns dunkel ist, geht man ja nicht mountainbiken.

    • Hans sagt:

      Gilt das auch für die Lampe an ihrem Auto, ihrem Motorrad oder generell für alle Lampen? Stellt die Strassenlampen ab, wenns dunkel ist soll man nicht draussen rumlaufen…

    • Urs Kyburz sagt:

      Dann gehe ich davon aus, dass Sie das Haus auch nicht mehr verlassen, wenn es dunkel ist. Denn das wäre ja auch Umweltverschmutzung, wenn Sie in Ihr Auto sitzen (unterstelle Ihnen jetzt mal, dass Sie sich sowieso nirgends zu Fuss hin bewegen, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren).

    • Stefan sagt:

      Aber Zuhause wird trotzdem das Licht angestellt..

  • Martin Wynistorf sagt:

    Ich verwende zum tauchen eine Uwalight, die in der Schweiz hergestellt wurde. Die verhältnismässig kleine Lampe liefert weit über 3000 Lumen, welche über die gesamte Akkulaufzeit (über 1.5h bei voller power!) abgegeben werden. Der Hersteller ist mit den Lumenangaben realistisch und bedient sich keineswegs irgendwelchen Fantasieangaben. Dasselbe gilt auch für die Bikelampen, welche von der Steuerung bis zum Gehäuse komplett „swiss made“ sind. Der Akku Lithium Ferrum Phosphat, der keinerlei Memoryeffekt hat, kennen andere Hersteller nur von hörensagen. Reflektoren lassen sich in weniger als einer Minute austauschen. Natürlich hat das alles seinen Preis und natürlich stellt sich auch die Frage ob man eine Lampe fürs Fahrrad braucht , die heller ist als ein Autoscheinwerfer und zudem noch für die Ewigkeit designet wurde.
    Seit ich eine solche Lampe besitze, ist das Thema für mich ein für allemal gegessen.

  • Stefan sagt:

    Das beste ist, wenn man die Lampen direkt miteinander vergleichen kann. Nur Messwerte und irgendwelche Grafiken sind mir persönlich zu unsicher.
    Grundsätzlich sollte man meiner Meinung nach lieber etwas mehr Geld investieren. So ist man höchstwahrscheinlich von Anfang an zufrieden und muss nicht nach einer ersten entäuschenden Billiginvestition noch einmal tief in die Taschen greifen.
    Ich benütze die Eigenmarken von Veloplus. Eine breitstrahlende Leuchte auf dem Lenker und ein Scheinwerfer auf dem Helm. Für mich im Gelände die beste Kombination.

  • Josef Kurath sagt:

    Ich benutze keine derartigen Lampen am Fahrrad. Die Geschichte erinnert mich jedoch an die Hertz-Angaben (Bildwechselfrequenz) bei den Fernehern – auch hier sind die Hersteller äussert „kreativ“ und geben Werte an die technisch/physikalisch gar nicht möglich sind.

  • Taucher sagt:

    Gleiches findet sich auch beim Tauchen… hier ein Erklärungsansatz: http://www.tillytec.de/index.php/de/technik/das-kleine-lumen-1×1.html

  • Lukas Aeschbacher sagt:

    Nebst Lichtmenge, Lichtverteilungscharakteristik und Akku-/Batterielaufzeit ist für Allwetter- und Schlamm-Biker noch ein weiterer Faktor wichtig: Wasserdichtigkeit. Bei mir haben schon zwei Lampen den Geist aufgegeben, (sehr wahrscheinlich) weil Wasser eingedrungen ist. Diesbezüglich verlasse ich mich nicht nur auf Herstellerangaben sondern hole auch Erfahrungswerte ein im Bekanntenkreis oder im Internet (z.B. Käuferbewertungen bei Veloplus).
    .
    Praktisch finde ich es, wenn die Lichtstärke umschaltbar ist. Dadurch kann man in der Dämmerung zum gesehen werden eine schwächere und dafür akkuschonende Lichtstärke einstellen als bei Dunkelheit, wo man volle Lichtstärke braucht, um den Weg zu sehen.
    .
    Mit meinen aktuellen Vorder- und Rücklichtern bin ich sehr zufrieden. Das Vorderlicht hat auch schon eine längere Zeit „überlebt“ und ist daher bereits ein älteres Modell, das einzig den Nachteil hat, dass ich die Akkus zum Aufladen herausnehmen muss. Heute würde ich ein Modell kaufen, das man aufladen kann durch Einstecken eines Kabels zum Ladegerät.

  • Hotel Papa sagt:

    Welche Erfahrungen ich damit gemacht habe? Dass sie am Strassenvelo möglichst hoch und nach oben gerichtet montiert werden, im Strassenverkehr eingesetzt, und da oberlästig sind.

    • Thomas Nyburg sagt:

      Ich bin so einer, die Lampen nach oben richtet. In der Stadt brauche ich nämlich angesichts der vorhandenen Strassenbeleuchtung kein Licht um den Weg zu sehen, aber um die Strassenschilder zu sehen. Die sind nunmal oben. Sorry.

      • Paul Mircher sagt:

        Eine dümmere Erklärung habe ich noch nie gehört. Die Strassenschlider sehe ich auch mit dem fest verbauten Scheinwerfer meinses 30 jährigen Damen-3-Gang-Velo. Dieser leuchtet aber nicht nach oben und blendet auch niemanden. Die Lampe am Velo nach oben zu richten blendet den Gegenverkehr und ist dadurch nicht erlaubt. Nicht ohne Grund dürfen Autos bei Gegenverkehr nur mit Abblendlicht fahren.

    • Peter Spelt sagt:

      @Thomas: Das könnte dann aber auch die Polizei interessieren, da Lampen nicht blenden sollen. Ganz zu schweigen davon, dass Dich dann ein geblendeter Velo- Töff- oder Autofahrer etc. abschiessen könnte. Man sollte auch daran denken, dass man nicht alleine ist und Du wirst ja auch nicht gerne geblendet, oder?

  • Oliver Koller sagt:

    Der alte Spruch zählt noch immer: You get what you pay for.

  • dirk sagt:

    ..viele Ausfälle, kostenlose Ersatzleistungen , guter Service und mittlerweile akzeptable Preise. Ein Deutscher Hersteller hat
    seit Jahren seinen festen Platz in unserer Gruppe(mb, Trecking).
    Bei vielen Dunkelheitfahrten zur Arbeit waren Lichtkegel, Ausleuchtungslängen, Akkuhaltbarkeit stets ordentlich bei mir.
    Akku ist auffällig klein,schön und minimalistisch gestaltet, der kleine kurze Strahler( bis 60m bei Stufe 3), der auch eine Warnblinkfktn. hat, ebenso(Akku, ca 10h).
    Beides gibt es in auch grösseren, aber unförmig erscheinenden Varianten.
    Bei mir: Akku um die 50 E, Lampe -keine Ahnung, -im set unter 100 E.
    .,.“profis“/Händler lehnen sie oft ab..
    ….;denke mal der opel o. vw unter den Leuchten;..

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