Kein Mangel an Motivation

Ein Blog von Siri Schubert*

Lewis Pugh schwimmt in eisigem Wasser, um auf die Zerstörung der Meere hinzuweisen.

Lewis Pugh schwimmt in eisigem Wasser, um auf die Zerstörung der Meere hinzuweisen.

Sportler kennen diese Reaktionen: Unverständiges Kopfschütteln und Achselzucken, wenn man mal wieder an einem Freitagabend zum Training geht, statt mit den Kollegen einen Apero zu trinken, vor allem, wenn man schon am Dienstag und Donnerstag trainiert hat und das Wochenende ohnehin für den Sport reserviert ist. Das freundlichste, was man dann zu hören bekommt, ist das fragwürdige Kompliment «Du bist aber diszipliniert», was sich wahlweise in «Du bist aber ein Langweiler» oder, in der boshafteren Variante, in «Du bist aber gestört» übersetzen lässt. Manchmal gibt es auch einen gemurmelten Halbsatz aus dem «…muss sich wohl was beweisen…» herauszuhören ist. Selten kommt die Frage ganz direkt: «Warum machst du das überhaupt?» – Dabei trifft das ja genau den Kern.

Ja, warum fahre ich im Kajak oder auf dem Stand-up-Paddleboard Kilometer um Kilometer, mache Sprints und Intervalle, stehe oft schon um 5 Uhr auf, um vor der Arbeit auf dem Wasser zu sein? Warum gehe ich Joggen und, wenn es ganz schlimm kommt, sogar in den Kraftraum?

Wellen wie diese fordern Kraft und Konzentration. (Foto: Anthony Grote)

Wellen wie diese fordern Kraft und Konzentration. (Foto: Anthony Grote)

Erklärungen gibt es viele. Um fit und gesund zu bleiben, könnte ich sagen. Nur weiss ich nicht, ob viele Kilometer im Kajak oder auf dem Stand-up-Paddleboard wirklich gesünder sind, als eine Mischung aus verschiedenen Sportarten, die den Körper ausgewogener belasten. Oder Gartenarbeit, die ja auch sehr gut für Körper und Geist zu sein scheint. Ausserdem ist ein netter Abend mit Freunden und Kollegen und einem Prosecco oder einem Glas Rotwein ebenfalls gesundheitsfördernd und bestens für die Laune.

Die beliebteste Erklärung – um abzunehmen – zieht bei mir schon gar nicht. Ich bin sicher schlank und sportlich, doch je mehr ich trainiere, desto grösser wird auch mein Appetit. Und wenn ich 10 Kilometer paddle, aber für 20 Kilometer esse, dann muss man nicht lange raten, was passiert. Abnehmen jedenfalls nicht.

Da wären noch die Wettkämpfe: Trainiere ich nicht, um zu gewinnen? Klar, gewinnen ist schön, es fühlt sich super an, aber die Konkurrenz ist gross, schnell und oft um einiges jünger, so dass es nicht so häufig – besser gesagt, sehr selten – vorkommt. Und oft sind die Rennen, in denen ich mich richtig verausgabt habe und optimal gefahren bin, aber wegen der starken Konkurrenz weiter hinten gelandet bin, auch die schöneren. Mal abgesehen von den vielen netten Leuten, die man bei Rennen trifft und die für mich oft die Motivation sind, überhaupt an Rennen teilzunehmen.

Klar ist, Sport macht mir Spass, ich könnte mir mein Leben ohne Sport nicht vorstellen. Aber ist das alles?

Am Sonntag erzählte mir ein Paddler von einer Meeresüberquerung zwischen zwei Inseln, die er im vergangen Jahr gemacht hat. 9 Stunden hat es gedauert, sagte er. Die Hinfahrt. Dann ist er ein bisschen Schwimmen gegangen, hat sich kurz am Strand ausgeruht und ist zurück gepaddelt. 10,5 Stunden dauerte das Paddeln zurück zum Ausgangsort, den grössten Teil bei totaler Dunkelheit, starkem Wind und meterhohen Wellen. Sein Bericht liess mir ein Schauder über den Rücken laufen. Um so etwas zu meistern, muss man topfit sein. Körperlich und mental. Und über Stunden trotz Müdigkeit hochkonzentriert sein, keine inneren Zweifel aufkommen lassen. An die Grenzen gehen können und sich dort noch sicher fühlen. Wow!

Ein ähnliches Gefühl hatte ich, als ich Lewis Pugh zuhörte, dem ersten Menschen, der nur mit Badehose und Schwimmbrille am Nordpol einen Kilometer in minus 1,7 Grad kaltem Wasser schwamm. Wie sich das wohl anfühlt, fragte ich mich mit einem Kälteschauder und gleichzeitig riesiger Neugier.

Lewis Pugh schwimmt, um auf die zunehmende Zerstörung der Meere hinzuweisen. Ein Thema, das auch mir sehr am Herzen liegt und für das sich Extrem-Aktionen wie das Schwimmen am Nordpol sicher lohnen. Zumindest tritt Lewis Pugh jetzt öfters als Redner bei Veranstaltungen mit Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft auf, eine Zuhörerschaft hat er also auf jeden Fall.

Und während ich lauschte, wurde mir klar, dass das zumindest ein grosser Teil der Motivation für mich ist. Ich möchte ungewöhnliche Dinge erleben und mich in einem anderen Element bewegen. Ich möchte fit genug sein, um so weit aufs Meer hinaus zu paddeln, dass Delphine neben dem Boot her schwimmen, wie ich es einmal in Kalifornien erlebt habe. Oder dass ein Wal ganz nahe bei meinem Boot auftaucht und mich in unglaubliches Staunen versetzt, so wie in Südafrika im vergangenen Jahr. Oder bei meinem morgendlichen Paddeln auf dem Rhein bei Basel einen Biber sehen, wie schon sehr oft in den vergangenen Monaten. Ich möchte erfahren, wie es ist, mit dem Kajak auf richtig grossen Wellen zu surfen und den Lärm zu hören und die Kraft des Wassers zu spüren, wenn die Wellen sich brechen. Oder eine lange Überquerung auf dem offenen Meer zwischen zwei Inseln zu machen. Vielleicht auch bei Nacht. Und wenn es mir dabei gelingt, mehr Menschen für das Wasser und die Meere, die für uns Menschen so wichtigen Ökosysteme, zu interessieren und begeistern, umso besser. Noch bin ich von solchen Abenteuern weit entfernt, aber das Training und der Wunsch, so etwas zu tun, sind erste Schritte.

Manchen motiviert der Wunsch, beim Marathon die Ziellinie zu überqueren. Ein anderer möchte den Blutdruck senken und paar Kilo abnehmen. Manche möchten persönliche Bestzeiten erreichen oder in der Gruppe oder dem Verein Spass haben. Erfahrungen zu machen ist, was mich persönlich motiviert. Und Sie? Was motiviert Sie?

*Siri Schubert ist Journalistin, Medienberaterin und begeisterte Wassersportlerin. Nach mehr als 10 Jahren in den USA, die meiste Zeit davon in Kalifornien, lebt sie jetzt in Basel.

62 Kommentare zu «Kein Mangel an Motivation»

  • hallo mitenand

    ich habe nie sport gemacht, und trainiert weil ich musste… meine triebfeder war immer die lust, freude, begeisterung und
    mir etwas gutes tun.
    sport baut auf jedenfall stress ab. wichtig ist, das man nicht nur einmal 3 stunden sport macht, sondern die einheiten
    verteilt. sport ist zudem eine lebens- und charakterschule. man fühlt sich einfach wohl anschliessend.

    ich wünsche allen viel spass beim sport.

    gruss von
    raphael wellig / http://www.raphaelwellig.ch

  • Heiris Marolf sagt:

    Für mich ist es immer eine riesige Überwindung aber wenn ich dann auf dem Bike oder umgezogen im Gym stehe, dann machts auch mir Spass. Sobald die Endorphine reinhauen, könnt ich ewig wietermachen. Treibe Sport aber hauptsächlich der Gesundheit zuliebe aber leider mit sehr mässigem Erfolg. Sport alleine reicht bei mir als Ausgleich nicht aus. Dazu ist das tägliche robotern zu übel und Sport nur ein Tropfen auf dem heissen Stein. Vielleicht solte ich das Pensum auf 20h/Woche erhöhen. :) Es braucht auf jeden Fall eine gute Balance im Leben, dazu gehören für mich auch soziale Events, wo ab und zu mal etwas Alkohol fliesst.

  • Mätthu sagt:

    Mir fällt auf, dass sehr oft Sport gemacht wird, um von Alltagsleben abzuschalten und die im Büro aufgestauten Aggressionen rauszulassen. Das hört man im Fitnessraum an den stöhnenden Gewichthebern, an den verbissenen Joggern, welche stundenlang durch den Wald irren um auf andere Gedanken zu kommen oder die genervten Schwimmer, welche vor dem Eingang kurz anstehen müssen. Sport ist sicherlich gut um den Kopf zu durchlüften und sich auf eine Art weiterzuentwickeln. Doch sehr viele Leute betreiben verbittert Sport damit sie sich nicht mit tiefgründigen Fragen auseinandersetzen müssen und die innere Unruhe und Unzufriedenheit nicht aufkommen lassen wollen. Ich denke man braucht nicht Abwechslung in der Sportart, sondern in dem was man macht. Ein Ausgleich zwischen Sport, Kultur, Literatur, Freunde treffen, etc. ist sicherlich nicht falsch.

    • Roland K. Moser sagt:

      Sehe ich ziemlich ähnlich. In der Betriebspsychologie wird zwischen positivem und negativem Stress unterschieden. Wer Sport treibt, um den negativen Stress zu vergessen, macht genau das Falsche. Er muss die Ursachen des negativen Stresses beseitigen.

      • Luise sagt:

        Ursache des negativen Stresses bekämpfen… Wir müssen nun mal arbeiten und in gewissen Jobs gehts nicht ohne Stress. Der ist je nach Mass mal positiv, mal negativ. Wer Sport gegen Stress einsetzt ist auf der sicheren Seite. Entstressen mit Alkohol hilft nur sehr kurzfristig, auch wenns manchmal ganz angenehm ist.

        • Roland K. Moser sagt:

          Sie haben es leider falsch verstanden. Bitte befassen Sie sich mit den Unterschieden zwischen „Positiver Stress“ und „Negativer Stress“

  • Stephan sagt:

    Ich habe den Sport zu Gunsten von Familie (3 Kinder) und Arbeit (spannend, teilweise körperlich sehr intensiv) gestrichen, interessant ist, wie Sportler darauf reagieren. Ich frage mich, in welchem Umfeld man heute fürs Sporttreiben noch belächelt wird, ich kenne das Gegenteil. Was mir Mühe macht, ist wenn Weitgeflogene mir etwas über die Wichtigkeit von Ökologie erzählen wollen, ob sie im Eis schwimmen oder in Südafrika paddeln, schützt die Welt doch, ohne dass ihr die ganze zuerst anguckt.

    • Siri Schubert sagt:

      Sehr guter Punkt, man muss nicht um die Welt reisen, um sie zu schützen – und ökologisch ist das Jetten auf keinen Fall. Andererseits ist es schwer, etwas zu schätzen, das man nicht gesehen oder erlebt hat. Wenn man mir erzählt, da gibt es so ein Gemälde von einer Frau, die ein bisschen lächelt aber irgendwie doch nicht, finde ich das nur wenig spannend, die Mona Lisa im Louvre zu sehen, ist dagegen toll! Ähnlich geht es auch mit den Naturerfahrungen, es ist eben die Erfahrung, nicht die Abstraktion, die etwas bedeutsam werden lässt. Man kann ja auch Dinge verbinden – in Südafrika hatte ich auch beruflich zu tun und habe das dann mit Paddeln verbunden. Nicht, dass das Reisen für den Job in irgendeiner Weise umweltverträglicher wäre, aber die meisten Leute hinterfragen das nicht so….wäre ja auch mal ein Ansatz.

  • Gabi sagt:

    Mich motiviert es, draussen in der Natur zu sein, manchmal abschalten zu können, unerwartete und spannende Begegnungen mit Spaziergängern zu haben, mit meinen Laufröckli belustigte bis ungläubige Blicke zu ernten (und diese mit einem Lächeln zu erwidern) und nebenbei auch noch mit guten Gewissen nachher meinem anderen Vorsatz nachzukommen: ‚Schoggi und Bier: auch das genehm ich mir‘!

  • Roland K. Moser sagt:

    Die Motivation im Herbst aufs MTB zu steigen ist bei mir grösser als in den anderen Jahreszeiten. Es ist der farbige Wald, der mich im Herbst stärker anzieht.

  • Michi de Sportler sagt:

    Seit ich 12 Jahre alt war treibe ich Sport. Jetzt bin ich 45 und treibe immer noch täglich Sport. Habe eine Familie mit 2 Kindern und einer lieben Frau, bin auf dem Hoch meiner Karriere, Fahre immer noch mit dem Fahrrad zwei mal 10 Kilometer zur Arbeit und zurück und stemme zu Hause ein wenig Gewicht rum nach ein paar Liegestützen und Rumpfbeugen. Warum?? Für mich gehört der regelmaessige Sport zum Leben wie das Essen. Ich mache es gern, habe viel Spaß, bin immer noch ehrgeizig, setze mir Ziele und erreiche sie auch. Meine zwei Mädchen kommen mit dem Fahrrad mit wenn ich jogge, bleiben fit und schlank und haben viel Spaß und lachen wenn sie mich überholen. Nach 35 Jahren, mehreren Medaillen and Schweizermeisterschaften, viel Rudern, Kajaken, Langlauf, Mountainbike, Fahrradfahren, schwimmen und renne, macht mir immer noch alles Spaß und ich freue mich jeden Tag auf den Sport. Mein tolle Frau unterstützt mich und hat Freude an meinem jung gebliebenen und immer noch muskulösen Körper was sich auch positiv auf unser Liebesleben auswirkt :-). Das Leben ist schoen!! Leben und leben lassen……..

    • Sabrina sagt:

      @Michi: Du kompensierst den heutigen Bewegungsmangel mit Sport. Deshalb geht es dir auch so gut. Leider tun viele andere dies eben nicht. Der Mensch ist nicht gebaut den ganzen Tag im Büro rumzusitzen, mit Auto oder ÖV sitzend ins Büro zu fahren, anstatt Treppen zu steigen werden Lifte oder Rolltreppen verwendet etc. Wir sind eine kranke Gesellschaft geworden. Hoffe nur, dass viele ihren Bewegungsmangel auch erkennen und reagieren. Wie es auch Michi tut.

  • CM sagt:

    Es gibt eine gewisse Grenze zwischen gesund und Zwang – wer sein Sozialleben für Sport vernachlässigt gehört defintiv zur zweiten Kategorie

    • Roland K. Moser sagt:

      Wer den Sport wegen seinem Sozialleben vernachlässigt steht unter Zwang und ist ein Weichei, welches jedem Gruppendruck nachgibt.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Sie haben schlimme Erfahrungen gemacht, weil Sie oder Ihr nahes Umfeld dem Gruppendruck nachgegeben haben, stimmt’s?

        • Roland K. Moser sagt:

          Stimmt :-)
          CM macht schlechte Erfahrungen, weil er das macht, was andere von ihm erwarten. Und er erwartet von allen anderen auch, dass sie keinen Sport treiben, weil er dem Sozialleben Vorrang gibt. Man kann seinen Satz einfach umdrehen und erkennt dann, wie inhaltsleer seine Aussage ist und enorme Intoleranz beweist.
          Was motiviert Sie, Sport zu treiben?

          • Hans Füglistaller sagt:

            Ist so ein einsames Leben nicht ein trauriges Leben, Herr Moser?
            Wenn Sie mal jemanden zum Reden brauchen, reden Sie dann mit Ihrem Mountainbike?
            Weil die Leute vom Freitagsapero haben dann vielleicht grad keine Zeit, weil Sie Sport machen, da Sie am Freitag nicht konnten, weil Sie im Apero waren.

          • Roland K. Moser sagt:

            Herr Füglistaller! Ich habe auch ein Sozialleben. Meines sieht halt einfach anders aus, weil ich die Prioritäten anders setze. Das Soziallleben hängt nicht vom Freitagsapero ab – Ganz im Gegenteil.
            Im Übrigen haben auch die von Ihnen verehrten Spitzensportler ein Sozialleben – Obwohl 1. Priorität der Sport hat.

  • Fabienne sagt:

    Mich motiviert es Sport zu machen, weil ich meistens etwas interessantes sehe. Der Wald in den verschiedenen Jahreszeiten, die Tiere wenn ich wandern gehe, Beeren zum schnouse etc. Manchmal kostet es mich Überwindung, wenn ich mich nach einem Arbeitstag drinnen am PC müde fühle. Doch mich dünkt es, ein bisschen Sport an der frischen Luft ersetzt eine Stunde Schlaf und ich bin nachher erfrischt.

    Ich schätze die Bewegung wenn sie in den Alltag integriert ist. Mit dem Velo in die Stadt / an den Bahhof fahren zum Beispiel (oder den Schulweg zu Fuss / per Velo zurücklegen für die Kinder finde ich auch gut). Ich habe jedoch den Eindruck, dass genau dieser Aspekt je länger je mehr verlorengeht und sich bewegen, respektive Sport machen sehr schnell mit „Training“ und „Leistung“ verbunden wird und es desshalb für viele nicht erstrebenswert ist.

    P.S. Auch ich gehe gerne an meine Grenzen und pushe mich und möchte gewinnen, wenn ich einen Team-Sport mache…

    • Michi de Sportler sagt:

      Finde dien Ansichten super, mache ich genau so….Beeren pfluecken im Wald, neue Sachen entdecken, eine Weiher hier, eine Lichtung da, en schoene Suneuntergang….isch doch super….jetzt gehe ich gleich noch ein paar saetze Gewichte heben, mit dem Fahrrad war ich ja schon eine Stunde unterwegs :-)
      Mach wiiter so Fabienne, vilicht trifft mer sich ja mal bim Sport.

  • Thomas sagt:

    Mich motiviert im Sommer am Morgen durch den Wald zu joggen, die frische Luft zu riechen und meinen Kopf frei zu kriegen. Im Winter bei Temperaturen bis gegen 0 Grad fühle ich den Reiz, etwas zu unternehmen worüber andere den Kopf schütteln. Ich bin in der komfortablen Lage, dass ich im Betrieb duschen und mich umziehen kann. Nach meinem Jogging (3x/Woche ca. 8 – 10 km) fühle ich mich frei und durchlüftet. Wenn das Serotonin den Körper durchströmt ist dies ein Gefühl von Zufriedenheit und Einklang mit sich selbst! Deshalb: jedem zu empfehlen!

  • Sebastian Huber sagt:

    Also zum Training in einer Gruppe/Verein gehört der Apero genau so dazu weil das nennt sich dann Vereinsleben.
    Dieses gibt einem dann auch einiges mehr als nur der Sport und zwar soziale Integration und Rückhalt.

    Was ich schon nicht ganz verstehe, sind diese Leute, die nur Einzelsportarten ausführen und deswegen auf die sozialen Events verzichten.

    • Luise sagt:

      Ich bin so eine typische Einzelsportlerin. Erstens ist das Charaktersache – hab eine etwas asoziale Ader und bin gern allein, da ich schon im Job ständig mit vielen Leuten zusammen bin. Zudem arbeite ich sehr viel. Sogenannte soziale Events sind Zeitfresser… Mir genügt, ab und zu mit dem SAC eine Tour zu machen. Sonst: Gern am Schwimmen, Velofahren und Laufen und meistens allein. So sind wir eben verschieden.

      • emmet sagt:

        liebe luise, ich bin auch einzelsportler und mag keine regelmässigen sozialen events! wollen wir uns einmal treffen? ;-)

        • Luise sagt:

          @ emmet: aber dann sind wir ja keine Einzelsportler mehr:-) Ist das ein Kontaktblog? Können schon mal zusammen schweigend joggen oder crawlen, wo man fast immer den Kopf unter Wasser hat und dafür die Bodys der Mitschwimmer anschauen kann.

  • Philipp Rittermann sagt:

    also ganz ehrlich, meine lieben mitkommentatoren/innen. ich habe persönlich schon lange nicht mehr so viel freude an einem outdoor-blog gehabt, wie an diesem! – und das ist ihr verdienst! es ist toll, dass auch sportliche leute hier vornehmlich keine kostverächter und nicht verbissen sind; und das leben geniessen und locker nehmen! kompliment an alle, ha würkli dä plausch!! :) :) :)

  • Ste sagt:

    Nichts gegen Sport, aber ja, ständig lieber ins Training zu gehen als auch mal Zeit mit Kollegen zu verbringen, ist eine schlechte Angewohnheit. Wenn das damit begründet wird, dass die Motivation dafür in persönlichen Zielen liegt, dann kann man davon ausgehen, dass man sich selbst am Nächsten ist und zeigt Desinteresse am näheren Umfeld. Muss es immer höher, weiter und besser sein? Ständig nach einem Kick zu suchen, auch im Sport, ist genauso wie in anderen Lebensbereichen ein Zeichen von Eskapismus.

    • Roland K. Moser sagt:

      Wegen solchen Leuten, die sich Ziele gesetzt und sie gnadenlos verfolgt haben, gibt es Autos, PC, Flugzeuge, Heizungen, Kochherd, Waschmaschine, MTB, Ski, Töff, Kunst, Outdoorblog usw.
      Ich finde solche Leute gut! Sie haben sich ein Ziel gesetzt und verfolgen es erbarmungslos. Wer nicht in deren Leben mitmachen will, muss es auch nicht.
      Meine Motivation Sport zu treiben: Ich habe Freude am joggen, Freude auf dem Rennvelo oder Freude auf dem MTB. Und Sie?

      • Ste sagt:

        Genau, gnadenlos ist das richtige Stichwort und leider ein sehr Unattraktives. Ich finde Lockerheit attraktiver als Verbissenheit. Ich habe Freude am Joggen, am Schwimmen, am Wandern, an Pilates, an Tennis.
        Es ist nicht so, dass alle Leute, die nicht gnadenlos agieren, gnadenlos auf dem Sofa verfaulen.

        • Roland K. Moser sagt:

          Natürlich.
          Es geht auch gar nicht darum, dass man verbissen und verbohrt ist, sondern lediglich darum, dass man sein Ziel gnadenlos verfolgt. Das kann man auch locker tun. Ich sehe es und lebe es so.

  • ben sagt:

    Ich glaub die Motivation bei den meisten ist recht einfach zu erklären: die einen Kämpfen gegen die Kilos die anderen gegen die Einsicht alt zu werden und wieder andere flüchten einfach vor dem Hausdrachen den Sie geheiratet haben.

    Ich treibe 3-4 mal die Woche Sport und zwar weil es mir Spass macht und weil es mir schon immer Spass gemacht hat mich zu bewegen und testen was ich kann und was möglich ist.
    Aber am Freitagabend geh ich lieber in den Apero. „Actionsportler“ sind wohl einfach sozialer veranlagt als Paddler und überzeugte Genussverweigerer wie der Herr Moser.

    Die grosse Frage die sich mir Stellt ist was hat das ganze mit Action zu tun ?

  • Luise sagt:

    P. S. Und ja, eine Zigarette erlaube ich mir auch ab und zu:-)

    • Philipp Rittermann sagt:

      recht haben sie!

      • manolo sagt:

        Ich mache viel Sport, powere mich aus und blase daurch meine Rübe frei, weil es Spaß macht. Aber AUCH um mit gutem Gewissen zu feiern und zu genießen, regelmäßig mit Wein und Zigaretten…Entweder man lebt oder man ist konsequent, hat Kästner gesagt!

  • Luise sagt:

    Sport ist für mich Dampf ablassen, gesund, schlank und schön bleiben, Spass haben und meine Grenzen erfahren. Da ich meist über Mittag trainiere, 3 bis 4 Mal, spricht am Freitagabend gar nichts gegen ein, zwei Gläschen Prosecco. Ich finde, im Leben muss alles Platz haben.

  • Daniel sagt:

    Trainieren sollte man eigentlich auf die Woche verteilt und nicht nur Freitagabends. Nur einmal pro Woche nützt auch nicht gerade viel, da würde ich dann eher den Treff mit den Freunden bevorziehen!

  • Roland K. Moser sagt:

    Mich motiviert, dass es mir gefällt. Ich habe Freude am MTB und Rennvelo fahren und am joggen. Ganz einfach.
    Diejenigen, welche nicht verstehen, dass man sich aufs Velo schwingt anstatt am Apero mit den anderen sich die Lampe zu füllen, verstehen auch nicht, dass sie intolerant und verbohrt sind. Diese Leute erwarten, dass man in einem verrauchten Raum zusammen mit Ihnen lustig ist und sich mit Alkohol zudröhnt. „Jointen“ ist synonym für kiffen. Man könnte das Wort aber auch für das gemeinsame zudröhnen mit Alkohol am Freitag abend benutzen.
    Es sind dann noch genau diese Leute, die von einem erwarten, dass man beim Joggen, Rennvelo oder MTB fahren anhält, und extra wegen ihnen das Training unterbricht, um 5 oder 10 Min. mit ihnen zu reden. Natürlich blasen sie einem dann evt. noch den Zigaretten-Rauch ins Gesicht oder haben eine Alkohol-Fahne.
    Wohlverzogene Jammerlappen, die jedem Gruppendruck nachgeben, erwarten von anderen dasselbe. Das sollte niemandem vom Sport treiben abhalten. Sonst gehört man nämlich auch zu den wohlverzogenen Jammerlappen.

    • Roger sagt:

      Wow Herr Moser, was läuft in Ihrem Leben falsch.

      Ich lese den Blog den Outdoor-Blog immer und beinahe jedes Mal kommt einer oder mehrere Kommentare ihrerseits bezüglich Alkohol/Tabak.

      Im Übrigen muss man sich an einem Freitagsapéro nicht zudröhnen, ausser man hat natürlich ein Problem mit Suchtmitteln. Dies würde dann auch Ihre Haltung erklären.

      Es gibt übrigens auch die Möglichkeit, das Ganze zu kombinieren. Ich finde jedenfalls die Zeit mein Sportprogramm abzuspulen und trotzdem auch mit meinen Freunden auf ein Bier zu gehen.

      • Philipp Rittermann sagt:

        ich bin der meinung von roger. zu einem gesunden lebenswandel gehört nebst körperlicher betätigung auch die pflege der geselligkeit. es tut einfach gut, mit (arbeits)-kollegen auch mal ein bierchen zu zwitschern und gedanken austauschen. das muss – herr moser – auch nicht ausarten. ich habe mühe mit ihrer radikalen aussage, konsequent gegen alkohol und tabak zu sein. und – schlussendlich obliegt es jedem selber, wie er die suchtmittel zu handhaben pflegt. ich bitte sie hier schon um etwas mehr toleranz; auch menschen die hin und wieder alkohol zu sich nehmen, SIND MENSCHEN.

        • Roland K. Moser sagt:

          Mit Kollegen zusammen sein oder Suchtmittel zu konsumieren muss ja nicht dasselbe sein? Kann ich auch in ihre Runde hocken, ohne Bier trinken zu müssen?

          • Philipp Rittermann sagt:

            natürlich – aber ich bitte darum die leute nicht zu verteufeln, die auch gerne mal ein bierchen trinken – darum geht’s!

          • Maria sagt:

            Herr Moser, empfehle Yoga order Zen. Die ganze Runde hier nimmt Sie hoch.

          • Roland K. Moser sagt:

            Maria: Nein. Die sind tatsächlich so verbissen und verbohrt.
            Mit meditieren kenne ich mich aus. Brauche also kein Yoga und kein Zen. Die Zen-Meditationen widersprechen mir zu ziemlich 100 %. Ich bevorzuge die freie Meditation. Yoga wäre aber interessant. Wobei ich glaube, dass die positiven Wirkungen einfach daher kommen, dass man sich eben dehnt.

      • Roland K. Moser sagt:

        Ich habe mich auf den Artikel bezogen.
        Was sollte in meinem Leben schieflaufen?
        Natürlich kann man Sport treiben und trotzdem Kollegen haben – Auch wenn man weder Tabak noch Alkohol konsumiert.
        Im Übrigen sind die Reaktionen der Raucher und Alkoholkonsumenten interessant, wenn man sie damit konfrontiert, dass man auch schon regelmässig gekifft und selber THC-haltige Stauden angepflanzt oder Magic Mushrooms gezüchtet und diese konsumiert und verschenkt hat. Meine von Hand selbstgedrehten Zigaretten sehen immer noch wie gekaufte aus. Und ich bin in einem Alki-Umfeld aufgewachsen. Die Drogenprobleme Nr. 1 in der Schweiz werden von Tabak und Alkohol verursacht – Nicht Hanf, nicht Pilze, nicht andere natürliche Drogen, nicht Heroin, nicht Kokain, nicht Ecstasy usw. Sondern Tabak und Alkohol. Ich bin ein Freund der Drogen, solange man sie noch im Griff hat. In der Schweiz haben ca. 300’000 Menschen den Alkohol nicht mehr im Griff. Wieviele es beim Tabak sind, weiss ich nicht, schätze es aber auf 1’000’000. Zufrieden?

        • Lorena sagt:

          Was bilden Sie sich eigentlich ein?

        • Roger sagt:

          Hr. Moser es geht darum, dass Ihre Kommentare jeweils sehr abschätzig geschrieben sind gegenüber den Alkohol- und dem Tabakkonsumenten. Mir geht es gegen den Strich, dass man immer gegen alles sein muss, was einem selbst nicht entspricht – Leben und Leben lassen wäre angebracht. In diesem Sinne, ja Sie wären auch in unserer Runde willkommen!:-)

          Es ist auch so, dass Abstinenzler uns immer darauf hinweisen müssen, dass wir ungesund leben (vor allem wegen dem Rauchen). So what – ich treibe mehr Sport als meine „gesunden“ Bekannten und ernähre mich garantiert auch gesünder, also woher nehmen diese Personen sich das Recht mich wegen dem Tabakkonsum zu kritisieren?

          • Serge Kammerlander sagt:

            Ich treibe Ausdauersport.Ich liebe die Natur.Am Wochenende,wenn ich wieder eine längere Strecke gemacht habe,treffe ich mich sehr gerne mit meinen Kumpels.Dann wird ordentlich sündiges gegessen und alkoholisches getrunken, auch ein bisschen Tabak darf nicht fehlen.Mir tut beides gut und ich möchte beides nicht missen.

          • Roland K. Moser sagt:

            Ich verachte nicht den Drogenkonsumenten, welche Droge er auch konsumieren mag. Ich verachte den Süchtigen.
            Im Übrigen bin ich auf den „Freitagsapero“ im Blog eingegangen. Sind Sie auch auf den Blog eingegangen oder nur auf mich?

          • Hanspeter Niederer sagt:

            @Moser 14:04: warum verachten Sie den Süchtigen?

          • Roland K. Moser sagt:

            Hanspeter Niederer: Ich bin in einem Alki-Umfeld aufgewachsen und habe noch Bekanntschaften mit anderen Süchtigen gemacht.
            Was motiviert Sie, Sport zu treiben?

  • Philipp Rittermann sagt:

    mich motiviert die aussicht auf den freitags-apéro! :)

  • Thomas Tanner sagt:

    Nach einem langen Bürotag, du kommst nach Hause, der Kopf dröhnt, arbeitet immerzu weiter. Du ziehst dir die Sportklamotten an, verläasst das Haus mental als Tiger und kommst nach eineinhalb Stunden als kleines Kätzchen zurück.

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