Wie hoch und heilig sind Gipfelkreuze?

    Nicht alle freuen sich an den Kreuzen: Gipfelkreuz auf der Zindlenspitze. (Bild: Keystone)

Nicht alle freuen sich an den Kreuzen: Blick von der Zindlenspitze zum Wägitalersee. (Bild: Keystone)

Bestimmt haben Sie es auch gelesen: Der Freiburger Bergführer, der zwischen Oktober 2009 und März 2010 drei Gipfelkreuze zerstört hat, wurde vom Gericht in Bulle zu einer Busse von 90 Tagessätzen à 10 Franken bedingt auf drei Jahre verurteilt. Weil er damit die Glaubens- und Religionsfreiheit verletzt habe.

Vor dem Richter sagte der Mann aus dem Greyerzerland, er wolle seine Taten nicht wiederholen, bereue sie aber nicht. Als er vor zwei Jahren von der Polizei festgenommen und einvernommen wurde, äusserte er Unverständnis darüber, dass die Kirche religiöse Zeichen auf den Berggipfeln aufstellen darf. Seiner Meinung nach müssen die Berge ein freier Ort sein. Mit seiner Aktion wollte er eine öffentliche Diskussion über den Zweck der Gipfelkreuze auslösen.

Wäscheständer zum Trocknen verschwitzter Kleider?

Berge und Religion – wir wissen es spätestens seit der ersten Schulklasse – gehören zusammen wie Moses, der Berg Sinai und die Zehn Gebote. In fast allen Weltreligionen gibt es heilige Berge. Mancherorts wird sogar ein Berg selber als Gottheit verehrt, angebetet und darum nicht bestiegen. Andere Berge verursachen Angst, weil sich dort Gewitter und Wetterumschwünge zusammenbrauen und Talbewohner damit leben müssen, dass Felsen, Schutt, Schlamm und Wasser unberechenbar runterdonnern und Unheil anrichten können. Früher vermuteten die Leute, solche Berge seien Wohnorte von Dämonen. Schutz erhofften sie sich von der Kirche.

Aber zurück zu den Gipfelkreuzen bei uns in der Schweiz: Sind sie hoch und heilig? Mir ist ihr Sinn und Zweck ehrlich zugegeben nicht ganz klar. Sind sie einfach ein Zeichen, dass schon mal einer oben war? Oder Symbol regionaler, religiöser Tradition? Sollen sie uns Bergbesteiger vor Unwetter und Unglück beschützen? Den höchsten Punkt eines Gipfels anzeigen? Oder – wie ich das schon bei Wanderern beobachtet habe – während des Gipfelrasts als Wäscheständer zum Trocknen verschwitzter Kleider dienen?

Alpinismus ist eine eigene Religion geworden

Religionen schrecken bekanntlich nicht zurück vor Gewalt, was ich äusserst traurig finde. Darum bringe ich ebenso wenig Verständnis dafür auf, dass drei Gipfelkreuze daran glauben mussten. Das Gericht bezeichnete das Handeln des Freiburger Bergführers als «dumm und willkürlich», was es wahrscheinlich auch war. Berechtigt ist hingegen die Frage: Sind Bergspitzen ohne religiöses Symbol nicht natürlicher? Reicht es nicht, wenn sich dort oben ganz schlicht Himmel und Erde berühren? Ist der Alpinismus – zumindest für die Angefressen – nicht längst zu einer eigenen Religion geworden?

Den einzigen Nutzen, den ich persönlich Gipfelkreuzen abgewinnen kann: Sie erinnern mich an Friedhöfe und an den Tod. Das kann insofern hilfreich sein, weil der Abstieg über einen hochalpinen Grat oft gefährlicher ist als der Aufstieg. Also mahnt mich das «Tötelige», mich nochmals gut zu konzentrieren. Aber ob dafür wirklich ein Kreuz nötig ist? Es gibt ja auch noch kreuzfreie Gipfel – und da erinnert mich einfach mein Unterbewusstsein daran, meine Erfahrung im Gebirge. (Nebenbei: Selbst als Asche möchte ich bitte nie auf dem Friedhof enden.)

Eine lohnende Werbefläche

Vielleicht täusche ich mich, aber manchmal überkommt mich das Gefühl, viele Gipfelkreuze dienen vor allem touristischen, kommerziellen oder gar egozentrischen Zwecken. Nicht selten steht auf den hölzernen respektive eisernen Konstrukten mit fetten Lettern der Name der Errichter oder des Vereins, der das Geld dafür gestiftet hat. Also eine lohnende Investition, um auf Hunderten respektive Tausenden von Gipfelfotos zu erscheinen, welche die Bergsportler nach ihrem schweisstreibenden Aufstieg von sich neben dem Gipfelkreuz knipsen, dann daheim stolz herumzeigen oder im Internet veröffentlichen. So gesehen eigentlich ein (göttliches) Wunder, dass die grossen kapitalmarktorientierten Unternehmen es sich noch nicht erkämpft haben, die Gipfelkreuze als Werbefläche zu nutzen. Den Bau, das Hochfliegen und Einbetonieren zu finanzieren – mit dem Anrecht auf die Inschrift:  Sponsored by ….

129 Kommentare zu «Wie hoch und heilig sind Gipfelkreuze?»

  • Holger sagt:

    Ich sehe kein Folterwerkzeug, sondern Menschen, die Baumaterial an einen unmöglichen Ort geschleppt haben. Soll niemand mehr ein Lagerfeuer machen, weil mal Hexen auf dem Feuer verbrannt worden sind? Oder geht der Trend, anderen Leuten zu sagen, was sie denken sollen, jetzt weiter, indem man überall schlechtes hineinpredigt? Ich dachte man geht in die Natur, um sich von solchen Dummheiten zu entfernen, jetzt muss man schon fürchten sie dort auch anzutreffen?

  • Bendicht sagt:

    Wer auf einem Berggipfel steht und sein Herz für die wunderbare Schönheit der Natur um sich herum öffnet, wer also in der Lage ist, das Glücksgefühl zu erfahren, wenn sich die eigene Seele in dieser Traumlandschaft spiegelt, empfindet zwangsläufig auch tiefe Bewunderung und Dankbarkeit für die Vollkommenheit dieses grandiosen Werkes: die „Schöpfung“, und wir dürfen für ein kurzes Augenzwinkern mit dabei sein!
    Angesichts dieser überwältigenden Erfahrung einer scheinbar zeitlosen Vollkommenheit begreift man die relative Irrelevanz unserer „kulturellen“ Anstrengungen und wünscht sich, dass es möglich sei ein Ort der Kontemplation, ein letztes Refugium vor unserem anthropozentrischen und destruktiven Zivilisationswahn zu erhalten. Lasst uns wenigstens die Berge als möglichst unmanipulierte Inspirationsquelle und Rückzugsort für uns und unsere Kinder erhalten. Es scheint mir weder notwendig noch sinnvoll und schon gar nicht ästhetisch angemessen auch noch dieses Territorium zivilisatorisch erobern und mit einem Artefakt markieren zu wollen. Dass man dazu fast immer das Symbol eines Folterwerkzeuges verwendet, mit dem vor etwa 2’000 Jahren ein vermutlich tatsächlich existierender und vermutlich ganz toller Mensch ermordet wurde, macht es auch nicht besser (dies scheint mir übrigens eines der grössten Probleme dieser Kirchen zu sein: durch ständiges, schon fast exklusives darstellen des spirituellen Vorbildes als am Kreuz leidend, werden implizit permanent Gefühle von Schuld und Leid aktiviert – ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dies im Sinne der urspünglichen Botschaft ist).
    Als alter Bergsteiger habe ich abschliessend noch einen heissen Tip: steht aufrecht auf dem Gipfel und breitet die Arme aus, da habt Ihr Euer Kreuz, aber eines ohne Fesseln. Wenn Ihr dann die Arme wieder senkt, wird es noch besser: dann kann die Energie nämlich wieder frei von oben nach unten fliessen.

  • Basil Basileus sagt:

    Zugegeben, ich bin ein Fachland-Städter und kein regelmässiger „Berggänger“. Dennoch fühle ich mich mit unseren Bergen heimatlich verbunden. Gipfelkreuze sind dabei ein Bestandteil meiner romantisch-nostalgischen „Heimatgefühle“. Nach der Lektüre der vielen Kommentare, ist mir bewusst, dass die Zeit für derart idealistische Gefühle vorbei ist. Heute werden Bergipfel als „lukrative Werbeflächen“ wahrgenommen und Gipfelkreuze als Symbole der katholischen Inquisition verstanden…
    Und so weichen meine romantisch-nostalgischen „Heimatgefühle“ einem modernen National-Verständnis: ich fahre also mit meinem BMW X6 in die Berge; stürtze mich trend- und funktionsbewusst in meine MAMMUT-SALEWA-JACK WOLFSKIN-RAICHLE-Uniform, erstürme GARMIN-geleitet irgendeinen Gipfel, mache mit meinem iPHONE 4S ein paar Schnappschüsse, lade diese hoch in die iCLOUD und chatte danach mit meinen FACEBOOK-Friends über diese umweltverschandelnden Symbole katholischer Frauenunterdrückung auf unseren Bergen.

    • Roland K. Moser sagt:

      Wenn Sie es so sehen wollen? Sorgen Sie einfach dafür, dass die Religionen aus der Schweiz verschwinden.

  • Mike sagt:

    Ich bin nicht sehr religioes undtrotzdem finde ich die Kreuze gut. Sind mir jedenfalls viel lieber als Minarette. Sorry wenn das nicht politisch korrekt ist, aber so ist es.

    • Roland K. Moser sagt:

      Okay. Das Christentum ist fast entschärft und schon kommt der nächste Müll nach Europa.

  • Martin Burch sagt:

    @Natascha Knecht: Mussten Sie eigentlich auch mal arbeiten?
    (also ich mein einen Job wie 97 von den 98 Leuten vor mir, die einen Komentar geschrieben haben)

  • Vögtli Christine sagt:

    Auso, i bi scho mängisch uf mim husbärg obe gsi. Dr gibel, oberhalb vo Hohfluh am schöne haslibärg (mehrheitlich reformiert). Oder oberhalb vo lungere (mehrheitlich katholisch). Immer isch z wätter angers, hüfig stürmisch u im Winter o viu näblig. Wi mängisch wäri äch scho gäge d obwaudnersite gheit, wenni nid „Gott sei dank“ plötzlich das schöne, holzige gipfuchrüz hätti chönne erahne. I bi froh drumm u i dene momänte mahnet mi z chrütz o a mini wurzle… Sigs wis wöu, dert obe bim chrütz hei sech mines Wüssens emu no nie ä Katholik u ä Reformierte ufe Gring gä! Lömers doch eifach wis isch u simer chli entspannter i serigne Theme. I wünsche üs äune weniger Chrütz-Beschwärde! Carpe Diem

    • Roland K. Moser sagt:

      In der Schweiz haben sich die Katholiken und die Reformierten aber bekriegt. Ausser den paar fanatischen Kirchen-Gnomen wollte niemand diese Kriege und Europa wurde zwangschristianisert. Das Zeug hat hier nichts verloren und gehört in seine Heimat, den Nahen Osten.

  • Toni Kälin sagt:

    Ein Kreuz mit dem Kreuz!
    In den aggressiv kirchenfeindlichen frühen Jahren der DDR gab es einmal die Parole: „Ohne Gott und Sonnenschein bringen wir die Ernte ein!“ In der Bevölkerung kursierte die Antwort: „Ohne Sonnenschein und Gott macht die DDR bankrott!“ Es hat eine Weile gedauert, aber dann war es soweit. „..Leute, die Seele Europas, darf man sagen, ist das Christentum, Das Symbol des Christentums ist -immer noch- das Kreuz – ob wir`s wollen oder nicht.

    • Roland K. Moser sagt:

      Stimmt nicht. Das Christentum ist eine „invasive Art“, die nichts in Europa verloren hat.

  • Max Wartenberg sagt:

    In der heutigen Zsicheit ist ein Gipfelkreuz kein religiöses Zeichen mehr. Ein Gipfelkreuz ist lediglich eine geographische Marke, die zeigt, wo das Ziel (meistens der höchste Punkt des Berges) liegt. Ausserdem ist es äusserst praktisch, wie von anderen Usern auch schon vermerkt, zum Trocknen der Kleider. Die ganze Diskussion finde ich heutzutage total antiquiert, da werden schon längst überwundene Ansichten wieder aus der Schublade geholt.

    • Roland K. Moser sagt:

      Wenn Du deine Kleider daran trocknest, wird Dir der Nächste Christ in seiner unendlichen Nächstenliebe ein paar in die Fresse hauen, zwecks Christianisierung damit Du später nicht vom Teufel gefressen wirst.

  • martin tschuemperlin sagt:

    Schon alte Völker fühlten sich auf hohen Bergen – Gott am nächsten. Kreuze sind nun einmal das Symbol des Christentums
    und des Katholizismus und wurden aus Ehrerbietung auf diesen Gipfeln aufgestellt. Diese Gottesdankbarkeit kommt heutzutage zunehmend abhanden – der Mensch scheint somit halt wirklich nur eine Darwinsche Schöpfung zu sein!
    Für mich interessant wäre zu wissen, ob diese Kreuze nur auf dem Boden von katholischen Kantonen stehen – ein
    Kreuzinventar sollte her!

  • Der Drache sagt:

    Wie krank muss man eigentlich sein, um ein Folter- und Mordinstrument zum Symbol seiner Religion zu wählen?
    Wahrscheinlich sollte man, nur um thematisch konsistent zu bleiben, auf den einheimischen Gipfeln ein paar Galgen und elektrische Stühle aufstellen.

    Das Gerichtsurteil aus Freiburg ist übrigens total bescheuert. Sachbeschädigung, OK, könnte man verstehen, aber eine Verletzung der Glaubensfreiheit, wenn einer ein paar Balken auseinander sägt, das ist offensichtlicher Blödsinn. Wenn hier eine Verletzung der Glaubensfreiheit vorliegt, dann wohl eher auf Seiten derer, die die Landschaft mit Gewaltsymbolen tapezieren.

  • Libertin sagt:

    Die Diskussion über das Kreuz in der CH- Flagge ist putzig. Ich habe mir sagen lassen, sie gingen auf einen Brauch der Schweizer Söldner zurück, damit sie sich bei den Kriegsgefechten gegenseitig identifizieren konnten hefteten sie sich zwei weisse Streifen aufs Hemd. Sauber, erinnert an die Gürtelschnallen der Soldaten im Dritten Reich: Gott mit uns.Im übrigen gab es eine Zeit, zwar nur kurz, in der die Flagge ganz ander aussah. Während der Republik Helvetien war sie grün, rot, gelb längs gestreift. S. auch im Historischen Lexikon Schweiz.

  • hallo mitenand

    ich danke frau natascha knecht für diese thema.
    ich bin erstaunt, das einige argumente die ich gleich erwähnen werde noch nicht dah sind.

    zuerst will ich erwähnen, das ich im 1998 im walliser bote einen leserbrief geschrieben habe mit dem titel:
    gipfelkreuze sind umweltverschmutzung

    ich zu diesem leserbrief ein dutzend schriftliche zustimmungen erhalten.

    warum keine gipfelkreuze:
    – gipfelkreuze sind umweltverschmutzung, der helikopter der sie hochfliegen muss,
    – die berge sind ein freier raum, der nicht verändert werden darf,
    – bei der alpen-entstehung waren keine kreuze oben,
    – der endpunkt, der gipfel soll mit steinmännern markiert werden,
    – kreuze erinnern mich an einen friedhof… an tote… ich gehe in die berge um zu leben…
    – es kann nicht sein, das irgendwelche religionen, sich ein recht nimmt kreuze hinzustellen,
    – zeigt mir mal bitte die baubewilligung, seit wann darf ohne baubewilligung gebaut werden,
    – es braucht keine kreuze, um einen guten gedanken zu haben…
    – viele kreuze stören die rundsicht,

    noch fragen? ich bin gerne bereit sie zu beantworten…
    der freiburger hat vollkommen das einzige richtige gemacht, und ich unterstütze Ihn.

    ich wünsche allen viele schöne touren, bald ohne kreuze.
    und bitte schreibt eure namen voll aus… wenn Ihr richtige damen und herren sein wollt.

    gruss von
    raphael wellig / http://www.raphaelwellig.ch

    • Roland K. Moser sagt:

      Vielleicht musst Du dich deutlicher von allen Religionen distanzieren. Sonst könnte jemand auf den Gedanken kommen, es gehe Dir nur um die Schwächung des Christentums. ( Ich bin vehementer Gegner der 3 Religionen des Buches und vor allem des Islams – Allerdings nur hier bei uns, in ihrer Heimat, dem Nahen Osten, können die 3 Religionen machen, was sie wollen. Hier haben sie keinen Platz.)

      • hallo roland

        danke für deine antwort, und den hinweis.
        du hast mich richtig erkannt… ich habe „keinen“ glauben… wenn ich die grösse der berge sehe… dannn brauche ich
        keine religion…. die grösse der natur braucht kein kreuze…. ein steinmann, aus dem element erd… das braucht es…

        schöne touren, bald ohne gipfelkreuze.

        gruss von
        raphael wellig / http://www.raphaelwellig.ch

  • mensch sagt:

    Ps 121
    Ich blicke hinauf zu den Bergen: / Woher kann ich Hilfe erwarten? 2 Meine Hilfe kommt von Jahwe, / dem Schöpfer von Himmel und Erde. 3 Er wird nicht zulassen, dass du fällst. / Er gibt immer auf dich Acht. 4 Nein, der Beschützer Israels / schläft und schlummert nicht. 5 Jahwe ist dein Beschützer, / Jahwe ist dein Schatten / an deiner Seite. 6 Am Tag darf dir die Sonne nicht schaden, / noch der Mond in der Nacht. 7 Jahwe wird dich vor allem Bösen behüten / und dein Leben bewahren. (4. Mose 6.24) 8 Jahwe wird dich behüten, / wenn du fortgehst und wenn du wiederkommst, / von jetzt an und für immer.

    • Roland K. Moser sagt:

      Ich bin ein uneheliches Kind – Für die Juden, Christen und Muslime bin ich deswegen minderwertig. Deshalb sind die Juden, Christen und Muslime für mich Umweltverschmutzung und gehören in ihre Heimat, den Nahen Osten repatriiert.

      • Stephan Brodmann sagt:

        Sehr geehrter Herr Moser, mich würde es interessieren woher Ihr offensichticher blinder Hass gegen Christen herkommt. Dass Sie ein uneheliches Kind sind haben Sie nichts dafür. Dieser Umstand gibt mir keinen Grund Sie verurteilen zu wollen. Ich kenne Sie zwar nicht persönlich, sondern nur Ihre Leserkommentare, aber Sie kommen mir überhaupt nicht minderwertig vor. Auch deshalb, weil Gott die Menschen nicht in hoch- und geringwertige Klassen unterscheidet und so unterscheide auch ich die Menschen nicht in hoch- oder minderwertig. Ich bin bekenndernder Christ, somit in Ihren Augen „Umweltverschmutzung“. Wenn ich Christ sein darf, dann lasse ich mich auch gerne als „Umweltverschmutzung“ bezeichnen. Aber trotzdem glaube ich, dass mein Glaube die Umwelt nicht verschmutzt, sondern viel mehr, was die Menschen mit dieser Welt machen. Insofern bin nicht nur ich, sondern auch Sie ein „Umweltverschmutzer“. Übrigens fühle ich mich in Ihrer und meiner Heimat sehr wohl. Darf ich Sie noch fragen woher Sie sich das Recht nehmen, mich in den Nahen Osten „auszuschaffen“? mfg

        • Roland K. Moser sagt:

          Aha?
          Das mit dem unehelichen Kind ist nur ein Punkt, an dem man „den Christen“ erkennen kann :-) Da ich selbst ein uneheliches Kind bin, ist es naheliegend, dass ich damit argumentiere. Ich könnte aber auch mit anderem argumentieren.
          Sie behaupten, dass sie Christ sind:
          – Haben Sie ein Problem mit unehelichen Kindern?
          – Europa wurde zwangschristianisiert, ich will diesen Zustand rückgängig gemacht haben, die Christen sollen in die Hieimat ihrer Religion, den Nahen Osten, migrieren – Was halten Sie davon?
          Das auch noch: Religion ist eine psychiatrische Erkrankung.

  • Roland K. Moser sagt:

    Weihnachten ist das Fest zur Wintersonnewende. Die Gipfelkreuze können also ohne Hemmungen entfernt werden. Und die Christen sollen in den Nahen Osten auswandern – Dort kommt ihr negativer Aberglauben her.

    • Giorgio Girardet sagt:

      Ich gehe wohl recht in der Annahme, auch bei „Roland K. Moser“ handelt es sich um einen überdurchschnittlich „hoch gebildeten Menschen“. Nachdem schon der wackere Wanderer Widmer chinesisch studierte um den gelben Schildli in der schönen Schweiz nachzulatschen und sich darüber die Finger wundzuschreiben. Wird wohl der Pfundskerl „Roland K. Moser“ mindest eigenhädig das menschliche Genom entziffert haben um so viel Weltweisheit in einer knappen Sentenz verdichten zu können. Und – dann auch noch den Knopf „Kommentar senden“ zu preichen. Potz blitz, eine geballte Ladung Aufklärung!

  • anna sagt:

    Ich finde ein Gipfelkreuz schön. Für mich manifestiert sich Gott in der Natur. Und nein, ich bin nicht religiös und gehöre auch keiner Kirche an. Ein Gipfelkreuz erinnert mich daran innezuhalten und um mich zu blicken.

  • Aschi sagt:

    Erfrischend die Religionsdiskurse. Ist es das Kreuz mit den Kreuzen, dass sie auch Agressionen auslösen können? Jeder muss bekanntlich sein Kreuz (Rücken) selber tragen. Immerhin: Die Deklaration der Menschenrechte dürfte die grösste Errungenschaft der Neuzeit darstellen. Da fast alle Staaten sie unterzeichnet haben, sollten auch die Religionen sie respektieren, dann können alle Menschen davon profitieren. Wem ein Glaube dazu hilft, umso besser. Notwendig ist er nicht.

  • Emil sagt:

    In Freiburg leben in einem Land mit christlicher Geschichte, Kultur und Tradition. Dazu gehören auch die christlichen Symbole.
    Kreuze stehen auf den Berggipfeln um vielleicht unseren Horiziont etwas zu erweitern. Gottlose Denker können sich genügend an den „Errungenschaften“ der heutigen Zeit erfreuen.

  • Andreas Schwendener sagt:

    Ich persönlich finde die Gipfelkreuze schön.:) Ich kann aber verstehen, dass es Leute gibt, die sie nicht schön finden, das ist doch bei allem so. Tja, also bleibt wohl nur ein demokratischer Mehrheitsentscheid. Ich schätze mal, die überwiegende Mehrheit würde sich entweder enthalten, oder dafür stimmen…

  • Luise sagt:

    Hmmm – „einen Wissenschaftler mit mehrere akademische Abschlüsse“? Wohl in Religionswissenschaft nicht im Deutsch?

  • Toni sagt:

    Bei solchen Themen tadelt man gerne das Christentum. Auffallend dass gerade die schärfsten Kritiker offensichtlich ein sehr oberflächliches Verständnis von christlichen Werte und einer gesunde Beziehung zwischen Mensch-Glaube-Religion haben. Als Vorwürfe werden immer wieder vergangene Fehltritte der Kirche genannt ohne jeglichen Verstand des kulturellen und sozialen Kontext der Zeit in der sie gemacht wurden. Abgesehen davon ob man an Gott glaubt oder nicht, das Christentum hat unsere Gesellschaft in den letzten 1300 Jahre bedutend geprägt und sowohl vieles Positives gebracht hat, wie auch einiges an Negatives…so ist halt die Umsetzung von Werte durch die menschliche Natur. Wenn man aber in der banalisierte und verallgemeinerte Religionsablehnung die Wurzeln der eigenen Kultur verwirft ohne sie zu kennen oder zu verstehen, dann besteht das Risiko eine Gesellschaft aufzubauen die dem Relativismus zu verfallen droht und keine wahre Zukunft hat. Wurde schon vom Kommunismus im letzten Jahrhundert versucht: Werte, Religion und Kultur wurden zerstört und durch Leere ersetzt. Wohin dies die Menschen geführt hat haben wir gesehen. Wer sich an Gipfelkreuze stört, mag wohl nicht von diesen Symbolen daran erinnert zu werden dass das Christentum (der Glaube, nicht die Kirche) uns Werte anbietet die über die Brutalität, die Arroganz und das Egoismus der Menschheit hinausragen. Die heutige Gesellschaft bietet mir keine sinnvolle Alternative. Ich bin übrigens einen Wissenschaftler mit mehrere akademische Abschlüsse der erst vor einigen Jahre wieder zum Glauben gekommen ist…weil die heutige Kultur mir nur noch Werte wie Hedonismus, Relativismus und Egoismus anbietet.

    • roger winter sagt:

      „Ich bin übrigens einen Wissenschaftler mit mehrere akademische Abschlüsse der erst vor einigen Jahre wieder zum Glauben gekommen ist…weil die heutige Kultur mir nur noch Werte wie Hedonismus, Relativismus und Egoismus anbietet“

      Wenn ich diesen Satz so lese, denke ich, dass Sie nicht ein Sprachwissenschaftler sein können.
      Habe ich recht?

    • Roger S. sagt:

      Treffender hätte man dies nicht schreiben können. Ich frage mich wieso die hochgebildeten hier in dieser Diskussion nicht ebenfalls zu diesem Schluss kommen..

    • Roland K. Moser sagt:

      Das Christentum hat nur Negatives nach Europa und in die Welt gebracht – Und uns zum Glück (hätte beinahe gottseidank geschrieben) nicht gross beeinflusst.

      • Daniel S. sagt:

        @Roland K. Moser: Dem muss ich sogar als Atheist widersprechen, das Christentum hat nicht nur Negatives gebracht. Das ist polemischer Schrott, genau so polemisch wie die Gläubigen die die Kunde eines transzendentalen Überwesens propagieren müssen.

  • Dani Petersen sagt:

    Auf öffentlichen Grund gehören keine religiösen Symbole. Sie verletzen die Glaubens- und Religionsfreihei (!), denn
    jegliche Religion ist Privatsache. Auch in Schulen oder öffentlichen Räumen haben solche Religionssymbole nichts zu suchen

    Konswquenterweise müssen also alle Gipfelkreuze verschwinden. Alle Mitglieder von Alpenvereinen und alle Bergführer
    werden aufgefordert da mit zu helfen. Pro abgesägtem Kruzifix wird eine Prämie von Fr. 50.- durch das EMD bezahlt.
    Das Geld wird aus der Gripen-Kasse genommen, denn dieser Flieger wird nie über die von den Kreuzen befreiten
    Berge donnern.

    • Toni sagt:

      Das hört sich an wie eine Aufforderung zum Vandalismus und der Verletzung der Religionsfreiheit ihrerseits. Ihr Hass gegen religiöse Symbole verletzt meine Glaubens- und Religionsfreiheit. Ich weiss sie werden sich über meine Antwort ärgern, aber ich verlange dann im gleichen Stil die Zerstörung der Einkaufzentren (Tempel des Konsumismus), der Clubs und Discos (Kirchen des Hedonismus und des Lärms), und natürlich aller Fussballstadien (Tempel der Fussballreligion) da ich nicht diese interessen teile. Habe es satt für solche pseudo-religiöse Infrastrukturen mit meine Steuern dazu zu beitragen ;-)

  • Olivier sagt:

    Ich begreife nicht, dass gewisse Leute so starke Komplexe gegen die Religionen, speziell gegen das Christentum haben, so dass sie sich sogar an etwas harmloses wie Gipfelkreuze stören. Sie sind aus Tradition dort, zudem zeigt es den Gipfel an. Dieser radikale Atheismus ist mittlerweile die weit grössere Bedrohung als irgendwelche religiösen Fundamentalisten, da sie genauso ihre Lebensweise allen aufzwingen wollen.

    • Roger S. sagt:

      Sehe ich genauso. Es ist beschämend, dass in der Schweiz so viele Atheisten leben. Es wird mir richtig übel. Das erklärt auch warum in der Schwei so wenig Kinder gezeugt werden und so wenig Familie gegründet werden. Der Atheismus geht Hand in Hand mit dem Zeitgeist des Ego-Individualismus, der hohen Selbstmordrate und Wertevermischung. Jeder Schweizer Atheist sollte sich schämen wenn er die national Flagge betrachtet. Es ist nämlich ein Kreuz drauf. Die Schweizer Hymne ist ein Psalm an Gott. Schämt euch!

      • roger winter sagt:

        Lieber Roger

        Das tue ich auch. Ich schäme mich jedesmal wenn ich unsere nationale Flagge sehe. Und wenn ich dann noch unsere Nationalhymne höre und, oh Schreck, auch noch den Wortlaut dieses schrecklichen Psalms höre wird’s mir vollends elend.

      • Atheist sagt:

        Herr Roger S…

        soviel zum Thema Nächstenliebe, Respekt und was in Ihrer Freikirche sonst noch gepredigt wird…. frei denken und vor allem SELBER denken (zu können) würde auch Ihnen nicht schaden! Aber es steht Ihnen natürlich frei weiterhin an die Bibel zu glauben… apropo Glauben: eins wird mir immer klarer wenn ich Kommentare wie die von Ihnen lese – „wer nichts weiss, muss alles glauben!“

        Laufen Sie weiter mit geschlossenen Augen durch die Welt, sie werden bestimmt weiter glücklich sein… einfach immer den bösen Atheisten aus dem Weg gehen. Die Fressen ja bekanntlich auch Kinder…

        • Roger S. sagt:

          Sie verlangen Nächstenliebe und Respekt und müssen aber keine leisten, weil sie Atheist sind und dieser von sich das nicht fordert. Ich bitte Sie .. Atheismsus ist die Torheit in ihrer höchstform.

          • Atheist sagt:

            haha… wenn Sie wüssten! Aber was rede ich… sie sind dermassen auf der Linie ihrer Freikirche, dass Sie sich nicht im entferntesten vorstellen können, dass auch Atheismus UND Moral problemlos unter einen Hut passen! Aber die Moral haben die Gläubigen ja für sich gepachtet… von mir aus! Wissen ist mir lieber als glauben!

            Ein Religi… ähhh Gläubiger wirft einem Atheist Torheit vor! Danke!! selten so gelacht! Made my Day… :-)

            Bleiben Sie gläubig und glücklich und vorallem weiterhin die letzte Instanz… ich bleibe auch Atheist und glücklich, dass geht nämlich sehr gut (oder noch besser?) auch ohne imaginären Freund!

          • Richi sagt:

            Lieber Atheist, irgendwie gehören Sie ja in den gleiche Topf wie die Freikirchler: Auch Sie können keine Gelegenheit auslassen und müssen permanent Ihre Dogmen/Weltanschauung/“Wahrheit“/“Religion“ (im Sinne des zwanghaften Beweisen der Nichtexistenz Gotts) marktschreierisch überheblich an den Mann/Frau oder Roger S. bringen – Sie sind doch kein Deut besser… Wären Sie klüger, liessen Sie Oliviers und Roger S. Kommentare so stehen und würden darauf vertrauen, dass jeder Blogleser selber fähig ist, sich die richtige Meinung zum Thema bilden zu können.

      • Roland K. Moser sagt:

        Das Schweizerkreuz ist eben nicht das Christen-Kreuz. Zum Glück nicht.

  • Markus B sagt:

    Es hängen ja keine Toten an den Kreuzen! Ob ein Kreuz auf dem Gipfel steht, entscheiden die Gemeinden, auf deren Gebiet der Gipfel steht. Ob das noch viel mit Religion zu tun hat, ist zu beweifeln. In den Gipfelbüchern, dort praktisch versorgt werden, können Sie auf jeden Fall schreiben was sie wollen.

    Aber die städtischen Alpinisten scheinen gern über alles zu meckern, wenn sie mal in den Alpen sind. Die sollten lieber mal schauen, dass sie nicht so stinken, wenn sie ohne Extrakleider mit ÖV in die entlegensten Winkel der Schweiz ausschwärmen. Das ist wirklich Umweltverschmutzung, die grausigen Grünen in den Hütten. Deshalb flieg ich lieber mit dem Helikopter!

  • Monika Diethelm-Knoepfel sagt:

    Wir Menschen glauben je länger desto mehr, wir könnten und dürften alles und es gebe über uns nichts. Schon die alten Griechen haben gewusst, dass diese Hybris sehr gefährlich ist. Kreuze, egal ob auf einem Gipfel oder an einem Weg, mahnen uns daran, dass wir nicht allmächtig sind, sondern dass es einen Gott gibt, der uns beschützt, dem wir aber auch verantwortlich sind. Wohin es führt, wenn Menschen meinen, sie wüssten und könnten alles, sehen wir ja jeden Tag in Form von Kriegen, Umweltvreschmutzung, alltäglichen Gemeinheiten etc.

    • Luise sagt:

      Die Kreuze haben jedenfalls gegen Kriege und Umweltverschmutzung nicht geholfen…

      • Daniel Wigger sagt:

        sind sie sicher?
        Von religiösen Symbolen kommt sicher keine Wunderkraft. Aber sie sind eben Symbole, die uns demütig stimmen sollen. Wie es früher gewissen Menschen ergangen ist, die sich nachweislich als erste in der Neuzeit für Humanität und Gleichberechtigung eingesetzt haben.
        Wer die Symbole nicht erkennt der ist natürlich auch nicht empfänglich für solche Gedanken. Wer aber kurz innehält und die Menschheitsgeschichte passieren lässt, kommt unweigerlich zu dem einen oder anderen Schluss. Aber solche Kontemplationen sind in unserer schnelllebigen Welt halt nicht mehr gefragt… – stellt doch einen McDonalds rauf!

    • Roland K. Moser sagt:

      Welchen Gott soll es geben? Den Psychopathen der Juden, Christen und Muslime?

  • Steimi sagt:

    Viel belustigendenes hier in diesen Comments … “die Gipfelkreuze wurden zu Zeiten aufgestellt, als man noch Respekt vor der Natur und den Bergen hatte.” In der Vergangenheit wurden wohl mehr Berge versetzt, Strassen gepflastert, Flüsse kanalisiert, usw. als in der Gegenwart, ich kann weit und breit keinen Respekt in früheren Zeiten erkennen. Ich wage zu behaupten, dass die meisten Kreuze in den letzten Jahrzehnten und nicht früher gesetzt wurden, dank der heutigen Hilfsmittel ist das ja auch einfacher geworden.

    Ich brauche keine Kreuze auf dem Berg, ausser wie mein Namensvetter meint zum Rucksack aufhängen und Kleider trocknen. Deswegen braucht man weder die Kreuze, noch Minarette, Kirchtürme oder Äpfel verbieten … sonst müsste man ja gar die Werbung verbieten, diese Symbole sind ja nichts anderes als Marketing für Religionen. Eher endlich ein paar Verbote abschaffen und etwas Freiheit gewinnen … man darf ja wohl noch träumen !

  • Climber sagt:

    mich stören die Kreuze nicht. Es ist ja ‚in‘ geworden, budd. Gebetsfahnen aufzuhängen, sei es auf einem Gipfel oder zuhause im Garten. Von daher gibt es eigentlich keinen Grund, die Kreuze, die schon lange stehen, zu verbannen. Sie haben vermutlich mehr ‚Berechtigung‘ aus der Tradition und unserer Kultur heraus als Gebetsfahnen (wobei mich auch diese nicht besonders stören)

  • fox sagt:

    Kreuze auf gipfeln sind visuelle umweltverschmutzung.
    Ausserdem ist es ein äusserst hässliches und grausames foltersymbol. Ich will das nicht sehen mitten in der natur.

    • Roger S. sagt:

      Es ist ein Symbol des Sieges. Die Botschaft des Kreuzes ist denen einen Torheit die verloren gehen, aber die Hoffnung für die die gerettet werden. Denken Sie mal darüber nach.

  • Daniel Wigger sagt:

    Gemäss Argumentation des verurteilten Fribourger Bergführers müssten wir demnach auch alle Kirchen abreissen, weil sie sein Gefühl von Religionsfreiheit verletzen. Alle vorchrichtlichen Tempel übrigens auch und die Pyramiden waren auch ein religiöser Kult. Die Welt würde also ziemlich leer aussehen – und sie würde gefüllt von neuen pseudoreligiosen Inhalten wie Freizeitkultur und freie Gesellschaft, von Blödelshow bis iPhone.

    Kreuze hatten früher eine wichtige religiöse Bedeutung, denn so erhofften sich ängstliche Christen Schutz durch Gott. Jaja, Religionen haben viel mit Gewalt zu tun, hört man immer wieder, auch in diesem Text („Religionen schrecken bekanntlich nicht zurück vor Gewalt, was ich äusserst traurig finde.“). Ich möchte mal zurückfragen: Wie hätten wohl all die Kulturen ausgesehen ohne Gott, ob sie denn wirklich so viel weniger gewalttätig gewesen wären? Religion liefert eine wichtige Lebensstütze in einer archaischen Gesellschaft, und wie „gottlose“ Diktaturen mit anderen Völkern umgegangen sind haben wir in der Geschichte leider nur allzu oft gelernt.

    Ich auf jeden Fall fühle mich wohl in einer mit religiösen Symbolen angereicherten Kultur.

    • Luise sagt:

      Leider sehen wir auch wie religiöse Kulturen mit dem Volk umgehen – noch heute! Und versteckt herrscht bei uns eben immer noch pseudo-christliche Moral. Deshalb: Das ist ein Kreuz mit den Kreuzen in Schulzimmern, auf Berggipfeln etc.

      • Markus B sagt:

        Irgendwoher kommt die Moral, jemand muss die Regeln ja erfinden. Wenn man ihren Argumenten auf den Grund gehen würde, kämen wohl wieder christliche Grundhaltungen zutage.

        • Libertin sagt:

          Aus den Genen und der Vernunft. Eine religiös begründete Moral ist entweder nutzlos oder beliebig. Denn: ist etwas gut, weil es „Gott“ (bzw. irgendein Prophet) so sagt oder sagt er es, weil es gut ist? In ersterem Fall ist es immer gut, unabhängig von irgendwelchen Welterklärern. Im zweiten Fall wäre auch Morden und Plündern ok, sofern es dem Guru danach wäre. Ergo: niemand nimmt uns die persönliche und gemeinsame Auseinandersetzung mit den Fragen nach Gut und Schlecht ab.

  • Jahn Steiner sagt:

    Ich fordere Gipfelminarette!

  • Aschi sagt:

    Es gibt ein Buch über Dutzende Kreuzformen, welche älter als 2000 Jahre sind. Die Christen haben da clever ein bereits bekanntes Symbol als Logo gewählt zu Marketingzwecken. Die meisten Kreuze wurden wahrscheinlich ohne Baubewilligung auf fremdem Boden errichtet. Es wäre somit am Grundeigentümer zu entscheiden, was er auf dem Gipfel stehen lassen will. Als Alternative könnten Blitzableiter, ein Stuhl (als Mahnung vor el. USA Folterwerkzeug) oder ein Steinmann aufgebaut werden. Immerhin im Nebel ist es nicht schlecht, wenn man ohne GPS erkennt, wo man steht oder sitzt. Es gibt Bergsteiger welche die Kreuze mühsam heraufbuckeln. Ist da ein möglicher Schulderlass im Kopf? Am Schilt im Jura hing lange ein altes Velo am Gipfelblock. Das sorgte für Belustigung, nicht Zorn, so wie eingemörtelte Wasserhahnen an der Chemifluh oder Mittagfluh oder elektr. Steckdosen zum Rasieren in stromfreien Hüttchen. Die hohe Blütezeit der Kreuze dürfte enden in der Schweiz. Das Marketing hat sich ins Internet oder die Stadien verlagert.

  • Warum lehnt sich politische „Korrektheit“ immer auf Seite von kleinen Minderheiten die ein grosses Geschrei (meist um nichts) machen?

  • blackball sagt:

    Sehr geehrte Frau Knecht

    Hier werden Sie geholfen: http://lmgtfy.com/?q=gipfelkreuz

  • manfred sagt:

    Ich stimme Philipp Rittermann zu: „die Gipfelkreuze wurden zu Zeiten aufgestellt, als man noch Respekt vor der Natur und den Bergen hatte.“ Den Leuten die die Anstrengung und den Aufwand zum Errichten eines Kreuzes auf sich nahmen ist Repekt zu zollen.
    Zudem: Das Gipfelkreuz markiert den höchsten Punkt des Gipfels und zeigt von weitem das Ziel, das zu erreichen es gilt. Es hat damit sogar einen touristischen Auftrag. Das Tötelige stört mich nicht, es verspricht Ruhe, so wie auch in der Stadt ein Friedhof eine Oase der Ruhe ist, nicht nur für die Toten. Wer sich an den Gipfelkreuzen stört, der kann ja kreuzlose Gipfel besteigen, davon hat es noch genug.

  • Dieter Walker sagt:

    Nun, wer sich an Kreuzen und/oder dem Christentum gestört fühlt oder nichts damit zu tun haben will soll gefälligst nächsten Montag zur Arbeit erscheinen und den vergangenen Donnerstag bei der Arbeit nachholen.

  • Julia_2 sagt:

    Wie sieht das eigentlich rechtlich aus? Hat da nicht der Grundstückbesitzer mitzureden? Oder sind die meisten Gipfel in öffentlicher Hand?

    • Dani Petersen sagt:

      Julia hat recht. Streng genommen müssten die politischen Gemeinden ein Bewilligung dafür erteilen.
      Aber wo kein Kläger ist kein Richter.

  • captain kirk sagt:

    Ich hatte noch nie viel am Hut mit der Kirche. Bin konfessionslos und das wird auch so bleiben.
    Aber Gipfelkreuze haben mich noch nie gestört. Sie gehören für einfach dazu. Wenn es oben keines hat, finde ich es schade.

  • Daniel sagt:

    Ja, lasst die Kreuze Bitte bestehen. Seid Jahren sind die schon oben auf den Bergen und die Kreuze gehören einfach dazu. Das jetzt irgendwelche Fanatiker die verbieten wollen und sogar abreissen, dafür habe ich persönlich gar kein Verständnis!

    • Marcus Gisi sagt:

      Das die Gipfel Jahrmillionen ohne Kreuze oder sonstigen Gebilde ganz gut ausgekommen sind kommt Ihnen nicht in den Sinn?

      • Markus sagt:

        Die Erde ist auch Jahrmillionen ohne Sie ausgekommen Herr Gisi, und trotzdem freue ich mich, dass es Sie gibt!

  • René Grossenbacher sagt:

    Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz. Ich bin konfessionslos, das (Gipfel)Kreuz stört mich trotzdem nicht. Es ist ein Zeichen, dass ich den Gipfel erreicht habe, Und doch, auch das Symbol „Kreuz“

  • Daniel Steinmann sagt:

    Gipfelkreuze sind gut, denn man kann den Rucksack dran hängen!

  • Marcel sagt:

    Gipfelkreuze haben nicht nur einen religiösen Karakter (Siehe Wiki). Wieviel kreuze stehen in einem x-belliebigen Dorf am Strassenrand. Ich habe bis jetzt noch niemals gehört dass sich da jemand an stört. Wieso sorgen die Gipfelkreuze dann für so viel Aufregung.
    Ich vermute mal dass es hier um einer Profilierungsneurose von anti-religiöse Fanatiker handelt. In der heutige Zeit ist es En-Vogue Christen Bashing zu betreiben. Ich wette wenn auf irgend einen Gipfel ein Minarette stehen würde, würde selbst der meist anti-religiöse Fanatiker es nicht im Sinn kommen das Minarette runterzureisen. Zu viel angst hätte er für die Religiöse folgen. Dies ist ein Verhalten das man immer wieder bei anti-religiöse, die als spezial Gebiet den katholischen Glauben haben, beobachten kann.
    Wer sich an einem Kreuz auf einem Gipfel Stört hat wahrscheinlich andere Probleme, und sollte sich einen anderen berg ohne kreuz aussuchen.

    • Nadja sagt:

      Warum ist jede Kritik an Religion gleich Christen-Bashing? Ich kann auch nicht einfach irgendwo ein Denkmal errichten. Dazu brauche ich x Bewilligungen. Also fordern wir einfach gleiche Rechte für Alle, von Bashing keine Spur.

    • Roger S. sagt:

      Wir sind ein christliches Land! Wir haben auch ein Kreuz in der Fahne. Entweder Sie stehen dazu oder wandern aus.

      • Dani Petersen sagt:

        Roger S, Das Symbol in der CH-Fahne ist kein Kreuz sodern das Plus-Symbol.
        Es zeugt von der Schweiz, die positiv denkt! Du begreifen?

        • Roger S. sagt:

          Positiv denken? Ihre pseudo-neo-humanistische Interpretation ist lächerlich. Das Kreuz in der Flagge ist das Kreuz Jesu. Lesen Sie den Schweizerpsalm.

          Trittst im Morgenrot daher,
          Seh’ ich dich im Strahlenmeer,
          Dich, du Hocherhabener, Herrlicher!
          Wenn der Alpenfirn sich rötet,
          Betet, freie Schweizer, betet!
          Eure fromme Seele ahnt
          Gott im hehren Vaterland,
          Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.

          Du begreifen?

      • Roland K. Moser sagt:

        Wir sind kein christliches Land. Das Christentum hat sich in Europa nur mit Terror ausbreiten können – Und gehört nicht hierher. Wandern Sie aus in den Nahen Osten, wo das Christentum herkommt und nehmen Sie alle Gipfelkreuze mit.

        • Marcel sagt:

          Ich denke ihr geschichtliches Wissen ist lückenhaft, dies aber nur nebenbei gesagt. Das Problem ist doch dass die Christen im nahen Osten nicht gedultet werden. Hingegen werden andere Religionen bei uns vollumfänglich gedultet. Ich wette, dass Sie gegen die Minarette Initiative gestimmt haben.

  • thür hanspeter sagt:

    Man muss die kreuze aus historischer sicht betrachten. Seit jeher (siehe u.a. bibel) zog es die menschen auf natürliche oder künstlich geschaffene berge (maya und agypt. pyramiden) um ihrem gott näher zu sein. Und auf der spitze der höhen wurde eben ein kreuz oder anderes symbol (z.b. opferstätte) als zeichen zu diesem „sich gott nahe“ fühlen aufgestellt. So gesehen finde ich bereits bestehende kreuze sind dort zu lassen wo sie sind, obs neue braucht ist eine frage des zeitgeists.

  • mel sagt:

    ich bin alles andere als ein religiöser mensch, aber das gipfelkreuz gehört halt irgendwie einfach dazu, jedenfalls bei uns in den alpen. ich persönlich sehe darin auch nicht die religiöse bedeutung, für mich markiert es einfach den höchsten punkt. nach einem schweisstreibenden aufstieg gibt es doch nichts schöneres, als plötzlich das kreuz vor den augen zu haben und so nochmals die letzten energiereserven zum entspurt anzapfen zu können :-)
    imho soll jeder im gipfelkreuz das sehen, was er will. sie tun ja schliesslich niemandem weh!

  • für mich ist der Berggipfel ohne Kreuz kein richtiger Gipfel !

    • Paul Mircher sagt:

      Der Mount Everest ist also kein Richtiger Gipfel? Praktisch alle richtig hohen Berge haben kein Gipfelkreuz, ihre Aussage ist lächerlich.

      • Dani Petersen sagt:

        Der Fritz Kneubühler hat halt den Appenzell-Innerrhoden nie verlassen,
        daher hat er noch nie einen Berg ohne Kreuz gesehen!!

        • Richi sagt:

          Lieber Herr Mircher und Herr Petersen jemandes Meinung mit Zynismus lächerlich machen zu wollen ist nicht wirklich nett und lässt ihren Charakter erahnen!

    • Roland K. Moser sagt:

      Ist nur eine Gewohnheit. Die kann man ändern.

      • Paul Mircher sagt:

        @Richi: Wenn Kneubühler Fritz Aussage kein „!“ am Schluss hätte, dann könnte ich ihre Meinung teilen.

  • Philipp Rittermann sagt:

    die gipfelkreuze wurden zu zeiten aufgestellt, als man noch respekt vor der natur und den bergen hatten. dank unserem selbstverwirklichungs-zeitgeist darf nun jeder löli versuchen, in rekordzeit die gipfel zu stürmen, einen schluck des hypertonischen getränke zu sich zu nehmen und dann sofort – und ohne blick für die natur – wieder runter zu rennen. schöön.

    ja, die gipfelkreuze braucht es – die (gelangweilten) extrem-sportler jedoch nicht.

    • @Phil sagt:

      Daumen hoch Philipp

      • Der Boss sagt:

        Danke. Besser kann man es kaum mehr sagen!

        • Nadja sagt:

          Warum genau stören Sie Bergsteiger? Ich finde einen Menschen auf einem Berggipfel definitiv natürlicher, als ein stählernes Kreuz. Was wohl Ihre Hobbys sind?

    • hans sagt:

      EIn christliches Zeichen und Respekt vor der Natur passt in etwa so gut zusammen wie Käsefondue und eine Kein-Fett-Diät. Lehren uns denn nicht die monotheistischen Religionen dass wir uns die Natur Untertan machen sollen? Gipfelkreuze sind daher wohl eher ein Zeichen, dass der Mensch über die Natur (in diesem Fall ein Berg) gesiegt hat? Aus Respekt vor der Natur (und allen Nicht- oder Andergläubigen) sollten Kreuze daher entfernt werden und durch etwas Sinnvolleres wie Informationstafeln (zur lokalen Berg- und Naturwelt) ersetzt werden. Oder man bringt die Tafeln gleich an den vorhandenen Kreuzen an, das würde Kosten sparen ;-)

      • Roger S. sagt:

        Die Bibel sagt zwar dass wir uns die Natur untertan machen sollen. Aber sie sagt nirgends, dass wir sie ausbeuten sollen. Die Natur gehört gepflegt (wie Adam das Gebot bekam den Garten Eden zu pflegen). Sie ernährt uns. Dafür wurde sie erschaffen. Aber sie ist definitv FÜR uns und nicht ÜBER uns erschaffen worden.

        • hans sagt:

          Das ist halt das Problem bei der Bibel, sie widerspricht sich selber an mindestens 5000 Stellen. Ich finde es aus dem Grund haarstreubend, wenn sich irgendwer für irgendwas auf die Bibel bezieht. Schliesslich gibt es wohl kaum einen Vers dem nicht woanders komplett widersprochen wird. Und dazu kommen noch Interpretationsspielraum und haufenweise Übersetzungsfehler. Schliesslich wurde die Bibel von sehr vielen verschiedenen Menschen geschrieben und umgeschrieben, welche zu 100% keines der geschilderten Ereignisse miterlebt haben.
          Es steht aber ausser Frage, dass die monotheistischen Religionen die Natur nicht sonderlich respektieren. Und lieber Roger S., die Natur wurde nicht für uns erschaffen, wir sind ein Teil dieser Natur die durch einen Millionen Jahre langen Evolutionsprozess entstanden ist.

    • Urs Kyburz sagt:

      Nun, warum wurden dann die Berge „bezwungen“, „erobert“ und „besiegt“ im 19. Jahrhundert? Das tönte damals eher nach Krieg als nach Respekt vor der Natur. Als man noch wirklich Respekt hatte vor der Natur, im Artikel steht es, traute man sich gar nicht auf die Berge. Was unterscheidet denn ein Bergsteiger aus der „Goldenen Ära“ von einem Extremsportler der heutigen Zeit? Auch ihm ging es um Ruhm und Ehre. Und wie wurde die Besteigung der Eiger Nordwand von den Nazis instrumentalisiert!
      Ein Extremsportler der heutigen Zeit ist der Natur wohl immer noch näher als Sie, der täglich in der Blechkarosse zur Arbeit pendelt und zurück (das unterstelle ich jetzt einfach mal so). Denn dieser ist auch heute noch von den Elementen, vom Wetter und den Bedingungen am Berg abhängig und kann sie nicht beeinflussen.
      Ob Sie es glauben, man kann Extremsport betreiben und trotzdem Respekt vor der Natur haben und deren Schönheit geniessen. Ich weiss, wovon ich schreibe.

  • Luise sagt:

    Mir geht es genau so wie der Autorin: Gipfelkreuze sind tötelig. Sie sollen uns wohl an die Ewigkeit, unsere Nichtigkeit, an die Präsenz des Todes oder eines Gottes erinnern. Mich nervt das. Ein alter Zopf, eine Mahnung, die ich nicht brauche. Die Menschen leiden genug unter der Geissel Religion. Vor allem der Katholizismus unterdrückt viel und lässt reihenweise Kranke und Geschädigte zurück. Ich weiss wovon ich rede, die Hälfte meiner Familie ist katholisch und vor allem die Frauen leiden.
    Deshalb ist für mich der Gipfelkreuzentferner ein kleiner Held. Er hat meinen Beifall und sicher nicht nur meinen! Eigentlich sollte man eine Initiative lancieren: Weg mit Gipfelkreuzen. Aber ob sich die Mühle lohnt?

    • Roger S. sagt:

      @ Luise

      Sie scheinen ziemlich verbittert zu sein. Der Katholizimsus hat in der Tat viel zerstört. Der Katholizimsus predigt auch vieles was nicht in der Bibel steht. Gehen Sie in eine Freikirche dort wird das korrekte Bild von Mann und Frau gepredigt, wie die Bibel es aus sagt. Als gleichwertige Meschen.

      • Dani Petersen sagt:

        Die Biebel ist ein furchtbares Buch. 22 mal wird aufgefordert, die Nichtgläubigen zu töten.
        Die Frau wird immer dem Manne unterstellt. Man sollte die Bibel verbieten!

        • Roland K. Moser sagt:

          Das Judentum, das Christentum und der Islam haben in der Schweiz keinen Platz und sollten verboten werden.

          • Luise sagt:

            Wirklich ein Kreuz mit den Kreuzen. Mir geht es gut ohne diesen so genannten Glauben. Religion ist Opium des Volkes. Und es gibt keine Religon, bei der die Menschen gleichwertig sind. Auch nicht in den Freikirchen. Es liegt an uns in unserer kleinen Welt, für Gerechtigkeit zu sorgen. Diese Kreuze sind unnötig, aber auf dem Gipfel geniesse ich ja die Aussicht und die lasse ich mir nicht verderben. Tschüss zusammen, gute Nacht.

          • Albert sagt:

            lesen sie einmal nen Bundesbrief. Die Schweiz wurde im Namen Gottes (Jesus Christus) erstellt! Gesegnet durch Gott. nehmen sie dieses weg dann wird es schlecht mit der Schweiz! You end up with a bunch of people with no direction – ready to be wasted!

  • Rolf Buholzer sagt:

    Besten Dank für den Artikel, sehe ich genauso. Da wo die Dinger nun mal schon stehen sollen sie halt bleiben, aber neue braucht es ganz bestimmt keine. Religionen verfolgen den Menschen überall, jederzeit muss man sich den Umgarnungen und Werbungen erwehren. Da wäre es doch schön, wenn die schönen schweizer Alpen weiterhin ein Ort der Ruhe und des (religiösen) Friedens sein könnten. Wer seinem Gott nah sein will braucht dazu kein Kreuz.

    • Camenzind Robert sagt:

      Tja Herr Buholzer gegen ein Bergkreuz sein ist ok und trendy aber gleichzeitig auch gegen die Antiminaret Initiative sein ist nicht glaubwürdig Ihrerseits.

      • Marc Hubacher sagt:

        Sie sagen es, Herr Camenzind. Ich bin gegen beides, gegen Kreuze und Minarette. Religion gehört in den Privatbereich. Aber leider gibt es viele Personen, die etwas gegen Kreuze, aber nichts gegen Minarette haben. Man nennt das den alternativen Reflex. Es ist das Gegenteil von Fremdenfeindlichkeit: Das Fremde ist per se gut. Anstatt kritisch hinterfragt, wird die fremde Kultur umarmt. Aber Achtung: Fremde Kulturen haben, wie unsere, Positives und Negatives zu bieten. Säkulares, aufgeklärtes Denken ist eine Stärke der unseren.

        • Rolf Maier sagt:

          Gleich etwas vorweg : ich hänge nicht speziell an Kreuzen, sehe auch in der Bibel keinen Hinweis darauf dass Gläubige irgenwelche materielle Symbole brauchen um Gott zu ehren oder ihren Glauben darzustellen. Wenn ihrer Meinung nach Religion in den Privatbereich gehört, was machen sie dann mit gewissen Artikeln der Menschenrechte ? Welche Beziehungen haben sie am Arbeitsplatz mit Menschen welche religiöse Überzeugungen haben ? Wie gehen sie mit Kreuzen am Wegrand um (komisch, dass nur Gipfelkreuze stören) ? Müssen Kirchtürme auch aus der Landschaft verschwinden ? Sollten Tausende von Städten und Dörfer z.B in Frankreich umgetauft (!) werden weil sie einen Bezug zur katholischen Religion haben (ist nicht meine christliche Glaubenüberzeugung) ? Sollten dann nicht auch alle indirekten Anspielungen an religiöse Texte im öffentlichen Bereich verboten werden ? Dann wird halt keiner mehr den ersten Stein werfen dürfen, von Judas, David und Goliath wird auch nicht mehr die Rede sein, und abgesehen davon wird man aus den meisten Museen die Bilder mit religiösem Inhalt verdammen (dieses Wort müsste dann eigentlich auch gleich gestrichen werden…). Als Christ aus Überzeugung und mit freier Wahl halte ich es damit dem dem Kaiser zu geben was dem Kaiser gebührt, und Gott was Gott gebührt. Dazu gehören Gipfelkreuze für mich sicher nicht – ich würde niemals dafür kämpfen, dass irgendwo irgendwelche neue Kreuze aufgestellt würden !

          • Marc Hubacher sagt:

            Wissen Sie, ich arbeite in einem Beruf mit vielen hoch gebildeten Menschen, da gibt es nicht so viele Gläubige. Zudem habe ich kein Problem damit, solange nicht plötzlich jemand mit einem Jesus-Lebt-T-Shirt rumläuft. Das ist bislang noch nicht vorgekommen. Ihre Massnahmen sind natürlich zu radikal, man muss da Augenmass halten. Aber ich denke, man sollte keine neuen religiösen Bauten und Symbole installieren. Sprich, man muss halt Aberglaube ein Stückweit tolerieren, da er, wie Sie beschreiben, in der Kultur verwurzelt ist. Aber mit der Zeit schwächt sich da ab, wie der Beobachter unschwer merkt.

          • Roger S. sagt:

            @ Marc Hubacher

            Sie sagen „Wissen Sie, ich arbeite in einem Beruf mit vielen hoch gebildeten Menschen, da gibt es nicht so viele Gläubige.“ Aber Herr Hubacher.. das ist ein Widerspruch in sich. Denn die Wahrheit ist diese: „Alle Weisheit beginnt damit, dass man Ehrfurcht vor Gott hat“ Psalm 9. Sehen Sie, dass ist genau das Gegenteil. Und by the way .. Jesus lebt.

          • Paul B sagt:

            Wenn ich Freidenker wäre würde ich mich gegen das Kreuz auf der Schweizerfahne einsetzen. Als Christ denke ich, dass im Kreuz Himmel und Erde, Menschen und Schöpfung verbunden sind.
            Wenn ich Freidenker wäre, würde ich mich dagegen einsetzen, dass im Rechnen ein + verwendet würde. Als Christ denke ich, dass alles Leid hoffenlich ein Ende hat und zu einem Plus werden kann.

          • Roland K. Moser sagt:

            Die Dörfer in Frankreich welche in ihrem Namen einen Bezug zum Christentum haben, wurden während der Inquisition von den Einwohnern umbenannt, im Glauben, der Horror des Katholizismus zu entkommen. Leider hat es nichts genutzt. Nächstenliebe heisst foltern. Christ sein heisst, andere zu missachten und bei jeder Gelegenheit zu misshandeln.
            Die Gipfelkreuze sollten entfernt werden, weil sie leider einen Bezug zur Religion haben.

        • Markus sagt:

          @Roger S.: richtig, Jesus lebt, kenne einige Persönlich und ansonsten habe ich es wie Natascha; bei Zeus, Gott, Mohamed, Buddha oder dem grossem schwarzen Nichts – verstreut meine Asche irgendwo aber erichtet mir ja keinen Altar auf einem Friedhof. Gebt das Geld lieber für eine Bergtour aus – mit oder ohne Gipfelkreuz ist mr egal – anstatt für den Friedhofsgärtner.

        • Rolf Maier sagt:

          Herr Hubacher, wie sieht es dann aus mit einem gebildeten Arbeitskollegen welcher mündlich sagt, dass Jesus lebt ? Ich habe den Eindruck, dass ihnen die freie Meinungsäusserung in religiösen Fragen Probleme bereitet. Und vielleicht sind es ja nicht die Kreuze welche Sie stören, sondern derjenige an welchen diese Kreuze erinnern, an seinen stellvertretenden Tod aus Liebe zu uns und seine Auferstehung. Habe ich noch das Recht dies zu Glauben und zu sagen ? Ich erinnere daran, dass mir an materiellen Kreuzen herzlich wenig gelegen ist – aber an Glaubensfreiheit und Meinungsfreiheit schon. Meinen persönlichen Glauben dürfen sie aus Ihrer Sicht auch als Aberglaube bezeichnen. Deswegen könne wir trotzdem gemeinsam auf einem Gipfel anstossen, ob mit oder Kreuz…

          • Roland K. Moser sagt:

            Mich stört die freie Meinungsäusserung in Bezug auf die Religion auch. Das Christentum ist standortfremd in Europa – also auch der Schweiz. Wer Christ sein will, soll dorthin gehen, wo die Heimat des Christentums ist: Im Nahen Osten.

        • Martin Döbele sagt:

          Ob man es wahrhaben will oder nicht. Die Religion ist schon lange Bestanteil unserer Kultur. So machen wir beispielsweise Weihnachts- oder Osterferien und beschenken uns an den besagten Festen reichlich. Selber bezeichne ich mich nicht als Gläubig, war aber auch nicht für die Minarett-Stop Initiative. Wenn auch aus anderen Gründen, und nicht wegen der Religionsfreiheit.
          Für mich bezeichnet das Kreuz wie im Artikel beschrieben einfach nur den Gipfel. Die Kreuze sind markante Zeichen, an welchen man sich gut orientieren kann. So ist es meist ein leichtes das angestrebte Tagesziel ohne Umwege zu erreichen. Vielfach findet man am Kreuz ein Gästebuch, wo man sich selber verewigen kann und interessante Texte lesen kann.
          Ich glaube, die Gipfelkreuzdichte wird zukünftig nicht zunehmen, was auch gut so ist

    • Rolf Buholzer sagt:

      Herr Camenzind und Herr Hubacher
      Wo Sie einen „Trend“ ausmachen ist mir ein Rätsel. Ebenso schleierhaft ist mir, wie sie nun auf Minarette kommen, geht es denn um Minarette statt Kreuze auf den Gipfeln? Ich stimme Ihnen, Herr Hubacher sehr zu: „Säkulares, aufgeklärtes Denken ist eine Stärke der unseren“. Wiederhole mich aber gerne: „Da wo die Dinger nun mal schon stehen sollen sie halt bleiben, aber neue braucht es ganz bestimmt keine.“

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