Der einzig wahre Schlankmacher

Ernährung umstellen: Sport trainiert das Gehirn auch in Bezug auf das Essverhalten.

Sport trainiert das Gehirn auch in Bezug auf das Essverhalten: Werbefoto illustriert den Vorher-Nachher-Effekt.

Sport alleine genügt bekanntlich nicht, damit die Pfunde purzeln. Die Ernährung muss ebenfalls stimmen. Oder anders gesagt: Abnehmen funktioniert nur, wenn die Energiebilanz negativ ist, wenn mehr Kalorien verbrannt als gegessen (und getrunken) werden. Nun konnten Forscher der Harvard University belegen, dass regelmässiger Sport und gesunde Ernährung oft automatisch Hand in Hand gehen. Je öfter die Studienteilnehmer trainierten, desto mehr achteten sie auch auf ihre Ernährung.

Im Fachjournal «Obesity Reviews» erklärte Studienleiter Miguel Alonso, welche neurologischen Mechanismen diesen Effekt auslösen: Regelmässige Bewegung trainiere das Gehirn auch in Bezug auf das Ernährungsverhalten. Sport beeinflusse verschiedene Prozesse im Kopf und verändere die Struktur des Denkorgans. So könne es das Sattgefühl besser erkennen und die Neigung, zu viel zu essen, dämmen. Zudem steigere Sport den Appetit auf gesunde Nahrung, der Verzicht auf fett- und zuckerreiche Verführungen falle leichter.

Mehrfacher Profit

Sport unterstütze das Abspecken mehrfach: «Er verbrennt Kalorien, das Essverhalten reguliert sich von selbst und das Durchhalten fällt leichter», sagt Alonso. «Wer seine Ernährung auf Diät stellt und zusätzlich regelmässig körperlich aktiv ist, wird sein Zielgewicht ausserdem länger halten können.» Umgekehrt profitieren auch Normalgewichtige von regelmässigen Trainings, da sie dadurch ihre Ernährung positiv beeinflussen können und somit kaum dazu neigen, sich ungesundes Übergewicht anzufuttern.

Hemmungslos schlemmen ist kein Problem, wenn mann weiter trainiert: Eine Frau geniesst ihr Dessert.

Schlemmen ist kein Problem, wenn man weiter trainiert: Eine Frau geniesst ihr Dessert.

Die Zahl der stark Übergewichtigen steigt alarmierend. Für Alonso ist es deshalb auch Aufgabe der Politik, das Bewusstsein für Sport und Ernährung in der Bevölkerung zu steigern. Bereits in der Schule müsse die Aufklärung beginnen. «Wenn wir die Zusammenhänge besser verstehen, können wir krankhaftem Übergewicht besser vorbeugen und bestehende Behandlungskonzepte verbessern.»

Die beruhigende Nachricht lautet also: Wer auch jetzt in der Weihnachtszeit nicht zunehmen möchte, muss sich nicht unbedingt von ungesunden Apéros und hochkalorischen Festtagsmenüs fernhalten, solange er seine Trainings einhält. Sport macht Spass und hilft zudem, nicht unkontrolliert in sich reinzustopfen und gesundes Essen zu favorisieren. Joggen gilt übrigens als idealer Fatburner, insbesondere Intervall-Einheiten.

Glauben Sie auch, dass die Erkenntnis dieser Studie Sinn macht?

42 Kommentare zu «Der einzig wahre Schlankmacher»

  • Simon sagt:

    Mann Nimt nicht Zwischen Weihnachten und Neujahr an Gewicht zu sondern !
    Zwischen Neujahr und Weihnachten !!

  • Komet sagt:

    Ja, genau so mache ich es auch. Tranieren, Läufe, Glücksgefühle, und wieder schlemmen…..aber wening Alkohol.
    Und so bleibt man auch mit über 50 noch unter 80 kg…. (bei 1.83cm)!

  • Phil Heath sagt:

    „Abs are made in the kitchen“ – Diese Redewendung kommt nicht von ungefähr. Die Ernährung scheint mir die wichtigste Variable sein, wenn es darum geht, hier und da ein Bisschen Speck loszuwerden.

  • lionell sagt:

    Und wie ernährt man sich eigentlich am besten, wenn man untergewichtig ist und dennoch relativ viel Sport macht?

  • Michael Perini sagt:

    So mal zwischendurch gefragt, könnte man nicht einfach die Temperatur in der Wohnung senken? Oder regt das die Bildung von dichterem Fettgewebe an? Man fragt sich… :D

    Und noch etwas: Auch mit selber und gesund Kochen kann man hervorragend zunehmen: Gratins mit Kartoffeln und zwei Sorten Frischgemüse, Salate mit massig Sauce, Viele verschiedene Beilagen wie Linsen, Weizenderivate und und und. Schon wieder hunger?

  • Jürg sagt:

    Irgendwie bekommt man hier den Eindruck, dass 90% der SchreiberInnen nur Sport machen, um abzunehmen, oder irgendein Figurideal zu halten. Wieso ist das so wichtig? Ich habe es ehrlich gesagt noch nie geschafft, einen Sport nur als Mittel und nicht als Selbstzweck zu betreiben. Sei das Fussball, Rennradfahren, Bergsteigen, Klettern, oder auch Joggen, all diese Sportarten machen und machten mir immer Freude, ansonsten wäre mir meine Zeit zu schade. Ganz ehrlich, ich wäre lieber etwas übergewichtig und würde meine Freunde treffen, schlemmen, Bier trinken, kein Sport machen und was euch sonst noch den Angstschweiss aus den Poren treibt, wenn mir Sport intrinsisch nichts geben würde. Zum Glück erfahre ich Glückgefühle beim Sport. Wer das nicht so empfindet, dem empfehle ich dringend den Abschied vom Figurideal und die Hinwendung zu dem, was einen glücklich macht. Nur so als Gedanke….

    • Maria Halder sagt:

      Tja, lieber Juerg, dann haben Sie noch genug gesunden Menschenverstand. Leider leben wir in einer Schweiz, in der alles genormt ist und in der das Leben immer mehr per Gesetz reguliert wird. Gestern kamen die Raucher dran, jetzt sind „Dicke“ (in der CH <10%!!!) dran. Morgen wer weiss.

  • Beat sagt:

    Ich bin überzeugt dass sich diese Neigungen mit dem Alter ändern. Vor ca. 12 Jahren habe ich auf einer 10 – Tages Tour mit den Buben noch ca. 3Kg verloren. Ich hatte aber auch vorher kein Gramm Übergewicht. Bereits wenige Jahre später auf ähnlichen Touren (ca. 8 Tage) blieb dieser Effekt vollkommen aus. Trotzdem kommt es zu Situationen wo ich nach einem strengen Aufstieg kaum Essen hinunter kriege. Inzwischen habe ich trotz tendenzeill konsequenterem Sport ca. 3 – 5 Kg mehr auf der Waage als ich gern hätte. So ändern sich die Zeiten. Ich glaube das wichtigere ist dass ich Freude am Sport habe und das verbessert mein Lebensgefühl.

  • Stefan sagt:

    Klar, sollte auch die Politik mit einbezogen werden, und klar, sollte in der Schule angesetzt werden, doch das alleine reicht nicht aus. Die Eltern müssen Sensibilisiert werden, was diese ihren Kindern zu essen geben. Die Lebensmittelindustrie, macht es den Verbrauchern einfach zu leicht und erziehen die Menschen dahingehend, dass Sie nicht mehr kochen brauchen.
    Pizza, Lasagne etc. in die Mikrowelle und fertig.
    Das hat mit kochen nichts zu tun.
    Wichtig ist, wenn man abnehmen möchte, das man seinen Körper erst einmal entsäuert, diese Entsäuerung sollte so ca. 1 Woche dauern. Also in der Zeit nur Lebensmittel zu sich nehmen, die basisch sind. Anschließend die Ernährung umstellen. Wenig Fett, so ca. 80 g am Tag und abends die Kohlenhydrate weglassen. Hinzu kommt, das Sport gemacht wird und viel getrunken wird so 2 – 3 Liter am Tag. 2-3 die Woche Sport machen. Und wer kein Sport machen will in Form von NordicWalking, kann auch am Tag ca. 30 Minuten spazieren gehen, das hilft auch schon…..
    Das aller wichtigste jedoch ist, das man ABNEHMEN möchte, denn abnehme beginnt im Kopf!

    Herzlich
    Stefan Weigel
    von gesund-bewusst-abnehmen.info

  • Rima sagt:

    Hm, seltsamerweise habe ich nach dem joggen gar nicht so hunger. wenn ich mehr als 2x die woche trainiere, kaufe ich automatisch keine süssigkeiten mehr ein, fühle mich besser und das gewicht fällt. Ich mache auch ein „Mentaltraining“ und denke jedem Tag mehrere mal „ich bin 58kg“. scheint einigermassen zu funktionieren……

  • Luise sagt:

    Nun, eigentlich ganz lustig, dass in einer Zeit, wo überall tonnenweise Süssigkeiten herumliegen, genau dieser Beitrag kommt. Natascha ruft in Erinnerung, was wir ja eigentlich schon wissen. Und viele von uns leben auch so.
    Wenn ich aber manchmal an einem Lauf so rundum schaue wundere ich mich, dass recht viele Läuferinnen und Läufer ein paar Kilo zuviel herumschleppen.

  • Otto Liebschitz sagt:

    Ach, was habt ihr auch mit eurem Schlankheitswahn? Sympathische Menschen sind meist halt etwas mollig, das macht doch nichts. Ein Bierchen hat noch nie geschadet, Hauptsache, glücklich.

    • Brunsli sagt:

      Mollige Menschen sind nur sympathischer, weil sie es sich nicht erlauben können die gleichen Schnepfen wie Dünne zu sein. Sonst es schnell, dick und dumm und zickig.

  • ana gart sagt:

    ich kann es nur bestätigen: ich trainiere mit Freude und Spass an der Bewegung seit zwei Jahren sehr intensiv, d.h. 6 x die Woche und unterschiedliche Sportarten, esse sehr bewusst (u.a. kein Brot, keine Süssigkeiten) und fühle mich wunderbar wohl und schön. Ich habe eine Figur wie mit 25 (Kleidergrösse 36) und die beste Kondition in meinem Leben – ich bin nun Anfang 60! Es ist das beste Anti-Anging.

    • Luise sagt:

      ist bei mir genau so ana. Bewegung, Luft und gesundes Essen erhält uns jung und schön:-) Nur: ich glaube, daran sind auch die Gene schuld. Schon meine Mutter und Grossmutter waren Bewegungsmenschen und schlank. Weiterso:-)

  • captain kirk sagt:

    Ich kann auch nur zustimmen. Seit ich min 3x die Woche Sport treibe, ernähre ich mich sehr geseund. Wenn ich pausieren muss, bekomme ich Heisshunger.

    • Martin Brennwald sagt:

      Hi, verrätst Du uns, wie Du Sport machst und was ? Wie intenstiv, wie lange am Stück, wie oft die Woche ? Ich bekomme Heisshunger nach Sport !

      • captain kirk sagt:

        Ich geh im Normalfall 2x in der Woche ins Krafttraining. Dort arbeite ich 1-1.5 Stunden mit Freien Gewichten. Also nicht an den Maschinen.
        Wenn es dann drin liegt, gehe ich noch 1x ca. 45min (8.5km) Joggen.
        Am Wochenende je nach dem welche Jahreszeit: Klettern, Hochtouren, Wandern oder Eisklettern. Wenn möglich beide Tage.
        Unter der Woche ernähre ich mich relativ Konsequent Low-Carb. Am Wochenende hingegen nicht. Währe zu mühsam bei meinen Aktivitäten.
        Ich esse nicht weniger wie sonst, aber viel bewusster und Zielgerichtet.
        Seit zwei Monaten bin ich am pausieren aufgrund einer Sportverletzung. In dieser Zeit stellte ich vermehrt fest das ich Gelüsten nachgehe welche ich sonst unterdrücken kann. Süsses z.b. oder vermehrt Bier welches ich unter der Woche sehr selten trinke. Bin nun auch wieder 4kg schwerer wie vor der Verletzung.

        • captain kirk sagt:

          nNoch was. Ich stelle auch fest, dass ich immer wieder zum Kühlschrank gehe und mir was raushohlen will. Meist Salzig z.b. Essiggurken, Käse oder Trockenfleisch. Das mache ich sonst nicht.

  • Daniel sagt:

    Ich gehe gar nicht einig mit Daniel Küttel sondern mit der Studie: Seit 3 Jahren treibe ich wieder richtig Sport, 9-14 Std. Schwimmen, Biken, Berglaufen, Kraft- und Koordinationstraining die Woche und seit meine Ex-Frau eben Ex ist kommt mir kaum mehr zuckerhaltiges in meinen Körper. Gesund ernährt habe ich mich als Laktoseintoleranter schon lange aber seit ich topfit bin hat jeder Ernährungsberater Mühe mitzuhalten. Ich bin am Punkt wo ich aufpassen muss, dass ich wieder vermehrt Kohlehydrate zuführe. Also ich kann der Studie voll und ganz zustimmen! Habe in den 3 Jahren mühelos 20kg Gewicht versenkt und gehalten :-)

    • Daniel Küttel sagt:

      Na zum Glück funktionieren wir nicht alle gleich, sonst hätten die ja keine Lust mehr um Studien zu erfassen :o)

      • Daniel sagt:

        Ja da stimme ich voll und ganz zu ;-)

        Kleiner Nachtrag: Meine Motivation Sport zu treiben kam von meinen Rückenschmerzen als Bürolist, die Gewichtsreduktion war ist eine glückliche Nebengeschichte, habe gar keine Waage zuhause. Zucker war nie sehr problematisch für mich eher die Kohlehydrate vom Brot, Teigwaren und Reis. Insofern bestätige ich die Individualität, jeder hat seine Geschichte und seinen Weg!

        • Daniel Küttel sagt:

          Das ist sehr interessant Daniel. Mein Motivator um abzunehmen war einerseits das Schnarchen und natürlich die dummen Blicke. :o) Für mich sind Kohlenhydrate wie Pasta, Brot und Reis absolut kein Problem. Ich werde dafür bei Kuchen und Schoggi schwach. Ein himmlischer Guggelhopf oder Marmorkochen……jessas. Cailler Milchschoggi…… uffz.Aber da kann ich mir heute zum Glück jeden Tag eine kleine Menge gönnen. Dafür lohnt sich jeder Aufwand. Ach ja, und sobald wenn mein Zuckerspiegel in den Keller rasselt, dann werde ich ein richtiges Zicklein. *grummel*

          • Daniel sagt:

            Da lob ich mir meine Laktoseintoleranz … vermisse zwar extrem jedwelchen Weichkäse … schnief schnief … aber Schoggi, Kuchen, Wähen, Gebäck, Convenience Food sind sowieso tabu … insofern hat ein Nachteil manchmal seine guten Seiten :-) Ach ja und das Schnarchen … genau auch so ein mega positiver Nebeneffekt … ist schlichtweg verschwunden :-)

  • Yves sagt:

    Paradoxerweise hat der Sport auf mein Essverhalten den Effekt, dass ganz Allgemein der Appetit sinkt (egal ob fettreiche oder kalorienarme Kost). Muss ich mal eine Woche auf Sport verzichten, so steigt mein Essverlangen. Eigentlich sollte es ja umgekehrt sein: Verbraucht mein Körper mehr Kalorien, so müsste er doch das Verlangen haben, den Verbrauch zu kompensieren. Mich nähme es wunder, ob andere Sportler diesen Effekt auch schon erfahren haben.

    • Martin Brennwald sagt:

      Ciao – bei mir ist es genau umgekehrt. Ich futtere nach Sport (Rennrad, 2-3h – Einheiten, seit Jahren) defniitiv mehr – teils merke ich gar nicht, wie viel ich aufnehmen, so derb Hunger habe ich. Schlimmer wird es meist, wenn ich Intervall und hart trainiere – dann hab ich zwar 1h danach kein Hunger, aber am Abend leere ich den ganzen Mc Drive. Habe ich dann wegen Beruf und Prüfungen mal keine Zeit zu trainieren, dann esse ich deutlich weniger. Es gibt sogar eine ketzerische Diskussion im Web, ob Sport via erhöhtem Hungergefühl gar nicht zum reinen Abnehmen taugt. Mir macht der Sport Spass und regt meine Verdauung und die Psyche an, das ist der Grund wieso ich es noch mache. Zum Abnehmen taugt er bei mir nicht (mehr). Mein KF-Anteil ist leider rel. hoch für einen Sportler, hier sehe ich den Grund in einem genetischen sog. Setpoint im Gehirn (ein gewisses Gewicht wird ständig vom Körper langfristig angestrebt und will gehalten werden; macht man Sport gibt es das Signal mehr zu essen, damit der Set-Wert nicht verändert wird, die These wird oft wissenschaftlich diskutiert).

    • Martin Brennwald sagt:

      Kennt ein anderer Sportler auch den Punkt, wo gewichtstechnisch gar nichts mehr geht, obschon man noch klar Übergewicht hat ? Bei mir verlief es so: 80kg (=entspricht BMI 25) dann sogar ohne Sport und keiner Bewegung mal auf 90kg dann zurück mit Ausdauersport auf 85kg, dann sogar unter 75 kg mit viel und leistungsmässigem Velofahren (ca. 8h / Woche) und jetzt wieder auf über 84kg trotz 5h Velo die Woche. Setpoint erreicht ? Nach dem Sport hab ich heuer wirklich derb Hunger, wenn ich nichts Esse (da ich gern unter 80kg wäre, da mas schon sieht)ist das wie ein „Cold Turkey“ – an Schlaf ist nicht zu denken, reduzierte Leistungsfähigkeit. Der (zu dicke) Körper will seine Depots nicht aufgeben… ?

      • SomeintPhia sagt:

        … ich denke, entscheidend ist, WAS nach einem Training gegessen wird. Den Heisshunger kann man auch ganz gut mit Wasser zügeln.

      • Daniel sagt:

        Hi Martin, ich bin von 93kg runter auf 74kg jetzt gar ein wenig drunter und will auf 70-72kg einpendeln mit 176 cm Grösse. Zucker war nie ein Problem bei mir. Einzig die Kohlehydrate habe ich 50% reduziert. Ich kenne das mit dem Sport auch anders als du, je mehr Training desto weniger Hunger. Ist effektiv interessant und hätte ich auch nie erwartet. Ein weiteres Element, ich Bike auf recht viel aber Laufe sehr viel mehr und nie unter 60 min. teilweise 90 bis 120 min. und fast immer bergauf, das lässt die Kilos viel extremer purzeln als alles Biken. Ich habe das Gefühl ich müsste mind. das Vierfache Crosscountry-Biken für denselben Effekt. Und wenn ich mittags rennen gehe, dann mit leerem Magen … 3-4 Espresso (aktiviert den Stoffwechsel) am Morgen, Wasser, Fruchtsäfte und erst eine Stunde nach Trainingsende gibt es was zu futtern, meist Gemüse und Geflügel. Ich weiss andere können nicht mir leerem Magen rennen, ich kann nicht mit vollem, müsste den unterwegs entleeren. OK nach 90 Min. Laufen oder Biken ist eine Banane nötig. Und noch was Unterpotenzial-Training ist auch eine Zauberei, das bildet neue Mitochondrien, die Kraftwerke in den Muskeln.

      • Celine sagt:

        Mein Tipp in diesem Fall: sehr konsequent alle zugeführten Kalorien notieren und gleichzeitig das Gewicht dokumentieren. Über einen Zeitraum von 2-3 Wochen gesehen, kann man seinen Grundumsatz dann recht genau bestimmen. Ein Kilo menschliches Fett entspricht ca. 7000 kcal.
        Auf diese Weise habe ich festgestellt, dass mein Grundumsatz nur ca. bei 1300 kcal pro Tag liegt. So ist es extrem schwierig abzunehmen, da ich ja selbst bei einer 1000 kcal Diät drei Wochen brauche um ein Kilo abzunehmen. Als ich meinen Hausarzt mit meinen Berechnungen konfrontierte, untersuchte er erstmals meine Schilddrüse. Dabei wurde eine Unterfunktion festgestellt, Hashimoto-Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung. Die ist sogar recht häufig (bis zu 10% erkranken im Laufe des Lebens daran) und relativ gut behandelbar (Schilddrüsen-Hormone können via Tablette ersetzt werden). Leider wird die Unterfunktion häufig übersehen, da die Laborbandbreite für Normalwerte wesentlich breiter ist, als für das Individuum selbst. Bei mir war die Diagnose klar nach dem Antikörpertest und Ultraschall. Nachdem die richtige Dosierung gefunden war, funktionierte mein Energiehaushalt wieder. Mit normaler FDH Diät habe ich dann 25 Kilo abgenommen, innert 8 Monaten.
        In anderen Worten: wenn die Energiebilanz eindeutig negativ sein müsste, das Gewicht aber nicht herunter geht, kann es auch ein gesundheitliches Problem sein.
        Und umgekehrt – für diejenigen die alles essen können ohne zuzunehmen: es könnte auch eine Schilddrüsenüberfunktion sein, welche für den Körper eine grosse Belastung darstellt und ebenfalls behandelt werden muss.

      • Maria Halder sagt:

        @Martin Brennwald: Erstens ist Muskel schwerer als Fett. Daher kommt es eher drauf an, wieviel Muskeln Sie besitzen. Der BMI ist sowieso Quatsch. Bei zuwenig Muskeln kann ich Jillian Michaels‘ 30-day Shred empfehlen. Da sieht man Resultate sehr schnell und ist motiviert. Bei all dem Geschwafel ueber Uebergewischt geht aber oft vergessen, dass Hormone einen weit groesseren Einfluss aufs Gewicht haben als Essen. Frauen kennen dies zur Genuege, umso mehr in der Perimenopause oder Menopause. Fett in der Bauchregion kann zum Beispiel Oestrogene produzieren (bei Frauen), daher kann es so um die 40 ploetzlih schwer werden, das Fettgewebe am Bauch zu verlieren. Ich weiss nicht wie die Situation bei Maennern ist, aber Schilddruesenunterfunktion (siehe Kommentar von Celine) und niedrige Testosteronproduktion koennen das Gewicht klar beeinflussen. Falls Sie gerne CH Kost essen – viele Kartoffeln, Spaghetti, Reis und Brot – werden Sie zuviel Insulin produzieren und die chronische Entzuendung kann die Produktion von Fettgewebe induzieren. Dies verhindert das Abnehmen zusaetzlich. Low carb diet wird da helfen. Hoeren Sie auf Ihren Koerper und glauben Sie nicht alles, was Medien und Aerzte so quatschen. Besonders die letzteren haben oft nur Dogmen im Kopf. Ich weiss es, denn ich habe was ich oben geschrieben habe selbst erfahren und umgesetzt. Celine scheint auch so ihre Erfahrungen gemacht zu haben.

  • Klara sagt:

    Ich gehe einig mit Daniel Küttel: Sport ändert an meinen Gelüsten auf kalorienhaltiges Essen nichts direkt, ausser: ich denke nach einem Jogg eher, ich will den Effekt vom Sport nicht ruinieren durch Güetzifuttern. Und wenn ich das nur oft genug denke, dann ändert sich meine Struktur vom Hirni. Der Text sagt ja selbst, je häufiger trainiert wird, umso mehr wird auf Ernährung geachtet.

    • Daniel Küttel sagt:

      Aber mein Köpfchen sagt mir nicht: „hey Dani, iss doch anstatt die feine Schoggi den Apfel.“ Im Gegenteil, meine Essgewohnheiten ändern sich aus einem Affekt des schlechten Gewissens. Ja ja zugegeben, im Endeffekt kommt beides auf das selber Ergebnis: Ich habe am Ende des Tages weniger gefuttert. :o) Aber nix von Kopf wird mehr von gesundem Essen angezogen. Da man sich nicht das gesamte Ziel versauen will, greift man automatisch zu Lebensmitteln die eine weniger hohe Energiedichte ausweisen. Bock hätte ich auf das andere Essen schon, aber…… ächz. *hihi*

    • vreni müller sagt:

      seufz, bei mir is(s)t es umgekehrt: nach dem joggen denke ich, dass ich mir doch jetzt was gönnen kann. effekt an der hüfte folglich gleich null. trotzdem habe ich mich ausgepowert und das tut gut.
      dass die lust auf süsses einmal in meinem leben verfliegen könnte, darauf warte ich seit bald 40 jahren schon…

  • Daniel Küttel sagt:

    Ich stimme der Studie nur teilweise zu. Ich treibe zwar jede Woche bis zu 7 Stunden Sport, aber mein Heisshunger auf Süsses ist immer geblieben. Zwar nehme ich dadurch nicht mehr zu, sind es aber genau diese Kalorien die mir am meisten Energie für den Kurzeinsatz liefern. Ich komme mit der Energie auch am Besten klar. Andere Kohlenhydrate sind mir einfach zu schwer. (Hoch lebe unsere schweizer Schoggi ;o))

    Bei mir ist es auch nicht so dass ich durch den Sport keine Lust auf ein super feines, kahlorienhaltiges Festagsessen habe, sondern vielmehr spielt bei mir das schlechte Gewissen mit. „Jetzt hast du dir doch die ganze Woche so viel Mühe gegeben, mach dir deinen Erfolg nicht kaputt.“

    Aber auf jeden Fall gilt: Über die Festtage auch mal ruhig zu einem Festessen nein sagen und eben konsequent sein und halt nur mit den engsten Verwandten das Fest geniessen mit einem üppigen Mahl. (ich höre zu oft das Klagen der Leute wenn sie von einem Abendessen zum nächsten gehen, ja sogar manchmal noch nicht mal das Essen vom Vortag richtig verdauen konnten)

    • Luise sagt:

      Ohhhh – zu einem Festessen nein sagen? Nein! Das wäre schade. Ich liebe feines Essen, guten Wein und Desserts. Weil ich aber mein Training auch über die Festtage durchziehe (2-3 Mal joggen, 2 Mal schwimmen und 1-2 Mal Hometrainer) kann ich gar keinen Speck ansetzen.

      Und: Man muss auch bei den Festessen nicht übertreiben, sondern kann die schlimmsten Dickmacher entweder weglassen, oder nur eine kleine Portion geniessen.

      • Karin sagt:

        Tja, liebe Luise, da beneide ich dich sehr! Als alleinerziehende Mutter mit einem Arbeitspensum von 80% fehlt mir bei einem 24-Stunden-Tag schlichtweg die Zeit um 2-3 Mal zu joggen, 2 Mal zu schwimmen und mich dann auch noch auf den Hometrainer zu schwingen….. Um bei all dem Festtagsgeschmause keine Pölsterchen anzusetzen lautet meine Devise: FDH (friss die Hälfte) :-)) So hält sich „der Schaden“ einigermassen in Grenzen…

  • Sabrina sagt:

    Joggen, Schwimmen und Sauna. Das hält der Speck vom Leib! Kann ich nur empfehlen.

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