Der unerwartete Überschuss

Jahrzehntelang gehörte es zum ökonomischen Grundwissen, dass die Schweiz stets ein strukturelles Handelsbilanzdefizit aufweist. Nur 1916, das heisst während des Ersten Weltkriegs, als die Importe zurückgingen und die Exporte florierten, stellte sich vorübergehend ein Überschuss ein. Es war die Ausnahme, welche die Regel bestätigte.

Seit rund zehn Jahren gilt dies nicht mehr. Beinahe unbemerkt von der Öffentlichkeit und zur Überraschung vieler Aussenwirtschaftsökonomen hat die Schweiz nun jedes Jahr eine positive Handelsbilanz, wie die Grafik der SNB zeigt:

Wie lässt sich dies erklären? Eine populäre Erklärung ist, dass die Schweiz von den Billigimporten aus China profitiert. Diese Erklärung scheint aber falsch zu sein, wie die SNB ihrem letzten Jahresbericht zur Zahlungsbilanz der Schweiz erklärt hat (S. 34-35). Gemäss SNB lässt sich der Handelsbilanzüberschuss «zu einem Grossteil auf einen strukturellen Bruch bei den Exporten» zurückführen. Vor allem zwei pharmazeutische Warenkategorien – Arzneiwaren sowie Antisera und Impfstoffe – hätten den Umschwung bei der Handelsbilanz herbeigeführt. Die folgende Grafik zeigt das rasante Wachstum der Arzneiwarenexporte im Verhältnis zu den Importen ab Mitte der 1990er-Jahre:

Damit zeigt sich einmal mehr, wie wichtig die Basler Pharmaindustrie für die Schweiz geworden ist (vgl. hier). Ohne diesen ausserordentlichen Exporterfolg würde die wirtschaftliche Situation heute anders aussehen. Das Ironische daran ist, dass die Basler die chemische Industrie zunächst gar nicht willkommen hiessen. Vor allem der Basler «Daig» blieb lange Zeit skeptisch – mit Ausnahme der Familie Geigy. Erst als sich abzeichnete, dass diese neue Industrie enormes Wachstumspotenzial hatte, stiegen sie als Kapitalgeber ein. Ein Meilenstein war die Übernahme der Ciba durch den Bankverein im Jahr 1884. Zwei Jahre später erfolgte die Gründung der Kern & Sandoz (später Sandoz AG), 1896 begann Fritz Hoffmann-La Roche mit der Produktion von Pharmaprodukten. Der Rest ist Geschichte.

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  • Rolf Schumacher sagt:

    Doch Politiker könnten von der Mafia unabhängig werden. Nicht vorwiegend Oekonomen, Politologen und Juristen sollten den Staat führen, sondern Menschen, welche auf legalem Weg ihren Alltag finanzieren können. Das korrumpierbarste politische System ist jene, in welchem die Mehrheit aller Politiker vollberuflich Politiker sind. Solche Politiker sind darauf angewiesen, dass sie auf einem Mafiagold scheissenden Sessel sitzen können.
    Leider werden wir im Moment von Leuten regiert, welche absolut keine reale Wertschöpfung generieren und trotzdem viel kosten. Politiker müssten verantwortungsbewusste, unabhängige (eigenes Vermögen) Vertreter der Volkswirtschaft sein, nicht der Mafiawirtschaft. Genau das Gegenteil passiert. Jungpolitiker ohne reale Berufserfahrung erobern Bern, sie sind ein gefundenes Fressen für die Mafialobbyisten.
    Sergio Mafiotti und andere Paten, oder Patenangestellt, investieren in die Ausbildung ihrer künftigen Juristen, Politologen und Oekonomen, Pharmakologen, ja sogar Ingenieure gleich selber. Jene Akademiker oder Berufsleute, welche den Mut haben sich gegen diese Perversion zu stemmen, haben gegen die immensen Mafiaunternehmen mit Heerscharen von Akademikern und teuer gekauften Beziehung in Verwaltung und Politik kaum eine Chance mehr. Deshalb wird es langfristig kaum mehr unabhängige Politiker mehr geben.
    Beispiel Spital. Lokale Politiker und kleinmafiöse Aemtchenjäger (bei grösseren Spitälern sind es auch grossmafiöse Aemtchenjäger) formieren den Spitalrat. Der Spitalrat ernennt den CEO, welcher das ganze Spital im Sinn der Lokalmafia ( extrem lukrative Investitionen in Gebäude und Infrastruktur auf dem Bukel der Steuer- und Prämienhzahler) führt und auch gerade noch die Chefärzte wählt (es macht was aus ob ein Chefarzt Rocheoriginalmedikamente oder ein günstiges Generikum auf die Spitalliste setzt!!) Das zeigt, dass das Gesundheitswesen schon heute vorwiegend von Oekonomen, Juristen und Politikern geführt wird. Die Macht liegt in der Spitalverwaltung, Pharmaindustrie, Krankenkassen, Unfallversicherung, Invalidenversicherung und Politik, die Ohmacht bei Aerzten und Pflegepersonal. Jene die eine Ahnung von Medizin haben werden von jenen die null Ahnung haben eingestellt, um die volle Verantwortung für 24h pro Tag 7 Tage die Woche für die mehr oder weniger kranke Bevölkerung zu übernehmen.
    Die Folge von diese Misere ist, dass die Fachkräfte immer weniger verdienen, das System aber teurer wird und somit bei den Mafiahehler und der Mafia immer mehr hängen bleibt.
    Bald wird auch bei uns die Zeit kommen, wo in öffentlichen Spitälern nur noch zweitklassige Aerzte, oder Idealisten arbieten werden und die gut ausgebildeten Aerzte sich in Privatspitälern niederlassen werden.
    Wenn man von einem Helsanatempel (ZB Dübendorf) sitzt, wird einem bewusst, wo die Macht im Gesundheitswesen ihren Sitz hat.
    Bei einer Reanimation braucht es nicht einen Oekonomen, Juristen, Politiker und jweils zwei bis drei Sekretärinnen, sondern zwei Hände die beherzt zugreifen.
    Solange wir es dulden, dass wir von einer Gilde Menschen, welche nicht arbeiten regiert werden, hat es die Mafia leicht. Denn je intransparenter und aufgeblasener die Verwaltung, umso leichter lässt sich flunkern.
    SVP und FDP sind nicht gegen Verwaltungen (siehe Kerngeschäft der SVP und FDP Versicherungen-Grossbanken etc). Sie wollen im Gegenteil eine grosse streng hierarchisch aufgebaute Verwaltung, welche für ihre Zwecke arbeitet (spioniert, manipuliert, Aufträge zuspielt etc etc) und ihnen Distanz zum Mob, den realen Arbeiter schafft

  • Stefan Flüeler sagt:

    Die positive Aussenhandelsbilanz der Schweiz erklärt sich weniger aus Warenexporten, sondern wird massgeblich durch Dienstleistungsexporte bestimmt. Die Schweizer Finanz-Dienstleistungen sind mit Abstand der grösste „Warenposten“ in der Schweizer Aussenhandelsbilanz (ca. 25% aller Exporte).

  • Andres Müller sagt:

    PS: Der unerwartete Import aus den PIIGS

    Insofern es stimmt das Rohgold im Falle eines Import in die Schweiz in der Handelsbilanz erscheint, hier noch ein interessantes Detail. Im Jahr 2011 exportierte Italien 120 Tonnen nicht monetarisches Rohgold in die Schweiz, Tendenz stark steigend. Insofern ich das richtig gerechnet habe sind das ca. 5 Milliarden Sfr. Somit konnten die Italiener ihre Handelsbilanz die ins Minus kippte immerhin um die Hälfte auf 4 Milliarden Euro redzuieren. Umgekehrt werden diese „Not“ -Goldexporte aus den PIIGS bei uns nun als Importe eingetragen. Oder etwa nicht?

    „Italian exports of gold ingots to Switzerland have soared in recent months, data has shown“
    http://www.bbc.co.uk/news/business-17726837

  • Linus Huber sagt:

    Die Darstellung der gegenwärtigen Situation in Bezug auf die Handelsbilanz mag ja interessant sein. Was ich ein wenig vermisse, ist eine mögliche Ideen, wie wir uns für die Zukunft wappnen könnten sowie mögliche Probleme (z.B. Wechselkurs, Handelskriege) und wie wir diese schon heute innerhalb einer weitsichtigen gesamtwirtschaftlichen Strategie einbetten könnten. Die Geschichte ist sicherlich wichtig um die Gegenwart zu verstehen und eine Tendenz wahrzunehmen, jedoch muss man daraus aus Folgerungen ableiten.

    • Andres Müller sagt:

      „…weitsichtigen gesamtwirtschaftlichen Strategie…“

      Die Europäer müssen mit dem neoliberalen Wahnsinn Schluss machen und die Schweiz sollte aufhören in St. Gallens Wirtschaftsuni auch noch Kurse für diesen Umverteilungs-Wettbewerbs-Schwachsinn zu organisieren.“wie wir uns für die Zukunft wappnen könnten“ …vielleicht müsste man sich überlegen wie wir uns gegen uns selbst wappnen, denn die Schweiz steht ja in einem Zentrum des Finanzbubble, sein platzen könnte zwar viele befreien -aber auch Kollateralschäden auslösen, vielleicht gerade dort wo der Bubble sich über Jahre eingenistet hat. Aber so ist das eben, wenn man die Welt retten will muss man auch daran denken von wem denn die Welt gerettet werden muss. -vielleicht gehört man ja selbst zu den Bösewichten und nicht zu den Guten 😉

  • Stefan Fischer sagt:

    Der Beitrag ist in erschreckender Weise schlecht, zeigt aber symptomatisch zwei akute Probleme:
    1. Ökonomen verbreiten „Wahrheiten“ die ihnen vorgestern basierend auf dem Wissen von vor-vorgestern eingetrichtert wurden. Wenn sie heute einmal über die Fakten von gestern stolpern, formulieren sie neue „Wahrheiten“, welche sie dann morgen verbreiten.
    2. Journalisten geben die Behautungen anderer weiter, anstatt sie zu hinterfragen. Häufig wird dabei „griffiger“, „einfacher“ oder „prägnanter“ formuliert, tatsächlich aber verfälscht, verkürzt und verdreht.
    Ausnahmen bestätigen die Regel leider zu selten.

  • Jörg Rickli sagt:

    Tolles Thema eigentlich. Das ganze ist nach Biswanger (der Wiederum neulich vor allem andere Werke vorstell und zitiert) ein Kernelement des Europäischen Ungleichgewichts. Deutschland hat einen gewaltigen Überschuss, weil es qualifizierte Arbeiter und dementsprechend gute Produkte hat, ihnen jedoch relativ bescheidene Löhne gibt. Frankreichs Überschuss ist Geschichte vermutlich weil die Löhne jetzt höher sind im europäischen Schnitt als früher. Alles zum Nachlesen im letzten Tagi Magi. Bescheiden ist aber das hier gefundene Futter: Die Basler Industrie ist also wichtig, siehe DIE GRAPHIK. Wars das? Könnte man nicht viel mehr Info zusammentragen, eventuell gar ergänzt mit einer zweiten Graphik. Schade halt, habe mich sehr gefreut auf den Text.

    • Andres Müller sagt:

      Gut dass sie darauf hinweisen Herr Rickli, eine positive Handelsbilanz ist zwar besser als einen Negative, aber anzustreben ist eine glatte 0. Eine positive Handelsbilanz besagt nämlich dass die Menschen eines Landes mehr produzieren als sie selbst verbrauchen. Wie sie richtig anmerken, könnten niedrigere Lohnnebenkosten gegenüber früher eine Rolle spielen, sowie sinkende Soziallleistungen. Im letzteren Fall würde die Kaufkraft der untersten Einkommensschicht relativ sinken, was anhand anderer Kurven spätestens ab 2010 auch ggenüber dem EU Mittelwert tatsächlich der Fall ist.

      Nur um diese Angelegenheit einmal krass überspitzt darzustellen: Die Elfenbeinküste hat auch einen Handelsbilanzüberschuss, sogar einen sehr Grossen. Dies wird durch Niedriglöhne erreicht, die bis zu Sklavenhandel mit Kindern geht

      Handelsbilanz Elfenbeinküste

      Export 2010: 10.470 Millionen US$
      Importe 2010: 6.925 Millionen US$

  • Bruno Bänninger sagt:

    Statt penetrant negativ über Vergangenes zu lamentieren oder gar darüber zu schimpfen, dass es uns gut ging und geht könnte man sich auch darüber freuen und überlegen, was wir tun können und müssen, dass es uns auch in Zukunft gut geht.
    Vergangenes kann niemand ändern, aber die Zukunft können wir gestalten.
    Darüber liest und hört man selten etwas konkretes und noch weniger etwas Gescheites.

    • Nadine BInsberger sagt:

      @Bänninger 10:51: Ich bin genau Ihrer Meinung in Bezug auf die Zukunft. Auch bin ich einverstanden mit der Einschätzung, dass es uns gut geht (sofern mit „uns“ die Schweizer Bevölkerung gemeint ist und sofern „gut gehen“ rein materiell zu interpretieren ist). Aber auf Kosten von wem und/oder was geht es uns so gut? Wir lassen es uns gut gehen auf Kosten der Umwelt, auf Kosten der Zukunft und auf Kosten von anderen Menschen in der Gegenwart. Was schlagen denn Sie vor, wie wir die Zukunft gestalten sollen? Weiterhin gut leben auf Kosten von anderem und anderen? Oder können wir unseren Wohlstand endlich einmal auch selber generieren? Wenn ja, wie?

      • Bruno Bänninger sagt:

        @Binsberger. Ehrlich, ich weiss es auch nicht, habe bloss viele Ideen und Anregungen. Vielleicht falsche, vielleicht gute. Was ich aber weiss ist, dass über all das was Sie aufzählen und noch vielmehr nicht pragmatisch, offen und ideologiefrei debattiert wird weder in der Politik noch in der Gesellschaft. Was hingegen tagtäglich gemacht wird, ist Lamentieren über unabänderlich Vergangenes. So kommen wir nicht weiter sondern wir wursteln uns mehr oder weniger geschickt durch und hoffen…

      • Maria sagt:

        Nadine: Sie sollten wirklich eine Weile lang auswandern und in einem weniger priviligierten Land wohnen. Irgenwann, so ab 40, werden dann vielleicht auch Sie mal nachdenken, wovon Sie im Alter leben wollen. Vielleicht sehen Sie die Schweiz dann etwas realistischer. Auf jeden Fall werden Sie im Ausland lernen, ihr Leben mit etwas mehr Selbstverantwortung und Initiative anzugehen, statt immer alles auf den Staat abzuschieben. Denn niemand verbietet Ihnen, ihr Leben so zu leben. wie Sie es angeblich leben wollen, aber aus irgendwelchen Gruenden scheinbar nicht koennen.

      • Thomas ernst sagt:

        @ Nadine:

        Falls nicht schon gelesen: Charles Eisenstein, Die Renaissance der Menschheit. Z.B. Bei Amazon vorrätig. Inkl. Zukunftsvorstellung.

    • Willhelm Wunderlig sagt:

      Es ist anzunehmen dass in nächster Zukunft nichts zu ändern ist, da die früheren Pioniere fehlen und eventuell vorhandene
      die etwas Verändern oder Fördern könnten, unterdrückt oder mundtot gemacht werden von unseren Sesselfurzern beim
      Bund, Kantonen und Gemeinden, weil diese die zum Teil überflüssigen und widersinnigen Gesetze und Beschlüsse für ein
      Weiterkommen aus Selbstüberschätzung, Arroganz und wieder besseren Wissens verhindern. Wenn man sieht wer sich
      in Politik und Justiz tummelt kann einem Angst und Bange werden, das beste Bsp. sind die Länder der EU. Alles Länder-Po-
      litiker die das Schulden-Desaster ihrer Länder mitverschuldet haben, nach Brüssel verschoben wurden, und nun Europa
      retten sollen !!! Alles Wunschdenken und Träumerei, wacht endlich auf, bevor es zu spät ist !!!!!!!
      Schauen wir mal was bis am Wochenende passiert, wenn Spanien wieder Geld aufnehmen muss, vielleicht entscheidet
      sich dann auch unser Schicksal, ohne dass wir in dem Verein dabei sind ??? !!!!!

  • A.Capelli sagt:

    Wie aus der zweite Grafik lesen kann, der Handelsbilanzüberschuss der Pharmaindustrie ist von ~1% um 1990 zu ~2% 2010. Der Wachstum ist damit 1%. Der gesamte Handelsbilanz ist aber von -2% zu +2% gewachsen. Der Gesamtunterschied ist deswegen 4%. Wie lässt sich der restliche 3% erklären ?

  • Franz sagt:

    Na also, dann kann die Schweiz endlich voll auf ihre Weissgeldstrategie setzen und überall den automatischen Datenaustausch anstreben damit die Schweiz nicht mehr der weltweite Buhmann ist.

  • Patrick Tanner sagt:

    Der Handelbilanzüberschuss der Schweiz wurde trotz einem relativ grossen Hadelsbilanzdefizit mit dem Handel mit der EU erzielt. Die Exporte der Schweiz in die EU nehmen von Jahr zu Jahr ab und betrugen 2011 nur noch 56%. Experten gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren die Exporte in die EU gegen 50% sinken werden und der Handel mit Asien für die CH-Wirtschaft immer bedeutender wird. Allgemein nimmt die Bedeutung der EU für die Schweiz ab, aber leider haben das unsere europhilen Politiker in Bern noch nicht realisiert.

    • will williamson sagt:

      Die EU erzielt im Handel mit der Schweiz seit Jahrzehnten einen massiven Handelsüberschuss. Desgleichen einen grossen Überschuss in der Wanderungsbilanz. Das wurde leider bei den Verhandlungen über die bilateralen Verträge von Seiten der Schweiz nicht verwertet.

  • Andreas Burger sagt:

    Also die beiden Grafiken haben ja eine pregnante Korrelation, welche einem sofort ins Auge sticht…

  • Toll! Vielleicht brauchen wir noch ein bisschen mehr Sars, BSE und Vogelgrippe? Goldige Zeiten, dank immer mehr Katastrophen. Kein Wunder, hat niemand ein Interesse daran, z.B. die Massentierhaltung seriös unter die Lupe zu nehmen.

    • René Merz sagt:

      Die grösste Massentierhaltung gibt es bekanntlich bei der Art des Homo Sapiens…

    • Rainer sagt:

      Falls Sie es nicht mitbekommen haben: das ganze Wachstum seit 1933 beruht entweder auf der Aufrüstung für einen Krieg oder dem Wiederaufbau danach.
      Wie lange das noch gut geht, weiss keiner.
      Nur dass es nicht ewig so gehen kann, das ist irgendwie allen klar.

    • Markus Sennheiser sagt:

      Vergessen sie nicht der grösste Schwindel aller zeiten: HIV Infektion. Dort wo die Handelsbilanz begint in die höhe zu schiessen.
      Sie müssen wissen dass heute die Richtlinienen weltweit noch nicht definiert sind ab wann sie als AIDS krank eingestufft werden.
      Wenn sie heute in der Schweiz als Aids Krank eingestuft werden, leiden sie woanders nur an eine häuffung von schon immer da gewesene krankheiten.

      • Zwingli sagt:

        Stimmt! Die stecken doch alle unter einer Decke. Die Erklärung: HAARP. Damit können sie nicht nur AIDS-Ausbrüche vortäuschen sondern gleich auch noch einen Regenschauer schicken, damit der Husten ordentlich wird und die Pharma-Exporte in die Höhe schiesse. 20min/blick drücken inzwischen schon ein wenig auf den gesunden Menschenverstand, nicht war?

  • Restle Josef sagt:

    Hallo welche eine wundersame Werbung für die Basler Pharmaindustrie! Man beachte auch das die anderen, ca. 96 %, des Warenmarktes anscheinend nichts dazu beitragen? Hier stellt sich die Frage: wieso wird hier so Werbung betrieben? Möchten die Pharmariesen etwa Steuererleichterungen oder Entlasungen durchdrücken? Was für eine billige anbiederung.

    • H. Trickler sagt:

      @Restl Josef
      Darf man etwa die wenig bekannten Fakten nicht publizieren dürfen ohne dass Sie gleich mit Schmutz um sich werfen?
      Tatsache ist, dass die schweizerische Pharmaindustrie gesuchte Spitzenprodukte verkauft und damit zu Recht gutes Geld verdient.

      Dass ausgerechnet die Schweizer für diese Produkte mehr bezahlen müssen als die Kunden im Ausland hätte der Blogtext erwähnen dürfen. Aber dies ist auch nicht nur die Schuld der Industrie sondern ebenso des Parlaments welches Graumarktimporte mit einer windigen Begründung blockiert.

  • Ruedi Tanner sagt:

    Wer die Statistik im Economist studiert ist sich dessen schon bewusst, und hat sich auch gefragt weshalb die Schweiz
    so gut im Exportieren ist. Deshalb braucht es mehr Chemiker, Biologen und Ingenieure um „Positiv“ zu bleiben.
    Nur die Politiker haben dieses Einsehen noch nicht und propagieren weiterhin Fun & Sun statt Mathe, Chemie und
    Physik an den Schulen. Vieleicht sollte man auch hier eine Frauenquote einfuehren und nicht nur im Verwaltungsrat.

    • Genau, Ingenieure statt Banker, die erschaffen echte Werte.

    • Eron Thiersen sagt:

      Völlig egal ob damti Bildungspoltik oder Arbeitsplätze in der CH gehalten, geschafffen oder verbunden sind. Wichtig ist nur, dass der Firmenhautpsitz in der CH ist, dann stimmt auch die Exprotstatistik der CH.

      • Rolf Schumacher sagt:

        Werter Hr. Tanner sie sprechen mir aus tiefstem Herzen, sie haben absolut recht. Es braucht gut ausgebildete, innovative hart anpackende Menschen mit Visionen. Leider sind diese Menschen heute a) Mangelware b) jene die es gibt holt man möglichst günstig aus Schwellenländern (Indien/Ostblock), oder lässt sie besser noch gerade dort forschen (dann muss man sich nämlich nicht mit mühsamen Naturschutz- und Tierschutzgesetzen abmühen.
        Die Elite der 1 Welt hat sich aufs Verwalten und Geldscheffeln, ohne reale Werte zu schaffen, spezialisiert. Professoren wie Jäger haben den neoliberalen destruktiven Vampirismus nicht nur gefördert, sondern „wissenschaftlich“ legitimiert und mit allen Mitteln der „intellektuellen“ Kunst telegen verteidigt.
        Physik, Chemie, Biochemie, Ingenieurwissenschaften sind harte Studiengänge. Das schnelle Geld wartet auch auf die besten Abgänger nicht. Die meisten sind überzeugte Idealisten, viele eignen sich auch enormes Wissen autodidaktisch an.
        Die Oekonomen/Juristen hingegen, welche als 25 jährige Unifrischlinge bei einer Balserdaig-Bangg, Mc Kinsey, oder Versicherung, oder sonst wo im Management einer Grossfirma einnisten konnten, haben binnen bis zum 40 Lebensjahr bereits stattliche Vermögen ergaunert und währschafte Statussymbole um sich gehäuft. Der Physiker, Biologie hat bis dahin vielleicht seine umfangreiche Dissertation geschafft und arbeitet für einen bescheidenen Lohn für obgenannte Schnellreiche als Oberassistent in irgendeinem Labor.
        Eitle, elitäre Wirrköpfe wie Sarkozy, Berlusconi, Sergio Ermotti, Vasella, Lady Gaga, Arnold Schwarzenegger etc sind heute Vorbild. Hart arbeitende Forscher werden als langweilige, verschrobene Gestalten wahrgenommen.
        Im Ostblock studierten früher gar viele Frauen Naturwissenschaften, die heutigen Ostblockstudentinnen machen heute irgendwelche Businessausbildungen und landen später mit abgesagten Hosen und null Perspektiven in einem Escortservice für die Ostmafia, oder in einem westeuropäischen Puff.
        Es lässt sich mit oberflächlich, trivialem Schund derart viel Geld verdienen, dass sich keiner mehr ein Bein mit langwierigen, komplexen Arbeiten ausreissen will. Der Stress dem selbständige Entwickler ausgesetzt sind ist enorm. Sie müssen Investoren suchen (werden von diesen oft und gerne abgezockt) und dann unter enormen Zeitdruck Blockbusters Entwickeln. Wenn sie Ladenhüter wie Tamiflu entwickeln, pushen die Investoren (Mafia) mit Lügen und Intrigen die völlig unbrauchbaren Produkte so, dass auch der grösste Müll (Roche Tamiflu oder Gardasil-Impfung) noch Milliardenumsätze generiert.
        Der Respekt gegenüber dem hart und vor allem ehrlich arbeitenden Teil der Bevölkerung ist auf ein Minimum gesunken.

        PS:
        Der Köchlin Ciba Clan kam übrigens im Bergierbericht ganz übel weg. Was solls, man darf scheinbar den Nationalsozialismus durchaus gut finden und ihn auch voll unterstützen. Man darf die Schweiz bereits 1932 mit einer Bankenaffäre sondergleichen in tiefe politische Schwierigkeiten reiten. Die noblem Industriellen müssen nicht nur nicht für grobe Fehler geradestehen (Schweizerhalle), sondern sie lassen sich ihre Fehler auch noch vom Staat ausbaden und berappen (Ospel-Köchlin UBS) und kommen trotzdem in die Ehrengallerie der Vorzeigeschweizerunternehmer.

  • Eron Thiersen sagt:

    Uns drohen also diesselben Schicksale wie Deutschland, USA, Japan, Frankreich etc., ein schrumpfender Binnenmarkt? Niedriglohnhobs? Nicht berücksichtig wird wo die CH Güter hergestellt werden um sie dann als CH Güter zu exportieren! Hr. Straumann von ihnen könnte man mehr und eine kritischere Auseinandersetzung mit einer einfachen Statistik erwarten. Das wird der poltiischen, geselschaftlichen und nachhaltigen Entwicklung der CH weder gerecht, noch hat dieser Artikel Qualität. Ganz ehrlich, hier lässt sie Kompetenz und Analytik im Stich.

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