Wuffli, Schwarz und die wahre Ethik

Peter Wuffli hat ein Buch geschrieben. Über die Gründe, warum die UBS unter seiner Leitung als CEO die US-Steuergesetze gebrochen hat? Oder darüber, wieso die Grossbank – ebenfalls unter ihm als CEO – in den USA mit Schrottpapieren extreme Risiken eingegangen ist? Immerhin hätte beides ohne staatliche Interventionen wohl den Untergang der Grossbank besiegelt und der Schweiz eine äusserst dramatische Wirtschaftskrise beschert.

Gerhard Schwarz, designierter Chef von Avenir Suisse (links), Ex-UBS-CEO Peter Wuffli (rechts)

Nein, nicht darüber hat Peter Wuffli ein Buch verfasst, sondern über «Liberale Ethik». Schräg. Immerhin ist jetzt schon klar: Das Verhalten der UBS in den Jahren unter Wuffli wird als Lehrbuchbeispiel unethischen Verhaltens eines Unternehmens in die Geschichtsbücher eingehen.

O. k. Was drin steht, wissen wir noch nicht. Das Buch ist noch nicht erschienen. Doch am Samstag hat der Ex-UBS-Spitzenmanager der NZZ dazu ein Interview gegeben.

Geführt haben das Interview zwei Journalisten. Doch federführend war Gerhard Schwarz. Der ist nicht nur scheidender Wirtschaftschef des Blattes, sondern auch designierter Leiter des sogenannten Thinktank Avenir Suisse und versteht sich ganz generell als Gralshüter des reinen neoliberalen Gedankenguts. Der Inhalt des Interviews: Überaus schräg. Schon die Startfrage:

Herr Wuffli, wie kommt ausgerechnet ein Banker dazu, ein Buch über Ethik zu schreiben?

Wieso soll irgendein Banker das nicht tun. Aber hallo: Peter Wuffli ist nicht irgendein Banker! Seine Antwort:

Ethik hat mich seit meiner Studienzeit beschäftigt, und seither wurde ich durch meine praktischen Erfahrungen immer wieder konfrontiert mit ethisch relevanten Situationen…

Davon können wir ein Lied singen! Unsere «praktischen Erfahrungen» mit der UBS sind als unrühmliches Kapitel in die Schweizer Geschichte eingegangen. Und wo haben sich denn die Spuren des Ethikers Wuffli bei der Grossbank gezeigt:

Ich hatte mich bemüht… dass Ethik in die Kernfunktionen der Unternehmensstrategie einging…

Da müssen wir irgendwie was verpasst haben. Aber Wuffli relativiert gleich selber:

Ich schreibe im Buch, wie gross die Sachzwänge sind. Wenn man CEO eines globalen Unternehmens ist, fehlt oft schlicht die Kapazität, sich emotional, aber auch physisch, mit solchen Fragen auseinanderzusetzen.

Ethik als Zeitvertreib für Ausgebootete, Pausierende und Pensionäre? Dazu passt, dass mittlerweile auch der andere Peter der einstigen UBS – Peter Kurer, Ex-Oberjurist und Ex-Verwaltungsratspräsident – öffentlich vor zu hohen Boni warnt und besonders strenge Eigenkapitalvorschriften fordert. Zurück zu Wuffli. Der provoziert im Interview seine Interviewer dann doch mit einer bemerkenswerten Aussage:

Es beschäftigt mich, dass der Liberalismus das ethische Thema oft verdrängt oder nur indirekt anspricht, da es dabei darum geht, die Freiheit der Menschen vor Einwirkungen, beispielsweise staatlichen Einflüssen, zu schützen, also negativ definiert wird. Selten wird thematisiert, wie denn Menschen mit Freiheit umzugehen haben. Wer mehr Freiheit, mehr Ressourcen hat und mehr Positives bewirken kann, hat auch grössere Verantwortung.

Macht und Reichtum führen zu Pflichten gegenüber der Gesellschaft. Dass Wuffli, den nicht wenige am liebsten vor Gericht sehen wollen, jetzt über Ethik schreibt, das geht ja noch. Doch dieser Bruch mit der reinen neoliberalen Lehre goutiert nun Interviewer Schwarz ganz und gar nicht. Seiner Meinung nach hat ein Unternehmen Gewinn zu machen. Das ist für ihn Ethik genug. Jetzt nimmt das Interview eine überraschende, noch schrägere Wendung. Die Interviewer:

Nehmen Erfolgreiche ihre Verantwortung nicht dadurch wahr, dass sie erfolgreich sind? Muss man ihnen noch Zusatzaufgaben geben?

Wuffli – ausgerechnet der einstige UBS-Chef Wuffli – will nicht davon abrücken, dass wirtschaftlicher Erfolg nicht mit verantwortlichem Handeln gleichgesetzt werden kann. Schwarz kanns kaum fassen:

Nochmals: Warum ist Wirtschaften an sich nicht ethisch genug?

Schliesslich geht der designierte Avenir-Suisse-Chef ins Belehren über:

Die zentralen Aufgaben des Unternehmers, aber auch des Managers bestehen doch darin, Wert und Arbeitsplätze zu schaffen, sowie Innovationen zu fördern.

Darauf Wuffli:

Wir haben uns vielleicht zu lange mit dem Diktum von Milton Friedman begnügt, «the business of business is business». Heute gibt es viele Kräfte aufseiten der Kunden, Investoren und Mitarbeiter, die vom Unternehmen mehr verlangen, zum Beispiel nachhaltige Produkte und Prozesse.

Hätte Peter Wuffli doch bloss mehr Zeit zum Denken gehabt, als er noch bei der UBS in verantwortlicher Stellung war. Und wehe uns, wenn Unternehmensverantwortliche künftig bei Avenir Suisse Rat holen.

Doch welche Ethik wird in Zukunft in der Wirtschaft wirklich dominieren? Die des scheinbar geläuterten Wuffli oder die eben noch dominierende des künftigen Chefs von Avenir Suisse?

Keine Kommentare zu «Wuffli, Schwarz und die wahre Ethik»

  • Yves Latour sagt:

    Wieso immer von Ethik palavern? Zuerst einmal die geltenden Gesetze einhalten und durchsetzen.

  • G. Keller sagt:

    Es ist toll, wenn Brandstifter Feurwehr spielen…

  • Rolf Schumacher sagt:

    @Hugentobler und Marcel Weber Ethik und Wirtschaft gehen sehr wohl zusammen. Ethik ist die Lehre vom rechten Handeln. Verantwortungsvolles Handeln ist immer ein Handeln, welches nachhaltig ist und anderen nicht schadet. Als CEO würde das bedeuten, dass nachhaltige und risikoarme Strategien gefahren werden müssen. Und es würde auch bedeuten, dass bei einem allfälligen Versagen man durchaus auch mit dem Privatvermögen haften müsste. Bestünde dieser Druck, würde kein CEO zu grosse Risiken eingehen. Weder für Ethik noch Wirtschaft braucht es ein Studium, man muss gesunden Menschenverstand haben und das Herz muss am rechten Fleck sitzen. Das ist alles.
    Die modernen CEOS aber haften nie mit ihrem Privatvermögen, ergaunern innerhalb von wenigen Jahren ein Millionenvermögen, so ist „apres moi la deluge“ vorprogrammiert und waschen ihre Hände immer in Unschuld (nicht sie treffen Entscheidungen sondern irgendwelche Berater (MC Kinsey etc). Sicher darf man nicht alle in denselben Topf werfen, viele der grossen CEOS aber schon.

    • Lehre und Handeln sind eben zwei paar Schuhe – genau deshalb mag ich diesen Witz. Sie selbst beschreiben verantwortungsvolles Handlen bezeichnenderweise im Konjunktiv: müssten, würde, bestünde…

      • Rolf Schumacher sagt:

        Handeln ist immer etwas das im Jetzt geschieht. Es geschieht im besten fall nicht impulsiv sondern reichlich durchdacht. Wich jetzt schreibe, schreibe ich nicht im konjunktiv. Sondern ich tue es absolut, unumstösslich und unwiederruflich, denn es ist für jeden einsehbar (nachlesbar). Wenn ich das Handeln eines grossen CEO (wirklich Grosskonzern) in seine Position un überlege mir wie ich handeln sollte. Das sind Hypothesen, denn ich bin ja nicht da. Zudem veralgemeinere ich im wissen, dass viele CEOS nicht so handlen, wie ich das wünsche.
        PS. In der Politik gibt es zuviel man muss, man darf nicht etc. Mir ist der freie Wille viel zu wichtig, als dass ich anderen Vorschriften machen möchte. Ich versuche jeden Tag als Geschäftsführer eines kleinen KMUs ehrlich und korrekt zu arbeiten, ich versichere hier aber, dass ich nie dafür nie aus schlechtem Gewissen eine Stiftung ins Leben rufen werde, oder ein Rechtfertigungsbuch schreiben werde.

  • Nesto sagt:

    Wie kann ein gescheiterter UBS Banker, der jahrelang die Firma und deren Eigentümer abzockte, über Ethik schreiben und urteilen? Das gestrige Interview in der Sendung ECO von SF DRS mit seinem ehemaligen Angestellten (Lips) war eine reine PR Veranstaltung zum bald erscheinenden Buch. Das ganze Interview mit den „soften“ Fragen, dem einfühlsamen Verständnis zu seinem erzwungenen Abgang und den fehlenden Kernfragen zu seiner gelebten Ethik, war stossend und eines Journalisten unwürdig.

  • Daniel Hugentobler sagt:

    Das erinnert mich an den Wirtschaftshochschul-Semesterbeginnwitz, bei dem der Professor zum Student sagt:“Sie wollen also Wirtschaftsethik studieren ? Junger Mann, entscheiden Sie sich: entweder das eine oder das andere.“

  • Andreas Dombek sagt:

    Es macht einen große Sorge, wie das Thema Ethos in der Wirtschaft heutzutage schon fast inflatorisch von jedem Wirtschaftshandelnden selbstschmeichelnd todgeredet wird, der sich all zu oft selbstüberschätzend als ethisch Handelnder aufgrund seiner bestimmten Klassenzugehörigkeit definiert.

    Denn manch so ein Mensch, der oft durch einen Zufall eventuell vor der richtigen Pforte steht und durch andere Menschen aus seiner Gruppierung in den geheiligten Bezirk hinter dieser Zufallspforte geschubst wird, sich dann unisono als einen ethisch Handelnden in aller Unbescheidenheit bezeichnet und auch noch einen Chor von Claqueuren erwartet, erkennt nicht den wahren, echten Inhalt der hier gemeinten Ethik.

    Der wahre und ethisch handelnde Held solch einer Handlung überschreitet die Schwelle einer sich meist durch Zufall öffnenden Pforte, gehr alleine und ohne fremde Hilfe in die geheiligte Zone. Die wichtigste Handlung ist jedoch, dass er mit vollen Händen, also Opfergaben oder eventuell sein eigen Leib und Leben hingebend, eintritt und den „Göttern“ opfert. Er kommt danach mit leeren Händen aus der von ihm geöffneten Pforte zu den Menschen zurück und erhält dann bei diesen seine gerechte Belohnung.

    Jedoch ist heutzutage dieses althergebrachte ethische Ritual vollkommen auf den Kopf gestellt, denn es gehen keine Helden über die Schwelle der Pforte und opfern Gaben oder gar ihr Leib und Leben, nein, die modernen merkantilen Konquistadoren gehen um die Pforte herum mit leeren Händen hinein, oft leider auch mit leerem Kopf und leeren Taschen, und kommen dann mit prall gefüllten wieder heraus. In den vollen Händen und Taschen befinden sich die güldenen Opfergaben und das Tafelsilber der göttlichen Zone. Diese Konquistadoren lassen sich all zu oft auch noch durch das Volk als von den Göttern geküsste „Helden“ feiern.

    Zur Richtigstellung der Ethik sollte man im Märchenschatz die richtige Erlösung finden. Es ist wie bei dem Märchen mit des Kaisers neuen Kleidern.
    Ein kleines unschuldiges Kind muss mal die Wahrheit rufen: Der ist ja nackt. Der hat keine Ethik am (im) Leib!

  • Alfred sagt:

    Kennen Sie den Unterschied zwischen der UBS und einer Spielbank?
    Es gibt einen kleinen Unterschied: Die Spielbank weiss, dass sie immer der Gewinner ist.
    Der „bekennenden Ethiker“ – wie der verantwortliche UBS-Chef Wuffli – wollte offenbar nicht erkannt haben, dass er in der grössten Spielbank der Welt mitmischte. Und das als ethisch handelnder Banker?

  • Monica Kopp sagt:

    Im Nachhinein ist es immer viel einfacher, die Sündenböcke zu definieren. Jeder, der die sogenannten „Verantwortlichen“ jetzt anprangern und verurteilen will, soll mal im eigenen Leben etwas zurückblenden: Da kommen sicher auch Situationen und Erfahrungen zum Vorschein, in denen aus heutiger Sicht anders gehandelt worden wäre. Jeder von uns hat im Leben seine Themen, Hürden und Lernprozesse anzugehen und durchzustehen und wir können alle froh sein, dass wir nicht von Journalisten (die übrigens alle auch ihren Lebensweg als Lebensziel haben!!!!!) in aller Öffentlichkeit verdreht und zensuriert werden, um dann je nach politischer, religiöser oder arbeitsmoralischer Gesinnung schlecht oder noch schlechter da zu stehen – als gefundenes Fressen für all die anderen Frustrierten, die ihr eigenes Leben nicht auf die Reihe kriegen!
    Wenn Peter Wuffli nun ein Buch geschrieben hat, um das Vergangene und was ihn darin beschäftigte zu verarbeiten, ist das eine Sache, eine andere Sache ist es, ob wir es kaufen und lesen wollen, weil es uns interessiert, ob wir grundsätzlich finden, es reicht doch schon, dass er es geschrieben hat oder ob wir unser Urteil schon abgeben, bevor es erschienen ist, weil wir ja Herrn Wuffli bereits als Mensch verurteilt haben….
    Und zum Schluss: Jeder argumentiert schliesslich aus der eigenen Perspektive, also mit dem eigenen Erfahrungs-, Enttäuschungs-, Salär-, Anleger-, Erfolgs- etc. Hintergrund.

    • Uwe Brock sagt:

      Stimmt schon, jeder sollte ab und an zurückblicken. Der Unterschied bei den Entscheidungen die ich ans Individuum getroffen oder nicht getroffen habe haben aber meist mich selber oder einen kleinen Personenkreis betroffen. Ganz sicher aber nicht 1000′ von Mitarbeitern oder wie erst kürzlich ein ganzes Land… 60 Mrd. Steuergelder um einer Bank zu helfen, dann aber darüber Abstimmen ob es den Arbeitslosen, IV rentern, Sozialhilfeempfängern, Rentern usw. denn nicht zu gut gehen könnte…

      Ganz anders daher die Verantwortung bei denen die einige Stufen weiter oben Entscheidungen treffen, die nebst dem Profite genrieren eben auch noch wie natürlich als Gesammtgesellschaftlicher Aspekt einhergehen sollte.

      Besonder pervertiert wird dann die Wahrnehmung dieser Art von Entscheidungsträger wenn einmal mehr Entlassungen ausgesprochen werden und darauf hin die Indices an den Kapitalmärkten steigen. Moral und Ethik so ganz im herkömmlichen Sinn der Wahrnehmung bleiben da, zum Glück noch, auf der Strecke. Schlimm wird es dann, wenn sich die Ethik und Moral so wendet das solcher Art von Entscheidungen plötzlich als natürlicher Gang der Dinge angesehen werden…

      Natürlich, im aktuellen Sinn von Sozialdarwinismus wie gerne Argumentiert, ist an diesem Oekonomischen System ist aber überhaupt nicht’s… Alle Regeln sind geplant und gesteuert und ausgearbeitet. Nur leider sind in den gesammten regelwerken die Menschen und deren Bedürfnisse ausserhalb Oekonomischer Aspekte komplett negiert worden…

      Parallel dazu werden aber Milliarden an Profiten generiert von denen die meisten Menschen rien überhaupt nicht’s haben. Sie werden schlicht und einfach nicht beteiligt… Modern, Fortschrittlich, Zukunftsorientiert das ganze?

  • Hampi sagt:

    Wuffli passte perfekt in die alte UBS: ein Streber, der sich blendend in den herrschenden Peronenkult einfügte. Und durch die wie vom Himmel fallenden und immer fetter werdenden Boni wurde er mit der Zeit auch arrogant und dachte schliesslich sogar selbst, er sei ein Genie.
    Aber schliesslich war er nich einmal im Stande, die enorme Gefahr hinter den vielen, vielen Milliarden in “Sub-Prime”-Anlagen zu sehen. Zugegebenermassen war Wuffli nicht der Einzige, denn die meisten Bankenmanager haben versagt. Aber das ist natürlich keine Ausrede: Versager ist Versager!! Dabei hat er sicher keine ethischen Bedenken gehabt. Das hatte vor der Krise niemand!!! Denn der Effekt von den Trillionen an “Sub-Prime”-Krediten war sehr positiv: viele Arme, Obdachlose etc. etc. konnten sich ein Eigenheim leisten und schienen so der Armut zumindest teilweise zu entkommen. Das Problem der Ethik entsteht dadurch, dass die Armen und Obdachlosen nun wieder arm und obdachlos sind, und zudem noch viele Millionen dazu arm geworden sind, aber der Peter Wuffli, der ist steinreich. Und dem Erscheinen seines Buches gemäss, ist anzunehmen, dass er für den Rest seines Lebens versuchen wird, sein Versagen zu verdrängen.

  • Nicht zu glauben sagt:

    Je stärker Wuffli von jeglicher Ethik abgewichen ist, umso unverfrorener vertritt er jetzt den Weg der Ethik. Scheinheilig und unethisch! Wie heisst es doch? Nach der Schlacht – ist vor der Schlacht, nur ein bisschen mit Ethik bemäntelt. Wieviele Unbelehrbare wie Wuffli sitzen noch an den Schalthebeln der Wirtschaft und der Politik und gefährden die Stabilität von Wirtschaft und Staat?

  • Kurt Rhyner sagt:

    Erstaunlich, wie über Wuffli hergezogen wird. Ich war lange Zeit Nachbar von Wufflis und habe ihn als einen sehr integeren und „einfachen“ Menschen kennen gelernt (man beachte wo er wohnt!). Er hat keine Villa und fühlt sich nicht besser als andere. Ich bin überzeugt, dass er während der UBS-Zeit sein Bestes gegeben hat und nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat. Es ist doch so einfach, über Politiker und Wirtschaftkapitäne herzuziehen. Wer macht es besser?

  • Kurt Bertschi sagt:

    Schon „Eigenartig“.Herr Wuffli hätte während seiner Zeit beit der UBS über Ethik nachdenken sollen.
    28.9.2010

  • Hans Peter Bolliger sagt:

    Eine Zusammenfassung für geprellte Kleinanleger: Bei ein paar Nullen mehr auf dem Gehaltscheck, wird die Ethik von der Unternehmensstrategie zum Hobby.

  • Marcel Weber sagt:

    Bevor jemandem unterstellt wird nicht ethisch zu handeln, sollte man sich doch bitte im klaren darüber sein, was den Ethik überhaupt ist. Ethik ist eine wissenschaftliche Disziplin, welche sich mit der Begründbarkeit der Moral beschäftigt. Wenn man ein bisschen in philosophischen Büchern schmökert, stellt man relativ schnell fest, dass sich sowohl die Moralvorstellungen, wie auch die Ethik der verschiedenen Strömungen grundsätzlich Unterscheidet. So unterscheiden sich Utilitaristen wie Hobbes doch massiv von Ansichten, wie sie z.B. von Hans Jonas vertreten werden.

    Marx und Nietzsche bestritten sogar, dass es ein universelles Konzept von Recht und Gerechtigkeit gibt (was ja häufig in einem mit Ethik und Moral genannt wird), sondern waren der Ansicht, dass diese Konzepte doch schlichtweg ein Ausfluss der Gesellschaft sind und zumindest bei Marx Ausdruck der materiellen Verhältnisse.

    Also nochmals – Welche Moralvorstellungen sollen den nun gelten, und wie sollen sie mit einer Ethik unterlegt werden? Die Calvinistische oder gar die Konfuzianistische (Gemäss Calvin ist Arbeit gottgewollt oder im Konfuzianismus kommen „Reichtum und Ansehen“ vom Himmel.)? Oder die Islamische? Oder eine utilitaristische (sprich das Handeln darauf zu prüfen, dass der Nutzen für die Gesellschaft maximiert wird?).

    Unter diesem Aspekt bin ich der Ansicht, dass Bücher wie dieses zum Diskurs, was den nun moralisch ok ist und wie dies ethisch begründet werden kann, durchaus beitragen – Wir benötigen einen gesellschaftlichen, kulturübergreifenden Konsens, ansonsten sind Moralvorstellungen im Sinne von Verhaltensregeln schlichtweg nicht durchsetzbar.

  • Rolf Schumacher sagt:

    Besten Dank für das Interview und den eigenen Einschübe. Cicero hat Ethik übersetzt mit der Lehre des rechten (richtigen) Handelns. Nun was ist rechtes (richtiges) Handeln? Ist es Pflichterfüllung, ohne selber zu denken? So wie das im Kommunismus (China, Nordokorea oder unter Stalin). oder aber auch unter faschistischen Regimes wie Pinochet, Stroessner, oder aber religiös fundamentalistischen Regimes, wie Iran, Irak, Yemen, Israel, oder den puritanischen Zirkeln der USA (Tea Party Politiker)? IN all den genannten Gruppiereungen hat sich das Individuum einer geistigen ELITE zu beugen. Der Einzelne hat nur seine Pflicht, sein Programm zu erfüllen. Er hat dann richtig gehandelt, wenn er bibeltreu oder parteitreu bleibt. Wer es nicht tut, handelt unethisch in den Augen der Führung und wird im schlimmsten Fall ausradiert.
    Jeder einigermassen vernünftige Mensch weiss, dass das falsch ist. Denn richtiges Handeln ist ein sehr subjektives Prinzip.
    Kant hat die ultimative hoch individuelle (ureigene) moralische Instanz den kategorischen Imperativ genannt. Und auf diesen kategorischen Imperativ haben die Oekonomen (Wulfli, Bruggisser, Ospel, Vasella und viele andere) sicher nie (oder nur ganz selten) gehört.
    Es gibt in der schweizer Geschichte Menschen, die knallhart mit der eigenen Vergangenheit aufgeräumt haben. Ich empfehle die Wulfli deie Lekture von Pirmin Meiers Buch über Bruder Klaus von der Flüe. Politische Machtspiele, Krieg, Saufgelage, Weib und Hof waren sein Leben bis die innere Stimme ihn dazu drängte alles liegen zu lassen und als Eremit auf die Ranft zu ziehen. Die neoliberalen Zauberlehrlinge von gestern, versuchen sich heute als SCHEINGELAEUTERTE Menschen zu VERKAUFEN: Inkonsequent und hoch unethisch nenne ich es, eigenes Unvermögen noch in Buchform auf den Markt zu bringen und daran auch noch zu verdienen. Unethischer als Tony Blairs Memoiren und Bücher über Sarkozy, Bush, Berlusconi, oder Obama gibt es wohl kaum.
    Sühne ist ein persönlicher Akt und Vergebung kann nie erkauft oder erschnorrt werden. Wenn damm müsste eine neutrale Instanz ein Urteil fällen und der reumütige dieses Urteil auch ohne Wiederspruch akzeptieren. Die Justiz hat aber bis jetzt keinen der fehlbaren Manager verurteilt und gebüsst, auch Vekselberg erhielt einen Freipass.
    Die Dekadenz wird weitergehen Tür und Tor für Nahrungsmittelspekutlation, Fusionen (zu weiteren to big to fail Giganten), politische Intrigen, Kriegsgewinnler stehen weiter offen als je zuvor. All jene welche jetzt blind zugreifen und provitiern sollen bitte eins nicht tun uns in 20 Jahren als reiche, ältere, scheingeläuterte Männer mit Büchern über Reue, Läuterung etc zu überhäufen.
    Läuterung (Katharsis) ist etwas sehr intimes, es ist noch intimer als die Sexualität. Sonst verkommt sie schnell zu reiner Dekadenz, sie kennen ja all die schwerreichen Menschen, welche karitative Projekte führen. Carla Bruni hat auch eigene Stiftungen und im gleichen Atemzug verlangt sie, dass im Präsidentenjet eine Badewanne eingebaut wird. Mit Verlaub aber auf schrill schreinde Showstiftungen kann die Welt ebenso gut verzichten, wie Memoiren von grossen Selbstdarstellern. Mir wäre dann die Lebensgeschichte des Memoirenghostwriters oft lieber ;-))

  • René sagt:

    Guter Artikel, danke. Ähnliche Gedanken gingen mir bei diesen diversen, kürzlichen Interviews durch den Kopf. Ich nehm’s Wuffli einfach diesen Ethik-Turn nicht mehr ab, er hat zuviel Geschirr zerschlagen. Dieses Interview stellt auch Schwarz ziemlich bloss, chapeau, dass das so überhaupt abgedruckt wurde. Schliesslich zeigt es nämlich eines einmal mehr auf:

    Das alte, liberale Denken (+ regelmässige, staatliche Stützungsaktionen) führt immer wieder in neue Crashes, die Reichtumsverteilung wird unausgewogener, d.h. wir fahren hier in einer Sackgasse. Mal sehen, wo sie in 20 Jahren hinführt.

  • Nach dem real existierenden Sozialismus ist es immer noch nicht gelungen, den real fantasierenden Kapitalismus mittels real überzeugender Satire den Gar aus zu machen ….

  • Ex ante sagt:

    Wuffli ist ein Penäler, ewiger Student und hätte besser Lehrer werden sollen. War nie ein Manager und wird nie einer sein—und wie so jemand behaupten kann er sei ‚Unternehmer‘ ist mir schleierhaft. Der ist eine Beleidigung für jeden wirklichen Unternehmer.

  • Roberto Conte sagt:

    Es ist einfach über die Ethik zu sprechen, vor allem wenn es Andere betrifft. Bei sich selbst „vor Allem beim eigenen Portemonnaie“ hört die Ethik auf. Jeder CEO hat zuerst eigene Interessen zu stillen und vielleicht bleibt für die Anderen auch noch ein paar Brosamen übrig. 90% der Wirtschaftsführer ausgeschlossen sind die Besitzer und Gründer der Firmen haben keine soziale Ader mehr. Dass ein Unternehmen langfristig mit einer Strategie des „Zusammenstehens und dem gegenseitigen Respekt“ erfolgreich wirtschaftet ist den Hochschulabsolventen nicht mehr im Blut.Obwohl immer propagandiert wird im Wohl der Unternehmung, was reine Worthülsen sind, ist kurzfristiges Denken und Handeln Voraussetzung um bei auftretenden Problemen vorzeitig den goldenen Fallschirm zu nehmen. Wo bleibt hier die immer wieder erwähnte Verantwortung gegenüber den Belegschaften, welche zum Betriebserfolg beitragen ????

  • Uwe Brock sagt:

    Ah ja, ganz klar für mich, fertig mit Neoliberal.

    Fertig mit so angeblich selbstverständlichen und pseudowissenschaftlich daherkommenden ökonomischen Aussagen wie “ Unternehmen müssen sich um nicht’s anderes kümmern als Profite, gerne exklusiv für ein paar wenige Grossaktionäre, zu erwirtschaften“,

    Fertig mit dieser singular auf Profite und Renditen für eine handvoll global agierender Investoren orientierten Ideologie welche nachweislich Mio. von Menschen rund um den Globus ärmer als je zuvor zurückgelassen hat. Die Einkommen und Vermögen gehen seit Jahren auseinander, die Ungleichheit der Einkommen- und vermögensverteilung nimmt jährlich zu. Der von Millionen erwirtschaftete Wohlstand und Reichtum verbleibt in den Händen von wenigen bzw. wird konstant dorthin transferiert… das einzige was zunimmt ist die Anzahl Milliardäre und deren Abkömmlinge den Millionären.

    Kummuliert besitzen ein paar wenige Promille der Weltbevölkerung ca. 3/4 des globalen Vermögens.

    oder

    Das GNP der 40 ärmsten Nationen, ca. 570 Millionen Menschen, entspricht kummuliert dem Vermögen der 7 reichsten Individuen.

    Es war auch nie etwas anderes geplant. Primäre Ausrede des angeblichen Neoliberalen Ausgleichs, deren Ergebnis stets in der Zukunft liegt, war die Argumentation vom „trickle down effect“ welcher aber bis heute… eben genau….immer noch in der Zukunft liegt. Die meisten von uns haben also genau nicht’s davon… weder in den „reichen“ Industrienationen noch in den „armen“ Entwicklungsländern und stetig wird noch mehr abgebaut.

    Total liberaliserte Oekonomien und Gesellschaften können leider nur eines am Effizientesten. Den Reichtum von vielen in immer weniger Hände zu transferieren. Dies zeigen die Zahlen von etwa der OECD und der Weltbank genauso wie diese von alternativen Organisationen. Wärend die einen sich noch darum kümmern die dank Neoliberaler Steuergesetze ausgelaugten Nationen zu sanieren (wir haben über unsere Verhältnisse gelebt) jubeln die anderen bereits wieder an den, für den Rest der Gesellschaft irrelevanten aber doch irrationalen Finanzhandelsplätzen.

    Verluste sozialisieren und Profite privatiseren sind weitere komplett fehlgeleitete Endpunkte die sich aus „liberaler Ethik“ ergeben haben.

    Die unendlichen Privatisierungsschemas waren in den allermeisten Fällen nicht in der Lage effizienter zu Wirtschaften noch wurden andere Leistungen verbessert. Oft wird auf die Telekommunikation als positives Bespiel von Privatisierungen verwiesen, doch ausgerechnet das war in den vergangen +20 Jahren ein globaler Wachstumsmarkt. Dort kann beinahe jeder gute Profite reinholen…

    Die Liste der Negativergebnisse Neoliberaler Politik und damit auch Wirtschaftens ist in den vergangen 20 Jahren stetig länger geworden… Die positiven Leistungsausweise welche sich am Gesammtwohl der Geselslchaften orientieren ist dagen leidlich kurz. Von wegen wir machen das billiger, effizienter als staatliche Entitäten.

    Ich werfe den aktuellen verantwortlichen in Politik und WIrtschaft (und manchen anderen Bereichen ebenfalls) tatsächlich vor das diese bis heute nicht gelernt haben mit den WTO Handelsverträgen umgehen zu können. Diese bauen darauf das sich alels was liberalisert (Regelbefreit) bewegen kann schlussendlich allen zu Gute kommt. Doch wo ist der Beweis das dies so ist? Den gibt es nämlich nicht…

    Hingegen hetzen alle möglichen Verantworltichen (Länder-Politiker, Unternehmen-CEO’s, Oekonomen-???) im 3 Monatsrythmus den deregulierten Märkten hinterher um die Finanzmärkte einmal mehr zu befriedigen und sind gezwungen sich durch schiere Grösse vor Uebernahmen und anderen unliebsamen Auswirkungen zu schützen.

    Tja so ist das mit der Freiheit, der Liberalisierung der Neoliberalen, die sich schliesslich so gebärdet das diese für die meisten Menschen mit Füssen getreten wird.

    „Entre le fort et le faible, entre le riche et le pauvre, entre le maître et le serviteur, c’est la liberté qui opprime et la loi qui libère“

  • Marc Bourgeois sagt:

    Gerne verzichte ich auf Buch-Verrisse linker Protagonisten, die das Buch nicht mal gelesen haben. Sie dokumentieren dadurch nur eines: dass sie ohnehin nicht bereit sind, sich mit der Materie auseinanderzusetzen und an ihrem eigenen Standpunkt zu rütteln, und deshalb das Buch gar nicht zu lesen brauchen. Das ist – wenn wir schon dabei sind – eine Reinform von unethischem Journalismus.

  • Dieses Interview weist ein erhebliches Manko auf: Den Interviewer. Ansonsten gut. Vieleicht kaufe ich mir Wufflis Buch noch.

  • Jan Holler sagt:

    Habe das Interview auch gelesen. Wollte das eigentlich nicht tun, denn ich wollte mich nicht ärgern. Doch die erste Antwort von Wuffli ist schon eine famose Realsatire, dass ich beschloss, das Interview unter diesem Blickwinkel weiter zu lesen. Aber mir ist die Spucke doch weg geblieben über so viel Chuzpe. Wuffli behauptet doch allen Ernstes, „Ethik hat mich seit meiner …“ (s.o.). Da bekam ich ein beklemmendes Gefühl und musste mich doch für Wuffli etwas fremdschämen. Wird er nicht rot, meint das Wuffli wirklich ernst? Ich fürchte ja. Denn ohne diesen doch schweren Realitätsverlust mit wohltuender Selbsttäuschung wäre es wohl auch mit der UBS niemals so weit gekommen. – Kurzum, der Titel des Buches, besser das Buch selbst, gehört Wuffli um die Ohren gehauen. – A propos Avenir Suisse: Ich sehe nicht, wo diese Organisation jemals irgendwelche massgebenden Akzente gesetzt hätte. Sie tut ab und zu sehr wichtig, ist es aber nicht.

  • kraft sagt:

    Ihre Polemik ist witzig, aber sie ändert nichts an der Wahrheit von Friedman’s Aussage. Jedes Unternehmen, das ein anderes Ziel vorgibt ist heuchlerisch. Das heisst aber nicht, dass Ethik nicht mal ein bedeutendes Element des Geschäfts werden kann. Nämlich genau dann, wenn sie Teil des Produkts wird. Das hängt aber vom Konsumenten ab. Wo das nicht reicht, muss der Staat regulierend eingreifen (und zwar nur dort). Das ist auch liberalen Denkern klar und widerspricht keineswegs dem state of the art der Ökonomie.

  • Silvio Grunder sagt:

    Die ach so „schräge“ Eingangsfrage, weshalb ausgerechnet ein Banker dazu komme, ein Buch über Ethik zu schreiben, erscheint angesichts des notorisch schlechten Rufs der Banker als gewissenlose und von Gier getriebene Egoisten alles andere als weit her geholt. Der Blogger würde sich besser bemühen, eine Antwort auf die nach wie vor äusserst relevante liberale Frage zu geben, warum Wirtschaften im rechtlich zulässigen Rahmen – also vor allem nach Treu und Glauben – an sich nicht ethisch genug ist. Eine pauschale Qualifizierung dieser Frage als „schräg“, ohne auch nur den Versuch einer Antwort zu wagen, dünkt mich armseelig für einen Volkswirtschafter.

  • Bruno Bänninger sagt:

    Ethik und Wirtschaft widersprechen sich fundamental. Ob die beiden Herren geeignet sind über Moral in der Wirtschaft zu reden ist zu bezweifeln. Besser als grosse Worte von Herr Wuffli, wäre, dass er sich entschuldigt und Reue zeigt und beweist. Phrasendrescherei in nebulöser Managersprache, sonst gar nichts.

    • Otto Heinrich sagt:

      Ethik und Wirtschaft widersprechen sich fundamental? Die Wirtschaft befriedigt unsere Bedürfnisse, angefangen bei Grundbedürfnissen wie Essen und Wärme bis hin zu Selbstverwirklichungsbedürfnissen wie einen interessanten Job zu haben. Was ist daran unethisch? Teilweise könnte die Wirtschaft die Bedürfnisse noch leicht besser befriedigen, deshalb wächst sie auch und entwickelt sich weiter. Aber dass Ethik und Wirtschaft sich fundamental widersprechen ist ein Kommentar, der von weit her nach sozialistischer Ignoranz riecht. Und sozialistische Ignoranz und Ethik, DAS widerspricht sich fundamental, wie man am Leiden der Menschen im Ostblock früher und in Kuba, Zimbabwe und zunehmend Venezuela heute sieht.

  • Nadine Binsberger sagt:

    Der Unterschied zwischen Wuffli und Schwarz ist simpel: Wuffli denkt langfristiger als Schwarz. Ich persönlich hoffe, dass Schwarz‘ Ansichten sich zunächst durchsetzen werden. Dann geht es schneller, bis Wufflis Ansichten zum selbstverständlichen Allgemeinwissen gehören. Letzteres ist unvermeidlich.

  • Sacha Fels sagt:

    Wieso würde sich jemand wie Schwarz keinerlei Sorgen man machen, wenn er von einem Konzern in eine verlassene Garage gebracht würde, in welcher der Auspuff eines laufenden Benzinmotors mündet und man ihn dort gefesselt zurücklassen würde? Einfach: Er wäre überzeugt, dass die Nachfrage seiner hustenden Lunge und seines knurrenden Magens so mächtig wüchsen, dass ein entsprechendes Angebot als Manna des Marktes (vielleicht Sauerstoffflaschen und gebratene Trüffel?) durch die Luft zu ihm fliegen und ihn erlösen würden.

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