Die Risiken von Trumps absurdestem Vorwurf

Das kommt den USA entgegen: Seit einigen Jahren tut Chinas Notenbank alles, um einen Preisanstieg des Dollars auf über 7 Yuan zu verhindern. Foto: AP

Vor rund einer Woche hat das US-Finanzministerium (Treasury) China als unfairen Währungsmanipulator gebrandmarkt. Dieser Schritt ist der bisherige Höhepunkt an Absurdität in Trumps Handelskrieg mit China. 

Noch in seinem jüngsten Bericht vom Mai sprach das Treasury China explizit von exakt diesem Vorwurf frei. Die Kriterien des Ministeriums für dieses Urteil erfüllt China heute so wenig wie damals. Es war allerdings schon damals ein offenes Geheimnis, dass US-Präsident Donald Trump mit der Schlussfolgerung seines Finanzministeriums alles andere als glücklich war. Der jüngste Entscheid zeugt von einer bedenklichen Unberechenbarkeit der US-Regierung.

Auslöser dafür, dass Trump sein Finanzministerium nun dazu aufgefordert hat, China doch als Währungsmanipulator zu brandmarken, war der Umstand, dass der Kurs des US-Dollars über die stark beachtete Grenze von 7 Yuan Renminbi anstieg – ein teurerer Dollar gemessen in der chinesischen Währung steht für deren Schwächung. Das bedeutet, dass sich chinesische Güter in den USA besser, weil billiger verkaufen lassen und US-Produkte in China umgekehrt teurer und schlechter.

Wer manipuliert wessen Währung?

Für Trump kann das keine andere Ursache haben als der Versuch der Chinesen, die über sie verhängten Zölle zu neutralisieren. Doch anders als im vergangenen Jahrzehnt üblich, ist die Abschwächung ihrer Währung dieses Mal nicht das Resultat einer bewussten Manipulation durch die Chinesen, sondern die Folge von Trumps eigener Politik – seinen Zöllen auf mittlerweile so gut wie allen Importen aus China.

Dass Zollerhöhungen auf Gütern eines anderen Landes dessen Währung schwächen, ist eine alte und mehrfach bestätigte ökonomische Erkenntnis. Etwas verkürzt die Erklärung: Wenn Güter aus China wegen Zollaufschlägen in den USA weniger gekauft werden, sinkt auch die Nachfrage nach Chinas Währung. Die Folge ist, dass ihr Kurs gegenüber dem Dollar sinkt, wenn die Notenbanker Chinas und der USA nichts dagegen tun. 

Und hier liegt die grösste Absurdität des jüngsten Vorwurfs der Regierung Trump. Denn tatsächlich hat die chinesische Notenbank gehandelt und den Währungskurs manipuliert – aber genau entgegen den Vorwürfen aus den USA. Seit einigen Jahren tut Chinas Notenbank alles, um sich dem Abwertungsdruck auf die eigene Währung gegenüber dem Dollar entgegenzustemmen und einen Preisanstieg des Dollars auf über 7 Yuan zu verhindern. Damit hat sie faktisch die Wettbewerbsfähigkeit der USA statt der eigenen unterstützt, schreibt dazu der US-Aussenhandelsexperte Fred Bergsten vom Peterson Institute for International Economics. 

Nicht stärken statt schwächen

Gegen die Schwächung des Renminbi ging China natürlich aus anderen Motiven vor: An einem Kurszerfall der eigenen Währung ist das Land nicht mehr im Geringsten interessiert, weil das die ohnehin schon hohe Verschuldung von chinesischen Unternehmen in fremden Währungen gefährlich weiter erhöhen würde und weil dann die bereits latente Kapitalflucht noch weit grössere Ausmasse anzunehmen droht.

Doch nach Trumps Ankündigung, Zollaufschläge von 10 Prozent auf weiteren 300 Milliarden Dollar an chinesischen Güterimporten zu erheben – nach bereits 25 Prozent Aufschlägen auf Importen im Wert von 250 Milliarden –, war die chinesische Notenbank nicht mehr bereit, sich dem dadurch verstärkten Abwertungsdruck im gleichen Ausmass wie bisher entgegenzusetzen. Statt also die Währung wie von Trump vorgeworfen durch Manipulation zu schwächen, hat die Notenbank aufgehört, sie durch Manipulationen wie bisher zu stärken.

Was aber ist nun die Folge der Brandmarkung Chinas als Währungsmanipulator? Offiziell haben sich die USA an den Internationalen Währungsfonds (IWF) gewandt, der in diesem Fall gemäss üblichem Vorgehen über weitere Schritte urteilen soll. Doch der IWF hat in seinem eben erschienenen Länderbericht zu China das Land gerade von diesem Vorwurf freigesprochen. Eine andere Einschätzung ist hier nicht zu erwarten.

Das aber dürfte Trump nur noch mehr in seinem Glauben bestärken, dass Organisationen wie der IWF wertlos sind. Der US-Präsident wird sich ermächtigt fühlen, seine Massnahmen gegen China weiter zu verschärfen – und genauso gegen alle anderen Länder, deren Verhalten er für schädlich hält.

Wo bleibt die ökonomische Vernunft?

Nicht nur, wenn die Produkte eines Landes in grossem Ausmass durch Zölle belegt werden, nimmt der Wert von dessen Währung ab. Das Gleiche gilt, wenn ein Land durch eine expansive Geldpolitik gegen eine Konjunkturschwäche vorgeht. Ob es nun China ist, Europa oder die Schweiz – stets droht Trump, solche Massnahmen angesichts der resultierenden schwächeren Währung als bösartiges Vorgehen gegen die USA zu deuten – und allenfalls zurückzuschlagen. Aus dieser Sichtweise erklärt sich auch, dass Trump die Weigerung der eigenen Notenbank, die Zinsen nicht noch deutlich stärker und schneller zu senken, als hinterhältiges Manöver gegen sich und die US-Wirtschaft taxiert. 

In der Unwägbarkeit seines Handelns und in der Tatsache, dass ökonomische Zusammenhänge Trump nicht kümmern, liegt die grösste Gefahr der jüngsten Entwicklung. Das muss ganz besonders auch für die Schweizerische Nationalbank ein Warnsignal sein: Bisher gab man sich bei der SNB stets überzeugt, dass die Amerikaner schon verstehen werden, wenn sie notfalls bei einer starken weiteren Aufwertung des Frankens etwas dagegen unternehmen werde. Das Vorgehen gegen China zeigt ihr nun, dass sie sich weder auf bisherige Regeln und Massstäbe der Amerikaner verlassen kann, noch auf die ökonomische Vernunft.

102 Kommentare zu «Die Risiken von Trumps absurdestem Vorwurf»

  • Hansueli Wermelinger sagt:

    Seine eigene Währung schwächen, um einen Wettbewerbsvorteil zu erhaschen ist sehr kurzfristig gedacht. Langfristig schwindet das Vertrauen in eine Währung und die Investitionen gehen zurück. Die Schweiz ist ein Beispiel für ein Land mit starker Währung und dem höchsten Wohlstand der Welt. Ich bin aber gespannt, wann der Hongkong-Dollar-Peg in die Luft fliegt. Das dürfte dann wieder Turbulenzen im grossen Stil auslösen.

    • Rolf Zach sagt:

      Denken Sie mal nach, was das Optimum für ein Land oder einen Staatenbund ist, wenn diese über eine Reservewährung verfügen mit einer kompetenten Zentralbank. Beide Zentralbank, die FED wie auch die EZB sind kompetent, nur ist Herr Trump gegenwärtig mit aller Macht dabei, diese Kompetenz der FED zu zerstören. Keine Regierung im Euroland hat diese Kompetenz der Zerstörung wie Herr Trump sie bei seiner FED hat. Eine Reservewährung muss Schulden machen, aber mit Mass und mit Klugheit gemäß der Wirklichkeit ihrer Volkswirtschaft, in der sie sich bewegen. Der Staat kann eine Zentralbank sehr unterstützen, wenn er eine verantwortungsvolle Finanzpolitik macht und die Ärmsten im Lande zu Brot verhilft und sie an der Gemeinschaft mit Verantwortung teilhaben lässt.

      • Rolf Zach sagt:

        Wenn die USA ein Leistungsbilanz-Defizit mit nur 1 % ihres Volkseinkommens und eines in gleicher Größe als Budget-Defizit ausweist sowie einen effizienten Sozialstaat unterhält, der die Armen nicht noch weniger arm macht, ist dies ein Segen für das gesamte Wirtschaftswachstum der Welt. Der Euroraum ist dieser Zielsetzung viel näher als die USA. Schaut den menschlichen Index der menschlichen Entwicklung an!
        Eine Reservewährung ohne Schulden und mit Schuldenabbau ist gefährlich für unser Wirtschaftswachstum und damit für unseren Wohlstand. Es wirkt wie sich selbstzugefügte Wunden.
        Wer hat profitiert vom Abbau von Gold, sicher nicht die Gruben-Arbeiter! Im übertragenen Sinn gilt dies für unseren Franken, der sich wie das Gold im Markt benimmt und sogar übertrifft.

  • Alex sagt:

    Ich bin über die Aussage von Herrn Bergsen verdutzt. Zuerst manipuliert China um ein gewisses Plateu (Abwertung) zu halten und dann baut es das Plateu (Aufwertung/Erhaltung) ab und das ist auch falsch. Soll nun die bestehende Wettbewerbsmanipulation erhalten bleiben oder nicht?

    Langsam müsste es übrigens jeder wissen das Trump eine willkürliche Auslegungsweise zum „verhandeln“ nutzt. Argumentativ kommen dann recht schwache Punkte und es wird einfach versucht.

    Übrigens zu ob die SNB sich darauf verlassen kann oder nicht interessiert doch keinen – wie sie handelt ist relevant. Auch Merkel hat dem Trump schon was gesagt, aber den Handel mit den USA lässt man sich nicht vermiesen. Was würde den die SNB tun? US$ verkaufen, € kaufen, Aufwertung zu lassen, Deflation zu lassen?

  • Ronnie König sagt:

    Und wann wird Trump befehlen, dass der Potomac rückwärts fliessen soll, wenn die nächste Überschwemmung droht? Das stabile Genie besuchte einst die Uni, er versuchte Wirtschaft studieren, aber es stimmte wohl zu wenig mit seinen Theorien überein. Heute hat er die Möglichkeit diese zu beweisen und auszuleben. Mit offenbar eher bescheidenem Erfolg. Ich hoffe nur, dass er aus Frust nicht noch den 3.WK vom Zaun bricht, da ist dieser Messerfuchtler nämlich problemlos imstande. China manipuliert viel, nur die Währung zugunsten der USA, aber das aus einem anderen Kalkül wie Trump meint. Vielleicht sollte die Leserschaft mal dazu aufgeklärt werden. Und den Bezug dann zu en manipulierten Wachstumszahlen, das ist interessanter als ein mancher selber drauf kommt.

  • Roland Benz sagt:

    Ich bin in dieser Frage auf DTs Seite. Auch wenn China seine Währung nicht manipuliert, heisst das nicht, dass sie nicht manipuliert ist. Durch Chinas Einkauf von Rohmaterialien und Halbfabrikaten im Ausland steigt das Angebot/Volumen von Renminbi im Ausland (CNY sinkt). Durch die Bezahlung der Manager/Besitzer und deren Kapitalflucht steigt das Angebot/Volumen von Renminbi im Ausland (CNY sinkt). Durch die tiefen Preise setzen sie im Ausland mehr Fertigfabrikate ab, erhalten Fremdwährungen, die sie jedoch nicht in Renminbi zurückwechseln. Resultat: Eine endlose Abwertung. Bewusst oder unbewusst? Wer hier auf der Seite der Chinesen argumentiert, vertritt die Interessen der eigenen Finanzindustrie aber sicher nicht der eigenen Ingenieure, Forscher, Arbeiter die ihre Jobs an China verlieren.

    • Claire Deneuve sagt:

      Von den weltweiten Devisenreserven macht der Renminbi nicht mal 2% oder nur gerade 213 Mrd US$ (umgerechnet) aus.
      Darum ist Ihre Annahme, dass soviel von dem Zeug ins Ausland fliesst schon mal falsch.

      http://data.imf.org/?sk=E6A5F467-C14B-4AA8-9F6D-5A09EC4E62A4

      • Rolf Zach sagt:

        Wenn man eine Leistungsbilanz eines Landes heute anschaut, muss man sich immer bewusst sein, mit welchen Währungen ein Land für seine Ausland-Transaktionen benützt. In den meisten Länder ist dies nicht die eigene Währung. Das alte Spiel mit der Abwertung seiner eigenen Währung einen Konkurrenzvorteil zu verschaffen, ist irrelevant geworden. Kein Mensch benützt zum Beispiel in der Türkei, die türkische Lira für den Zahlungsverkehr mit dem Ausland. Wenn ein Land ohne Reservewährung in einer Zahlungsbilanz-Krise wieder auf die Beine kommen will, bleibt ihm nur seine wirtschaftliche Gesamtnachfrage zu reduzieren und zu versuchen die freiwerdenden Kapazitäten mit verstärkter Export-Anstrengung
        auszufüllen. Viele Länder, und vor allem die Ärmsten und Kleinsten können dies nicht.

        • Rolf Zach sagt:

          Es gibt da die berühmt-berüchtigten IWF-Rezepte, die vor allem den Linken ein Graus sind.
          Argentinien ist das klassische Beispiel, ein ewiger Kunde des IWF. Eigentlich ein sehr reiches Land, aber in einem Sozialaufbau gefangen, der unweigerlich immer zu Korruption und Dummheit in seiner Politik führt und dem Land ständig schadet. Naipaul hat es gut beschrieben. Nur ein großes
          Land mit einheitlicher Währung und prozentual geringem Ausland-Anteil am Volkseinkommen benötigt den IWF nicht. China ist das klassische Beispiel dazu, obwohl es eine Binnenwährung hat, dessen Konvertibilität seine Behörden versuchen zu überwachen und zu steuern.

          • Rolf Zach sagt:

            Es gilt der Grundsatz, je vielfältiger und breiter abgestützt die Wirtschaft eines Landes ist, desto weniger stark ist der Staat in der Lage, mit Verordnungen der Verwaltung und ohne Benützung der Zölle auf seinen Außenhandel einzuwirken. Länder, die hauptsächlich Rohstoffe exportieren und Fertigwaren importieren, haben Macht ihre Kaufleute zu drangsalieren oder sind selbst der grösste Exporteur wie Saudi Aramco.
            Dagegen ist ein Land wie China mit dieser Vielfalt an Fertigwaren für den Export, wovon viele unabhängige Exporteure wie auch Importeure sind, anfällig für Kapitalflucht. Somit ist der Vorwurf bezüglich Währungsmanipulationen durch die USA gegenüber den die chinesischen Zentralbehörden nicht logisch.

        • Josef Marti sagt:

          Stimmt nicht, der Euro ist genug wichtig dass er für den Abwertungskrieg erfolgreich eingesetzt werden kann, Sie predigen ja selbst immer dass der Euroraum einen LB Überschuss hat.

          • Claire Deneuve sagt:

            Marti: Der Euroraum JA, aber die EU eben nicht, die hatte letztes Jahr ein kleines Defizit (bei der Handelsbilanz zumindest), gut 2019 ist es bislang wieder ins positive Territorium gekippt für die Gesamt-EU.
            Ist ja auch logisch, wenn die EU so Losernationen wie die Briten mit dem weltweit zweithöchsten Handelsbilanzdefizit der Welt als noch Mitglied und nicht € Land hat. Das wirkt sich positiv auf die € Handelsbilanzen aus, wenn man den Briten vom Kontinent aus Nahrungsmittel verkaufen kann, sonst würden die Aermsten nach dem Abbau ihrer mittlerweile enormen Bauchfettreserven ja noch verhungern.
            Mal schauen wie es nach Halloween dann so aussieht.

      • Roland Benz sagt:

        @Claire Deneuve: Das habe ich nicht behauptet. Die Chinesische Währung ist theoretisch ein geschlossenes System. Und Chinas Zentralbank hat theoretisch die totale Kontrolle. Alle Geschäfte der Importeure und Exporteure laufen zwingend über den von ihr festgelegten Wechselkurs. Was ich beschreibe, ist das, was vermutlich noch so nebenbei passiert, wenn Big Brother gerade Pause macht. Als ironische Antwort auf den Artikel, der behauptet, die Amerikaner hätten nun plötzlich unrecht, seit die Kritik von DT kommt.

        • Rolf Zach sagt:

          Nehmen wir einmal an, China würde die Demokratie und vor allem den Rechtsstaat einführen und dem Prinzip der offenen Gesellschaft nachleben. Rechtssicherheit, weniger Korruption und ein humanerer Umgang mit ihren Minderheiten wäre zwangläufig die Folge. Die Tibeter würden die Rückkehr des Dalai Lama begrüssen und wären nachher so süchtig nach Olympia-Medaillen von China wie die Han-Chinesen selber. Die Uiguren wären die liberalsten Moslems der Welt und würden die Araber, mit ihre Art nach dem Koran zu leben,
          verachten.
          Was wäre zwangsläufig die Folge davon? Niemand in China käme es in den Sinn in $-Anlagen zu investieren. Es gäbe auch keine versteckte Kapitalflucht der chinesischen Macht-Elite nach den USA . Der $ würde seine einzigartige Rolle verlieren.

  • Lucas Wyrsch sagt:

    In „Turnover of OTC foreign exchange instruments, April 2016: Daily averages, in billions of US dollars“ von der BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) kann man die täglichen Währungstransaktionen sehen!
    .
    Total wurden 2016 täglich umgrechnet US$5,067 Milliarden gehandelt, wovon mit dem US Dollar als Wechselpaar: US$4,438 Milliarden oder 87.6% und mit dem RMB als Wechselpaar: US$202 Milliarden oder 4.0%
    .
    Der CHF ist als Wechselpaar: 243 Milliarden oder 5.5% um täglich US$41 Milliarden höher als der RMB und die schwedische Krone als Wechselpaar mit US$112 Milliarden oder 2.2% unmittelbar hinter dem RMB.
    .
    Wird eine Währung, deren Forex Anteil 4% ausmacht von einem Land, das 87.6% des Anteils hat, der Währungsmanipulation beschuldigt, ist dies lächerlich!

    • Claire Deneuve sagt:

      In wenigen Wochen soll BIS eine aktualiesierte Analyse der globalen FX-Geschäfte rausgeben. Kommt eben nur alle 3 Jahre raus. Dann schaun mer mal ob sich da gross was verändert hat.

    • Alex sagt:

      Es ist nicht explizit lächerlich. Ich könnte sagen es wird manipuliert um diese 4% zu halten die in den Augen von Trump höher sein sollte, wegen den US$-Reserven der PBoC. Natürlich werden andere Punkte ausgeblendet wie Kapitalflucht wodurch es eher fällt.

      Da kommt dann die Frage wie es sein kann das nach der Finanzkrise 2007/8 der US$ immer noch eine solch relevante Rolle hat und sie noch wichtiger geworden ist. Dafür kann in einer globalisierten Wirtschaft nicht die USA allein verantwortlich sein. Wobei ich das nicht Manipulation nennen würde.

  • Bernhard Piller sagt:

    @Anh Toàn: DIe Kernaufgaben einer Nationalbank sind Steuerung der Inflation, Versorgung des Marktes mit Geld und auch Begünstigung der Konjunktur.
    Dass eine Nationalbank Fremdwährungen und Wertschriften im Umfang eines BIP’s kauft, um den Kurs eines Landes zu drücken, hat es noch nie gegeben.
    Geben wir es doch zu: die SNB manipuliert den Frankenkurs so wie andere Banken andere Kurse manipuliert hatten. Mit dem Unterschied, dass die anderen Banker jetzt im Gefängnis sitzen.

    • Lucas Wyrsch sagt:

      Die Zentralbank ist die zuständige Institution für die Währungs- und Geldpolitik eines Währungsraumes, wird daher auch als die Hüterin der Währung bezeichnet.
      .
      Zentralbanken geben die Banknoten eines Staates aus.
      .
      Des Weiteren ist sie ebenfalls für die Erleichterung in der Abwicklung des Zahlungsverkehrs, der Regulierung der Geldmenge entsprechend den Bedürfnissen der Wirtschaft sowie der Sicherung der Stabilität des inneren und äußeren Wertes der Währung, den Ausgleich der Zahlungsbilanz und die Verwaltung der Währungsreserven zuständig.
      .
      Zentralbanken sind die letzte Refinanzierungsquelle der Kreditinstitute und sind in die Bankenaufsicht einbezogen.
      .
      Sie fungieren wie eine Hausbank für den Staat.
      .
      Die Berechnung und Umsetzung Phillips-Kurve gehört auch dazu!

    • Rolf Zach sagt:

      Der Schweizerfranken ist eine Reservewährung ohne Netto-Schulden, eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Reservewährungen, die funktionieren und Vertrauen genießen, kommen nie in eine Gläubiger-Position. Verludern aber die finanziellen Sitten des Landes derart katastrophal, wie es gegenwärtig in den USA geschieht, läuft es Gefahr diesen einzigartigen $-Standard zu verlieren. Das Land hat ständig ein Leistungsbilanzdefizit von 2,5 bis 3 % nach ihrem Volkseinkommen und 1000 Milliarden $ Budget-Defizit. Schlimm ist, dass so viele $ die Bedürfnisse des Welthandels übersteigen. Das Parallel-Universum zu allen Währungen der Welt verursacht eine Überflutung an Geldmenge und mehr als diese unbedingt für das Wirtschaftswachstum benötigen.

      • Rolf Zach sagt:

        Die EU hat sich mit dem € aus diesem $ Universum abgesetzt und kann sich erlauben, als zweit wichtigste Reservewährung, zu verschulden und die EZB kauft fröhlich Staatspapiere von Italien, Spanien und sogar Griechenland, ohne deswegen der Staatsbankrott ausbricht.
        Übrigens Staatsbankrott macht ein Land nur in Fremdwährungen. In der eigenen Währung heißt das Ding eine Inflation von mehr als 10 %.
        Wie gesagt, China, Indien und Russland haben keine Rechtssicherheit und deshalb will niemand ihren Währungen den Reservestatus zubilligen. Was ein Glück ist für die Trump Administration und auch ein wenig für die EU und ihren €.

    • Alex sagt:

      Herr Piller wie sehen sie dann die Manipulation beim Kauf von Gold (Wertschriften) z.B. im Zeitalter des Bretton-Woods-Systems um die eigene Währung gegen den US$ zu drücken?

      Und ich habe jetzt nicht gehört das besonders viele Banker im Gefängnis sitzen.

  • Claude Buhler USA sagt:

    Die Schweiz wird nicht vom Volk regiert: Dies sind die ca250 Chefbeamten in Bern.Bei BR Wahlen wechselnd diese einfach die Departemente oder Wechseln als CEOs in die Bubdesbetriebe. Es hat viele Bundesbetriebe die von nur ex Bundesrats Weibeln gefuehrt werden (Spaß)

  • Claire Deneuve sagt:

    Auf jeden Fall scheint die chinesische Firmen-Shoppingtour vorerst mal vorbei zu sein. Fertig gekauft, was auch mit der Devisenfrage zusammenhängt.
    Wenns dann gächer werden sollte, können die Europäer einige der Firmen welche von den Chinesen gekauft wurden vielleicht dereinst auch wieder zu einem Schnäppchenpreis reeuropäisieren. Träge rumliegendes Kapital gibt es ja mehr als genug, oder sonst kann ja Frau Lagarde noch etwas davon pöschtelen mit der EZB, jetzt hat sie ja das ganz grosse Portmonnaie (gegen die EZB liegt die IMF-Potenz doch eher im Trinkgeldbereich)
    Nur Syngenta dürfen die Chinesen gerne behalten, die wollen wir nicht mehr (ausser Bayer hätte noch Interesse als Monsantoergänzung)
    .

  • Vadim Koslov sagt:

    Wenn Trump so ein „Volldepp“ ist der keine Ahnung von Wirtschaft hat, weshalb verliert der USD nicht massiv an Wert?
    Weshalb muss China die eigene Währung künstlich stärken wenn die USA doch am verlieren ist?

    • Gerhard Engler sagt:

      @Koslov: Die Unfähigkeit von Trump besteht vor allem darin, dass er ein grosses Maul hat, aber nichts macht. Bsp: Er hat Obamacare nicht abgeschafft und er hat nichts gegen Nordkorea unternommen, obwohl er die ganze Zeit darüber spricht. Fazit: Trump tut nichts und darum läuft die Wirtschaft weiter und der USD bleibt stabil. Die China-Zölle haben bisher wenig bewirkt, ausser dass die Soja-Farmer ihr Einkommen verloren haben. Aber diese machen nur einen sehr kleinen Teil der US-Wirtschaft aus.

      • Claire Deneuve sagt:

        Engler: Er spekuliert immer noch auf den Friedensnobelpreis, darum will er Kim auch nochmals treffen und ist darum fast schon väterlich nachsichtig mit ihm.
        Aber vermutlich wird ihm die kleine Schwedengöre – das Klimagretel – den Friedensnobelpreis vor der Nase wegschnappen, was ihm dann sicher einmal mehr das Zornesorange ins Gesicht treiben wird!

    • Linus Huber sagt:

      Vadim, es handelt sich um die linksorientierte Meinungsmache der Massenmedien, welche Trump als „Volldeppen“ hinstellt, eine Meinung, welche viele adoptieren.

      1. Einen, welcher es von 0 (kein politisches Amt) auf 100 (höchstes politisches Amt) in unter 2 Jahren schafft, als dumm hinzustellen, ist lächerlich.
      2. Es handelt sich bei dieser Auseinandersetzung mit China nicht einzig um einen Handelskrieg, sondern um die Auseinandersetzung zwischen 2 Gesellschaftssystemen; totalitäre Diktatur vs. freiheitliche Demokratie.
      3. Chinas hohes Wirtschaftswachstum beruht nicht zuletzt auf den günstigen Handelsbedingungen, welche zwecks Demokratisierung gewährt wurden. Dieses Ziel wurde verfehlt und Trump agiert dagegen. Die Korrektheit verwendeter Vorwürfe sind bedeutungslos.

      • Anh Toàn sagt:

        Zu 3.: Welche Privilegien wurden China von wem eingeräumt? Bitte werden Sie konkret, wie China bevorzugt wurde gegenüber Vietnam, Taiwan oder Deutschland: Sie können es nicht, weil es dies nicht gibt, das ist rechtsorientierte Meinungsmache der alternativen Rechtsaussenmedien.

        • Anh Toàn sagt:

          Das ist aber nicht einfach Meinungsmache, es ist schlicht eine Lüge, zur Wahrheit alternativer Fakt, dass China besondere Vorteile eingeräumt wurden im Handel mit den USA.

          Wissen Sie dies nicht oder tun Sie nur so?

      • Linus Huber sagt:

        Der hohe Grad an diskriminierender Behandlung ausländischer Unternehmen und Diebstahl von geistigem Eigentum sind z.B. schwerlich die Bedingungen um den Status „most favoured nation“ (später umgenannt auf “permanent normal trade relations” or PNTR) gewährt zu erhalten.

        • Anh Toan sagt:

          Meistbegünstigt im Sinne der WTO sagt nur, aber immerhin nicht diskriminiert gegenüber anderen.

          • Anh Toan sagt:

            Aber immerhin „man“ hat nicht versucht China wie Vietnamin die Steinzeit zu Bomben. Das ist eine Privilegierung.

          • Anh Toan sagt:

            Die Meistbegünstigungsklausel gewährt keine besondere Vorteile, heisst es auf Wiki, lügt Wiki oder Sie?

        • Anh Toàn sagt:

          Achtet den Vietnam ausländisches geistiges Eigentum besser als China? Ist die Vietnamesische Währung härter als die chinesische? Ist Vietnam demokratischer als China? Warum sind die Zölle auf Waren aus Vietnam tiefer als die für Waren aus China?

          Sie sagen ja selber, es wurde unbenannt in Normale Handelsbeziehungen, also es wurde nichts geändert, ausser der Bezeichnung: Normale Beziehungen ist keine besondere Vorteile eingeräumt: Sie sagen, man hätte China besondere Vorteile eingeräumt, weil man die nicht diskriminiert hat im Handel mit den USA.

          Die Briten, die sollen mit der EU handeln dürfen auf WTO Basis, Meistbegünstigt, gemäss Ihrer Auslegung hiesse dies, die EU solle den Briten besonders gute Handelsbedingungen gewähren? Warum?

        • Linus Huber sagt:

          Wo die Unfairness in der Handelsbeziehung zwischen den USA und China herrscht, weisen die Handelsungleichgewichte bestens aus. Eine Maus mit einem Elefanten zu vergleichen, hilft dabei auch nicht.

          Es ist eh einerlei, was Sie hier labern, denn Trump wird diese Handelsbeziehung neu regeln, wie dies übrigens auch schon Bernie Sanders vor 15 Jahren versuchte. Gewisse Leute sehen den Puck und andere sind blind.

          • Anh Toàn sagt:

            Trump regelt die Handelsbeziehungen neu mit China, die Chinesen werden nicht gefragt. Und dann regelt Trump die Handelsbeziehung neu mit der Schweiz, und die Schweizer werden nicht gefragt.

            Trump regelt und der Huber macht sich nass!

          • Anh Toàn sagt:

            Also die Schweiz erhielt auch unfaire Handelsbedingungen von den USA: Dier Handelsungleichgewichte weisen es bestens aus: Wir sollten den Amis dankbar sein, dass die uns solche für sie unfaire Handelsbedingungen gewähren. Machen die das, um die Schweiz zu demokratisieren? Oder haben die Amis und einfach so gern, weil wir irgendwie so putzig klein sind?

      • Anh Toàn sagt:

        Zu 1.: Der Draghi hat auch eine erfolgreiche Karriere hinter sich, und trotzdem nennen Sie ihn einen Idioten, halt einen intellektuellen. Und der Jordan auch und der Powell auch, lauter Idioten, überall wohin Sie blicken, ausser der Donnie und der BoJo, das sind Checker. Wissen Sie was, das sind Idioten, die meinen, sie können alle verarschen, immer wieder, aber das wird nicht gehen, man wird die mit Schimpf und Schande davon jagen, die Frage ist nur, wie gross der Schaden bis dahin sein wird: Geht es wenigstens ohne Krieg (USA gegen Iran) bzw. Bürgerkrieg (in Nordirland mit Bomben in London), ist es ja nur das Geld der Bürger das flöten geht. Aber ich bezweifle, dass Trump nicht versuchen wird, seine Wiederwahl mit einem Krieg zu retten, mit der Wirtschaft ist er angeschissen.

        • Linus Huber sagt:

          Ja, sicher war Draghi erfolgreich, indem er z.B. den Griechen half sich in den EURO-Raum zu schwindeln. Der Mann hat sich links und rechts mit Ruhm bekleckert, da kann man nur noch staunen. Aber da er „no skin in the game“ hat und auch nie von der Bevölkerung in ein Amt gewählt wurde, ist sein Verhalten ohne persönliche Konsequenzen.

  • Jürg Bühler sagt:

    Nun solange die Chinesische Regierung den Yuan nicht frei handeln lässt und jeweils ein Kursband zum USD vorgibt ist sie immer ein Manipulator.
    Und wenn die Handelsbilanzen so eklatant sind, dann drängt sich natürlich schon der starke Verdacht auf, dass der Yuan viel zu tief ist auch wenn man der PBOC zu Gute halten kann, dass sie in den letzten Jahren schon etwas zurückhaltender geworden ist und der Yuan sich nicht mehr so sehr abgewertet hatte.

  • Claire Deneuve sagt:

    Nun in Heidiland hat es auch massenweise Bildungsferne, die Null Ahnung von Währungspolitik und der SNB haben und meinen die SNB könne „unser Volksvermögen“ auf der Aktivseite einfach so verteilen.
    Dumm aber nur, dass den fast 800 Mrd Devisenreseren im Ausland nur rund 17 Mrd CHF als Form von Devisenreserven gemäss IMF gegenüberstehen! Die SNB müsste ja Franken kaufen um die Bilanz wieder zu verkürzen.
    Der Grossteil der rund 600 Mrd CHF Flucht-, Steuerhinterziehungs und Investitionsgelder liegt in Heidiland selber auf Oligarchenkonten etc. und jene Kreise haben gar kein Interesse ihre CHF zu verkaufen trotz Minuszinsen
    Darum ist es auch gar nicht möglich all die feuchten Staatsfondsträume oder AHV Bezuschussung aus SNB Moos zu realisieren, weil man dafür CHF brauchen würde!

    • Claire Deneuve sagt:

      Und in unseren rechtsverwirrten und noch bildungsferneren Kreisen geistert noch die Legende rum, die SNB würde mit unserer Miniwährung den € und den USD „stützen“, als könnten wir mit vergleichsweise geringen Quantitäten so dominante Währungen wie USD oder € gross bewegen. Für ein paar Basispunkte (ein BP = 0.01%) langts noch, aber das ist das ist dann schon das höchste der Gefühle und einmal in den Büchern der SNB, bewegen diese € und $ gerade mal gar nichts mehr, das verkommt dann nur noch zu herumlungerndem trägem Kapital ohne irgendwelche grosse Wirkkraft.
      Der helvetozentristische Grössenwahn treibt so manch bizarre Blüten und unsere Sünneliverbrannten verbreiten solche Legenden auch gerne weiter mangels sonstigen Argumenten!
      OMG bitte lass es Hirn regnen am 20. Oktober!

      • Bernhard PIller sagt:

        Stützen ist relativ. Man kann auch sagen, dass man die eigene Währung drückt. Ja, und was die Geldpolitik der SNB betrifft, die Mia, die die SNB für den Kauf von ausländischen Devisen und Unternehmen ausgegeben hat, kommen natürlich zurück und können hervorragend verwendet werden, um die heimische Industrie aufzukaufen.

        • Claire Deneuve sagt:

          Piller: Nein wenn Zwerge gegen Riesen antreten, dann ist das nicht relativ, sondern absolut!
          Ja die SNB hat einzig und alleine die Strategie den CHF zu drücken um der heimischen Wirtschaft zu helfen und eben nicht die anderen zu stützen wie das an rechtsbürgerliche Stammtischen jeweils so rumgehoaxed wird!
          .
          Ja die Chinesen und Russen haben einige heruntergekommene Grand-Hotels und ein paar Büdeli aufgekauft, aber ein Grossteil dieser Gelder dürfte immer noch auf Bankkonten hocken, darum haben die Banken auch so Mühe, diese Gelder noch irgendwie unters Volk zu bringen und versuchen es bald mit Minuszinshypotheken – wenn sie sich mit einem Teil dieser Gelder (nur 30% der CH-Geschäftsbankengelder ist von Minuszinsen betroffen) mit -0.1% verleihen &-0.75% dafür einsparen rendierts

          • Jan Svoboda sagt:

            @claire
            „rechtsbürgerliche Stammtischen jeweils so rumgehoaxed wird!“
            ist ja bekannt, dass 98% der Population oekonomischen Analphabeten sind, das gilt auch für die Politiker. Aber so zu tun als ob die Linke auch nur die geringste Ahnung von der Wirtschaft hätte ist geradezu infantil.Die predigen die gleichen Rezepte die in Osteuropa kläglich gescheitert sind. Und bei der SNB ist es nur Frage, ob sie die schwachsinnige Geldpolitik auf Grund der Ahnungslosigkeit, oder Korruption macht. Gilt genauso für die Fed,ECB, BoJ aber auch ZB Chinas.Na ja, es ist noch kein Gelehrter vom Himmel gefallen allerdings scheint es als ob man Dummköpfe laufend herabwerfen würde.

          • Anh Toàn sagt:

            @Jan Svoboda „Und bei der SNB ist es nur Frage, ob sie die schwachsinnige Geldpolitik auf Grund der Ahnungslosigkeit, oder Korruption macht.“

            Gell, alles andere schliesst man von vorher aus: Entweder die sind doof oder kriminell. Wozu sollte man sich bemühen zu verstehen, warum die tun was die tun? Ist doch nicht notwendig: Der Rechtsaussen weiss es einfach, die Zentralbanker, von Island bis Kapstadt, von Peking bis Lima, sind alle ausnahmslos doof oder kriminell:

            Es gibt nichts zu denken für Doofe, die wissen schon Bescheid ohne Denken.

            Was ein Schwachkopf Sie sind, Herr Svoboda!

          • Anh Toàn sagt:

            „Na ja, es ist noch kein Gelehrter vom Himmel gefallen“ Nee, aber Unmengen von Trotteln die glauben zu Wissen kamen schon aus der Hölle gekrochen.

          • Jan Svoboda sagt:

            @Anh Toàn
            „aber Unmengen von Trotteln die glauben zu Wissen kamen schon aus der Hölle gekrochen.“
            kann sein, aber du brauchst dich hier nicht unbedingt so outen, man weiss ja dass du nicht die hellste Kerze auf der Torte bis,sonst könntest du uns geradewgs die Lage deiner Hölle bekanntgeben.

          • Anh Toàn sagt:

            Ja, ich weiss, dass ich nicht der hellste bin, aber hell genug gelernt zu haben, zu vermuten, mein Gegenüber sei weder doof noch kriminell. Ich komme so weiter im Leben und das Leben ist lebenswerter, als von jedem zu vermuten, er sei entweder doof oder kriminell. Aber wie gesagt, ich vermute mal, beweist mir das Gegenüber das Gegenteil, mit völlig bescheuert Aussagen wie Ihr alle Notenbanker sind doof oder kriminell, dann muss ich nicht mehr schätzen, dann weiss ich, mein gegenüber ist doof oder wenn vielleicht auch nicht kriminell, so doch zumindest Polemiker, einer der es besser weiss, und dummes Zeugs absondert, um Dumme zu beeindrucken.

          • Anh Toàn sagt:

            „man weiss ja dass….“

            Ist das Niveau von „I speak true man, I don’t want your money“ als zweiter Satz nach der Begrüssung durch einen Fremden.

            Man braucht nicht die hellste Kerze auf der Torte zu sein, um die Lüge zu erkennen.

          • Alex sagt:

            Sie nennen da einen guten Punkt. Die SNB kann nunmal nur soviel machen. Wenn reiche Private den CHF „stützen“ wollen – dann sagt die SNB auch irgendwann mal Stop.

            Das die SNB dann quasi gegenrudert und andere Währungen „stützt“ liegt nicht so sehr daran das sie die stützen will, sondern ihr Mandat gerne erreichen möchte.

      • Linus Huber sagt:

        „massenweise Bildungsferne“
        „Null Ahnung“
        „rechtsverwirrten und noch bildungsferneren Kreisen“
        „helvetozentristische Grössenwahn“
        „unsere Sünneliverbrannten“
        „lass es Hirn regnen“
        „Kulturbanausen“
        „Büetzer Buebe mit Gölä dem Oberproll“
        „rechtsbürgerliche Stammtischen rumgehoaxed“

        Der Glaube dem intellektuell und moralisch überlegenen Kreise der Gesellschaft anzugehören, fühlt sich derart gut an, dass dieser vermeintliche Umstand durch die Verwendung von Diffamierungen immer wieder in Erinnerung gerufen werden muss, nicht wahr. An sich nichts neues, denn das linke Verhalten agiert vorzugsweise in Verwendung identitärer Argumentationsmethoden.

      • Jan Svoboda sagt:

        @Linus
        „Der Glaube dem intellektuell und moralisch überlegenen Kreise der Gesellschaft anzugehören, fühlt sich derart gut an“
        na ja Linus, nicht um sonst haben die damaligen kommunistischen Machthaber im Osten die westliche Linke „nützliche Idioten“ genannt. Und wie man sieht,es ist weiterhin gültig.

    • Anh Toàn sagt:

      „Die SNB müsste ja Franken kaufen um die Bilanz wieder zu verkürzen.“ und „Darum ist es auch gar nicht möglich all die feuchten Staatsfondsträume oder AHV Bezuschussung aus SNB Moos zu realisieren, weil man dafür CHF brauchen würde!“

      Das erste richtig, aber der Schluss ist falsch: Die SNB sagt der Bank, wo der AHV Ausgleichsfonds verwaltet wird, schreibt dem Ausgleichsfonds X Milliarden gut und belastet unser Konto: Diese Geschäftsbank bucht dann: Guthaben bei der SNB an Schuld beim AHV Ausgleichsfonds X Milliarden, und dann hat der AHV Ausgleichsfonds X Milliarden CHF auf dem Konto, die es vorher nirgendwo gab.

      Die SNB muss buchen: Eigenkapital an (Überschuss-)Reserven der Geschäftsbank.

      • Anh Toàn sagt:

        Bucht die SNB Eigenkapital an Reserven der Geschäftsbanken, also an Fremdkapital, bleibt ihre Bilanzsumme gleich gross. Aber das Eigenkapital wird vermindert, was eine Gewinnausschüttung ist: Über die Gewinnausschüttung entscheidet aber die Politik: Die SNB könnte allenfalls beantragen, eine grosse Summe irgendwem zu verteilen, aber es ist üblich, dass man den entscheidenden Aktionär fragt, was man ihm beantragen soll, damit er es annimmt: Die Politik will das Geld nicht von der SNB, nicht für die ETH, nicht für die AHV, nicht für die Kantone. Und da kann ich auch Herrn Maurer und seinen Kollegen keinen Vorwurf machen, die Mehrheit der Bevölkerung will das Geld nicht, die Mehrheit sagt, wir müssen sparen.

        • Anh Toàn sagt:

          Was passiert, wenn die SNB so viel Gewinnausschüttung im Soll des Eigenkapitals bucht, dass dieses negativ wird? Wer glaubt dann nicht mehr an die Zahlungsfähigkeit der SNB? Ausländische Banken? Die müssen keinen Kredit der SNB gewähren. Inländische Banken müssen an die Zahlungsfähigkeit der SNB glauben, die dort parkierten Gelder sind systembedingt und per Definition risikofreie Anlagen für Geschäftsbanken dieses Staates.

          Zweifelt das Ausland an der Zahlungsfähigkeit der SNB, sinkt der Aussenwert des CHF: genau dies ist aber gewünscht und würde dazu führen, dass in der Bilanz der SNB die Aktiven in ausländischer Währung aufgewertet werden, Gewinne zu buchen sind und wieder Eigenkapital entsteht.

        • Josef Marti sagt:

          Dem Staat muss man das Geld wegnehmen und nicht im Gegenteil noch mehr reinschieben, er macht ja nur Unsinn damit wie zB Gleichstellungsbüro, Kultursubvention, Transgender Studien und andere linke Hirngespinste.

          • Claire Deneuve sagt:

            Marti: Kultursubventionen sind keine linken Hirnsgespinste und auch ein kultiviertes bürgerliches Publikum schätzt diese sehr.
            Nur irgendwelche Kulturbanausen können sowas schreiben, aber für die gibts ja jetzt die Büetzer Buebe mit Gölä dem Oberproll!

          • Anh Toàn sagt:

            Bravo Herr Marti, treffende Beschreibung der entsprechenden Argumentation. Aber selbst wenn eine Gleichstellungsbeauftrage bezahlt wird, trägt die das Geld halt nicht zum Metzger und Hasi&Mausi, aber zum Biobauern und kauft alles um die Ecke, gibt das Geld also in der Schweiz aus.

            Die gleichen, welche wie Sie hier argumentieren, verteidigen die Militärausgaben auch damit, dass die Metzger und Restaurants und was weiss ich Arbeit hätten dank der Armee.

          • Anh Toàn sagt:

            Aber letztlich ist das genau der Grund, warum die Politik über die Gewinnverwendung (genauer Ausschüttungen aus dem Eigenkapital) der SNB entscheiden muss: Es kann nicht sein, dass die SNB entscheidet, ob jetzt die SBB Geld erhalten oder Autobahnen gebaut werden (und wo und erst noch die in Auftrag geben), die AHV oder die ETH oder Gleichstellungsbeauftrage die Kohle erhalten.

            Und wenn die (Bundes-)Politik Geld ausgeben will, ob für Konsum oder Investition, braucht sie dafür auch keine Ausschüttungen der SNB: Der Bund kann sich zu Negativzinsen verschulden, und wir Schweizer sagen, um Gottes willen lieber wollen wir abwertende Dollars und Euronen und Pfund kaufen als Zinsen dafür zu erhalten, dass wir uns in CHF verschulden.

          • Anh Toàn sagt:

            Wir verantwortungsbewussten (oder protestantisch verblendeten) Schweizer sagen, wir müssen Schulden abbauen, auch wenn wir Zinsen bekommen für unsere Schulden, der Bund braucht Überschüsse: Damit werden CHF abgebaut, vernichtet, es gibt weniger davon.

          • J. Kuehni sagt:

            Mein Holländer-Kumpel, ebenfalls Protestant und Mitmasochist, sagt dazu bloss: „Enjoy your pain“…

          • Linus Huber sagt:

            @ Josef

            Ganz im Sinne von Frédéric Bastiat:
            „Der STAAT ist die große Fiktion, nach der sich JEDERMANN bemüht, auf Kosten JEDERMANNS zu leben.“

      • Claire Deneuve sagt:

        Anh: All die Buchhaltertricks kenne ich auch und Papier ist geduldig. Der AHV Fonds hat sogar glaub ein Konto bei der SNB – sicher kann man da ein paar Mrd umbuchen.
        Problematisch wirds dann einfach wenn der Fonds Liqudität braucht um Renten auszuzahlen, denn dann müssen echte Franken auf die Rentnerkonti gebucht werden und die müsste die SNB den Oligarchen hierzulande (oder wem auch immer) wieder abkaufen.
        .
        Oder fragen Sie sich dochmal, wenn die Geschäftsbanken in Liquidtätsbedrängnis kommen würden und einen Grossteil ihrer 469 Mrd von der SNB abziehen müssten um andere Forderungen zu begleichen. Dann langen so Buchhaltungsgutschriften eben nirgends mehr wohin, die SNB müsste auf dem Markt CHF zurückkaufen und dann würde der CHF zum Höhenflug ansetzen.
        Oder Grossauftrag an OF

        • Claire Deneuve sagt:

          Anh: Oder man könnte einen Teil der AHV beginnen in € auszubezahlen. So wie viele CH Rentner eh schon im grenznahen Ausland auf Shoppingtour gehen, würden die auch einen Teil der Rente in Euronen nehmen.
          Allerdings wäre dann die SNB mitschuldig am Massensterben des CH Detailhandels und das würde ihrem Auftrag doch ziemlich widersprechen. Wenn die Rentner selber € wechseln müssen, dann kann sich die SNB ihre Hände in Unschuld waschen…

          • Anh Toàn sagt:

            Das sind keine Buchhaltertricks, das ist wie Geld in Umlauf kommt.

            Will die AHV Renten auszahlen, hat sie ja CHF auf dem Konto des Ausgleichsfonds: Angenommen der Rentner hat sein Konto bei der gleichen Bank, bucht die Bank einfach, Schuld gegen AHV Rentenfonds an Schuld beim Rentner. Und will der Rentner seine AHV Bar beziehen, bestellt seine Bank einfach die Banknoten bei der SNB und bucht dann zuerst Bargeld an Reserven bei der SNB und dann schuld beim Rentner an Bargeld. Die Reserven der Bank bei der SNB nehmen damit ab, aber sie hat ja im Umfang dessen, was sie dem AHV Rentenfonds gutgeschrieben hat, Reserven bei der SNB bekommen.

          • Claire Deneuve sagt:

            Anh: Es geht in meinem Beispiel drum wenn der Ausgleichsfonds dereinst geleert sein wird und die Politik resp. die SNB sich einverstanden erklärt sagen wir mal 30 Mrd in die AHV zu transferieren. Dann würde sie die zuerst mal vom EK in ein AHV Giroguthaben auf der Passivseite transferieren, das ginge noch einfach. Aber dann wie bekommt sie die Kohle aus der SNB Bilanz auf ein Konto des AHV Fonds, denn dazu müsste die SNB auf der Aktivseite FX verkaufen gegen CHF und die CHF auf der Aktivseite könnte sie dann auf das AHV Fondskonto buchen und das Guthaben dann auf das AHV-Fondsbankkonto buchen gegen das Guthaben auf der SNB Passivseite.
            Verpflichtungen kann man nun mal nur mit Aktiven bezahlen und nicht mit Passiven. (ausser man heisse Bernie Madoff)

          • Anh Toàn sagt:

            Um es kurz zu machen: Braucht die SNB CHF nimmt sie Kredit auf bei den Geschäftsbanken. (Und die geben ihn ihr, sie ist nicht nur der lender of last Resort, sie ist auch der borrower mit dem besten Rating überhaupt, für CHF von Schweizer Geschäftsbanken.

          • Anh Toàn sagt:

            Un indem die Geschäftsbanken der SNB Kredit gewähren, entstehen die CHF, die sie jetzt vermissen in der Bilanz der SNB.

          • Anh Toàn sagt:

            Die SNB hat ja die Aktiven, die sie jetzt hat, auch auf Kredit von den Geschäftsbanken gekauft, die sogenannten Überschussreserven.

          • Anh Toàn sagt:

            Die SNB hat die Dollars, Euronen und Pfund in der Bilanz mit CHF gekauft, indem sie einen Kredit bei den Geschäftsbanken aufgenommen. Und indem die ihr diesen gewährt haben, sind die CHF entstanden.

          • Claire Deneuve sagt:

            Ahn: Die 469 Mrd der CH-Geschäftsbanken sind nicht primär Frankenkredite, sondern die sind entstanden aus den FX Käufen.
            a) Der russische Oligarch bringt seine Euronen in die CH auf die UBS, CS etc und will Franken.
            b) Die wechseln die über ihre Devisenhändler, was den Franken hochtreibt.
            c) Dann kommt die SNB und übernimmt die € von der UBS und schreibt denen CHF gut, was den CHF wieder etwas abschwächt.
            Das kann man mehr als FX-Notmassnahmen der SNB denn als Kredite betrachten. Die SNB hat auf ihren Aktiven eben gar keine Franken um die an die UBS zu überweisen, darum macht man das mit einem Passiv-Scharnierkonto. Nur das SNB Guthaben bei der UBS, CS nützt denen nur als Bilanzaktivposten, aber nicht um etwas zu bezahlen damit.

          • Anh Toàn sagt:

            „…sind nicht primär Frankenkredite, ….“
            “ und schreibt denen CHF gut, …“

            Sie müssen doch den Widerspruch erkennen: Wenn die Franken gut haben, schuldet diese die SNB. (Die wollen ja auch Franken gut haben, weil sie haben ja schulden bei den CHF Investoren, welche die CHF auf dem Konto wollen.)

          • Anh Toàn sagt:

            Die SNB bezahlt, indem sie Kredit aufnimmt, bei Geschäftsbanken, alles, die Löhne der Mitarbeiter, die Telefonrechnung und die Computer: Woher sollte die SNB Geld (CHF) haben dafür? Wie kommt eine Zentralbank zu Geld in der eigenen Währung? Nur über Kreditaufnahme bei einer Geschäftsbank kann sie dazu kommen.

            In den Passiven einer (gesunden mit einem gesunden Bankensystem) Zentralbank sind keine Fremdwährungen und in den Aktiven nur Fremdwährung: Die Zentralbanken haben keine Geld in der eigenen Währung.

        • Josef Marti sagt:

          Unsinn. Eine Notenbank muss nur dann eigene Währung zurückkaufen wenn sie die Abwertung bekämpfen will. Für illiquide und insolvente Banken gibt’s einfach neue Liquiditätsspritzen oder man lässt sie hops gehen. Die 469 Mia können nur über die Notenbank reduziert werden und sicher nicht allein zwischen den Geschäftsbanken .

          • Claire Deneuve sagt:

            Marti: Habe ja auch nie was anderes behauptet, die 469 Mrd sind eine Schuld der SNB vs. den Geschäftsbanken. Die müssen eigentlich nur die Mindestreserve bei der SNB drin lassen von aktuell rund 17.x Mrd.
            Kritisch würde es einfach wenn die CH Geschäftsbanken wieder mal so einen Liquditätsengpass wie 2008/09 bekommen würden, denn dann wäre deren Guthaben bei der SNB einfach ein Bilanzposten, der zwar wie liquid aussieht, aber es eigentlich nicht ist, weil für den Abbau müsste die SNB dann Aktiven sprich FX verkaufen. Die Aktivposition Guthaben bei der SNB können die Geschäftsbanken nicht einfach zur Bezahlung von Verpflichtungen auf eine andere Bank transferieren. Allenfalls unter CH Banken könnte man das inkl. Meldung an SNB noch so einrichten, aber sicher nicht auf ausländ. Banken

        • Rolf Zach sagt:

          Eben nicht Frau Deneuve, Sie machen einen logischen Fehler. Indem die SNB durch den Bund ihre jetzige Gewinn-Reserve zu unserer aller Freude verpulvert, ob Konsum oder Investition ist gleichgültig, obwohl Investitionen nachhaltiger sind, schwächt die SNB unseren SFr in der Austausch-Relation zum € und noch mehr zum $. Der Gold-Komplex des SFr als allerletzte Schatztruhe geht verloren und damit auch die ständigen Aufwertungen des SFr. Schlecht für unsere Banken, aber gut für unsere Volkswirtschaft. Das Negativzins-Regime der SNB trifft die Falschen und ist ineffektiv im Gegensatz zu den Negativzinsen von Leutwiler als Chef der SNB 1978. Wollen Sie, geschätzte Frau Deneuve, für gierige Dagoberts aus dem Aus- und Inland arbeiten und diese noch reicher machen.

          • Claire Deneuve sagt:

            Zach: Man kann einen Passivposten nicht einfach verpülverlen so wie Sie sich das vorstellen.
            Die Franken müssten auf der Aktivseite stehen um sie zu bezahlen, dort hat es aber gerade mal 4 Mrd in CHF Wertschriften, daraus werden dann die 2 Mrd Dividenden an die Kantone bezahlt.
            Jede Dividende eines Unternehmens wird aus der Kasse (resp. Bankkonto) bezahlt und nicht aus dem Passivposten EK/Reserven.
            Dividendenausschüttung (resp EK) an Kasse lautet die Buchung und wenns nicht genug Geld in der Kasse hat, kann man auch nicht keine Dividenden ausbezahlen!
            .
            Ist das so schwer zu verstehen???

          • Rolf Zach sagt:

            Das Eigenkapital ist bekanntlich auf der Passivseite und was ich befürworte, ist eine eine gewaltige Verminderung der jetzt bestehenden Gewinn-Reserve auf der Passivseite. Auch Unternehmen können ihr Eigenkapital reduzieren durch Kapitalrückzahlungen an ihre Aktionäre, was ja die UBS für das Geschäftsjahr 2018 machte, wieso sollte dies die SNB nicht tun?
            Es geht mir auch um den psychologischen Faktor bei dieser Sonderausschüttung von den Reserven der SNB an die öffentliche Hand. Es ist der billigste und für unser Land der profitabelste Weg den Gold-Charakter unserer Währung zu schwächen und auch die zukünftigen Aufwertungen des SFr gegen den € und mehr noch gegen den $ einigermaßen im Zaum zu halten und nicht diese nutzlosen Käufe von $ und £, die sich in nächster sowieso abwerten.

          • Rolf Zach sagt:

            Wir müssen das Misstrauen die „Hot Money“ Dagobert Investoren wecken. Wenn die SNB zum Beispiel eine Sonderausschüttung von 30 Milliarden SFr an die öffentliche Hand durchzieht, gilt unser Schweizerfranken nicht mehr als Goldersatz und die Garantie dieser Dagoberts ist nicht mehr gesichert. Sie könnten durch eine vorübergehenden Abwertung unseres SFr besonders gegenüber dem € Geld verlieren, denn die liquiden Währungsreserven der SNB sind für sie nicht mehr in diesem Umfang vorhanden und für den Durchgangs-Bahnhof Luzern haben sie keinen Anspruch.
            Sie müssen dann Gold kaufen und nicht SFr. , was viel volatiler für diese Dagoberts ist.

          • Linus Huber sagt:

            Da gehe ich mit Ihnen einig, Rolf, dass andere als die angewendeten Möglichkeiten bestehen, den Wert des chf zu schwächen.

            Es handelt sich allerdings um Mittel, welche politisch anhand einer demokratischen Legitimation abzusegnen wären, was indirekt die Macht der SNB, welche in erster Linie zum Wohle der Finanzindustrie und nicht zum Wohle der Bevölkerung agiert, eher schmälern dürfte; ein Ziel, welches kein Bürokrat anstrebt.

    • Rudi sagt:

      @Claire Deneuve
      „Die SNB müsste ja Franken kaufen um die Bilanz wieder zu verkürzen.“

      Können Sie mir diesen Vorgang etwas näher erläutern?

      M. E. kann die SNB Aktiven veräußern um ihre Bilanz zu verkürzen oder Aktiven erwerben um ihre Bilanz zu verlängern. Dabei werden Zentralbankverbindlichkeiten (= „gesetzliche Zahlungsmittel“) verringert bzw. vermehrt.
      Aber wie soll sie denn CHF kaufen? Das verstehe ich nicht.

  • René Glücki sagt:

    Ökonomische Vernunft? Hallooooo!? Trump!!! Selten so bitter gelacht…!

  • Kurt Kellerhals sagt:

    Erhellender Artikel, Komplexes gut erklärt. Allerdings: Im Satz „… dass ökonomische Zusammenhänge Trump nicht kümmern, … “ würde ich das Verb „kümmern“ ersetzen mit „versteht“. In BWL mag Trump seine Talente haben, von VWL und globaler Währungsmechanik versteht er leider nichts. Und dummerweise ist der POTUS mit derart Macht ausgestattet, dass er auch Experten in seinem Stab ignorieren kann – sein ausgeprägter Narzissmus und diese Ignoranz stehen hierbei in einer fatalen Wechselwirkung. Das System Trump beginnt erst dann zu bröckeln, wenn die Wählerschaft weniger Geld zur Verfügung hat – und die Gründe dafür begreift. Den ungebildeten Anhängern wird sich diese Erkenntnis allerdings nicht erschliessen, weil sie sich andere „Schuldige“ aufschwatzen lassen…

  • ri kauf sagt:

    Nun, das verstehe sogar ich als Laie. Aber Trumpl offenbar nicht. Ein weiteres Beweis für seine Unberechenbarkeit und darum geföhrlich für die Welt. Wann begreift die Welt, dass er absolut unfähig ist?

  • Nadine Binsberger sagt:

    Ist ja klar. America ist nur dann great, wenn es greate Feinde hat. Wenn China die Währung doch nicht manipuliert und Iran doch kein Uran anreichert – wie um Herrgotts Willen soll man dann noch publikumswirksam seine Muskeln spielen lassen? Solche „Feinde“ stehlen einem die Show, wenn sie ihre Fäuste nicht schwingen sondern die Hand ausstrecken. Früher war alles besser – sogar die Feinde.

  • Anh Toàn sagt:

    Wann „manipuliert“ eine Notenbank eine Währung und wann erfüllt sie ihre Aufgabe, Währungspolitik zu machen?

    Wer eine Garantenstellung hat, manipuliert auch, wenn er mit Handeln was ändern könnte, aber nicht handelt:

    • Anh Toàn sagt:

      Wenn die PBoC die Währung stärken könnte, und es nicht tut, manipuliert sie die Währung genauso, wie wenn sie es tut.

      Der Busfahrer manipuliert den Bus ob er Gas gibt oder bremst, und der Pilot manipuliert des Flugzeug, selbst wenn der Autopilot steuert, solange der Pilot jederzeit den Autopiloten übersteuern könnte.

      • Anh Toàn sagt:

        Wenn Trump oder Linus Huber sagen, eine Zentralbank manipuliere, dann drücken die nur aus, dass die Handlungen/Unterlassungen der Notenbank nicht ihrer Vorstellung entsprechen.

        • Anh Toàn sagt:

          Und dass nicht ihren Vorstellungen entsprechend zu handeln verwerflich sei: Die manipulieren!?! Die das Manipulieren bleiben lassen und endlich handeln.

          • Max Gerber sagt:

            Halt sinnlose Rumschrauberei wie in der Buchhaltung, statt auf konkurrenzfähige innovative und qualitative Produkte durch Schulbildung zu setzen.

        • Linus Huber sagt:

          Wow, jetzt bin ich bereits eine Referenz in Tandem mit Trump; das ist zu viel der Ehre; lach.

          In Bezug auf Notenbanken sage ich nicht, dass sie nicht nach meinen Vorstellungen manipulieren, sondern dass es sollte sich grundsätzlich um eine Anstalt handeln sollte, welche einzig die physische Währung nach festgelegten Grundsätzen druckt und in Umlauf bringt und keine anderen Aufgaben erfüllt. Sowas wie ein statistisches Amt, welches die Länge des Meters und das Gewicht eines Kilos sicherstellt, sollte die Zentralbank den Wert der Währung sicherstellen; dazu reicht die kompetente Verwaltung der gedruckten Währung.

          Natürlich handelt es sich um eine utopische Vorstellung in dieser durch geldpolitische Zentralplanung gekennzeichneten Zeit.

          • Anh Toàn sagt:

            „physische Währung“, was ist denn das?

          • Anh Toàn sagt:

            Die „Länge eines Meters“, das „Gewicht eines Kilos“ muss unbedingt sichergestellt werden, sonst ist plötzlich ein Meter ein Kilo schwer und wer will dass denn?

          • Anh Toàn sagt:

            Wenn der Meter merkt, dass seine Länge gemessen wird, von einem statischen Amt, wird er wegen dieser Messung darauf verzichten, kürzer zu werden.

    • Patrick sagt:

      Eine Notenbank hat in den meisten Fällen nicht mehr die Aufgabe, die Wechselkurse irgendwohin zu steuern. Im Auftrag der SNB steht zwar etwas von Währungspolitik, dies aber a) im Rahmen internationaler Institutionen, wenn es darum geht z.B. den Argentinischen Peso vor dem Totalabsturz zu bewahren und b) im Rahmen der Geldpolitik.

      Westliche Notenbanken sollten eigentlich nur auf die Geldpolitik schauen und nicht auf die Wechselkurse. Dort sollte Markt sein.

      Da aber halt alles verwoben ist…

  • Lucas Wyrsch sagt:

    „Wenn zum Handelskrieg ein Währungskrieg kommt, dürfte es für Anleger ungemütlich werden“ schrieb Michael Rasch für die NZZ am 12. Augusz 2019 aus Frankfurt und fährt fort. dass die Aktienbörsen unter den herrschenden politischen Spannungen leiden, die sich längst auch in einem Konjunkturabschwung spiegeln. Zudem sind sie nun saisonal in der schwierigsten Marktphase des Jahres. Anleger sollten sich auf mehrere volatile Monate einstellen.
    .
    Beobachter rechnen damit, dass das Fahrwasser für den Aktienmarkt vor allem in den nächsten Monaten unruhig bleiben wird.
    .
    In den letzten Wochen hatte es an der New Yorker Börse laut den Analytikern von Wellenreiter Invest sechs Hindenburg-Omen gegeben, die häufig im Vorfeld von deutlicheren Kursverlusten auftreten.

  • Josef Marti sagt:

    Jetzt wird doch durchs Band gepredigt dass die Trump Wähler die Zollaufschläge selbst bezahlen. Nun kommt plötzlich die ökonomische Theorie und sagt die halten sich zurück und kaufen weniger sodass die Nachfrage nach der chinesischen Währung sinkt und damit dessen Aussenwert.
    Klar ist dass Zölle wenig bringen sondern wenn schon der Dollar durch eigene Manipulation massiv geschwächt werden müsste, die USA kann sich aber nicht leisten den Dollar deutlich zu schwächen weil sonst die Dominanz der Weltleitwährung in Frage gestellt wird.
    Die Zeiten der massiven chinesischen LB Überschüsse sind sowieso vorbei sodass sich das Problem mit der Zeit erübrigt.

Kommentar

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