«Kanzler-Brüning-Politik»

Sieht Parallelen zur desaströsen Geldpolitik Brünigs in den 30er Jahren: Krugman (l.) und der deutsche Brünig (r.).

Sieht Parallelen zur desaströsen Geldpolitik Deutschlands in den 30er Jahren: Krugman (l.) und der damalige deutsche Kanzler Brünig (r.).

Vor zwei Wochen hätte die Eurokrise einmal mehr entschärft werden sollen. Und einmal mehr ist kurz darauf alles noch schlimmer. Hier ein Blogbeitrag des schwer frustrierten Wirtschaftsnobelpreisträgers Paul Krugman zum Thema. Krugman verweist dabei auf einen anderen Beitrag von Ryan Avent von «Free Exchange», dem Blog des «Economist». Avent bezieht sich dort seinerseits auf eine Bemerkung von Krugman. Avents Beitrag empfiehlt sich sehr zur Lektüre in ganzer Länge. Seine Themen sind die Ähnlichkeit der Deflationspolitik unter Kanzler Brüning im Deutschland der Weltwirtschaftskrise mit der Krisenpolitik der Eurozone und die möglichen politischen Folgen dieser Politik.

Die unautorisierte, freie Übersetzung des Krugman-Blogbeitrags ist von mir. Das englische Original befindet sich hier. Die Links entsprechen jenen im Originaltext:

Der düstere Eurogedanken dieses Morgens

Ryan Avent hat einen weiteren Beitrag zum Durcheinander in Europa verfasst:

«Die Europäische Union mit ihrer Währungsunion wurde in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg im Bemühen geschmiedet, sicherzustellen, dass nie mehr ein Krieg den Kontinent heimsucht. Doch seltsamerweise hat Europa sich selbst einigen der gleichen fiskalischen und monetären Fesseln unterworfen, die zum Kollaps in den 1930er Jahren geführt haben. Und jetzt sehen wir wie sich die Geschichte wiederholt. Innerhalb eines von Ungleichgewichten zerrissenen Europas werden die fiskalischen und monetären Schrauben in Ländern erneut angezogen, die keine Chance haben, ihren finanziellen Lasten zu entkommen. Die Märkte greifen an. Aber die Bemühungen, die Situation durch massive Hilfspakete zu retten, erweisen sich als unzureichend und zu spät, um etwas zu nützen. Der Druck innerhalb der ausgepressten Volkswirtschaften wird immer grösser. Dieser Druck wird sich entladen – auf die eine oder die andere Art. Ein Europa, das gehofft hat, dass sich seine historischen Tragödien nie mehr wiederholen, hat selbst Institutionen geschaffen, die die gleichen Tragödien wahrscheinlicher machen. Das europäische Projekt, so wie es jetzt aussieht, ist gescheitert.»

Tatsächlich. Die Grosse Depression in Europa, die für das politische Desaster der 1930er Jahre verantwortlich war, hat viel zu tun mit den Beschränkungen des Goldstandards.

Es ist daher eine bittere Ironie, dass die europäischen Führer in ihrem Bemühen, eine Widerholung der Geschichte zu vermeiden, erneut Bedingungen geschaffen haben, die dem Goldstandard entsprechen. Und als das nicht funktioniert hat, haben sie von den leidenden Nationen verlangt, eine Wirtschaftspolitik im Stile eines Kanzler Brünings zu verfolgen.

Avent hat recht, dass all dies in einem viel geringeren Ausmass als in den 1930er Jahren abläuft. Ich erwarte keine fanatischen griechischen Armeen, die den Kontinent überrennen. Aber es ist dennoch eine schreckliche Geschichte der Torheit.

Soweit Krugman.

102 Kommentare zu ««Kanzler-Brüning-Politik»»

  • Michael Schwarz sagt:

    Wenn ich die Meinung über schwachen Dollar lese, kann ich nur zu solchen Menschen sagen, gehen in Uni die Wirtschaft richtig zu studieren – es gibt ein richtigen und ein falschen Weg die Wirtschaft zu studieren. Ich habe zwar Verständnis für die Massnahem Bernanke zur Dollar Schwächung, dies ist nicht nur ethisch bedenkt, vor allem die Hinterlassenschaft durch solcher Geldpolitik entsteht, ist für die US Wirtschaft gravierend. Kurzfristig womöglich hilfreich, aber mittel- und langfristig ist zerstörerisch.

    In der Wirtschaftsgeschichte der USA hat die USA nur für eine kurze Periode Überschuss produziert, und diesen Trend kann man nicht so schnell umkehren, bzw. die Basisstruktur der US-Wirtschaft von heute auf morgen ändern, was in diesem Punkt für Obama nicht klar war, der Handelskrieg mit China ist ein Sinnlose Verschwendung der Ressource und wertvoller Zeit.

    Ich habe die Abwertung des Dollar seit fast über zwei Jahren schärfst kritisiert, bzw. Bernanke in diesem Punkt. Die Begründung habe ich unzählige Male beschrieben. Die Amerikaner haben das Gefühl, dass die Abwertung des Dollars der US Wirtschaft zugut kommt, keinen Einfluss auf USA selbst haben wird. Das ist ein Irrtum. Die US-Ökonomen, die das behauptet hatten, sollten die Wirtschaft richtig studieren. Die Abwertung einer Währung führt am Ende immer zum Elend, und Untergang eines Landes, weil der Kaufkraft einer Währung ständig verliert, somit das Vertrauen in deren Wirtschaft und Zukunft. Zu starker Währung Bsp. wie Franken verursacht kurzfristigen Rückgang des Wirtschaftswachstums, aber mittel- und langfristig steigt den Kaufkraft, verstärkt das Vertrauen und Wirtschaft eines Landes.

    Das Fazit: das beste Konzept der Wechselkurse der Währungen zu gestalten, ist das KKP. Wenn alle Zentralbanken nach dieses Konzept Ihre Geldpolitik gestalten, werden wir alle besser gehen – können wir alle den Gleichgewichtszustand annähen. Geholfen hat die QE Prog. die Wirtschaft nicht, das hat Bernanke selbst zugegeben. Aber seine Hinterlassenschaft destabilisiert die Finanzmärkte, Abwertung des Dollars, Vertrauensverlust und Handels- sowie Währungskrieg, Ungleichgewicht der globalen Wirtschaft – USA ist in Liquiditätsfalle, Schwellenländer in Investitionsfalle. Es ist einfach falsch zu behaupten, wenn eine Währung abgewertet wird, nur Vorteile gibt, die Nachteile wirken nachhaltiger, die der Wirtschaft in Zukunft schadet.

  • Andreas Dombek sagt:

    @Rolf Schumacher

    Über Ihre Neigung zur konspirativen Verschwörungstheorien bin ich etwas überrascht. Habe ansonsten gerne Ihre Meinung gelesen. Besonders vom 11.September mit der Aussage, diese Sache sei inneramerikanisch eigenverantwortlich gedreht worden, irritiert extrem.

    Auch die Meinung, irgend welche anglo-amerikanisch-jüdische Gruppierungen hat die faschistischen Nazis und durch finanzielle Gaben Hitler politisch zum Leben gebracht. Das würde die Verantwortung der deutschen reaktionär-kaiserlichen und natinalistische-undemokratische Kreise völlig zu Unrecht ihrer schwersten historischen Verantwortung entledigen.
    Sicherlich wurden von dt. und ausländischen Sympathisanten und Helfershelfern Geld und materielle Unterstützung gegeben, aber das hatte dann bereits nur noch einen Helfer-Sympathisanten-Effekt. Das war wie setzen eines Geldbetrages auf einer der damals vielen nationalistischen Gruppierungen. Wo sicherlich stärker gebohrt werden müsste, ist die noch nicht gänzlich überschaubare Beziehung von Lindbergh, Ford und dem Großvater Bush zu den herrschenden Nazis. Die DAP bzw. die spätere NSDAP war in finanzieller Hinsicht, vom Anfang an bis spätestens zur „Machergreifung“, immerzu in schwindsüchtiger Not. Die Errettung kam oft durch Frauen, die den andersgearteten Hitler mit völlig anderen Augen und auch natürlich mit kaum nachvollziehbaren Gefühlen finanziell unterstützten. In dieser Phase wäre eine finite Zerschlagung der Hitler-Bande eventuell noch möglich geworden. Was leider gerne in Vergessenheit gerät, ist der innere Trieb, die Sendungsbotschaft solcher Menschen durch einen „höheren“ Auftrag, die allerletzte Legitimation durch das „höhere“ Wesen um ihren Auftrag durchzuführen. Aus bürgerlicher Sicht ist es schwer nachzuvollziehen, dass man so etwas auch ohne Geldmittel machen könnte, dann dauert es halt einige Jahre länger.
    Habe vom F. v. Papen das Machwerk „Der Wahrheit eine Gasse“ gelesen. Auch wenn es mit persönlichen Widmung von ihm an seine durch die alliierten Basatzer erzwungenen damaligen „Gastgeber“ bei der Internierung auf Schlösschen Benzenhofen bei Ravensburg/D signiert war, musste man sich seiner naiven (?) oder dreisten (!) „Unschuld / so nicht haben wollend“ gegenüber Hitler fast erbrechen. Habe beim wiederholenden 3. Lesedurchgang bei ca. 100 Seiten vor Ende das Ding weglegen müssen. Das historisch-selbstentschuldigende Gewürge von F. v. Papen hat fast mich zum realen Erbrechen gebracht. Die parallele Lesung mit dem Buch „Mein Kampf“ von A. Hitler war der reine Stress.
    Das Fazit lautet auch hier: Die Verantwortung für den Faschismus ist immer im jeweiligen Land mit den jeweilig geltenden Umständen verantwortlich. Eine Verantwortung der inländischen Handelnden auf die gemeinten Außenkräfte ist m. E. in diesem gemeinten Falle und bei vergleichbaren Vorgängen (wie z. B. Italien, Spanien, Portugal, Ungarn, Rumänien) nicht exportierbar.

    Verschwörungsängste haben wie gute Schlagsahne eine gemeinsame Komponente: Viel Luft.
    Sie wollen doch auch keine „Reinwaschung“ der jeweiligen Verantwortlichen!

  • R. Zbinden sagt:

    Sehen wir es doch einfach mal ganz klar; Die Schaffung der EU war sinnvoll und richtig, die des Euro jedoch nicht! Weshalb, werden Sie jetzt hier fragen; weil nicht zuers die unterschiedlichen Systeme bei Steuern, Abgaben etc, angeglichen wurden, und weil es ein riesiges Gefälle in der wirtschaftlichen Leistung der einzelnen Länder gibt.Darum wäre es das klügste, den Euro wieder abzuschaffen, bis dies nachgeholt ist. Und ein Europa mit Bundesstaaten, statt ein Staatenbund entsteht.Und an Th. Ernst gerichtet; warum fordern Sie eine Steuersenkung und Ausgabenbremse, verurteilen aber gleichzeitig die Abzocker in Europa? Sind das eben gerade nicht die gleichen Kreise, welches alles auf dem Buckel der Bevölkerung (Soziales,Renten etc.) anbalden und ausbaden lassen wollen? Hier sind sie sehr inkonsequent in ihren Aussagen!

    • Thomas Ernst sagt:

      @R.Zbinden:
      100% Zustimmung zu: „Die Schaffung der EU war sinnvoll und richtig, die des Euro jedoch nicht! Weshalb, werden Sie jetzt hier fragen; weil nicht zuers die unterschiedlichen Systeme bei Steuern, Abgaben etc, angeglichen wurden, und weil es ein riesiges Gefälle in der wirtschaftlichen Leistung der einzelnen Länder gibt.Darum wäre es das klügste, den Euro wieder abzuschaffen, bis dies nachgeholt ist. Und ein Europa mit Bundesstaaten, statt ein Staatenbund entsteht.“

      Ich fordere nicht Steuersenkungen/Ausgabenbremsen. Ich weise drauf hin, dass ein Ungleichgewicht auf beiden Seiten abgebaut werden kann – Einnahmen oder Ausgaben.
      Generell gilt: Da aber der Staat gemäss verfügbaren Zahlen mit einem Steuerfranken weniger Nutzen (Wachstum, Wirtschaftsleistung) produziert (primär wegen der nutzlosen Bürokratie) als der Bürger mit einem Konsumfranken, wäre es definitiv gescheiter, das Geld beim Bürger zu lassen, statt vom Staat verbürokratisieren zu lassen.

      Natürlich ist das nur 1 Aspekt von n. Konsumentenstimmung (der Konsumfranken unter der Matratze wirkt nicht positiv), Einkommensungleichgewichte (Reiche geben weniger % aus als Arme) etc. müssen mit berücksichtigt werden.

      Allerdings ist der Schlüsselfaktor für ein wohlhabendes und friedliches Land der Mittelstand, und weder die Sozialfälle/Rentner noch die Reichen. Die heutige Links-Rechts-Politik killt aber den Mittelstand, weil dieser mit immer höheren Steuern immer mehr Komfort für die armen Sozialfälle finanzieren muss, während sich die Reichen den Steuern zu einem guten Teil entziehen können (USA und GR sind da extrem). Aus meiner Sicht wäre ein Bürgereinkommen von 3’000 CHF/Mt anstelle des Sozial-Verhaus, ein hoher hoher Steuerfreibetrag, eine lineare Einkommenssteuer und eine spürbare Vermögenssteuer bei gleichzeitiger Limitierung der Staatsausgaben auf die effektiven Einnahmen der einzig zukunftsfähige Weg. Dazu ein moderates Zensus-Stimm-/Wahlrecht (wer das Bürgereinkommen beansprucht hat kein Stimmrecht) und die Sache stabilisiert sich selbst…

      • Urs sagt:

        Hr. Ernst,

        wenn Sie nich für Steuersenkungen sind… finden Sie es angemessen und/oder richtig die Steuerprogression auf 50, 60 oder 80% zu erhöhen und diese Progression auch auf höchste EInkommen und Vermögen anzuwenden anstatt diese zu plafonieren oder sogar gänzlich zu entlasten?

        Ich wäre sogar noch dafür die MWSt. komplett zu eliminieren…

        • Thomas Ernst sagt:

          @Urs:
          Das Problem mit den hohen Steuersätzen sind die Umgehungen und Hinterziehungen. Aus Untersuchungen weiss man, dass eine Steuerquote nicht höher als knapp 20% sein sollte, das akzeptieren alle Leute. Wenn man die Progression verschärft, triffts natürlich schon den Mittelstand, der nicht ausweichen kann, und die Reichen haben ihr Einkommen dann auf Cayman Islands und zahlen überhaupt nichts. Die MwSt von 8% ist moderat und kann so bleiben. Sonst fehlen uns 40 GigaCHF pro Jahr. Ich tendiere eher zu Energie- statt Einkommenssteuern, die sind schwieriger zu umgehen. (2-3 Rp auf die KWH und einiges auf das Oel). Um die Reichen einzubinden muss man Vermögenssteuern erheben, nicht Einkommenssteuern.

          • Urs sagt:

            Hr. Ernst, als ausgleichende GErechtigkeit wird da ja gerne mit Flat Rate Tax Systemen argumentiert. Die gibt es in einigen Ländern etwa Russland. Die Steuerflucht aus diesem Land ist enorm… wie dies auch aus anderen Ländern mit Flat Rate Tax Systemen der Fall ist.

            Für diese Individuen wurden die, inzwischen auch OECD legitimierten Steueroasen geschaffen… Als mächtige und alles überwindende Macht das Gefüge der Nationalstaaten im Kern zu schwächen. Wobei hier der Kern die Umverteilungssysteme aus Steuern sind welche ein zivilisertes Lebensumfeld für die meisten Bewohner eines Landes erst ermöglichen…

            Von da her bin ich nicht überzeugt das dies was nützt… diese Grundsätzliche Nachlässigkeit und Rücksichtnahme für Leute die partout keine Steuern bezahlen wollen gibt es nur ein Mittel… Ueberwachung, Kontrolle, Gesetze, Massnahmen…

            Allerdings, eine einzelne Nation kann dem schwer etwas entgegensetzen… für mich aber kein Grund einfach nicht’s zutun. Die aktuellen Probleme der Bankrotten Staaten und den Zwangssparmassnahmen gegen die eigenen Bürger hat nur eine Mögichkeit. die gewaltigen Vermögen die auf diese Weise der Gemeinschaft entzogen werden müssen mindestens zum Teil wieder unter Staatliche-Demokratische Kontrolle gebracht werden… einen anderen Weg gibt es nicht ohne alles zu zerstören was wir heute noch als normalen Lebensstandard wahrnehmen…

  • Michael Schwarz sagt:

    Die Konjunkturtheorie Keynes, die von Bernanke auf eine ungewöhnliche Art und Weise praktiziert wurde – QE Prog. ist definitiv gescheitet. Die Arbeitslosenzahlen sind nicht viel zurückgegangen. Die Hinterlassenschaft seiner Geldpolitik ist aber verheerend. Der Dollar verliert sein Status als Reservewährung, die USA verstört den Wohlstand der westlichen Welt, weil wir alle betroffen sind.

    Die USA ist in einer Liquiditätsfalle, die durch den Vertrauensverlust noch verstärkte. Von Keynes gibt es keine Lösung für eine Wirtschaft, die in einer Liquiditätsfalle geraten ist, deshalb wird die weitere Stimulus die US Wirtschaft helfen, aus die Liquiditätsfalle hinaus zu kommen. Die Ursache warum die US Wirtschaft in einer Liquiditätsfalle geraten ist, ist der Vertrauensverlust der Investoren, vor allem ausländische Investoren. Das ist der Grund warum die Haushaltdefizite in USA zunahm. Ohne ausländische Investoren kann die USA nicht aus der Liquiditätsfalle hinaus bewegen.

    Deshalb ist es für die USA das Wichtigste das Vertrauen der ausländischen Investoren wieder gewinnt, der Dollar verstärkt. Der Investitionsklima in USA bessert – der Zinssatz ist nicht der einzige Anreiz – das Risiko für die Investoren minimiert.

    • Tom Baer sagt:

      @m. schwarz: Inzwischen habe ich über den Bancor mehr erfahren (Was steht in den Schulbüchern über den Bancor?):
      http://www.noah-research.de/fileadmin/user_upload/pdf100-/NB0145yap.pdf
      Und folgendes stand über Herrn Bernanke in diesem Dokument:

      Ben Bernankes Eingeständnis, dass das gegenwärtige Währungssystem einen strukturellen Fehler hat. Aus der Rede „Rebalancing the Global Recovery“ vom 19.11.2010:
      http://www.federalreserve.gov/newsevents/speech/bernanke20101119a.htm

      “So wie das internationale Währungssystem heute ausgelegt ist, hat es einen strukturellen Fehler: Ihm fehlt ein Mechanismus, marktwirtschaftlich oder anders, der die notwendigen Anpassungen für Länder mit Überschüssen herbeiführt, was zu andauernden Ungleichgewichten führen kann.“

      Bernanke sieht auch im Goldstandard keine Lösung (gleiche Rede). Immerhin gesteht Bernanke als erster US-Notenbanker überhaupt ein, dass unser heutiges Währungssystem fehlerhaft ist. Implizit ergibt sich daraus die Notwendigkeit einer Korrektur oder Reform.

      • Michael Schwarz sagt:

        @Tom Baer: Die strukturelle Defizite im Währungssystem existiert, wissen wir schon lange. Wir wissen, dass der US Dollar als Reservewährung bzw. eine nationale Währung als Reservewährung zur Wettbewerbsverzerrung zwischen den Währungen führt. August von Hayek propagiert in der 30er Österreicher Schule, no centralbanks Geldpolitik, eine totale Liberalisierung des Wechselkurses. Wir wissen heute, seine Idee hört sich zwar logisch an, aber in der Praxis wird nicht funktionieren. Genau so wie Keynes Modell, seine Modelle sind für damalige Zeit entworfen wurde, die Gültigkeit muss zuerst in unser Zeit geprüft werden. Bsp. IS/LM Modell sieht nicht vor, dass die Wirtschaft langsam wächst wie heute, d.h. seine Modelle funktioniert nur, wenn das Wirtschaftswachstum über bestimmten Niveau wächst. Somit kann die Defizite, die in der Rezession aufbaute, wieder abbauen werden kann. Vor allem in seinen Modellen wird die Liquiditätsfalle oder Investitionsfalle nicht berücksichtigt.

        Wir haben zur Zeit zwei Extreme, in den Industriestaaten wie USA, EU, befinden sich in einer Liquiditätsfalle, in den Schwellenländern in einer Investitionsfalle. Der Auslöser der beiden Extreme ist die Geld- und Wirtschaftspolitik der USA, solche Geld- und Wirtschaftspolitik provozieren Mistrauen der Investoren, vor allem die ausländische Investoren. Die USA brauche die ausländischen Investoren, bzw. deren direkte Investition (Not Stockmarket) in den USA, aus der Liquiditätsfalle hinaus zu bewegen, gleichzeitig die Staatsverschuldung in einen vernünftigen Rahmen zu halten.

        Was bis heute in den USA, bzw. deren Geldpolitiker und Wirtschaftspolitiker getan haben, ist Gelddrucken, mit dem die Konjunktur zu stützen. Das hatte Keynes überhaupt nicht gemeint, er war der Gegner des Gelddruckens. Bernankes Interpretation des Keynes ist fragwürdig.

        Das Fazit: Die Ursache warum die US Wirtschaft in einer Liquiditätsfalle geraten ist, ist die USA, bzw. deren Geld- und Wirtschaftspolitiker zu verantworten. Sie haben die Massnahmen nicht richtig durchdacht, bzw. auf die Erkenntnis der wirtschaftswissenschaftlichen Basis aufgebaut, sondern auf die allgemeine Panik primitiv reagiert, diesbezüglich das eigne Interesse vor dem Interesse des amerikanischen Volks gestellt.

        Der Elend und Armut in den USA zur Zeit herrscht, hat einen direkten Zusammenhang zur Abwertung des Dollars, bzw. den sinkenden Kaufkraft des Dollars. Ich war, bin gegen einer Abwertung eigner Währung, weil dies zum Verlust des nachhaltigen Kaufkraft führt. Diese Meinung trat auch Keynes durch seine Modelle, welche auf Goldstandard aufbauten.

    • Thomas Ernst sagt:

      100% Zustimmung zum Thema Vertrauen wiedergewinnen! Bei näherer Betrachtung ist wirtschaftliche Prosperität primär eine Folge von hohem Vertrauen: Vertrauen in die Ehrlichkeit der Geschäftspartner, in die Seriosität der Banken, in das Bemühen der Politiker, in die Zukunft. Wer glaubt, es läuft gut, wird kaufen, investieren, ausbauen, damit Nachfrage generieren, damit die Wirtschaft ankurbeln und damit läuft es gut.

      Leider haben gierige Wirtschaftskapitäten, gierige Gewerkschaften, gierige Politiker und eine nicht weniger gierige Bevölkerung dieses Vertrauen so lange missbraucht, bis das Misstrauen überwog. Das war ja der echte Hintergrund des Crash von 2008: Die Banken misstrauten sich gegenseitig und schon blieb der ganze Kreislauf stecken.

      Wie wir mit der alten Garde an Wirtschaftskapitänen, Gewerkschaften, Politkern etc. aus dieser Spiralen finden wollen, ist mir völlig schleierhaft. Die Sturheit, mit der Merkel & Co ihr (zum heutigen Zeitpunkt, in der heutigen Konstellation) ihr EUR-Für-Alle-Projekt durchzubeissen versuchen – ohne jede Hoffnung auf nachhaltigen Erfolg btw – lässt wenig Vertrauen aufkommen.

      Vor 2’000 Jahren kam eine aussergewöhnliche Gestalt und hat – statt mitzuspielen – völlig neue Spielregeln erfunden. Ich denke, neue Spielregeln – das bräuchten wir jetzt auch…

    • R. Zbinden sagt:

      Die USA hat sich seit Jahrzehnten, wenn nicht schon seit Jahrhunderten, ihre Ausgaben und Aufwendungen IMMER von anderen bezahlen lassen, und ungehemmt jeweils einfach die Notenpresse angeworfen, wenn es mal eng wurde. Dies rächt sich nun zum Glück aber leider ebnen erst zum ersten Mal

  • Harry Haller sagt:

    @Rolf Schumacher
    Habe ihre Kommentare gelesen, und ich teile zu 99% ihre Meinung. Was mich wirklich erstaunt ist, wie diese Pyromanen ein Feuer entfachen, um sich dann beim Löschen zu profilieren, und keiner scheint es zu merken. Blocher hat mit Ebener zusammen die Alusuisse ins Ausland verscherbelt, und zu seinen Jüngern predigt er vom Ausverkauf der Heimat. Das von Blocher (mit)-kreierte Monster UBS geht in die gleiche Richtung. Leider ist auf der linken Seite auch vieles im Argen. Eine wirkliche Alternative sind die, meist irgendwie von der öffentlichen Hand lebenden Sozialdemokraten auch nicht. Zum grossen Teil sind sie für den Aufstieg der SVP mitverantwortlich.

  • Tststs sagt:

    Ich frage mich, weshalb hier zT so auf der Politik herumgehackt wird. Sie ist doch nichts anderes als die dringend benötigte, zugegebenermassen stellenweise hilflose, Feuerwehr!
    Was Politik und Gesellschaft in den letzten 60 Jahren aufgebaut haben, kann nur durch ein wenig „Wirtschaft“ an ihren Rand getrieben werden. Jedoch bin ich sicher, dass sicher eher unser Wirtschaftssystem ändert (ich meine nicht die totale Abkehr vom Kapitalismus, zumindest jedoch vom mittlerweilen realitätsfremden Spekulationsmarkt), als dass sich Mensch und Politik der Wirtschaft unterwerfen. Zugegben, im Moment preschen die Politiker und Bürger noch nicht sehr mutig nach vorne…aber auch da bin ich zuversichtlich… 🙂

  • Urs sagt:

    Never mind the Markets !? But i do….

    Warum liefern wir, also die Zivilgesellschaften, sich den Investoren aus in dem konstant auf „die Märkte“ verwiesen wird obwohl die Relevanz der Indices für die meisten Menschen keinerlei Einfluss auf das tägliche Leben hat?

    Wem etwa ist klar was “ die Märkte“ sind? Wenn es nicht klar ist, warum liefern wir uns der Selbstregulation, der Annonymität, der Unwägbarkeit und der Berichterstattung aus?

    Steht die Häufigkeit und Intensität der Berichterstattung „der Märkte“ nicht viel zu hoch oben berücksichtigt man… eben einmal mehr, die Relevanz auf das tägliche Leben der Menschen?

    Die aktuelle Berichterstattung über die Märkte, in diesem Fall wegen der Budgetdebatte in den USA, grenzt teils ja schon an Erwartungen von negativen Sensationen obwohl einmal mehr die Indices mit dem realen Leben nicht viel zu tun haben. Die Unternehmen generieren nach wie vor Profite…

    Gehören die Märkte, die Börsen nicht eher wieder in den Hintergrund der Gesellschaft? Sollte man nicht deren „Wichtigkeit in der Oeffentlichen Debatte“ Systematisch reduzieren da für die meisten Menschen keine Qualitätssteigerung noch eine Qualitätsverlust der Lebensumstände zu erwarten ist?

    Das ganze würde sich wohl auch beruhigen wenn die Finanzakteuere endlich wieder auf den Boden der Realität zurückgezwungen werden so das die tatsächlichen Handelsvolumina auch dem tatsächlichen Bedarf der Realwirtschaft entsprechen? Das gleiche mit den Renditeerwartungen an die Unternehmen der einzelnen Branchen… viel zu hoch sind die.

    Wie wäre es mit einer Whitelist für Finanzdienstleistungen welche primär den Zivilgesellschaften Rechenschaft ablegt, sekundär den Investoren und Aktionären? Der gesamte Rest von Finanzdienstleistungen der noch übrigbleibt wird illegalisert…

    Wenn es etwa heisst Kurstürze vernichten so und soviel Milliarden Euro, oder Dollar, oder was auch immer… wem wirklich schaden solche Tatsachen am meisten und wem am wenigsten? Das gleiche sollte man sich auch mal überlegen wenn die Indices steigen… wem schadete das am meisten und wer hat am meisten davon?

    Bei beiden Situationen erschliesst sich mir in keinem Fall die Gesellschaftliche Relevanz… Geschädigte werden wohl nur im Bereich der Spekulativen Akteuere zu suchen sein welche die Finanzcasinos als ihre eigene Spielwiese betrachten… abgehoben von den Realitäten der meisten anderen Menschen, Unternehmen, KMU’s, Arbeiter, Angestellte…

    Der einzige Nachteil den ich für die Bürger, im grossflächigen Verlustfall sogar für die Zivilgesellschaft, erkenne ist das Zwangsparen wegen des Kapitalbasierten Rentensysteme welche alle dazu zwingt in diesem Casino zumindest indirekt mitzuspielen… Nicht wirklich Intelligent.

    Ist es nicht verückt das die privatiserten Handelsplätze sich auch noch gegenseitig Aufkaufen können? Vorbei an jeglicher Gesellschaftlicher Legitimation… ? Privatisierte Systeme welche die Raffgier, die Masslosigkeit, die Rücksichtlosigkeit einiger weniger Unterstützt, die Abgehobenheit über allen anderen Gesellschafltichen belangen komplett ignoriert… Die Kosten der gesamten Fehlkonstruktion aber Grundsätzlich den Zivilgesellschaften aufbürdet, ja das dies sogar erwartet wird…

    Könnte man nicht soweit gehen und die Bereichte über die Finanzmärkte komplett aus den Medien verschwinden lassen? Das würde es auch sehr vereinfachen die aktuellen Akteure wieder auf den Boden der Realität zu holen und entsprechend zu Regulieren, Kontrollieren, zu Steuern und Ueberwachen…

    Die Spezialisten und deren Entlöhnung die es dafür braucht könnte man etwa mit der Wiedereinführung von Abgaben auf Kapitaltransaktionen finanzieren…

    My 5 Cents…

    • Thomas Ernst sagt:

      @Urs
      Also durch Zensur zu einem besseren Leben…?

      • Urs sagt:

        Na Hr. Ernst,

        ob besser oder schlechter weiss ich nicht, kann ich nicht wissen da ich ja nicht weiss wieviel Zensur bereits aktiv ist…

        Wäre es dann falsch zu behaupten das bereits Zensur betrieben wird oder darf man das mit Aussagen wie „der Bürger muss nicht alles wissen“ was da im grossen Spiel der Politik, der Märkte, der Renditen und Profite abläuft banaliseren…

        Wie Sie auf das Thema Zensur kommen ist mir allerdings nicht klar… Zensur das Schreckgespenst das man nicht haben möchte und doch damit leben muss…

        • Thomas Ernst sagt:

          @ Urs:
          Ich bin fest davon überzeugt – und habe einige plausible Geschichten dazu schon gelesen, wenige auch selber erlebt – dass uns die Medien nach Strich und Faden manipulieren, oft auch im Gleichschritt mit den Politikern.

          Nur: Die Antwort auf Zensur und Fehlinformation ist nicht Gegenzensur, wie Sie das anregen („die Bereichte über die Finanzmärkte komplett aus den Medien verschwinden lassen?“) sondern das transparent machen des üblen Filzes, der Sümpfe, der geheimen Verbandelungen. Daher bin ich auch Fan von Wikileaks, Piratenpartei und ähnlichen Initiativen – trotz ihrer Unbeholfenheit und z.T. illegalen Mitteln.

          • Urs sagt:

            Hr. Ernst,
            meine Ansatz ist ja nicht die Informationen verschwinden zu lassen nur um der Zensur willen sondern um die Intensität der Berichterstatung über die Finanzmärkte aus den Medien nehmen und somit auch aus den Köpfen der Menschen…

            Es gibt da eine ganze Reihe Tabus welche nur als Nebenschauplatz oder überhaupt nicht angesprochen werden… Alle zielend darauf hinaus das die Akteure und Profiteure an den Finanzmärkten unbehelligt weitermachen können wie bisher… Shareholdervalue, Steuerwettbwerb, Rechtssicherheit (beim letzten Raub via dem Aktien- und Steuerrecht) und unzählige weitere…

            Da wird meiner Meinung nach zuviel Müll präsentiert welcher dann eben den Raum für relevanteres nicht mehr zulässt. Auf der einen Seite Berichte über Mrd. Profite, pervertierte Managersaläre und Bonustrukturen welche den Bürger dastehen lässt wie Idioten und Selbstzweifler auf der anderen Seite Reorganisationen, Effizienzsteigerungen, Steuersenkungspakete (eins nach dem anderen), Outsourcing, Entlassungen… ja das übliche eben. Für was genau? Richtig, um den Investoren und Aktionären ein weiteres mal ihre Rendite- und Profitsteigerungen Garantieren zu können…

            Aber genau dort sind die für die Zivilgesellschaften relevanten Faktoren (der Griff in die Tasche der Bürger oder genau so dramatisch der Abbau oder Einschränkung von Rechten) indem hier und dort gestrichen wird was für die Finanzmärkte nicht relevant ist… was aber für den einzelnen eine Katastrophe bedeuten kann. Hier letztens ein Bericht über die Schliessung einer Kindertagesstätte… oder dramatischer und nicht minder zerstörend die Gründe für die Demonstrationen in Griechenland, Portugal, Spanien, England, Ungarn, Island…

            Nicht die Demonstranten zerstören. Zerstört wurde was die Menschen in diesen Ländern zum Leben brauchen… Systematisch und über Jahre. Illusionen, zuerst aufrechterhalten durch Mediale Manipulation, nun zusätzlich noch durch den Einsatz staatlicher Gewalt gegen die eigenen Bürger… Die Illusionen sind wohl einer Realität gewichen…

            Nur weil man nicht zugeben wollte das der bisherige Weg der falsche war…

            Die Schicht aus Wohlstand, Zivilisation, Gesellschaft und Moral die das alles Zusammenhält ist in der Regel hauchdünn… es braucht nicht viel und das ganze kippt… auch hier in der Schweiz. Wir haben da noch eine Poleposition wegen des hohen Wohlstands und den Kapitalmengen die durch das Land schwirren… aber wenn das Internationale Kapital sich noch intensiver auf den Schweizerfranken stürzt… nur um diesen Renditeoptimiert bei nächster Gelegenheit wieder zu verlassen…

            Wer kümmert sich dann um die Probleme im Lande selber? Die Investoren die das Land vorher abgegrast haben? Das Attribut Heuschrecken kommt dieser Situation nach wie vor am nächsten… man mus da mal hineingeraten um das zu verstehen…

          • Anh Toan sagt:

            @Urs: Wenn wir beim aktuellen CHF Kurs in der Schweiz noch eine Industrie haben, verdanken wir dies der Effizienz dieser Industrie. Diese wurde erreicht durch Renditesteigerungsmassnahmen wie Reorganisationen, Outsourcing, auch Einstellung von unrentablen Taetigkeiten, Kostensenkungsprogrammen, Kapitalstrukturmassnahmen und vieles mehr, dass Sie andauernd verurteilen.

          • Urs sagt:

            Hr. Toan, ja sicher… die üblichen Massnahmen halt. Jeder macht das ja der kann…

            Das zweifle ich auch gar nicht an… trotzdem, verstehen Sie das doch mal in meinem Kontext und dem der Demonstrierenden Bürger. Dem enormen Reichtum auf der einen, der enormen Armut auf der anderen Seite… was nützt das ganze wenn Mio. in die Armut getrieben werden und jetzt noch zusätzlich die staatlichen Budgetkürzungen verarbeiten müssen… müssen, nicht wollen.

            Denken Sie nicht das diese Entwicklung in nicht so optimalen Bahnen verläuft? Einfach ausgedrückt, was nützen die Profite der Unternehmen wenn rund rum alles den Bach runter geht? Alles richtig bis zu einem Gewissen Mass… und dann wie weit soll man das treiben?

            Mir ist eine „gesunde“ Gesellschaft näher als „gesunde“ Unternehmen und jubilierende Investoren. Da es offensichtlich beides nicht mehr zusammen geben kann was soll ich nun wählen?

          • Anh Toan sagt:

            @Urs; Genauso, wie Sie bei mir, vermisse ich diese Differenzierungen gelegentlich bei Ihnen. Vermutlich haben wir beide recht damit. Haetten Sie vier Jahre in Schwellenlaendern gelebt, koennten Sie in der Schweiz vermutlich auch keine Armut mehr sehen, ich verweise auf den Kommentar Hampis aus Spanien betreffend Niedrigloehnen.

          • Urs sagt:

            Hr. Toan, habe ich… ca. 3 Jahre. Die Armut und Lebensumstände kenne ich wenn nicht aus erster Hand da ich mich nicht mit den lokalen Arbeitsbedingungen rumschlagen musste… aber aus zweiter Hand da ich ja meine Zeit nicht völlig ohne Beobachten, Reden, Nachzudenken dort verbracht habe…

            Warum soll ich aber die Armut in anderen Ländern mit der in der Schweiz oder in der EU vergleichen nur um dann daran nicht’s ändern zu dürfen, sollen oder müssen? Das kann es ja nicht sein… die Lebenshaltungskosten sind hier zu hoch um all zu Nachlässig zu werden… Armut oder prekäre Lebensbedingungen zeigen sich in der Schweiz nun mal anders als in Schwellenländern… der Reichtum übrigens auch.

            Welche Referenz soll ich nehmen? Die schlechtere oder eine mögliche bessere?

          • Anh Toan sagt:

            @Urs; Auch ohne Leugnung weder der Existenz, noch der subjektive Haerte, relativer Armut, muss der Gedanke erlaubt sein, dass nicht alle reich sein koennen, weil wir reich als „mehr haben als die Mehrheit“ definieren. Entweder eine egalitaere Gesellschaft oder es gibt relativ arm. Eine egalitaere Gesellschaft kann nur mit autoritaerer, absoluter Macht geschaffen werden. Dies lehne ich ab.

    • Hampi sagt:

      @Urs

      Wenn sie das Gefühl haben, dass die Entwicklung der Märkte nur eine Fata Morgana für die alltägliche Relevanz des normalen Bürgerlebens darstellt, dann sind sie ein echter Alpen-Romantiker.

      Wie begründen sie also das ganze menschliche Leid während der „Grossen Depression“? Was halten sie von der Tatsache, dass, wenn Italien (Spanien, USA, Deutschland, etc.) vom „Markt“ keine Kredite (und keine Hilfe) mehr bekommen würde, schon einen Monat später die Löhne für Hunderttausende (Millionen) von Menschen nicht mehr bezahlt werden könnten? Ja genau, es ist richtig unverschämt: der Markt befiehlt unser Verhalten. Aber nicht, weil das etwa „gottgegeben“ oder Neoliberaler Kult wäre, sondern vielmehr, weil wir (im Namen des Volkes) genau eben von diesem Markt vorher (als er uns noch Spass machte) massiv Kredite (http://de.wikipedia.org/wiki/Kredit) bezogen haben. Für was? Für fast alles: Reiche weniger Steuern; der Rest immer mehr Sozialleistungen; die Staatsquote nimmt zu und zu und zu, etc. etc. Das war die „Für-jedes-Problem-ein-Kredit“- Zeit! Und die geht soeben zu Ende.

      Es ist zwar ehrenhaft, wenn sie den normalen Bürger aus Nächstenliebe verschonen möchten, doch ihm deshalb die Wahrheit (die Zusammenhänge) zu unterschlagen, ist dann schon eher „paternal“.

      Bitte versuchen sie es doch besser mit einem System, wo sie nichts „verschwinden lassen“ müssen!

      • Urs sagt:

        Hr. Hampi,
        solange der grösste Anteil des Handels an den Finanzmärkten den Bedarf der Realwirtschaft um X Faktoren übersteigt, wieviel Anteil Fata Morgana lassen wir denn bereits über uns ergehen? Es gibt da verschiedene Aussagen dazu, aber einig ist man sich mehr oder weniger das der Spekulative Anteil der an den Finanzmärkten umgesetzt wird viel zu hoch ist…

        Da gibt’s keinen Gegenwert mehr… ein geläufiger Ausdruck dafür ist „Bubble“. Was aber einige Beteilgte nicht daran gehindert hat sich etwa an den Rentengeldern der Angestellten zu vergreifen um noch weiterspielen zu können.

        Hier praktizieren ein paar Akteure das was insgeheim so mancher möchte. Geld verdienen und Reich werden mit Geld… Leistungsloses Einkommen so zu sagen. Den geschaffen wird hier zum grössten Teil…. nicht’s… oder können Sie sich die Finanzmarktindices zum Frühstück servieren?

        Das Ding mit den Krediten für Staaten und von mir aus noch für Regionen und Gemeinden… für mich ein Umfassender und Systematischer Raubzug. Zuerst die Steuern senken, dann der Zwang Kredite aufnehmen wo es doch gerade für Staaten am billigsten wäre die fehlenden Finanzen mit Steuern zu finanzieren…. Billiger geht es nicht mehr.

        Aber man glaubte ja an das Seelenheil des Internationalen Steuerwettbwerbs…

        Wie kommen Sie darauf das sich aus den Nachrichten über die Finanzmärkte irgendwelche Zusammenhänge oder sogar die Wahrheit erschliessen lassen? Viel eher wird das doch dazu benutzt den Bürger so zu verwirren und erschlagen das man dem noch tiefer und noch ungestrafter in die Taschen greifen kann…

        Sehen Sie, die Fehlentwicklungen und Roten Zahlen…mit denen habe ich und viele andere nicht wirklich was zu tun. Es wird aber erwartet das ich und viele andere sich Solidarisch zeigen wenn es schief läuft… Wir sind ein Volk, Wir müssen das zusammen machen…. wo vorher von Solidarität nur schon im SInne einer verbindlichen Lohnerhöhung nicht’s zu spüren war… Interessant auch, das „Wir“ stehts nur angewendet wird wenn es an’s bezahlen geht aber nie wenn es darum geht etwas zu verteilen…

        Aber dann, auch der tägliche Gebrauch der Sprache lässt sich wohl beliebig verwirren…

        • Josef sagt:

          Konkret: Täglich werden Devisen für 4000 Milliarden Dollar gehandelt. Davon 250 Milliarden mit CHF. Das ist alle 3 Tage das gesamte BSP der Schweiz. Der weltweite Warenverkehr zwischen den Währungsräumen beträgt jedoch nur 50 Milliarden täglich. Da soll mir einer der Sinn dieser Sache erklären.

          Ein Bild: Die Finanzindustrie ist ein übereffizienter Apparat, der aus jedem frischen Milchkesseli sofort den Rahm abschöpft, sobald das erste Fettmolekühl an der Oberfläche auftaucht. Das Milchkesseli kann einem Arbeitnehmer, einer KMU, einem Land oder einer Währung gehören.

          Ständig redet man von Schulden. Das ist doch bloss ein Ablenkungsmanöver, damit man nicht von denen spricht, denen geschuldet wird. Nur die Schuldner haben angeblich Fehler gemacht. Aber vielleicht gibt es ja auch „Diebe“.

  • Martin Holzherr sagt:

    Das europäische Projekt kann scheitern und zwar dann, wenn die zentrifugalen Kräfte zu stark werden. Wenn es zuviele Verlierer und kaum noch Gewinner gibt oder wenn die Gewinner nur diejenigen sind, die schon vor Beginn dieses Projekts in der Kommandozentrale hockten. Für die heutigen PIGS-Staaten bestand das europäische Versprechen eben gerade darin, dass sie nun vollwertige Miglieder der EU sind und an der Prosperität des ganzen Kontinents teilhaben.

    Werden die Südländer im Gefolge der Schuldenkrise für Jahrzehnte in den Orkus geschickt, dann ist das europäische Projekt mit Sicherheit gescheitert, denn dann wäre es für diese Länder ja besser aus der EU auszutreten und ihre Schulden nicht mehr zu bedienen.

    Paul Krugmann dagegen sieht das Problem nicht vor allem in dieser Zweitelung Europas, sondern wohl mehr darin, dass seiner Ansicht nach zu viel gespart und zuwenig investiert wird. Doch es fehlt schlicht das Geld um mehr zu investieren. Allerdings dürfen die Lasten nicht allein einer Gruppe von Schuldnern übertragen werden. Es bleibt letztlich nur die Lösung, einen grossen Teil der Schulden abzuschreiben und zwar bessert jetzt als dann wenn sich die EU schon aufzulösen beginnt.

    • Thomas Ernst sagt:

      @Martin Holzherr
      Ja, die Zusammenfassung passt für mich gut.
      Nur einem Trugschluss scheinen Sie erlegen zu sein: „Es bleibt letztlich nur die Lösung, einen grossen Teil der Schulden abzuschreiben und zwar besser jetzt als dann wenn sich die EU schon aufzulösen beginnt.“

      Das Abschreiben alleine reicht ja nicht, da die PIIGS schon strukturelle Probleme haben. Beispiel: GR gibt viel mehr Geld aus, als es über die Steuern/Abgaben einnimmt. Solange GR nicht ihr Steuersystem grundlegend reformiert, die Reichen zur Kasse bittet, die Abzockereien der orthodoxen Kirche radikal unterbindet und deren Selbstbedienung aus der Staatskasse rückgängig macht, solange kommt der Haushalt nicht ins Lot.

      Einfacher wäre das für GR natürlich über die Abwertung einer eigenen Währung – wenn sie eine hätten. Wir sollten nicht die EU mit dem Mühlstein EURO versenken!

  • Hartmut Rosshoff sagt:

    “Das europäische Projekt, so wie es jetzt aussieht, ist gescheitert.” Es ist ein Brite, der dies sagt, Ryan Avent bei dem wunderbaren Wochenmagazin Economist in Lohn und Brot, u.a.. Ob da nicht Schadenfreude mitklingt? Schmäh im Spiel ist? Wann hätte Grossbritannien je etwas von den Machenschaften französischer oder gar deutscher Banken gehalten, die doch angelsächsische Banken und ‘private equities’ immer nur kümmerlich nachahmen? Oder deren executives sind, nur als deren Hilfstruppen agieren dürfen. Französische, und deutsche Banken, die unsicheren Schuldnern wie Italien (Thema Brücke für Sizilien, auch Mafia-Mezzogiorno will leben) oder Griechenland (wenn das seine Rentner nicht mehr auszahlen kann, wird schon der deutsche Steuerzahler für die Prozente und ausgeliehenen Summen der französischen, deutschen und bahama-internationalen Banken gerade stehen) viel zu grosse Kredite gaben und immer weiter geben müssen, schliesslich kann man weder Sizilianer noch Griechen einfach verhungern lassen, bloss weil sie alt sind, oder weil sie zwar jung sind, aber arbeitslos. Fakt ist, dass die britische Wirtschaft bankrott ist. Mit den Rezepten des Economist: “die Märkte greifen an”, wurde die ganze wunderbare Industrie der Insel verkauft (nach Indien usw.), und der Rest nicht etwa erneuert, sondern als “unrentabel” verschrottet. Der Begriff “Sozialpartner” ist in GB, erst recht in USA, ein Unwort, freilich in China leider auch, noch jedenfalls. Gut, dass es wenigstens eine positive Stimme im Blog gibt: “Die europäische Integration fängt jetzt erst richtig an.” Es wäre zumindest gut, wenn sie weiter ginge. Nach 1945 haben Jean Monnet und Robert Schuman zusammen mit BeNeLux, Deutschland (dem Rest davon) und Italien eine ökonomische Konföderation aufgegleist, die eine wenngleich stolpernde und oft sich missverstehende politische Konföderation ist (die “Union” ist nur und kann nur eine “Föderation” sein, mit freien Nationen, so wie CH aus freien Kantonen besteht, hie Zürich, da Genf, dort Ticino). Und Jean Monnet – haben wir das schon vergessen? – forderte: es muss mehr produziert werden, damit es mehr zu verteilen gibt, und Kapital und Arbeit müssen sich halbwegs gleichberechtigt gegenüber stehen, als Tarifpartner. Welche Rechte haben in USA, oder nach Thatcher und Brown in GB, die Arbeitnehmer? Grössere oder mehr Rechte als in China? “Die Märkte greifen an” – wenn man ”den Markt” gewähren lässt, dann müssten Briten und Amerikaner zu Löhnen arbeiten wie Inder und Chinesen, wenn schon nicht wie Nordkoreaner. Leider wissen auch französische Politiker wenig von Geamt-Europa, und dessen Interessen, sie sind einfach nicht wirklich stolz darauf. Und die deutschen Politiker und Wähler finden, geschlagen und gebrannt für immer wie sie sind (keiner möchte Nazi geschimpft werden), gegenüber dem Raubtierkapitalismus à la Thatcher und Reagan einfach nicht die richtigen Worte. Die irre Sekte, die in allen angelsächsischen Ländern das (nicht-) Denken bestimmt, zumindest in USA und GB das nicht mehr ökonomische, sondern nur noch pseudoökonomische Profitdenken bestimmt (“the winner takes all”), findet der Economist immer noch richtig geil. Irgendwann wird sie abgelöst werden, diese Sekte, oder auch nie. Sarozy ist zu eitel und zu schwach, auch zu rechts und zu ängstlich, um wirklich die französischen Interessen zusammen mit den Deutschen durchzusetzen (und ohne dabei die Deutschen zusätzlich zu düpieren und auszunehmen) und wenigstens in Brüssel die (dort butterweichen britenhörigen) neoliberalen EU Administratoren à la Barroso, van Rompuy und Lady Ashton raus zu komplimentieren und gemäss EU-Interessen zu besetzen. In Brüssel dürfen nur Leute agieren, genauer nicht-agieren, die den reaktionärsten und unsozialsten und generell europafeindlichen Briten passen. Man könnte sich natürlich auch fragen, sozusagen Economist-skeptisch, ob Frankreich überhaupt europafähig ist. Vielleicht ist die ewig positive Meinung dazu ja deutsches Wunschdenken. Frankreich genügt sich doch selbst. Dagegen, die Leidensfähigkeit und die Geduld der Briten war ja schon immer erstaunlich. Sie begnügen sich mit den scheusslichsten Wohnungen, schnödesten Kliniken, schlechtesten Verkehrsmitteln, stehen stundenlang an ohne sich zu beklagen, vom berüchtigt schaurigsten Essen ganz zu schweigen. Eigentlich würden sie sogar den Sozialismus viel besser hingekriegt haben, sicher mit weniger Erschiessungen und ohne Gulag, meinte ein Amerikaner, der ausgerechnet nach GB einwanderte. (Bill Bryson, cherchez la femme). Im Zweifel haben jedoch Briten, fast wie Iren, immer noch die Möglichkeit, nach USA oder nach dem Rest des Commonwealth auszuwandern. Aber Franzosen finden diese Aussicht nicht so toll. Wollen wir so leben, wie es jetzt in Manchester oder Detroit oder auch nur in Chicago ist? Wenn wir Rumänen, Polen oder Italiener sind, hart im Nehmen und erfindungsreich, finden wir nichts dabei. Aber auch als Franzosen oder Alemannen oder Österreicher? Nur zu, Angela. Nur zu Mr. Sarko.

  • Andreas Dombek sagt:

    @Urs
    Ihre Bedenken gegen die Globalisierung sind auch m. E. richtig und somit berechtigt. Jedoch sollte man bei den notwendigen Betrachtungen zur Globalisierung eine wesentliche Sache nicht unter den Tisch fallen lassen. Nicht die gefährlichen Neo-Liberalen haben die Globalisierung „erfunden“, sondern sie haben diese eigentlich immer vorhandene Glabalisation für ihre eigennützigen Absichten sich still und heimlich untertan gemacht und somit diese an sich recht neutrale Funktion aufs schändlichste missbraucht, in Wirklichkeit sogar sehr pervertiert. Wie Piraten die Freiheit der Meere auf ihre Weise die auch etwas einseitig nutzen.

    Man würde zu kurz denken, sich so sehr auf diese „böse“ Globalisierung zu konzentrieren. Denn dies würde in einer etwas hinkenden Analogie bedeuten, wenn bei einem Banküberfall die Gangster mit einem Rot-Kreuz-Rettungswagen vorfahren würden, dass man demzufolge alle Rettungsfahrzeuge verdammen müsste. Man schaue lieber auf die Lenker des System. Und da sind Sie, ich und sicherlich (hoffentlich) sehr viele andere Menschen der gleichen Meinung: Da sind Typen, die beugen die bisherigen und bewährten Regeln so lange, bis diese ihnen gut passen. Wie Sie richtigerweise schrieben werden Regelwerke, Kontrollmaßnahmen, internat. und nat. Warn- und Notregelsysteme diskreditiert, niedergemacht, totgeredet, ausgehebelt und neu geschrieben. Und das entscheidende Moment dabei ist dieses, dass dabei mit neuen, lebendig daherkommenden und sich auch noch neudeutsch cool generierten Wörtern, Begriffen, Bezeichnungen, Regelwerken und Gesetzen operiert wird.

    Hier schwebt über all dem der Inhalt aus dem Werk „1984“ das Phänomen der Neusprache. Vergiftung durch Worte, Vergiftung durch verdrehen der Sinninhalte, Vergiftung eingehüllt in süßen Leckereien, wie Freiheit des wirtschaftlichen Handelns, Selbstverantwortung, Selbstbestimmung des Seins, Freiheit von unnötigen staatlichen Kontrollsystemen, freie monetäre Verfügbarkeit usw., usw., wie auch die anderen Leckerhäppchen auch noch heißen mögen. Wie Sie es so schön beschrieben haben. Man wird durch dieses Typen so richtig wirr im Kopf. Neue Worte für Begriffe aus dem Arsenal der Luftschlössertechnik, Imaginationen, kreative Neuschöpfungen ohne dinglichen Bezug. Prodeukte aus dem Nichts. Wo soll man da enden.

    Vor Jahren, als die Finanzjongleure ihre lieblichen „Derivate“ auf den gierigen Markt geworfen wurden, habe ich einigen Bekannten gesagt, sie sollten den Genusschen (Geldnote) lieber beim Agronomen (Obstbauern) und nicht dem finanzorientierten Ökonom anlegen und dann sich an dessen Derivaten (Obstschnapsen) laben. Bei guter Anlage würden bis zu 41 % gesichert zur Verfügung stehen, also Anlagen mit sehr guten und extrem sicheren Prozentsätzen. Was sehr wichtig ist, dass diese Sachen auch noch alle real und …..reell seien! Da sei die Investition sicher und geistreich angelegt, die Genussfähigkeit zu 100 % gesichert und bei gezügeltem Genuss gibt’s keinen Kater. Nun, wie es damals ausging können Sie sich nach meinem Spott gut vorstellen. Mach einer dieser Superschlauen kann sich nicht mal nen Schnaps leisten, dabei hätte er diesen als Trösterchen sehr, sehr nötig. Habe einem Schlauberger eine finanzorientierte Literatur als Fachmedizin gegen seinen Kater gegeben. Das aufheiternde Werk vom Carlchen, dem Marks. Mit dem sinnigen Titel „Das Kapital“. Der Gepeinigte meinte süß-sauer, da sei doch für ihn nichts Neues drin, er hätte doch vor kurzer Zeit alles selbst erlebt.

    Als Fazit kann gezogen werden: Alles ist in einem wiederholenden Zyklus. Hier scheint ein Zyklus von ca. 200 Jahren vorzuliegen. Unser Pech jedoch ist, dass jetzt augenscheinlich ein Hoch vorherrscht. Aber als Trost für uns ist dies, dass sich solche Systeme selber vernichten. Unser Problem ist, wo bleiben wir auf der Strecke? Unser kleiner Trost ist, dass man auf dieser Blog-Seite sich sehr gut austauschen kann und den winzigkleinen Samen des Widerspruchs gemeinsam hoch wachsen lassen kann, nein, eigentlich muss.

    • Andreas Dombek sagt:

      @Urs Da sieht man wie mich der neoliberale Geist schon benebelt hat. Nicht Carlchen Marks, sonder Carl Marx, dieser Schutzpatron der an das immer gute Glaubenden, ist gemeint.

  • Kurt Hofer sagt:

    Es ist nicht einzusehen, warum die ehemaligen Hartwährungsländer ihren Wohlstand um 50-70 Prozent absenken sollen, um für den auf Zwangskollektivierung basierenden Euro-Altar die Gewinne der Multis und Grossbanken explosionsartig zu erhöhen. Diese Politik enstpricht der Geisteshaltung des Sozialdarwinismus und hat uns im letzhten Jahrhundert bereits 2 Weltkriege sowie Stalin und Mao beschert.

    Gleichzeitig soll dann EU-Europa noch einmal um 30-50 Prozent im Wettbewerb gegen Asien verlieren!

    Wenn die Schweiz süffisant meint, das beträfe sie nicht so wie 1933, dann wird sie sich diesmal vielleicht doch verrechnet haben, denn 1933 ist nicht 2011.

  • Rolf Schumacher sagt:

    Erst jetzt merkt Krugman das? Jeder Mensch mit einigermassen gesundem Verstand, hat vor 10 Jahren voraussehen können, dass wir die 30er wirtschaftlich erneut durchmachen. Und am Ende wird es abermals knallen. Die Wirtschaft (Börse-Banker) war schon immer das Feigenblatt der Kriegstreiber (siehe Rockefeller-Schiff-Warburg-Hariman-Ford-engl. Königshaus-Bush-Standard Oil, welche die Nazis mit Geld vollgepumpt und die Inflation ausgelöst haben. Ohne deren Spielchen hätte es kaum einen WK II gegeben). Die Geldelite lebt vom und durch den Krieg. Jeder grosse Weltökonom etc, der sagt an der Geldwirtschaft würde kein Blut kleben, ist ein ganz scheinheiliger Lügner. FED-JP-Morgan-Goldman Sachs-EZB-IWF-Worldbank sind auch heute die Spielzeuge, um ganz grosse Kriege auszulösen. Weder Ghadhafi noch der nordkoreanische Führer können einen grossen Krieg auslösen. PS der Libyen Krieg wurde von Sarkozy ausgelöst, welcher auch gleich noch das UNO Mandat mehrfach verletzt hat. Sarko wird dafür nie der Prozess gemacht, Ghadhafi hingengen schon. Im Irak war es dasselbe Trauerspiel. Bush ruft unter lächerlichen Gründen einen mörderischen Krieg aus. Saddam wird der Prozess gemacht, den Kriegstreibern aber nicht. Als Saddam im Irak-Irankrieg gleich 100`000 Iraner und Kurden mit Giftgas und anderen Waffen tötete, schritt der Weltfreund und Helfer USA nicht gegen ihn ein. Nein sie halfen ihm sogar noch und schossen zivile iranische Flugzeuge vom Himmel. Es sind nie ethisch-moralische Gründe die einen Krieg auslösen, sondern meistens WIRTSCHAFTSINTERESSEN. Wirtschaft ist KEINE Wissenschaft! Oekonomen sind Handlanger des absoluten Grauens (die meisten wissen es im innersten schon, viele verdrängen es). All die ökonomischen Thesen sind leeres, hohles Gelaver. Sie dienen lediglich dazu, Menschen zu manipulieren, enteignen und von ihrer Arbeitskraft zu leben. Ganze Länder in den Ruin zu treiben, die Natur zerstören das sind grosse omnipäsenten Nebenwirkungen der holden liberalen Oekonomie. Die Wirtschaftsjuristen sekundieren die Handlanger des Grauens mit ihren Gesetzen und Einschüchterungen. Ihre gemeinsamen Taten bestehen aus Absprachen-Korruption-Drohungen. Mit ehrlicher Arbeit hat das gar nichts zu tun. Der dümmste Mensch kann Erfolg haben, wenn er einen Informationsvorsprung hat und er Immunität geniesst.
    Mir ist es ein Rätsel, wie man in diesem Blog so lange über ökonomische Theorien sprechen konnte. Die Krise stoppen konnte keiner. Man würde sich besser dem Nihilismus oder Existenzialismus widmen. Denn dieses Sparten gaukeln wenigstens nicht vor etwas absolut zu verstehen.
    Eigentlich sollte man den Investmentbankern und allen andern aggressiven Zokern eine Knarre in die Hand drücken und sie auf eine Insel schicken ,wo es keine Gesetze, aber auch keine sozialen Institutionen gibt. Die Realität ist aber gerade umgekehrt. Die aggressivsten Broker-Politiker-Oekonomen kosten den Sozialstaat (KKassen, IV, RAV, Ausbildung, Infrastruktur) am meisten.
    Die SVP Oekonomen-Unternehmer.Bande um Blocher-Ebner hat uns die Alusuisse gekostet und eine unkontrollierbarer UBS beschert. Und unserer Nationalbank dazu verleitet 1000Tonnen Gold zu verschleudern. Soviel Uebel hätten unserer Volkswirtschaft auch ganze Heerscharen von Asylanten nicht bereiten können. Die FDP (zusammen mit der SVP) hat unsere Fluglinie zerstört. Da war nicht die Masseneinwanderung schuld daran, ganz im Gegenteil, von den Gastarbeitern hätte die Fluglinie sogar provitieren können.
    Was die grossen Wirtschaftsjuristen-Oekonomen (Kurer-Spuhler) und grössenwahnsinnigen Unternehmerpolitiker (Blocher) in die Hände nahmen, haben sie mit ihrer grössenwahnsinnigen Gier zerstört(die eigenen Betrieb natürlich ausgenommen). Keiner musste für die grotesken Fehler haften, obwohl sie grobfahrlässig Milliarden Volksvermögen verzokt haben.
    Wann endlich wird hier in diesem Forum da recherchiert, wo man schon lange hätte recherchieren müssen? Was interessiert uns ein Krugman, wenn wir die Affäre Blocher-Merz-Ospel-Kurer-Spuhler-Ebner immer noch nicht aufgearbeitet haben?
    Die Schweiz steht wirtschaftlich sehr gut da (und zwar wegen all den hart und seriös arbeitenden Arbeitnehmer auch im Finazsektor, aber sicher nicht wegen den Oekonomenschnurris). Eines ist klar, es braucht nur einen heftigen Stupser gegen die tönernen Kavernen der UBS und dann muss die SNB den sfr nicht mehr versuchen künstlich schwach zu machen. Dann könnet eine extreme Lawiene über unser Land schwappen. Wir wären gut bedient die UBS Geschichte ganz genau unter die Luppe zu nehmen.
    Vielleicht könnte man nach getaner Arbeit wenigstens in der Schweiz wieder ein klein wenig mehr Vertrauen in die HSG-Harvard Oekonomen haben. Aber solange grosse und grobe Wirtschaftsganuereien einfach unter den Snob-Teppich gekehrt werden, ist meines Erachtens die Gilde der Oekonomen und Wirtschaftsjuristen keinen Deut wert. Und solange sind ihre Aussagen auch nichts als extrem überteurerter Schall und Rauch.

    • Thomas Ernst sagt:

      @Rolf Schumacher:
      Es ist Ihnen vielleicht nicht klar, aber mit einem solchen faktenfreien, emotionalen und themenfremden Rundumschlag diskreditieren Sie sich für jede weitere Diskussion.
      Seriöse Beiträge bringen zusätzliche Aspekte, Hintergründe, Zusammenhänge, Erfahrungen oder auch mal eine humoristische Einlage in die Diskussionsrunde. Ihr Beitrag hier geht leider noch nicht mal unter humoristisch. Darunter leidet das Niveau.

      • Rolf Schumacher sagt:

        Emotionaler Rundumschlag? Ein Mensch ohne Emotionen ist kein Mensch mehr. Einen rein sachlichen Kommentar gibt es nicht. Viele der sachlichen Oekonomentheorien, welche seit (dem offensichtlichen) Ausbruch der Finanzkrise herumgeboten wurden, haben mich massiv genervt. Ich bin kein Oekonome und trotzdem habe geahnt, was mit der Osterweiterung auf die EU zukommen wird und ich habe auch geahnt, dass die EU-Südländer den Euro zum Kippen bringen werden. Zudem ist die massive Verschuldung der USA (Staat und Private) seit den 80ern ein offensichtliches Problem. Ich habe mich über die Banker genervt, die trotzdem jedem in den 90er (als die Vorreiter der Kirse bereits bei uns ankamen IT-Booble) super sichere Anlagefonds unter die Nase gerieben haben. Ich habe mich über Ackermann Joe, Profumo (Berlusconi-Gadhafi) und andere Brüder genervt, die völlig überrissene Kredite in Griechenland, Spanien, Portugal und den Ostblock vergeben haben. Ich habe mich genervt und nerve mich immer noch wie leichtfertig Kredite vergeben wurden und ich nerve mich abermals, dass das Geld den grottenschlecht arbeitenden Banken immer noch für fast null Zins von den Nationalbanken in den Hintern gesteckt wird.
        Wissen sie eigentlich, was das für die nächste Generation bedeutet? Ach nein das können sie nicht wissen. Der clevere Wirtschaftsyppie ergaunert sich möglichst schnell viel Geld, heiratet nicht, oder wenn er es tut lässt er sich schnell wieder scheiden. Was kümmert die nächst Generation, wenn man in fünf bis zehn Jahren Millionen auf die Seite gaunern kann?
        All diese Zockereien haben eine ganz schmale Elite schnell extrem reich gemacht, der grosse Rest ist in Schulden und Elend ersoffen. Die Jungen Menschen in Osteuropa (blühende Wiesen Kohls) und im Süden (Mittelmeerunion Sarkozys) haben null perspektive. In den USA arbeiten (20-30%) illegale schwarz und ohne jegliche Sozialversicherung.
        Im Irak-Afghanistan-Libyen wüten Kriege, weil es die Superreichen so wollen.
        Ich bin persönlich nicht wütend über meine Lebenssituation. Ich habe genug zu essen und ein Dach über dem Kopf und habe ein interessantes, ausgefülltes Leben. Aber der Schindluder, den die liberale Marktwirtschaft getrieben hat (Ostblock, Afrika, Südamerika, Asien), der muss angeprangert werden, weil derart viele Menschen darunter extrem leiden.
        Keiner der sich darin ein fettes Polster anfrisst, soll später einmal sagen können das hätte er nicht gewusst. Man muss wissen bei wem und für wen man arbeitet, sonst könnte es einen später auf dem falschen Bein erwischen.
        Ein Oekonome, Broker, Banker produziert rein gar nichts, das für die Allgemeinheit nützlich wäre. Er zerstört höchstens viel Reales, um sich und seine Klienten unverhältnismässig zu bereichern. Ich kann dem heute absurden Spiel an der Börse nichts Gutes abgewinnen. Ich kann dem unfairen und intransparenten Spiel mit Nahrungsmitteln nichts Gutes abgewinnen. Ich kann dem Spiel mit Krieg nichts Gutes abgewinnen. Ich kann dem Spiel mit dem Geld anderer Menschen nichts Gutes abgewinnen. Und kommen sie mir ja nicht, man würde freiwillig an die Börse gehen.
        Das ist schon lange passé. Unserer Pensionskassenzocker und Versicherungszocker haben ihre Klauen auch ausgefahren und wühlen seit Jahren im internationalen Geldgeschäft. In die Küstenüberbauungen (viele Häuser stehen leer) von Spanien sind Millionen von CH-Pensionskassengeldenr geflossen. Nur weil der ganze Staat am Tropf dieses gigantischen internationalen Dreckspiels sitzt, werden beide juristische Augen zugeklemmt und gibt es Freigeld zum weiterspielen, auch wenn man massiv viel verspielt hat und das System eigentlich schon lange kaputt ist.
        Es gibt Nahrungsmittelketten die schmeissen langjährige Mitarbeiter auf die Strasse, weil sie eine Kleinigkeit vermasselt haben. Die Räuber, welche Staaten Millionen klauen werden sogar noch EU-Kommissionspräsident. Pardon auf die ökonomischen Ratings, welche eine gute Bonität garantieren (AAA, oder blue chip), sowie die lächerlichen Consulting Firmen . Oekonomen bewerten Dinge, von denen sie keine Ahnung haben und das ist fatal.
        Ein bisschen Burtosozialprdukt, Cash-flow und schon werden Obligaitonen, Fonds und Aktien (ist ja nur das Geld der anderen, mit dem man spielt und das Salär gibts sowieso und einen Bonus obendrauf, auch wenn man gerade Finanzkirse hat steigen die Boni noch an) von Firmen gekauft die man überhaupt nicht kennt und daraus werden dann auch noch völlig unlogische Derivate kreiert (die eh keiner mehr durchschaut). Sie spielen mit dem Feuer die Oekonomen und wenn man ihnen die Augen öffnet, halten sie es kaum aus.
        Sie können mich schon zensieren, mir macht das nichts aus. Nur ihr Gewissen können sie nicht kurzschliessen, mich schon.

        Ich vermute, dass es einen weiteren Krieg gibt. Bis jetzt hat die Wirtschaft die wahren Probleme noch NIE anders gelöst. Was will ich bei den Aussichten noch humoristisches Schreiben? Ich hoffe ich liege mit meiner Annahme falsch. Ich hoffe, die Wirtschaft und Politik belehren mich eines anderen, wir werden sehen.

        • Thomas Ernst sagt:

          @Rolf Schumacher:
          (1) Emotionen sind menschlich – einverstanden. Emotionen sind ferner unerlässlich als Motor für unser Handeln. Wir können anspruchsvolle und längerfristige Ziele nur erreichen, wenn wir den nötigen emotionalen Antrieb haben. Emotionen sind nicht schlecht. Emotionen machen aber auch blind, vor allem für komplexere Zusammenhänge. Emotionen zementieren Vorurteile und Feindbilder und stehen darum einer echten Lösung oft im Weg. Wieviel Elend in dieser Welt wird nicht täglich durch emotionale Reaktionen verursacht. Auge um Auge, bis die ganze Welt blind ist.

          (2) Die gegenwärtige Finanzkrise wurde NICHT durch die Oekonomen und auch nicht durch Blocher ausgelöst, sondern durch eigensinnige und grössenwahnsinnige Politker. Alle namhaften Oekonomen haben gesagt, dass man nicht eine stabile Einheitswährung mit Kapitalverkehrsfreiheit haben kann, wenn die Wirtschafts-, Fiskal- und Sozialpolitik nicht auch vereinheitlicht werden. Die Politiker haben sich darum foutiert.
          In Alabama wurde einmal beschlossen, dass die Kreiszahl Pi auf dem ganzen Staatsgebiet ab sofort 3.00 betragen solle (um den Schülern das rechnen damit zu erleichtern). Die Mathematiker haben gesagt, dass Pi einen natürlichen Zusammenhang zwischen Kreisradius und Umfang bzw. Fläche darstellt und NICHT beliebig manipulierbar sei. Die Politker haben sich darum foutiert.

          (3) Warum können sich Politiker um die wahren Zusammenhänge foutieren? Weil sich ihre Wähler gerne von emotionalen Sprüchen verführen lassen. Politikern wird oft und zu recht vorgeworfen, dass sie die Fakten nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Ja – darin sind sie auch nicht anders als die meisten Wähler, denen die Pflege eines Vorurteils allemal lieber ist, als die mühsame Auseinandersetzung mit den wahren Zusammenhängen. Solange man den Bankern, den Oekonomen, den Juden oder dem Blocher die Schuld geben kann, braucht man sich ja nicht zu fragen, welchen Anteil man selber an dem Schlamassel hat, nicht wahr

          (4) Jeder Mensch versucht zu profitieren, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Das Dorf, wo jeder jeden kennt und jede Bewegung der öffentlichen Kontrolle unterliegt, bietet wenig Gelegenheiten. Der moderne internationalisierte Sozialstaat mit seinen unzähligen Organisationen, Mechanismen, Regeln und Abhängigkeiten bietet eine gewaltige Fülle von Gelegenheiten, wo sich ein Einzelner oder eine Gruppe auf Kosten des anonymen Ganzen lokal bereichern können. Das liegt nicht daran, dass die Menschen heute soviel schlechter / soviel weniger moralisch handeln würden, sondern daran, dass das Ganze völlig undurchsichtig geworden ist.

          (5) Sie werden hier nicht „zensiert“. Im Gegenteil – Sie werden in eine Diskussion eingebunden, was aus meiner Sicht die einzig anständige Art ist, wie man Meinungsunterschiede lösen kann, wenn das Weglaufen nicht möglich ist. Solange Sie sich aber als armes Opfer der bösen Banker, Oekonomen und von Blocher sehen, wird sich nichts ändern.

          • Urs sagt:

            Ursache die Politik? Nun ja, das könnte ja sein… immerhin denken wir uns das so, in einem Demokratischen System ohne Vetterliwirtschaft, Filz, Korruption und über all dem stehend das Geld das gleichzeitig soviel ermöglicht und verhindert und neuerdings diese umfassende Selbstverständlichkeit des Raffens und der Gier…

          • Rolf Schumacher sagt:

            Ich habe nie Blocher die Schuld für die Krise gegeben. Ich habe nur gesagt, dass er lügt. Dass er ein neoliberaler, sehr egoistischer Unternehmer ist und somit pures Gift für unsere Landwirte, die ihn dauernd wählen. Ich habe gesagt, dass er grobfahrlässig und schädigend für das Land handelte als er die UBS Fusion aktiv unterstützte und zum Verkauf von Gold aufrief in einer Zeit als der Goldpreis am Boden war. Er hat mit seinen dümmlichen Geschäften den Staat Milliarden gekostet. Der gleiche Mann spricht von Scheininvaliden und Asylanten, welche die Schweiz aussaugen würden. Sorry das geht für mich einfach nicht zusammen, das nenne ich komplett schizophren. Schuld an der Weltfinanzkrise hat Blocher nicht, aber Schuld am to big to fail Klotz UBS und dem grottenschlechten UBS-Trio Kurer-Ospel-Rohner aber schon.

            Obamas Wahkampf kostet 1 Milliarde Dollar. Wer bitte kann das einfach mal so aus der eigenen Tasche bezahlen. Sorry Politiker kommen und gehen und sind käuflich. Die wahre Macht hockt seit Jahrhunderten in denselben Clans. Und diese Clans steuern aus dem Hintergrund die weltgrössten Unternehmen und die wichtigsten Organisationen. IWF-EZB-BIS-FED-Goldman Sachs-Englische Bank-Deutsche Bank-Credit Agricole-Santander-Novartis-Tochterfirmen von Standardoil-Halliburton-Holcim sind deren Spielzeuge (Goldesel). Für diese Typen ist ein Milliardenwahlkampbudget ein Klacks. Und diese Typen haben bereits den letzten grossen WK und die damalige Finanzkrise gewaltig mitzuverantworten und von beidem extrem provitiert.

            Yes we can hat die neoliberale Obama Puppe geschrien und die halbe Welt glaubte ihm. Was hat Obama bewegt? Nichts, gar nichts. Er hat weitere Kriege angezettelt (denn im Libyenkrieg sind die USA auch beteiligt, da die NATO nichts anderes als ein US-Militärtool ist). Er hat die Agenda der obengannten Mächtigen einfach weitergeführt nur mit anderer Larve.

            Nochmal zurück zur UBS Affäre. Gab es da Aufklärungsarbeit? Wurden da jene, die für das Nichteinhalten von US-Gesetz verantwortlich waren bestraft? UBS-BR Merz war ein offensichtlicher Handlanger der Grossfinanz, seine FINMA hat als Kontrollorgan total versagt. Kurer-Spuhler-Rohner-Ospel-Merz arbeiten heute weiter als wäre nichts geschehn.
            @Ernst für die Finanzmächtigen und deren Vasallen gibt es keine Gewaltentrennung, da existieren die Justiz und das Parlament nicht, oder es wird ausgehebelt.
            Sehen sie mal die Gesetze welche Bush (als Notstandgesetze) nach dem 9-11 ohne das Parlament zu fragen eingeführt hat. Wer reicht und im richtigen Club ist, lebt in den USA nun definitiv sehr gut geschützt. Wer reicht ist in den USA kann sich fast alles erlauben, erhält den vollen Staatsservice und healthcare und zahlt dafür praktisch keine Steuern.
            Das gemeine Volk ist unwichtig.. Bush und Blair haben nicht nur ihre Staaten zu extremen Ueberwachungsstaaten gemacht, sondern auch die Welt in den Anfang vom nächsten grossen Krieg getrieben und dies ohne triftigen Grund. Denn Saddam hatte keine Massenvernichtungswaffen und 9-11 war ein Inside-Job (von wem auch immer, aber sicher nicht von der Alquaida). Weder der Afghanistan noch der mörderische Irakkrieg waren legitim, aber beide für die US-HAWKS und ihre Freunde in der Wirtschaft äusserst lukrativ.
            Ich sage ihnen nur soviel Ernst, wenn Syrien angegriffen wird, dann ist der nächste grosse Krieg lanciert. Denn Russland-China und der Iran sind enge Verbündete Syriens, sie wären gezwungen in den Konflikt einzugreifen.
            Die Gilde der Mächtigen schürt genau diesen Konflikt, sie wollen den ganz grossen Flächenbrand. Erst nach dem nächsten grossen Inferno kann die Welt neu organisiert werden. Dann so hoffen sie würde niemand mehr von den aktuellen Schulden sprechen.
            Das ist es was die ganz Mächtigen brauchen. Den sfr brauchen sie nicht unbedingt. Die Schweiz war einmal sehr wichtig (ab 1 WK). Vielleicht wird aber eine anderes neutrales Land die Funktion der Schweiz dereinst übernehmen, wer weiss. Ihr sprecht hier in diesem Forum so als wäre der sfr eine heilige Kuh. Morgen schon kann der Wert des sfr über den Haufen geworfen werden, wenn es sein muss.

  • Andreas Dombek sagt:

    @Urs Vorab eine Bitte. Vergessen Sie in den Betrachtungen zu diesen Problemen die Globalisierung. Denn m. E. ist diese kein wesentlich verantwortliches Moment für die vielen derzeitigen Auswüchse, denn es dient eigentlich nur zur Augenwischerei bestimmter Kreise. Die Verantwortlichen haben einen schweigsamen Schuldigen auf den sie die gesamte Verantwortung abladen können und alles Volk stimmt dem Märchen „überzeugt“ zu.

    Folgend ein kleiner Hinweis ins 3. bis 4. Jahrhundert nach Rom. Dort hat sich der Handel und Geldfluss derartig verändert, weil überwiegend die Geld- und Finanzpolitik gestaltet und realisiert wurde. Aus allen Ecken des Imperiums kamen Waren und Tand nach Rom. Das Problem hier ist erkennbar, dass die inzwischen „faulen und trägen“ Römer ihre Produktion teilweise in die Provinzen ausgelagert haben. Für dem Römer war nur das Geld war die wahre Ware. Die eigene Produktion stagnierte, eine Provinz nach der anderen entzog sich der Kontrolle, der riesige Kapitalberg konnte trotzdem den beginnenden Zusammenbruch nicht aufhalten, weil sogar die Kriegswaffenproduktion oft außerhalb von Rom war. Durch den kapitalisierten Reichtum wurde die Masse arm und das Ergebnis kennt man ja. Durch diese gnadenlose Verarmung der Massen und Entziehung von Produktionsmöglichkeiten aus den Stammlanden wurde großteils die Basis des Imperiums zerstört. Der „normale“ Römer war an den gigantischen Geldflüssen nicht beteiligt, außer als inzwischen sehr billige Produktionskraft. Fast so preiswert wie ein Sklave. Eine gewisse Parallelität zu unserer Zeit.

    Aber es geht hier weiter. Wenn man sich die Gotik betrachtet ist man von den gigantischen Kirchen richtig erschlagen. Aber, und das ist sehr wichtig, wie wurde all dies finanziert. Und hier taucht ein Geldsystem auf, welches die späteren alten und ganz besonders die heutigen „Kapitalhalter“ scheuen die der Teufel das Weihwasser: Das Demurrage-Geld, oder auch Frei- oder Schwund-Geld. Dieses Geld, in der Gotik aufgetaucht und halbwegs brauchbar entwickelt, war nicht nur in beschränkten Gebieten sondern auch als königlich-kaiserliches Reichsgeld im Heiligen Römischen Reich in gebrauch. Die Idee und auch historische Wirklichkeit war, dass praktisch Jedermann und natürlich Jederfrau Geld in den Händen hatte. Es war auf kleiner Wertigkeit sowie Teilung aufgebaut und hatte die primäre Aufgabe, im Umlauf zu Handelszwecken innerhalb des gesamten Volkes zu bleiben. Deshalb hatte es eine gewisse Verfallzeit. Das gemeinte Reichsgeld z. B. verlor jedes Jahr einen Viertel seiner Wertigkeit. Jeder Besitzer war erpicht, dieses Geld schnellstens loszuwerden und deshalb dieses in neue Sachen, Verbrauchsgüter und sonstigen Tand zu investieren. Der Vorteil ergab dieses: Horten von Geld war sinnlos, denn es beinhaltet automatisch einen gewissen Negativ-Zins! Die Ausgabe war sinnvoll. Fast jeder Bewohner hatte Geld und der Tauschhandel verlor an Bedeutung. Auch kleine Leute aus ärmlichen Verhältnissen konnten sich einen gewissen kleinen Kapitalsockel anhäufen, natürlich mit der Überlegung, so bald als möglich dieses Geld loszuwerden. Durch geringe Werthaltigkeit wegen der Verwendung von Buntmetallen und Silber war es deshalb sehr geläufig. Es ist eindeutig ein Arbeits-Geld. Die Gotik, natürlich mit Einschränkungen, ist eine sehr moderne und extrem entwicklungsfähige Zeit gewesen. Nix da mit finsterem Mittelalter. Schaut doch recht brauchbar aus diese Geldpolitik. Fast zu modern, um wahr zu sein.
    Ein Problem entsteht jedoch dabei in sehr extremer Form: Der ab dem 12./13.Jahrhundert beginnende Fernhandel zwischen z. B. Oberitalien und Oberdeutschland über die Alpen hat mit solch einer Geldart seine Schwierigkeiten. Wie kann man Unsummen von Geld für den goldenen Tand, für Gewürze, Waffen und den orientalischen Edelkitsch mit diesem „Arbeitsgeld“ bezahlen, werthaltig die fernen Werthinterlegungen und die hierzu notwendige Kapitalakkumulation wertsicher und handelbar durchführen? Vom Transport des werthaltigen Geldes nicht zu sprechen. Natürlich geht so etwas praktisch nur mit dem Gold-Geld. Und hier sehe ich die echte Geburtstunde des geldwerten Kapitalismus. Das Gold-Geld verliert extrem an der Arbeits-Funktion und verfestigt die Kapitalisations- und Wertsicherungs-Funktion. Die Folge davon: Ab der Mittel- und besonders der Spät-Gotik verliert das „Arbeitsgeld“ der normalen Leute langsam und dann vollkommen an Bedeutung und ab der Renaissance ist aller vorbei. Die Karten für „Gold-Geld“ sind gemischt. Das Zahlungsmittel aus Buntmetallen, Silber und Eisen sind nur noch Scheidemünzen, das wirtschaftsbelebende Arbeits-Geld des schöpferischen Volkes ist vernichtet, vergessen und ausradiert. Über die dadurch einherschreitende Massenverarmut im Volk braucht man sicher nicht mehr schreiben. Es entstand ein probates Werkzeug um die Massen zu unterdrücken und auszubeuten.
    Dies hat eine frappierende Ähnlichkeit zu unserer Zeit, ca. 500 Jahre nach dieser unheilvollen Entwicklung. Luther, Zwingli, Morus ua,m. sind zwingende Kinder dieser damaligen Entwicklung.

    Wenn men diese Entwicklungen untersucht wird man sehr schnell die Verantwortlichen finden. Aber eine passende Medizin scheint heutzutage noch nicht vorhanden zu sein, aber vielleicht sollte man die gute alte Medizin des Mittelalters anwenden: Den Aderlass. Aber ja nicht bei den blutleeren Kleinen. Das Märchen, dass man fettes Volk nicht zur Ader lassen könne, ist natürlich eine vielen Leuten furchtauslösende Geschichte und soll die Großmutter, die Kinder und das übrige dumme Volk nur nachhaltig ängstigen.

    Urs, Sie sehen. Alles ist schon mal da gewesen. Ursache und Wirkung haben fast gleiche Quellen! Aber auch fast gleiche Medizin.

    • Urs sagt:

      Hr. Dombek,
      danke für Ihre Ausführungen… ein kurzer Rundgang durch einen Teil der Geschichte. So, Interessant zum lesen… Soweit vor und zurück kommt man ja nicht so ohne weiteres. Nun ich denke schon auch, das „alles schon mal da gewesen ist“ nur halt mit anderem Aussehen. Da schätze ich den Mensch in seiner Begrenztheit glaube ich schon richtig ein…

      Globalisierung ist meiner Meinung nach nicht so einfach vom Tisch zu wischen da der Begriff ja seit nunmehr +30 Jahren verwendet wird um so manches durchzusetzen was vorher als unmöglich galt….Innen- wie Aussenpolitisch. Die aktuelle Form der Globalisierung hat keinerlei Soziale noch Demokratische noch Zivilgesellschafltiche Elemente irgendwo verbindlich Geregelt. Warum nicht?

      Globalisierung in Ihrer heutigen Form, also der Neoliberalen Variante, hat ja erst ermöglicht das man sich aller möglichen Kontroll- und Steuermechanismen und somit auch Begrenzungen entledigt hat. Das alles ist ja nicht zufällig oder als Naturgesetz dahergekommen sondern strategisch geplant und durchgeführt soweit das Innenpolitisch durchsetzbar war und ist…

      Liberalisierung ist am Ende das Recht des Stärkeren und hat mit Freiheit nicht’s zu tun….

      Selbstregulierung, Deregulierung, Wettbewerb… als Dogmen die man konsequent umgesetzt hat. Dies alles bei gleichzeitigem und Erfolgreichen Versuch den Staat und dessen Fähigkeit der Umverteilung zu Gunsten der Zivilgesellschaften zu demontieren. Ich habe oben ein paar kleine Beispiele gegeben mit welchen Mechanismen versucht wird die Staatlichen Einnahmen in Private Systeme umzuleiten. Um dies zu erreichen wurden in den vergangenen +30 Jahren 1000 von Vorschriften und Gesetzen dementsprechend angepasst und nun Wundert man sich das ein Staat nach dem anderen Bankrott ist…

      Seltsam, wo doch dies eines der Ziele der Globaliserung a la WTO war und ist. Der Staat soll auf eine Handvoll Kernaufgaben reduziert werden wärend alles andere rein Privatwirtschafltich zu machen ist… Dumm nur, das Investoren und Unternehmen nicht Willens noch in der Lage sind sich um die vielfältigen Zivilgesellschaftlichen Aspekte zu kümmern… die meisten davon eben nicht Rendite- und Profitorientiert.

      Erheiternd für mich, wenn sich dann gewisse Bürger entrüsten das der Staat in irgendeinem Bereich Profite generiert. Aber was soll denn der richtige Weg sein? Alles nur mit Verlusten zu betreiben… Schon möglich, aber das geht nicht ohne Steuern, Abgaben und Umverteilung. Aber nicht mal das will man… Also komplett eliminieren so wie das gerade in Gross Britanien, Griechenland, Spanien, Ungarn usw. durchgezogen wird?

      Schaue ich mir etwa die neuen EU Länder an, also die ex. GUS Länder, so war das dort vor 20 Jahren wesentlich einfacher weil die Menschen dort vom bisherigen System weg wollten und dem neuen enthusiastisch entgegenstrebten… Man musste den Menschen nicht etwas wegnehmen sondern gab vor ihnen etwas zu geben. Was nun, mehr als 20 jahre später, eben nicht der Fall war…

      Seit einiger Zeit kommen aber auch die alten EU Länder durch die Neoliberale Globalisierung unter die Räder… Eigenverantwortung, Selbstregulierung, Liberalisierung bei gleichzeitiger Demontage der Mittel die nötig wären um dies Bewerkstelligen zu können funktioniert offensichtlich nicht. Hier muss man den Menschen etwas wegnehmen um die Deregulierung implementieren zu können… Das Thema PFZ ist nur eines von Zahllosen aber eines was die Menschen direkt negativ betreffen kann und es auch tut… Wettbewerb um Lohn und Brot wie früher schon an der Wall Street als die Sklaven aus Afrika dort an der Mauer zu Markte gestellt wurden…

      Wettbewerb ist am Ende das Recht des Stärkeren und hat mit Fairness und Gerechtigkeit nicht’s zu tun….

      Nun sind meiner Meinung nach beide Seiten, also die alten und neuen EU Länder, soweit das es ohne ständige Wiederholgung von Aussagen wie „wir müssen das tun damit es nachher allen besser geht“ wärend gleichzeitig weiter der Abbau und Raub dieser Länder weitergeht… Jede neue Situation wird nur dazu benutzt noch mehr Wohlstand von unten nach oben zu transferieren… Die Debatte über das Budget in den USA ist im Kern nicht’s anderes… Ist man Willens dies zu stoppen oder eben nicht… Ich denke es geht hier nicht darum ob das überhaupt möglich ist, denn an Geld und Wohlstand fehlt es nicht, sondern einfach darum wer sich am besten aus des Staates angeblichem Füllhorn am besten bedienen kann…

      Die Bürger, die abhängig Beschäftigen, die Lohnempfänger werden mit so einem Selbstverständis oder auch Zeitgeist, so einer Kompromisslosigkeit, der üblich gewordenen Polarisierung garantiert nicht dazu gehören… die haben nämlich nicht die Mittel dazu…

      …ausser einem immer unverbindlicheren Stimmzettel… welcher die Suche nach Verantwortlichen eher erschwert als erleichert… und irgendwie schon keine Medizin zur Heilung mehr sein kann…. bei den Alternativen eher schwierig. Leider…

  • Urs sagt:

    Nun, ein elementarer Nachteil, wenn man das so deklarieren möchte, von Demokratischen Strukturen ist deren Langsamkeit und Unberechenbarkeit. Beides Faktoren welche den Investoren und deren Streben nach Profitmaximierung in die Quere kommen… es gibt aber noch andere…

    Ganz nach den Inhalten des MAI Abkommens (heute die WTO Handelsverträge) ist dort von Demokratie nur als Hindernis für die Maximierung von Renditen und Profite die Rede. Jegliche Investorentätigkeit ist im Geiste dieser Verträge als das oberste Gut angesiedelt… alles andere muss sich dieser Tätigkeit und der Erreichung der Ziele unterordnen…

    Daher auch der Abbau von Kapitaltransferbehinderungen jeglicher Art… ja nicht mal Kapitaltransferkontrollen werden als Sinnvoll angesehen und behindern nur… Kein Wunder, damit lassen sich die Geldströme einfach annonymisert rund um den Globus transferieren… ja, es geht hier nicht um die lächerlichen 5 Stelligen Beträge welche für die angeblich erleichternde Erhebung von illegalen Geldern deklariert werden müssen…

    Steht alles in den WTO Verträgen drin… der IMF als Ausführendes Element trägt seines dazu bei und gibt den sich aufbäumenden Nationen, Bürgern und Zivilgesellschaften den Todesstoss sofern es die WTO Verträge nicht schon vorher geschaft haben…. Investorenschutz und hier nur private Investitionstätigkeiten als oberstes schützenswertes Gut. Staatliche Investitonstätigkeiten in Profitablen Bereichen sind nicht schutzwürdig und unerwünscht… sofern nicht wieder private Investoren ihre Massgeblichen Anteile daran erhalten…

    Streiks, Arbeitsgesetzte, Gesamtarbeitsverträge, Umweltschutz, Patente, Urheberrechtsabgaben (TRIPS und ACTA Abkommen) Subventionen, Steuern und Abgaben, Zölle und andere Tarife, direkte Steuersysteme, Steuerprogression, Steuern auf Unternehmen, Kapitaltransfergebühren, Demonstrationen, ja sogar Staatlich-Gemeinschafltiche Systeme wie etwa Gesundheitsvorsorge, Bildung, Transportsysteme (Oeffentlicher Verkehr), Abfahlentsorgung, Kultur- und Sportbetriebe…

    Ja all das wird als Behinderung privater Investitonstätigkeit und Behinderung der Maximierung von Renditen und Profiten angesehen sofern dies mit Steuergeldern und somit im Gemeineigentum getan wird. Man hat sich also nicht unabsichtlich sondern strategisch nicht darum gekümmert diese Systeme mittels Steuern zu unterhalten oder sogar auszubauen sofern diese nicht direkt irgendwelchen privaten Investitonstätigkeiten als Unterstützung dienen…

    Jegliche Privatisierungsvorhaben sind nur unter diesen Aspekten zu betrachten. Keinesfalls denkt auch nur einer der Akteuere jemals an die Bedürfnisse der Bürger im Sinne einer verbesserung der Partizipation am geschaffenen Wohlstand. Investoren mit mehr Kapital als alle Nationstaaten zusammen in ihren Budgets verwalten, stehen über Demokratsich-Zivilgesellschafltichen Aspekten. Das war mehr oder weniger schon immer so, nur die absoulute Konsequenz mit der dies in den Industrienationen umgesetzt wird ist neueren Datums…

    Deshalb kommen diese Investoren die täglich 100′ von Milliarden verschieben in den Medien auch nicht vor…Gesellschaftschädigend wie die in Wahrheit sind… den wer sonst transferiert sein so gewonnenes Kapital schon mit solcher Konsequenz in die dafür geschaffenen Steueroasen? Spekulation wird verniedlicht oder sogar als Realistische und Notwendige ja GesundeTätigkeit deklariert. Dabei wird stets unterlassen das die Spekulationssummen den tatsächlichen Bedarf an Krediten die sich aus der Realwirtschaft ergeben um das ca. 100 Fache übersteigen. Schuld sind nur andere…

    Schuld sind u.a auch Faule Bürger, Scheininvalide, Sozialschmarotzer, Arbeitslose, prekär Beschäftigte, wenig Verdiener die angeblich einfach nur zu faul sind, die jungen weil sie jung sind und ohne Arbeitserfahrung, die alten weil sie alt sind und zu langsam…

    Nun, wir sind bereits soweit das es für gewisse verantwortliche in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft nicht mal ein Fehler ist Steuergelder direkt für die Rendite- und Profitgenerierung von Privatrechtlichen Systemen (Aktionären) zu verwenden… wie etwa Ideen wie diese, bei denen staatliche Altersheime verpflichtet werden Personal und andere Ressourcen für privatrechlich organiserte Altersheime zur Verfügung zustellen… Lohn- und Sozialksoten lasten auf dem Staatlichen Altersheim wärend sich der private Betreiber das Personal nach Bedarf ausborgen darf… ohne Profite für das staatliche Altersheim versteht sich. Die bleiben beim privaten Betreiber…. Das gleiche übrigens auch ab 2012 wenn Steuergelder für private klinikbetreiber asugeschüttet werden um die staatlichen Spitäler in einen „gesunden“ Wettbwerb zu stellen da diese ja nur ineffizient, zurückgeblieben und zu teuer sind… aber nach wie vor in Gemeinschafltichem Besitz.

    Die letzte Unverfrorenheit gegenüber den Bürgern der überschuldeten Nationen welche ganz im Geiste des MAI Abkommens bzw. der WTO Verträge (auch der EU Verfassung-Vertrag von Lissabon) zu sehen ist, war das heruntersetzen der Creditratings (Griechenland) weil sich an der Sanierung i.e Verlustgefahr auch private Investoren beteiligen sollten…

    Parallel dazu geht die Schere zwischen den Nichts Habenden und denen die Haben immer noch weiter auf. Eine gewollte und strategische Entwicklung. Das hindert aber niemanden daran, diejenigen die immer weniger haben noch Stärker an der Sanierung der Haushalte zu beteilgen… Mir ist nicht ganz klar wann es in der neueren Gechichte der Menschheit eine ähnlich umfassende (Globalisierung) und systematische Entwicklung gegeben hat… Gab es eine aus der sich Vergleiche ziehen lassen?

    • Tom Baer sagt:

      @Hier habe ich ein paar Infos zu Schere:
      http://www.guenther-hartmann.de/Artikel/OeP139_Moewes.pdf
      „Real steigt die Wertschöpfung nur linear, die private Abschöpfung dagegen exponentiell. Wäre das BIP exponentiell gestiegen, hätten wir eine Umweltkatastrophe unvorstellbaren Ausmasses.“

      • Urs sagt:

        Hallo, Danke für das PDF 🙂

        Nun, solche Berichte, täglich, in beliebigen Varianten in den Medien das wäre was anstatt konstant über die Banalitäten der Finanzmärkte und über faule Griechen sowie Scheininvalide und Risikosportarten zu berichten…

        Aber dann, wer kann als Beteiligter der realen Wertschöpfung dazugehören wird sich auch nur einer spezifischen Wahrheit verpflichtet fühlen…

  • Andreas Dombek sagt:

    Was mich an der Aussage von P. Krugman sehr verwirrt, ist seine Meinung bezüglich der sog. „Ähnlichkeit der Deflationspolitik unter Kanzler Brüning ….. mit der Krisenpolitik der Eurozone und die ….. Folgen dieser Politik“. Sicherlich kann man von gewissen Ähnlichkeiten an den Ergebnissen solcher Entwicklungen sprechen, jedoch verbietet sich der Vergleich der Ursachen und die Weiterentwicklungen oder gar Lösungen der heurigen Problematiken.

    Die von Brüning zu lösenden grundsätzlichen Probleme sind großteils durch die astronomischen Reparationsforderungen der Alliierten gewesen. Dem Dt. Reich wurde eine Forderungssumme von ca. 270 Milliarden Goldmark (damaliger Wert) gestellt. Bei einer äquivalenten Kaufkraftbetrachtung (bezogen auf 1914) sind das heurige ca. 1,31 Billionen Euro. Durch Erlasse und durch die geduldete Nichtzahlung von Hitler wurde der Betrag auf ca. knapp der Hälfte reduziert.

    Was leider oder auch gerne vergessen wird, sind die realen Abführungen wie z. B. Kohle, Eisen- und Stahlhalbfabrikate, ca. 800 Schiffe, ca. 20.000 Lokomotiven, Eisenbahnwagons, Sonder- und Spezialgerätschaften und noch viele anderen Investitions- und Schwerindustriegüter. Da gibt es kein richtiges Ende. Ironischerweise ist auch sogar ein gewisser Kern der besonderen Leistungsfähigkeit der späteren dt. Schwerindustrie, welche nach der Machübernahme sofort und ohne große Anlaufschwierigkeiten diesen Industriekomplex dem „Führer“ zur Verfügung stellen konnte. Natürlich auch noch die riesigen verlustigen Werte durch freiegegebene und geplünderte dt. Patente sowie sonstige Nutzungsrechte. Den Wert von diesem Tand und sonstiger Geisteswerte muss man wohl auch mit bis zu 50 Milliarden Goldmark anschätzen. Das war natürlich auch ein wesentlicher Entzug von Fiskalmitteln in Deutschland. Still und leise. Und das alles kann man nicht als eine lässige Petitesse anzusehen. Das alles ist keine Exkulpation der verfehlten Maßnahmen von Brüning, aber es soll doch die in der damaligen und sogar bis in unsere Zeit wirkende vielschichtigen Probleme besser beleuchten. Die kaiserlich-reaktionären (Hindenburg und sein dubioser Sohn), nationalistischen und extremlinken Kreise haben, wie von der anderen Schreiben sehr richtig beschrieben, dann ihre Destruktionspolitik durchgeführt.

    Um dieses Problem nicht nur als „Vergangenheit“ anzusehen, ist es interessant, dass die Bundesrepublik Deutschland am 03.10.2010 (welch eine Ironie, denn es ist der dt. Nationalfeiertag) die entgültig letzte Zahlung an die Alliierten des 1. Weltkrieges in Höhe von ca. 70 Millionen Euro gezahlt hat.
    Somit könnte man den 1. Weltkrieg als finanziell abgeschlossen betrachten, tja, wenn es nicht im anglo-amerikanischen Heuschreckenkomplex wieder so ganz superschlaue und sich äußerst agil gebende Finanzhaie hätte, die sich still und heimlich amerikanische Anspruchsscheine, die durch den amerikanisch Erlass der Forderungen gegen Deutschland eigentlich nicht mehr bezugsfähig sind, zu symbolischen Preisen von wenigen Dollars je Zentnergewichten gekauft hätten. Diese Finanzpsychoten wollen gegenüber Deutschland das gestundete und teilweise erlassene Geld beanspruchen und wohl sogar juristisch diesen eigentlich abgeschlossenen Fall durchziehen. Es geht nur um den Kleinbetrag bis ca. 50 Milliarden Euro. Ob man hier bereits von Parasitentum sprechen kann, sollte man mit klarem Kopf überlegen. Aber man sollte die Parasiten nicht mit solchen Menschen vergleichen.

    Fazit: Ob in diesem Wirr-Warr die Aussage von P. Krugman stimmen kann, muss sehr ernsthaft bezweifeln. Es erscheint auch die Frage, ob P. Klugman gänzlich frei von selbstsüchtigen US-amerikanischen Interessen ist.
    Als eine kleine Teillösung sollten die zur Befreiung von solchen Plagen neigenden Europäer jetzt eine alte, aber immer noch sehr bewährte US-amerikanische und auch britische Taktik anwenden: Einige Kanonenboote nach Neu York senden und die Wall Street mit einem Stahlgewitter eindecken. Denn Wall Street liegt in einer idealen Schussweite solcher Schiffsgeschütze.

    • Thomas Ernst sagt:

      @Andreas Dombek
      Die Idee mit den Kanonenbooten finde ich höchts bedenkenswert. Allerdings wird man mit der Gorch Fock und ähnlichem Gerät der Deutschen Marine wenig Wirkung erzielen….

      • Andreas Dombek sagt:

        @ Thomas Ernst

        Ein sehr überzeugender Einwand mit der Gorch Fock.

        Alte Taktiken müssen nicht schlecht sein. Deshalb liegen beim Ueli dem Knecht in Bern die Anträge, die Schweizer Marine zum Bombardement der Wall Street einsetzen zu können!
        Geplanter Schlachtruf: „Rache für UBS“.

        Der damalige Einsatz der Schweizer Marine vor Somalia hat das ganze europäische Volk so überzeugt.

        • Thomas Ernst sagt:

          …naja, vielleicht könnte die SNB ihre Dollarbestände in 1-Dollar-Noten (längere Zeit feucht gelagert) aus einem Zeppelin über der Wall Street ausschütten und den Sumpf dort mit dem gammligen Zeug zumüllen. Im Keller der SNB nützen die Dollars ja eh nix, da werden sie nur laufend weniger wert….

          • Andreas Dombek sagt:

            @ Thomas Ernst

            I wird narrisch! Die US-Dollares als abwerfbarer Ballast.

            Na hoffentlich schießt das marode Luftschiff nicht unkontrolliert in die Höhe. Nun, zum Not hat man dann noch den überschweren Franken.
            Wer hoch steigt kann auch tief fallen. Alte Flieger- und Luftschifferweisheit.
            Nachtrag: I glaub bei de Spekulante au.

  • Kaspar Scheidegger sagt:

    Egal, wo die Politiker sitzen, ob in Washington, Brüssel, Berlin, Paris oder Bern, sie sind nicht fähig, rationales Handeln und Konsens vor Populismus, Dogmen und Wiederwahlsschanchen zu priorisieren und fahren lieber die Karre an die Wand, als dass sie das Risiko in Kauf nehmen, konstruktive Zusammenarbeit, welche vielleicht unpopulär ist, und sie Verwaltungsratsmandate, Einkommen und evtl. sogar Stimmen kostet, zu pflegen.
    Es ist wirklich ein Trauerspiel, wie die Politik weltweit versagt im Moment.

  • Benedikt sagt:

    Die meisten Euro Länder müssen sparen, weil ansonsten keiner ihre Anleihen kauft. Wenn sich die Staaten das Geld nicht leihen können, können sie es auch nicht ausgeben!!! Diese einfache Wahrheit hat noch nicht jeder kapiert.

    Auch bei den großen Euro AAA Länder sieht es nicht so gut aus. Wenn Frankreich seine Neuverschuldung nicht ordentlich reduziert, verliert es auch das AAA Rating. Deutschlands Handelsbilanzüberschuss macht 6% des BIP aus. Wenn die Weltwirtschaft wieder einbricht ist Deutschland AAA Rating auch in Gefahr.

  • hp marti sagt:

    Armeen abschaffen, diese toetlichen Spielzeuge der Machthaber sind nicht mehr finanzierbar

    • Thomas Ernst sagt:

      @HP marti
      Die Sowjetunion ist letztlich an ihrer wirtschaftlichen Schwäche gescheitert, und damit ist auch die Rote Armee zusammengebrochen. Wir werden jetzt grad dasselbe mit den USA erleben: Das Land ist derart pleite, dass es sich diese überdimensionierten Streitkräfte und ihren Einsatz quer durch die Welt einfach nicht mehr wird leisten können.
      Wie die Libyen-Geschichte zeigt, geht den meisten europäischen Armeen die Munition ja schon nach 3 Wochen Dauereinsatz aus. Auch in den USA wird man vermehrt Militäreinsätze nach ihren Kosten planen müssen.
      Ich bin auch fürs Abschaffen aller Armeen. Die Zeit ist reif, dass wir einen Schritt weiter kommen in der Evolution.

  • Alain Burky sagt:

    Als interessierter Nichtfachmann in Oekonomie eine Frage.
    Gibt es hier auch einen „kritisch-rationalen“ Ansatz ?
    Etwa: falsifizieren liefert bessere Ergenisse – als verifizieren.
    Manchmal, muss man die „am wenigsten schlechte Loesung waehlen“.
    Ich bin mir bewusst, dass man historische Ereignisse eben nicht wiederholen kann.

    • Andres Müller sagt:

      Bedenken Sie, jedes „ökonomische Experiment“ erfolgt an Menschen. Der Rationalismus kann in der Ökonomie zur Katastrophe führen, da der Mensch Subjekt und nicht Objekt ist. Die Ratio dient dem Menschen als Individuum nur zu einem Zweck, nämlich seine materiellen Grundlagen zur Existenz zu verbessern. Weil der Mensch aber in einem teilchaotischen Ökosystem seine Ratio gegen die Ratio anderer Menschen einsetzt (der Markt) muss die Ratio mit fraktalen Regeln umgehen lernen. Die Begünstigung einer bestimmten Verhaltensweise zu einer bestimmten Zeit muss nicht übereinstimmen mit Verhaltensregeln die in Zukunft besser sind oder die sich in der Vergangenheit bewährt hatten. So ist es auch beim Menschen, es lässt sich nicht vorhersagen welches Personenprofil eines Politikers sich in Zukunft als Gut oder Schlecht für die Gesellschaft herausstellt. Aus meiner Sicht ist nur eines sicher, Demokratie ist die einzige Möglichkeit zur Abstimmung zwischen uns denkenden Geschöpfen, ohne in Krieg auszuarten. Aus diesem Grund bin ich für die Einführung von Demokratie in die Wirtschaft. Demokratie ist dieses Instrument zur Verifizierung nach der sie suchen und es ist eher Vorteil als Nachteil (Langfristig) dass Demokratie träge ist.

      • Alain Burky sagt:

        Danke Herr Mueller,
        ich bin sehr zufrieden – mit Ihrer Erklaerung …

      • Alain Burky sagt:

        Wenn man, auch auf Grund oek. Erkenntnisse, als „sensibler Mensch“ ein bisschen das Vertrauen in diese Art „Wissenschaft“ verliert, was wueren Sie mir als eine Mischung „Schopenhauer/Popper“ raten:
        Heraus: aus USD/EUR/CHF:
        Hinein: in NOK ?

  • Lexi Pim sagt:

    “Das europäische Projekt, so wie es jetzt aussieht, ist gescheitert.” Das ist einfach nur dummes Zeug! Die europäische Integration, fängt jetzt erst richtig an. In Kürze wird es Euroland geben. Das dauert wahrscheinlich kein halbes Jahr mehr. Mit einer eigenen Regierung, einheitlichen Finanz- und Sozialstandards, etc. Dann können alle anderen, die nicht dabei sind, mal sehen, wo sie bleiben – einschliesslich USA. Vorher muss allerdings noch der Haircut stattfinden – und zwar für ALLE in Euroland. Erst dann ist die Basis geschaffen, wieder auf stabile Strukturen bauen zu können. Und wisst ihr was? Alle werden das Ergebnis lieben, weil es nämlich (ausser Chaos) keine Alternative dazu gibt. Spannend wird lediglich die Frage: Wer macht zuerst den Haircut: Euroland oder die USA? Im Moment ist Euroland der Motor der Entwicklung. Ich tippe darauf, dass Euroland auch in Zukunft mehr Vertrauensvorschuss und damit Kredit bekommen wird.

    • Thomas Ernst sagt:

      @Lexi Pim
      Und Sie glauben wirklich, dass sich die Völker der betroffenen Nationen diese Enteignung gefallen lassen würden? Denn darauf müsste eine solche Vereinheitlichung zweifellos hinauslaufen. Das geht eigentlich nur, wenn man auf die Demokratie pfeift, oder eine externe Kraft (wie weiland Napoleon in der Helvetik) die vorhandenen Widerstände plattwalzt.
      Auf welches Szenario spekulieren Sie denn nun so frohgemut?

  • Michael Schwarz sagt:

    Der Goldstandard hat die Ausweiterung des Geldmenge verhindert, somit hatte der Liquiditätszufuhr, die der Markt dringend brauchte, nicht durchführen kannte, dies hatte die Wirtschaft in die Depression der 30er geführt. Das ist die historische Tatsache, deshalb hatte Keynes seine makroökonomischen Modelle zu seiner Zeit entwickelt, er hatte das Ziel, dass in Zukunft die Menschen nie wieder unten solche Wirtschaftsdepression leiden müssten. Aber es ist auch eine historische Tatsache, dass nach der Publikation seiner Konjunkturtheorie IS/LM in der 30er, die Wirtschaft und Kapitalmarkt wiederholt in der Krise stutzten. Die Menschen und Gesellschaft genau so gelitten hatte, wie in der 30er, obwohl seine Theorie zum Standardwerk eines Wirtschaftsstudiums alle Universität ist.

    Der Goldstandard ist keine Lösung für verantwortungslose Geldpolitik einer Zentralbank, dies wird die Weiterentwicklung der globalen Wirtschaft bremsen. Die Frage ist es, wie wir die Geldexpansion einschränken, gleichzeitig die Abhängigkeit jener Zentralbank garantiere. Die Lösung ist eine globale Verrechnungswährung zu erschaffen, die auf Goldstandard der Welt gemessen wird, in diese globale Verrechnungswährung wird keinen Zins gezahlt, die gehört auch keine einzelne Nation, die dient als Reservewährung für alle Nationen. Die existiert als Verrechnungseinheit für alle nationale Zentralbank.

    • willi aerne sagt:

      Es wird immer wieder behauptet, die Theorie von Keynes funktioniere nicht mehr. Kunststück, was nicht praktiziert wird, kann ja auch nicht funktionieren. Wenn der Staat in schlechten Zeiten noch spart und in guten Zeiten keine Überschüsse generiert (z.B. weil sich eine „Tea Party“ oder eine SVP dagegen sperrt) dann ist das das Gegenteil der von Keynes empfohlenen Massnahmen.

      • Michael Schwarz sagt:

        will aerne: Wenn Sie die Wirtschaftsgeschichte letzter 80 Jahren studieren haben, werden Sie sehen, dass Keynes Theorie auf der Grundlage des Goldstandards entwickelt wurde, was nach 1971 nicht mehr der Fall ist. Der Kapitalmarkt erreicht ein unvorstellbare Volumina, die durch die Deregulierung und Liberalisierung der Kapitalmärkte geschaffen wurde. Die Regulatoren sind nicht mehr in der Lage die globalen Kapitalmärkte zu kontrollieren. Der freie Markt kann kreativ sein, um Probleme zu lösen, aber diese Kreativität kann auch gegen des Interessen der Wirtschaft und Gesellschaft umgeschlagen werden. In dieser Situation können die Regulatoren nichts tun, wo die Situation entschärft wird. Bsp. wie letzte paar Tage. Die Bemühung der Regierung und Zentralbank wird am Ende Wirkungslos bleiben, weil sie die Kontrolle privatisiert haben.

        Das Fazit: Keyne hat in anderer Zeit gelebt, seine Theorie dient die Problematik der vergangen Zeit. Ein Teil können wir übernehmen, welches in unser Zeit die Gültigkeit hat, das ist ausser Frage. Aber die Übertragbarkeit seiner Theorie müssen wir heute kritisch in Fragen stellen.

        • Tom Baer sagt:

          m. schwarz: auch vor 1971 wurde die Theorie von Keynes nicht gelebt, darum kam es 1971 zu dem Problem oder sehe ich das falsch? In Bretton-Woods hat sich doch Keynes für den Bancor eingesetzt und durchgesetzt hat sich das System von Harry Dexter White, einem Amerikaner der übrigens ein Spion der Sowjets war.

          Vermutlich konnte sich Keynes nicht durchsetzen weil, der Bancor nicht seine Idee war, sondern die von Hjalmar Schacht der schrieb:“Einem internationalen Geld müsste in allen zugehörigen Ländern die gesetzliche Zahlkraft verliehen werden. Man müsste mit ihm in allen diesen Ländern alle Verpflichtungen gegen Staat und Private erfüllen dürfen. Ein Währungsinstitut, einerlei ob Bank oder Regierungsorgan, das solche Vollmacht bekäme, würde zum Herrscher der Welt. Eine undenkbare Sache.“

          Wie ist der aktuelle Stand des „neuen“ Bancors im Wikipedia steht unter Bancor folgendes:
          „Im Zuge der Finanzkrise ab 2007 wurde die Idee einer zentralen Verrechnungseinheit, die als globale Reserverwährung fungiert, wieder aufgegriffen. Der Präsident der Chinesischen Volksbank Zhou Xiaochuan schlug im März 2009 vor, die Rolle der SDR auszubauen und als einzige globale Reservewährung zu etablieren. Der Vorschlag erfuhr Unterstützung von russischer Seite und auch der französische Präsident Nicolas Sarkozy betonte die Vorteile eines supranationalen Währungssystems. Im April 2010 diskutierte der IWF in einer Veröffentlichung die Problematik und nannte als eine Möglichkeit die Entwicklung von SDR hin zu einer internationalen Währung, die „Keynes‘ zu Ehren zum Beispiel Bancor genannt“ werden könne.“

          • Michael Schwarz sagt:

            Tom Baer: Seit der Abschaffung des Goldstandards gerät das Finanzsystem zusehend im Ungleichgewicht, vor allem durch der Liberalisierung und Deregulierung in 90er war die totale Vernichtung des bereits geschwächten Finanzsystems. Die Krise in 2000 hat uns den Warnsignal geben, was wir taten, sind die Verantwortung an neuen Technologie das Internet zu verschieben. Wir hatten dem Kern der Problematik gar nicht erkannt, erst in 2008, folgende Krise erkannten wir, wo die Problematik war.

            Wie ich wiederholt gesagt habe, ist es kein Zufall das Finanzsystem zusammenbrach, ist es auch kein Fall die USA Triple AAA verlor, ist es kein Zufall den Dollar seinen Wert massiv verlor, ist es kein Fall den Franken in die Luft flog. Deshalb wird es auch kein Zufall sein, dass nächste Krise und Zusammenbruch durch kleiner Banalität ausgelöst werden. Der Fehler liegt nicht an kleinen Banalitäten, sondern in der Konstruktion dieses Systems und die Inkompetenz und Käuflichkeit der Wirtschaftsführung und Notenbanker der modernen Zeit.

          • Tom Baer sagt:

            m. schwarz: Ich bin da voll Ihrer Meinung. Der Bancor entspricht doch sehr Ihrer Lösung oder nicht? Wikipedia zum Bancor: „Der im April 1943 veröffentlichte Entwurf sah die Einführung des Bancor als internationale Verrechnungseinheit vor, an die die teilnehmenden Währungen gekoppelt werden sollten. Der Wert des Bancor selbst sollte durch Gold gedeckt werden.“

            Natürlich muss das „Zinsverbot“, das in allen Weltreligion gilt, wieder eingeführt werden.

            Und die verstaatlichung des Geldes, wie es die http://www.inwo.ch vorschlägt tönt für mich auch gut.

  • Paul Krugman will wohl die Geschichte neu schreiben. Für das Desaster verantwortlich waren sowohl in den 1930ern als auch heute, die U.S.A. und nicht Europa. Der Rest der Welt kann nun einmal mehr auslöffeln, was der U.S. amerikanische Kapitalismus ihr eingebrockt hat.
    Soweit mal zu den Verantwortlichkeiten.
    Staatsfinanzen sind durch Steuern und Abgaben zu finanzieren, nicht durch die Herausgabe von Anleihen.
    Anleihen kann man dann einsetzen, wenn ein besonderer Finanzbedarf besteht um z.B. Infrastrukturprojekte in Angriff zu nehmen. Man gibt sicher keien Anleihen heraus um den normalen Staatshaushalt zu finanzieren.

    • Daniel Steiner sagt:

      Sehr geehrter Herr Ferhadi

      Endlich bringt es jemand auf den Punkt. Ich gratuliere. Die lieben Politiker sind zu einfältig, diese Zusammenhänge zu verstehen.

    • roger sagt:

      Wenn man sich aber in den Kopf gesetzt hat, die Steuern immer wieder zu senken, bleiben einem wohl nur die Anleihen.
      Ein weiterer grosser Vorteil ist zudem, dass einem auf diese Weise die Anderen den Krieg gegen die Achse des Bösen finanzieren.

      • Natürlich funktioniert das eine Weile – aber irgendwann kommt die Rechnung. Aber die zahlen ja auch wieder die anderen, nicht die, welche dafür verantwortlich sind.

      • willi aerne sagt:

        Völlig richtig. Aber nicht nur den Krieg gegen die Achse des Bösen. Schon frühere Kriege (Vietnam, Korea) wurden von den Anderen finanziert. Die haben es aber entweder nicht gemerkt oder bewusst in Kauf genommen. Von irgendwoher muss der exorbitante Schuldenberg ja her kommen.

      • Thomas Ernst sagt:

        @roger:
        Die Idee, dass man auch Staatsausgaben senken könnte, kommt Ihnen offensichtlich nicht. Es wäre durchaus möglich, mit reduzierten Steuer-/Abgabeneinnahmen ohne Anleihen zu wirtschaften, man müsste nur die teuersten Hobbies der gerade aktuell am Drücker sitzenden Parteien beschneiden.

    • Heute ist es natürlich einfach, für alles die USA verantwortlich zu machen. Ich glaube aber gehört zu haben, dass nach dem 1. Weltkrieg vorallem die Franzosen mit ihren unsäglichen Reparationsforderungen die Weimarer Republik in den Kollaps (in jeder Beziehung) geführt hat. Die USA hat sogar versucht, Deutschland (und damit auch sich) zu helfen. Dazu konnte D sogenannte Goldbonds in den USA emittieren. Auch diese wurden dann während dem Dritten Reich wertlos, regen aber auch heute immer noch Phantasien aus.
      Die USA sind an vielem heute schuld – aber nciht an allem.

      • Thomas Hanhart sagt:

        Richtig, die Franzosen waren in Sachen Reparationsleistungen gegenüber D wesentlich härter, was aufgrund der historischen Fehlleistungen u.a. (Krönung Deutscher Kaiser in Versailles 1871) auch nicht verwunderlich ist. Darum ist die EU auch nicht nur zu wirtschaftlichen und monetären Zwecken gegründet worden, sondern als supranationale Identität zur Überwindung jahrhundertelanger nationaler Animositäten. Aber primär waren es deutschnationalkonservative Kräfte, wie Hugenberg und viele Grossindustrielle, welche die Weimarer Republik scheitern sehen wollten. Quasi die deutsche Tea-Party (Job Creators) von damals. Die Wichtigkeit des Arbeitsfriedens und der sozialer Stabilität waren darum nach dem WKII nebst der nationalen Überwindung erste Prämisse. Diese wichtige Lehre der europäischen Geschichte mag als abstrakt und pathetisch diskutierte Idee langsam verblassen, aber das konkrete Fundament welches von der unmittelbar folgenden Nachkriegsgeneration aufgebaut wurde, wird von unseren amerkanischen Freunden, genauso wie von uns Schweizern, doch allzuoft unterschätzt. Es ist doch wohl einiges an Zweckpessimismus in den Überlegungen von Krugman & Co.! vielleicht auch, weil man so das viel offensichtlichere Scheitern des amerikanischen Traums nochmals ausblenden kann. Es waren letztlich die riesigen amerikanische Hypothekar- und Konsumschulden, welche das ganze System so fundamental ins Wanken gebracht haben. Vielleicht sollte sich die USA doch mal die eine oder andere Errungenschaft Europas aneignen.

        • Rudolf Mühlemann sagt:

          Ich, obwohl ein kleines Licht, sehe das auch so. Die politisch/wirtschaftlich/gesellschaftlichen Zusammenhänge sind derart komplex und interdependent, dass kaum ein Politiker, und noch viel weniger eine Zusammenballung von Politikern, a) wirklich durchblickt, bzw durchblicken, und b) entschlossen handeln können und wollen. Ich glaube, diesen Interessengruppen wird schwarz vor Augen, wenn tatsächliche Probleme zugegeben werden (müssten) und zielführende Massnahmen definiert und ergriffen werden (sollten). Die europäische Idee ist grundsätzlich bestechend und war aus der historischen Logik heraus eigentlich unvermeidlich. Die, wie Thomas Hanhart richtig schreibt, angestrebte Schaffung einer supranationalen Identität zur Überwindung jahrhundertelanger nationaler Animositäten ist im Kern bestimmt attraktiv. Ist sie auch umsetzbar? Zweifel sind erlaubt!

          • Thomas Ernst sagt:

            @Rudolf Mühlemann
            Die Überwindung jarhundertelanger Animositäten ist schon möglich – aber es dauert seine Zeit. In der heutigen Schweiz sind Gebiete und Stämme relativ friedlich vereinigt, die sich noch vor wenigen hundert Jahren kräftig auf den Schädel gekloppt haben. Dazwischen war mal Nappi zugange, das hat einiges geholfen, und vor allem sind einige Generationen und zwei Weltkriege (ausserhalb unserer Grenzen) ins Land gegangen. Das hat die historischen Konflikte deutlich entschärft.

            Diese Geduld bräuchte es auch für Europe, und genau diese Geduld haben die Abzockpolitiker der EU eben nicht.

          • Anh Toan sagt:

            Die Schweiz zeigt, dass man auf eine nationale Identitaet verzichten kann. Die von der SVP, basierend auf romantisch-mystifizierter Literatur (Schiller) und Kunst (Anker) definierte schweizerische Identitaet (Bauern die schwingen, jodeln und hornussen) passt weder auf moderne Zuercher oder Basler, noch einen grossen Teil der romanischen Gebiete, also insgesamt auf weniger als 50% der Bevoelkerung. Es gibt kein Schweizerdeutsch, der Dialekt der Nordwestschweiz iegt naeher bei Stuttgart als Bern. Auch in Sachsen, Bayern, Hessen oder NRW gibts Dialekte. Ausser Armee, CHF und AHV/ALV gibts keine Gemeinsamkeiten zwischen Urnern und Genfern. Deutschschweizer sind kulturell nunmal Deutsche, Romands sind Franzosen bzw. Italiener. Deutschschweizer heiraten eher Deutsche als Romands, Romands eher Franzosen als Deutschschweizer. Lezteres ist eine Behauptung aus Beobachtungen, konnte keine Zahlen finden

          • Thomas Ernst sagt:

            @Anh Toan
            Die Schweiz verzichtet keineswegs auf eine nationale Identität und es wäre ein Trugschluss zu glauben, dass die Schweizer sich ihre Identität von der SVP (Ihrem Lieblingsfeindbild) definieren lassen.

            Was Ihre Ausführungen lediglich zeigen, ist, dass die „Nationale Identität“ ein Konzept ist, das sich weder durch Stadt/Land, Sprache/Dialekt, politische Ausrichtung, Mann/Frau etc. definieren lässt. Identität ist ein Produkt von Kultur, und Kultur ist das Ergebnis langjähriger (für einzelne Menschen Jahre/Jahrzehnte, für Nationen Jahrzehnte/Jahrhunderte) Einwirkung einer Vielzahl von Faktoren. Für die Schweizer ist die grundsätzlich eigensinnig-republikanisch-skeptische Haltung bei gleichzeitiger Hilfsbereitschaft und Mitfühlungsvermögen vielleicht der wichtigere Faktor – aber natürlich sind die Faktoren nicht stabil und ändern sich. Die Geschichte (auch Napoleon und der Sonderbundskrieg) hat wichtigen Anteil.

            Genau diese komplexe Gemengelage ist es ja, was eine KURZFRISTIGE Vereinigung von EUROropa so schwierig macht. Die Deutschen haben ja noch nicht mal die DDR verdaut, und das ist schon fast eine Generation her.

          • Anh Toan sagt:

            Ihr eigensinnig-skeptisch-republikanisch und Hilfsbereitschaft und Mitfuehlungsvermoegen errinnert mich auch an Gotthelf (Geld und Geist):

            „aber aus den Fenstern sieht man die Berge, die so kühn und ehrenfest Trotz bieten dem Wandel der Zeiten dem Wandel der Menschen“ und nur wenige Zeilen spaeter: „die wüßten noch, daß die Reichen Verwalter Gottes seien und von dem erhaltenen Pfund Rechnung stellen mußten. Wenn jemand sie zu Gevatter bitte, so sei es nie Nein, und die meinten nicht, seit das Holz so teuer sei, hätten arme Leute keines mehr nötig.“

            Romantisch-mystisch eben!

            So sind die Zuercher, Basler, Genfer und Lausanner nicht, eher einerseits weltoffen, anderseits egoistisch, wie halt moderne Staedter auf der ganzen Welt sind. Die Mentalitaeten in den Reihenhauesern Neu-Isenburgs (Franfurt) ist nicht anders als in Allschwil (BL).

            Sie haben Recht, die SVP ist mein Lieblingsfeind, weil Fremdenhass als Stimmenfang das politisch Niedrigste ist. Und Fremdenhass beginnt mit Mystifizierung einer angeblichen Heimat, eines sogenannten Vaterlandes. Erst die Definition eines „Wirs“ und dessen mystische Ueberhoehung erlaubt die Abwertung mancher oder aller „Anderen“. Nationalstolz ist die Grundlage von Fremdenhass, wer Stolz auf seine Nation ist, nimmt fuer sich in Anspruch, „besser“ als Andere zu sein, jedoch nicht mal, fuer etwas, dass er tatsaechlich geleistet hat, sondern seine Vorfahren, also auf Grund seines Blutes. Diese Denkweise fuehrt zu Kriegen, viel mehr als falsche Wirtschaftspolitik, zumindest solange die Meisten trotz falscher Wirtschaftspolitik noch was zu fressen haben.

          • Thomas Ernst sagt:

            @Anh Toan
            Das Ausnützen niederer Gefühle zwecks Stimmenfang ist – da sind wir uns ausgesprochen einig – eine der übelsten Begleiterscheinungen der Demokratie. Ob es die Angst vor Fremden (SVP) oder der Neid auf die „Reichen“ (SP/Grüne) ist, spielt für mich dabei eine höchst untergeordnete Rolle.

            Mit Blick auf die Europäische Einigung (oder die Rettung von EUROropa), die ursprünglich Gegenstand unserer Diskussion war ändert diese ihre Kritik an der SVP (und nur an der SVP) allerdings nicht viel. Die bisherigen „SVP“-Abstimmungen wie Minarettverbot oder Verwahrungsinitiative, deren Ausgang den Links/Katholisch/Rechtdenkenden Gutmenschen so furchtbar sauer aufstösst, ist nicht ein Sieg der SVP, sonder ein Misstrauensvotum gegen lasche Behörden. Es waren immer wieder politisch korrekt agierende Behörden, die Verbrecher freigelassen, Warnsignale ignoriert und grosses Elend verschuldet haben. Gegen diese richten sich die Abstimmungen. Man will keine Anerkennung der menschenverachtenden Scharia durch die Gerichte (worüber erste Professoren schon unverfroren diskutieren) und stimmt halt gegen die Minarette – und nicht für die SVP!

            Dank der Tatsache, dass in der Schweiz auch die Zukurzgekommenen ein Sprachrohr finden (SP und SVP je nach Thema) und der Politisch-Mediale Filz etwas durchlässiger ist als anderswo, kommen hier heikle Anliegen an die Oberfläche bevor es knallt. Das erlaubt es z.B. auch der SP, FDP und CVP, das Thema Sozialschmarotzer aufzugreifen, und so der SVP das Wasser abzugraben.

            Gerade diese Sprachrohre für die politisch IN-korrekten Ansichten fehlt z.B. in Deutschland völlig. Es gibt nicht eine relevante Partei, welche den Kritikern des EUR eine Stimme verleihen würden. Das Deutsche Volk wurde nie gefragt, ob es eigentlich in die EU will, ob es den EUR will, etc. Man hat die Leute schlicht überfahren und verkauft das als die Stärke der repräsentativen Demokratie.

            Wenn Europa was werden soll, braucht es aber die Überzeugung der Bevölkerung und ihre Leidensbereitschaft, nicht bloss die von oben verordnete Sprachlosigkeit. Man kann die Leute überzeugen, aber es braucht – mein ständiges Ceterum Censeo – Zeit, Geduld und die Bereitschaft, die Bevölkerung einzubinden. Das ist in den grossen zentraleuropäischen Königreichen (DE, FR, BE etc.) heute nicht der Fall. Darum wird das kurzfristig nicht funktionieren.

          • Anh Toan sagt:

            @Thomas Ernst. Nee, Neid, selbst Hass auf Reiche zu schueren ist nicht vergleichbar mit Fremdenhass: Erstens sind die Reichen eher stark, koennen sich somit besser wehren, zweitens koennten sie auch weniger reich werden (verschenken), um so dem Neid zu entgehen, und drittens wollen sie beneidet werden, darum wurden sie reich. Die SVP greift die schaechsten Mitglieder unserer Gesellschaft an wie Auslaender, Randstaendige, Kranke. Sie macht Menschen, die nichts anderes suchen, als ein vernuenftiges Auskommen („Scheinasylanten“ „illegale Auslaender“) zu Schwerverbrechern. Und um nicht an meinem Ekel darueber zu ersticken, muss ich ihn ausdruecken.

          • Thomas Ernst sagt:

            @Anh Toan:
            Dann müssten Sie sich aber mindestens so über die Sozialindustrie ekeln, welche an und mit diesen so bedauernswerten, nur das positive wollenden und nur ein vernünftiges Auskommen Suchenden, ein unsinniges Geld verdient, und das alles zulasten der normalen Schweizer Arbeiter und Angestellten, welche eigentlich auch nur ein vernünftiges Auskommen suchen und versuchen, sich und Ihre Familien über die Runden zu bringen – bis sie dann von irgendeinem Beamten politisch korrekt und sozial aus ihrer Mietwohnung geschmissen werden, weil dort Afrikanische Drogenhändler äh, pardon, Asylanten einquartiert werden.

            Wer unter Einäugigkeit leidet, findet immer Gründe für seine einseitige Perspektive! Feinbilder sind billig zu haben – sie machen den Planeten aber nicht friedlicher.

          • Anh Toan sagt:

            „Afrikanische Drogenhändler äh, pardon, Asylanten“ Drogenhaendler ist also die politisch unkorrekte Bezeichnung fuer Asylbewerber! Jetzt muessen Sie verdammt viel verdammt gutes Zeugs schreiben, bis Sie fuer mich rehabiliert sind.

          • Thomas Ernst sagt:

            @Anh Toan:
            Es ist diese Blindheit auf beiden Augen, die die Linke derart diskreditiert und disqualifiziert. Man ist zwar sehr gerne bereit, den Banken, den Reichen und der SVP alles Üble anzulasten und vorzuwerfen, wenn aber jemand eine unbequeme Wahrheit anspricht (auch wenn es nicht die alleinige Wahrheit ist), dann kommt sofort der politsch korrekte moralisierende Abwehrreflex. Blindheit. Ich hatte Sie aufgrund anderer Beiträge tatsächlich für etwas offener gegenüber den Wahrheiten gehalten. Schade eigentlich…

            PS: Ich bin an Ihrer Rehabilitation nicht interessiert, sondern an echtem Input. Den Rest können Sie auch für sich behalten.

          • Anh Toan sagt:

            @Thomas Ernst: Danke, es freut mich, von einem Faschisten den Linken zugeordnet zu werden!

      • Rolf Schumacher sagt:

        Im I WK war die Weltmacht noch nicht die USA. Das englische Empire und la grande Nation teilten sich die Welt. Das Südamerika der Spanier und Portugiesen wurde zwar bourbonisch geführt, aber fristete ein weltwirtschaftliches Schattendasein.
        Nach dem I WK wurde das von Privaten geführte Weltfinanzzentrum von London-Paris-Frankfurt in den sicheren, liebralen (nicht monarchischen) Hafen New York transferiert. Der FED gehörte bereits damals der Jekyll-Gruppe (d.h. den Besitzern der wichtigsten Wallstreet Banken, Bank of England und Rothschild), das Spiel um die absolute Macht konnte beginnen. Die Jekyll-Gruppe hat sowohl in die russischen Bolschwiken wie auch die NAZIS massiv investiert. Gleichzeitig hat sie in England-Frankreich-USA Angst vor den aufrüstenden Grossmächten (Deutschland-Russland) geschürt. Man wusste ja genau was Russland und das deutsche Reich produzierten, weil man es selber finanzierte und organisierte. Und so konnte man den Teufel sowohl im englischen wie auch amerikanischen Parlament sehr plastisch an die Wand malen. (Der Teufel an der Wand ist nie der wahre Teufel, der der ihn an die Wand malt hingegen sehr oft schon) Und da das Volk und die Politiker in England-FR-UK der Jekyll Gruppe glaubte und Angst vor D und Russland kriegten, konnte die Jekyll Gruppe auch am eigenen Rüstungsgeschäft wacker mitverdienen und weitere Milliardenrüstungskredite vergeben. Sämtliche grossen Wirtschaftsnationen waren somit bei der Jekyll-Gruppe extrem verschulden. Die Politik und die Monarchen waren am Gängelband der Hochfinanz, das war neu. Egal wer den Krieg gewinnen würde, die wahren Sieger würde immer die Jekyll Gruppe sein (die haben Machiavelli extrem gut durchgeackert). Vor dem Krieg und während dem Krieg wollte das niemand wahrhaben, nacher war man schockiert und musste sich dem Wiederaufbau widmen. Zudem hatte die Judenverfolgung der Deutschen einen derart eindeutigen Bösewicht hervorgebracht, dass die Jekyll Gruppe und ihre Vorkriegsgeschäfte einfach kein Thema war.
        Die Jekyll Gruppe rieb sich nach dem 2 WK die Hände. Die grössten Wirtschaftsnationen waren alle bei der Jekyll-Gruppe hoch verschuldet. Starke Monarchen gab es keine mehr, das Grosskapital hatte auf voller Strecke gesiegt.

        Das waren ganz sichere Geschäfte, die Wirtschaft in den USA florierte. Zudem konnte man dank den in die USA übergeführten NAZI-Ingenieuren und sonst geklautem know how endlich auch selber etwas anständiges für den Weltmarkt produzieren. Die USA erlebte ein grosses Wirtschaftswunder, aber dieses Wunder lastet auf exterm vielen Leichen.

        Wer noch tiefer in die Gesichte eintauche will, soll sich man anschauen wer sich im Hosenbandorden und wer sich im Orden vom golden Vlies tummelte. Das waren die ganz alten Rivalen. Auf der einen Seite die reformierten-liberalen Kräfte auf der anderen Seite die monrachisch-konservativen-katholischen Kräfte.
        Die Waimarer-Republik war ein Zwitter (Preussen-Sachsen-Hannover) waren eigentlich sehr eng mit England verbunden, hatten aber auch (Brandenburg) Verpflichtungen gegenüber dem römisch-deutschen Reich.
        Seit Queen Anne war der englische König immer ein Deutscher. Zuerst stellte das Haus Hannover bis Queen Victoria den britischen König, dann das Haus Sachsen-Coburg-Gota, welches heute Windsor heisst. Die Windsors liessen (mussten) sich 1917 umbenennen. Weshalb??? Normalerweise geht ja nichts über die Familienbande? Wie gross der Druck von Politikern wie Winston Churchill gewesen ist, weiss ich nicht, aber er bestand sicher. Churchill stammte aus dem Geschlecht der Earls of Marlborough (britischer Hochadel). Seine Mutter war Tochter eines amerikanischen (hugenottischen oder jüdischen) Geschäftsmanns und Millionärs. Ich vermute, dass Churchill geschickt von der Jekyll Gruppe aufgebaut wurde. Er sollte die deutsch-englischen Beziehungen beenden.
        1940 musste Chamberlain auf Druck der Kriegstreiber zurücktreten und Winston Churchill kam an die Macht. Nun konnte der Krieg total eskalieren.

        Ohne USA-UK wäre Hitler und seine Leute eine pöbelnde politisch unwirksame faschistische Bierhallen Truppe geblieben, etwa so wie die Neionazis es heute sind. Aber sie hätten sicher nicht die alteingesessenen preussischen Adeligen und die gut organisierten Sozialisten in der Weimarer Republik von der Macht drücken können, sicher nicht. Die Angst vor den Kommunisten und die eindrücklichen (von der Jekyll-Isleand Gilde) gesponserten Naziauftritte haben das deutsche Volk dazu bewogen Nationalsozialistisch zu wählen. .
        Mit Strippenzieher meine ich Rothschild-Rockefeller-JP-Morgan etc. Der Dollar löste nach dem 2 Wk einfach das Pfund als Weltwährung ab. Die Köpfe im Hintergrund (Jekyll-Iseland-Herrenclub und der Hosenbandorden) dominieren seither das Weltgeschehen. Krugman-Keynes und all die immer wieder zitierten Oekonomen sind im Vergleich dazu total unwichtige Feigenblätter.

        • Rolf Schumacher sagt:

          Machiavelli war ein sehr kluger Mann, leider haben ihn viele mächtige Idioten gelesen!!

          • Anh Toan sagt:

            @Rolf Schumacher: Leider haben viele maechtige Idioten Machiavelli nicht gelesen!

          • Rolf Schumacher sagt:

            Aufgeklärtes Freimaurertum schützt vor abgrundtiefer Blödheit nicht. Es gibt keine Entschuldigung für moralisches Fehlverhalten. Machiavelli schreibt, wenn man das Buch in den richtigen Kontext setzt, den viel besseren Antimachiavellismus als Voltaire und Friedrich II (der Grosse) zusammen. Denn Friedrich II hat mit seiner humanistischen Dümpelei die Macht der lauernden Grossfinanz übergeben. Friedrich der Grosse hat der französischen Revolution die Türen geöffnet und damit jegliche sichtbare Autorität vom Sockel geholt. Rousseau und Voltaire sind nicht die feinen lieben netten, sie haben der Masse Freiheiten gebracht mit der sie nicht umgehen können. Und sie haben es ermöglicht, dass sich im Hintergrund eine ganz grausame unsichtbare Macht hat etablieren können. Eine Macht, welche sich nie zeigen muss (im Gegensatz zum König) ist nicht angreifbar. Und genau diesen freigeistigen Jekyll-Freimaurer-Grosskapitalisten, genau diesen haben wir die grössten Kriege der Menschehit zu verdanken. Freiheit, heisst immer auch dass sich das abgrundtief Böse frei entwickeln kann.
            Der preussische Staat unter Friedrich I (Soldatenkönig) war ein vorbildicher Staat. Auch wenn Friedrich I einwenig allzu schroff mit den schönen Künsten umgesprungen ist. Aber er hat ehrlich, konsequent, vorblidlich geführt. Er hat versucht sein Land stets aus den Kriegen herauszuhalten. Und wenn Preussen aus familiären Gründen (Nassau-Oranien unterstützen) gezwungen war, doch ein Kontingent an Soldaten zu senden (spanischer Erbfolgekrieg), dann war er selber an vorderster Front. Er hat konsequent gespart privat und im Staat, die Verwaltung möglichst knapp gehalten, den Handel ausgebaut, Kolonien abgestossen etc etc.
            Sein Sohn Friedrich II der aus einem Vaterkomplex heraus den Antimachiavell geschrieben hat, war es der den freimaurerischen absolut grausamen Brüdern (ohne dass ich alle Freimaurer anklage) Tür und Tor zu Weltherrschaft aufgestemmt.
            Nochmals zusammenfassend, es geht nicht um Oekonomie, es geht um Macht, nichts als reine absolute Macht.
            Keynes-Krugman etc haben null Macht, deshalb sind sie für die aktuelle Betrachtung der Dinge relativ irrelevant.
            Die Macht spricht sich hinter verschlossenen Türen ab. Die Macht stösst bestehende Gesetze binnen wenigen Tagen um. Krugman und Keynes können das nicht, sie haben an diesem Spiel nicht teil
            Schlimm ist, dass wir die wahren Mächtigen heute nicht mehr kennen und deshalb diese auch nicht kritisieren und bestrafen können. Die Mächtigen unserer Zeit profitieren, ohne Verantwortung für ihre Tun zu übernehmen (in den Institutionen der Mächtigen Goldman Sachs-JP Morgan-Standard and Poors-FED-Fitch-Bank of England- etc sieht man genau dieses amoralische Prinzip. Man lässt sich gerade dann die grössten Saläre und Boni zahlen, wenn die Welt in Flammen gesteckt wird. Wer so handelt, kann seine Hand noch lange in freimaurerischen-Bruderriten sauberzuwaschen versuchen.
            Schlimm ist, dass jeder Kriegsverbrecher dem der Prozess gemacht wird lediglich eine Puppe der wirlichen Macht ist. Und schlimm ist, dass die wahren Mächtigen sich oft mit Stiftungen als philanthrope Gutmenschen zeigen.
            Mir ist ein echter, mutiger Bösewicht allemal lieber, als ein schleimiger, intriganter Heuchler.
            Mein Interesse für die Bilderberger etc hat nichts mit Verschwörungstheorien zu tun. Sondern damit, dass wir es nicht akzeptieren dürfen, dass über unsere Demokratien hinweg im Hintergrund über Krieg und Frieden verhandelt wird. Es ist an uns, Journalisten, Politikern, Historikern, Philosophen, Arbeitnehmern, Gewerkschaftern, Militärs, Polizisten, Studenten, Aerzten, Ingenieuren, Chemikern etc diese „aufgeklärte“ Macht im Dunkeln gnadenlos auszuleuchten. Den Vampire mögen das Sonnenlicht nicht.

          • Rolf Schumacher sagt:

            Sie haben ihn gelesen Anh Toan, aber sie haben ihn total misverstanden, das ist das Problem. Das ist dasselbe wie einer mit der Bergpredigt unter den Arm geklemmt einen Kreuzzug organisiert; Schlicht unsäglich dumm und einfältig.

          • Anh Toan sagt:

            @Rolf Schumacher: Wo genau hab ich Machiavelli nicht verstanden?

        • Rolf Schumacher sagt:

          Werter grosser Bruder ich meinte nicht Sie mit sie, sondern die Mächtigen. Viele Mächtige haben Machiavelli gelsen, aber ihn misverstanden. Hitler-Stalin-Pinochet-Bush-Blair-Saddam- haben möglicherweise Machiavelli gelsene, aber nicht vestanden was er sagt. Gut wen interessiert es schon, wenn ich hier ausführlicher diskutieren würde? Manchmal denke ich weshalb ich mir überhaupt all diese Gedanken mache, weshalb ich mich für Gerechtigkeit einzusetzen versuche, weshalb ich die dicken Lügen unserer Zeit aufzudecken versuche. Ich habe Familie, ein Geschäft eigentlich verdammt viel Verantwortung am Hals und trotzdem kann ich nicht davon lassen.
          So reite ich weiter gegen Windmühlen, bis meine Lanze brechen wird, wenigstens kann ich so eingermassen stolz und ruhig einmal sterben. Denn ausser einer ruhigen Seele kann man nichts mitnehmen. Als zockender Drecksack möchte ich jedenfalls nicht von dieser Erde scheiden.
          Servus.

    • Andres Müller sagt:

      So einfach ist das nicht Herr Ferhadi. Es ist aus meiner Sicht zwar richtig, wenn sie den Kapitalismus als eine Ursache für das Destaster angeben, und dass dann die Wirtschaftspolitik unter Brünning schliesslich erleichterte den Nationalsozialismus an die Macht zu bringen.
      Doch im Gegensatz zu Krugman analysierte ich vor allem die soziale Ebene der damaligen Geschichte. Ich kam bereits vor zwei Jahren zum Schluss und kürzlich bei der Diskussion um Timo Sarrazin, dass vor allem der aufkeimende Biologismus in der Wissenschaft und Politik (Euthanasie-Diskussion, Rassenlehre, Sozialdarwinismus) Hauptursache für jenes Desaster war dass über Europa hereinbrach und es auch heute wieder so kommt. Das Phänomen Breivik wäre ohne dieses neu aufkeimende xenophobe Diskussionsmaterial in der Politik von heute nicht vorstellbar.

      Die Nazis waren mitnichten alleine der Rassenlehre verfallen. Ich habe sämtlichen jüdischen Wochenschauen gelesen seit 1914-1938, ich weiss wovon ich spreche. Brünning kürzte die Sozialausgaben massiv, und das ist es was die Geschichte damals mit heute verbindet. Der Kapitalismus war insofern mitbeteiligt, als er den Sozialdarwinismus begünstigte und heute wieder begünstigt.

      Dass die kapitale Gier der Siegermächte des WKII Deutschland von unten aushöhlte, hat Brünning damals durchaus kapiert, aber er glaubte wie die Politker heute nicht daran, dass der Sozialabbau in der Politik zu einer derart hohen Polarisierung führt, dass das Wesen der Demokratie im Staat dadurch zugusten einer Diktatur zerstört wird. Nur wenige haben dies bemerkt, so zum Beispiel der Ökonom J.M. Keynes, man lese etwa „The end of laissez-faire“ (1926).

      • Peter Singer sagt:

        Sehr fundierte Aussagen. Mich bestätigt meine intuitive Meinung, dass gerade die Blocher-Partei leider gerade die einfachen Massen besonders konsequent und vom beschränkten Volk zur eigenen Schlachtung führt. Die Nutzniesser können sich des Erfolgs zu Lasten des Volks sicher sein. Wenn jetzt gewisse FDP-Kreise simpathiesieren steuert das einer Fusion entgegen.
        Wie war das in den 40iger Jahren mit Schweizer Sympahtiesanten …

    • Charles Aufranc sagt:

      Gerade die USA mit all ihren Economy Nobelpreisträger. Noch ein bisschen mehr Phantaisederivate3 auf den Markt werfen, der Markt reguliert sich ja von selbst LOL!

  • Maria Halder sagt:

    „Das europäische Projekt, so wie es jetzt aussieht, ist gescheitert.“ Das ist allerdings etwas, das die Politiker nie zugeben werden. Daher koennen wir uns noch lange auf hysterische Flickwerke aus Bruessel freuen. Jedes Wochenende ein emergency meeting. Die Entscheidung wird wahrscheinlich die Wahlen in D bringen. Wird Merkel wiedergewaehlt, gibt es die grosse Transferunion. Wenn nicht, gibt es politische Spannungen in D, die die EU paralysieren werden. Denn alle Politiker in D wollen wahrscheinlich eher die Transferunion, als Euroreform, werden es aber nicht wagen, dies direkt den D Steuerzahlern zu sagen. Komme, was wolle, aber zumindest jetzt ist ein Boersenzusammenbruch ein Problem, das von den Politikern der EU fabriziert wird. Leider haben wir in fast allen Laendern nur unfaehige Spezies dieser Sorte.

    • Anh Toan sagt:

      “Das europäische Projekt, so wie es jetzt aussieht, ist gescheitert.”

      Ja, so wie es jetzt aussieht, stimmt dies sogar: Koente das europaeische Projekt sich nicht veraendern (so wie es jetzt aussieht), waere es tatsaechlich gescheitert, denn was sich nicht veraendert ist tot! Der Rettungsschirm, der Kauf von Staatsanleihen durch EZB zeigt doch gerade, dass sich Europa, wenn auch zaeh, veraendern kann, also lebt!

      Das europaeische Projekt waere kurz vor dem Scheitern wenn:

      – Die Zinsen der deutschen EUR Staatsanleihen bei Groessenordnung 10% liegen.
      – Grosse Parteien in den Teilstaaten den Austritt aus der EU anstrebten.
      – Das Beispiel Daenemarks mit Grenzkontrollen entgegen EU-Recht nicht ein Einzelfall waere, und Daenemark auch EU Buerger nicht einreisen lassen wuerde.
      – Wenn der CHF (NOK, USD) allgemeines Zahlunsmittel in Euro Laendern wuerden, oder wenn man dies mittels Verboten unterbinden muesste.
      – Wenn an der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich militaerische Verteidigungsanlagen gebaut wuerden.
      – Wenn man nicht mehr miteinander redet, um Loesungen zu suchen
      – Es kein Chaos beim Loesen der Proebleme gaebe, sondern eine Seite Ihre Vorstellungen einseitig durchsetzen koennte.

      Die Schweiz ist nicht mal am Sonderbundskrieg, die USA nicht am Buegerkrieg gescheitert, aber Europa soll jetzt schon gescheitert sein? Dies nenne ich nicht mehr Pessimismus, dies nenne ich komplettes Ignorieren der Realitaet!

      • Andres Müller sagt:

        Sie haben Recht Anh Toan, es ist viel zu früh an ein Scheitern Europas zu denken. Zudem stelle ich mich dagegen die Probleme des Euro, oder gar ein allfälliges Scheitern des Euro in der gegenwärtigen Form, mit dem Scheitern Europas gleichzusetzen.

        Die Europäische Idee führte zur längsten Friedensperiode in der Geschichte Westeuropas. Und dieses Europa hatte zuerst keinen Euro. Es bindet die uralten Kontrahenten Frankreich und Deutschland aneinander, und das sollte auch so bleiben.

        • Thomas Ernst sagt:

          @Andres Müller:
          Ich unterstütze dieses Votum. Wer das Desaster EURO mit der Idee der Europäischen Einigung gleichsetzt, geht nur den Politkern auf den Leim, die das gerne so verkaufen.
          Die Europäische Union wäre wohl viel besser beraten, zuerst die Kulturen und Wirtschaftssysteme durch offene Grenzen anzugleichen, als mit der Einheitwährung alle in ein Korsett zu zwängen. Einige waren ja schlau genug, draussen zu bleiben.

          • Anh Toan sagt:

            @Thomas Ernst: Der SEK bewegt sich kaum zum Euro (Ausnahme kurzfristige Ausschlaege), warum das so ist (Wechselkurspolitik der Riksbank?) weiss ich nicht, fuer mich ist SEK=EUR. Auch DKK ist/war an EUR gebunden. Das englische Pfund ist die Waehrung, die in Europa am ehesten zusammenbrechen wird. Und die duemmsten sind die restlichen EU Staaten ohne Euro, die ausnahmslos noch immer einen Euro-Beitritt anstreben. Und die Serben und Tuerken die mit dem EU-Beitritt auch die Euro-Uebernahme anstreben. Die allerduemmsten aber sind die Kosovaren und Montenegriner, mehr als zehn afrikanische Staaten (110 Mio Einwohner), die den Euro sogar ohne EU-Beitritt einfuehrten. Auch der Vatikan ist dumm, er haette zur Schweizer Garde auch noch die Schweizer Waehrung einfuehren sollen.

            Schoen, dass wir Schweizer so schlau sind und begreifen, dass uns Politiker nur verarschen, Blocher hat es uns erklaert, beruft sich dabei auf Schiller („der Starke ist am maechtigsten allein“ wurde auch vom Doelf gerne zitiert), vielen Dank.

          • René Grossenbacher sagt:

            @ Thomas Ernst:
            Da muss ich ihnen beipflichten, Es hat sich erwiesen, dass sich die Idee vom Europa der Vaterländer, seinerzeit verfochten vom grossen General der Franzosen, De Gaulle!!! Ich hielt seine Vision von Europa immer als den vernünftigsten Weg. Für Politiker war das wohl zu einfach gestrickt!

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