Zuwanderung: Hat die Wirtschaft profitiert?

Besonders im Schweizer Gesundheitswesen ist man auf Fachpersonal aus dem Ausland angewiesen. Foto: Keystone/Gaetan Bally

Die Schweiz hat seit mehr als zehn Jahren rekordhohe Einwanderungsraten aus dem EU-/EWR-Raum. Prozentual zur einheimischen Bevölkerung ist die Rate sogar höher als die Einwanderung von Europa in die USA im 19. Jahrhundert.

Nun stellt der neuste OECD-Länderbericht aber fest, dass die Produktivität nur langsam gestiegen sei. Das wirft die Frage auf: Hat die Einwanderung gesamtwirtschaftlich gar nichts gebracht?

Betrachten wir zunächst die Entwicklung der Produktivität gemäss den Berechnungen der OECD. Hier sieht man in der Tat ein schwaches Schweizer Wachstum von 2006 bis 2016 (CHE = Schweiz).

Besonders aufschlussreich ist, dass gemäss OECD die Produktivität von 1996–2006 höher war als in den zehn Jahren danach. In der Periode 1996–2006 galt die volle Personenfreizügigkeit noch nicht. Entweder sind die Produktivitätsdaten komplett falsch, oder die Einwanderungspolitik seit 2006 ging teilweise an den Bedürfnissen der Schweizer Wirtschaft vorbei.

Wahrscheinlich sind beide Vermutungen richtig. Produktivitätsmessungen sind extrem schwierig und unzuverlässig. Markus Diem Meier hat bereits auf die Tücken hingewiesen. Die OECD-Zahlen können also durchaus ungenau sein.

Zweitens hat das kantonalzürcherische Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) errechnet, dass nur etwa in 19,8 Prozent der Berufe tatsächlich ein Fachkräftemangel bestehe. Das zeigt die entsprechende Grafik:

Ob es genau 19,8 Prozent sind, kann man sicher kritisieren. Vielleicht sind es auch etwas mehr. Aber es sind ganz sicher nicht 50 oder 100 Prozent. Zudem ist das AWA des Kantons Zürich wohl die Behörde, die am besten beurteilen kann, wie der Arbeitsmarkt effektiv funktioniert, denn die Zuwanderung war hier besonders hoch. Und das Amt kann sowohl bei den Arbeitsbewilligungen wie bei den Arbeitslosenraten beobachten, wie die Rekrutierungspraxis der Arbeitgeber aussieht. Die Zahl klingt nicht unplausibel.

Wenn es stimmt, dass die Produktivitätsmessung unbefriedigend und die Rekrutierungspraxis suboptimal ist, dann muss man bei der volkswirtschaftlichen Beurteilung der Personenfreizügigkeit äusserst vorsichtig sein. Es ist schwierig zu beweisen, dass die hohen Einwanderungsraten der letzten zehn Jahre die erhofften Effekte gehabt haben.

Umsetzung der MEI wird zur Farce

Vor diesem Hintergrund ist schwer verständlich, warum viele Arbeitgeber die ohnehin schon halbherzige Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative (MEI) weiter aufweichen wollen. Sie streben an, den Schwellenwert für die Arbeitslosenquote, ab der unbesetzte Stellen gemeldet werden müssen, auf 8 Prozent zu erhöhen. Die Umsetzung der Initiative droht so endgültig zur Farce zu verkommen.

Möglicherweise nimmt die Einwanderung aus dem EWR-/EU-Raum ohnehin ab, weil das Wachstum in den umliegenden Ländern wieder angezogen hat. Eine gewisse Abnahme ist jetzt schon zu verzeichnen. Die Rate ist allerdings immer noch weit über dem historischen Mittelwert. Ein Ende des politischen Streits rund um die Personenfreizügigkeit auszurufen, wäre deshalb verfrüht.

189 Kommentare zu «Zuwanderung: Hat die Wirtschaft profitiert?»

  • Wittibschalger sagt:

    Migration ist aber mit erheblichen finanziellen, psychologischen und sozialen Kosten verbunden. Deshalb migrieren nicht die Ärmsten dieser Welt, sondern die Wohlhabenderen der ärmsten Länder. Ich bin Anwaltund vertrete oft Klienten, welche in die Schweiz wollen. Unternehmen oder reiche Ausländer gehören zu meiner Stammkundschaft. (vgl. https://www.sem.admin.ch/sem/de/home.html http://www.anwalt-schweiz.attorney/schweizerisches-Recht-Schweiz-Zuerich-schweizerischer-Anwalt-Rechtsberatung-Scheidungsrecht-Erbrecht-Firmengruendungen-Inkasso-Arbeitsrecht/)

  • Markus Ackermann sagt:

    1. Heute publiziert BBC zur Produktivität in UK (im Nachgang zu den Prognosen des OBR):
    https://www.bbc.com/news/amp/business-42087881
    Der Artikel nimmt ca. den gleichen Zeitrahmen wie Straumanns Artikel und zeigt einen Chart zur Entwicklung der Produktivität im UK „Productivity slowdown compared“, Output per hour, indexiert, seit 1997 bis 2016, auf der Basis der Zahlen des OBR.
    -> Danach fällt das UK bei der Produktivität gegenüber den G7-Staaten (inkl. und exkl. UK) seit 1997 stark zurück.
    2. Sky News kommt mit Zahlen der Resolution Foundation und der BoE sogar
    -> für 2016 mit 0.5% p.a. auf das TIEFSTE Produktivitätswachstum SEIT 1812 (Napoleonischer Krieg)
    mit starken Abfällen
    von 1968 (>4.5%) zu 1974 (2% p.a., ~EWG-Beitritt) und
    1996 (2.5% p.a.) zu 2016 (0.5% p.a.)

    • Markus Ackermann sagt:

      Zentral ist der Begriff der Produktivität. Adam Smith (Book II Chapter III: Of the Accumulation of Capital, or of productive and unproductive Labour) hält Arbeit, die verdampft, also nicht gespeichert werden kann (insb. in einer Ware, einem Halbfabrikat) für UNproduktiv, weil man diese verdampfte Arbeit nicht in andere Arbeit tauschen kann: Diener (menial servants) machen den Unternehmer arm, Handwerker machen ihn reich.
      Produktiv ist, wenn man NACH der Transaktion reicher ist als vorher
      … nur dann wird man dafür freiwillig, also ohne gesetzlichen Zwang (Regulationen) bezahlen = Marktpreis.
      Weil immer mehr verdampft (Papierli-Wender), verarmen per Saldo immer mehr Menschen einer Volkswirtschaft (zB sie verschulden sich und vererben schliesslich Schulden statt Vermögen)

      • Markus Ackermann sagt:

        Die Unterscheidung PRODUKTIV vs UNPRODUKTIV (= Arbeit, die „verdampft“: Papierli-Wender) erklärt (wenn auch nicht vollständig) zugleich 2 Phänomene:
        -> die Ausbeutung
        -> die Ungleichheit (1% vs 99%).
        1. Die 99% werden via NOMINALwerte immer ärmer: Geldforderungen, Pensions-Ansprüche
        2. Die 1% werden durch SACHwerte immer reicher: Aktien, Land, Unternehmen, Gold
        … zwar wird die Wertsteigerung in Geld ausgedrückt,
        ABER
        … Geld ist nur ein Bezugsschein für den Output der Realwirtschaft
        Bsp. London:
        Die Reichen haben SACHwerte,
        die Armen in und v.a. ausserhalb Londons werden immer nur Geldwerte in Händen halten.
        Der Trick der Papierli-Wender (zB Banker, Anwälte) ist: via Regulationen die Preise ihrer UNproduktiven Arbeit hoch zu treiben und sofort in SACHwerte zu tauschen

        • Markus Ackermann sagt:

          Wenn man jetzt die Produktivität zB in Lohn / Umsatz pro Stunde MISST, dann misst man Mist.
          Bsp:
          Ein Anwalt in London verrechnet pro Stunde eines Auftritts vor Gericht zB £1’000. Wird nun via zwingender Regulation dieser Ansatz verdoppelt auf £2’000 pro Stunde, dann ist der Anwalt REALwirtschaftlich, in Einheiten des Outputs der Realwirtschaft gemessen, nicht doppelt so produktiv. Vielmehr bleibt er unverändert UNproduktiv: das Gericht kann nur schon BESTEHENDE Rechte feststellen (zB ein Eigentumsverhältnis).
          Trotzdem wird so London per Federstrich doppelt so „produktiv“ gemessen. Der Anwalt wird dieses Zusatzentgelt sofort in SACHanlagen tauschen = asset inflation.
          => Der Handwerker wird noch weniger wahrscheinlich solche Sachanlagen erwerben können (sog. housing ladder)

    • J. Kuehni sagt:

      Zählen Sie darauf, dass der Brexit daran irgendetwas ändert? Werden in Zukunft statt polnischen Feldarbeitern die Briten selbst die Beeren für ihre fameuse Konfitüre pflücken oder doch eher die Beeren „auswandern“ (oder gar Beerenpflückroboter die Arbeit produktiver erledigen)? Wer wird nach dieser Transaktion reicher, wer ärmer sein? Alle? Keiner? Was macht man mit den überschüssigen Papierliwendern, Herr Ackermann? Beerenpflücken? Handwerkern? Wer kauft deren Handwerkserzeugnisse? Die EU? Wie lassen sich die Produktivitätsgewinnzahlen des geografisch grössten Imperiums der Menschheitsgeschichte mit der modernen britischen Nation, einer postindustriellen mittelgrossen Serviceökonomie, basierend nicht zuletzt auf dem Attachment zum grössten/reichsten Binnenmarkt der Welt, vergleichen?

      • Markus Ackermann sagt:

        Nöö, Herr Kuehni.
        Die richtige Politik heisst Soziale Marktwirtschaft (Bundeskanzler Erhard, Freiburger Schule).
        ABER:
        1. Die Mittelstandsverräter von Links-Grün forcierten auf Kredit die Umverteilung von unten (99%) nach oben (1%). Die Legitimation dafür schöpften Bundeskanzler Schröder und Aussenminister Fischer aus der Lobby-verseuchten €U.
        -> Schröder machte, was VW ihm sagte:
        – Lohndrückerei
        – Sozialabbau
        – Aushebelung der Marktwirtschaft mit ihrem Preisfindungs-Mechanismus
        … dies alles zu überrissenen Bürokratie-Kosten.
        Gut analysiert in
        https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-16-mai-2017-100.html
        exemplarisch (bei 15.30 min): Leiharbeitsgesetz
        2. Eine vergleichbare Politik (New Labour) machten B.Liar und Gordon Brown im UK. Die ebenso scheiterten.

        • J. Kuehni sagt:

          Für das gegenwärtig vorherrschende Politdogma und dessen Folgen im wieder wilder werdenden Westen, sind bürgerliche und rechtskonservative Parteien und deren „österreichische“ Vorbeter verantwortlich.

          Die Sozis wegen ihrer Unfähigkeit, deren kombinierte und von „interessierten Kreisen“ wohlfinanzierte Übermacht zu verhindern, als Generalschuldige an allem hinzustellen, ist analog der Beschuldigung der Opfers an der Vergewaltigung: Intellektuell schwach.

          • Markus Ackermann sagt:

            Nöö, Herr Kuehni
            „Die Sozis“ sind Täter, nicht Opfer
            … Mittelstandsverräter halt.
            .
            Und PRÄZIS DARUM werden „Sozis“ abgewählt:
            In GR: weggeputzt in den Wahlen, verdrängt von Syriza
            In F: in den letzten Wahlen zertrümmert (Macron)
            In den NL: Dijsselbloem (PvdA) hat gerade noch 6% Wähleranteil und zieht sich endlich, endlich aus der Politik zurück
            In D: Die AfD bedrängt die SPD. Die EINZIGE Partei mit einem Wirtschaftskonzept der sozialen Marktwirtschaft ist „Die Linke“ (Wagenknecht)
            In SP wird die PSOE verdrängt von Podemos (entstanden aus den „indignados“, den Angewiderten … angewidert von der Politik „der Sozis“).
            In CZ wurden „die Sozis“ soeben abgewählt.
            In Ungarn ist Orban die Folge der Korruption „der Sozis“, Ähnliches sahen & sehen wir in Polen & Rumänien

      • J. Kuehni sagt:

        „Die richtige Politik heisst Soziale Marktwirtschaft“

        Ah, darauf wär‘ ich ja nie gekommen.

        Den Genossen der Bosse und den Irakpudel mag ich auch nicht. Abgesehen davon schwafeln Sie viel BS. Des andern Pudels Kern ist doch stets: Sozialdemokraten weigern sich ebenso, Immigranten als Universal-Sündenböcke zu missbrauchen wie die Demokratie zugunsten einer linken Parteidiktatur aufzugeben, darum sind sie in den Augen der schäumenden Wut-Ultras von rinks bis lechts „Verräter“, manchmal der Büezer, manchmal des Mittelstandes, manchmal der sozialistischen internationale, manchmal der Landes, manchmal der Rasse, was auch immer.

        Die Hauptfunktion dieser Beschuldigung und der Benefit für die Beschuldiger ist dabei immer dieselbe: Verantwortungs- resp. Kostenexternalisierung.

  • Lars Sprenger sagt:

    Von den 2016 zugewanderten 143’100 Personen waren letztendlich rund 13’000 erwerbstätig. Weit über 30’000 Personen waren Familiennachzug. Über 70’000 wanderten in unsere Sozialversicherungssysteme ein und profitieren davon, ohne jemals eine Leistung erbracht zu haben.
    Profitiert die Schweizer Wirtschaft? Ein Zweig ganz sicher: Die Sozialbewirtschaftungsindustrie! Sie verschlingt jährlich Milliarden Steuerfranken und wächst ungebremst. Dank der ungebremsten Zuwanderung. Die Marktwirtschaft aber muss diese Abermilliarden CHF jedes Jahr zusätzlich erwirtschaften.

    • Maiko Laugun sagt:

      @Lars Sprenger: „..waren Familiennachzug.“

      Und das ist auch gut so. Als Ausland-Schweizer war ich selber schon davon betroffen, im Aus- und im Heidiland . Ein-/Auswanderung ist (meistens) mit Familie verknüpft. Ich sehe dies als ein Menschenrecht.

      Es geht darum, ob und wie dies mit (volks-)wirtschaftlichen Bedürfnissen in Einklang steht, sofern dies nicht mit übergeordneten Menschenrechten kollidiert.

    • Linus Huber sagt:

      Der Sozialstaat und offene Grenzen schliessen sich gegenseitig aus, Lars. Es ist einzig eine Frage der Zeit, bis auch diejenigen mit einer langen Leitung dies erkennen werden.

  • Rolf Zach sagt:

    Die Gesamtproduktivität als eine Beziehung zwischen Kapitalproduktivität und Arbeitsproduktivität in einer Volkswirtschaft zu messen, ist bekanntlich schwierig.
    Beginnen wir mit der Arbeitsproduktivität, zu dieser Aussagen zu machen, ist wesentlich leichter, die der Realität entsprechen.
    1. Die Beschäftigung im öffentlichen Sektor, wie will man hier in der Verwaltung, dem Erziehungswesen und dem Gesundheitssektor trotz obiger Aussage die Produktivität feststellen.
    Es ist fast immer eine Angelegenheit der Quantität und nicht der Qualität der Dienstleistung an sich. Wenn auch die Qualität günstig sein kann, heißt dies noch lange nicht, dass diese rational erbracht wird. Wir haben bekanntlich den Chaos-Föderalismus, denn wir als super geil empfinden.

    • Rolf Zach sagt:

      Wir wollen nicht anerkennen, dass der echte Föderalismus ein Prinzip einheitlicher Rahmenbedingungen für das ganze Land ist, wo von allen Beteiligten kooperativ mit Schutz der Minderheiten dies erarbeitet wird. Die Durchführung dieser einheitlichen Rahmenbedingungen wird auf kantonaler und kommunaler Basis mit Verantwortlichkeit durchgeführt. Was wir aber haben, dass sich auf kantonaler Ebene diese Rahmenbedingungen widersprechen, was schlussendlich zu mehr notwendigem Personal führt, um in diesem Chaos einigermaßen Rationalität hervorzubringen.
      2. Private Dienstleistungen kranken vielfach an derselben Prämisse. Sind sie mit dem öffentlichen Sektor verbandelt, ist es auch bei ihren schwierig die Produktivität zu steigern. Das gleiche gilt für den Finanzsektor.

      • Rolf Zach sagt:

        Was bringen diese Bankchefs, die nach Wuffli ein Ausbund der Produktivität sind (!) wirklich für die Volkswirtschaft. Eigentlich nichts, da es nicht sofort messbar ist. Auch langfristig betrachtet, ist ihre Leistung hinsichtlich Absicherung ihres Arbeitgebers und ihrer Innovationskraft mehr als bescheiden.
        Die 70 Mio. Franken Jahreslohn für diesen Dougan war hinausgeworfenes Geld. Das gleiche gilt für Ermotti und TT, nicht messbar und nur in 5 Jahren können wir sehen, ob sie etwas Wert waren. Was die Aktionäre der beiden Großbanken wirklich bezahlen, ist ihre Loyalität und dass sie sich nicht illegal in der Firmenkasse bedienen und mehr in Millionen abschleppen, als was sie verdienen.
        Somit sind all diese Importe von Kader für den Finanzbereich keine Vermehrung der Produktivität.

  • Patrick Haas sagt:

    Auch wenn die Messung der Produktivität schwierig ist, so sind die Differenzen doch eklatant. Die Schweiz profitiert wirtschaftlich nicht von der Personenfreizügigkeit. Eine selbständige Steuerung der Zuwanderung, abgestimmt auf den Arbeitsmarkt, wäre die wesentlich intelligentere Politik.

  • Hansli sagt:

    Klar wandern Ausländer in unproduktive und damit auch schlecht bezahlte Jobs ein. Der Anti-PFZ-Bürger mit gleichem Qualifikationsniveau ist sich zu gut dafür und ist lieber Sozialhilfeempfänger.

    • Rolf Zach sagt:

      Lieber Hansli, was bringen dann diese super-teuren Kader aus den angelsächsischen Länder und und diese angeblich preiswerten indischen Informatik-Genies unserer einheimischen Wirtschaft? All diese indischen genialen Informatiker und diese angehimmelten angelsächsischen Unternehmensberater, unterstützt von ihrer schweizerischen Dienerschaft, haben nur ein Ziel, sich bei ihren Auftraggebern als Parasiten festzukleben. Die mögen für sich produktiv sein, aber nicht in der Definition der Arbeitsproduktivität unserer Volkswirtschaft.

      • Hansli sagt:

        Diese Kader und die indischen IT-Leute bringen insofern etwas, dass die Unternehmen hier bleiben und nicht auswandern.

        Ich halte den Titel für Blödsinn. Warum bringt nur Produktivität der Wirtschaft etwas? Klar bringt das dem einzelnen Unternehmen etwas, aber der Volkswirtschaft bringt es nicht. Bildchen ausgedrückt, ersetz ein Roboter Arbeitskräfte, so ist das Unternehmen produktiver, aber für die Volkswirtschaft bedeutet das nur mehr Arbeitslose.

      • Maiko Laugun sagt:

        @Rolf Zach: Da stimme ich zu 100% zu. Wer ist schuld?

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    nicht die wirtschaft hat profitiert. nur einige raffgierige (konzern)-mänätscher, welche weiterhin das „unbegrenzte wachstum“ ohne eigenverantwortung zelebrieren und die kurzfristige selbstbereicherung vor die nachhaltige entwicklung stellen. also die üblichen (liberalen….) verdächtigen.

  • Pius Tschirky sagt:

    Wenn netto jedes Jahr 80 000 Menschen mehr hier in die Schweiz einwandern, so muss theoretisch allein dadurch ein Wirtschaftswachstum von 1 % resultieren. Vor gut 60 Jahren hatte dieser Planet noch 2 Millarden Menschen, heute sind es schon gut ueber 7 Milliarden. Wirtschafswachstum basierte bis heute schon immer auf der Zunahme der Bevoelkerung. Frage mich nun, ob vielleicht doch die Digitalisierung diesem Rhytmus einen Strich durch die Rechnung machen koennte?

    • Rolf Zach sagt:

      Wenn die Digitalisierung höhere Arbeitslosigkeit bedeutet, wächst die Produktivität gemäß der üblichen Definition nicht. Den Arbeitslose werden zu Recht in der Formel der Produktivität nicht aufgenommen. Wenn wir Glück, ergibt auch die zukunftsweisendste Technologie nur ein Nullsummen-Spiel.

  • Markus Ackermann sagt:

    Heute legte der brit. Finanzminister sein Budget vor. Er macht dies auf der Basis von Prognosen des OBR
    … und diese Prognosen zeigen keinen Einfluss des Brexit auf Wachstum und Produktivität: mit der Einschränkung der Arbeitsbewilligungen (take back control) für EU-nationals und für Mitglieder des Common Wealth müsste sich dies auf (die OBR-Prognosen in Bezug auf) die Produktivität und das Wachstum auswirken
    … tut es aber nicht.
    D.h.: Eine Korrelation zw. Produktivität und PFZ ist nicht offensichtlich.
    Interessant ist jedoch, wie sich in der Figure 3 oben die Balkencharts für CHE und GBR für die beiden 10-Perioden (1996-2006 bzw. 2006-2016) gleichen.
    NB:
    Die EDV führte im Büro auch nicht zu einer Steigerung der Produktivität: es gab einfach mehr unproduktive Arbeit

    • Monique Schweizer sagt:

      Blödsinn Ackermann: Habe heute ein paar FT Clips zum UK Budget mit Meinungen angeschaut.
      2015 gingen noch alle von 2.5% Wachstum für die nächsten xx Jahre aus, heute sind sie froh wenn es noch 1.6% sind, die brit. Reporter haben alle von Verschlechterung der Wirtschaft, Verschlechterung der Staatsfinanzen usw geredet!
      .
      Aber Sie können sich ja schön was in die Tasche schwindeln in Ihrer unendlichen Abneigung gegen die EU – Sie Brexitschönredner 🙂

      • Margot sagt:

        Alt NR und Alt SP Präsident Peter Bodenmann hat kürzlich einen Gastbeitrag in der WW geschrieben. Darin schrieb er, wenn man die Gesundheitskosten 2016 von 11% beim BIP heraus rechnen würde, dann wären wir schon in einer mittleren Rezession. Das bezahlen wir Private mit den stetig, schmerzhaften KK – Prämien. Wachstum ist nicht gleich Wachstum oder anders ausgedrückt, auf wessen Kosten?

        • Linus Huber sagt:

          Sie liegen nicht falsch, Margot, wenn Sie die Bedeutung des nominellen, quantitativen Wachstums, welches heute meist der Propaganda dient, in Frage stellen. Was nützt quantitatives Wachstum, wenn das Wohlbefinden der Bevölkerung zugleich sinkt. Bedeutend wichtiger ist der qualitative als der quantitative Aspekt von Wachstum.

          • Monique Schweizer sagt:

            Huber: Definieren Sie mir doch mal wann das „Wohlbefinden der Bevölkerung“ zufriedengestellt ist? Ist das wenn der wohlstandsdegenerierte Wut-, Zorn & Grollbürger endlich mal seine vorlaute Fresse hält? Ist dann gemäss Ihnen das „Wohlbefinden der Bevölkerung“ erreicht?
            Bei Ihren schwammigen Worthülsen mit denen Sie andauernd um sich schiessen, weiss man eben nie so genau woran man wirklich ist!
            Die Mehrheit der Menschen, die ich in der Schweiz kenne äussern Wohlbefinden, das wird auch durch unzählige Umfragen und den World Happyness Index Spitzenplatz der CH immer wieder bestätigt!
            Ich glaube das Problem liegt vor allem bei Ihnen und Ihresgleichen – aber kommen Sie mir jetzt bitte nicht wieder mit Ihrem immergleichen IYI Schwachsinn!

          • Monique Schweizer sagt:

            Ehrlich gesagt Huber mit so unzufriedenen Mitzeitgenossen wie Ihnen und anderen verkehre ich prinzipiell nur hier im Forum, beim virtuellen Samstagstammtisch von Dr. Somm, sonst im Newsnet und noch ab und zu in der WW beim Köppel Editorial.
            Im realen Leben meide ich solche Leute wie Sie wo immer es geht und ich habe es mir so eingerichtet, dass es immer geht! Virtuell ist alles relativ unverbindlich, man kann gut mal provozieren, allenfalls zu Denkanstössen anregen, sich auch gerne mal unbeliebt machen, sich als Stalinistin, Marxistin und mit sonstigen 0815 Klischees abstempeln lassen und dem Allmächtigen danken, dass man selber nicht auch so geworden ist – das ist am Ende immer die grösste Befriedigung!

          • Linus Huber sagt:

            Ach so, die Wahl aus Ihrer Sicht liegt zwischen unkritischer Akzeptanz und Wut-, Zorn & Grollbürger. Allerdings erkenne ich, weder Wut, Zorn noch Groll in meinem Kommentar zu Margots Aussage, sondern einzig eine sachliche Diskussion.

            Sicher kann das Wohlbefinden der Bevölkerung nicht nach einem 08.15 Schema eruiert werden; wer ein wenig socio nomisches Wissen besitzt, wird jedoch zweifelsfrei eine Trübung der Zukunftsaussichten wahrnehmen können.

          • Monique Schweizer sagt:

            Huber: Zukunftsaussichten waren wohl fast schon immer etwas getrübt. In den 30er Jahren Krisen, den 40ern sowieso, in den 50 und 60ern die Angst vor dem Atomkrieg, in den 70er die Oelkrisen und Bretton Woods Ende, 80er Rezession und Star Wars, in den 90ern waren die Aussichten in der CH trübe, dann ein paar Jahre Euphorie bis Dot.Com und 9/11, danach nochmals Euphorie bis zur Finanzkrise und mittlerweile multiple Trübungen von Klimawandel, Flüchtlingsproblematik, Schuldenkrise usw…
            .
            Darum haue ich auch gerne mal einfach auf den Putz und geniesse das Leben, denn wenn man nur noch mit betrübten Zukunftsaussichten durchs Leben läuft, dann ist es irgendwann einfach vorbei und man hat es verpasst – zumal es speziell uns SchweizerInnen doch immer noch sehr sehr gut geht!

          • Linus Huber sagt:

            Als kinderlose Dame müssen Sie sich auch schwerlich um das Wohlergehen der nächsten Generation kümmern; daher kann ich Ihre Position gut verstehen.

          • Anh Toàn sagt:

            „…wer ein wenig socio nomisches Wissen besitzt, wird jedoch zweifelsfrei eine Trübung der Zukunftsaussichten wahrnehmen können.“

            Je älter Sie werden, umso trüber werden Ihre Zukunftsaussichten, das ist, was Sie wahrnehmen. Oder können Sie die Zukunftsaussichten anderer „wahrnehmen“? Mit welchem Organ machen Sie dies? Mit dem Enddarm?

          • Anh Toàn sagt:

            „Wohlergehen der nächsten Generation kümmern;..“

            Wollen Sie dies, definieren Sie das Wohlergehen der nächsten Generation.

            Jede Generation will ihr Wohlergehen selber definieren: Ich habe nicht vergessen, wie mich ab spätestens 15 nervte, dass meine Eltern, meine Lehrer, die vorgehende Generation mein Wohlergehen definieren wollte.

            IYI Bob Dylan:
            Come mothers and fathers throughout the land
            And don’t criticize what you can’t understand
            Your sons and your daughters are beyond your command

            Your old road is rapidly aging

            Please get out of the new one if you can’t lend your hand
            For the times they are a-changin‘

          • Anh Toàn sagt:

            Sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Kinder mal selber um deren Wohlergehen kümmern können, das ist schwer genug. Ansonsten überlassen Sie das Wohlergehen der nächsten Generation dieser selber.

            Ich vermute, dafür werden die Ihnen eher dankbar sein.

          • Anh Toàn sagt:

            Huber, nimm Dich nicht so wichtig, du musst dich nicht um das Wohlergehen der nächsten Generation kümmern.

            Die nächste Generation besteht aus Schafen, ihr wird nicht mangeln, Huber ist deren Hirte.

            Hättest du hier in all den Jahren keinen einzigen Kommentar geschrieben, wären die Zentralbanker nicht dümmer und die Politiker nicht krimineller und es gäbe nicht weniger kolletivistisches Gedankengut in der Gesellschaft.

            Find dich mit deiner Bedeutungslosigkeit ab-

          • Monique Schweizer sagt:

            Pfarrer Huber: Selbstverständlich sind gerade Sie das Musterbeispiel eines Grollbürgers, auch wenn Sie es selber leider nicht mehr merken.
            Praktisch in jeder Ihrer unendlich verschachtelten scheinfeingeistigen Worthülsenkasakaden gegen die Geldpolitik, die Eliten, die Obrigkeitsgläubigen, die IYI usw usw vibriert bei Ihnen unterschwellig Groll mit, weil die Welt nicht so funktioniert wie Sie es gerne hätten.
            Das ist wie neulich bei diesem 3.7 Erdbeben in Zug. Manch sensible Gemüter spürten es heftig, andere merkten überhaupt nichts. Sie scheinen definitiv der letzteren Sorte Mensch anzugehören!

          • Linus Huber sagt:

            Die Projektion der eigenen Denkweise (z.B. Nabelsicht) auf andere Personen zeigt fast schon krankhafte Züge bei manch einem Kommentatoren. Ein kleines empirisch belegtes Beispiel, wie die Zukunft sich eingetrübt.

            https://www.mckinsey.com/global-themes/employment-and-growth/poorer-than-their-parents-a-new-perspective-on-income-inequality

      • Markus Ackermann sagt:

        Selber Blödsinn, Schweizer:
        1. Der Brexit erfolgt im März 2019. Die prognostizierten Wachstumsraten des OBR verändern sich DANN nicht.
        2. Wenn Sie von 2015 reden dann meinten diese „alle“ von der FT, dass schon ein Brexit-Entscheid zum Untergang führen würde („project fear“)
        … war aber nicht so. DAS ist Fakt, nicht Prognose.
        .
        Was das OBR nun macht, sind Prognosen, die für viele Jahre ein Wachstum unter 2% enthalten. Das gabs noch nie seit dem 19. Jh.
        … DAS ist aber unabhängig vom Brexit, weil
        3. die Wachstumsraten schon für die Zeit VOR dem Brexit unter 2% prognostiziert sind.
        Bref:
        -> Wachstum und Produktivität korrelieren NICHT mit dem Verhältnis zur €U
        -> DARUM gehts ja im Beitrag von Straumann: IHRE Propaganda ist empirisch NICHT BELEGT, sondern nur behauptet

        • Monique Schweizer sagt:

          Sorry aber all die Analysten und Kommentatoren zur Budgetabstimmung heute haben gemeint, dass man 2015 für die nächsten Jahre mit einem mehr oder weniger stetigen Wachstum von mind 2.5% ausgegangen sei…
          Und die UK Kaufkraft ist auch schön am bröckeln, dank der Inflation — dann warten Sie mal die Staffel 2 von Brexit the Horrormovie (siehe unten) ab — ich freu mich schon drauf, auch weil die hoffentlich ein paar Denkanstösse für die schweizer Stimmbürger geben wird angesichts des bevorsteheneden Swissexit-Abstimmung betr. der PFZ!

        • Monique Schweizer sagt:

          Sorry Ackermann – aber 2015 hätte doch kein FTler & Co auch nur ein müdes Pfund auf den Brexit gewettet – die gingen alle von einem normalen ongoing Szenario aus!

          • Monique Schweizer sagt:

            Ackermann: OBR Prognose von 2015:
            The OBR projects GDP growing at close to
            2.4% per annum in every future year.
            .
            War wohl nix….

          • Markus Ackermann sagt:

            Nun, Frau Schweizer. Sie haben Ihren Fehler immer noch nicht geschnallt. Offenbar verstellt Ihnen die eigene Propaganda den Blick auf das Thema. Darum noch einmal im Detail:
            Die OBR Wachstums-Prognosen waren / sind:
            2017: 2%, nun revidiert auf: 1.5%
            2018: 1.6%, nun revidiert auf 1.4%
            2019 (Brexit): 1.7%, nun revidiert auf 1.3%
            2020: 1.9%, nun revidiert auf 1.3%
            2021: 2%, nun revidiert auf 1.5%
            2022: 2%, nun revidiert auf 1.6%
            Bref:
            Das Verhältnis zur €U hat keine Wirkung auf die Wachstumsprognose. Im 2019 hätte das Wachstum um 0.1% höher sein sollen und soll nun um 0.1% tiefer sein
            … also hat der Brexit in den Prognosen des OBR keine Auswirkung
            … denn nach dem Brexit, also 2020ff soll das Wachstum wieder um 0.1% pro Jahr ansteigen
            OBR = Office of Budget Responsibility

          • Monique Schweizer sagt:

            OBR Outlook Nov 2017
            Year 16/17 17/18 18/ 19 19/20 20/21 21/22
            Real GDP 1.8 1.5 1.4 1.3 1.3 1.5
            Nominal GDP 4.2 3.1 2.8 2.7 3.1 3.4
            Wages/salaries 4.0 3.3 2.6 2.7 2.8 3.3
            .
            Ob dann die Wages Salaries dann wirklich so stark wachsen werden, bei dem tiefen realen Wachstum, da habe ich meine Zweifel.
            .
            Aber Sie stehen ja auf die Devise lieber arm und frei, als sich von der verhassten EU noch irgendwas sagen lassen zu müssen und wie gesagt, diese Zahlen sind nur Prognosen zudem in unstabilen Verhältnissen, denn keiner weiss genau was dann ab Frühjahr 2019 wirklich passieren wird.
            Die oft bildungsfernen Brexiteers bekommen zudem ein massiv tieferes Bildungsbudget – but who cares!

          • Markus Ackermann sagt:

            q.e.d. Frau Schweizer.
            KEINE Korrelation ersichtlich
            … dabei war und ist eine solche Korrelation ein zentrales Argument von €U-Turbos.
            Frau Schweizer, Sie machten also sehr viel Wind und wollten mangelnde Substanz mit Frechheit kompensieren
            … „war wohl nix“
            .
            … und „zweifeln“ kann man immer, denn die Zukunft ist ungewiss. Immer.

        • Anh Toàn sagt:

          „…dann meinten diese „alle“ von der FT, dass schon ein Brexit-Entscheid zum Untergang führen würde („project fear“)
          … war aber nicht so. DAS ist Fakt, nicht Prognose.“

          Meinten die alle, gleich nach der Brexit Abstimmung versinke London in der Themse? Am nächsten morgen seien die Banken gestürmt?

          Gleich nach der Brexit Abstimmung begann die Unsicherheit, die Zukunftsaussichten sich einzutrüben, die Wachstumsaussichten sich zu verdüstern, die Firmen ihre Investitionspläne auf Eis zu legen, die politische Instabilität:

          Echt jetzt, ich würde den Britten gönnen, wenn sie sich mit dem Brexit nicht ins Knie geschossen hätten, aber es wird je länger je deutlicher, dass sie sich sogar mit einem Schuss gleich beide Knie durchschossen haben.

          • Anh Toàn sagt:

            @Vollidiot: Zukunft (Aussichten) kann niemand „wahrnehmen“. Landschaften (steht man auf einem Berg nennt man dies auch Aussichten) kann man wahrnehmen.

          • Anh Toàn sagt:

            Das war nicht an Ackermann, das war für LH weiter oben,l er nimmt ein Trübung der Zukuftsaussichten wahr.

        • J. Kuehni sagt:

          Die bisherigen Auswirkungen des noch nicht einmal ansatzweise vollzogenen Brexit könnten ebenfalls dereinst als eine Art ökonomischer „Drôle de Guerre“ in die Geschichtsbücher eingehen, Herr Ackermann. Der Brexit ist zwar erklärt worden, aber im Moment warten noch alle ab und halten sich zurück, bis die „Fronten“ geklärt sind. Die Ruhe vor dem Sturm.

          Natürlich ist das reine Spekulation, aber nicht mehr oder weniger als Ihre – von ihrer politischen Agenda getriebenen – Behauptung, der Brexit werde auch in Zukunft ohne schwerwiegende ökonomische Konsequenzen bleiben. Und Sie tun dies auf der Basis von Wachstumsprognosen einer Regierung, die in dieser Frage alles andere als unparteiisch ist.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Kuehni
            Jedenfalls ist der prognostizierte Weltuntergang (project fear) bis jetzt ausgeblieben, sondern das Gegenteil ist passiert: ein Wachstumsimpuls, insb. zufolge £-Abwertung, gefolgt von importierter Inflation.
            Die Zukunft ist ungewiss. Immer. We shall see.
            .
            NB:
            Die von Ihnen mir unterstellte Behauptung mache ich gar nicht. DAS betrifft die Zukunft.
            Entgegen IHRER politischen Agenda fehlt jedoch in den letzten 20 (!) Jahren der OFFENSICHTLICHE empirische Beleg zu Wachstum und Produktivität für die Schweiz, wie der Beitrag von Herrn Straumann aufzeigt. Also SIE, Herr Kuehni, können den Nutzen der €U-Anbindung empirisch nicht belegen, nur behaupten (mit mehr oder weniger plausiblen Argumenten). PRODUKTIV ist, wenn man (WER?) nach der Transaktion reicher ist als vorher

          • J. Kuehni sagt:

            Wahrscheinlich ist, dass eine Bevölkerung und ihre Regierung sich – auf der Basis einer bald 70-jährigen, relativen Ruhe unter der Watte der Pax Americana – daran gewöhnt haben, dass ihre politischen Entscheidungen sowieso keine schwerwiegende Folgen haben (und es soll unter ähnlichen Umständen ja schon so manches „böse Erwachen“ gegeben haben).

            Auf der anderen Seite stellen Brexit-Skeptiker die berechtigte Frage, was denn nun ausser grandiosen Parolen (Freiheit, Selbstbestimmung, Souveränität!) der grosse Benefit des Neoseparatismus wirklich sei, um auch schon bloss geringe Wirtschaftseinbussen zu rechtfertigen, geschweige denn wirklich substanzielle, die nur Narren kategorisch ausschliessen würden.

          • J. Kuehni sagt:

            Und dann gibt es noch ein paar böse Zungen, die (ohne EU-Fans zu sein) die Frage stellen, ob denn von allen Szenarien für die Briten nicht dasjenige vom Regen und der Traufe das wahrscheinlichste sei, vor allem wenn man die Rolle von gewissen, notorisch „multinationalen“ Milliardären und Medienbesitzern beim Brexit-Referendum berücksichtigt: Anstatt EU-Mitglied ist das United Kingdom künftig der (informelle) 51. Staat des US-Imperiums.

            Soviel zum Thema Souveränität und nationale Selbstbestimmung. Und was für eine „saftige“ Ironie der Geschichte von Kolonialherren und deren Vasallen.

    • Monique Schweizer sagt:

      Ackermann: Sie müssen eben „Brexit – The Horrormovie“ – die Serie wie ein Netflix Produkt betrachten.
      Wir befinden uns immer noch in der ersten Staffel, Kapitel 9
      Kapitel 1: Cameron will eine Volkbefragung und der Abstimmungskampf
      Kap. 2: Die Brexit Abstimmungsnacht
      Kap. 3: Die Wirren nach der Nacht & Regierungsbildung
      Kap. 4: Die „eiserne“ Lady aus Blei hängt die Macha raus
      Kap. 5: Die Reibereien mit der EU intensivieren sich
      Kap. 6: Der Neuwahlenrohrkrepierer
      Kap. 7.: Das Scheinwirtschaftswunder beginnt langsam zu bröckeln
      Kap. 8: Der Unmut innerhalb der Tories und die Wiederauferstehung von Corbyn
      Kap. 9: Die Meuchler um May werden mehr
      Kap. 10: Der Beginn des Zerfalls
      .
      In Staffel 2 beginnt sich der Horror zu intensivieren, May wird von der eigenen Partei gemeuchelt..

      • Linus Huber sagt:

        Sie können noch viele Märchen erzählen, jedoch ist UKs Welt nicht wie vorausgesagt zu Ende. Das Feiern und Zelebrieren bei Schwierigkeiten des Auslotens des Weges, zeugt von Wut, Zorn und Groll gegenüber jenen, welche sich nicht unterjochen lassen wollen. Sie scheinen den undemokratischen Totalitarismus zu bewundern.

        • Monique Schweizer sagt:

          Huber: Unter undemokratischem Totalitarismus verstehe ich einfach was anderes als diese vielleicht nicht ganz perfekte EU. Eher Systeme wie der Stalinismus, die Naziherrschaft, Militärdiktaturen aller Art. Einfach Systeme wo man schon für ein falsches Wort eingekerkert, gefoltert und getötet wird — das ist Totalitarismus!
          .
          Die Mär vom „unterjochten England“ – sorry aber das ist Bulls…t – zumal die Engländer noch x-Ausnahmeregeln hatten, nicht im Schengenraum, das Pfund, Britenrabatt, Inselbonus usw!
          Für mich ging dieser Brexit doch eher in Richtung propagandamässiger Volksaufwiegelung mit etwas masochistischen Zügen – aber sie durften ja demokratisch abstimmen und jetzt müssen sie einfach die Konsequenzen tragen. Einen echten Plan scheinen die Briten ja nicht zu haben…

          • Monique Schweizer sagt:

            PS Huber: „jedoch ist UKs Welt nicht wie vorausgesagt zu Ende.“
            .
            Es gibt ja auch noch eine zweite, dritte und vielleicht sogar noch eine vierte Staffel zu der Geschichte bis das Königreich irgendwann wieder zur gewohnten gemächlichen Langeweile zurückfindet!

          • Linus Huber sagt:

            Auch Totalitarismus und Faschismus entwickeln sich graduell; wer diese aufgrund von Konditionierung nicht in den Anfängen z.B. anhand gradueller Untergrabung demokratischer Rechte erkennen kann, wird sie wenn je erst erkennen, wenn es zu spät ist.

            „Einen echten Plan scheinen die Briten ja nicht zu haben …“

            Oh, das ist wohl ein grosses Problem für jemanden, welcher die Zentralplanung bejubelt. Den Erfolg der geldpolitischen Zentralplanung durften wir ja in 2008 geniessen. Demokratie lebt von Diversität, Ungereimtheiten und die selbstorganisierenden Kräfte der Gesellschaft werden auch diese Hürden bewältigen. Sie leiden an mangelnder Gelassenheit und Nietzsches Einsicht: „Was mich nicht umbringt, das macht mich stärker“

          • Monique Schweizer sagt:

            Huber: „Was mich nicht umbringt, das macht mich stärker“
            .
            Na dieses Motto werden sich wohl Bernanke und Draghi auch zu Herzen genommen haben, als sie all die TARP’s, QE’s etc in Gang gesetzt haben…

            Und sowohl die EU als auch die USA haben im Vergleich zur global Broad Money von 126.4 % World GDP (Ende 2016) mit rund 100% resp. 90.6% immer noch unterdurchschnittlich grosse Geldmengen im Gegensatz zu UK 144%, CH 192.6%, J 242.9%, China 208.3%
            https://data.worldbank.org/indicator/FM.LBL.BMNY.GD.ZS?view=chart

          • Maiko Laugun sagt:

            @Monique: „Was mich nicht umbringt, das macht mich stärker“

            Pfarrer Huber will, dass jede junge Frau zuerst vergewaltigt werden muss, weil nur dies sie stärker macht.

            Dies entspricht Huberchen‘s Gedankengut und spiegelt sich in all seinen Kommentaren.

            Sie, Monique, haben die richtige Antwort gegeben.

          • Linus Huber sagt:

            „Na dieses Motto werden sich wohl Bernanke und Draghi auch zu Herzen genommen haben, als sie all die TARP’s, QE’s etc in Gang gesetzt haben…“

            Sie merken es offensichtlich nicht einmal, aber genau das Gegenteil trifft zu, indem kurzfristige Schmerzen zulasten langfristiger Probleme vermieden werden.

          • Monique Schweizer sagt:

            Huber: War doch schön, dass wir in den letzten zehn Jahren keine tiefgreifende Wirtschaftsdepression hatten – muss doch auch mal gesagt werden.
            Dass diese Schmerzen nur „kurzfristig“ gewesen wären ist einmal mehr eine unbewiesene Behauptung von Ihnen.
            Nach 1929 und Ihren Rezepten mit Geldmengenverknappung, am Anfang noch ein paar Jahren Goldstandard waren die Schmerzen der Great Depression doch ziemlich heftig und konnten erst mit nach noch viel grösseren Schmerzen – dem 2. Weltkrieg wieder etwas gemildert werden, auch wenn die USA dann mit über 100% des BIP verschuldet war (UK sogar mit 250%).
            Gut dann kamen die goldenen Jahre des Wirtschaftswunders mit 5, 6 und mehr % Wachstum, welche jenes Problem wieder lösten.
            Es ist Ihr Gedankengut welches menschenverachtend ist Huber!

          • Linus Huber sagt:

            Natürlich ist es angenehm für die „Ich“-Generation, wenn Probleme der nächsten Generation untergejubelt werden. Es handelt sich dabei um einen historischen Bruch. Evolutionär streben die Menschen stets danach, dass es ihre Nachkommen besser haben werden. Über weite Teile der Geschichte gab es – mit Ausnahme von Kriegen und Katastrophen – auch diesen Fortschritt.

            Auch die graduelle Ausdünnung der Mittelklasse wird nicht ohne Konsequenzen sein.

            https://www.mckinsey.com/global-themes/employment-and-growth/poorer-than-their-parents-a-new-perspective-on-income-inequality

          • Monique Schweizer sagt:

            Ja ja Huber – das Paradigma von „meine Kinder sollen es einmal besser haben als ich“
            .
            Nur wenn man sieht wieviele 18-jährige in der CH mit einem aufgepimpten BMW über die Strassen brettern, was soll man denn da noch verbessern – soll es in Zukunft ein Lamborghini für die Neulenkerschnösel sein oder was?
            Irgendwann stösst das mit dem immer besser haben zumindest in der CH an seine Grenzen, vor allem wenn „besser“ primär als die noch grösseren nimmersatten Konsumidioten definiert wird! Weniger ist immer öfter eben doch „mehr“! Bin ich froh habe ich mir irgendwelche wohlstandsdegenerierten Gofen erspart!

          • Linus Huber sagt:

            Die empirisch belegte Analyse sagt genau das Gegenteil dessen aus, was Sie mit Ihrer stammtisch artigen Argumentationstaktik „18-jährige mit einem aufgepimpten BMW“ versuchen zu insinuieren.

          • Monique Schweizer sagt:

            Huber: Das war denk ein schweizer Stammtisch und im Heidiland gibt es immer noch mehr als genug dieser aufgebretzelten BMW etc. Schnösel – aber das können Sie ja nicht wissen so fernab vom Schuss der Realität auf den Philippinen…
            .
            Die CH wird in der Studie nicht erwähnt — eigentlich schade, dann wäre mein Kommentar zumindest fürs Heidiland bestätigt worden!

          • Linus Huber sagt:

            Nun, Monique, der Trend dürfte mit einigen Variationen in sämtlichen westlichen Staaten in etwa gleichartig verlaufen, was selbst für Sie nicht schwierig sein dürfte nachzuvollziehen.

          • Monique Schweizer sagt:

            Nachtrag Huber ABER wenn dann der 18-jährige Schnösel in der CH seinen BMW (womöglich alkoholisiert oder Drogen oder schlichtweg aus jugendlichem Uebermut) wie es immer öfter mal in Heidiland passiert gegen einen Pfosten vollgeschrottet hat, DANN ist er schlechter dran als es seine Eltern damals mit 18 waren – denn dann muss er lange Schulden abstottern!!!
            .
            https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/junglenker-verliert-kontrolle-ueber-bmw/story/31663065

            Nix Stammtisch – sondern Geschichten die das Leben schreibt!!!

          • Linus Huber sagt:

            Nun, Geschichtlein machen eben noch keinen empirisch belegbaren Trend, sondern sind Einzelfallbeschreibungen, welche wenig bis gar keine gesellschaftliche Bedeutung besitzen.

          • Linus Huber sagt:

            Eben an solchen Stories kann man sich so richtig gut am Stammtisch auslassen und sich z.B. über die verwöhnte Jugend auslassen.

            P.S. Ob es sich um seinen eigenen Wagen oder denjenigen der Eltern handelte, kann ich im Gegensatz von Ihnen dem Artikel nicht entnehmen.

          • Monique Schweizer sagt:

            Huber: Und noch was, was immer vergessen geht: In den 80er Jahren zahlte man für einen Krüppel-Computer mit kaum Leistung schnell mal einige Tausender, heute gibts ein x-fach besseres Produkt für den Bruchteil des Preises damals, dito mit Flugreisen, Drogen, Autos, tw. Kleidern, Internetmusik etc., Konsumgüter tw. auch Lebensmittel, die nur noch einen Bruchteil von damals kosten, dazu eine viel grössere Auswahl usw…
            .
            All das wird in diesen Studien kaum bis gar nicht berücksichtigt und Sie als selbsternannter „Volkswohlstandsexperte“ sollten dies doch auch berücksichtigen – man kann nicht alles über Einkommen/Capita messen – Ihre Worte!
            .
            Wohnen ist teurer geblieben, bleibt man halt ein paar Jahre länger im Hotel Mama oder in der WG – Den Jungen gehts heute nicht schlechter!

          • Monique Schweizer sagt:

            Huber: „Eigener Wagen“ mit 18??? Geleast meinten Sie wohl eher!
            Und wenn man innerorts in den Pfosten rast, dann kann es sein, dass die Vollkasko(???) Versicherung blöd tut.
            .
            Das passiert regelmässig, auch die überschuldeten Kids nehmen massiv zu – sie sehen ja all die Kleinkreditfirmen (auf den Philippinen wird der Kreditwucher vermutlich noch viel übler sein – was sagen Sie denn dazu Sie Kreditmoralisierer??)
            .
            Das ist wirklich ein Falle — jung und überschuldet…echt übel, da müsste man viel strenger regulieren, aber Sie sind ja gegen Regulierung – zentralplanerisch und so…
            Gut immerhin gibts in der CH kaum Student Loans – US 1.45 Bio – über 40 Mio die tw. bis ins Rentenalter am abstottern sind — aber finden Sie ja sicher alles OK – ihre Selbstverantwortungsdoktrine…

          • Linus Huber sagt:

            Sicher doch, Monique, der technologische Fortschritt zeigt zweifelsfrei auch positive Aspekte auf, welche wie Sie erläutern, oft unerwähnt bleiben. Aber es gibt eben auch andere Aspekte, wie Dienstleistungen (z.B. Krankenkasse) und Wohnen, welche bedeutend teurer sind als früher.

          • Linus Huber sagt:

            „da müsste man viel strenger regulieren“

            Ja, Kredit fuer Konsum ist verwerflich; da gehe ich mit Ihnen einig. Das kurzfristig orientierte Verhalten heute zu konsumieren und später zu bezahlen hat seine Gründe.

    • Rolf Zach sagt:

      Sie müssen eins wissen, die englische Elite hat die EU und schon gar nicht die Euro-Zone nie geliebt und sie frönten einem ständigen hämischen Niedermachen dieser Institutionen in Brüssel. Boris Johnson war ein typisches Exemplar dieser Geisteshaltung. Nur Großbritannien profitierte weidlich als EU-Mitglied von Finanzplatz für den € und die EU. Mit dem Brexit vollzieht sich ein gigantischer Verlust von gut bezahlten Arbeitsplätzen, dies sollte eigentlich ein ehemaliger Bürgermeister von London wie Boris Johnson wissen.
      Aber wie bei unserem Blocher ist bei Boris Johnson, die EU der Grund allen Übels. Sie gleichen dabei der Katholischen Kirche von 1616, die auch behauptete, die Sonne kreise um die Erde. Ihre Verneinung der EU ist ihr neo-liberaler Glaube für Förderung von Chaos und Gier.

  • Linus Huber sagt:

    „Zuwanderung: Hat die Wirtschaft profitiert?“

    Nun, man kann sich natuerlich diese Frage stellen, jedoch ist sie wirklich derart relevant? Machen wir den Fehler das Wohl der Wirtschaft dem Wohl der Bevölkerung gleichzusetzen? Was genau nützt es dem individuellen Schweizer, wenn er sich als Arbeitnehmer einem immer intensiveren Konkurrenzdruck ausgesetzt sieht, der Sozial- und Wohlfahrtsstaat immer stärker unter Druck kommt, die Lebensbedingungen und Zukunftsaussichten sich fühlbar verschlechtern?

  • Jessas Neiau sagt:

    Ich bin auch Wirtschaft. Nein. ich habe nicht profitiert.

    • Linus Huber sagt:

      Richtig; es ist nicht der normale Arbeitnehmer, welcher profitierte, sondern die Privilegierten wie z.B. Wirtschaftselite und staatliche Bürokratie. Beide haben einen höheren Kuchen, von welchem Sie zugleich einen eher höheren Prozentsatz abführen.

  • Hans Hödli sagt:

    Weit mehr als die Hälfte der Zuwanderung sind Familiennachzug und importierte Analphabeten, Invalide und Rentner, logisch muss das BIP pro Kopf stagnieren und die Sozialkosten der Gemeinden explodieren. Das übliche Spiel, Privatisierung von Gewinnen dank Lohndruck und Sozialisierung von Kosten. Gesamtwirtschaftlich ist ein stagnierendes BIP pro Kopf ein Sieg für die leistungslosen Besitzeinkünfte, weil Mieten und Dividenden durch die Decke gehen.

  • Tim Seiler sagt:

    Der Nettolohnzuwachs über die letzten 20 Jahre betrug gerade mal 14%. In der gleichen Periode verteuerten sich CH-Immobilien im Durchschnitt (!) um 175%! Wer schon Immobilienbesitzer war, profitierte – alle anderen verloren massiv an Kaufkraft, sofern man wohnen zum Grundbedarf hinzuzählt. Es wurde also durchaus ein relativ hoher Produktivitätszuwachs erzielt, jedoch nur insofern, als durch die unkontrollierte Zuwanderung die Lohnkosten gedrückt werden konnten, wohingegen die Lebenshaltungskosten (inkl. wohnen) massiv explodierten. Ganz nach dem Motto – „Wer hat, dem wird gegeben“ – fand so eine massive Vermögensumverteilung zu Lasten der Nicht-Erben statt. Welche junge CH-Familie kann sich aus eigener Kraft noch ein Eigenheim erarbeiten? Der Traum ist geplatzt – wir schaffen das NICHT!

    • Margot sagt:

      Und die Krankenkassenkosten steigen unglaublich. Und als wären die nicht schon viel zu hoch, wird jetzt auch noch gefordert, dass Dolmetscher aus der Grundversorgung bezahlt werden sollten: https://www.srf.ch/news/schweiz/missverstaendnisse-im-spital-migrantinnen-verstehen-medizinisches-fachpersonal-nicht-richtig
      Grundfalsch, das Problem verschiebt sich ja nur weiter. Wie können solche Eltern den Kindern dann in der Schule helfen? Grundsätzlich sollte nur in den ersten zwei Jahren der Dolmetscher bezahlt werden, dannach die Migranten selber. Ohne Sprache gibt es keine Integration.

    • Maiko Laugun sagt:

      @Tim Seiler: „Welche junge CH-Familie kann sich aus eigener Kraft noch ein Eigenheim erarbeiten?“

      Sie verwechseln Eigentum mit Bankmiete.

    • Anh Toàn sagt:

      „Zwischen 2000 und 2012 nahm die Zahl der Mieterwohnungen um knapp 8 Prozent zu. Der Bestand an Eigentümerwohnungen wuchs im selben Zeitraum um gut 24 Prozent auf 1,3 Millionen.“

      https://www.nzz.ch/schweiz/wohneigentum-schweiz-1.18251039

      Wie geht das, dass der Anteil der Wohneigentümer zunimmt wenn es immer unmöglicher wird, dieses zu erwerben?

      • Fredi maier sagt:

        Indem man sich höher verschuldet, beide arbeiten, den Kinderwunsch nach hinten verschiebt und im Niemandsland wohnt.

        • Anh Toàn sagt:

          Schuldenhöhe ist egal, relevant ist die Zinsbelastung.

          • Anh Toàn sagt:

            Ausser bei Deflation:

            Hier setzt meine Kritik an den Tragbarkeitsvorschriften für Hypos in der Schweiz an: Das Risiko sind nicht steigende Zinsen, weil steigende Zinsen Ausdruck von Inflation ist welche eigentich immer zu nominal steigenden Erwerbseinkommen und Immobilienpreisen führt: Kaum jemand wird 5 Prozent Hypozins bezahlen (müssen und nicht können) bei nominal gleichem Einkommen: Das ist ein komplett unrealistisches Szenario.

            Die Gefahr des verschuldeten CH Immobilienmarkt ist Deflation: Sinkende Löhne und Immobilienwerte, gegen den „Margin Call“ der Bank auf ao Amortisation wären steigende Zinsen „Peanuts“

    • Linus Huber sagt:

      Sie liegen nicht falsch, Tim. Ein immer höherer Hebel, was immer auch ein höheres Risiko beinhaltet, wird im Immobilienmarkt eingefordert und steuerlich begünstigt, was natürlich nicht zum Wohle der Gesellschaft geschieht, sondern eine indirekte Subventionierung der Finanzindustrie durch die Zinspolitik der Zentralbanken darstellt. Die Idee, dass das Verhältnis Immobilienpreise-Einkommen keine sondern einzig die Tragbarkeitsrechnung eine ökonomische Bedeutung ausweist, zeugt von schwachen ökonomischen Kenntnissen.

  • Peter Aletsch sagt:

    Prospektive, interessantere Gegenfrage: wann wird der Zenit erreicht? 12, 15, 25, 40 Millionen? Gemäss dem Trend nicht unmöglich. Es wird in Europa, da die EU auf der PFZ beharrt und nicht genug dagegen unternimmt, nur noch einige wenige Ballungszentren geben, wo fast alle ‚leben‘ : Schweiz ohne Berggebiete, London, München, Wien, Paris, Barcelona,… Reproduktionsrate wegen Dichtestress, teuren Wohnungen, für Kinder ungeeignete Umgebung unter 1,0!

    • Margot sagt:

      Nicht nur die PFZ ist Grund der Zuwanderung!
      Dr. Bruno Kahl, Präsident des Bundesnachrichtendienstes, hielt am 13.11.2017 eine Rede anlässlich der Veranstaltungsreihe „Zur Zukunft der internationalen Ordnung“. Er sagte, dass 2016 etwa 815 Millionen Menschen als unterernährt galten. Diese werden sich zwar eine Flucht vorerst nicht leisten können, aber hinreichend Motive haben, ihr eigenes Land zu verlassen. Selbst wenn es gelingen sollte, die wirtschaftliche Lage einzelner afrikanischer Staaten zu verbessern, wird dies vermutlich zunächst zu noch mehr Migration führen. http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/bnd-praesident-warnt-vor-1-milliarde-menschen-mit-rationalem-migrationsgrund-a2271692.html

      • Monique Schweizer sagt:

        Frau Margot – schreiben Sie nur noch etwas mehr gegen die angebliche Klimahysterie an, dann machen sich vielleicht dereinst sogar zwei Milliarden Hungerleidende auf den Weg ins gelobte Europa.

        • Margot sagt:

          Werte Frau Schweizer, unter einer ernsthaften Klimahysterie leiden Sie selber! Die Dürren und Überschwemmungen sind eine Folge der Abholzung. Es gibt eine wunderbare Möglichkleit: https://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/der-waldmacher/story/26739960
          Ich habe schom mehreren Politikern das geschrieben, manchmal habe ich eine Antwort erhalten im Sinne „Danke für den interessanten Bericht“. Wahrscheinlich ist das zu kostengünstig für die Entwicklungshilfe…

          • Monique Schweizer sagt:

            Herrlich Ihre Logik Frau Margot! Wenn wir Hitzewellen und Ueberschwemmungen haben, dann soll das also nicht wegen langandauernder starker Sonneneinstrahlung resp. stabilen Hochs oder Extremniederschlägen sein, sondern weil die Afrikaner schon alles Holz zum kochen abgeholzt haben!
            .
            Auf diese neuen Kausalzusammenhänge muss man doch zuerst mal kommen, aber da bin ich leider nicht blond genug dafür…

        • Margot sagt:

          Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen? Sie schreiben völlig am Thema vorbei. Frau Merkel rechnet für die nächsten 10 Jahre mit 300 Milliarden € Kosten für die Migranten. Mit 10% davon könnte Afrika begrünt werden. Ich teile die Meinung von Herrn Reinhard: https://www.welt.de/politik/deutschland/article170833134/Rechtswissenschaftler-kritisiert-Fluechtlingspolitik-als-Irrweg.html

          • Monique Schweizer sagt:

            Habe den Artikel schon vor Monaten gelesen. Ist ja sicher eine tolle Sache, aber nachdem ich noch etwas weiter recherchiert habe, habe ich auch gewisse Limiten erkannt. Ein Allroundlösungsinstrument ist das eben auch nicht.
            Sie haben ja beim Jahrhundertsommer in Kalifornien gesehen, dass auch die hochzivilisierten Amis nicht gegen sowas gewappnet sind.
            Und wenn der Afrikaner Hunger hat und Brennholz braucht, dann holt er sich das weiterhin wie seit Jahrtausenden zuvor dort wo es Bäume hat…auch die Entwicklungshilfe hat ihre Grenzen…
            .
            Lokal kann man sicher schöne Projekte machen, die manchmal sogar auch funktionieren – aber die halten vielleicht ein paar Mio auf, aber nicht die Milliarde — viele werden es vermutlich probieren – 2015 war ja nur ein erstes Müsterli….

          • Monique Schweizer sagt:

            Von mir aus können Sie auch gerne die Klimaproblematik ignorieren – die ist auch erst noch ganz am Anfang trotz 45% mehr Treibhausgasen als vor 1800, hat sich allerdings in den letzten 4 Jahren verstärkt, wenns so weitergehen würde, dann passiert alles vielleicht schneller als wir uns das so vorstellen können… und dann werden auch die vielen vielen Afrikaner viel schneller kommen als Ihnen das lieb ist…
            .
            Unter Klimahysterie leide ich übrigens nicht, bin schon im dritten Lebensdrittel und kinderlos – also könnte es mir eigentlich egal sein was mit diesem Planeten passiert – mich nervt einfach die Ignoranz gewisser Leute etwas, aber ansonsten wenn er kommen muss der Klimawandel, dann wird er es auch.
            Wäre dann Pech für Ihre Enkelkinder… aber das wäre Ihr & deren Problem

        • Margot sagt:

          Gerade wird berichtet für was die Kohäsions – Milliarde verteilt wurde, u.a. Solarpanel im Osten in Polen. Wasaliwaswas lernen wir daraus? Man braucht kein Holz zum heizen. Alternativlos hat sowieso sowas von ausgedient, kann fast niemand mehr hören.

          • Monique Schweizer sagt:

            Frau Margot: Die Polen stehen eh mehr auf Stein- und Braunkohle, aber viele Afrikaner und auch Asiaten kochen nach wie vor mit Holz. Vielleicht sollten Sie Ihre nächstes Ferienreisli mal nach Afrika machen, ein bisschen abseits von den Megamolochgrossstädten und dann wissen Sie was ich meine…dann wissen Sie auch wo all die Bäume verwertet werden…

          • Margot sagt:

            Das mache ich. Hab grad einem Reisebüro in Auftrag gegeben eine Reise Januar oder Februar nach Eritrea zu buchen. Kann ich eigentlich selber, aber der Mensch muss von was leben. Eritrea muss ich mir jetzt echt selber ansehen. Eritrea hat ein nationales Aufforstungs – Programm, da müssen Jugendliche, Studenten und der NS ran. Während der italienischen Kolonialzeit haben die Italiener einen grossflächigen Kahlschlag verursacht, die haben mit dem Holzhandel sich eine goldene Nase verdient. Nachbarland Äthiopien hatte 1960 einen Waldanteil von 40%, heute 2,7%. Das hat natürlich Klimamässig staatsübergreifend grosse Auswirkungen, Äthiopien müsste beim aufforsten schon mitziehen. Aber genau das Gegenteil erfolgt: https://netzfrauen.org/2016/10/10/aethiopien/

          • Monique Schweizer sagt:

            Frau Margot: Gute Sache dafür gebe ich Ihnen ein ehrliches Lob. Sie werden uns dann sicher berichten.
            Nur leider zeigt Ihr Link auch, dass vieles im Argen liegt, die Firmen wie Heuschrecken über diese Länder ziehen und nicht viel Nachhaltiges hinterlassen.
            Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass wir halb Eritrea in der Schweiz haben müssen, es hat jetzt schon sehr viele & das wiederum erzeugt eine fatale Sogwirkung. Wie schlimm die Zustände dort wirklich sind oder eben nicht – dazu masse ich mir kein Urteil an.
            Dass es in Afrika gewaltige Veränderungen braucht, dass nicht plötzlich eine Mrd Menschen nach Europa will, da sind wir uns glaub einig. Wenn es keine Klimaveränderungen geben würde, wäre mir auch lieber, nur leider schwant mir diesbezüglich eher übles..

  • Stefan Wiesendanger sagt:

    Die schwache Produktivität ist ein Problem der Sektorverteilung, nicht der Einwanderung. Gewachsen sind Sektoren mit schwacher Produktivität: der Staat und staatsnahe Bereiche sowie Konzerndienste. Hinzu kommt, dass Produktivität in diesen Sektoren kaum richtig zu messen ist.

  • Peter Aletsch sagt:

    Es ist fast unmöglich, kürzerfristig alle oder einen bestimmten Faktoren zu extrahieren in so einem komplexen System wie es eine Volkswirtschaft ist. Besser die Korrelation anschauen europäisch und global zwischen Staatsgrösse und Wohlfahrt. Sie ist negativ, d.h. je mehr Personen, umso schlechter. Es nützt Indien nichts, dass es bald 1,5 Milliarden Konsumenten hat.

  • Peter Aletsch sagt:

    Haupttreiber der Wirtschaft war meistens der Immobiliensektor. Um 1975 war das Grundstück um den Kaiserpalast von Kyoto mehr wert als ganz Kalifornien. Um 1990 Krisen in Schweiz und Schweden. Aktuell wird die Wirtschaft hier auch aufgetrieben durch die zusätzlich benötigte Infrastruktur für 50’000 netto-Zuzüger. Macht summa 25 Milliarden. Man kann es auch am kommerziellen Hypothekenwachstum ablesen. Gleichzeitig wird fast gleichviel im Ausland entwertet.

    • Marcel Senn sagt:

      Aletsch: Das war aber Ende der 80er Jahre und nicht 1975: „Jedes beliebige Grundstück in Japan kostet durchschnittlich exakt hundertmal soviel wie sein Pendant in den USA, errechnete 1988 die Regierung in Tokio.“
      Beim Kaiserpalast mit 110’000 m2 mitten im Herzen Tokyos läppert sich so eben schön was zusammen. Er war übrigens auch nicht mehr wert als ganz Kalifornien, sondern wie alle Gebäude Kaliforniens damals.
      .
      Heute ist sein Wert übrigens wieder auf 150 Mrd € zusammengeschrumpft…

      • Peter Aletsch sagt:

        Man muss nicht alles exakt wissen. Besser mehr, aber innerhalb akzeptabler Ungenauigkeit.

        • Marcel Senn sagt:

          Aletsch: War immerhin eine der grössten Blasen aller Zeiten der Bewertungswahnsinn in Japan Ende der 80er Jahre…
          In einem Wirtschaftsblog spielt das schon eine gewisse Rolle, sonst verkommts zum beliebigen Je-Ka-Mi ohne Aussagekraft!
          .
          „Gleichzeitig wird fast gleichviel im Ausland entwertet.“
          Was bitte ist denn das für eine schwammige Aussage?? Z.B. in Deutschland sind die Immopreise infolge Anlagenotstand meistenorts auch kräftig am steigen und in den USA ist der Durchschnittshauspreis mittlerweile schon einiges über den Ständen vor der Housing Bubble 2007 — ich weiss nicht wo Sie eine Entwertung sehen – sogar in Spanien sind die Hauspreise wieder langsam aber sicher am zulegen.

  • groeg sagt:

    Wir haben eine aufgeblähte Wirtschaft.Per Capita exportieren wir 45% mehr als Deutschland und 640% mehr als China.Das ist entscheidend.Leider hat es die Wirtschaft versäumt,hier die Steuerung und im Ausland die Produktion anzusiedeln.Daher die Masseneinwanderung unter der wir noch lange leiden, da die Politik zu schwach ist und der Wirtschaft nicht den Tarif durchgibt.Blocher ist der einzige vorbildliche Grossindustrielle,der das schon lange kapiert hat.1 Million Ausländer müssen gehen.,damit alles wieder normalisiert wird.Blocher kann 200x recht haben,seine Neider werden sich lieber irgendwo hinunterstürzen.Auch die Professoren versagen kläglich.Das BSP p.capita der Schweizer liegt jetzt auf Platz 13,Liechtenstein Nr.1,Katar 2.Monaco 3,Luxemburg 4, und so weiter.DAS IST DIE WAHRHEIT.

    • Monique Schweizer sagt:

      Sie erzählen einfach einmal mehr einen Riesenunsinn Groeg.
      Zwischen 2007 und 2016 haben schweizer Firmen & Private rund 620 Mrd CHF im Ausland als Direct Investments investiert, während ausländische Firmen & Private in ziemlich gleichem Umfange in der CH dir Inv. getätigt haben.

      https://data.snb.ch/en/topics/aube#!/cube/auvekoma
      .
      Ja Ihr einziger „vorbildlicher Grossindustrielle“ hat seine Belegschaft zw. 2003 und 2017 von rund 1700 auf 1150 abgebaut, gemäss Handelsregisteramt sind rund die Hälfte der Zeichungsberechtigten Ausländer – können Sie gerne nachprüfen!
      .
      Zum Glück haben wir nur einen Blocher in der Schweiz, sonst würde es uns schon bald mal echt viel mieser gehen!
      Uns mit Zwergenschmarotzerstaaten wie Liechtenstein, Monaco und Luxembourg zu vergleichen – na ja….

    • Maiko Laugun sagt:

      @groeg: Blocher hatte damals Tamilen angestellt, alle ehemals Flüchtlinge.

      • Linus Huber sagt:

        Was hat das eine mit dem andern zu tun? Die Funktion der Firmenführung beinhaltet die Profitmaximierung unter Einhaltung der gegebenen Regeln. In der Funktion als Politiker ist er für die Festlegung der Regeln mitverantwortlich und kann diese selbstverständlich in Frage stellen.

        • Maiko Laugun sagt:

          „Was hat das eine mit dem andern zu tun?“

          Wasser predigen und Wein saufen, Idiot.

          • Linus Huber sagt:

            Es handelt sich um komplett verschiedene Rollen mit komplett unterschiedlichen Verantwortlichkeiten. Differenziertes Denken ersetzen Sie elegant mit vulgärer Sprache.

          • Maiko Laugun sagt:

            Der Vollidiot Huber merkt nicht mal, dass die verantwortlichen Rollen eben explizit für die eigenen Interessen eingesetzt werden. Der Begriff „Vollidiot“ gilt für andere Leser, da ein „Vollidot“ nicht fähig ist, dies selber zu begreifen.

          • Linus Huber sagt:

            Eben genau nicht. In einem Fall wird die Pflicht im Interesse einer Firma zu agieren und im anderen Fall die Pflicht zum Wohle der Schweiz zu handeln wahrgenommen, wobei die zweite die erste Pflichterfüllung sogar negativ tangiert. Wenn er in zweiten Falle einzig die persönlichen Interessen verfolgte, würde er die für ihn vorteilhafte unkontrollierte und unbeschränkte Zuwanderung begrüßen.

            Nun die Verwendung vulgärer Sprache gibt in erster Linie über denjenigen Auskunft, welcher sie einsetzt. Dass Sie auch dies nicht begreifen dürften, verwundert und interessiert mich eigentlich nicht, womit sich jeder weitere Antwort meinerseits erübrigt.

          • Maiko Laugun sagt:

            „..wobei die zweite die erste Pflichterfüllung sogar negativ tangiert. “

            Wie immer, nichts begriffen.

  • Hannes Walther sagt:

    Also wenn jemand mit den obenstehenden Aussagen an einer Uni lehren darf, habe ich Angst um das Bildungsnivo der Studenten, denn ich habe das Gefühlt dieser Historiker habe das gleiche Nivo wie der andere Historiker am medizinhistorischen Institut der UNI Zürich (wie hiess der schon wieder?!).
    Wenn jemand auf der Grundlagen, dass nur in 20% der Berufe ein Fachkräftemangel besteht, eine Aussage über die Zuwanderung resp. die Veränderung der Produktivität machen will, ist das ohne weitere Untersuchungen eben dieser 20%, schlicht bedenklich! Da gelobe ich mir die ausländischen Professoren an unseren Unis, wenn wir keinen besseren Nachwuchs stellen können!

    • Niklas Meier sagt:

      Wenn man „Nivo“ schreibt…

    • Linus Huber sagt:

      Nun Hannes, da dürften Sie nun wirklich vollkommen daneben liegen. Gerade dieser Autor zeichnet sich durch einerseits die gute Erläuterung von Zusammenhängen, welche nicht einzig auf mathematischen Modellen beruht, und eine sonst oft vermissten Bescheidenheit der ökonomischen Gilde aus.

  • Thomas Hartl sagt:

    Herr Straumanns Fokus auf die Produktivität beim Thema PFZ ist viel zu eng. Gerade in der Pflege geht es nicht um Produktivität, sondern darum, das nötige Personal zu finden, um Pflegebedürftigen eine menschenwürdige Behandlung zukommen zu lassen. Eine Alternative wäre die massive Aufwertung dieser Arbeit und deutlich höhere Löhne, aber da schreien dann wieder genau die gleichen Kreise auf, die gegen Zuwanderung kämpfen.

  • Hans Fischbacher sagt:

    Die Personenfreizügigkeit und die massive Zuwanderung in die Schweiz sind ein gr. Fehler. Die Gewinner sind die Geschäfte jeglicher Art. Verlierer sind, Natur, Infrastruktur und einf. Schweizer.

  • Paul Brander sagt:

    Bin doch sehr erstaunt, dass solch kluge Köpfe Sachen vergleichen welche nicht vergleichbar sind.Wo bleibt da der analytische Sachverstand?

    • Markus Ackermann sagt:

      Am „analytischen Sachverstand“ fehlts im Beitrag von Herrn Straumann nicht: die Falsifizierung einer Hypothese ist ein Fortschritt in der Erkenntnis: nichts bewirkt nichts.
      Nun, Herr Brander.
      Es sind ja €U-Turbos, die BEHAUPTEN , dass ein Anschluss (sog. 4 Grundfreiheiten, Binnenmarkt) sich positiv für die Angeschlossenen auswirkt.
      Wenn dieser behauptete Ursache-Wirkung-Mechanismus sich auch nach 20 Jahren nicht eindeutig (Produktivität. Wachstum) zeigen lässt ….

  • Stephan Marti sagt:

    Ich kann den Ausführungen von Herrn Straumann nur zustimmen, wobei diese Diskussion noch zu kurz greift.

    Was die Privatwirtschaft einfach nicht wahrhaben will ist, dass diese unkontrollierte Zuwanderung negative externe Effekte mit sich bringt, deren Kosten nicht hinreichend abgedeckt sind. Zu nennen sind u.a. Ueberlastung der öffentlichen und privaten Verkehrsinfrastruktur, Umweltbelastung, Zersiedelung der Landschaft, Einwanderung in die Sozialsysteme, Sicherheit etc.

    Wenn es darum geht, finanzielle Zuwanderungsgewinne abzuschöpfen, sitzen Privatunternehmen gerne in der ersten Reihe – die externen Kosten werden aber stillschweigend dem allgemeinen Steuerzahler zugeschoben.

    • Beat Müller sagt:

      Marti: Die Zersiedlung der Landschaft passierte in den 60er und 70er Jahren mit dem EFH-Hüsli-Wahn in der Agglo, man kann nicht einfach ohne Job in die CH Sozialsysteme einwandern, das ist eine Mär, die Kriminalität ist seit einigen Jahren rückläufig, die öffentliche Verkehrsinfrastruktur muss so oder so immer wieder erneuert oder instandgehalten werden, je mehr sich an den Kosten beteiligen, desto günstiger wirds für jeden, Umweltbelastung ist global gesehen eine Nullsummenrechnung…
      .
      Aber schön konnten Sie Ihre 0815 Argumenten wieder mal eine Chropfleerete machen.

      • Philipp Aebin sagt:

        global gesehen ist die Umweltbelastung eine Nullsummenrechnung… Vermutlich auch die Verschiebung der Produktivität. Aber es ging ja um die Zuwanderung in der Schweiz. Ich jedenfalls möchte unsere Umweltbelastung und andere Faktoren nicht an ein globales Niveau angeglichen sehen. Was wäre der Mittelwert? Vielleicht Dhaka in Bangladesh? Wir sollten versuchen, es besser hinzukriegen.

      • P.Meier sagt:

        Doch es gibt eine Einwanderung in den Sozialstaat. Laut Verfassung muss jeder Person in der Schweiz geholfen werden, wenn sie in finanzielle Not gerät. Sobald sie die Meldebestätigung von der Gemeinde haben, können sie auf das Sozialamt und bekommen jede Monat Geld, auch wenn sie nie in irgend ein Schweizer Sozialwerk einbezahlt haben.

        • Anh Toàn sagt:

          Psst…Wenn das dies Hartz Vierler und die griechischen Arbeitslosen wüssten, wären die blitzschnell alle in der Schweiz. Zum Glück weiss nur Rumpelstilzchen ganz allein, was in unserer Verfassung steht.

        • Beat Müller sagt:

          Meier: Damit sie eine B-Bewilligung bekommen müssen Sie zuerst mal eine Arbeitsstelle oder genügend finanzielle Mittel haben. Man kann sich nicht einfach in der CH anmelden und dann aufs Sozialamt gehen.
          Logisch gibt es auch immer wieder Betrüger mit Scheinanstellungen und Scheinfirmen, die versuchen das System auszutricksen.
          Bei den Flüchtlingen ist wieder eine andere Situation, aber hier gehts ja nicht um Flüchtlinge.

      • Linus Huber sagt:

        „Die Zersiedlung der Landschaft passierte in den 60er und 70er“

        Heisst dies nun, dass man die Lage weiter verschlechtern soll?

        „man kann nicht einfach ohne Job in die CH Sozialsysteme einwandern“

        Ja, nicht einfach, ausser man ist Araber oder Afrikaner, welcher unsere Kultur richtig gut bereichern.

        „die Kriminalität ist seit einigen Jahren rückläufig“

        Ja, da müssen wir unbedingt etwas unternehmen, dass dieser Trend gestoppt wird und der Bedarf an Polizisten weiter zunimmt. Wurde illegale Grenzüberschreitungen in Ihrer Statistik berücksichtigt oder laufen diese unter entkriminalisierte Vergehen?

        „Umweltbelastung ist global gesehen eine Nullsummenrechnung…“

        Inkorrekt, der ökologische Fussabdruck ist in der Schweiz bedeutend höher als z.B. in Eritrea.

        • Beat Müller sagt:

          Huber: Die Siedlungsfehler der 60er und 70er ist man ja dran am versuchen zu korrigieren, aber so einfach ist das ja auch nicht, man kann die EFH-Häuschenbesitzer in der Agglo ja nicht zentralplanerisch enteignen 😉
          EU Europäer können keine illegalen Grenzübertritte begehen (ausser sie hätten ein Einreiseverbot), Kriminaltouristen, Sans Papiers und Asylbewerber sind wieder eigene Problemgeschichten.
          In der CH hat es rund 18’000 Polizisten, gemäss internationalen Polizeistandards sollten es um die 26’000 sein (300 EW pro Polizisten).
          Wer gerne spart, der darf dafür mehr leiden!

        • Linus Huber sagt:

          Nun, Beat, sicher kann man jeden Bereich segregiert betrachten. Jedoch der Umstand, dass übermässige Zuwanderung und unkontrollierte rechtswidrige Grenzüberschreitungen von außereuropäischen Wirtschaftsmigranten die Situation in den entsprechenden Bereichen verschärfen, kann bei fairer Betrachtungsweise nicht unter den Teppich gekehrt.

        • Anh Toàn sagt:

          @LH „„Umweltbelastung ist global gesehen eine Nullsummenrechnung…“
          Inkorrekt, der ökologische Fussabdruck ist in der Schweiz bedeutend höher als z.B. in Eritrea.“

          Das ist korrekt, die müssen biiterarm bleiben, sonst wächst deren ökologischer Fussabdruck: Halten wir die alle so bitterarm, tun wir was für die Umwelt. Noch besser wäre, es gäbe die nicht, darum der Versuch mit ecopop.

          kotz!

          • Anh Toàn sagt:

            Ökologisch am sinnvollsten wäre doch, die welche nicht gebraucht werden, weg zu machen, statt nur dafür zu sorgen, dass es nicht mehr werden.

            Warum auf Schumpi oder Darwin oder wen auch immer warten?

      • Linus Huber sagt:

        „die öffentliche Verkehrsinfrastruktur muss so oder so immer wieder erneuert oder instandgehalten werden“

        Natürlich, das heisst allerdings noch lange nicht, dass die Überbeanspruchung keine zusätzlichen Kosten erzeugt, wie Sie dies zu insinuieren versuchen. Es geht nicht einzig um den Unterhalt, sondern ebenfalls um den Ausbau. Sekundäre folgen wie z.B. die Zunahme von Staus sind ebenfalls nicht kostenfrei.

        „Umweltbelastung ist global gesehen eine Nullsummenrechnung…“

        Zusätzlich zur Fehlerhaftigkeit dieser Aussage ist zu erwähnen, dass wir in erster Linie für das Territorium der Schweiz zuständig sind und das sich Aufspielen als Weltverbesserer meist zulasten der eigenen Bevölkerung stattfindet.

        Aber schön konnten Sie Ihren Chropf entleeren.

        • Maiko Laugun sagt:

          @Linus: „„Umweltbelastung ist global gesehen eine Nullsummenrechnung…“
          Zusätzlich zur Fehlerhaftigkeit dieser Aussage ist zu erwähnen, dass wir in erster Linie für das Territorium der Schweiz zuständig sind und das sich Aufspielen als Weltverbesserer meist zulasten der eigenen Bevölkerung stattfindet…“

          Mal wieder ein idiotischer Kommentar von Pfarrer Huber.

          Umweltbelastung betrifft den ganzen Planeten. Kapiert? Vollidiot!

          • Linus Huber sagt:

            Niemand behauptet etwas anderes.

            Es wäre interessant zu eruieren, warum Ihr vulgäres Niveau Ihnen ein gutes Gefühl zu vermitteln scheint.

          • Maiko Laugun sagt:

            „Niemand behauptet etwas anderes.“

            Doch, Sie selber:

            „..dass wir in erster Linie für das Territorium der Schweiz zuständig sind..“

          • Linus Huber sagt:

            Dummes Geschwätz; das eine schliesst das andere nicht aus.

          • Maiko Laugun sagt:

            „Dummes Geschwätz; das eine schliesst das andere nicht aus.“

            Eben, eine Käseglocke über das Heidiland. Vollidiot.

        • Maiko Laugun sagt:

          Eine Käseglocke über das Heidiland. Juhui!

  • Monique Schweizer sagt:

    Fakt ist: 1991 im dritten Quartal als wir 700 Jahre jung wurden, hatten wir 3.45 Mio Vollzeitäquivalentstellen im happy Heidiland — infolge der geplatzten Immoblase, dem EWR Nein und einer grottenschlechten Geldpolitik der SNB damals schrumpften diese VZAe Zahl bis im Q1 1997 auf 3.128 Mio – also fast um 10% und erst im Q2 2007 – genau dem Quartal vor der PFZ (Einführung 1.7. 2007) erreichten wir wieder mit 3.47 Mio wieder den Wert von Q3 91!
    .
    Man kannalso auch ohne PFZ mehr schlecht als recht dahinseuchen. 1997 hatten wir übrigens eine Nettoabwanderung von ausländischen Arbeitskräften.

    Q: BfS 06.02.00.01.01a Vollzeitäquivalente nach Wirtschaftsabteilungen

    • groeg sagt:

      Typisch Schweizer. Ein Jahr mit Nettowanderung.Sie sagt natürlich nicht, dass seit 1945 fast 7 (Sieben) Millionen eingewandert sind.Schweizer gab es da nur 4,4 Mio. Die Schweiz ist mit Ausländern völlig überladen.Mind. 1 Million soll wieder gehen.Wenn sie herkamen, so können sie auch wieder gehen.Das Land gehört den SCHWEIZERN NICHT DEN AUSLAENDERN

      • Monique Schweizer sagt:

        Groeg: Sieben Millionen Einwanderungen seit dem 2. WK??? Ein bisschen viel, oder zählen Sie die Saisonniers die jeweils für 9 Monate hier sein durften Jahr für Jahr neu??
        .
        PS Und 1910 hatten wir in den Städten auch schon viele Ausländer die unseren Wohlstand miterarbeitet haben: In Basel rund 37%, Zürich 33%, Romanshorn 46%, Lugano sogar 50.5% und gleichzeitig sind über 400’000 Schweizer vor allem Klein- und Bergbauern infolge Perspektivlosigkeit und weil sie nicht in den städtischen Fabriken arbeiten wollten ins europ. Ausland und nach Uebersee ausgewandert!
        Wieso wohl gibt es weltweit soviele CH-Kolonien, die den ersten August jeweils noch mit Trachten etc. abfeiern?
        .
        Wen interessiert denn Ihre xenophobe Meinung – mir wärs lieber wir hätten ein paar weniger von Ihrer Sorte!

      • Linus Huber sagt:

        Voreingenommenheit ist eine von Moniques typischer Attribute und daher nichts neues, groeg. Mit ein paar passenden Zahlen (andere werden ignoriert) um sich werfen und damit das gewünschte Narrativ zu nähren ist ihr SOP.

        • Monique Schweizer sagt:

          Huber: Ich bringen wenigstens noch konkrete Zahlen und Werte, die ich relativ sorgfältig recherchiere!
          Sie hingegen bringen nur noch inhaltsleeres moralisierendes Pfaffengeschwätz!
          Schade gibts den Sektenblog von Hugo Stamm nicht mehr, da wären Sie vermutlich viel besser aufgehoben als in einem Wirtschaftsblog!

          • Linus Huber sagt:

            „konkrete Zahlen und Werte, die ich relativ sorgfältig recherchiere“

            und einzig die Zahlen und Werte, welche Ihre Wahrnehmung und Ihr festgelegtes Narrativ bestätigen. Diese Vorgehensweise ist nicht unbekannt, Monique.

    • Bernhard Piller sagt:

      @Monique Schweizer: Die Frage ist doch eher, wie es sich im Jahr 1990 in der Schweiz gelebt hat. Es gab Strecken (z.B. zwischen Morges und Lausannes) da gab es keine einzige oder vielleicht eine Ampel. Jetzt vielleicht 20. Die Dauer einer Fahrt hat sich verdoppelt. Diese sehr sehr negative Seite des Wachstums dürfen Sie nicht einfach ausblenden.

      • Monique Schweizer sagt:

        Piller: Sicher hat alles seine Vor- und Nachteile, die man sorgfältig analysieren und gegeneinander abwägen sollte. Aber wenn Sie jetzt ein paar Ampeln mehr als „sehr negative Seite“ des Wachstums bezeichnen, ist das eine persönliche Präferenz. Dann nehme ich halt lieber den Zug, wenn mich die Ampeln stören würden.
        Und ob die Ampeln nicht auch ohne Zuwanderung gekommen wären im Zuge des Via Secura Wahns ist eh nochmals eine andere Frage…der Schweizer tendiert nun mal zu einem zwanghaften Perfektionismus in fast allen Belangen!

        • Linus Huber sagt:

          Nun Monique, Sie liegen richtig mit der Aussage, dass alles seine Vor- und Nachteile hat, nur bei der sorgfältigen Analyse hapert es tüchtig bei Ihnen. Die Ampeln symbolisieren die Problematik und nicht die Gesamtheit des Sachverhalts. Herrn Piller ein anderes Verhaltensmuster vorzuschlagen, ist derart herablassend (als ob Herr Piller nicht schlau genug wäre, die richtigen Entscheide zu treffen) und geht vollkommen am Argument vorbei.

          • Monique Schweizer sagt:

            Nun Huber – fast jeder Mensch hat leicht andere Präferenzen, der eine kann sich fürchterlich über irgend was aufregen was einem anderen ziemlich am Allerwertesten vorbeigeht.
            Dass die Ampeln nur ein kleines Mosaikteil sind ist mir auch klar, aber scheinbar für Herrn Piller eine „sehr, sehr negative Seite“, die er nun mal höher gewichtet als ich.
            Wieso soll das herbablassend sein, andere Verhaltensmuster zu evaluieren – das ganze Leben ist Try & Error. Wenn mir der Arbeitsweg zu lange war, habe ich entweder den Wohnsitz oder sonst die Stelle gewechselt. Bin 45 mal umgezogen in meinem Leben & Stellen hatte ich auch weit über ein Dutzend.
            Die flexible Menschin!
            .
            Dass Via Secura auch was damit zu tun haben könnte, darauf gehen Sie in Ihrer üblichen Engstirnigkeit nicht mal ein!

          • Linus Huber sagt:

            Glauben Sie wirklich, dass Herr Piller sich nach einem Ratschlag in Bezug auf seine persönlichen Entscheide sehnt? Ich bezweifle dies sehr. Wie wäre es, wenn Sie die negativen Aspekte des Wachstums einfach anerkennen. Es handelt sich bei längeren Reisezeiten schließlich nicht einzig um eine Unannehmlichkeit, sondern auch um eine ökonomische wie ökologische Angelegenheit.

  • Bernhard Piller sagt:

    Das Problem liegt darin, dass mit der PfZ die Ausländer entscheiden, wer einwandert und wer nicht. Es geht auch nicht um die Befriedigung der Interessen der Schweizer Bevölkerung oder der Wirtschaft (Produktivitätserhöhung etc), sondern um die Interessen der Einwanderer, ein besseres Leben in der CH vorzufinden. Dieser Trend hat sich so lange fortgesetzt, bis sich die Attraktivität der CH auf das Niveau der umliegenden Staaten vermindert hat. PfZ führt IMMER zu einem Ausgleich der Lebensqualität der Länder und ist immer zu Lasten der Gesellschaften, die einen Vorsprung haben.

    • Hannes Walther sagt:

      Falsch Herr Piller, nicht der Ausländer entscheidet, sondern der CH-Arbeitgeber! Weil ohne Arbeit in der Schweiz kann auch längerfristig niemand über die PFZ hierbleiben!

      • Margot sagt:

        Die höchste Einwanderung gibt es in der Gastronomie, Reinigung- und Baubranche. Das gibt es die meisten KMU von den Ausländern. Da wird halt dem Neffen für ein paar Monate ein Arbeitsvertrag gemacht. Von wegen CH – Arbeitgeber…

        • Beat Müller sagt:

          Da gibts doch jetzt die MEI Light dagegen, die gerade in jenen Branchen mit 5%+ Arbeitslosen solch einem Treiben einen Riegel schieben soll.
          Wird dann sicher mal einen Zwischenbericht geben ob das auch klappt oder nicht

          • Bernhard Piller sagt:

            PFZ ist ein „Treiben“? Bei der PFZ ging es in erster Linie um die freie Wahl der Niederlassung für alle europäischen Bürger, nicht um die freie Rekrutierung durch die Firmen. Ein Eu-Bürger kann kommen und seine Arbeit anbieten, und wenn er gut ist, kriegt er die Stelle und nicht ein Schweizer. Es ist schon weitgehend der Entscheid des EU-Bürgers ob er kommen will oder nicht. Nicht der der Schweiz Behörden.

  • Guido Biland sagt:

    Die Zuwanderung hat nicht nur den Zweck, den Fachkräftemangel zu beseitigen, sondern vor allem die Lohnkosten zu senken. Teure ältere Arbeiter werden durch billige jüngere ersetzt. Tiefere Löhne und Deflation senken die Produktivität. So einfach ist das.

    • Anh Toàn sagt:

      Die Löhne sind aber nicht gesunken.

      • simon hottinger sagt:

        stagniert

      • Monique Schweizer sagt:

        Hottinger: Auf einem der welthöchsten Niveaus nicht mehr stark weitersteigt, meinten Sie wohl eher!

        • Sven Beimer sagt:

          Sorry, aber hier kann man nicht mit Durchschnitt argumentieren.
          Im Bereich der IT-Fachkräfte hat die massenweise Anstellung von Ausländern und insbesondere Indern bei den grossen Banken ganz erheblich zum Sinken der Löhne und der Tagessätze der Externen beigetragen. Da werden auch heute noch Löhne bei 20% unter dem von 2000 gezahlt.
          Wobei die meisten indischen Fachkräfte Pfeifen sind, die sind nur auf dem Papier ‚hochqualifiziert‘. Aber darum ging es nie, es ging nur um Lohndrückerei…

          • Maiko Laugun sagt:

            @Sven Beimer: „..Da werden auch heute noch Löhne bei 20% unter dem von 2000 gezahlt.“

            Warum wohl? Weil die damals zu hoch waren.

            „Wobei die meisten indischen Fachkräfte Pfeifen sind, die sind nur auf dem Papier ‚hochqualifiziert‘. “

            Da hingegen stimme ich zu.

  • Peter Keller sagt:

    Also ich fühle diese Differenzierung zwischen Schweizer und Bewohner des EU-Raums nicht, keine „wir-Solidarität“ mit jedem Schweizer gegenüber allen andern Europäern.

    Schliesslich fahre ich ja dasselbe Auto wie Europäer, habe dieselben Produkte im Regal, verreise an dieselben Feriendestinationenm, schaue dieselben Filme, höre dieselbe Musik …
    Die Menschen im EU-Raum verfügen sogar durchschnittlich über eine höhere Bildung als Schweizer..

    Für mich zählt viel mehr, wie jeder Einzelne sich verhält, charakterlich und so. Da gibt es genug Schweizer um die ich lieber einen Bogen mache.

    Dieses Abgrenzen, „Du bist Schwede“, „Du bist Norditaliener“, „Du bist Belgier“ und „ich Schweizer!“ … Was soll das? Ein spezielles „Schweizer-Gen“? „Herrenrasse“?

    • Roger Bucher sagt:

      Darum sind auch die Schweizer Gefängnisse mit Schweizern überladen, gell… Von wegen gutem Charakter…
      Das mit der höheren Schulbildung stimmt nur teilweise: Die EU Bürgen mögen in Durchschnitt mehr Hochschulabschlüsse haben als wir hier, aber nach hinten gesehen ist es genau umgekehrt: Hier leben weniger die keine Ausbildung haben, als im EU Land. Das ist weil sie dort die duale Bildung und die Berufslehre nur nicht oder nur teilweise kennen.
      Und die ‚Wir‘ Solidarität unter Schweizern gibt es tatsächlich, das Sie sie nicht spühren, verwundert mich wenig.

    • Peter Aletsch sagt:

      Warum benutzen Sie immer noch politisch unkorrekte Worte wie Schwede oder Sizilianer statt ‚Menschen, die traditionell in Schweden lebten‘ etc.? Es gibt doch Unterschiede, die Sozialisation ist anders, Landschaft und Klima und Geschichte, und es soll so bleiben, ist auch interessanter. Nach den Gender-sciences die country- oder population-sciences?

  • Anh Toàn sagt:

    Hätte die PFZ in der Schweiz die Löhne gedrückt, was deren Gegner behaupten, wäre doch die Produktivität gestiegen: mehr Output pro Lohnfranken gibt doch mehr Produktivität? Zeigt der Artikel nicht gerade, dass die PFZ die Löhne in der Schweiz nicht zu drücken vermochte?

    • Philipp Sauter sagt:

      Produktivität gemäss OECD = BIP je geleistete Arbeitsstunde. –> Löhne haben bei der Bemessung der Produktivität keinen Einfluss.

      • Guido Biland sagt:

        Indirekt schon. Beispiel: Wenn eine Arbeitsstunde für eine bestimmte Leistung 100 Franken kostet, ist der Preis des Produktes logischerweise höher als wenn die Arbeitsstunde nur 50 Franken für dieselbe Leistung kostet (vorausgesetzt natürlich, die Gewinnmarge bleibt gleich). Ein höherer Preis heisst mehr BIP heisst mehr Produktivität. Meine These war, dass die PFZ den Austausch von teuren gegen billige Arbeitkräfte für dieselbe Leistung ermöglicht hat. So konnten die Unternehmen bei zunehmendem Margen- und Konkurrenzdruck wettbewerbsfähig bleiben. Die Folge: Alles stagniert – Inflation, BIP-Wachstum pro Kopf und Produktivitätswachstum.

        • Anh Toàn sagt:

          (vorausgesetzt natürlich, die Gewinnmarge bleibt gleich).

          Vorausgesetzt also, der Preis bestimmt sich nach den Produktionskosten, und nicht nach Angebot und Nachfrage.

          War da mal nicht etwas mit Marktwirtschaft?

          • Guido Biland sagt:

            Genau. Darum spreche ich ja von „zunehmendem Margen- und Konkurrenzdruck“. Dieser entsteht, wenn das Angebot grösser ist als die Nachfrage. Lohnkosten senken bzw. „fixieren“ ist eine Möglichkeit, darauf zu reagieren. Und da hat die PFZ ihre volle Wirkung entfaltet.

    • Markus sagt:

      Falsch, tiefe Löhne führen zu tiefer Produktivität. Sind die Löhne tief, lohnt es sich z.B. Kleider in der Schweiz von Hand herzustellen, statt mit teuren Maschinen oder die Arbeit ins Ausland auszulagern.

      • Anh Toàn sagt:

        Gibt es viel (mehr) tiefentlöhnte Arbeit ist die Produktivität tief (fällt). Aber wenn die gleiche Arbeit schlechter bezahlt wird, weil die Löhne durch ein grösseres Arbeitskräfteangebot gedrückt würden, müsste die Produktivität doch steigen?

        Ich gestehe, dass mir das volkswirtschaftliche Verständnis fehlt, darum frage ich.

        @Philipp Sauter: Danke, erscheint mir als richtige Antwort

  • Anh Toàn sagt:

    Ja es ist schwer verständlich warum wir die PFZ wollten. Wie kamen wir überhaupt auf die Idee, dass alle EU Bürger bei uns arbeiten dürfen sollen? Warum haben wir dies der EU vorgeschlagen?

    Gibt es eigentlich jemanden in der Schweiz, die PFZ sei der absolute Bringer für die Schweiz?

    Es gibt welche, die sagen, die Bilateralen seien ein Bringer für die Schweiz, dass die PFZ isoliert der Schweiz nicht dient, ist ja logisch, man kann ja immer die Arbeitskräfte im Ausland holen, die man braucht:

    Sie schreiben ja auch von suboptimaler Rekrutierungspraxis: Also die PFZ wurde eingeführt, um die Rekrutierungsmöglichkeiten im Ausland zu optiemieren. Damals wurde gesagt, es ginge um ein Paket mit der EU, stimmt dies denn nicht?

    • Anh Toàn sagt:

      Warum meint TS, er sagt dies nicht, aber impliziert es als Umkehrschluss, hätte sich die Produktivität ohne PFZ mehr erhöht? Also der Untersuchte Volkswirtschafstparameter der Produktivität wäre besser gewesen ohne PFZ?

      100% optimierte Rekrutierungspraxis: Sklaverei! Wenn dies nicht geht, wenigstens Saissonierstatut. Wir wollen Arbeitskräfte, wenn die auch noch Kinder haben, lenkt dies die vom Arbeiten ab, und wenn die Kinderärztin die wir brauchen noch ihren Taxifahrenden Soziologen mitbringen will, wird das nie was mit der Prudktivität.

      Produktivität braucht keinen Familienachzug, wer kam denn auf die bescheuerte Idee, sowas zu verlangen? Das war bestimmt ein Linker oder gar eine linke feministische Lesbe.

      • Anh Toàn sagt:

        Ohne PFZ (ohne Bilaterale) gäbe es keinen vernünftigen Grund, wirtschaftliche Migration aus europäischen Länder zu bevorzugen: Dank PFZ ist es nahezu unmöglich geworden, einen aussereuropäischen Arbeitnehmer zu rekrutieren: Wer würde eine bulgarische Krankenpflegerin holen, wenn er auch eine Vietnamesin haben kann?

        Ohne PFZ hätten wir viel mehr aussereuropäische Einwanderung, nicht übert Asyl, sondern optimale Arbeitskräfterekrutierung.

        • Anh Toàn sagt:

          „Ein Ende des politischen Streits rund um die Personenfreizügigkeit auszurufen, wäre deshalb verfrüht“

          Ja die echten Schweizer können die Diskussio über die PFZ noch lange am laufen halten, wie dieser Beitrag exemplarisch zeigt: Voraussetzung dazu ist einfach die Weigerung zu akzeptieren, dass die PFZ isoliert etwa so sehr zur Disposition steht, wie die Rechnung des Wirtes für die Bewirtung

          • Anh Toàn sagt:

            Nicht die „Umsetzung der MEI wird zur Farce“, sondern es zeigt sich, die MEI war eine Farce: Nichts als ein Instrument zur Bewirtschaftung eines herbeigeredeten Problems.

          • Anh Toàn sagt:

            Die MEI ist eine Farce, die Durchsetzungsinitiative ist eine Farce: E war schon immer die (Eventual-)absicht, primär wollte man gar nicht gewinnen, das Problem zu erhalten, zu bewirtschaften: Aus dieser Ecke kommen nur Farcen, nur Mythen, Lügen, Schuldzuweisungen, aber nie ein Beitrag zur Lösung, man lebt ja bestens vom Problem.

            Gelänge der SVP die Kündigung der Bialteralen, wäre se obsolet, ausser für als politischer Arm des Bauernverband: Die Kündigung der Bilateralen wäre der worst case für die SVP.

          • Monique Schweizer sagt:

            Aber Herr Ahn: Es ist nun mal so, dass die SVP neben ein paar Milliardären und Gwerblermillionären, einem Anteil profitierender Bauern, ein paar Rechtsextremen und chronisch Xenophoben zu einem wesentlichen Anteil aus Leuten mit gerade mal Hauptschulabschluss, allenfalls Anlehren oder gar keiner Lehre besteht. Dies erklärt auch den weitaus höchsten Anteil der Niedrigverdiener aller Parteien und mittelerweile suchen auch immer mehr Sozialhilfeempfänger ihr Glück bei der SVP. Dazu kommen noch die Kampfwutrentner, die sich die „Ueli der Knecht“ Zeiten zurückwünschen!
            .
            Sie werden doch mit mir einig gehen, dass für die vom Leben etwas zu kurz gekommenen Wählerschichten der SVP die PFZ des Teufels ist, wenn da ein Ausländer daherkommt, der einfach besser qualifiziert ist als sie selber!

          • Anh Toàn sagt:

            Die SVP schlägt politisch Kapital daraus, den Linken vorzuwerfen, über eine Sozialindustrie Kapital zu schlagen, und setzt dann das politische Kapital in wirtschaftliches um: Aber Immerhin sind wir Normales frei, stundenlang im Stau zu stehen und in der EU einzukaufen, dort wo es Konkurrenz und Konsumentenschutz gibt.

          • Robert F. Reichmuth sagt:

            Aber Frau Schweizer, ich habe gestern zur späten Abend-/Nachtstunde die Lektüre GOTTHELFs „Uli der Knecht“ und „Uli der Pächter“ beendet. Eine heilsame Lektüre!
            .
            Kann Ihre treffliche Einschätzung der „SVP-Wählerschaft“, nicht nur dank GOTTHELF von 1848, weitgehend bestätigen. Kurz, es fallen nicht weit von mir entfernt, reihenweise Menschen aus aller Welt, mit underschiedlichstem Migrationshindergrund aus „LOHN und BROT“ – die schiere Anzahl verbietet es (eigentlich) nach HERKUNFT und QUALIFIKATION zu fragen – MEI oder PFZ – hin oder her. An dieser Stelle mag ich heute eigentlich nicht mehr über die ein- und vielfältigsten „CH-Integrations-Schulmodelle“ schreiben.

        • Anh Toàn sagt:

          Ohne PFZ könnte jeder zweite Nordafrikaner als Herrenfriseur Fachkraft einwandern. Die Tschinggen könnten abstinken. (Scusatemi amici!)

          • Anh Toàn sagt:

            Habe ich eine Herrenfrisierkette und könnte in der Schweiz die Fachkräfte nicht finden, sind die Nordafrikaner im wirtschaftlichen Interesse.

      • Peter Keller sagt:

        Siehst Du Anh Toàn, genau wegen Schweizer mit einem Gedankengut und Niveau wie Deines, sehe ich überhaupt keinen Grund, Schweizer vor EU-Bürgern zu bevorzugen.
        Im Gegenteil sogar: Zum Glück kommen EU-Bürger und heben das Niveau und machen Mitbürger wie Dich am Arbeitsplatz ersetzbar.
        Und dann ist es ja noch so, dass Du selber Schweizer verachtest und ausgrenzt wo Du kannst, z.B. alle die Dir „links“ vorkommen.
        Wieso sollte man da gegen die PFZ sein?

        • Monique Schweizer sagt:

          Keller: Sie scheinen hier im Forum ein Greenhorn zu sein und darum den ironischen Sarkasmus von unserem Herrn Anh um 180 Grad misszuinterpretieren.
          Anh ist zu 100% ein Anti-Xenophober und Anti-SVPler, der gerne mit spitzen Kommentaren unsere falschen Patrioten hierzulande, die mit der übertriebenenen „Heimatliebe“ gerne provoziert!
          .
          Die Sicht der Dinge und die Dinge an sich!

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