Warum ein Euro-Austritt das Beste wäre

Für Griechenland wäre eine Rückkehr zur alten Landeswährung gut: Monument für die Drachme in Athen.

Die Rückkehr zur eigenen Landeswährung würde Griechenland wieder konkurrenzfähig machen: Drachme-Monument in Athen.

Wird Griechenland den Euro bald verlassen? Alles deutet darauf hin, dass die Eurozone-Länder dies nicht zulassen wollen. Warum nicht? Wäre es so schlecht, wie immer behauptet wird? Hier herrscht aus meiner Sicht grosse Verwirrung.

Drei Argumente liegen auf dem Tisch. Das erste ist vollkommen überzeugend. Ein Austritt Griechenlands würde eine immense Finanzkrise auslösen, indem die Panik von Griechenland auf alle gefährdeten Staaten übergreifen würde. Bankkunden in Irland und Portugal, vielleicht auch in Frankreich, Italien und Spanien würden sofort ihre Konten leeren, weil sie befürchten müssten, dass auch in ihrem Land bald die einheimische Währung wieder eingeführt würde. Die Folge wäre ein totaler Vertrauensverlust wie in der Zeit nach dem Fall von Lehman Brothers im Herbst 2008, vermutlich wäre die Panik sogar noch schlimmer. Das gesamte europäische Bankensystem käme ins Wanken.

Die zweite Argument halte ich für plausibel, aber weit weniger wichtig. Es lautet: Wenn der Euro in einem Land verschwinden würde, wäre das ganze Projekt empfindlich geschwächt. Das mag sein, aber es gibt genügend Beispiele, die zeigen, dass Regierungen sehr flexibel mit symbolischen Werten umgehen können. Es gäbe heute keine Europäische Union, wenn man nicht immer wieder die Marschrichtung geändert hätte, zum Beispiel nach der Ablehnung der EU-Verfassung durch die beiden Gründerländer Frankreich und Niederlande 2005.

Das dritte Argument halte ich für geradezu irreführend. Es figuriert auch im Papier des deutschen Finanzministeriums, das vom «Spiegel» auszugsweise zitiert wird. Hier die entscheidende Stelle:

Schäuble will die Griechen unter allen Umständen vom Euro-Austritt abhalten. Eine interne Vorlage seines Ministeriums, die er mit nach Luxemburg nahm, warnt vor den Folgen. «Es wird zu einer erheblichen Abwertung der neuen Inlandswährung gegenüber dem Euro kommen», heißt es darin. Schätzungen zufolge sei mit einem Kursverlust von bis zu 50 Prozent zu rechnen. Dadurch wachse die Verschuldung Griechenlands drastisch an. Schäubles Fachleute rechnen damit, dass die Staatsschuld nach der Abwertung auf rund 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen würde. «Eine Umschuldung wäre unumgänglich», warnen sie. Im Klartext: Griechenland wäre pleite.

Das Argument stimmt insofern, als eine Abwertung die Auslandsschulden Griechenlands stark ansteigen liesse. Aber die Schlussfolgerung, dass dann eine Umschuldung unumgänglich wäre, ist schwach. Griechenland ist ohnehin schon pleite, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Umschuldung kommt. Noch wichtiger ist aber der folgende Punkt: Der Austritt aus der Eurozone hätte enorme Vorteile. Griechenland hat nämlich nur dann eine Chance, zum Wachstumspfad zurückzufinden, wenn es sich von seinem massiv überbewerteten realen Wechselkurs lösen kann.

Wenn das deutsche Finanzministerium von einer fünfzigprozentigen Abwertung spricht, zeigt dies ganz klar, wie gross die Ungleichgewichte innerhalb der Eurozone geworden sind. Solange dies nicht korrigiert wird, bleibt Griechenland am Boden. Der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn hat völlig recht, wenn er sagt, dass der Austritt aus der Euro-Zone «das kleinere Übel» wäre. Seine Begründung: «Wenn Griechenland aus dem Euro austräte, könnte es seine Währung abwerten und wettbewerbsfähig werden.»

Fazit: Wird Griechenland bald aus der Eurozone austreten? Kaum. Wäre es eine gute Lösung? Ja.

Keine Kommentare zu «Warum ein Euro-Austritt das Beste wäre»

  • Nicht nur Euro, Dollar, Pfund, Franken, etc. haben versagt, sondern ganz grundsätzlich das Geldmodell. Die Güterallokation via Geld ist weder optimal noch effizient. Auch spiegelt die Geldmenge in keiner Weise die produzierten Güter und erbrachten Dienstleistungen.

    Wir müssen – und dürften! – völlig neue Wirtschaftssysteme entwickeln, evaluieren und umsetzen. Es gibt viele mögliche Ideen, Richtungen und Ansätze. Z.B. könnte eine Wirtschaft ihre Entscheidungen auf (direkt-)demokratischen Wegen fällen, wie das z.B. im Konzept „Parecon“ von Michael Albert skizziert ist. Oder eine Ökonomie könnte ganz ohne Geld oder sogar Tausch auskommen, wie z.B. die Peer-Ökonomie dies vorsieht oder der Subsistenzansatz der Bielefelder Feministinnen. Es gäbe noch viele weitere und andere Ansätze.

    Die aktuelle Gesellschaft gibt sich seit Jahrzehnten pluralismus-fetischistisch. Warum aber nicht bei den ökonomischen Theorien? Und warum nicht bei den wirtschaftlichen Praktiken?!

  • Motte sagt:

    1. Die grossen Internationalen Firmen haben sich eine goldene Nase an Krediten, Zahlentricksereien etc verdient, die sollten mal etwas zurückzahlen, aber das geht wohl nicht mehr, weil alles bereits als Bonus verteilt wurde.
    2. Die EU müsste eine politische Union werden, damit die Stabilitätsbedingungen auch durchgesetzt werden könnten.

  • baer sagt:

    Lohnstückkosten ist theoretisch ein absolut hoffnungsloses Konzept. Gemäss OECD, welche den Begriff definiert, zeigen die Lohnstückkosten das Verhältnis von Löhnen zu Output auf. Aber es muss jedem einleuchten, dass dieses Verhältnis nicht anders als 1 sein kann. Wie kann es möglich sein, dass jemand ökonomischen Output produziert, ohne dafür entlöhnt zu werden? Und wie kann jemand Lohn erhalten, wenn er dafür nicht ein Produkt hergestellt hat, worüber er dann die Kaufkraft besitzt? Das Konzept ist theoretisch komplett löchrig. Was wäre beispielsweise, wenn Firmen in Griechenland den Mark-up über die Faktorkosten erhöhen würden? Das Arbeitnehmerentgelt würde sinken, und somit die Kaufkraft der Arbeitnehmer an ihrem gesamten produzierten Output. Das ändert nichts daran, dass die nun höheren Profit der Firmen von Löhnen stammen, die durch Firmen ausbezahlt wurden. Kurzum wiederhole, was in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung steht und was vom SECO gesagt wurde: Output = Einkommen, das ist keine Gleichgewichtsbedingung, sondern eine buchhalterische Identität. Alle Einkommen stammen aus Arbeit. Profite (und Abschreibungen) sind nicht eigene Einkommen zusätzlich zu Lohneinkommen, sondern resultieren aus Löhnen, die auf dem Gütermarkt ausgegeben wurden. Ich denke, das sollte nun klar sein.

    • Taric Trent sagt:

      „Wie kann es möglich sein, dass jemand ökonomischen Output produziert, ohne dafür entlöhnt zu werden?“

      Ja wo soll denn der Profit sonst herkommen als aus unbezahlter Arbeit? Es ist GESETZ im Kapitalsmus, dass der Arbeiter nicht den Gegenwert seines Produktes bekommt, sonst wäre nix mit Wachstum, wäre nix mit Profiten, wäre überhaupt nix mit Kapital.

      • baer sagt:

        Herr Trent, Sie kennen mich doch mittlerweile. Ich würde doch niemals behaupten, dass Löhne der Leistung entsprechen – oder, wie „moderne“ Ökonomen sagen: dem „Grenzprodukt der Arbeit“. Zu sagen, Löhne entsprechen der Leistung, ist eine unwissenschaftliche, da unfalsifizierbare Aussage, weshalb ich diesen Fehler nie begehen würde. Es ist unmöglich, die einzelnen komplementären Arbeitsschritte quantitativ aufzuschlüsseln und einzelnen Arbeitern zuzuordnen. Trotzdem müssen wir als Ökonomen erklären, was Löhne sind. Das ist eine (makro-)ökonomische Aufgabe. Die Verteilung dieser Löhne beinhaltet immer ein Werturteil und muss deshalb in der Gesellschaft entschieden werden. Doch kommen wir zum Lohn: Wenn ein Arbeiter, sagen wir, 1’000.- ausbezahlt bekommt, dann misst diese Lohnzahlung die Zeit, die er damit verbracht hat, das Gut zu produzieren. Dadurch erhält der Arbeiter einen Lohn und der Output einen Preis – durch die Assoziation des Lohns mit dem Output in der Lohnzahlung. Sie sagen nun korrekt, dass der Arbeiter nicht den Gegenwert seiner Produktion erhält. Absolut richtig, denn nun kann die Unternehmung den Output mit einem Markup über den Faktorkosten verkaufen, wodurch die Arbeiterschaft einen Teil der Kaufkraft an die Unternehmen transferieren. Aus diesen Profiten können dann auch die Zinsen bezahlt werden, wie Sie wissen. Deshalb ist es auch ein Fehler, wenn Profite (oder Bodenrenten) als eigenständige Einkommen auf gleicher konzeptueller Ebene wie Lohneinkommen behandelt werden. Während Löhne auf dem Faktormarkt gebildet werden, entstehen Profite auf dem Produktemarkt durch den Verkauf des Outputs. Wir sind uns also einig.

        • Taric Trent sagt:

          Es ist sehr richtig, Lohn, Rente und Profit nicht einfach als „Einkommen“ zu nehmen, sondern sich der qualitativen Unterschiede in ihrem Zustandekommen bewusst zu sein, nur so kann man Produktionsverhältnisse scheiden. Allerdings scheinen sie mir in der Bestimmung des Lohns noch nicht trefflich geworden zu sein, hier ein paar Worte vom alten Marx:

          „Was dem Geldbesitzer auf dem Warenmarkt direkt gegenübertritt, ist in der Tat nicht die Arbeit, sondern der Arbeiter. Was letzterer verkauft, ist seine Arbeitskraft. Sobald seine Arbeit wirklich beginnt, hat sie bereits aufgehört, ihm zu gehören, kann also nicht mehr von ihm verkauft werden. Die Arbeit ist die Substanz und das immanente Maß der Werte, aber sie selbst hat keinen Wert.“ K. Marx, Kapital I, MEW 23, 559.

          „Was die politische Ökonomie also Wert der Arbeit (value of labour) nennt, ist in der Tat der Wert der Arbeitskraft, die in der Persönlichkeit des Arbeiters existiert und von ihrer Funktion, der Arbeit, ebenso verschieden ist wie eine Maschine von ihren Operationen.“ K. Marx, Kapital I, MEW 23, 560f.

          • Baer sagt:

            Es ist Freude, mit einem wahren Marx-Kenner zu verkehren, sie scheinen ihn gut zu kennen. Tatsächlich bin ich mit der Textstelle vertraut. Lassen Sie mich sagen: er kam der Sache sehr nahe. Doch bin ich nicht ganz seiner Meinung: Wie ich dargelegt habe, und wie sie jederzeit durch das Aufzeichnen einer einfachen Bankbilanz nachvollziehen können, muss „der Geldbesitzer“, sprich der Kapitalist bei Marx, nicht über das Einkommen verfügen, das er dem Arbeiter auszahlt. Er kann sich einfach bei der Bank um den entsprechenden Betrag verschulden, womit der Arbeiter ein entsprechendes Guthaben erhält. Die Aktiv- und Passivseite der Bank wachsen um genau diesen Betrag. Einkommen entsteht somit erst durch die Lohnzahlung selbt – sie existierte vorher nicht. Dadurch besitzt der Arbeiter die Kaufkraft über (einen Teil) seines Produktes. Wenn wir annehmen, dass Einkommen bereits vor der Lohnzahlung existiert, setzen wir die Sache voraus, die wir erklären wollen. In der Sprache der Logik handelt es sich dabei um ein petitio principii. Das heisst, wir versuchen die Entstehung von etwas zu erklären (Einkommen), indem wir seine Existenz als vorgegeben annehmen. Dieser Zirkelschluss ist unzulässig und hätte Marx‘ scharfen Verstand nicht entgehen sollen.

            Darüber hinaus ist Arbeit offensichtlich nicht eine Substanz. Arbeit ist eine Bewegung mit einem Resultat (Output). Zu sagen, Arbeit sei eine Substanz, lässt einige Erklärungen offen. Das eigentümliche am ökonomischen Wertbegriff ist sein Ausdruck durch eine Zahl. Das bedeutet, dass Wert in der Ökonomie kein metaphysisches oder psychologisches Phänomen ist, sondern ein Verhältnis zwischen einer numerischen Sache (Geld) und einem Produkt. Diese Integration schaffte Marx meiner Meinung nach nicht. Aber davon hatten wir es ja bereits.

            Übrigens habe ich letzthin das Werk von James Steuart durchforstet – Marx war ein grosser Fan seiner ökonomischen Schriften. Steuart schrieb einiges über Geldtheorie, und stellte unter anderem fest, dass Geld unmöglich eine Ware sein und auch unmöglich eine physikalische Substanz haben könne.

          • Ueli sagt:

            @Taric Trent
            Na, da wird doch mal die Diskussion spannend! Sie sprechen die fundamentalen Unterschiede zwischen klassischer bürgerlicher und marxistischer Analyse an.
            Im Kapitalismus geht es eben genau nicht, wie oft behauptet um die Zirkulation Geld-Ware-Geld, sondern Geld, Ware, Geld`. Dieser kleine Strich über dem Begriff Geld ist der ganze Springpunkt unserer kapitalistischen Produktionsform! Die entscheidende Frage ist nun: Wie wird der Mehrwert geschaffen?
            Marx sagt dazu: Der Mehrwert resp. Profit besteht gerade in dem Überschuss des Warenwerts über ihren Kostpreis, d.h. in dem Überschuss der in der Ware enthaltenen Gesamtsumme von Arbeit über die in ihr enthaltene bezahlte Summe Arbeit. Der Mehrwert, woher er immer entspringe, ist sonach ein Überschuss über das vorgeschossene Gesamtkapital.
            Weiter glaube ich, dass es noch wichtig wäre die Kategorie „Zins“ zu betrachten. Marx sagte dazu in seinem opus magnum:

            Es ist in der Tat nur die Trennung der Kapitalisten in Geldkapitalisten und industrielle Kapitalisten, die einen Teil des Profits in Zins verwandelt, die überhaupt die Kategorie des Zinses schafft; und es ist nur die Konkurrenz zwischen diesen beiden Sorten Kapitalisten, die den Zinsfuss schafft. (Das Kapital, MEW 25, 383)
            Im Gegensatz zum Zins, den er aus dem Bruttoprofit an den Verleiher wegzuzahlen hat, nimmt der ihm zufallende noch übrige Teil des Profits also notwendig die Form des industriellen resp. kommerziellen Profits an, oder, um ihn mit einem deutschen Ausdruck zu bezeichnen, der beides einschliesst, die Gestalt des Unternehmergewinns. (Das Kapital, MEW 25, 386)
            Es entwickelt sich daher notwendig in seinem Hirnkasten die Vorstellung, dass sein Unternehmergewinn – weit entfernt, irgendeinen Gegensatz zur Lohnarbeit zu bilden und nur UNBEZAHLTE FREMDE ARBEIT zu sein – vielmehr selbst Arbeitslohn ist, Aufsichtslohn, (…) höherer Lohn als der des gewöhnlichen Lohnarbeiters, 1. weil sie kompliziertere Arbeit, 2. weil er sich selbst den Arbeitslohn auszahlt. (Das Kapital, MEW 25, 393)
            Dagegen in dem zinstragenden Kapital ist der Fetisch vollendet. Es ist dies das fertige Kapital – wonach es Einheit des Produktionprozesses und Zirkulationsprozesses -, daher in bestimmter Zeitperiode bestimmten Profit bringt. In der Form des zinstragenden Kapitals bleibt bloss diese Bestimmung, ohne die Vermittlung von Produktionsprozess und Zirkulationsprozess. (…) Im zinstragenden Kapital ist dieser automatische Fetisch vollendet, der sich selbst verwertende Wert, das geldmachende Geld, und trägt es in dieser Form keine Narben seiner Entstehung mehr. Das gesellschaftliche Verhältnis ist vollendet als Verhältnis des Dings (Geld, Ware) zu sich selber. (Theorien über den Mehrwert, MEW 26.3, 446f.)

  • Michael Schwarz sagt:

    Der Austritt Griechenlands führt zum Untergang der Griechen, das sollte für die Griechen klar sein. Deshalb ist ein Austritt aus EU keine Option für die Griechen. Wenn die Länder, die stark verschuldet sind, aus EU hinaus treten, wäre für EU einen Gewinn. D.h. das Problem mit den finanziellen Belastungen der verschuldeten Staaten kann in einem Schlag bereinigt werden.

  • Auguste sagt:

    hmm…, griechenland kann im jetzigen zustand gar nicht aus der eu bzw. euro-raum austreten. das land ist schlicht und einfach nicht kapitalmarkt- und überlebensfähig – und wird es auf absehbare zeit auch nicht werden. die anstehende rosskur wird in hellas blut, schweiss und tränen kosten, aber das haben sich die griechen selbst eingebrockt. ein austritt wäre weder eine gute lösung noch eine realistische option. dazu fehlen die wirtschaftlich notwendigen strukturen. gesellschaftspolitisch ist griechenland eine kleptokratie in der sich der nepotismus zur kunstform entwickeln konnte. ein schwellenland auf der kippe zum scheitern.

  • Hampi sagt:

    Wäre es eine gute Lösung, wenn Griechenland aus dem Euro austreten würde? Leider wäre es weder eine schlechte, noch eine gute Lösung. Es wäre nämlich überhaupt keine Lösung, sondern der Beginn von etwas Grösserem. Sozusagen der nötige Katalysator, um eine ökonomische Bombe explodieren zu lassen.

    Es ist ein gewagtes Spiel, das die EU-Politiker im Moment treiben.

    Im gleichen Moment, wie der Austritt Griechenlands aus dem Euro bekannt wird, wird ein gewaltiger Domino-Effekt fast etwa gleichzeitig Irland, Portugal, Spanien, Italien, Belgien ins Chaos ziehen.

    Deutschland/Frankreich/Holland/Schweiz etc. müssten dann sofort, fast zeitgleich, hunderte von Milliarden für ihre Banken einschiessen, um dem Totalkollaps zu entgehen.

    Aber der Tatsache, dass die Konjunktur in Europa in ein schwarzes Loch geraten würde, würden die Gläubigerländer grundsätzlich nicht viel entgegenhalten können.

    Das Faszinierende dabei wäre, das ganze Spektaktel in „Real-Time“ verfolgen zu können (würde man die menschliche Misere, die das Ganze mit sich ziehen würde, unterdrücken!).

    P.S. Es gibt nur eine Lösung (weder gut, noch schlecht): Transferunion für die nächsten 10 Jahre und Senkung der Kosten in den Problemländern. Unspektakulär und mühsam!

  • anja sagt:

    Stefan Riße: Der Griechenland-Faktor – Folgen für die Finanzmärkte

    http://goo.gl/itFu3

    cheers

  • Alex Ustinov sagt:

    GB ist in der EU und hat die eigene Währung. Das funktioniert eigentlich ganz OK. Es sieht so aus, dass Griechenland die Probleme so nicht lösen kann und diese werden in Zukunft nicht kleiner. Griechenland befindet sich momentan in einem Teufelskreis.
    Jetzt, wo die EU-Wirtschaft relativ gut unterwegs ist, sollte der Schritt Umschuldung, Austritt von Griechenland aus dem Euro, nicht aus der EU gewagt werden.
    Statt die Probleme vor sich hinzuschieben, wäre es ehrlicher und besser sie jetzt zu lösen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Eurozone in zwei Zonen Nord und Süd aufgeteilt wird.

  • erich sagt:

    Stefan Riße: Der Griechenland-Faktor – Folgen für die Finanzmärkte

    http://goo.gl/itFu3

  • Baer sagt:

    Ich finde Ihr Argument eben auch nicht stark, Herr Straumann. Griechenland ist eh schon pleite, also spielt es doch keine Rolle?Ob ein Haircut von 20 oder 40% ist doch schon wichtig, nicht? Das mit dem realen Wechselkurs ist auch so eine Sache. Ich habe die Statistiken der Entwicklung der Lohnstueckkosten angeschaut, und da gibt es ein paar Probleme. Erstens wird von theoretischen und empirischen Oekonomen zugegeben, dass wir nicht genau wissen koennen, was der „richtige“ Wechselkurs ist. Es gibt hoechstens grobe Schaetzungen. Zweitens ist die Statistik der Lohnstueckkosten noch jung und unausgereift – es gibt da noch viele offene Fragen. Die Aussagekraft ist sehr beschraenkt. Sie wagen sich also sehr weit vor, wenn Sie Ihre Loesung propagieren, einzig auf einem jungen und umstrittenen Indikator. Es gibt auch viele konzeptuelle Probleme. Aus der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung geht klar hervor, dass Einkommen und Produktion simultan determiniert werden (Einkommen gleich Produktion). Wie kann es aber sein, dass steigende Lohnkosten einen Preisdruck ausueben, wenn Loehne und Preise simultan determiniert werden, somit keine Kausalitaet vorliegt. Die Messprobleme muessen wir gar nicht erst erwaehnen}

    • Michael Schwarz sagt:

      Der Austritt der Griechen ist für die EU Gemeinschaft einen Gewinn, zugleich können die Griechen eigne Währung noch weiter abwerten, somit die die Gelegenheit erhalten, die Verschuldung zu sanieren. Gleichzeitig riskieren sie durch dem Austritt einen Staatspleite. Das Problem Griechenlands liegt im Diskrepanz zwischen Produktivität und Lohnstückkosten. Das ist eine schwierige Entscheidung, die Griechen bald treffen müssen.

      • Baer sagt:

        @Schwarz. Die Wiederholung Straumanns Argumentation ist nicht nötig, ich verstehe ihn schon. Ich wies auf konzeptuelle Probleme bei der Messung der Indikatoren hin. Lohnstückkosten (und Produktivität) sind beides Indikatoren, welche auf sehr schwachen Beinen stehen. Nehmen wir Ihr Beispeil: Produktivität. Definieren wir es als Output/Input, wie gewöhnlich. Nun ist klar, dass der ökonomische Output einer VW das BIP ist. Was ist der Input? Offenbar die Produktionsfaktoren. Also Arbeit und Kapital. Kapital stammt jedoch auch von Arbeit, weshalb wir auf Arbeit reduzieren können. Weiter wissen wir aus der VGR, dass Einkommen gleich BIP ist. Das bedeutet, dass das Mass des gesamten Inputs gerade gleich gross ist wie der Wert des gesamten Outputs. Makroökonomisch bedeutet das, wenn wir nun Produktivität als Einkommen/Output definieren, dass Produktivität immer gleich 1 sein muss. Sehen Sie die Probleme?

  • C.Schenk sagt:

    EU-Finanzmärkte benötigen für das eigene Wirtschaftswachstum künstliche Inflations-Indikatoren, so wird nun alles an Griechenland angelastet. Das Wirtschaftlich effiziente und stärkere Türkei sollte so schnell es geht in die EU integriert werden, um Süd-Ost-Europa neue eigene Dynamik zu verschaffen. Europa sollte in Zukunft mit Zwei-Währungssystemen auftreten um die Risiko auszugleichen.

  • Kowski sagt:

    Griechen und allen anderen eurogeschädigten Mittelmeerökonomien ist eine Reaktivierung ihrer früheren Landeswährungen als Paralellwährungen zur Belebung der Wirtschaft anzuraten.
    Ein Austritt aus dem Euro ist dann nicht notwendig. Die neue alte Währung zirkuliert ergänzend zum Euro und ermöglicht Transaktionen, die sonst nicht zu Stande kämen.
    Hast du kein Geld, schaffs dir welches.

    • Hans Heisenberg sagt:

      Ja, schon Keynes (Bancor), Fisher (kompensierten Dollar) und Friedrich August Heyek traten für Paralellwährungen ein. Weshalb hat sich dies nicht schon auf breiter Basis durchgesetzt?

      Müssten sich nicht die Grünen, der WWF usw. für die Paralellwährungen einsetzen, weil das zinsbasierende Fiat Geld die Unternehmen zwingt immer bessere Ergebnisse zu liefern und darum auf die Umwelt wenig rücksichtig nehmen können? Leben wir in einer Symptombekämpfungsgesellschaft?

      Buchtipp:“Regionalwährungen: Neue Wege zu nachhaltigem Wohlstand”.

  • Peter Ueltschi sagt:

    Ich Lebe in Spanien und da ist ein grosses Problem, das keine Rechnung stellen um die Mwst nich anzugeben und damit auch weniger Einkommensteuer zu zhlen.
    Da keine Kontrollen vom Staat ,eben zu wenig Einahmen.

  • rascha kocher sagt:

    Weswegen beginnt Kalifornien nicht im Pendant, aus den USA auszusteigen…?

    • Alain Burky sagt:

      Wohl weil die Mehrheit der Kalifornier fuer die USA sind,
      und die Mehrheit der Einwohner der anderen Bundesstaaten fuer Kalifornien sind.
      Die EU weiss ja selbst nicht genau, was sie ist (Staatenbund oder Bundesstaat.

    • Karin Gut sagt:

      Falsche Überlegung: Kalifornien bezahlt erheblich Steuern an den Staat USA, als unabhängier Nationalstaat hätte Kalifornien weniger finanzielle Probleme. Griechenland hingegen ist ein unabhängiger Nationalstaat und erhält aber aus dem EU-Finanzhaushalt Strukturhilfe-Gelder und andere Subventionen. Als Profiteur von der übergeordneten Struktur wird sich Griechenland zweimal überlegen die Hand zu beissen die füttert.

      • Alain Burky sagt:

        Um Mitglied eines Bundesstaates zu sein (Kalifornien oder auch Berlin) ist eben auch der Wille dazu
        (nation de volonté), noetig.
        In der EU scheint das, wie die Abstimmungen in F und NL gezeigt haben, nicht der Fall zu sein.

  • Jürg Wehrlin sagt:

    wäre, würde, hätte – wir können uns vielleicht noch eine Weile der Realität verschliessen, aber nicht mehr lange. Der Euro ist bereits kollabiert und wird nur noch durch die Gelddruckmaschineninfusion am leben erhalten. Realistisch gesehen ist die EU pleite und am Ende.

  • Sven E. sagt:

    Ein Schäuble, der sich um Griechenland sorgt? Wohl kaum! Deutschland und seine Banken sind die grössten Investoren in Griechenland. Tritt Griechenland aus und führt dies zu einem kollabieren des Euros, hat Deutschland ein gewaltiges Problem. Zudem ist Deutschland mittlerweile zu einem Billiglohnland mutiert. Hätte Griechenland eine eigene Währung, die es gegenüber dem Euro abwerten könnte, wäre Deutschlands Export-Vormachtsstellung gefährdet. Deutschland macht ja trotz Rekordwachstum noch immer Rekordschulden. Würde der Export noch zurückgehen, kann das Land Konkurs anmelden.

    • Michael A. sagt:

      Mit welchen Produkten könnte denn Griechenland die Export-Vormachtsstellung Deutschlands gefährden? Der Anbau deutscher Oliven reicht kaum für den Eigenbedarf, geschweige denn für den Export. Und die Konkurrenz durch die nicht vorhandene griechische Maschinenbauindustrie, Automobilindustrie oder Chemieindustrie würde Deutschland wohl kaum in den Ruin treiben. Im Übrigen ist der Fokus alleine auf Deutschland etwas einäugig. Griechenland steht auch in Konkurrenz zur Schweiz, Frankreich, England, Schweden, China, USA oder Brasilien.

      Ein Irrtum darf ich gleich noch berichtigen: Laut BIZ sind die grössten Gläubiger Griechenlands nicht die deutschen Banken. Dies sind in absteigender Reihenfolge:

      Frankreich 75 Mia €
      SCHWEIZ 64 Mia €
      Deutschland 43 Mia €
      USA 16 Mia €
      England 12 Mia €

      • Auguste sagt:

        hmm…, diese zahlen sind erklärungsbedürftig. der französiche finanzkonzern credit agricole ist eigner der griechischen „emporiki bank“, daher rührt unter anderem das hohe exposure aus frankreich. die in der schweiz domilizierte efg international ag und ihre eignerin, efg bank european financial group sa, genf, die von der griechischen familie latsis kontrolliert wird, sind hauptverantwortlich für das schweizer exposure. die positionen in griechischen staatsanleihen bei schweizer banken im allgemeinen halten sich im überschaubaren rahmen. beim deutschen exposure in griechischen staatsanleihen sähe es allerdings etwas dramatischer aus, wenn es zur umschuldung käme.

    • Ueli sagt:

      @Sven E.
      Endlich mal einer der begriffen hat wie das Spielchen funktioniert. Nur geht es hier nicht nur um Griechenland, sondern vor allem auch um Spanien, die Oststaaten und last but not least Italien…dort vergaben die deutschen, schweizerischen, österreichischen und französischen Banken so viele Milliardenkredite, dass sie es sich nicht leisten können das auch nur ein Staat der Farce ein Ende setzt und wieder zur alten Währung zurückehrt. Ein Griechenland, das wieder auf die Beine käme wäre ein gefährliches Vorbild für die anderen wankenden Staaten. Diese könnten nämlich auf die Idee kommen, ihre Schulden, mit denen sie in den letzten Jahren auch zu dankbaren Konsumenten der deutschen und französischen Industrie mutieren konnten, nicht vollumfänglich zurückzuzahlen. Da sollen diese „Club Med Länder“ sich doch lieber zu Tode sparen…so kann man den verwöhnten Arbeitnehmern auch mal eine gesunde Schocktherapie verpassen und sie daran gewöhnen, dass in Zukunft, auch bei brummender Wirtschaft, die Ansprüche gegenüber dem Kapital kleiner sein sollten.

  • Urs B sagt:

    Gut wäre, wenn sich die EU endlich auch auf gemeinsame Standards für die Besteuerung für Unternehmen und Finanzvehikel inkl. Kapitalverkerherskontrollen festlegen würde um so die Gemeinschaftlichen Strukturen die für die Menschen wichtig sind finanzieren, unterhalten und aufbauen zu können.

    Man solte auch die Arbeitsgesetzte auf Minimalstandards, im Sinne eines EU weiten Minimallohns, festlegen so das auch die Entlöhnung der Arbeiter mit den Profiten der Unternehmen mithalten kann. Alels andere bedeutet für die Mitgleidslönder der EU am Ende nur, das wohl die Profite weiter steigen, der ganze Rest aber den Bach runter geht…. Resultat werden weiter steigende Armut und Arbeitslosigkeit in allen Altersklassen sein.

    Wenn es allerorten stets heisst „ist gut für die Wirtschaft“ so sind damit üblicherweise eben nicht die Bürger gemeint sondern die Profite der Unternehmen und Finanzmärkte. Die Teilhabe am erarbeiteten Wohlstand wird zusätzlich durch degressive Lohnschemata und unverbindliche Bonisysteme abgebaut. Die ultimativen Profiteure dieser ganze Systematik sind einzig die Investoren und Aktionäre die sich in die unverbindlichkeit der Steueroasen zurückziehen können. Alle anderen, wie Bürger, Arbeiter, Angestellte, Familien, Gemeinden, Kantone, Kleingewerbe können das nicht… die aber sind es welche die lokalen gemeinschafltich finanzierten Strukturen brauchen… jeden Tag ein ganzes Leben lang….

    …man kann sich nun noch lange über die mindere Effizienz der Griechen, Portugiesen und die anderen gefallenen (überschuldteten) Nationen lustig machen… damit wird aber die aktuelle Systematik des Shareholderkapitalismus nicht überdacht, reguliert und in solche Schranken verwiesen das die Restlichen Teilnehmer der Gesellschaft auch ihren Teil erhalten…

    So wie heute, geht der Weg für die meisten Menschen nur nach unten… dank Steuerwettbwerb und Sparzwang wärend die Finanzmärkte und deren Hauptakteuere, die Aktionäre, Spekulanten und Investoren in all ihren schillernden Varianten die einzigen Profiteure sein werden… und denen ist es wurscht wo sie leben. Hauptsache Steuerbefreit, Unverbindlich, Freiheitlich…

    All dies im Kontext der Milliardenprofite und Dividenden über die euphorisch Berichtet wird…. All dies im Kontext von Millionen von Arbeitslosen, prekär Beschäftigten und Verarmten über die schweigend nicht Berichtet wird… All dies im Kontext von jubelnden Finanzmärkten nachdem mal wieder Entlassungen angekündigt worden sind…

    ….

    • David Candinas sagt:

      Die Zeit des grossen Fortschritts in Europa neigt sich dem Ende, und unser Kontinent weniger angenehmen Zeiten zu. Der aufgeblähte Sozialstaat, die überbordenden Bürokratie und wenig demokratische Legitimität für die EU werden uns zu den Verlierern der nächsten Jahrzehnte machen. Der Kollaps ist vorprogrammiert – das wird auch die Schweiz zu spüren bekommen. Mit Ihren Rezepten Herr „Urs B.“ würde man diesen Prozess noch wesentlich beschleunigen.

      • Urs B sagt:

        Warum beschleunigen meine Rezepte… einen Kollaps?

        Meiner Meinung nach ist der Kollaps in vollem Gang (etwas gebremst durch die selbstbedienung mit Steuergeldern und weiterer Gängelung der abhängig Beschäftigten) und meine Rezepte sind nicht mal in Ansätzen angewendet worden…

        Was überhaupt ist Fortschritt?

        Die Indices an den Kapitalmärkten deren Akteuere nach wie vor Selbstzufrieden jubeln? Der Wachstum des BNP welches auf immer mehr Köpfe verteilt werden muss? Die ausbezahlten Dividenden? Die stagnierende Lohnentwicklung? Die heftig verteidigten Bonisysteme und Managereinkünfte? Die Kurzfristigkeit der Finanzmärkte?

        Fortschritt bzw. Weiterentwicklung des aktuellen Systems ist nicht mehr Wachstum sondern gleichmässigere Verteilung des erwirtschafteten Wohlstandes. Davon wird mehr als genug generiert… Es lebt hier auch niemand über seine Verhältnisse…. zumindest nicht die Angestellten Standardlohnempfänger.

        • David Candinas sagt:

          Da gebe ich Ihnen natürlich Recht: Nur BIP Wachstum alleine ist noch kein Fortschritt. Aussagekräftiger wäre der BIP/Kopf, doch auch diese Messgrösse alleine kann m. E. zu wenig darüber aussagen, wie positiv sich ein Land bzw. eine Gesellschaft entwickelt. Fortschritt ist meiner Ansicht nach, wenn es uns gelingt für ALLE Gesellschaftsschichten Wohlstandszuwachse zu generieren und dabei auch die Wohlfahrt zu steigern.

          In einem Punkt muss ich Ihnen allerdings widersprechen: Sie behaupten, was für die Wirtschaft gut sei, sei nur für Aktionäre und Investoren gut. Wenn dies so wäre, hätte dem Rest der Gesellschaft der Einbruch dieser aufgrund der Finanzkrise eigentlich egal sein können. Dem ist aber nicht so, denn die Angestellten und Mitarbeitern in den Unternehmen waren vom Einbruch ebenso betroffen (Arbeitsplatzverlust, Kurzarbeit, etc.). Die „Wirtschaft“ (in der CH)sind eben auch Hunderttausende Arbeitnehmer, Kleinunternehmer, etc. die sich jeden Tag einsetzen und ihre Arbeit verrichten.

  • walther sagt:

    guten morgen, du schöne welt.

  • Anh Toan sagt:

    Fuehrt Griechenland die Drachme wieder ein, muess es aus der EU austreten! Denn ohne Devisenrestriktionen (v.a. Restriktionen bei der EURO Ausfuhr, Verbot von Fremdwaehrungsanlagen etc.etc.) wird kaum jemand die Drachme verwenden. Devisenrestriktionen kann die EU jedoch nicht akzeptieren. ein EURO Austritt ist keine existierende Option, denn es waere ein Austritt aus der EU. Waere der Austritt aus der EU auch das Beste fuer Griechenland?

    Wieso kauft nicht die EZB griechische Staatsschulden am Markt (Was sie schon tut), und ersetzt diese durch Papiere, die nur noch auf den von der EZB bezahlten Kurs lauten, und nicht auf den urspruenglichen Nominalwert (Was sie nicht tut)? So wuerden Griechenlands Schulden reduziert und die privaten Glauebiger am Verlust beteiligt. Dies alleine wuerde nicht reichen, waere aber ein Schritt in die richtige Richtung.

    Eine Inflationierung der Schulden und durch Inflation bewirkte Senkung von realen Loehnen und Renten ist nicht weniger schmerzhaft fuer die Bevoelkerung als ein Schuldenschnitt und offene Lohn- und Rentensenkungen, sie ist lediglich politisch einfacher umsetzbar, da die Kuerzungen schleichend durch die Hintertuer Inflation erfolgen, und die Politik vielleicht sogar einen externen Schuldigen (steigende Rohstoffpreise) dafuer finden kann.

    • Pascal Meister sagt:

      Theoretisch eine gute Idee, aber die EZB kann die Gläubiger(banken) nicht dazu zwingen, ihr die Papiere zu verkaufen. Wenn eine Bank also lieber die Krise aussitzen möchte, bleibt Griechenland auf „echten“ Euroschulden sitzen und schuldet nicht etwa Drachmen.
      Von daher hat Griechenland auch nicht die Möglichkeit, nach der Einführung von neuen Drachmen die bisherigen Euro-Schulden per Beschluss in Drachmen umzutauschen.
      Ich sehe schwarz…

      • Alex Kramer sagt:

        Der Austritt aus der EU ist im EU-Statut nicht vorgesehen, deshalb sind alle diesbezüglichen Bemühungen und Anstrengungen des heutigen Tages für die Katz‘.
        Ich frage mich nur noch, warum es in der Schweiz nach wie vor Leute gibt, die unbedingt in die EU wollen. Nur um zu zahlen für einen längst pervertierten Bürokratieapparat, der den Menschen in Europa zunehmend die Luft zum atmen und den Raum zum Leben nimmt?
        Dass es auch in der EU nur einige wenige Gross-Profiteure aus dem kapitalistischen Lager gibt, darüber schweigen sich die Befürworter des Linken Lagers jeweils tunlichst aus, schweiz-intern bekämpft man sie. Verkehrte Welt!

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