Die Ökonomie des Online-Dating


Der Frühling naht. Für viele die Zeit, sich intensiver mit dem Thema Paarung zu befassen. Ökonomisch gesehen eine schwierige Sache, die sehr viel Aufwand erfordert, wobei die Wahrscheinlichkeit gross ist, dass die Bemühungen am Ende doch nicht zum angestrebten Ertrag – dem Wunschpartner – führen. Der Ökonom Dan Ariely kommt in seinem Buch «The Upside of Irrationality» zum Schluss: «Der Markt für Singles ist Beispiel für eines der unerhörtesten Marktversagen der westlichen Gesellschaft.»

Eine Lösung für das Problem könnten Marktmacher sein, die zwischen Angebot und Nachfrage vermitteln (wobei hier beide Marktseiten je nach Perspektive beides sind). Eine solche Marktmacherfunktion könnte das Online-Dating einnehmen. Unter Zuhilfenahme der modernen Technik müssten die Suchkosten eigentlich dramatisch sinken.

Die Praxis sieht allerdings anders aus, wie Ariely in seinen Untersuchungen herausgefunden hat. Ein Beispiel für die hier auftauchenden Probleme liefert der obige Videobeitrag. Hier einige weiteren Schlussfolgerungen von Ariely:

  • Ein Grundproblem ist der Aufbau der meisten dieser Plattformen:  «Wie können all die Multiple-Choice-Fragen und Checklisten angemessen den Menschen deutlich machen, der sie beantwortet?» fragt Ariely und antwortet gleich selbst: «Wir sind mehr als die Summe unserer Teile…. Es zählt auch der Duft, das Augenblinzeln, der Ton des Lachens. Alles Dinge, die durch eine solche Datenansammlung nicht erfasst werden können.» Und diese Dinge sind entscheidend. Man könne schliesslich auch nicht wissen, wie ein Keks schmeckt, wenn man die Liste seiner Zutaten liest, meint der Ökonom.
  • Kommt dazu, dass die Angaben auch nicht wirklich verlässlich sind, nicht nur weil die Leute bewusst lügen, sondern auch, weil sie sich anders darstellen, als andere sie wahrnehmen.
  • Problematisch ist für Ariely auch, dass es zumeist direkt zur Sache geht – nämlich zu den Fragen, ob man sich nun gegenseitig gefällt oder nicht. Damit ist es weniger wahrscheinlich, dass man sich über das Verhalten Dritten gegenüber oder über andere Themen entspannter und damit besser kennen lernen kann.
  • Zur Verbesserung schlägt Ariely daher vor, dass sich die Online-Dating-Plattformen in virtuelle Treffpunkte verwandeln, die tatsächlichen Treffen zwischen Menschen nachempfunden sein sollen. Alleine über das gemeinsame Spielen von integrierten Online-Games – die mit einem Kommunikationskanal ergänzt werden müssten – können die Singles vieles übereinander lernen.

Generell hält die ökonomische Analyse der Partnersuche weitere wichtige Erkenntnisse bereit. Die folgenden finden sich im Werk «Strategie der Emotionen»,  einem älteren und ausgezeichneten Buch des Ökonomen Robert H. Frank, (das allerdings über dieses Thema hinausgeht):

  • Sowohl beim Online-Dating, wie bei allen arrangierten Singles-Treffen mit dem Zweck, einen Partner zu finden, spielt das Marktversagen der «Adverse Selection» eine wichtige Rolle. Allein dass die Partnersuchenden sich als Partnersuchende outen, macht sie weniger attraktiv. Dass sie auf diesem Wege suchen müssen, könnte als Signal dafür aufgefasst werden, dass sie nicht leicht einen Partner finden, was wiederum als Signal dafür aufgefasst werden kann, dass sie schlechtere potenzielle Partner sein könnten. Das Problem ist – generell im Fall von «Adverse Selection» – eine Folge von Informationsmängeln. Da die wirkliche Qualität eines potenziellen Partners nicht leicht erkannt werden kann, bleibt nur, diese aus anderen Beobachtungen abzuleiten. Aus dem gleichen Grund strömen Leute eher in ein bereits überfülltes Restaurant als in ein leeres. Das leere Restaurant ist ein Indikator für eine schlechtere Qualität, das volle für eine bessere.
  • Aus der Tatsache, dass es wegen der beschränkten Zeit stets unmöglich bleibt, genügend potenzielle Partner gut genug kennenzulernen, um daraus den passendsten zu finden, bleiben Beziehungen grundsätzlich immer gefährdet. Denn immer besteht die Möglichkeit, dass ein besser passender Partner noch kommen könnte. Eine Folge davon ist, dass alle Gesellschaften Institutionen geschaffen haben, um mit dieser grundlegenden drohenden Instabilität umgehen zu können. Eine solche Institution ist die Eheschliessung vor Zeugen mit heiligen Versprechen vor Gott und all den Sanktionen, die bei einem Ehebruch drohen.

60 Kommentare zu «Die Ökonomie des Online-Dating»

  • Freiherr sagt:

    Saeckulare Rechtsstaaten brauchen ihre vermoegenslosen Frauen und Maenner im Rahmen des Notwendigen….

    Bibeltheokratien enteignen, entrechten und versklaven ihre vermoegenslosen Kinder und Maenner bis zum Gehtnichtmehr, waehrend die Frauen sogar von ihren natuerlichen Pflichten auf dem Puckel des Ruins von Mann und Staat befreit werden….

    • Taric Trent sagt:

      Pflicht ist ein selbstgewählte und der Sache nach nicht notwendige Beschränkung der Willensfreiheit. Natürlich kann man sich aber allerlei Pflichten erfinden um seine ANSPRÜCHE in moralisch verträglicher Form zu servieren. Das nennt man Heuchelei. Sind ihre Zeilen eigentlich zynisch gemeint, eine überzeichnete Karrikatur und damit Blossstellung? Oder meinen sie das ernst, dass der Staat die Proleten mit Notwendigkeit verheizt?

  • Freiherr sagt:

    Das (Un)wort des Jahres fuer die Mamabereicherungsblogchefzensorin: „BinsCHwangere“….

  • Hampi sagt:

    Ohne Zweifel besteht ein Bedürfnis für Online-Dating. Aber solange die Zahl der Singles, auch trotz des Online-Dating-Booms, ständig steigt, gehe ich davon aus, dass das bestehende Bedürfnis für Online-Dating mehrheitlich nicht befriedigt wird. Der Grund ist, wie erwähnt, die Diskrepanz zwischen dem, was ich bin (für die Aussenwelt) und dem, was ich gerne wäre (Innenwelt). Diese menschliche Eigenschaft offenbart sich allgemein bei sozialen Netzwerken. Wenn also mein Traum, George Clooney zu sein, auf den Traum der Gegenseite, die wie Kate Moss sein will, trifft, dann gibt es wahrscheinlich einen Treffer. Aber die Chance auf nachhaltigen Erfolg ist bestimmt geringer, als wenn unsere Eltern die Auswahl getroffen hätten (die denken wenigstens nicht, dass ich George Clooney bin).

    Aus diesem Grund ist der Nutzen für die Kunden ziemlich beschränkt, ausser man hat die Lust und Energie, alle paar Wochen den Partner zu wechseln.

    Als Geschäftsmodell hingegen ist Online-Dating fast perfekt: Ein natürliches Bedürfnis, das nicht künstlich geschaffen werden muss und alle Bevölkerungsschichten betrifft. Zudem ist das Bedürfnis nicht rational, sondern so irrational, dass Geld fast Nebensache wird. Und da das Bedürfnis praktisch nie gestillt wird, ist die Kundenbasis praktisch kugelsicher.

    • Urs Brock sagt:

      …noch zu ewähnen die Pornoseiten die beinahe wie von selber ihre Einnahmen generieren…

      Die Betreiber dieser Seiten gelten als technologiefördernd was Internettechnolgie anbelangt und gelten etwa als Vorreiter für Online Bezahlsysteme und Altersverifikationssysteme.. Auch allgemein die Programmierung von Webseiten konnte viel profitieren da mehr als anderswo neue techniken probiert werden konnten ohne die prospektiven Kunden zu vergraulen… Videostreaming wurde ebenfalls auf diesen Seiten durch den Einsatz neuester Videotechniken stark gefördert.

      Dies war nur möglich weil die Einnahmen sich aus nicht rationalen Gründen heraus generierten… Es war also sozusagen exklusiv das Kleinhirn aktiviert und dem ist schnöder Mammon erstmal wurscht…

      😉

      • Freiherr sagt:

        Es ist im Sex- und Heiratsmarkt geschlechtsneidisch bigottgynokratische Strategie, das Honorar des Kunden zu maximieren, die Sicherheit von Freier sowie Dirne oder Braut und den Anteil der Dirne am Honorar jedoch zu minimierten. Dafuer kollaborieren staatlich subventionierte Femanzenorganisationen gar mit frueher kriminellen und jetzt entpoenalisierten Abwucherern vom Bordelier uber den gar aktiven (Dirnen und Freier verpruegelnden) Zuhaelter bis hin zum privaten Tuerschleger, anstatt mit einer Sttenpolizei zum Schutz statt zur Unterdrueckung von Dirnen und Freier die Prostitution zu zivilisieren und auch in diesem Bereich das Gewaltmonopol des Staates und die Gewerbefreiheit wieder herzustellen….

        Frueher wurden „minderjaehrige“ Huren ins Arbeitshaus versenkt, Heute gegen deren Freier HexeRprozesse abgefeiert….

    • Freiherr sagt:

      @ Herr Hampi:

      Ich wuerde eher sagen nachwuchssicher, zumal pseudotheokratische Treuebrueche, Kindesklau sowie finanzielle, berufliche und soziale Runinierung je laenger je oefters vor einer Behandlung oder nach einer Misshandlung durch die bigottgynokratische Scheidungsraubjuxtiz ala OK-Corral abgerechnet werden….

  • Baer sagt:

    Ich finde, Sie schreiben phänomenal, Freiherr, und wenn ich Sie verstünde, kann ich mir sogar vorstellen, dass ich eventuell einverstanden mit Ihnen wäre!

    Ansonsten finde ich, Trent hat schon Recht. Dieser Beitrag ist symbolisch für die belanglosen Quisquilien, welche Oekonomen von sich geben, um ihre Zitationsstatistiken zu verbessern. Und damit hätte ich nun auch ein hübsches Fremdwort gebraucht.

    • Urs Brock sagt:

      Baer sagt: 15. Februar 2011 um 16:37

      Geht mir auch so bei den ersten paar Artikeln vom Freiherr.. die Sprache und speziell die Wortschöpfungen sind sehr kreativ… (nicht leicht zum verstehen) aber man gewöhnt sich dran… und dann geht’s irgendwie… . Einen vielbelesenen Eindruck macht der Freiherr…

      😉

      • Anh Toan sagt:

        Der Freiherr macht mir den Eindruck, er weiss alles, aber versteht nicht soviel: “ Das gaengige christliche Geluebde im Wilden Westen lautete fuer den Mann “und alle meine irdischen Gueter geb ich Dir” und fuer die Frau “schwoere ich Dir Gehorsam bis zum Tod”. Sagt der Mann, gib mir meine Gueter zurueck, schuldet die Frau Gehorsam, das nenn ich eine Gratissklavin!

        • Anh Toan sagt:

          „Fuehrung muss bei von der Pike Gedienten Fronterfahrenen mit dem Marschallstab im Rekrutentornister bleiben.“ Genau, so Leute wie Gates, Zuckerberg page und Jobs zeigen mir, Sie haben recht!

        • Freiherr sagt:

          Bei den Bibeltheokraten hoert der Spass beim Geld auf. Ein Vormund darf eine Waise in die uebslste Arbeits- und Sexsklaverei versenken, ohne dass ihm viel passieren kann. Aber wehe es fehlt bei der Abrechnung mit der Vormundschaftsbehoerde ein Feufi des Waisen“vermoegens“ von ein paar Fraenkli. Da funktioniert das Nureigentums- statt auch Menschenschutzsystem wieder perfekt.

          Der Wildwest-Lila-Pudel konnte sich zwar noch in einen anderen Staat absetzen. Aber sonst war er in fast jeder Hinsicht eine Ehe-Mann….

        • Urs Brock sagt:

          ja aber, stimmts denn nicht, das gängige Christliche Gelübde?

          • Freiherr sagt:

            Schon die schmale Monopolkost war fuer den Mann nicht artgerecht. Seit die ehelichen Pflichten der Frau zu einem Recht verkommen sind, das nur noch in den Flitterwochen und beim ausnahmsweisen Wunsch nach einen Kind statt Kuckuck ausgeuebt wird, bleibt den meisten Vermoegenslosen nur noch das – auf Dauer nicht befriedigende – Reiben des Unterbauches.

            In Tat und Wahrheit werden Frauen in der Regel nicht von hehren Werten, sondern von Macht und Geld angezogen. Wenn sie ihren GroeFaz oder GroePaz anhimmeln, bekommen sie einen glasigglaenzenden Blick wie nach einer Geburt oder (ausnahmseise noch gelungenen) Adoption. Sogar eine rote Gynokratin in der Arena. Mit genug Millionen wird auch ein Greis, gegen den der Gloeckner von Notre Dame einen Schoehnheitswettbewerb locker gewinnen wuerde, fuer eine „minderjaehrige“ Partygarnitur „attraktiv“:

            „Wuerden Gnaedigste mir die Ehre erweisen, fuer fuenf Millionen Doller eine Nach lang beizuschlafen?“

            „Aber mit groesstem Vergnueben, mein Herr!

            „Und wie ists bei fuenf Doller?“

            „Sie impertinentes Ferkel, was glauben Sie eigentlich was ich bin?“

            „Was Sie sind Madam, haben wir bereits geklaert. Jetzt verhandeln wir nur noch ueber die Hoehe des Honorars.“

          • Anh Toan sagt:

            @Freiherr: Woody Allen sagt: Don ‚t knock masturbation, it’s sex with someone I love. (Annie Hall) …

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan:

            Auch ich taxiere „Verwerflich ist die Onanie, sie staerkt das Hemd und schwaecht das Knie“ als bibeltheokratische Greuelpropaganda ab.

            Aber es scheckt keine Geiss weg, dass sie beim Mann nur waehrend wenigen Monaten befriedigend funktioniert. Dann wird jeder nicht maximal selbstbeherrschte normale Mann gefaehrlich. Armeen, deren Front- und Besatzungsruppen nicht mindestens alle 3 Monate Heimaturlaub gewaehrt wird, sorgen deshalb oft auch gegen bibeltheokratische Bedenken- statt Sacktraeger fuer eine sexuelle Betreuung in Feldbordellen. Um Vergewaltigungen, notgeilen Homosexualitaeten waschechter Heten oder GK-Durchseuchung mit von Partisanen angesetzten, absichtlich angesteckten „freien“ Huren vorzubeugen…..

          • Anh Toan sagt:

            @Freiherr 16.02 09.35: „Schon die schmale Monopolkost war fuer den Mann nicht artgerecht“ Fuer die Frau aber schon???????

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan:

            Ja, denn es ist ein gynokratisches Maerchen, dass Frauen gleich ticken wie Maenner, insbesondere bei der Reproduktion.

            In papistisch gepraegten Unrechtsreumen konnten Frauen ohne Sex problemlos ueberleben, bis sie einen Dummbeutel fanden, der sie mit dem Megascheck Eheschein beschenkte. Ebenso nach einer kanonischen Trennung von Tisch und Bett wieder bis zur Bahre, als die Exfamiliensippenhaftung nur spielte, wenn nicht nur der eigene Ehemann, sondern alle Maenner vom Bett verbannt wurden….

            Die weder strkturell noch finanziell zum Sex angeregte Frau hat ebensowenig eine selbstaendige Lust auf Sex wie der sich fuer fremde Interessen kaputtkrampfende „serioese“ Lohnsklave nach stupid – oder gar sadistisch – fremdbestimmter Arbeit. Die Onenightstaends werden nur sehr selektiv gewaehrt: Meistens in der (mehr oder weniger stillen) Hoffnung auf einen spaeteren Megascheck Eheschein, Schmuck oder Geld, oder – mit Sicherung von Beweisen bis hin zum gezielt nicht geschluckten Sperma auf der Waesche – zum Ruhm auf dem Puckel des bigottgynokratischen Rufmordes an einem Politiker….

            Beim Mann ist der Sextrieb primaer. Da er nicht ueber ein schoenes Gefieder, sondern „nur“ ueber die staerkeren Muskeln verfuegt ist er bei der Frau nur sekundaer (in Bigottgynokratistan um die Lila Pudel an der kurzen Leine zu fuehren und auszunehmen)….

            Der Fremde kommt nach Appenzell und fragt einen Einheimischen:

            „Gibts da auch ein Nachtleben?“

            „Pech gehabt; die billige Nimfomanin wurde wieder mal fuer ein paar Jahre in die Spinnwinde versenkt, und die „anstaendige“ Honorare Kassierende hat gerade ihre Periode….“

          • Anh Toan sagt:

            @Freiherr 17.02 12:06: Es erscheint mir paradox von der Natur, wenn die Weiblein einer Spezies monogam. die Maennlein aber polygam sein sollten. Falls dies aber so ist, wie Sie sagen, werter Freiherr, muessen die Maennlein doch die Weiblein zu Polygamie zwingen, um artgerecht zu leben. Bei den Menschen waere das dann Prostitution und Vergewaltigung. Dies muesste bei einem, der soviele Fremdwoerter wie Sie kennt. doch ein bisschen Verstaendnis selbst fuer Alice Schwarzer wecken, oder?

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan:

            Schwarzer und die durchgeknallte Aussenclownin mit ihren Horrorkabinettfressen entwickeln – weil sie einen Ehemann oder Kuckuckszeuger hoechstens kaufen koennen – den genau gleichen Maennerhass wie die in Bibeltheorkratien mangels Macht oder Millionen von der sexuellen Befriedigung ausgeschlossenen Maennermassen. Der wird noch weit extremer als bei den Maennern, weil Frauen im Gegesatz zu Maennern nur auf Macht oder Moneten (was bei Missbrauchbarkeit des Geldes als Machtmittel im Neoeigentumsfaschismus statt nur Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel in saeckularen Rechtsstaaten aufs Gleiche hinausleuft) anspringen, waehrend Maenner mit einer Ekelgrenze gesegnet sind.

            Seit die Ehemaenner von Herren zu Sklaven degeniert wurden, bedienen immer mehr Ehesexverweigerinnen ihre Vorgesetzten in der Lohnsklaverei auch sexuell. Die Ratte betraegt schon einen Drittel, waehrend von den Kollegen neun von Zehn und von den knusprigen Azubis neunundzwansig von Dreissig verschmaeht werden.

            Die Palette der Chefhuren (nicht nur Wolfo Witz laesst gruessen) reicht dabei von der offenen Noetigung „Wenn Sie mir keinen Blasen wirds bald eine Ostlohndoemperin tun!“ bis hin zu Jaegerinnen des gemachten Ehebettes der noch aktuellen Chefsgattin. Die Masse bewegt die Lippen um von Muskelarbeit befreit zu werden, die der sexuell befriedigte Chef dann meistens auf die maennlichen Kollegen abschiebt, oder – unter Vernachlaessigung seiner Fuehrungspflichten – selber besorgt.

            Waehrend die Anreize fuer die „serioese“ Lohnsklaverei fast weltweit positiv besetzt werden, wird die Sexarbeit in Bibeltheokratien nicht nur spirituell verteufelt, sondern mit den bereits beschriebenen – gynokratisch organisierten -konreten negativen Begleiterscheinungen bis hin zur Foerderung eines gewalttaetigen und wucherischen kriminellen Umfeldes bis zur Fastunmoeglichkeit unterdrueckt.

            Das ist der einzige Grund, warum eine Hure fuer eine Stunde Dillettantie oder gar stinkfrechem Leistungsbetrug das zwanzigfache einer Friseuese, welche den Kunden nach seinen Wuenschen bedient, kassiert.

            Eine freie Hure schafft problemlos zwanzig Schwaenze pro Tag. Abgesehen von den wenigen Nimfomaninnen nicht aus sexgeilheit, sondern aus purer Geldgier. In Feldbordellen betrugen die Spitzenleistungen bis zu 50 Schwaenzen pro Tag, ohne jegliche mechanischmedizinische Schaedigung. Der seelischen Keulung ist aber auch ein „serioeser“ Lohnsklave ausgesetzt, der pro Woche mehr als 5 mal 7 Stunden mit der Hand oder mehr als 5 mal 4 Stunden mit dem Kopf Rutine arbeiten oder ohne freien Stundenplan geistig schwerstarbeiten muss….

          • Anh Toan sagt:

            @Freiherr:Ja und Vergewaltigung ist reine Notwehr der Maenner gegen die Erpressung durch die Frauen, die die Maenner nur gegen Eheschein oder Bares (zuviel davon) lassen!! Ich rate Ihnen dringend, nach Asien auszuwandern: Hier haben Maedchen, sofern sie nicht aus der duennen Oberschicht kommen, bestenfalls vier Moeglichkeiten: Zwischen 16-20 Jahren Heirat, was Verdingung als Dienstmaedchen der Schwiegermutter bedeutet, Fabrikarbeit zu einem Hungerlohn fuer 80 Stundenwoche (unter Hungerlohn verstehe ich was anderes als Urs Brock). Bleiben bei und schuften fuer die Eltern, oder Prostitution. Diese vier Moeglichkeiten koennen allenfalls kombiniert werden (Prostitution zur Unterstuetzung der Eltern, Heirat in eine relativ wohlhabende Familie zwecks Gueterzusammenlegung etc.), grundsaetzlich sehe ich aber keinen anderen Weg fuer ein Maedchen aus armer Familie mit 3-6 Jahren Schulbildung. Hier akzeptieren die Frauen noch, dass Maenner, unverantwortlich, eigensinnig, faul, agressiv und generell weitgehend nutzlos (sie versaufen, verspekulieren oder verhuren das letzte Vermoegen der Familie) aber dennoch der Boss sind. CH-ZGB bis ca. 1980: Der Mann ist das Haupt der Familie, die Frau fuehrt den Haushalt ist hier noch tief in der Gesellschaft verankert: „Schoene alte Welt!“

          • Anh Toan sagt:

            @Freiherr: Wenn Sie von einer Coiffeuse eine halbe Stunden Dienstleistung kaufen, diese jedoch waehrend dem Erbringen der Dienstleistung als Ihr Eigentum, Ihre Sklavin betrachten, werden Sie mit Sicherheit eine Dienstleistung erhalten, die Sie als „Dillettantie oder gar stinkfrechem Leistungsbetrug“ (Orthographie/Deklination ist von Ihnen), beschreiben koennen. Huren sind Maedchen die Geld brauchen. Punkt.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan:

            Sie sind wohl eher ein sich outender Faen als ein Feind der durchgeknallten Aussenclownin:

            Hab genug Suedostasienerfahrung.

            Vor zwei Generationen lebten Mann und Frau noch friedlich zusammen. Und wissen Sie was, die Frauen waren noch viel gluecklicher als heute! Auch wenn sie schon lieber 1-6 x 10 Minuten einem Turi noch ehrllich (statt mit leistungsbetruegerischem Terror bis hin zu zu Anschlaegen mit biologischen und chemischen Waffen von Aids ueber KO-Pillen bis hin zu veritablen Stinkbomben) beischliefen als 10 Stunden Reis ernteten!

            Heute treumen fast alle in den USA Professor zu werden. Titel sind viel wichtiger geworden als Titten. Und bis dann studieren und sticken oder stricken sie lieber nur, als mit Muskeln und Lippen (auch) die gemeinsame Wohlfahrt und das gemeinsame Wohlbefinden zu foerdern!

            In den kommunistischen Staaten waren die Frauen schon laengst gleichberechtigt. Und sogar dahingehend privilegiert, dass sie vom Dienst an der Waffe in Friedneszeiten ganz dispensiert und hoechstens kurzfristig im Krieg und bei der Bandenbekaempfung im Innern als Traegerinnen oder Betreuerinnen requiriert werden.

            Uebrigens, dolle Masche, Schweizer KMU-Buchhaltungen ins billige Vietnam auszulagern. Fast so doll wie „Schweizer“ Baenkster die ihre Kunden“geheimnisse“ caymanesischen Betruegern des Schweizer Fiskus, indischen Datenhaendlern, oder gar dem IRS der USA verraten….

            *Ironie ein:* Wirklich Dolle NWO. Besonders – aber nicht nur(!) – fuer Kinder und (noch echte!) Maenner….

          • Anh Toan sagt:

            @Freiherr: „The Times they are a changin“ Bob Dylan 1964: Leben Sie damit, oder das Leben bestraft Sie!

          • Anh Toan sagt:

            @Freiherr nochmals: Bereits an anderen Orten habe ich Ihnen fuer „durchgeknallte Aussenclownin“ die Maximalpunktzahl verliehen, und mich damit klar von ihr distanziert: Es ist schlicht dumm, denn sonst waere es Amtsmissbrauch, feministische Standpunkte gegenueber Gadhafi zu vetreten, sie hat uns das Problem eingebrockt, Merz hats nur nicht geschafft es zu loesen, Couchepin durfte nicht, solange das Problem noch loesbar war. Daneben gaebe es noch viele Punkte, aber wie kommen Sie darauf, dass ich mich als Fan von MCR geoutet habe?????

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Toan:

            Wer der globalen Befreiung von Frauen von ihren traditionellen Pflichten das Wort redet, muss sich den Verdacht gefallen lassen, mit der Aussenclownin zumindest unheilig alliert zu sein; auch wenn er sie bei einem ihrer gigantischsten Fettnaepfe, der Misshandlung des Genfer Diplimatenmisshandlungsskandals, kritisiert….

            Mir ist es immer noch lieber, wenn in Asien erwachsene Frauen ernten, die jederzeit waehlen koennen, ob sie lieber mit den Muskeln viel oder Lippen wenig arbeiten wollen, als wenn in der Schweiz Verdingkindsklavinnen schon in den ersten paar Schuljahren nicht nur (an extrem langen Sommertagen!) vom Morgengrauen bis zur Abenddaemmerung gratis ernten, sondern daneben privilegierten Kasten auch noch als kuerzlich legalisierte Gratissexsklavinnen herhalten muessen…..

            Die tiefen Frauenloehne kommen auch in Asien nicht von ungefaehr. Wenn in der Schweiz ein Eisenleger allein eine ganze Decke bindet, und dabei vom Polier pausenlos gehetzt wird, setzen sich auf asiatischen Baustellen – deren Frauenquote (noch) nix zu wuenschen uebrig laesst – vier Frauen vor die Armierung einer duennen Mauer eng nebeneinander, labern miteinander, und alle paar Minuten wird gar ein bisschen gebunden. Auch in Fabriken und insbesondere Kaufhaeusern ist die „Arbeit“ vor allem ein gesellschaftliches Event zum Traening der Sozial“kompetenz“ beim sinnfreien Schwatzen: Ein Mann ein Wort, eine Frau ein Woerterbuch, zwei Frauen eine Bibliothek!

  • Michael Schwarz sagt:

    Die mikroökonomische Lehre des Nachfrage und Angebotes, hat seit der Formulierung Adam Smiths weiterhin seine Gültigkeit. Wie kommt zum Marktversagen, weil der Mensch in dem Markt operiert, versagt – Marktsagen gleich Versagen der psychologischen Wahrnehmung des Menschen. Wie gesagt, menschliche Instinkt und Emotion sind stärker als menschlicher Vernunft. Dies sind der menschliche Stärke und gleichzeitige seine Schwäche.

    • Urs Brock sagt:

      Ja stimmt, wenn es etwa einen grossen Ueberschuss an Frauen hätte könnte ich irgendwann nicht mehr… Ich bzw. der Markt würde versagen weil Angebot und Nachfrage nicht übereinstimmen…

      Aber dann, wann tun diese das wirklich jemals? Die unfähigkeit von Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht sein zu können… Können die beiden das überhaupt? Meiner Meinung nach nie… gar nie. Das was wir als Markt bezeichnen wollen wir am Ende ja nicht mal und mal ehrlich, warum auch sollen wir das wollen…

      Was wir wollen ist Sicherheit, Ob nun Konzern, KMU, ein Land und dessen Bewohner. Sicherheit und Berechenbarkeit. Genau aber das können uns liberalisierte Märkt niemals geben… warum also erzwingen wir diese und müssen uns und anderen laufend von deren angeblicher Eigenintelligenz überzeugen nur um im gleichen Augenblick Gegenstrategien zu suchen?

      Grosse und grösste Unternehmen schützen sich vor den unwägbarkeiten liberalisierter Märkte mit allen erhältlichen Methoden und Strategien. Eine davon sind etwa möglichst total liberalisierte Arbeitsmärkte… Humane Ressourcen denen ein Inhumanes Attribut aufgezwungen wird um möglichst Effizient in die Bilanzen eingebaut werden zu können.

      Diese Hysterie was die absoluten aber nie bewiesenen Fähigkeiten liberalisierter Märkte anbelangt ist völlig fehlgeleitet und wird niemals passen. Alle streben deshalb nach bestimmten Stellungen (Oligo, Monopole) um sich davor zu schützen…

      Die einzigen die heute keinen Schutz vor den Unwägbarkeiten der Märkte geniessen sind die Nationalstaaten sowie das Heer der Arbeitenden Bevölkerung. Diesen beiden wird zugemutet sich schutzlos den Märkten auszulieferen… Dies mit so hohlen Attributen wie Eigenverantwortung. Eigenverantwortung als Rechtfertigung dafür das sich die Investoren in ihren Steueroasen zurücklehnen können und sich um nicht’s weiter in der Gesellschaft zu kümmern brauchen… deren Infrastruktur aber liebend gerne benutzen.

      Selbst Adam Smith war nicht der fanatische Marktliberalisierer als der Er immer hingestellt wird. Adam Smith hat durchaus verstanden das liberaliserte Märkte Schäden anrichten . Adam Smith hat auch erkannt das in liberalisierten Märkten irgendwann der stärkste und rücksichtsloseste der einzige Gewinner ist… Adam Smith hat bereits in seinen Beobachtungen davor gewarnt…

      Aber die Neoliberalen Jünger der letzten +20 Jahre haben nicht mal das Begriffen oder Sie wollten nicht.. nach bald mehr als 200 Jahren Zeit zum lernen, beobachten und verstehen.

      • Freiherr sagt:

        @ Herr Brock:

        Wenn die Wohnungen unerschwinglich werden, leben immer mehr im Wohnwagen, im Zelt, auf dem Trottoir oder in der Massenunterkunft des Lohnsklavenhalters.

        Wenn Ehefrauen nur noch ewigen Ruin statt Betreuung „garantieren“, reiben sich immer mehr zuerst den Unterbauch, bis sie ein – nicht immer kanonisches – Notventil suchen.

        Wenn das Brot fuer abgezockte Lohnabhaengige unerschwinglich wird, und Marie Antoinette von Kuchen nur hoehnt, statt solchen verteilt, reiben sich immer mehr zuerst den Oberbauch, bis sie revoltieren und den Rasoir de la Nation anwerfen….

      • Freiherr sagt:

        „In den letzten fünfzehn Jahren ist die Arbeitsproduktivität um 29 Prozent gestiegen. Die Reallöhne sind in der gleichen Periode bloss um 5 Prozent angestiegen.“

        http://www.bernerzeitung.ch/wirtschaft/karriere/Alle-haben-mehr-Ferien-noetig/story/30996112

        Somit hat der Kapitalschmarotz in nur 15 Jahren Loehndoemping 24 Prozent mehr abgefischt. Dazu kommt die Explosion der Wohnungsmieten und die horrenden Abschmelzpansionskassenabzuege fuer die weitere Ueberfettung des Kapitalschmarotz, plus die Explosion der Sozialabgaben- und Steuerlast fuer den Sozialschmarotz des Lohndoempernachzuges. Kein Wunder bleibt da nix mehr auch noch fuer die Sinekure einer Erwerbsfaulen….

        • Urs Brock sagt:

          Ja genau, die Produktivitätssteigeerungen sind gigantisch im Vergleich zum Rest. Abfischen ist da ein fast schon höflicher Ausdruck.

          Die Produktivitässteigerungen werden ausnahmslos den Investoren/Aktionären zugedacht wärend alles andere weiterhin zur Enthaltsamkeit aufgefordert/gezwungen wird… Aber dann, das ist ja auch so gewollt und nicht’s anderes als die Shareholdergesellschaft wird damit bedient. Wobei sich dummerweise jeder beleibige Kleinaktionär an seinem Handelsplatz zu Hause am Computer zu den Shareholdern zählt…

          Die Einkünfte auf Kapitaltransaktionen haben den viel habenden bereits wieder zu Vermögen und Einkünften verholfen die höher sind als vor der Finanzkrise.

          Nicht in die Produktivitässteigerungen einfliessen tun die Löhne, Steuern und Abgaben aber auch die Renten bleiben aussen vor. Gerade bei den Rente (natürlich nur bei den staatlichen) wird gerne mit schwamigen Demographiekatastrophen argumentiert, doch wenn man die Produktivitätssteigerungen mit einbeziehen würden gäbe es kein Rentenproblem.

          Das gegenseitige Ausspielen der alten und jungen Renteneinzahler/bezüger ist eine dem typischen Neoliberalen Zeitgeist geschuldete Sozialpolitische „sauerei“… pardon ! Eine weitere Listigkeit ist das einfrieren der Budgets für Gemeinden, Städten, Kantonen und beim Bund. Wärend alles andere gerne steigen darf wird hier wo für den Bürger was zu machen wäre einfach das Budget gekillt nur um daraufhin gleich wieder mit Steuersenkungen zu kommen.

          Wärend der gemeine Steuerzahler ein paar Zehnernötli weniger Steuern zahlt sind es bei den Investoren Millionen die eingespart werden. Die eingespaarten Zehnernötli werden aber mit der andern Hand mehrfach weider eingesammelt mit höheren Abgaben weil der Staat ja sparen muss.

          Listig (Frech, Unverschämt) wie da mehrere Generationen von abhängig Beschäftigen über einen bis mehrere Tische gezogen werden, aber es wird schon seinen Grund haben das der Produktivität nicht die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt wird wie den Gewinnen und sonstigen geläufigen Kennzahlen…

          Löhne +5% das ich nicht lache. Würde endlich mal der Warenkorb entsprechend zusammengestellt so das dieser die tatsächlichen Ausgaben reflektieren würde… die Löhne würden in vielen Fällen sogar sinken.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Brock:

            Ich bin halt zur Hoeflichkeit erzogen;-)

            Die Hauptschuld daran, dass der Kapitalschmarotz nun fast den ganzen Produktivitaetsfortschritt abfischt, tragen die roten Illusionisten. Auch der GroePaz hat nicht immer unrecht. Als er in einer Arena ein Scheingefecht gegen das Lohndoemping gegen einen davon begeisterten Arbeiterverreter fuehrte, seufzte er schliesslich: „Eigentlich mach ich ja jetzt die Arbeit der Gewerksachften!“.

            Die Roten waren erfolgreich – und haetten noch erfolgreicher werden koennen – wenn sie konsequent die Interessen der Lohnsklaven weiter verfolgt haetten. Eine Partei, die einerseits kaum noch den Teuerungsausgleich erreicht – und den Rentnern gar keulen laesst, und andererseits das Abfischen fuer den erwerbsfaulen Sozialschmarotz so maximiert, dass dem Erkrampfer oder Sicherer des BruttoSOZIALproduktes (das viel kleinere BIP ist Streusand fuer Thumbe) bald goar nix mehr bleibt, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Fleissigen sogar zu den die Vermoegenslosen immer dreister die primitivsten Grundrechte bis hin zur Apartheid ala Nazis und Buren selektiv keulenden Braunen ueberlaufen….

      • Michael Schwarz sagt:

        @Urs Brock: Wenn ein CEO wie Ospel über liberale Wirtschaft spricht, zitiert er gern Adam Smith, obwohl er niemals das ganze Buch gelesen hat, weil wenn er Ganzes gelesen hätte, hätte er Adam Smith nie zitiert. Unsere Hochschule produzieren Halbwissenden, nichts ist gefährlich als Halbwissenden, weil man nicht weiss was die wirklich darauf haben, ist es ein leichtes Spiel, dass sie hinter dem Diplom verstecken und überall mitreden können. Die Finanzkrise ist auch eine Krise des Hochschulsystems. Den Begriff „Lernen“ müssen wir darüber neu nachdenken.

        • Freiherr sagt:

          @ Herr Schwarz:

          Ein Quereinsteiger plusterte sich mal mit dem Spruch auf: „Es ist nicht alles gut, nur weils bis heute so gemacht wurde.“

          Ein hochkaraetiger Frontexperte entgegnete: „Es ist auch nicht alles Seich, nur weils bis heute so gemacht wurde.“

          Fuehrung muss bei von der Pike Gedienten Fronterfahrenen mit dem Marschallstab im Rekrutentornister bleiben. Geisteswissenschafter koennen in Staeben beim Braeinstorming helfen. Aber ohne Fronterfahrung sind sie konsequent von der Befehlsgebung auszuschliessen. Das Prinzip hat sich beim Schweizer Aerar bestens bewaehrt. Auch andere Staatsorganisationen funktionierten fast perfekt, solange Geisteswissenschafter entweder nur ohne Bonusse aufgenommen, ausgebildet und frontgestaehlt wurden, oder aber reine Stabsfunktionen ohne jede Befehlsgewalt bekleideten.

          Der professorale Elfenbeinturm ist auch nur sehr bedingt praxistauglich. Schon wegen dem fehlenden Praxisbezug. Geisteswissenschaften sind zudem fuer Irrlehren anfaellig, So sind heute Anwaelte nicht mehr den Interessen ihrer Klienten sowie Verfassung und Gesetz verpflichtet, sondern irgendwelchen Empfehlungen von demokratisch nicht legitimierten Gynokratinnenkommissionen oder gar von privaten Versicherungsgaengstern, und haben bald wieder nur noch die Funktion von vornapoleonischen Fuersprechern vor den absolut herrschenden Voegten der EE Gnaedigen Herren von Bern.. Aerzte lassen sich jetzt schon in Friedenszeiten von Versicherungsjuristen in Arbeitsunfaehigkeitsbeurteilungen labern. Nazoecken haben sich schon laengst disqualifiziert, und auch der Nimbus der Betriebswirte hat sich in Milliardenverlusteklats aufgeloest.

          Bevor ein System fahrlaessig oder gar gewinnsuechtig umgemodelt wird, sollte man(n) sich stets ueberlegen, warum es so gebildet wurde. Der Grosse Fritz erfand die Beamten. Nicht nur zum Wohle seiner Untertanen und schon gar nicht dem der Beamten, sondern zur Maximierung der Rechtssicherheit und Keulung der Korruption. Als die Braunen, Gelben und gar trotz zum Teil gewekschaftlicher Basis auch Schwarzen zum Halali auf die „Privilegien“ der Beamten und deren Keulung bliesen, blieb das Corps Professoral stumm. Jetzt sehnen sich aber immer mehr nach einem Corps Adminstratif zurueck, das wieder Recht und Gesetz statt dem Hintern des Vorgesetzten und tagespolitischen Pressionen korrupter Politiker im Solde gewinnsuechtiger Konzernherren verpflichtet ist….

          • Michael Schwarz sagt:

            @Feiherr: die Krisen können mit den ökonomischen Grundregeln, die während eines Wirtschaftsstudiums gelernt hat, einfach vermeiden. Die Entstehung der Krise geht immer auf die Verletzung der ökonomischen Grundregel zurück. Das sollte auch für Sie verständlich sein. Die Menschen, die die ökonomische Grundregel verletzen, haben in Eliteunis studiert, von Dozenten wie Krugman bzw. unterrichtet wurden. Diese Problematik habe ich in meiner vorherigen Beiträge bereits behandelt.

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Schwarz:

            Warum werden sie dann nicht vermieden? Die Volkswirtschaft steckt schon laengst in der Schlamastik. Und jetzt gar auch Konzerne. Ohne dass Professoren oder von diesen Gebildete je rechtzeitig Alarm geschlagen haetten. Mit Ausnahme der (leider vergeblichen) Klage gegen die Keulung der DM (und damit fuer die Abtreibung statt ruinioeser Missgeburt des EURO) ganzer 4 deutscher Professoren in ganz Euroland….

            Die SBB wurden 1902 von gewinnsuechtigen und inbezug auf das Leben von Passagieren und Bahnpersonal gewissenlosen privaten Abzockern auch noch in den finanziellen Ruin geritten total verludert verstaatlicht, und bluehten vor der quersubventionierten Schmutzkonkurrenz der privaten Strassenfuhrhalterei sogar gewinntraechtig auf dem Puckel kleiner Beamtenloehnli auf. Die PTT gab von 1848 bis zur Privatisierung kaum je zu nennenswerten Reklamationen, insbesondere an der umfassenden Versorgung aus der Portokasse des kleinen Stimmbuergers Anlass.

            Hat irgend ein Oeck vor der (Re)privatisierung mit Keulung der Verkehrssicherheit sowie des Post- und Ferhmeldegeheimnisses und des guenstigen Vollservis am Kleinkunden gewarnt?

            Zigmilliarden Staatsobligationen werden zinstraechtig an Baenkster verschleudert, denen dann mit deren Lombardierung Geld zum Fastnullzins ausgeworfen wird.

            Matemariker (Naturwissenschafter) berechneten bei Erhoehung der Haftpflichtsummen die bescheidenen Paraemienzuschlaege fuer GAU-Ruecklagen. Die Oecken und Juristen verteilten dann einen viel zu grossen Teil davon waehrend Jahrzehnten an die Aktionaere. Tritt dann auch nur ein Mini-GAU ein, werden die betroffenen Unfall- und Haftpflichtversicherungsopfer mit falschen Copypastegutachten von Moechtegernmegeles als Zudiener von Versicherungsjuristen, die von der Versicherungsjuxtiz gedeckt statt gedeckelt werden, um ihre Genutuungen und Entschaedigungen ganz geprellt oder in der Hoehe der Haftpflichtpolicen von vor 50 Jahren mit einer Haftungsbeschraenkung auf 50 000 Fraenkli im einstelligen Prozentbereich der gesetzlichen und vertraglichen Ansprueche bebrosamt….

            usw. pp

          • Urs Brock sagt:

            Freiherr sagt: 15. Februar 2011 um 17:42

            Das hier:

            …Jetzt sehnen sich aber immer mehr nach einem Corps Adminstratif zurueck, das wieder Recht und Gesetz statt dem Hintern des Vorgesetzten und tagespolitischen Pressionen korrupter Politiker im Solde gewinnsuechtiger Konzernherren verpflichtet ist….“

            interessiert mich. Haben Sie da Hinweise auf irgendwelche weiterführenden Artikel? Würde mich interessieren wer dafür einsteht?

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Brock:

            Wer soll wofuer einstehen?

            Hats im Grossdeutschen Reich ausfuehrliche Artikel ueber den wahren Verantwortlichen fuer den Verlust einer Armee in Salingrad gegeben? Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst. Jetzt haben Lug und Trug schon im Frieden Treu und Glauben verdraengt!

            Zwei Beispiele von Vielen:

            Ein Lehrer macht von seinem bundesgerichtlich bestaetigten Menschenrecht auf Freiheit von Religion Gebrauch und haengt in „seinem“ Schulzimmer das Kruzifix ab und haendigt es seiner vorgesetzten Behoerde aus. Ein Jahr spaeter wird er aus vorgeschobenen Gruenden fristlos entlassen. Frueher wurden aus politischen oder gar nur religioesen Gruenden abgewaehlte Beamte voll pansioniert, statt mit Vorwaenden ohne Pansion in die Gosse geworfen.

            Rotierende Finmabaenkster (statt bewaehrte staatliche Karrierebeamte) brechen im Amt das Schweizer Bankgeheimnis zuerst im Dutzend, dann in hunderten und dann in zigtausenden von Faellen, um ihre UBS-Pansion (die sie neben dem rund dreifachen Lohn eines nichtgeldadeligen Beamten mit vergleichbarem Aufgabenbereich kassieren) zu retten. Sie werden durch alle Boeden beguenstigt. Ein Baenker, der ein caymanisches Bankgeheimnis zur Defraudation von Schweizer Steuern den Schweizer Steuerbehoerden offenbart, und dafuer vom zustaendigen Tatortstaat Cayman untersucht wird, wird in imperialer Manier in Zuerich nicht nur auch strafverfolgt, sondern nach seinem Prozess gar verhaftet. Ob er seine U-Haft ueberlebt ist nach der Serie von „Selbst“morden politisch missliebiger Haeftlinge in Schweizer U-Haft alles andere als garantiert…..

            Das Nein zur Entwaffnung war die erste Watsche des Volkes gegen die Gynokratie. Nach deren gross abgefeierten Erfolgen fuer die Keulung der Redefreiheit des Suveraens mit dem selektiven Politterrormaulkorb und der Keulung des Rechtsfriedens mit ewigen Unverjaehrbarkeiten. Das wird aber in den Massenmeinungsverbildungsmedien als Sieg der rueckstaendigen Schweiz (wobei fuer die Greuelpropaganda nebst einem Bundesrat mit Narrenkappe gar ein baertiger Musikkapellmeister in Tirolertraditionsuniform aus derm Suedtiroler Reschen als schechtes Beispiel herhalten muss) gegen die „moderne“ kaschiert.

            Bei der massenmedial gross abgefeierten Missgeburt des EURO gabs nur ein paar Artikel ueber die „rueckstaendigen“ Deutschen Professoren, die versuchten die DM juristisch zu retten (die dann aber vom Verfassungsgericht politisch gekeult wurde). Es sind auch ein paar Kommentare von nicht baenksterhoerigen hochkaraetigen Schweizer Experten sogar in diesen Spalten dieser Zeitung durch die scharfe Zensur gerutscht. Aber ausgraben (lassen) muessen sie sie selber, wenn sie inzwischen nicht restlos geloescht wurden….

            Familienfreiheit, andere Grundrechte, Zensurfreiheit, Gewaltentrennung usw pp: Alles nur noch Geschichte!

          • Urs Brock sagt:

            Freiherr sagt: 17. Februar 2011 um 05:56

            Naja, wer mehr „Beamte“ und Aufsicht will… wollte ich wissen. Ist in den üblichen Hauptmedien so nicht wirklich ein Thema. Oder?

            Den einzigen EURO Kritiker den ich kenne ist A. Schachtschneider, Prof. für Staatsrecht (ich bin froh um jeden Nichtökonomen der uns mal ein andere Denkgerüst vermitteln kann als diese Neoliberalen Einfaltspinsel) und der hat eigentlich ganz gute Ansätze, aber da bin ich nicht mit allem einverstanden…

            Sehr gute Grundsätze finde ich auch bei http://www.rat-kontrapunkt.ch/ Die publizierten Artikel dort sind höchst interessant…

          • Freiherr sagt:

            Ich bin der Letzte, der sich nach einem allmaechtigen Beamten- oder gar Polizeistaat sehnt. Aber genau der wird mit dem Erwachsenen“schutz“ bis hin zur willkuerlichen FFE-„Schutz“haft gar auch in privaten Heimen und Haushalten eingefuehrt. Eine auf einem nun fett honorierten Vormundschaftsbehoerdentron sitzende „Fach“beamtin mit einer durch Scheidung gekulten Ehe als einzigem „Ausweis“ ihrer Sozial“kompetenz“ kuemmert sich nicht mehr nur um die Beduerfnisse ihres Muendels, sondern schreibt dessen Umfeld gar bis hin zu Exfamilienangehoerigen vor, wie sie sich zu verhalten und gar was sie zu blechen haben!

            Der jetzt gekeulte traditionelle Beamte hatte traditionell beschraenkte Zustaendigkeiten im Rahmen von ratifizierten Gesetzen und Staatsvertraegen. Er war in Bezug auf die Amtsfuehrung scharf disziplinarisch kandariert und wurde bei Amtsmissbrauch schon eh und je auf die Strasse gestellt. Jedes Geschaeft wurde separat gefuehrt, und nicht zB ein Adoptionsverfahren mit Erbschlich von sich schon laengst von ihrem Vater abgewandten Soehnen vermengelt.

            Macht vertraegt kein Vakuum. Wo nicht von einem starken Staat mit einem griffigen Sklavereistrafartikel mit hohen Mindestfreiheitsstrafen und absolutem Verbot des Sex mit Kindern rechtzeitig eingegriffen wird, wenn private Macht gegen den schwachen Mitbuerger missbraucht wird, schleicht sich private Geld- oder gar Leibsklaverei ein!

            Wir sind auf dem schlechtesten Weg (zurueck) zu einem Neofeudalismus mit Blocherschen „Meistersleuten“, die sich Rund um die Uhr auch in das Privatleben ihres „Gesindes“ einmengeln, und Vormundschaftsgynokratinnen, die sich – soweit ueberhaupt noch vorhanden – um Recht und Gesetz futieren und mit Hilfe von ruinoesen Kinderhaendlerbanden und „Pflege“sklavInnenhaltern wieder so willkuerlich herrschen, wie weiland die Landvoegte und ihre nur ihnen statt Recht und Gesetz verpflichteten Polizei- und anderen „Verwaltungs“buettel.

            Der Rechtsstaat ist nicht garatis. Aber er war – auf Bundesebene – vor dem Versagen der Schwatzbuder bei der Qualitaet und dem Schutz des kleinen Buergers und Konsumenten Weltspitze, und bei den Kosten unter ferner liefen, zumal ein immer groesserer Anteil der Beamtenloehnli als Steuern aller Unart in die Staatskasse rezikliert wurde.

            Je kleiner der Kanton oder die Gemeinde, umsomehr herrscht(e) der Vetter (und jetzt auch noch die Base), statt Recht und Gesetz….

          • Urs Brock sagt:

            Freiherr sagt: 17. Februar 2011 um 11:41 ;

            Und wie ich dem ; „….wenn private Macht gegen den schwachen Mitbuerger missbraucht wird, schleicht sich private Geld- oder gar Leibsklaverei ein…“ zustimme.

            Henri Lacordaire; 1848: „…Zwischen den Starken und den Schwachen, zwischen den Reichen und den Armen, zwischen dem Herrn und dem Diener, ist es Freiheit welche Unterdrückt und Gesetze die Befreien…“

            Der Filzberg in meiner Wohngemeinde ist so gross das man den schon gar nicht mehr sieht und der Mensch gewöhnt sich ja an vieles. Lokal/Regionale Vetterliwirtschaft inkl. einer Portion Folklore nach bald 40 Jahren Parteimono bzw. Oligopol sitzt hier im fetten Nest. Resultat ist primär eine Poltik für das lokale Gewerbe…inkl. die besser verdienden auf dem Hügel weiter oben über dem Pöbel… danach kommt lange niemand mehr. Die massiven Landumzonungen haben einige lokale Millionäre generiert, die Gemeinde aber hat die zustehenden aber freiwilligen Grundstücksteuern nicht kassiert und spart weiter an kommunalen Leistungen. Man kennt sich ja…

            Auch bei oberflächlicher Betrachtung kann man sich dem Eindruck nicht entziehen das hier immer die gleichen Taschen, etwa in Form von irgendwelchen Projektstudien, bedient werden… Volksabstimmungen deren Ergebnis man eigentich nicht möchte werden solange verzögert bis der Gewerbeverein diese eines Tages im Gemeindeblättchen mit eigenen Anforderungen umdefinerien darf…

          • Freiherr sagt:

            @ Herr Brock:

            Auslaender sind bis hin zu Asylbetruegern sind inzwischen unter die Finanzierung und den Rechtsschutz des Bundes gestellt. Aber die eigenen vermoegenslosen Waisen, Arbeitslosen, Invaliden, (echten!) Witwen und Alten sind wie eh und je zumindest inferiorer Sparwut, wenn nicht gar auch purem Sadismus ausgeliefert….

            Es ist nix dagegen einzuwenden, wenn die Gemeindebonzen – im Rahmen des uebergeordneten Strassenverkehrsrechtes – ueber die Farbe von Schachtdeckeln werweisen, kommissionieren, debattieren und schliesslich auch befinden. Aber bei der Armenverwaltung und gar Anmassung der Verwaltung von ganzen (Ex)Familien muss ihnen schaerfstens auf die Finger nicht nur geschaut, sondern noetigenfalls auch nachhaltig geklopft werden…..

        • Urs Brock sagt:

          Die heutigen Ausbildungssysteme sind in der tat so strukturiert das den Studierenden eigentlich keine Zeit mehr gelassen wird um wenigstens einen gewissen grad an Erleuchtung zu erlangen. Eigentlich ist das auch gar nicht mehr erwünscht… jahrlanges Studium und Nachdenken ist viel zu Ineffizient.

          …und wie wir alle darauf reinfallen und uns belabern lassen von den Neoliberalen Privatisierungsideologen die nicht’s anderes im Sinn haben als an die Milliarden des Bildungsmarktes zu gelangen der aktuell noch von staatlich/demokratischer Seite kontrolliert wird. Aber auch hier das ewig gleiche Schema, zuerst schlecht reden, dann die Budgets kürzen… die Leistung der staatlichen Bildungssysteme wird schlechter (klar wie auch sonst soll das am Ende aussehen)… die Lehrer und alle anderen an den staatlichen Bildungssstemen Beteiligten werden über Jahre denunziert… es wird nochmal gespart… viele Eltern glauben nun schon fest an die ultimative Ueberlegenheit privater Bildungsinstitute und bezahlen freiwillig mehr als diese je über höhere Steuern bezahlen müssten usw…

          Das gleiche gilt eigentlich für alle staatlich/gemeinschafltich finanzierten Systeme die privatisiert worden sind… es werden grundsätzlich die Profit- und Renditeansprüche der Investoren unterschätzt. Ebenso wird die Kontinuität dieser Ansprüche unterschätzt… es muss jedes Jahr mehr werden.

          • Michael Schwarz sagt:

            @Urs Brock: Ich bin mit Ihnen die gleiche Meinung, deshalb bin ich für einen Zugangsliberalisierung der Unis, und gleichzeitig die Abschaffung der FH. Somit können das Finanzmittel auf die Uni fokussieren, wodurch die Qualität der Hochschulausbildung und die Qualifikation der Dozenten sich bessert wird. Das parallele Hochschulsystem kostet nicht nur viele Ressourcen, gleichzeitig bessert nicht die Ausbildungsqualität der Unis und FH, besser wäre es, dass Uni und FH fusionieren, das Ressource gemeinsam nutzen können.

  • Freiherr sagt:

    Wie der Arbeits- und Wohnungsmarkt wurde auch der Sex- und Ehemarkt in Bibeltheokratien durch eine verfehlte Politik zum Erliegen gebracht. Das gaengige christliche Geluebde im Wilden Westen lautete fuer den Mann „und alle meine irdischen Gueter geb ich Dir“ und fuer die Frau „schwoere ich Dir Gehorsam bis zum Tod“. Die reliigioesen Pflichten des Ehemannes wurden im bigotten angloamerikanischen Unrechtsraum perfektioniert (sogar – im Gegensatz zur Schweiz – auch fuer den Kapitalschmarotz und nicht nur fuer das – auch zukuenftige – Erwerbseinkommen) und staatlich gar nicht nur bis zur Scheidung, sondern (in der Schweiz gar wieder mit Hilfe des mittelalterlichen Schuldturms) bis zum Tod durchgesetzt. Die (freiwillig eingegangene) religioese Gehorsamspflicht der Frau wurde jedoch staatlich zu einem auch bei kleinen Kindern oder Kuckucken in der Wiege sofort durchsetzbaren Weglaufrecht pervertiert, das sogar in der Lohnsklaverei zu Schadenersatz verpflichtet, statt ewiger Sinekure berechtigt….

    In saeckularen Rechtsstaaten beschraenkt sich staatliche Zivilstandsverwaltung (die sich auf die Registrierung von frei gewaehlten Zivilstaenden – Ehe, Adoption, Trennung, Scheidung – durch eine Verwaltungsbehoerde beschraenkt), ohne gegenseitige oder gar einseitige gesetzliche Sippenhaftungen fuer muendige Erwachsene zu instaurieren. Die staatliche Justiz beschraenkt sich dort auf die Beurteilung vertraglicher Streitigkeiten, wobei auch Ehevertraege respektiert statt ignoriert werden. Das religioese Zivilstandswesen funktioniert absolut unabhaengig vom staatichen und es wird von jeglichen gegenseitigen Einmengelungen abgesehen. Sowohl Mann wie Frau bleiben von religioesem Schaumschlag unbehelligte Buerger ohne unkuendbare gesetzliche Dauerschuldverhaeltnisse und mit gesetzlich auf ein Einkommen von sechs Monaten beschraenktem vertraglichem Rechtsschutz. .

    Die ganze forcierte Inzucht-Datingunkultur (ergaenzt mit Keulung der globalen Ehefreiheit durch „christliche“ Apartheid und Aushebelung der globalen Freiheit der Ehevermittlung mit abstrusen Gebuehren und Sicherheitsleistungen) ist fuer die Fuechse. Der Mann versucht, seinen bigottgynokratischen sexuellen Notstand wieder einmal loszuwerden, Und die Frau will den von manuellen oder gar sexuellen Gegenleistungen befreiten Megascheck Eheschein im Handtaeschchen, bevor sie geruht die Lippen zu bewegen. Die Restauranteure und die Blumenhaendler freuts, fuer die Zahler bleibt jedoch nur wenig Lust und ewiger Frust….

    • Pumuckl sagt:

      Boahhh. Jetzt bin sogar ich platt. All dieser Frust, der aus diesen Zeilen tropft müsste für wesentlich mehr als ein Menschenleben reichen.

      • Taric Trent sagt:

        Ab in den Mamablog mit dir Mädchen.

        • Freiherr sagt:

          Wenn die Zensur hier so neutral waere wie bei der Binswangere gynokratisch, waere sie (oder gar er?) fuer den ueblen persoenlichen Angriff vor- oder wenigstens nachzensuriert worden….

      • Freiherr sagt:

        Die Wahrheitsallergie der Gynokratinnen und ihrer Lila Pudel wird den Untergang des Abendlandes nicht aufhalten, sondern beschleunigen….

  • Taric Trent sagt:

    Das ist kein Markt, es wird weder getauscht noch für den Verkauf produziert noch sonst irgendwas Markt-ähnliches. Aber wer sich in der bürgerlichen Ökonomie auskennt, weiss woher der Müll kommt: Die Angebots- und Nachfrageideologie wird hier als Wesen des Marktes verklärt, die Wertschätzung, in der ökonomischen Theorie überhaupt die psychologische Verlängerung des objektiven Werts in den Menschen, ist am „Liebesmarkt“ eben tatsächlich nur Wertschätzung und hat keine objektive Seite. Daher fühlen sich Ökonomen bemüssigt, ihren Senf auch noch zur Partnerküngelei abzugeben, obwohl bei der im Normalfall seit ein paar Jahrhunderten keine ökonomischen Interessen eine Rolle spielen. Es ist halt so wie Marx gesagt hat, der Wert ist der Springpunkt um den sich das ökonomische Verständnis dreht, auch weil durch den bürgerlichen Wertfetisch eben so Mist herauskommt wie ein Marktversagen in Liebesdingen.

    • Urs Brock sagt:

      Ohne ihre Worte im Sinn verdrehen zu wollen…

      …fairerweise müsste man vieleicht doch feststellen das zumindest die Gene getauscht werden. Dies nachdem diese mit maximaler Verkaufstaktitk an den Mann bzw. die Frau gebracht wurden…

      …produziert wird dann ja auch noch… und das wird dann ja auch gleich vermarktet. Zuerst die Gebärkurse, Hebamenunterricht, Versicherungen aller Art, frühkindliche Ausbildung, Kindergarten, Primarschule, Sportgeräte, Spielzeug…

      …und streng genommen hört das nie mehr auf…

      • Anh Toan sagt:

        @TT: …..“zur Partnerküngelei abzugeben, obwohl bei der im Normalfall seit ein paar Jahrhunderten keine ökonomischen Interessen eine Rolle spielen“ Sind Sie da sicher?

        • Taric Trent sagt:

          @Toan: Naja auch wenn schon dann höchstens die eigenen. Vielleicht bin auch auch idealistisch wenn ich mir so Artikel über Partnervermittlungsbörsen aus der Ukraine anschaue, aber ich dachte bisher im Normalfall entscheidet man sich in diesen Breitengraden für die Liebe nicht über das Portemonnaie.

          @Brock: Und duschen sie dann ab, also sehr viel Gebrauchswert ist da nicht rum. .. Ich glaube die Vermischung dieser Sphären Ökonomie und Liebe kommt auch dadurch zustande, dass man in beiden Veranstaltungen seinen Vorteil sucht. Der Ökonom entdeckt da doch gleich wieder seinen Homo Oeconomicus und kann auf Entscheidungsstrategien und Momente abheben.

          • Anh Toan sagt:

            @TT: „ich dachte bisher im Normalfall entscheidet man sich in diesen Breitengraden für die Liebe nicht über das Portemonnaie.“ Meine Wahrnehmung und Interpraetation in diesem Punkt geht etwa wie folgt: Selbstverstaendlich muss ein junger Mann in „diesen Breitengraden“ nicht reich sein, um ein allgemein als attraktiv geltendes Maedchen zu gewinnen. Dennoch muss seine Persoenlichkeit/Bildung etc. ausstrahlen, dass er reich, zumindest aber kein „Looser“ sein wird. Auch intelligente, finanziell unabhaengige Frauen heiraten nicht „nach unten“ in der westlichen Welt. Vor hundert Jahren war auch in „diesen Breitengraden“ Heirat zu einem bedeutenden Teil eine strategische Entscheidung zur Wohlstandsvermehrung bzw. Armutsreduzierung der Familie. Der Spruch „Wer arm geboren ist, kann nichts dazu, wer dann aber auch noch arm heiratet. ist selber schuld“, macht, auch wenn dies viele als zynisch betrachten, durchaus Sinn. Siehe auch Avril Lavigne Skin8 boy: „She did not see, what man this boy could be“, weil das Schicki-Micki Maedel nicht erklannt hat, dass der Skinheadjunge den sie eigentlich mag, eines Tages ein Rock’n’Roll Star sein wird, Und vielleicht geht Liebe nicht uebers Portemonnaie, haben Sie Hunger oder koennen keine Medikamente kaufen, bedeutet „ich liebe Dich“ aber was anderes, als wenn Ihr Vater Arzt mit Villa, Pool und Mercedes ist.

    • siu sagt:

      Der Heiratsmarkt ist sehr wohl ein Markt, der dem Arbeitsmarkt in vielen Aspekten sehr ähnlich ist, und auch ähnliche Probleme beim Marktversagen hervorbringt.

      Es gibt Leute, die einen Partner suchen, so wie es Leute gibt die einen Arbeitsplatz suchen. Und es gibt Leute, die sich eine Partnerin suchen. Auch im Arbeitsmarkt gibts die Gegenseite: Firmen die Arbeiter suchen. Ein Partnersuchender kann einen Antrag eines potenziellen Partners aktzeptieren oder nicht, so wie im Arbeitsmarkt ein Arbeitssuchender einen Vorschlag des Arbeitgebers akzeptieren kann oder nicht. Kommt es zur übereinstimmung, so wird ein Vertrag geschlossen (wenn der Vertrag teilweise auch nur implizit ist). Auch wenn die Umstände sehr verschieden sind, so sind die Mechanismen sehr ähnlich.

      Produziert wird in einer Beziehung übrigens sehr viel: Gefühle, Affektion, Gemeinsamkeit. Natürlich wird das nicht für den Verkauf produziert, aber das ändert an der ökonomischen Theorie kaum etwas. Auch getausch wird da sehr viel, zumindest in einer guten Beziehung.

      Wer glaubt, die ökonomie interessiere sich vor allem ums Geld und Finanzielle, hat von der ökonomischen Theorie nicht gerade viel verstanden.

      • Taric Trent sagt:

        Schön haben sie ein paar Gemeinsamkeiten entdeckt. Finden sie aber sicher auch zwischen Hallenbad und Apfelbaum und können damit begründen warum das Hallenbad eine Fruchtsorte ist. In etwa so: Beide enthalten Wasser, beide sind für den Gebrauch vom Menschen, beide sind nicht Violett.. so begreift man nichts, aber lassen sie mich raten: Ausbildung in Soziologie?

        • siu sagt:

          Leider falsch geraten. Aber ich gebe Ihnen noch eine Chance, raten Sie noch einmal.

          Tatsächlich gibt es Unterschiede zwischen Hallenbad und Äpfeln. Aber ökonomisch betrachtet spielt bei beiden Angebot und Nachfrage eine Rolle, man kann also beide mit Marktmechanismen diskutieren.

          Genauso beim Arbeits- und Heiratsmarkt. Natürlich gibt es Unterschiede. Aber beide kann man mit Marktmechanismen beschreiben.

          Ihre Analogie ist wirklich gar nicht so schlecht!

          • Taric Trent sagt:

            Mir fehlt die Motivation meinen Standpunkt in dieser Sache weiter zu vertreten, aber verraten sie mir wie weit daneben ich lag?

          • Urs Brock sagt:

            Diese Marktmechanismen existieren leider nur in irgendwelchen Theorien und haben zum wirklichen Leben bzw. dessen Komplexität viel zu undeutliche Relationen ausser man packt die Menschen auch in diese Theorien. Das hat man auch gemacht, dabei aber die wesentlich komplexeren Verhaltensweisen als dies theoretisch machbar war der einfachheit halber weggelassen…

            Wie man sowieso das „halbe“ Leben in den Oekonomischen Theoriegebäuden nicht abbilden kann. Man kann das deshalb noch lange und ausgiebig oekonomisch betrachten und kommt doch nie über ein definiertes System raus… das eben der Realität nie entsprechen wird.

            Nicht’s was des Menschen Verhaltensweisen ausmacht kann man deshalb exklusiv mit Marktmechanismen beschrieben. Ich meine damit nicht die primitiven Preisvergleiche die viele so in den Läden für Konsumgüter anwenden…

            So oder so hat die Vergleichbarkeit sehr enge Grenzen da diese bei ca. 3 Parametern aufhören sinnvoll im Kopf jongliert werden zu können. So in etwa…

            750gr = 1.55
            825gr = 1.95
            950gr = 2.50

            da fragt sich dann am Marktstand welches den das günstigste Angebot ist. Dabei ist die Qualität der Produkte noch nicht mal berücksichtigt.

            Die Beschreibungen für den Single/Heiratsmarkt lesen sich etwa in Indischen Heiratsanzeigen relativ klar weil da der Status der Brüder, Schwestern und Eltern sowie die Diplome aufgezählt werden. Soweit noch einfach… dann kommt die Herkunft bei beiden noch in’s Spiel. Am Ende müssen sich die beiden aber noch kennenlernen und da frage ich mich wie die Entscheidung mit Marktmechanismen erklärt werden soll…

            Besonders lustig finde ich die Neoliberalen Gläubigen die in ihren Theorien nicht mal anerkennen das es Arbeitslose gibt. Die werden in diesen Theoretischen Fantasiegebäuden einfach per Marktmechanismen wegtheoretisert. Hat aber bisher mehr schlecht als recht funktioniert… finde ich. Die Arbeitslosen wird man einfach nicht los… obwohl die Theorien allesamt aussagen das sich diese Bevölkerungsgruppe bei Marktgrechtem Verhalten in Luft auflösen würde.

            ….

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