Das Märchen vom boomenden Schweizer Export

Uhren am Stand der Swatch an der BaselWorld in Basel am Donnerstag, 25. April 2013. (KEYSTONE/Georgios Kefalas

Ohne Eurountergrenze wäre der Schweizer Export eingebrochen: Uhren am Stand der Swatch an der Basler Messe, 25. April 2013. (Keystone/Georgios Kefalas)

Im Zusammenhang mit der Untergrenze der Nationalbank (CHF 1.20 pro Euro) wird immer wieder behauptet, dem Schweizer Export gehe es sehr gut. Manche sind sogar der Meinung, die Exportindustrie habe die Untergrenze gar nicht benötigt. Die Schweiz sei ja vor allem in Nischenmärkten spezialisiert, wo der Preis kaum eine Rolle spiele. Wie die Landwirtschaft hätten die Exportwirtschaft und der Tourismus einfach so lange gejammert, bis sie Subventionen in Form eines Wechselkurszieles bekommen hätten. Die Nationalbank habe leichtsinnig gehandelt.

Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Seit längerer Zeit ist klar, dass der Export alles andere als gut läuft. Man kann heute, rund zwei Jahre nach der Einführung der Untergrenze, klar bilanzieren, dass die Massnahme berechtigt und alles andere als leichtsinnig war. Ohne Untergrenze wäre es zu zahlreichen Konkursen und Entlassungen gekommen. Das hätte einen grossen finanzpolitischen Aktivismus ausgelöst, der dem Bund sehr teuer gekommen wäre. Auch die Sanierung der Arbeitslosenversicherung hätte man unter diesen Umständen gleich wieder vergessen können. In Anlehnung an Churchill könnte man sagen: Die Wechselkursuntergrenze ist die schlechteste aller wirtschaftspolitischen Massnahmen – abgesehen von allen anderen.

Die erste Grafik zeigt sehr klar, wie die Erholung nach der grossen Rezession 2009 durch die Eurokrise gebremst worden ist. Seit 2010 geht es nicht mehr richtig vorwärts. Und seit dem dritten Quartal 2012 geht es sogar nur noch abwärts. Die schwache Nachfrage in Europa und nun auch in Asien hinterlässt deutliche Spuren. (Quelle aller Grafiken ist die Eidgenössische Zollverwaltung)

Am meisten leidet die Maschinen- und Elektroindustrie. Seit zwei Jahren schrumpft der Export. Das betrifft immerhin rund 15 Prozent der Gesamtexporte.

Die Pharmaindustrie, die etwa 40 Prozent der Gesamtexporte ausmacht, schneidet besser ab, aber kommt nicht richtig vom Fleck. Früher war sie von der Weltkonjunktur kaum betroffen, da die Nachfrage nach Medikamenten wegen der staatlichen Gesundheitspolitik stabil ist. Aber das scheint diesmal anders zu sein. Wäre interessant zu wissen, was genau dahinter steckt.

Bei der Uhrenindustrie ist im letzten Halbjahr das abrupte Ende des Asienbooms gekommen, nicht nur in China/Hongkong, sondern auch in Indien. Die Uhrenindustrie macht 10 Prozent der Gesamtexporte aus.

Wirklich gut lief nur der Export von Nahrungs- und Genussmittel, aber ihr Anteil an den Gesamtexporten ist geringer als 5 Prozent.

Die Zweiteilung der Schweizer Wirtschaft hält also weiterhin an. Der Binnensektor boomt, der Exportsektor lahmt. Die Wechselkursuntergrenze hat weiterhin ihre Berechtigung.

69 Kommentare zu «Das Märchen vom boomenden Schweizer Export»

  • Linus Huber sagt:

    Der Mangel an Kollateral fuehrt zu einer immer hoeheren Flut an Problemen und erfreut wohl dadurch die Herzen der Kuenstler der Manipulation, welche sich im 7. Himmel fuehlen muessen aufgrund der ach so benoetigten immer staerkeren Regulierung.

    http://www.reuters.com/article/2013/07/22/sec-repo-guidance-idUSL1N0FS01B20130722

    Aber bitte nicht verzweifeln, alles geschieht zum Wohle der Gesellschaft.

    • Rolf Zach sagt:

      Ja, die tiefschürfenden Denker der österreichischen Schule und ihr US-Nachfolger Milton Friedman. Wenn es nach diesen
      Herren gegangen wäre hätte die USA im 2. Weltkrieg und im Korea Krieg keine Preiskontrolle einführen sollen. Leider hat
      Johnson im Vietnamkrieg die Steuern zu spät erhöht und die Preise nicht kontrolliert. Für Nixon und seine Berater war das
      alles dummes Zeug und der freie Markt muss herrschen. Resultat, die Inflation schwoll an trotz einer schlampig eingeführten
      Mini-Preiskontrolle und war 1973 der Zünder für die Ölpreis-Hausse. Trotz Geldmengen-Expansion haben wir eine geringe
      Inflation, weil wir um die Reichen nicht Bankrott gehen zu lassen, den Armen ihr Einkommen schmälern. Auch eine Methode
      der Inflationsbekämpfung, für die Mehrheit der Professoren die bessere Methode als höhere Steuern.

      • Josef Marti sagt:

        Den „Armen“ wird so oder so zwingend sozusagen systemimmanent das Einkommen auch ohne Besteuerung geschmälert, nämlich mit dem Zinseszinssytem. Da 30-40% der Kosten eines Produktes aus Zinskosten der Unternehmen auf allen Stufen bestehen resultiert immer eine Umverteilung nach oben. Der Normalverbraucher spart nur 10% seines Einkommens, die oberste Elite 40%; das führt dazu dass einer sogar im Schlaf ohne einen Finger zu rühren immer reicher wird. Wer sich am Jahresende über ein paar Hundert oder Tausend Franken Zinsertrag freut ist daher komplett über den Tisch gezogen.

      • Linus Huber sagt:

        Milton Friedman als Nachfolger der oesterreichischen Schule zu bezeichnen, ist natuerlich kompletter Unsinn, aber zeigt die unsachliche Argumentationsweise auf.

        Ihre Parolen passen daher auch besser an einen Stammtisch, wo man sich so richtig wohlig und unter Mithilfe einiger Glaeser Bier ueber etwelche Misstaende beschweren kann. Ich bin immer fuer solch amuesante Konversationen bereit, aber ist dieser Blog wirklich der richtige Ort dafuer?

  • Linus Huber sagt:

    Der Ruf der EU Institutionen ist im Ar…. Es ist Zeit einen Filter in die Berichterstattung einzubauen und dies am besten mit der Gruendung einer „unabhaengigen“ eigenen Nachrichtenagentur, welche die Nachrichten richtig wiedergibt.

    http://online.wsj.com/article/SB10001424127887323823004578595601851084188.html

    Ich denke nicht, dass die Schaffung einer Propaganda Maschine das Vertrauen in diese Institutionen wirklich staerken duerfte. Wo genau war eine offizielle Propaganda Maschine letztesmal wirklich am Werk?

  • Linus Huber sagt:

    The Attractiveness of Austrian Economics | Thomas E. Woods, Jr. (47 Minuten)

    http://www.youtube.com/watch?v=DStLhWMRERM#at=1560

  • Linus Huber sagt:

    Austerität

    Um jenen, welche glauben, dass in Europa zur Zeit eine austeritaere Politik betrieben wird, ein wenig Stoff zum nachdenken zu geben.

    Public Debt zu GDP erhoehte sich in den letzten 12 Monaten von 88.2% zu 92.2%, also bedeutend staerker als das Wirtschaftswachstum. Natuerlich liegt Europa besser in dieser Beziehung als z.B. die USA, aber es fuehlt sich trotzdem nicht wirklich nachhaltig an. Aber keine Sorge, der naechste Wachstumsschub wartet gleich hinter der naechsten Ecke und wird diese Situation problemlos unter den Teppich kehren. (Sarkasmus beabsichtigt)

  • ast sagt:

    Nur eine kleine Anmerkung zu den grössten Verlierern im Export. Diese Industrien hätten möglicherweise auch ohne Krise eher schlechter in den letzten Monaten abgeschlossen, infolge weiterem Technologietransfer und Aufstieg in Asien, Südamerika und Russland.

  • Manfred Grieshaber sagt:

    Die Mehrheit der Bürger hat wirtschaftlich 3 primäre Ziele: Arbeit, Altersvorsorge und Konsumfähigkeit. In einer globalisierten Wirtschaft kann das niemals aus einem auf die CH beschränkten Wirtschaftskreislauf generiert werden. Dazu sind die verschiedenen Industrien heute weltweit verteilt. Und wer davon träumt abgewanderte Branchen im CH-Alleingang zurückholen zu können ist mehr als nur naiv. Bei den heute extrem niedrigen Transportkosten spielt die Distanz zwischen Produzent und Konsument keine Rolle mehr. 2008 kostete der Transport 1 Fl. Weisswein vom Weingut in Südafrika ins Regal eines europäischen Discounters gerade mal 15 Rp.. Da kann die Konkurrenzfähigkeit nur durch einen vorteilhaften Wechselkurs sowie staatliche Unterstützung erhalten werden. Aus diesem Grund unterstützen alle Industriestaaten ihre Exportindustrie, sei es durch künstlich tiefen Wechselkurs ( China ), sei es durch Subventionen ( EU ) oder durch Steuererleichterungen ( USA ) oder alles zusammen. Wenn CH auf solche Werkzeuge verzichtet gehen hier ganz schnell die Lichter aus. Denn jeder freiwillige Rückzug aus einem Marksegment – und geschehe es aus noch so ehrenwerten Zielen, z.B. aus Gründen des Umweltschutzes – wird vom Rest der Industrieländer sofort und gnadenlos ausgenutzt.

    • G. Nardone sagt:

      @Manfred Grieshaber: Wirtschaft 101: Es können nicht alle Länder unterm Strich exportieren, sprich Export-Überschüsse buchen, weil es dann kein Land gibt das unterm Strich importiert, sprich Import-Defizite, sprich Auslandsschulden verbucht! Ausser unter der Voraussetzung, dass alle Länder der Erde den Ländern auf dem Mars oder Venus exportieren und diese ausserirdischen Länder so blöd waren natürlich, Import-Defizite & damit Schulden uns gegenüber zu machen & das damit zu akzeptieren. Vielleicht wären sie aber dabei gar nicht so blöd, denn damit würden sie über ihre Verhältnisse leben, ja sogar müssen, denn wir wollen unbedingt Export-Überschüsse erzielen, was wiederum nichts anderes bedeutet als UNTER seinen Verhältnissen zu leben. Export-Überschüsse sind kein Gewinn, sondern im Moment noch ein Verlust, denn es bedeutet einem anderen Land Leistungen wie Güter oder Dienstleistungen vorgeschossen zu haben, also ohne Gegenleistung. Das Geld das man für Exporte kriegt und verbucht sind ja die Schulden der Import-Defizit-Länder, ihre Auslandsschulden, womit dieser Gewinn wieder ausgeglichen wird auf Saldo null.

    • Manfred Grieshaber sagt:

      @G. Nardone: Nehmen Sie als Beispiel die Handelsbeziehungen zwischen China und Deutschland. China produziert Konsumgüter und verkauft diese nach D. Dafür braucht man Werkzeugmaschinen, Produktions- und Energieanlagen, für den Transport Fahrzeuge. Das liefert Deutschland. Das heutige Problem ist das sich nur zwischen einigen wenigen Staaten solch intensive Handelsbeziehungen mit einigermassen ausgeglichener Bilanz ausgebildet haben. Staaten die weder billige Arbeitskräfte noch technisch hochwertige Investitionsgüter anbieten können bleiben aussen vor. Das sind die Länder die noch vor 20 Jahren eine stark auf manuelle Tätigkeit ausgerichtete Industrie hatten, z.B. Spanien, Italien oder Griechenland. Heute ist eine hochqualifizierte und gleichzeitig manuelle Arbeit in der Industrie nicht mehr gefragt weil zu teuer. Das hat die Weltwirtschaft in zwei Gruppen geteilt. Das Problem liegt nicht bei unausgeglichenen Handelsbilanzen sondern das ganze Volkswirtschaften aus bestimmten Wirtschaftskreisläufen verdrängt wurden. Das geschah in einem Zeitraum von weniger als 20 Jahren. man hatte daher gar keine Zeit wirtschafts- und bildungspolitisch auf solch negative Entwicklungen zu reagieren. Die Finanzkrise hat diese Entwicklung nur beschleunigt aber nicht ausgelöst. Der Startschuss hierfür fiel ca. 3 Jahre nach den WTO-Verträgen von 1995. Damals geriet als erstes die Konsumgüterindustrie in den Mittelmeerländern in die Krise.
      Der Skandal daran ist das es klar war was nach den WTO-Verträgen geschieht wenn Volkswirtschaften plötzlich und ohne Vorbereitung einem so heftigen Wettbewerb ausgesetzt werden. Denn das gleiche geschah mit der DDR-Industrie nach der Wiedervereinigung. Und jeder wusste 1995 was ab 1990 in Deutschland geschehen war.

  • Ted Kartheiser sagt:

    Ein vorzügliches Plädoyer, dass CHer Exporte in erster Linie von der Konjunktur in den Absatzmärkten abhängt d.h. schwache Konjunktur = stagnierende Exporte.Erst dann kommt die Preissensitivität der Nachfrage – als Teil davon der CHF-Wechselkurs – zum Zuge. Warum ist der Wechselkurs zweitrangig bei der Entwicklung der Exporte?
    Die Branchengrafik lässt erahnen, dass die 5 oberen Sektoren eine preis-insensitive Nachfrage aufweisen, derweil die Nachfrage der unteren Sektoren sehr preis-sensitiv sind. Letzteren hätte der Bund über Subventionen helfen können, mit viel weniger Milliarden im Vergleich zu der SNB Geldschöpfung von mehr als 300 Mia. zum Erhalt des CHF 1.20 Caps. Dies umso mehr, da die unteren Sektoren sehr viele KMUs aufweisen, welche kaum mit EUR/CHF 1.20 – 1.25 ihre Margen halten können. Erst über die Beschaffung aus Billiglohnländer schaffen sie sich ein bisschen Spielraum in ihrer Preisgestaltung. Dann generieren mehrheitlich Weltkonzerne den Umsatz in den oberen 5 Sektoren, welche ohne besonderen Aufwand „ihren“ CHF-Kurs managen können. So stehen denn auch den 300 Interventionsmilliarden der SNB grösstenteils die Terminabsicherungen der Exporteure gegenüber.
    Das grösste Übel der 1.20 CHF-Politik besteht jedoch darin, dass sich die SNB auf Gedeih und Verderb der Eurozonen-Krise ausgesetzt hat. Die europäische Nachfrage droht in vielen Sektoren wegzubrechen d.h. höchste Zeit, dass die SNB den nötigen Mut aufbringt auszusteigen. Spätestens eine Ausweitung des Abwertungswettlaufs wird die SNB dazu zwingen.
    Wünsche allen Bloggern erholsame und sonnige Ferien.

    • Linus Huber sagt:

      Das „Aussteigen“ (wie auch jenes bei den QE-Aktionen) wurde zu wenig bedacht, als man diese Massnahmen einfuehrte. Aber es passt zum Gebahren der Zentralbanken, welche in erster Linie nur linear Richtung Geldentwertung zu denken in der Lage sind.

  • G. Nardone sagt:

    Bei der SNB-Euro-Massnahme ging es glaub ich gar nicht in 1. Linie darum die CH-Export-Wirtschaft zu unterstützen. Sondern in 1. Linie ging es vielmehr der Euro-Kapitalflucht in CHF etwas Wind aus den Segeln zu nehmen indem die SNB die Euros, die im Zuge der Euro-Krise den CH-Finanzplatz fluteten, selbst in Empfang nahm & einkaufte, um damit der EZB etwas zu helfen & dem Euro etwas zu ihrer Stabilisierung beizusteuern. Heilen können die Zentralbanken die Währung sowieso nicht, auch wenn viele darauf hoffen. Sie können sie sie zumidest etwas stabilisieren, eine Heilung braucht mehr Zeit, weil es betrifft den Lebensstil sozusagen der ganzen Wirtschaft & deswegen sind für eine Währungs-Heilung weitere Massnahmen im mehr oder weniger ganzen Spektrum wirtsch.politischer Massnahmen und wirtsch. Handelns zwingend nötig.
    Und was ExportWirtschaft betrifft: Wenn ein Land ständig Export-Überschüsse bucht muss mind. ein anderes ständig Import-Defizite unterm Strich verzeichnen, was dann für diese Länder Ausslandsschulden sind & für das Export-Land offene Forderungen ans Ausland. Die Schuldnerländer werden dann hin & wieder aber angehalten, nicht mehr über ihre Verhältnisse zu leben & eine Austeritätspolitik wird entweder empfohlen oder mit drastischen Mittel durchgesetzt. Womit dann die Import-Defizit-Länder nicht mehr so über ihre Verhältnisse leben & damit nicht mehr Schulden machen & damit nicht mehr importieren können. Dann merkt das Export-Land plötzlich dass ihre Exporte in diese Länder einbrechen, & obwohl es wahrscheinlich selbst zu diejenigen gehörten, die die Schuldner-Länder, die über ihre Verhältnisse lebten, dessen Verhalten ja vehement kritisiert hatte. In einer arbeitsteiligen Wirtschaft hängt nun mal alles von allem ab. Und was ich hier gerade beschrieb, trifft nicht mal unbedingt die Schweiz so hart, sondern ist der Kern der Euro-Krise, die hohen Euro-Schuldner-Länder haben Ausslandschulden gegenüber Deutschland, der eben auch Export-Europameister ist.

  • Josef Marti sagt:

    Was nützt ein fester EuroKurs wenn die Exporte nach China und Asien einbrechen? Feste Wechselkurse bedingen immer auch das Prinzip der Zinsparität, die Autonomie der Geldpolitik wird aufgegeben. Es besteht auch die Möglichkeit bzw. Gefahr der importierten Inflation, ähnlich wie damals unter Bretton-Woods zwischen den USA und D, wo die USD Devisenstützungskäufe der D-Bundesbank letztlich zu Überhitzung der Inlandkonjunktur führten und somit die Stabilitätspolitik untergruben.

  • Marcel Senn sagt:

    Nachdem jetzt in China und Deutschland die ersten Zahlen von Exporteinbrüchen kommen, ist es logisch, dass sich die CH diesem Trend nicht entziehen kann. Kein Wunder – sind doch all die Exportnationen finanziell gut bis sehr gut aufgestellt, während ihre Kundenländer zunehmend in der Schuldenmisere gefangen sind – das schlägt sich auch auf die dort ansässigen Firmen und Einwohner nieder.
    Am besten hat es da Norwegen – Oel kann man praktisch immer verkaufen!

  • Armin Koellner sagt:

    ..Tobia Straumann hätte auch ungeniert und nicht verklausalisiert die Einführung des Euros und die Integration in die EU fordern können. Nichts anderes kann aus diesem Voting für einen fixen Wechselkurs interpretiert werden. Die Bevorzugung der Exportindustrie ist gleichzeitig eine Diskrimierung des Binnenmarktes und jeder Export Unternehmer der sich das Wechselkursrisiko abgesichert hatte muss sich als Vollidiot vorkommen. Die dilettantischen Bemühungen die Euro Zone zu retten nimmt epische Ausmasse an. Als persönliche Lehre kann ich nur folgendes Fazit ziehen. „Vermeide jeden Franken Steuern und arbeite so wenig wie möglich und so viel wie nötig“. Alles darüber hinaus wird bestraft, besteuert oder enteignet!

    Ach ja ..man könnte noch ein eigenes Unternehmen gründen. Bevor sie jemals wirklich erfolgreich sind werden sie „zwangschristiansiert“ (Kirchensteuer für mein gesetzlich konfessionsloses Unternehmen!!!) und wer dann die immer noch nicht genug hat darf dann im Büro zusammen mit den eigenen Aktien Fernsehschauen damit auch die Billag zweimal gefütttert wird.

    Die ganze Eurozone und die Schweiz inbegriffen fahren einen finanziell repressiven Kurs der ins übelste Abgleitet. Again..freiwillige Sklavenarbeit für ein paar Machterhaltspolitiker und dessen Entourage gibts nicht mehr und das wahnwitzige and dieser Sache besteht darin dass unter dem Strich der Gratisbüger mehr Geld und Lebensqualität sein Eigen nennen kann.

    • Linus Huber sagt:

      @ Armin

      Und viele Menschen sehnen sich nach einer immer noch hoeheren Regulierungs- und Gesetzesdichte, ohne zu erkennen, dass die Aufgabe der Selbstverantwortung auch die Aufgabe der Freiheit bedeutet.

  • Marc Bäumle sagt:

    Welcher Binnensektor boomt – ausser der Bau- und Immobilienbranche, deren Blase jederzeit platzen kann?

    Keine Erwähnung finden auch die zahlreichen Nachteile der Bindung des Schweizer Frankens an den Euro. Letztlich muss der angeblich boomende Binnensektor den Export subventionieren …

    • Linus Huber sagt:

      @ Marc

      Sie erkennen richtig, dass jede Muenze 2 Seiten hat. Sich in einer Beurteilung einer Massnahme einzig auf einen Bereich unserer Wirtschaft zu fokusieren, zeugt von schachem Tiefgang.

  • Rolf Zach sagt:

    Wer meint der CHF könne die Rolle der Reservewährung der Reservewährungen spielen, zündelt mit dem Feuer zur Vernichtung
    unseres Wohlstandes. Hätte die SNB nicht bei 1.20 eingegriffen, wären die Arbeitslosigkeit bei uns bedeutend höher, ein Kurs von
    1.25 oder 1.30 wäre besser gewesen. Der Finanzplatz hätte den Werkplatz zerstört und hätte sich später wegen dem vernichteten Werkplatz selber zerstört, wenn man der Aufwertung des CHF tatenlos zugeschaut hätte. Und wie steht es heute um unseren
    Finanzplatz? Die USA trampeln mit dem grössten Leistungsbilanzdefizit der Welt ungeniert auf unseren Banken herum. Die EU
    versucht mit Brot und Peitsche das Vermögen ihrer Reichen zurückzuholen. Wenn sich die EURO-Hysterie gelegt hat, wird ihr dies grösstenteils gelingen. Haben wir in den letzten 20 Jahren an unserer Börse ein Zuwachs an einheimischen Multinationalen
    gehabt? Nein! Wo ist der frühere Goldmarkt? In London! Wo ist trotz Genf die Handelsfinanzierung? Sie bewegt sich aus der Schweiz weg! Wir sind ein Finanzplatz der sich nur auf einem Bein steht, nämlich Private Banking. Die Neugeldzuflüsse kommen
    aus dem islamischen Raum und auch aus Afrika und China. Das Herkommen dieser Gelder ist aus Ländern, die den Rechtsstaat nicht kennen und deren Eliten zum fürchten sind. Sobald der EURO soviel ansehen hat wie der CHF, balgen sich Genfer wie Pariser Banken um diese Vermögen. Für Nischenprodukt mit Differentialrente im Exportmarkt kämpfen wir mit unserem grossen Kanton, der Weltmeister von „Hidden Champions“ ist. Obwohl man das Freihandelsabkommen China-Schweiz durchaus begrüssen kann, müssen wir höllisch aufpassen, dass diese sich nicht unsere internationalen Konsumgütermarken schwächen.
    Was sie wirklich wollen ist ein eigene internationale Prestige-Uhrenmarke wie Rolex, nennen wir sie „Himmlische Beständigkeit“.
    Aber anstatt unsere Lage kühl durchzurechnen, schreien wir lieber „Nieder mit der EU und verbrennt den EURO“ und beten
    ohne Verstand den frustrierten CHB an!

    • Reto Stadelman sagt:

      Danke Herr Zach, auch wenn ich nicht alles verstanden habe, dem meisten stimme ich zu. Leider leuchtet das Herr und Frau Schweizer nicht ein…

    • Linus Huber sagt:

      @ Rolf

      „Wer meint der CHF könne die Rolle der Reservewährung der Reservewährungen spielen“

      Ich erkenne im Blog niemanden, welcher diese Idee vertritt. Wieso produzieren Sie eine hypothetisches Argument?

      „Hätte die SNB nicht bei 1.20 eingegriffen, wären die Arbeitslosigkeit bei uns bedeutend höher, ein Kurs von
      1.25 oder 1.30 wäre besser gewesen.“

      Niemand bestreitet, dass dies keine Auswirkung auf unsere Wirtschaft hat. Es geht nicht nur um die oberflaechlichen und kurzfristigen Auswirkungen, sondern auch um die Nachhaltigkeit etwelcher Massnahmen, um die Frage, inwiefern andere Mittel den gleichen Zweck erfuellen wuerden und auch um die noch nicht einschaetzbaren Folgen.

      „Die EU versucht mit Brot und Peitsche das Vermögen ihrer Reichen zurückzuholen.“

      Na ja, was anderes erwarten Sie von einem Moloch wie die EU es ist, welche schrittweise das Wohl von immer mehr Leuten zerstoert. Aber es ist ja genau Ihre Person, welche unbedingt diesem Verein beitreten will.

      Ihre Aussagen leiden an einer sehr oberflaechlichen Betrachtungsweise, indem einige wenige Beispiele als bestimmender Faktor in Ihrer dargelegten Ueberzeugung einmal in diese Richtung und einmal in jene Richtung verwendet werden.

      • Rolf Zach sagt:

        Also das wegen der Reservewährung der Reservewährung lässt mich an die 90er Jahre zurückdenken, als unser Wachstum im Gegensatz zur Weltwirtschaft negativ war, nur die Grossbanken und Privatbanken blühten dank ihrer Ausland-Kundschaft, weil diese mit der Höherbewertung des CHF ihre Liquidität an Wert zunahm. Der gleiche Effekt wäre gewesen, wenn die SNB nicht 2012 einen Mindestkurs gegenüber dem EURO festgelegt hätte. Viele, auch gute Industrie-Betriebe, die schon in den
        famosen 90er Jahren durch eine verfehlte SNB-Politik geschwächt worden sind, wären endgültig erledigt gewesen. Erstens
        bestimmt nicht Brüssel die Steuern in der EU, sondern es koordiniert sie höchstens mit Schwierigkeiten. Deutschland hat
        seine Steuern für die Reichen und die Banken die massiv gesenkt, dass die Behörden nun finden nicht versteuertes Geld
        müsse zurückkommen, ist verständlich. Sie haben auch deswegen die relativ milde Verfügung der selbstständigen Selbstanzeige eingeführt, wovon auch Höness profitieren wird. Hatte Mrs. Thatcher ein Konto in der Schweiz, nein, aber jede
        Menge legale Trust zu Steuervermeidung, deshalb müssen auch die Schweizer Banken jetzt mehr zahlen als GB-Vermögen
        bei ihnen vorhanden ist. Die EU ist ein Indianerstamm, der ein langes Palaver abhält bis er sich zu einem Entschluss durch gerungen hat. Ich für meinen Teil halte es besser, wenn man sich schon in der gleichen Wildnis befindet, dem Palaver nicht
        von auswärts zuzuschauen, sondern aktiv teilzunehmen, langfristig ist das besser. Wir sind einer der grössten Portfolio-Investoren in den USA und wie behandelt uns die USA? Behandelt sie uns gleich wie der Moloch EU?

  • Kurt Müller sagt:

    Fakt ist, dass viele Schweizer Firmen seit den 90er- oder 00er-Jahren zunehmend im Ausland herstellen. Zu Hilfe kommt ihnen dabei, dass ein Produkt (z.B. eine Textilmaschine) auch dann noch als „Made in Switzerland“ verkauft werden darf, wenn gerade noch 40% der Wertschöpfung in der Schweiz erfolgt sind. Ein einigermassen gewiefter Buchhalter kriegt das schon alleine mit Entwicklungskosten, Marketing- und Vertriebskosten usw. hin. Somit hat die besagte Maschine allenfalls ein Schweizer Lagerhaus gesehen – aber niemals einen Schweizer Fabrik. Da spielt der Eurokurs nur noch eine nachrangige Rolle.

    • Hans Gschwind sagt:

      K. Müller. Bitte nicht vergessen, dass die Kunden, für z.B. Textilmaschinen, keine blöden Sieche sind und genau wissen, woher die, z.B., Spinnmaschine kommt und aus diesem Grunde schon bei der Preisverhandlung entsprechend einsteigen. Die Konkurrenz, z.B. Deutsche Firmen ex Produktion Indien, VRC etc. etc., sollte auch nicht vergessen werden. Die wollen alle auch überleben und sie kämpfen dafür, mit entsprechenden Preisen. Dazu kommt noch, dass eine in Indien produzierte Maschine nicht in CHF fakturiert wird. All das läuft dem gewieften Buchhalter am A. vorbei. Für ihn bleibt nur die, hoffentlich, ex Indien bezahlte Royalty und ob dieser Betrag dann noch genügt um die in der CH angefallenen Kosten zu decken!

  • Anh Toan sagt:

    Der Wechselkurs an sich ist bestimmt nicht unwichtig zum wichtigsten Handelspartner, noch viel wichtiger als der Kurs an sich ist dessen Kalkulierbarkeit für die Exportindustrie.

    Die Kosten eines unkalkulierbaren Wechselkurses sind ruinös für jede Exportwirtschaft, da unendlich. Wird der Kurs einer Währung von Spekulativen Trades getrieben, ob mit Gewnnabsicht oder aus Verlustangst), nähern sich die Absicherungskosten für die Exportwirtschaft unendlich.

    • Linus Huber sagt:

      Der ausser im Namen bestehende Waehrungskrieg duerfte ja den Welthandel in diesem Falle geradezu so richtig schoen anfeuern, uff.

      Aber sehr guter Kommentar, denn die Ungewissheit und Unsicherheit sind meist die groessten Risikofaktoren und koennen mitunter enormen Einfluss auf unser Verhalten ausueben.

  • Peter Koch sagt:

    Betrachten wir das Ganze doch fuer einmal einzeln.
    Der starke CHF zum Euro fuehrte dazu, dass die Produzenten billiger die dafuer benoetigten Rohstoffe importierten. Die daraus resultierende Verbilligung des zu exportierenden Produktes wollte man aber nicht an den Kunden weitergeben, sondern den Mehrgewinn fuer sich einstreichen. Zugleich verbilligten sich die EU-Produkte durch die Euroschwaeche auf dem Weltmarkt. Ergebnis: ueberteuerte Produkte fanden keine Abnehmer mehr auf dem Weltmarkt. Die SNB musste zum Schutze der Geldgierigen eingreifen und haengte den CHF an den Euro an.
    In der Folge wurde monatelang der Euro durch die SNB mit bis zu 20% Verlust auf die reale Marktwirtschaft eingekauft, nur damit der Exchange nicht unter 1.20 fiel. Der Export schwaechelt trotzdem, weil die SNB damit Exporte der EU-Staaten nach Asien etc. kuenstlich verbilligte. Und momentan schwaecheln jetzt auch Asien und Suedamerika (expl. China/Brasilien).
    Bezahlt schlussendlich der CH-Steuerzahler die Rechnung?
    Denn irgendwann muessen die Euro wieder abgestossen werden. Und das voraussichtlich bei einem Mindestkurs von 1.35 oder mehr. Bei Anbetracht der Wirtschaftslage eine „mission impossible“, da dies ueber mehrere Tranchen und einen laengeren Zeitraum stattfinden muss. Ansonsten der Euro ja wieder runtergerissen wuerde. Und wer traegt dann die Verluste, die die SNB folglich einstreichen? Hauptsache die unflexiblen Produzenten ueberleben. Ist es das wert?
    Zur Zeit kann man meiner Ansicht nach nicht sagen, welcher Weg schlussendlich der Richtige war. Anhaengen oder starker Franken. Das Einzige was momentan ersichtlich scheint ist,dass die SNB russisches Roulette spielt und der Schuss nach hinten losgehen kann. Wenn dem so waere,wuerde die schweizer Wirtschaft in eine Krise stuerzen. Zu einem Zeitpunkt,wo der Rest sich davon gerade erholt. Ein fataler Zeitpunkt fuer die Schweiz, der die Lage nochmals verschaerfen wuerde.
    Wollen wir es nicht hoffen und an ein glueckliches Ende glauben.

  • walter schneider sagt:

    Ja, was ist denn die Alternative? Eine extrem starke Währung? Ein solches Ungleichgewicht wäre wohl verheerender.

    • Linus Huber sagt:

      Die Alternative waere z.B. dass jedem Schweizer chf 20k in die Hand gedrueckt werden, wobei jene mit Schulden diese zu tilgen haben, andere hingegen diesen Betrag frei nutzen moegen. Wenn wir die Waehrung verwaessern wollen, warum nicht gelegentlich auch einmal zugunsten der Bevoelkerung anstatt zugunsten der Finanzindustrie? Schlussendlich duerften sich die potentiellen Kosten (z.B. Inflation) ja auch bei der Bevoelkerung melden. Solche eine Aktion wuerde die Bevoelkerung hoechst wahrscheinlich ein wenig aufschrecken, da dadurch erkannt wird, wie mit unserem Geld herummanipuliert wird in extremis.

      • Rolf Zach sagt:

        Linus Huber. Sie vergessen, dass der Schweizer Leistungsbilanzüberschuss von 14 % des Volkseinkommens (Gleiche
        Liga wie Golfstaaten, Norwegen und Singapur) im Gegensatz zu diesen Staaten aus sehr vielen unterschiedlichen Quellen zusammensetzt, was diesen Überschuss stabilisiert, aber auch anderseits den staatlichen Einfluss reduziert. Da unsere
        Währungsreserven zu gross sind für unsere Volkswirtschaft, könnte die SNB durchaus langfristige Anlagen wie Aktien
        kaufen.

        • Linus Huber sagt:

          Dies kann ja auch die Bevoelkerung (Aktien kaufen). Die offizielle Verwaesserung der Waehrung, wuerde sicherlich einen Schock fuer die Finanzwelt (Spekulationen) darstellen und den chf schwaechen, speziell unter Androhung weiterer solcher Aktionen. Dieses Vorgehen wuerde sogar gewisse Vorteile beinhalten, indem die Privatschulden und die Bankbilanzen (Macht der Banken) dadurch reduziert wuerden (Ersatz des Kreditvolumens durch Basisgeld). Woher der Ueberschuss stammt, ist in diesem Zusammenhang eher unwichtig. Warum sich die SNB mit Risikopapieren vollstopfen soll, welche beim naechsten Kollaps evtl. massiv an Wert verlieren moegen, scheint mir kein sonderlich intelligenter Plan.

          • Rolf Zach sagt:

            Wo legt der AHV-Ausgleichfonds seine Kapitalien auch an? In Schweizer Aktien nämlich und so schlecht ist es ja nicht
            geworden. Wir können uns trefflich darüber streiten, ob Norwegen und Singapur gut fahren mit ihren Aktienanlagen. Die SNB könnte ja auch einen Teil dieser Guthaben der AHV überlassen.

  • urs alder sagt:

    Ist immer das Selbe, Grafiken sagen je nach Massstab das aus was man sehen will. Zudem ist ein halbes Jahr eine sehr kurze Betrachtung. Fact ist, dass der Wechselkurs eine untergeordnete Rolle spielt! Das Rohmaterial wird importiert und die gefertigte Ware wieder exportiert, der Kurs spielt also keine Rolle, er sollte nur wären dieser Zeit sich nicht zu stark ändern. Die betuchten Touristen kommen sowieso in die exclusive Schweiz, ob es ein wenig teurer ist oder günstiger stört sie nicht. Für das lokale Gewerbe und die Privaten ist nur der Import wichtig, da ist es von Vorteil wenn der Franken stark ist. Zudem profitieren die Eigentümer wenn sich die Schweiz aufwertet. Es ist eine politische Frage ob man den Franken fixieren soll oder nicht, für die Schweiz ist eine Fixierung aber nicht wünschenswert.

    • Hans Gschwind sagt:

      Wenn Kosten (z.B. Löhne, Energie etc. etc.) in CHF anfallen jedoch, infolge des Exportes, in Fremdwährung bezahlt werden, dann spielt der Kurs schon eine, eher wichtige, Rolle. Bei CH Exportunternehmen im 2. Sektor liegt der Anteil der Lohnkosten bei 25 -45% an den Gesamtkosten. Einige Rappen Mehrertrag pro Rechnungseinheit ist da massgebend. Die CH ist dank der Exportindustrie „gross geworden“, bitte vergessen Sie das nicht!

      • urs alder sagt:

        Die Kosten für den Transport und die Löhne fallen jeweils an. Da zunehmend moderne Maschinen die Produktion übernehmen sind die Lohnkosten weniger ausschlaggebend. Eine Erhöhung der Energiepreise, Bürokratie und Nebenkosten ist jedoch schlecht für die Wirtschaftsstandort Schweiz

    • Rene Wetter sagt:

      @alder: Sie vergessen dass die Rohstoffe einen Bruchteil vom Fertigprodukt ausmachen. Also impotiert man gleich Fertigprodukte und die inländischen Zulieferer gucken in die Röhre. Der Tourismus reagiert empfindlich auf Währungsschwankungen, wir leben nicht nur von den Milionären die hier in die Ferien kommen, zudem gehen die Schweizer vermehrt ins billigere Ausland. Das lokale Gewerbe ist in Konkurrenz zum umliegenden Ausland, die Schweizer decken sich vermehrt im Ausland ein. Es wäre gut mal die Zusammenhänge zu studieren bevor man losschreibt.
      Die meisten Leute leben von einem Einkommen und nicht vom Vermögen, haben also nichts von einer Aufwertung, speziell wenn sie durch den Witrschaftseinbruch der auch die Binnewirtschaft in Mitleidenschaft zieht den Job verlieren. Man kann nicht nur eine Geldpolitik für eine kleine Elite machen die ihr Geld bei uns bunkert.
      Zudem würde ein Wirtschaftseinbruch einen späteren Einbruch des Franken zur Folge haben, dann sind wir am gleichen Ort mit dem Zusatz dass die Wirtschaft am Boden liegt,. Einmal abgewanderte Arbeitsplätze kommen nie wieder zurück

      • urs alder sagt:

        Habe selten Rucksacktouristen gesehen in der Schweiz höchstens Bergsteiger. Der Rohstoff ist nicht gratis, die Fertigung besteht heute aus modernen Maschienen, also grössten teils keine Handfertigung mehr, die privaten Webstühle in den Kellern sind schon ausgemustert. Die Wirtschaft bricht nicht ein wenn sich der Währungskurs ändert, da sich der Verkaufspreis der gefertigten Güter am Importpreis der Rohstoffe oder Komponenten anpasst, so einfach ist das.

  • Marco sagt:

    Man sollte mal wirklich in Ruhe und sachlich über die Vor- und Nachteile einer EU-Mitgliedschaft diskutieren. Aber das ist ja leider in der Schweiz nicht möglich.

    • Reto Stadelman sagt:

      Das ist in der Schweiz wirklich nicht möglich. Leider…
      Aber sogar in der EU selber gibt es eine starke separatistische Bewegungen die aus lauter Arroganz und Ignoranz der Fakten den Tod der EU herbeiwünschen. Der Grund: Wir haben es einfach zu gut! Noch ist den Europäern gar nicht bewusst was die EU in Zukunft für sie sein wird. Die Realität wird uns in 20 bis 30 Jahren einholen. Und bis dahin kennt die EU hoffentlich direktdemokratische Elemente, so dass ein Beitritt auch für die Schweiz möglich wäre.

      • Thomas ernst sagt:

        @ Reto

        Wie bei jeder Glaubensgemeinschaft vertrösten auch Sie als Hohepriester der EU-Gläubigen ihre Schäfchen gerne auf ein Paradies, das leider erst in ferner Zukunft winkt. Eher unseriös, da nicht belegt. „In the long run, we are all dead.“ und dann sind wir eh alle im Paradies.

        Die relevante Frage ist, wie geht es uns vorher? Wie Batteriehühnern im Stalle von Mario dem Hinterhältigen? Wie Hartz4ern bei Angela der Hässlichen?

        • Linus Huber sagt:

          Welcome back! Habe Dich vermisst.

          • Rolf Zach sagt:

            Ich lese gerne diese Betitelungen wie Herman der Schreckliche etc.. Es ist so schön poetisch. Was die fehlende
            EU-Mitgliedschaft betrifft, habe ich an meinen Wohnort ein abschreckendes Beispiel für die Nicht-Mitgliedschaft,
            nämlich die Flieger von Kloten, die über unsere Dächern donnern, anstatt die Füchse im Schwarzwald zu stören.
            Es gibt unzählige reale Beispiele, wo uns diese EU-Feindlichkeit enorm schadet. Geben Sie mir ein positives Beispiel
            der Nicht-Mitgliedschaft und es bereitet mir keine Mühe, dagegen zu räsonieren.

  • markus gerat sagt:

    da erntet man die früchte der austeritätspolitik

  • Linus Huber sagt:

    Eine leicht oberflaechliche Betrachtungsweise, denn es wird einzig das Wohl unserer Wirtschaft im gegenwaertigen Zeitpunkt als Komponente des Erfolges oder Miserfolges dieser Waehrungsmanipulation erwogen.

    Auf internationaler Ebene ist weltweit ein unausgesprochener Waehrungskrieg im Gange, welchem wir natuerlich mit dieser Massnahme zweifelsfrei begetreten sind. Ebenfalls funktioniert diese Untergrenze indirekt als eine Art QE (Quantitative Easing) mit noch nicht voraussehbaren Konsequenzen. Wie sich eine moegliche Entwertung der auf der Aktivseite der SNB befindenden „Assets“ fuer uns als Staat und Bevoelkerung laengerfristig auswirken mag, ist noch nicht definierbar. Es wurde damit ein weiteres Ungleichgewicht geschaffen, als ob wir nicht schon genug solcher im weltweiten Waehrungssystem auszuweisen haetten. Ich rate daher, die Entscheidung, inwiefern diese Waehrungspolitik im Endeffekt ueberwiegend positive oder negative Auswirkungen ausweisen wird, ein wenig zu vertagen.

    Mit ein Grund fuer die Reduktion des Exportes mag sehr wohl eine ermuedende Konsumentengesellschaft sein, welche sich schrittweise und aufgrund der beschraenkten oder unsicheren Zukunftaussichten schrittweise konservativer zu verhalten beginnt. In solch einer Situation nuetzt schlussendlich auch keine schwache Waehrung nichts, speziell wenn man beruecksichtigt, dass alle andern Staaten das gleiche Spiel anwenden.

    • John Peer sagt:

      Ich plädiere dafür, dass Sie als Blogautor aufgenommen werden. Ein bisschen Vernunft, Logik und Bescheidenheit im Sinne von „Mainline Economics“ statt „Mainstream Economics“ wäre erfrischend.

      • Anh Toan sagt:

        Und wenn er dann, wie die bisherigen Blogautoren, äussert zurückhaltend auf Kommentare antwortet, würde das Zeugs dass er absondert, welches Millionen von Fliegen, die sich nicht irren können, zum Fressen gern haben, zumindest im Umfang reduziert.

    • Roman Günter sagt:

      Herr Huber, da die Wertsteigerung des CHF nicht direkt mit der Wirtschaftleistung der Schweiz in Korrelation stand, kann ich Ihren Einwand nicht nachvollziehen, ausser Sie beschränken eine Währung ausschliesslich auf ihren Tauschwert und sehen sie nicht als Masseinheit. Durch die Fixierung des Wechselkurses wurde doch eigentlich nur ein virtueller Markt kompensiert, der somit auf gleichem Weg wieder aufgelöst werden kann nach einer Erholung der Referenzmärkte. Ein unregulierter Kurs hätte unbesteitbar eine massive Schwächung der einheimischen Wirtschaft bewirkt und bei seiner Erholung einen enormen Investitionsdruck aus dem Ausland generiert. Die SNB hat also nichts anderes gemacht als ihren gesetzlichen Auftrag erfüllt.

      • Anton Keller sagt:

        Wir hätten dank dem starken Franken automatisch mehr in Europa gekauft. Wieso nicht Fremdwährungen, ein Auto oder ein Haus? Wenn wir im Ausland einkaufen ist das bös, wenn die SNB im Ausland einkauft ist das lieb.

        • Die Antwort liegt möglicherweise im „wir“, Herr Keller. Es ist sicher eine gute Opportunität den Besitzstand zu wahren, das heisst aber nicht automatisch, dass die Schweizer Wirtschaft davon profitierte. Wie soll denn die SNB reagieren, wenn diese CHF wieder einmal den Markt fluten? Den Kurs in den Keller rasseln lassen? Ich glaube nicht, dass Spekulation zum Auftrag der SNB gehört.

      • Linus Huber sagt:

        @ Roman

        Einen wichtigen Aspekt erwaehnen Sie: „der somit auf gleichem Weg wieder aufgelöst werden kann nach einer Erholung der Referenzmärkte.“

        Wer genau sagt Ihnen, dass sich diese Referenzmaerkte wieder erholen? Wer genau garantiert Ihnen, dass der EURO in 5 Jahren noch existiert in der heutigen Form? Inwiefern liefern wir durch diese Waehrungsmanipulation die Schweiz der Willkuer anderer Zentralbanken aus? Woher nehmen Sie die Ueberzeugung, dass der eingeschlagene Weg der einzig gangbare ist, welcher zu einer Schwaechung der Waehrung fuehrt?

        Die verhaeltnismaessig klare Aussage des Artikels erklaert einen klaren Erfolg der Waehrungspolitik der SNB, aber unterschlaegt die noch nicht ausgelebten Risiken, was ich persoenlich als eine kurzfristige und oberflaechliche Betrachtungsweise beurteile. Sie koennen selbstverstaendlich anderer Meinung sein.

        Inwiefern die SNB ihren Auftrag erfuellt, wollen wir hier nicht weiter analysieren.

        • G. Nardone sagt:

          @Linus Huber: Es gibt 2 Ebenen; die Realitäts- & die Illusions-Ebene. Die Ebene der Illusion ist das Geld, der Euro z.B. Die Realitäts-Ebene aber ist, dass wenn es den Euro nicht mehr geben sollte, dann Deutschland, Frankreich usw. nicht von der Erde verschwunden sind. Und ich glaube höchstwahrscheinlich ist dann auch nicht z.B. VW und Mercedes, die Immobilien in Deutschland, Elektrizitätswerke, Parlamentsgebäude, Aldi, Lidl usw. werden sich auch nicht in Luft auflösen.
          Der Euro in sich kann kein Wert verlieren, weil er sowieso keins hat. Der sogenannte Wert des Euro ist relativ bzw. steht in Bezug zu wieviele CH-Franken Euros kaufen wollen & viceversa, und diese CH-Franken wollen Euros grösstenteils deshalb kaufen, weil sie vielleicht einen Mercedes, Audi, Bayer Tabletten usw. kaufen wollen & viceversa! Was heisst, dass die realen Werte am Ende die Leistungen der EU-Bevölkerung & CH sind, & die werden mitsamt ihren Leistungen noch mehr oder weniger auch nach dem Kollaps des Euro existieren. Die Euro-Forderungen werden nach ihrem Kollaps halt einen neuen Namen erhalten und ihre Kaufkraft könnte sich nach dem Chaos einer möglichen Euro-Verabschiedung wieder normalisieren. In solch einer chaotischen Situation muss dann die SNB einfach nur ruhig Blut bewahren & abwarten, sofern sie sich das dann aber leisten könnte, aber mit grosser Wahrscheinlichkeit denke ich schon, & vielleicht könnte sie sich am Ende sogar einen Gewinn verbuchen
          Die SNB hatte das Richtige getan, weil der CH-Finanzplatz mit Euros überflutet wurde im Zuge der Euro-Kapitalflucht als Folge der Euro-Krise, also hatte die SNB selbst diese Euros gekauft anstelle des CH-Finanzplatzes um möglicherweise den Finanzplatz zu entlasten. Also vielleicht hatte diese Massnahme nicht viel mit der Unterstützung der CH-Exportindustrie gemein, sondern der des CH-Finanzplatzes aber genauso auch zur Unterstützung den Euro etwas zu stabilisieren helfen.

  • Berner sagt:

    Bei aller Liebe für die Exportunternehmen, die Wechselkursuntergrenze vernichtet massiv Vermögen im Vergleich zum Ausland.

    Bei floating Wechselkursen (ohne Intervention) wären Dollar, Euro, GBP allesamt weiter unter Parität gegenüber dem Schweizer Franken.

    Mit anderen Worten, Schweizerfranken Guthaben / Vermögen hätte gegenüber den ausländischen Währungen massiv an Wert zugelegt.

    Herr Straumann vergisst, dass sich grundsätzlich jedes Exportunternehmen im Bereich der Wechselkurse schützen ohne Nationalbankintervention (Kauf Devisen auf Termin, Wechselkurs-Vertragsklauseln mit Importeuren von Schweizer Exportgütern etc.).

    • Rene Wetter sagt:

      @Berner: Nei die Währungen $,£, € wären nicht (mehr) weit unter Parität. Nach einem massiven Einbruch der CH Wirtschaft wäre der Schweizer Franken wieder runtergekommen. Es wäre nicht nur die Exportwirtschaft sondern auch die Binnenwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen worden, wir wurden damals angehalten nicht mehr in der Schweiz einzukaufen sondern direkt zu importieren, als wären sogar die Importeure in Mitleidenschaft gezogen worden.Wir können nicht als Wertspeicher für die ganze Welt herhalten. Die meisten Leute leben von einem Einkommen und nicht wie die wenigen Privilegierten vom Vermögen. Währungsabsicherungen helfen nicht gegen dauernde Auf- und Abwertungen.
      Ich würde mir mal ein solches Szenario durchspielen und die Auswirkungen auf die verschiedenen Branchen im Zusammenhang studieren statt ständig von Vermögensverlusten zu schreiben. Viele Anlagen erfolgen ja im Ausland und in einem Land mit einbrechender Wirtschaft könnten Sie noch weniger im Inland investieren.

    • Reto Stadelman sagt:

      Kurzzeitiges Denken Herr Berner wäre der Untergang für unser Land gewesen. Zum Glück haben andere das Richtige getan.

  • Anton Keller sagt:

    Der Export in bankrotte Länder ist schwierig, unabhängig wie der Wechselkurs steht. Die inner-EU-Länder Exporte (Autos etc.) sind genau so eingebrochen, obwohl dort gar keine Auf- und Abwertungen der Währung stattfinden kann. Von währungsbedingten Exportproblemen zu sprechen ist daher falsch.

    Ein Vergleich von heute erfolgreichen Firmen (EMS Chemie etc.) zeigt, dass das Importmanagement entscheidend ist. Schweizer Firmen importieren die für die Produktion benötigten Mittel oft viel zu teuer. Weiter entscheidende Faktoren sind: Automatisierungsgrad der Produktion (Swatch, Uhrwerke etc.) und Einzigartigkeit der Produkte ( Nobeluhren, Nespresso etc.)

    • Hans Gschwind sagt:

      Naja Herr Keller, börsengehandelte Rohstoffe ((z.B. Oelderivate) z.B. für die „Holzverzuckerung“)) sind weltweit preisgleich. Da brauchts eine gute Nase für den Markt und weder ein „geschicktes Importmanagement“ noch irgendwelche Berater. Umsatzzahlen sagen über den Gesundheitszustand der jeweiligen Unternehmung nix aus. Lassen Sie sich einmal die Anlagenwerte (Mobilien) mit dem Wiederbeschaffungspreis per 1.1. zeigen; dividieren Sie diese Zahl bei einem 3. Schichtbetrieb (wie z.B. Ems) durch max. 7 (Jahre) und vergleichen diese Summe mit der in der Erfolgsrechnung stehenden Summe für Abschreibungen. Sie werden überrascht sein, was der hohe CHF dort für „Abschläge“ brachte.

      • Fred Niederer sagt:

        Naja Herr Gschwind, das mit der Holzverzuckerung ist bei der EMS-CHEMIE seit anfangs der 50iger Jahre Geschichte, Offenbar kennen Sie das Unternehmen weniger gut als Sie meinen. Ansonsten stimmt es naturlich schon, die Chemie-und Lebensmittelindustrie, die zu einem grossen Teil international gehandelte Rohstoffe einkauft und diese auf Gross-Anlagen mit wenige Manpower weiterverarbeitet, ist gegenüber z.B. der Maschinenindustrie, deren Produkte einen geringen Wert-Anteil an Basis-Rohstoffen und dafrü mehr Manpower enthalten, spüren den starken Franken weniger.

        • Hans Gschwind sagt:

          Fred Niederer: so wie ich mich erinnere, gab’s die „Holzverzuckerungs AG“ auch noch nach Einführung der Produktion von heavy water, Düngemittel, Nylon 6.6 und PES (mit Gelsenberg). In meinem ersten Kommentar „merkte ich den, damaligen, Firmennamen an“ keine Produkte. Wie sagte doch vor Jahren einer dieser Gurus „unsere Zukunft liegt im Trend“.

      • Anton Keller sagt:

        Si können es auch einfachr ausdrücken: Wenn der Schweizerfranken viel wert ist, so sind die im Ausland gekauften Maschinen (Autos) billiger zu haben und die Occasionen auch deswegen billiger. Ich habe aber auch die Chance neue Maschinen ganz billig zu kaufen und stehe dann bei der Korrektur ganz gut da.

        • Rene sagt:

          @Keller: Und die in der Schweiz hergestellten Maschinen werden nur wenig billiger und fürs Ausland teurer, als kauft man weniger schweizer Maschine, wodurch die Schweizer Hersteller auch keine billigen ausl. Maschinen kaufen denn man investiert nicht bei Umsatzrückgang. Vielleicht wird mehr importiert aber die schweizer Zulieferer bleibt auf der Strecke, denn ausl. Zulieferer sind billiger. Wir hatten damals den ganzen Einkauf nach D verlegt und gewisse Projekte ganz nach SLO verlegt. Ich arbeite jetzt bei einer Firma die nichts mehr in der Schweiz produziert und praktisch alles im Ausland kauft nur Technologie Verkauf und Service sind noch da. Sie haben wohl nie in der Maschinenindustrie gearbeitet sonst würde Sie anders schreiben.

    • Sibylle Weiss sagt:

      Bei den vorgängig übermässig positiven diesbezüglichen Nachrichten, glaubte ich von vorne herein nicht an dieses Märchen, da 80% der Exporte in die EU u. nur 20% nach Uebersee gehen. Da die EU (wie auch jetzt China) immer noch Probleme hat und somit zu den strauchelnden Ländern gehört, hat auch die Schweiz automatisch ein Problem; so einfach ist das. Zu glauben, dass sich die Schweiz aus allen umliegenden Exportschwierigkeiten heraushalten und so tun kann, als ob sie all dies nichts angeht ist schlicht weg naiv und Vogelstrausspolitik. Das Dumme an der Sache ist nur, dass dieses Problem dadurch nicht gelöst sondern nach wie vor bestehend ist. Fazit: der Vorwurf an die SNB war ungerechtfertigt und die ganze vorgängige Schönrederei der Problematik hat die Schweiz spätestens jetzt auf den Boden der Realität zurückgeholt!

      • Sibylle Weiss sagt:

        Dasselbe geschah ja mit den Arbeitslosenzahlen, welche auf wundersame Weise -vermutlich in Form einer Wunderheilung- plötzlich geschrumpft sein soll und es ebenfalls auf wundersame Weise quasi über Nacht Mehrbeschäftigung geben soll. Vermute, dass auch bei diesen traumhaft positiven News geschummelt und schöngeredet wurde, wo es dann nicht selten vorkam, dass man die Konjunkturprognosen wieder nach unten revidieren musste.

        • Hans Gschwind sagt:

          Sibylle Weiss: in der CH träumen sehr viele farbig und verkennen, leider, die Realität. Das beste Beispiel dafür ist die Entwicklung der Anzahl Lehrstellen in der Maschinenindustrie auf den Plätzen Winterthur, Rüti und Horgen (als „kleines“ lokales Beispiel). Eine Veröffentlichung der Anzahl nicht mehr existierender Lehrstellen in der CH würde einen Aufschrei produzieren, der auch in Langenthal gehört würde.

          • Anton Keller sagt:

            „nicht mehr existierender Lehrstellen“. Weshalb sollen Firmen Lehrlinge ausbilden, wenn sie fertig ausgebildete Berufsleute aus ganz Europa haben können? Das hat nichts mit einem starken Schweizerfranken zu tun, sondern mit der vom Volk abgesegneten Personenfreizügigkeit. Das ist Realität.

          • Hans Gschwind sagt:

            Und Herr Keller: was sagt Ihr Traum was die „junge Manne und Fraue“ machen sollen, welche gerne eine Lehre, z.B. als Mech (mit welcher Bezeichnung auch immer), absolvieren würden? Abgesehen davon wurde Abteilung 9 in Oberwinthertur, Zuchwil, d’Joweid, ein Teil der 4 von Horgen (nicht zu verwechseln mit dem „gang of 4“ in China, Jäggli in Oberwinterthur, GF im Birrfeld, Saurer in Arbon, Dubied in Neuchatel, Heberlein in Wattwil…..wollen Sie noch mehr Namen aus der Maschinenindustrie??? vor Einführung der Freizügigkeit „runtergefahren“.;unter anderem weil der USD von 4.32 auf 3.80 sank (Anfang der 70iger Jahre) und BEF, DEM, FRF und UKP (alle Konkurrenten der CH) „billiger waren.

    • Zingg sagt:

      Ems Chemie: Ist ein Granulathersteller. Diese Firma ist mit keiner anderen Firmen zu vergleichen, weil es in Europa dazu keine wirkliche Konkurrenz gibt.

      Die Spritzgiessanlagen können Millionen verschiedene Granulate verarbeiten und jede erdenkliche Endform erreichen.

      Blochers Politik ist darauf aufgebaut, er hat die Grenze nach Dürrenmatt geschlossen, damit er als Einzige seine Macht in der Granulattechnik behalten kann.

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