Die neuen Sexregeln

Sie habe sich beim Dreh oft unwohl gefühlt: Nicole Kidman als Celeste Wright mit ihrem gewalttätigen Filmehemann Perry (Alexander Skarsgard)in der Miniserie «Big Little Lies». Foto: HBO

Nach den ganzen Anschuldigungen, Beschuldigungen, Outings und Entschuldigungen und der – oh, so überraschenden – Erkenntnis, wie mies es im Filmbusiness zugeht, und der jetzt immens PR-trächtigen Aktion der Hollywooddamen, bei den Golden Globes Schwarz zu tragen, um Zusammenhalt zu demonstrieren, werden angeblich überall neue Regeln für Castings und Sexdrehs aufgestellt.

Grund dafür sind die Klagen der vielen Schauspielerinnen wie etwa Nicole Kidman, die sich bei den Dreharbeiten zu «Big Little Lies» schutzlos Demütigungen ausgeliefert fühlte, weil sie Dinge tun musste, die nicht im Drehbuch standen, sondern einfach der spontanen Sexlust des Regisseurs entsprangen. Und das ist wohl schon lange gang und gäbe.

Die ekelhafte Butterszene

Legendär geworden ist der Film «Der letzte Tango in Paris» mit Maria Schneider und Marlon Brando durch die Butterszene. In der Szene vergewaltigt Marlon Brando die damals 19-jährige Maria Schneider anal und nimmt dafür Butter als Gleitmittel. In einem alten Interview gab Regisseur Bernardo Bertolucci zu, die Sequenz mit der Butter gemeinsam mit Brando geplant und Schneider nicht darüber informiert zu haben. «Ich wollte ihre Reaktion als Mädchen, nicht als Schauspielerin», erklärte er. Maria Schneider sagte immer wieder, wie verstörend und erniedrigend sie es fand, als die beiden Männer sie mit der Szene konfrontierten, und die Tränen, die sie im Film dabei weint, sind durchaus echt. Maria Schneider sagte in allen Interviews in all den Jahren, Bertolucci habe ihre Jugend gestohlen, und sie drehte nie wieder einen grossen Film; ihre kurze Karriere war nach diesem einen Film beendet, sie hatte zu viel Wirbel um die Analszene gemacht. Maria Schneider ist 2011 verstorben – aber die Butterszene ist aktueller denn je.

Die Machtverhältnisse bleiben bestehen

Regisseur Bertolucci wurde 2016 deswegen noch einmal des Missbrauchs beschuldigt. Er log, es würde sich bei den wütenden Reaktionen um ein «lächerliches Missverständnis» handeln. «Ich erklärte, aber wohl nicht klar genug, dass Marlon und ich uns dazu entschieden hatten, Maria nicht darüber zu informieren, dass wir Butter verwenden würden. Wir wollten ihre spontane Reaktion auf die unpassende Verwendung (der Butter).» Ich selbst sah den Film 1981 mit meinem damaligen Boyfriend im Kino und wir fanden ihn beide sterbenslangweilig. Die Butterszene war lächerlich und ekelhaft, ich fragte mich, wozu so etwas in diesem Film gut sein soll – es waren für mich als Teenager nur widerliche Altmännerfantasien.

Jedenfalls gibt es jetzt wegen solcher Vorfälle Workshops für Schauspielerinnen, in denen sie lernen sollen, mit solchen Situationen umzugehen, wenn es etwa plötzlich heisst: «Zieh aus, so viel du kannst», und dann: «Du hast die Rolle überhaupt nicht verstanden, sonst hättest du Slip und BH nicht anbehalten, du bist nicht die Richtige für diese Rolle.» Oder wie Elizabeth Debicki, die bei «The Night Manager» zwar ihre Wäsche anbehalten durfte, aber nicht wusste, dass Tom Hiddleston die Szene nackt dreht. Es gibt jetzt die Pflicht, dass bei allen Dreharbeiten vorher alle ganz genau schriftlich darüber informiert werden sollen, was gedreht wird, wie viel ausgezogen, welche Sexpositionen und was noch alles. Aber ob das hilft? Wenn die eine sich nicht ausziehen will, dann macht es eben die Nächste, da hilft kein Workshop. Und wir wissen, die verführerische Macht von weissen, sexgeilen, alten Männern ist einfach grösser und erfolgsversprechender als die eines bedruckten Zettels, auf dem «New Sex Rules» steht.

92 Kommentare zu «Die neuen Sexregeln»

  • Claude Fontana sagt:

    Money rules. heisst es doch so schön,wers nicht macht, wird von wem verdrängt ders macht. Kapitalismus ist das Problem,und die Abhängigkeit die Geld erzeugt. Aber das wissen die meisten Menschen auch. Wer sich für die Karriere auszieht, muss mit allem rechnen, denn er ist schon zu vielem bereit.Und irgendwer wird versuchen, noch mehr rauszukitzeln. Dabei ist es völlig egal was man schlussendlich macht. Der Markt ist nie zufrieden, denn sonst gäbs keine Nachfrage. Gier ist der Ursprung des Marktes, und wer mit ihr Spielt. verspielt sich selbst.

  • Rolf Rothacher sagt:

    Das ist moralisiernder Unsinn. Wenn Sex-Szenen in Drehbüchern stehen, so muss sich niemand für diese Rolle melden. Und er kann vertraglich exakt festlegen, wozu er bereit ist und wozu nicht. Das hat auch nichts mit alten, geilen Böcken zu tun. Immerhin treten auf mit Steuergeldern finanzierten öffentlichen Bühnen auch ständig Nackte auf. Ich bezahl also ohne Mitspracherecht für diesen Unsinn. Ins Kino kann ich gehen oder nicht. Für die öffentlichen Theater blech ich, ob mir gefällt, was dort stattfindet oder nicht.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    da der gesunde menschenverstand beider geschlechter in den heutigen zeiten der globalen wohlstands-degeneration arg zu schwinden scheint, schlage ich vor zu beginn einer jeder interaktion zwischen den geschlechtern einen umfassenden multiple-joice fragebogen abzugeben um sich für alle möglichen eventualitäten abzusichern. ich persönlich halte das, in unserer schrecklich schönen zeit so. mit machtgeilen lüstlingen will ich eh nichts zu tun haben. und mit den „me-too“ opferfrauen schon gar nicht. man kann sich hier nur auf der ganzen linie die finger verbrennen. mir tun die jungen leid, die bald gar nicht mehr wissen, wie man sich gegenüber dem andern geschlecht zu verhalten hat. aber die entblöden sich ja eh lieber und hemmungslos auf den sozialen plattformen. brave new world.

    • Niklas Meier sagt:

      In brave new world wird aber eine offene, belanglose, unverbindliche Sexualität proklamiert.

    • Serge Mueller sagt:

      @Rittermann: Nur so am Rande: könnte es sein, dass Sie „choice“ und „joice“ verwechselt haben? 🙂 Bin schon gespannt auf all die tiefenpsychologischen und genderphilosophischen Ferndiagnosen, die da kommen werden. Nix für ungut.

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        ouu ja – sorry herr müller – mea culpa… das war schon ziemlich bildungsfern, von mir.

  • Jürgen Eberle sagt:

    Die Machtverhältnisse sind leider auch deshalb so desolat, weil die Anzahl Regisseurinnen in guten Positionen nicht hochgenug ist um den Schauspielerinnen eine Alternative zu lassen. Abgesehen davon gibt es meiner Meinung nach zu wenig Kontrollmechanismen die solche Vorfälle verhindern würden.
    Solange es aber Menschen ok finden solche Filme zu gucken, solange wird es auch entsprechenden Missbrauch geben. Mit anderen Worten ihr Zuschauer, nehmt euch an der eigenen Nase, ihr seid mitschuldig!

    • Claude Fontana sagt:

      Hat Frau zufällig mal was ernstgemeintes zu sagen? geht es mal nicht um IHRE Sicherheit, oder Profit? Braucht es wieder mal mehr Kontrolle der „Anderen“? Der überwachungsstaat ist schon schlimm genug, finden Sie nicht?

  • Karl Schweizer sagt:

    Und warum hat denn der „weisse, sexgeile, alte Mann“ (was für ein erbärmliches Klischee) diese Macht? Haben Sie dazu auch eine Antwort, Frau Kiani? Ihre „Analyse“ greift meines Erachtens ein bisschen sehr kurz.

  • Sportpapi sagt:

    „Und wir wissen, die Macht von weissen, sexgeilen, alten Männern ist einfach grösser als die eines bedruckten Zettels, auf dem «New Sex Rules» steht.“
    Weil die Filme drehen, die wir alle gar nicht sehen wollen?
    Ich bin ja da kein Insider, aber es ist doch in der Regel so, dass Sexszenen klar geregelt werden. Dass man nein sagen kann – wobei dann vielleicht wirklich jemand anderer übernimmt. Oder aber, es wird ein Bodydouble eingesetzt, was ich wirklich absurd finde.
    Auf der anderen Seite sehe ich täglich „Stars“ in den Medien, die leicht bekleidet oder mit „Kleiderpannen“ sich im Gespräch halten. Und mit Sexszenen in ihren Filmen, die dann ausführlich besprochen werden.

    • Dani sagt:

      Wie können Sie bloss so etwas behaupten? All die Brustblitzer sind reiner Zufall und auch dass die Brustnippel verklebt sind. Auch dass gewisse Damen ohne Höschen aus der Limousine steigen und der Paparazzo genau dann abdrückt, ist absoluuuuuuuter Zufall. *mit den Augen roll*

      So langsam wird es mal Zeit, dass aus dem Filmbusiness offizielle Verträge ans Tageslicht kommen, so dass man all die Beschuldigungen untersuchen kann.

    • Stefan W. sagt:

      Und nicht zuletzt: Wenn in einem Film eine einzige, noch so kurze und irrelevante Szene vorkommt, in der nackte Haut blitzt, dann kann man sich darauf verlassen, dass just diese Szene das Aufhängerbild in Programmzeitschriften und Kritiken wird.

  • Lala sagt:

    Eventuell würde ein natürlicheres Verhältnis zur Nacktheit mehr helfen als irgendwelche Regeln.

    Naja, jetzt heucheln halt alle um die Wette – «Härzig».

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      i fully agree. die diskussion geht in die falsche richtung-, in die komplett falsche. anstelle wir uns von zwängen befreien, wird die selbstkasteiung beider geschlechter vorangetrieben. dies haben wir per se weder den tätern noch den opfern zu „verdanken“ sondern – tut mir leid – den medien-, und v.a. feministisch-enttäuschten autorinnen welche jede schlagzeile aufgreifen um stimmung gegen eine (sowieso schon weit entfernte) geschlechter-harmonie zu machen. ich schliesse hier die damen binswanger und kiani mit ein. leider.

  • maia sagt:

    „Und wir wissen, die Macht von weissen, sexgeilen, alten Männern ist einfach grösser als die eines bedruckten Zettels, auf dem «New Sex Rules» steht.“ – wer ist „wir“?

    • Hans sagt:

      Antwort: Frustrierte männerhassende (nur weisse Männer!) politisch korrekte Feministinnen.

      • Walter Eggenberger sagt:

        …. und eigentlich gar nicht so frustrierte (weisse), nicht frauenhassende und politisch nicht sonderlich korrekte Männer wie ich zum Beispiel. Einfach normale, selbstbewusste und aufgeschlossene Männer, die sich ihrer Männlichkeit und Sexualität sicher sind und die sich deshalb nicht bei jedem Gender-Thema sofort angegriffen fühlen.

    • Claude Fontana sagt:

      Die Macht von Jungen Geldgeilen Tussies, die einen sicheren hafen suchen ist auch nicht zu unterschätzen. Sex sells, das kapiert auch frau schon Früh.Schnell noch besser aussehen als die Nachbarin, und etwas kokettieren. und schon ist das selbstwertgefühl wieder da. Morgens ein Lächeln, abends ein Zwinkern. Alles ganz harmlos.Bis der schüchterne Mann sich traut, dann wird ausgelacht, niedergemacht und wenn er seine position verlässt, nachgerückt. Hey, Karriere. Das funktioniert aber bei Selbstbewussten Männern nicht. also legt man sich nach dem Lächeln und Zwinkern hin und erduldet. dann rückt man als armes huschelchen wieder eins nach oben.Solche gibts auch. selten. aber ja.

  • Mann nich alt und sexgeil sagt:

    Narürlich….
    Darum hat es bei Fifty Shades of Grey auch nacktszenen, wegen den “ sexgeilen, weissen alten Männern.
    Ach ist die Welt einfach….

  • Olivia Brunner sagt:

    Die Lösung wäre, wenn nur noch Regisseurinnen wie M. Binswanger (aka. die Eiskönigin, Quelle: ehem. 20min-Redaktion um Hansi Voigt) Filme machen dürfte. Dann hätte man keine kontroversen Szenen mehr und auch kein störendes Publikum im Kino…

  • Ralf Kannenberg sagt:

    Warum mieten die für solche Szenen nicht einfach Sexworkerinnen ? Diese sind „Profis“ auf diesem Gebiet und bei gefährlichen Szenen kommen ja schliesslich auch Stuntleute zum Einsatz.

    • Enrico sagt:

      Sexworker sind in Schweden verboten worden, dass heißt , wenn Sie Geld dafür nehmen, ist es Prostitution.
      Die Lösung wäre schwarz arbeiten oder unentgeltlich.
      Hätte den Vorteil, dass die Autorinnen hier wieder etwas zu schreiben hätten.

      • Claude Fontana sagt:

        Ich glaube Schwedische Filme die ich gesehen habe könnte ich an 1 hand abzählen.Ich weiss jetzt warum.

  • Vierauge sagt:

    ehrlich gesagt ist mir (männlich) nicht klar, wieso es (ausserhalb der Pornoindustrie) überhaupt Filme geben muss, in denen explizite Sexszenen gezeigt werden.
    Wenn keine Frau mehr bei so etwas mitmachen würde und keiner von uns mehr solche Filme angucken würde, wäre dieser Trend doch ganz schnell zu Ende, oder?

    • Henriette sagt:

      Mich langweilen die Sexszenen im Film, ich bin froh, wenn sie nur angedeutet werden und die Handlung weitergeht.

      • Wäis Kiani sagt:

        mich auch, total. Man schaut ja sonst den Leuten auch nicht beim Sex zu… es gibt ja genug Sexfilme, und Soft Porno und alles bis Hardcore Porno für die Liebhaber dieser Szenen….

    • Sportpapi sagt:

      Ich für meinen Teil wundere mich immer, wie in manchen Filmen, in denen der Sex irgendwie relevant ist, peinlich genau darauf geachtet wird, ja kein Sex zu zeigen.
      Am schrägsten ist dann die Sexszene am Morgen, wenn die Frau nach wilder Nacht sich immer das Leintuch für die Brüste hält. Gibt es solche Leute in der Realität wirklich?

      • Aguyar sagt:

        Wieso es ausserhalb von Pornofilmen Sexzenen geben muss ? Z.B. Weil es sonst keine adäquate Game of Thrones Verfilmung gegeben hätte – und auf solche Filme möchte ich als alter (sexgeiler ?) Mann nicht verzichten. Und was wird dabei aus der hevorragenden schauspielerischen Leistung von Noomi Rapace als Lisbeth Salander in Millennium ? Sie „musste“ sich dazu u.a. auch ausziehen: Sollen jetzt entpsrechende Szenen von Buchvorlagen in den Verfilmungen grundsätzlich ignoriert werden, weil nicht alle Schauspier/Innen der Rolle gewachsen sind ? Was hier gefordert wird ist ein kultureller Rückschritt zur Blümchensex-Darstellung.

        • Oliver Brunner sagt:

          Wieso sollte es in Polit-Thrillern Politik geben, in Kriminalfilmen Morde und Überfälle oder in Katastrophenfilmen Erdbeben. Da schaut man als gebildeter Mensch doch nicht zu…. Was sind hier eigentlich für Leute unterwegs?

      • Claude Fontana sagt:

        Perfekt Frisiert und schon mit Makeup aufstehen, Das nenn ich Produktives Schlafwandeln. Nach gutem Sex sollte das Leintuch auch von alleine Kleben. 🙂

  • Niklas Meier sagt:

    Ich bin ja froh, gibt es keine dunkelhäutige, sexgeile, alte Männern.

  • andy sagt:

    Einige Zitate und Denkanstösse für Frauen und Männer jeder Hautfarbe und Alters.
    Macht steuert Wissen.
    Aller Herrschaft Druck ist schwer. Man muss den Menschen immer freiwillig handeln zu lassen scheinen.
    Das Geheimnis der Macht besteht darin, zu wissen, dass andere noch feiger sind als wir.
    Die Kraft eines Riesen zu besitzen ist wunderbar. Sie wie ein Riese zu gebrauchen ist Tyrannei.
    Kein Mensch ist gut genug, einen anderen Menschen ohne dessen Zustimmung zu regieren.

  • Widerspenstige sagt:

    Ich sehe schon bald Roboter-Frauen im Einsatz für versaute Sexszenen. Das wäre die richtige Antwort auf die Wortverdreher bzw. Drehbuch-Ignoranten. Auch gibt es immer noch zu viele Sternchen, die vom grossen Starruhm träumen und dafür ihre Seele verkaufen. Zu spät erkennen sie, dass sie Treibsand betreten haben, aus dem es kein Entrinnen gibt.

    Der passende Soundtrack dazu: Hotel California – Eagles https://www.youtube.com/watch?v=lHje9w7Ev4U

  • andy sagt:

    Kenne Hollywood Geschichten nur aus Medien und Wirtschaft.
    Übrigens, wenn ich denke wie viel ungeliebte Arbeiten ich in meinem Berufsleben schon erledigen musste mit der einzigen Gewissheit, dass es immerhin etwas Münz für die nächste paar Wochen daraus für mich ergibt und der Auftrag dem Unternehmen fortbestehen sichert. Ja ja. Hatte nicht mal Zeit zum weinen und mich in Selbstmitleid zu wälzen. Die Zeit lief davon.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Erschütternd. Ein System des Bösen, ist man versucht zu sagen. Doch Hollywood und Niederbuchsiten im Kanton Solothurn liegen weit auseinander, nicht nur geografisch betrachtet.

  • Ri Kauf sagt:

    Sexscenen sind meist langweilig auch beim besagten Film der letzte Tango.. Eine gute Sexscene sollte so gestaltet sein, dass beim Zuschauer die eigene Fantasie angeregt wird. Solche Darstellungen brauchen keine brachiale Gewalt.

    • Wäis Kiani sagt:

      genau. Aber dann hat der sexsack von Regisseur nichts davon der ja meistens nach Drehschluss mit der Schauspielerin seines Vertrauens alleine weitermacht.

      • Belo Zibé sagt:

        Nach Drehschluss könnte die Schauspielerin auch einfach nachhause gehen,was sie aber nicht tut,weil sie eben auch ein kleines bisschen nach oben will.Und weil möglicherweise schon drei andere vor der Tür stehen,die das ebenfalls möchten.Deshalb:Augen zu und durch! Geöffnet werden sie dann 30 oder 40 Jahre später.
        »Die Moralheuchler sind nicht darum hassenswert, weil sie anders tun, als sie bekennen,
        sondern weil sie anders bekennen, als sie tun.« K.Kraus

        • Wäis Kiani sagt:

          So ist es. Es stehen in Hollywood eher 120 hinter ihr,die das auch möchten und sie konnte die Rolle nur deswegen bekommen, weil sie schon vorher gut im Bett des regisseurs (und wessen noch?) performed hatte, es gibt genug Geschichten von Schönheiten die nach einem Film nie wieder etwas gedreht haben, weil sie eben mit einem bestimmten Regisseur nicht schlafen wollten oder nicht MEHR, und dieser ihre Karriere zerstört hat. Tippi Hedren (Mutter von Melanie Griffith, Grossmutter von Dakota Johnson) war so ein Fall, zerstört mit Ansage von niemand geringeren als Hitchcock, das weiss man schon lange, aber jetzt wird es endlich thematisiert.
          https://derstandard.at/2000066324687/Tippi-Hedren-Hitchcock-sagte-dass-er-meine-Karriere-ruinieren-wuerde

          • Philipp M. Rittermann sagt:

            ooooch. all die unschuldigen unwissenden kleinen mädchen, welche um jeden preis hollywood-stars werden möchten? alle sind sie den bösen männern so mir nichts dir nichts ins netz gegangen? – entschuldigung. so einfach ist das (leider) nicht. aber das scheint leuten wie ihnen ziemlich egal zu sein. hauptsache mal den mann anprangern, von dem man all die jahre sooo enttäuscht wurde?? ganz ehrlich. hier sind mir die jüngeren frauen lieber. die haben nämlich eine unverkrampftere einstellung und hinterfragen objektiver, als manche frustrierte mit40erin. sorry. und bez. hitchcock. es fand ein generationenwechsel statt. die frau kann heute selbständig entscheiden, was sie tut. aber auch hier – scheinbar ist die frau per se in der opferrolle. meines erachtens total daneben.

      • Lichtblau sagt:

        Sexsack? Eine Wortschöpfung von Ihnen, Frau Kiani? Hab ich so noch nie gehört, lässt sich bei Gelegenheit aber wunderbar zischen: „Sie Sexsack, Sie!“ Eingentlich ist alles besser als das unsägliche „Grüsel“, das wirklich einschlägigen Delinquenten vorbehalten sein sollte.

    • Fragezeichen sagt:

      Ein Kinosaal mit 500 Zuschauern voll, und dann kommt die Sexszene, beispielsweise nach der Popcornpause, und alle 500 sind in diesem Moment, gemeinsam im Saal sitzend an die Leinwand starrend, sexuell erregt? Lieber nicht. Vermutlich dreht man deswegen in Kinofilmen nicht sexuell erregende Sexszenen, weil der Kinosaal mit 500 Menschen voll ja kein Darkroom sein soll, schon gar nicht in den USA. Auf jeden Fall ist mir dennoch nicht klar, warum man in Kinofilmen Sexszenen dreht, die sexuell nicht erregen. „Hast du diesen neuen tollen Hollywood-Film mit der grossartigen Sexszene, die nicht erregt, schon gesehen?“ macht doch irgendwie keinen Sinn? Vielleicht wissen Ökonomen in Zusammenarbeit mit Neurosenforschern plus Robotik-Experten die Antwort. Wobei: Pepsi-Light, Coca Cola Zero?

  • Toni P. sagt:

    Schon faszinierend, wie sich weisse, reiche Schauspielerinnen als ewige Opfer, angeblich ohne Mundwerk und ohne jegliche Autorität, einfach lammartig und schwach gegen ihresgleichen, nämlich weisse, reiche Männer auflehnen. Jene notabene, die ihnen ihren Reichtum erst ermöglicht haben. Katzen machen nicht in den eigenen Garten. Undankbare Frauen abgeblich schon.

    • Christina sagt:

      Lammartige, blutleere Opferfrauen gegen reisserische, getriebene Wolfsmänner? Tiefenpsychologisch lässt sich meiner Meinung nach Einiges in dieser Dynamik zwischen Schauspielerin-Lamm und Filmwelt-Wolf anhand der Interpretation des Märchens Schneewittchen erklären. Im Rahmen der Rundfunk-Serie „Von einem der auszog“ interpretiert Drewermann Schneewittchen folgendermassen:
      https://www.youtube.com/watch?v=Q7X4AqUoCKY
      Die Zusammenhänge sind wohl oft komplexer, als sie auf den ersten Blick zu sein scheinen.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Sagen wir’s mal so: Die ganze Art, wie die MeToo-Debatte geführt wird, wirft auch ein schlechtes Licht auf gewisse Frauen. Man ist langsam schon fast versucht, alte Stereotypen aus der Mottenkiste zu holen.

        „Let’s not turn women into snowflakes. Let’s not infantilize women.“

        Condolezza Rice

        http://edition.cnn.com/2018/01/13/politics/rice-metoo-axe-files-cnntv/index.html

        • Zufferey Marcel sagt:

          Ergänzend: Ich geriet da neulich in eine feministische Diskussion. Von Fakten keine Spur, aber viel Meinung und noch viel mehr, sorry, das so sagen zu müssen: Gekreische, wenn von Männern belegbare Fakten ins Feld geführt wurden. Es ging um Scheidungen, Sorgerecht, Umgangsrecht, usw. Die Emotionalität einzelner Frauen schien im umgekehrten Verhältnis zum Wissensstand über diese Thematik zu stehen. Da war auch die eine oder andere Akademikerin darunter. Das hat mich ziemlich negativ beeindruckt.

          • Enrico sagt:

            Herr Zufferey,
            Jeder der eine Scheidung erleben musste kennt dieses. Warum ist das wohl so ? Ich denke weil Frauen sich als so viel besser fühlen, und daraus ein Recht auf Glück ableiten.
            Werden Sie es nicht, ist der Schuldige schnell ausgemacht (der Mann) und eine Rache als normales Recht erlebt.

  • Michael sagt:

    Schon echt spannend hier zu lesen, wie Mann und Frau sich über Hollywood, seine Regisseure und seine Filmschauspielerinnen echauffieren kann. Interessiert das wirklich so dermassen, wie das Filmbusiness in Holywood so abgeht ? Welcher Mensch ist gezwungen, Schauspieler zu werden ? Kein einziger. Zeitvergeudung das ganze.

    • Wäis Kiani sagt:

      Sehe ich genauso, ehrlich gesagt. Man kann nicht sagen, man will im Bordell arbeiten aber die Freier selbst aussuchen… its Hollywood…es war schon immer so und wird auch so bleiben.

    • Carolina sagt:

      Es ist schon ein wenig einfach, sich darüber zu einigen, dass das einfach Hollywood ist, war schon immer so, wird sich nie ändern, geht uns ja eigentlich gar nichts an…… Denn viele der Haltungen, der Vorurteile etc haben wir ja auch alle im Kopf, oder?
      Und sie sind beileibe nicht nur auf Frauen beschränkt, auch Männer erleben (sexuelle und andere) Manipulationen in unseren Breitengraden. Gilt für die auch die Forderung, sie hätten ja gewüsst, worauf sie sich einlassen? Jemand, der an einer renommierten Uni doktoriert, sollte also vorher wissen, dass sein Doktorvater ihm sein ganzes Berufsleben versauen kann, wenn er ihm nicht gewisse Gefallen tut? Eine Frau, die an die Schauspielschule geht, sollte vorher wissen, dass ein zukünftiger Produzent sie bedrängen wird, weil der

      • Carolina sagt:

        /2 Beruf ’so einen Ruf‘ hat? Finde ich nicht.
        Und indem wir schon wieder alles als ‚typisch Hollywood‘ abtun, relativieren wir so stark, dass das, was auch in unseren Leben benannt werden sollte, in dieselbe Schublade ‚erledigt‘ stecken.
        Weil das Opfergehabe vieler (auf Kosten der wirklichen Opfer) in Hollywood überhand nimmt (da stimme ich zu), sagen wir unseren jungen Frauen implizit wieder: stell Dich nicht so an? Der eigentliche Skandal – und daraus sollten vor allem wir Frauen lernen – ist, dass Weinstein etc so lange wüten konnten, dass ältere, etablierte Schauspielerinnen sein Tun nicht öffentlich benannt haben und damit die jungen Frauen haben hängen lassen. Das finde ich schlimmer als alles andere!
        Dieser Omertà dürfen wir nicht schuldig werden!

        • Wäis Kiani sagt:

          Tippi Hedren und Maria Schneider zb haben es immer klar und deutlich ausgesprochen, aber es hat niemanden interessiert.

      • Widerspenstige sagt:

        Carolina, ich teile Ihre Meinung und finde auch: DAS IST DER WAHRE SKANDAL! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

  • Chris Fogg sagt:

    Wie wäre es einfach Nackt- und Sexszenen zu verbieten. Dann wird keine Schauspielerin mehr gezwungen solch eine Szene drehen zu müssen und ein Leben lang an dieser zu leiden. Ist wie mit dem Rauchen welches in den heutigen Filmen auch nicht mehr vorkommt.

    • Wäis Kiani sagt:

      ja so wie früher. Und nur etwas fake kissing, ohne Zunge. Ich bin dabei.

      • Paolo Martinoni sagt:

        Klar – Gebote und Verbote bzw. Fremdbestimmung als Lösung bestehender Probleme. Als gäbe es nicht genug davon. Warum es nicht jedem/jeder Einzelnen überlassen, SELBER zu entscheiden, was für ihn/sie (nicht) stimmig ist? Der Vergleich mit dem Rauchen zieht übrigens nicht, weil das Rauchen Menschenleben zerstört, Sex hingegen nicht (es sei denn, er wird einem/einer aufgezwungen, womit wir aber wieder bei der Fremdbestimmung sind).

        • Asi sagt:

          Lasst uns das Leben doch ganz verbieten….
          …und mit verlaub; Sie kennen schon den Unterschied zwischen Sex und rauchen….oder😨

  • P.Meier sagt:

    Das Grundproblem ist, dass es in Hollywood viele junge Schauspielerinnen gibt, die Für eine Rolle in einem Kino Film alles, wirklich alles, machen würden.

    • Wäis Kiani sagt:

      Eben. Und auch die, die sich jetzt beklagen gehören dazu. Irgendetwas ist dann immer schiefgegangen, die Rolle war kleiner als versprochen, es wurde zuviel herausgeschnitten, jemand anderes hat den Platz besetzt, was weiss ich. Ich bin gegen Hochschlaferei generell, in Medien und Verlagswesen leider auch ein bevorzugter Karrierebooster der Damen… daran sind nicht die Männer schuld. You need 2 to tango.

      • Nin sagt:

        Da bin ich nicht ganz einverstanden mit „you need 2 to tango“. Es gibt Branchen die sehr auf das Visuelle ausgerichtet sind und als Arbeit ein gewisses Machtgefälle in sich haben. . ZB Model vs. Fotograf, Regisseur vs. SchauspielerIn, Lehrer vs. Schüler, Boss vs. vermutlich alle, Blogschreiberin vs. Verlag.

        Auch hier haben wir sehr viele div. sexistische Themen. Die Leser lieben es, also greifen Sie die Themen auf. Sie könnten auch über den Japanischen Walfang schreiben oder einen Politblog betreiben. Tun Sie nicht. Wir haben hier die Me-Too Debatte als auch unterschwellig sinnlich-sexuell angehauchten Themen – und alle kommentieren fleissig mit (ja ich auch).

        • Wäis Kiani sagt:

          nein so ist es nicht. Ich schreibe natürlich nur über das, was mich interessiert, egal wo. Da gehört japanischer Walfang nicht dazu. Ob Sie kommentieren oder nicht, spielt für mich und meine Themenwahl und Arbeitsweise keine Rolle. Das ist ja bei meiner Arbeit im Print auch nicht so, dass ich schreibe, was ich glaube was die Menschheit lesen möchte sondern was mich interessiert. So läuft die Arbeit eines Künstlers immer, er macht sein Ding so wie er es sich vorstellt und die Leute mögen es oder nicht. Das weiss man vorher nie. LG

          • Nin sagt:

            Ich verstehe natürlich Ihre Haltung als Künstlerin. Ich mag auch sehr Ihren Stil. Selbstverständlich denke ich nicht, dass meine Kommentare weltbewegend sind. Nichtsdestotrotz ist das ein öffentlicher Blog und die Themen ähneln sich. Das finde ich etwas schade. Am Anfang wars toll weil neu, mittlerweile lese ich nur noch quer. Es ist immer wieder etwas dasselbe. But who cares about my humble opinion.

          • Wäis Kiani sagt:

            I’m sorry for your disappointment… vielleicht wird es ja irgendwann wieder besser…oder Sie suchen Ihr Glück in einem Walfang-Blog? LG

  • Reto Burgener sagt:

    Das ist genau der Kern der Sache: Ein Workshop für die überforderten Hollywood Girls hätte es auch getan. Und wenn auch das nicht hilft, würde ich vorschlagen, den Damen die Mündigkeit noch mal für ein paar Jahre wegzunehmen. Offenbar sind sie noch nicht so weit. Die armen Superstars. Frage: Müssen wir wegen der Unmündigkeit dieser Damen ein neues puritanisches Zeitalter einläuten? Oder darf man sie auffordern: Werdet erwachsen. Darf man von einer erwachsenen Frau erwarten, schlicht und einfach Nein zu sagen und allenfalls auf eine Rolle zu verzichten, wenn es wirklich davon abhängt, mit dem Produzenten zu schlafen?

    • Christina sagt:

      Auch die Überforderung von Hollywood Boys soll hier nicht unerwähnt bleiben. Auf dass ihr Lebensweg die Boys und Girls zu erwachsenen Männern und Frauen werden lasse! Die Kunst des Erwachsenwerdens hat mit Glück, Liebe (Mitmenschen) und mehr oder weniger Leiden zu tun…

    • Claude Fontana sagt:

      Amerikanisches unterhaltungsprogramm: Action, Thriller, Horror ,alles ab 12 ist gewalttätig, ab 16 mit Nackten, ab 18 gleichzeitig beides oder hardcore. „Nimm halt was Jugendtaugliches“. Zeichentrick?Psychotisch oder apathisch? My little pony? Family Guy? South Park?
      Wer in der Unterhaltungsindustrie arbeitet, weiss ganz genau was auf ihn zukommt. oder findet es innert 1 woche heraus. Kacke wenn man dabei einem Weinstein begegnet. Aber er war nicht der erste. und gerüchte gabs schon Lange. Mein Rat: herausfinden welche Regisseure auf „Method acting“ abfahren, und dann einen weiten Bogen um sie machen, oder in Verträgen mit Studios diese benennen und die zusammenarbeit ausklammern.

  • Cpt. Kirk sagt:

    …..schutzlos Demütigungen ausgeliefert fühlte, weil sie Dinge tun musste, die nicht im Drehbuch standen, …… bla bla bla

    HBO steht für teils sehr gute Mini-Serien mit viel Gewalt und nackter Haut. Wer sich also für ein Rolle in solch einer Serie bewirbt, weiss ganz genau was erwartet wird. Wenn dann solche Sätze wie der weiter oben kommem noch dazu von einer Frau Kidman welche sich ihre Rollen oft selbst aussuchen kann, kann ich einfach nur darüber lachen.

    • Irene feldman sagt:

      Auch eine schauspielerin wie nicole kidmann kann nicht vorraussehen welchen impakt die szenen und der akt auf sie schlussendlich hat. Schauspieler sind auch menschen und alles ist immer frisch und dynamisch.

  • Lori Ott sagt:

    Wenn eine Schauspielerin, auch eine angehende Schauspielerin, auf Bemerkungen des Regisseurs wie z.B. «Zieh aus, so viel du kannst» nicht zu kontern weiss und keine wie auch immer geartete Gegenfrage über die Lippen bringt, ist zweifellos nicht nur für die Rolle, sondern überhaupt für den Beruf nicht geeignet. Es ist höchste Zeit, dass endlich Unterstützung (z.B. eben in Form von Workshops) in Bezug auf genau solche Themen gibt.

  • Frank Baum sagt:

    Ich dachte, es sei selbstverstaändlich, dass man im Vorfeld festlegt, was gefilmt wird und was nicht – vor allem wenn es um erotische Inhalte geht. Da kann ich die #metoo Hysterie verstehen. Es ist aber auch klar, dass wenn jemand einen Film mit erotischem Inhalt drehen will, dass er sich dann Schauspielerinnen aussuchen wird, die dazu bereit sind. Und ganz offen: Erotik wird nie ganz verschwinden, auch wenn sich die Feministinnen das wünschen. Nur sollten die, die da mitmachen, klar wissen, worauf sie sich einlassen.

    • Carolina sagt:

      So, ist das klar, Herr Baum? Eine 19-jährige, die sich kaum wehren kann, sozusagen vor laufender Kamera vergewaltigt wird, weil der Regisseur eine ‚Inspiration‘ hat, die selbstverständlich in keinem Vertrag abgemacht wurde……. Wer Nacktszenen dreht, muss sich darüber im klaren sein, vergewaltigt werden zu können? Wer kurze Röcke anzieht, vielleicht auch?
      Dieses Bild, dass in den Köpfen doch so einiger Männer (und Frauen) immer noch herumschwirrt, dass nämlich eine Frau Freiwild ist, dass ihre Art des Lebens immer als Signal gilt, dass sie zu haben ist – ich wünsche mir wirklich, das würde langsam verschwinden. Es hilft, wenn man mal an seinen eigenen Frauen und Töchter denkt und mit ihnen über dieses Thema spricht!

    • Widerspenstige sagt:

      Genau, Carolina.
      Erotik ist viel subtiler und hat mit den heute gezeigten, haarscharf an Pornographie vorbei gedrehten Sexszenen, wo der Mann die Szene beherrscht und die Frau eher passiv ’sich nehmen lässt‘, nicht viel zu tun, Frank B. Diesen feinen Unterschied gilt es zu verstehen und entsprechend in Szene zu setzen. Dazu braucht es mehr selbstbestimmte Frauen am Set, die den Unterschied kennen und ihn durchsetzen können.

      Oder mehr mutige Regisseure, die kurzerhand mit Traditionen brechen und eine ‚Carmen‘ nicht mehr ermorden lassen vom verstossenen Ex-Liebhaber, sondern eine selbstbewusste ‚Carmen‘, die sich wehrt und aus Notwehr ihn erschiesst. So geschehen in einer Neuinszenierung und Uraufführung in Italien. Das Pubikum hatte nur Buhrufe übrig. Skandal oder Neubeginn?!

      • Sportpapi sagt:

        „Erotik ist viel subtiler und hat mit den heute gezeigten, haarscharf an Pornographie vorbei gedrehten Sexszenen, wo der Mann die Szene beherrscht und die Frau eher passiv ’sich nehmen lässt‘, nicht viel zu tun“.
        Aha.
        Die meisten Männer würden sich folglich vermutlich etwas mehr Erotik wünschen. Sprich: Eine Frau, die das Szepter in die Hand nimmt.

    • Zufferey Marcel sagt:

      @Frank Baum: Also ich schlage mich gar nicht gerne auf die Seite von (gewissen) Feministinnen, aber der im Blogbeitrag behandelte Fall mit der Butter ist wirklich erschütternd! Und scheint beileibe kein Einzelfall zu sein: Auch Sharon Stone wurde der weltbekannte Vaginablitzer in Basic Instinct von Paul Verhoeven erst dann gezeigt, als der Film schon fertig geschnitten war. Das ist nicht nur grenzwertig, das ist jenseits aller Vorstellungskraft und, zumindest im Falle Bertoluccis, eine schwere Straftat!

      • Sportpapi sagt:

        @Zufferey: Ich habe mich nicht wirklich mit diesem alten Film beschäftigt. Aber woraus bestand die Vergewaltigung, wenn offenbar klar ist, dass kein Sex stattfand?
        Und bei Sharon Stone: Warum hätte sie kein Höschen an? Und wie bewertet sie das heute?

        • Zufferey Marcel sagt:

          Ich war bei den Dreharbeiten leider nicht dabei…

          • Sportpapi sagt:

            Eben. Woher also diese Gewissheiten? „Maria Schneider, die 2011 starb, sprach 2007 in einem Interview mit der britischen „Daily Mail“ über die Szene. Darin beschreibt sie, dass sie sich „ein wenig vergewaltigt“ gefühlt habe und dass sie besser ihren Anwalt oder Manager angerufen hätte, bevor sie die Szene drehte. Auf die Frage, ob es während den Dreharbeiten zu echtem Sex gekommen sei, sagte Schneider: „Nein, auf keinen Fall.““

  • Paolo Martinoni sagt:

    Hauptsache, man zieht über Männer her (aller Neujahrsvorsätze zum Trotz) …

  • Irene feldman sagt:

    Die frauen sind im prinzip naiv. Fuer mich eine tatsache. Maenner demzufolge sehe dies als eine plattform des ALLES MOEGLICHEN. Beide gruppen sollten mehr ehrliche verantwortung uebernehmen weil keiner, absolut keiner moechte ausgenuetzt und manipuliert werden, sei es koerperlich-finanziell oder seelisch. Die butter-szene ohne vorherige klare absprache ist fuer mich klar ein missbrauch. 19jaehrig….niemand kann mir glaubhaft machen das dies im einverstaendniss war ausser sie wurde schon als kind missbraucht und fand das deshalb normal. Was an und fuer sich auch absolut grauenhaft ist.

  • Alter Hase sagt:

    Fantastisch wie viele Kommentare für so einen Artikel geschrieben werden.
    Ich habe ihn gelesen und mir gedacht dass das Thema z.Z. einfach „IN“ ist und ich meinen „Senf“ nicht auch noch dazu geben muss.

    • Wäis Kiani sagt:

      Ich habe immer soviele Kommentare, meine Leser sind eindeutig kommentargeil, obwohl sie eher vorgeben mich und meine Themen zu verachten. Aber ich bin selbst schockiert was es soviel zu bereden gibt. Und dann liegt nochmal soviel im Spam…

      • Paolo Martinoni sagt:

        Werte Frau Kiani, ich lese Sie bzw. Ihre Blogs und Ihre jeweiligen Antworten auf die vielen Kommentare, weil mich die Themen, die Sie behandeln, ansprechen. Also aus inhaltlichen Gründen. Ich wünschte mir allerdings, Sie würden fehlerfrei schreiben. Ich meine: Als Schriftstellerin dürften Sie durchaus in der Lage sein, fehlerfrei zu schreiben, so dass Sie es auch tun sollten aus Respekt vor Ihren Leserinnen und Lesern. Ihre Antworten sind aber oft voller Rechtschreibfehler, was meinem Empfinden nach sehr unerfreulich ist … 🙂

        • Wäis Kiani sagt:

          Ja, das kann schon sein, das sind aber Tippfehler, liegt an der Iphone Tastatur, werde mir Mühe geben, wenn das störend wirkt. Danke, LG

  • andy sagt:

    Die neuen Sex Regeln lauten:

    1. Abwarten bis die Frauen Ihren neuen Wert und Rang in der Gesellschaft gefunden haben. Wird vermutlich etwas länger dauern als der morgendliche Aufenthalt im Bad der eitlen Geschöpfe.

    2. Bis dahin selber machen oder schwul werden und Vollgas geben.

    3. That’s commun sexual life and roules, now.

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