Aus Freundinnen werden Neiderinnen

Man könnte viel Spass miteinander haben aber missgönnt sich alles: Die Frauen im Film «The Women» von 2008. Foto: PD

Im ersten Teil über perfekte Freundinnen habe ich zurückgeschaut, wie die Frauenfreundschaften vor Mitte dreissig funktionieren. Hat der Ernst des Lebens begonnen, ändert sich daran leider alles – zumindest in meinem Fall:

Während Männer ihre Freundschaften relaxt aus der Jugend ins Erwachsenenalter mitnehmen, ist es bei uns Frauen leider nicht so. Mit 40 lösen sich die ersten Frauenfreundschaften auf, zwar entstehen neue Formationen, aber ohne die tiefe, ehrliche Herzensbindung, die man einmal mit der BFF hatte. Das Gefühl, wir gehen zusammen durch dick und dünn, uns bringt nichts auseinander, wir teilen alles – ist weg.

Lunch-Dates sind des Teufels

Der Partner spielt jetzt die Hauptrolle. Wenn er etwas gegen die Freundin hat, geht die Freundschaft kaputt. Viele Frauen in einer Partnerschaft haben keine Zeit mehr, aber tauchen plötzlich nach einer Trennung auf, um die Pause zwischen zwei Beziehungen mit alten Freundinnen zu füllen. Man sieht sich nicht mehr zufällig wie früher und muss sich Wochen im Voraus verabreden, im schlimmsten Fall zum Lunch. Ich hasse Lunch-Dates. Wer mich zum Lunch treffen will, ist nicht meine Freundin.

Natürlich verändert man sich nicht nur selbst, sondern beobachtet auch, wie sich die anderen verändern. Der Spass nimmt ab, man lacht nicht mehr über Männer und gemeinsam Erlebtes. Es wird todernst über Food-Intoleranzen, Beauty-Methoden und, am schlimmsten, über Yoga und die eingebildete Erleuchtung gesprochen.

  • Die Modegirls, die immer für einen Fashion-Talk zu haben waren, jammern jetzt: «Ach, ich kaufe mir schon lange nichts mehr, ich weiss gar nicht, was ich mit dem ganzen Zeug soll.» Sie investieren das Geld lieber in andere Dinge. «Warum hast du deine Lippe so hochgespritzt?» «Was? So was mache ich doch nicht!» Langweilig.
  • Diejenigen, mit denen man grosse Fressgelage veranstaltete, essen nichts mehr. Stattdessen halten sie Vorträge über Healthfood.
  • Der Freundin, die man zwar schon lange kennt, aber mit der man kein gemeinsames Leben mehr hat, hat man nicht wirklich etwas zu erzählen, weil sie auf einem anderen Planeten mit anderen Lebewesen lebt.
  • Die neue Freundin, die man durch den Job kennen gelernt hat und der man sonst nie näher gekommen wäre, wird ganz komisch, wenn man mehr Erfolg hat, und zieht sich schlagartig zurück.
  • Die alleinerziehende Freundin mit Kind beklagt sich, dass sie schon so lange keinen Sex mehr hatte, nie wieder einen Partner haben wird und keinen Babysitter findet.
  • Die Freundin mit Familie jammert, dass sie «etwas erleben will», da sie ja immer nur zu Hause hockt, und benutzt einen nur als Exit, um mal aus ihrem Gefängnis herauszukommen.

Aber all das ist nicht so dramatisch wie der seltsame Neid, der von Gleichaltrigen ausgeht und der einen sehr traurig macht. Es gibt quasi nichts, worauf sie nicht neidisch sind. Selbst wenn man todkrank zu Hause liegt, seinen Flug verpasst oder sich eine schlechte Pizza bestellt hat, spürt man Neid. Eine Missgunst, die einem entgegenschlägt und einen erkennen lässt, dass einem wirklich gar nichts gegönnt wird, und man sich denkt: Ihr habt doch alles, was ist los mit euch? Worauf seid ihr neidisch? Dass ich lebe?

Die Lösung? Sehr viel jüngere und ältere Freundinnen. Kein Neid, kein Detox, kein Yoga und kein Gejammer. Wir besprechen das noch ausführlicher.

68 Kommentare zu «Aus Freundinnen werden Neiderinnen»

  • Martina sagt:

    Your vibe attracts your tribe, Wais.

    • Julia sagt:

      well said. Es scheint, als ist nach dem Männerbashing (sind nicht als Freunde geeignet, weil sie nur mit der Autorin ins Bett wollen) jetzt das Frauenbashing dran. Und Herr Rittermann hat mal behauptet, dieser Blog sei nicht entzweiend.
      Wenn die eine Freundin über ihre Sorgen als alleinerziehende Mutter sprechen will, ist es nicht recht. Wenn die andere Freundin Party machen will, geht das aber auch nicht, weil einem die Beweggründe nicht passen. Dann bleibt halt nur noch Netflix & Chill in einer Solosession. 😀

      • Daniela sagt:

        @Julia: ich hätte es nicht besser formulieren können. Well done 🙂

      • Karl von Bruck sagt:

        Wäis beschreibt nur die vom System verursachten Fehlreaktionen in den Beziehungen. Als Bursche und Jungfrau geht man in die Gratis-Junge-Kirche, die von den Eltern ueber Kirchensteuern finanziert wurde. Das Leerlingstrinkgeld reicht nicht fuer Kino usw. mit einer Freundin. Spaeter wird fehlgeheiratet und geschieden. Und fast alle „Freund“schaften gehen an der Stutenbissigkeit der noch verheirateten Frauen verschuett. Schliesslich richtet sich die mit abnehmender Attraktivitaet zunehmende Stutenbissigkeit auch gegen fast alle frueheren Freundinnen. Das einsame Alter in der kleinen Wohnung mit ja keiner ueberfluessigen Fingerkruemmung fuer einen Naechsten ist da nur die logische Folge. Mit Wahrheitsallergie gibts keine Evolution zurueck zur Natur….

  • Regina Probst sagt:

    Nebst dem, dass man sich hoffentlich mit den Jahren etwas verändert zugunsten Verantwortung übernehmen und das einen halt mit vielen Sorgen belädt: (Wie im 1. Teil geschrieben), neidlose Beziehung ist abhängig vom Selbstbewusstsein. Wer genügend hat, ist weder neidisch noch humorlos. Offenbar scheint Ihre Generation nach 30 Jahren Stereotyp-Backlash überwiegend aus unsicheren, neurotischen, auf Gefallen trainierten Frauen zu bestehen.
    Kann ich z.T. verstehen, habs ja verfolgt und kritisiert.
    Aber: Die Welt ist für Niemanden ein Ponyhof (ausser wohl in den Augen der ganz Jungen). Arbeiten Sie an Ihrem Selbstwert, lassen Sie sich nicht verunsichern. Sie haben dann nur noch wenige enge Vertraute. Aber mehr brauchts nicht. Die Art ihrer BFF-Zeit war eh ein Privileg.

    • Gerda Schuurman sagt:

      Am besten kommt man durch wenn es einem gleich ist ob „man“ nun Freundinnen hat oder nicht. Man sollte selbst seine beste Freundin sein. Und dann ist die Welt doch noch „ein ponyhof“.

      • Wäis Kiani sagt:

        Da muss man aber erst hinkommen! Ich bin jetzt erst seit einem Halben Jahr etwa soweit… no Freundinnen, no pain… geht super. LG-WK

  • simone sagt:

    Liebe deine Artikel Wäis!

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    i fully agree. neid und unterschwellige ablehnung ist bei den damen leider weit verbreitet. drum klappts auch selten mit dauerhaften freundschaften. männer unter sich mögen sich – oder nicht. ohne wenn und aber und merkwürdige spielchen.

    • Clara sagt:

      Oh mein Gott, es muss so unglaublich toll sein ein Mann zu sein. Man hat immer genug «Buddies» mit denen man sich andauernd kringeln kann vor lachen und alles ist ganz einfach. Man gönnt dem anderen alles, das geile Auto, die supersexy Frau, den beruflichen Erfolg, die wohlgeratenen Kinder – einfach alles. Ich bin wirklich total neidisch.

      • Andreas sagt:

        @Clara: …“die supersexy Frau“…. Wo – bitte – sagen Sie’s mir – werden denn diese Prachtexemplare eingeschlossen? Ich sehe jedenfalls selten eines. Oder meinen Sie etwa die mit den falschen Wimpern und tätowierten Brauen über schwarz umrandeten Augen, den eingeschweissten Steckenhaaren und den künstlichen Pornokrallen?

        • Clara sagt:

          Ah stimmt ja, wir Frauen sind ja alles stillose, neidische und männerhassende Drachen. Aber ist doch super, so haben Sie, lieber Andy, schon wieder einen Grund weniger, neidisch zu sein.

          • Philipp M. Rittermann sagt:

            schlimm wirds erst, wenn die frauliche unzufriedenheit auf den mann projjziert wird-, bzw. die eigenen diffusen erwartungshaltungen nicht erfüllt werden. und das ist leider ein 100%iges frauenproblem.

          • Andreas sagt:

            @Clara: Nicht alle, aber immer noch (viel zu) viele, insbesonders, wenn es um Stillosigkeit geht. Leider!

          • robert koch sagt:

            @rittermann: die ganzen genderdiskussionen sind eine methode, eigene Probleme nicht auf den eigenen mann, sondern auf die Männer zu proijzieren. eigentlich ist das nur eine neue form der erpressung. frauen leben seit tausenden von jahren davon.

          • Karin Keller sagt:

            @Rittermann Und was projizieren Sie jetzt genau auf die Frauen mit diesem Kommentar? Das ist quasi eine Projektion der Projektion… also eine Lachnummer, Herr Rittermann

      • Paul Real sagt:

        „es muss so unglaublich toll sein ein Mann zu sein. Man hat immer genug «Buddies» mit denen man sich andauernd kringeln kann vor lachen und alles ist ganz einfach. Man gönnt dem anderen alles, das geile Auto, die supersexy Frau, den beruflichen Erfolg, die wohlgeratenen Kinder“

        Das kann ich nur bestätigen! Jedermann weiss doch, das Mann nichts gewinnt, wenn ein anderer etwas verliert. Es sei denn die „supersexy Frau“ ist tatsächlich für einem selbst zu haben.. soll es auch geben.

    • andere Tina sagt:

      @Rittermann: Seltsam. Ich bin zu 100% eine Frau und mag andere Frauen und Männer oder auch nicht, lasse mich auf Macht- und Manipulierspielchen nicht ein, und dauerhafte Freundschaften habe ich auch noch. Huch, was stimmt mit mir bloss nicht? Nicht einmal der Neid, der so gerne und so lustvoll und inbrünstig immer wieder im deutschsprachigen Raum beschworen wird, ist ein Thema. Vielleicht müsste ich bei Ihnen oder Fr. Kiani einen Selfhelp-Kurs besuchen, wie ich mich als Frau zu verhalten habe, um eure Erwartungen zu erfüllen und wie ich es schaffe, endlich, endlich einmal wirklich neidisch auf andere, auf Männer, auf Frauen, auf euch zu sein.

    • Shekina Niko sagt:

      Was für ein Quatsch! Ich selbst und viele meiner Freundinnen pflegen Frauenfreundschaften, die zum Teil seit Jahrzehnten bestehen. Wie Sie, Rittermann, schreiben: auch Männer unter sich mögen sich – oder nicht. Halt ganz normal, so wie ich das unter Frauen auch erlebe.

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      lustig. dass sich hier nur „die üblichen verdächtigen“ damen melden, die scheinbar über alle zweifel erhaben sind. es wundert mich nicht, dass „eine gute frau“ heutzutage die „nadel im heuhaufen“ darstellt.
      mann, hab ich glück gehabt! 🙂

      • Shekina Niko sagt:

        Ihr Kommentar ist in sich unlogisch. Weil es hier auch Frauen gibt mit guten, langjährigen Freundschaften, schliessen Sie daraus, dass „eine gute Frau“ schwer zu finden sei? Erklären Sie das mal!

        • Philipp M. Rittermann sagt:

          nö. und – entschuldigung – weil ich ganz einfach nicht glaube, dass sie in der lage sind es zu verstehen (wollen).

    • tststs sagt:

      „ohne wenn und aber und merkwürdige spielchen.“

      Oh mein Gott, es muss so toll sein, ein Mann zu sein. Dank der guten und offenen Kommunikation und den echten, wahren Männerfreundschaften leben Männer so viel länger und verlieren ihre missmütigen Weiber zu tausenden an die geplatzten Magengeschwüre…

      Werter Rittermann, wir müssen nicht immer einer Meinung sein, aber zu behaupten, Männer treiben keine Spielchen u.ä. grenzt an Realitätsverweigerung 😉

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        wir lügen, frau ts. aber meist schlecht. und das müssen wir uns abgewöhnen. nur ein ehrlicher, konsequenter mann ist glaubwürdig. und danach dürfen wir es auch getros nicht allen (frauen) recht machen müssen. 😉

      • tina sagt:

        hihi ja gäll tsts
        wenn wir kerle wären könnten wir abendfüllend über drehmomentschlüssel sprechen! und rösslistumpen rauchen! see you later aligator 😀 😀 😀

  • Claudia sagt:

    Das hat was… Ich beobachte das Gleiche bei Kolleginnen von mir, die über die 40 sind (meinerseits hat sich die Situation schon wieder beruhigt, da ich auf die 50 zugehe. Ist ein Phänomen, dass ich mir auch nicht erklären kann. Aber jüngere Kolleginnen werden ab 40 auf einmal sehr stutenbissig. Aber mir ging es damals ähnlich und ich konnte es mir auch nicht erklären.

  • Clara sagt:

    Lunch-Dates sind des Teufels? Das sehe ich genau so. Das heisst Lunch-Dates sind als Ergänzung o.k., aber wenn man sich nur noch zum Mittagessen treffen kann, dann hinterfrage ich die Freundschaft auch. Ich finde es auch sehr traurig wie manche Frauen in ihren Beziehungen verschwinden. Ich finde es nicht nur traurig, es macht mich regelrecht wütend. Es ist Verrat! Das mit dem Neid erlebe ich echt nicht, aber vielleicht gibt mein unspektakulären Leben einfach keinen Anlass zu Neid?

    • Clara sagt:

      Zensur?! Bei harmlosen kritischen Posts? Echt jetzt? Bitte löschen Sie alle meine Posts!

      • Wäis Kiani sagt:

        Sie wissen doch dass es einen Administrator gibt, der die Kommentare kontrolliert, manche rutschen wohl durch und werden im Nachhinein gelöscht, das hat mit mir nichts zu tun.

  • Sina Müller sagt:

    Also ich hab das ganz anders erlebt. Bei mir war der grosse Wandel während der Entwicklung vom Teenie zur jungen Frau, also so zwischen 20 – 25 (d.h. bei mir während des Studiums). Fast alle Freundschaften von vorher haben sich aufgelöst (wobei sich doch eine davon bis heute bewährt hat und zwei, drei in Form von loser, aber guter Bekanntschaft erhalten geblieben sind), dafür habe ich in der Zeit echte, tiefgreifende Freundschaften geschlossen, die bis heute sämtliche Partnerschaften, Kinder, Umzüge, Distanzen und sonstige Turbulenzen überstanden haben. Für neue Bekanntschaften hingegen habe ich seit Langem nicht viel Kapazität mehr übrig, so dass sich keine neuen Freundschaften ergeben haben. Bin jetzt Ü40.

    • Sina Müller sagt:

      Aber Ihre Welt krlingt irgendwie schrecklich, da möchte ich nicht leben.

    • Regina Probst sagt:

      Darf ich raten: Die aufgelösten Freundschaften haben nicht studiert?

      • Sina Müller sagt:

        Falsch, das waren vor allem Schulfreunde vom Gymi, die haben eigentlich alle nachher studiert. Aber von den neuen nur noch die Hälfte, nämlich die, welche ich an der Uni getroffen hab. Aber man verbringt ja nicht alle seine Stunden und Tage dort. Es leben die Vorurteile!

        • Regina Probst sagt:

          Nein, sind nicht Vorurteile. die Trennschärfe der Schichten ist zwar gut, aber natülrich nicht absolut. Dass man neue Freunde dann an der gleichen Ausbildungsstätte trifft, ist sehr üblich. Auch die Partner findet man am öftesten an der Arbeitsstelle oder Ausbildungsstelle, was in diesem Alter vor allem Uni ist. Das nennt sich „Homogamie“. Dass es sich innerhalb der eigenen „Ingroup“ auch ausdifferenziert, kommt natürlich hinzu. Das sind dann die individuellen Gründe.
          Interessant ist bei Ihnen, dass ein Teil der neuen FreundInnen nun nicht studiert haben. Waren die gar nie am Gymi? Sind Sie aus einer Familie, wo es neu war, ans Gymi zu gehen? Müssen Sie natürlich nicht antworten, bin nur gwunderig;-)

          • Sina Müller sagt:

            Na dann 🙂 Ja, die neuen un-studierten Freundinnen haben ganz normal die Lehre gemacht. Die habe ich vor allem durch Ferienjobs, Nebenjobs und Praktika kennengelernt. Meine Mutter hat auch eine Lehre gemacht, mein Vater ist immigriert, hat sich erst mal als Hilfsarbeiter durchgeschlagen und Deutsch gelernt und dann erst später auf dem zweiten Bildungsweg ein Uni-Studium nachgeholt, als ich bereits geboren war.

          • Regina Probst sagt:

            Danke für Ihre Offenheit! Hab ich eben gedacht, dass Ihr Status im Gymi der einer „Aufsteigerin“ (im positiven Sinne ) war. Die fühlen sich zwar zu Bildung hingezogen, empfinden dann aber eine Distanz im „Habitus“ zur (seit mehreren Generationen) etablierten Bildungsgruppe, der akademischen Mittelschicht. Es verbindet sie mindestens gleichviel mit Kindern, die eine vergleichbare Herkunftsschicht wie sie selber haben. Was in Ihrem Falle eben eine in der Grauzone zwischen Unterschicht und unteren Mittelschicht ist. Wahrsch. sind die neuen Freunde an der Uni auch so „Hybride“?
            Warum das alles wichtig sein soll? Weil es selten Zufall ist, wie wir Freunde/Beziehungen wählen, bzw sie sich ergeben. Ich finde es gut, sich solcher Dinge bewusst zu sein.

    • Sina Müller sagt:

      Ach, p.s. Ich hab überhaupt kein Problem mit Lunch-Dates – im Gegenteil, ich freue mich immer wahnsinnig auf einen kleinen, aber feinen Break mit einer guten Freundin. Ist doch ein tolles Highlight in einem strengen Arbeitstag!

  • Christian sagt:

    Einige meiner Freunde beneiden mich um meine Grösse (obschon es hier nichts zu beneiden gibt, geht doch mal Schuhe kaufen in Grösse 48). Ich beneide manch einer meiner Freunde um ihr Geld. Ich habe dafür ein herziges Büsi. Eine Freundin von mir hat aber ein viel hübscheres und anhänglicheres Büsi als ich.

    Wir sind trotzdem Freunde. So ist das Leben.

  • beatrice sagt:

    „Wer mich zum Lunch treffen will, ist nicht meine Freundin.“

    so ein Quatsch. Es kommt doch auf die Lebenssituation an. Wenn man Kinder hat, einen Job, ein zeitintensives Hobby oder sogar in einer strengen Zweitausbildung steckt und alles unter einen Hut passen muss, dann gibt es schon mal auch Lunchdates mit der Freundin. Wo ist das Problem?

    • Wäis Kiani sagt:

      aber nicht, wenn man keinen Job hat, Angestellte, eine Nanny, keine Zweitausbildung macht, und nur zum Yoga, zum Friseur und zur Maniküre muss, und immer NUR lunchen will. Klar geht man auch mal lunchen… aber man hat auch mal für etwas anderes Zeit und Lust, man will doch auch mal etwas gemeinsam erleben, oder nicht… LG

      • marsel sagt:

        Richtig. Sich gemeinsam zu betrinken gehört unbedingt zu einer Freundschaft.

      • Regina Probst sagt:

        Und mit solch langweiligen Frauen hätten Sie wirklich Lust, mehr als einen Lunch zu verbringen?

        • Wäis Kiani sagt:

          nein, eben, haha, Sie haben es auf den Punkt gebracht. Es liegt nicht am Lunch…

          • Regina Probst sagt:

            Viele Frauen/Menschen richten sich im Leben irgendwann „gemütlich“ ein, oder sind an einem Punkt, wo sie genau gefunden haben, was ihnen passt. Die „biegen dann ab“, oder bleiben stehen. Es ist schmerzlich, festzustellen, wenn/dass man selber noch weiter muss, weil es nicht für einen stimmt. Auf so einem Weg lässt man nach und nach auch viele Freunde zurück. Kenn ich. Lässt sich nicht ändern. Manchmal findet man dafür neue feine Menschen, die auf dem gleichen Weg sind. Vielleicht kommt die „langweilige Frau“ auch mal wieder auf einen spannenderen Weg, ev sogar auf „Ihren“. Aber das weiss frau nicht vorher, und man kann auch niemanden dazu überreden. Jede/r geht den Weg selber, halb im Nebel…Schauen Sie am besten vorwärts.

  • Ralphi sagt:

    Und weiter geht es mit unwichtigen Themen…….

  • Antizyklisch sagt:

    Probieren sie’s mal mit einem Metagespräch. Während die Jahre verstreichen, ändern sich auch die Interessen, die Energie, die Lust, man setzt andere Prioritäten und will mal andere Wege gehen / ein anderes „Ich“ darstellen… es kann sein, dass dabei eine Phase entsteht, in der man mit Freundin X nur noch zum Lunchen geht (was nicht a priori schlecht sein muss) und wo die Frage durchaus gestellt werden darf nach der Art und dem Wert dieser Freundschaft. Lassen Sie los und geben Sie dem Gegenüber Zeit, alles neu zu ordnen/zu experimentieren (alles fliesst/nichts bleibt ewig gleich und manches endet sogar!) oder aber sprechen Sie’s an und kämpfen Sie um ihre Freundin, vielleicht ist es genau das, wonach sie „sucht“! (das wäre dann eben „durch dick gehen“)

  • van der Waerden sagt:

    Langsam verstehe ich, warum ich beim ersten Artikel dieser Autorin so verwirrt war. Ich dachte immer, ich lese eine Tageszeitung. Seit ich weiss, dass das hier die Damenabteilung ist, finde ich mich besser zurecht. Hasta la vista.
    (Übelnehmen gilt nicht.)

  • andy sagt:

    Liebe Frau Kiani
    Der Neid ist doch ein hierzulande gesellschaftliches Problem. Es spielt doch keine Rolle ob Mann oder Frau.
    Vielmehr erkennt man noch besser wer das wirklich Freund ist.
    Wenn Geben und Nehmen stimmt, kann der erfolgreichere doch auch mal grosszügiger sein ohne zusätzliche Erwartungen damit zu verknüpfen.
    Keine Ahnung.
    Bin und habe nur wenig Freunde, aber es klappt miteinander immer wieder.

  • Frank Oberhausen sagt:

    Missgunst in mittleren Jahren ist auch unter Männern weit verbreitet und ja, ich hatte auch schon das Gefühl, dass mir die Atemluft missgönnt wird.

  • Irene feldman sagt:

    Ob frauen oder maenner, alles ist dynamisch. Maenner denken strategisch auch in ihren freundschschaften und frauen eher gefuehlsmaessig( bauchgefuehl) . Das einzig tragische welches ich ueber jahre hinweg beobachte ist das, frauenfreundschaften zerbrechen wenn ein mann ins spiel kommt. Das ist der schwachpunkt der weiblichen gattung.

    • Wäis Kiani sagt:

      Das ist EINER der Schwachpunkte der weiblichen Gattung. Woran jahrelange Frauenfreundschaften zerbrechen wie dünnes Glas ist ansonsten ein ganzes Buch wert.. LG-WK

      • Regina Probst sagt:

        Es hat wenig mit „weiblicher Gattung“ zu tun und viel mit Sozialisierung. Und es gibt etliche Bücher zum Thema. Z.B. paar Titel:
        „Schwesternstreit“, rororo (vergriffen) 1983 (!)
        „Meine beste Feindin“, R. Simmons, 2003
        „Die Feigheit der Frauen“, B. Mika, 2011
        Hätte noch ein gutes ahlbes Dutzend weitere…

  • Kurt Seiler sagt:

    Wirklich schlimm – man sieht es auch deutlich an den Antworten hier – ist die manchmal ausgeprägte Humorlosigkeit der Frauen.

  • Wäis Kiani sagt:

    Er hat leider recht, Humor wird hier überhaupt nicht verstanden und auch nicht versprüht und wenn, dann von Männern, leider meistens in die falsche Richtung..etwas mehr Lustigkeit würde mich sehr beglücken, ist auch alles von mir nicht so ernst gemeint wie es aufgenommen wird…. LG-WK

    • Regina Probst sagt:

      Es gibt eben keinen genuin weiblichen oder männlichen Humor, nur Humor haben oder nicht. Sie ziehen den Humor aber nicht gerade an, wenn die Texte so larmoyant ausfallen. Mir scheint auch, dass sich unter den eher komisch-sarkastischen Teilen durchaus Anflüge von persönlicher Irritation bis Anklage befinden. Was soll dann Motivation solcher Artikel sein, wenn nicht ernsthafte Gedanken? Er wird ja nicht als Satire-Blog „verkauft“.
      Ich möchte nämlich nicht, dass es ein Blog ist, der hilft Geschlechterstereotypen zu vertiefen. Da würde ich bei der Red. protestieren.

  • Wäis Kiani sagt:

    Am besten Sie gehen zur Polizei und protestieren dort! LG

  • Regina Probst sagt:

    Das ist jetzt wohl der Humor;-)….

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