Zürich, Stadt der Milfs

Denn sie weiss, was sie will: Szene aus «Immer Ärger mit 40». (Foto: Universal Pictures)

Auch Menschen über vierzig gehen manchmal aus. Allerdings weniger in Clubs als zu Einladungen bei Freunden und natürlich Geburtstagsfeiern. Und dort gibt es interessante Phänomene zu beobachten. Zum Beispiel an diesem vierzigsten Geburtstag, zu dem mein Partner und ich an einem heissen Sommerabend eingeladen waren. Die meisten Gäste unterhielten sich auf der Terrasse bei eisgekühlten Drinks, drinnen tanzten ein paar tapfere Damen.

Irgendwann verkündete meine Begleitung, er müsse mal aufs Klo und werde auf dem Rückweg die nächste Runde holen. Als er mit den Getränken wieder zurückkam und mir mein Glas in die Hand drückte, sah er zerfleddert aus: Was für ein Spiessrutenlauf!, keuchte er.

Ich: Was denn?

Er: Jetzt weiss ich, wie eine Frau sich allein im Club fühlen muss. All diese Ü-Vierzigerinnen drinnen auf der Tanzfläche sind offensichtlich mehr als bereit für ein Abenteuer. Und nicht zu scheu, das auch zu zeigen.

Ich tätschelte ihm das Händchen, man weiss ja nie, welche Traumata so ausgelöst werden können. Es stellte sich aber heraus, dass er das Erlebnis gut verkraftete.

Sie sind überall

Aber es ist tatsächlich so: Früher war für Frauen ab Ende dreissig ungefähr Sense, für Mütter sowieso. Zu dem Zeitpunkt hatte man Kinder oder sich von der Kinderidee verabschiedet und es sich in einer DINK-Situation (double income no kids) gemütlich gemacht. Partnersuche nach vierzig, vor allem wenn man schon Kinder hatte, roch nach Verzweiflung oder Midlifecrisis. Verschämt suchten «jung gebliebene Mittvierzigerinnen» in Annoncen einen Seelenverwandten oder eine Freundin. Das tun sie auch heute noch, aber eben nicht nur da. Sondern sie sind, zumindest in Zürich, überall.

Auch sonst hat sich fast alles geändert. Mit der hohen Scheidungs- und Trennungsrate, gerade auch in Familien, steigt auch die Zahl reiferer Frauen und Männer, die es noch einmal versuchen wollen. Oder nachholen müssen, was sie verpasst haben; sie nehmen sich junge Liebhaber, entdecken die Benefits bei Friends, oder suchen einfach ein Abenteuer, ohne dass irgendetwas daraus entstehen muss. Kinder hat man ja schon und nach der Trennung dank geteilter Obhut auch mehr Freizeit, die man jetzt für wilden Sex oder eine Beziehung ohne Familiendruck nutzen kann.

Die Midlifecrisis erfand ein Mann

Auch körperlich sind die Vierzigerinnen heute fitter denn je, eine Beobachtung, die eine Freundin neulich aus der Badi mitbrachte: «Ist dir schon mal aufgefallen, wie gut Frauen über vierzig heute in Form sind? Eine neue Generation von Milfs?», fragte sie mich. Und es stimmt. Sie sind überall – ihre Körper gestählt von Yoga, Pilates oder Crossfit, die sekundären Merkmale wenn nötig chirurgisch in den Zustand vor der Mutterschaft zurückversetzt, das Selbstbewusstsein stark wie nie und die Lust auf Sex sowieso. Sie entsprechen damit genau der klischierten Wunschvorstellung des Prototypischen Mannes: Sie wollen Spass ohne Bindung und vor allem viel Sex. Gern auch von jüngeren Liebhabern, die, wie mir ein Freund versicherte, darauf auch besonders gut ansprechen.

Und warum sollten sie auch nicht? Schliesslich ist die Midlifecrisis die Erfindung eines Mannes und betrifft in ihrer klassischen Ausprägung vor allem Männer. Die meisten Frauen haben, bis sie überhaupt ins Midlife-Alter kommen, schon zahlreiche analoge Krisen durchlebt: Mutterschaft, das Schwinden der Jugend, Verzicht auf Karriere und Träume, Trennungen. Und deshalb empfinden viele dieser Frauen eine Neuorientierung auch als Gewinn. Sie gehen raus und fordern das Leben noch einmal heraus. Dieses mal aber auf der Basis von reichlich Erfahrungen und mit einer Abgeklärtheit, von der sie als Zwanzigjährige nur träumen konnten.

128 Kommentare zu «Zürich, Stadt der Milfs»

  • Katharina Anna sagt:

    An sich interessanter Artikel, wenn nicht der Pornoausdruck MILF wäre, muss das sein, zieht ein Artikel nur noch mit vulgarität im Titel? Mit Gruss eine „milf“

    • Leo Klaus sagt:

      sehe ich genauso. Offenbar ist man nicht cool wenn man solche Ausdruecke nicht gelegentlich fallen laesst. Schade!

      • clbr sagt:

        Ich bin völlig ahnungslos in diesen Blog gestolpert, denn ich wusste nicht, was Milf heisst. Leider wird der Begriff auch im Artikel nicht erklärt. Google half mir auch nicht. Gut, dass ich weit über Vierzig bin.

        • S. Walfer sagt:

          Es ist nicht zutreffend, bei jedem Hören des “F“-Wortes gleich an einen sexuellen Kontext zu denken, weil dem Wort im Sprachgebrauch eine gewisse Evolution zugekommen ist. Bei MILF verhält es sich ebenso.
          Es sollte Ihnen auch nicht peinlich ist, in einem englischen Formular das Feld „Sex“ auszufüllen, denn es geht nicht genau um das, was Sie so wortwörtlich interpretieren!

    • Sonusfaber sagt:

      Hauptsache, man findet ein Härchen in der Suppe. Schweizer Nationalsport gepaart mit der um sich greifenden CH-Prüderie …

    • Roland K. Moser sagt:

      MILF ist nicht ein Porno-Ausdruck, sondern ein Qualitäts-Merkmal.

    • Ivor Bigun sagt:

      Wie war mit Granny Fanny?

  • Sportpapi sagt:

    „Sie sind überall – ihre Körper gestählt von Yoga, Pilates oder Crossfit, die sekundären Merkmale wenn nötig chirurgisch in den Zustand vor der Mutterschaft zurückversetzt, das Selbstbewusstsein stark wie nie und die Lust auf Sex sowieso.“
    Das würde die Männer freuen. Wenn es denn so wäre. Persönlich sehe ich das nicht so, obwohl ich ja genau in diesem Alter wäre. Aber vielleicht fehlt mir gerade der Blick und das Interesse?

    • Leon Maurer sagt:

      Ja, definitiv, ihnen fehlt der Blick. Oder sie sind auf den falschen Veranstaltungen, Aperos und Partys.

      • Sportpapi sagt:

        Nun ja. Zumindest zu den gestählten Körpern fehlt mir den Blick nicht.
        Die Frage ist letztlich ja nicht, ob es das auch gibt. Sondern ob es jetzt wirklich der starke Trend ist.

        • Kurt Hotz sagt:

          Hallo Sportpapi. Was mir als Ü40-er auffällt: Die Männer haben einen einigermassen sportlichen Body behalten oder wieder antrainiert, die Frauen hingegen sind oft relativ mollig und haben sich gehen lassen. Und das hat nichts mit Kindern zu tun, denn die Geburt ist ja schon einige Jahre her… Warum ist das so?

          • Claude Fontana sagt:

            Hat mit stoffwechsel zu tun, man verarbeitet ab 42 einfach nicht mehr so wie mit 25. das gilt für alles, was man so physisch zu sich nimmt. Dafür ist man Psychisch etwas belastbarer.

          • Greatsheep sagt:

            Dauer-Ausrede für alles ist „Wechseljahre“. Höre ich, hört meine Frau inklusive blöde Sprüche weil sie ein BMI von 20 mit 50ig hat.
            Mit 53 habe ich zwar keinen 25jährigen Body aber Sixpack und gute Ausdauer gelingt mit moderatem sportlichen Aufwand. Just do it!

          • Maike sagt:

            Ja klar doch ! Ü40 Männer sind die Adonisse schlechthin, das Alter, der Stress in Beruf und Familie sind spurlos an ihnen vorbeigegangen, sie haben immer noch einen straffen Bauch und Po, volles Haar und stemmen in der Muckibude locker jedes Gewicht.
            Wovon lieber Kurt träumst Du nachts ?
            Meine Beobachtungen sind da eher andersrum. Frauen achten, je älter sie werden, viel mehr auf ihr Äusseres – allein schon um die Konkurrenz der Jüngeren in Schach zu halten.
            Und hat ein Mann einmal seine Familie gefunden, ist er es, der sich vernachlässigt. Da wird aus dem Waschbrettbauch ganz schnell der Waschbärbauch. Statt Muckibude ist Sofa und fernsehen angesagt.

          • Sportpapi sagt:

            @Kurt Hotz: Die Frage ist doch, ob es wirklich so ist. Oder ob eine Verzerrung vorliegt, wenn der sportliche Mann sich z.B. vorwiegend mit Gleichgesinnten im Sportclub trifft.
            Wobei es schon so ist, dass Männer vielfach auch noch einigermassen sportlich-muskulös aussehen, wenn sie längst das Sixpack warm eingepackt haben.
            Auf der anderen Seite ist es so, dass Frauen ab 40 tendenziell eher mehr Sport treiben als die Männer. Aber auch nicht das, was die Männer meistens unter (Wettkampf-) Sport verstehen.

  • Hans Hürlimann sagt:

    Interessanter Artikel, aber ich empfinde die Bezeichnung Milf als ein wenig abschätzig. Ist doch ziemlich vulgär und wir sind hier ja nicht bei blick / 20min. Einfach mal Milf googlen, dann weiss man hoffentlich was ich meine.

  • Peter Weber sagt:

    die autorin hat etwas falsch verstanden. „milf“ heisst nicht „mothers who like to fuck“ sondern „mothers I’d like to fuck“, ist also eine rein aus der männerperspektive formulierte versexobjektisierung von müttern. tatsächlich könnte ein artikel, der die mütter als sexhungrige subjekte in zürich thematisiert, nur schwer falscher betitelt sein, auch wenn „milf“ so schön reisserisch tönt.

  • Glasnost sagt:

    Zu Hause in der bekannten Umgebung: Schöner amüsanter Artikel. Aber ich kenne in meiner ganzen Umgebung keine solchen Frauen. Die meisten sehen zwar sexy aus oder geben sich so, aber ja keinen Blick links und rechts riskieren, schon gar keine Gespräche mit Männern aus der näheren oder entfernteren Umgebung…“der könnte ja noch was wollen“.
    Aber gehen die Ladies in den Kurzurlaub nach Malle oder St. Anton, dann geben sie Gas, beim Trinken und Tanzen, beim Flirten und Lächeln. Aber kaum zu Hause sind sie wieder gestylte graue Mäuse. Schade.

    • Cool Man sagt:

      Im Neandertal herrschen etwas andere Regeln als Dein Mass der Dinge. Sprich die Frauen an, Du verkorkster Pinsel. Kannst nur gewinnen. An Erfahrung.

  • Frank Pfau sagt:

    Ja, sie haben heute mehr Sex und zeigen dies und ja, sie schauen sich mit 42 besser als früher mit 30. Dieser Artikel blendet jedoch vollkommen aus, dass das Geschriebene nur auf den Teil der Frauen zutrifft, der eine gute Regelung mit dem Vater der Kinder gefunden hat und dass der Druck heute mit einer hedonistisch und sehr körperbetonten Jugend mithalten zu wollen, sehr gross ist… darum Yoga und Fitness, wie es sich die vorangegangenen Generationen in dem Alter nicht vorstellen konnten. Wenn die Gesellschaft oberflächlich ist, warum sollen die Ü40 davon ausgenommen sein? Spass und Konsum über alles, denn etwas verpassen, heisst, sich alt fühlen.

  • Valentin B. sagt:

    Ich finde es etwas überheblich dass ihr euch grundsätzlich als MILF’s bezeichnet! Ob wir euch gerne f* würden entscheiden immer noch wir. Es gibt viele die die könnte man als MIdon’tLF bezeichnen.

    • Sandra M. sagt:

      Naja also da hast du glaub ich was falsch verstanden. MILF wird nicht von Frauen verwendet, sondern ist ein Begriff aus der Pornowelt und aus der Sicht von Männern. Heisst korrekterweise: Mother I’d like to f*** und steht für Männer, die gerne mal eine im Alter ihrer Mutter flachlegen würden. So ist das und im übrigen kenne ich rundherum keine einzige Frau, die diesen Ausdruck toll findet und sich gar selber so nennen würde und schon gar nicht grundsätzlich! Du hast zu viele schlechte Pornos gesehen! Ich finde übrigens deinen Kommentar recht daneben, nein, du bist nicht die Antwort Gottes auf weibliche Stossgebete, ganz gewiss nicht!

      • Valentin B. sagt:

        Liebe Sandra.
        Nicht ganz bei der Sache heute oder was?
        – der Artikel hat eine Frau geschrieben
        – ihre Freundin spricht von MILF’s
        – weiter oben Grüsst eine Anna als MILF ?
        Sie erklären den Begriff „Mothers….“ und sagen “ … er steht für Männer …“ ???
        Also ich dachte er steht für gut aussehende (!) Mütter die ich gerne f* würde 😉

        • Sandra M. sagt:

          Naja wenn mann es nicht verstehen möchte: Männer verwenden diesen Begriff und nicht Mother steht für Mann… lesen bildet, aber verstehen noch mehr!

      • Marc sagt:

        Blog nochmals durchlesen. Tief ein- und ausatmen. Dann Valentins Kommentar nochmals lesen…

        Ich habe dasselbe gedacht – nicht weil ich mich überschätze, sondern umgekehrt. Aber was solls 🙂

        Ich finde den Ausdruck auch daneben. Ob er nun von einer Frau oder einem Mann benutzt wird.

      • R. Bugser sagt:

        Uuups liebe Sandra,
        hier liegst du aber praktisch bei jedem Satz daneben.
        1. MILF kommt in seinem Ursprung aus dem Film American Pie und wurde später von der Porno Branche übernommen.
        2. Es bedeutet allgemein, dass man die Begehrenswerte Mutter gerne f.. würde (in welchem alter auch immer)
        3. Ich kenne solche Frauen zur genüge…
        4. Die Autorin schrieb in der Form einer Frau und hat es auch schon klargestellt, dass sie Mwlf (Mothers who like to fuck) schreiben wollte/sollte

    • Lichtblau sagt:

      Wer bezeichnet sich schon selbst als MILF? Ob man eine ist, erfährt man in der Regel vom eigenen Kind – und das kolportiert die Aussagen aus seinem Teenager-Freundeskreis. Bis vor nicht allzu langer Zeit gab es unter den bis ca. 14-Jährigen die Mütterkategorien „cool“, „Lady“ und „oberbieder“. Mit der Mischform „coole Lady“ konnte ich gut leben.

  • Peter sagt:

    Dürfen sich Männer genauso Sex von jüngeren Frauen wünschen?

    • Pedro Riengger sagt:

      Nein. Männer mit jüngeren Frauen sind entweder unreif und nicht zu einer Beziehung mit einer Gleichaltrigen fähig, suchen nach Bestätigung (die sie von einer gleichaltrigen Frau, die ja weiss, was einen «richtigen» Mann ausmacht) nicht bekommen oder machen verzweifelt auf jugendlich. Und die jüngeren Frauen sind natürlich nur wegen des Geldes mit ihnen zusammen. Männer mit jüngeren Frauen sind also immer entweder wandelndes Armutszeugnis oder Witzfigur. Meistens gleich beides. Und immer auch Schweine – mit Frauen rummachen, die ihre Töchter sein könnten. Umgekehrt bei Frauen ist das alles natürlich etwas ganz anderes …

    • Martin Vischer sagt:

      Tun wir doch.

    • Zufferey Marcel sagt:

      @Petro Riengger: Mit jüngeren Frauen rummachen ist völlig ok, egal was andere sagen- just do it!

      • Greatsheep sagt:

        Na ja, mit einer rummachen die meine Tochter sein könnte ?!? Für mich ein Hänger 😉 .. aber anderen gefällt vielleicht der Gedanke ..

  • Ruedi sagt:

    Gut geschrieben und – an Anna – MILF ist nun halt ein Begriff der auch im Pornobusiness verwendet wird.
    Na und? Er umschreibt den Aspekt ja exakt.
    „Ficken“ wird ja auch oftmals treffender in Texten verwendet, als „miteinander schlafen“ – wobei ich als Jugendlicher bei diesem Begriff lange Zeit meinte, die Bedeutung ist wortwörtlich zu verstehen (…)

    Ich war übrigens auch mal so ein jüngerer Lover, sie war 11 Jahre älter, hatte ihre Kinder und die Scheidung hinter sich. Alimente bezog sie reichlich und war selbständig.
    Ich mochte keine eigenen Kinder, war immer wieder erstaunt ob der dreisten Verzweiflung etlicher möchte-unbedingt Müttern ab 30 und somit bei ihr perfekt richtig.
    Eine wunderschöne, charmante und liebenswerte Frau.

    • Röschu sagt:

      „MILF ist nun halt ein Begriff der auch im Pornobusiness verwendet wird. Na und? Er umschreibt den Aspekt ja exakt.“
      Der Ausdruck MILF an sich beinhaltet das Begehren einer solchen aus Sicht des Partners. In den von Frau Binswanger verwendeten Beispielen hingegen geht der Impuls zum Sex von der Frau (MILF?) aus. Insofern bin ich unsicher, ob der Begriff MILF wirklich passt.

      • Michèle Binswanger sagt:

        Alle, die den Milf Begriff hier kritisieren: Ich wollte eigentlich schreiben Mwlf schreiben (Mothers who like to fuck), hätte dann aber umständlich erklären müssen. Ich entscheid mich also für den geläufigen Begriff, den man nicht erklären muss und alle wissen, was gemeint ist. Für semantische Tüpflischiiser füge ich sonst gern noch eine Fussnote an.

        • maettu sagt:

          Hat nichts mit Semantik zu tun, ist inhaltlich schlicht falsch. Punkt.

        • Ruedi sagt:

          😊 … das Begehren ist eine gegenseitige Sache.

          A woman I like to fuck is, in this consequence, a woman who likes to fuck 😆

          In diesem Sinne, quasi als Vor-Bedingung, nicht als „trigger“ zu verstehen … IOLTFWTLTFMT (I only like to fuck women that likes to fuck men too).

          • Anna sagt:

            Ich finde all die Begriffe aus der Pornoindustrie entwürdigend. Muss das sein ? Nö!
            Mir ist es absolut egal, wer mit wem und wann Sex hat und wenn jemand halt Bedürfnisse hat. Die benutzten Begriffe stellen Menschen und hier wieder mal Frauen in eine Ecke. D.h. als Objekte oder als lächerlich oder sonst wie nicht wert, sie ernstzunehmen. Das war wohl nicht die Absicht Frau Binswanger. Drum es ginge ja aich ohne….

        • Lukas Aeschbacher sagt:

          Frau Binswanger, der Fachausdruck, den Sie suchen, lautet „Cougar“. HTH

        • Anh Toàn sagt:

          Nach lesen des Textes blieb bei mir die Frage, deren Formulierung Sie mir jetzt erleichtern.

          Geht es jetzt um Mwlf oder um Mwwlf, „Mothers who would like..“: Zumindest auf der Party lässt die allein drinnen tanzenden Frauen doch recht desparat erscheinen. Oder doch wie gegen den Schluss des Textes beschrieben, dass die sich nehmen, was sie wollen, junge Liebhaber, Abenteuer etc..
          Der „Tasachenbericht“ von der Party deckt sich nicht mit den beschrieben generellen Mustern.

          • Ruedi sagt:

            Diese Situation ist ja häufig und keineswegs altersbedingt.

            Gerade in den angesagtesten Clubs, mit den heissesten Frauen und den coolsten Männern – gehen frühmorgens die allermeisten ungefickt ins Bett.

        • asouka sagt:

          Wieso kennen alle diese Pornoausdrücke??? Ist das Allgemeinbildung? Habe selber wohl etwas verpasst…

        • Martin Vischer sagt:

          Warum nicht einfach den Begriff „cougar“ verwenden?

  • Marcel Zufferey sagt:

    Also die die kürzlich Vierzig gewordene Frauengeneration ist tatsächlich… sehr geil.

  • Martin Frey sagt:

    „Schliesslich ist die Midlifecrisis die Erfindung eines Mannes und betrifft in ihrer klassischen Ausprägung vor allem Männer.“
    Das, was Sie hier beschreiben, IST nachgerade typischer Ausdruck einer Midlife-Crisis. Nur äussert die sich bei einem Teil der Protagonistinnen heutzutage anders als früher üblich, und orientiert sich etwas mehr am „männlichen Modell“. Das ist alles.
    Oft damit verbunden: ein gewisser Missmatch zwischen Fremd- und Selbstwahrnehmung, basierend auf dem Umstand, dass Frauen eigentlich nie Probleme haben, einen Sexpartner zu finden wenn sie nur möchten.

  • Hans Geschafft sagt:

    Frauen ab 40: Ziemlich verloren im übernatürlichen Glauben an irgendwas, dass es nur gut mit Ihnen meint und endlich auch gespürt wie geil Sex (Liebe) doch ist. Männer ab 40: Langsam desillusioniert von Frauen und vom Sekten und Medium Quatsch erst recht. Angekommen in der Realität. Zwar immer noch mit Drang versetzt, aber das Sexmaschinen Image längst James Brown auf das Grab gelegt. Ab 40 ist für neue Paare doppelte Portion Gelassenheit und Toleranz Pflicht, denke ich. Es bleibt aufwühlend und Gefühle werden aktiv in persönlichen Beziehungen ausgelebt. Reife hat einen nicht bezahlbaren Preis.

  • fufi sagt:

    Ich hab mal „MILF“ gesucht, auf Google-Bilder.
    Offenbar sollte ich mehr an Geburtstagspartys gehen …………………..

  • andy sagt:

    In 20 Jahren sind die Zürcher Milf’s bereits Granny’s 🙂
    Bin ich nicht nett?

  • Eric sagt:

    Wo bitte sollen die sein ?

  • Theo Sprecher sagt:

    Die Schweiz ist voller „MILF“ (mother I like to fuck). Aber eigentlich stimmt das nicht. Sie ist voller „MWLF“ (mother who like to be fucked). Diese norgeilen Mittvierzigerinnen, welche von ihren Männern für eine Jüngere verlassen wurden, machen in ihrer Verzweiflung einfach ALLES, um wieder einmal einen Kerl abzukriegen, und sei es auch nur für einen One Night Stand.

    • Michèle Binswanger sagt:

      Oha, sie scheinen aus Erfahrung zu sprechen, lieber Herr Sprecher. Haben Sie Mühe, norgeile (sic!) Vierzigerinnen abzuweisen?

      • Wädi Meier sagt:

        @MB: Erst Cougar und Milf verwechsen, dann andere als „Tüpflischiisser“ bezeichnen und sich über einen Tippfehler lustig machen (r liegt neben t auf der Tastatur)?
        Egal: Hauptsache, Sie und der Tagi können über Sex berichten.

      • Widerspenstige sagt:

        Eine Wucht dieser Artikel und deren Wirkung. Ich amüsiere mich grad köstlich 😀

    • Anton D. sagt:

      Die Frauen dürfen auch mal notgeil sein, v.a. wenn der notgeile Mann mit seinem dicken Portemonnaie oder was-auch-immer eine Junge „geangelt“ hat und seine bisherige Frau stehen liess. Es gibt ja viel Genderwahnsinn heutzutage, aber ich finde, das gehört nicht dazu und eine Frau darf gleich handeln wie ein Mann, v.a. wenn es um die Wahl des Sexualpartners geht. Das hat nichts mit Verzweiflung zu tun.

  • Erwin Hess sagt:

    Und mit fünfzig werden sie dann unsichtbar…

    • Greatsheep sagt:

      Nein, sie MACHEN sich unsichtbar .. und viele nicht erst mit Fünfzig … hilft auch das „wilde“ Tatoo und all das Eisen im Fleisch auch nichts mehr .. alles Einheitsmasse..

  • Manuel Lopez sagt:

    Vielleicht eben doch.
    Und zwar beim Züri Blick,
    Trendiger und lang nicht so proletarisch wie das Original.
    Mich erstaunt jedoch wie der Begriff MILF inzwischen sehr bekannt ist. Da er aus dem vulgären Milieu stammt.
    Aber doch, die Vierzigerinner machen auch auf mich den Eindruck, wie von der Autorin beschrieben. In diesem Alter sind meine Schwestern und ihre Freundinnen.
    Sie leben ihre Lust sehr direkt aus, überraschen mit diesem ‚direkten- und Männer-als-Sexualobjekt-abwertenden‘ Ton. Zuerst schockte mich das ein bisschen, jetzt schmunzle ich eher.
    Leider bin ich älter als sie und sie stehen ja eher auf jüngeres Fleisch. Also wäre doch Cougar der geeignetere Ausdruck als MILF.

  • Theo Sprecher sagt:

    Als Mann kann man sich über das sexuelle Angebot an Mittvierzigerinnen wirklich nicht beklagen, sofern man bereit ist, über die Cellulitis hinwegzusehen. Man muss sich seine Romanzen aber mit Bedacht aussuchen, denn die meisten dieser Frauen beginnen nach der dritten Nacht zu klammern.

    • Aquila Chrysaetos sagt:

      Ach kommen Sie. Männer die im Blog „Michèle und Friends“ unterwegs sind bekommen keine Frauen ab. Sonst wären Sie nicht hier. Alles wishful thinking.

    • Dani sagt:

      Doch, doch, sehr korrekte Beobachtung, das mit dem Klammern! Man darf die nicht häufiger …, na, Sie wissen schon, sonst geht das dann in Richtung gemeinsame Socials und Reisli und dann wird’s mühsam. Mehr als einmal alle zwei Monate kann ich nicht empfehlen.

  • Sandra M. sagt:

    Witzig, ich suche überhaupt keine solchen Abenteuer, aber es gibt da eine Gruppe Jungs (sind noch keine Männer) die lassen nichts unversucht um dich abzuschleppen, rumzukriegen, flachzulegen. Sie gehen einfach davon aus, dass man als Frau Ü40 sowieso nur einen für’s Bett sucht und natürlich sind wir alle nur notgeil, brauchen es dringend? Wovon träumen die wohl nachts? Nein, so ist es nicht und mir geht es umgekehrt auf meinen nicht vorhandenen Sack: Ich will nicht ficken, ich suche kein Kind, denn ich habe schon 2 erwachsene Kinder und nochmals nein, bei der Sorte Typen bleib ich sowieso lieber abstinent oder besorgs mir selber! Und nochmals nein, ich bin auch nicht verzweifelt auf der Suche nach dem Prinz aus einem anderen Land.

  • Martin Vischer sagt:

    Es gibt diese Frauen tatsächlich – es sind eher wenige. Und sie nehmen sich einen jüngeren (wenn sie können), weil sie immer noch zu verkorkst sind für Verheiratete.
    Meine Erfahrung zeigt, dass sie immer noch wenig spannend sind was die Sexualität angeht.

  • Karolina sagt:

    Frau Biswanger
    Tüpflischiisser!!!! Sie sind herrlich. Und ich lese sie immer sehr gerne. 🙂

  • Hansli sagt:

    Ich kenne keinen einzigen Mann der offensiv angegangen wurde und das egal in welchem Alter (Bezieht sich nur auf die Schweiz). Offensichtlich lebe ich in einer anderen Blase. Den Rest sieht man in Zürich auf der Strasse und in der Badi, eine gute Figur ist Programm.

  • Sichel Blumenring sagt:

    So, so…ich kann nur schmunzeln. Unterhaltsam, nicht mehr und nicht weniger. Die Fantasie muss leben, sonst noch Fragen ?

  • Peter sagt:

    40 jährige Frauen sehr attraktiv? Immer noch frisch und knackig? Vielleicht mit einer starken Sehschwäche.Wir haben zuhauf ü40 Frauen in unserem Betrieb. Yoga, Fitness und Grünkohle hin oder her. Das Altern lässt sich nicht verhindern und die Zeit lässt die Spuren im Gesicht und Körper erahnen. Attraktiv finde ich keine von Ihnen. Das gleiche gilt für die Männer. Es gibts nichts peinlicheres als den Versuch sich dem Altern zu entziehen. Funktioniert heute nicht und wird auch niemals in der Zukunft passieren. Es einfach mit einer gewisser Leichtigkeit annehmen und schon ist man zufriedener.

  • Lukas sagt:

    Aus meiern Erfahrung (und der meines Umfeldes) kann ich nur sagen, dass es bei jeder Frau die über 40 Jahre alt und längere Zeit Single ist, es einen guten Grund gibt, warum kein Mann eine feste Beziehung mit ihr führen will.

  • Daniel Scherrer sagt:

    Schön wärs. Hier wird ein feuchter Männertraum beschrieben, den ich so leider nicht erlebe.

  • Michèle Binswanger sagt:

    @Hürlimann: Entspannen Sie sich! Atmen Sie tief durch! Ich wollte lediglich erklären, warum ich den Ausdruck Milf benutzt habe – durchaus möglich, dass er nicht ganz zu 100% zutrifft, aber Sie wissen ja, Sprache ist ungenau und verschiebt sich ständig.

  • Peter Maier sagt:

    Eine nette Umschreibung dafür, dass sehr viele Frauen bis 40 eher selten den Eindruck einer halbwegs erwachsenen emotionalen Welt hinterlassen. Dumm nur, dass man als denkender und wahrnehmungsfähiger Mann bis dahin schon bald die Lust auf Kindergarten verloren hat – und sich vielleicht nicht mehr darauf einlässt. Soviel zum Thema Trauma. Gut für die jungen Kerle – hart für die Mädchen, die sie danach wieder treffen und merken, wie unfassbar unreif diese sind, davon aber selbst kaum etwas mitbekommen. Immerhin, ich komme nun ins Alter (Mitte 40zig) wo mich die Infantilität junger Frauen nicht mehr stresst – genug Erfahrung und Überlegenheit, um den jungen Körper zu geniessen, ohne in den elenden Verstrickungen zu landen. So kriegt jeder was er will. Super, oder doch nicht?

  • gabriel sagt:

    ich bin 45, single, in zürich aufgewachsen und auch heute noch viel in der stadt unterwegs, eher in clubs als an geburtstagspartys. sowieso, party bei freunden das war doch früher als man kein geld hatte und alle in wg’s wohnten. jedenfalls, ich erlebe ü40 frauen anders als die autorin: die ü40, die ich kenne, erlebe ich weder als übermässig geil und schon gar nicht als notgeil, im gegenteil, diese frauen sind nicht auf der suche und im umgang mit männern sehr kumpelhaft. ich habe gelegentlich sex und pflege auch so etwas wie friends with benefits. das ist jetzt vielleicht zufall, aber die frauen mit denen ich sex habe, sind alle um die 30. und das war auch früher so, also auch als ich 25, selber 30 oder 35 war. ich gehe seit bald 2 jahrzehnten mit richtig notgeilen 30jährigen ins bett.

    • Manuel Lopez sagt:

      @gabriel
      Das kann ich nur bejahen.
      Frauen um 30 ist auch die Gruppe welche mir am meisten gefällt. Auch ich hatte mit ihnen am meisten Sex, heute leider weniger.

  • Doktor C. sagt:

    Im Übrigen ist zuviel Sex mit immer wieder wechselnden Partnern nicht ratsam. Es erhöht die Chance der Übertragung und Ansiedelung von verfallsbeschleunigenden Mikroorganismen und Viren, die langfristig zu Symptomen wie Arthrose, Fettleibigkeit und geistigem Zerfall führen.

    • Michael Douglas sagt:

      Zu viel Selbstbefriedigung ist aber auch nur ein Wermuts Tropfen auf die heisse Seele.
      Ein bisschen Liebe da und dort tut besser als man denkt. Viele Leiden lieber und sind gerne in der Opferrolle.

  • Sarina sagt:

    Ist ja ganz interessant… Selbst kann ich aber mit 29 (noch) nicht mitreden. Allerdings passt der Titel nicht, den der Begriff „Milf“ hat mit midlife überhaupt nichts zu tun, auch wenn er noch so ähnlich tönt. Der Begriff stammt aus der Pornoindustrie und steht für „Mother I Like To F***“. Er kann also je nach Geschmack des Herrn oder der Dame eine 18-jährige teenmom oder selbst eine Rentnerin meinen, sie braucht nur Mutter zu sein…

    • Michèle Binswanger sagt:

      @Sarina: Sie haben natürlich vollkommen recht, ich gehe hier sehr salopp mit den Begrifflichkeiten um.

  • tigerzzz@gmx.ch sagt:

    Wenn ich den Artikel lese, dann scheint es mir, also würden diese Frauen von der Autorin als Gefahr gesehen werden. Ich bin selbst bald 40ig, in einer glücklichen Beziehung, aber ich habe Freundinnen die den Mann fürs Leben einfach noch nicht gefunden haben oder ihn erneut suchen. Ist das ein Verbrechen? Und dann immer wieder dieses: Sie sind überall … als wäre die Autorin wirklich verfolgt und leidet an einer Paranoya. Auch die Szene mit ihrem Freund. Kommt mir vor als würden sich Frauen mit Partner etwas drauf einbilden. Dabei war es am Ende nur Glück den Richtigen zur richtigen Zeit getroffen zu haben.

    • Michèle Binswanger sagt:

      Liebe(R) tigerzzz: Nein, ich sehe diese Frauen nicht als Gefahr, ich freue mich, dass Frauen über 40 heute so leben können. Nein, es ist kein Verbrechen, den Mann fürs Leben zu suchen, im Gegenteil, ich finde es romantisch. Nein, ich bilde mir nichts darauf ein, mit einem Partner auf dieser Party gewesen zu sein. Und ja, es braucht Glück, den Richtigen zur richtigen Zeit zu treffen. Alles Gute!

  • doris sagt:

    beim durchlesen der Kommentare fällt mir vor allem auf, dass dauernd über das wort MILF geschrieben wird.

    was in keinem Kommentar und aber auch nicht im bericht geschrieben wird; diese Frauen über 40, geschieden, im-ausgang-anzutreffende, wellness-wochenend-gönnerinnen, morgens-sich-im-fitness-treffende, Ikea-stamm-kundinen, ihren stil vor allem dank der alimente ihrer ex’s leisten können.

  • Stefan Moser sagt:

    Diese immer wiederkehrenden Berichte in allen möglichen On- und Offlineforen vom angeblich sextollen Markt Ü40 erzeugt bei MWLTFBM (menwholiketofuckbutmarried) hin und wieder dasselbe Gefühl, das sie hatten, als sie damals, mit jungen 14 Jahren, „Eis am Stiel“ reingezogen haben: nämlich das Gefühl, dass es so gar nichts mit dem eigenen Leben zu tun hat und man als einziger nicht zur Party eingeladen wurde. Ich trags mit Fassung… heutzutage 🙂

  • Charlz sagt:

    Ui, das tönt ja fast wie die Pest! Milfs überall.
    Schade, sonst mag ich Ihre Artikel, diesen hier find ich etwas einseitig und „simpel“- und provokativ auf jeden Fall.
    Und- muss es grad immer eine Neuorientierung/Lebenskrise sein, wenn man als 40+ jährige Frau raus geht, Spass hat, sich fit hält? Kann es nicht auch einfach sein, dass man schon immer darauf Bock hatte?

  • Gaby Zwahlen sagt:

    Diese Mitvierzigerinnen lesen alle – fast alle – Bücher wie „Fifty Shades of Grey“ und wünschten sich sehnlichst auch einmal ein Abenteuer mit einem gut aussehenden, kultivierten, möglichst vermögenden Mann, der sie verwöhnt. Sie halten sich noch immer für sexy und unwiderstehlich (Eigenbeurteilung). Es läuft aber nicht mehr so gut. Früher standen die Jungs Schlange und heute aber… Wie nur die Aufmerksamkeit eines interessanten Mannes auf sich zu lenken? Und so sie sind viele einsame und verlassene Mitvierzigerinnen zu ALLEM bereit, sich diese verflossene Unwiederstehlichkeit vermeindlich zurück zu holen. Aus diesem Blickwinkel ist dieses sexuelle Anbiedern (sich an den Mann schmeissen) nichts anderes als ein Zeichen von Verunsicherung, Verzweiflung und wohl auch etwas Torschlusspanik.

    • andy sagt:

      Und was auch noch ist bei den durchgeknallten Weibern ab 40. Die haben die Schränke gefüllt mit Vibratoren, Sex Toys und weitere Accessoires. 🙂

      • Zufferey Marcel sagt:

        Stimmt, aber meistens auch nur, weil die richtigen Männer sie auf den Geschmack gebracht haben 😉

        • Daniela Boom-Chum sagt:

          Sind Sie sicher? Seit wann haben Männer Geschmack in solchen Dingen? Sie, Herr Zufferey unterschätzen Frauen und haben von daher bereits einen fixen Garant zum Verlieren gebucht. Keine Regel ohne Ausnahmen.

          • Zufferey Marcel sagt:

            Ihre Antwort spricht für sich, Boom-Boom. Und vom Verlieren habe ich bislang noch nichts bemerkt, ganz im Gegenteil. Ausser vielleicht bei Frauen wie Ihnen. Aber das stört mich nicht.

    • Miguel De Antoni y Maura sagt:

      Machen Männer btw auch, ausser FSOG zu lesen, aber Bataille…
      Ein Abenteuer mit einer gut aussehenden, kultivierten, möglichst vermögenden Frau, die uns verwöhnt. Existiert in der Kombination nicht. Auch ich halte mich für sexy & unwiderstehlich. Ist auch gut so. Ob’s gut läuft? Früher nur Job & Sport im Kopf, heute zehre ich vom Einsatz. Das sexuelle Anbiedern erlebe ich dann v.a. im Ausgang, wenn andere Herren zu tief ins Glas geschaut haben und denken, wie Pitts, Efrons, Tatums etc. auszusehen und auf 20J Frauen zugehen. Metoo lässt grüssen. Wobei auch die Damen nicht viel besser sind. Platte Kommentare, seichte Gespräche, einige Drinks zu viel intus, touchy-touchy (Gruselkabinett lässt grüssen), tipsy-tipsy, und schon glauben sie, Gadots, Lawrences, Jenners etc. zu sein.

  • Reto Bernasconi sagt:

    Warum man sich jetzt bei einem solchen Artikel über den Ausdruck MILF aufregen muss *facepalm*… die PC Polizei wird immer humorloser.

    PS: Über was ich bei Ihnen Frau Binswanger immer schmunzeln muss ist das Foto unter ihren Artikeln. Das sieht aus als wären Sie grad beim Kaugummi klauen am Kiosk erwischt worden. „Wer? Ich?“

  • Kathrin80 sagt:

    Die Autorin scheint mir eine etwas veraltete Situation zu beschreiben. Vielleicht nicht vor 40, aber vor 20 Jahren, war es doch auch schon genau so: Bin zwar selber kaum vierzieg und war vor 20 Jahren sicherlich in einer anderen Lebenssituation, aber meine Eltern und ihr fast komplettes Umfeld hat das auch schon genau so praktiziert. Es nach der ersten Familie, Trennung und so nochmals probieren zu wollen ist nun wirklich kein neues Phänomen. Und schon damals gabs fittere und weniger fitte Zeitgenossen/innen. Nur sprach man nicht von Yoga und Crossfit, sondern von Gymnastik und Joggen. Der Begriff „Milf“ ist m.E. das Einzige zeitgenössische in diesem Artikel.

  • Dave sagt:

    A MILF a day
    Keeps the Doctor
    Away.
    MILFs & Cannabis = nice

  • Tom sagt:

    Leider finde ich diese “Milfs” nirgends…

  • Ralf Schrader sagt:

    Wenn man aus gebührenden Abstand zurückschaut, stellt man leicht fest, das der 40. Geburtstag der Tiefpunkt jeder Biografie ist. Da hat man das Elend des eigenen Lebens noch überwiegend vor und die beste Zeit hinter sich.

    60 Jahre hingegen ist das Alter, in dem man der Welt das erste Mal ganz ungestraft den gestreckten Mittelfinger zeigen kann. Wer keine Zukunft mehr hat, dem kann sie auch nicht genommen werden. Ohne Zukunft lebt es sich am besten.

    • Von Matt sagt:

      Also, Ihr Lebensmotto geht in keine Kuhhaut. Kein Wunder sind Sie vor dem Spiegel im Selbstgespräch unglücklich mit dem Mittelfinger. Reife und weise Leute haben nie genug vom Leben und freuen sich stets auf die interessante Zukunft. Schönen Rest noch und nicht vergessen, den Spiegel auch mal reinigen. Frischt das Selbstbildnis auf.

      • Diotima sagt:

        Liebe Frauen (milfs, ein mir eigentlich unbekanntes Wort) seid euch bewusst, dass in dieser Situation die meisten Männer bereits in einer festen Partnerschaft verharren oder verheiratet sind. Über den „Hag grasen“ ist kribbelnd…

      • Ralf Schrader sagt:

        Weisheit ist eine Form von Resignation und keine Zukunft mehr zu haben ist Voraussetzung für die beiden höchsten menschenmöglichen Kategorien, die der Moral und die der Autonomie.

        Jede Abhängigkeit und sei es nur der Blick in den Spiegel oder gar in fremde Auge, mindert Autonomie. Weise sein geht nur einsam und schweigend.

        • Von Matt sagt:

          Sie scheinen nun etwas lockerer zu sein. Dennoch spüre ich immer noch wie verbissen und streng sie mit sich selbst sind. Weisheit bedeutet über den Dingen zu stehen. Einsam muss man deswegen nicht sein und auch sprechen ist durchaus gestattet. Ab und zu mal was Nettes oder gar Humorvolles erleichtert die grundsätzliche Gelassenheit. Besonders auch im höheren Alter.

    • Zufferey Marcel sagt:

      Doch, Ralf: Mit 60 Jahren hat man noch eine Zukunft: Den Tod, die letzte grosse Herausforderung oder Abenteuer, je nach dem. Etwas Besseres kann man sich gar nicht vorstellen. Mich stimmt diese vielversprechende Perspektive auf jeden Fall heiter. Nicht dass ich jetzt dem Sensemann freudig vor die grosse Klinge springen wollte, nein, das ganz sicher nicht! Aber eines weiss ich mit Bestimmtheit: Bis es so weit ist, werde ich noch weiter richtig leben wollen!

      P.S. Natürlich weiss ich freilich nicht, wie sich das Leben mit 60+ anfühlt, da ich noch erheblich jünger bin. Aber ich lasse das mal auf mich zukommen: Carpe diem!

  • Bree K sagt:

    Sehr geehrte Milf, mir ist dieser Ausdruck unangenehm, aber Sie haben ihn sich mit Ihrem Artikel verdient. Sie betiteln Frauen über 40 mit diesem despektierlichen Ausdruck. Ich finde den Artikel daneben u. absolut unlesenswert. Ein Artikel über Frauen und insbesondere einer der von einer Frau geschrieben ist, sollte heutzutage doch aufräumen mit gängigen, abwertenden, infantilen, klischierten, bewertenden Frauenbildern,Sie aber unterstreichen diese antiquierte Sichtweise noch. Warum kann mann/frau nicht einfach schweigen? Ich überlasse die milfs & die damit bedienten Fantasien gerne den dafür „Interessierten“ und weiss es gibt auch andere Sichtweisen. Ich geniesse Sex mal mehr, mal weniger völlig unabhängig vom Alter,so wie jeder Mensch das tun sollte!

    • Michèle Binswanger sagt:

      Sehr geehrte Bree, Schweigen ist tatsächlich Gold, schreiben aber ist mein Beruf. So viel zu ihrer Frage. Ich möchte auch ihrer Ansicht widersprechen, dass MILF eine „antiquierte Sichtweise“ sei. Was meinen Sie überhaupt genau damit? Können Sie das paraphrasieren?

      Ansonsten: aufgeräumt mit abwertenden, infantilen, klischierten und bewertenden Frauenbilder wird ja sonst auf allen (offiziellen) Kanälen schon, lesen Sie doch mal meine Texte, die nicht im Blog erscheinen. Dieser Bog hier ist aber ein Lifestyle- und Gute-Laune-Blog und ich möchte mein Recht auf infantil anmutenden Beobachtungen und daraus resultierende Texte mit allem Nachdruck verteidigen. Danke.

      • bree sagt:

        also dann paraphrasiere ich mal was ich genau mit antiquiriert meine:ich finde es grundsätzlich ermüdend und überaus „altmodisch“ immer wieder in Zeitschriften/Zeitungen insbesondere in den sonntäglichen Ausgaben über die „neue, uuch die gerade eben entdecke!“ jetzt kommts
        „Sexualität der Frauen“ zu lesen. Sind die Frauen selbst denn heute nicht weiter? Müssen Frauen tats. erklären warum sie auch Sex mögen, sie genauso scharf und zielgerichtet in Sachen Sex sein können wie das and. Geschlecht… dass sich ihre Bedürfnisse und Wünsche ändern können, ändern, je nach Lebenssituation, je nach Partner usw.!? Muss frau tatsächlich erklären warum sie heute keine Lust haben, aber morgen schon und das alles ganz ohne das jemand Rückschlüsse auf ihr Alter nimmt bzw. erlaubt.

        • Michèle Binswanger sagt:

          Liebe Bree, verstehe ich gut. Geht mir bei gewissen Themen/Texte auch so. Manchmal aber lese ich dann trotzdem weiter und oft mit Gewinn. Zum zweiten Punkt: Ja, ich glaube Frauen sollten mehr über ihre Sexualität reden. Ich habe eine 17-jährige Tochter und in gewisser Hinsicht sind wir/sie heute tatsächlich weiter, aber dann auch wieder nicht so sehr. Dasselbe bei Frauen in meinem Alter. Weiter sind wir unter anderem auch deshalb, weil mehr darüber gesprochen/geschrieben wird. Es ist aber kein Muss, das Lesen natürlich auch nicht. Mit dem Alter hat das grundsätzlich nicht so wahnsinnig viel zu tun, aber es ist nunmal die Klammer dieses Blogs. Danke aber, dass Sie sich trotz Gähn-Faktor die Mühe genommen haben, ihre Kritik zu formulieren.

  • Nadine sagt:

    So nebenbei gibt die Autorin mit ihrem Partner an. Wohl um den Neid auf die porträtierten Single-Kolleginen zu kaschieren.

  • sejaeger sagt:

    Es werden die typischen Symptome eine Midlife crisis beschrieben, die ja laut Autorin nur bei Männern existiert. Ich finde auch, dass Frauen heutzutage körperlich sehr viel mehr auf sich acht geben. Häufig geht damit leider auch ein infantiles Verhalten frei von jeder Selbstreflexion einher. Finanziert wird die erneute Pubertät gerne vom Ex-Mann, da der junge Liebhaber etwas klamm ist. Das Niveau des Artikels passt zu diesem Verhalten und vermutlich auch zur Autorin. Häufig genügt ein leichtes Kratzen an der ach so gestählten weiblichen Oberfläche und es kommen schnell Verzweiflung und Ratlosigkeit zum Vorschein. Männer im selben Alter erlebe ich da sehr viel geerdeter.

  • tuff titty sagt:

    Liebe Michèle, ich fand’s unterhaltsam. Natürlich kann man sich über den Begriff generell streiten, ob der Richtigkeit der Anwendung etc. Oder man kann sich unterhalten lassen von Ihrem Text und der (leicht überzeichneten) „neuen Freiheit und Selbstsicherheit“ der ü40. Es ist wirklich unglaublich, wie viele humorlose, pedantische und sexistische (!!) Kommentare so ein Text provozieren kann. Wieso haben so viele (Männer) das Bedürfnis nach so einem Artikel hier einen Bericht über ihren Sex zu liefern oder ihren Frust über ihren Nicht-Sex abzulassen? Entspannt Euch doch alle mal ein bisschen!
    Auf jeden Fall bewundere ich die dicke Haut von Autorinnen!!

    • Michèle Binswanger sagt:

      Danke!

    • Reto Gerber sagt:

      Der Blogg ist tatsächlich ziemlich unterhaltsam.
      Schätze das ist wohl der Punkt auf den Frau Biswanger aufgestiegen ist. „Die Leute wollen Sex Geschichten? Sollen sie bekommen…“

      Sie hat dann vermutlich ihren Spass mit den teilweise haaresträubenden Kommentaren.

  • Hans Minder sagt:

    Wenn das Leben als 40-zig jährige, geschiedene MILF enorm toll und abenteuerlich ist, da sich haufenweise attraktive und junge Männer für einen One-Night-Stand finden lassen, wieso soll sich dann jede hart arbeitende und etwas „undersexed“ Ehefrau nicht sofort scheiden lassen um auch auf diesen Party-Dampfer aufsteigen? Und wenn zukünftig jede Ehefrau ab 40-zig sowieso auf den MILF-Dampfer aufsteigt, weshalb sollte ein Mann überhaupt bis zum 40-zigsten Lebensjahr in eine Frau&Familie emotionell/beruflich/finanziell investieren? Solche Hohelieder auf MILFS können die Werte einer Gesellschaft untergraben und für beide Geschlechter negativ Konsequenzen haben, wenn man die Gedankengänge mal zu ende spinnt…

  • Maike sagt:

    Wieder so ein Mainstreamausdruck – MILF. ist das die Kurzform von Moro Islamic Liberation Front ? Irgendwie wohl nicht, wird hier doch wenig über den Islam geschrieben. Aber in Wahrheit geht es doch um selbstbewusste Frauen im fortgeschrittenen Alter, die – würden sie ein Mann sein – man als voll im Saft stehend bezeichnen könnte. Und das wollen sie ausleben – und das macht dann den Männern Angst, weil es das Bild in Frage stellt, das das Jagen Männersache ist… Was natürlich ganz schön schlimm in dieser patriarchalisch geführten Welt ist. Wie man z.B. an Herrn Minder sieht, der dabei gleich den Untergang der Gesellschaft vorhersagt.

    • Zufferey Marcel sagt:

      Es gibt Frauen, die Männern gerne Angst machen würden, immer. Und überall. Und dann gibt es Männer, die einfach keine Angst haben vor Frauen. Warum sollten sie auch? Das können diese Frauen aber nicht glauben. Weil sie es nicht glauben wollen. Deshalb müssen sie, bisweilen schon fast gebetsmühlenartig, den Männern immer wieder sagen, dass sie ja eigentlich Angst haben vor ihnen. Welche diese aber, wie bereits erwähnt, gar nicht haben. Das nährt den Verdacht, dass gewisse Frauen eigentlich Angst vor Männern haben…

    • Sportpapi sagt:

      Ich sehe bei den Wortmeldungen der Männer hier wenig Angst. Eher etwas Irritation darüber, dass offenbar wieder ein neuer Trend stattfindet, von dem die meisten kaum etwas merken.
      Und nein, viele Männer würden es sehr begrüssen, wenn das „Jagen“ nicht nur Männersache wäre, sondern die selbstbewussten Frauen häufiger selber aktiv würden. Nicht in Bildern, sondern in der Realität.

      • Miguel De Antoni y Maura sagt:

        Eigentlich wünschte ich mir mehr von diesen Frauen, unabhängig vom Alter. Jene nämlich, die die Kunst des aktiven Verführens beherrschen, einen Partner erobern, mit Eloquenz, Stil, Intelligenz, Humor, Aussehen, Empathie, Vermögen und weiteren je nach und vom Partner gewünschten Eigenschaften. Die Realität ist aber eine andere, ok mein perception bias… Ohne Alkohol, Psychotherapie, Beauty-Doc, Gossip-Kolleginnen etc. sehen alle Mäuse grau aus (ok, auch Männer trinken sich die Partnerin schön/interessant) und bewegen sich zwischen langweilig, gähn und „bin ich bei verstehen Sie Spass?“. Wo bleiben all die Whoopy Goldbergs, die Ellen Degeneres, die Cate Blanchetts, die Diane Keatons, die Judy Denches? Aber auf Möchtegern-Kardashian machen, das nennt man dann stark. Brainy is the new sexy.

  • Claude Fontana sagt:

    „Die Midlifecrisis erfand ein Mann“ Wie würden sie denn die Menopause umschreiben? Milflifecrisis?

  • Reto Gerber sagt:

    Sollte natürlich Binswanger heissen, ich bitte um Entschuldigung.

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