Sex oder gar nichts

David Duchovny verkörpert in «Californication» das Klischee vom sexsüchtigen Ü-40er, der jungen Frauen hinterherrennt. So weit hergeholt ist das leider nicht. Foto: Showtime

Mein letzter Beitrag hat zwar mit einer Frage geendet, die von Ihnen, liebe Leser, mehr als zahlreich und detailliert beantwortet wurde. Trotzdem, ich bin Ihnen noch eine Antwort schuldig. Die Realität entspricht leider genau der These, der ich in meinem letzten Buch «Die Susi-Krise» ein ganzes Kapitel gewidmet habe: Männer haben ab etwa 40, 45 kein platonisches, freundschaftliches Interesse an Frauen.

Eine Tatsache, die mich mehr als betrüblich stimmt. Mein Freundeskreis war immer gemischt. Doch die Freundschaften zu den Jungs, die teilweise 20, 30 Jahre zurückreichen, sind seit einigen Jahren teilweise einfach lautlos abgestorben, auf Eis gelegt oder zwar offiziell noch bestehend, aber man sieht sich nicht mehr. Frauen gehen mit Frauen aus («Girls Night») und Männer mit Männern. Wenn ich frage, ob ich mitkann, heisst es: Wir sind nur Jungs. Früher war das egal und in Ordnung, wenn ich das einzige Mädchen war.

Die Abende sind mit Sex verplant

Die erwachsene männliche Seele verspürt kein Bedürfnis nach freundschaftlichem Abhängen und ernsten Gesprächen mit Frauen, ohne sexuelle Absichten. Meine männlichen Freunde sagen das genauso unverblümt wie viele meiner Leser am Wochenende: «Wenn ich schon mal einen Abend freihabe, dann will ich den auch mit Sex verbringen. Mit dir ist es auch lustig, aber Sex ist mir wichtiger.»

Leider ist es andersrum nicht so. Ich brauche die Inspiraton und Energie von männlicher Seite dringend, auch jetzt, als erwachsene Frau. Und nicht auf der Flirtbasis, denn von Balztalk hat man ja nichts. Ich brauche ganz normale Gespräche auf Augenhöhe, gerne über seinen Auspuff oder was bei Tesla los ist. Ich sehe mich als Menschen, nicht als Sexobjekt. Und dass es keinen Grund gibt, geschmeichelt zu sein, wenn man mich sofort als eine Option zur Erleichterung des Hormondrucks sieht, weiss ich, seit ich 15 bin. Schon gar nicht bei Männern, die mich seit 20 Minuten kennen und wissen wollen, ob es sich lohnt, sitzen zu bleiben.

Frauen haben Verständnis, Männer Humor

Es ist sehr traurig, denn ich liebe die Sichtweise von Männern auf die Welt. Ich fand schon immer die Welt der Männer interessanter als die der Frauen. Die Welt der Frauen ist ja meine eigene, in der kann ich gut alleine leben. Ich rede mit Freundinnen weder über Klamotten, Beauty noch Shopping. Das mache ich alles mit mir selbst aus.

Mit Frauen teile ich gesellschaftliche und emotionale Interessen. Bei ihnen finde ich Verständnis, mit Männern hingegen entwickle ich mich weiter und kann auch besser lachen. Aber Einblick in die Welt der Männer hatte ich schon, als ich klein war. Nur ging es damals um Freundschaft.

Sex vs. Yoga-Camp

Nun sind wir alle erwachsen, und die meisten Männer sind bekennend sexsüchtig. Um ihre Sexsucht auszuleben, brauchen sie sehr viel jüngere Frauen, denn eine heisse 45-Jährige tippt sich an die Stirn und will lieber mit ihm in ein Luxus-Yoga-Camp fahren.

186 Kommentare zu «Sex oder gar nichts»

  • Chris Stoffer sagt:

    „Männer haben ab etwa 40, 45 kein platonisches, freundschaftliches Interesse an Frauen.“

    Die haben es auch mit 15 nicht. Nur trauen sie sich es dann noch nicht dies so direkt anzusprechen.

    Und apropos nicht mehr mit in den Ausgang gehen. Was ist Ihr erster Gedanke, wenn Sie einen attraktiven Mann mit einer unattraktiven Frau sehen? Genau. Was zum Teufel stimmt mit dem nicht, dass er sich mit so was abgibt! Also Sie noch jung waren, war es für diese Männer förderlich eine attraktive, junge Frau dabei zu haben. Das macht ein Mann attraktiver. Allerdings nur wenn die Frau attraktiv und jung ist.

    • Sarah sagt:

      Autsch! Sie schreiben aber hart aus der Defensive, Chris Stoffer – und bewegen sich voll in der von Kianis beschriebenen stereotypen Zone von Mannsein. Eine Antwort wie diejenige von Serge Müller zeugt von Souverenität: seine Antwort zeigt, dass er über der Sache steht. Voll attraktiv…

      Frau Kianis beschreibt Männer wie ein Macho. Sie haben die Gelegenheit verpasst zu beweisen, wie anders Männer sein können. Übung macht den Meister. Viel Glück beim nächsten Mal!

      • Frank Baum sagt:

        Sarah, Männer sind so, wie Frau Kianis beschrieben hat und das ist ja auch gut so. Es gibt schlicht keinen Grund, irgendein Gegenteil beweisen zu wollen. Wozu auch?

        • Roger sagt:

          Also ich habe nicht wenige platonische Freundinnen, mit denen ich super Gespräche habe. Aber diese Freundinnen stecken mich auch nicht in eine vorgefertigte Schublade voller Vorurteile.

          Gerade mit Frauen sprechen Männer i.d.R. gerne über ihre Probleme. Meistens ist dies jedoch die Partnerin. Schwierig wird es jedoch, wenn es Streit mit der Partnerin gibt. Da ist es immer gut mit einer Frau sprechen zu können. Nicht zuletzt auch um nützliche Tipps/ andere Sichtweisen/ Übersetzung zu erhalten. Ich empfinde das als wichtige Ressource, obwohl ich auch einen guten Kumpel habe, mit dem ich über die Beziehung/ Belastendes sprechen kann. Und natürlich sitzt man such mal nur zusammen und blödelt herum oder interessiert sich ganz einfach für die Person. Wie es ihr geht, wo sie steht, was sie bew

        • Frank Baum sagt:

          Roger, meinetwegen. Das ist schön für Sie. Sie scheinen damit eher die Ausnahme als die Regel zu sein. Aber wenn es Ihnen einen Spass macht, weil Sie nur so Ihre Probleme besprechen können, dann ist das gut so. Ich weiss nicht, wieso Frau Kiani noch nicht auf Sie zugekommen ist. Ich denke einfach, dass die meisten Männer die Dinge anders sehen und dass daran auch nichts auszusetzen ist.

          Ich mag Sex und ich mag Sex mit jüngeren Frauen. Ich finde das völlig OK. Es ist heute nicht mehr „politisch korrekt“, aber ich finde es völlig OK. Wenn ich mich unterhalten will, dann lieber mit Männern, weil ich mit Männern offener sprechen kann, es weniger anstrengend ist und ich da eher über die gleichen Interessen reden kann. Was ist schon dabei?

      • Chris Stoffer sagt:

        „Sie haben die Gelegenheit verpasst zu beweisen, wie anders Männer sein können.“

        Das bedingt, dass man das möchte. 😉

  • Roger sagt:

    „Leider ist es andersrum nicht so. Ich brauche die Inspiraton und Energie von männlicher Seite dringend“.

    Nein, sie wollen nicht die Inspiration von den Männern. Gemäss Ihrem früheren Beitrag/Kommentaren entwickeln sich Männer in der Midlife ja regressiv ins Jugendalter zurück. Man erkennt dies u.a. daran, dass sie sich für Auspuffe/ Sportwagen interessieren oder sexsüchtig sind (heute schreiben Sie, dass Sie Gespräche über Autos interessant finden!) Sie wollen die Männer (einseitig) studieren, um sie nachher in Ihren Artikeln in die Pfanne zu hauen. Also mich wundert es nicht, dass alle Ihre früheren männlichen Freunde Sie nicht mehr mit in den Ausgang nehmen wollen. Die Männer haben ja bereits gute Gespräche untereinander.

    • Roger sagt:

      Sie hingegen wollen es mit Männern zusammen lustig haben. Sie lächeln insgeheim über sie, aber zum Zeitvertreib taugen sie. Diese Haltung spüren wohl auch Ihre männlichen Freunde.
      Zusammenfassung: alle Männer über 45 Jahren sind regressive Jugendliche und viele Frauen ab 45 sind irgendwie verbitterte Wesen, deren Hauptbeschäftigung es ist, über Männer herzuziehen.

      • DontJustStandThereAndNodTamely sagt:

        #LIKE
        Aber mass muss auch den Frauen eingestehen, dass sie frustriert sein dürfen und damit Emotionen zeigen. Oft merken sie aber nicht, wie unattraktiv und mit der Zeit langweilig sie dabei wirken, wenn sie wieder in die Genderismusfalle tappen. Aber zum Glück existiert die Forschung, die für Wahrheitsfindung genutzt werden kann. Der Blogbeitrag ist daher nur ein Gedöns aus der Bubble eines weiblichen Individuums (cognitive bias). Welche Motivation sich hinter ihren mit Klischees gespickten Zeilen verbirgt, müsste ein Psychoanalytiker entziffern. Ewiggestrig, emanzipiert, feministisch, humanistisch, verantwortungsverweigernd, konstruktiv, frustriert, happy …? Who knows. Ich geniesse jetzt meinen Campari an der Sonne und das Gespräch mit meiner besten ü40-Freundin. Arrivederci!

        • Hans Müller sagt:

          Motivation ist leicht auszumachen: Clickbait, „Relevanz“ und damit weitere Aufträge, um Blogbeiträge zu verfassen. Irgendwann mal ein seichtes Buch, das in irgendeiner belanglosen Liste als „Bestseller“ erscheint, etc. Am Ende ist die Motivation wohl hauptsächlich ökonomischer Natur. Und mit Provokation erreicht man (oder frau) halt viel mehr Aufmerksamkeit. Das war schon immer so.

          • Wäis Kiani sagt:

            Haha, ich habe doch schon 4 seichte Bücher geschrieben, die alle in der Liste „Bestseller“ erschienen, googeln Sie mal. Jetzt schreibe ich seichte Drehbücher, zusammen mit meiner ebenso seichten Schwester. Wir heissen Wäis und Violet Seicht-Kiani. LG-WK

          • DontJustStandThereAndNodTamely sagt:

            KPI: „Bestseller“. Musste man früher 10’000e Bücher verkaufen, um überhaupt irgendwo aufgelistet zu werden, reichen heute, bei kleiner werdendem Leserkreis (MACH Consumer. Universum – Zielgruppenpotential), einige hudert Verkäufe. Click-Bait ist nichts anderes als Ad-Fraud und wird geahndet. Surft man mit Hirn und Ad-Blocker, lässt es sich auch Digital ziemlich gut leben.
            Die Sonne scheint weiterhin. Ich liebe diesen Oktober. Meine ü40-Freundin schmunzelt und meint, ich sehe toll aus. Danke. Plumpe Anmache. PS: Falls der Blog mehr Traffic braucht (ab 50’000 PIs pro Tag), einfach melden. Ich habe die nötigen Tools. Wird gratis erledigt. Nützlich beim nächsten „Redaktions“-Meeting. Für das Schrauben am Amazon Verkaufsranking existieren auch nette Tricks. Aber wem sage ich das.

          • Wäis Kiani sagt:

            was wollen Sie genau alles loswerden? reden Sie nur, schreiben Sie sich alles von der Seele…LG-WK

          • DontJustStandThereAndNodTamely sagt:

            Gerne. Also, meine ü40-Freundin, sie will „Lia“ genannt werden, meint, dass ich Ihnen nicht zu viel food for thought geben soll. Ich sehe nicht ein, wieso. Anyway. Ich bin mit Ihrer Sichtweise nicht einverstanden, aber so what. Sie deshalb beleidigen? Andere mögen das nicht so sehen wie ich, aber ich finde, es braucht Mut, solche Bücher zu schreiben, von denen Sie ja auch leben. Und der Blog ist auch legitim, da Sie dafür bezahlt werden. Was und wie Sie schreiben muss ja nicht dem Tamedia Code of Conduct entsprechen. Sie haben eine Idee, wie Ihre Welt funktionieren soll, teilen dies mit, LeserInnen ihre Sichtweise auch. Austeilen – Einstecken. 3. Newtonsches Gesetz. Polarisieren, Pauschalisieren usw. zieht online (fast) immer. PS: Frauen ü40 sind schlecht im Bett, meint Lia.

          • Hans Müller sagt:

            Und selbst wenn Sie zehn Bücher auf irgendwelchen Beststeller-Listen haben, besser wird der Inhalt dadurch auch nicht, im Gegenteil. Die Bibel und der Koran sind auch Topseller. Und ich google nur, was mich interessiert. Ihre Bücher gehören nicht dazu. Mir reicht der Blog vollkommen. Ich hab‘ den jetzt zweimal gelesen und damit ist mein Bedarf auch gedeckt. Das Blog-Konzept ist völlig durchschaubar. Ich verschone Sie also in Zukunft. Die Schulterklopfer dürfen gerne übernehmen. Viel Erfolg mit den Drehbücher- und Foodrezept-Gesprächen in Bars, in denen sich nur junge (und offenbar auch alte), sexsüchtige Regisseure herumtreiben!

  • Stefan W. sagt:

    Vielleicht haben Sie einfach den falschen Bekanntenkreis und verallgemeinern Ihre Erfahrungen daraus etwas gar zu sehr?

  • Urs brand sagt:

    oh mein Gott.mit Männer über Auspuffe möchten sie zwecks inspiration reden. ich glaub sie leben auf dem falschen Planeten. haben sie es schon mal mit lesbischen ZeitGenossinnen versucht.

  • Serge Mueller sagt:

    Ist das wirklich dieselbe Autorin, die noch im letzten Beitrag geschrieben hat, Männer ab 45 seien sowieso schon hinüber…? Welcher psychisch halbwegs stabile Mann möchte Umgang mit Frauen, die nie wirklich erwachsen geworden sind und emotionales Excess Baggage zum abwinken dabei haben? Da geh ich auch lieber mit den Jungs mit.

  • Malena sagt:

    Vielleicht braucht es eine Quote für gemischtgeschlechtliche Gespräche ohne Sexabsichten?

  • Rolf sagt:

    Leider unwahre Behauptung. Fragen Sie mal meine weiblichen Freunde, die zum Teil schon seit 25 Jahren existieren.

  • Fragezeichen sagt:

    Wäis Kiani:
    auch wenn sie wieder mit einer etwas bizarren Geshichte rüber kommen bleibt meibne Feststellung dieselbe. S I E m,üssen sich als ersten ein anderes Umfeld wählen und s i e müssten vielleicht mal am Eindruck den s i e auf ihre Umgebung hinterlassen, arbeiten!
    sonst werden wir noch viele solcher Geschichten von ihnen lesen dürfen

  • marsel sagt:

    Männer haben ab etwa 40, 45 kein platonisches, freundschaftliches Interesse an Frauen? Dann bin ich jünger als ich die ganze Zeit über gedacht habe. Vielen Dank dafür, mein Tag ist gerettet 🙂
    Im Ernst: Sie würden staunen, Frau Kiani, wie viele Männer in dem Alter kaum noch Sex oder auch nur Interesse daran haben (oder gar nie viel Sex hatten) und nur grosse Reden schwingen. Und dann gibt es noch eine nicht zu unterschätzende Anzahl Männer, die nur mit ihrer eigenen Frau Sex haben und das auch gar nicht ändern wollen.
    Generell sollten Sie etwas sparsamer sein mit pauschalen Verurteilungen. Ihre Welt ist nicht gleich DIE Welt.

  • maia sagt:

    Nein, es ist DIE Realität – es ist IHRE Realität. Mein Freundeskreis ist gemischt, eher etwas Männer-lastig, aber das von Ihnen hier heraufbeschworene Klischee kann ich in keinster Weise bestätigen.

    • maia sagt:

      Oh blöd – es ist noch etwas früh: es sollte natürlich heissen, „Nein, es ist nicht DIE Realität – es ist IHRE Realität!….“

    • Robert sagt:

      Ja, das hab ich mir auch gedacht. Ich, über 45, habe freundschaftliche Beziehungen zu 4 Frauen, bei denen Sex oder Auspuffe (?) kein Thema sind. Allerdings sind das auch etwa alle Frauen, die ich besser kenne und es ist natürlich möglich, dass die Milliarden anderer Frauen in einer anderen Realität leben.
      Nachdem, was ich über die Autorin weiss, würde ich auch keinen gesteigerten Wert auf ein freundschaftliches Gespräch legen. Viel zu gross wäre die Befürchtung, in den nächsten Tagen wegen eines beliebigen Themas auf der Jagd nach Klicks auf diese sehr abschätzige Art in die Pfanne gehauen zu werden.

  • Verena sagt:

    arme Frau Kiani, Ihre Ergüsse sind ja mitleiderregend: sind Sie in der Midlife-Crisis? Mein Tip: lassen Sie sich vom Frauenarzt Hormone verschreiben, dann können Sie das Leben wieder geniessen…. und die Post geht ab, glauben Sie mir!
    LG Verena

  • dres sagt:

    Männer haben zu keinem Zeitpunkt ein freundschaftliches Interesse an Frauen. Ja, ich bestätige ein Klischee, aber alles andere ist nichts als ein Eiertanz…

  • David sagt:

    Es mag sein, dass Sie das so erleben. Es wird aber auch umgekehrterweise so sein, dass sehr viele Frauen ab 40, 45 gar kein Interesse mehr an Sex zeigen. Die Menschen die wirklich zu einem passen sind rar, und je älter Mann/Frau ist, desto weniger Menschen hat’s die für uns in Frage kommen. Und in meinem Alter fangen sie an wegzusterben. Und so geht es kontinuierlich mit dem Zauber bachab.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Ach kommen Sie! Ihr letzter Beitrag war nun mal ganz anders gehalten. Da haben Sie gesagt, dass sie gleichaltrige Männer zu wenig sexy fänden, um mit ihnen zu flirten. Da sagten Sie, sie hätten mit dem jungen attraktiven Mann sehr wohl flirten oder Sex haben wollen und sich nur gestört, dass er das einfach so abrupt und ohne langen Eiertanz geäussert hat. Sie sagten wörtlich, dass Sie den Eiertanz gewollt hätten.
    Und nun? Nun ging geht plötzlich um platonisches Interesse, Austausch etc.
    Wenn es darum ginge, warum blinzelten sie dann nach jüngeren und attraktiveren? Rein menschlich, platonisch, freundschaftlich kann man sich bestens auch mit weniger attraktiven Menschen unterhalten.
    Ihre Aussagen sind widersprüchlich. Ich glaube, sie betrügen sich selbst.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Doch nun zu ihrer Aussage. Ich glaube, mit 45 weiss man einfach eher, was man will.
      Sexsüchtig? Vielleicht sind das die Männer, mit denen Sie sich umgeben, also diejenigen, die sich in Bars rumtreiben und mit fremden Frauen stets auf der Suche nach dem Kick sind. Aber es gibt noch viele Männer, die ganz anders sind. Aber die lernen Sie wahrscheinlich gar nie kennen.
      Doch zurück. Mit 45 weiss man eher was man will. Man hat schon viele Menschen kennen gelernt, viele Freundschaften sind versandet etc. , deshalb hat man nicht mehr die gleiche Energie/Illusionen wenn man neue Leute kennenlernt. Deswegeb kommen Ihre Flirtbekanntschaften immer schneller zum Punkt. Es sei denn, jemand fände sie als Mensch so interessant, dass er tatsächlich mehr von ihnen wissen wollte.

      • tina sagt:

        was hast du eigentlich für ein problem mit bars? „rumtreiben“.

      • Mona sagt:

        Natürlich lernt man die ‚andern‘ vielen Männer nicht kennen, die sind verheiratet. Ich hatte früher viele Männer als Freunde (ohne Sex), heute habe ich Kollegen.

  • Anh Toàn sagt:

    Ich bin jetzt 55 und hatte noch nie ein freundschaftliches platonisches Verhältnis zu einer Frau.

    Weil, wenn ich keine habe, bin ich sexsüchtig und suche. Und wenn ich eine habe für Sex, ist die eifersüchtig wenn ich noch eine habe für Platonik.

    • Anh Toàn sagt:

      Maria und Josef hatten eine platonische Beziehung. Maria wurde dann schwanger und hast ihm erklärt, es sei von Gott, was Josef geglaubt hat.

      Echt jetzt, so wenig eifersüchtige gibt es nur in Erzählungen.

      Eine platonische Beziehung schliesst eine andere Beziehung mit Sex aus, also Sexverzicht um mit einer Frau zu diskutieren.

      Ich verzichte da lieber aufs diskutieren.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Schade. Gerade mit Frauen sprechen viele Männer über Probleme. Nicht zuletzt auch um Frauen besser verstehen zu können, um nützliche Tipps zu erhalten, z.B. bzgl. Problemen in der Beziehung. Ich empfinde das als wichtige Ressource, obwohl ich auch einen guten Kumpel habe, mit dem ich über Beziehung/ Probleme sprechen kann.

    • Anh Toàn sagt:

      Sie wollen also, liebe Frau WK, dass der Typ für Gespräche mit Ihnen auf Sex mit anderen verzichtet.

      Sind Sie der neue Dalai Lama?

    • Hans Hintermer sagt:

      Schade. Gerade mit Frauen sprechen viele Männer über Probleme. Nicht zuletzt auch um Frauen besser verstehen zu können, um nützliche Tipps zu erhalten, z.B. bzgl. Problemen in der Beziehung. Ich empfinde das als wichtige Ressource, obwohl ich auch einen guten Kumpel habe, mit dem ich über Beziehung/ Probleme sprechen kann.

    • Vierauge sagt:

      ich bin jetzt 56 und hatte schon einige platonische Freundschaften mit Frauen. Es gibt halt alles mögliche und noch mehr 😉

      • Anh Toàn sagt:

        Ich habe gelogen, was ich hier beschrieben habe, hatte ich erfahren, als ich mal eine platonische Beziehung hatte. Platonische Beziehungen lassen Platz allenfalls für Gelegenheitssex ausserhalb, aber sie schliessen aus, wirklich erfüllende Beziehungen, dazu gehört bei mir auch Sex, zu finden. Nur weil etwas „geht“, ist damit noch lange nicht gesagt, dass es erstrebenswert oder erfüllend oder so ist. Auch eine Beziehung mit einer Gummipuppe „geht“, für manche.

        • Anh Toàn sagt:

          Oder nochmals anders: Alle die Männer, welche mit WK nur Sex wollen, haben schon eine freundschaftliche platonische Beziehung, halt mit einer anderen Frau, manchmal der Mutter, manchmal einer Ex, die man nicht loslassen kann.

          • Anh Toàn sagt:

            Am meisten platonische freundschaftliche Beziehungen haben Männer mit Ehefrauen nach 2 ein paar Ehejahren und Kindern, wenn man glaubt, was man so liest zumindest: Die geen dann raus, wenn die Frau weg ist, und suchen nur Sex, weil alles andere haben sie,

          • Anh Toàn sagt:

            Hat nicht der Duchovny in Californication eine freundschaftliche, platonische Beziehung mit seiner EX, der Mutter seiner Tochter?

            Ich habe nur ein paar Folgen gesehen, aber in diesen hatte er genau dies mit ihr.

          • Anh Toàn sagt:

            Und doch mit seiner Tocher auch? Er ist doch eher platonischer Freund als Vater zu ihr? In einer der Folgen die ich sah, meine ich mich zu erinnern, störte sie sich genau daran, dass er wie ihr Freund und nicht wie ihr Vater sei.

          • tina sagt:

            eifersüchtig? könnte natürlich auch mit deinem verhalten zutun haben, und nicht alle menschen sind auf die selben dinge gleich eifersüchtig. als kumpelfreundin versuche ich freunde, die freundinnen haben, nicht zu häufig zu treffen, um es nicht dazu kommen zu lassen. ich mag freundinnen meiner freunde vorsätzlich und sehe grosszügig und verständnisvoll darüber hinweg, dass sie mich vielleicht nicht so sehr mögen

  • Stefan sagt:

    Letztes Mal war es: „Deutsche Männer aber 45 sind nicht mehr attraktiv“. Heute: „Männer ab 40 interessieren sich nicht mehr an freundschaftlichen Unterhaltungen“. Cliché komm raus, Du bist umzingelt !

  • Christoph Bögli sagt:

    Bei allem Verständnis für blog-gerechte Polemik, aber die Pauschalisierung ist ziemlich befremdlich. Ich weiss ja nicht, in welchen Kreisen Sie sich genau bewegen, aber ich bezweifle stark, dass diese Beobachtungen repräsentativ geschweige denn allgemeingültig sind. Mit meinem sozialen Umfeld haben die geschildeterten Erlebnisse zumindest keinerlei Überschneidungspunkte. Eventuell sollten Sie sich also mal mit anderen Menschen abgeben. Bzw. Ihr Verhalten hinterfragen, denn letztlich zieht dieses die Leute an, die einem umgeben.

    Daraus folgt auch: Wenn einem niemand dabei haben will bzw. man offenbar nicht als positive Gesellschaft wahrgenommen wird, liegt das auch an einem selbst. Etwas Selbstkritik kann da helfen. Und achja, wieso eigentlich Sex derart kategorisch ausschliessen..?

  • Oliver Brunner sagt:

    Das haben Männer eigentlich auch vor 40 nie. Aber in der heutigen Zeit darf man dies nicht sagen (öffentlich). Meine einzige Freundin, mit der ich alles besprechen kann, ist lesbisch (was weder sie noch ich wussten zu Beginn unserer Bekanntschaft). Ansonsten nerve ich mich grausam über das dauernde Reden, ohne wirklich auf den Punkt zu kommen und die permanente Intrige. Ich habe mich mit meinen Söhnen abgesetzt und hoffe ab und zu auf ein erfolgreiches Sexdate.

  • Hans Müller sagt:

    Mit sinnfreien, sich widersprechenden Artikeln kann man natürlich Woche für Woche genügend Clickbaits generieren. Gratuliere zu diesem geistreichen Business-Modell, dessen Urheberin jede Woche aufs Neue beweist, dass sie ziemlich undifferenziert, sich widersprechend und eindimensional durch die Welt trollt. Letzte Wochen waren’s übrigens die u40 Jährigen, die nur Sex wollten, jetzt sind’s plötzlich die ü40… Offenbar wollen Männer also nur Sex. Nur, warum dauert das 45 Jahre, um das rauszufinden?

  • Michael sagt:

    Wenn mich jemand in ein Luxus-Yoga-Camp mitnehmen möchte, würde ich die Freundschaft wohl auch beenden. Bei solchen „Plänen“ kann ich die Männer verstehen, für so ein Camp sollte schon Sex drin sein, warum sollte man sich sowas sonst antun?
    Es gäbe aber auch noch normale Ansätze, Essen gehen, Kino oder was trinken.

    • Amerigo sagt:

      Nur haben wir gestern gelernt, dass man Wäis Kiani nicht fragen darf, ob Sex eine Möglichkeit ist. Das findet sie auch icht gut.

  • Shekina Niko sagt:

    Verallgemeinerungen über „die Männer“ halte ich für schädlich und spaltend. Sie sind unfair und schaden darüber hinaus der Sache der Frau, denn sie verhindern jeglichen Dialog. Ich selbst kann verallgemeinernde Aussagen über „die Frauen“ auch nicht ausstehen, sie machen mich aggressiv und führen dazu, dass ich die Person, die solches von sich gibt, nicht ernst nehme.

    • Vierauge sagt:

      gut gebrüllt!

      • Oliver Brunner sagt:

        Dieser Blog will auch nicht ernst genommen werden. Generierung von Clicks durch provokative Aussagen ist das Ziel. Da wird eine Woche später genau das Gegenteil geschrieben. Who cares who remebers

  • Zufferey Marcel sagt:

    Das alles klingt so gar nicht nach einem entspannten Verhältnis zur Sexualität. Doch das ist wahrscheinlich generationenbedingt.

    • Zufferey Marcel sagt:

      Mit diesem Kommentar meine ich übrigens die Männer: Lebe ich in einer anderen Welt- oder nehme ich sie vollkommen verkehrt wahr? Dauergeile Typen glaube ich persönlich nicht zu kennen. Überdies: Wer sich sexuell ausgelebt hat, sollte doch eine völlig entspannte Perspektive auf Frauen haben- und nicht immer noch hinter jedem Rockzipfel hinterher rennen, wie seinerzeit, in jüngeren Jahren, als es noch galt, die Hörner abzustossen.

      • Urs M. sagt:

        Zufferey, viele Männer haben mit 45 noch immer gleich viel Lust und fast gleichviel Energie wie mit 22. Weshalb sollten sie kürzer treten? Tun Sies, wenn Sie wollen, und lassen sie den anderen ihren Sex.

  • Kurt sagt:

    Es ist empfehlenswert, sich selber zu kennen. Ansonsten ist der andere schuld.
    Lernen Sie von Kindern die Welt entdecken: Lernen Sie spielerisch und geben Sie nicht auf. Gelingt es nicht wie bis anhin, dann finden Sie neue Wege.
    Es ist einfacher, nicht nach Geschlecht, sondern sich nach Werten zu orientieren. Und wenn Sie wirklich kein „Bümsi“ wollen, dann finden auch Sie den passenden Mann dazu; Ihr Spiegel oder Ihre Ergänzung.

  • Benni Aschwanden sagt:

    Ich finde Ihre Schilderungen im Artikel sympathisch, weiss aber nicht, ob so die meisten Frauen denken. Frauen ab 40 sind meiner Erfahrung nach v.a. Sicherheits-orientiert. Sie denken an die kommenden Jahre, die sie noch geniessen wollen, solange sie können. Und bei Frauen bezieht sich Geniessen halt schon oft auf Materielles. Sie suchen sich dann ihre Partner gezielt nach Wohlstandskriterien aus. Mit 20 waren es noch Rocker, Bauarbeiter oder Künstler, ab 40 sind Finanzberater, Zahnärzte oder Juristen auf dem Radar. Die Männer hingegen haben sich bis dahin ihre Sicherheit selber geschaffen und wollen nach dem ganzen Karrierestress einfach noch unkomplizierte Emotionen und Bestätigung erleben. Überspitzt würde ich sagen, bei Frauen dreht sich alles um Sicherheit, bei Männern um Blowjobs.

    • beatrice sagt:

      benni,

      das ist jetzt genau so verallgemeinernd wie der artikel selbst.

      nicht alle frauen ab 40 sind so.

      • Benni Aschwanden sagt:

        Nein, nicht alle sind so, es gibt ein paar Ausnahmen 😉 Aber zur eigentlichen Frage, warum Männer und Frauen angeblich nur selten platonische Beziehungen haben können habe ich auch keine schlüssige Antwort. Vielleicht weil es halt X und Y Chromosomen gibt, zum natürlichen Zweck des Austausches von Körperflüssigkeiten – und nicht von Meinungen? Ich glaube es hängt auch von der jeweils persönlichen Situation und von den individuellen Bedürfnissen ab. Vermutlich sind Männer halt öfter spitz und haben dafür seltener Bedarf nach Reden. Meiner Erfahrung nach sind die Interessen für Gesprächsthemen auch oft starr geschlechtsspezifisch. Für Auspüffe oder Teslas oder Fussball interessieren sich Frauen selten, genauso wie sich Männer kaum für Blusen, Blumengärten oder Wähenbacken begeistern können.

  • Vierauge sagt:

    „Männer haben ab etwa 40, 45 kein platonisches, freundschaftliches Interesse an Frauen.“

    In diesem Blog wurde auch schon (zu Recht) gegen die Gleichmacherei gewettert. Bei diesem Satz kann ich (wie zum Glück viele andere hier) nur sagen: das ist Unsinn! Vielleicht haben MANCHE Männer daran kein Interesse, und vielleicht sollte sich Frau Kiani ein paar andere Bekannte suchen.

  • Max Blatter sagt:

    Ich pflege zu sagen: Die meisten meiner Geschlechtsgenossen sind zwar heterosexuell, aber im Grunde homophil. Sie wollen Sex mit Frauen, sind ansonsten aber lieber mit Männern zusammen! – Es ist letztlich das Thema des Filmes „When Harry Met Sally“: Können Männer und Frauen befreundet sein, oder kommt ihnen der Sex „in die Quere“? Im Film (dessen Drehbuch notabene von einer Frau geschrieben wurde, nämlich von Nora Ephron) drängt ja der Sex nach langen Wirren letztendlich doch zu seinem Recht, wenn man es so formulieren will. Dennoch: Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Freundschaften zwischen Mann und Frau ohne Sex möglich sind. Nicht ohne dass dann und wann sexuelle Anziehung entsteht, auf meiner Seite wenigstens, aber der Kontakt besteht auch ohne diese auszuleben.

    • Wäis Kiani sagt:

      Ja, ds ist doch was ich sage. Dabei sage ich noch nicht mal, dass die homophil sind, ich sage, sie sind alle lieber mit Männern zusammen, und wenn mit Frauen dann bitte sexuell, wer mich gut kennt, weiss das ich da keine Lust zu habe, so wäre (es ist auch nicht IMMER SO, aber oft) ein Frau-Abend mit mir wie ein Männer Abend aber dazu bin ich wieder nicht asexuell genug um bei der homo-sexuellen Männerrunde dabei sein zu dürfen, was ich aber gerne wäre. So. Verstehe die ganzen aufgebrachten Kommentare hier heute überhaupt nicht , LG-WK

  • Joe Richter sagt:

    Die Diagnose enthält m.E. einen Denkfehler: Es ist nicht so, dass sich Männer ab 45 nicht mehr für Frauen interessieren. Es ist nur so, dass sie sich nicht mehr für gleichaltrige Frauen interessieren. Denn selbst das platonischste aller platonischen Gespräche macht einfach mehr Freude mit einer Frau unter 30, die sexy ist, mit Leuchten in den Augen, voller Neugierde auf das Leben (und bei der mit der Möglichkeit des Sexuellen zumindest ein wenig gespielt wird). Für die anderen Gespräche haben wir die Männer.

    Ich jedenfalls treffe mich nicht mehr mit den Mamis, welche ich als Mädchen in meiner Studienzeit wahnsinnig spannend und interesssant fand (wahrscheinlich waren die gar nie so interessant :-), sondern wenn, dann mit der nächsten Generation. Ausnahmen aus Mitleid gibt es auch.

    • Wäis Kiani sagt:

      danke für Ihre ehrlichen Worte, die meine untermauern. LG-WK

    • Christoph M. Meyer sagt:

      Erlebe ich ganz anders. Ich liebe Tiefgang und ehrlicher Austausch, auch über sehr Persönliches ist bis heute mit nur sehr wenigen Männern möglich. Die Menschen, mit denen ich, heute 45, eine wirkliche Tiefe erreiche, waren schon immer grossmehrheitlich Frauen, welche aller meistens älter als ich sind, wobei ich dieses Jahr meine Meinung auch ändern musste. Und hört doch endlich auf, das Aeussere von Frauen ab 40 abzuwerten, das ist ewiggestrig. Wer von uns Männern hat in diesem Alter noch wirklich einen Modelbody? Ich übrigens auch nicht. Wer äusserliche Makel bei einer Frau finden will, der findet sind, wer sie schön finden will, in der Regel auch. Viele Frauen tun sich schon genug schwer, sich schön und attraktiv zu finden, da müssen wir Männer nicht immer noch einen draufgeben!

  • Rolf Lutz sagt:

    Die Kommentare zu den Gender Beiträgen im Tagi sind insgesamt immer recht deprimierend. Viele Männer kommentieren verletzend über Frauen, als ob sie sich an Frauen für irgendwas rächen müssten. Vielleicht habe ich ja als glücklich verheirateter Mann unter 40, der mit vielen Frauen ein freundschaftliches Verhältnis pflegt einfach noch nicht die Erfahrungen gemacht die ältere Männer zynisch werden lassen. Aber es sei gesagt: Eure Sichtweise ist alles andere als inspirierend und ist von einer souveränen Männlichkeit meilenweit entfernt.

    • Wäis Kiani sagt:

      Absolut. Ich finde es auch deprimierend, man hat mich überhaupt nicht verstanden und jeder denkt sich andere Unterstellungen und Beleidigungen aus…um mir dann doch irgendwie recht zu geben. Krank. LG-WK

      • JoeCH sagt:

        Dann versuchen Sie sich das nächste mal etwas Verständlicher und weniger polemisch auszudrücken.
        Hab das erste mal Ihren Blog gelesen. Und wohl auch das letzte mal. Denn selbst ihre Antworten sind wirr und alles andere als souverän.
        Da habe ich weitaus konstruktivere Gespräche mit meinen (weiblichen und männlichen) Umfeld.

    • K.A. Barett sagt:

      @Rolf
      Das Leben ist total sexualisiert. Offensichtlich denken viele praktisch ununterbrochen an Sex. Charlie Chaplin schreibt in seinen Memoiren, Zitat: „wenn ich eine Frau sehe, die mir gefällt, rechne ich meine Möglichkeiten aus, mit ihr Sex zu haben.“
      Ich habe gelernt, dass intelligente Frauen das Bedürfnis haben, mit ebensolchen Männern auf Augenhöhe ernsthafte Gespräche zu führen. Die Verfasserin hat da völlig recht. Gespräche, bei denen der Sex kein Thema ist. Erotik ist nicht verboten und sogar auch wünschbar.

    • Christoph Bögli sagt:

      @Lutz: Grundsätzlich ist das zwar so, geht aber in diesem Fall aber m.E. an der Problematik vorbei. Schon nur, weil der Artikel kein „Gender-Thema“ per se ist, sondern bloss eine relativ plumpe Polemik. Insofern würde ich eher sagen, dass Ihr Vorwurf an die „zynischen älteren Männer“ in diesem Fall eins zu eins auf die Autorin übertragen werden könnte. Denn bei der fragt man sich eben auch, was genau falsch gelaufen bzw. welche schlechte Erfahrungen da gemacht wurden, die zu einer solch unsouveränen Weiblichkeit führten. Und eben auch einem offenbar grenzwertigen sozialen Umfeld..

    • Lichtblau sagt:

      Rolf Lutz, noch keine 40, aber auf richtig gute Art erwachsen. Ein „Homme à femmes“. Mit Abstand einer der besten Kommentare heute.

    • Roger sagt:

      Und die Gender-Beträge im Tagi sind insgesamt nicht immer recht männerabwertend? Muss man sich den Wundern, wenn man solche Texte schreibt, dass eine Reaktion darauf kommt? Die Reaktion kommt ja nicht aus dem heiteren Himmel.
      Ich finde es gut, dass Männer endlich Stellung nehmen gegen plumpe Verallgemeinerungen/Abwertungen. Wir wollen ja in einer gleichberechtigten Gesellschaft leben. Souveränität heisst nicht, dass man immer so tut, als sei alles i.O. , sondern, dass man auch mal Stellung bezieht und Sexismus benennt, wo er auftaucht (auch wenn Männer betroffen sind).

  • Leguan sagt:

    Ich bin noch nicht in der erwähnten Alterkategorie, allerdings staune ich über die vielen gehässigen Kommentare (schon im letzten Blog). Ist es nicht normal, den freundschaftlichen Austausch mit beiden Geschlechtern zu wünschen? Persönlich habe ich im Gespräch mit meinen (platonischen) Freundinnen viel gelernt und gelacht – teilweise auf erfrischend andere Art als mit den Geschlechtsgenossen.

    Andererseits sehe ich auch die Angriffsfläche, auf die viele Kommentierende schiessen: Sex kann auch für diese Art von Gespräch ein gültiges (und humorvolles!) Thema sein, das man nicht abwerten muss.

    Was die Verallgemeinerungen und Provokationen (Clickbait) angeht: Ich nehme sie sportlich 🙂

    • Wäis Kiani sagt:

      Danke für den intelligenten und angenehmen Kommentar. Humor ist hier leider ein Fremdwort, wünsche ich mir aber sehnlichst. LG-WK

      • Roger sagt:

        „In the past quarter century, we exposed biases against other races and called it racism, and we exposed biases against women and called it sexism. Biases against men we call humor.“

      • Reincarnation of XY sagt:

        Dass sie leiden hört man aus ihren Geschichten und Worten. Sie machen keine ironische Gesellschaftsanalyse. (Sie leiden, sie klagen, sie „verstehen nicht“… )Aber wenn Sie natürlich nur auf die Menschen hören, die sie bestätigen, wird es nie besser.
        Es gab hier einige wohlwollende Kritik von Menschen, die auch in anderen Foren beweisen, dass sie keine trollenden Sprücheklopfer sind. Aber die ignorieren sie.
        Ich (wie auch nicht wenige andere) wies Sie auf 1. ihre Widersprüchlichkeit hin, sowie 2. auf ihr Grundproblem, dass sie ihre Erlebniswelt verallgemeinern. (Unsere Erlebniswelt ist notabene eine Reaktion auf unsere Person selbst. Wir bekommen Reaktionen auf unsere Aktionen. )

  • Paolo Martinoni sagt:

    „Männer haben ab etwa 40, 45 kein platonisches, freundschaftliches Interesse an Frauen“ …

    Im Gegenteil: Das platonische, freundschaftliche Interesse an Frauen nimmt, wenn überhaupt, eher mit zunehmendem Alter zu. Bleibt aber trotzdem gering. Am geringsten ist es aber wohl in der Pubertät und der Jugend, als der sexuelle Drang, das sexuelle Begehren am heftigsten sind, Frauen fast nur als Sexobjekt wahrgenommen werden. Nur – ein junger Mann ist noch nicht gewillt oder fähig, sich so zu zeigen, wie er de facto ist. Vielleicht weil er noch nicht desillusioniert ist, glaubt, sein sexuelles Begehren auf „indirektem“ Wege stillen zu können, dadurch, dass er sich auf Frauen einlässt, Freundschaften mit ihnen schliesst, heiratet. Spätestens mit 50 hört er aber mit diesem Spiel auf …

  • Oliver van der Waerden sagt:

    Liebe Frau Wais
    Was Sie schreiben, stimmt – einerseits. Meine (Selbst-) Beobachtung ist aber, dass das übersteigerte Interesse am Thema „Sex“ verschwindet, wenn man sich begeistert mit einer Sache befasst. Egal was ! Wenn sich dann eine Frau auch dafür interessiert, kann sie aussehen uns so alt sein wie sie will – das Thema ist immer wichtiger.
    Anders gesagt: Übersteigerter Sexualtrieb, wie Sie ihn treffend beschreiben, ist ei Zeichen von innerer Leere. Die soll dann die Macht über den weiblichen Körper ausgleichen. Aber viele Frauen machen da auch fleissig mit!
    Jetzt verstehe ich übrigens auch Ihren ersten, etwas unglücklichen ersten Beitrag besser.
    Und – danke für die Komplimente – Männer werden sonst eher pauschal gedisst.

    • Christoph Bögli sagt:

      Da hat effektiv was. Aber dann müsste man sich natürlich auch selber für etwas interessieren bzw. selber interessant sein. Und sich Leute suchen, die sich für etwas interessieren bzw. interessant sein. .

      • Reincarnation of XY sagt:

        Natürlich stimmt es. Aber es war ja Frau Kiani selbst, welche als erstes das geschlechtliche Gegenüber auf sexyness reduziert hat. Und dass sie nur Bock auf Konversation mit sexy (notabene jüngeren) Männern hat.
        Und jetzt – nachdem sie selbst das Niveau dieser Triebe gewählt hat – beschwert sie sich über dieses Niveau?

        Man muss einfach wissen, was man will. Will ich Frauen, die ich innerhalb eines Abends abschleppen kann, muss ich mich nachher nicht beschweren, über mangelnden Tiefgang oder Treue o.ä.
        Habe auch solche Kollegen: Geben sich stets mit solchen abenteuerlustigen Frauen ab und danach heulen sie, dass alle Weiber gleich seien … bla, bla, bla
        „dä Hans (oder eben Hansine) im Schneggeloch“

  • Lina sagt:

    Er 45 sie 50 kenne das Paar gut. Die hatten damals 5 Jahre lange eine irre Beziehung. Sie liebten sich fast jeden Tag war Sex mit Liebe. Also es ist nicht alles für alle gültig. Zu betonen ist noch er hatte eine um 8 Jahre jüngere Frau zu Hause. Also hört auf solchen Unsinn zu berichten das Leben schreibt die besseren Geschichten.

  • Bernhard Piller sagt:

    „Ich brauche die Inspiraton und Energie von männlicher Seite dringend, auch jetzt, als erwachsene Frau“ Ja was heisst denn das? Dass man von Frauen keine Inspiration und Energie erhält?
    Ich denke, bei Gesprächen über Auspuffe und Tesla spielt es gar keine Rolle, welches Geschlecht der Gesprächspartner hat. Da hat die Autorin doppelte Chance, wenn sie auch mit ihren Geschlechtsgenossinen darüber reden kann. Wenn Männer Sex dem Auspuff-Gespräch vorziehen, dann muss man das respektieren. Aber keine Panik, es kommen Zeiten beim Mann, wo er lieber als lonely Ranger mit dem Töff durch die Welt zieht als in den Bars auf Aufriss geht.

    • Christoph Bögli sagt:

      Ist tatsächlich auch eine etwas tragische Komponente, dass die Autorin von Gesprächen mit Frauen (und damit von Frauen selbst) ein derart beschränktes Bild hat. Dabei kann man doch mit den meisten Frauen über alles mögliche reden, also definitiv über mehr als nur irgendwelche „Frauenthemen“. Ich habe es jedenfalls nie als Problem erlebt, mit Frauen über Technik, Wissenschaft, Politik oder was auch immer zu reden, natürlich auf gleichen Niveau wie Männern. Insofern können das Frauen untereinander ja wohl auch. Wenn man das anderen Frauen oder zumindest den eigenen Freundinnen nicht zutraut, dann ist das schon eher bedenklich..

  • Paolo Martinoni sagt:

    Ich denke, dass die meisten Männer, ob sie es nun zugeben oder nicht, es sich eingestehen oder nicht, im Laufe ihres Lebens und vor allem ihrer Jugend viel zu kurz kommen in Sachen Sex. Sie hätten gerne „mehr“ (gehabt) – mehr Sex, mehr Liebe, mehr Begehren seitens der Frauen, mehr Lust, mehr Sinnlichkeit. Die Verwirklichung eines erfüllten Sexlebens ist äusserst schwierig, finde ich. In unserer Gesellschaft wird „Eros“ nach wie vor tabuisiert, ist nach wie vor verpönt, wird nach wie vor als Bedrohung erfahren (für sich, für seine Kinder und so), nach wie vor verdrängt zur Förderung von persönlichen Ambitionen und Ehrgeiz. Und so sind, denke ich, viele erwachsene Männer enttäuscht, ja wütend auf Frauen, auf dieses so stark begehrte und doch „sich weigernde“ Geschlecht.

    • Shekina Niko sagt:

      Stimmt! Das hat aber auch damit zu tun, dass vor einer sexuell sehr aktiven Frau nach wie vor gar manche Männer Angst haben. Das sind wohl Versagensängste oder Ähnliches aus den Tiefen des Unbewussten. Oder sie werden als Luder, Schlampe betrachtet (gerne auch von anderen Frauen), mit denen keine tiefere Beziehung in Erwägung gezogen wird.

      • Paolo Martinoni sagt:

        Ja, der Mann hat zweifelsohne Angst vor der Sexualität der Frau, davor, dass er nicht genügen könnte. Genau aus diesem Grund haben Männer in vielen Kulturen und erst recht im christlichen Abendland allerlei unternommen, um Frauen ihre Sexualität abzusprechen, ihnen den Zugang dazu zu versperren, die weibliche Sexualität zu verteufeln (man denke dabei an die Maria der Evangelien, an diese katholische Gestalt, diese Ausgeburt des männliches Geistes) …

        Ich für mich hätte mir eine ganz andere Welt gewünscht …

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    ich denke – nein ich weiss – also ich bin überzeugt davon, dass es bei etlichen menschen ab 40 beider geschlechter diese „sucht“ gibt. weil den rest kennt man ja schon – und möchte genau davor fliehen. und übersieht dabei die wesentlichen dinge…. schade.

  • Beat Gasser sagt:

    Das hat nichts mit dem Alter zu tun. Frauen und Männer können nie nur Freunde sein.

  • F. Graf sagt:

    Maenner haben ab 40 kein freundschaftliches Interesse an Frauen. Aber ab 70 doch wieder.

  • Micha Weber sagt:

    „Die meisten Männer [gemeint ab 45] sind bekennend sexsüchtig; um ihre Sexsucht auszuleben…“ Ich glaube, da sind Sie sowas von falsch gewickelt; fast alle Frauen, die ich kenne, beklagen sich, dass nach 3-4 Jahren Beziehung/Ehe oder nach Geburt der Kinder im Bett kaum mehr etwas läuft.

  • Robert sagt:

    Ja, das hab ich mir auch gedacht. Ich, über 45, habe freundschaftliche Beziehungen zu 4 Frauen, bei denen Sex oder Auspuffe (?) kein Thema sind. Allerdings sind das auch etwa alle Frauen, die ich besser kenne und es ist natürlich möglich, dass die Milliarden anderer Frauen in einer anderen Realität leben.
    Nachdem, was ich über die Autorin weiss, würde ich auch keinen gesteigerten Wert auf ein freundschaftliches Gespräch legen. Viel zu gross wäre die Befürchtung, in den nächsten Tagen wegen eines beliebigen Themas auf der Jagd nach Klicks auf diese sehr abschätzige Art in die Pfanne gehauen zu werden.

  • Robert Schumann sagt:

    So wie sich Frauen heute eine bevormundende Behandlung durch Männer („Mansplaining“) verbieten, möchte ich als Mann auch nicht permanent von Artikeln bombardiert werden, in denen mir Frauen erklären, wie Männer sind (nennen wir es „womansplaining“) . Es ist nie korrekt und immer verallgemeinernd. Sexismus gegenüber Männer ist mittlerweile weit verbreitet und es wird Zeit das auch zu thematisieren.

  • Kurt K. sagt:

    «Wenn ich schon mal einen Abend freihabe, dann will ich den auch mit Sex verbringen. Mit dir ist es auch lustig, aber Sex ist mir wichtiger.»

    Es ist eine reine Opportunitätskostenrechnung. Die meisten sind in den 40igern auf dem Karriere-Zenith, haben Kinder, Familie & Co. Wenn etwas nicht vorhanden ist, dann ist es reichlich Zeit. Reine Priorisierung. Traurig, aber teils wahr.

  • Chris sagt:

    Grundsätzlich stimmt das so. Ich bin 52-Jährig, habe einige längere und schöne Beziehungen hinter mir, aber irgendwie fehlt mir inzwischen das Bedürfniss nach einer festen Bindung. Ein paar gute Kolleginnen, mit denen ich mich gerne austausche, habe ich auch. Wenn mir jetzt eine gefällt, dann will ich in erster Linie Sex mit ihr. Meistens sind das jüngere Frauen, die im allgemeinen lockerer drauf sind und oftmals einen etwas älteren Mann schätzen, der nicht nur pornomässig rammeln möchte. Aber noch wichtiger: Diese Frauen sind weniger abgelöscht, weniger zynisch und weniger „Headfuck“-mässig drauf. Date um Date mit diesen endlosen, ernsten Diskussionen, wo man schnell merkt, dass es nur um das Verarbeiten gescheiteter Beziehungen geht – das tue ich mir echt nicht mehr an.

  • Robert sagt:

    Liebe Frau Kiani. Sie schreiben zwar einen rechten Schmarren zusammen – aber es funktioniert! Bissl anpöbeln, bissl provozieren, oft „Sex“ erwähnen und schon kriechen wir Männer wie die Fliegen aufn Leim. Klickfängerei mit der Abrissbirne.
    Ich nehm das jetzt mal als Herausforderung, dies Zeug nicht mehr zu lesen. Vielleicht kann ich an Ihnen ja noch wachsen.

  • Peter Ringger sagt:

    „Hast du noch Sex oder spielst du Golf?“ Versuchen Sie es doch mal im nächsten Golfclub statt in irgendwelchen Bars, ältere Männer für platonische Freundschaften kennen zu lernen.

    • Wäis Kiani sagt:

      Danke, kein Golf. Und auch lustig diese 50er Jahre Vorstellung die hier bezüglich der „Bars“ herrscht…haha, als ob ich in so verruchte Spelunken gehen würde und dann dort einsam vor einem Glas Whisky an der Theke sitze und darauf warte, angesprochen zu werden. Nein, sorry, ich gehe in BARS wo man auch essen kann, wo man die Besitzer kennt, wo man Freunde trifft, wo an den Nebentischen Menschen sitzen die man zumindest vom Namen und Sehen kennt, also eher ein Ort der Begegnung, so wie früher die Kirche, wenn Ihnen das etwas sagt. Auch am frühen Abend nicht zu später Stunde. LG-WK

      • Peter Ringger sagt:

        Ich hätte wohl besser Restaurants statt Bars schreiben sollen. Aber egal ob Edelrestaurant oder Spelunke: problematischer Ort um platonische Freundschaften zu suchen, egal welchen Geschlechts. Entweder sind dort Paare oder geschlossene Gruppen die einfach essen oder trinken wollen und niemanden kennen lernen möchten. Oder es sind eben Singles oder Fremdgeher beider Geschlechter, die ihr Weibchen oder Männchen suchen und sich paaren möchten. Das bringt mich jetzt aber auch auf einen anderen Gedanken; wenn Sie sich mit einem Paar anfreunden, ist ja in der Regel auch ein Mann dabei und Sex ist dann ja sowieso ausgeschlossen. Ziel erreicht.
        Und es muss ja nicht Golf sein, es gibt ja noch viele andere Sport- und Hobbyvereine. Kontakte und Freundschaften entstehen dort von alleine.

        • Wäis Kiani sagt:

          ja oder im Kegelclub… Sambakurse…Italienischkurse für Anfänger? Oder Seniorenwassersport!!! LG-WK

          • Peter Ringger sagt:

            Genau! Also am besten mit den italienischen Senioren-Kegelklub ins Hallenbad gehen und dort Samba tanzen 😉
            LG-PR

  • Ulrich Oswald sagt:

    Ich bin jetzt U70 Ich bin einverstanden, dass es direktes sexual harassement von Maennern gegenueber Frauen gab und gibt und finde es nicht richtig Momentan scheint es aber in die andere Richtung zugehen, und zwar vor allem medial.

  • Aiken Seguin sagt:

    Welche psychische gesunde Frau zwischen 1- 80 Jahren hat denn Interesse an einer tiefen platonischen Freundschaft mit einem Mann? – kenne keine. Frauen sind bloss besser darin, ihre wahren sexuellen Absichten hinter dem Vorhang der Zurückhaltung und Diskretion zu kaschieren, da sie dazu erzogen wurden.

    • Wäis Kiani sagt:

      interessante Perspektive. LG-WK

    • Shekina Niko sagt:

      Mit Verlaub, aber das ist Quatsch! Ich zum Beispiel hatte zahlreiche tolle platonische Freundschaften mit Männern. Weil ich sie unterhaltsam, interessant, liebenswert fand, aber halt nicht sexuell attraktiv. Wenn ich auf einen Mann stehe, ist da keine Spur eines „Vorhangs von Zurückhaltung“, und diskret kann man auch sein, wenn man Sex hat.

  • Paolo Martinoni sagt:

    Vor allem in früheren Jahren sind Männer für mich bzw. meinem Empfinden nach das begehrende, Frauen das begehrte Geschlecht gewesen. Insofern habe ich Frauen für beneidenswert gehalten, was bisweilen geschmerzt hat. Frauen, denke ich, haben keine Ahnung, was in uns Männern vorgeht. Können auch nicht. Und dasselbe gilt für uns: Auch wir haben keinen Zugang zur Gefühlswelt der Frauen …

  • Roman Günter sagt:

    Eines muss man Ihnen lassen, Frau Kiani, Sie stellen sich stramm gegen den Wind. Oder ist es in den Wind, um den Blog anzutreiben? Auf jeden Fall backen Sie Ihren Brötchen mit Boxhandschuhen. Natürlich treffen Sie im Ausgang auf diese Sex-o-maten, ich vermute aber mal, dass es eher eine Minderheit ist. Ich gehe davon aus, dass Männer über 45 eher verheiratet sind und da wohl die Weichen gestellt werden. Die Attraktivitätskurve von Männer und Frauen entwickelt sich sehr unterschiedlich, die „male-side“ ist deutlich weniger volatil, d.h. mit zunehmendem Alter werden vermutlich die Ehefrauen misstrauischer. Die entspannte Pokerrunde unter Männern bleibt auch in der Nacherzählung entspannt – was für das platonische Gespräch mit einer attraktiven Frau wahrscheinlich eher nicht gilt.

  • Frank Baum sagt:

    Was Frau Kiani über Männer schreibt, trifft völlig zu. Zwei Punkte wage ich allerdings zu bezweifeln: Erstens bezweifle ich, dass die Beobachtung nur auf Männer über 40 zutrifft. Ich glaube, heterosexuelle Männer unter 40 sind dahingehend genau gleich – sie suchen den Kontakt zu Frauen wegen Sex und nicht wegen platonischer Liebe (Ausnahmen bestätigen die Regel). Das ist auch völlig OK so. Man kann die Männer als Sexsüchtig oder sonstwie beschimpfen, aber im Grunde genommen ist das völlig OK und gut so.

    Zweitens bezweifle ich, dass wenn sich die Kumpels von früher nicht mehr bei Frau Kiani melden, dass das nicht daran liegt, dass sich die Männer mit dem Alter verändert haben, sondern daran, dass sich Frau Kiani verändert hat. Sie ist eben auch älter geworden.

  • Amerigo sagt:

    Wäis und Michèle, ihr seid so oberflächlich, dass es beinahe weh tut. Männer haben richtige Männerfreundschaften, und da diskutieren sie, was sie bewegt. Wenn ihr lieber ohne Nähe, Intimität und Tiefe leben möchtet, dann diskutiert das doch bitte direkt mit euren Partnern.

  • Michelle sagt:

    Sexsucht ist bei weitem nicht nur bei Männern verbreitet. Frauen leben sie einfach oft anders aus – ohne Partner. Somit haben sie auch eher Lust auf gehaltvolle Freundschaften mit dem anderen Geschlecht, denn sie sind nicht mehr nur auf das körperliche fixiert sind.

  • ISS Laser Spektrometer sagt:

    Könnte es sein, dass die platonische Beziehung also Freundschaft zwischen Mann und Frau eine Stufe höher als Liebe oder der primitive aber doch belebende Sex ist? Klar ist, dass in der Konstellation auch von unten nach oben gekommen werden muss. Da aber die vermeintlich beschriebenen Realitäten maximal einer idealen ev. perfekten Selbst Inszenierung gleich kommen, erübrigt sich jegliche Verallgemeinerung. Ich selber pflege platonische Freundschaften zu beiden Geschlechtern auf „geschäftlichem“ Niveau. Seelische Bedürfnisse befriedigen ich (Lover) und meine Freundin (Cougar) abseits der Schinderbahn.

    • Christoph Bögli sagt:

      Zu der Frage: so pauschal ganz klar nein. Die Vorstellung, dass eine körperliche Komponente eine Beziehung abwertet und im Umkehrschluss damit eine platonische Beziehung quasi zwangsweise „besser“ im intellektuellen oder sonstigen Sinne ist, ist primär lustfeindlicher Unfug. Da reicht ja ein Blick auf reale platonische Freundschaften, die im Schnitt mindestens so banal und oft einfach von anderen „niederen“ Instinkten getrieben sind, wie die durchschnittliche sexuelle Beziehung. Umgekehrt können Beziehungen mit einer sexuellen Komponente ja auch geistig hochstehend sein. Das Eine hat mit dem Anderen letztlich nichts zu tun und das Überhöhen von ach so reinen Freundschaften blosse Ideologie..

  • Martin Vischer sagt:

    „Das Klischee vom sexsüchtigen Ü-40er“
    Wer sowas schreibt, beweist, nichts begriffen zu haben.
    Männer sind nicht sexsüchtig; es nennt sich Sexualtrieb.
    Und nein, wir haben auch vor 40 kein platonisches, freundschaftliches Interesse an Frauen, sondern Hoffnung.
    Wenn Sie das betrüblich stimmt, beweisen Sie damit Ihre Enttäuschung – das Ende Ihrer Selbsttäuschung. 800 Zeichen sind viel zuwenig. Fortsetzung folgt

  • Martin Vischer sagt:

    Fortsetzung
    Mit 40 wissen wir, dass die meisten Frauen reine Zeitverschwendung sind – die Hoffnung ist weg.
    Und ich habe mit 40 keine Lust, mir die Probleme der welken Frauen anzuhören.
    Die Inspiration und Energie von männlicher Seite hatten Sie mit 20.
    „Ich sehe mich als Menschen und nicht als Sexobjekt“, schreiben Sie.
    Ich sehe Frauen als Menschen mit denen ich auch Sex haben kann – also kläre ich dies bevor ich investiere, denn ich bin schon 25 Jahre hingehalten worden.
    Was für ein Widerspruch: „Ich liebe die Sichtweise von Männern auf die Welt“. Dann müssten Sie auch den Sexhunger der Männer lieben. Fortsetzung folgt

  • Martin Vischer sagt:

    Fortsetzung II
    Die 45erin braucht sich nicht an den Kopf zu tippen, sondern kann froh sein, dass er überhaupt noch frägt; schliesslich ist die biologische Uhr abgelaufen und sie frustriert ob der Einsicht.

    • Zufferey Marcel sagt:

      Irgendwie tun Sie mir leid, wirklich.

    • Mehrheitlich Mutterkinder sagt:

      Danke Mütter. Für die Indoktrinierung der vielen Tabus, Ängste und Glauben an Dinge, die so nicht wirklich nötig sind.

    • Wäis Kiani sagt:

      wo haben Sie das gelesen? Oder hat Ihnen das Ihre Oma erzählt? Reissen Sie sich bitte zusammen, die 45jährige ist null frustriert und es gibt keine „Uhr“ die abläuft, Ihre Uhr vielleicht, wenn Sie weiterhin so einen Bullshit hier verzapfen. LG-WK

      • Martin Vischer sagt:

        Ich habe es nirgends gelesen – es ist politisch inkorrekt.
        Es sind die Freundninnen meiner Frau, die bei uns zuhause ihren Frust abladen.
        Eine Oma ist im KZ ermordet worden, die andere verstorben als ich noch ein Kind war.
        Bitte bleiben Sie auch dann sachlich, wenn Ihre persönliche Meinung nicht bedient wird.
        Ich habe noch vor 40 mit 28 Männern strukturierte, vertiefte Gespräche zu deren Sexualität
        geführt und war geschockt. Heute muss ich ihnen leider beipflichten.
        Was Bullshit bedeutet, können Sie bei Harry G. Frankfurt nachlesen.

  • Julia Müller sagt:

    1. Frau Kiani, ordnen Sie doch das für sich mal ein, vielleicht kommen Sie so weiter: Die Natur ist x-mal weiser als wir, es gibt z.B. KEINE neuen physikalische Gesetze ausser denen, die seit Anbeginn des Universums bestehen, nüd, wir können sie nur nach und nach herausfinden und imitieren und so für uns nützen. Genau gleich ist es mit der Biologie, jedes Medikament z.B. ist „nur“ eine Nachahmung der Natur, alles besteht bereits – eine Riesenleistung, man kann nur Respekt haben. Wenn es nun so ist, dass diese Natur einen männlichen und einen weiblichen Part rausgearbeitet hat, der männliche als Gegenpol zum weiblichen, der weibliche als Gegenpol zum männlichen [= m.E. als ERGÄNZUNG gedacht], dann hat das mit extrem grosser Wahrscheinlichkeit einen guten Grund. 2. folgt, muss arbeiten …

  • SrdjanM sagt:

    Welt der Männer und Welt der Frauen?
    Ich erlebe das eigentlich nicht so. Sowohl in gemischten wie in heterogenen Gruppen, drehen sich unsere Gespräche um die eine, unsere Welt. Höchstens das eine oder andere intime Detail bleibt einem geschlossenem, kleineren Kreis vorbehalten.
    Vielleicht aber auch, weil wir uns alle schon so lange und so gut kennen.
    Vielleicht müssten Sie ihren eigenen Freundeskreis mal aus Distanz betrachten? Vielleicht sind nur die Männer in Ihrer Umlaufban so?

    Und schliesslich:
    «David Duchovny verkörpert in «Californication» das Klischee vom sexsüchtigen Ü-40er, der jungen Frauen hinterherrennt.“
    Würden Sie die Serie kennen, wüssten Sie, dass er nur der einen, gleichaltrigen hinterher rennt. Für den Rest ist LA schuld.

    • Wäis Kiani sagt:

      ich kenne die Serie sehr gut und mag sie auch. Aber ich ziehe meine eigenen Erfahrungen dem was eine Hollywood Serie die in einem ganz anderen Umfeld als Schweiz-Deutschland spielt, irgendwie vor. LG-WK

      • SrdjanM sagt:

        Dann sind Sie nicht für die Bildunterschrift zuständig? Auch gut, Grüsse an den/die Zuständige/n.
        Ja, Ihre Erfahrungen sind halt Ihre Erfahrungen, natürlich, aber sind Sie wirklich der Meinung, dass sich Ihr Umfeld mit dem Ihrer Leser gut vergleichen lässt?
        Überhaupt, könnte es auch sein, dass Ihre Erfahrung eine ganz spezielle ist, weil Sie sich, wie viele andere Kunstschaffende oder Journalisten auch, nur in einem relativ geschlossenem, spezifischen Umfeld bewegen?

  • Max sagt:

    Eine lächerliche These.

    Männer haben bereits ab der Pubertät „kein platonisches, freundschaftliches Interesse an Frauen.“
    Jedenfalls die echten Männer, Alphatiere wie ich, nicht die pansexuellen Betamännchen (sog. „Reste-Feckir“), welche sich mit den übriggebliebenen Brotkrumen begnügen.

  • Eduardo sagt:

    In welcher Parallelwelt mag Frau Kiani leben? Nur schon die Aussage „Nun sind wir alle erwachsen, und die meisten Männer sind bekennend sexsüchtig. Um ihre Sexsucht auszuleben, brauchen sie sehr viel jüngere Frauen …“. Wo sollen die vielen sehr viel jüngeren Frauen denn alle herkommen, die diese angeblich sexsüchtigen Männer um/über 45 befriedigen können? Oder sind Massen von Prostituierten gemeint?

    Die Wahrheit ist halt, dass Männer um die 45 das sexuell-erotische Interesse an gleichaltrigen Frauen weitgehend verloren haben (sorry, Frau Kiani). Frauen sind nun mal zwischen 20 und 25 (nicht zufällig auch ihre fruchtbarste Zeit) am attraktivsten. Das mag höchst bedauerlich sein, dürfte ältere Frauen aber überwiegend in ihrem Stolz verletzen, sexuell dagegen wenig frustrieren.

    • Eduardo sagt:

      Die sexuell frustrierten Männer werden sich im Internet trösten (wie der reale David Duchovny) oder sich in die Arbeit/Hobbys stürzen, aber bestimmt nicht alle auf die Suche nach sehr viel jüngeren Frauen gehen (außer bei Professionellen, aber das ist etwas anderes).

      Allenfalls reiche und prominente Beaus wie Brad Pitt oder George Clooney finden noch wesentlich jüngere Partnerinnen, und auch die mit zunehmender Mühe.

      Frauen können in ihrer Jugend eiskalt und völlig gewissenlos beim Abblitzenlassen von Männern sein („Soll ich mich, soll ich meinen Luxuskörper einfach so an den Nächstbesten verschenken? Habe ich ihm etwa erlaubt, sich in mich zu verlieben?“). Sie sollen mit dem Älterwerden also bitte ein wenig Haltung zeigen, wenn sie dann selbst verschmäht werden.

  • Clino Vallone sagt:

    Diesen Artikel fand ich lustig: Frau Kiani hat Humor. Hätte nichts dagegen mit Ihr einen Abend zu verbringen. Aber nur, wenn dann eine Frau auf mich zu Hause wartet, die auch noch Spass am Sex hat 🙂 Was ist denn los mit den Frauen über 40? Wo ist die Neugierde und die Leichtigkeit geblieben? Sex ist Lust auf das Leben und nicht eine Krankheit! Sex gehört zu uns wie ein Gespräch über Politik oder ein philosophischer Diskurs. Wer dies leugnet, leugnet das Menschsein. Dabei können Frauen über 40 so viel Sinnlichkeit ausstrahlen wie jüngere Frauen kaum in der Lage sind. Es ist nichts verkehrt dabei, wenn auf einen geistreichen Abend eine befriedigende Nacht folgt. Oder will man nicht zu einem tollen Essen auch einen guten Wein trinken? Nein? Nur Wasser? Langweilig! Mit 95 .. vielleicht 🙂

  • Marcel Zufferey sagt:

    Waren Frauen und Männer früherer Generationen eigentlich auch schon so gehässig zueinander? Oder ist das ein typisches Merkmal unserer Generation?

    Nicht auszumalen, was alles passiert, wenn wir uns eines Tages im Altenheim wieder über den Weg laufen..!

  • Urs M. sagt:

    Solche Artikel sind schon etwas anachronistisch. Da werden Männer seit Jahren in solchen BI ogs schlechtgeredet, sie werden als Täter dargestellt, alles Böse auf der Welt wird in sie projeziert, es wird gesagt wie sie zu leben hätten, was sie zu zahlen hätten, worauf sie zu verzichten hätten etc.

    Und plötzlich passiert das in einem Rahmen, wo Staat, Genderpolizei etc nichts zu melden hat. Nämlich bei Freundschaften oder in der Liebe: Männer seien nicht so wie Frauen sie gerne hätten. Männer und Frauen über 45, notabene.
    Die meisten Männer werden sich nur einen Schranz lachen ob diesem Wehklagen. Und antworten: Sorry, Babe. Wenn du etwas von mir willst, muss du dich halt etwas ins Zeugs legen. Musste ich die vergangenen 45 Jahre bei euch Frauen auch.

  • Katharina I sagt:

    Was bitte ist an Sex denn so schlimm? Man kann doch miteinander schlafen UND gute Gespräche führen. Manchmal sind die Gespräche danach sogar besser als die rein platonischen Geschichten.

    • Wäis Kiani sagt:

      stimmt. Was ist daran eigentlich so schlimm? Man sollte sich nicht so anstellen, Augen zu und durch? Nein, Spass beiseite, es geht um das was durch den Sex entsteht, ich erkläre das mal in Ausführlichkeit hier, okay? LG-WK

  • Martin sagt:

    @Wais Kiani. Vielleicht sollten Sie sich wirklich einmal überlegen, ob Sie sich in der richtigen Gesellschaft bewegen? Mir scheint, Sie suchen sich die Männer, mit denen Sie sich unterhalten nicht gerade geschickt aus.

  • P. Jenni sagt:

    Männer ab 45/50 fürchten „den Tod“ (d.h. ihre nahende Impotenz) und brauchen deshalb junge, sexy Frauen, um sich wieder jung und unwiderstehlich zu fühlen. Um wieder „jung“ zu sein. Emotionale und persönliche Gespräche führt man deshalb primär mit seinen gleichaltrigen, männlichen Freunden. Gleichaltrige Freundinnen sind in diesem Prozess nicht notwendig. Ihre sexuelle Anziehungskraft ist ja auch nicht mehr so, wie das noch vor 20/25 Jahren der Fall war. Und in einer guten Ehe hat man ja noch immer seine Ehefrau als Ansprechpartner. Das genügt den meisten Männern. Und von den „jungen, sexy“ Frauen träumen die meisten Männer nur…..😁

  • romeo sagt:

    Ihr Heteros habt schon seltsame Probleme. Lustig.

  • Hans Minder sagt:

    Ab 45 sind auf dem “Gesprächsmarkt” häufig diese Typen verfügbar:
    Jene, die sich in der Jugend austobten, zu lange feierten und nun ein spätes Erwachen erleben.
    Jene, die sich nie binden wollen und mit kurzen Flirts zufrieden sind.
    Jene, die sich zwar in de Vergangenheit gebunden hatten und nach ihrem Scheitern nur noch Spontanes suchen.
    Jene die noch gebunden sind, allerdings zur „Versüssung der Bindung“ kurze Abenteuer geniessen.
    Der grosse Rest ist mit 45 schon lange in einer Beziehung eingebunden, die alle Energie benötigt (Kinder, Langzeitbeziehung mit dem Partner, Gelderwerb für die Familie).
    Ein „spätes Erwachen“ müsste somit in Frustration enden, da man bei Gesprächen häufig nur noch eine bestimmte Gruppe von Menschen antrifft. Wiederum gilt, die Weichen früh zu stellen

  • Widerspenstige sagt:

    Der Blog scheint eine Marktlücke zu füllen für viele Männer. Zuerst wird Dampf abgelassen, dann kommt Ernüchterung und irgendwann wird (hoffentlich) tiefergehender Austausch zwischen den Geschlechtern stattfinden. Ich bin gespannt, ob sich meine These bewahrheitet in den nächsten Monaten. Der Blog ist ja noch taufrisch.

    Das Erwachsenwerden ist eine Gottesanbeterin in Lauerstellung …

    • Frank sagt:

      @Widerspenstige, und kaum sind die Männer da, kommen auch die männerverachtenden Feministinnen aus dem MamabIog und führen hier ihre Mission weiter.

    • Wäis Kiani sagt:

      Ihr Wort in Gottes Ohr! Danke für die klugen Worte! LG-WK

    • Widerspenstige sagt:

      Frank, das ist eine Frage der Perspektive.
      Was war zuerst: Das Huhn oder das Ei?

      Wer hat zuerst mit Verachtung das andere Geschlecht gegeiselt? Wenn man den Geschichtsbüchern noch glauben will, war immer von Männern die Rede, welche Macht ausübten – speziell Frauen gegenüber. Dann kamen die Suffragetten vor ca. 100 Jahren auf die Weltbühne um dieser Verachtung entgegenzutreten. Sie hatten genug von der frauenverachtenden Männerherrschaft und forderten Wahlrecht/Gleichwertigkeit. Daraus entstand der Feminismus, welcher alle Facetten zwischen radikal bis gemässigt aufzeigt. Es gibt kein Hierarchiedenken, sondern mutige Vorkämpferinnen, welche vereinzelt zu Vorbildern avancier(t)en. Ohne Feministinnen gäbe es kaum freie Liebe und Sex, solche Blogs undenkbar!

  • Daniel Wigger sagt:

    Wahrscheinlich ist es am einfachsten, mit Männern zu reden, ohne Absichten, wenn man sich mit befreundeten Paaren trifft. Dies setzt allerdings voraus, dass man selber in einer Paarbeziehung lebt. Dieser Austausch ist selten von Trieben gesteuert und man kann sich abwechslungsweise mit dem einen oder anderen Geschlecht unterhalten.
    „Girls Night“ und „mit den Boys“ ist vielleicht eine spannende Geschichte, aber doch eher eine soziale Form bevor man feste Beziehungen eingeht. Nur unsere Gesellschaft der ewig Jungen meint, das gehe ewig so weiter.

  • Daniel sagt:

    Alle die nun denken, die Männer (oder Frauen) sein schuld, kann ich gerne beruhigen: Bei den Homos läuft es genauso. Es ist keine Frage des Geschlechts, auch kein Knatsch zwischen den Geschlechtern, sondern schlicht und einfach (Verhaltens-)Ökonomie. Die Formel lautet:

    Risikokapitalrendite = Investition x Ertrag x Erfolgswahrscheinlichkeit

    Wir Menschen sind Instanzen einer Optimierungsfunktion über die Risikokapitalrendite, wobei die Investition in Lebenszeit erfolgt (welche mit knapper werdendem Restleben teurer wird), der Ertrag in Lebenszielerfüllung (Sex, Beziehung, Kinder) bemessen wird und die Erfolgswahrscheinlichkeit ein Wert zwischen 0 und 1 ist.

    Programmiert hat uns die Evolution. Wir sind nach Millionen von Jahren alle optimal, als Männer und Frauen ausgereift.

    • Daniel sagt:

      Risikokapitalrendite = Ertrag x Erfolgswahrscheinlichkeit / Investition

      PS: Eine Editier-Funktion wäre nicht schlecht…

  • Daniel sagt:

    Übrigens sind diese Ziele bei allen Menschen dieselben, da dürfen wir uns (Männer wie Frauen) nichts vormachen, auch wenn sie sich mit dem Alter relativieren mögen.

    Die Welt ist höchstens so komplex, weil jener Teil unseres Gehirns, welcher Triebe und Emotionen verarbeitet, also super-einfach. Unsere rationalen Erklärungen (Rechtfertigungen, Wertmassstäbe) für unser Verhalten hingegen, die sind super-komplex! Wären wir in der Lage, diese unnötige Komplexität zu durchschauen und zu ignorieren, oder wenigstens darüber zu lachen, ja dann wäre die Welt so einfach wie sie ist.

    Nur würde vielleicht dieser Blog nicht existieren. Und was sollten wir armen Menschen denn anfangen mit unserem super-einfachen Leben? Wir würden uns womöglich paaren wie die Tiere, diese armen gottlosen Geschöpfe!

  • Daniel sagt:

    Betrachten wir nun also die Risikokapitalrendite in dieser — pardon — Knackarsch-trifft-Hängebusen-Geschichte im letzten Blog, kommt klar Antwort 4 heraus. Wenn die Männer darüber lachen, ist es reine Selbstironie, weil sie ein Auge zugedrückt hatten und prompt dafür bestraft worden sind. Es ist diesen Männer hoch anzurechnen, wenn sie dann noch eine Weile sitzenbleiben und versuchen das Beste aus dem verlorenen Abend zu machen.

    Genauso verhält es sich im Grunde auch mit diesen platonischen Verirrungen: Diesmal ist die Zielfunktion nicht Sex, sondern eine Beziehung. Früher oder später (nach mehreren Treffen) wird die Fragen kommen, wie ernsthaft denn die sich anbahnende Romanze gemeint ist. Wer nach einem Nein weitermacht, versucht das Beste aus einer unglücklichen Liebe zu machen.

  • Hansli sagt:

    In meinem gesamten Bekannten-, Freundeskreis und selbst Geschäftsbekannten ist dieses Problem unbekannt. Ich leben anscheind in einer Parallelwelt.

    • Wäis Kiani sagt:

      nein, Sie! LG-wk

      • Hansli sagt:

        Was ich geschrieben habe.

        Es gibt eben auch eine Welt ausserhalb der notgeilen. Mir ist durchaus bewusst, dass es diese notgeile Welt gibt. Nur habe ich etwas dagegen, wenn man das als allgemeingültig erklärt. Ausserhalb dieser Welt kann man sehr wohl Freundschaften pflegen, ohne gleich ins Bett zu hüpfen. Auch wenn das natürlich mit 40 etwas mühsamer ist, weil dann bei vielen Kinder da sind. Aber ich wüsste nicht warum ich meine Langzeit-Kolleginnen nicht mehr treffen sollte.

        • Wäis Kiani sagt:

          Ist doch schön, regen Sie sich doch nicht auf. Zählen Sie sich als erfreuliche Ausnahme, aber nicht ich bin parallel geschaltet wie Sie ja sogar hier bei meinen aggressiven Lesern sehen können… LG-WK

          • Hansli sagt:

            Ich sehe mich nicht als erfreuliche Ausnahme, da ich zur Mehrheit der Männer gehöre (zumindest in unseren Kulturkreis). Ich schätze den Anteil an Männer die den Kontakt mit Frauen auf Sex reduzieren auf höchstens 1/3. Aber diesen Wunsch auf Sex wirklich umsetzen (ohne zu bezahlen) kann dann nur eine Minderheit. Nicht zu vergessen, dass es dann noch einen Anteil konservative hat, die zwar nicht auf Sex aus sind, aber prinzipielle eine Frau nicht als Gesprächspartnerin ansehen.

  • Thomas Baumann sagt:

    Fuer Frau Kiani gilt: „Die erwachsene maennliche Seele verspuert kein Beduerfnis nach freundschaftlichem Abhaengen und ernsten Gespraechen mit Frauen, ohne sexuelle Absichten.“ Welch huebsche selbsterfuellende Prophezeiung!
    Wuerde Frau Kiani ihrem eigenen Partner erlauben, andere Frauen „platonisch“ zu treffen? Sicher nicht, falls sie ihrer eigenen Aussage glaubt. Sie selbst moechte aber ihre alten maennlichen Freunde gerne weiterhin treffen, auch wenn diese in einer Beziehung sind. Wenn aber die Partnerinnen dieses Maenner dasselbe wie Frau Kiani glauben, werden sie solche Treffen natuerlich nicht erlauben.
    Wuerden also „alle Frauen“ so wie Frau Kiani urteilen, dann waeren platonische Freundschaften von gebundenen Maennern mit anderen Frauen tatsaechlich unmoeglich.

    • Wäis Kiani sagt:

      Also bis jetzt habe ich das allen meinen Partnern erlaubt, wenn es seine Freundinnen waren, die er auch vor mir schon gekannt hat, und die ich auch kannte, also bitte, wo sind wir denn, dass wir uns gegenseitig Dinge verbieten? Wenn es Frauen waren, die meine werten Partne aus sexuellen Gründen getroffen haben, habe ich das immer erst hinterher oder gar nicht erfahren, sie haben nicht darüber gesprochen, leider. LG-WK

      • Thomas Baumann sagt:

        Auch ich wuerde wie Sie handeln. Dann bedeutet das aber, dass Ihre eigene Aussage, die ich zitiert habe, fuer Sie selbst nicht stimmt – dass Sie in Ihrem Handeln die Moeglichkeit platonische Freundschaft eben doch als gegeben annehmen.
        Falls mit zunehmenden Alter die Investitionen in die Beziehung bzw. der potentielle Verlust beim Scheitern der Beziehung zunehmen, dann koennte der Rueckzug der Maenner Ue40 von alten Freundinnen auch mit Risikoaversion zu tun haben. Dabei geht es nicht einmal um die Angst vor Fremdgehen – die Partnerin koennte sich schlicht und einfach daran stossen, dass sich ihr Gatte emotional etwas von einer anderen Frau holen will, was sie ihm „offenbar nicht geben kann“. Waehrend sie eine „klassische“ Maennerfreundschaft vielleicht eher toleriert.

        • Wäis Kiani sagt:

          Das sowieso.. die Frauen unterbinden das natürlich, es haben aber nicht alle die Macht. ICh habe durchaus noch 3 männliche gute Buddies, einer in ZH, einer in Berlin, einer in London, alle haben Freundinnen, aber die haben nichts zu melden, bzw wissen gar nicht was der macht, nur der in London darf nur am Nachmittag raus und sie darfs nicht wissen mit wem er grade abhängt. LG-WK

  • Andrea sagt:

    Meine 5 Rappen zum Thema: 1. Bei Männer führt in der Regel jede Form eine Beziehung zuerst mal übers Schlafzimmer. 2. Funktioniert das nicht, kann man auf Freundschaft setzen, die mehr zu bieten hat als mal ein Kafi, Kino, Essen. Das mues fääge. Sonst ist es keine Freundschaft. Einen Kafi kann ich auch mit meinem Mami trinken gehen.

    • fabian sagt:

      und die frau muss intellektuell auch was zu bieten haben. sonst lieber kafi mit dem mami.

    • Martin sagt:

      @Andrea: Meine 5 Rappen zum Thema: Bei Frauen führt die Beziehung primär mal über das Smartphone. Viel reden, bis jegliche Anziehung kaputt geredet wurde. Natürlich begleitet von vielen Beleidigungen von der weiblichen Seite, vielen Telefonaten mit dem Ex-Freund usw.. Männer wollen nicht diskutieren, reden usw. Ich finde das langweilig. Vor allem die Themen sind meistens zum davon laufen. Da ich nie Glück hatte, eine nette, ehrlich Frau mit aktiver Libido zu finden, habe ich keine Freundin, was ich schade finde, aber ehrlich gesagt: Ich will auch keine mehr! „Eine Frau ist ein Wesen, das sich anzieht, schwatzt und wieder auszieht.“ Arthur Schopenhauer.

  • Frederic sagt:

    Viele Männer ab 12 Jahren mögen bloss Sex in einer Frau suchen. Aber andersrum siehts aus funktionaler Perspektive nicht besser aus. Fühlte mich – trotz Emanzipation – stets als monetäre Sicherheitsgarantie. Bereits Andreas Capellanus wusste dies und schrieb in „De amore“: „Du wirst nämlich die Liebeserwiderung, die du bei einer Frau suchst, nicht finden können. Niemals nämlich liebte irgendeine Frau einen Mann, noch weiß sie sich mit beidseitiger Fessel der Liebe an einen Liebhaber zu binden. Die Frau sucht nämlich bei der Liebe reich zu werden, nicht aber dem Liebespartner willkommene Wonnen zu gewähren; es darf sich aber auch niemand darüber wundern, da es aus ihrer Natur hervorgeht.“

    • Wäis Kiani sagt:

      Ja, das denke ich auch, es gibt ganz wenige Ausnahmen. Aber dann so eben als Erwachsen-reifer Mensch, wir arbeiten dahin. LG-WK

    • Zufferey Marcel sagt:

      @Frederic: Also ist „Der dressierte Mann“ von Esther Vilar einfach eine Fortsetzung von „De amore“.

      Ergo ist Liebe nicht viel mehr, als ein Euphemismus für einen ganz profanen Vorgang: Geld gegen Sex. Ein klassischer Tauschhandel also!

      Ganz so einfach ist es zum Glück nicht. Aber häufig, häufiger zumindest, als einem (Mann) lieb sein kann…

  • Sokrates sagt:

    Wenn die Reifheit noch nicht mal da ist, wie soll dann erst Weisheit entstehen. Es wäre ja sowas von einfach. Grundregel: Ich weiss, dass ich nichts weiss.
    Frohes suchen.

  • Aiken sagt:

    @ Zufferey Marcel: Wenn in deiner Leseart Geld gegen Sex Liebe ist (dem ich zustimme), gibt es für dich dann überhaupt noch eine Abgrenzung zu Prostitution?

    • Marcel Zufferey sagt:

      Wenn es einen Unterschied geben sollte, dann ist er rein gradueller Natur. Aber ich bin (leider) ein hoffnungsloser Romantiker. Wahre Liebe gibt es tatsächlich! Nun könnte man natürlich noch ins Feld führen, dass die romantische Liebe genau genommen eine Erfindung ist, die bestenfalls 150, 200 Jahre alt ist. Und dass Erich Fromm ihr keine allzu grosse Zukunft prophezeit hat: „Die erotische Liebe ist die trügerischste Form der Liebe“, schrieb er, „diese Art der Liebe ist in Wirklichkeit ein Egoismus zu zweit.“

      Ich bin auch der Überzeugung, dass Beziehungen heute emotional zu hoffnungslos überfrachteten Vehikeln geworden sind; so eine Art von Melodrama, aus dem die meisten Beteiligten nur als Verlierer hervor gehen können.

  • Julia Müller sagt:

    Jetzt wirds interessant, hihi.

  • Hans Minder sagt:

    Aus den Blogs kann man folgern: Mann will Sex, Frau will Sicherheit (emotionale und finanzielle). Wenn wir also davon ausgehen, dass wir lediglich EIN Leben haben und in diesem Leben alle gesteckten Ziele erreichen müssen, dann wird der Krieg der Geschlechter wahrscheinlich auf ewige Zeiten weitergehen und wir alle werden mehr oder weniger unter diesen unvereinbaren Zielsetzungen leiden. Die Spiritualität, auf der andern Seite, lehrt seit ewigs ein anderes, höchstes Ziel: nämlich seinem Partner den Einzug in den Himmel/Nirvana etc. zu ermöglichen…also selbstloses Handeln zu Gunsten des Andern. Mit Hilfe der Spiritualität könnten wir vielleicht die innere, biologische Programmierung zum Vorteil des Andern überwinden. Dies ist doch ein Versuch wert, oder nicht?

  • Dani sagt:

    Tja, liebe Autorin. Entweder sollte ich jetzt Mitleid mit Ihnen haben, weil sie den falschen Bekanntenkreis haben. Oder dann sollte ich mich einfach freuen, dass ich eine Ausnahme von der Regel bin. Ich habe einige Kolleginnen, mit denen ich (auch mal bei einem Bier) über viele Dinge sprechen kann, ohne dass ich sie in’s Bett kriegen will. Käme mir sogar nicht im Entferntesten in den Sinn…

  • Ueli sagt:

    Natürlich haben Sie recht – und wer würde sich darüber wundern?

    Das Leben ist schließlich keine Theorie-Veranstaltung!

    Natürlich kann man reden, warum auch nicht – es schadet ja nicht. Allerdings ist das Bedürfnis zu reden dann am größten, wenn man noch viele Informationen von außen braucht und vieles noch nicht kennt: also, wenn man jung ist. Wenn man 50 wird, ist vieles schon gesagt, bekannt.

    Und wer würde sich mit trockenen Worten zufrieden geben, wenn er gleichzeitig den goldenen Kelch in Händen halten könnte, das Leben selbst spüren, in seiner ganzen Fülle! Die Zeit dafür ist nicht endlos, wie wir wissen!

    LG, U.

  • Martin sagt:

    „Ich fand schon immer die Welt der Männer interessanter als die der Frauen…. Bei ihnen finde ich Verständnis, mit Männern hingegen entwickle ich mich weiter und kann auch besser lachen.“ Genau solche Frauen nerven! Sie wollen überall ihre Nase reinstecken, alles wissen, viel reden, bla, bla. Interessiert niemanden. Mir hat noch nie eine Frau etwas gescheites erzählt. Immer den selben Mist. Ich will nicht Frauen grossziehen, ihren Intrigenmist hören oder sie ständig für ihre neuen Kleider loben müssen. Das nervt! Platonische Beziehungen für Frauen sind für mich uninteressant. Davon kann man unendlich haben. Aber Männer finden nun mal schöne, gepflegte Frauen attraktiv und wollen sich paaren. Nicht reden. Lästern und kichern können Frauen unter sich.

    • andere Tina sagt:

      @Martin: Sie schreiben zwei Riesenkommentare, um zu erklären, was Sie an Frauen nicht mögen. So viele Worte. Dabei könnten Sie einfach sagen: „Ich, der Martin, mag keine Frauen, die nicht meinen Vorstellungen entsprechen.“ Geht doch, oder? Alles andere ist viel reden, bla, bla. So ermüdend.

  • Martin sagt:

    Wenn ich als Mann mit verfolge, wie Frauen sich gegen ein Burkaverbot aussprechen, sich aber anziehen wollen, wie es ihnen passt und natürlich nur kurze Röcke tragen, wegen sich selber, aber sich wegen jedem Mist sexuell belästigt fühlen, selbst bei Komplimenten und danach trotzdem die männliche Nähe suchen, nur „um zu reden“, dann frage ich mich schon ein wenig. Und nein, mir gefallen die Tattoos und die vielen Piercings der Frauen überhaupt nicht. Auch ihre Leopardenkleider nicht usw. Das ewig blöde Getue der „Frauen“, wenn es denn überhaupt welche sind, nervt nur noch. Das Verhalten der Frauen ist abschätzig, Prinzessinnen mässig und obermühsam. Da ist es klar, dass Männer auch noch in ihrer Freizeit sich dieses Gequatsche anhören wollen.

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