«Zuerst sind die dran, die gearbeitet haben!»

Eine Busfahrt in der Stadt Zürich bringt den Glauben an eine mütterfreundliche Gesellschaft ins Wanken.

In den Fahrzeugen der VBZ sind «alle Menschen willkommen», wie man unserer Autorin über die Hotline versicherte, «auch Mütter!». Foto: VBZ

Dieses Jahr habe ich mich zum ersten Mal in meinem Leben so richtig offiziell beschwert. Und zwar, indem ich den Kundendienst der Verkehrsbetriebe Zürich anrief. Meine Stimme zitternd vor Wut – und Unglauben. Und das kam so:

Es war einer dieser wirklich heissen Sommertage – ein Freitag, etwas nach 16 Uhr. An der Busstation Limmatplatz drängelten sich viele Leute, als endlich der 32er vorfuhr. Nachdem ich zusammen mit den meisten im Innern des Busses einen Platz ergattert hatte, wollten zum Schluss noch zwei Mütter mit ihren Kinderwagen einsteigen. Als die erste die Vorderräder des Zwillings-Buggys bereits im Bus hatte, schloss sich dessen Doppeltür unerwartet – und klemmte den Wagen mit den etwa dreijährigen Kindern drin ein. Ich dachte zuerst an ein Versehen und drückte auf den Knopf.

Dann aber meldete sich der Chauffeur über den Lautsprecher. «Die mit den Kinderwagen sollen bitte draussen bleiben. Jetzt sind zuerst die dran, die heute gearbeitet haben!» Bis auf einen murmelnden Opa neben mir («Ist doch wahr, wieso müssen die immer zu Stosszeiten auf den Bus?») ging ein ungläubiges Raunen und Kopfschütteln durch die Reihen. Aber dabei blieb es auch. Leider.

«Wollen Sie mich auch gleich noch fotografieren?»

Mein halbstarkes «Gahts no!?», und die scheue Frage meiner Nachbarin, ob sie jetzt das gerade richtig gehört habe, hinderte den Busfahrer nicht daran, die Türen vor den ungläubigen Gesichtern der beider Mütter verschlossen zu lassen. Losfahren konnte er dennoch nicht, etwas Technisches hinderte ihn daran. Irgendwann löste ich mich aus der Schockstarre und stieg aus dem immer noch stehenden Bus.

Den beiden Müttern, die mit ihren Kindern in der brütenden Hitze auf den nächsten Bus warteten, empfahl ich, sich zu beschweren, worauf diese abwinkten mit dem Satz: «Das ist nicht das erste Mal, und es bringt ja doch nichts.» In diesem Moment lief der Chauffeur an uns vorbei, und ich fragte ihn nach seinem Namen. Er hielt mir demonstrativ sein Namensschild unter die Nase und sagte mit aufmüpfigem Unterton: «Bitteschön! Wollen Sie mich auch gleich noch fotografieren?» Ich winkte dankend ab – und fuhr mit dem nächsten 32er nach Hause. Wo ich mich beim ZVV-Kundendienst telefonisch beschwerte. Und meiner Fassungslosigkeit Luft verschaffte.

Nölende Kinder im Stossverkehr

In den elf Jahren, in denen ich schon als Mutter mit dem ÖV durch Zürich fahre, musste ich immer wieder mal leer schlucken: die genervten Blicke, die ich in Bus und Tram nach strengem Arbeitstag im Stossverkehr mit meinem nölenden Krippenkind im Wägeli kassierte, die Momente, wenn Mitreisende beim Einsteigen ins hochflurige Tram angestrengt in die andere Richtung starrten oder gleich die anderen Eingänge benutzten. Möglichst weit weg von mir und dem Kinderwagen. Oder die Leute, die in den für Vehikel aller Art reservierten Plätze partout nicht zur Seite weichen, wenn ich mit meinem kam.

Auch charmant der Buschauffeur, der letzthin eine vom Rennen ganz verschwitzte Mutter zusammenstauchte, weil diese mit ihrem Wagen durch die hinterste Tür des abfahrenden Busses zustieg – aus berechtigter Angst, dieser könnte ihr vor der Nase abfahren. «Super Idee, mit Ihrem Wagen da hinten den Weg für alle zu versperren», schnauzte es da schnippisch vom Cockpit über den Lautsprecher durch die Ränge.

Der Platz für Mütter will erkämpft sein

Aber das alles ist Pipifax, liest man im 1979 erschienenen Buch «Mütterfeindlichkeit – Von der Schande, Kinder zu haben», was Müttern im Deutschland der Siebzigerjahre im ÖV so alles widerfahren ist. Zum Beispiel der Bericht von Karola M., die sich – im siebten Monat schwanger – in einer vollen U-Bahn wegen eines Schwindelanfalls dringend hinsetzen musste. Als sie einen älteren Mann bat, ihr seinen Platz zu überlassen, meinte dieser: «Wie komme ich denn dazu? Sie haben Ihr Vergnügen gehabt, nun sollen Sie auch die Last tragen.»

Okay, gehen wir mal vom Guten aus und hoffen, dass sich im Jahr 2019 keine Mutter mehr so etwas Unterirdisches anhören muss – nichtsdestotrotz scheint es offenbar immer noch Menschen zu geben, die tatsächlich das Gefühl haben, dass Mütter den ganzen Tag rumpläuschlen – weil, ein Kind, das ist doch keine Arbeit! – und dann am Feierabend nur darauf warten, sich freiwillig mit Anhang in stickige Busse und Trams zu pferchen. Einfach weil es so lässig ist, sich deplatziert zu fühlen.

Die nette Dame von der ZVV-Hotline hatte übrigens vollstes Verständnis für meinen Unmut und versicherte mir, dass der Chauffeur einen Rüffel bekommen würde. Und dann, als ob sie es nicht zum ersten Mal sagen musste: «In unseren Fahrzeugen sollen alle Menschen willkommen sein – auch Mütter!»

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440 Kommentare zu ««Zuerst sind die dran, die gearbeitet haben!»»

  • 4000 meters above sea level sagt:

    Eigentlich ist eine Nation, die ihren Müttern/Väter mit Kleinkindern im Bus nicht Platz macht, etwas schräg.

    Und dass hier gefühlte 50% der Leserkommentar dies auch noch richtig finden, ist etwas peinlich.

  • Rüdiger sagt:

    Typische Städter-First-World-Probleme. Die pöhsen Mütter mit ihren Kindern und dann haben die noch zu grosse Kinderwagen. Das Leben mit ein bisschen mehr Humor täten diesen Urban-Super-Kerlen-und Kerlinnen gut…

    • Thomas Baumann sagt:

      Wirklich Städter-First-World-Probleme, wegen einem dummen Spruch eines phösen Busfahrers gleich einen Zeitungsartikel zu verfassen.

  • Thomas Baumann sagt:

    Mütter und Väter mit Kinderwagen sollten beim Einsteigen Rechte (Privilegien) und Pflichten haben.
    Das Recht (Privileg): Personen mit Kinderwagen sollten immer zuerst einsteigen dürfen, damit sie möglichst effizient zu den Kinderwagenbuchten kommen.
    Die Pflicht: Wenn ein prioritäres Einsteigen nicht möglich ist, weil Personen mit Kinderwagen erst auf den letzten Drücker an die Haltestelle kommen und Bus/Tram bereits voll sind, sollten sie bitte auf den nächsten Bus bzw. das nächste Tram warten.
    Natürlich wäre auch eine absolute Privilegierung denkbar, so dass Stehplatzpassagiere zugunsten von Kinderwagen-Mitführenden aussteigen, aber das ist derzeit offensichtlich nicht mehrheitsfähig.

    • MehrfachvaterDani sagt:

      Es geht noch einfacher/effizienter/rücksichtsvoller/respektvoller: ohne Kinderwagenpanzer reisen.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Die stehenden Passagiere, welche den Kinderwagenteil versperren können auch ganz einfach in die Gänge ausweichen. So muss KEINER aussteigen.

      • Hans Meier sagt:

        @Tamar Siebenthal, auch das ist nicht ganz durchdacht. Dann sind die Gänge verstopft und gerade Kinder oder Gehbehinderte und Senioren kommen kaum mehr aus dem Bus. Es ist wesentlich rücksichtsvoller, den Kinderwagen während den Stosszeiten zuhause zu lassen – wie es zu Zeiten als ich ein Kind war, selbstverständlich war. Als stolzer und Rücksicht nehmender Vater stören mich die aggressiven Eltern, die mit ihren Kinderwägen in Bus und Bahn stürmen und dabei nicht selten Senioren über den Haufen fahren. Zum Glück erwägen einige Verkehrsbetriebe ein Kinderwagenverbot in der Stosszeit. Wie das der ZVV bei den Velos so kennt.

      • Thomas Baumann sagt:

        Aber das ist jawohl klar: Wenn ich auf dem Kinderwagenplatz stehe und so ein Gefährt wird an der Haltestelle eingeladen, dann verschiebe ich mich schon. Solange noch irgendwo Platz ist. Oder glauben Sie, als Mann könne man es sich noch leisten, im öffentlichen Raum streitend mit einer Frau gesehen zu werden? Und ja, es geht eben darum, dass beim Einsteigen noch möglichst viel freier Platz vorhanden sein sollte, damit die Kinderwagen möglichst rasch und ungehindert an ihren Zielplatz gelangen können. Es geht nur darum ein bisschen praktisch zu denken, so wie bei den Bauern. Da fährt man auch erst den Heulader in die Scheue bevor man das Kleingerät parkiert. Sie kennen’s ja wohl besser als ich.

  • Tina sagt:

    Dieser Artikel untermauert mal wieder typische Geschlechterklischees! Die Mütter mit ihren Kinderwagen… Wie geht es denn den Vätern mit Kinderwagen in den ÖV? Hat einer Erfahrung? Ist da die Akzeptanz grösser?
    Ich persönlich mochte dieses Geschleik Kinderwägen nie, meine Kinder waren auch nie gern da drin. Tragen und dann früh selber laufen. Was ein 3jähriges Kind noch in einem Wagen macht ist mir schleierhaft, ehrlich gesagt.

    • Sportpapi sagt:

      @Tina: „Wie geht es denn den Vätern mit Kinderwagen in den ÖV? Hat einer Erfahrung“
      Ja. Absolut problemlos. Aber wenn alles voll ist, wird es halt schwierig.
      „Ist da die Akzeptanz grösser?“ Der Vergleich ist schwierig, da ich ja nur die Vaterseite kenne. Und Mütter offenbar ganz schlimm behandelt werden. Ohne dass wir männlichen Mitreisenden das mitbekommen.

    • MehrfachvaterDani sagt:

      Ich habe mit Kindern, ÖV, Einkäufen und Stosszeiten Erfahrung. Ich pendelte damals in aller Regel ohne Kinderwagen. Für mich ein selbstverständliches Gebot des Anstandes und Respekts. Und wenn es unvermeidlich war, so führte ich einen kleinen Buggy mit, den ich im Bus/Tram/Zug selbstverstädlich zusammengelegt und so verstaut habe, dass niemand belästigt wurde. Alles andere empfinde ich als doch sehr rücksichtslos.

      • Hans Meier sagt:

        Danke, das handhabe ich auch so. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Ich kann mich nur wundern über einige Statements…

      • 3fach Papi sagt:

        gleiche Erfa, brachte/holte von 3en 1-2 in die Krippe, tägl. Einkauf dabei, OeV Stosszeiten, mit Buggy, Kinder können mit 3 schon gut laufen, meine wenigstens. die geäusserte Ansicht im Blog dass quasi die markierte Bucht für die Kinderwagen reserviert sei, ist falsch. sie zeigt nur wo Kinderwagen, Velos hingehören, falls Platz.. s. VBZ, ZVV, SBB, steh gar nichts von „reserviert“ dafür nicht die Stosszeiten zu benützen. jeder Platz wird benutzt wenn der Bus voll ist und wenn ein Kinderwagen (speziell auch die fetten Veloanhänger) wartet wird möglich gemacht was möglich ist, aber sicher steigt kein Passagier aus und wartet auf den nächsten Bus weil ein Kinderwagen rein soll. dazu: Bus 32 in Zürich, genau das Beispiel, proppenvoll, oder 80er Altstetten ETH Oerlikon, keine Privilegien

  • Maribel sagt:

    Ich bin Mutter und ich fahre oft ÖV mit dem Kinderwagen. Obwohl diese Artikel mich unterstützt und ich die Aufregung der Journalistin voll verstehe (unhöfliche Leute und „schlechte Tage „ gibt es immer ) glaube ich dass es sich um eine Ausnahme handelt.
    Ich treffe immer nette Leute und Chauffeurs die mir stets helfen und Platz nehmen . Ich bin auch Verständnisvoll dass ich mit meiner Wagen viel Platz einnehme und dies kann für einige Leute mühsam sein . Aber mit Höflichkeit , Respekt und einen Lachen im Gesicht können wir alle zusammen problemlos ÖV fahren

  • EvaG sagt:

    Kinderwägen, wie auch Elektrobikes oder ganze Skiausrüstungen, gehören in den Stosszeiten einfach nicht in den Bus oder ins Tram. Das ist sehr rücksichtslos gegenüber den Mitmenschen und für das Kind eine Qual. Wenn man notfallweise trotzdem zu den Stosszeiten mit dem Kleinkind unterwegs ist, trägt man das Kind (wie z.B. im Mittelmeerraum) oder verwendet zumindest einen Buggy – was nota bene auch viele Krippen uns Eltern nahelegen. Wer schon als Kind im überdimensionierten Kinderwagenpanzer den anderen den Platz wegnimmt, wird wohl nie ein rücksichtsvoller Mitbürger werden.

    • SandraF sagt:

      Das sieht der ZVV auch so und bittet, mit Kinderwagen die Stosszeiten zu meiden. Velos sind während den Stosszeiten teils gar untersagt. Das Verbot könnte man auch auf Kinderwägen ausdehnen, wenn gewisse Kampfeltern Mühe mit den üblichen Gepflogenheiten zeigen.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Ja natürlich: man trägt das Kind, wenn möglich noch zusätzlich die Einkäufe und wenn es keine Sitzplätze mehr hat, steht man vollbeladen da und wenn der Bus wackelt oder bremst, fällt man samt Kind hin und vom Bus nachhause trägt man das Kind dann noch 1 oder 2 km nachhause.

      Gibt es hier eigentlich auch Leute, welche nachdenken, bevor sie in die Tasten schreiben?

      • Röschu sagt:

        @Tamar
        Wären alle ÖV-Benutzenden so egoistisch und rücksichtslos wie Sie, dann wäre die Situation noch weitaus schlimmer als ohnehin schon.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Röschu

        Soso, wenn Mütter ihre Kinder nicht über Kilometer herumtragen, um im ÖV keinen Kinderwagen benutzen zu können, sind also egoistisch?

        Ich denke eher umgekehrt: wer Müttern das zumutet, ist asozial und soll zuhause bleiben, oder zu Fuss gehen.

      • Röschu sagt:

        @Tamar
        „Soso, wenn Mütter ihre Kinder nicht über Kilometer herumtragen, um im ÖV keinen Kinderwagen benutzen zu können, sind also egoistisch?“
        Nein. Bitte hören Sie auf mir irgendwelche Aussagen in den Mund zu legen, die ich so nie gemacht habe.
        .
        Ich erwarte von Ihnen weder, dass Sie ihre Kinder herumtragen, noch dass Sie auf Kinderwagen und/oder auf ÖV verzichten. Was ich hingegen erwarte ist ein Bewusstsein dafür, dass Toleranz keine Einbahnstrasse ist. Ihr Muttersein legitimiert keinerlei zusätzliche Rechte gegenüber einem kinderlosen ÖV-Nutzer.

      • Röschu sagt:

        @Tamar
        „…wer Müttern das zumutet, ist asozial und soll zuhause bleiben, oder zu Fuss gehen.“
        Sie fordern hier in den Kommentaren doch immer dazu auf, dass sich andere nicht in ihr Leben/ihre Entscheidungen einmischen. Wie wäre es dann, wenn Sie mit gutem Beispiel vorangingen und endlich aufhörten den anderen vorschreiben zu wollen, was diese zu tun haben?

      • Thomas Baumann sagt:

        Wer einer Mutter mit Kleinkind im Arm keinen Sitzplatz anbietet ist ein Unmensch. Jeder kann ja voraussehen, was bei einer Vollbremsung passieren würde.
        Ja, jede und jeder darf den ÖV jederzeit benutzen. Und jeder und jede darf den Nachwuchs so mit sich führen, wie es ihm oder ihr passt.
        Es wäre sicher nett wenn jemand nicht gerade zu den Stosszeiten mit einem überdimensionierten Kinderwagenpanzer aufkreuzt – genauso nett es auch wäre, wenn Leute zu dieser Zeit nicht gerade mit dem Überseekoffer unterwegs wären oder Autos die Strassen verstopfen würden.
        Die richige Etikette: Personen mit Kinderwagen zuerst einsteigen lassen. Das ist die einzig effiziente Art. Ist das nicht möglich, weil man mit Kinderwagen auf den letzten Drücker daherkommt, dann bitte auf den nächsten Bus warten.

      • Anessa sagt:

        Tamar, es macht keinen Sinn, während den Stosszeiten Kinderwägen und Wocheneinkäufe im ÖV herumzukarren. Das ist nicht nur rücksichtlos, sondern auch schlicht ineffizient und eine schlecht geplante Haushaltsführung. Wären alle Eltern so, würden ÖV, pflegliches Miteinander und Lebensmittelversorgung selbst in einer Kleinstadt zusammenbrechen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Anessa

        Wie in einem vorherigen Kommentar schon erwähnt, sind Busse von 6 bis 9.30, von 11.30 bis 13.30 und von 15 bis min 19h voll. Wann bitte ist es der Dame genehm, dass Mütter mit Kinderwagen den ÖV nutzen dürfen?

        Zudem wie schon in 250 anderen Kommentaren erwähnt wurde, sind wohl 90% der ÖV nutzenden Mütter berufstätig, holen nach der Arbeit ihre Kinder vom Hort ab und fahren mindestens so müde nachhause, wie die Kinderlosen.

        Wenn berufstätige Leute Vortritt haben, müssten ja dann auch Rentner, Behinderte Arbeitslose und Sozempfänger aus dem ÖV geschickt werden.

        Es wird einfach keine Gelegenheit ausgelassen, Eltern zu bashen und deren Rechte zu beschneiden, welche genau dieselben sind, wie jene der asozialen Fraktion hier.

      • Anessa sagt:

        Tamar, ich bin genauso Elternteil. Damit läuft der Vorwurf des Elternbashings einmal mehr ins Leere. Allerdings gehöre ich zu den rücksichtsvollen Eltern.

  • Lissy sagt:

    Bin ich froh muss ich mir den ÖV nicht antun, mein Gott. Packe meine 3 Kids in meinen Q7 und gut ist.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    In Städten sind die Stosszeiten von 6-9.30, von 11.30-13.30 und von 15.00-19.30 oder 21.30 je nach Ladenöffnungszeiten

    Es steht jedem frei, seine Wegzeiten ausserhalb dieser Zeiten zu planen, wenn man sich an Kindern, Müttern, Vätern, Rentnern, Behinderten ect stört.

    • Andrea Mordasini, 3014 Bern sagt:

      Tamar, genau so ist es! Wenn sich Mütter tatsächlich nach den Stosszeiten richten würden – wie so viele hier drin fordern – kämen sie nämlich wortwörtlich nirgends hin. Schliesslich haben auch wir Eltern und unsere Programm, Termine und Verpflichtungen ausser Haus – und das Recht (wie alle anderen auch) das Leben und den Alltag nach unserem Belieben zu gestalten. Sicher lassen wir uns nicht vorschreiben, wie, wann und wo wir mit unseren Kindern unterwegs sein sollen oder nicht!

  • Irene sagt:

    Alle haben das Recht, wann sie wollen und mit Kinderwagen oder nicht, die ÖV zu nutzen. Aber ich muss für mein Velo bezahlen. Ich fände es nur richtig, wenn man für die teilweise monströsen Kinderwägen auch bezahlen müsste

    • Dr. Chris sagt:

      Streng genommen müsste man für alles, was kein Handgepäck ist, im ÖV zahlen. Kinderwägen müssten an sich zusammengelegt werden, damit man sie gratis als Handgepäck mitführen kann. Der sowie die VBZ sind allerdings grosszügig und drücken beide Augen zu (auch wenn das Recht auf ihrer Seite wäre und sie den Zuschlag durchsetzen könnten). Die SBB verlangen regelmässig einen Zuschlag für nicht zusammengelegte Kinderwägen, zumindest wenn sie im Velobereich stehen.

      • Aber Hallo sagt:

        Was erzählen Sie da für Quatsch? Lesen Sie die SBB-Richtlinien. Kinderwagen sind da kostenlos transportierbar. Auch ohne zusammen zu klappen. Ist online abrufbar, habe ich schon mehrmahls nachgeschaut.

      • Zugi sagt:

        Doch, doch, wenn man den Kinderwagen ins Veloabteil stellt, verlangen die SBB den Velotarif.

      • Leila Taleb sagt:

        @ Zugi
        Ich bin ein ganzes Jahr täglich mit dem Kinderwagen im Zug nach Zürich gereist. Ich bin jeweils im Velowagen der S-Bahn eingestiegen. Nie musste ich einen Aufpreis bezahlen.

      • Sportpapi sagt:

        Die Situation bei der SBB ist ja offenbar so absurd, dass ein Veloanhänger als Gratis-Kinderwagen eingestuft wird. Ausser man hat auch noch ein Velo dabei. Dann kostet er.

      • MamiSandy sagt:

        @Taleb, Dr Chris schreibt ja, der ZVV (Zürcher S-Bahn) drückt beide Augen zu. Wenn Sie das im Zug von Bern nach Zürich getan hätten, hätten Sie regelmässig den Zuschlag bezahlen müssen. Zudem ist es nicht sehr rücksichtsvoll, in der S-Bahn die ohnehin knappen Veloplätze mit Kinderwägen zuzustellen.

    • Maria sagt:

      Wenn man das alles mal so weiterdenkt: Eigentlich müsste man nach Gewicht bezahlen. Grosse und kräftige Leute müssten mehr bezahlen, kleine, zierliche Menschen weniger… .
      Oder Leute, die sich auffällig benehmen zahlen auch mehr als die unauffälligen.
      😉

  • Samuel Koch sagt:

    Lange Rede kurzer Sinn. Mütter it Kinderwagen haben oft das Gefühl das die arbeitende Bevölkerung sofort und ohne wenn und aber platz machen sollte wenn Sie angerollt kommen in der Stosszeit. Herrgott geht doch eine halbe Stunde fürher Heim. Den Kindern ist dann auch gedient.

    • Mo sagt:

      Unfassbar ihr Kommentar. Woher wollen sie wissen, ob die Mutter nicht auch den ganzen Tag gearbeitet und ihr Kind von der Krippe abgeholt hat?? So ergeht es mir jeden Tag! Krass, dass es „Menschen“ wie sie gibt. Ich hoffe, ich werde ihnen nie begegnen.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Auch Mütter sind Ihnen keine Rechenschaft schuldig, wann sie ÖV benutzen. Zudem liegt das Problem eher bei den netten Kinderlosen, welche die Kinderwagenabteile versperren.

      Übrigens: wir haben 2019. Mütter sind erwerbstätig.

      • Vreni sagt:

        Es gibt keine Kinderwagenabteile. Es gibt Stehbereiche, wo man Kinderwägen abstellen darf, wenn sie nicht durch stehende Passagiere belegt sind. So ist das Recht.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Vreni

        Genau: deswegen sind die Abteile auch mit einem Kinderwagensymbol gekennzeichnet, gälled Sie. Wenn Sie die Kinderwagenräder nicht an Ihren Hosen wollen, machen Sie automatisch Platz.

        @ Gaby Müller

        Warum fahren Sie nicht einfach zwei Stunden später nachhause?

        Wenn die Stosszeiten von 6-9.30, von 11.30-13.30 und von 15.00-19.30 sind, wann ist der Dame denn genehm, dass Eltern mit Kindern unterwegs sind?

        Es steht Ihnen frei, um 5h den ersten Bus zu nehmen und den letzten nachhause, aber anderen vorschreiben zu wollen, wann diese den ÖV zu benutzen haben ist schlicht frech.

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Falsch, es gibt Kinderwagenabteile, die durch andere Passagiere belegt werden dürfen wenn sie frei sind. So will es der Anstand. Das ist überall auf der Welt so, ausser natürlich bei uns in der kinderfreundlichen Schweiz. Da muss man gnädigerweise um Erlaubnis fragen, ob man den Kinderwagen ins dafür vorgesehene Abteil stellen darf. Man muss Ihnen whs noch die Füsse küssen, damit Sie etwas zur Seite rücken.

        « So ist das Recht »…. welches denn? Bundesverfassung? Im Gesetz über die Nutzung von Kinderwagenbuchten? « Absatz 1: Kinderwagenbuchten sind in erster Linie für Personen ohne Kinderwagen vorgesehen. » o.ä.

      • EvaG sagt:

        Bei den meisten Verkehrsbetrieben gilt: first come, first served. Kinderwägen sind aus Sicherheitsgründen nur in den markierten Bereichen abzustellen. Stehen nun bereits Passagiere im markierten Bereich, ist mit dem Kinderwagen auf den nächsten Bus zu warten.

      • Sportpapi sagt:

        @Aquila Chrysaetos: Ich weiss nicht, ob das Beharren auf die Kinderwagenplätze zielführend ist. Denn das würde ja heissen, dass wie bei den Velos nur mitgenommen wird, wer dort noch einen Platz findet.
        Ausserdem weiss ich gerade nicht, ob „überall auf der Welt“ Kinderwagenplätze vorhanden sind, und die Mütter jederzeit mit jeder Art von Kinderwagen willkommen sind.
        Meine Erfahrung mit kleinen Teilen der Welt ist eine andere.

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        „…mit kleinen Teilen der Welt“… Sie sagen es – das ist whs das Problem. Kanton Zürich, oder gar die ganze Nordostschweiz?

      • Sportpapi sagt:

        @Aquila Chrysaetos: Wer hat ein Problem? Sie lehnen sich ja weit hinaus, nicht ich.

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Immerhin habe ich mehrere Jahre mit Familie im Ausland gelebt und gearbeitet. Insofern kenne ich die Situation zumindest in drei verschiedenen Ländern recht gut.
        Die Schweiz ist ein tolles Land und nicht kinderfeindlich, aber dass man darüber diskutieren muss ob man einer Mutter/Vater mit Kleinkind im OeV Platz macht ist meiner Erfahrung nach schon speziell. Kinderfreundlich geht anders.

        Und Sie, woher haben Sie Ihre fundierten Kenntnisse vom Ausland? Club med-Ferien zählen nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @Aquila Chrysaetos: Dann beschreiben Sie doch mal den öffentlichen Verkehr dieser drei Länder. Und konkret, wie es den Eltern mit Kinderwagen in den Rushours geht.
        „Aber dass man darüber diskutieren muss ob man einer Mutter/Vater mit Kleinkind im OeV Platz macht“. Das wird nicht wirklich diskutiert. Alle hier haben sich klar geäussert, dass sie einer Mutter mit Kleinkind jederzeit ihren Platz anbieten würden.
        Die Frage ist, ob auch der Kinderwagen jederzeit Platz hat.

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Der OeV (Bus, Zug, in Melbourne hat’s auch Strassenbahnen) ist wie hier, ausser das alle Leute für einen Kinderwagen platz machen würden (hier kriegt ja offenbar die Hälfte eine Raptus wenn man mal für einen Kinderwagen zur Seite rücken muss).

        Erzählen Sie doch nun mal von Ihren langjährigen Auslandserfahrungen. Bin gespannt in wie vielen anderen Ländern sie gelebt haben, wo Mütter mit Kinderwagen vor der Tür stehen gelassen werden. Sie werden es mir jetzt ja erzählen.
        Und wir reden hier nicht über Niederflur oder nicht, sondern wie freundlich mit Kleinkindern im OeV umgegangen wird.

      • Sportpapi sagt:

        @Aquila Chrysaetos: Hier fehlt vermutlich noch etwas, oder?
        Melbourne also. Die australische Stadt mit dem am besten ausgebauten ÖV.
        Und alle Menschen sind so viel anständiger als die in der Schweiz?
        Kommt von hier auch Ihre ausgewiesene Erfahrung mit dem angelsächsischen Bildungssystem? Damit hatten Sie doch auch mal argumentiert, wenn ich mich recht erinnere.

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Ach Australien – das war eine schöne Zeit. Meine Erfahrungen mit ausländischen Bildungssystemen kommt nicht nur von Australien, auch vom UK.

        Und Ihre – immerhin glaube ich mich zu erinnern, dass Sie das unsrige als das Beste darstellten? Etwas schwierig wenn man nichts anderes kennt.

        Das gleiche gilt beim OeV. In der Schweiz ist er unzweifelhaft sehr gut, an anderen Orten aber auch. Dort sind die Leute sogar noch freundlich, auch in Stosszeiten, und machen einem Kinderwagen platz.

        Nochmals, woher kommen Ihre fundierten Auslandserfahrungen, welche Ihnen zeigten dass es nirgends besser ist als hier und niemand so freundlich wie die Schweizer? Ich bin gespannt. Nochmals: Städtetrips und Pauschalreisen gelten nicht. Gelebt im Ausland hat man erst, wenn man dort Steuern bezahlt hat.

    • Gaby Müller sagt:

      Und wenn Sie ne halbe Stunde früher heim gingen?

      • Anna Meier sagt:

        @Tamar: Ihnen würde ich dann die Rechnung für die Reinigung meiner Hose schicken…so von wegen Kinderwagenräder an der Hose und automatisch Platz machen. Auch sie haben Rücksicht auf ihre Mitmenschen zu nehmen. Ich lade demnächst meinen Velohundeanhänger ins ÖV….dann bin ich dann mal gespannt.

    • Andrea Mordasini, 3014 Bern sagt:

      Woher wollen Sie, Samuel Koch, den wissen, dass die Mütter mit Kinderwagen abends zu Stosszeiten nicht auch wie Sie gerade von der Arbeit kommt? Schon mal überlegt, dass es sehr viele Eltern gibt, deren Kinder die Kita besuchen und abends nach der Arbeit von den Eltern (Mütter/Väter) zuerst noch abgeholt werden müssen. Wenn es Sie schon stört, dann gehen doch Sie eine halbe Stund früher oder später heim, aber lassen Sie den Frust bitte nicht an den Eltern und deren Kindern aus, danke!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Andrea Mordasini

        Und selbst wenn Eltern nicht von der Arbeit kommen, müssen sie keine Rechenschaft darüber ablegen, warum Sie zu Stosszeiten den ÖV nutzen, genausowenig wie Rentner, IV Bezüger, Arbeitslose usw

        Kommt noch so weit, dass Eltern sich auf die Stirn tätowieren müssen, dass sie arbeitstätig sind, um ein Recht zu haben, ÖV zu nutzen.

    • Steven sagt:

      Danke Lisa,
      Azyklisch finde ich gut. Vor allem Samstags, Sonntags und an der christlich vorgegebenen Feiertagen wäre noch viel platz. Das gegenseitige „die Schuld in die Schuhe schieben“ hilft keinem weiter. Ich lebe in den Bergen. Da wartet man gut mal 20 Minuten in Eiseskälte auf den Bus. Auch nicht so schlimm.. Zeit zum Plaudern z.B. Einfach ein bisschen relaxter wäre gut.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Eva G

        Falsch: der mit einem Kinderwagen gekennzeichnete Platz ist explizit für Kinderwagen. Also haben dort stehende Passagiere für diese Platz zu machen. Wenn man mit Kinderwagen jedes Mal, wenn dort Passagiere stehen auf den nächsten Bus warten müsste, könnten das 20 Busse sein.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Anna Meier

        Versperren Sie einfach nicht den Platz, welcher für Kinderwagen vorgesehen ist und alles bleibt sauber.

        Zudem ist der Hunde/Kindervergleich unterirdisch, aber typisch für Leute, deren Hunde wichtiger sind, als deren eigenen Kinder es wären.

        Halte übrigens selber Hunde und meine Kinder sind 1.85 und über 1.70 Denen würde es kaum gefallen, wenn ich diese noch immer im Wägeli herumstossen würde.

        Zudem sind Hundeanhänger in den ÖV nicht verboten, benötigen aber meines Wissens ein Ticket.

      • Röschu sagt:

        @Tamar
        „Zudem sind Hundeanhänger in den ÖV nicht verboten, benötigen aber meines Wissens ein Ticket.“
        Kinderwagen werden also gegenüber Hundeanhänger und Velo klar bevorteilt, obwohl doch alle etwa gleich viel Platz im ÖV beanspruchen. Und dann heisst es dann wieder die Schweiz sein familien- bzw. kinderunfreundlich. Seltsam…

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Röschu

        Wissen Sie, den meisten Eltern wäre es wohl einerlei, müssten sie für einen Kinderwagen ein Ticket lösen, was Sie und Ihresgleichen aber nicht daran hindern würde, trotzdem Mütter zu bashen.

        Dass Kinder gratis fahren, hat nichts mit Kinderfreundlichkeit zu tun, welche die Bevölkerung Kindern entgegen bringt, sondern mit gesetzlichen Vorschriften für subventionierte ÖV.

      • Röschu sagt:

        @Tamar
        „… hat nichts mit Kinderfreundlichkeit zu tun, welche die Bevölkerung Kindern entgegen bringt, sondern mit gesetzlichen Vorschriften für subventionierte ÖV“
        Eine Ihrer Meinung nach kinderunfreundliche Bevölkerung erlässt also kinderfreundliche Gesetze und Vorschriften? Das müssten Sie mir nun also wirklich näher erklären…

      • Röschu sagt:

        @Tamar
        „…was Sie und Ihresgleichen aber nicht daran hindern würde, trotzdem Mütter zu bashen.“
        Wenn bereits der blosse Hinweis darauf, dass Mütter GLEICH behandelt werden sollen, wie alle anderen Menschen, als Mütterbashing empfunden wird, läuft mMn definitiv etwas falsch.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Röschu

        Äähm, Sie haben es offenbar nicht mitbekommen, aber Mütter haben offenbar nicht dieselben Rechte wie Kinderhasser, sonst würde hier ja nicht darüber diskutiert werden, dass Mütter ihre ÖV Fahrten zeitlich nicht selber wählen dürfen und sogar (Stunden) zu warten haben, bis die bessere Schöpfung (Kinderlose) nicht mehr die Kinderwagenabteile besetzen.

        Übrigens: hätten Mütter tatsächlich dieselben Rechte, wären die ÖV so gebaut, dass man mit Kinderwagen an ALLEN Türen zusteigen kann, anstatt nur bei einer.

      • Röschu sagt:

        @Tamar
        Nichts von all dem habe ICH gefordert bzw. geschrieben. Offenbar sind Sie nicht fähig zwischen verschiedenen Diskussionspartern zu unterscheiden, sondern werfen alle, die eine andere Meinung vertreten, in einen Topf.
        Sie drücken sich davor auf konkrete Argumente/Aussagen einzugehen, holen dafür zum immer gleichen Rundumschlag aus und verzapfen in jedem Ihrer Beiträge immer und immer wieder die gleichen Allgemeinplätze. Eine weitere Diskussion mit Ihnen ist somit leider Zeitverschwendung.

  • Anja Gmür sagt:

    Ich war vor kurzem am Abend zu Stoßzeiten in der Forchbahn unterwegs. Eine ca. 80-jährige Frau musste auf die vom Regen nasse Treppe setzen. Zahlreiche sitzende Personen beobachteten die Situation ohne zu reagieren. Erst als ich und eine andere Frau laut fragten, ob nicht jemand aufstehen würde, erhob sich eine Frau. Das Problem ist doch, dass alle nur noch als Individualisten denken. Die ÖV-Passagiere, und dazu gehören sicherlich auch einige Eltern, haben vergessen, dass es Toleranz und gegenseitige Hilfe braucht, um zum Ziel zu kommen. Wo sind wir nur hingekommen? Ich schäme mich für unser Verhalten und hoffe, dass es sich aufs ÖV beschränkt und nicht Zeichen einer größeren gesellschaftlichen Veränderung ist.

    • John sagt:

      Ja, war denn die alte Frau stumm und konnte nicht selbst sprechen (auch wenn ich altmodisch bin und für Ältere, Schwangere, und, besonders wichtig, für kleine Kinder stets aufstehe…)?

      • Anja Gmür sagt:

        In der Tat, ich meine auch, die Dame hätte etwas sagen können und sollen. Das entschuldigt das Verhalten der anderen trotzdem nicht.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        John und Anja Gmür

        Ganz einfach: die Dame war ALT und getraute sich wohl nicht, etwas zu sagen und wenn man Eltern hatte, welche einem Anstand vorgelebt haben, dann muss eine ältere oder gebrechliche Person erst gar nicht nach einem Sitzplatz fragen. Man bietet ihn von selber an.

  • Müller sagt:

    Mit 3 ist das Kind bestimmt nicht mehr im Kinderwagen, sonst sind die Eltern einfach zu bequem!

  • Chris Fogg sagt:

    Ist leider so. Wir bewegen uns in eine Kinder feindliche Gesellschaft. Darum gehen wir und unsere Kollegen Familie, jeweils beide mit 3 Kindern, immer wieder gerne die Gesellschaft wach rütteln! Diese Gesichter der 2-er Tische in den Restaurants sind unbezahlbar!

    • Lissy sagt:

      😉
      Ist bei uns auch so – gehen mit unseren 3 kids (7 und 3 Jahre sowie 7 Wochen) überall essen, auch edle orte. Die leute schauen kurz etwas konsterniert, schmunzeln dann aber wenn sie sehen wie schoen sie essen und malen.

  • Jessas Neiau sagt:

    Wer dafür bezahlt hat darf in den Bus, Arbeitende oder Mütter ganz egal. Hingegen müssen besonders Langsame (z. B. mit Kinderwagen, welche teilweise ja richtige Monsterkarren sind) wirklich nicht im letzten Moment angerannt kommen und sich in die hinterste Tür quetschen, wo es wirklich keinen Platz hat. Der Anstand gebietet es, dann einzusteigen, wenn es Platz hat und BEVOR der Bus losfährt. Wer trotzdem unbedingt rennend und im letzten Moment auf den Bus muss, kann entweder auf den nächsten bus warten oder seine Kinder in einen diesen Beutel packen und am Rücken tragen. Das kann man sich ja durchaus auch schon zuhause überlegen.

    • Peter S. Grat sagt:

      Der Anstand gebietet es, die designierten Plätze ( Kinderwagen, Rollstuhl, Gehbehinderte) freizuhalten, wenn jemand aus diesen Kategorien den Platz beansprucht.
      Mein Gott, auf der ganzen Welt ist das eine Selbstverständlichkeit, ausser in der Schweiz nicht. Was sind wir doch für verknorzte, kinderfeindliche Büenzlis.

  • Reto Ormos sagt:

    Das ist eine jedem Schweizer wohlbekannte Szene. Diese Mütter mit ihren XXL-SUV-Kinderwägen kenne ich. Riesige Dinger, 2 Meter breit, zusätzlich noch verbreitert durch Trinkflaschen- und Schirmhalter links und rechts. Und die Fahrerinnen glauben alle, Anrecht auf eine Sonderbehandlung zu haben. Habe schon oft beobachten müssen, wie sich eine vordrängelte und dabei laut schrie „Sehen Sie denn nicht dass ich Mutter bin?!?“
    .
    Tja, wir haben mit über 8 Millionen halt eine überfüllte Schweiz. Büsse, Züge, die Seepromenade, Trottoirs – alles ist überfüllt, die Leute hässig und gereizt. Aber es gibt ja immer noch genügend Leute, die trotzdem immer noch für die Masseneinwanderung sind. Mit 10 Mio wirds dann noch freundlicher zu und her gehen.

    • 13 sagt:

      Geben Sie mir doch bitte ein einziges Modell eines 2m-breiten Kinderwagens an. Das würde mich ernsthaft interessieren. Selbst ein Zwillingswagen ist irgendwo bei 70-80 cm, ein einzelnen deutlich drunter. Und ALLE Fahrerinnen? Ernsthaft?
      Unter dem Strich schaffen es wohl viele Männer breitbeiniger zu sitzen (Manspreading googeln) als so eine Breite des Kinderwagens, selbst beim „SUV-Modell“….aber deren Anwesenheit führt natürlich nicht zum Dichtestress….

      • Thomas Baumann sagt:

        Also bitte, von „manspreading“ kann man halten, was man will (ein gewisses Verständnis für eingeklemmte empfindliche Körperteile – aber selbst als Mann schaut man das nicht so gerne an), aber breiter als ein Kinderwagen ist das jetzt sicher nicht. Da übertreiben Sie gehörig.

      • 13 sagt:

        @ Thomas
        Ich habe aus Interesse nachgemessen: Ich bin 1,64 m mit eher kurzen Beinen gesegnet und komme breitbeinig sitzend auf 63 cm. Wie ist es dann beim 1,80 m-Mann? Ein Kinderwagen ist je nach Modell kaum je über 60 cm (googeln Sie gerne einige Modelle durch). Und bei allem Verständnis für eingeklemmte Körperteile…ein Baby ist einiges grösser.

      • Thomas Baumann sagt:

        Habe gerade auch nachgemessen: 67 cm von Knie-Aussenseite zu Knie-Aussenseite auf 177 cm. Aber natürlich sind Beine wesentlich flexibler. Und „manspreading“ hier zu bringen, ist sowieso deplatziert. Da könnte man glatt meinen, Freud hätte doch recht gehabt.

      • 13 sagt:

        Ich glaube auch, dass es eher das ist, was Sie stört. Dass ich es überhaupt vorgebracht habe. Aber das ist ok. Wahrheiten sind nun mal nicht immer bequem.

      • Thomas Baumann sagt:

        Man könnte sich auch auf die Fakten konzentrieren. Ich mag auch nicht an das Gemächt von anderen Männern erinnert werden. Ist ja meine Konkurrenz. Aber als Mann kann ich auch mal meine Beine breit machen oder in den Schritt fassen, wenn’s mal akut und scherzhaft klemmt, deshalb kann ich es auch bei anderen akzeptieren. Frauen machen das halt nicht und darum wirkt es so, dass sie es nur aushalten müssen, wenn’s ein anderer macht, aber selbst nicht davon „profitieren“ können. Und darum wirkt es für sie ungerecht. Umgekehrt kann man sagen, dass Männer eher von Kinderwägen bedrängt werden, als selber andere damit zu bedrängen. Also sie hier am kürzeren Ende sitzen. Deshalb Gerechtigkeit: Kinderwagen und „spreading“ beide Ja – oder beide Nein. Aber nicht einmal Ja und einmal Nein.

      • 13 sagt:

        Sie machen aber einen wichtigen Überlegungsfehler: Frauen brauchen keinen Kinderwagen. Der ist nicht für die Frauen, er ist für die Kinder. Und wenn Frauen häufiger mit einem unterwegs sind, dann weil sie häufiger die Kinder (auch die Kinder des Mannes) betreuen. Und ja, wenn sie das tun, dann noch ständig von Männern dafür kritisiert zu werden, dass sie es machen, weil Kinder ja ein „Frauenproblem“ sind, führt zu Frust.
        V.a. dann, wenn die gleichen Männer sich eben dann das Recht nehmen für sich und nur für sich alleine einiges mehr Platz einzunehmen. Und ich spreche da bei Weitem nicht nur vom breitbeinigen Dasitzen, sondern auch sonst beanspruchen Männer durch ihre Haltung im Schnitt mehr Platz (relativ zur Körpergrösse), wie auch mehr Redezeit etc.

      • 13 sagt:

        Und nein, ich spreche da bei Weitem nicht für alle Männer, nicht einmal für die Mehrheit. Die Mehrheit der Menschen, Frauen wie Männer, sind nämlich absolut in der Lage sich in der Öffentlichkeit rücksichtsvoll zu benehmen. Aber ich stelle durchaus fest, dass diejenigen, die solchen Müll rauslaussen, wie Reto es hier tun, selber a) kaum bis nie mit einem Kinderwagen unterwegs sind (ist ja Frauensache) b) selber nicht reflektieren, wieviel Platz sie einnehmen und c) sich gerade bedrängt fühlen, wenn andere (im Normalfall Frauen) nicht einfach in den eigenen 4 Wänden huschen, sondern auch ihre Rechte einfordern. Wie dass ihnen die Kinderbetreuung durch Akzeptanz in der Gesellschaft einfacher gemacht wird.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Wenn all die Kinderwägen in Stosszeiten im ÖV wirklich von Eltern auf dem Heimweg von der Arbeit gestossen werden, ist es eigentlich nicht wirklich relevant, wer denn die Kinder häufiger betreut…
        Und das, was du hier als „Recht einfordern“ bezeichnest, wird von der anderen Seite eben als rücksichtslos empfunden. Gleich, wie man von Männern erwarten darf, dass sie sich im vollbesetzten Bus schmal machen, darf man von Eltern erwarten, dass sie im ÖV in den Hauptverkehrszeiten einen kleinen Kinderwagen verwenden, oder diesen im Bus gar zusammenklappen.

    • Leila Taleb sagt:

      @ Reto Ormos
      Irgendjemand muss die Jobs übernehmen. Die Schweizer kriegen immer weniger Kinder. Ist auch kein Wunder, wenn man gewisse Kommentare hier liest. Die Schweiz ist definitiv kein familienfreundliches Land. Mit Kinderwägen soll man nicht in ÖVs. Eigentlich sollte man mit Kleinkindern die Wohnung nicht mehr verlassen. Sie könnten ja die Kinderlosen stören (Siehe Blog zum Thema Wickeln und Stillen in der Öffentlichkeit). Da kommen halt die Einwanderer. Ist dies denn auch wieder nicht recht, Herr Ormos?

      • Sabrina Braun sagt:

        @Leila
        Ja, die dringend benötigten qualifizierten Facharbeiter. Da haben Sie natürlich schon recht. All die Facharbeiter, die man immer in Einkaufszentren oder im Seefeld rumsitzen sieht, haben wahrscheinlich alle gerade Zvieripause und gehen danach wieder zurück an die Arbeit.

    • Thomas Baumann sagt:

      @13: Selber Überlegungsfehler –
      Kinder entscheiden ja nicht selbst, wann welches Verkehrsmittel zu benutzen. Oder glauben Sie, Kindern macht es Spass zu Stosszeiten unterwegs zu sein? Der Zeitplan wird von Müttern (wenn wir uns auf diese beschränken wollen) für Mütter, nicht für die Kinder, gemacht. Oder werden die Kinder etwa gefragt?
      Ein guter Teil der bösen, breitbeinig dasitzenden Männer, sitzt nur da, um Geld für Wohnen, Kleidung, Essen, etc. der Kinder zu verdienen. Also quasi „spreading for kids“.
      Es bleibt dabei: Platz verstopfen für Kids – von Seiten beider Geschlechter.

      • Poison Ivy sagt:

        Ihre Antwort ist ziemlich unlogisch, wenn man davon ausgeht, dass eine Frau/ein Mann mit Kinderwagen in der Stosszeit unterwegs ist, weil sie/er ebenfalls auf dem Heimweg von der Arbeit ist. Oder sonst einen nicht verschiebbaren Termin hatte (z.B. Kinderarztbesuch).

        Gibt es einen anderen Grund? Wie hoch ist der Prozentsatz der Eltern mit Kinderwagen, die freiwillig in der Stosszeit den OeV nehmen.

        Ihr Statement basiert auf der völlig falschen Annahme, dass alle diese Eltern freiwillig gerade zu diesem Zeitpunkt unterwegs sind.

      • Sportpapi sagt:

        @Poison: Ja, wenn man davon ausgeht. Und warum sollte man das.
        Wo man uns doch versichert, dass so etwas sicherlich niemand machen würde. Nie!

  • San sagt:

    Der Anstand und die gute Kinderstube gebieten es, dass man mit Kinderwagen nur im Notfall während den Stosszeiten im ÖV unterwegs ist. Besonders im Bus. Alles andere ist einfach nur gedanken- und rücksichtslos. Und wenn es schon nicht anders geht, dann faltet man den Kinderwagen zusammen und verstaut ihn so, dass andere nicht gestört werden. Und ja, es gibt zahlreiche Alternativen zum Kinderwagen im ÖV. Das sage ich als rücksichtsvolle Mutter. Leider geht die Rücksichtsnahme immer mehr verloren…

    • Leila Taleb sagt:

      @ San
      Der Anstand und die gute Kinderstube gebieten es, die Kinderwagenbucht von Passanten frei zu machen für Kinderwägen. Alles andere ist einfach nur gedanken-und rücksichtslos. Leider geht die Rücksichtnahme immer mehr verloren….

      • Hans sagt:

        Die „Kinderwagenbucht“ ist ein Bereich, in dem sich primär stehende Passagiere aufhalten. Sofern Platz, kann man Kinderwägen dort abstellen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Hans

        Umgekehrt: primär ist die Kinderwagenbucht für Kinderwagen. Sind keine dort, dürfen sich Kinderlose hinstellen.

      • Franka sagt:

        genau Hans, deshalb hat’s an den Türen dieser Bereiche ja auch immer Bilder von Kinderwägen dran. *Ironie off*.
        .
        Die stehenden Personen können auch woanders im Tram stehen. Kinderwägen passen aber bei den meisten Trams eben nur gerade in den designierten Bereichen in den Bus bzw. ins Tram.

      • Thomas Baumann sagt:

        Vielleicht sollte jemand mal bei den VBZ nachfragen, was denn wirklich Sache ist. OK, bei Rollstühlen haben sicher die Rollstuhlfahrer Priorität. Aber müssten stehende Passagiere aussteigen, wenn ein Kinderwagen kommt? Dass man beim Einsteigen den Kinderwagen den Vortritt lässt ist eigentlich selbstverständlich – alles andere wäre auch ineffizient.

      • Sportpapi sagt:

        Der Zürcher Verkehrsverbund schreibt auf seiner Homepage explizit, dass Eltern mit Kinderwagen doch bitte Stosszeiten vermeiden sollen.
        Und die SBB spricht von Multifunktionswagen und „first come, first serve“.
        Konsequent wäre es dann, mit Kinderwagen draussen zu bleiben, wenn die Kinderwagenplätze schon von anderen Kinderwagen besetzt sind…

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sportpapi

        Sie wollen es einfach nicht kapieren, nicht? Dann dehnen wir doch diese Diskriminierung auf Velos im Strassenverkehr aus. Vor Jahren war hier eine Diskussion darüber und Sie argumentierten zurecht damit, dass Sie O Ton „mit Velo und Anhänger den Platz beanspruchen, der Ihnen ZUSTEHT“!!!! Glauben Sie mir; hier und anderstwo sind GANZ viele Leute der Meinung, dass Sie mit Velo und Anhänger KEINEN Platz zu beanspruchen haben auf Strassen. Insbesondere zu Stosszeiten und auf Hauptverkehrswegen, wo Sie nicht überholt werden können?

        Kapieren Sie jetzt, warum Ihre und die Argumente der restlichen Kinderwagengegner/Kinderhasser die Büchse der Pandora öffnen, in der man IMMER Argumente findet, anderen Rechte abzusprechen, die man selber selbstverständlich in Anspruch nimmt?

      • Röschu sagt:

        @Tamar
        Wären Sie fähig die Sache mit etwas Distanz zu betrachten, dann würden Sie feststellen, dass eben gerade diese Kinderwagenzonen eine Diskriminierung manifestieren.
        .
        Es ist nicht möglich Sonderrechte an einige einzuräumen ohne dadurch andere zu diskriminieren.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Röschu

        Demzufolge sind Velowege, Trottoirs, Rollstuhlparkplätze, Behindertenplätze in ÖV auch eine Diskriminierung.

        Ich sage es noch einmal: es ist nicht verboten nachzudenken, bevor man in die Tasten haut.

      • Röschu sagt:

        @Tamar
        Ja, selbstverständlich handelt es sich auch bei Ihren Beispielen um Diskriminierungen. Zu betonen ist, dass nicht jede Diskriminierung verwerflich/schlecht sein muss. Manche dieser Regeln machen durchaus Sinn, was aber nichts an deren grundsätzlich diskriminierenden Natur ändert.
        .
        „Ich sage es noch einmal: es ist nicht verboten nachzudenken, bevor man in die Tasten haut.“
        Dieser Vorwurf bestätigt letztlich nur ihre grundsätzlich egoistische Sichtweise. Anderen Nichtwissen bzw. Nichtdenken vorzuwerfen ist halt immer einfacher als selbst mal etwas abstrakter und/oder über den eigenen Tellerrand hinaus nachzudenken.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Röschu

        Mit einem Kinderwagen kann man Tram und Bus durch genau EINE Tür besteigen. Es ist nicht zuviel verlangt, dort am vorgesehenen Platz frei zu machen.

        Mütter haben nicht mehr Rechte, aber sie haben GLEICH VIEL RECHT!!!

      • Thomas Baumann sagt:

        Frau von Siebenthal, das war jetzt ganz schlechte Etikette von Ihnen, dass Sie Sportpapi als Kinderwagengegner/Kinderhasser bezeichnen, wo es doch offensichtlich ist, dass der so Bezeichnete selbst Kinder hat.
        Ich habe eine Frage gestellt (quasi intellektuelles crowd-sourcing), weil ich zu faul war, die VBZ dazu selbst anzuschreiben. Sportpapi hat darauf geantwortet. Ich glaube meinen Mitmenschen, aber zugegebenermassen würde ich Ihnen mehr glauben, wenn sie gleich noch die vollständige Quelle angeben. Ich glaube also Sportpapi einfach einmal. Und ich hätte mich gefreut, wenn Sie ebenfalls etwas zu meinem Wissen beigetragen hätten. So aber bleibt es leider bloss bei der Aussage von Sportpapi.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Thomas Baumann

        Eine Quelle wofür? Dafür dass man Müttern verbieten will, den ÖV nach Bedarf zu nutzen, oder dass sie sogar warten sollen, wenn rücksichtsvolle Passagiere das Kinderwagenabteil besetzen?

        Die Quellen dafür haben Sie ja bei den Kommentaren hier.

        Ich frage jetzt zum fünften Mal: Stosszeiten von 6-9.30, von 11.30- 13.30 und von 15.00-19.30 oder 21h. Wann passt es den DINKS, wann Eltern die ÖV nutzen dürfen?

      • Poison Ivy sagt:

        Falsch Sportpapi. Der ZVV empfiehlt den Eltern mit Kinderwagen die Stosszeiten zu vermeinden, falls möglich. Weil es für die Eltern unangenehm sein kann.
        Das ist ein kleiner Unterschied….

      • Thomas Baumann sagt:

        Kinder zu haben ist eine freie Entscheidung. Und Fakt ist, dass diejenigen, welche Kinder haben, von den Kinderlosen ökonomisch subventioniert werden und zwar inklusive AHV. Ich finde das zwar durchaus in Ordnung so, man kann auch etwas für andere tun – aber Fakt bleibt Fakt.
        Daraus leitet sich aber natürlich kein Recht her, dass Personen mit Kinderwagen im ÖV hinter anderen Personen zurückstehen müssten.
        Im ÖV gibt es Regeln. Und an diese muss man sich halten. Sind diese Regeln nicht mehr zeitgemäss, soll man sie ändern, aber nicht einfach ignorieren. Zuerst muss man also die Regeln kennen. Kennt man sie, kann man sie gegebenenfalls ändern. Wenn sie aber jede und jeder nach Gutdünken auslegt, dann gibt es Chaos. Ich wollte nur den regelmentarischen Ist-Zustand erfragen. Das war alles.

      • Sportpapi sagt:

        @Poison Ivy: Natürlich. Mal stelle sich den Aufschrei vor, wenn der ZVV das anders formulieren würde.
        Und klar, all die Massnahmen, die Verkehrsspitzen zu brechen, sind nur zum Wohle der Kunden gedacht (die von selber gar nicht auf die Idee kommen, Stosszeiten zu vermeide – danke für den freundlichen Hinweis!). Deshalb belohnt man sie mit 9-Uhr-Pass und Sparbilleten noch. road Pricing bzw. Mobility Pricing gehten letztlich in die gleiche Richtung.

      • Poison Ivy sagt:

        Dann sind wir uns ja einig, Sportpapi.
        Den Hinweis habe ich gerne gegeben, nichts zu danken.

  • Thomas Baumann sagt:

    Es ist schon toll, wenn man JournalistIn ist: Dann kann man über jeden Menschen, der einem negativ aufgefallen ist, gleich einen Artikel schreiben. So privilegiert müsste am sein!
    Und natürlich war der Chauffeur „aufmüpfig“ – hat es doch gewagt, sich vor der Journalistin nicht gleich ungefragt in den Staub zu werfen, wo er doch schon dem mit der Erbsünde geschlagenen Geschlecht angehört.
    Natürlich hätte sich der Chauffeur den Spruch sparen müssen, der war unangebracht.

  • Lisa sagt:

    Bin täglich in Züri mit der ÖV unterwegs und möchte mal eine ganz andere Frage stellen. Warum müssen eigentlich gefühlt alle Bürogummis (bin auch eine) zur gleichen Zeit zur Arbeit gehen? Wir haben flexible Arbeitszeiten ohne Präsenzzeiten, d. h. jeder kann kommen und gehen wie er will. Dennoch sind 90 % der Mitarbeitenden zwischen 7.30 und 8.00 im Büro und gehen entsprechend auch gleichzeitig und sind somit mitverantwortlich für die überfüllten Trams. Und das ohne Not – die meisten haben noch keine oder schon grosse Kinder und könnten ihre Arbeitszeit durchaus azyklischer legen. Aber nein, es gehört sich doch, früh im Büro zu sein… und schliesslich will man noch was vom Feierabend haben. Und daraus wird das Recht abgeleitet, Vorrang in Bus und Bahn zu haben?

    • Papperlapapi sagt:

      Der beste Kommentar des Tages. Danke Lisa.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Gut gehustet, bravo

    • Franka sagt:

      danke Lisa!

    • Andrea Mordasini, 3014 Bern sagt:

      Lisa, merci viumau, you made my day – sämtliche Daumen hoch :)!

    • Sportpapi sagt:

      @Lisa: Interessanterweise wird an anderen Stellen vor allem angeführt, wie lange diese Stosszeiten dauern, weshalb man ihnen nicht ausweichen könnte. Etwas widersprüchlich. Aber gut.
      Es geht zudem gar nicht um Vorrang. Sondern nur um gegenseitige Rücksichtnahme.

    • Thomas Baumann sagt:

      Klar, Lisa bringt das gute alte Argument von Kuh und Kornfeld, mit dem Ronald Coase seinerzeit den Wirtschaftsnobelpreis gewonnen hat. Und vielleicht ist das Argument wirklich so total der Hammer für Personen, welche es noch nie gehört haben. Was mir aber manchmal ein bisschen auffällt, ist eine gewisse „Wagenburgmentalität“ meiner weiblichen Mitbürgerinnen: Da wird gratuliert, was das Zeug hält – bei Männern kann ich das eigentlich nie beobachtet. Fühlt man sich als Frau wirklich so marginalisiert, dass man sich gegenseitig anfeuert in einer „feindlichen Umwelt“?

  • Jack Stoffel sagt:

    Im Zürcher ÖV tummeln sich viel zu viele meckersüchtige, mies gelaunte kleinkarierte Dumpfeidgenoss(inn)en im Allgemeinen und – wie man hier sieht – viel zu viele Mutter-und-Kind-Hasser(innen) im Besonderen. Dieses Geschimpfe über grosse oder kleine Kinderwagen, wenig Platz im Bus oder laute Kinder ist armselig und dumm. Seid doch froh, dass es überhaupt noch Kinder gibt; es sind eh viel zu wenige.

  • Anna sagt:

    Ich verstehe die Empörung über das Verhalten des VBZ-Chauffeurs. Es geht aber auch anders herum: Neulich beschwerte sich ein Vater mit Doppelkinderwagen in einem äusserst geräumigen Lift, diesen zu Nutzen sei nur mit Kinderwagen erlaubt.

  • Kaya wirth sagt:

    Weiss nicht, erlebe es eher so, dass die mit kinderwagen einfach reindrängeln. Egal, ob es platz hat. Von daher könnte wohl auch die reaktion der chaffner kommen. Zudem sind die wägeli nicht gerade platzsparend, sondern ab und an gut voll beladen (transporter für gut und kind) oder rullen umher (hatte ich auch schon). Von daher… Ja, die wägeli stören tatsächli ab und zu ganz schön.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      In jedem Bus/Tram hat es Plätze, welche für Kinderwagen vorgesehen sind. Stehen dort Leute ohne Kinderwagen, sind sie es die stören, nicht umgekehrt.

  • Maike sagt:

    Mit ein Mosaiksteinchen mehr der gut begründet, warum Frauen immer weniger Lust haben, so diskriminiert zu werden. Vorallem – diese Kinder die der Busfahrer aussperrt werden es sein, die ihm das Füdli abputzen, wenn er als sabbernder Alte im Heim liegt.

    • Glenn sagt:

      @Maike: Ich glaube kaum, dass diese Arbeit dann auch von den ehemaligen Kindern erledigt wird, die heute samt Kinderwagen und Mutti die Abteile des öffentlichen Verkehrs verstopfen. Dafür wird es in der Schweiz nämlich auch in Zukunft andere geben, die sich der „sabbernden Alten“, wie Sie sich ebenso kultiviert wie intelligent auszudrücken belieben, annehmen.

  • Reto sagt:

    Bin der Erste, der sich über Kinderwagen im ÖV aufregt. Bin aber auch der Erste, der Platz macht und ggf. mit dem Kinderwagen hilft.

  • Aquila Chrysaetos sagt:

    Gut, zumindest in unserem lokalen OeV sind die Kinderwagenbuchten gekennzeichnet mit dem Hinweis, dass sie für selbige und Rollstühle freizuhalten sind. Dann muss man und frau halt Platz machen und ev. den nächsten Bus nehmen, wenn jemand diesen Platz berechtigt beansprucht. Da gibt es ja eigentlich gar nichts zu lamentieren und zu diskutieren.
    Ich hätte mir vom Chauffeur eher gewünscht, dass er dies mal klar durchgibt.

    Andererseits, er ist ja auch nur ein Opfer der Umstände. Er hat den ganzen Stress. Mit dem Verweis macht es sich der Verkehrsbetrieb sehr einfach. Bei uns z.B. wird einfach starr am Viertelstundentakt festgehalten, ob Stoss oder Randzeit. Man könnte zu Stosszeiten den Takt erhöhen und zu Randzeiten dafür ausdünnen, ist bei einem Busbetrieb ja nicht besonders schwer.

  • Kyros Fuji sagt:

    Das Problem sind weder die Mütter noch die Kinder. Das Problem sind die Kinderwagen, die wie die SUV‘s jedes Jahr grösser und klobiger werden.
    Small is beautiful!

    • C.s. sagt:

      Dieser Ansatz gefällt mir irgendwie. Selber Mutter, aber zu einer Zeit, da die Buggy noch klein und sogar faltbar waren, hatte ich nie solche Erlebnisse, im Gegenteil. Viel Hilfsbereitschaft. Vielleicht nimmt diese ab, je mehr Leute gleichzeitig unterwegs sind. Und diese Riesenkinderwagen , hab ich auch schon gedacht, verströmen so etwas Kämpferisches. Trotzdem, ich bin dafür, dass alle sich dazu entschliessen, höflich, zuvorkommend und rücksichtsvoll zu sein.

  • CNM sagt:

    Ich benutze ÖV als Arbeitnehmerin und auch als Mutter (Achtung, mit grossem Kinderwagen!). In dem Moment, wo ich mich ab Kinderwagen im ÖV aufregen muss und das Gefühl habe, ich hätte mehr Anrecht auf das Tram als andere, muss ich mal in mich gehen und schauen, wo der Frust herkommt. Hat 0 mit dem Kinderwagen zu tun, ist blosse Projektion. Andererseits hat sich noch nie jemand beschwert, wenn ich mit dem Kinderwagen in einem vollen Bus war (wohne in Genf, vielleicht sind die Genfer toleranter?). Den aggressiven Kommentarschreibenden hier kann ich aber nur empfehlen, aus dem Bus zu steigen und ein Stück zu Fuss zu gehen – das macht dem Ärger Luft 🙂

  • Alice Hoffmann sagt:

    Tausend Dank für diesen Artikel!!! Darauf habe ich im Mamablog jeden Tag gewartet. Sie schreiben mir aus der Seele.

  • dres sagt:

    Ich bin unzählige Male mit den Kindern im Kinderwagen mit Bussen und Trams unterwegs gewesen. Auch zu Stosszeiten, vor oder nach der Arbeit. Und ja, manchmal musste man pragmatischerweise einen nächsten Bus abwarten oder zu Fuss gehen. Und gerade bei Kampfmüttern habe ich diese Pragmatik ab und zu vermisst.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Und wie viele Busse abzuwarten sind denn für Mütter (natürlich nur für Mütter, alle anderen haben natürlich mehr Rechte) zumutbar? Vor Jahren war der erste Bus proppenvoll (kurz nach 15h), beim zweiten hat ein Geldtransporter den einzigen Kinderwageneingang versperrt und beim dritten wurde ich dazu aufgefordert den nächsten zu nehmen, da voll. Bin halt trotzdem eigestiegen, sonst würde ich wohl noch heute dort stehen.

      • Röschu sagt:

        @Tamar
        „…natürlich nur für Mütter, alle anderen haben natürlich mehr Rechte…“
        Das ist Quatsch. Mütter haben nicht weniger Recht haben als die anderen. ABER Mütter haben eben auch nicht mehr Rechte als die anderen.
        .
        Wenn der Bus voll ist, müssen jene, die keinen Platz mehr hatten halt auf den nächsten warten. Um wen es sich bei den Wartenden handelt ist vollkommen unerheblich.

  • Richi sagt:

    Wenn der Bus voll ist, muss man halt auf den nächsten warten. Egal ob mit Kinderwagen oder nicht. Anlass zur Klage gab ja die Aussage des Buschauffeur’s (es war wohl sehr heiss an diesem Tag) und nicht der Umstand, dass zu Stosszeiten der ÖV überlastet ist.

  • Peter S. Grat sagt:

    In einem der letzten Blogs wurde uns von einem Kommentarschreiber erklärt, wie super kinderfreundlich die Schweiz doch sei.

    Im wirklich kinderfreundlichen GB sind in einer solchen Situation jeweils ein paar Freiwillige ausgestiegen um den nächsten Bus zunehmen – damit Vater/Mutter mit Kinderwagen platz haben.

    In der „sehr kinderfreundlichen Schweiz“ nicht, hier regt man sich darüber auf, warum (vermutlich) berufstätige Mütter auf dem Nachhauseweg die für sie vorgesehen und gekennzeichneten Kinderwagenplätze beanspruchen möchten.

  • Simon S sagt:

    Ich sehs pragmatischer: Wer selber so unterwegs ist, dass er aus der Masse heraussticht und etwas „Zusatzaufwand“ mit sich bringt, der muss sich auch unterordnen. Umgekehrt würde das sonst ja bedeuten, dass man seiner Mitwelt ungefragt Umstände aufzwingen kann, und dafür dann auch noch Verständnis einfordert. Wer wie viel Verständnis für eine Sache aufbringen will, muss doch jeder für sich entscheiden. In diesem konkreten Beispiel: Buschauffeure, speziell im Stossverkehr und auf der 32er-Linie stehen unter hohem Druck. Vielleicht hatte er grad keine Nerven mehr, um zu allem anderen hin auch noch Kinderwagen-Tetris zu spielen.

    Und: Ein Kinderwagen ist ja auch keine Freikarte für Alles. 2 Mütter vs. 6 Stehplätze… wenns hart auf hart kommt, müssen alle Verständnis zeigen.

    • Jean P. sagt:

      Lieber Simon S.
      Vielen Dank für deine pragmatische Sichtweise. Ich vermute, dass du selber Kinder hast und gemäss deinen Erläuterungen für alle nervigen Bus-verstopfendem Eltern ein leuchtendes Beispiel bist, wie man‘s richtig macht.
      Könntest du bitte noch etwas konkreter sein?
      Fährst du mit deinen Kinder überall hin im Auto? Oder bist du nur von 9-11 und 14-15 Uhr mit den Kindern unterwegs? Oder nur daheim?
      Ich bin dir dankbar für deine wertvolle Hilfe und bin gespannt auf deine tollen Alltagstips.

      Viele Grüsse

      Jean P.

      • Simon S sagt:

        Besitze leider kein Auto, bin ÖV-Verfechter mit Respekt für meine Mitmenschen – und Respekt verstehe ich nicht so, dass ich von Menschen, die bereits im Bus sind, verlange auszusteigen, nur damit ich mit meinem Kinderwagen einsteigen kann.

        Wenn ich zu spät komme, habe ich halt Pech – so ist das Leben. Als faire Mutter warte ich dann auf den nächsten Bus und verlange nicht von 3-4 Personen, dass stattdessen sie für mich auf den nächsten Bus warten.

        Und ja, man kann’s zwischen den Zeilen rauslesen: Ich halte nichts von mythischen Überhöhungen von Kinderwägen.

      • Poison Ivy sagt:

        Wenn die 4 bis 6 Personen aber den signierten Kinderwagenplatz besetzten… Pech gehabt. Ich stehe auch auf bei den Sitzplätzen für Gehbehinderte.
        Warum die braven Schweizer gerade bei Kleinkindern zu mutigen Revoluzzern werden und es denen und ihren Müttern/Vätern mal so richtig zeigen und den Zutritt zum Bus verwehren, das erschliesst sich mir nicht ganz. Ihnen?

      • Sportpapi sagt:

        @Poison Ivy: Vielfach stehen da aber nicht andere Personen, sondern bereits mehrere Kinderwagen.
        Und natürlich machen alle Platz, solange es geht. Also steigen im Bus jedes Mal ein Dutzend Menschen aus (und danach wieder ein), um den Kinderwagen reinzulassen, und bei der nächsten Haltestelle unter Umständen das gleiche Spiel wieder rückwärts.
        Revoluzzer wird da niemand, aber durchaus genervt, wenn man z.B. deswegen den Zug verpasst.

      • Poison Ivy sagt:

        Dann müssen Sie halt an Ihrem Zeitmanagement arbeiten, Sportpapi.

        Wenn sie den Zug verpassen, weil der Bus wegen ein paar Kinderwagen eine Minuten länger braucht für die Fahr an den Bahnhof, dann haben Sie halt schlecht geplant.

        Wenn die Plätze schon durch andere Kinderwagen besetzt sind, dann nehme ich halt den nächsten Bus. Wie ich auch ohne Kinderwagen den nächsten Bus nehme, wenn alle Steh- und Sitzplätze besetzt sind. Ich sehe jetzt gerade Ihren Punkt nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @Poison Ivy: Ich habe mein Zeitmanagement durchaus im Griff, danke.
        Aber wenn Sie der Meinung sind, man müsse mit Kinderwagen warten, bis ein Fahrzeug kommt, das noch Platz hat, dann verstehe ich den ganzen Aufschrei hier nicht.
        Persönlich würde es mir schon reichen, sich dann so klein wie möglich zu machen (Wagen zusammenklappen), um noch Platz zu finden.

      • Poison Ivy sagt:

        Wie alle Kinderwagenplätze durch Kinderwagen besetzt sind, bleibt mir ja nichts anderes übrig als auf den nächsten Bus zu warten.

        Wenn die Kinderwagenplätze durch Stehpassagiere besetzt sind, dann nehme ich nicht den nächsten Bus. Sondern stelle den Kinderwagen an den vorgesehen Platz und die Stehpassagiere müssen sich halt einen neuen Platz suchen.

        Wenn ich alleine unterwegs bin, stehe ich bei einem vollen Bus solange auf einem Kinderwagenplatz, bis ein Kinderwagen kommt. Dann mach ich den Weg frei, selbst wenn ich aussteigen muss. So funktioniert für mich meine kinderfreundliche Schweiz – sicher nicht mit dem anpöbeln von Mütter/Väter, die mit ihren Kinder nach Hause wollen.

      • Sportpapi sagt:

        @Poison Ivy: Sehr gut. Dann bleiben Eltern mit Kinderwagen vermutlich auf den angeführten Strecken lange draussen stehen. Da stehen nämlich meist schon mehrere Kinderwagen drinnen.

      • Poison Ivy sagt:

        Ja, wenn alle Plätze für Kinderwagen besetzt sind, dann muss an mit einem Kinderwagen wohl warten. Man kann sie ja schlecht stapeln.
        Das haben Sie durchaus richtig erkannt.

      • Sportpapi sagt:

        @Poison Ivy: Gut. Dann sollten Sie ja eigentlich den Busfahrer verstehen…

      • Poison Ivy sagt:

        Hier ging es um erwachsene Passagiere, die nicht auf eine Mutter mit Kleinkind Rücksicht genommen haben.
        Nein – ich verstehe ihn deshalb gerade nicht. Ich hätte eine Durchsage erwartet, welche die Leute auffordert den vorgesehenen Kinderwagenplatz freizumachen.
        Sie etwa nicht?

  • Marc Meier sagt:

    Wenn die Mütter nach Toleranz rufen, müssen sie aber auch Rücksicht gegenüber den anderen Passagieren entgegenbringen. Die Kinderwagen von heute sind mittlerweile echte Ungetüme. Und man achte mal darauf was die Mütter und Väter alles in diesen Wagen mitschleppen, bzw. mitfahren – ausser dem Passagier der halbe Hausrat und sämtliche Spielsachen. Man kann sich den Stress auch selbst zufügen. Es sind nicht immer die anderen.

    • Pierre de Senarclens sagt:

      @Marc Meier. War ja klar, dass so ein Kommentar von einem Mann kommt. Der vermutlich noch nicht viel Gelegenheit hatte, Zeit mit Kind und Kinderwagen in urbaner Umgebung zu verbringen.
      (Und überhaupt, was können die Mütter dafür, wie die „Kinderwagen von heute“ denn konstruiert werden? Vielleicht entsprechen diese ja auch einem Bedürfnis, Platz für mehr als nur einen Schoppen zu bieten).

      • Andreas Daxer sagt:

        ………und nur weil grosse Kinderwagen gebaut werden, muss man diese auch kaufen ? Ist ja wahnsinnig einleuchtend. Kinderwagen in ÖV zu Stoss-Zeiten sind für mich ein No-Go. Das ist eben MEINE Meinung und ich lasse andere Meinungen auch zu.

      • Tamara sagt:

        ….und meiner Meinung nach JEDER hat das Recht zur JEDERZEIT, ja auch mit grossem Drillingskinderwagen mitfahren! Die sind nicht nur ÖV für gestresste und verbitterte Menschen gedacht, sondern auch für Eltern mit Drillingen ab 16:30! Der Bussfahrer soll entlassen werden! Ist meine Meinung!

  • Bruggisser Klaus sagt:

    Ich war nicht dabei, aber aus der Schilderung muss ich der Frau recht geben. Allerdings müsste man sich wirklich fragen, warum diese überdimensionierten, an einen Zürichbergpanzer erinnernden umfunktionierten Veloanhänger im ÖV zu suchen haben. Es gibt mittlerweile so gute und handliche Buggys und Kinderwagen, die man zur Not sogar noch zusammenklappen kann. Wer mit solchen Protz-Monstern dann noch zur Hauptverkehrszeit im Bus auftaucht, muss sich nicht wundern, wenn es keinen Platz hat.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Ganz einfach: weil Buggys ungesund sind für Bebes und man auch keine Einkäufe darin verstauen kann

      • Sportpapi sagt:

        @Tamar: Stimmt. Die Einkäufe müssen angehängt werden.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sportpapi

        Wenn man bei einem Buggy Einkaufstaschen anhängt, kippen diese nach hinten um und das Kind steht kopfüber, oder fällt heraus und das wissen Sie auch, sofern Sie tatsächlich Kinder haben.

        Item: Eltern haben dieselben Rechte wie jedermann und brauchen bestimmt nicht Sie zu fragen, welches Modell Kinderwagen diese kaufen.

        Auch sind Buggys nicht geeignet, auf Naturstrassen zu fahren. Somit erübrigt sich diese Diskussion noch einmal, da ÖV auch genutzt werden, um ins Naherholungsgebiet zu kommen, oder auf den Hausberg oder oder oder

      • Sportpapi sagt:

        @Tamar: In der Regel passiert das erst, wenn das Kind aus dem Wagen klettert. Und wenn doch, dann liegt das Kind bequem auf dem Rücken, nicht auf dem Kopf. Diese Erfahrung habe ich.
        Aber gut, schon sind wir vom Stadtverkehr wieder in freier Natur. Dort, wo wir im Zweifelsfall den Kinderwagen ebenso ins Gepäckfach geben, wie die Skis, die Koffer etc. Und wo tatsächlich Passagiere auch mal warten müssen, weil es im Bus schlicht keinen Platz mehr hat. Aber gut finden wir immer neue Ideen, warum etwas nicht gehen soll.

  • Peter VonLanten sagt:

    Nun ja beschweren beim ZVV/VBZ bring nix. Die schreiben dann ein freundliches Standardemail und werfen die Beschwerde in den Rundordner. Bei den besten Verkehrsbetrieben der Welt gibt es nix zu kritisieren!!!

  • Stefan Keller sagt:

    Zu Stosszeiten sind die Menschen insgesamt nicht wirklich menschlich und wer irgendwie kann, sollte sich das nicht antun. Ungeachtet dessen sind die benannten Chauffeure zu entlassen, denn die haben ihren anspruchsvollen Beruf nicht verstanden.

    • Patrik Peter sagt:

      Demnach wechseln Sie alle paar Woche nach einer Kundenreklamation auch den Job? Oder wie soll ich Ihr – mit Verlaub, extrem arroganter Kommentar verstehen? Jeder hat mal einen schlechten Tag und die Zürichbergpanzer gehen mir ebenso auf den Geist. Komischerweise haben scheinbar nur Stadtzürcher Kinder Rückenproblem mit einem Buggy Und ja, manchmal hat es zur Rush Hour einfach keinen Platz. Und nein, das entschuldigt das Verhalten des Chauffeurs in keiner Weise.

  • Lorena sagt:

    Es ist schon fast zu einem Wettbewerb geworden, sich öffentlich über irgend eine Belanglosigkeit zu empören.

    • Kerstin Moser sagt:

      Wenn man ausgeschlossen und minderberechtigt ist nur auf Grund eines Lebensumstands (Mutter im Alltag mit Kind unterwegs soll doch bitte nur von 10 – 10:30 Uhr unterwegs sein und sich bitte generell unterordnen und in Luft auflösen), dann ist das Diskriminierung und keine Belanglosigkeit.
      Wechseln Sie die beteiligten Mütter in den Geschichten mit Rollstuhlgängern aus.. Es ist würde wohl ähnliches gesagt aber nur hinter vorgehaltener Hand, weil man sich schämt.

    • Aquila Chrysaetos sagt:

      @ Lorena:

      Stimmt. Wer sich darüber empört, dass man in der Kinderwagenbucht platz für einen Kinderwagen machen muss, hat echt keine anderen Probleme.

    • Sportpapi sagt:

      @Lorena: Danke für diese Stimme der Vernunft. Der Ärger über das Verhalten des Chauffeurs ist korrekt. Aber es gibt wenig Grund, das zu verallgemeinern. Und noch weniger, dass solche Einzelfälle dann in nationalen Medien breitgeschlagen werden und für kollektive Empörung sorgen.
      Wobei Skandal und Empörung ja generell in Mode zu sein scheinen. In der Familienpolitik gäbe es aber vermutlich bessere Zugänge und wichtigere Themen.

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Sorry, Sportpapi- falsch verstanden: Lorena regt sich wie ich über Leute auf, die sich über Eltern ärgern welche die für Kinderwagen reservierten Plätze mit Kinderwagen besetzten möchten. Wie jemand hier schrieb: wenn ich auf einem Gehbehindertenplatz sitze, mache ich auch Platz wenn ein Gehbehinderter kommt. Es ist ziemlich einfach, eigentlich nur eine Frage des basalen Anstandes. Und der Kinderfreundlichkeit. Und der Lesefähigkeit – die Kinderwagenbuchten sind ja sogar angeschrieben.

      • Sportpapi sagt:

        Wenn Sie meinen…

      • Poison Ivy sagt:

        Es gibt so gar Piktogramme, man muss nicht mal lesen können.

      • Sportpapi sagt:

        Wo gibt es Piktogramme zur Aussage von Lorena?
        War ja klar und verständlich, und auf die Situaton übersetzt: Was soll die öffentliche Empörung und Diskussion über das Fehlverhalten eines einzigen Chauffeurs?

      • Poison Ivy sagt:

        Mein Post ist ja leichtverständlich eine Ergänzung zu dem von A.C.

        Verstehe jetzt bei Ihrer letzte Mitteilung nicht ganz, was sie sagen wollen.

  • Jean Favre sagt:

    Vor wenigen Tagen war der Aufschrei gross, als im Mamablog nur von Lehrern statt von LehrerInnen geschrieben wurde. Wo bleibt eigentlich heute der Aufschrei darüber, dass explizit nur von Müttern geredet wird, obwohl auch Väter Kinderwagen schieben? (Und dies, obwohl im Gegensatz zu 95% der gendergerechten Sprache das Wort „Eltern“ keinen Buchstaben länger wäre.) Könnte es daran liegen, dass es intuitiv genehm ist, wenn der Kampf um das Recht auf den Kinderwagen im Bus subtil als Recht der Mütter gegen die patriarchale Unterdrückung (durch die alten weissen Männer, den Buschauffer und den murmelnden Opa) inszeniert werden kann?

    • Nick Luber sagt:

      Einerseits gebe ich Ihnen sehr Recht, was die generelle verbale Diskriminierung von Vätern in Fasmilienbelangen angeht (apropos, warum Mamablog und nicht Elternblog???). Andererseits habe ich als Vater zu Kleinkindzeiten nie die im Artikel beschriebenen negativen Reaktionen erlebt, wenn ich mit Kind(ern) von der Krippe mit dem Bus nach Hause fuhr. Weil wahrscheinlich ziemlich jede/r Mitpassagier/in impliziert hat, dass ich auch von der Arbeit komme und mich nun löblich auch noch um meine Kinder kümmere. Der „Benutz den ÖV mit Kindern nicht zu Stosszeiten“-Vorwurf kommt meiner Meinung nach vor allem von Leuten, die sich nicht vorstellen können oder wollen, dass da eine Mutter (auch) von der Arbeit kommt und nicht bloss lustwandelnd in der Stadt unterwegs war.

    • 13 sagt:

      Grosser Aufschrei? Soviel ich weiss, habe nur ich darauf hingewiesen. Und ja, hier wäre Eltern auch einiges besser gewesen, nur war es in der Geschichte halt die Mutter. Da immer noch rund 90% der Betreuungsarbeit von Frauen erledigt wird, ist das auch nicht erstaunlich. Zudem könnte ich mir vorstehen, dass die Kritiker heute bei einem Vater eher davon ausgehen würden, dass er sich auf dem Rückweg von der KITA befindet als bei der Mutter. Auch höre ich selten das Vorurteil, dass Väter an ihren Papitagen „vor sich hin pläuscheln“. Im Gegensatz werden sie beglückwünscht, dass sie sich um ihre eigenen Kinder kümmern.
      Daher ja, ich bin sicher, auch Väter erleben solche Geschichte. Im Schnitt wohl einfach viel seltener. Während es immer noch mehr Lehrerinnen gibt als Lehrer.

      • Jean Favre sagt:

        Naja, wir können ja auch gern wieder von Verwaltungsräten und Informatikern in der männlichen Form reden, wegen 90%. Dass es in der Geschichte eine Mutter war, rechtfertigt nicht die Rede von der „Mütterfreundlichkeit der Gesellschaft“ u.ä.. Dass die Kritiker beim Vater davon ausgehen, dass er von der Arbeit kommt, kann sein – da könnte ich jetzt auch argumentieren, dass das ja ok sei, weil es in 90% der Fälle zutrifft und bei Frauen eben nicht – aber da hiesse es dann wieder, das sei diskriminierend. Dass Sie selten hören, Väter würden an Papitagen „vor sich hin pläuscheln“, liegt daran, dass Sie die Gespräche unter Männern im Büro nicht mitbekommen – da ist der Vorwurf nämlich Standard. Die Glückwünsche kommen – wenn überhaupt – von bestimmten Arten von Frauen.

      • 13 sagt:

        @ Jean
        Ja, weil in Verwaltungsräte Frauen oftmals nicht reinkommen. Aber keine Sorge, ich bin auf Ihrer Seite, wie gesagt, wäre Eltern sicher besser gewesen.
        „Dass Sie selten hören, Väter würden an Papitagen „vor sich hin pläuscheln“, liegt daran, dass Sie die Gespräche unter Männern im Büro nicht mitbekommen – da ist der Vorwurf nämlich Standard.“ Nun, da ich in unserer Ehe lange der Part war, der im Büro war und entsprechende Gespräche hörte, während mein Mann zu Hause „pläuschelte“ resp. selbstverständlich die Kinder betreute, weiss ich durchaus was besprochen wurde.

  • Lina Peeterbach sagt:

    Ich bin zutiefst fasziniert, wie viele Kommentierende heute ganz selbstverständlich davon ausgehen, dass Mütter mit Kinderwagen nicht von der Arbeit kommen, sondern die Stosszeiten vermeiden sollten / könnten. Abgesehen von allen anderen Punkten, die bereits in mehreren Threads intensiv diskutiert werden (Tonfall, gegenseitige Rücksichtnahme, auch Menschen mit Kinderwagen können zu spät dran sein und den nächsten Bus nehmen müssen etc) frage ich mich, inwieweit dieser Effekt stellvertretend steht für unsere immer noch recht rückständige Gesellschaft. Es scheint für viele schlicht nicht vorstellbar, dass Eltern, insbes. Mütter, zur Workforce gehören…

    • Leila Taleb sagt:

      @ Lina Peeterbach
      Danke! Sehr guter Kommentar.

    • Sportpapi sagt:

      @Lina Peeterbach. Das ist sehr gut vorstellbar. Auf der anderen Seite wundere ich mich, wie viele offenbar einfach mal behaupten, diese Mütter (werktätige Väter, die ihre Kinder abholen, soll es ja auch geben) seien ganz bestimmt alle auf dem Heimweg von Arbeit/Krippe. Wie kommts? Weder das eine, noch das andere ist vermutlich korrekt, oder?
      Und noch einmal: Warum braucht man für diesen Transport wirklich die übergrossen Wagen?

      • Poison Ivy sagt:

        Glauben Sie tatsächlich., ich wäre ansonsten während den Stoßzeiten in der „kinderfreundlichen“ Schweiz freiwillig in den ÖV gestiegen? Nur wenn ich auf dem Weg nach Hause von der Arbeit war. An freien Tagen habe ich immer Zeiten mit niedere Belegung ausgewählt – oder das Auto genommen.
        Aber den Stress, für die reservierten Kinderwagenplätze kämpfen zu müssen, macht ja niemand freiwillig.

      • Lina Peeterbach sagt:

        Die Wagengrösse wurde heute schon genug diskutiert, dazu sage ich nichts mehr 😉
        Und zu deiner anderen Frage: ich behaupte ja nicht, dass alle Mütter DEFINITIV von der Arbeit / Krippe kommen. Ich sage nur, dass das eine gar nicht so unrealistische Möglichkeit ist – während viele Kommentierenden und auch der Chauffeur klar davon ausgehen: Mutter+Kinderwagen=Freizeitvergnügen.

      • Sportpapi sagt:

        @Poison Ivy: Was bringt jetzt Ihre Einzelmeldung? „Niemand“???
        @Lina Peeterbach: Der Chauffeur war im Stress und hat unprofessionell gehandelt. Ansonsten bringt es einfach nichts, wenn die eine Seite ausschliesslich das eine behauptet, die andere das Gegenteil. Wo doch die Wahrheit, wie so oft, in der Mitte liegt.
        Bleibt aber dennoch die Frage, warum man für den meist relativ kurzen Weg von der Krippe nach Hause den übergrossen Kinderwagen benötigt. Ohne ihn zu schieben…
        Aber natürlich wird jetzt auch wieder angeführt, dass man mindestens eine Stunde unterwegs ist, und danach noch eine halbe Stunde bergauf durchs Gelände läuft, bis nach Hause…

      • Poison Ivy sagt:

        Was heisst hier Einzelmeldung. Kennen Sie tatsächlich jemand, der freiwillig mit Kinderwagen in der Stosszeit in Zürich unterwegs ist? Erzählen Sie, wer denn?

        Zudem, für Einzelmeldungen sind ja eher andere zuständig, ich mag mich da an das absurde Beispiel mit dem Notwehrexzess erinnern.

      • Poison Ivy sagt:

        „………Bleibt aber dennoch die Frage, warum man für den meist relativ kurzen Weg von der Krippe nach Hause den übergrossen Kinderwagen benötigt…..“

        Woher wissen Sie, dass der Weg relativ kurz ist? Warum fahren Sie eigentlich Bus und gehen nicht mit dem Fahrrad nachhause? Ich darf doch auch einfach mal annehmen, ihr Heimweg ist relativ kurz.
        Ok, bei Ihnen ist sicher anders.

        Es bringt doch einfach nichts in dieser an sich Interessanten Diskussion, einfach mal irgendetwas zu behaupten.

        Und was ist eigentlich ein übergrosser Kinderwagen?

      • Sportpapi sagt:

        @Poison Ivy: Die erste, unbelegte Behauptung ist ja, dass alle, die zu Stosszeiten im ÖV mit Kinderwagen unterwegs sind, das unfreiwillig tun, und praktisch ausschliesslich Eltern auf dem Heimweg von der Arbeit sind.
        Natürlich kenne ich da Gegenbeispiele. Wollen Sie wirklich Namen hören?
        Und jetzt können Sie natürlich noch behaupten, deren Pendlerwege seien alle weit über 30min, und (für diesen Zweck) übergrosse Kinderwagen gebe es gar nicht. Oder sich mit Definitionen, auf cm genau, herumschlagen.
        Woher wissen Sie eigentlich, wie häufig ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre? Und was bedeutet das für das Thema?

      • Poison Ivy sagt:

        Ich frage mich einfach, warum Sie behaupten, dass die meisten Eltern einen relativ kurzen Weg nach Hause hätte? Woher wissen Sie das?

        Und dann möchte ich halt einfach wissen, was für Sie ein „übergrosser “ Kinderwagen ist – wäre doch noch wichtig für die Diskussion.

        Aber da kommt nichts, wie meistens nur Schlagwörter – nichts konkretes.

        Und dass es Menschen gibt, die freiwillig in den Stosszeiten in Zürich mit einem Kinderwagen OeV fahren – also ohne äusseren Grund, das kann ich einfach nicht wirklich glauben. Sie etwa? Ja, nennen Sie doch mal ein paar Beispiele, werden Sie doch einmal etwas konkret.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Ich war vor Jahren mit meinen Kindern in der Nachbarstadt einkaufen und wollte kurz nach 15 den Bus nachhause nehmen. Der 1. Bus war voll und beim winzigen für Kinderwagen reservierten Platz standen Passagiere, beim 2. Bus parkierte vor dem einzigen Eingang für Kinderwagen ein Geldtranspotter. Der 3. Bus war wieder ziemlich voll und im Kinderwagenabteil standen Leute, welche meinten, ich soll doch bitte den nächsten nehmen. Mit dem Hinweis, dass dieser schon der dritte Buss ist, habe ich mich halt reingequetscht.

  • Philipp Hägeli sagt:

    Als Auslandschweizer und Mann schäme ich mich beim Lesen nur schon der ersten paar Kommentare einmal mehr für mein Geschlecht und meine Heimat. Dass bei den Herren dort noch immer nicht angekommen ist, dass Kinderbetreuung und -Erziehung auch Arbeit ist erschreckt mich. Dass solche Kommentare, egal ob im
    Bus oder online von der Mehrheit schweigend hingenommen werden: katastrophal. Ewig gestrig lebt sich’s gut im Vaterland.

    • Gill Beukenbos sagt:

      Eine sehr anspruchs- und verantwortungsvolle, strenge, wichtige aber auch tief beglückende Arbeit zumindest wenn man diese mit Herz, Seele und Geist erfüllt. Existenziell wichtig für eine wirklich «gesunde» Gesellschaft die das Potential hat diese Erde zu einem bessern Platz zu machen. An gewissen geringschätzenden Kommentaren hier entnehme ich, dass einige Menschen hier wohl nicht das Glück hatten dies in ihrer Kindheit zu erfahren. Das ist traurig. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass sie diese Aufgabe und Arbeit, dies ihrer damaligen Mütter (und Väter? ) ja auch hatten nicht sehen, nicht wertschätzen und die vor allem die Mütter (weil Frau?) von heute als eine Kategorie Menschen sehen, die sich mit ihrem hoffentlich pflegeleichten Kind still «hinten an zu stellen» hat.

    • Peter S. sagt:

      Geht mir genau so. Ich lebe in einer Stadt, wo die Leute sogar für meine 3-jährige Tochter aufstehen, auch im pumpevollen Bus. Ohne zu fragen. Dasselbe für Senioren, Menschen mit Gehbehinderung etc. Es ist einfach selbstverständlich, dass man aufmerksam ist, schaut, wer einsteigt und entsprechend sich um die Mitmenschen kümmert. In der CH starrt man lieber mit Kopfhörer ins Handy, um möglichst jede Interaktion zu ersparen.

  • tststs sagt:

    Also, Ihr lieben Leute, ich kann Euch ja verstehen, an manchen Feierabenden will es mit dem ÖV einfach nicht wunschgemäss klappen. ABER besagter Raum ist BEräderten Fahrgästen (egal ob Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollator) freizugeben und nicht den GEräderten Arbeitern vorbehalten. Ich musste schon mehr als einmal laut in den Bus hineinrufen, dass die Leute jetzt doch bitte mal Platz für den Kinderwagen machen sollen. Mindesten so oft, wie ich Kinderwagenführer darauf hingewiesen habe, dass man besser längs zur Fahrtrichtung steht…

  • Rickenbach Christian sagt:

    Kinder zu haben (oder eben nicht) ist ein privater Entscheid. Wieso wird von mir erwartet, dass ich jemanden bei der Konsequenz seines privaten Entscheides unterstütze? Wenn ich mit dem Bike ins Tram einsteige hilft mir auch niemand dabei.

    • Nick Luber sagt:

      Möchten Sie nach Ihrer Pensionierung Rente erhalten? Und glauben Sie, dass Sie nach Ihrer Pensionierung Rente erhalten würden, wenn in Ihrer Generation niemand mehr Kinder bekäme? Und vielleicht sind Sie als alter, gebrechlicher Mann auch froh, wenn noch irgendwelche jungen Menschen da sind, die Ihnen beim Anziehen, Essen und auf die Toilette gehen helfen?
      Kinder bekommen ist eben NICHT nur ein privater Entscheid, sondern dient der Erhaltung der Gesellschaft. Das sollte ebendiese Gesellschaft entsprechend honorieren.

      • Christian Rickenbach sagt:

        sorry, niemand hat Kinder nur weil er sich um den Fortbestand der Menschheit sorgt… und unsere Politik hat ja die Schleusen für Kinderreiche Zuwanderer geöffnet, die werden uns pflegen, die Schweizer fühlen sich dafür eh zu Gut.

    • Kerstin Moser sagt:

      Wenn Sie Bike fahren, sind Sie wohl hoffentlich fit genug, Ihr Bike hochzuheben, oder haben Sie kürzlich entbunden?
      Wie viel wiegt Ihr Bike? Mein Kind wiegt 10 Kilo und es ist noch sehr jung.. Ging ich einkaufen gibt das 10 + (6-8 kilo Einkauf) + 4 kilo Kinderwagen.
      Was machen Sie denn mit einem Velo im Öv? Im Kinderwagen sitzt eine Person, die sich noch nicht selber fortbewegen kann, oft nicht mal sitzen oder stehen.

      • Christian Rickenbach sagt:

        Kind ist 10 Kilo und kann nicht selber stehen? Jetzt wäre der Zeitpunkt für etwas Bewegung gekommen!

    • seidenspinner sagt:

      Ich erwarte keine Hilfe von Ihnen. Aber ich erwarte von einer grün-roten Stadt Zürich, dass endlich Trams (und zwar alle und nicht nur einige Linien alle 20 Min) und Haltestellen Kinderwagengerecht gemacht werden wenn schon mit allen Mitteln das Auto verteufelt wird.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Christian Rickenbach

        In den ersten 12 Lebensmonaten verdreifacht sich das Gewicht eines Kindes. Bei einem Geburtgewicht von 3.5 kg macht das? Man darf ruhig nachdenken bevor man Kommentare schreibt.

    • Andreas Kramer sagt:

      Herr Rickenbach. Ich habe Ihre Kommentare auf die Kommentare zu Ihrem dümmlichen Kommmentar gelesen und kann nur den Kopf schütteln übe Sie und Ihr Verständnis von Rücksichtsname. Diese gilt wohl nur in eine Richtung, nämlich wenn Sie Ihr Bike in den ÖV hieven und da gefällig auch Platz dafür haben wollen. Geh’ts noch? Was machen Sie auf einem Bike, wenn Sie damit nicht selber den Hügel hochfahren können oder bei Regen eine Pellerine anziehen? Ich bin selber fleissiger Velofahrer und ÖV Benutzer, aber Leute, die ihr Bike ins Tram oder den Bus nehmen und dann meine Hose mit der schmutzigen Kette verdrecken, nerven auch gewaltig. Ausserdem kann ein 10 kg schweres Kind vielleicht knapp stehen, aber wie sicher ist das? Und Sie wären zudem der Erste, der sich über das Gequängel nerven würde.

  • Stef sagt:

    Die Wortwahl des Chauffeurs war grenzwertig. – Zugegeben. Dennoch hat er vielen ÖV Nutzenden aus dem Herzen gesprochen. Wenn der Bus voll ist, ist er voll. Dann noch mit einem Kinderwagen (notabene kostenlos, obwohl Platz für 4 Personen braucht) einsteigen zu wollen, ist für mich die eigentliche Ignoranz und Ausdruck von Egoismus. Die ständige Leier von der diskriminierten Mutter in der ach so kinderunfreundlichen Stadt geht mir und vielen anderen gehörig auf den Zeiger. Schliesslich finanzieren wir anderen den kostenlosen Transport eurer Nachkommen inkl. platzfressenden Wagen, KITA Zuschüsse, Schulhäuser, Sport- und Freizeitangebote, uvm. Weniger motzen und mal einfach erwachsen auf den nächsten Bus warten. Und übrigens: Was macht ein Dreijähriger noch im Kinderwagen?

    • Nick Luber sagt:

      Wenn Mütter (oder Väter) in der Stadt zur abendlichen Rush hour mit Kind unterwegs sind, kommen sie üblicherweise von der Arbeit und haben das Kind gerade von der Krippe abgeholt. Und Sie meinen also, diese Leute sollen dann eine Stunde warten bis die Rush hour vorbei ist? (Weil: der nächste Bus wird ziemlich sicher genauso voll sein!).
      Und zu Ihren Finanzargumenten: Wer so redet, sollte konsequenterweise darauf verzichten, sich von diesen, Ihre Steuergelder verschlingenden Goofen dereinst die Rente finanzieren zu lassen. Dann, und nur dann, wäre solche Geschimpfe legitim.

      • Sybille sagt:

        Dieses ewige Argument mit den dereinstigen AHV-Zahlern ist ja sowas von abgelutscht und unrealistisch! Wer weiss denn schon, ob das „dereinst“ noch so wie heute sein wird mit der AHV und dem ganzen Rentengedöns? Ich kenne übrigens absolut niemanden, der Kinder bekommen hat, weil diese später Steuern und AHV zahlen sollen. Alle tun das aus privaten Gründen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Eltern sind keine Bittsteller. Sie haben dasselbe Anrecht ÖV zu nutzen, wie jeder andere auch.

      • Thomas Baumann sagt:

        Es ist ökonomisch klar nachgewiesen worden, dass Kinderlose im Durchschnitt Personen mit Kindern subventionieren – auch unter Berücksichtigung der AHV. Nun, ich möchte hier keinen Aufstand starten, dass auch hier Kostenwahrheit herrsche – aber wenn eine kinderlose Person sich dahingehend äussert, dsnn gibt es auch keinen Grund ihm dafür über den Mund zu fahren.

      • Sportpapi sagt:

        @Tamar: Es geht nicht um Eltern und Kinder, sondern um die Kinderwagen.
        Und die sind etwas zwischen dem unentbehrlichen Rollstuhl des Behinderten und dem teilweise auch aus guten Gründen mitgeführten (vielfach nicht erlaubten) Fahrrad, für das man extra bezahlen muss. Eltern, die sich im Stossverkehr rücksichtsvoll verhalten, werden auch ebenso behandelt.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sportpapi

        Was ist denn für Sie rücksichtsvoll? Wenn Mütter mit einem Kinderwagen erst nach 20.00h in einen Bus steigen?

        Man nutzt ÖV, um irgendwohin zu kommen, steigt aus und wenn das, was man sich vorgenommen hat erledigt ist, nimmt man wieder die ÖV, Punkt.

        Und wenn Sie von Rücksicht sprechen: wenn die Kinderwagenabteile von stehenden Passagieren ohne Kinderwagen besetzt sind, sind es doch diese, welche rücksichtslos sind.

        Wie kommen Sie dazu, darüber bestimmen zu wollen, ob Eltern einen Kinderwagen nutzen, oder nicht. Offensichtlich haben Sie immer genug Zeit, um Ihre Frau zum einkaufen zu begleiten, so dass Sie die Einkäufe heimschleppen können und Ihre Frau die Kinder trägt.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sybille

        Und trotzdem werden diese Kinder in Zukunft die Heizungen reparieren, die Gestelle im Supermarkt auffüllen und die ärztlichen Behandlungen vornehmen. Kinderlose könnte aber in Zukunft einfach auf die Resource Mensch verzichten und sich von Robotern versorgen lassen.

      • Sportpapi sagt:

        Tamar: Rücksichtsvoll ist es, im überfüllten Bus den Rucksack oder die Tasche zwischen die Beine zu klemmen und sich schmal zu machen.
        Und als Vater mit Kinderwagen, diesen Kinderwagen zusammenzulegen und die Kinder an der Hand zu nehmen (oder auf den Rücken). Und nein, im überfüllten Bus fallen sie nicht um. Und ja, in der Regel steht umgehend jemand auf, und bietet einen Sitzplatz an.

      • Sybille sagt:

        unrealistisch @Tamar v. Siebenthal: ich verweise Sie auf die Antwort von Glenn
        4. November 2019 um 15:33 Uhr
        „Ich glaube kaum, dass diese Arbeit dann auch von den ehemaligen Kindern erledigt wird, die heute samt Kinderwagen und Mutti die Abteile des öffentlichen Verkehrs verstopfen. Dafür wird es in der Schweiz nämlich auch in Zukunft andere geben (…)“
        Die Kinder in den Luxuskinderwagen werden vielleicht ärztliche Behandlungen durchführen, aber nicht dort zu finden sein, wo für wenig Lohn Regale augeffüllt, Heizungen repariert und alte Menschen gepflegt werden. Sie werden diejenigen sein, welche die KI und Roboter steuern und verwalten und das Personal aus Dritt- und Schwellenländern überwachen. (Wozu, glauben Sie, fördert man die Einwanderung Geringqualifizierter?)

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Du magst das können, aber ich zumindest hätte körperlich keine Chance mit dem Kind und meistens ja noch einer Tasche auf dem Arm vor dem Bus den Kinderwagen zusammenzulegen, ihn samt Kind und Tasche in den Bus zu hieven, danach wieder raus und ihn dabei einhändig aufzuklappen. Erst recht nicht in Businesskleidung für den Fall, dass es auf dem Heimweg von der Arbeit wäre. Und ohnehin nicht mit einem zweiten Kind an der Hand.
        Ein Kind auf den Rücken nehmen, geht im vollgestopften Bus ja nicht, wenn es nicht schon vorher da war, das müsste man also alles vor dem einsteigen machen. Und mit Kind auf dem Rücken und zusammengelegten Kinderwagen braucht man ja sehr viel Platz, da spart man nichts. Nicht sehr praktikabel.

  • tststs sagt:

    Mich nähme mal wunder, wie viele der hier Kommentierenden tatsächlich täglich in der Stadt mit den ÖVs unterwegs sind.
    Und woher alle wissen, dass besagte Mutter das XXL-SUV-Modell unter den Kinderwagen mit sich führte…

  • Nani sagt:

    Ich bin baff erstaunt über die negativen Kommentare hier.

    Wenn ich mit meinem Enkelkind in Frankreich in den Ferien weile und ÖV benütze, ist man immer hilfsbereit und hilft mir mit den Buggy in den Zug oder Bus.
    Offensichtlich herrschen in der Schweiz kinderfeindliche Zustände. Eine Schande!

    Eine kinderlose Arbeitskollegin hat sich einmal so geäussert:
    Wenn die Kinder wollen, sollen sie selber schauen, wie die ins Tram kommen, ich helfe garantiert nicht.
    Mein Ensetzen war nahezu grenzenlos.

    • Thomas Baumann sagt:

      Grenzenloses Entsetzen? Nein, das sollten Sie nicht haben. Ihre Arbeitskollegin ist zwar knallhart egoistisch – das ist nicht gerade eine Zierde, aber es ist natürlich durchaus legitim nach der Devise leben zu wollen: Komm du mir nicht mit deinen Problemen und ich komme dir nicht mit meinen. Immerhin hat sie damit niemandem aktiv Schaden zugefügt. Grenzenloses Entsetzen sollte schon eher Massenmördern vorbehalten sein – wenn Sie schon bei bloss unempathischen Menschen grenzenloses Entsetzen verspüren, dann frage ich mich, was sie bei Massenmördern verspüren.

  • Widerspenstige sagt:

    Das ist inakzeptables Verhalten eines Chauffeurs sowie Passanten. Haben die alle vergessen, woher sie kommen? Sie wurden alle bis auf die billigsten Plätze von einer Frau geboren! ALLE!

    Also bitte etwas mehr Respekt gegenüber einer Mutter, die ein oder zwei gesellschaftsfähige Mitglieder sprich Kinder im öV mitführt. Solche Probleme haben natürlich Egomanen keine. Nein, sie lassen sich aber gerne bedienen, verhätscheln bis sie auf eigenen Beinen stehen können, die ersten Wörter plappern und ein paar Sätze schreiben können. Dann vergessen sie schnell, woher sie eigentlich kommen und all das zu verdanken haben. Der Chauffeur sollte versetzt werden oder mindestens eine Busse wegen übler Nachrede bekommen. G’schämig sowas!

    • Kerstin Moser sagt:

      Gebau so ist es.

    • Roni Adam sagt:

      Ob das vielleicht an der anscheinend nicht ganz so perfekten Erziehung dieser ach so tollen Kinderwagen-Mamis liegt? Die heutigen Schreibelinge geben nur das wieder, was sie von ihren Mamis gelernt haben….
      Auch bei den Mamis gibt es, O-Wunder, nicht nur Stare… (allenfalls die einzige Gruppe Menschen auf dieser Welt, die in ihren Augen immer alles richtig und perfekt macht). Vielleicht schreiben und handeln diese Kinderwagen-Mamis bei anderen Themen genau so, wie hier das Gros der Kommentatoren schreibt (nur einfach nicht zu diesem Thema, aber bei/zu jedem anderen….)

    • Manuela Dienhart sagt:

      Wieso wird hier von manchen Kommentatoren impliziert, dass Mütter sich den ganzen Tag ausruhen um sich dann zur Rushhour ins Getümmel zu stürzen und „hart arbeitenden“ Leuten ihren wohlverdienten Platz in Bus und Bahn streitig zu machen. Besagte Mutter kam vielleicht selbst von der Arbeit, hat ihr Kind von der Kita geholt und ganz nebenbei noch eingekauft. Soll sie Kind und Einkäufe etwa tragen – am besten zufuß?

    • Thomas Baumann sagt:

      Nein, ich schulde einer mir unbekannten Mutter genausowenig Respekt, wie irgendeiner anderen mir unbekannten Person. Ich sehe zwar meine Mitmenschen nicht gerne leiden und leihe daher gerne eine helfende Hand – auch Müttern mit Kinderwagen-induzierten Movilitätsschwierigkeiten. Aber das sollte als das angesehen werden, was es ist: Eine pure unegoistische Hilfeleistung. Wenn es aber als Anspruchshaltung daherkommt, dass man das machen müsse, weil man einer völlig unbekannten Frau irgendetwas schulde, dann löscht es mir definitiv ab. Ich schulde keiner mir unbekannten Frau Respekt, bloss weil sie Kinder wollte. Aber ich helfe gerne.

  • Lucia Villiger sagt:

    Viele der Kommentare hier passen bestens zu den griesgrämigen Mienen im Zürcher ŒV.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Jeder Mensch hat das Recht, seinen Tagesablauf so zu gestalten, wie er möchte, oder wie es die Arbeits oder Freizeit vorgibt. Ich wüsste nicht, warum das für Mütter nicht gelten sollte. Spinnt man das nämlich weiter, kommen auch Nutzungsvorschriften von Cafes, ÖV, Naherholungsgebieten, Einkaufsläden auch für Pensionierte, IV Rentner, Arbeitslose, Sozempfänger usw usw

    Ziemlich dreist, dass sich hier diverse Kommentierende darüber auslassen, was für Kinderwagen Mütter zu benutzen haben und zu welchen Zeiten sie ÖV fahren dürfen.

    Ausserdem: sind Sie denn alle Hellseher und sehen es den Müttern an, ob diese käfele waren, beim Kinderarzt, oder nach der Arbeit ihre Kinder von der Kita abgeholt haben?

    Etliche Kommentare hier kann ich nur als wiederlicg bezeichnen.

    • frank sagt:

      „Jeder Mensch hat das Recht, seinen Tagesablauf so zu gestalten, wie er möchte, oder wie es die Arbeits oder Freizeit vorgibt“

      wie er möchte oder wie er muss, der mensch, sind 2 ziemlich unterschiedliche dinge.
      die meisten arbeitnehmenden müssen zu bestimmten zeiten arbeiten. im gegensatz zu solchen ohne anstellung.

      • Kerstin Moser sagt:

        Lieber Frank,

        Mein Kind hat um 17 Uhr ballet fertig, darf ich dann mit Ihrem viel kleinen Geschwisterchen ins Tram damit es was zum Znacht gibt oder wie lange muss ich warten bis wir mit dem öv heim dürfen?
        An anderen Tagen arbeite ich und gehe nachher noch meine Kinder abholen. Darf ich das mit dem Tram machen? Ich schaffe es ohne zeitlich leider echt nicht. Die krippe schliesst um 18:15 Uhr.

    • tststs sagt:

      Nein, TvS, einfach NEIN!
      Babies und Kleinkinder sind nur von 9.30 bis 11.00 Uhr und von 13.30 bis 15.00 ausser Haus geduldet. Einkäufe kann man gefälligst Online erledigen und anstatt den Kinderarzt möge man doch bitte den Notfall um 22.15 Uhr aufsuchen.
      Ah, und bitte nur mit Leine und geräuschunterdrückendem Maulkorb.
      😉

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ frank

        Die meisten Leute nutzen ÖV auch für ihre Freizeit und nehmen somit jenen, welche an diesem Tag arbeiten müssen den Platz weg, aber Sie bleiben an Ihren freien Tagen bestimmt zuhause.

      • 13 sagt:

        „Babies und Kleinkinder sind nur von 9.30 bis 11.00 Uhr und von 13.30 bis 15.00 ausser Haus geduldet.“
        Aber bitte nur an ausdrücklich gekennzeichneten Orten. Sicher nicht im öV. Und selbst steuerfinanzierte Spielplätze sind eigentlich grenzwertig.

        „Einkäufe kann man gefälligst Online erledigen..“
        Und dabei bitte die Arbeitsbedingungen der Onlinehäuser mitberücksichtigen und ökologisch einkaufen. Diese Umweltsünder, die Eltern.

        „anstatt den Kinderarzt möge man doch bitte den Notfall um 22.15 Uhr aufsuchen“
        Auch das nur ohne die Krankenkassenprämien raufzutreiben.

        „bitte nur mit Leine und geräuschunterdrückendem Maulkorb.“
        Ja, ok, das geht. Jedoch maximal bis jährig. Dann machen das nur die Eltern, die zu faul und zu egoistisch sind, ihre Kinder richtig zu erziehen!

      • tststs sagt:

        „Ja, ok, das geht. Jedoch maximal bis jährig. Dann machen das nur die Eltern, die zu faul und zu egoistisch sind, ihre Kinder richtig zu erziehen!“
        Hahaha, ja genau
        🙂
        🙂
        🙂

  • Jonas K. sagt:

    Das ist der richtige Entscheid des Busfahrers. Es ist nicht nötig, dass SUV-Kinderwagen den ganzen Platz in ohnehin vollen Bus versperren.
    Über die Wortwahl des Fahrers kann man sich streiten.

  • Conrad Belzer sagt:

    Genau aus diesem Grund benutzen wir schon seit Jahren auch für Fahrten in der Stadt das Auto.

    Keine Platzprobleme, keine unfreundlichen Bus- oder Tramchauffeure und schon gar keine Mitbürger welche ihre Meinung zum „richtigen“ Elternsein kundtun müssen.

  • Bernhard PIller sagt:

    Für einen Kinderwagen sollte man ganz einfach 3 Tickets lösen müssen. Das entspricht seinem Platzbedarf.

    • tststs sagt:

      Dann doch lieber ein 2er-Ticket für all diejenigen, die das Gefühl haben, der Platz neben ihnen sei primär für ihre Tasche da 😉

    • Kerstin Moser sagt:

      Ich habe einen der kleinsten Kinderwagen, die es gibt. Muss denn die Kollegin mit dem Zwillingdoppeloffroader 5 billets zahlen ? Wo hört das auf?
      Was ist ist mit den Touris und ihren Koffern? Oder dem Managerrollkoffer? Der braucht auch extra Tickets nicht?

      • seidenspinner sagt:

        Ich erwarte keine Hilfe von Ihnen. Aber ich erwarte von einer grün-roten Stadt Zürich, dass endlich Trams (und zwar alle und nicht nur einige Linien alle 20 Min) und Haltestellen Kinderwagengerecht gemacht werden wenn schon mit allen Mitteln das Auto verteufelt wird.

      • Sportpapi sagt:

        @Seidenspinner: Das ist doch bereits ziemlich weit fortgeschritten.

  • frank sagt:

    „…Mutter zusammenstauchte, weil diese mit ihrem Wagen durch die hinterste Tür des abfahrenden Busses zustieg – aus berechtigter Angst, dieser könnte ihr vor der Nase abfahren. «Super Idee, mit Ihrem Wagen da hinten den Weg für alle zu versperren»“

    der hinter ihr folgende kann ja dann den nächsten bus nehmen, hauptsache, die mutter hats noch reingeschafft.
    merke: der letzte der rein muss bin immer ich…

    • tststs sagt:

      WOW, von „Alte und Kinder“ zuerst hält man wohl nicht viel…

    • 13 sagt:

      Inwiefern hat denn der „hinter ihr folgende“ mehr Rechte in den Bus zu kommen als diese Mutter?

      • Röschu sagt:

        @13
        … und inwiefern hat demnach die Mutter mit Kinderwagen aus dem Anfangsbeispiel mehr Rechte als diejenigen die schon drin sind?

    • Thomas Baumann sagt:

      Ich glaube, da irren sich einige. Der Chauffeur dachte hier nicht primär an die Zusteigenden, sondern vor allem auch an die Aussteigenden – zum Beispiel auch alte Leute.

  • Roni Adam sagt:

    Wenn der Bus voll ist, dann ist der Bus voll und einen Wartenden trifft es halt dann, dass dieser auf den nächsten Bus warten muss (oje, Weltuntergang – müsste aus Sicht der Autorin die Kinderwagen-Mami besser gestellt sein und sollte für sie zwei AHV Bezüger den Bus verlassen oder was?).
    Wie in allen Bevölkerungsgruppen gibt es Kinderwagen-Mamis, die haben nie Probleme bei der Nutzung von Bahn, Bus oder Schiff und es gibt solche, die haben nur Probleme, es gibt dumme Menschen und es gibt intelligente Menschen usw.
    Schlussendlich transportiere ich auch nicht zur Rushhour meinen Zementsack (inkl. Rolli) und meine Dachlatte im Bus (gesunder Menschenverstand hilft) – sondern nehme auch bei Muss-Terminen, das zum gegebenen Zeitpunkt passendste Fahrzeug (muss ja nicht zwingend der Bus sein).

    • tststs sagt:

      Wissen SIe, in Züri werden manchmal auch ganze Haushalte per Tram gezügelt… Meistens ernten die Leute ein Lächeln dafür.

      • Thomas Baumann sagt:

        Oder eine Busse, resp. „Zuschlag“, wenn man Pech hat. Ist auch nicht alles erlaubt.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Roni Adam

        Wieso sollen den AHV Bezüger, IV Rentner, Arbeitslose usw mehr Rechte haben, den Bus zu nutzen, als diese Mutter, wenn doch der Chauffeur meint, dass der Bus für Werktätige reserviert ist?

        Irgendwie wird da einfach mit zweierlei Mass gemessen. Mit Müttern kann man das ja machen.

        Mir hätte nie, wirklich NIE ein ÖV Chauffeur meinen Kinderwagen mit der Türe einklemmen müssen. Der hätte danach mit Sicherheit lauter geschrien als mein eingeklemmtes Kind. Es ist einfach nur widerwärtig, wie man so einem Sadisten noch applaudiert!

      • Thomas Baumann sagt:

        Frau von Siebenthal, stellen Sie sich vor, ein Mann droht einer Busfahrerin Prügel an. Ein grosser Aufschrei ist gewiss. Jetzt haben Sie gerade einem Busfahrer Prügel angedroht – und keine Reaktion darauf. Auch hier wird offensichtlich mit zwei Ellen gemessen. Vielen Dank, dass Sie dieses sehr aufschlussreiche soziale Experiment ermöglicht haben!

  • Papperlapapi sagt:

    Wenn der Bus tatsächlich gerammelt voll ist, dann geht es nicht mit Kinderwagen, dann muss man mal warten. Viel häufiger ist aber in den Gängen noch genügend Platz, nur mag man sich dort nicht hinbewegen, sondern steht lieber im Eingangsbereich rum. Da bleibt die Türe dann halt blockiert, bis die Herrschaften geruhen, dem Kinderwagen Platz zu machen. Da kann der Chauffeur schimpfen wie er will.

    • Hans Müller sagt:

      Es gibt bei Tram und Bus keine für Rollstuhl und Kinderwagen resevierte Plätze. Die Kinderwagensymbole an der Tür zeigen nur an wo es Ausbuchtungen mit genügent Platz für Kinderwagen hat an , spriche keine Sitzeplätze bei der Tür im Weg sind. Das Rollstuhlsymbol zeigt an wo sich in de Regel die Ausklappbare Rampe befindet für die Höhenunterschiede an den Haltestellen zu überbrücken sowie mögliche Sicherungsmassnahmen für Rollstühle.
      Das Ziel ist wärend den Stosszeiten möglichst viele Personen zu Tranportieren.
      Und an alle die geschrieben haben dann bleibt die Türe halt blockiert bis es Platz gibt, ihr begeht damit Nötigung.
      Meist ist auch Online die AGB der ÖV-betriebe einsehbar.

  • Paddy Zé sagt:

    Wenn man das oben liest und dann die Kommentare unten, denke ich, dass mir die frischgebackenen Eltern in der Stadt, die auf die ÖV angewiesen sind, wirklich leid tun und das ignorante egomanische Volk hier ebenso.

  • Peter B. sagt:

    Die teilweise überdimensionalen Kinderwagen sind wirklich nichts für die Stosszeiten. Es gibt durchaus kleinere Modelle wie Buggies die hierfür viel geeigneter wären. Ich verstehen den Busfahrer udn kann es auch nicht ausstehen, wenn ich nach 10 Stunden im Büro dann mit mehreren anderen Passagieren nicht ins Tram komme, weil da ein Kinderwagen in der Grösse eines Kleinwagens alles blockiert.

    PS. Was macht ein dreijähriges Kind noch im Kinderwagen?

    • Kerstin Moser sagt:

      Ein 3j macht noch ein Mittagsschlaf zB? Sie wären wohl hocherfreut, wenn ein 3j übermüdet anfängt loszuschreien.

      • Peter B. sagt:

        Das Kind auf den Arm nehmen wäre in dem Fall wohl keine Option? Ich verstehe durchaus, dass gewisse Eltern auf einen Kinderwagen angewiesen sind, aber wie gesagt, muss es nicht immer das grösste Modell sein. Und dann bitte auch etwas Rücksicht walten lassen. Die Infrastruktur in Zürich kommt auch so schon an ihre Grenzen.

      • Kerstin Moser sagt:

        Ein 3j Kind ist 15 kg bis 18 kg schwer. Meine machte noch 1h Mittagsschlaf. 1h dieses Gewicht in den Armen halten? Und mit den Händen nicht mal Däumchen drehen?
        Ich hoffe, Sie verstehen nun, warum ein 3j einen Kinderwagen braucht?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Würden nicht stehende Passagiere den für Kinderwagen RESERVIERTE Platz blockieren, wären Kinderwagen nicht im Weg, sondern eben an dem für diese bestimmten Platz.

        Was für ein Model von Kinderwagen wählen, geht Sie zudem nichts an.

        Es steht Ihnen auch frei, nach Feierabend bis nach der Stosszeit zu warten (ca 20 h), bis Sie die ÖV nutzen, genauso wie es Eltern freisteht, den ÖV dann zu nutzen, wenn es ihnen gefällt.

      • Sportpapi sagt:

        @Kerstin Moser: Mittagsschlaf in den Stosszeiten? Und selbst wenn, würde dafür ein kleiner Buggy reichen.
        @13: Meine Kinder waren früh (deutlich vor 3jährig) viel mit Trottis unterwegs. Und im Hauptbahnhof dann an der Hand der Eltern.
        Die Frage ist aber berechtigt, welches Gefährt es denn sein soll. Wir hatten auch eine grosse Kiste, tauglich zum Einkauf, Inlineskaten usw. Aber für die Stadt blieb er zu Hause, und höchstens, nicht immer, kam der Buggy zum Einsatz.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Ok. Ich bin kein ängstlicher Menschen, aber das ich hätte mich das ehrlich gesagt nicht getraut. In einem HB war mein Kind sicher „angebunden“ (in meinem Fall seltener im Buggy, häufiger auf meinem Rücken) und das obwohl zwei der drei eigentlich nicht zum weglaufen neigten. Bei dem einen, das dauernd weglief, wäre es eh nie in Frage gekommen. Einmal am HB Basel verloren und erst mit Polizeieinsatz wiedergefunden, reicht mir fürs ganze Leben. Und gerade bei mehr als einem Kind verstehe ich jedes Elternteil, das sich da absichert.
        Ob man aber zwei Kinderwagen besitzt, ist natürlich von diversen Faktoren abhängig (finanziellen Mitteln, Platz, Lebensgewohnheiten, ökologischen Einstellungen etc.), man sollte das nicht als Standard anschauen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Das kann ich gerade gar nicht nachvollziehen. Ich sagte doch, ich nehme die Kinder an die Hand (und habe zwei Hände). Ausserdem eine klare Stimme und Kinder, die zwar gerne weglaufen, aber doch nicht, wenn ich ihnen explizit etwas anderes einschärfe. Ausserdem sind wir in Bewegung beim Umsteigen.
        Aber ja, uns ist an einer grossen Veranstaltung auch mal ein Sohn weggelaufen, weil wir nicht aufmerksam waren. Eine halbe Stunde später haben wir ihn fröhlich spielend einen Kilometer entfernt in einem Stand wieder gefunden. Er weiss bis heute nicht, was denn das Problem war…

      • 13 sagt:

        @ SP
        Ok, und warum fällt es Dir nun schwer nachzuvollziehen, dass es jemand anders empfindet und entsprechend anders handhabt? Ich sage ja nicht, Du seist fahrlässig gewesen oder jeder, der keinen Buggy dabei hat, gefährdet seine Kinder, sondern nur, dass das auch ein Argument sein kann, warum ein 3-jähriges Kind im Buggy sitzt.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ok, ich korrigiere. In dem Fall kann ich einfach nicht nachvollziehen, dass du dich als „nicht ängstlicher Mensch“ bezeichnest.
        Genau gleich wird ja argumentiert, dass Eltern ihre Kinder mit dem Auto in die Schule fahren. Aus Sicherheitsgründen.

      • 13 sagt:

        Ok, aber so ein Schulweg gerade in Quartieren oder Dörfern führt ja selten über einen HB. Ich halte mich nicht für ängstlich. Natürlich ist das relativ, aber nun im Vergleich zu den Eltern in meinem Umfeld. Meine Kinder durften im Schnitt eher früh alleine raus, alleine auf dem Schulweg und sind auch alleine mit dem Velo unterwegs (was die 2-Klass-Lehrerin meines Kindes ständig anprangert, aber ich ignoriere). Bei sehr viel Verkehr inkl. Tram, Bus, S-Bahn sieht die Lage einfach anders aus.

    • 13 sagt:

      @ Peter B.
      Ich denke mitten in der Stadt Zürich zur Rushhour ist so ein Kinderwagen auch eine Frage der Sicherheit. Wir leben ländlich, hatten mit 3 Jahren keinen Kinderwagen mehr dabei, dafür ein Laufrad und/oder Trottinett, aber ein „freilaufender“ Dreijähriger um 17.00 Uhr auf dem Zürcher Bahnhofsplatz fröstelt mich ein wenig. Lieber im Kinderwagen im Tram als ohne unter dem Tram…

  • Rolf Randegger sagt:

    Es geht hier um Toleranz, um nichts anderes. Wer das nicht schnallt, hat ein Charakterproblem.

  • Jane Doe sagt:

    Einer der Gründe, warum wir uns für eine Kita beim Wohnort und nicht beim Arbeitsplatz entschieden haben. Wir sind innerhalb von 10 Minuten zu Fuss bei der Kita.

  • Angela Landolt sagt:

    Sehr geehrter Herr Kohler,ich schäme mich Ihres „unterirdischen“(um den Ausdruck der Autorin aufzugreifen) Kommentars-und Sie sollten es auch tun. Es geht doch letztlich nicht um voll besetzte OeV,arbeitstätige Mütter versus Vollzeitmamis.Ich bin immer wieder ernüchtert, wie wenig Platz Kindern innerhalb unserer ach so kultivierten Gesellschaft eingeräumt wird. Stets wird ihre Anwesenheit von sauren Minen und intoleranten Kommentaren begleitet. Unglaublich. Junge Eltern wissen,wie wenig sich der Tagesablauf oft planen lässt,niemand steigt freiwillig zu Stosszeiten mit Kinderwagen in einen überfüllten Bus. Seien wir im Alltag Kindern und ihren BetreuerInnen gegenüber etwas entspannter und wohlwollender. Zuhause können Sie dann wieder ihre Einsamkeit geniessen.

    • Kerstin Moser sagt:

      Gebau so ist es.
      Es macht mich sehr traurig, wie in der Schweiz auf Kinder und Mütter reagiert wird.

    • Sybille sagt:

      Ich finde, dass die Leute in der Schweiz recht nett mit Kindern sind, werte Damen Landolt/Moser. Mir wurde immer geholfen, wenn ich mit dem kleinen Buggy aus 2. Hand (wir hatten damals nicht viel Geld) in Zug/Bus/Tram einsteigen wollte; als Schwangere bot man mir freundlich Platz an, zumindest in Bern und Genf, wo ich unterwegs war. Oft trug ich das Kind auf dem Arm oder hatte es an der Hand. Jetzt muss ich noch gestehen, dass ich kürzlich jedesmal zusammengezuckt bin, als ich mit Freunden abends gegen 8 im Restaurant war und ein Kleinkind die ganze Zeit über immer wieder schrill gekreischt hat, obwohl man einen sehr grossen Kinderwagen mit viel Krimskrams dabei hatte. Die Mutter sah uns vorwurfsvoll an, dachte wohl, dass wir besser zuhause unsere Einsamkeit geniessen sollten.

      • Sportpapi sagt:

        Danke, Sybille. So erlebe ich das auch. Selbst wenn in Zürich der ganze Hort das volle Tram stürmt, wird das in der Regel mit Gelassenheit und Verständnis aufgenommen.

      • Poison Ivy sagt:

        Wieso soll das nicht mit Ruhe und Gelassenheit aufgenommen werden? Kann man das anders aufnehmen, ausser vielleicht mit Freude?
        Ist das jetzt eine besondere Auszeichnung für die Zürcher?
        Gibt es normalgestrickte Menschen die in dieser Situation nicht mit Ruhe und Gelassenheit reagieren?

      • Sportpapi sagt:

        @Poison: Ja, warum.

  • pepe müller sagt:

    Ich finde diesem Bus-Chauffeur solte man einen Orden geben – oder noch besser den Sitz eines Bundesrates, er wäre besser als jeder der schon dort sitzt oder bald sitzen wird!

    • Kerstin Moser sagt:

      Genau, den Orden könnte man ihm an seinem Brett vor dem Kopf annageln oder vor seinem eisigen Herzen an die Brust heften.
      Im Bundesrat macht er sich besonders gut: die Frauen sind in der Minderheit und alle, die es nun in dieses hohe Gremium geschafft haben – alle Frauen sind Kinderlos. Typisch rückständige Schweiz.

  • Peter Vogel sagt:

    Freitag 16:00 ist ja auch so wenig los im städtischen ÖV, da kann man ohne Probleme mit dem Kinderwagen ca. 5 Stehplätze für sich beanspruchen. Kinder haben ist ja auch so etwas spezielles und gibt einem spezielle Berechtigungen.

  • Peter Werkman sagt:

    Liebe Frau Bornhauser, es wirklich schandhaft das Ihnen niemand zu Hilfe gekommen ist. Die ZürcherInnen sind da leider wirklich in den hintersten Rängen weltweit. Zudem ist es vom Chauffeur unakzeptabel so etwas über den Lautsprecher zu sagen. Ich finde der Chauffeur muss von den Verkehrsbetrieben sanktioniert werden ein „Rüffel“ reicht nicht. Es sollte sich sich persönlich bei Ihnen entschuldigen.

    • Sportpapi sagt:

      Hm ja. Es gibt aber in Zürich auch die Buschaffeure, die alle Fahrgäste freundlich begrüssen und verabschieden, trotz oder gerade im grössten Stress, dem sie ausgesetzt sind.
      Wir Zürcher mögen ja vielleicht nicht besser sein, als andere. Aber das Gegenteil halte ich jetzt auch für ziemlich viel Vorurteil.

  • M. Cesna sagt:

    Wenn der öffentliche Nahverkehr keinen Platz mehr hat für andere als untergewichtige Nadelstreifler u.ä., muss er dringendst ausgebaut werden, auch für Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte, Rollator-Abhängige, Kofferzieher und eben auch Kinderwagen-Benutzer.
    Das wohl fast reichste Land der Welt MUSS für sowas einfach Geld haben.
    .
    Sonst kann es sein, dass ein derart unhöflich Abgefertigte(r) dann halt das nächste Mal doch das Auto nimmt in die Stadt.

  • Yosh Eden sagt:

    Wer arbeitstätig ist und sein Kind vom der Kita abholt hat keinen Buggy dabei, ergo war diese Mutter in det Freizeit zu Stosszeiten in einem pberfüllten Bus. Unnötig. Vorallem aber unnötig sind diese riiiiesen Vehikel. Ich habe selber 4 Kinder, eines davon ein Baby. Mir käme NIE und nimmer in den Sinn solch ein riesen Teil zu kaufen. Ich bestrafe mich ja nur selber damit. Wenn mal ein Buggy benutz wird dann ein möglichst schmaler, kleiner. Aber ich benutze eh fast immer das Tragtuch. Und wenn sie laufen können brauch ich keinen Buggy. Aber ja: ich würde mid Kids eh nicht in der Stadt wohnen. Urban trendy Hippster sein mag lässig sein solange man noch etwas grün ist. Irgendwann wird man erwachsen und merkt, dass man seiner Familie einen Gefallen tut wenn man mehr Raum und Grün hat auf dem L

    • atoba sagt:

      ich habe mein kind immer im kinderwagen bzw. buggy in die kita gebracht und den wagen dann dort lassen können. ihr kommentar stimmt also nicht.

    • Leila Taleb sagt:

      @ Yosh Eden
      Doch natürlich hat man einen Buggy/Kinderwagen dabei, wenn man sein Kind von der Kita abholt. Ihre Aussage stimmt nicht.
      „Urban trendy Hippster sein mag lässig sein…“ stimmt auch nicht. Die Stadt Zürich subventioniert stark Kita Plätze. Bei Schuleintritt hat man einen garantierten Hortplatz sowie wird das Angebot an Tagesschulen ausgebaut. Gewisse Eltern sind auf solche Angebote angewiesen.

      • Jänu sagt:

        Meine Kinder waren während einer Dauer von 7 Jahren in KITAs. Der Kinderwagen konnte immer da gelassen werden.
        Und @Yosh: Bei zwei Kindern und wenn man dann noch einkaufen muss oder sonst etwas zu tragen hat, möchte ich Sie sehen, ob sie das durchhalten (in der Hitze und in der Kälte).
        Zum Artikel: Bin dann halt immer 3km zu Fuss gelaufen 2x am Tag, um mir das Gedränge im ÖV nicht antun zu müssen. Aber man laufe mal mit Kinderwagen oder Buggy durch den abendlichen Fussverkehr, da erlebt man auch vieles.

      • Yosh Eden sagt:

        Ok, dann entschuldige ich mich für diese falsche Behauptung mit dem Buggy nach KiTa (hätte ich nicht für möglich gehalten). Aber klar, jedem das seine. Aber eben: es würdens auch kleinere Vehikel tun. Ich sehe da manchmal riesen Ungetüme. Entsprechend braucht man dann einen SUV um diese Dinger zu verladen. Ich bin auch froh um Rücksicht im Alltag auf mich und meine Kids, aber ich muss auch aufpassen dass ich nicht die Haltung habe, dass alle Menschen auf meine Umstände jede Art (!) von Rücksicht nehmen. Ich habe bspw. Null Verständnis für Leute die mit einem Buggy ins ZüriFest-Gewühl (oder so) stürzen. Oder mit ihren schreienden Kids im Kino oder Restaurant sitzen bleiben. Ich stehe in solchem Fall auf und gehe (öV ist natürlich anders). Wenn jeder etwas Rücksicht nähme ginge alles gut

      • Yosh Eden sagt:

        Das mit den subventionierten Plätzen ist halt so eine Sache. Kann man verschieden sehen. Ich muss das selber bezahlen, stimmt. Daher habe ich mich vor dem Kids kriegen auch gefragt, ob ich mir das leisten kann. Schön wenn eine Gesellschaft solidarisch ist und KiTas mitfinanziert, aber danach den Wohnort ausrichten? Da ist mit wichtiger dass meine Kids Natur erleben (Josefswiese ist KEINE Natur sondern ein überfülltes Reservat), Schulweg durch Feldwege haben, Baumhütten bauen können, skifahren neben dem Haus (ok, kann man nicht überall aufm Land), ein Dorfleben mitbekommen, Niveau in der Schule (dazu gibts Statistiken), Dorfanlässe, Solidarität/Nachbarschaftshilfe (erlebe ich sehr) und sogar die viel kritisierte soziale Kontrolle hat nämlich viele Vorteile (statt anonymes Wegschauen)

      • Leila Taleb sagt:

        @ Yosh Eden
        Je nachdem wo man in der Stadt Zürich wohnt hat es mehr Grünfläche und Wald in Gehdistanz als in kleineren Orten. Wir wohnen in Green City (10 min vom HB Richtung Leimbach). Dort hat es mehr Spazierwege als im Dorf auf dem Land, wo ich vorher gewohnt habe.

  • Ralph Kaiser sagt:

    Falls es Sie beruhigt, ich persönlich nerve mich nicht nur ab Kinderwagen im ÖV zu Stosszeiten. Leute mit Fahrrädern, zwei Riesenkoffern oder dem neuen A3-Drucker aus dem Mediamarkt ernten genauso böse und verständnislose Blicke von mir.

    Das Extra-Augenrollen gibts dann, wenn das Kind die eingepfärchten Pendler beschallt – genau gleich, wie wenn jemand mit dem Smartphone ohne Kopfhörer anfängt, Videos zu schauen oder Musik zu hören.

    • Maria sagt:

      You are a funny one ;-). Als ob man Kinder abstellen könnte, wie ein Smartphone ohne Kopfhörer. Hoffentlich machen Sie nicht irgendwann mal, wenn Sie älter sind, nicht irgendwelche Umstände. Vielleicht, sehr vielleicht haben Sie ja Glück … .

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Ralph Keiser

        Bleiben Sie zuhause, dann müssen Sie sich nicht über die Existenz anderer Leute aufregen.

    • Peter S. sagt:

      Tipp: Einfach lächeln und an was anderes denken. Ist langfristig gesünder, als böse dreinzuschauen und Augen zu rollen.

  • Gret KRAUSE sagt:

    Der Busfahrer hat recht! Kinderwagen sollten während Stosszeiten verboten sein! Die MamaBloggerin verwechselt egoistische Gefühlsduselei mit Empathie! Mütter mit Kleinkindern während Stosszeiten im ÖV sind eine Zumutung!

    • Seppetoni sagt:

      es gibt sogar Väter und Mütter die arbeiten, ihr Kind von der vKita holen und dann den Bus nehmen müssen….

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Liebe Gret, warten Sie doch einfach bis 21.00, um mit den ÖV zu fahren. Dann ist keine Stosszeit und Kinderwagen hat es dann auch keine

      • Peter Keller sagt:

        Nein, Väter sind explizit ausgeschlossen. Ein Grundrecht als Opfer auf Sonderrechte und Spezialbehandlung haben nur Mütter 😉

    • Atoba sagt:

      die stosszeit in zürich dauert etwa von 16 uhr bis 18.30. am morgen etwas kürzer, aber auch recht lang. was raten sie nun also eltern, die z.b. nach der arbeit ihre kinder von der kita abholen und nach hause wollen? oder denen, die einen arzttermin mit ihren kindern am späten nachmittag oder am morgen haben? (diese lassen sich oft nicht aussuchen, man nimmt, was man kriegt). oder sonst einen termin, z.b. auf einem amt, der ihnen einfach zugeteilt wurde? es gibt tausende gründe, warum jemand mit kindern zu stosszeiten unterwegs sein könnte. geht ihre intoleranz auch gegen rollstuhlfahrerInnen? gegen leute mit grossem hund?

      • Iris sagt:

        Nimm ein Taxi. Warum sollen sich egoistische Mütter auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung irgendwelche Sondderrechte nehmen können? Das Kinderproblem kann nicht von den Eltern einfach der Allgemeinheit aufgebürdet werden. Wer Kinder will und gleichzeitig arbeitet, muss sich anders ausrichten als jemand, der ohne Kinder pendelt. Der ÖV ist auf den Alltagsverkehr und die Pendler ausgerichtet. Wer sich da eindrängelt und mit Kinderwagen breitmacht, handelt egoistisch.

    • Andrea Mordasini, 3014 Bern sagt:

      Ihr egoistischer Kommentar gegenüber Mütter mit Kleinkindern im ÖV ist eine Zumutung! Auch Mütter und Ihre Kinder haben wie Sie das Anrecht auf ÖV-Benützung – egal zu welcher Abend-, Stoss-, Tages- oder Randzeit dies nun mal ist. Traurig wie hier drinnen einmal mehr gegen Mütter und Kinder im öffentlichen Raum (ÖV, Restaurants,…) geschossen wird. Jeder Nörgler, jede Motzerin soll sich schämen und sich bewusst sein, dass auch sie mal klein und laut waren und nicht bereits als ruhige, brave, stille und wohl erzogene Erwachsene auf die Welt gekommen sind. Bitte etwas mehr Toleranz, Akzeptanz und Verständnis gegenüber mit Familien und Kindern in der Öffentlichkeit – danke :)!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Atoba

        Ich habe in einer Stadt gewohnt, welche deutlich kleiner als ZH ist und die Stosszeit am Nami beginnt dort um 15h.

  • Warauchmalpapi sagt:

    Provokativ gefragt: warum haben Eltern Kinder, wenn die bereits im Säuglingsalter in die Kita bzw zur Tagesmutter müssen? Sollte man sich aber nicht auch die Frage stellen, warum den überhaupt soviele Mütter noch arbeiten müssen? Könnte es daran liegen, dass es mit einem Salär pro Familie heutzutage halt schlicht nicht mehr geht? Und nein, nicht wegen Luxusferien oder dem neuesten SUV. Sondern wegen den Mieten, KK-Prämien usw usf. Das Wichtigste hier in der Schweiz ist doch die Rendite, immer Mehr und Mehr. Und noch ein paar Milliarden Steuerfranken der „Wirtschaft“ schenken. Da muss ich doch zwangsläufig die Frage stellen, wieviele dieser Mütter gehen Wählen? Einige der obigen Probleme müssten nicht sein, wenn Politik für die Menschen und nicht nur für die Wirtschaft gemacht würde.

    • Leila Taleb sagt:

      @ Warauchmalpapi
      Es gibt auch Mütter, die arbeiten wollen. Ich habe in Chemie promoviert und dadurch einen sehr vielseitigen, fordernden und spannenden Job erhalten. Ich habe auch keine Lust von meinem Mann finanziell anhängig zu sein.

    • Valentin B. sagt:

      Also wenn einem das Leben zu teuer ist sollte man sich überlegen ob es richtig ist jetzt auch noch ein Kind zu zeugen!

    • John sagt:

      Als mehrfacher Vater ist es für mich schlicht Anstand, dass man zu den Hauptverkehrszeiten nicht mit Kinderwagen im ÖV unterwegs ist. Und wenn es sich ausnahmsweise nicht verhindern lässt, dann ist es selbstverständlich, dass man den Kinderwagen im Zug oder Bus rücksichtsvoll zusammenfalten.

      • Leila Taleb sagt:

        @ John
        Ich MUSS jedoch die ÖVs während den Stosszeiten benutzen, da die Kita Bring-und Abholzeiten hat. Das Auto dafür zu nehmen ist nicht sinnvoll. Die Strassen in der Stadt sind dann noch mehr verstopft.

      • San sagt:

        Frau Taleb, jede Kita hat Öffnungszeiten, dass man die Kinder auch vor/nach den Stosszeiten abholen/bringen kann. Man muss halt seine Bequemlichkeit tiefer gewichten als die Rücksichtnahme gegenüber den Mitmenschen.

      • Sportpapi sagt:

        @Leila: Und da braucht es zwingend einen Kinderwagen dazu? Der nicht, wie erwähnt, zusammengefaltet werden kann? Warum?

      • Leila Taleb sagt:

        @ San
        Nein, Ihre Aussage stimmt nicht. Die Bring-und Abholzeiten sind vorgegeben. Ich kann nur im Ausnahmefall (Arzttermin etc) mein Kind später als 09:00 in die Kita bringen. Abholen muss ich mein Kind bis um spätestens 18:30. Später geht nicht, da die Kita um 18:30 schliesst.
        Immer wieder lustig, wenn Leute die keine Ahnung haben, ihren Senf dazu geben müssen.

      • Leila Taleb sagt:

        @ San
        Eine Freundin von mir wurde schriftlich verwarnt als sie ihre Kinder 3-4 mal erst um 09:10 in die Kita brachte.
        Mit Bequemlichkeit hat dies nichts zu tun. In der Kita nehmen die Kinder an Programmen/Projekten teil, die auch ausserhalb der Kita statt finden (Pärke, Museen etc), Pünktlichkeit ist hierbei wichtig.

      • Leila Taleb sagt:

        @ Sportpapi
        Es ist eine Frage der Sicherheit. Meine Tochter (2 Jahre alt) rennt jeweils einfach davon. Da kann ich nicht an der Bahnhofstrasse meinen Kinderwagen zusammenlegen, da wäre sie schon längst unter dem Tram.

      • Papperlapapi sagt:

        @San: Wenn die Kita um 07:30 öffnet und um 18:30 schliesst, der Weg Kita Arbeitsplatz 30 Minuten dauert und ich 8:24 Stunden arbeiten muss, wie soll ich das Kind ausserhalb der Stosszeit in die Kita bringen? Rechnen sie mal!

      • Leila Taleb sagt:

        @ Sportpapi
        Ich arbeite auch in einem körperlichen (sowie geistig) anspruchsvollen Beruf. Nach bin ich am Abend tot müde und kann nicht in einer Hand der zusammengelegten Kinderwagen tragen und in der anderen Hand das sich windende Kind. Nein, das geht definitiv nicht.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Leila Taleb

        Warum rechtfertigen Sie sich für Ihre ÖV Nutzung? Selbst wenn Sie nicht arbeiten, müssen Sie nicht um Erlaubnis fragen, zu welchen Zeiten Sie diese nutzen.

        Die Motzer können frei entscheiden, zu welchen Zeiten diese die ÖV nutzen und sollen ihre Bequemlichkeit tiefer stellen. Es ist nicht verboten, um 17 h nach Büroschluss erst um 22h nachhause zu fahren.

      • Sportpapi sagt:

        @Leila Taleb: Bei allem Verständnis. Aber das ist jetzt ziemlich übertrieben!
        Aber gut, meistens hat es ja Platz, auch in Zürich.

      • Leila Taleb sagt:

        @ Sportpapi
        Was ist übertrieben? Meine Tochter gibt mir die Hand für ein paar Minuten. Danach windet sie sich los. Sie rennt auch gerne weg und kennt keine Gefahren. Das ist keineswegs übertrieben.

      • Sportpapi sagt:

        @Leila: Übertrieben ist, dass Sie offenbar so erschöpft sind, dass Sie nicht mehr ein zweijähriges Kind an der Hand halten können. Und gleichzeitig mit dem zusammengefalteten Kinderwagen in ein Tram einsteigen können.

  • Hans-Jörg Graf sagt:

    Als Grossvater mit Kinderwagen kenne ich 3 Städte: Zürich mit Abstand die unangenehmste, was sowohl die Chauffeure als auch die Fahrgäste betrifft, in Lausanne sind vor allem die Metropassagiere aggressiv. Bern dagegen meine Traumstadt: Chauffeure, die warten, wenn man in der letzten Sekunde mit dem Kinderwagen angerannt kommt, hilfreiche Passanten, die beim Einstieg ins Tram helfen . Es ginge also auch so.
    Schickt die VBZ-Chauffeure zur Ausbildung nach Bern.

    • Maria sagt:

      Mein nächster Städtetrip geht nach Bern :-). Muss ich sehen und spüren dort!

      • Kerstin Moser sagt:

        Ich erlebe Bern + Zürich genau wie Sie. Wobei in Bern grundsätzlich mehr auf andere Rücksicht genommen wird, egal ob mit oder ohne Kind. So erlebe ich es. Der Hinweis mit einem Bern-Zürich Austausch hat mich erheitert, aber eigentlich ist es gar nicht so abwegig 🙂

      • Marty sagt:

        Hoffentlich werden Sie nicht enttäuscht. Es gibt auch in Bern genügend Buschauffeure, die einem vor der Nase wegfahren, besonders gern auf den Linien 11 und 12 (Inselspital, Uni)

  • Tom Gyger sagt:

    Mee too, Emanzipation, gleiche Rechte, Lohngerechtigkeit,….ich bin mit allem deckgleich einverstanden, aber, als Teil der Evolution sollten sich die Frauen endlich von diesem lästigen und umweltfeindlichen Fortpflanzungstrieb entledigen ! Es muss ein Moratorium gegen Kinder her, denn der Planet kann uns ja eh nicht mehr ernähren und wir können Ihnen keine Zukunft mehr garantieren. Dann kommen dazu: Kinderwagen, Buggys, Plastikspielzeuge, Gekreische, Unordnung, Krippenstreit, Schmutz, Luftballons, Elternzeit, Kinderzulagen, KK-Verbilligung,…….eine ellenlange Liste von störenden, unsinnigen, kostspieligen Nebenwirkungen dieser Kinderplage.

    • 13 sagt:

      „ls Teil der Evolution sollten sich die Frauen endlich von diesem lästigen und umweltfeindlichen Fortpflanzungstrieb entledigen..“
      Soviel ich weiss, wurde seit rund 2’019 Jahren keine Frau mehr vom heiligen Geist befruchtet.

  • Francis Lehmann sagt:

    Nett wäre halt mal die Gründe zu erfahren, warum man als Elternteil denn unbedingt mit den sperrigsten aller käuflichen Kinderwagen den Stossverkehr beanspruchen muss, nach meiner Erfahrung oft als Gruppe. Und ich finde nicht, dass man sich hier als Eltern besonders gemieden fühlen muss, da wohl jeder mal dumme Sprüche von Mitreisenden oder schlaue Sprüche von behäbigen Busfahrern gefallen lassen muss. Auf Solidarität von anderen kann ich dann auch nicht hoffen. Pendeln und meine Daseinserechtigung als Reisender sind Kämpfe, die jeder selber austragen muss.

    • Lina Peeterbach sagt:

      Vielleicht weil man auch gearbeitet hat, nun die Kinder von der Krippe geholt hat und jetzt nach Hause möchte?

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Als Mutter kaufe ich den Kinderwagen, der für MICH und mein Leben am praktischtsten ist. Was nützt mir ein Buggy, wenn ich beim einkaufen da nicht einmal eine Schachtel Eier im Korb transportieren kann. Und was heisst hier Stosszeiten. Ab 7h bis 9.30, ab 11.30bis 13.3ü und 3h Nachmittags bis 19.30 h am Abend sind ÖV grundsätzlich voll. Wann soll man denn überhaupt mit Kindern ÖV benutzen?

      Und sowieso: wie sehen Sie es den Müttern an, ob diese nicht nach einem Arbeitstag ihre Kinder von der Kita abgeholt haben?

  • 13 sagt:

    Ich habe eine Weile in Irland verbracht. In Dublin sind die Busse so konzipiert, dass man den Kinderwagen zusammenlegen muss, um ihn zu transportieren und dann meistens noch mit dem Kind in den oberen Stock gehen. Eigentlich völlig unpraktikabel. Wären da nicht die Iren, die keine Mutter (oder Vater) damit einfach stehen gelassen hätten. Ich kann mich an keine einzige Fahrt erinnern, wo niemand den Kinderwagen abgenommen hätte und versorgt, während die Mutter das Kind hält, einem älteren Kind die Treppe hochgeholfen oder ähnliches. In der Schweiz undenkbar.
    Auch wenn ich es (als 3-fache Mutter) nicht ganz nachvollziehen, warum man sich öV und Kinderwagen antut, so muss das in einer Gesellschaft auch Platz haben. Auch wenn Kinder gerade nicht den wertvollen Franken drucken.

    • Martin Frey sagt:

      @13
      „Auch wenn ich es (als 3-fache Mutter) nicht ganz nachvollziehen, warum man sich öV und Kinderwagen antut, so muss das in einer Gesellschaft auch Platz haben.“
      Haha, meine Worte. Auch wenn man das natürlich nicht laut sagen darf. Trotzdem überraschst Du mich erneut, mit dieser Aussage aus Deinem Munde.
      Zum Thema: der OeV in Zürich hat momentan, wie der OeV auch landesweit, noch ganz andere Problem:
      https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/warum-in-zuerich-die-trams-fehlen/story/16918929
      Sowieso muss man sich vielleicht vom „Umsteige-Dogma“ lösen, und einfach mal beginnen, ehrlich zu sein. Denn wenn nur 10% der Leute, die nicht mit dem OeV pendeln, umsteigen würden, würde der OeV gänzlich dekompensieren. 50% Bevölkerungszuwachs innert einer Generation hinterlässt Spuren.

      • 13 sagt:

        „Haha, meine Worte. Auch wenn man das natürlich nicht laut sagen darf. Trotzdem überraschst Du mich erneut, mit dieser Aussage aus Deinem Munde.“
        Warum überrascht? Ich möchte aber hier ausdrücklich richtig verstanden werden: „mit KinderWAGEN“ nicht mit KINDERN. Ich fahre oft und gerne mit meinen Kindern öV, das war auch so als sie noch nicht im Laufalter waren, aber das Tragen ist mindestens da halt ein grosser Vorteil. Dass es nicht immer geht und auch nicht jeder dazu bereit ist, ist halt so und ich finde es im Allgemeinen anmassend von anderen in der Öffentlichkeit zu erwarten, dass sie die gleichen Entscheidungen fällen wie man selber. Ansonsten kann ich zu Zürich wenig sagen (oder lasse es im Bewusstsein um die eigenen Vorurteile lieber 😉 )

    • Martin Frey sagt:

      Dass Zürich entgegen der eigenen Selbstwahrnehmung weder die toleranteste, gastfreundlichste noch rücksichtvollste Bevölkerung dieses Planeten aufweist, ist eine Binsenwahrheit. Aber Kapazitätsprobleme gibt es in allen grösseren Metropolen, und Züri möchte ja auch so gerne eine sein. Dass man es nicht mehr in einen Bus schafft, ist zu Stosszeiten normal. Dann nimmt man halt den nächsten. Oder anders formuliert: Reinquengeln geht nicht, Anpflaumen auch nicht. Mutter hin, Chauffeur her.
      Mit ein bisschen Gelassenheit, gegenseitigem Verständnis und Rücksichtnahme wäre unser Zusammenleben bedeutend leichter, und letztendlich auch stressärmer.
      Aber eigentlich hätte unser Land andere Themen als irgendwelche Befindlichkeitsstörungen. Meine ich zumindest. Gerade auch auf Familienebene.

      • 13 sagt:

        „Aber eigentlich hätte unser Land andere Themen als irgendwelche Befindlichkeitsstörungen. Meine ich zumindest. Gerade auch auf Familienebene.“
        Ich glaube eben nicht, dass das voneinander zu trennen ist. Der Stellenwert, den eine Gesellschaft Familien, Kindern, Eltern zugesteht, zieht sich eben durchs ganze Band durch. Von der Behandlung in der Öffentlichkeit bis hin zu politischen Fragen. „Familie ist Privatsache“ ist ein Statement, der selten in Europa derart ausgeprägt ist wie hier. das schliesst ja nicht jedes Individuum mit ein, aber es entspricht der Mehrheit und das hat Folgen.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Familie ist Privatsache“ stammt als Statement nicht von mir. Aber auch „Staatskinder“ entsprechen nicht gerade meinen Vorstellungen, die irgendwo dazwischen liegen.
        Natürlich hast Du recht mit der Aussage, dass sich ein Stellenwert auf verschiedenen Ebenen durchzieht und auch bemerkbar macht. Trotzdem finde ich nicht, dass man immer eine irgendwie höher gelagerte Verschwörung irgendeines obskuren Systems wittern muss, nur weil man mit dem Kinderwagen keinen Platz mehr findet und das nächste Tram nehmen muss.
        Manchmal arbeitet man sich an gewissen Nebenschauplätzen ab um nicht über andere, relevantere, ggf. unangenehmere Dinge reden zu müssen.
        Kinder- und Familienfreundlichkeit sind schwierig zu objektivieren. Das subjektive Empfinden ist nicht immer eine gute Richtschnur.

      • 13 sagt:

        @ Martin
        Ich habe den Ausdruck nicht Dir zugeschrieben, sondern ganz allgemein. Als „höher gelagerte Verschwörung irgendeines obskuren Systems“ erachte ich das nicht, denn wir sind alle das System. Aber eben alle zusammen. Und gerade heute kann man ja wieder einmal gut lesen, wie mütterfreundlich die Ansichten in einem Familienblog, wo eigentlich zu erwarten wäre, dass die meisten Leser*innen Eltern sind, sind. Zufall? Kaum. Bewegt sich die Gesellschaft, bewegt sich vieles, sowohl die Politik wie auch der Umgang miteinander auf der Strasse. Und wenn viele das Gleiche erleben, ist es nicht „persönliches Empfinden“ und auch kein „Einzelfall“. Erst recht nicht dann, wenn objektive Studien zur Familienfreundlichkeit ja auch kritisiert werden.

      • 13 sagt:

        Aber das ist durchaus nicht nur in der Schweiz ein Thema. Hast Du die Geschichte von Düsseldorf gehört, wo eine Mutter mit 2 Kindern gebüst wurde, weil sie auf der Umweltspur fuhr, die für Autos mit mindestens 3 Personen vorbehalten ist. Ohne über den Sinn und Zweck einer solchen Spur zu diskutieren oder darüber, ob man die Regeln anders hätte machen sollen oder nicht: Der Wortlaut war klar: „Ab 3 Personen!“
        Und nach ihrer Beschwerde streiten sich nun die Stadt und die Polizei darüber, ob Kinder auch „Personen“ sind. Die Diskussion wäre völlig absurd, wenn sie nicht real wäre…

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Das mit Düsseldorf habe ich nicht gehört, kann es aber wirklich kaum fassen… gibt’s denn sowas. Amtsschimmel at its best!
        „Und wenn viele das Gleiche erleben, ist es nicht „persönliches Empfinden“ und auch kein „Einzelfall“.“
        Ja und Nein. Auch wenn viele ähnliche subjektive Empfindungen haben (die völlig legitim sind) muss die Interpretation deswegen nicht unbedingt richtig sein. Insbesondere da die Menschen in solchen Stresssituation typischerweise als erstes die Fähigkeit zur Selbstreflexion verlieren.
        „Erst recht nicht dann, wenn objektive Studien zur Familienfreundlichkeit ja auch kritisiert werden.“
        Ich weiss einfach nicht wie man das bemessen soll. Italienische Kinder zb. dürfen etwas pauschal formuliert überall alles. Trotzdem steht es nicht gut um deren Rechte.

      • Röschu sagt:

        @Martin Frey
        „Das mit Düsseldorf habe ich nicht gehört, kann es aber wirklich kaum fassen“
        Nun bin ich etwas verwirrt. Gerade Sie müssten doch sehr empfänglich für diese (absurde) Diskussion sein, wo Sie doch letzte Woche hier noch lang und breit erklärt haben, dass vorhandene, allgemeine Rechtsgrundsätze (Stichwort: Körperverletzung) nicht auf Kinder anwendbar seien und es deshalb explizite Formulierungen im Gesetz brauche.

    • Niklas Meier sagt:

      Kinder werden doch meist sehr zuvorkommend und freundlich behandelt. Auch, oder vor allem, im ÖV.
      Ich stelle mir nur gerade das Problem vor, die völlig überladenen und für Polarexpeditionen ausgerüsteten Kinderwagen irgendwo verstauen zu wollen, geschweige denn zusammenzulegen?

      • 13 sagt:

        @ Niklas
        Ja, praktisch sieht sicher anders aus. Die Verkehrssituation in Dublin verunmöglicht jedoch grössere Busse oder den Bau einer praktischeren U-Bahn. Die Menschen (meistens Frauen) haben sich halt darauf eingestellt und eher eine Tasche gepackt, als den Korb des Wagens zu brauchen. Ich war da noch kinderlos und erzähle nur aus Beobachtungen.

    • frank sagt:

      solidarität ist keine einbahnstrasse. sie, @13, sind teil unserer gesellschaft, nehmen sie sich an der eigenen nase mit ihrem handeln, anstatt zu denken, sie seien besser als ihre mitmenschen.

      ps. „die iren sind“, „die schweizer sind“: pauschalisierungen solcherart sagen wohl mehr über sie als über die millionen von menschen, die sie beurteilen.

      • 13 sagt:

        @ frank
        Richtig, es ist keine Einbahnstrasse, darum fordere ich Toleranz auch dort, wo es mich nicht betrifft, da ich wie beschrieben mit Kinderwagen mit öV fahre. Pauschalisierungen sind (wie in der Antwort an MF geschrieben) Ausdruck einer gesellschaftlichen Haltung. Einer Mehrheitshaltung. Das betrifft nie jeden einzelnen, sicher gibt es grummelige Iren und familienfreundliche Schweizer, kein Thema. Davon auszugehen, dass aber jeder Mensch völlig frei von der gesellschaftlichen Haltung leben kann, ist ein Märchen.

      • frank sagt:

        @13, toleranz muss man nicht nur fordern. sondern auch leben. gegenüber ALLEN menschen. wird heute gerne übersehen.

      • 13 sagt:

        @ frank
        Toleranz muss man leben, aber es gibt keine Toleranz gegenüber Intoleranz. Gegenüber allen Menschen? Ja. Gegenüber allen Einstellungen? Nein. Wo erleben Sie aber hier, dass ich gegenüber anderen Menschen nicht tolerant wäre?

      • Thomas Baumann sagt:

        @13: Dann fordere ich aber auch Toleranz für „spreading“ (was für ein schrecklicher Ausdruck übrigens). Und es nicht bitte nicht nach dem feministischen 2×2 für eine Verkörperung der Intoleranz erklären: Dass es der Versuch eines wie auch immer gearteten Patriarchats sei, den öffentlichen Raum zu dominieren und den Frauen wegzunehmen. Sondern einfach eine Sitzposition, welche gewissen Personen offenbar Spass macht.

    • Sportpapi sagt:

      @13: „In der Schweiz undenkbar.“ Das entspricht nicht meinen Erfahrungen. Nie bleibt eine Mutter (oder selbst ich als Vater) ohne Hilfe beim Einsteigen, wenn das nötig ist.
      Richtig ist aber, dass sich die Eltern in der Schweiz vermutlich nicht mit eine solchen Situation anfreunden würden. Und man sich als Dienstleistungsgesellschaft in der Schweiz gewohnt ist, möglichst grossen Komfort zu schaffen. Deshalb die Niederflurangebote überall, die sogar im Fahrplan vermerkt werden. Und die Familien- und Spielwagen in der SBB (gibt es das auch sonst wo?), usw.
      Aber im überfüllten Bus ärgert bereits, dass einige ihren Rucksack nicht abziehen. Ja, da wäre es schön, wenn man auch den Kinderwagen zusammenklappen würde. Sicherlich würde das die Situation entschärfen.

      • 13 sagt:

        @ SP
        „Nie bleibt eine Mutter (oder selbst ich als Vater) ohne Hilfe beim Einsteigen, wenn das nötig ist.“
        Wirklich? Nie? Bist Du sicher? Da habe ich schon einiges anders beobachten können.
        Ich wollte mit „undenkbar“ übrigens nicht sagen, dass nie jemand helfen würde, aber dass man sich wohl nicht darauf verlassen könnte und damit wäre es ziemlich unpraktikabel. Vermutlich würden da noch mehr auf Autos ausweichen. Ob es aber die Lösung ist, dass man zwar im Tram gut Platz hat, dieses aber aufgrund der durch Autos verstopften Strassen nicht fahren kann, bleibt dahingestellt.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Doch, auf Hilfe von Fremden kann man sich verlassen, sofern es Leute hat, und man die höflich um Hilfe bittet.
        Ich verstehe einfach nicht, warum man immer die Schweiz und die Schweizer Verhältnisse so schlecht machen muss. Der wesentliche bzw. wirklich nachweisbare Unterschied hier ist ja, dass man in der Schweiz für viel Geld Rollmaterial kauft, das für Behinderte und Eltern mit Kinderwagen den ebenerdigen Einstieg ermöglicht.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Da würde ich nicht darauf wetten.
        Auch wenn es deinen Patriotismus trifft, das ist nun mal die Erfahrung, die andere machen. Ich weiss aus all der Zeit, dass es Dir sehr schwer fällt, nachzuvollziehen, dass andere Menschen anders ticken oder nachzuvollziehen, dass es auch Sachen gibt, die Du so nicht kennst oder dir nicht so vorstellen kannst, hatten wir doch erst vor Kurzem, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es sie gibt.
        Kaum einer hier findet die Schweiz einfach schlecht, sonst würden wir nicht da leben. Im Gegenteil gibt es sehr viele gute Sachen hierzulande, das bedeutet doch nicht, dass man sie glorifizieren muss und so tun, als wären manche Dinge nicht anderswo besser.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Tatsache ist, dass die Schweiz immer wieder als „Steinzeit“, als extrem kinderfeindlich beschrieben wird.
        Und andere Länder diesbezüglich als Paradies auf Erden.
        Wenn das Hand und Fuss hat, bitte. Ich werde doch nicht bestreiten, dass ein anderes Land im einen oder anderen Punkt besser dasteht.
        Interessanterweise ist es aber doch vielfach so, dass es selten konkret wird. Oder dann fragwürdige Indikatoren verwendet werden (z.B. Berufstätigkeit der Eltern als Indikator für Familienfreundlichkeit).
        Konkret: Ich erlebe im ÖV sehr hilfsbereite Menschen, und so wird das hier auch von einigen beschrieben. Und ich finde, die Schweiz ist bei den Fahrzeugen (Niederflur) sehr modern und Kinderwagenfreundlich.
        Mehr nicht.

      • 13 sagt:

        „Interessanterweise ist es aber doch vielfach so, dass es selten konkret wird. Oder dann fragwürdige Indikatoren verwendet werden (z.B. Berufstätigkeit der Eltern als Indikator für Familienfreundlichkeit).“
        Also zusammengefasst, wenn Dir die Indikatoren nicht passen, ist das nicht konkret genug, oder wie? Die Schweiz wird häufig punkto Familienfreundlichkeit in zweierlei Hinsicht kritisiert: erstens die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und zweitens, dass Kinder und Familie im öffentlichen Raum häufig als Störfaktor wahrgenommen werden. Vielleicht noch drittens das Fehlen des Züchtigungsverbotes. Dies im Vergleich zu den Erlebnissen im Ausland. Und da es sich immer wieder um die gleichen Themen dreht, wird es nicht ganz falsch sein. Niemand hat etwas gegen Niederflurtrams.

      • Peter S. Grat sagt:

        Hier wird ja gerade so getan, als sei die Schweiz das einzige Land mit Niederflurtechnik.

        Gibt es im europäischen Ausland ebenfalls.

        Vielleicht ist dies aber einwenig das Problem – zu viel Nabelschau: man rühmt die „Kinderfreundlichkeit“ der Schweiz wegen den Niederflurbussen. Und checkt dabei nicht, dass die z.B. im UK und Deutschland auch gang und gäbe sind. Gehen Sie mal nach Glasgow oder andere Britische Grossstädte – oder hüpfen Sie mal über die Grenze nach D. Ist ja nicht weit von Zürich.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Nö. Ich wundere mich nur über Indikatoren, die meiner Meinung nach so gar nicht zur Hauptaussage passen.
        Eine Politik, die darauf ausgerichtet ist, dass möglichst alle Kinder fremdbetreut werden, halte ich für beschränkt familienfreundlich, und schon gar nicht kinderfreundlich.
        Für die Behauptung, dass Kinder in der Schweiz im öffentlichen Raum häufiger als im Ausland als Störfaktoren wahrgenommen (oder gar verboten) werden, sind mir gerade weder Studien, noch messbare Indikatoren bekannt. Dir?
        Und beim Züchtigungsverbot wäre ja die relevante Frage, ob die Kinder in der Schweiz mehr geschlagen (oder gar gezchtigt!) werden als im Ausland (und wenn ja, in welchem). Auch da habe ich meine Zweifel. Wir brauchen ja nicht nur Symbolpolitik, sondern wirksame.

      • Sportpapi sagt:

        @Peter S. Grat: Eigentlich ist es so, dass mir die klischeehafte Behauptung, die Schweiz sei quasi das kinderfeindlichste Land der Welt, langsam zum Hals hinaushängt.
        Moderne Verkehrsmittel, bei denen barrierefreie Zugänge Standard sind, ist da nur eines der relevanten und messbaren Gegenargumente. Schön, wenn andere Städte das auch haben.

      • Peter S. Grat sagt:

        Dass die Schweiz „quasi das kinderfeindlichste Land der Welt ist“ behauptet hier ja niemand, zumindest habe ich das nicht gelesen.

        Aber klar, wenn Niederflurtrams und eine professionelle Bedienung im Migrosrestaurant die relevanten und messbaren Kriterien der Kinderfreundlichkeit sind, dann sei es so. Dann ist ja alles super bei uns.

        Aber was ist schlecht an externer Kinderbetreuung? Was ist schlecht daran, wenn Familienleben und Beruf vereinbar sind? Habe ich da was verpasst? Warum ist es ein Zeichen von Kinderfreundlichkeit, wenn das Familienleben nicht mit dem Berufsleben vereinbar ist?

      • Sportpapi sagt:

        @Peter S. Grat: Kinderfreundlichkeit misst sich nicht daran, wie wenig Stunden die Eltern mit ihren Kindern verbringen.
        „Dass die Schweiz „quasi das kinderfeindlichste Land der Welt ist“ behauptet hier ja niemand, zumindest habe ich das nicht gelesen.“ Erstaunlich.
        „Dann ist ja alles super bei uns.“ Eben. Aber Sie können ja gerne negative Argumente bringen. Aber bitte nicht nur so Klischees.

      • Peter S. Grat sagt:

        Die Klischees bedienen ja Sie: Fremdbetreuung sei schlecht für die Kinder, ein Staat der Frauenarbeit ermöglicht (z.B. durch vorhandene und dann ev. noch bezahlbare Kitaplätze) sei das nicht familienfreundlich.
        In Australien, UK, Frankreich, Neuseeland gehen die Kinder ab 3 in die Nursery oder Kindergarten und sind vielfrüher fremdbetreut als bei uns. Werden das alles Psychopathen?
        Gut – merken Sie wer hier Klischees bedient?
        Bringen Sie doch mal ein paar fundierte Daten, warum es kinderfeindlich ist, seinem Nachwuchs eine Kita zuzumuten. Kommen Sie, diese Studien können Sie doch sicher auswendig zitieren.

      • Sportpapi sagt:

        @Peter S. Grat: Wo habe ich solches gesagt? Kinder halten einiges aus, die sind durchaus anpassungsfähig. Aber dass in einigen Ländern die Familien praktisch gezwungen werden, ihre Kinder sehr früh und vollständig in Fremdbetreuung zu geben, halte ich nicht für einen Fortschritt betreffend Kinderfreundlichkeit. Bestenfalls kann ich das neutral betrachten.
        Und, nebenbei, auch nicht für einen Fortschritt in Sachen Familienförderung. Dies wäre dann der Fall, wenn Familien unterstützt würden, unabhängig vom gewählten Familienmodell. Damit tun sich aber gerade „moderne“ Menschen offensichtlich sehr schwer.

      • Peter S. Grat sagt:

        Sie haben weiter oben gesagt: Kinder fremdbetreuen zu lassen sei nicht Kinderfreundlich.

        Also: Quelle bitte.

      • Sportpapi sagt:

        @Peter S. Grat: Genauer: Kein Indikator für Kinderfreundlichkeit.
        Was nicht das gleiche ist.

  • Rumon Skog sagt:

    Wer im Stossverkehr in den ÖV einsteigt, soll bitte keinen riesigen Kinderwagen dabei haben, sondern Buggies. Soviel Anstand sollte man haben. Ich stieg mal hinter einer Mutter mit einem Kinderwagen in „VW-Bus-Grösse“ in einen Zug ein. Konnte aber nicht an ihr vorbei. Ich musste wieder raus und wie 10 oder 20 andere Leute zu nem anderen Eingang. Die Frau war auf dem Heimweg und schien mir das Problem auch nicht zum ersten Mal zu haben. Eine Frechheit, dass die nicht einfach wartet bis alle drin sind oder sich einen Wagen zu vorderst oder zu hinterst aussucht. Wenn man dauernd auf solche Eltern trifft, ist es kein Wunder, dass irgendwann mal jemandem der Kragen platzt.

    • Reto Meier sagt:

      Genauso haben wir es gemacht. Null zusätzlichen braucht es dann. Aber heute mit diesen wirklich riesigen Kinderwagen dann noch zur Stosszeit reinzuwürgen. Dann vielfach nicht nur einer, und das Ganze wird ab und zu noch getoppt von faulen Velofahrer und -innen; z.B. so unbewältigbare Strecken mit dem Tram zu meistern vom Stauffacher zum Lochergut..

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Mit einem Buggy einkaufen? Klar: Sie tragen den Müttern sicher die Einkäufe nachhause, weil die NICHT im Buggy verstaut werden können. Zudem sind Buggys nicht geeignet für Bebes, welche noch gar nicht sitzen können und möchte man irgendwo mit Naturstrasse spazieren gehen, haben Buggys zu kleine Räder.

        Dass Mütter sich vorschreiben lassen müssen, was sie für Kinderwagen kaufen und zu welchen Zeiten sie die ÖV benutzen dürfen ist schlicht dreist.

      • Sportpapi sagt:

        @Tamar: „Dass Mütter sich vorschreiben lassen müssen, was sie für Kinderwagen kaufen und zu welchen Zeiten sie die ÖV benutzen dürfen ist schlicht dreist.“
        Weder das eine, noch das andere. Die Frage ist nur, ob es ein Recht gibt, mit riesigem Kinderwagen für das sehr kleine Kind in den überfüllten Zug zu steigen.
        Das Fahrrad würde ich dann nicht mal mitnehmen, wenn ich dafür korrekterweise ein Billet gelöst hätte.

    • Kurt Kobler sagt:

      @Rumon Skog: Buggy oder Kinderwagen ist keine Frage vom Anstand, sondern hängt vom Alter des Kindes ab. Einen Buggy kann/sollte man erst mit 12 Monaten (gewisse Modelle schon ab 6 Monaten) verwenden.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sportpapi

        Buggys sind weder für Bebes, noch für Einkäufe, noch für Naturstrassen geeignet. Also benutzt man für ein Bebe, für den Einkauf und für den Ausflug ins Naherholungsgebiet oder den Hausberg einen geeigneten Kinderwagen, Punkt. Auch nutzt man die ÖV zu Zeiten, wie sie einem in den Tagesplan passen, egal ob für Erwerbstätigkeit oder Freizeit. Ich verbiete Leuten mit Bierwanst auch nicht, während den Stosszeiten ÖV zu nutzen, oder Rentnern, oder Behinderten.

        Anstatt Mütter zu bashen, könnte man sich über freche Kinderlose auslassen, welche in der SBB ein Viererabteil zum Arbeitsplatz umfunktionieren, oder über Leute welche meinen, Handtaschen und Einkäufe hätten Anrecht auf Sitzplätze.

      • Sportpapi sagt:

        @Tamar: Gegenseitige Rücksichtnahme ist keine Einbahnstrasse. Zum Glück treten nicht alle Menschen so auf wie Sie.
        Und nein, es geht nicht um das „anstatt“. Sondern da gilt das gleiche.

  • Gabrel sagt:

    Zusammenfassend: Der Bus ist voll und die Mutter mit Kinderwagen muss auf den nächsten Bus warten – so wie alle anderen Personen auch. Unglaublich aber auch…

    • Atoba sagt:

      ich habe das so verstanden, dass es durchaus noch platz gehabt hätte im bus. dass aber ein paar menschen sich woanders hätten hinstellen müssen und der busfahrer noch ne zusätzliche minute aufs losfahren hätte warten müssen. es steht nicht, dass der bus voll war.

    • Andrea Mordasini, 3014 Bern sagt:

      Das Problem ist aber meistens, dass es eigentlich noch genügend Platz hätte; und zwar in den Zwischengängen. Leider ist es so, dass das „normale“ Fussvolk lieber gedankenverloren in den speziell für Rollstuhlfahrer und eben auch Kinderwagen gedachten/geeigneten Zonen steht statt in den Zwischengängen und so den Kinderwagen unnötig den Platz wegnimmt. Schliesslich können die Fahrgäste ausweichen, Kinderwagen nicht – oder sollen diese etwa aufs Dach, oder was?! Genau so nervig wie diese dummen Blockierer sind die, die „extra“ beim Eingang stehen bleiben, die ewigen Gangsitzer, die den Fensterplatz mit Gepäck blockieren und last but not least all jene, die die Leute nicht aussteigen lassen und „reindrücken“ – da frage ich mich schon, wo da der Anstand und der Respekt geblieben ist.

  • Hans Müller sagt:

    Wer mit dem ÖV fahren muss, ist sowieso gestraft. Da geht es nicht nur um Unpünktlichkeit und unfreundliche Buschauffeure. Schlimmer sind noch rücksichtslose Fahrgäste, die meinen, den ganzen Bus bzw. Waggon an ihrem sinnlosen Handy-Geplapper teilhaben zu müssen. Nicht ohne Grund ist daher für viele Menschen das schlechte Benehmen anderer Fahrgäste ein wichtiger Grund, den ÖV zu meiden

    • Rumon Skog sagt:

      Machen Sie es wie ich. Redet jemand am Telefon laut und lange privates Gelaber, labere ich mit. Schalte mich in die Diskussion ein, mit z.B.: „Du das interessiert mich auch, schalt mal auf Lautsprecher.“ Schätze mal 90% der Gespräche werden dann abgebrochen, massiv leiser oder werden ausserhalb des Wagons weiter geführt.

  • Leila Taleb sagt:

    Da ich 100% berufstätig bin und meine Tochter eine Kita besucht, bin ich jeweils während den Stosszeiten mit den ÖV (Zug, Tram, machmal auch Bus) unterwegs. Mit vielen anderen Eltern mit Kinderwagen kam ich schon öfters ins Gespräch. Diese Eltern waren berufstätig und brachten ihre Kinder in die Kita bzw. zur Tagesmutter. Keine von denen ging Kaffee trinken oder auf den Spielplatz. Es waren verschiedene „Arten“ von Müttern (siehe Kommentar von Niklas Meier um 08:21). Man kann doch nicht anhand vom Erscheinungsbild beurteilen, ob jemand arbeitet oder nicht.

    • Franka sagt:

      Niklas Meier scheint einen 6ten Sinn dafür zu haben, ob eine Mutter vom Käffele kommt oder von der Arbeit. Zumindest bildet er sich das ein. Typisch für jemanden, der bei anderen nur mimimi hört, aber wehe er ist selbst betroffen.

    • Rumon Skog sagt:

      Da geb ich Ihnen echt, die Aussage des Trämmlifahrers ist natürlich völlig deplatziert. Denke aber, dass er halt „Kinderwagen geschädigt“ war. Wie ich auch. Irgenwann platzt halt mal der Kragen, wenn Leute sich dauernd zu Unzeiten mit ihren mega riesigen Kinderwägen in überfüllte Trams quetschen wollen. Mit meinem Klappbaren Buggy habe ich nie ein Problem. Nie. Kind vom Buggy nehmen, in den Bus/ins Tram rein, Kind auf einen Sitz heben, Raus den Buggy holen, zusammenklappen, Rein mit Buggy und neben das Kind setzen oder stehen. Wie gesagt, ich hatte noch nie ein Problem Platz zu finden. Aber musste mehrfach schon leiden weil andere „Kinderbetreuer“ das Gefühl haben ihre riesigen Fahrzeuge im ÖV mitführen zu müssen.

  • Amerigo sagt:

    Es ist zum Glück nur eine kurze Zeit, in der man den richtig grossen Kinderwagen benötigt. Ich musste manchmal Leute echt auffordern, woanders hinzustehen. Von selber kommen die wenigstens auf die Idee, Platz zu machen.

  • Jonas Baumgartner sagt:

    Ich habe irgendwann kapiert, dass ich mich nicht um 17 Uhr mit Kinderwagen in den verspäteten und überfüllten Bus quetschen muss, sondern lieber mit dem Wägeli zu Fuss gehe. Vielleicht gibt es das Znacht dann nicht punkt 18:00:00 MEZ, aber alle sind ein bisschen entspannter. Und die Kinderwagenzeit – seien wir ehrlich – dauert bis maximal 3, danach können die Schnüggels laufen.
    Und wo war jetzt nochmals das Problem?

    • Niklas Meier sagt:

      Herr Baumgartner, wenn Sie zur Stosszeit mit dem 3-jährigen Kind in den ÖV müssen/wollen. Viel Glück. Ziemlich unlustig für das Kind.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Klar, man läuft 7 oder 8km mit den Einkäufen zu Fuss nachhause.

      • Leila Taleb sagt:

        @ Niklas Meier
        Nein, eigentlich nicht. Meine Tochter ist ruhiger, wenn viele andere Menschen noch im ÖV sind. Sie guckt gerne andere Leute sowie Hunde an.
        Schlimm ist es, wenn das Tram leer ist. Sie wird dann sehr schnell quengelig.

  • Thomas Maurer sagt:

    Vollste Zustimmung für den Bus-Chauffeur! Es ist nämlich eine Frechheit sondergleichen von diesen grotesk egoistischen sog. Müttern mit ihren immer grösser werdenden Kinderwagen ganze Trams und Busse zu blockieren. Die sind den ganzen Tag mit ihren Freundinnen am Käffele und genau zur Stosszeit fallen sie dann über den ÖV her. Beweis? Jahrelange Beobachtungen in Zürich. Und es wird immer schlimmer!

    • Leila taleb sagt:

      @ Thomas Maurer
      Beobachtungen sagen NICHTS aus! Haben Sie die Müttern denn gefragt, ob diese berufstätig sind? Gerade in Zürich mit einer flächendeckenden Kinderbetreuung arbeiten viele Mütter (teilweise in hohen Pensen). Ich habe viele Freundinnen, Kolleginnen und Bekannte, die in Zürich wohnen. Alle sind trotz Kleinkinder berufstätig.

  • Martin sagt:

    Was mir auffällt: die Kinderwagen Eltern drängen sich in einen Bus und fahren dann eine Station, meistens knapp einen Kilometer.
    Hey, die Kinderwagen haben Räder! Man muss die Kleinen nicht tragen……. Zu meiner Zeit (als zweifacher Vater) ist man die Kurzstrecke noch den Kinderwagen schiebend gelaufen. Das passt halt leider alles zur schleichenden Faulheit der Bevölkerung. Man braucht ja heutzutage auch ein E-Trottinett zum die 500 Meter von der Busstation nach Hause zu fahren.
    Traurig aber wahr.

  • Andreas Brunner sagt:

    Sorry, aber was hat ein dreijähriges Kind in einem Kinderwagen zu suchen?

    Ab 2 Jahren können Kinder bestens auf eigenen Füssen durch die Welt. Ich sehe das immer wieder im ÖV, Kinder die definitiv selber laufen können, werden von den Eltern in riesigen Wagen rumgekarrt, warum bloss?

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Vielleicht, weil ein dreijähriges Kind nach einem Krippentag müde ist und nicht noch von der Bushaltestelle 1.5 km nachhause laufen kann. Oder es ist krank.

      Fakt: es geht Sie schlicht nichts an, warum ein dreijähriges Kind im Kinderwagen sitzt.

  • Walter Mayer sagt:

    Der Chauffeur hatte Recht. Die Stosszeiten sind täglich bereits schwer zu ertragen. Desto nerviger ist es, wenn gerade Mütter, die diese sensible Zeiten vermeiden könnten, mit ihren enorm platzraubenden Kinderwagen noch die Busse und Trams zustellen. Darum: Nein, es ist nicht der Chauffeur oder die Fahrgäste, die hier kritisiert werden müssen. Es sind diese Mütter, die sich höchst unsozial, egoistisch aufführen und/oder Intelligenz vermissen lassen.

    • Papperlapapi sagt:

      Die Mütter (und Väter) kommen ebenso von der Arbeit und holen die Kinder von der Kita. Intelligenz vermissen lassen die, die das nicht begreifen.

      • Sportpapi sagt:

        @Papperlapapi: Ist das wirklich so? Da, wo ich das täglich erlebte, kamen die Mütter nicht von der Arbeit. Und, ich schrieb es schon am frühen Morgen, stiegen oft nach 500m Fahrzeit wieder aus.

  • Maria sagt:

    Die Tram- und Busfahrer haben eigentlich immer nett reagiert.
    Das Wegschauen der Mitreissenden, wenn man beim Ein-oder Aussteigen Hilfe braucht, oder das Keinen-Platz-Machen-und-angestrengt-auf-das-Smatphone-schauen im Bus kenne ich zur Genüge. Ich fragte bei der ZVV nach, ob man da wie auch in anderen Ländern ein Hinweisschild (z.B. für Schwangere zum Hinsetzen) im Tram/Bus anbringen könnte. Die Antwort war zwar freundlich aber recht deutlich: Nein!
    Bedenklich finde ich auch, dass niemand aufsteht für ältere Leute und andere offensichtlich Hilfebürftige. Die Leute, die von sich aus helfen oder mir geholfen waren, waren meist die Leute mit Migrationshintergrund. Danke all denen, die nicht wegschauen und anpacken, wenn es nötig ist!

    • Reto Meier sagt:

      Tja, es hat sich auch was geändert. Aber auch von der Seite der „Hilfsbedürftigen“. Früher war man dankbar, was ich nicht wirklich erwarte, aber heute wird man sogar, immer häufiger, angeschnauzt wenn man hilft oder den Platz anbietet. Das fängt an mit: „Ich bin nicht behindert, krank …“ oder dergleichen, oder gar „Was wollen sie von mir?“ bis zu „Ich brauche als Frau keine Hilfe von einem Mann.“ Irgendwann vergeht einem die Lust, sich blosszustellen…

      • Maria sagt:

        Bei miir haben sich viele, speziell alte Menschen, dankbar lächelnd gefreut und die Hilfe gern angenommen. Das mich jemand unfreundlich zurückweist, wenn ich jemandem Hilfe anbiete, ist mir 1-2 mal passiert. Das sehe ich dann eher als das Problem der Person, die so unfreundlich ist und nicht als meines. Deswegen alle anderen Personen zu „bestrafen“ und wegzuschauen, ist nicht meine Art.

  • tom schott sagt:

    der ton war sicher daneben, weil der fahrer den müttern ihre (auch harte) arbeit absprach. in der sache hatte er aber recht. es ist rücksichtslos, ohne und erst recht mit einem kinderwagen in einen bereits vollen bus hineinzudrängeln. wer zu spät kommt, soll auf den nächsten bus warten statt die abfahrt des ganzen vollen buses zu verzögern. und speziell mütter: leider haben viele das gefühl, kinder haben verleihe spezielle rechte.

    • Kurt sagt:

      @tom, nebst den müttern haben viele frauen auch ernsthaft das gefühl, ihr geschlecht verleihe ihnen spezielle rechte.

    • Leila Taleb sagt:

      @ tom schott
      Nein, Spezialrechte möchte ich keine. Ich möchte einfach den ÖV benutzen dürfen. Ich verstehe nicht wieso viele Passanten beim Eingang stehen bleiben müssen und somit „Kinderwagenparkplätze“ blockieren.

  • claudi sagt:

    jeder hat heute das gefühl, mehr wert zu sein und mehr privilegien verdient zu haben als andere. alle wollen berechtigte opfer sein. deshalb wird solches gejammere, egal von wem, immer irrelevanter.

    • Peter Müller sagt:

      Das ist so. Und hat mit Muttersein überhaupt nichts zu tun. Wenn ich als Vater mit dem Kleinen unterwegs bin, höre ich genau dieselben Bemerkungen. Aber soweit und zeitgemäss denkt die schreibende Mutter anscheinend nicht.

  • Jänu sagt:

    Nur so als kleiner Zusatz: Das ist mir als Vater, der seine Kinder immer in die KITA gebracht hat, genau so passiert. Das hat gar nichts mit Geschlechtern zu tun. Wenn Leute keinen Platz machten, obwohl sie konnten, indem sie bei der Türe stehen blieben und in die Luft oder heute aufs Telefon blicken, musst man halt etwas lauter rufen: Machen Sie Platz! – Meist reagiert(e) trotzdem niemand.

    • Niklas Meier sagt:

      In den Trams/Zügen in denen ich unterwegs bin, wird immer aufgerückt, spätestens wenn jemand reklamiert. Anstandslos und ohne zu murren.
      Vielleicht ist das ein Problem der Zürcher, jänu?

      • Rumon Skog sagt:

        Nö, Herr Meier, nicht nur in Zürich gibt es das Problem. Leider an vielen Orten im In- und Ausland. In Deutschland bin ich vor vielen Jahren mal auf einen Koffer draufgestanden der den Gang versperrt hat. Da hat der Besitzer reklamiert. Ich einfach nur: „ah sorry, dachte noch warum es hier nen Treppentritt hat.“ Ab und an muss man den Dummen halt mal zeigen was für Trottel sie sind.

      • Sportpapi sagt:

        @Niklas Meier: Das ist auch in Zürich so.

    • Brunhild Steiner sagt:

      … bis es nicht mehr weitergeht und sie realisieren dass nur mit aufrücken und Kinderwagen reinlassen an ein Weiterfahren zu denken ist, dann gehts meist überraschend zackig…

  • odrette sagt:

    Dieser Artikel ist genau das Gegenteil von einem von Ihnen so schön als „mimimi-Mltter-sind-etwas-ganz-Besonderes-aber-alle-so-gemein-zu-uns-Artikel“. Es geht eigentlich nur darum, dass man als Mutter ein normaler Teil dieser Gesellschaft ist und auch dementsprechend behandelt werden möchte.
    Wenn Sie den Artikel zudem richtig gelesen hätten, wüssten Sie nun, dass auch Mütter nicht freiwillig zu Stosszeiten den überfüllten ÖV nutzen. Dies liegt daran, dass wie im Artikel beschrieben, Mütter nicht den ganzen Tag „Pläuscheln“, sondern den ganzen Tag gearbeitet haben, anschliessend das Kind aus der Kita geholt haben und auch irgendwie nachhause kommen müssen.

  • Sportpapi sagt:

    Schon wieder die gleiche Klage? Das Fehlverhalten eines Einzelnen (oder einer kleinen Gruppe) reicht, die ganze Gesellschaft zu kritisieren?
    Man könnte ja alternativ auch mal darauf hinweisen, dass der ÖV immer häufiger mit Niederflurfahrzeugen daherkommt, und diese sogar bei der Anzeigetafel vermerkt werden?
    Und ja, auch ich bin häufig in überfüllten Bussen unterwegs, und freue mich nicht immer, wenn dann noch mehrere Mütter mit Kinderwagen um jeden Preis in den Bus wollen – und ich deswegen den Anschlusszug verpasse. Zumal, wenn diese Mütter dann bei der nächsten Haltestelle wieder aussteigen. Aber das ist einfach so, und Busfahrer müssen professionell agieren.

  • markus kohler sagt:

    ÖV Plätze sind ein rares Gut zu Stosszeiten deswegen muss irgendjemand zurückstehen. Warum nicht die gesunden Girlies mit ihren Luxuskarossen von Kinderwagen. Sie können meistens problemlos zu anderen Zeiten die ÖV benutzen. Sie selbst halten sich für das Zentrum der Welt, das sind sie nicht, Kinder auf die Welt setzen kann jede, die fertil ist. Das ständige Bevölkerungswachstum hat eben Nachteile, die auch von den heiligen Müttern getragen werden müssen.

    • Leila Taleb sagt:

      Sehr geehrter Herr Kohler
      Nein, man kann den ÖV nicht ausserhalb der Stosszeiten benutzen. Die Bring-und Abholzeit der Kita sind während der Stosszeiten (morgens 07:00 bis 09:00, abends 16:30 bis 18:30). Bei Tagesmüttern wird es ähnlich sein. Nach einem harten Arbeitstag möchte man schnell nach Hause und nicht den nächsten oder übernächsten Bus abwarten.

    • Thomas Maurer sagt:

      Sehr guter Kommentar! Bravo!

    • Matthea sagt:

      Ich war und bin kein Grille, und zu Stosszeitn bin ich nur gefahren wenn ich zur oder von der Arbeit kam. Krieg doch selber deine Kinder

    • Irene sagt:

      Tja Markus, so ist es nun mal. Wir gesunden, heiligen Mütter werden dir hoffentlich jeden Tag das ÖV-Leben so schwer wie möglich machen. Weil wir ein gültiges Ticket haben und es unser Recht ist mitzufahren, egal um welche Uhrzeit . Ob es dir nun passt oder nicht…..

      • Rumon Skog sagt:

        Kommt drauf an wie gross ihr Kinderwagen ist. Wenn Sie im Bus soviel Platz benötigen wie 5 Passagiere, dann warten Sie. Ich haben einen klappbaren Buggy dabei wenn ich meine Göttimeitli umherkutschiere und habe nie ein Problem. Der Nachbar hat einen grossen Kinderwagen mit riesen Rädern. Dauernd Probleme für andere. Eine Zumutung. Wer in Stosszeiten Kinderwägen im Grösse eines „VW-Busses“ stösst, muss sich nicht wundern mal warten zu müssen.

    • Valentin B. sagt:

      kohler. Girlies? Das ist jetzt der Brüller schlechthin!
      Nachdem ich ca. 3 mal einem Kind sagte: „Du hast aber ja eine junge Oma“ und mir zischend mittgeteilt wurde das betreffende die Mutter ist, weiss ich das hier in Zürich irgendwas anders läuft.
      Girlies 🙂 Ich hau mich weg!

  • Vreni sagt:

    Wenn der Bus voll ist, ist es dann unbedingt erforderlich, mit Kinderwagen und Kindern einen Zugang zu erzwingen? Es ist viel zu gefährlich. Ein Kinderwagen nimmt viel Platz, das nervt die Leute wenn der Bus schon voll ist. Ueberall dasselbe Problem : zuviele Leute. Die Schweiz ist übervoll.

    • Leila Taleb sagt:

      @ Vreni
      Meistens ist es aber so, dass die Leute Platz machen könnten, dies aber nur widerwillig tun. In den Sänftetrams (Zürich) ist nur ein kleiner Teil Niederflur. Viele junge, gesunde Passanten drängen sich aber dort herein, obwohl es in anderen Teilen des Tram noch genügend freie Steh-und Sitzplätze hätte. Das gleiche ist in der S-Bahn. Alle drängen sich in den vordersten Wagon (Niederflur) herein, obwohl es noch genügend Platz hätte in den anderen Kompositionen. Da komme ich aber mit dem Kinderwagen nicht hinein.

    • Regula Habig sagt:

      Das Argument, die Schweiz sei übervoll, ist lachhaft. In Tokyo fühlen Sie sich auch im Berufsverkehr in der Metro pudelwohl, mit einem Gefühl von Platz und Raum. Und das liegt an der Mentalität der Leute, kein Mensch drängelt oder schubst oder quengelt und mault. Man hält sich an eiserne Benimmregeln, und das führt dazu, dass viel mehr Menschen sich auf viel weniger Raum problemlos bewegen und in Züge steigen können, die auch vollbesetzt sind.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Das ist allerdings neu, und falls es mit Regelmässigkeit geschieht „das ist nicht das erste Mal“ wirklich besorgniserregend, denn Fahrpersonal repräsentiert auch die erwünschten Umgangsformen.
    Problematisch wird es zu Stosszeiten für alle die nicht mehr agil, wendig und ohne Hilfsmittel/Gepäck unterwegs sind, es liegt an uns dafür zu sorgen dass Menschen mit Kinderwagen, Stöcken, Rollatoren evtl in Kombination mit Einkaufswagen/Taschen uä nicht unter die Räder kommen.
    Manchmal rücken die lieben Mitmenschen auch nicht wirklich zusammen, da lohnt es sich das Trittbrett zu blockieren (beim Bus immer wieder auftreten) und ihnen klar zu machen dass es entweder eng wird oder luftig-stillsteht… .

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/
      Ist weit und breit niemand zu sehen der helfen kann (oder will), kommt bei einer Trittbrettblockade spätestens bei Abfahrtzeit der Chauffeur…, auch in leeren Tramwagons bin ich fürs Aussteigen nach vorne gepilgert um zu fragen, ob sie mir helfen könnten falls niemand an der Haltestelle (bei der richtigen Türe…) steht. Das hat immer gut geklappt.
      War ich nicht an Termine gebunden habe ich versucht die Stosszeiten zu umgehen, aber immer ging das nicht, und sobald man beruflich unterwegs ist sowieso nicht.

  • Feldman irene sagt:

    Auch Mütter??? In dieser Gesellschaft ist aber mächtig der Wurm drin!!!! Alle haben rechte mit dem öffentlichen Verkehr zu fahren, und welcher buschaffeur der nicht die Nerven für Kinderwagen hat sollte bei der Post päckli austragen gehen . Ältere, behinderte, schwangere und Mütter mit Kinderwagen sind Bürger mit rechten und Steuerzahler!! Sauerei so etwas!!!

    • Brunhild Steiner sagt:

      Naja, die Post braucht aber auch Nerven für all die nicht so agil-wendig-Schnellen, die nicht umgehend die Klingel beantworten können um das Paket/Einschreiben oä entgegenzunehmen… .
      Respektive, selbst wenn der Einzelne Verträger die Nerven dazu hätte, es wirkt sich sehr ungünstig auf seine Zeiterfassung aus…

  • Niklas Meier sagt:

    Ein weiterer „mimimi-Mltter-sind-etwas-ganz-Besonderes-aber-alle-so-gemein-zu-uns-Artikel“.
    Natürlich ist das alles nicht schön. Aber wenn zu Stosszeiten ein Zug azsfällt und der nächste überfüllt ist lässt sich das nicht ändern.
    Wenn die Klima nicht eingeschaltet wird ist das zu ertragen. Usw.
    Als Erwerbstätiger kann man da wenig beeinflussen.
    Mütter in der Regel die Zeit zu der sie den ÖV benutzen aber schon.

    • Pauline Overath sagt:

      Recht haben Sie.

    • Aquila Chrysaetos sagt:

      Schon mal überlegt, dass es berufstätige Mütter sind welche ihre Kinder in der Kita geholt haben und nun auf dem Heimweg sind?

    • Anna Liebherr sagt:

      Und die berufstätige Mutter?

      • Maura Hanley sagt:

        Meier: Das ist super – eine Picnic-Decke im ÖV!! Das ist ja ein super Gedanke! Werde mir dies zu Herzen nehmen – mit meinen Grosskindern, Velöli, Sandkasten und Picnic-Decke! Ein herrliches Bild!!

    • Mami 14 sagt:

      Schon mal daran gedacht, dass es vielleicht auch Mütter sind, welche nach der Arbeit ihre Kinder aus der Krippe abgeholt haben und auch nur noch nach Hause wollen?!?! Diese Intoleranz gegenüber Mütter ist einfach nur zum Davonlaufen. Mir wurde auch schon gesagt: sie können ja noch ein paar Busse warten, sie waren nicht 8h im Büro. DOCH WAR ICH und nun habe ich noch ein hungriges Kind dabei das auch nur noch nachhause will. Meinen Sie es macht den Müttern Spass zu Stosszeiten in die ÖV zu müssen??

      • Niklas Meier sagt:

        Mami14, dann lesen Sie doch. Ich schreibe extra von Ausnahmen und einem Unterschied von Berufstätigen (auch Müttern).
        Leider kann ich kein Bild anhängen um das Ganze aufzumalen.
        Ja, jede/r kann dann fahren wann er/sie das will, wenn ein Ticket gekauft wurde.
        Ja, es gibt Eltern (nicht nur Mamis) die das Kind nach der Arbeit in der Kita abholen und im ÖV fahren. Das sind aber augenscheinlich nicht die, die man tagtäglich im ÖV so antrifft.
        Ja, man kann nicht alle Termine so legen wie man lustig ist.
        Man kann auch mit gebrochenem Bein immer fahren. Und kann nicht alle Termine legen wie man will. Aber man versucht Stosszeiten zu meiden.
        Auch alte Leute können nicht alle Termine so legen wie sie wollen.
        Aber man muss nicht immer rumheulen.

      • Leila Taleb sagt:

        @ Niklas Meier
        „Das sind aber augenscheinlich nicht die, die man tagtäglich im ÖV so antrifft.“ Doch doch, die arbeitenden Eltern sind während den Stosszeiten mit ihren Sprösslingen unterwegs.

    • Anton sagt:

      Muss natürlich ein Mann bemerken. Sie haben mit Sicherheit keine Kinder oder sind Banker. Rücksichstlos.

      • Niklas Meier sagt:

        Ein absolutes Nonsensargument Anton.
        Nur jemand mit Krebs darf über die Krankheit sprechen? Nur jemand mit Migrationshintergrund über Zuwanderung?

    • Brunhild Steiner sagt:

      Ist das so? „In der Regel“? In welcher Regel denn? Dass diese mehrheitlich keine ausserhäuslichen Termine wahrnehmen? Oder diese ohne weiteres in die nicht-Stosszeiten legen könnten?

      Blöd nur dass es einerseits durchaus lohnarbeitende Mütter gibt, und Arztpraxen, Amtsstellen ua zu üblichen Bürozeiten geöffnet haben und Termine in der stosszeitarmen Zeit meist früh ausgebucht…

      • Niklas Meier sagt:

        Stimmt, es gibt Termine die man nicht selber legen kann. Diese fallen dann aber nicht unter „in der Regel“.
        Fahren Sie aber einfach mal zu Stosszeiten mit dem ÖV. In Basel zB. ist gerade Herbstmesse. Und da fahren Mütter, teilweise gleich im 3er-pack (es gibt da auch Väter, Mütter haben da kein Exklusivrecht), mit Kinderwagen und Kindern zu Fuss im Stossverkehr. Und immer wieder wird sich beschert, dass kein Platz gemacht würde (soll jemand für sie aussteigen?), man die Kinder nicht sitzen lasse usw.. und das jeweils entweder „dezent“ leise zur anderen Mutter, oder direkt als Ansage an alle Passagiere.
        Sie sehen den Unterscheid?

    • Doro sagt:

      Vielleicht arbeiten auch diese Mütter und fahren ebenfalls zu Stosszeiten mit ihren Kindern nach Hause? Ausserdem kostet das Billet immer gleich viel, also dürfen such nicht erwerbstätige jederzeit fahren!

    • Magdalena Junker sagt:

      Ich bin mir nicht sicher, ob es schon bis zu Ihnen durchgedrungen ist. Es soll im Jahr 2019 tatsächlich auch erwerbstätige Mütter geben. Sogar solche, die nach der Erwerbstätigkeit noch Kinder abzuholen haben. Wenn diese den öffentlichen Verkehr in der Rushhour nicht mehr benützen dürfen, löst das aber Ihr Problem auch: Ich bin sicher, es gibt enorm viele Arbeitgeber, die nur darauf warten, dass die Mütter ihre Arbeitszeiten endlich soweit flexibilisieren, dass diese während der Stosszeiten nicht mehr den hart arbeitenden Erwerbstätigen im Weg sind.

      • Niklas Meier sagt:

        Frau Junker, ich schreibe explizit „in der Regel“ und „erwerbstätig“. Ist das auch zu Ihnen durchgedrungen?
        Es geht auch nicht um ein „dürfen“. Ich transportiere auch keinen Kühlschrank mit dem Sackwagen zur Rushhour. Obwohl ich das dürfte.
        Und wenn ich es tun würde, würde ich mich nicht beklagen.
        Schauen Sie sich einfach mal an, welche Art Mütter da zu Stosszeiten mit Sprösslingen im ÖV anzutreffen sind. Das sind nicht die Berufstätigen mit dem Kitakind. In Basel und Umgebung auf jeden Fall nicht.

      • Leila Taleb sagt:

        @ Niklas Meier
        „Schauen Sie sich einfach mal an, welche Art Mütter da zu Stosszeiten mit Sprösslingen im ÖV anzutreffen sind. Das sind nicht die Berufstätigen mit dem Kitakind..“
        Wie sehen Sie das (bwz. an was), welche „Art“ von Müttern nicht berufstätig ist? Sie könnten sich da noch gewaltig täuschen.
        Denken Sie ich bin morgens um 7 mit meinem Kind im Zug unterwegs zum mit Freundinnen zu „Käffelen“?

      • Niklas Meier sagt:

        Sagen wir es so Frau Taleb: Ich kann sehr gut Menschen einschätzen, sonst wäre ich in meinem Job nicht so gut wie ich es bin.
        Natürlich täusche ich mich auch.
        Aber ich würde sage, bei 9 von 10 Müttern (oder Vätern) im ÖV würde ich richtig liegen, würde man sich die Mühe machen das zu überprüfen.
        Aber warum stellen Sie diese Frage überhaupt? Ja, es gibt Eltern die die Kinder nach der Arbeit in der Kita abholen und den ÖV benutzten. Und es gibt Eltern die mit dem Kinderwagen im Zoo waren und zur Stosszeit den ÖV benutzen und eine Spezialbehandlung erwarten. Stellen Sie das in Frage?

      • Leila Taleb sagt:

        @ Niklas Meier
        Gilt das auch für Behinderte oder Ältere im Rollstuhl/mit Rollator? Oder Leute, die in der Freizeit den ÖV benutzen? Sehen Sie das denen auch an, ob die von der Arbeit oder dem Fitnessstudio kommen?

      • Leila Taleb sagt:

        @ Niklas Meier
        Die meisten Eltern mit Kinderwagen in der rush hour bringen oder holten ihre Kinder von der Kita. Es ist immer wieder seltsam, wie gewisse Mitbürger auf die Idee kommen, dass Mütter nicht berufstätig sind und sich erdreisten den ÖV während den Stosszeiten zu benutzen, weil sie sich als etwas Besseres fühlen und eine Sonderbehandlung wünschen.

    • Maura Hanley sagt:

      Meier: Also, Sie glauben, Sie Armer, als Erwerbstätiger hätten Sie alle Rechte im ÖV? Und Mütter (die arbeiten ja nicht, liegen nur faul herum und drehen die Daumen!) haben gefälligst zu warten, bis Sie und alle andern Erwerbstätigen ruhig heimgefahren sind. Nun, das erlebte ich schon im 1978-1982 mit meinen 3 Kindern. Und jetzt erlebe ich es als unfallbedingte Rollatorfahrerin:“ Sie warten! Sie können da nicht mehr rein“! Das hochgelobte Schweizerländli ist noch immer extrem rückständig in Sachen Respekt Müttern, alten Menschen, Kindern gegenüber. Ungeduldig, nicht selten hässig mir gegenüber. Ich begegne diesen Menschen entweder mit Humor, oder mit Wut, je nach dem…. ich schlucke nicht mehr!

      • Niklas Meier sagt:

        Warum so gehässig Frau Hanley?
        Klar dürfen Mütter und alte Menschen (oder junge mit Rollator) zu Stosszeiten in den ÖV. Nur sollen sie dann nicht auf eine Spezialbehandlung hoffen.
        Ich stehe für alte und behinderte Menschen auf, kein Thema. Aber sich beschweren, wenn zu Stosszeiten kein Platz für Kinder und Wagen und Picknickdecke ist, dafür habe ich einfach kein Verständnis.
        Zumal in 90% der Fällen die Fahrzeit gewählt werden könnte.
        Wenn ich mein Fahrrad mitnehmen will, dann nehme ich auch einen Zug der nicht vollbesetzt sein wird.

      • 13 sagt:

        @ Niklas
        Warum stehen Sie denn für behinderte und alten Menschen auf? Ist doch ihr Problem, wenn sie zu Stosszeiten unterwegs sind und keinen Platz bekommen….

        Mir scheint, dass viele Leute völlig vergessen, dass Kinder auch Menschen sind. Darum werden sie mal in die Kategorie „Fahrräder“ eingereiht…

      • Niklas Meier sagt:

        Warum stehe ich für Behinderte (übrigens auch für Schwangerem, bevor da jemand darauf hinweisen muss. Und ja, ich werte Schwangere nicht als „behindert“. Und ja, ich weiss, dass „Behinderte“ politisch nicht mehr korrekt ist und „tangiert“ , „Menschen mit besonderen Bedürfnissen“ etc. viel korrekter ist.)
        auf? Weil ich stehen kann und Schwächere das nicht so gut können? Aber dennoch kann ich es absurd finden, dass jemand (wenn er/sie die Wahl hat und Termine festlegen kann. Und ja, ich weiss, nicht alle Termine sind festlegbar) unnötiger Weise zur Stosszeit in den ÖV einsteigt und sich dann beschwert.
        Und weil eben Kinder Menschen sind, sollte man sie nicht zu Stosszeiten in den ÖV stecken. Alles überfüllt, Gedränge (als Zwerg sind ja alle riesig), nichts zu schauen…

      • 13 sagt:

        „Weil ich stehen kann und Schwächere das nicht so gut können?“
        Richtig. Gleich wie sie ohne Kinderwagen auf die Seite rutschen kann oder es eben einem Single im Normalfall abends weniger drauf ankommt, ob man 30 Min früher oder später heimkommt. Natürlich können Sie es absurd finden, man muss nicht alles gut finden, die Frage ist, ob man trotzdem hilft/unterstützt oder nicht.

    • Lia sagt:

      Herr Meier, Nein auch die Mutter kann sich die Zeit nicht aussuchen an der sie die ÖVs benutzt. Da gibt es der Rhythmus des Kindes, sprich Essen und Schlafen was nicht immer unterwegs geht und auch als Mutter hat man Termine, wie Kinderarzt etc. die man nicht nach Lust und Laune aussuchen kann. Auch die die „Arbeiten“ können ja länger im Büro bleiben, zwingt einem ja niemand um 5 Feierabend zumachen….

    • Thomas sagt:

      Ich wusste gar nicht, dass es extra Mutter-Tickets gibt, die den Müttern die Benutzung der ÖV nur zu Ihnen genehmen Zeiten erlaubt?! Wär ein Ticket hat, darf die ÖV benutzen, wann er/sie will!

    • 13 sagt:

      Mal die andere Seite:
      Als ich kinderlos war, war es relativ egal, wann ich heimkam. Ich konnte ohne Weiteres noch eine Stunde im Büro bleiben oder in der Nähe des Büros zum Sport oder mit Kollegen etwas trinken gehen oder gar etwas essen, war ja alleine auch finanziell eher möglich und somit erst um 20.00 Uhr oder gar später heimfahren. Es wartete ja niemand, ich musste weder rechtzeitig ein Essen auf den Tisch stellen, noch irgendjemanden ins Bett bringen. Sprich, ich war nicht darauf angewiesen zur Stosszeit öV zu fahren. Als Mutter bin ich das aber, egal ob mit Kindern nach einem Arbeitstag, mit Kindern nach Mamitag oder auch als Mutter, die ohne Kinder unterwegs ist, aber zu den Kindern geht.
      Würde das als Argument ziehen, sollten Stosszeiten Eltern vorbehalten sein….

    • Thomas sagt:

      Dummerweise kann man auch als Eltern die Termine nicht beeinflussen und auch nicht die Zeiten, wann man die Kinder in die Kita bringt oder holt (man muss ja nachher zur Arbeit bzw. kommt von der Arbeit). Da landet man in der Stosszeit. Aber es ist so, Zürich hat etwa die Toleranz eines Vorschlaghammers. Und dies unabhängig ob man zu Fuss, im ÖV, mit dem Velo, Auto, Töff oder sonstwas unterwegs ist.

    • Jeanne sagt:

      Herr Meier,sie haben wahrscheinlich keine Kinder und haben nach der Erwerbsarbeit Feierabend!Etwas mehr Verständnis und Gelassenheit würde Allen gut tun!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Niklas Meier

        Niemand zwingt Sie dazu, zu Stosszeiten den ÖV zu nutzen. Nehmen Sie den ersten Bus um 5 zur Arbeit und den letzten um 1.30 nachhause. Es gibt kein Gesetz welches Ihnen verbietet, am Morgen schon Stunden vor Arbeitsbeginn vor dem Büro zu warten und am Feierabend Stunden auf den letzten Bus zu warten und sich bis dahin die Zeit zu vertreiben.

        Jedenfalls haben auch Eltern das Recht dazu, ihren Tag so zu planen wie sie es für gut befinden, oder wie es halt ihre Termine fordern.

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