Wie es wirklich ist, alleinerziehend zu sein

Mamablog

Arbeiten bis zum Umfallen: Freizeit gibt es als alleinerziehende Mutter keine mehr. Foto: Getty Images

Welche Alleinerziehende* kennt es nicht? Jemand aus dem Umfeld sagt: «Weisst du, ich bin ja auch so gut wie alleinerziehend. Mein Mann ist nie da, und wenn er da ist, macht er mehr Arbeit, als er hilft!» Wie soll man auf so was reagieren? Am besten lächeln, tief durchatmen, weitergehen und an etwas Schönes denken. So mach ich es zumindest.

Aus eigener Erfahrung sage ich euch, liebe «So-gut-wie-Alleinerziehende», ihr habt wirklich keine Ahnung, was es bedeutet, ganz allein für die Kinder zu sorgen! Darum will ich das jetzt mal in aller Deutlichkeit sagen. Alleinerziehend sein bedeutet: einen Fulltime-Job haben, mit den Kindern Hausaufgaben machen, Elterngespräche führen, den Haushalt schmeissen, im Sportverein der Kinder mithelfen, Geburtstagsfeste organisieren, Weihnachten feiern und alle Geschenke besorgen, Waldhütten bauen, in der Nacht Monster vertreiben, Prinzessinnenkostüme nähen, den Osterhasen unterstützen, Rechnungen zahlen, das Auto in die Werkstatt bringen, Steuererklärung ausfüllen, Ferien planen, Krankenkassen vergleichen und so weiter.

Bloss keine unvorhergesehenen Absenzen!

Alleinerziehende müssen jede einzelne Entscheidung mit allen daraus resultierenden Konsequenzen ohne Rückhalt vom Partner treffen. Diese Verantwortung können sie mit niemandem teilen. Sie müssen Vater und Mutter zugleich sein. Das ist eine unglaublich grosse Last. Eine Last, die nicht vorübergehend ist, weil der Partner mal eben auf Geschäftsreise weilt. Nein. Alleinerziehend ist man 24 Sunden, 365 Tage im Jahr.

Im Job muss ich als alleinerziehende Mutter mindestens 100 Prozent leisten, da ich sonst Gefahr laufe, als überfordert abgekanzelt zu werden. Inständig hoffe ich, dass die Kinder nicht krank werden oder sich etwas in die Nase stecken; dass sie nicht in eine Schlägerei geraten oder ich sie aus irgendeinem anderen Grund von der Schule abholen muss. Oberste Prämisse ist stets: Bloss keine unvorhergesehenen Absenzen! Diese goutieren weder das Team noch die Vorgesetzten.

Auch dass ich vor der eigentlichen Arbeit bereits zig Diskussionen über kurze Hosen im Winter, Regenstiefel im Hochsommer oder das Tragen von Mützen nach dem Schwimmunterricht mit den Kindern geführt habe, lächle ich mit Vorteil einfach weg, mache den Switch in die Berufswelt und agiere als Businessfrau in meinem Job. Über Mittag erledige ich die Einkäufe oder powere mich im Fitness aus, damit ich nach der Arbeit schnellstmöglich zu Hause bin und das Abendessen bereitmachen kann.

Funktionieren mit leeren Akkus

Es folgen hitzige Diskussionen über unfaire Hortleiter und Turnlehrerinnen, die beim Fussballspiel nicht richtig gepfiffen haben, und die Freundin, die nun doch nicht den vereinbarten pinken Hasenpulli in der Schule getragen hat. Niemand fragt mich: «Wie war eigentlich dein Tag?», oder «Läuft das neue Projekt gut»? Nach der Gutenachtgeschichte wartet die Hausarbeit. An manchen Tagen bin ich dermassen erschöpft, dass ich direkt mit den Kindern ins Bett falle, auch wenn es erst kurz nach acht ist.

Wie es sich anfühlt, wenn ich mit Fieber im Bett liege und niemand da ist, der mich mal als Mami vertritt, oder wenn ich aufgrund einer Reorganisation in der Firma die Stelle verliere und Angst habe, die Rechnungen nicht mehr zahlen zu können, muss ich an dieser Stelle wohl nicht mehr erklären. Denn auch wenn meine Akkus leer sind, muss ich weiter funktionieren. Da ist niemand, der mich in den Arm nimmt, mich tröstet, mich festhält und mir versichert, dass schon alles gut werden wird.

Nun frag ich dich, liebe «So-gut-wie-Alleinerziehende», denkst du tatsächlich, dass dich dein mehr oder weniger bequemer oder oft abwesender Mann nur ansatzweise in die Situation bringt, dich als alleinerziehend zu beklagen?

* Dieser Bericht ist aus der Sicht einer Frau geschrieben, darum wird durchgängig die weibliche Form verwendet. Alleinerziehende Männer sind selbstverständlich mitgemeint.

230 Kommentare zu «Wie es wirklich ist, alleinerziehend zu sein»

  • keller sagt:

    Ich bin froh schreibt jemand mal über den Zustand alleinerziehendemd. Mein Nochmamm wollte die Trennung weil er sich neu verliebt hatte. Der Schock war riesig. Wir waren 18 Jahre verheiratet, nie hätte ich gedacht dass er mich ersetzt. Seit seinem Auszug kämpfe ich für eine Ao aber er will nichts davon wissen. Die vereinbarten We hält er nicht ein. Er sieht unseren Sohn (15) nur wenn es ihm passt. Mein Anwalt meint niemand kann ihn wohl zwingen, aber wo ist die elterliche Fürsorge? Wir wollten beide ein Kind und nun geniesst er das süsse Leben, ich habe den Alltag mit einem pubertierendem Sohn. Warum ist Ao nicht automatisch Pflicht? Es würde so viel vereinfachen…finanziell ist es möglich.Es ist an der Zeit über diesen Zustand zu schreiben. Die Verantwortung liegt immer bei der Mutter,

  • Evelyne sagt:

    Sehr treffend geschrieben!! Gerade kürzlich hat mir genau das eine Mutter gesagt…. ich bin sonst sehr schlagfertig mit Antworten, aber da fehlt sie mir bis heute….
    Danke für diesen Artikel.

  • Klausner sagt:

    Danke vielmals für diesen Blog. Da ich in der beschriebenen Situation jeweils bemüht bin, keine beleidigende Äusserung von mir zu geben oder irgendwie bemitleidenswert zu erscheinen, tut es doch gut zu wissen, dass ich nicht alleine bin.
    Gruss Judith
    Ps: mit xum Glück schon erwachsenen Mädchen

  • Ada sagt:

    Olivia, du spricht mir aus der Seele……..
    So habe ich mich dazumal auch gefühlt. Erst wenn man es selber erlebt, kann man verstehen was es heisst.
    Bravo! Guter Artikel, hat mir gefallen.

  • Brigitte Rapp sagt:

    Ja so ist es. Ich wünsche allen alleinerziehenden Mütter oder Väter viel Energie und vergesst bei allem den Humor nicht zu verlieren.

  • Anuschka sagt:

    Danke für die klaren Worte, die einfach ziemlich objektiv beschreiben, wie es ist, ich würde noch ergänzen: (unausgesprochene) Vorwürfe innerhalb der Familie, ganz generell Schuldgefühle, sich unwohl fühlen in einer Runde Frauen/Familien, die sogenannt intakt oder wenigstens (noch) zusammen sind (auch wenn diese überhaupt keinen Unterschied dabei sehen), neue Partner, die einen lieber ohne Kind wollen (und darum zu wechselnden Partnern werden), es wird nicht zwischendurch auch mal für einen gekocht, ausser man organisiert es, usw. usf. Ich weiss, es braucht immer zwei und in meinem Fall habe ja ich den Schritt unternommen, trotzdem überkommt mich manchmal das Gefühl, allein eine Riesenverantwortung zu tragen: einmal irgendwo auszufallen, geht gar nicht mehr

    • Eva sagt:

      In den Zeitungen lesen wir auch die Schwierigkeiten, seinen Kindern einen neuen „Vater“ zu geben. Meiner Meinung nach ist es besser, die Kinder zuerst zu erziehen und DANN jemanden zu suchen, wenn Sie unbedingt mit jemandem zusammenleben möchten . Ich selbst blieb am Abend zuhause mit dem Kind und habe es nicht bereut. Wenn schon kein Vater dann wenigstens eine Mutter die wirklich da ist am Abend und nicht am Telfon hängt usw.

  • Verena sagt:

    Die Zeilen von Frau Hager berühren mich sehr. Tatsächlich mache ich auch die Erfahrung, dass viele Kolleginnen mit der Aussage kokettieren, sie seien trotz Mann alleinerziehend. Er bringt immerhin das Geld nach Hause, verreist mit der Familie in die Ferien und die beiden Elternteile wechseln sich an den Wochenenden mit der Kinderbetreuung ab. Mir blieb gar keine Zeit, um mich mit anderen Müttern zusammenzutun, zu netzwerken . Ich arbeitete tagsüber, rannte nach der Arbeit zur Krippe, dann nach Hause, um zu kochen und mich um meine Tochter zu kümmern. Ausgehen lag gar nicht drin. Der Vater hatte kein Verlangen, seine Tochter zu sehen, geschweige denn, mit ihr in die Ferien zu fahren. So war ich 7×24 Stunden mal 365 Tage im Jahr voll und ganz allein verantwortlich.

    • Eva sagt:

      ich auch, und es war nicht einfach, niemand hilft uns, niemals versteht uns, wenn wir uns nicht beklagen wollen. Man kann da wirklich von sich ausopfern reden. Man hat die Kinder zu früh, zu jung, man ist nicht reif genug den richtigen Mann auszusuchen der auch Verantwortung tragen kann und will.

  • Gerlinde Kränzlein sagt:

    Bewundernswert, wie Du das alles meisterst. Ich war auch mit 2 Kindern allein erziehend, erinnere mich aber leider an so manche Situation, in der ich ausgerastet bin.
    Den Satz „ich bin ja auch so gut wie alleinerziehend“ konnte ich auch nicht hören, aus den gleichen Gründen, die Du hier aufführst.
    Aber in der Zwischenzeit bin ich froh, dass wir drei es gut geschafft haben.
    Dir wünsche ich weiterhin viel Kraft und Geduld!

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Ich war vom ersten Tag der Geburt meines Grossen „so gut wie“ alleinerziehend. Der Erzeuger meiner Kinder war nicht nur keine Stütze, sondern ein Klotz am Bein.

    Nach fast anderhalb Jahrzehnt anhaltender Demütigung in dem ich belogen, betrogen, bestohlen und kleingemacht wurde, habe ich, nahe am Suizid den Absprung geschafft. Psychisch und physisch am Anschlag war ich schon vor der Trennung. Danach gings es mir immerhin psychisch und finanziell besser.

    Meine Depressionen sind zwar bis heute ein Thema, obwohl ich heute glücklich bin, aber ich habe einen Partner, welcher die Bezeichnung Partner verdient. In den Jahren, seitdem ich mit ihm zusammen bin, wurde ich noch keun einziges Mal im Stich gelassen.

  • Hans Minder sagt:

    Dieser Blog zeigt, wie enorm wichtig die traditionelle Familie für das Gesamtwohl der Menschheit ist. Die unterschiedlichen Auffassungen/Stärken etc. von Müttern+Vätern decken eine enorme Bandbreite von Bedürfnissen der Kinder ab. Die traditionelle Familie ist auch in der Lage, die weibliche/männliche Sichtweise an die Nachkommen weiter zu geben, vom Allgemeinen bis zum Intimen. Somit ist sie ausgewogen, effizient, flexibel, ökonomisch, ökologisch (platz-energiesparend) aber auch demokratisch, konflikt/konfrontationsfähig. Wenn das Familiengefüge durch Starrsinn einseitig gesprengt wird, dann leiden alle und der Agressor gehört gesetzlich bestraft. Ist höhere Macht im Spiel, dann ist der Rest der Gesellschaft zur Mithilfe aufgerufen, genauso wie beim Unfall etc.

    • Klärli Benz sagt:

      Herr Minder, man hat früher bei Scheidungen versucht den „Schuldigen“ zu finden. Diese Praxis wurde abgeschafft. Es ist selten möglich, das Scheitern einer Beziehung eindeutig auf das Verhalten einer der Personen zurückzuführen. Zudem ist eine einseitige Schuldzuweisung der späteren Kooperation nicht zuträglich.

      • Sportpapi sagt:

        @Klärli Benz: Andererseits ist es gerade die Schuldfrage, die im Raum steht, die einvernehmliche Lösungen der Eltern blockieren.
        Nur weil das Gesetz die Frage nicht mehr stellt, heisst das noch lange nicht, dass die beiden Partner sie sich nicht stellen.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        „Andererseits ist es gerade die Schuldfrage, die im Raum steht, die einvernehmliche Lösungen der Eltern blockieren.“
        Wie kommst Du darauf?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Weil es einen Grund gibt, weshalb Eltern nicht miteinander sprechen, nicht zusammenarbeiten möchten. „Auseinandergelebt“ reicht dafür meist nicht.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Rein aus Interesse: Magst Du es auch so, wenn Dir die Leute Deinen Beruf zu erklären versuchen? 😀

      • Hans Minder sagt:

        @Klärli Benz + Martin Frey.
        Wenn man heiratet, dann tritt das Eherecht in Kraft. Dieses regelt jedoch lediglich den Güterstand und das Sorgerecht. Er regelt jedoch nicht die Plichten und Anforderungen an das Verhalten. Ein Arbeitsvertrag sagt, dass z.B. bei Pflichtverstoss (Abwesenheit, Unproduktivität), Vertrauensstöreungen (Verrat von Betriebsgeheimins, Diebstahl), Verstoss gegen Betriebliche Ordnung (Drogenkonsum, Sexuelle Belästigung anderer) dieser gekündigt werden darf. Der Ehevertrag könnte ähnlich aufgebaut werden. Man könnte sich dann von einem Partner, der nicht abwesend/unproduktiv ist, keine Drogen konsumiert, nicht fremd geht, nichts veruntreut, nicht mehr ohne gesezliche Konsequenzen trennen. Somit wüden die Partner bewusster gewählt, wie auch der Kinderwunsch.

      • 13 sagt:

        @ MF
        Sehr 😉

        @ SP
        Ich würde da aber eher auf Existenzängste umd allgemein Zukunftsängste.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Es würde sich doch niemand getrauen, einem Arzt seinen Job zu erklären… Und ich erkläre auch der Juristin nicht ihren Job.
        @13: Existenzängste und Zukunftsängste sorgen dafür, dass sich die Partner nicht einvernehmlich trennen, vielfach zum wirtschaftlichen Schaden von beiden?
        Und auf keinen Fall ist es z.B. der Ärger über den Partner, der fremdgegangen ist? Oder die Trennung beantragt hat, unverständlicherweise?

      • 13 sagt:

        @SP
        Diese Ängste sorgen dafür, dass einvernehmliche Lösungen nach der Trennung oft schwierig sind, da praktisch jede Betreuungsentscheidung finanzielle Folgen hat und man sich allgemein neu finden muss, auch das Kind. Das ist meistens wichtiger als die Frage, warum es zur Trennung kam. Diese ist ja ohnehin praktisch nie von einem „verschuldet“. Es gibt nun mal viele Gründe, warum sie besser sein kann und die meisten Menschen sind auch vernünftig genug, das auch so zu sehen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Es gibt nun mal viele Gründe, warum sie besser sein kann und die meisten Menschen sind auch vernünftig genug, das auch so zu sehen.“
        Als Laie werde ich der Fachfrau jetzt mal nicht widersprechen.
        Die getrennten Paare in meinem Umfeld erzählen allerdings vielfach anderes. Verlassen zu werden ist nicht wirklich schön, und manchmal ist es schwierig zu verstehen, dass man selber auch einen Beitrag geleistet hat. Z.B., in dem man einfach älter geworden ist…

      • Hans Minder sagt:

        @13
        „Es gibt nun mal viele Gründe, warum die Trennung besser sein kann und die meisten Menschen sind auch vernünftig genug, das auch so zu sehen“
        Wirkliche Gründe für eine Trennung gibt es ganz wenige: Gewalt/Delikte, Drogen, Faulheit, Unehrlichkeit/Fremdgehen.
        Dann kommt eine unendliche Liste von Grauzonen: voneinandergelebt, Liebe in Kältestarre, Sehnsucht nach Freiheit/Abenteuer etc. Allerdings treffen treten diese Grauzonen auch bei der nächsten Beziehung ein. Wenn die nächste Beziehung funktioniert, dann lediglich dann, weil die Scheidung ein Reifeprozess war und man anschliessend besser zusammenarbeitet. Also findet man sich nach ein paar Jahren bei jeder Beziehung immer wieder auf Feld „1“. Nur ist es für die Kinder viel besser, wenn man dies ohne Scheidung schafft.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun. Ich weiss bei den allermeisten meiner Fälle gar nicht, wie und warum es zur Trennung gekommen ist. Dies, weil dieser Umstand für die meisten, lange nicht alle, nicht wirklich im Vordergrund steht. Stattdessen geht es um die grosse offene Frage wie weiter. Und die damit verbundenen Ängste, auf beiden Seiten!, die so gross sein können, dass Menschen schwer tun, objektiv nach guten Lösungen zu suchen. Wer wen warum verlassen hat (oder eben die Schuldfrage) ist dabei aber nicht primär wichtig.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich weiss nicht genau, was du arbeitest, und welche Paare mit welchen Fragen zu dir kommen.
        Aber bei den in Trennung befindlichen Paaren, die ich kenne, schwingt die „Schuld“frage bei vielen Entscheidungen mit. Obwohl sich die meisten, den Kindern zu liebe, zusammenreissen und über manchen Schatten springen.
        Ich gehe auch davon aus, dass bezüglich Verweigerung von Unterhaltszahlungen/Alimenten vielfach viel Ärger und Zorn mitspielt, ob zu recht oder nicht.
        Bezüglich Existenzängsten: Diesen könnte man gemeinsam besser begegnen, wenn man sich gegenseitig hilft, ein höheres Pensum zu arbeiten. Aber das bedingt, dass man miteinander kooperieren kann, statt sich abzugrenzen und den Kontakt möglichst abzubrechen.

  • Katharina sagt:

    Ich bin alleinerziehend, hätte es aber nie freiwillig gemacht. Ich kannte Studien, Statistiken, Zahlen und Untersuchungen von den Folgen von Trennungen, hätte daher lieber die suboptimale Beziehung weitergeführt , als das noch schlimmere zu wählen. Allerdings ist mein Ex bei ner Sekretärin schwach geworden und hat alles hingeworfen. C’est la vie. Traurig für die Kinder und mich, aber man kann niemanden zu Rücksicht, Vernunft und Verantwortung zwingen.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Für Kinder ist es suboptimal, in einer nicht suboptimalen Familie aufzuwachsen, in der ständig Streit und Zwietracht herrscht.

      Ich selber bin sicher, dass die Trennung das Beste war, was meinen Kindern passieren konnte und ich bin überzeugt davon, dass meine Kinder weniger gut „rausgekommen“ wären, wäre ich mit ihrem Erzeuger zusammengeblieben.

  • Franziska Gyöngy sagt:

    Ja, ich war jahrelang “so gut wie alleinerziehend”, habe mich dann auch schlussendlich getrennt und gemerkt, dass es keinen Unterschied zwischen vorher und nachher gab., ausser der finanziellen Seite. Aber, ich war trotzdem viel lieber alleine als mit einem Mann zusammen, welcher ein einziger Egoist war.
    Und, bitte keine Verallgemeinerungen, jeder Fall ist separat anzuschauen. Wir sind schließlich solidarische Frauen.!

  • Nicole sagt:

    So ist es und nicht anders! Danke, dass Sie es auf den Punkt gebracht haben. Alle, die nicht Alleinerziehend sind, können hier nicht mitreden, tun es aber, was ich absolut nicht verstehen kann! Ich bin seit dem 3. Schwangerschaftsmonat alleine und sehe mich in Ihrem Bericht wieder! Danke

  • Babebli sagt:

    Ich habe unglaublichen Respekt davor, was Alleinerziehende leisten. Diese Intensität an Arbeit ist wohl kaum mit einem anderen Job vergleichbar! Ich wünsche Ihnen alle Kraft der Welt und hoffe, Sie können irgendwann entspannt und mit Stolz auf das geleistete zurück blicken!

  • Thomas Merz sagt:

    Genau so ist es. – Ich hatte schon immer grossen Respekt für Alleinerziehende – Nach dem Tod meiner Frau erlebte ich aber in aller Deutlichkeit, was es heisst, wirklich allein zu sein. Da kam ich wirklich über Jahre hinweg immer wieder an meine Grenzen.

  • Noemi sagt:

    Ich gebe zu, ich war stets stolz Alleinerziehend zu sein und alles alleine stemmen zu können, selbst wenn ich selber ab und zu am Anschlag war.Ich konnte wenigstens selber entscheiden wie wo was.. Eher habe ich die jammernden Ehefrauen belächelt die ihre Situation mit meiner verglichen haben.. Denn sie sind zu feige etwas zu ändern, und verdrängen dass sie wenigstens nicht auch noch die finanzielle Last haben. Der Artikel ist sehr gut geschrieben, die vielen negativen Kommentare beweisen lediglich das veraltete Weltbild gewisser Personen. Arbeitet man 100% wird man als überfordert oder Karrierefrau abgestempelt, arbeitet man Teilzeit und bekommt genug Unterhalt ist man eine die den Kindsvater ausnimmt, arbeitet man Teilzeit und bekommt Sozialhilfe ist man ein Sozialschmarotzer..‍♀️

  • Nika sagt:

    Wenn frau alles so perfekt machen will, dann ja, dann ist es schwierig. Aber man muss ja nicht alles machen. Man kann auch mal kein Geburtstagsfest machen, die Kinder sich selbst beschäftigen lassen, den Elternabend auslassen, keine Weihnachtsguetsli backen etc. Hängt alles von den Ansprüchen an sich selbst ab. Ich bin auch gut rausgekommen, ohne dass meine Eltern irgendetwas von dem für mich gemacht haben. Take it easier!!

    • Nadine sagt:

      Dann sind wir ja alle froh, dass Sie trotz verpassten Geburtstagsfestli gut raus gekommen sind. Bravo! Andererseits frage ich mich, ob Ihre Eltern dem „ohne irgendetwas von dem für mich gemacht haben“ tatsächlich so zustimmen würden.

      • I. Bühler sagt:

        Ja, liebe Frau Hager, ich war „so gut wie alleinerziehend“. Mein Mann hat mich kein bisschen unterstützt, ich hab alles, was auf Ihrer To-do-Liste der Alleinerziehenden steht, alleine erledigt, und noch mehr (Mithilfe auf dem Bauernbetrieb). Seit der Trennung habe ich mehr Zeit (geteilte Betreuung), gehe 4 Teilzeitstellen nach, damit er mich nicht finanzieren muss und bin trotz allem immer noch für alle Arzt-, Schul-, Sport-, Geburtstagstermine zuständig. Bitte nicht pauschalisieren.

  • Kurt L sagt:

    Frau Hager, sie sehen auf dem Foto jung aus, demzufolge könnte es sein dass sie auch Eltern haben.
    Ich bin überzeugt dass Nanni/Dady sicher freude hätten ihre Kinder mal über das Wochenende betreuen zu dürfen.

    • Fischer sagt:

      Nein, das haben nicht alle. Auch nicht solche, die jung aussehen…

    • Petra Amrein sagt:

      man kann doch nicht die eigenen Eltern dazu verdonnern ständig auf die Kinder zu schauen, die Eltern haben auch ein Leben

      • Lalala sagt:

        Was heisst denn da „verdonnern“.. viele Grosseltern machen das gerne hie und da. Und der Vater sollte zumindest am Wochenende auch Verantwortung übernehmen.

  • Andrea sagt:

    Heute ist wieder einmal so ein Tag, an dem ich mich frage, wieso ich hier eigentlich immer noch mitlese. All diese gehässigen, ignoranten und empathielosen Kommentare frustrieren mich so sehr. Alleinerziehend zu sein stelle ich mir extrem streng vor, genau so wie es die Autorin schildert. Und ich bin sehr froh, nicht in dieser Lage zu ein, bin mir aber bewusst, dass es auch mich und jeden anderen verständnislosen Kommentierenden hier treffen kann.

    • missreview sagt:

      Ich hatte schon erwartet, dass eine Motzkompanie nach dem Motto „selber schuld“ kommen wird, aber das Ausmass und die Ignoranz bis hin zur Verachtung (der fast ausschliesslich Männer..) sind doch etwas unerwartet. Traurig.

  • Andrea sagt:

    Dieser Artikel verärgert mich ein klein wenig, vor allem diese letzte Frage.
    Zum einen möchte ich klarstellen, dass ich mich nicht als „so-gut-wie-Alleinerziehend“ bezeichne und schon gar nicht beklage. Ich habe mich für Kinder entschieden, da gehört das mit allen Konsequenzen nun mal dazu!
    Ich habe auch schon gesagt, ich käme vermutlich alleine (fast) genauso gut zurecht.
    Tatsache ist nämlich, dass ich – obwohl verheiratet (!!) – die meisten der aufgezählten Punkte ebenfalls alleine organisiere und zum Teil auch alleine durchführe. Einziger Unterschied: Am Elterngespräch/Elternabend sind wir zu zweit anwesend, wir fahren gemeinsam in die Ferien (welche ich organisiert habe) und das ist vielleicht der wichtigste Unterschied: Ich kann mich am Abend mit jemandem austauschen.

    • Andrea sagt:

      Jede Mutter leistet enorm viel und es ist absolut unnötig, dass Frauen mit dem Finger aufeinander zeigen und sich gegenseitig schlecht-reden.

    • Klärli Benz sagt:

      Stellen Sie sich einfach vor, sie müssten jede Tätigkeit, die ihr Mann zu Hause verrichtet, zusätzlich zu ihren Aufgaben übernehmen, Sie hätten aber gleichzeitig deutlich weniger Budget zur Verfügung. Zusätzlich würden Sie auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt diskriminiert.

    • Nadine Gerber sagt:

      Dieser Kommentar ist an Ironie kaum zu überbieten. Oder meinen Sie das echt im Ernst? Wenn Sie es sogar schaffen, am Elternabend zu zweit anwesend zu sein, dann sind Sie vermutlich auch ab und zu am Wochenende zu zweit, werden vermutlich finanziell von Ihrem Partner unterstützt und erhalten womöglich am Abend sogar ein bisschen Anerkennung für das, dass Sie neben bezahlter Arbeit, Haushaltsarbeit und Kinderbetreuung noch so viel anderes organisieren können.

  • Pixxie sagt:

    Arbeit und Verantwortung sind das eine und da kann man tatsächlich ein bisschen an der eigenen Einstellung drehen, ich empfehle jeder/jedem Alleinerziehenden (im eigentlichen Wortsinn und abgegrenzt von getrennt Erziehenden – was auch nicht einfach ist und viel Achtung verdient aber hier jetzt nicht das Thema ist), sich coachen zu lassen und Hilfe zu suchen. Richtig schlimm ist die nach wie vor vorhandene gesellschaftliche Ächtung, die heute notabene viel subtiler ist als früher, was aber eigene Probleme mit sich bringt. Dass ich von heute auf morgen eine Mutter zweiter Klasse wurde, weil kein Penis mehr passiv daneben stand, hat mich im 21. Jahrhundert und in einer der liberalsten Städte der Schweiz schon schockiert. Und jetzt bitte alle sofort diese Aussage anzweifeln & damit bestätigen!

    • Nadja sagt:

      Ich denke es gibt auf beiden Seiten „jammeris“!
      Alleinerziehende die jedes zweite Wochenende „frei“ haben, weil die Kinder dann bei Papa sind. Und die „sogutwiealleinerziehenden“ die zwar verheiratet sind, aber der Göttergatte neben der Arbeit auch noch andere „Verpflichtungen“ hat, oder halt manchmal Wochenlang auf Montage oder Geschäftsreise ist.
      Meiner Meinung nach ist jede(r) seines eigenen Glückes Schmied. Und auch wenn man in eine Situation/Lage kommt die man sich nicht selber ausgesucht hat muss man das Beste daraus machen.

  • Valentin B. sagt:

    Ist heutzutage jemand tatsächlich am „Anschlag“ wenn er über Mittag Zeit hat ins Fitness zu gehen?? Die Zeiten ändern sich. Momol.
    Die einzige Erinnerung an meine Mutter ist wie unser (auch schon verstorbener) Vater, mit uns drei kleinen Zwergen an der Hand, eine nicht enden wollende Kollonne von weinenden Menschen abnickte.
    Er hat uns alleine Grossgezogen mit allem was im Artikel beschrieben wird. Am „Anschlag“ habe ich ihn nie erlebt. Er war aber auch zeit seines Lebens nie in einem Fitness.
    Danke Papa. Ich hab dich lieb!

  • Vreni sagt:

    Die Reaktionen der Männer in diesem Forum über Frauen die ihre Kinder zum Nachteil ihres eigenen Lebens und ihrer Gesundheit alleine großziehen, sind zynisch und widerlich. ZYNISCH UND WIDERLICH.

    • Sportpapi sagt:

      @Vreni: Fragen Sie sich denn gar nicht, warum manche Männer das Thema Alleinerziehende Mütter aus einer etwas anderen Perspektive sehen?
      Z.B. aus der Perspektive des Vaters, der aus der Familie praktisch ausgestossen wird?
      Dem der alltägliche Umgang mit den Kindern verwehrt wird, und der dafür Klagen von Frauen hört, wie anstrengend es ist, alles allein zu managen?
      Sollte es so sein, Vreni, dass all diese Mütter die Kinder „zum Nachteil ihres Lebens und ihrer Gesundheit“ allen aufziehen: Warum verzichten dann nicht mehr Mütter auf die Obhut? Warum die vielen Sorgerechtsstreitereien?
      Nur schon der Begriff „Alleinerziehend“ ist angesichts der eigentlich vorgesehenen Norm des gemeinsamen Sorgerechts eigentlich in den meisten Fällen verfehlt.

      • Evelyne sagt:

        Sorgerecht und Obhutsrecht ist nicht dasselbe. Wir haben das gemeinsame Sorgerecht.
        Er will die Kinder „nur“ jedes 2. Wochenende und 4 Wochen Ferien. Er sagt er arbeite 100% und mehr geht nicht. Ich arbeite 70%. 3 Tage in der Woche und an den Wochenenden bei denen die Kinder beim Vater sind. Ich probiere Überzeit zu machen, damit ich irgendwie die Ferien abdecken kann. Vom Vater wird einzig verlangt das er die Kinder jedes 2. Wochenende übernimmt und 2 Wochen Ferien. So will es das Schweizer Gesetz. Er ruft ausser an Geburtstagen nie an und interessiert sich gar nicht für den Alltag der Jungs. Am Papa WE liefert er sie bei den Grosseltern ab. Trotzdem hat er gleichviel zu sagen wie ich…. Elternabend, Schulveranstaltungen usw. ignoriert er.

      • Sportpapi sagt:

        @Evelyne: Eben, das aktuelle Gesetz sorgt für einen absoluten Missstand. Mal in diese, mal in die andere Richtung.
        Richtig wäre, dass die Kinder, ihre Versorgung und Erziehung die Aufgabe beider bliebe, und sich weder eine/r entziehen kann, noch eine/r das einfach unterbinden.

      • 4000 meters above sealevel sagt:

        Gemeinsames Sorgerecht bedeutet ja nicht automatisch alternierende Obhut. Und diese macht ja nicht immer Sinn.

        Einige die hier mitdiskutieren scheinen den Unterschied nicht zu kennen. So kann man das gemeinsame Sorgerecht haben, aber aus was für Gründen auch immer ist ein Elternteil mehr oder weniger alleinerziehend.

    • Evelyne sagt:

      @sportpapi: das ist absolut richtig und erstrebenswert!

  • Sabrina sagt:

    Vielen Dank für diesen ehrlichen und tollen Bericht.
    Endlich jemand der mich und meine Situation versteht.
    Jetzt fühle ich mich nicht mehr so alleine in der Welt.

    • Alexandra sagt:

      Stimme ich zu! Du bist nicht alleine, es geht mir auch so. Dieser Artikel war genau auf den Punkt – ich musste vor allem lachen mit den Kleidern, Shorts im Winter, Stiefel im Sommer… 😀
      LG

  • Pia sagt:

    Ja, alleinerziehend sein und daneben einen Vollzeitjob ist sehr anstrengend. Ich war fünf Jahre in dieser Situation. Was ich daraus gelernt habe: Sorge für dich selbst so gut wie du deine Kinder umsorgst, denn die Kinder haben nichts davon, wenn die Mama ausgebrannt nur noch wie ein Roboter funktioniert. Folgendes hat mir geholfen:
    – ab und zu einen Tag frei nehmen, während die Kinder in der Schule/Kita sind und diesen geniessen (ohne Haushalt etc.)
    – mit Frauen in ähnlicher Situation vernetzen, Kinder mit Gspänli in die Ferien schicken bzw. mitnehmen und sich bei unvorhergesehenen Abwesenheiten helfen und sich über all die grossen und kleinen Probleme austauschen
    – Geburtstagspartys auf einen kleinen Rahmen mit wenig Aufwand
    beschränken, Kostüme kann man auch kaufen

    • Irene sagt:

      für all dies braucht es eben Zeit ! Um mit anderen Mütter zu „vernetzen“ muss man ausgehen, muss man Zeit haben. Ab und zu einen freien Tag nehmen ? Und im Büro sagen man sei Krank ? Auf keinen Fall.

      • Sarah sagt:

        Im Büro freinehmen—> Ferientage, Überstunden abbauen??? Wer sagt was von krank?
        Vernetzten—> kannst du auch mit Kindern und integriert im den Alltag.

        Aber jeder, wie er will.

      • Sportpapi sagt:

        Sich mit anderen Müttern/Vätern zu vernetzen heisst in erster Linie mal, an Anlässen teilnehmen, wo Eltern und Kinder sich treffen.
        Und davon gibt es ja ganz viele, tagsüber und auch abends oder am Wochenende.
        Oder man geht einfach mal mit den Kindern auf den Spielplatz, und spricht mit anderen Eltern.

  • Anne-Sophie sagt:

    Anscheinend gibt es im MB viele frustrierte Menschen,sonst würde man sich nicht so herablassend und negativ über Alleinerziehende äussern.Man muss schon sehr unzufrieden im Leben sein.Es gibt immer schlimmere Situarionen,aber muss man immer Vergleichen,anstatt sich gegenseitig zu helfen?

  • Hans Kast sagt:

    Liebe Frau Hager!
    Ich war fast 10 Jahre alleinerziehender Vater von 3 Söhnen mit 100% Job. Alimente von der Mutter NULL.
    Was sie beschreiben habe ich alles auch gemacht, ohne Hilfe! Die Begeisterung hielt sich in Grenzen, ich hatte aber keine andere Wahl. Der kleine Unterschied, es wäre mir nie in den Sinn gekommen, zu jammern!
    Allerdings über Mittag ging ich nicht einkaufen, sondern raste nach Hause und haute einen Dreigänger auf den Tisch …
    Jeden Tag!
    Wie ich das gemacht habe? Keine Ahnung, ich staune 20 Jahre danach selbst.

    • maia sagt:

      Frau Hager jammert doch überhaupt nicht! Sie beschreibt nur wie wie es ist – genau so wie sie selber hier beschreiben wie es bei Ihnen war.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Tja, entweder hatten Sie keinen Arbeitsweg und drei Stunden Mittagspause, oder Ihre täglichen „Dreigänger“ bestanden hauptsächlich aus Fertigfood, oder Sie sind ein Zauberer

      Ich jedenfalls hätte in einer Stunde Mittagspause nicht nachhause gehen und kochen können und schlussendlich gibt es auch Jobs, welche nicht im Bürostuhl stattfinden und man die Pausen benötigt um sich hinzusetzen.

  • Pusteblume sagt:

    Ich möchte Ihren Beitrag nicht kleinreden. Aber ich hatte es mir schon noch etwas dramatischer vorgestellt. Immerhin scheinen bei Ihnen keine existentiellen finanziellen Probleme vorzuliegen und Sie schaffen es immerhin einmal die Woche ins Fitness.
    Umgekehrt müssen Sie aufpassen, dass Sie nicht die „Alleinerziehend-mit-Mann“-Frauen vorverurteilen. Was wissen wir schon, was hinter der vermeintlich tollen Fassade vor sich geht und ob die Frau neben der Familie nicht noch ihren Mann mitmanagt. Ich bin selber eine Angehörige eines Partners mit einer ADHS-Beeinträchtigung und ich kann Ihnen versichern, dass ich all die Sachen, die Sie beschreiben, trotz Mann im Haus, auch mache. Zusätzlich coache ich aber noch meinen Mann.

    • Esther Schmid sagt:

      Ich finde ihren Input wertvoll. Es gibt viele Familien, welche auch aufgrund psychischer Erkrankungen Ähnliches durchmachen und wir Frauen als Familienmanagerinnen den Grossteil der Arbeit & Mental Load tragen.

      • PhunkyMonkey sagt:

        Ja, die gibt es. Ihr Post an sich ist ebenfalls sehr wertvoll. Er hat einen kleinen Mangel, er dürfte ruhig Geschlechtsneutral gehalten sein. Ich kenne genau 2 Fälle, die umgekehrt laufen. Er 100% Angestellter in einer Firma. Abends und am Wochenende 100% Erzieher und Famillienmanager. Frau(en) total überlastet und der Situation nicht gewachsen.

  • Theres Schmid sagt:

    Warum gibt es so viele Alleinerziehende?

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Weil man heute nicht mehr mit einem Partner/in zusammenbleiben muss, der/die ein …… ist.

    • MiShee sagt:

      Weil das System so viele Arbeitsplätze generieren kann aus Trennungen. Trennungen rentieren. Leider.

    • Sportpapi sagt:

      Das ist die richtige Frage!

    • Widerspenstige sagt:

      Warum? Weil sie endlich nicht mehr länger in einer unbefriedigenden Beziehung ausharren müssen und sich wehren können. Das ist besserer Bildung und entsprechenden Gesetzesänderungen zu verdanken.

  • maia sagt:

    Wo im Artikel wird „gejammert“ – ich kann nichts davon lesen. Ich lese nur, wie das Leben so als Alleinerziehende ist.

  • Martin sagt:

    Interessant, dass die Mehrheit der Kritiker dieses Artikels Männer sind. Das werden diejenigen sein, die bei der Erziehung allfälliger Kinder höchstens aus der Ferne beteiligt waren.
    Jammern tut der Artikel auch nicht. Ein bisschen Provokation, aber das hat noch nie geschadet. Denn, als alleinerziehender Mann wurde ich oft bewundert, während alleinerziehnenden Bekannten höchstens leichtes Mitleid entgegengebracht wurde.

  • Dilek sagt:

    Natürlich verdienen Alleinerziehende unseren Respekt, aber was die Fast-Alleinerziehenden eigentlich sagen wollten, ist: Viele Göttergatten kümmern sich kaum um so wenig glamouröse und gratis zu erledigende Dinge wie Haushalt und Betreuung der Angehörigen. Wenn sie dann mal was machen, dann lausig, was die Frau noch mit Dankbarkeit hinnehmen sollte. Der Herr selbst bewertet seine bescheidene Arbeit selbstverständlich als hochwertig und toll, er als Boss würde aber so einen Mitarbeiter sicher schassen! Sport, Spielsachen für sich shoppen, in der Digitalen Welt abhängen, sind halt soviel cooler. Im Haushalt gibts selten Gleichberechtigung, falls man sie durchsetzen möchte, gibts ständig zermürbenden Krach, DAS war die Message und nicht das Abwerten von Frau Hagers Leistung.

    • tststs sagt:

      Also moment mal, ich bin sonst auch nicht dafür, ein Leid gegen das andere auszuspielen. Aber wenn jemand Arbeitsteilung beschliesst, dann ist es ziemlich logisch, dass einer AlleinERZIEHER und der andere AlleinVERDIENER ist.
      Hager und Co sind dies aber in Personalunion.

      • Sarah sagt:

        Nein! Warum steht dem Mann ein Feierabend zu, wenn die Frau dann noch den Haushalt machen muss, wenn die Kinder im Bett sind oder am Wochenende?

        Wenn wir die Begriffe, die Sie verwenden, ganz korrekt anwenden wollten: Frau erzieht, man verdient—> beide putzen und managen den Haushalt als Ganzes. Warum gehört der Haushalt, den der „Verdienende“ ebenso verursacht, wie der Erziehende, in Ihrem Verständnis des „Erziehenden“? Sehr unlogisch.

      • Sportpapi sagt:

        @Sarah: Keine Ahnung, worauf Sie hinauswollen. Mann kann Arbeitsteilung beschliessen, das sollte aber natürlich für beide Seiten fair sein. Und es ist klar, dass meist neben Kinderbetreuung auch noch Haushaltsarbeiten Platz haben.
        Und manchmal hat der Mann dann Feierabend, und die Frau ist noch an der Arbeit. Weil sie z.B. tagsüber in der Badi war. Ist ja das schöne, wenn man keinen Chef hat, dass man sich die Arbeit selber einteilen kann.

      • 13 sagt:

        @ SP
        „Und manchmal hat der Mann dann Feierabend, und die Frau ist noch an der Arbeit. Weil sie z.B. tagsüber in der Badi war.“

        War denn die Frau alleine in der Badi?

        (Meine Kinderbetreuung geht auch mit den Kindern in die Badi, aber es kam mir bisher nicht in den Sinn, dies nicht zu der Arbeitszeit zu zählen)

      • Sportpapi sagt:

        @13: War sie vielleicht, ja. Oder im Fitness. Schliesslich sind die Kinder auch mal in der Schule.
        Oder es war der Wäschetag, an dem ein Badibesuch nicht vorgesehen ist.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Mit Schulkindern verstehe ich das Argument noch, wie vei da ka die allermeisten Frauen kicht nur zu Hause sind. Mit Kleinkindern sieht es anders aus. Und wer bestimmt, dass das der „Wäschetag“ ist?

  • Florian Müller sagt:

    Ergänzend müsste im Mamablog das Leben des Wochenend- und Ferienvaters erzählt werden. Während 10 und mehr Jahren stehen für diese Männer mindestens jedes zweite Wochenende und jede Ferien die Kinder im Mittelpunkt, täglich während 24 Stunden. Die Sorgen um das Wohlergehen der Kinder, die die Mutter über längere Zeit verteilen kann, kommen da geballt.

    • 13 sagt:

      @ F.M.
      „Die Sorgen um das Wohlergehen der Kinder, die die Mutter über längere Zeit verteilen kann, kommen da geballt.“
      Und Sie glauben ernsthaft, dass das bei einer vollzeitarbeitenden Mutter der Fall ist? Glauben Sie mir, da ist diese Ballung, die Sie beschreiben jeden Abend da und auch das Wochenende. Egal wie müde man vom Arbeitstag ist. Da kommt man nicht so schnell zum Durchatmen….
      (was jetzt nicht heissen soll, dass ein Bericht eines Vaters, der die Kinder nur am WE sieht, nicht lesenswert wäre….ob aber bei ihm derart viel Kritik, warum er denn getrennt sei, kommen würde?)

      • Sportpapi sagt:

        @13: Du kannst sicher sein, dass jeder Vater, der hier berichtet, darüber schreiben würde, warum er getrennt ist. Und wenn er die Familie selber verlassen hat, würde vermutlich auch Kritik kommen.
        Hier wissen wir nichts Genaues. Aber die Tatsache, dass nicht erklärt wird, warum die Frau Alleinerziehend (und verdienend?) ist, spricht ja auch für sich.
        Wäre der Vater der Kinder verstorben, wäre es sicherlich erwähnt worden.

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        „Hier wissen wir nichts Genaues. Aber die Tatsache, dass nicht erklärt wird, warum die Frau Alleinerziehend (und verdienend?) ist, spricht ja auch für sich.“
        Weshalb? Ich weiss jetzt nicht genau, was Sie hier suggerieren wollen, aber spielt das WARUM überhaupt eine Rolle, wenn es in einem Beitrag darum geht, WIE sich das Leben als alleinerziehende Person so anfühlt?
        Wenn ich mir die Kommentare so anschaue, kann ich sehr gut verstehen, dass die Dame sich über zu Privates nicht auslassen möchte.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: „Spielt das WARUM überhaupt eine Rolle, wenn es in einem Beitrag darum geht, WIE sich das Leben als alleinerziehende Person so anfühlt?“
        Natürlich spielt es eine Rolle, ob man alleinerziehend ist, weil man genau das sein will und alles unternommen hat, um es sein zu können, oder ob man es ist, weil das Schicksal das so gewollt hat.
        Jede/r hier fühlt mit der Wittwe (oder dem Wittwer) mit, die allein mit den Kindern ihr Leben organisieren muss.
        Aber nicht mit der Frau, die den Vater der Kinder selber aufs Abstellgleis geschoben hat.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Florian Müller

        Und beim alleinerziehendem Elternteil ist das im besten Fall jeweils 12 Tage am Stück geballt, aber in der Mehrheit wohl eher 30 Tage oder über Monate, weil die wenigsten Eltern ohne Obhut sich wirklich regelmässig um die Kinder kümmern. Meistens werden die Kinder um Hobby, Verein und neue/n Partner/in herumorganisiert. Da bleibt halt nicht mehr viel Zeit fürs Kind.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Also sagst Du damit eigentlich nicht, dass es für den Alltag eine Rolle spielt, warum sie alleinerziehend ist, aber falls sie „den Vater der Kinder selber aufs Abstellgleis geschoben hat.“, dann verdient sie zusätzlich noch eine gesellschaftliche Ächtung, wobei für es für diese ausreicht, dass sie nichts dazu sagt, um sie schuldig zu sprechen? Interessant.

        Ich bleibe aber lieber dabei, dass es uns a) nichts angeht, b) es für ihren Alltag als alleinerziehend absolut unerheblich ist und c) es bei einem Vater, der einfach dazu nichts sagt (auch wenn Du behauptest, dass es das gar nicht gibt), automatisch davon ausgegangen wäre, dass er „aufs Abstellgleis geschoben wurde“, was auch immer das heissen mag.

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        Sie unterstellen hier wieder ganz massiv. Dabei lautet der Titel „Wie es wirklich ist, alleinerziehend zu sein“ und nicht „Wie es wirklich dazu kam, alleinerziehend zu sein“. Wenn es in einem Beitrag darum geht, wie es einem Opfer einer Vergewaltigung geht, dann ist eigentlich auch nicht die erste Frage, was die Frau anhatte, ob sie betrunken war und in ein fremdes Auto stieg. Ausser man sucht aus Prinzip und Gewohnheit immer einen Schuldigen, um ein bisschen victim blaming zu betreiben.
        Sie wissen nichts von der Frau ausser das, was Sie uns mitteilt. Sich trotzdem darüber auszulassen, und Dinge suggestiv in den Raum zu stellen, halte ich für sachfremd (weil das Thema ein anderes ist), empathielos und selbstgerecht.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Von gesellschaftlicher Ächtung war bei mir nicht die Rede. Und „schuldig sprechen“? Scheint irgendwie deine Lieblingskategorie zu sein.
        Weisst du, wenn wir uns an dein a) halten könnten, dass es uns nämlich nichts angeht, dann könnten wir die Diskussion gleich beenden.
        Andererseits wurde der Beitrag mit einer bestimmten Motivation geschrieben. Offenbar soll es uns etwas angehen.
        Andererseits ist die Gesellschaft ja längst involviert, weil wir über Sozialhilfe etc. die Nöte der Alleinerziehenden mittragen. Und immer wieder aufgefordert werden, mehr zu helfen.
        Ich bleibe dabei – die erste Verantwortung für die Erziehung und Versorgung von Kindern liegt bei deren Eltern. Bei beiden. Und „Alleinerziehend“ sollte der absolute Ausnahmefall, nicht die Regel sein.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Ist doch schön, dass Sie wieder einmal einen Link zum Victim Blaming und zu Vergewaltigungen herstellen können, auch wenn ich den Zusammenhang gerade nicht sehe. Woher stammt Ihre Faszination für dieses Thema?
        Ansonsten: Dann einigen wir uns darauf, dass wir nur die halbe Geschichte kennen.

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        Ich erkenne Muster, wenn ich ihnen begegne. Das ist nicht zuletzt Teil meines Berufes. Dass die Protagonisten das oft anders sehen, liegt quasi in der Natur der Sache.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Ich auch. Deshalb fällt es mir ja auch auf.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Du sprichst ihr immerhin ein Recht auf Mitgefühl ab resp verteidigst diejenigen, die ihr stattdessen Kritik entgegenbringen, nur weil sie sich nicht rechtfertigte. Und du urteilst darüber, dass ohnehin sie den Vater aufs Abstellgleis gestellt hat. Dabei geht es hier einzig um ihren Alltag, das war der Grund des Artikels, nicht um ein Urteil darüber zu erhalten, wie es zum alleinerziehend kam.
        Auch mir fiel übrigens als erstes auf, dass du potentiellen Sexuellstraftäter einiges mehr Empathie entgegenbringtst als Verwaltigungsopfer und alleinerziehenden Müttern. Und dass die Begründung, dass es sich halt beim zweiten um Frauen handelt, beim ersten um Männer liegt auf der Hand.

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        @ 13: dasselbe habe ich mich auch schon gefragt. Es gibt eine Wort dafür: Misogynie.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Es geht doch nicht um Mitgefühl, und auch nicht um den einen beschriebenen Fall und die eine betroffene Person.
        Wenn ein solcher Artikel der breiten Öffentlichkeit präsentiert wird, und auch eine gewisse Allgemeingültigkeit für sich beansprucht, dann führe ich eine politische Diskussion. Über Ursachen und Wirkungen, Zusammenhänge und Forderungen. Und natürlich überlege ich mir auch, warum ein solcher Artikel geschrieben und publiziert wird.
        Ihr könnt aber gerne euer Mitleid äussern und ganz anders reagieren. Ist euch ja frei überlassen. Die Frage, warum es heute noch so viele Alleinerziehende gibt, statt „getrennt erziehende“, und wie man politisch damit umzugehen hat, bleibt im Raum stehen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Zu den Sexualstraftätern: Wenn ich Ursachen und Zusammenhänge ergründen möchte, die Vorgehen verstehen möchte, heisst das noch lange nicht, dass ich den Tätern gegenüber Verständnis habe. Sondern nur, dass ich mehr wissen will. Gerade wenn ich weitere Übergriffe verhindern möchte, sollte man sich mit der Zusammenhängen etwas befassen. Erstaunlich, dass eine Juristin das so verweigert. Lesenswert dazu Michelle Binswanger: „Wenn Empörung an die Stelle von Vernunft tritt“…

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Selber würde ich nicht mal unbedingt von Misogynie reden, auch wenn der Schluss ein Stück weit auf der Hand liegt.
        Aber es gibt nun mal ganz viele Menschen, die nicht mit den Verhältnissen anderer Menschen konfrontiert werden können ohne reflexartig zu werten, und aus irgendwelchen Gründen sich bemüssigt fühlen, zu urteilen und Schuldige zu suchen. Meist können diese Leute nicht anders, es liegt in ihrer Natur. Ob sie dazu in der Lage sind, ob es überhaupt gefragt ist oder nicht, ist dabei meist irrelevant. Dass es ganze Thematiken (wie die Medizin) gibt wo eine Schuldfrage keine Rolle spielt, ja keine zu spielen hat, ist meist unvorstellbar.
        @SP
        Der Beitrag von MB ist wie oft lesenswert, aber hier so themenfremd wie die privaten Hintergründe der Trennung der Autorin.

      • 13 sagt:

        @ A. Ch.
        Ja.

        @ SP
        Beim Mitgefühl hast Du geschrieben, sie verdiene keine…ich lese im Artikel auch keine Forderungen, sondern einen reinen Beschrieb des Lebens einer Alleinerziehenden. Warum es so viele gibt, wäre eine andere Diskussion und keineswegs es einfach zu beantworten, wie Du das gerne tust. Man könnte die Diskussion schon führen, auch wenn ich das hier den falschen Ort finde. Aber was bringt das, wenn Du Dir dein klares Bild schon gemacht hast, einfach aufgrund des Umstandes, dass sie nichts sagt?

      • 13 sagt:

        @ SP
        Zum anderen: Fragen soll man, wenn es aber nur um eine angebliche Mitschuld des Opfers geht, dann sind es vielleicht die falschen Fragen. Auch die Präventionen wäre die Richtung sinnvoll: Bei uns in der Schule gab es einen Selbstverteidigungskurs für Mädchen (und Jungs, einfach getrennt), aber nie hat jemand darüber gesprochen, wie man nicht zum Täter wird. Du wirfst mir immer mal wieder vor, ich würde die Unschuldsvermutung ausser Kraft setzen wollen. Das ist nicht wahr. Niemand soll verurteilt werden, ohne dass seine Schuld nachgewiesen ist, aber das Nichtnachweisen einer Schuld heisst nicht, dass nichts passiert ist und erst recht nicht, dass jemand zum Opfer wurde. Und gerade weil Du sonst hier so argumentierst, verstehe ich das Vorurteil gegenüber dieser Mutter hier nicht.

      • 13 sagt:

        @ MF
        Ich will Dir nicht widersprechen (oder Deinen Job erklären), aber neben dem Impuls zu werten, fällt mir und wie es aussieht auch anderen, halt schon auf, dass diese Wertung immer wieder in eine Richtung zeigt. Ich halte den Ausdruck nicht für falsch, es gäbe andere, aber auffallend ist es halt.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Ich wiederhole: Ursachen und Wirkungen zu erkennen ist nicht das gleiche wie Schuldige zu bestimmen. Und selbstverständlich müssen sich auch Ärzte mit dem Handeln ihrer Patienten auseinandersetzen, wenn sie eine geeignete Therapie suchen.
        Und gell, was hier wie zu diskutieren ist, und was „themenfremd“ ist, das bestimmen keineswegs Sie allein. Und wenn ich beim Lesen von MBs Beitrag gerade an Ihren (und 13s) Auftritt hier erinnert wurde, dann ist das zumindest für mich nicht themenfremd.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Ich will Dir nicht widersprechen (oder Deinen Job erklären), aber neben dem Impuls zu werten, fällt mir und wie es aussieht auch anderen, halt schon auf, dass diese Wertung immer wieder in eine Richtung zeigt.“

        Also für meinen Teil hatte ich noch nie den Eindruck, dass Du mir meine Arbeit erklären wolltest…. 🙂
        Ansonsten ja, ich widerspreche nicht. Ich glaube, gewisse Muster fallen allen auf. Ich wollte nur noch ergänzende Aspekte einbringen.

      • Sportpapi sagt:

        @Aquila Chrysaetos: Ja, es gibt heute ganz viele Schlagworte, die jede Diskussion beenden. Was früher die Nazivergleiche waren, ist heute Frauenhass etc.
        In der Regel ist beides absolut unangemessen.

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        „Ich wiederhole: Ursachen und Wirkungen zu erkennen ist nicht das gleiche wie Schuldige zu bestimmen.“
        Ich wiederhole mich ebenfalls: Sie wissen nichts von der Frau ausser das, was Sie uns mitteilt. Sich trotzdem darüber auszulassen, und Dinge suggestiv in den Raum zu stellen, halte ich für sachfremd (weil das Thema ein anderes ist), empathielos und selbstgerecht.
        „Und selbstverständlich müssen sich auch Ärzte mit dem Handeln ihrer Patienten auseinandersetzen, wenn sie eine geeignete Therapie suchen.“
        Natürlich. Nur wird dabei nicht gewertet, oder gar Richter gespielt.
        „Und gell, was hier wie zu diskutieren ist, und was „themenfremd“ ist, das bestimmen keineswegs Sie allein.“
        Das sagt auch niemand. Aber wenn jemand off- topic rumspekuliert, darf man das benennen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Langsam habe ich Mühe, hier noch sachlich-ernst zu bleiben. Aber ich versuchs weiterhin…
        „Beim Mitgefühl hast Du geschrieben, sie verdiene keine…“ Bitte zeig mir die Stelle, wo ich genau das oder wenigstens in anderen Worten das geschrieben habe. Wieder mal, nur so der Fairness halber.
        Und offenbar schwingt die Diskussion, die ihr auf keinen Fall führen möchtet, bei vielen Kommentierenden deutlich mit. Vor allem beim Männern, die die Situation „Ein Leben ohne die eigenen Kinder“, wie heute wieder mal von Claudia Blumer beschrieben, aus eigener Erfahrung oder aus dem Umfeld gut kennen. Wenn auch meist nicht in dieser krassesten Form. Es ist also schon eine Frage der Perspektive.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „und keineswegs es einfach zu beantworten, wie Du das gerne tust.“ Lustig, dabei beklage ich ständig euer schwarz-weiss, euer gut/schlecht, eure Weigerung, die Geschichten etwas differenzierter und vor allem ausgewogen zu betrachten.
        Und natürlich nehme ich dabei in der Regel die Position des (angegriffenen) Mannes ein, und versuche die Argumentationen zu erweitern, wenn im Ausgangstext in der Regel alles in die andere Richtung zeigt.
        Und ich wiederhole noch einmal. Ich habe kein Vorurteil gegenüber dieser einen Mutter. Aber wenn sie ihre Situation verallgemeinert, und das tut sie, dann habe ich schon ein paar (politische) Fragen zum Thema Alleinerziehend. Insbesondere, was denn hier die Rolle des Vaters ist.

      • Sportpapi sagt:

        Noch zum letzten: Es ist mittlerweile üblich, dass man von Opfern spricht, auch wenn kein Vergehen nachgewiesen wurde, und von Tätern, selbstverständlich nur in der männlichen Form.
        Und ja, es gibt Selbstverteidigungskurse, in der Regel nur für Mädchen, und eine Schule, die auf allen Ebenen gegen Gewalt vorgeht, ständig und jeden Tag von Neuem. So zu tun, als ob die Schule nicht anspricht, wie man „nicht zum Täter wird“ (natürlich wieder nur die männliche Form), ist für alle Beteiligten, die Lehrpersonen, die Schulpsychologen, die Schulsozialarbeiter etc. ein absoluter Hohn!

      • Sportpapi sagt:

        Ach ja, noch zum Allerletzten. Lies doch mal den Beitrag „Ich habe gemerkt, was das neue Gesetz bewirkt“, zu den gesetzlichen Bestimmungen in Schweden.
        Es geht, wieder einmal um einvernehmlichen Sex zwischen zwei mündigen Erwachsenen. Und die Frage, ob es dazu eine explizite Einwilligung braucht, oder ob der Verzicht auf ein klares Nein (und anschliessend mitmachen) reicht. Was zu Beginn noch vorsichtig geschlechtsneutral beschrieben wird, gleitet bald wieder in klare Geschlechterrollen ab.
        Und die Täter sind ausschliesslich männlich.
        Weil es gar nicht sein kann, dass ein Mann mal Sex hat mit einer Frau, obwohl er eigentlich gar nicht unbedingt möchte. Wo bleibt seine Einwilligung, und warum ist sein Alkoholkonsum irrelevant?
        Wenn nur Männer Täter sein können, wir das auch so sein!

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Eben, Sie bestimmen, was „off topic“ ist. Und ja, selbstverständlich werten Ärzte nie. Sondern haben ausschliesslich Mitleid, wenn der Kettenraucher mit der Raucherlunge kommt.
        Aber Sie können mir mal erklären, was denn die Motivation dieses Artikels sein könnte, und welchen Sinn er macht, wenn er nicht diskutiert werden darf. Oder welche Diskussion wäre denn zulässig, Ihrer Meinung nach?

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Nur als Antwort auf Deine Frage:
        „Jede/r hier fühlt mit der Wittwe (oder dem Wittwer) mit, die allein mit den Kindern ihr Leben organisieren muss.
        Aber nicht mit der Frau, die den Vater der Kinder selber aufs Abstellgleis geschoben hat.“
        in Verbindung mit:
        „Hier wissen wir nichts Genaues. Aber die Tatsache, dass nicht erklärt wird, warum die Frau Alleinerziehend (und verdienend?) ist, spricht ja auch für sich.
        Wäre der Vater der Kinder verstorben, wäre es sicherlich erwähnt worden.“

        Wie soll das anders verstanden werden, als dass sie nicht Witwe ist, sondern sie den mann auf Abstellgleis gestellt hat, was nur daraus zu lesen ist, dass sie es nicht begründet? eine weitere Option gibt es ja anscheinend nicht. Und „fühlt….mit“ = Mitgefühl?

      • 13 sagt:

        „Und natürlich nehme ich dabei in der Regel die Position des (angegriffenen) Mannes ein, und versuche die Argumentationen zu erweitern, wenn im Ausgangstext in der Regel alles in die andere Richtung zeigt.“
        Das glaube ich Dir in anderen Diskussionen sogar, nur ist es hier etwas merkwürdig, dass Du angeblich die „Position des (angegriffenen) Mannes“ einnimmst, wo wir doch eigentlich erklären, dass der Mann hier gerade nicht das Thema ist. Wer greift ihn denn wo an? Es ist nur natürlich, dass das vor diesem Hintergrund so gedeutet wird, dass du nicht die Verteidigung des (angegriffenen) Mannes übernimmst, sondern eher der Angreifer der Autorin, denn von denen gab es ja hier einige. Das ist aber ein klarer Unterschied.

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        „Eben, Sie bestimmen, was „off topic“ ist.“

        Das ist eine Einschätzung, keine Bestimmung. Sie können gerne irgendwelche off topic Diskussionen vom Zaun reissen, wenn Sie Gesprächspartner dafür finden. Wenn aber andere Leute lieber über den Ursprungstext diskutieren möchten, ist das auch deren Entscheid.
        Und ja, selbstverständlich werten (professionelle) Ärzte nie. Auch wenn Sie den Kettenraucher selbstverständlich ansprechen, das ist Bestandteil ihrer beruflichen Tätigkeit. Aber Sie spielen dabei weder Richter noch Henker, noch unterstellen Sie einfach irgendwelche sachfremden Dinge die sie nichts angehen und die für Beurteilung und Behandlung irrelevant sind.
        Aber ich weiss, dass ist schwierig nachzuvollziehen für Leute, die nicht so arbeiten, und anders ticken.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Wie soll das anders verstanden werden.“ So wie es da steht, und schon in meinem ersten Beitrag ganz unten geschrieben. Alleinerziehend ist schwer, und ich bedaure alle Frauen (und die wenigen Männer), die aufgrund eines Todesfalls oder weil der Partner sich verweigert in diese Situation geraten. Insbesondere, wenn sie alleinerziehend und alleinfinanzierend sind.
        Dass es so viele Alleinerziehende statt getrennt erziehende gibt in der Schweiz, ist aber ein Problem, das nicht mit Mitleid (und schon gar nicht Fehlanreizen), sondern politischem/gesetzlichem Handeln geändert werden muss.
        Und im vorgestellten Beispiel sind nun mal viele Fragen offen. Die für mich relevant sind. Während sie dich offenbar nicht interessieren. Aber noch einmal: Um die einzelne Frau geht es nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Und natürlich schwingt bei der Diskussion um die alleinerziehenden Mütter immer auch die „abwesenden Väter“ mit. Väter, die nicht zahlen, die sich nicht kümmern, die einfach nicht verstehen, dass sie eigentlich auch mitschuldig daran sind, dass ihre Frauen sie verlassen haben.
        Aber es ist richtig, dass es dieses Mal nicht angeführt wurde. Sondern der Vater wird einfach nicht erwähnt. Als ob er keine Rolle spielen würde.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: „Das ist eine Einschätzung, keine Bestimmung.“ Und das ist Wortklauberei.
        „Wenn aber andere Leute lieber über den Ursprungstext diskutieren möchten, ist das auch deren Entscheid.“ Verbietet ja niemand. Nur weiss ich gerade nicht, was dann (kontrovers) zu diskutieren wäre. Aber es waren ja Sie, die sich über andere Diskussionsteilnehmer geärgert haben, nicht umgekehrt.
        Sie unterstellen mir „Richter und Henker“, sind aber gar nicht wertend und höchst professionell?
        „Aber ich weiss, dass ist schwierig nachzuvollziehen für Leute, die nicht so arbeiten, und anders ticken.“
        Nun ja, nüchterne, nicht wertende Analyse geht für mich nicht in Einklang mit schnellem Mitleid, Verweigerung von vertiefendem Rückfragen und Denkverboten, wie ich sie bei Ihnen erlebe.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Eben, so wie es da steht. Und da steht, dass nur die „unverschuldet“ Alleinerziehende, wobei wir gerade wieder bei der Schuldfrage wären, Mitgefühl verdient. Im Übrigen ist eine alleinerziehende Witwe nicht völlig alleinfinanzierend, da sie ja Renten hat für die sie nicht einmal ständig kämpfen muss (im Gegensatz zu so mancher geschiedener Frau). Gleiches natürlich bei alleinerziehenden Männer.
        „Und im vorgestellten Beispiel sind nun mal viele Fragen offen.“ Das Problem, das wir hier haben, ist aber, dass Du diese Fragen ja für Dich ganz offensichtlich beantwortet hast!
        „Und natürlich schwingt bei der Diskussion um die alleinerziehenden Mütter immer auch die „abwesenden Väter“ mit.“ Das ist Deine Interpretation, das was Du hören willst. Stimmen tut es deshalb nicht.

      • Martin Frey sagt:

        @SP
        Nein, das ist keine Wortklauberei, im Gegensatz zu dem, was Sie mir unterstellen, halte ich nichts von Denkverboten.
        Ich unterstellte Ihnen nicht „Richter und Henker“, wenn Sie das auf sich bezogen, müssten Sie sich eher fragen, weshalb?
        Apropos, wie immer, wenn Sie mit Kritik von mir konfrontiert sind, reagieren Sie mit persönlichen Angriffen, und arbeiten sich an meinem Berufsstand ab. Erlauben Sie mir noch zu sagen, dass das offtopic ist?
        „Nun ja, nüchterne, nicht wertende Analyse geht für mich nicht in Einklang mit schnellem Mitleid, Verweigerung von vertiefendem Rückfragen und Denkverboten, wie ich sie bei Ihnen erlebe.“
        Nichts von dem stammt von mir, aber eben, s. oben.
        Genau dieses manipulative Verhalten macht Sie in meinen Augen zu einem mühsamen Gesprächspartner.

      • Martin Frey sagt:

        Apropos, SP, darf ich Sie im O-Ton zitieren? Folgende, durchaus erheiternde Aussage stammt vom 19.6.:

        „Wenn ich jemandem wirklich Unrecht getan habe, zum Beispiel durch falsche Vorwürfe, dann entschuldige ich mich selbstverständlich. Auch bei meinen Kindern.
        Allerdings kommt das nicht so häufig vor.“

        Ich glaube, dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Und da steht, dass nur die „unverschuldet“ Alleinerziehende, wobei wir gerade wieder bei der Schuldfrage wären, Mitgefühl verdient.“
        Ja, zu dieser Aussage stehe ich. Wenn da ein Vater ist, der gerne deutlich mehr betreuen würde, aber nicht darf, dann hält sich mein Mitleid für die Mutter in engen Grenzen.
        Und solche Fälle kenne ich, obwohl nicht „vom Fach“, doch einige.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Hm, das mit dem mühsam gebe ich gerne zurück.
        Ihr wiederkehrender Vorwurf des „Victim Blaming“ beinhaltet ein Denkverbot, und das Beharren hier, aussschliesslich über die vorgelegten Informationen zu diskutieren ebenfalls.
        Das „Richter und Henker“ kann ich nicht anders als auch mich beziehen. Was sonst?
        Und auch der Einwurf, „jemandem seinen Job erklären“, der den Link zum Ärztestand gemacht hat, stammt nicht von mir. Ich arbeite mich dennoch nicht an diesem Berufsstand ab. Wieso sollte ich. Sondern es ging um die Analogie, die eben nicht off topic ist.
        Und ich bin es, der plötzlich persönlich wird? Und nicht etwa Sie, z.B. 1.7. 8:06? Und schon in den Beiträgen davor.
        Schlimm ist ja: Sie merken es offenbar jeweils gar nicht.

      • 13 sagt:

        @ MF
        Ein sehr gutes Zitat 😀

        @ SP
        Nun, da Du Dir ja, wie bereits erwähnt und zitiert und auch oben nochmals bestätigt („Aber das bedingt, dass man miteinander kooperieren kann, statt sich abzugrenzen und den Kontakt möglichst abzubrechen.“) ein klares Bild darüber gemacht hast, wie Frauen alleinerziehend werden, erübrigt sich eigentlich eine weitere Diskussion. Allerdings traue ich Dir eigentlich durchaus zu, selber zu merken, woher der Vorurteile-Vorwurf kommt. Auch wenn Du es wohl nie selber zugeben würdest.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Köstlich, nicht? 😉
        Aber im Ernst, das führt so zu nichts. Ich für meinen Teil ziehe mich aus dieser (wieder mal) notorischen Endlosschlaufe zurück, und empfehle allen mit geschwollenen Halsadern, die sich gerade irgendwo in diesem Land an anderen abarbeiten wollen (nein, ich meine niemanden persönlich, @SP) einen Sprung ins in jeder Hinsicht kühlende Nass.
        Denn auch das ist bewiesen:
        https://www.tagesanzeiger.ch/sonntagszeitung/standard/Die-Hitze-macht-die-Menschen-aggressiv/story/31853295
        Einen schönen Abend allerseits!

  • BB sagt:

    Ich kann dich sehr gut verstehen ich bin auch in der Situation.
    Musste erst mal lernen das es reicht nicht alles perfekt zu machen, manchmal bleibt was liegen. Jedoch die angst es könnte was kommen das ich nicht geplant habe, die ist immer da. Zeit für mich bleibt fast keine und immer alles auf später zu verschieben ist wirklich keine Lösung. ich versuche meinen Sohn mit einzubeziehen, kleinere Arbeiten kann er selber machen.

  • Sven Halter sagt:

    Was fordern Sie denn eigentlich mit ihrer Klage, Frau Hager? Wollen sie eine staatlich finanzierte Vollzeit-Nanny, damit sie weiterhin 120% arbeiten können? Zu Ihrer Situation gibt es einige Fragen: 1. Warum nicht teilzeit arbeiten? 2. Wo ist der Mann? 3. Eine Haushalthilfe engagieren?

    • tststs sagt:

      Ich lese hier zwar weder ein Fordern noch ein Klagen, aber wenn Sie es schon wissen wollen: Mitgefühl.

    • Thomas sagt:

      Sie fordert Verständnis! Etwas, das in unserer Gesellschaft immer weniger und weniger wird!
      1. Wären Sie doch der erste, der sich über steigende Abgaben für die Sozialhilfe beschwert, 2. Tot, unbekannt, einfach sonst abwesend, 3. Wie soll sie eine Haushaltshilfe anstellen, wenn sie Ihrer Meinung nach Teilzeit arbeiten soll??

  • Nimanoni sagt:

    Liebe Frau Hager
    Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ein Schicksalsschlag hat mich zur Alleinerziehenden gemacht. Nur Menschen in der gleichen Situation können sich vorstellen, was es bedeutet zwei Kinder grosszuziehen, Job, Haushalt und alles, was das Leben mit zwei Kindern sonst noch mit sich bringt, unter einen Hut zu bekommen, ohne selber dabei drauf zu gehen.

  • P. Baumann sagt:

    Was spricht dagegen, Teilzeit zu arbeiten und um Unterstützung zu fragen? Alles andere ist Jammern auf hohem Niveau.

    Viele Mütter haben einen viel kleineren Lohn und müssen schauen wie sie über die Runden kommen.

    • Alleinerziehend sagt:

      Was spricht dagegen?
      Finanzielle Abhängigkeit vom bestehenden 100% Pensum und mangelnde Möglichkeit zur Teilzeit? Nur die Minderheit der Arbeitgeber machen eine solche Flexibilität möglich

      • missreview sagt:

        „Um Unterstützung zu fragen“ setzt voraus, dass man Verwandte und/oder Freunde hat, die selber oft genug frei haben und dazu die Ressourcen, andere Kinder zu betreuen — längst nicht bei allen Menschen der Fall. Zur Teilzeit hat’s meine Vor-schreiberin schon gesagt. Einfach vom hohen Ross aus gesprochen der Ratschlag, aber u.U. halt einfach nicht umsetzbar.

      • missreview sagt:

        Zudem: Dass es andere noch schwieriger oder schlechter haben war noch nie ein gutes Argument, um Dinge zu rechtfertigen.

  • Daniele Glauffo sagt:

    Danke für den Einblick. Ich bin als nicht-alleinerziehender-Vater schon oft am Anschlag. Da wird auch drüber gelacht von meinem Umfeld, ändert aber nichts daran, dass ich mich oft überfordert fühle. Zum Glück habe ich meine fantastische Frau.

  • Markus Keller sagt:

    Ich finde dieses Jammern und meinen, man sei doch die Ärmste mühsam. Und immer dieses Vergleichen. Und welche Frau bezeichnet sich schon als „so-gut-wie-Alleinerziehende“? Meine Schwester ist alleinerziehend, klagt nicht rum und macht einen tollen Job. Davor habe ich Respekt. Und wenn es ihr mal über den Kopf wächst oder schlicht Zeit für sich braucht, fragt sie um Hilfe. Die wir Brüder mit unseren intakten Familien gerne bieten. Schreiben Sie doch noch einen positiven, konstruktiven Beitrag zu diesem Thema…

    • tststs sagt:

      Dass Ihre Schwester sich mit ihren Sorgen und Nöten …äh ich mein‘ natürlich „mit ihrer Jammerei“… nicht an Sie wendet, erstaunt mich nicht weiter.
      Aber schön, dass sie wenigstens getraut‘ um Hilfe zu fragen.

  • Oliver van der Waerden sagt:

    Ich muss auch meine Kinder zeitweise alleine betreuen, aber nur tageweise. Das reicht mir dann oft schon und mir ist klar, dass ich da nur erahnen kann, was es bedeutet, Kinder alleine grosszuziehen.
    „Familien stärken!“, das fände ich eine wichtige Stossrichtung. So wie der einzelne Mensch immer wieder Beratung und Hilfe in Anspruch nehmen sollte, so auch Familien als Ganzes. Viele Familien könnten vermutlich gerettet werden, wenn rechtzeitig Hilfe in Anspruch genommen würde. Dann würden auch weniger Männer davonlaufen.

  • Lara Gruber sagt:

    Heute will man halt alles: Karriere, Kinder, Selbstverwirklichung….weils einem in den Medien halt so vorgemacht wird. Vielleicht sollte sich die Autorin überlegen, ob Sie sich Hilfe holen kann. Als Managerin mit entsprechendem Einkommen kann Sie sich zum Beispiel jemand engagieren der ab und an putzt? Anstatt sich über Mittag „auszupowern“ einfach mal ein Spaziergang mit einem Picknick verbinden? Vielleicht muss man mal wegkommen, es allen Recht machen zu wollen, besonders den Kindern. Die Mama ist nicht die Angestellte der Kleinen, die rund-um-die-Uhr zur Verfügung steht. Man hat auch noch ein Leben, dass sollte man den Kindern klarmachen. Wieso nicht das Pensum reduzieren….und, und, und. Ich weiss, Tipps geben ist einfach. Aber einfach so weitermachen?

    • tststs sagt:

      Und selbst wenn man alle Tipps und Ratschläge beherzigt, ist es immer noch anstrengend…
      Ehrlich, dass kommt mir vor, als würde man einem Marathonläufer sagen, er solle doch im Schatten laufen, oder das Tempo reduzieren, oder im Windschatten anderer laufen oder oder oder… es ist ein verdammter Marathon, es ist und bleibt anstrengend.
      (Wie wir mit dem Stress umgehen, das ist tatsächlich Charaktersache; aber wenn ich mich hier so umsehe und mitbekomme in was für eine Mimimi-Haltung einige Kommentatoren verfallen nur wegen eines Beitrages, frage ich mich, wie die sich dem „wahren“ Alltagsstress stellen….)

  • Pauline sagt:

    Wie kommt es nur zu soviele negative,ja beleidigende Kommentare?Kann es sein selbst unzufrieden in der Beziehung/Familie zu sein?Ist man vielleicht manchmal neidisch und hätte gerne ein selbstbestimmteres Leben?Denken Sie mal darüber nach!Alleinerziehend zu sein wählt man sich nicht aus,es ist kräftezehrend ,man kommt an Grenzen die man vorher nicht gekannt hat!Übrigens bin ich nicht Alleinerziehend,,habe aber in meinem Freundeskreis Menschen die es sind und denen ich gerne helfe!

  • 13 sagt:

    Sie haben ganz offensichtlich etwas vergessen, Frau Hager. Neben all den Schwierigkeiten, die Sie richtig schildern, läuft man als alleinerziehende Mutter auch 2019 noch mit einem grossen, roten „A“ auf der Brust herum und muss sich dem gesellschaftlichen Spott aussetzen und rechtfertigen. Traurig.
    Ansonsten werden Sie recht haben, nicht-alleinerziehende können vielleicht, wenn sie zeitweise auf sich gestellt sind oder aber im engen Umfeld jemanden haben, der alles alleine stemmt, einen Blick hinter den Vorhang erhaschen, ganz nachvollziehen können Sie es nicht. Und trotzdem hat Kerstin Moser recht. Werten Sie auch andere Konstellationen nicht ab. Auch nicht-alleinerziehende tragen ihr Päckchen und in manchen Konstellation wäre alleinerziehend sogar einfacher.

    • Martin Frey sagt:

      @13
      Ich habe meinerseits die Autorin nicht als abwertend empfunden. Im Ggt. verstehe ich sehr gut, wenn sie irgendwann ein Stück weit die Nase voll hat von Leuten, die mit ihrer Situation schon fast kokettieren nur um sich wichtig zu machen.
      Persönlich finde ich die Häme, die sich heute hier über die Autorin ergiesst, deprimierend, aber gleichzeitig symptomatisch. Genau diese Reaktionen, die für sie auch sonst wohl leider „Routine“ darstellen, sind wohl der Grund, weshalb die Autorin so schrieb wie sie es tat.
      Und das, liebe 13, ist tatsächlich etwas was wir nicht-betroffene bei aller Empathie uns nur schwerlich vorstellen können.

      • 13 sagt:

        Habe ich das getan? Ich glaube, ich habe diese Häme, wie Du es nennst, auch klar kritisiert. Ich gehe auch nicht davon aus, dass eine Ausnahme des MB ist, auch wenn mich die Menge doch stutzig macht. Was ich aber sagen will, ist dass diejenigen, die sicher unüberlegt einen Vergleich zwischen sich und den Alleinerziehenden ziehen, nicht unbedingt die Gleichen sind, die hier die Autorin beschimpfen. Es ist unsensibel und unbedacht, aber das heisst eben nicht, dass sie zwangsläufig „auf hohem Niveau jammern“, auch wenn das aus ihrer Perspektive so erscheint. Und so kam mir das rüber. Eine Frau mit schwerkrankem Mann und 5 Kindern oder eine in einer gewalttätigen Partnerschaft mag vielleicht die Situation der Autorin als privilegiert betrachten.

      • 13 sagt:

        „Und das, liebe 13, ist tatsächlich etwas was wir nicht-betroffene bei aller Empathie uns nur schwerlich vorstellen können.“
        Übrigens: Den Vorwurf mir gegenüber finde ich nach all unseren Diskussionen mehr als billig. Es dürfte dir mehr als bekannt sein, dass ich mir ganz sicher nicht einbilde, zu wissen, wie es für Menschen in Situationen ist, in denen ich nicht stecke. Und gerade darum bitte ich auch umgekehrt um diese Erkenntnis.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Das war doch kein Vorwurf an Dich? Ich nehme mich selber notabene bei dieser Einschätzung gar nicht aus. Und falls Du das tatsächlich als Vorwurf aufgefasst haben solltest, möchte ich mich in aller Form entschuldigen.
        Natürlich gibt es im MB immer wieder die eine oder andere hämische Stimme, aber der heutige Grundtenor ist nach meinem Empfinden schon aussergewöhnlich höhnisch, selbstgerecht und in hohem Masse unsensibel.
        Und ja, natürlich gibt es immer schlimmere Situationen, Schicksalsschläge usw., Leute die noch ganz anderes durchmachen. Aber das sind meist nicht die, die so reden wie die Autorin das (in meinen Augen sehr treffend) schildert. Etwas, das ich nur zu gut kenne.

      • 13 sagt:

        Martin, ich kann einfach immer noch nicht nachvollziehen, was diejenigen, die hier offen „alleinerziehend ist niemand“, „Selber schuld“ oder „mimimi“ rufen mit denjenigen zu tun haben, die unbedacht eine falsche Wortwahl verwenden. Meine Meinung zur ersten Gruppe ist klar. Die zweite will ich nicht in den Schutz nehmen, nur darauf hinweisen, dass es a) wohl kaum abschätzig gedacht war, Menschen sagen allzu oft aus Unwissenheit und nicht nur aus Borhaftigkeit ziemlich dumme Sachen (da interessiert es mich eher, wie sie regieren, wenn man sie darauf hinweist) und b) wollen wohl einige mit dem nur ausdrücken, dass sie selber oft am Limit laufen. Das passiert auch Frauen (und Männer) in Partnerschaften…

      • 13 sagt:

        Im Übrigen will ich auch festhalten, dass ich den Text gut fand und es wirklich wichtig finde, dass auch über Alltage von Alleinerziehenden berichtet wird. Ich fand nur den Einstieg etwas schade. Wer mit „ihr habt keine Ahnung“ beginnt, wird kaum die Leser*innen so schnell von sich überzeugen….

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Menschen sagen allzu oft aus Unwissenheit und nicht nur aus Borhaftigkeit ziemlich dumme Sachen (da interessiert es mich eher, wie sie regieren, wenn man sie darauf hinweist)“
        Natürlich hast du völlig recht, und oft wäre es interessant, die Reaktionen zu sehen.
        Nur glaube ich tatsächlich, dass es da eben doch eine Schnittmenge gibt. Unbedachte, unbewusst verletzende Äusserungen über Dritte sind oft nur eine Kehrseite der selbstgerechten „mimimi“ Fraktion (um das mal so zu nennen). Nicht zwingend, aber auch nicht selten, so zumindest meine Erfahrung. Auch die „mimimi“ Fraktion stellt sich gerne mal als Opfer dar, wenn es um einen selbst. Teils allein schon darum, um anderen nicht den Opferstatus zugestehen zu müssen. Was man heute teils in Zügen auch beobachten konnte.

  • Sandro Studer sagt:

    Wenn wir uns um alle kümmern müssten die sich „benachteiligt“ fühlen, könnten wir gleich zusammenpacken. Nach dem Kinder „machen“ fängt das Leben erst an. Willkommen im hier und jetzt. Einen kleinen Rat, suchen Sie sich ja keinen allein erziehenden Mann und gründen eine Patchwork Familie. Der Name sagt schon alles, zusammengeflickt und noch mehr Arbeit. Zwei schwache ergeben nun mal keine starke Familie.

    • Silvia sagt:

      Sandro : Patchwork-Familien sind in der Tat noch schwieriger zu verwalten als andere Familien ! Selbst gut informierte Menschen, die alles richtig machen wollen, haben enorme Beziehungsschwierigkeiten entweder zwischen den beiden Elternteilen oder zwischen den Kindern der Patchwork-Familie. Nein, für mich niemals eine Patchworkfamilie. Ich habe sowieso keine Zeit zum ausgehen und Leute treffen, Abends bin ich müde und möchte auch mit den Kinder sein.

  • Maria von Weit sagt:

    Die Kinder könnten, anstatt an ihren iphones und ipads zu spielen, ihrer Mutter beim Zusammenlegen und Versorgen ihrer eigenen Wäsche behilflich sein…?

  • Andreas Daxer sagt:

    Ich sehe das ganz pragmatisch. Frau hat sich für Kinder entschieden – mit allen schönen und weniger schönen Dingen, Aufgaben und Momente.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Andreas Daxer

      Sie sehen das nicht „pragmatisch“, denn wo in diesem Szenario sehen Sie Verantwortung des Zweitbeteiligten? Will ein Mann nicht Vater werden und dann bis abgeschlossenere Erstausbildung seiner Verantwortung gerecht werden, dann soll er dafür sorgen dass er es nicht werden kann- und zwar auf seiner Seite!

    • Franziska Liechti sagt:

      Und der Vater nicht????

    • sole sagt:

      Und der Mann nicht?

      • Reto Vontobel sagt:

        @Steiner/Liechti/sole: Genau, immer schön das Stereotyp vom abgehauenen verantwortungslosen Mann bedienen. Kann genau so gut sein, dass eine Alleinerziehende die Trennung selbst gewählt hat und/oder sich mit Händen und Füssen gegen eine Beteiligung vom Vater wehrt. (Und jetzt bitte nicht das nächste Stereotyp nachschieben – das vom gewaltätigen oder sonst irgendwie schlimmen Mann, wegen dem frau nicht anders konnte/kann.) Würdet Ihr bei einem alleinerziehenden Vater auch erst mal einfach annehmen, dass die Mutter sich aus der Verantwortung stiehlt? Eben.

      • 13 sagt:

        „Kann genau so gut sein, dass eine Alleinerziehende die Trennung selbst gewählt hat und/oder sich mit Händen und Füssen gegen eine Beteiligung vom Vater wehrt.“
        Was natürlich kein Bedienen von Stereotypen darstellt….

      • Sportpapi sagt:

        @13: Wäre ja nicht wirklich aussergewöhnlich, oder?

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Gleich gewöhnlich oder aussergewöhnlich, wie der Vater, der sich aus der Verantwortung zieht, oder auch der gewalttätige Mann. Wir können uns bei allen drei Varianten dieser Stereotypen bedienen und dabei argumentieren: „Aber oft ist es genau so und darum rechtfertigt es sich, zuerst mal davon auszugehen“ oder aber gleich von Anfang an differenzieren und ein Nicht-Wissen eben als Nicht-Wissen stehen lassen. Das wählt jeder für sich. Ich fand nur, dass man auf die werfenden Steine aus dem Glashaus hinaus aufmerksam machen darf.

    • tststs sagt:

      Kinder werden nicht entschieden,
      Kinder werden gezeugt.
      (Deutsch und Deutlich: Ei und Sperma interessiert es einen Feuchten, was die beiden Gehirne vorher „entschieden“ haben)

  • Bernhard Ebert sagt:

    … denkst du tatsächlich, dass dich dein … Mann … in die Situation bringt, dich als alleinerziehend zu beklagen?

    Ja, das kann ich mir vorstellen. Aber geht es denn überhaupt darum? Heisst Arbeitsteilung, dass einer Dreck macht, der andere aufräumt?
    Muss man denn in jedem Fall dankbar sein, dass der Partner überhaupt irgend einen Beitrag leistet? Ich denke nicht.
    Die Aussage, dass man quasi alleinerziehend ist, bezieht sich ja häufig nicht auf organisatorische Dinge sondern um die Tatsache, dass der Partner sich nicht um die Kinder kümmert. Wenn Sie sich über eine solche Aussage echauffieren, lassen sie ausser acht, dass es hier auch um eine Definitionsfrage von Erziehung geht.

  • Toni Schwarzbarth sagt:

    Unangenehm sind Vorurteile: Selber Schuld, selber gewählt. All die Häme, wie hier in den Kommentaren. Für alleinerziehende Väter kommen ein paar andere Vorurteile hinzu: Eine Mutter verlässt doch ihre Kinder nicht, was hat der ihr angetan! Ein Vater alleine mit einem Mädchen… Keine Ahnung von nichts, aber immer eine Meinung. Wie bei Gotthelf. Insbesondere Frauen fühlen sich von einem Alleinerziehenden bedroht. Privilegienneid. Geraten die Kinder trotzdem gut, hätten genau die auch gerne Kinder gehabt. Angst vor dem Leben. Sozialstudie über Unzufriedenheiten. Links liegen lassen. Unter dem Strich überwiegen nämlich immernoch Wohlwollen, im Beruf und Privat. Das sind Diejenigen mit Wissen über Lebenswindungen und dass das Geschnorr die Kinder trifft.

  • Kerstin Moser sagt:

    Nach dem Lesen der zahlreichen negativen Kommentare, verstehe ich nun, was mich am dem Artikel stört.
    Es gibt immer jemanden, dem es noch schlechter geht. Ist dieser Umstand eine Berechtigung, zum Runterputzen jener, denen es aus der eigenen Perspektive gesehen besser geht?
    Das nachste Mal, wenn sich eine „fast-allein-erziehende“ beklagt, warum schlagen Sie nicht vor, eine Allianz zu gründen? Sich gegenseitig zu unterstützen?
    Augen Rollen und weiter gehen bringt weder Sie noch das Gegenüber weiter.
    Stellen Sie sich vor, eine alleinerziehende Frau mit schlechtem Job, einem chronisch kranken Kind und neugeborenen Zwillingen liest Ihren Artikel. Würde Sie die Augen rollen? Was würden Sie sich von jener Frau wünschen?

    • Kerstin Moser sagt:

      Übrigens habe ich Respekt vor jeder Person, die sich allein mit Kindern durchschlagen muss. Ich plädiere einfach für mehr Miteinader statt: beklag Dich nicht, mir gehts schlechter.

    • Martin Frey sagt:

      Ich glaube nicht, dass sich die Autorin über Alleinerziehende „mit schlechtem Job, einem chronisch kranken Kind und neugeborenen Zwillingen“ enerviert, Frau Moser.
      Sie enerviert sich über Leute, die jammern ohne zu wissen, wovon sie sprechen, und ohne, dass sie auch nur ansatzweise in derselben Situation wären.
      Das sind dieselben Leute, die Menschen mit teils invalidisierenden, chronischen neurologischen oder rheumatologischen Krankheiten achselzuckend Dinge an den Kopf werfen können wie „ich habe gestern auch Rückenweh gehabt.“
      Oder wenn man die teils abstossenden Kommentare heute liest: „hättest halt Sport treiben/Dich anders ernähren sollen/mimimi/selber schuld.“ Nur um bei der Analogie zu bleiben.
      Kaum zeigen sich Leute verletzlich, trampeln andere umgehend noch drauf.

      • 13 sagt:

        @ MF
        „Sie enerviert sich über Leute, die jammern ohne zu wissen, wovon sie sprechen, und ohne, dass sie auch nur ansatzweise in derselben Situation wären.“
        Sicher hast Du recht. Aber fairerweise muss man auch sagen, dass sie auch nicht weiss, wie es ist, in der Lage der anderen Person zu stecken. Es ist klar unsensibel von „so gut wie alleinerziehend“ zu sprechen, wenn der Mann länger arbeitet, aber es kann auch in einer Beziehung hart sein, den grössten Teil alleine stemmen zu müssen. Daher hat Kerstin sicher recht, wenn sie sagt, man solle es nicht gegeneinander aufwiegen, sondern sich gegenseitig unterstützen.

  • Jane Doe sagt:

    Bin etwas verwirrt. Geht es hier um verwitwete Elternteile oder alleinerziehende? Auch Kinder getrennter Eltern haben normalerweise einen Vater, von dem man doch erwarten könnte, zumindest einen Teil dieser Aufgaben übernehmen zu können.

    • rene merlo sagt:

      wenn diese dann die kinder dem vater nicht auf primitivstem niveau vorenthalten! bin alleinerziehend, zweier jungs, von deren schwester und meiner tochter aber definitiv getrennt. die letzte noch mögliche machtausübung zulasten einen zarten lebewesen.

    • sole sagt:

      Da gibt es ganz verschiedene Konstellationen. Ich kenne aus meinem Bekanntenkreis: Vater wollte Kind gar nie kennen lernen und ist schon in der Schwangerschaft auf und davon; Vater war gewalttätig und es ist positiv, wenn er den Kindern nicht mehr zu nahe kommt; ein Elternteil ist 1000km weit weg gezogen; ein Elternteil hat psychische Probleme, die eine angemessene Mitverantwortung nahezu verunmöglichen. Und es gibt bestimmt noch viel mehr…

    • rene merlo sagt:

      wenn diese dann die kinder dem vater nicht auf primitivstem niveau vorenthalten! bin alleinerziehend, zweier jungs, von deren schwester und meiner tochter aber definitiv getrennt. die letzte noch mögliche machtausübung zulasten eines zarten lebewesen.

      und es gibt leider (sehr) viele solche beispiele in unserem land.

    • Seli sagt:

      Manche männer/frauen hauen ab und wollen nichts mehr wissen

    • Jane Doe sagt:

      Ja, natürlich gibt es immer diese Fälle, aber ich würde mal behaupten dass bei den allermeisten Scheidungen der Vater auch noch irgendwo ist. Seit ich selbst Kinder habe und weiss, wie anstrengend das selbst zu zweit sein kann, hat das Wort „alleinerziehend“ für mich eine völlig andere Bedeutung bekommen und wäre ich in dieser Situation, ich würde falls nötig das gemeinsame Sorgerecht sogar vor Gericht erstreiten.

  • Martin Frey sagt:

    Danke für diesen Beitrag. Endlich jemand mit realen Problemen, die weiss wovon sie spricht, und die für einmal nicht bloggt oder in Ausbildung zur Yogalehrerin ist.
    Alleinerziehend ist wirklich tough, ein 24h Job, 7Tage die Woche, der Druck wie beschrieben enorm. Man versucht es wie die meisten Eltern, so gut wie möglich zu machen, im Bewusstsein, dass möglichst nichts schiefgehen sollte, da soviel vom eigenen Funktionieren abhängt.
    Genauso wie die unempathische «So-gut-wie-Alleinerziehende» Fraktion sind selbstredend die dümmlichen Kommentare nie weit, die „mimimi“, „selber schuld“ und „hättest halt keine Kinder haben sollen“ nachrufen. Hochmut kommt vor dem Fall, kann man dazu nur sagen. Man weiss nie, wie das Leben so spielt. Niemand ist vor Schicksalsschlägen gefeit.

  • Lace sagt:

    Ich habe grossen Respekt vor Alleinerziehenden Menschen.Hut ab!Leider sehe ich in meinem Umfeld wie es ist wirklich Alleinerziehend zu sein und ALLES alleine zu bewältigen.Die Väter „bespassen“ ihre Kinder jedes 2.Wochenende und damit wars das auch!Bei Probleme in der Arbeit/Jobverlust/Schule/Krankheit,alles alleine zu bewältigen ist wahnsinnig kräfteraubend!Mit dem Ex-Partner zu streiten,weil das Unterhaltsgeld immer noch nicht auf dem Konto ist,er immer wieder wechselnde Partnerinnen hat und die Kinder sich immer wieder sich neu darauf einstellen müssen und die Mutter diese aufbauen muss,und vieles mehr.Dies gibt es natürlich auch alles bei Alleinerziehenden Väter auch! Wenn das Sorgerecht/Betreuung von beiden Elternteil gemeinsam gelebt wird,sind das für mich keine Alleinerziehende!

  • cyan jaeger sagt:

    Ich verstehe die meisten Kommentare nicht ganz. Ich glaube keiner aussser den involvierten Personen selber, können und dürfen sich ein Urteil erlauben, wie und wieso es zu einer Trennung gekommen ist. Fakt ist, dass es knapp 17% Alleinerziehende Haushalte gibt, diese überdurchschnittlich oft armutsbetroffen sind, Alleinerziehende überdurchschnittlich viel arbeiten (Kinder <6) – 17 Wochenstunden Erwerbsarbeit und in etwa 54 Stunden Haus- und Familienarbeit – mit steigendem Alter der Kinder nimmt die Erwerbstätigkeit überproportional zu. Nachzulesen bei Caritas. Wer hier noch von mimimi schreibt, hat keine Ahnung und es wäre wohl eher angebracht sich für Alleinerziehende einzusetzen anstelle ihnen ihre Lebenssituation noch vorzuwerfen.

  • Andres N. sagt:

    Die Glücksforschung bestätigt, dass Leute mit Kindern unglücklicher sind als Leute ohne Kinder, ob alleinerziehend oder nicht. Für Alleinerziehende gilt das wahrscheinlich noch mehr. All diese Informationen sind öffentlich zugänglich. Das gesellschaftliche Ideal des „Familienglücks“ sollte dringend einer kritischen Prüfung unterzogen werden.

  • Studentin sagt:

    Als alleinerziehende einer Tochter, die nun eingeschult wird, kann ich mich in dem Text wieder erkennen. Allerdings finde ich es vollkommen legitim, den ein oder anderen Hut an jemand anderen abzugeben.
    Dinge brauchen manchmal ihre Zeit (ich studiere schon 4 Semester länger als ich sollte und eins fehlt noch) und wenn es kein Verständnis dafür gibt, gibt es von mir nur ein müdes Kopfschütteln. Nebenher die Familie und den Job zu managen geht eben mit Abstrichen einher.
    Ich habe mich damals bewusst für mein Kind entschieden – in jungen Jahren und mit der Aussicht auf wenig Freizeit – und finde, das soziale Umfeld ist entscheidend. Da habe ich Glück, denn trotz 100% abwesendem Vater haben wir ein Netz aus Freunden, das uns auffängt.

  • Daniel Meier sagt:

    Ich kann natürlich keine Rückschlüsse ziehen, warum die Autorin alleinerziehend ist und will das auch nicht beurteilen. In meinem privaten Umfeld kenne ich aber mehrere Fälle, bei denen die Frauen Ihre Männer zwecks Selbstverwirklichung abgeschossen haben, weil wohl die Schmetterlinge im Bauch nicht mehr so waren wie mit 20 und weil es immer Diskussionen gab, dass der Mann sich zu wenig einbringe in die Beziehung und Heimarbeit und Kindererziehung. Erstaunlich ist, dass all diese Frauen dann nach der Trennung plötzlich feststellten, was es alles zu tun gibt. Also liebe Frauen und natürlich auch Männer. Bevor Ihr Euch trennt, denkt doch mal nach, ob der Partner nicht doch mehr ist, als Ihr glaubt. Vieles merkt man leider erst zu spät!

    • Eine Alleinerziehende sagt:

      Kann ich nicht bestätigen. Die Diskussionen hatten wir auch. Als er dann ausgezogen ist, gab es unter dem Strich für mich weniger zu tun: weniger Wäsche, weniger Essen anschleppen, weniger Kochen nach Wunsch, weniger Unordnung, weniger private Admin, Organisation der Familie einfacher weil nicht noch Rücksicht auf weiss-nicht-was etc. etc. Den ganzen Rest habe ich sowieso schon alleine bewältigt, weil er ja ach so beschäftigt war. Ich arbeite ja auch Vollzeit. Es war in jeder Hinsicht eine Vereinfachung, als „das älteste Kind“ weg war.

      • Anne sagt:

        Genau so war es bei mir auch- ich war erleichtert, als ich von „quasi-alleinerziehend“ zur „echt-alleinerziehend“ wurde. Zumal es für mich finanziell auch besser wurde, da für Kitabeitrag usw. nur noch mein Gehalt angerechnet wurde. Im Nachhinein bereue ich, den Schritt nicht viel früher gemacht zu haben!

      • Synn sagt:

        @Eine Alleinerziehende und Anne
        Ging mir ebenfalls so! Es ist ausserdem mental viel weniger aufreibend zu wissen, dass man wirklich alles alleine machen muss, als immer auf jemanden zu bauen und dann doch alleine zu sein.

  • Seien sie zufrieden sagt:

    In einem anderen Land müssten sie sich ihren Lebensunterhalt ganz anders „verdienen“. Seien sie zufrieden mit ihrer Situation in welche sie sich selbst gebracht haben.

    • cyan jaeger sagt:

      Ich habe noch selten einen unpassenderen Kommentar gelesen als diesen. Wie kann ein Mensch nur dermaßen abwertend reagieren.

      • Philipp Krick sagt:

        Weil’s oft stimmt. Das heisst Verantwortung für seine Entscheidungen übernehmen ! Abwertend finde ich eher, alle Fehler beim anderen (sprich Mann) zu suchen !

  • Maria sagt:

    Ich finde es überhaupt kein Gejammer, was Olivia schreibt. Im Gegenteil, sie spricht nur aus, was los ist.
    Ich bin nicht alleinerziehend, aber agiere schon oft am Rande des Wahnsinns. Was ich in meinem Umfeld sehe, was Alleinerziehende alles leisten und wie belastet sie sind … Wow. Hut ab!
    Und die gemeinsame Sorge kann, wenn die Ex-Partner nicht mehr gut harmonieren, wohl eher eine zusätzliche Last sein. Denn da geht es ja nur um wichtige Entscheidungen (nicht die alltäglichen), die man zusammen treffen muss.
    Ab und zu lese ich den Blog mama-arbeitet.de. Da hat man auch einen Einblick in die Welt der Alleinerziehenden.
    Alle die hier schreiben, dass das selbst verschuldet ist, sind schon recht zynisch… . So ein Zynismus ist sehr traurig und im Übrigen nicht angebracht!

  • simon sagt:

    krass wie wenig empathisch die meisten kommentare hier sind…..

  • Miriam sagt:

    So leid es mir tut, aber die Situation verschuldest du selber. Du hast dich dazu entschieden die Kinder zu haben. Ihr habt 2 Kinder, warum nicht jedes Elternpaar ein Kind davon? Egal ob Mann oder Frau: Wenn ihr alleine erziehend seid, habt ihr einfach etwas falsch gemacht: Punkt. Es gibt nichts zu loben wenn die Scheidung da ist, dabei ist das Geschlecht völlig irrelevant. Ihr habt versagt und die Kinder leiden darunter. Weiß nicht was das Rumgeheule soll. Du bist auf der Suche nach Anerkennung und Lob? Dann guck dass deine Beziehung wieder zum Laufen kommt und sprich dich mit deinem Mann ab, wie ihr das besser Managen könnt. Seid doch keine Kinder mehr. Dieses rumgeflenne hat mich auch bei meiner Mutter gestört. Aber meinem Vater mehr Stunden zusprechen wollte sie nicht.

    • tststs sagt:

      Oje… würde es mir an Anstand mangeln, würde ich jetzt aufzählen, was bei Ihnen offensichtlich falsch gelaufen ist.

    • Franka sagt:

      Tolle Idee die Geschwister zu trennen. Sonst noch irgendwas Geniales in Petto?

      • Stern 3 sagt:

        Selbstverschuldet finde ich einen schlimmen Vorwurf. Es gibt auch verwitwete alleinerziehende Personen. Ist frau/mann da auch selber schuld?? Wir kennen die Hintergründe nicht…

      • PhunkyMonkey sagt:

        @Stern 3
        ja genau, die kennen wir nicht. Deshalb muss man aber nicht automatisch vom Todesfall ausgehen. Suchen sie in der Frau das Opfer? Miriam hat mit Ihrer Aussage wahrscheinlich alles andere als Unrecht!

    • Lore sagt:

      Buahh, da wird ja scharf geschossen. Es ist nicht immer alles planbar im Leben. Wäre wirklich dankbar wenn mein Mann nicht erkrankt und verstorben wäre. Weiss jetzt nicht genau was ich dabei falsch gemacht habe…

      • Annelise Meyer sagt:

        Vergessen vor der Eheschliessung in die Kristallkugel zu schauen vielleicht? Keine hellseherischen Fähigkeiten? Tja, Pech gehabt.

        P.S. Mein Mann ist auf der A1 tödlich verunglückt. Jetzt stehe ich mit den Kindern alleine da. Solche Kommentare wie von Miriam sind das letzte.

    • WasserratteHH sagt:

      Miriam, wie kommen Sie auf die Idee, dass die Autorin selber Schuld an der Situation ist? Kennen Sie sie persönlich? Sie haben doch nicht die leiseste Ahnung, was zu dem Status „alleinerziehend“ geführt hat… da würde ich an Ihrer Stelle mal den Ball flach halten, statt solche Dinge zu unterstellen.

      • Katharina sagt:

        “Dieses Herumgeflenne hat mich auch bei meiner Mutter gestört” – tja, anscheinend hat jemand ein krankes Verhältnis zu der eigenen Mutter und überträgt das auf wildfremde Menschen. Ich empfehle dieser Miriam eine Psychoanalyse und Psychotherapie, denn fehlendes Mitgefühl ist definitiv krankhaft.

    • Doris sagt:

      So von oben herab, was geht in Ihnen vor, Miriam?

  • Roxy sagt:

    Sie müssen wohl lernen Nein zu sagen. Wenn ich zu überbelastet bin, dann helf ich nicht noch im Sportverein meiner Kinder mit o.ä. , dann sag ich: „Sorry aber das geht jetzt nicht mehr.“
    Aber solche Chrampfer wie Sie sind eben insgeheim stolz auf ihren Fleiss….

    • asouka sagt:

      Roxy. So ein dummer Kommentar! In manchen Sportvereinen MUSST du helfen, sonst darf dein Kind nicht hin! Nein, ich bin nicht alleinerziehend. Und ja, ich bin froh, dass mein Mann in den einen Vereinen hilft, ich in den andern und dass er mit mir die Verantwortung teilt und Entscheide mit mir fällt. Hier alleine zu sein ist hart und darum geht es u.a. im Text!

      • PhunkyMonkey sagt:

        es wäre hilfreich, wenn man wüsste wieso Frau so alleine ist. Vielleicht wäre das Verständnis für das alleinsein von Frau dann vorhanden. Allenfalls aber auch nicht. Momentan kommt mir das ein wenig nach mimimi rein. Kann aber sein, dass ich komplett daneben liege

  • Berta Lütgge sagt:

    Jugendliche würden jetzt Antworten *mimimi* und ich kinderlose Frau denke in etwa das selbe.

    • Martin Frey sagt:

      Jugendliche und Sie wissen halt offensichtlich nicht, wovon Sie reden.

    • Clara Müller sagt:

      Und wäre ich böse, würde ich schreiben, dass da wohl jemand frustriert ist, dass sie keine Kinder hat/haben konnte. Aber ich lasse das lieber bleiben, weil es abwertend wäre und fies, in eine möglichen Wunde zu stochern.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Es sind äusserst strenge Jahre, die Ausschliesslichkeit bezüglich Entscheidungen welche alle/immer alleine getroffen werden müssen verstehe ich jedoch nicht, vorausgesetzt der Kindsvater lebt noch/ist urteilsfähig.

    Oder ist die gemeinsame Sorge, ein dermassen idealisiertes Konzept, dass zwar überall davon gesprochen, es aber nirgendwo gelebt wird?

    Eine funktionierende Nachbarschaftshilfe&ein paar wirklich gute Freunde tun allen gut, Alleinerziehende sind besonders darauf angewiesen; gut wenn man sich das vorher ein bisschen aufbauen konnte&das Netz Verständnis hat wenn die Balance von geben&nehmen manchmal schief liegt.

    • asouka sagt:

      Es geht ja nicht um Entscheide, welche die Eltern langfristig fällen. Es geht darum, ob das Kind das Handy jetzt weglegen muss und wenn ja, wie ich das durchsetze. Oder ob des trotz ungemachter Hausaufgaben mit der Freundin ins Kino darf und die Aufgaben am Abend erledigen, wenn es garantiert müde ist und die Sache zum Stress wird. Es sind die vielen kleinen Entscheide im Alltag! Hier zu zweit zu sein empfinde ich als riesige Erleichterung. All die hämischen Kommentare hier! Versteht ihr das eigentliche Problem des Textes wirklich nicht???

      • Brunhild Steiner sagt:

        @asouka
        auch „kleinere“ Angelegenheiten/Richtlinien welche sich „nur“ im Zweiersetting abspielen kann man mit dem zweiten Elternteil diskutieren und sich auf eine Linie verständigen. Man ist dann zwar die alleinige Ausführende, aber irgendwie doch mit-unterstützt.
        Und schulische/gesundheitliche/freizeitliche/etc Entscheidungen machen schon auch einen beträchtlichen Anteil aus. Für Alle (auch die zusammenlebenden) ist es von Vorteil wenn man diese miteinander und einvernehmlich angehen kann.

      • Andrea sagt:

        Danke…

    • 13 sagt:

      @ Brunhild
      Von der gemeinsamen elterlichen Sorge verspricht man sich zuviel. Diese ist und bleibt darum wichtig, weil der Entzug des Sorgerecht eine sehr einschneidende Massnahme ist und es nicht sein kann, dass bei einer Scheidung der Vater dieses einfach so automatisch verliert. Andererseits sieht man heute bereits häufig, dass es viele Konstellationen gibt, wo diese angebliche „Sorge“ zu einem Machtmissbrauch wird, denn Betreuung ist etwas anderes. Die GES hilft nicht, wenn das Kind in der Pubertät die Schule schwänzt. Sie hilft nicht, wenn man nicht weiss, wie man das Skilager bezahlen soll. Oder wenn das Kind sich morgens erbricht und man arbeiten muss. ein gutes Netz ist gut und wichtig, bedingt aber, dass man Ressourcen hat, auch auszuhelfen. Woher soll man die nehmen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @13
        danke für Ausführung; und auch für die oberen Beiträge, ich schliesse mich da an.

        Bezüglich Ressourcen, das ist wirklich nicht einfach wenn man sich kein Netz aufbauen konnte. Je nach Wohnort gibt es von freiwilligen Trägerschaften Angebote, Nachbarschaftshilfe, Caritas, Rotes Kreuz haben alle familienunterstützende Angebote. Im nächsten Gemeinschaftszentrum/Elternzentrum (hat es auch nicht überall, aber am Wohnort der Schreibenden gleich mehrere) nachfragen.

  • Seraina Lüthi sagt:

    Mimimi… Jetzt stellen Sie sich einfach vor, Sie wären nicht Marketingmanagerin mit einem Jahreseinkommen von 100’000, sondern Verkäuferin mit 45’000, dann haben Sie eine Ahnung, wie es ist wenn man WIRKLICH etwas zu klagen hat.

    • Clara Müller sagt:

      Und stellen Sie sich vor, sie hätten sowas wie Mitgefühl … Aber schön für Sie, dass Ihnen immer die Sonne aus dem Popo scheint und Sie sich nie über irgendetwas zu beklagen brauchen.

  • Selber in die Situation maneuveriert sagt:

    Sie haben sich für Kinder entschieden und diese werden zu zweit „gemacht“. Ihre Leidklagen sind nicht angebracht, Mitleid oder Nachsicht empfinde ich nicht im Geringsten. Dazu leben wir noch in einem Familienfeindlichen Land, auch das muss allen klar sein, bevor man Kinder auf die Welt bringt.

    • Sybille sagt:

      Warum diese Selbstgerechtigkeit? Mir scheint, dass die Autorin weder Mitleid noch Nachsicht will, sondern einfach darstellen, wie es ist, alleinerziehend zu sein: anstrengender als wenn man einen Partner im Hinter- oder Vordergrund hat! Falls sie wirklich so gut verdient, wie ihr einige hier unterstellen, würde ich ihr empfehlen, eine Haushalthilfe oder wenigstens eine Putzfrau anzustellen, damit sie nicht noch den Haushalt am Hals hat. Je nachdem vielleicht auch ein Au-Pair.

    • Doris sagt:

      Genau so hat die Generation der Grosseltern damals reagiert, mit „selber schuld“. Schuldzuweisung der klassischen Art. Dass sich die Situation in der Ehe plötzlich verändern kann und ein Zusammenleben nicht mehr möglich ist, ja, das gibt es. Dann ist die Trennung auch für die Kinder besser als steter Streit, den diese leidvoll mitbekommen.

  • Sportpapi sagt:

    Ich kann das alles nachvollziehen. Ärgere mich aber vielfach über den Begriff „alleinerziehend“, wo doch die meisten Kinder nach wie vor auch einen zweiten Elternteil haben (und sind wir ehrlich, meist ist dieser dann der Vater). Und dieser in der Verantwortung bleibt, für Erziehung, aber auch Versorgung.
    Erstaunlicherweise macht man in der Schweiz aber nach wie vor alles, diese Väter möglichst von den Kindern und deren Betreuung/Erziehung fernzuhalten. Und auch viele alleinerziehende Mütter wünschen sich nicht, dass ihre Ex-Partner weiterhin im Alltag präsent sind. Das Problem ist also zu einem rechten Teil auch hausgemacht, in vielen Fällen.
    Wobei es sicherlich auch viele Väter gibt, die sich nicht mehr kümmern wollen. Schlimm ist, dass man sie lässt.

  • Max Berchtold sagt:

    Darum prüfe, wer sich ewig binde? Oder zumindest so lange die Kinder nicht flügge sind. Abgesehen von Krankheit und Unfall ist es die persönliche Entscheidung nicht mehr zusammen leben zu wollen. Mir erschliesst sich nicht wieso einzelne Leute, die ach so erwachsen und selbstbestimmt durch das Leben gehen wollen, nach eigenen Entscheidungen die die Lebensqualität beeinträchtigen in der Öffentlichkeit herumjammern, oder sogar das Gefühl haben die Allgemeinheit sei verpflichtet zu helfen.

  • Sophie sagt:

    Liebe Olivia Hager. Auch ich habe meine Tochter alleine grosszogen, ihr Vater lebte im Ausland und sie sah ihn zwei Wochen im Jahr. Es scheint den Leuten nicht bewusst zu sein, dass wir tatsächlich mit der leeren Batterie arbeiten. Organisieren, arbeiten, Sorgen, immer anwesend zu sein – ich bin nur sehr ausnahmsweise Abends ausgegangen – und mit so wenig Geld zu leben, dass von Urlaub keine Rede sein konnte. Trotzdem haben wir schöne Erinnerungen und fühlten uns mit unseren beiden Katzen und unserem Hund fast wie eine Grossfamilie ! Alleinstehende Väter werden gelobt und unterstützt aber Mütter nicht, das muss man schon sagen, und dies ist extrem enttäuschend.

    • Max sagt:

      Nach dem meine Frau bei der Geburt unseres zweiten Kindes starb, musste ich die Kinder auch alleine gross ziehen. Für Hunde und Katzen hatte ich von da an weder Zeit noch Geld. Obwohl ich im Grossverteiler an der Kasse arbeite, ging es irgendwie. Manchmal bekomme ich tatsächlich ein Lob. Vielleicht weil ich mich nie beklagte und nie jemanden unterstellte, er hätte keine Ahnung….

    • Peter Vogel sagt:

      Ohne Katzen und Hunde wäre es vielleicht einfacher gewesen….nur so am Rande. Zudem ist die Ferienfliegerei sowieso nicht ökologisch.

      • Anne sagt:

        Tiere sind etwas sehr schönes für Kinder.Eine besondere Beziehung!Da wird man halt auf anderes verzichten müssen.Ich finde dies toll!

      • Sophie sagt:

        Anne : für ein Einzelkind ist es sehr wichtig Tiere zu haben, es fühlt sich so nie alleine.

    • Single Daddy sagt:

      «Alleinstehende Väter werden gelobt und unterstützt aber Mütter nicht» Wieder so eine bescheuerte Verallgemeinerung. Weil meine ex – Frau psychische Probleme hat musste ich gezwungener Masse meine Tochter alleine aufziehen. Das erste was mir meine Mutter sagte war, dass sie aber nicht für ihre Enkelin da sein werde und sie ihr eigenes Leben leben wolle. Sie habe bereits Kinder gross gezogen. Konnte ich in einem gewissen Rahmen auch verstehen und akzeptieren. So viel zu «gelobt und unterstützt». Ich mache dies nun seit über sechs Jahren und die Tochter kommt nun in die Oberstufe. Ich sehe Licht am Ende des Tunnels. Noch vier bis fünf Jahre und dann kann ich mein Leben so gestalten, wie ich es gerne möchte. Kleiner Nachtrag: Habe bewusst auf eine Partnerschaft und ggf. damit verbundene, imme

  • Ardnas sagt:

    Chapeau dem Meistern dieses Alltages.
    Aber, der Vater hat ja auch seinen Teil zu bewältigen, in seiner Betreuungszeit, Entscheidungen etc, drum alleinerziehend ist niemand!
    Und
    Nehmt euch alle an der Nase, Kinder und Karriere dann Trennung….Traurig, keiner der durchhält, jeder denkt an sich und will immer mehr aber ja „alleinerziehend“ ist ja so anstrengend….

    • Noop sagt:

      Vielleicht ist der Vater ja gestorben. Solls auch geben…

    • Lena Like sagt:

      *alleinerziehend ist niemand*
      Diese Aussage ist der blanke Hohn die Witwer und Witwen. Schon mal daran gedacht?
      Mal abgesehen davon, dass der durch den geschiedenen Abwesenden Elternteil zu leistende Erziehungsbeitrag oftmals in der Praxis deutlich von der Theorie abweicht.

      Selber bin ich im übrigen nicht alleinerziehend, aber meine Bewunderung gilt all jenen die diese Aufgabe meistern.

    • Mütter solidarisiert euch! sagt:

      Alleinerziehend ist niemand? Statistiken sprechen eine ganz andere Sprache…es gibt Väter, die abhauen, Schicksalschläge wie schwere (psychische) Krankheiten, Unfälle etc. Schon mal was davon gehört? Frau Hager hat Recht, hier klar zu stellen, was alleinerziehend wirklich bedeutet. Sie jammert ja nicht, sondern zeigt auf, wieivel Arbeit und wie wenig Anerkennung alleinerziehende Mütter haben. Und es spiegelt sich ja schön in den Kommentaren wieder: Grundton: selber Schuld! Dabei geht es gar nicht um die Schuldfrage.

    • Sonja sagt:

      Ohne Karriere und dann Trennung wärs noch härter…zb. Wenn der Vater nicht für den Unterhalt sorgt und sich auch sonst nicht kümmert, wie in meinem Fall als Kind.

      • Best sagt:

        Naja, Frau Hager wirft doch die Frage auf:
        „Nun frag ich dich, liebe «So-gut-wie-Alleinerziehende», denkst du tatsächlich, dass dich dein mehr oder weniger bequemer oder oft abwesender Mann nur ansatzweise in die Situation bringt, dich als alleinerziehend zu beklagen?„

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