Was tun, wenn das Kind kein Gemüse isst?

Bäh!? «Immer wieder Gesundes zum Probieren anbieten», empfehlen Ernährungsfachleute. (Foto: iStock)

Schnipo, Chicken Nuggets mit Ketchup, Pizza, Fischstäbli, Wienerli, Burger, Teigwaren – wenn Kinder wählen dürfen, zieht gesunde Ernährung den Kürzeren.

«Man merkt genau, was in den Familien zu Hause auf den Tisch kommt», sagt die Mitarbeiterin eines Kinderhorts, die anonym bleiben möchte. Was ihr die Knirpse bisweilen erzählen, lässt Ernährungsapostel erschaudern: Da gebe es zum Beispiel Primarschüler, die sich für 40 Franken Süssigkeiten kaufen dürfen – weil die Mutter keine Lust habe, zu kochen.

«Andere essen beim Zmittag im Hort nur Teigwaren – kein Gemüse, keinen Salat.» Warum? «Weil es daheim immer nur Fertiggerichte gibt. Das prägt den Geschmack bei den Kindern.»

Die ersten acht Lebensjahre sind prägend

Die Vorliebe für Süsses und Hochkalorisches ist dem Menschen angeboren – diejenige für Gesundes dagegen muss erst erworben werden. Rund acht Jahre haben die Kinder (und ihre Eltern) dafür Zeit. Danach sind die meisten Ernährungsgewohnheiten festgelegt.

Hinzu kommt: Kinder brauchen im Vergleich zu Erwachsenen von manchen Mikronährstoffen grössere Mengen. So sollten Sieben- bis Neunjährige beispielsweise 900 Milligramm Calcium pro Tag (für Knochen und Zähne) aufnehmen, das sind nur 100 Milligramm weniger, als Erwachsenen empfohlen wird.

Kinder können den relativ höheren Bedarf an bestimmten Mineralien und Vitaminen mit einer ausgewogenen Ernährung decken, sagt Stéphanie Bieler, Fachexpertin Ernährung bei der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE). Eine Ausnahme kann allenfalls Vitamin D sein. Weitere Ergänzungsmittel oder mit Vitaminen angereicherte Lebensmittel sind in der Regel nicht nötig.

Wie also bringt man Vitamine, gesunde Pflanzenstoffe, Mineralien in kleine Kinder? Wie weckt man in ihnen vielleicht sogar die Lust auf gesundes Essen?

Die 12 Tipps der Kinderbetreuerin:

  1. Kinder zum Einkaufen mitnehmen und zum Beispiel die Früchte auswählen lassen, die später verspeist werden sollen.
  2. Kinder beim Zubereiten mitmachen lassen. «Hafer quetschen ist das Highlight bei uns im Kinderhort. Das Müesli mit selbst gepressten Flocken kommt viel besser an als gekauftes.» Auch Müesliriegel ohne Zucker schmecken – weil die Kinder selbst ausgewählt haben, was sie anstelle von Zucker zum Süssen verwenden und weil sie die Riegel anschliessend selbst backen durften.
  3. Wissen zur Ernährung vermitteln. «Wenn die Kinder zum Beispiel hören, wie viel Zucker in Ketchup enthalten ist, sinkt die rote Sauce in ihrer Beliebtheitsskala», weiss die Kinderbetreuerin.
  4. Das Auge isst mit. «Liegen die Äpfel einfach nur so auf dem Tisch, interessiert sich kaum ein Kind dafür. Sind sie aber schön geschnitten angerichtet, greift jedes zu.» Auf dem Käsebrot helfen zwei Cocktailtomaten als «Augen», ein Stückchen Rüebli als Nase und ein Gurkenstückchen als Mund, um ein paar Vitamine ans Kind zu bringen. «Das wird dann mitgegessen.»
  5. «Oft sagen die Kinder, sie mögen etwas nicht, obwohl sie es gar nicht kennen. Oder sie kennen es nur in einer Form. Dann kann man eine andere Art der Zubereitung probieren», rät die Kinderbetreuerin. Anstelle von gekochtem Broccoli zum Beispiel Broccolisuppe oder Tomatensauce anstatt roher Tomaten. «Wenn man eine gute Beziehung zum Kind hat, glaubt es einem, dass Broccolisuppe anders schmeckt als ganzer Broccoli und probiert sie wenigstens.»
  6. Nicht aufgeben. Der Geschmack von Kindern ändert sich – manchmal sogar von einem Tag auf den anderen – und lässt sich auch prägen. «Immer wieder Gesundes zum Probieren anbieten», empfehlen Ernährungsfachleute. Oft ebnen beispielsweise leicht süss schmeckende Erbsen oder Süssmais den Weg für weitere Gemüsesorten.
  7. In bestimmten Dingen keine Wahl lassen. «Zu Trinken gibt es bei uns im Hort ausschliesslich Wasser oder ungesüssten Tee. Limonade und Säfte bekommen die Kinder nur zu besonderen Anlässen, etwa bei der Halloween-Party.» Ein anderes Beispiel ist der mit klein geschnittenen Früchten selbst gemachte Fruchtjoghurt zum Zvieri: «Manchen Kindern ist er zu wenig süss. Aber es nützt nichts, wenn sie monieren – die Küche ist um diese Uhrzeit bereits geschlossen und der Koch schon zu Hause. Pech gehabt.»
  8. Gesundes unterjubeln. Wer die Hälfte der Getreideprodukte durch Vollkornvarianten ersetzt (Vollkornbrot, -teigwaren, -flocken) erhöht damit die Zufuhr an Mineralien, Vitaminen und Ballaststoffen. Ein anderer Trick: «Schwimmen in der Suppe Gemüsestücke, fischen manche Kinder sie heraus. Ist das Gemüse dagegen püriert, klappt das nicht», sagt die Hortbetreuerin. Auch Lasagne mit Gemüse anstelle von Hackfleisch ist ein Trick: «Die Kinder merken den Unterschied, aber sie wird trotzdem gegessen.»
  9. Leicht übergewichtige Kinder bekommen nur noch Salat, wenn sie einen Nachschlag möchten. «Erstaunlicherweise nehmen sie das hin und essen ihn.»
  10. Vorbild sein. Wie gross sind die Portionen, die sich jeder schöpft? Welchen Stellenwert hat die gemeinsame Mahlzeit im Familienkreis? Findet das Essen in freundlicher Atmosphäre statt, frei von Ablenkungen? Was essen Vater, Mutter und andere Vorbilder? «So banal es klingt: Erwachsene müssen mit gutem Beispiel vorangehen. Wenn Gemüse und Früchte ganz selbstverständlich am Tisch dazugehören und von allen gegessen werden, wird es einfacher, die Kleinen ebenfalls davon zu überzeugen. Aber wenn die Erwachsenen zum Nachmittagskaffee Guetsli essen, darf man sich nicht wundern, wenn die Kinder den Apfel verschmähen, der Ihnen gleichzeitig vorgesetzt wird», sagt Stéphanie Bieler.
  11. Essen sollte weder als Belohnung noch als Trost oder Strafe eingesetzt werden. Andernfalls verknüpft das Kind damit unter Umständen Gefühle, die später zu einem falschen Essverhaltensmuster beitragen.
  12. «Kinderlebensmittel» sind meist teurer als andere Produkte und überdies unnötig. Auch was scheinbar gesund tönt, ist es nicht unbedingt. «Manche Frucht-Quetschbeutel enthalten zusätzlich Fruchtsaftkonzentrat und damit einen erhöhten Zuckeranteil. Und auch wenn das nicht der Fall ist, geht eine solche Ernährung in die falsche Richtung», sagt Regina Ensenauer, Leiterin des Instituts für Kinderernährung am Max-Rubner-Institut in Karlsruhe. Beim Füttern eines Babys mit dem Löffel finde erstens viel mehr soziale Interaktion statt, als wenn das Kind einfach den pürierten Inhalt aus dem Quetschbeutel sauge. Zweitens trainiere der Löffel auch die Mundmotorik.

Für Ensenauer beginnt die gesunde Ernährung des Kindes bereits in der Schwangerschaft. «Das Kind im Mutterleib schluckt täglich etwa 500 bis 1000 Milliliter Fruchtwasser. Und bereits am Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels werden die Geschmacksknospen angelegt», legt sie dar. Übers Fruchtwasser erhält das Kind also bereits einige Aromen und Eindrücke von der späteren Ernährung «draussen». Auch das Stillen helfe: «Gestillte Kinder akzeptieren später im Allgemeinen eine grössere Geschmacksvielfalt.»

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64 Kommentare zu «Was tun, wenn das Kind kein Gemüse isst?»

  • Hanna Schmuki sagt:

    Wenn die Zeit kommen sollte und die Frauen ebenfalls Militär absolvieren müssen, sollte man obligatorische Kochkurse in der RS einbauen ! Die spezielle Küche der Kinder könnte dann dort auch thematisiert werden. Jeder sollte sich erinnern, was er am liebsten als Kind gegessen hat. So schwer kann es ja nicht sein !

  • Zu viel Wohlstand sagt:

    Ich versuche mir vorzustellen, wie es einem, der lesen kann, aber nichts zu essen hat, zumute sein würde beim Lesen dieses Textes. Man bedenke, dass für die meisten Erdbewohner Wasser und Nahrung ein knappes Gut sind …

  • alam sagt:

    Hort-Essen mag ja gesund sein, aber ob es auch gut schmeckt, ist halt eine andere Frage. Ich mag auch mein selbst gekochtes und gut gewürztes Essen lieber als das von der Kantine.

  • Viola Pfeiffer sagt:

    „Da gebe es zum Beispiel Primarschüler, die sich für 40 Franken Süssigkeiten kaufen dürfen – weil die Mutter keine Lust habe, zu kochen.“
    Genau, weil die MUTTER keine Lust hat… Es ist ja auch nur die MUTTER für die Nahrungsmittelzufuhr des Kindes verantwortlich.

    • Elsi sagt:

      Ja, ich weiss, das stösst mir auch auf. Aber bei uns auf dem Land sind es tatsächlich zu 95% die Mütter, die für das Kochen unter der Woche zuständig sind. Allenfalls essen die Kinder einzelne Tage bei der Grossmutter oder einer Tagesmutter. Ich kenne im ganzen Dorf nur zwei Familie, wo unter der Woche auch mal der Vater zu Hause ist und kocht.

  • Enrico Pasta sagt:

    Teigwaren, Reis, Getreide und Kartoffeln plus deftige Desserts servieren und mit dem idiotischen Dumusstgemüseessen aufhören! Der Körper des Kindes weiss selber ganz genau was er braucht und was im gut tut, er braucht Energie und davon möglichst viel und schnell. Für Kinder ist das Einnehmen von Mahlzeiten Nebensache! Das Geniessen und Feinschmecken kommt dann von selbst, später. Hört auf, Kinder wegen dem Essen zu plagen, Kinder haben Wichtigeres zu tun!

    • Edith sagt:

      Mein Sohn liebte kein Reis meineTochter keine Kartoffeln. Gemüse war ganz schwierig. Linsen mit Rüebli dagegen war für beide ok. Manchmal war es zum verzweifeln. Eine kluge Äeztin meinte ich solle es akzeptiren, und mit Vitaminen nachhelfen, sonst könnte der Widerstand nur grösser werden. Heute sind beide erwachsen und lieben alles.

  • Cybot sagt:

    Wenn meine Tochter etwas nicht essen will, klaue ich es von ihrem Teller und tue so als würde ich es essen. Dann protestiert sie und will es sofort haben. So isst sie absolut alles. Möglich, dass das ab einem gewissen Alter nicht mehr funktionieren wird, aber bis dahin ist sie hoffentlich schon genug an gesundes Essen gewöhnt.

  • Gloria sagt:

    Ich kann es nicht mehr hören.
    Ich habe zwei Mädchen. Beide schon über die Zeit mit Chancen raus….also über 8jahren. Eine der beiden isst alles. Mit Freude! Inkl. Broccoli, Sellerie und Fenchel. Alles frisch gekocht notabe.Die andere ass noch nie Gemüse, Banane und Äpfel sind die einzigen Früchte. Noch nie Fleisch. Ich habe alle obengenannten Vorschläge versucht, wirklich alle. Am Schluss meinten die Psychologin und die Logopädin die eingeschaltet würden, um sicherzustellen dass nicht ein Leiden hinter der Verweigerung steckt, ich hätte zuviel versucht. Einfach mal in Ruhe lassen. Freude am Essen ohne Druck und Konsequenzen ist enorm wichtig, damit später keine Essstörung entsteht. Dieses Kind ist das gesündeste in der Familie, nie krank. Sie isst das was sie isst mit Genuss und Freude.

  • Marie sagt:

    Noch vor kurzem habe ich gelesen dass das Kind isst was es braucht. Auf einmal wollte er Gemüse, vorher nie, und dann Früchte, und vorher nie. Meine Tochter mog kein Fleisch als sie klein war und nun liebt sie es – leider ! Ein anderes Kind wollte stets Glace essen im Sommer. Schlussendlich hat die Mutter gesagt „von nun an kannst du Glace essen soviel du willst aber nichts anderes“. Und siehe da : nach 3 Tagen wollte er wieder „normal“ essen und Glace eckelt ihn jetzt an !

  • Sonusfaber sagt:

    Meine Eltern haben sich diese Frage nie gestellt und sie auch nie zugelassen. Man ass, was es gab und nur zu den gegebenen Zeiten (Frühstück, Znüni, Zmittag, Zvieri und Znacht) – ohne Gemecker. Gelitten darunter habe ich nicht. Auch nicht meine Geschwister, denke ich. Rückblickend bin ich dankbar dafür, dass man mir keine Gelegenheit gegeben hat über Dinge zu klagen, worüber sehr viele arme Menschen sich riesig freuen würden. Meine Frau freut es auch, einen Mann zu haben, der stets dankbar ist für das, was ihm vorgesetzt wird. Kürzlich hat mir ein pensionierter Akademiker eingestanden, dass ich im Gegensatz zu den meisten seiner verwöhnten Kollegen eine angenehme Begleitung bin deswegen im Ausgang. Meine einzige Marotte, die ich mir zugestehe: Ich trinke nie und nirgends Alkohol.

    • Marie sagt:

      @Sonusfaber : super ! Was mich anbetrifft bin ich ebenfalls eine „angenehme Begleitung“ da ich immer der ganze Teller esse ! Männer hasse es wenn Frauen mit der Gabel drumstochern um dann vieles auf die Seite zu schieben. Jemand der gerne isst ist meistens auch fröhlicher Natur.

      • Sonusfaber sagt:

        @ Marie – ich esse auch immer alles auf und nicht, weil ich ein Gourmand bin, sondern weil ich mich fast nie dazu verleiten lasse, mehr zu nehmen, als ich essen mag. Mein Körper weiss genau, wie viel ich mag, darauf kann ich mich verlassen. Und die ganz wenigen Male, wo er sich verschätzt hat, habe ich an meine Vorfahren gedacht, von denen einige zeit ihres Lebens gehungert haben (in der Schweiz). Gastgeber wissen es übrigens zu schätzen aus naheliegenden Gründen, dass Gäste aufessen, auch deshalb sollte man Kindern gute Essmanieren beibringen, bereuen wird man es nie!

  • Reincarnation of XY sagt:

    Ich staune dann manchmal, dass all die Familien, die „total gesund“ essen, doch häufiger krank sind als wir.
    Woran liegt es?

    Immer wieder wird Grünzeug thematisiert. Und das ist auch ok. Warum aber wird nie über Stress gesprochen? Wenn uns etwas krank macht, dann ist es Stress. Das weiss man heute mittlerweile. Vor allem der unbewusste Stress. Oftmals herrscht in Familien Stress von unausgesprochenen Konflikten/Erwartungen/nicht aufgefangenen emotionalen Bedürfnissen.
    Eigene innere Konflikte verursachen in uns unbewussten Stress und dieser überträgt sich auch auf die Kinder.
    Und während wir uns den Kopf über Bagatellen wie Brokkoli zerbrechen, merken wir nicht dass unsere Kinder an solchen Dingen Schaden nehmen.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Die Tipps sind gut. Aber auch kein Allheilmittel.
    Wir sind – seit Generationen – nicht so die Gemüseesser. Unsere Köper scheinen allerdings nicht so darunter zu leiden. Unsere Eltern haben ein hohes Alter und sind gesund. Wir selbst sind auch schlank und gesund, wie auch unsere Kinder. Seit gefühlt min. 3 Jahren hat niemand mehr Grippe gehabt.
    Trotzdem versuchen wir die Ernährung etwas ausgewogener zu gestalten. Ein Kind liebt geradezu Nahrungsmittel, Kochen, zubereiten und ist mit Feuer und Flamme dabei. Aber dann will es nicht probieren. Das Uninteressiertere hingegen schon.
    Was am einfachsten hilft ist WOK. In der Wok -Pfanne schmeckt fast jedes Gemüse.

  • Noé sagt:

    Mit vier hat mein Sohn sehr vielfältig gegessen. Heute ist er sechs, und ich brauche nicht mal mehr alle meine Finger, um die Anzahl Lebensmittel zu ermitteln, die er ist. Für Früchte und Gemüse reichen die Finger einer Hand längst. Ob wohl in seinem Hort auch gemunkelt wird, er kenne nur Fertigprodukte?

  • Reincarnation of XY sagt:

    1. Wenn die KITA Mitarbeiterin eine Mutter kennt, die nicht kochen will, dann erzählt sie das halt so.
    Und wenn ein Polizist von häuslicher Gewalt seitens des Vaters weiss, dann erzählt er das halt so.
    Wieso können wir nicht einfach wieder Informationen lesen und sagen: Ok, das ist ihre Erfahrung. Wir müssen ja nicht so blöd sein, dass wir Aufgrund eines Erfahrungsberichts auf sämtliche Mütter/Väter dieser Welt schliessen. Wäre ja schrecklich zu lesen, wenn man stets in Klammern schreiben müsste (könnte auch ein Vater/Mutter sein…).
    Es scheint mir wirklich Kontraproduktiv, dass im Namen der Emanzipation eine Total-Fixierung auf das Geschlecht stattfindet. Emanzipiert euch mal in euren Köpfen und werdet entspannt!

    • 13 sagt:

      Sie erzählte nicht von einer Mutter, sondern erklärte, es gäbe Primarschüler, bei denen dies so ist. Mehrzahl!
      Und jedes Mal ist wohl die Mutter zu faul zum kochen. Würde in diesen Fällen der Vater kochen, müssten die Kinder auch nicht für 40.- Süssigkeiten kaufen. Aber auf die Idee kommt man anscheinend nicht. Das ist durchaus eine Erwähnung wert.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Echt jetzt? Ich glaube kein gesunder Mensch kommt auf so eine Idee.
        „Es gibt Schüler, wo die Mutter…“
        Ja, so hats die KITA Frau erzählt und das ist glaubwürdig. Schliesslich gibt es mehr alleinerziehende Mütter als Väter und schliesslich kochen weitaus mehr Mütter, als Väter Mittagessen.

        Kein vernünftiger Mensch leitet dadurch misogyne Schlüsse ab. Es geht um elterliches Vorbild. Dieser unvernünftige geschlechterspezifische Diskurs entsteht erst, wenn jemand stets alles (unemanzipiert!) geschlechterspezifisch deutet.

        Ein mündiger Leser versteht einen Text in seinem Zusammenhang und ist in der Lage solche Dinge richtig einzuordnen.

      • 13 sagt:

        @ roxy
        Selektives Zitieren führt nicht unbedingt zum richtigen Ergebnis:
        „Da gebe es zum Beispiel Primarschüler, dIE sich für 40 Franken Süssigkeiten kaufen dürfEN – weil die Mutter keine Lust habe, zu kochen.“
        Deutsch ist ja nicht meine Muttersprache, aber ich würde behaupten, dass der Satz im Singular so lauten müsste:
        „Da gebe es zum Beispiel EINEN Primarschüler, dER sich für 40 Franken Süssigkeiten kaufen dARF – weil die Mutter keine Lust habe, zu kochen.“
        Was das mit Alleinerziehenden zu tun hat, weiss ich nicht, aber hier kocht ja scheinbar niemand das Mittagessen, also spielt es auch keine Rolle, wer es sonst jeweils tut, sondern nur, wer es tun sollte.
        Ich unterstelle keine Absicht, aber gelesen wird das eben gerade so: Die Mutter sollte kochen, tut es aber nicht!

      • 13 sagt:

        Noch etwas:
        „Kein vernünftiger Mensch leitet dadurch misogyne Schlüsse ab. Es geht um elterliches Vorbild. Dieser unvernünftige geschlechterspezifische Diskurs entsteht erst, wenn jemand stets alles (unemanzipiert!) geschlechterspezifisch deutet.“
        Damit schiessen Sie völlig übers Ziel hinaus. Kein Mensch hat etwas von Misogynie gesagt oder sonst etwas. Sprache beeinflusst die Gesellschaft, weshalb es gut ist, bei solchen, wie gesagt vermutlich unbeabsichtigten, Pauschalisierungen darauf hinzuweisen. Das ist alles. Es dramatisiert ja hier niemand etwas. Ganz ruhig.

      • Reincarnation of XY sagt:

        völlig richtig – der Deutschlehrer müsste beim Satz eingreifen 13

        Die Kita Frau oder die Ärztin haben sich ungenau ausgedrückt.
        Ich ging nun einfach von ihrer Annahme aus, dass es sich gleich um mehrere Mütter handelt und wollte sagen, dass es selbst dann glaubwürdig wäre, schlicht aus der Tatsache, dass viel mehr Mütter für ihre Kinder kochen, als Väter.

        Aber sehen Sie? Anstatt über sinnstiftende Themen zum Kindeswohl zu diskutieren, verschwenden wir unsere Energie in einen sinnlosen Geschlechterdiskurs.
        Viel sinnvoller wäre z.B. eine Diskussion zu den Gedanken in meinem Post von 10:30 (und 10:22).

        Ich sage ja auch nicht wenn Zeitung schreibt „Mann überfällt….“ (warum schreibt ihr nicht in Klammer „es hätte auch eine Frau sein können“ …)

      • Sportpapi sagt:

        Der Hinweis auf den konkreten Fall (40 Franken!) und die Mehrzahl deutet darauf hin, dass es sich wohl um einen konkreten Fall und Geschwister handelt, die von der Mutter Geld bekommen.

      • 13 sagt:

        @ roxy
        Dazu fallen mir nur 3 Fragen ein:
        1. Wer entscheidet denn, was sinnlos ist und was nicht? Und ich denke eher, dass diejenigen, die es angesprochen haben, den Sinn darin sehen. Dürfen sie diese Meinung nicht vertreten?
        2. Warum beteiligen Sie sich an Diskussionen, die Sie als sinnlos erachten?
        3. Ist die Diskussion, ob man so etwas ansprechen sollte, nicht noch sinnloser als die Geschlechterdiskussion? Und doch haben Sie sie eröffnet.

        Und als Anschlussbemerkung: Die Frage des Kindeswohl bringt noch weniger, da sie letztlich nicht kontrovers ist. Es wird ja niemand hier die Meinung vertreten, man soll Kinder ungesund ernähren oder ihnen Süssigkeiten statt Gemüse vorsetzen. Auch diejenigen nicht, die es vielleicht tun.

      • Reincarnation of Xy sagt:

        13 – ich BEGRÜNDE warum ich es sinnlos finde, doch meine ARGUMENTE ignorieren Sie jeweils sorgsam. Warum?

        2. Mein Post von 10:30 eröffnet eben einen anderen Aspekt. ANSTATT nur über Brokkoli zu reden, müsste man bei Ernährung und Gesundheit den viel wichtigeren Aspekt von Stress diskutieren. Denn der macht wirklich krank und verursacht Essstörungen.
        Ich wundere mich, dass das nie ein Thema ist und ich wundere mich auch dass das niemand diskussionswürdig findet.

        Haben Sie eine Idee warum das so ist?

      • 13 sagt:

        @ roxy
        Ich habe die Argumente schon gehört, bin jedoch nicht dieser Meinung und bringe darum andere vor, warum es eben wichtig ist. Die überzogenen habe ich als das bezeichnet und gehe logischerweise nicht darauf ein, weil sie etwas anprangern, was gar nicht besteht.

        Zum Stress:
        Ich habe dazu zwei Gedankengänge:
        1. Auch das ist in meinen Augen nicht etwas, das kontrovers ist. Stress ist für die Gesundheit und die Ernährung nicht förderlich. Gibt es Menschen, die das bestreiten?
        2. Es kommt dazu halt dann immer die Frage, was man tun kann und ob man etwas tun kann. Nicht jeder Stress ist vermeidbar. Und wenn er das nicht ist, dann bringt es auch nicht soviel, in ihm den Ursprung zu sehen. Man sollte über Sachen diskutieren, auf die man einen Einfluss hat.

  • Michael Häberli sagt:

    Erzählen Sie dem Kind einfach, dass Fleisch zu hundert Prozent aus toten Tieren besteht und es wird Gemüse lieben.

    • Christoph Bögli sagt:

      Wissen das Kinder nicht gemeinhin? Und selbst wenn, dürfte das wohl nur einen Kurzzeiteffekt haben. Kinder wie Erwachsene sind sehr gut, das zu verdrängen. Oder akzeptieren es einfach.

      Wenn schon müssten Sie da wohl mit ein paar deftigen Schlachthof-Videos für einen richtigen Schockeffekt sorgen..

      • Reincarnation of XY sagt:

        Wir verdrängen das doch nicht.
        Unsere Vorfahren haben die Tiere noch selbst getötet und sind dennoch nicht vom Fleischkonsum abgekommen.

        Fleisch essen ist nichts böses. Sonst wäre GAIA böse.
        Natürlich dürfen wir uns als Homo Sapiens Gedanken darüber machen, inwiefern es für uns sinnvoll, gesund etc., wie wir 10 Mia Menschen ernähren können, welche Verantwortung wir übernehmen wollen etc.
        Doch die Umwandlung von Energie ist nun mal ein natürlicher Prozess. Mir kommt es eher vor, dass viele Fleisch-essen-ist-böse-Vertreter diese Tatsache aus ihrem realitätsfremden Weltbild verdrängen.

      • Gloria sagt:

        Das merken sie von selbst, wenn man fragen ehrlich beantwortet. Bei uns gibt’s deshalb kaum noch Fleisch. Leider ist der Gemüsekonsum dadurch nicht gestiegen. Auch da vermögen sie zu differenzieren.

    • Gerhard Engler sagt:

      Mein 5jähriger Sohn kam in die Küche und sagte „Mmh, tote Fisch“. Meine 3jährige Tochter wählte im Restaurant in Italien in der Vitrine verschiedene Meeres“früchte“ aus, die sie probieren wollte.

      • tina sagt:

        🙂 meine kinder auch. sie assen schon als sie ganz klein waren sehr gern allerlei, je exotischer, desto lieber

    • M. Cesna sagt:

      Na, dann doch lieber frisch getöte Pflanzen, oder?

      • Roli sagt:

        Unsere wussten das bereits von Klein auf.
        Wir sind oft an einem Gehege mit Säuen vorbei gelaufen und ich habe ihnen immer gesagt das davon unser Fleisch auf dem Teller stammt.
        ( Naja, nicht ganz Korrekt da es von Schlachthöfen kommt aber geht in die richtige Richtung)

    • tina sagt:

      mein sohn wollte, kaum konnte er sprechen, tote fische essen. klar wissen kinder dass fleisch tote tiere sind. sie sind da unzimperlich

  • 13 sagt:

    Nicht dass ich etwa den Einfluss des Elternhauses verneinen will, aber dieses „das Kind isst kein Gemüse, da wird zu hause sicher nur mit Fertiggerichten gekocht“ ist zu einfach. Bei uns zu Hause gab es eine Mischung aus beiden, wie das in einem Haushalt mit zwei hochprozentig arbeitenden Elternteilen nun mal ist. Ich ass bereits als Kind kein Fleisch und mochte Gemüse sehr gerne. Meine Schwester ass bis 25 gar kein Gemüse. Das im gleichen Haushalt.
    Heute erlebe ich das Gleiche: Ein Haushalt, eine Küche, gleiches Vorleben, gleiche Regeln und drei Kinder mit komplett verschiedenen Vorlieben.

    • Christoph Bögli sagt:

      Würde ich auch sagen. Bei mir war es eher umgekehrt, eigentlich zu Hause nur selbstgekochtes Ausgewogenes, trotzdem war ich als Kind ein eher schwieriger Esser. Das hat sich erst später wirklich geändert als ich mir die kulinarische Vielfalt eigenständig „erarbeiten“ konnte.

      Insofern würde ich sagen: ein Vorleben guter Esskultur hilft sicher langfristig, aber gibt noch lange keine Garantie für problemloses Essverhalten, gerade bei kleineren Kindern. Und umgekehrt.

      • Gloria sagt:

        Genau so ist es bei uns. Nur ist alles frisch gekocht. Aber gesund sind alle, jene mit und jene ohne Gemüse.

    • tina sagt:

      meine kinder mochten oft das hort essen einfach wirklich nicht. die hortmitarbeiter schlossen wohl, dass die armen kinder daheim nur fertigfrass kriegen oder nur süssigkeiten, dabei kochte ich einfach besser ;-). komisch, aber keiner im hort denkt „oh, vielleicht kochen wir schlecht und darum wird es nicht gegessen“ 😉

      • pauline sagt:

        Das Hortessen ist zumindest bei uns wirklich schlecht.Da werden auch Fertigprodukte angeboten(Findusplätzli,würg). Es gab sogar mal Döner.Wobei ich ja Döner liebe!:-)

  • asouka sagt:

    Na, wenigstens ist der Artikel nicht am Freitag erschienen: wieso ist es denn die Mutter, die keine Lust hat zu kochen und den Kindern Geld für Süsses gibt? Irgendwie bringt der ganze Feminismus nicht viel, wenn dann in so einem Text wieder selbstverständlich angenommen wird, dass die Mutter kocht (oder eben nicht). Es ist anscheinend tief in uns drin und noch ein langer Weg vor uns.

    • Martin Frey sagt:

      @asouka
      „Na, wenigstens ist der Artikel nicht am Freitag erschienen…“ 😀
      Wenn ich den Artikel richtig verstehe, basieren die „Mutter-Zitate“ auf den Aussagen der Hort-Mitarbeiterin. Und diese spricht entweder aus einer gewissen Erfahrung, oder aus einer persönlichen Erwartungshaltung. Denn in der Tat, tief drin scheint es allemal.
      Fakt scheint mir, um aufs Thema zurückzukommen, dass heutzutage immer weniger Frauen/Mütter gerne und teils auch gut kochen, wohingegen das vor 40-50 Jahren noch die Regel war. Und wo früher kaum Männer kochen wollten/konnten, verlagert sich auch das zusehends. Dort, wo beide keinen Wert darauf legen, kommen die Kinder halt mit Junk/Convenience-Food konditioniert angetrabt.

      • 13 sagt:

        „Dort, wo beide keinen Wert darauf legen, kommen die Kinder halt mit Junk/Convenience-Food konditioniert angetrabt.“
        OT, aber ich frage mich immer wieder, ob es wirklich immer ein entweder oder ist. Die meisten Familien (egal wer kocht), die ich kenne, bedienen sich aus beiden Sparten. Und was bedeutet überhaupt frisch kochen? Spätzlipfanne mit gekauften Spätzli und frischem Gemüse ist was von beidem? Selbergemachte Lasagne mit fertiger Tomatensauce? Oder zumindest fertigen Lasagneblättern? Pizza aus gekauftem Fertigteig? Tiefkühlgemüse geht oder nicht?
        Und dann sowieso je nach Zeit und Laune: Donnerstags noch der KITA noch kurz Ravioli aus der Büchse und am Wochenende Niedergarfleisch, Kartoffeln und frisches Gemüse.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „OT, aber ich frage mich immer wieder, ob es wirklich immer ein entweder oder ist.“
        Das ist es sicher nicht. Man muss schon ein Purist sein, um zb. Spätzli, Teigwaren, Gnocchi usw. durchwegs selber zu machen. Wobei die Unterschiede doch spürbar sind. Auch bei den Sugo gibt es bei den gekauften grosse Unterschiede. Tiefkühlgemüse sind zb. bezüglich Nährwert nicht zwingend schlechter.
        Convenience-Food sind für mich fixfertige Mahlzeiten, oder auch Büchsenravioli. Die halte ich zwischendurch mal für vertretbar, längerfristig aus verschiedenen Gründen aber für problematisch. Gewisse Leute ernähren sich selber und ihre Kinder ja primär mit Wienerli oder Chicken Nuggets.
        Wir gehen öfters auswärts essen, und da fällt mir noch mehr die Monotonie der Kinderspeisen auf. Furchtbar.

      • tina sagt:

        achwas mf… meine mutter (und die mütter aller meiner schulkollegen) waren brave hausfrauen und kochten mit den damals so trendigen beutelsuppen, büchsenpastetchenfüllungen, aufbackpasteten. weil das zeitgeist war. und das gemüse wurde lampig verkocht, weil mans halt so machte.
        es ist nicht die von xy eingebrachte art der pfanne, die ausmacht dass gemüse besser ist, sondern dass man das gemüse anbrät und ein bisschen biss lässt, es aber gut würzt. so mögen es die leute, auch grosse 😉
        meine kinder mochten das hortessen häufig einfach nicht, weil ich besser kochte

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Wenn Kinder nicht monoton bestellen würden, wären auch die Kindermenues nicht monoton…

      • 13 sagt:

        @ MF
        Natürlich merkt man den Unterschied gut, manchmal braucht es aber eine pragmatische Lösung. Und sicherlich besser als ein ganzes Fertigmenu. Beim TK-Gemüse muss man sehr unterscheiden, ob einfach Gemüse (Erbsen, Rüebli) oder fixfertig gewürzt.
        „Wir gehen öfters auswärts essen, und da fällt mir noch mehr die Monotonie der Kinderspeisen auf. Furchtbar.“ So geht es mir auch. Und die Gastronomen in unserer Familie, davon gibt es mehrere, würden Dir sofort zustimmen. Allerdings musste ich mich auch schon belehren lassen, dass in vielen Familien genau das etwas ist, was es zu Hause nicht gibt und darum auswärts genossen wird. Ob es stimmt, kann ich nicht beurteilen. Ich für meinen Teil handhabe es anders. Dafür essen zu gehen, würde mich reuen und wir lieben Restaurants sehr.

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        „Wenn Kinder nicht monoton bestellen würden, wären auch die Kindermenues nicht monoton…“
        Das stimmt nicht. Der freie Markt spielt ja da überhaupt nicht. Wir verzweifeln manchmal an dieser Einfallslosigkeit, unser Nachwuchs würde anders wählen, wenn es möglich wäre. Aber wenn man keine Wahl hat, hat man die Qual. 😉

      • 13 sagt:

        Dass man keine Wahl hat, stimmt so nicht ganz. Wir fragen meistens ganz direkt, ob man von etwas anderem eine kleinere Portion für die Kinder haben kann und haben zu 90% Erfolg damit. Kostet etwas mehr, aber wie gesagt, gehe ich nicht ins Restaurant, um Fischstäbli zu essen. Bei mehreren, kleineren Kindern ist auch teilen eine Möglichkeit. Auch da sind Restaurants meistens grosszügig bei Kindern.
        Allerdings glaube ich auch an die Macht des Marketings, ansonsten wäre ja der Milliardenaufwand der Firmen weltweit ziemlich sinnlos. Nicht nur die Nachfrage bestimmt das Angebot. Eben auch umgekehrt. Und fröhliche, bunte Kinderkarten mit Bildern sind anziehend. Viele Leute wissen auch nicht, dass man auch fragen kann, wenn es nicht in der Karte steht.

      • 13 sagt:

        Übrigens in einem unserer Lieblingsrestaurants essen unsere Kinder am liebsten Rindfleischgulasch mit selber gemachten Pasta (eine Spezialität des Gasthofs). Wir gehen da oft in grösseren Gruppen mit mehreren Kindern und sobald es einige Kinder sind, die davon wollen, stellt die Wirtin, ganz unkompliziert, stellt einfach eine grosse Schüssel auf den Tisch, von der jeder nimmt, wieviel er mag. Und berechnet einen Pauschalbetrag. Die Erwachsenen bekommen Tellerservice.
        In der Speisekarte findet sich das natürlich nicht.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Wir fragen meistens ganz direkt, ob man von etwas anderem eine kleinere Portion für die Kinder haben kann und haben zu 90% Erfolg damit.“
        Ja und nein. Ja, das versuchen wir oft auch, und umso älter der Nachwuchs wird, umso eher kann man auch mal erwachsene Portionen bestellen. Insbesondere auf dem Platz Zürich wo die Portionen gerne klein, dafür teuer, und die Gastwirte typischerweise weniger kulant sind als offenbar im Kanton Bern. Von einer solchen unbürokratischen, familienfreundlichen Lösung wie mit dem Gulasch können wir bestenfalls träumen 😉 . Kriege nebst feuchten Augen grad Hunger. 🙂

      • 13 sagt:

        @ mf
        Dieses Restaurant ist typischerweise?? nicht in der Schweiz 😉 Allerdings hatten wir auch hier wirklich selten Probleme. Inzwischen ist es so, dass die beiden Mädchen (11 und 4) zusammen eine Portion essen, natürlich nicht halb-halb (sie mögen auch das Gleiche) und wir nur für den Mittleren einen Sonderwunsch haben. Werde es das nächste Mal auch in ZH probieren 😀

      • Sportpapi sagt:

        Ich bin gerade ziemlich verwirrt. Die Kinderkarte ist doch in der Regel einfach ein Angebot mit sehr billigen Gerichten. Selbstverständlich kann man auf dieses Angebot verzichten und für die Kinder etwas anderes auswählen, auch in reduzierter Menge. Die Restaurants sind ja, gerade in der Schweiz, Dienstleister.
        Bei unseren Kindern ist es so, dass sie meist nicht von der Kinderkarte wählen, weil sie „eine grosse Portion“ wünschen („bin kein Baby…“). Allerdings nehmen sie dann häufig das, was auch auf der Kinderkarte gestanden wäre. Lieblingsrestaurant ist allerdings ein Asia-Buffet-Restaurant.

      • tina sagt:

        achja, ist schon hart, wenn man dermassen häufig in restaurants essen muss (!), dass die kinder wegen den einseitigen kindermenus einseitig ernährt sind. die arme obere mittelklasse. noch einmal mehr gebeutelt

  • Sofia sagt:

    Meine Tochter hasst gekochtes Gemüse. Rohes isst sie hingegen fast ausnahmslos. Jedoch nur vor den Hauptmahlzeiten, wenn der Hunger da ist. Ein kleiner Trick, der funktioniert. Salat geht hingegen gar nicht. Sie bekommt Brechreiz davon. Als Baby hat sie keinen Brei gegessen, gar nicht. Es gibt Dinge, die man nicht „anerziehen“. Jedes Kind ist anders. Auch wenn man als Eltern alles versucht hat. Der Druck ist enorm, sein Kind gesund zu ernähren. Wenn es aber eher untergewichtig ist und ständig nach Nudeln und Fleisch verlangt, klappt man irgendwann ein, glauben Sie mir.

  • Ellen sagt:

    Das mag für viele Kinder und Familien Stimmen, aber es gibt auch Fälle wo alle guten Vorbilder und sogenannte „Tricks“ nichts helfen. Bei meinem älteren Kind habe ich mit einer Ernährungsberaterin die wenigen Nahrungsmittel eruiert, die ihr die notwendigen Nährstoffe liefern. Sie hat noch nie eine andere Frucht als Äpel oder Wassermelone gegessen. Und das muss ich akzeptieren. Ich kann und will sie nicht zum essen zwingen. Der Kleine isst übrigens ganz normal.

  • Nicole sagt:

    „Da gebe es zum Beispiel Primarschüler, die sich für 40 Franken Süssigkeiten kaufen dürfen – weil die Mutter keine Lust habe, zu kochen.“ Der Vater hat wohl auch keine Lust, oder kann der nicht kochen?

  • Kurt Kriesi sagt:

    Mal wieder ein Artikel unter der Rubrik: Wie sich ‘Experten’ ohne Realitätsbezug die Welt vorstellen.

  • Muttis Liebling sagt:

    ‚Gesundes unterjubeln.‘

    Was soll das sein? Lebensmittel haben viele krankheits-, aber keine gesundheitsbezogenen Eigenschaften. Gesundheit ist im Gegensatz zu Krankheit eine nichtempirische Kategorie und kann deshalb nicht an Empirisches wie Lebensmittel vererbt werden.

    Es gibt krankheitserregende, krankheitsbegünstigende und manchmal sogar heilende Nahrung. Nur hat Krankheit keinen direkten Bezug zu Gesundheit, zumindest seit 50 Jahren nicht mehr, seit es eigene Gesundheitswissenschaften gibt.

    Gesundheits- und Krankheitswissenschaften haben sich spätestens 1995 uneinvernehmlich getrennt. Die Mediziner möchten noch gern die Hoheit über Gesundheit behalten, haben sie tatsächlich aber längst verloren.

    • maike sagt:

      Krankheit hat keinen direkten Bezug zur Gesundheit ? Das ist Unsinn in Reinkultur. Ohne eine Definition, was gesund ist, würde es auch keine Definition geben, was krank ist. Ebenso das Nahrung keine gesundheitsbezogene Eigenschaften haben soll. Vitamin C verhindert Skorbut, hat man in der frühen Schifffahrt herausgefunden.
      Beim Punkt – gesundes unterjubeln – bin ich bei Ihnen. Etwas unterzujubeln, auch aus guter Absicht, ist selten von Erfolg geprägt. Die Person muss es schon selber so wollen.

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