Zero Waste geht auch mit kleinen Kindern

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Es muss nicht immer neues Spielzeug sein – Kinder haben auch an der Holzeisenbahn aus dem Brocki Freude. Foto: iStock

Als Weltverbesserin sieht sich Verena Klaus nicht, und in den Unverpackt-Laden hat sie es zuletzt auch nur selten geschafft. Die Öffnungszeiten sind für die Zweifachmama einfach zu ungünstig. Und doch arbeitet die Mittdreissigerin jeden Tag ein Stück weit an ihrem Ziel: auf unnötige Verpackung verzichten, nie wieder Schrott kaufen, nie wieder tausend Dinge lagern, die man nicht braucht. An diesem Weg lässt sie die Leser ihres Blogs und ihres Buches mit nützlichen Tipps, wertvollen Tricks und ehrlichen Einblicken teilhaben.

Frau Klaus, Sie haben zwei Kleinkinder, erschweren die ein Zero-Waste-Leben? Oder anders gefragt: Worauf muss Ihr Nachwuchs verzichten?
Auf nichts. Statt in das Spielzeuggeschäft gehen wir eben in den Secondhand-Laden. Ich versuche, meinen Söhnen den Wert von gebrauchten Gegenständen zu vermitteln, indem ich sage: Das war mal das Lieblingsspielzeug eines anderen Kinds, und jetzt darfst du es haben. Umgekehrt erkläre ich ihnen, dass das eigene Feuerwehrauto, welches nicht mehr genutzt wird, nun weiterzieht und einem anderen Jungen oder Mädchen Freude bereiten wird. Wenn Kinder früh lernen, dass Teilen Spass macht, haben sie einen entscheidenden Part von Zero Waste schon verinnerlicht.

Haben Sie eigentlich Wegwerfwindeln benutzt?
Nein. Wir haben waschbare Windeln verwendet. Es gibt mittlerweile eine grosse Auswahl an praktischen Modellen. Stoffwindeln haben heute nichts mehr mit den Wickelsystemen unserer Grosseltern zu tun. Wir haben einige Produkte ausprobiert, für unsere Zwerge passten am besten die Pop In von Close Parent. Die Windeln lassen sich auf die richtige Grösse einstellen, sodass wir sie für beide Kinder nutzen konnten.

Verena Klaus ist Kostümbildnerin. Auf ihrem Blog Simplyzero.de und in ihrem Buch «Müllkommanix: Ohne Abfall lebt’s sich leichter» gibt sie Tipps zur Abfallvermeidung.

Muss man Stoffwindeln denn nicht bei 90 Grad waschen, und ist das nicht auch wieder eine enorme Energiebelastung?
Ich kenne die Diskussion darüber, ob Stoffwindeln durch das häufige Waschen nicht doch eine schlechtere Umweltbilanz als Einwegwindeln haben. Aber ich habe auf Grundlage meiner eigenen Nutzung eine Rechnung aufgestellt und bin zu dem Schluss gekommen, dass sich Stoffwindeln lohnen, finanziell und ökologisch. Nicht zuletzt, weil Hugo, unser Erstgeborener, schon kurz nach seinem zweiten Geburtstag trocken war. Ein Grund dafür war sicher, dass er immer gemerkt hat, wenn es in der Hose nass wurde. Mit Wegwerfwindeln hätte das Sauberwerden bestimmt um einiges länger gedauert.

Haben Sie es mal mit «windelfrei» probiert, was ja noch konsequenter wäre im Sinne der Müllvermeidung?
Ja, ich habe es bei meinem zweiten Kind tatsächlich eine Zeitlang ausprobiert. Aber für mich hat es leider nicht funktioniert. Ich habe einfach nie mitgekriegt, wenn Kasimir musste. Manchmal fiel mir erst beim Blick in den Spiegel auf, dass er mich angepinkelt hatte. Schliesslich bekam er dann doch Windeln, weil es für mich so entspannter war. In vielen Ländern und Kulturen, wo es keine Windeln gibt oder kein Geld dafür, wird windelfrei aber ganz selbstverständlich praktiziert.

Wie sieht es mit Feuchttüchern aus?
Kamen uns nicht ins Haus. Wir haben von Anfang an Wasser und Waschlappen benutzt. Zum Wickeln wurde morgens eine Thermoskanne mit heissem Wasser gefüllt, und fürs grosse Geschäft haben wir unsere Jungs mit der Duschbrause abgewaschen. Das schont die Haut, spart Geld und jede Menge Müll.

Was würden Sie generell einer werdenden Mutter im Sinne von Zero Waste empfehlen?
Dass sie mit all den Anschaffungen, die sie glaubt für das Baby zu brauchen, warten soll und sich die existenziellen Dinge lieber schenken lässt oder ausleiht. Viele vermeintlich notwendige Sachen wird sie überhaupt nie vermissen.

Inzwischen sind Ihre Kinder aus den Windeln raus, wie vermeiden Sie heute Müll?
Auf jeden Fall bei Spielplatzsnacks. Quetschies & Co kommen mir nicht in die Tüte. Neben dem enormen Verpackungsmüll sind es die hochverarbeiteten Lebensmittel, die mich abschrecken. Meine Kinder sollten erst mal die Grundnahrungsmittel kennen lernen. Sind alle Zähne da, können die Kleinen unterwegs Rohkost essen, sind sie noch jünger, bieten sich für zwischendurch Brotstücke an, weicheres Obst oder die Reste des Mittagessens.

Können Sie einschätzen, wie viel weniger Sie ausgeben, seit Sie bewusster einkaufen?
Nur schwer, weil wir mit dem geänderten Konsumverhalten zeitgleich unsere Kinder bekommen haben. Aber allein bei den Alternativen für Windeln, Feuchttüchern und anderer Babyausstattung sind es in den vergangenen Jahren bestimmt mindestens 5000 Euro gewesen, die wir eingespart haben.

Neben dem Müllvermeiden wollen Sie Ihren Haushalt zudem von unnötigem Kram freihalten – wie halten Sie es da mit Geschenken für die Kinder?
Unsere Familien halten sich vergleichsweise zurück und fragen meist vorab, was gebraucht wird. Wunschzettel sind eine feine Sache. Meine Oma etwa schenkt immer Geld, wovon wir Schwimmkurse und Theaterbesuche bezahlen, das finde ich super.

70 Kommentare zu «Zero Waste geht auch mit kleinen Kindern»

  • Cybot sagt:

    Da wird ziemlich viel vermischt und durcheinander gebracht. „Dinge ausleihen oder sich von anderen schenken lassen“ vermeidet kein bisschen Müll, er fällt einfach bei jemand anderem an. Das gilt auch für Second Hand, immerhin reduziert man natürlich den Verpackungsmüll um die Hälfte, wenn ein Ding von zwei Leuten benutzt wird. Von „Zero“ ist das aber immer noch weit entfernt. Das ist deshalb natürlich nicht schlecht, aber die Bezeichnung „Zero Waste“ ist doch ziemlich fern von der Realität.

  • Jan Holler sagt:

    Und die Ökobilanz? Eine Studie der britischen Envirnonment Agency (http://www.ahpma.co.uk/docs/LCA.pdf) zeigt: zweieinhalb Jahre mit Wegwerfwindeln verursacht 550kg CO2-Emissione, Stoffwindeln 570kg.

    Im Bund stand vor einiger Zeit ein ausführlicher Artikel zu Einkaufstaschen. Fazit (aus der Erinnerung): Eine Bio-Baumwolltasche steht zehntausenden von Raschelsäckchen gegenüber.

    In unserem Bürogebäude dreht über Abend, Nacht, Ferien (fast) niemand die Danfoss-Ventile auch nur eine Stufe herunter. Eine Nacht nur sind sehr viele Tage „Zero Waste“.

    Das alles soll nun aber nicht sagen, dass sich nicht jeder und jede im Kleinen fragen sollte, was er tun kann. Nur leider macht das kaum jemand. Darum muss der Statt regulieren. Aber das wollen die Stimmbürger/innen nicht.

    • Angie sagt:

      Sind die Stoffwindelemissionen für 1 Kind berechnet? Stoffies müssen für ein zweites Kind nicht mehr produziert werden im Gegensatz zu Pampers und Co und sind dann mE klar im Vorteil.

      • Franziska sagt:

        Die Studie stammt aus dem Jahr 2005, das ist nicht mehr ganz aktuell. Sie geht ausserdem davon aus, dass die Stoffwindeln vor dem Waschen eingeweicht werden, Weichspüler verwendet wird, ein Grossteil der Windeln bei 90° gewaschen, danach im Tumbler getrocknet und gebügelt wird. Wenn man die Stoffies also ohne Vorweichen ganz normal bei 40° wäscht, an die Sonne hängt zum trocknen und allenfalls noch für ein zweites Kind braucht, ist die Ökobilanz selbst bei einer Waschmaschine aus dem 2005 klar im Vorteil gegenüber Wegwerfwindeln. Als zusätzliches Plus sind Stoffwindel-Kinder in der Regel früher trocken.

      • Jan Holler sagt:

        Angie, der Grossteil der Energie wird für die Reinigung aufgewendet.

        Franziska, schauen Sie mal unten in den Kommentaren, da wird Ihnen aus dem Heute mitgeteilt, dass mit 90 Grad gewaschen wird und auch der Tumbler zum Einsatz kommt. Es ist nicht eine Frage der Ökobilanz neuer Waschmaschinen, die sich nicht mehr gross verbessert hat seit den Nullerjahren und ausserdem müssen die auch gekauft werden und nicht die billigeren mit der schlechteren Bilanz. Im Einsatz sind auch grossflächig immer noch die alten bestehenden. Das Vorwaschen unterscheidet sich heute nicht von 2005. Und das Ausspülen der Windeln ist auch ein Vorwaschen.

        Aber sei es drum: Von Zero Waste kann man hier auf alle Fälle sicher nicht reden, oder sind Sie anderer Meinung diesbezüglich?

      • Andreas Weibel sagt:

        Die Studie ist Chabis. Die haben die Stoffwindeln viel zu heiss gewaschen und teilweis getumblert. Klar braucht das dann viel Energie… Wenn man die Stoffwindeln aber vernüftig wäscht, ist es die viel bessere Lösung als Wegwerfwindeln.

        Beide unsere Kinder sind mit Stoffwindeln aufgewachsen.

      • tina sagt:

        jan holler, doch eben, genau: der punkt ist, dass die stoffwindeln keinen abfall machen. wegwerfwindeln machen tonnenweise müll, meine güte, das sieht man doch täglich, das muss man nicht rechnen.

      • Jan Holler sagt:

        tina, das einzige was zählt, ist die Schlussbilanz. Es ist egal, ob das CO2 aus der Abfallverbrennung entsteht oder durch die Energieerzeugung fürs Waschen und Trocknen.
        Aber ich sehe schon, man lässt sich nicht gerne seine vermeintlich guten Taten kritisieren. Lieber bleibt man im Glauben, sich gut und richtig zu verhalten, auch wenn dazu kein wirklicher Anlass besteht.
        Doch als Vorbild taugt das alles eben nichts und darum sollte man auch nicht als Missionar/in dafür herum weibeln. Ausser wohl, man verdient Geld damit und erlangt eine gewisse Bekanntheit.

        Statt nun reflexartig die Studie zu kritisieren, sollte man lieber sein Verhalten hinterfragen.

        Heute steht in der Zeitung, die Autos werden immer grösser und stärker. So viel zur von der FPD/SVP propagierten Eigenverantwortung.

      • tina sagt:

        haha witzbold, ich habe damals imfall wegwerfwindeln benutzt und ich bin nicht stolz darauf. nein, es zählt eben nicht nur co2 unterm strich. es zählt auch resourcenverbrauch. es zählt was vermeidbar ist. wenn ich einen stoffbeutel zum einkaufen benutze, den ich sowieso schon habe, dann kannst du den nicht plastiksäckli gegenüberstellen, die ich jedes mal neu abreisse. man muss bei den statistiken schon auch ein bisschen selber mitdenken. das sind alles aspekte. hier wo ich wohne, wird müll in fernwärme umgewandelt. insofern: meine plastiksäcke und windeln im müll kann man verrechnen mit dem öl, das man nicht braucht, um zu heizen. dieses öl würde ja auch co2 verursachen. trotzdem versuche ich natürlich müll zu reduzieren. weil auch die herstellung von plastik resourcen verbraucht

      • tina sagt:

        und die fabrik mit ihren maschinen drin, die muss auch hergestellt werden. das sind auch resourcen. wenn ich aber einen alten beutel verwende, oder eine tasche, die ich sowieso benutze (die velotasche zum beispiel, die ich auch für mein zeug fürs büro brauche), dann fällt da eigentlich gar ncihts zusätzliches an. oder vielleicht ist die tasche ja aus recycleten pet flaschen (die ich selber nicht verwende) und nicht aus bio-baumwolle.

      • Jan Holler sagt:

        tina, kanns mir nicht verkneifen, aber Sie erhalten Wärme via Fernwärmesystem und am anderen Ende werden dafür (auch) Wegwerfwindeln verbrannt. Sehen Sie nun den Zusammenhang?
        Solche Projekte gibt es übrigens tatsächlich.
        Aber recherchiert doch mal selber, es tut sich Erstaunliches auf und viel gut Gemeintes wird relativiert.

      • tina sagt:

        was möchten sie sagen herr holler? ich denke, es gibt bei durchschnittlichen 350kg müll/kopf/jahr sowieso MASSIV zuviel abfall um fernwärme zu erzeugen. wenn ich schon versuche plastiksäckli zu vermeiden, dann finde ich ja wohl auch 5 windeln täglich (habe vergessen wieviele man braucht) pro kind nicht unbedingt anstrebenswert.
        ja genau, es gibt viele gute entwicklungen und die braucht es auch. sobald ich höre, es würde zu wenig müll geben, kann ich ja meine haltung wieder überdenken. oder?

  • Maike sagt:

    Nur 30 min PRO WOCHE um Stoffwindeln zu waschen ? Bei 30 Grad oder was ? Ich glaube, das da der Arbeitsaufwand etwas verklärt dargestellt wird. Stoffwindeln stopft man ja nicht 1:1 nach gebrauch in die Waschmaschine, sondern meistens müssen sie ob des Inhaltes wegen doch etwas vorbehandelt werden.
    Erst danach kommen sie in die Waschmaschine und da sollten es mindesten 60 wenn nicht sogar 90 Grad sein.
    Mit 30 Minuten pro Woche kommt man da nie und nimmer aus.

    • 13 sagt:

      @ Maike
      Die 30 Min. sind mein Aufwand. Die Waschmaschine wusch über 2 Stunden, aber ich habe nicht die Angewohnheit davor zu sitzen und zuzuschauen.
      Ausgespült wurde bei Gaggi direkt nach dem Wickeln oder nach dem heimkommen, wenn unterwegs. Ab dem Moment, wenn das Kind isst, kann man es einfach ausleeren. Windeln einweichen kann man direkt in der Maschine per Knopfdruck. Wasser reinlassen, dann Maschine nach ein paar Stunden programmieren und sie wäscht. Abends rein, morgens sauber raus (wie gesagt: nur bei eigener Maschine).
      In den 30 Min. war also: Maschine beladen, Windeln rausnehmen und in den Trockner, Überhosen aufhängen und alles wieder zum Wickeltisch bringen. Machte ca. 2x 15 Min pro Woche aus, so 30.

    • Gerhard Engler sagt:

      Es gibt Papiertücher, die man in die Stoffwindeln einlegen kann um den gröbsten Dreck einfach zu entfernen.

  • Lorène sagt:

    Frau Genetti bezeichnet sich als „Bio-Mutter“, kauft nur Oek-Windeln und die Spielsachen für ihre Kinder im Brockenhaus. So weit so gut. Wenn ich aber lese, dass sie am liebsten in Ghana, Mauritius, Texas oder Australien in die Ferien geht, ist der Begriff doch ein Witz. Da wird den Leuten andauernd von irgendwelchen Journalisten die „Klimakatastrophe“ eingeredet, für deren selbsternannte akademische Eliten-Kaste scheint die aber nicht zu gelten.

    • 13 sagt:

      Und hier gleich noch einmal: Lesen bitte!
      Frau M. Genetti führt das Interview. Sie ist Journalistin und macht auch Reiseberichte. Über ihren ökologischen Fussabdruck wissen wir nichts.

      Frau V. Klaus hingegen wird interviewt. Sie ist die „Bio-Mama“, kaum Stoffwindeln, vermeidet Abfall und fliegt, soviel ich sehen konnte, nicht in der Weltgeschichte herum.
      Das sind zwei Personen…

    • Dóra sagt:

      @Lorène Eine biologische Mutter ist keine Bio-Mutter à la Bio-Käse, sondern die leibliche Mutter eines Kindes. Sie verwechseln noch dazu Frau Genetti mit Frau Klaus.

  • Colisa sagt:

    Hugo und Kasimir… jedem seine Lebensweise….

    Spielsachen teilen / tauschen hingegeben finde ich eine gute Sache. Die Exzesse sieht man dann an Weihnachen und Geburtstagen.. viel zu viel von allem, unnütz, dekadent.. landet dann alles im Müll.

  • Lorène sagt:

    Also wenn mir früher meine Mutter einfach so mein Lieblingsspielzeug weggenommen hätte, um es dem Nachbarn zu geben, hätte mich das wohl geradezu traumatisiert. Ein Kind wird das nämlich niemals freiwillig tun. Der grüne Oeko-Schwachsinn kennt offenbar keine Grenzen mehr.

    • 13 sagt:

      Es wird ja nicht das Lieblingsspielzeug weitergegeben, sondern das, womit das Kind nicht mehr spielt. In Absprache mit dem Kind. Lesen Sie.

      • Divi D. sagt:

        @Lorène: ich arbeite in einer Kinderkleiderbörse und wir haben auch viele Spielsachen im Angebot, die wir in Kommission verkaufen. Sie sollten mal sehen, wie sich die Kinder freuen, wenn sie für das Geld, das sie für ihr nicht mehr gebrauchtes Spielzeug bekommen, sich etwas neues aussuchen dürfen, das vorher eine andere Familie zum Verkaufen gebracht hat. Nichts mit traurig und Trauma, sondern leuchtende Augen und viel Freude.

    • Marco Caprez sagt:

      Naja, wenn man keine Argumente hat, einfach mal persönlich und beleidigend werden, so kommt man auch durch das Leben. Und dazu noch, ohne jemals das eigene Tun kritisch hinterfragen zu müssen. Prost…

    • tststs sagt:

      Ich dachte jetzt zwar, Teilen sei so ein Christen-Schwachsinn, aber ok… 😉

  • Maria Gasser sagt:

    Nichts für ungut, aber ich hoffe doch, Sie haben Ihre Stoffwindeln nicht in der allgemeinen Waschküche, sondern mit Ihrer eigenen Maschine gewaschen. Meine Nachbarin hat das so gemacht. Die alten, dreckigen Windeln aufbewahrt und dann alle miteinander am Waschtag (einmal in der Woche) gewaschen. Es ist einfach nur abstossend, ekelhaft und unanständig. Wir haben uns eine eigene Maschine kaufen müssen.

    • Helen I sagt:

      Liebe Frau Gasser,

      die dreckigen Stoffwindeln kommen doch nicht ohne ein vorhergehendes abspülen mit der Duschbrause in die Waschmaschine. Das wäre tatsächlich eklig. Aber vorgespülte Windeln heiss waschen macht die allgemein genutzte Waschmaschine nicht dreckig. Das sehe ich nicht als Argument. Mir persönlich fehlt die Duschbrause am WC und die Zeit jede Woche noch 2 Waschgänge zusätzlich laufen zu lassen…

    • tststs sagt:

      Tausend mal lieber meine Wäsche nach einem Kochwaschgang vollgesch**** Windeln, als nach dem Bakterienwellnessbad für Slips aus Seide bei 30°C…
      😉

  • Jenny sagt:

    Es gibt wiederverwendbare Quetschies :).
    Hier kann man selber wählen, was man reintut und sie sind zudem günstiger und ökologischer als die gekauften.

    • Elisabeth Schmid sagt:

      Und nochmals eine Frage: Was ist ein Quetschie? Äxgüsi, ich war auch schon vor 10 Jahren nicht auf dem Laufenden, was Elterndeutsch angeht, jetzt, wo die Kinder Teenager sind, bin ich offenbar ganz out.

    • Jane Doe sagt:

      Oder man isst einfach eine Frucht. Dann weiss das Kind am Ende sogar, dass eine Banane einen anderen Geschmack und Konsistenz hat als ein Apfel.

  • Papperlapapi sagt:

    Hut ab! Ich bewundere die Konsequenz. Wir versuche auch ökologisch zu leben. Auf Wegwerfwindeln haben wir aus Bequemlichkeit nicht verzichtet und wenn ich den ganzen Plastikmüll sehe, der sich in den Kinderzimmern ansammelt, so haben wir auch diesbezüglich recht versagt.

  • Jan Holler sagt:

    Frau Genetti, warum bezeichnen Sie sich als Bonusmama und als biologische Mutter? Was ist das eigentlich? Und wie passt das zu Ihrer Homepage zusammen, wo Sie über Reisen in ferne und exotische Länder berichten. Wie sind Sie dort hin gekommen? Mit dem Flugzeug?

    Wer einmal fliegt, dem glaubt man nicht, auch wenn er über Bio spricht.

    • Méthode Champenoise sagt:

      Das ist Ihre Ansicht, Herr Holler. Ich bin da ganz anderer Meinung. Und schon gar nicht wegen einmal wie Sie im letzten Satz betonen.

      • Jan Holler sagt:

        Kommt eben darauf an, was am Schluss heraus kommt. Schätze, 10 Jahre Bio essen reichen noch bei Weitem nicht für einen Flug nach Übersee.
        Und 10 Jahre so weit wie möglich Abfall vermeiden auch nicht.
        240 Gramm CO2 pro Flugkilometer pro Person wird ausgestossen. 353kg Verbrennungsabfall haben wir pro Person. Nach Indien und zurück kann man nicht im tagtäglichen Leben einfach so kompensieren.

    • MumOfTwo sagt:

      Bonus-Mama heisst, dass die Kinder vom Partner in die Beziehung gekommen sind; biologische Mama hat nix mit Oeko zu tun sondern dass sie die leibliche Mama (hier werdende Mama) ist…

  • Coco sagt:

    Schön, wie sich diese junge Familie in Konsequenz und Wertschätzung übt! Aufwändig, wenig spektakulär, aber wirksamer als jungen Klimastreikenden zu applaudieren und mit dem wehmütigen Seufzer „ach, sie haben recht, aber unser Impact ist ja so klein im Vergleich zu den Milliarden Chinesen und Indern“ fröhlich weiter zu konsumieren.

  • Claudia Haldi sagt:

    Ich find es es ganz toll, so bewusst mit den Kindern zu leben – in der heutigen Zeit wird einem als Eltern ja immer vor Augen gehalten was „man“ noch bräuchte, in Wahrheit aber gehts um den Verkauf von vielen unnötigen Dingen. Auch beim Essen sind viele Kindersnacks nicht nur zu süss, sondern auch überteuert und absolut überflüssig. Ich würde mir noch mehr kritische Menschen wünschen.

    • Mirjam Bedfordview sagt:

      Absolut Ihrer Meinung! Auch wenn von einigen Lesern moniert was der ganze Aufwand soll, dann muss man sich ja auch fragen ja was bringt denn Klimaschutz, was bringt eigentlich das Leben? Weil die heutige Generation gerade alles kaputt macht was die zukünftige Generation überleben muss! Da muss man sich selbst schon fragen, vor allem als Eltern, in was für einer Welt sollten die Kinder denn gross werden? Und wo mit Umweltschutz anfangen, wenn nicht vor der eigenen Haustür? Es mag ja vielleicht ein Tropfen auf den heissen Stein sein, aber steter Tropfen höhlt den Stein! Es muss ja nicht gleich alles radikal im Haushalt umgestellt werden, aber ein Bewusstsein über unser Konsumverhalten ist ein Anfang! Und dann lassen sich automatisch weitere Gewohnheiten umstellen. Viel Spass beim Ausprobiere

      • Reincarnation of XY sagt:

        Da Sie so begeistert von kritischen Geistern sind, möchte ich hier mal eine Kritik an Ihrer Konsumkritik anbringen.
        Ohne Konsum, keine Arbeit – ohne Arbeit, keinen sozialen Frieden, psychische Instabilität, Anfälligkeit für Populisten etc.

      • Méthode Champenoise sagt:

        @Reincarnation of XY: ein völliger Blödsinn, der von den golfspielenden Profiteuren nach wie vor erfolgreich dazu verwendet wird, die Bevölkerung auszubeuten.

      • tina sagt:

        du hast völlig recht. man muss nicht radikal sein. aber allein das kilo abfall pro person, das im abfallsack landet zuhause, das kann man doch stets ein wenig reduzieren. man kann überlegen, was man sich wirklich neues anschaffen möchte. das muss nicht weniger im sinn von weniger umsatz sein, sondern warum nicht ein kleidungsstück für 100 kaufen das 10 jahre hält, anstatt 10 stücke für 10.–, die 2 jahre halten

      • Nani sagt:

        @RXY ohne Konsum, keine Arbeit schreiben Sie, und das soll nicht populistisch sein? Ich kann auch einfach sehr wenig konsumieren, und das nur regional von kleinen, nachhaltigen Unternehmen. Oder glauben Sie ernsthaft ohne UBS, Nestle und Novartis gehe die Welt unter? Kein Leben nach dem Konsum und Neoliberalismus? Dann arbeiten Sie mal schön weiter für das Wachstum

      • tststs sagt:

        Hmmm, RoXY, schiessen Sie jetzt nicht über das Ziel hinaus?
        So wie ich die Damen lese, wird kritisiert, WIE wir konsumieren, nicht DASS wir konsumieren.
        Und da muss ich den beiden Damen schon recht geben. Und es gilt das gleiche Argument wie bei Nicthkonsum: Dies Art von Konsum führt auch eine Gesellschaft ohne Arbeit, ohne sozialen Frieden und wirklich instabile Psychen.

      • tina sagt:

        man hat gleich viel umsatz konsumiert, wenn man für 100.– ein gutes oberteil kauft, das 5 jahre hält, anstatt 10 oberteile für je 10.– , verteilt auf 5 jahre. aber man hat 9mal weniger abfall.
        die kleiderindustrie produziert von vornherein für den abfall, wusstest du das xy?
        beim teil für 100.– hat vielleicht jemand eine gute arbeit, einen guten arbeitsplatz, einen fairen lohn. jedenfalls eher als bei 10 teilen für 10.–

  • Jan Holler sagt:

    Also manchmal kann man wirklich nur noch den Kopf schütteln. Zero Waste im eigenen Haushalt als letztes Glied in der Kette bringt rein gar nichts ausser einem Gefühl von Rechtschaffenheit, was man, man sieht es hier, gerne als Beispiel für alle anderen vorstellt.
    Die gute Frau sollte vielleicht einmal nur den Produktionsverlauf eines Laibes Brot zurück verfolgen.
    Und auf der anderen Seite wird z.B. im Kanton Bern von ländlicher und bürgerlicher Seite ein griffiges Klimagesetz abgelehnt, das wirklich etwas gebracht hätte.
    Übrigens: Euro? Gäbe es in der Schweiz niemanden, der sich als biologisch bezeichnet? Muss man hier wirklich Beiträge einkaufen?

    • Röschu sagt:

      „Zero Waste im eigenen Haushalt als letztes Glied in der Kette bringt rein gar nichts“
      Diese Denkweise ist mMn falsch. Der Konsument ist das erste Glied in der Kette. Er kann mit seinem Konsumverhalten letztlich steuern, was für Produkte überhaupt noch angeboten werden. Würden überhaupt keine in Plastik eingeschweissten Spielzeuge mehr gekauft, würden diese auf kurz oder lang aus den Verkaufsregalen verschwinden…

      • Jan Holler sagt:

        Ja, Röschu. Aber 99.9% aller Menschen kümmert diese Einstellung überhaupt nicht. Ergo ist das kein Weg zum Ziel, sondern es müssen Regeln für die Allgemeinheit aufgestellt werden. Aber wir Berner haben das gerade abgeschmettert. Eine Wohnung, schlecht isoliert braucht 1000 ‚Zero Waste‘-Anhänger?
        Und ‚Zero Waste‘ ist niemals Null-Abfall. Das gibt es schlicht und einfach nicht. Schon da fängt es an unglaubwürdig zu werden.
        Und wer denkt, das sei ein Vorbild für Kinder, der hat auch da nicht viel begriffen. Die nächste Generation wird sich (wie immer) gegen die strikten Regeln ihrer Eltern auflehnen.
        Einer meiner kleinen Beiträge zu weniger Waste (Abfall): Töchter, braucht nur 3 Blatt WC-Papier zum Abwischen! Rechne aufs Leben, wie viele Bäume so nicht gefällt werden.

      • Martin Frey sagt:

        @Holler
        „Töchter, braucht nur 3 Blatt WC-Papier zum Abwischen! Rechne aufs Leben, wie viele Bäume so nicht gefällt werden.“
        Ich würde vorab mal mit der konsequenten Verwendung von Recycling-Klopapier beginnen. Für mich ein unvorstellbarer Gedanke, dass ganze Urwälder abgeholzt werden, nur damit man sich den Hintern abwischen kann.
        Wir können im Alltag, als Konsumenten, durchaus sehr viel tun. Nicht als einzelner, aber in der Summe. Wir steuern letztendlich auch das Angebot durch unseren Konsum. Wenn Millionen Menschen zu Recycling-Papier greifen statt zu anderem, hat das einen riesigen Hebel-Effekt.

      • tststs sagt:

        Hier gebe ich Ihnen recht, Herr Holler, viel zu viele Leute glauben, mit einem gewissen Verhalten eine gewisse Wirkung zu erzielen (und bewirken dann doch genau das Ungewollte).
        Mein Lieblingsbeispiel: Der Veganer, der sein Essen quer über den Globus karren lässt, und ernsthaft glaubt, er verursache weniger Leid und Tod in Flora und Fauna als ein Fleischesser,
        Beim Abfall stimmt es aber nicht so ganz…wer auf Abfall möglichst verzichten will, setzt auf Anbieter, die…ebä… Abfall vermeiden 😉

      • 13 sagt:

        @ Tststs
        Na ja, der Veganer, der sein Essen quer über den Globus karren lässt, verursacht tatsächlich weniger Leid und Tod in Flora und Fauna als ein Fleischfresser, der sein Fleisch über den Globus karren lässt oder aber das Futter für sein Fleisch….
        Es fasziniert mich immer wieder, dass Menschen, die zumindest manche Sachen unterlassen und bei manchen Dingen auf die Umwelt schauen, immer wieder dafür kritisiert werden (inkonsequent ist das häufigste Wort) und damit der Konsum von denjenigen, die auf nichts schauen, gerechtfertigt wird.

      • Jan Holler sagt:

        Aber klar doch Martin Frey, nur mit Recyclingpapier. Die Kinder lernen, Papier wird aus Holz hergestellt. In wieweit der verminderte Gebrauch von Recyclingpapier den Holzverbrauch vermindert, habe ich ausgelassen. Schlussendlich geht es um die Energie (und CO2) und die benötigten Rohstoffe. Sie haben begriffen, wenn sie dreimal am Tag aufs WC gehen fürs kleine Geschäft, sind das ~ 1100 Mal im Jahr und in 80 Jahren 88’000 Mal. Immer 3 statt (locker) 6 Papiere, macht bei 200 Blatt pro Rolle, 240000/200 ~ 1300 Rollen WC-Papier, pro Person!
        Ohne Komforteinbussen!

        Und ja tststs, wenn das Prinzip über den Sinn gestellt wird, oder – wie hier – das Prinzip zum Lebensinhalt wird und schlussendlich dann eben doch ökonomisiert wird und seinen ursprünglichen Zweck verliert, dann wird es stossend.

    • maike sagt:

      Zero Waste bringt nichts ? Wo wenn nicht hier soll man anfangen ?? Angenommen, alle Eltern in der Schweiz würden nur noch Stoffwindeln kaufen und Pampers und Co bleibt als Ladenhüter zurück – was meinen Sie wohl wie lange es dauern würde, bis es nur noch Stoffwindeln zu kaufen geben würde ! Unterschätzen sie nicht die Macht des Verbrauchers – sie wird nur viel zu wenig genutzt. Zudem ist Frau Klaus ein gutes Beispiel, das man mit wenig viel bewirken kann. Und wenn sie nur bei anderen ein paar neue Gedanken impliziert ist schon viel gewonnen.

    • Katjusha sagt:

      Sie argumentieren jetzt aber schon nicht, dass man kein Brot kaufen soll, weil dessen Produktion Energie verbraucht, oder?
      Außerdem, wo schlagen Sie denn vor, anzufangen, wenn nicht im eigenen Haushalt und bei sich selbst?
      Außerdem: ist doch egal ob Schweiz oder Deutschland, wir brauchen überall Leute, die sich um eine klimafreundliche Lebensweise bemühen.

    • tststs sagt:

      Sicher, Herr Holler, Weizen, Salz, Chemikalien in Säcken à 100 kg machen so viel mehr Abfall als das fixfertige Brot, das pro 500 Gramm eine Verpackung braucht.

      Ja, man kann Müll nicht gänzlich vermeiden; aber man kann seinen Teil dazu beitragen (oder eben nicht).
      Und der geht nur bei sich selber!

  • Brunhild Steiner sagt:

    Einverstanden was die Abfallvermeidung betrifft, viel Schnickschnack ist nicht lebensnotwendig. (und Lämpli in Kinderschuhen schon gar nicht!!!).
    Da gibt es noch sehr viel Luft nach oben… .

    Auch wir haben Stoffwindeln praktiziert, allerdings ohne den erwarteten „früher trocken“-Effekt. Je nach Familiensituation/Belastung kann das schon ziemlich anstrengend/aufwendig sein, und nicht jeder Haushalt verfügt über eine eigenen Waschmaschine.

    Vor allem: in den Ländern wo windelfrei praktiziert wird weil es keine Windeln und/oder kein Geld dafür gibt; in diesen Ländern sind tödliche Durchfallerkrankungen bei Kindern gar nicht so selten und deren Sterblichkeit um ein Vielfaches erhöht- weil nämlich auch das heisse Wasser in der Thermosflasche oder die Duschbrause fehlt… .

    • Reincarnation of XY sagt:

      Jetzt zerstören Sie uns doch nicht unsere romantischen Illusionen von den glücklichen Armen, die auch ganz ohne Konsum glücklich werden! So etwas wie hohe Kindersterblichkeit auch nur erwähnen., Brunhild.. das muss doch nicht sein. Es ist doch viel cooler einfach zu sagen: „in Naturvölkern geht es selbstverständlich auch ohne“ … und den Rest einfach ausblenden. Das fühlt sich uns Wohlstandsverwöhnte einfach super an.

      Also Danke für den Hinweis Brunhild. Immer gut, wenn einige noch objektiv mitdenken.

    • Martin Frey sagt:

      „Vor allem: in den Ländern wo windelfrei praktiziert wird weil es keine Windeln und/oder kein Geld dafür gibt; in diesen Ländern sind tödliche Durchfallerkrankungen bei Kindern gar nicht so selten…“
      Nicht so selten ist gut, Frau Steiner…. Durchfallerkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen für Kinder unter fünf Jahren weltweit. Nebst Lungenentzündung, Komplikationen bei der Geburt sowie Frühgeburten, Neugeborenensepsis und Malaria.
      Bei uns in Mitteleuropa ist die Situation natürlich diesbezüglich anders. Aber unkritisch verromantisieren, wie es oft getan wird, muss man da nichts.

      • Papperlapapi sagt:

        Es wird hier ein Kausalzusammenhang zwischen Windelfreiheit und tödlichen Durchfallerkrankungen suggeriert. Gibt es dafür irgendeinen Beweis?
        Es gibt offenbar Eltern, die ihre Kinder erfolgreich ohne Windeln aufziehen können, auch hier bei uns, ohne dass eines dieser Kinder an Durchfallerkrankungen stirbt. Wäre ich angehender Vater würde ich mich informieren, wie das geht, wie man das macht, worauf man achten muss, was für Erfahrungen es gibt, etc. Ich wäre neugierig und interessiert. Aber natürlich kann man auch die Haltung haben: Haben wir noch nie so gemacht, ergo ist das doof. Geht eh nicht. Ist etwas für die Wilden im Wald oder die Armen in Afrika, die dann an Diarrhoe eingehen.

      • Martin Frey sagt:

        @Papperlapapi
        Das habe ich so nicht gesagt.
        Mich stört lediglich diese völlig undifferenzierten, oft lobhudelnden Verweise auf die Dritte Welt, respektive Naturvölker, so auch in diesem Interview. Dabei geht gerne vergessen, dass diese dort verwendeten Methoden oft aus der Not geboren sind. Und mit dem Weg wie er von der Autorin eingeschlagen wird (wofür ich sie sehr respektiere), nicht wirklich vergleichbar sind.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Es ist dasselbe wie mit den Impfgegnern Pplapi. Sie leben in einem geimpften Umfeld und deshalb weitgehend risikofrei. Aber der Grund dafür dass ihr ungeimpft sein funktioniert, liegt genau in dem, was sie verteufeln.

        Der Alternative ist meist schlicht ein Wohlstandsverwöhnter, der es ich aufgrund unseres Systems leisten kann, auf einiges zu verzichten. Völlig deplatziert verweist er dann auf arme Völker, welche unseren „Schnick-Schnack“ angeblich nicht brauchen, weil er deren Elend vollkommen ignoriert. Darum geht es.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Reincarnation of XY
        @Martin Frey

        😉

        @Papperlapapi
        den Zusammenhang provozieren die Verfechter selber: sie beziehen sich ja auf „woanders geht das schon lange so“, mit ausblenden dass es dort mit ganz viel Komplikationen schon lange so geht. Die Kinder nässen/stuhlen teilweise auf die eigenen Kleider, resp Kleider derjenigen welche sie gerade tragen, und da ist weder ein Wasserhahn, noch eine Dusche oder Waschmaschine in der Nähe. Und nein, das habe ich nicht mit eigenen Augen gesehen, aber Nahestehende von mir welche in diesen Gegenden unterwegs waren.

    • tina sagt:

      wir sind aber hier nicht „in armen ländern“, xy und mf

  • Elisabeth Schmid sagt:

    Eine Nachfrage: was ist denn eine Bonusmama?

    • Martin Frey sagt:

      @Schmid
      Nicht dass der Begriff zwingend geläufig sein müsste, aber Bonusmama wird neudeutsch in gewissen Kreisen für Stiefmutter verwendet. Im Duden steht der Begriff meines Wissens jedenfalls nicht.

    • 13 sagt:

      Im Duden steht er nicht, aber der Ausdruck ist auch nicht einfach neudeutsch, sondern wird aus den skandinavischen Sprachen übernommen.

      • Elisabeth Schmid sagt:

        Danke für die Aufklärung! Damit erklärt sich auch das für nicht verständliche „biologische Mutter“, ich fragte mich, ob das irgendetwas mit biologisch (ökologischer?) Lebensweise zu tun hat.

  • Muttis Liebling sagt:

    ‚Zero Waste geht auch mit kleinen Kindern‘

    Auch oder vor allem mit kleinen Kindern geht es auch ohne lästige und völlig unnötige Anglizismen.

  • Koller sagt:

    Wozu der ganze Aufwand?

    • 13 sagt:

      Welcher Aufwand?
      Secondhand oder neu kaufen braucht gleich viel Zeit (und der finanzielle Aufwand ist sogar geringer).
      Obst und Brot oder verpackte Riegel einzukaufen ist ebenfalls gleich aufwendig.
      Stoffwindeln wäscht man nicht von Hand, sondern das erledigt die Waschmaschine (ich persönlich finde es auch wirklich nur gut machbar mit einer eigenen Maschine). Bei mir war der Zeitaufwand knapp 30 Min. pro Woche.
      Bei Vermeidung von Ansammlung unnötigen Zeugs, spart man Stunden, in denen man zuvor aufgeräumt habe. Wir haben vor einem Jahr ziemlich radikal reduziert und ich staune jeden Tag wie schnell Ordnung herrscht (da hat man auch locker die 30 Min. pro Woche um Stoffwindeln zu waschen.).

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