Mein Kind verschmäht meine Sprache

«Du redest falsch!»: Dieser Eindruck ist subjektiv – und kann sich ändern. (Foto: iStock)

Im Bus oder im McDo… ich meine im Bio-Restaurant denken bestimmt einige, ich sei mit einem fremden Kind unterwegs. Der Grund: Ich frage in breitem Berndeutsch «Wosch nu es Rüebli?», und der Brecht antwortet in zackigem Hochdeutsch «Nein, keine Möhre, ich will ein Eis!» (Gibts natürlich nicht, ohne «Bissoguet».)

Zum Glück ruft niemand die Polizei. Statt eine Kindsentführung zu vermuten, denken sich die Umstehenden wohl, dass ich mit meinem Patenkind aus Sprockhövel unterwegs sei. Manchmal enthüllt der Brecht unseren Verwandtschaftsgrad, indem er mich Papa nennt. (Natürlich nicht Papi, Babbe, Vati oder Ätti.) Bestimmt denken die Menschen im McDo … BIORESTAURANTAMINOMAL dann, dass ich ein abwesender Vater sei: «Los mau, Erika, der Mann da kommt sicher immer dann heim, wenn das Kind grad ins Bett mues.»

Der Brecht ist ein Ökonom

Stimmt natürlich nicht, wie Sie aus 200 selbstherrlichen Papablogs wissen. Ich verbringe gleich viel Zeit mit dem Brecht wie seine Mutter. In Brechtens Babymonaten war ich sogar immer zu Hause, und meine Frau ging zur Uni. Trotzdem redet das Kind in ihrer Zunge, nicht in meiner.

Sprachwissenschaftlich ist das normal – sagt die Frau (dafür ging sie ja schliesslich zur Uni). Da wir Eltern untereinander Hochdeutsch sprechen, ist das die dominante Sprache unseres Haushalts. Und warum sollte der Brecht dauernd sein Gebiss umdrehen? Wir verstehen ihn ja beide auch so. Er ist halt ziemlich fau… ressourceneffizient.

Nun leben wir schon länger in der Schweiz, und all unsere Freunde und Verwandten waren sich sicher: «Sobald Brechtel in den Kindergarten geht, spricht er sofort Berndeutsch.»

«Du redest falsch!»

Klar. Kenne ich ja aus eigener Erfahrung. Bis zum Kindergarten sprach ich in der Berner Agglo den für Mittelländer unverständlichen Bergdialekt meiner Mutter. Allen Verwandten väterlicherseits erklärte ich, sie würden «falsch reden». Es dauerte keinen Monat im Kindergarten, bis ich mich an meine Verwandtschaft mütterlicherseits wandte, um ihnen mitzuteilen: «Stellt sich raus, IHR redet falsch!» Meinen Mutterdialekt nutzte ich später nur noch, um mir an der Skiliftkasse den günstigen Tarif für Einheimische zu erschnorren.

Zurück zum Brecht: Der ist nun sechs Monate im Kindergarten respektive in der Basisstufe, wie wir vornehmen Leute das nennen. In dieser Zeit hat er sich mit drei Kindern angefreundet: Eines spricht gebrochen Hochdeutsch, eines spricht konsequent nur Holländisch, und das dritte spricht gar nicht. Wirklich wahr! Und was machen die anderen Kinder, die eigentlich Berndeutsch können? Maximilian-Jason, Lea-Marihuana und Joël packen ihr schönstes Hochdeutsch aus, wenn sie beim Znüni ihre Dinkelscheiben gegen Brechts Pomm… äh Selleriestangen tauschen wollen.

Ob das noch etwas wird mit dem Dialekt – wir wissen es nicht. Momentan spricht Kim Jong-un auf jeden Fall mehr Berndeutsch als der Brecht.

Es ist alles gut, wies ist

Am Können liegt es übrigens nicht. Selten entfährt dem Brecht nämlich tatsächlich ein berndeutscher Satz. Grammatikalisch zwar korrekt – aber in einem Ton … Das Kind klingt dann wie ein herablassender Preuss, der dem niederen Bauernvolk in dessen primitiven Lauten Anweisungen zuschnauzt.

Schauderhaft. Da bleibt er dann doch besser beim Hochdeutschen. Immerhin verschmäht der Brecht nur meinen Dialekt, nicht mich als Person. Die Wahl seiner Freunde zeigt ja: Zuneigung braucht keine gemeinsame Sprache.

Falls Sie gelegentlich im Speiserestaurant «zum goldenen Doppelbogen» einen Berner Ätti mit seinem teutonischen Spross diskutieren hören: Ziehen Sie keine Schlüsse, sagen Sie uns hallo.

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142 Kommentare zu «Mein Kind verschmäht meine Sprache»

  • therese suter sagt:

    Bitte mehr von den Brechtgeschichten.
    Ich habe übrigens auch noch so ein Bärchen zuhause und denke jedesmal, wenn ich es sehe, an die Geschichte vom verloren Bärchen (ohne Oberteil, welches sich doch farblich vom Laub abgehoben hätte … )

  • Esther sagt:

    Hab mich wieder mal krank gelacht! Danke Tschannen!

  • Susanne Steffen sagt:

    Also Herr Tschannen, das muss jetzt einmal gesagt werden. Ihre Texte sind schlicht und ergreifend genial. Ein Lesegenuss vom Feinsten. Grosses Kompliment von einer ebenfalls Schreibenden.

  • Christian Jundt sagt:

    Lea-Marihuana? Echt jetzt?
    item: meine Zwillige sprechen mit mir Schweizerdeutsch und mit meiner Frau (Norddeutsche) Hochdeutsch.
    Wenn meine Schwiegerelter zu Besuch sind und eine Schweizerdeutsche Vokabel nicht verstehen, übersetzen sie.
    Wir haben das nicht speziell gefördert, es ist eher passiert.

    • Lea-Marihuana heisst in echt natürlich anders. Ich darf ihren Namen aber nicht nennen, weil sie in einem Zeugenschutzprogramm ist. Bin nicht sicher, aber ich glaube, sie hat einen illegalen Elsa-Sammelbilder-Tauschring hochgehen lassen.

      • Zwillingspapa sagt:

        ROFL – Herr Tschannen.
        Lea-Marihuana hat einen Elsa-Sammelbild-Tauschring hochgehen lassen.
        Ich mach mir gleich in die Hosen.

        Danke für denn Lacher!

  • Nick sagt:

    Das geht mir (gebürtiger Deutscher mit zackigem Hochdeutsch) genau so. Verwandte fragten mitunter meine Mutter, ob ich als Student damit zeigen wollte „etwas besseres“ zu sein. Absolut nicht. Bei uns wurde immer Hochdeutsch gesprochen. Und als Kind störte es mich sehr, wenn meine Grossmutter falsche, nämlich österreichische, Ausdrücke verwendete.

  • Deutschland sagt:

    Wunderbar geschrieben. Unsere beiden Söhne sprechen auch astreines hochdeutsch, wie ich, obwohl mein Mann ausschliesslich Züri Dütsch redet und wir miteinander jeder in seiner Sprache reden. Ich bin sehr gespannt, ob sich das noch jemals ändern wird…

  • Irene sagt:

    Meine Tochter hat in ihren ersten Lebensjahren sehr viel Zeit bei meinen ostschweizerisch-artikulierenden Eltern verbracht und obwohl ihr Leben in der Region Zürich stattfand genau so gesprochen. Ich, eigentlich mehr die Zürischnurre, konnte gut damit leben. Faszinierend fand ich dann aber die Tatsache (nach dem 1. Chinzgi-Jahr konnte ich mein Leben so richten, dass Töchterli wieder bei mir lebte), dass meine Tochter irgendwann in der 4. Klasse, von jetzt auf nachher auf Züridütsch umgestellt hat. Sie ging morgens mit Ostschweizerisch los und kam Mittags nach Hause und hat komplett umgestellt. Das war kein schleichender Prozess, das war mehr so ein Schalter umlegen. Darüber staune ich heute noch – und sie fasst sich heute an den Kopf wenn sie sich auf alten Filmaufnahmen reden hört 🙂

  • Ruth Michel sagt:

    Mit diversen Eltern – und Umgebungssprachen war unsere Tochter auch konfrontiert: Mutter Schweizerin, Vater Norddeutscher, Wohnort südlicher Schwarzwald mit alemannischem Dialekt. Zuerst sprach sie nur Schweizerdeutsch, ab ca. 3 kam reines Hochdeutsch dazu – und dann begann der Kindergarten und plötzlich wechselte sie zum Ortsdialekt, den wir nicht so toll fanden. Ab da hiess es: mit Mama sprichst du Mamasprache, mit Papa Papasprache, im Dorf Kindergartensprache. Klappte prima. Inzwischen ist sie erwachsen und diverenziert im Schweizerdeutschen: sie hat neu den Bündner Dialekt dazu genommen , da sie mit einem Bündner verheiratet ist

  • Eva D sagt:

    Lieber Herr Tschannen, ich hab’s nicht so mit fremden Kindern, aber Ihr Brecht ist mir ans Herz gewachsen. Ich (CH/I) hab seinerzeit meinen ital. Vater täglich ermahnt, dass es „Mässer“ heisst und nicht „Messer“, unser Weill (7) hingegen hält sich nicht mit Belehrungen auf (der brandenburgische Vater ist eh immun), sondern wechselt zielgruppengerecht zwischen Hochdeutsch und Zürischnurre. So, wie wir den Brecht durch Ihre Texte kennenlernen durften, würde es mich deshalb nicht wundern, wenn das Kind gegenüber geneigtem Publikum, aber heimlich, so dass Sie es NIEMALS erfahren, in vollendetem Berndeutsch oder gar – hämisch grinsend – in Ihrem mutterseitigen Dialekt loslegt.
    Alles Gute.

  • Markus Moreno sagt:

    Tut mir leid, liebe Freunde: diese Schwierigkeit mit dem Dialekt und der Schriftsprache ist eine typische deutschschweizerische. Die meisten Deutsch-Schweizer meinen, wenn sie Dialekt reden, würden Sie auch schon die Hochsprache sprechen. Was für eine Enttäuschung.. Erst noch können Sie die Schriftsprache nicht sprechen, obwohl sie Dialekt sprechen..

    • Bitte was? Ich habe kein Wort verstanden …

    • Sportpapi sagt:

      Ja, wenn ich Zürich-deutsch spreche, dann glaube ich, es sei die Hochsprache. Auf jeden Fall nicht Dialekt, sondern reines Schweizerdeutsch…

    • hotel papa sagt:

      Schönes Beispiel dafür, dass korrekter Akzent gar nichts nützt, wenn man sich semantisch und grammatikalisch nicht verständlich ausdrücken kann.

      Nicht jeder ist ein Hirsch mit Akzenten, also zeigen wir unsere Herkunft mit Stolz. Solange der Rest der Sprachstruktur verständlich ist, ist dem Zweck Genüge getan: Kommunikation nämlich.

  • R. Wenger sagt:

    Sie reden zu Hause Schriftdeutsch. So heisst das. Unsere Dialekte sind alles hochdeutsche Sprachen, im Gegensatz zu den niederdeutsch oder plattdeutschen im Norden. Dass ihr Sprössling diese Sprache spricht, in der er aufwächst, ist natürlich. Reden Sie daheim Dialekt. Auch eine eingeheiratete Deutsche soll sich assimilieren, nicht nur Türken und Balkanesen.

    • Der richtige Begriff wäre wohl „Standarddeutsch“. Hochdeutsch ist neben der Bedeutung, die sie anführen, auch ein umgangssprachlicher Begriff für Standarddeutsch. Schriftdeutsch natürlich ebenfalls – wenn auch nur in der Schweiz, wo Standarddeutsch halt primär die geschriebene Sprache ist. Nun geht es ja hier ums Sprechen und deshalb bin ich amigs nicht so Fan vom Begriff „Schriftdeutsch“.

      Im übrigen bin ich nicht der Meinung, dass sich hier irgendjemand „assimilieren“ muss und zu Hause jede und jeder im Rahmen der Gesetze tun und lassen darf was er oder sie will. Ich spreche gerne „Schriftdeutsch“ mit meiner „eingeheirateten Deutschen“.

      • Hotel Papa sagt:

        Ich vermeide den Begriff „Hochdeutsch“ für Standarddeutsch. Das kommt so Kulturimperialistisch daher.

        Verhältnisse wie in Deutschland, wo in vielen Regionen der Dialekt zu einem Soziolekt abgewertet wird, will ich hier nicht.

      • Das wird in der Schweiz auch nicht passieren. Bei uns gibt es ja kein Kontinuum zwischen Dialekt und Standarddeutsch, sondern eine situationsbedingte Verwendung einer der beiden Varianten, die nichts mit Status oder Schicht zu tun hat.

    • tigercat sagt:

      Also ich habe meiner Frau (gebürtige Hamburgerin) VERBOTEN, sich im Schweizer Dialekt zürcherischer Ausprägung zu versuchen.
      Sie spricht ein so wunderbares Deutsch, muss so bleiben.
      Ihre Vorstellung, was jemand zu tun und zu lassen hat und wie er das zu tun hat, ist einfach nur jenseitig.

  • Mogli sagt:

    Wenn Sie ihr Kind nochmals „Brecht“ nennen, dann lese ich nie, und wirklich nie nie nie mehr eine Kolumne von Ihnen. So was von Scheusslich!

  • Fred Chatelain sagt:

    Bei mir war nicht eine deutsche Partnerin die Ursache für den bedauerlichen Verlust von Mundart bei den Kindern, sondern das unseelige, im Kindergarten obligatorische, Hochdeutsch. Da war ein Ross plötzlich nur noch ein Pferd, Ufzgi mutierten zu Aufgaben und statt zu schaffen wurde gearbeitet. Auf viele Mundartausdrücke reagieren die Kinder nur noch mit Unverständnis – bis hin zum Vorwurf, der Vater sei altmodisch.
    Mir ist natürlich klar, dass Sprache, insbesondere die Mundartsprache, einem konstanten Wandel unterliegt. Wenn diesem Wandel aber noch behördlich Vorschub geleistet wird, zudem in einem so kritischen Alter wie im Kindergaten, hört für mich das Veständnis auf.
    Integration hin oder her: Auch Brauchtum und Sprache braucht ein gewisses Mass an Schutz.

    • Martin sagt:

      In Zürich wollten irgendwelche Theoretiker auch Hochdeutsch im Kindergarten einführen. Eine Initiative hat ihnen dann gezeigt „wo dä Bartli dä Moscht holt“ und so spricht man wie es normal ist auch weiterhin Schweizerdeutsch in den Zürcher Kindergärten.

      • Mir ist es persönlich egal, wie die im Kindergarten reden. Was mich an der Diskussion etwas verwundert, ist diese Abwehrhaltung gegen das Hochdeutsche. Also wäre das etwas extrem unschweizerisches, was es zu bekämpfen gilt. Dabei habe wir schon immer auch Hochdeutsch gesprochen. Schweizerdeutsch ist eher auf dem Vormarsch: Im Chat, News im Lokalradio. Wenn es sprachlich in der Schweiz etwas zu „bewahren“ gilt, dann eher unsere traditionelle Diglossie – zu der auch Hochdeutsch als Schulsprache gehört – und nicht die Mundart. Der geht es nämlich ganz gut.

      • Hotel Papa sagt:

        Im Kindergarten will ich, dass die Lehrpersonen eine Sprache reden, die sie sicher beherrschen. Und das ist, Gott seis getrommelt, für viele Schweizer nicht Standarddeutsch.

      • Anh Toàn sagt:

        Ich will, dass Lehrpersonen eine richtige Sprache können, das ist, Gott seis getrommelt, Dialekt nicht.

        Sprache ist per Definition standardisiert, Dialekt gerade nicht. Das ist das Schöne am Dialekt, der kann sich viel schneller verändern, neue Worte, Satzstellungen einbauen. „Schweizerdeutsch“ ist der Tod der schweizerischen Dialekte.

      • Hotel Papa sagt:

        Das ist genau der Kulturimperialismus, den ich oben gemeint habe. Linguistisch ist ein Dialekt eine besondere Ausprägung einer Sprache.
        Ihn zu einem „Nur“ Dialekt, nicht vollwertigen Sprache, abzuwerten ist eine Ungeheuerlichkeit.
        Standardisierung ist der Tod jeder Entwicklung.

      • Anh Toàn sagt:

        Eine „besondere“ Ausprägung einer Sprache ist also eine vollwertige Sprache? Alle besonderen Ausprägungen aller Sprachen sind vollwertige Sprachen? „Daig Basyldytsch“ ist eine vollwertige Sprache, die „Höschsprache“ ist eine vollwertige Sprache? Aargauer Dialekt mit „Jugo“ Einfluss auch?

      • Anh Toàn sagt:

        „Kulturimperialismus“

        Rechtlich, politisch bin ich Schweizer, kulturell Deutscher.

      • Anh Toàn sagt:

        „Kulturell“ ist mir als Basler ein Stuttgarter deutlich näher als ein Urner. „Kulturell“ bin ich weder Bergler, noch Katholik, oder Bauer und auch die Unterschiede im Dialekt sind grösser zu den Innerschweizern als zu den Badensern. Sowhl in Stuttgart wie Basel wird „niederalemannisch“, in Bern wird „hochalemannisch“ und in URI / Oberwallis „höchstalemannisch“ geredet.

    • sophie sagt:

      Ich hätte mich gewehrt, was fällt denen ein, diesen kleinen Kinder die Muttersprache so zu stören und lächerlich zu machen ?

  • Amélie M. sagt:

    Ja, ja, das wird schon noch. Spätestens mit dem Übertritt in die Oberstufe. Neue Schule, neues Glück – und um keinen Preis auffallen.

  • Diana sagt:

    Herr Tschannen sind Sie auch mal auf die Mundartbeauftragten getroffen?
    Vor Jahren war ich in einem Geschäft und meine Tochter am sprechen lernen. Sie fand ein Büsi aus Plüsch und rief lauthals „BÜSI“ und ich ganz zustimmend: „Ja, das ist eine Katze. „. Da sagte die Verkäuferin hinter ihrer Kasse:“ Es Büsi, richtig!“ Meine Tochter stolperte weiter und fand wieder ein Plüschtier und das ganze wiederholte sich. Da war mir klar, es gibt nicht nur die Grüezipolizei, sondern auch die Mundartbeauftragten.
    Jetzt lache ich darüber aber damals machte ich ne Fuscht im Sack.

    • Nicht gegenüber dem Kind, aber ich spüre sie manchmal in Form meiner deutschschweizer Freunde, die mich (oft durchaus zurecht) darauf hinweisen, dass ich ihnen gegenüber Hochdeutschizismen verwende.

  • klaudia sagt:

    das mit brecht wird schon. aber. wer mir da eher sorgen bereitet ist lea-marihuana.

  • Caroline sagt:

    Vielen Dank. Ich liebe Ihre humorvollen, selbstironischen , toll geschriebenen Beiträge.

  • Hermann sagt:

    Wir zogen vor einigen Jahren von Bern nach San Jose. Mein Sohn nahm deutsch als Fremdsprache in der High School. Der Lehrer war entzückt, dass er einen deutsch sprachigen Schüler hatte. Er fragte ihn: Translate a few things for us. How do you say hello in German. Antwort: Sali. Nein, sagt der Lehrer, das ist französisch. How do you say good bye, fragt der Lehrer weiter. Antwort: Tschau. Nein, der Lehrer, italienisch. Er gibt ihm nochmals eine Chance: What did you eat last night? Mein Sohn: Poulet. Der Lehrer entsetzt: French again, you do not speak German, you lied.

  • Samira sagt:

    Brecht spricht mit dir die Familiensprache – das ist eigentlich ganz normal, auch wenn es auffällt.
    Aber keine Angst – die lokale Mundart wird sie trotzdem noch lernen und den arroganten Preiss auch sein lassen: Kinder wollen dazu gehören und Hochdeutsch ist da klar eine Hürde.
    Ach ja: Möglicherweise kann der Brecht es ja schon – aber weigert sich, es in eurer Hörweite zu sprechen – sein Kind das erste Mal in perfekter Mundart zu einem Gspänli oder auf der Strasse sprechen zu hören hat schon so manche deutschen Eltern aus den Socken gehauen.

  • Koller sagt:

    Es kommt so hip rüber, nur das ist nur Fassade. Grundsätzlich ist es falsch wenn Eltern die Sprachen gegeneinander ausspielen, bei uns werden Französisch, Portugiesisch, Spanisch, Deutsch und Dialekt gesprochen inkl. Englisch, nie würde es uns in den Sinn kommen die Sprachen gegeneinander auszuspielen, zu bevorzugen oder schlecht zu machen. Bei Ihnen kommt die Ideologie mit dem Selbsthass zum Vorschein, ich denke nicht. das ihre Kinder davon profitieren werden. Sie lernen immer etwas besseres zu sein, sich abzugrenzen und am Ende ist man über die Einsamkeit traurig und wütend, weil die anderen nicht den Hofknicks machen. Ich habe noch kein Kind erlebt oder gehört das sich so abgrenzt, das würde mir echt sorgen machen, wo ist die Offenheit auf andere zuzugehen und etwas neues zu lernen???

    • Ich komm grad nicht mit. Wer hat welche Ideologie und wo machen Sie Selbsthass aus?

    • Danielle sagt:

      Meine Güte, Koller, Sie sind ja ein Hineininterpretierwunder! Freuen Sie sich doch über dieses witzige Aperçu eines humorvollen Autors, der seinen Brecht so differenziert und liebevoll-ironisch beobachtet und leben lässt. Als Bernerin mit Wohnsitz in Deutschland hatte ich im Übrigen einige Déjà-entendus!

  • ecam sagt:

    Söhnchen wuchs in einem Haushalt (D/CH) auf, in dem ich Hochdeutsch (bewusst kein sächsischer Dialekt, habe jahrelang für Hochdeutsch geübt), sein Papa Tessiner Dialekt und Hochitalienisch sprachen. Er spricht mit mir perfekt Hochdeutsch, seinem Vater Hochdeutsch (er versteht Italienisch, will es aber nicht sprechen), mit seinen Freunden eine Mischung aus Aargauer und Luzerner Dialekt und (ganz schlimm) einigen Vokabeln in Ausländerdeutsch, mit meinem Partner Englisch.
    Er wechselt problemlos.

  • Vreny Huizer sagt:

    Hallo ! Schon in meinem Schulater war ich neidisch auf ALLE Kollegen/innen die bereits eine zweite Sprachen verstanden und sprachen; heute bin ich Ur-Grossmutter und habe mit meinem Sohn englisch und französisch gesprochen (wohnten meistens Übersee) mit meiner Enkelin ich Englisch – sie Französisch, mit meinen Urenkeln deutsch, französisch und englisch! Vielleicht sind wir alle nicht 100% korrekt in all diesen Sprachen (Spanisch kommt noch dazu) aber das Wichtigste ist : Meine Jungmannschaft versteht und spricht 3 Sprachen und kann sich damit durch den Wirrwarr der heutigen Welt bewegen! Und sind stolz darauf!

  • Lori sagt:

    Herrlicher Beitrag!! 🙂
    Unser Kind (3) wächst mit zwei recht unterschiedlichen CH-Dialekten auf und nimmt sich von beiden Dialekten was ihm gerade passt. Zum Teil braucht er mir gegenüber andere Dialekt-Wörter als gegenüber meinem Mann (Honig vs. Beihung) – er weiss also schon genau, wer von uns was sagt. Und je nachdem, wen man fragt, tönt er mehr wie mein Mann oder wie ich.. (wie beim Aussehen: mal heisst es „ganz de Bappe“, mal „ganz s’Mami“, je nachdem wem der Betrachter näher steht…) Bin gespannt, wie sich seine Sprache über die Zeit noch entwickelt..

  • Waser sagt:

    Süüfig z‘läsä, luunisch gschriebä und inhaltlich viel Wind um ganz wenig Substanz.

  • marianne pomeroy sagt:

    Meine Tochter und ich sprachen immer ein „Kauderwelsch“, englisch und deutsch durcheinander. Jeder benutzte jene Worte die ihm im Zusammenhang einer Konversation zuerst in den Sinn kam. Viele Aussenstehende fanden, dass auf diese Weise mein Kind keine der beiden Sprachen richtig erlernt. Weit gefehlt. Meine Tochter konnte sehr wohl die Sprachen auseinander halten. Hatte Bestnoten im Deutschunterricht, Bestnoten im Englischunterricht. Und spricht zudem ein eingefleischtes „Baseldytsch“. Kinder sind oftmals zu mehr fähig als man meint. Wie dem auch sei, ein wunderbarer Bericht Herr Tschannen. Selten so gelacht!

  • Marie sagt:

    Ich würde NIEMALS akzeptieren dass mein Kind mich verspottet oder so zu mir spricht. Das sollten Sie ihm unbedingt verbieten und sofort.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Jöööö – ein Spottverbot.
      Und was bringt das Ihnen Marie?
      Wenn denn der Spott im Herzen ist (sonst käme er ja nie auf die Zunge) und Sie ihn verbieten, was haben sie damit erreicht?
      Sie wissen nicht, was ihr Kind denkt und fühlt.
      Im schlimmsten Fall – wenn das Verbot mit drastischen Sanktionen durchgesetzt wird – verliert ihr Kind sogar die Freiheit eigenständig zu denken und zu fühlen.

      Es ist eine wunderschöne Freiheit, wenn man über sich selbst lachen kann. Meine Kinder lieben ihren Papa, den sie auch mal nach Herzenslust verspotten können. Das macht richtig Spass.

    • Mir zu befehlen, was ich meinem Kind zu verbieten habe, würde ich nicht einmal meinem eigenen Kind durchgehen lassen.

    • tststs sagt:

      Entweder Sie haben keine Kinder, oder diese wurden in der Zwischenzeit enterbt.

      Sorry, aber Worte wie „niemals“ und „Kind“ in einem Satz… eher weniger….

  • Christina sagt:

    „Momentan spricht Kim Jong-un auf jeden Fall mehr Berndeutsch als der Brecht.“
    Jetzt bin ich wieder total gut gelaunt :-).

  • 13 sagt:

    Ein sehr schöner Beitrag.

    „Sprachwissenschaftlich ist das normal – sagt die Frau (dafür ging sie ja schliesslich zur Uni). Da wir Eltern untereinander Hochdeutsch sprechen, ist das die dominante Sprache unseres Haushalts.“

    Über diese „sprachwissenschaftliche Normalität“ wurden meine Kinder nicht informiert. Mein Mann und ich sprechen zusammen unsere eigentliche Muttersprache, mein Mann (Betreuung auch immer zum mind. 50%) sprach zuerst auch mit den Kindern diese Sprache. Das half alles nichts. Die Kinder sprechen Mamis „Bäärndütsch“. Inzwischen hat auch mein Mann aufgegeben und spricht mehrheitlich deutsch mit ihnen, wir sprechen zusammen immer noch unsere Sprache. Ist aber völlig ok. Sie verstehen sie und können sich verständigen, das reicht. Leben tun wir ja hier.

    • Ja, die Kinder sollen mal etwas sprachwissenschaftliche Literatur lesen, ey!

      Hehe nein, diese sprachwissenschaftliche Erklärung ist wohl eher ein Erklärungsansatz als ein Gesetzt. Viel dürfte von der Persönlichkeit abhängen.

      Ich habe oft den Eindruck (und das ist jetzt überhaupt nicht wissenschaftlich) es gibt „Spachanpasser“ und „Sprachbeständige“. Erstere übernehmen rasch viel von der Sprache, die sie gerade umgibt, zweitere kannst du von St. Gallen nach Bern umsiedeln und sie sagen nach 20 Jahren immer noch Bradworschd.

      • lisa sagt:

        Ich bin eine beständige Anpasserin… meinen Heimatdialekt beherrsche ich nicht mehr gut, sauberes Hochdeutsch kommt mir auch nicht mehr locker über die Lippen, aber so richtiges Züritüütsch klappt auch nach 30 Jahren nicht. Womit neue Bekanntschaften verwirrt sind: Dass ich keine gebürtige Schweizerin bin hört man wohl, aber eine Deutsche kann es doch auch nicht sein. So werde ich regelmässig zur Österreicherin. Also eine abgeschwächte Deutsche 🙂 Ist den Schweizern wohl lieber so als wenn ich mich als Deutsche oute 😉

      • 13 sagt:

        Dem stimme ich zu 100% zu und erstere haben x Vorteile. Bei meinem Mann kann ich sofort an der Sprache/Dialekt erkennen, mit wem er telefoniert. Er stellt sofort um, auch wenn ihm der andere Dialekt nicht ganz geläufig ist. Darum hatte er wohl Mühe bei den deutschsprachigen Kindern bei seiner Sprache zu bleiben, aber darum spricht er auch 4 Sprachen fliessend. Meine Tochter kommt nach 5 Tagen Lager mit einem fremden Dialekt heim. Ich verstehe nach gut 20 Jahren sehr häufigem Aufenthalt in seiner Sprachregion diesen (sehr starken Dialekt) einigermassen, spreche aber denjenigen meiner Ursprungsregion, obwohl ich seit Jahren nicht mehr da war und auch zuvor max 1-2 Tage im Jahr. Dafür war ich in Fremdsprachen stets ungenügend…

  • Werner Graf sagt:

    Passendes Zitat: Man lebt nicht an einem Ort, man lebt in einer Sprache.
    Mit allen Einflüssen und vor allem der Unachtsamkeit der Eltern, Kita(Hort) BetreuerInnen und LehrerInnen werden die schweizerdeutschen Dialekte ausserhalb der hintersten Täler wohl innerhalb der nächsten hundert Jahre verschwunden sein.
    Man kann hochnäsig, globalisiert und elitär grinsen und die Dialektverteidiger als Hinterwäldler ansehen.
    Aber da wird Kultur und lokale Identität vernichtet, so zu sagen eine McSprache eingeführt.
    Wenn dann nur noch Deutsch gesprochen, gedacht und geträumt wird, steht der Eingemeindung ins Reich ja nichts mehr im Wege.

    • Marie sagt:

      WG : sehr gut formuliert und ich bin ganz Ihrer Meinung.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Sie könnten es auch anders sehen:
      Erst wenn die Menschheit eine gemeinsame Sprache spricht, wird sie in der Lage sein, gemeinsam die Herausforderungen unserer Welt anzupacken.

      Kultur entwickelt sich weiter. Früher warf man Menschen zur öffentlichen Belustigung den Löwen zum Frass vor, heute schaut man ein Fussballspiel.

      Ich verstehe nicht, warum so viele Menschen jede Entwicklung mit einem Niedergang identifizieren.
      Bis jetzt führte kulturelle Entwicklung doch eher immer zu einer Verbesserung.

      • Werner Graf sagt:

        Die gemeinsame Sprache auf globaler Ebene gibt es ja. Dieses UNO, WEF, Business Geschwurbel. Resultate zu den grossen Problemen? Null.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Herr Graf, „Null Resultat“ das ist genau Ihr Problem. Sie interessieren sich nicht für Fakten.

        – In den letzten 50 Jahren hat sich die Lebenserwartung weltweit verdoppelt (= den meisten Menschen geht signifikant besser)
        – in den letzten 20 Jahren hat sich der Anteil der Weltbevölkerung, die in extremer Armut lebt deutlich mehr als halbiert
        etc.
        weniger Verkehrstote, weniger Tote wegen Naturkatastrophen, immer mehr Krankheiten werden besiegt, weniger Tote wegen Kriegen…
        Wir haben in allen wichtigen Themen RIESIGE Fortschritte erreicht.
        Und was machen die Menschen, anstatt die Fortschritte zu sehen, rufen sie „Null Resultate“ und lästern über die Dinge, welche zig Millionen von Menschen das Leben gerettet haben.

    • Vierauge sagt:

      WG, Sie tun ja grad, als ob das Absicht wäre. Wie man an Tschannens Werdegang (und auch an meinem, imfall) sieht, ergibt sich diese Entwicklung aber vor allem dadurch, dass Leute eben nicht da bleiben, wo sie aufgewachsen sind. Und das sehe ich persönlich eher als Vorteil.
      Wir reden ja alle auch nicht mehr wie zu Luthers und Zwinglis Zeiten.

      • Carolina sagt:

        Sprache (und damit natürlich auch Dialekte) haben sich zu allen Zeiten verändert und unterliegen immer dem Wandel! Den Dialekt, Herr Graf, der vor 400 Jahren in Ihrem Tal gesprochen wurde, würden Sie heute nicht mehr wiedererkennen – und die Puristen von damals (falls diese damals die Zeit und Musse hatten, sich darüber Gedanken zu machen) wären bestätigt.

      • tststs sagt:

        Wollte gerade das Gleiche schreiben. Sprache (egal ob Dialekt oder Hochsprache) ist immer auch Verlust und Weiterentwicklung des lexikalischen Inventars.

    • Bianca sagt:

      Konfuzius sagt: Die ganze Kunst der Sprache besteht darin, verstanden zu werden. Darum geht es!
      DAS Reich gibts übrigens schon lange nicht mehr und auch Deutschland hat Dialekte, falls sie mal einen Schritt ins „Reich“ gewagt haben.
      Wovor haben Sie Angst? Dass Sie eines Tages doch Butter statt Anke sagen müssen, um verstanden zu werden? Haben Sie keine grösseren Probleme?

      • Werner Graf sagt:

        Dass sich Sprache verändert ist normal. Was aber neu ist, ist das Tempo.
        Was mal Generationen gedauert hat, geht heute in zehn Jahren.
        Auffällig sind Beschleunigungseffekte durch nicht anpassungswillige Migranten, welche sofort beginnen das neue Umfeld an ihre Herkunftskultur anzupassen. Bereits 10% die sich weigern örtliche Gepflogenheiten anzunehmen führen zu Kippeffekten. Beispiel: Standardsprache im Kindergarten oder Hort.
        Oder Englisch in Zürich. Der hohe Anteil von GOOGLE artigen Globalbürgern führt dazu, dass in vielen Restaurants nicht mehr auf deutsch bestellt werden kann. Oder man wird nicht mehr in der lokalen Sprache angesprochen. Die Zerstörung von Sprache wurde schon immer auch als Machtelement eingesetzt.

      • Carolina sagt:

        Herr Graf, wir wissen jetzt alle, wes Geistes Kind Sie sind – da haben Sie ja alle Ihre, Achtung: Googleartiges Ausländisch folgt, Grievances in ihren paar Beiträgen untergebracht. Ich habe nur darauf gewartet, dass auch noch die anpassungsunwilligen Migranten ins Feld geführt werden. Und schön, dass Sie auch noch ‚das Reich‘ gebracht haben – manchmal ist man froh, dass gewisse Zeitgenossen und ihre dumpf-hintertaligen Vorurteile tatsächlich langsam aussterben. Insofern ist Wandel einfach nur gut!

    • flori antha sagt:

      @Graf: keine Sorge, die Mundarten in der Schweiz werden nicht verschwinden. Aber sie werden einheitlicher, stark durch Züri und Bern geprägt. Das ist vor allem eine Folge des Vordringens der Mundarten in Radio, Fernsehen und schriftlicher Kommunikation.

      • k. miller sagt:

        Also die vielen Restaurants in Zürich, in denen nicht mehr auf deutsch bestellt werden kann, würden mich jetzt schon sehr interessieren. Oder lebe ich in einem anderen Zürich? Wieviel ist viel? Bekannte von mir monieren auch immer wieder, dass man auf der Strasse kein Deutsch (womit Dialekt gemeint ist) mehr hören würde. Hab dann einen Spaziergang mit ihnen gemacht in ihrem Quartier. Meine Bekannten so: Ja, heute hört mal viel Züritüütsch… das sei eine Ausnahme… sonst nämlich nie!

      • sole sagt:

        „Oder Englisch in Zürich. Der hohe Anteil von GOOGLE artigen Globalbürgern führt dazu, dass in vielen Restaurants nicht mehr auf deutsch bestellt werden kann.“

        Keine Ahnung, wo Sie sich bewegen. Aber als Zürcherin hatte ich noch nie Probleme auf Deutsch zu bestellen. Und die englischsprachigen Immigranten beklagen sich in der Regel eher, dass sie fast keine Chance haben Deutsch zu lernen, weil alle gerne ihr Englisch üben/vorzeigen wollen. Ich kann da wirklich keine mutwillige Zerstörung der Sprache ausmachen. (Durch wen überhaupt? Die globale Expatverschwörung?)

    • k. miller sagt:

      Sprache hat sich immer verändert, auch im hintersten Tal wurde vor 500 Jahren anders gesprochen als heute. Und in den nächsten 100 Jahren wird die Sprache sich weiter verändern, deshalb werden die schweizerdeutschen Dialekte aber nicht verschwinden. Anders, vielleicht auch aneinander angeglichener, aber nicht weg. Das zeigt auch der Vergleich mit dem „Reich“ (mir kommts fast hoch bei diesem Ausdruck in diesem Zusammenhang… aber das nur nebenbei…). In Deutschland werden nach wie vor unzählige verschiedene Dialekte gesprochen. Man höre sich um im Hotzenwald oder in der Eifel, im Saarland oder in Hessen. Verallgemeinerungen zeugen von Unkenntnis.

    • Lautaro sagt:

      Seit etwas mehr 100 Jahren spricht in der Welschschweiz kaum jemand mehr einen französischen Dialekt. Sind Sie jetzt der Meinung, dass die Welschen über keine lokale Identität verfügen und eigentlich schon breits seit 100 Jahren in Frankreich eingemeindet sein müssten ?

      • Werner Graf sagt:

        Nein, natürlich nicht. Nur, unsere lieben welschen Mitbürger, habe auch beruflich mit ihnen zu tun, haben durchaus noch regionale Differenzen, also Dialekte, in ihrem Französisch. Die komplete Dialektfreiheit unserer welschen Mitmenschen ist ein gut gepflegter Mythos.
        Aber stellen Sie sich doch einmal unsere Filmkultur dialektfrei und sprachlich eingeebnet vor.
        Bienvenue chez les Ch’tis, Notting Hill, Brother where art thou, Chicken Run um nur einige zu nennen. Schotten vs Engländer, Hamburger vs Bayern, New Yorker vs Texaner, Zürcher vs Basler usw.
        Ganz viel sprachliche Spannung und Gestaltungsmöglichkeit ginge verloren.

  • Anja Meyer sagt:

    «Zum goldenen Doppelbogen» ist klasse. Muss ich mir merken!

  • Maria sagt:

    Meine beiden Töchter wuchsen mit 2 Dialekten (Papa Süddeutsch, ich Schweizerdeutsch) und sprachen in der Schule (DE) bestes Hochdeutsch.
    Sie sprachen jede „Sprache“ perfekt und wechselten zum jeweiligen Gesprächspartner sofort um.
    Der Deutschlehrer im Gymnasium hat mich mal erstaunt gefragt, ob ich die Mama sei und wieso meine Tochter keinen schweizerischen Akzent hätte.
    Sie lernten übrigens in einem Sprach-Gymnasium Englisch, Französisch und Italienisch.
    Beide sind seit vielen Jahren im Consulting beschäftigt – in London, beziehungsweise in München.

  • H.Marty sagt:

    Soo en coola Blog, chasch nid es Bitz meh schriiba……bitteee!!
    Und din Brecht isch voll ir Ornig, i finde Pommes au besser als Sellerie

  • Anna-Leena sagt:

    …wenn er sonst deine sprachlichen Fertigkeiten erbt oder lernt, wäre ich mehr als zufrieden 😉 Herrlich geschrieben!!!

  • Berglerin sagt:

    Herrlich geschrieben, vielen Dank dafür! Ist bei unseren Freunden genau gleich, die Kleine startet nun ebenfalls nach einem halben Jahr Kindergarten mit ein paar Sätzen Berndeutsch… ich bin ja gespannt wie sich das entwickelt 😉
    Und unsere Gleichaltrige wechselt momentan noch zwischen Bergdialekt und Berndeutsch…

  • Stefan W. sagt:

    Unsere Kinder unterhalten sich locker in beiden Eltern-Sprachen. Als kleine Kinder haben sie manchmal. sogar das, was die Mama sagte, für den Papa übersetzt, bis sie gemerkt haben, dass die Eltern die jeweils andere Sprache zwar nicht akzentfrei sprechen, aber doch ziemlich gut verstehen 🙂
    Untereinander sprechen sie mal das eine mal das andere, meistens irgendwie kreativ vermischt jeweils das Wort wählend, das sie für das, was sie gerade ausdrücken wollen, vermutlich passender finden.

  • Claudia sagt:

    Das lässt sich noch steigern. Meine Tochter wächst in einem Hochdeutsch sprechenden Haushalt auf, spricht aber auch perfekt Mundart. Ausser in der Schule, da spricht die auf einmal gebrochene Schweizer Schriftsprache. Mir rollt es die Zehennägel…

    • Haha ja, Kinder. Man weiss nie, woran man ist.

    • Vierauge sagt:

      Claudia, das ist uns auch passiert – Eltern aus D, Kinder hier geboren. Beiden sprechen perfekt die hiesige Mundart und ausserdem eigentlich sehr gut Hochdeutsch, aber unser Jüngster hat das mit dem „Schweizer Hochdeutsch“ auch mal performt – aua.

      • Tgetg sagt:

        Dazu hab ich auch noch einen: Unser Sohn, 1. Klasse, beide Eltern Schweizer, sagt, er spreche zwei Hochdeutsch. Eines in der Schule (damit meint er das „Schweizer Hochdeutsch“) und eines daheim beim Spielen (das „geschliffene“ Hochdeutsch, das er von den Hörbüchern kennt). Und nein, genau so, nicht umgekehrt.

    • 13 sagt:

      Ich kenne das auch umgekehrt. Eltern sind Urschweizer, auch immer in der Schweiz gelebt, 3 Kinder, zwei sprechen den heimischen Dialekt, eines nur Hochdeutsch und zwar ein sehr reines, welches es bei der deutschen Nachbarsfamilie aufgeschnappt hat. Seit Jahren (inzwischen 8 Jahre alt) verweigert es, Schweizerdeutsch zu sprechen mit der Begründung, es müsse sich zu sehr konzentrieren und das sei zu anstrengend.

      • Claudia sagt:

        @13:
        Ich finde das hochspannend. Hier wachsen 3 Kinder im selben Hsushslt, mit der selben Frühkindlichen Sozialisierung durch Kripoe/ Spielgruppe auf und sie entwickelten die Sprache ganz unterschiedlich. Kind 1 spricht enorm sauberes Hochdeutsch, verweigert Dialekt zu sprechen („ich kann das eh nicht so gut, man würde immer hören, dass das nicht meine Muttersprache ist“), lernt weitere Fremdsprachen aber gut und spricht sie auch recht gut. Kind 2 switcht zwischen Hochdeutsch und Dialekt, spricht kein sauberes Hochdeutsch (sie kann beispielsweise kein weiches „ch“), Kind 3 hat lange nur Hochdeutsch gesprochen, spricht erst seit der Schule Dialekt (wenn er im Dialekt angesprochen wird), kann wie die Schwester kein weiches „ch“ und klingt auch recht schweizerisch

      • 13 sagt:

        @ Claudia
        Ja, es ist immer wieder faszinierend, wie sich die Sprache im gleichen Haushalt ganz anders entwickeln kann. Ich kenne auch eine Familie, die vor 25 Jahren in die Schweiz eingewandert sind. Die Kinder waren 10 und 16 und interessanterweise war es das ältere Kind, welches sich nach 6 Monaten gut und praktisch fehlerfrei sowohl auf hochdeutsch, wie auch auf Mundart unterhalten konnte. Das jüngere lernte schnell hochdeutsch, blieb dann dabei und spricht es noch heute.
        Auch bei den Eltern (beides Akademiker, beide stets voll erwerbstätig, also gleiche Voraussetzungen): Der Vater spricht sehr gut und fehlerfrei deutsch und auch Mundart, hat lediglich einen kleinen Akzent. Die Mutter kann sich sehr gut verständigen, man hört aber sofort, dass es nicht die Muttersprache ist.

  • Bianca sagt:

    Haha, erleben wir auch so. Ich finde es gut, dass die Kinder Hochdeutsch gut beherrschen, denn in der Schule brauchen sie das und sind, Verzeihung, meist sogar besser darin als ihre Lehrer(innen). Papa wäre zwar froh, unsere Kinder würden statt zu schaukeln oder zu wippen auch mal gigampfe und beim Pferd zuckt er schon gar nicht mehr zusammen, aber so ist es halt, Sprache hat sich immer verändert und wird sich auch weiter im Zeitalter der Globalisierung und multinationaler Eltern-Beziehungen noch rasanter verändern. Zwängt Kinder bitte nicht in ein Zwangs-Dialekt-Korsett.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Zum goldenen Doppelbogen – Top!

    Deutsch ist hoch im Kurs. Selbst meinen Kindern muss ich beim einen oder anderen Wort sagen: auf schweizerdeutsch sagt man das so, „Karotten“ u.ä.
    ist hochdeutsch.
    Seit sie andächtig den Weisheiten diverser Youtouber lauschen, ist deutsch noch höher im Kurs. Auch im Radio hören sie, dass die deutschen Barden einfach zehnmal besser klingen als diese Dialektler. (Deren Texte meist noch gschämig bieder und lapidar sind und die mich schnell zu Spotify wechseln lassen, weil sie von unserer Kulturförderung viel zu oft gespielt werden).

    Das alles ging so weit, dass ich meinen Kindern erklären musste, dass der grosse Kanton keineswegs in allem besser und cooler ist als die Schweiz.

    • Viele Kinder sprechen ein erstaunlich gutes Hochdeutsch, das sie aus den Medien gelernt haben. Ging mir in den 80ern auch schon so. Ich habe mal eine … weiss nicht mehr genau, glaube Dokotorarbeit … darüber gelesen, dass in der Schule das schöne Hochdeutsch eher abtrainiert wird, und die Kinder ein knorriges, langsames, überbetontes Hochdeutsch lernen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Da soll mal einer noch sagen, Medienkonsum sei nur schlecht.
        Heute kommt noch der zusätzliche Aspekt, dass man nicht nur konsumiert. Auf der digitalen Spielwiese finden meine Kleinen internationale Freunde. Sie diskutieren in fremden Zungen und lernen auswärtige Sitten und Schulsysteme kennen.

        Dies alles gibt mir Hoffnung, auf ein besseres Morgen und dass die gegenwärtigen nationalistischen Backlashs ein letztes Aufbäumen einer Generation sind, die bald für immer der Vergangenheit angehören wird.

      • Samira sagt:

        Und ich weiss von zwei Fällen, in denen zukünftige Radiomoderatoren über ihr (nicht familiär bedingtes) zu gutes Hochdeutsch gestolpert sind: Beim einen war es eines der Kriterien, ihn nicht zu nehmen – der andere musste zum Stellenantritt schweizer Hochdeutsch lernen.

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Dass deutsche Barden besser klingen mag ich ja noch durchgehen lassen. Aber die singen doch auch vielfach Dialekt?

      • Roxy sagt:

        SP – ???? Dialekt? Wer?
        Vielleicht in der Volksmusik. Aber da kenn ich mich nicht aus. Und solches Radio mag bei uns niemand hören.

      • Sportpapi sagt:

        @Roxy: Vielleicht habe ich mich auch vertan. Muss mich mal bewusster darauf achten. Ich bin jedenfalls mit Spider Murphy Gang und Bap und anderen aufgewachsen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        ich auch!
        BAP ist wirklich Kölsch – „vo drinne no drusse“ eine meiner ersten Platten
        ich kannte jedes Lied auswendig

        SMG – sind etwa so stark Dialekt, wie wenn Kurt Felix Hochdeutsch redete und die Deutschen sagten: „ich verstehe seinen Schweizer Dialekt gut“

      • Sportpapi sagt:

        Nun ja, hochdeutsch ist es jedenfalls nicht, was die „bayrische Band“ verwendet. Was es dann ist, das kann ich nicht beurteilen.
        Tatsächlich war das mal meine erste Kasette, lange her. Heute wissen meine Kinder zwar noch, was eine Kasette ist. Aber ich glaube, eine Platte haben sie noch nie abgespielt.

      • Roxy sagt:

        ok, „mir san a bayrische Band“ ist schon ziemlich bayrisch, wenn auch nicht Hardcore. Also etwa so, wie man in München spricht.
        Aber oft ist es so, dass auch wir meinen das Gegenüber spräche seinen Dialekt, dabei ist es nur sein Akzent. Es gibt in D und A viele Dialekte, die wir kaum verstehen würden, wir aber gar nie hören, weil die Einheimischen das tatsächlich nur untereinander unverfälscht sprechen.
        Und BAP ist da die einzige Dialektband die gross rauskam (meines Wissens).

  • Meinrad sagt:

    Erstaunlich finde ich ja, dass der Autor freiwillig Hochdeutsch spricht. Bis jetzt habe ich bei gemischten Paaren immer erlebt, dass jeder in seiner Muttersprache spricht. Hat den Vorteil, dass der teutonische Partner dann irgendwann im Volg auch nach den Rüebli fragen kann. 🙂

    • Das hängt wohl davon ab, ob der Partner beim Kennenlernen schon Schweizerdeutsch versteht. Als meine Frau Schweizerdeutsch verstehen konnte, wär’s für mich schon komisch gewesen, plötzlich anders mit ihr zu reden.

    • tina sagt:

      selbst angestellte im volg wissen, was eine möhre ist. abgesehen davon findet man die selbständig. sie sind orange und lang und meist in 500gramm packungen. sie sehen auch aus wie in anderen ländern, was die sache vereinfacht

    • Anh Toàn sagt:

      Ich war mit einer Hessin verheiratet und habe richtiges Deutsch mit ihr gesprochen, wie sie richtiges Deutsch sprach, kein Hessisch, denn Dialekt ist für Prols, nicht in ganz Deutschland aber insbesondere in Frankfurt. Sie hat Baseldytsch gut verstanden, auch Züri- oder Berndeutsch, nur einmal im Oberwallis hat sie gefragt, welche Sprache die Kellnerin sprach. Einmal an einer Dinnerparty, fast alle anderen waren aus Künzelsau (Nordosten von Baden Württemberg), da fragte meine EX, warum ich mit denen Baseldytsch rede. Ich habe geantwortet, weil die meinen Dialekt reden, kann ich doch nicht Hochdeutsch antworten.

      • Carolina sagt:

        Dass Dialekt nur etwas für ‚Prols‘ sei, hat sich aber in weiten Teilen Deutschlands gehörig geändert….. Heute ist es ein identifikationsmerkmal, einen Dialekt zu sprechen – und gerade in Frankfurt wird mit grosser Selbstironie zelebriert, dass ein Dialekt heutzutage nicht mehr auf mangelnden Bildungshintergrund hinweist, sondern auf Stolz oder Freude über die Heimat!
        Meine Kinder, für die der Zürcher Dialekt ‚Drittsprache‘ war, identifizieren sich mit diesem, sie bezeichnen ihn als ihre ‚Heimatsprache‘.

      • Anh Toàn sagt:

        Heimatstolz ist für Prols. Aber Prols haben wieder Auftrieb, überall, von den Trumpies, über die Brexiteers zu den Pegidas und den Gelbwesten bis zum Hansi Obergrins Hinterseer. Verwerflich sind heutzutage Eliten.

      • Carolina sagt:

        Deswegen schrieb ich Stolz und Freude an der Heimat……. Unter Prols verstehe ich etwas anderes!

    • Sonusfaber sagt:

      Erstaunlich? Ich als Tessiner und meine Frau als Deutschschweizerin sprechen Hochdeutsch miteinander – das ist ein guter, fairer Kompromiss, finden wir.

  • Freddy Zürcher sagt:

    Die sprachlich Begabung ist halt nicht jedem Kind in die Wiege gelegt.

  • Coco sagt:

    Das Restaurant heißt bei uns „Zur goldenen Möwe“ 🙂

  • Beat Fisch sagt:

    Vileicht hätte es geholfen, wenn Sie das Kind Pesche oder Aschi oder Hene getauft hätten …

  • basso sagt:

    Herrlich, so fängt der Tag gut an, dankeschön :-))

  • Sonusfaber sagt:

    Im Tessin, wo ich aufgewachsen bin, geht man unverkrampft mit Sprachen um. Niemand erwartet, dass man „seine“ Sprache spricht – und schon gar nicht Tessiner Dialekt. Dieser Dünkel ist Tessinern völlig fremd. Mit meinen Eltern habe ich fast nur Tessiner Dialekt geredet, mit meinen Geschwistern sowohl Tessiner Dialekt als auch Italienisch, mit meiner Lieblingskusine fast nur Italienisch – so what! Kein Tessiner, keine Tessnerin würde sich jemals erfrechen, einem Landsmann, einer Landsfrau, der bzw. die sich mit einem Deutschschweizer auf Italienisch unterhält, befehlen: Rede Tessiner Dialekt, wie sind ja im Tessin. Deutschschweizer hingegen schon – das habe ich oft erlebt und mich dabei fremdschämen müssen! Es ist so was von grotesk!

    • Gerhard Engler sagt:

      Ich finde es völlig in Ordnung, wenn man je nach Situation Dialekt oder Hochsprache verwendet. Aber mit meinem Sohn habe ich ebenfalls ein Problem: Er kann nicht Dialekt sprechen. Er sagt „einkaufen“ statt „poschten“. Und das ist für mich ein schmerzhafter Verlust an lokaler Kultur.

      • Herr Engler, ich will Ihnen nichts vorschreiben, aber lassen Sie Ihrem Sohn doch seine Sprache. Das gehört zur Persönlichkeit. Ich kenne auch viele Dialekt-Begriffe, die ich nie verwenden würde. Sehen Sie es so: Dass Kultur ständig verloren geht, ist auch eine Form von Tradition.

      • Sonusfaber sagt:

        Vielleicht bedeutet mir meine Muttersprache (Tessiner Dialekt) zu wenig. Es muss wohl so sein. Seltsam – beim Lesen Ihres Kommentars habe ich zum ersten Mal in meinem Leben gedacht, dass es doch gut ist, für seine Sprache einzustehen, sie zu pflegen, sie zu sprechen, dafür zu sorgen, dass sie wenigstens dort, wo sie beheimatet ist, auch von Fremdsprachigen gesprochen wird … Danke!

  • Sonusfaber sagt:

    Warum rede ich? Um des lieben Redens willen? Aus Liebe zur Sprache, die ich gerade verwende? Weil ich meine Stimme mag? Nein – nichts von alledem. Ich rede, weil ich meinem Gegenüber etwas mitzuteilen habe. Aus keinem anderen Grund. Und da ich ihm etwas mitteilen möchte, achte ich darauf, dass es meine Botschaft VERSTEHT. So dass ich mich jeweils einer Sprache bediene, die es möglichst gut versteht und ich möglichst gut beherrsche: Es kann Hochdeutsch sein, es kann – da ich Tessiner bin – Italienisch oder Tessiner Dialekt sein usw. Insofern halte ich die Sprache für ein Mittel zum Zweck. Dass fast alle DeutschschweizerInnen an ihrer Mundart hängen wie ein Kind an der Mutter Brust und insbesondere dem Hochdeutschen derart abgeneigt sind, befremdet mich zutiefst.

  • Peter Meier sagt:

    “ Das Kind klingt dann wie ein herablassender Preuss, der dem niederen Bauernvolk in dessen primitiven Lauten Anweisungen zuschnauzt.“
    Wunderbare Lyrik. Wahrlich, musste herzhaft lachen! Und danach fest husten, weil erkältet. Wars aber wert.

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