Teure Bescherung

«Genau die hab ich mir gewünscht»: Wunschzettelschreiben kostet ja nichts – ausser Papas Nerven. (Foto: iStock)

Der Brecht hat uns an Weihnachten bisher schadlos gehalten. Letztes Jahr wollte er ein Brot und im Jahr davor drei Plastiktüten. Diese bescheidenen Wünsche haben wir ihm gerne erfüllt. Er freute sich, und wir waren glücklich, ihn nicht dem Kapitalismus in die Arme zu treiben.

Die teuren Wünsche würden noch früh genug kommen, sagten wir uns. Und so sollte es geschehen: Eine Kugelbahn muss dieses Jahr her … «biiiitte, bitte, bitte!» Aber nicht was Günstiges aus getrocknetem Erdöl von Ali Express. Nein, die Rolex unter den Kugelbahnen. Ach, was rede ich. Die Patek Philippe unter den Kugelbahnen. Gefertigt irgendwo zwischen Oberaargau und Berner Oberland aus FSC-zerfizierter Bio-Buche zu äusserst artisanalen Preisen.

Fürs Kind nur das Beste

Ich stelle mir vor, dass bei jedem Bestelleingang ein postpensionärer, graubärtiger Housi, Ruedi oder Aschi in Überkleidern gemütlich loszieht und eine Buche umlegt. Dann sitzt er ein paar Tage mit dem Stumpen im Antlitz vor dem Geissenstall, schnitzt den Baum zu Klötzen und stochert mit dem Handbohrer Löcher durch. Erika, seine Frau, packt die fertigen Klötze in einen Karton, klebt Pro-Juventute-Briefmärkeli drauf und bringt das Päckli ins Dorf zur Post – also zur Postagentur im Volg.

Verzeihen Sie die Häme. Ich bin noch dabei, den Preisschock zu verarbeiten. Die Kugelbahn ist so teuer, dass ich mir schon überlegt habe, meine Stelle zu kündigen und die Würfel selber zu schnitzen.

Weihnachtsbuche statt Weihnachtstanne

Aber genug gefrotzelt. Es handelt sich ja um eine gute Sache: Einheimisch und ökologisch produziertes Spielzeug darf etwas kosten. Besagte Kugelbahn soll auch noch pädagogisch wertvoll sein. Man sagt ihr nach, sie könne selbst aus einem Kind, dem dauernd die Glace aus dem Cornet fällt, noch ein Schachgenie machen. Ich freue mich, dass der Brecht mit einem derart sinnvollen Geschenkwunsch an uns herantritt.

Falls Sie sich fragen, woher er diese Kugelbahn überhaupt kennt: Sie steht in seiner Basisstufe. Nun könnte er ja einfach dort damit spielen. Aber nein: Maximilian-Jason hat offenbar ein Saisonabo auf die Kugelbahn gelöst. Er knurrt bedrohlich, wenn sich ein anderes Kind nähert. Joël wurde sogar gebissen.

Die Tollwut im Hause hat uns gerade noch gefehlt. Also beschliessen wir, dass die Luxus-Kugelbahn unter unserem Weihnachtsbaum liegen soll. Das ist symbolisch zu verstehen – einen Weihnachtsbaum gibt es dieses Jahr nicht. Wer die Buche nicht ehrt, ist der Tanne nicht wert.

Alle Grosseltern in die Lostrommel

Stellt sich die Frage, welchen Verwandten jubeln wir den Wunsch unter. Natürlich kaufen wir die Kugelbahn nicht selber. Wir füttern das Kind ja schon durch und ziehen es täglich warm an. Muss reichen.

Das Problem: Der Anstand verbietet es, der Verwandtschaft teure Geschenkwünsche des Kindes aufzutragen. Das geht vielleicht bei anderen Familien: «Die Kira-Samantha hätte gerne einen kleinen Privatjet aus Gold.» Aber unsere Verwandtschaft ist solide Arbeiterklasse. Da herrscht Vernunft. Die Verwandten in Deutschland sind sich sowieso ein anderes Preisniveau gewohnt. Erzählen wir denen von einer Kugelbahn für einen Fünfer pro Holzwürfeli, können wir gleich das Riechsalz aufschrauben. Für fünf Euro kriegen die bei Aldi Nord sechzehn Kilo Rinderhack.

Zum Glück besinne ich mich auf eine alte (soeben erfundene) Regel: Man darf von Verwandten ein Weihnachtsgeschenk etwa im Gegenwert der Süssigkeiten erwarten, die sie seit Jahresbeginn ins Kind gestopft haben. Damit ist der Fall klar: Meine Mutter muss für die Kugelbahn blechen. Mehrfach. So viele Buchen stehen im ganzen Berner Oberland nicht.

Aschi, tank schon mal die Motorsäge auf!

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47 Kommentare zu «Teure Bescherung»

  • Fritz sagt:

    Eines der besten Geschenke überhaupt. Habe ich meinem Göttibuben auch eine Cuboro geschenkt. Diejenige, welche ich erhalten habe, benutzen nun meine Kinder bei Grosi. Ausserdem mit kleineren Packungen erweiterbar, was den Geschenklistress für die nächsten Jahren mindert.

    Der Artikel übrigens wieder mal top geschrieben. Merci für den guten Lesestoff!

  • gabi sagt:

    Gut geschrieben!

    Macht einfach nur Spaß zum Lesen. Chapeau.

  • Hans Minder sagt:

    @Markus Tschannen

    Nach unseren Erfahrungen mit meinen 3 Jungs + 1 Mädchen geht es mit dem „Weiterschenken/zum Neuwert verkaufen“ oft so:
    Sohn 1 + 2 geraten sich beim Spiel in die Haare und bewerfen sich mit Cuboro Klötzen. 15% der Klötze sind num malträtiert. Sohn 3 will schlichten und versteckt die ausgefeiltesten Teile, damit seine Geschwister nicht weiter streiten. Leider findet man diese nie wieder, und Sohn 3 kann sich an das Versteck nicht mehr erinnern. Die Tochter lädt ihre Freundin ein und beide suchen nach Alternativen, ihren selbsgemachten Slime zu formen: Cuburo dient als Formstück und im Anschluss sind weitere 20% der Klötze verfärbt und verklebt. Dann kam die Idee von Sohn 1, sein am Wenigsten geliebtes Hotweel mit dem Hammer zu bearbeiten. Als Unterlage benutzte er..

  • Cuboro Fan sagt:

    Wir hatten die gleiche Situation letztes Jahr und uns sehr gefreut weil: unser Junior musste für 3 Packung (ja, eine reicht definitiv nicht, aber es gibt ja auch kleinere Packung…) alle Geschenke von allen für Weihnachten UND Geburtstag zusammenlegen. Win-Win für uns: sinnvolles Spielzeug für Junior und das braucht wirklich nur ganz wenig Platz im Vergleich zu der Spielküche, dem Bäbihaus und dem Tipizeli.

  • Wilma sagt:

    …mea culpa! mea culpa….
    ich nehm‘ mir für nächstes Jahr vor, viel, viel weniger Süssigkeiten bereit zu halten – oder doch lieber im übernächsten Jahr!

  • Matthias sagt:

    Massivholz Elemente aus der Schweiz dieser Stärke 5 cm = 7 cm Roholzbretter, handwerklich in dieser Qualität bearbeitet, würden marktüblich normal berechnet und vertrieben noch viel mehr kosten!
    …und zum Thema dritte Welt:
    https://www.solidar.ch/de/medien/2018-12-06-spielzeug-der-stoff-fuer-albtraeume

  • Hans Minder sagt:

    Für den Kaufpreis des Maxi-Sets von CHF 2500,- könnte ich hier in Oregon, USA, genügend zugeschnittenes Holz für den Rohbau eines eingeschossigen Holzbau-Einfamilienhauses erstehen….ohne Witz!
    Vielleicht ist nicht der Weichnachtswunsch des Brechts das Problem, sondern die mangelnde Effizienz von Aschi und seiner prähistorischen Motorsäge.
    Auch wenn ich persönlich Geschenke made in CH (oder halt USA) bevorzuge, muss der Hersteller bei mir doch über eine Kosten-Klippe springen. Das Maxi-Set entspricht 4 Jahreslöhnen(!) in ärmeren Regionen der Welt…..für Holzklötze, von vakuum-getrockneter Buche, mit CNC maschinen zugeschnitten? Sorry, um dies zu erstehen würde ich von Aschi doch voher verlangen, seine Ärmel hochzukrempeln und die Kosten um 90% zu senken.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Und wieviele Stunden arbeiten Sie den für 25.-? Ich hoffe auf Ihre Konsequenz Ihren eigenen Lohn ebenfalls um 90% zu senken. Selten dummer Kommentar.

      • Hans Minder sagt:

        @ Tamar. 10% von CHF 2500.- sind immerhin noch CHF 250.- (und nicht CHF 25.- wie Sie schreiben). Obwohl ich die Bilder von Cuboro toll finde, erscheint es mir nicht richtig, meine Kinder mit einem Geschenk zu verwöhnen, welches in ärmeren Länder ganze Familien für Jahre durchfüttern könnte. Wer finanziell so gut dasteht, dass er CHF 2500,- als Geschenk für vorschulpflichtige Kinder in Erwägung zieht, der sollte sich die kürzlich veröffentlichten die Bilder der New York Times anschauen….
        Mir ist bewusst, dass die Familie Tschannen nicht das Maxi-Set für CHF 2500.- ins Auge gefasst hat. Mein sarkastischer Kommentar bezieht sich jedoch auf einen Hersteller, der Spielzeug für Vorschulpflichtige in der Höhe von Tausenden von Franken anbietet….Dekadent aus meiner Sicht
        .

      • Matthias sagt:

        … dekadent finde ich eher:
        – dass wir immer mehr und weiter ins Ausland in die Ferien fliegen, dauernd neue Fernseher, Autos, Computer (kosten ja auch nicht wenig und mit einer viel kürzeren Halbwertszeit) und den Kindern Dinge, die sie nach 2 Monaten wegwerfen kaufen (auf Kosten der Umwelt und genau dieser unserer Kinder)
        – dass wir in der Schweiz fast alles aus dem Ausland holen (sogar der Brotteig!) nur weils billiger ist (mit den selben Folgen),
        – zugleich den Reichsten Steuern erlassen, die sogar einbürgern damit sie dort wo sie die Billigprodukte herstellen und ihr Geld verdienen nichts abliefern müssen… … dass wäre dann wohl die Sache mit der Ausbeutung …
        – unser Wohlstand und unser Überfluss „billig“ erkauft auf dem Buckel der ärmsten Menschen….

      • Hans Minder sagt:

        @ Matthias.
        Gehe mit Ihnen vollkommen einig. Aus meiner Sicht hat die Industrie jedoch die Aufgabe, umweltschonende und für die Allgemeinheit erschwingliche Waren herzustellen. Ein Elektroauto für 140 000,- mit 500 PS ist ebenfalls ein teures Spielzeug, welches weder übermässig umweltschonend noch für die Allgemeinheit erschwinglich ist (… und die Basler Polizei hat sich dieses Spielzeug nun auch angeeignet). Wenn solch „dekadent teure“ Waren wie Cuboro bereits in der Kindheit angeboten werden, dann muss man sich nicht verwundern, wenn die Erwachsenen als stolze Tesla Besitzer eben über das Wochenende bis nach Kualalumpur fliegen….und leider im Anschluss keinen Roten Rappen mehr für’s Rote Kreuz übrig haben…. Und wer garantiert eigentlich, dass Brecht 10 Jahre mit Cuboro spielt?

      • Das garantiert uns leider niemand, sonst wäre die Schenkentscheidung einfacher. Allerdings ist diese Kugelbahn ja ein Spielzeug das nicht vergeht. Das nächste Kind kann damit spielen und man kann es auch weiterschenken oder praktisch zum Neuwert verkaufen.

        Da finde ich billiges Plastikspielzeug mit Batterie dann auch deutlich dekadenter. Das will nach ein paar Tagen spielen nämlich niemand mehr und es landet bald einmal defekt im Müll.

    • Hans Minder sagt:

      …nur zur Klärung: nichts liegt mir ferner als den Kauf von billigem Plastikschrott zu proklamieren. Es versteht sich von selbst, dass die Umweltkatastrophe dort anfängt, wenn Container Schiffe ohne Abgasregulationen mit billigem Plastikzeugs von China aus die Industriestaaten ansteuern. Mir geht es lediglich darum, dass es fragwürdig ist, einen „Rolls Royce einer Kugelbahn“ für Vorschulpflichtige herzustellen, die noch keinen Bezug zu materiellen Werten entwickelt haben. Die Industrie zwingt diese Produkte den Eltern mittels Verteilung in den Schulen/Werbung quasi auf. Nach meiner Ansicht tun es billigere Klötze auch….wie Sie selbst gesagt habe: Im Internet gibt es Buchenwürfel für 1 Franken das Stück…

  • Moser G. sagt:

    Ich versteh nicht wie man sein Kind „Brecht“ nennen kann, sich dann aber lustig macht über Namen wie „Maximilian-Jason“… für mich eigentlich die selbe Liga.

  • Murmur sagt:

    Meine Enkelin ist glaub etwa gleichen Alters wie der Brecht.
    Ihr Bedürfnis nach farbigen Ponys mit grossen Augen ist grenzenlos.
    Vielleicht könnte diese Chugelibahn die Obsession es bitz abschwächen…?

    Dürfte ich die Bestelladresse erfahren?

    • Uh, um Ponys sind wir zum Glück herumgekommen. Die Kugelbahn heisst Cuboro und man kann sie vielerorts kaufen und bestellen. Offiziell ist sie ab 5 Jahren, wir dürften sie dem Brecht also eigentlich erst zum Geburtstag schenken.

      • Murmur sagt:

        Herzlichen Dank!
        Ja, sie ist teuer. Aber schön.
        Und überall ausverkauft!
        : )))
        Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein schönes Weihnachtsfest!

  • Lichtblau sagt:

    Mir macht eher der eingesparte Weihnachtsbaum Sorgen. Ein einziges Mal hat der bei uns gefehlt, wir Kinder waren etwa 8 und 10. Aber bis heute, Jahrzehnte später, legen wir beim gemeinsamen Feiern eine Schweigeminute in Erinnerung an dieses vergleichbar düstere Fest ein. Mein Vater hatte damals vergeblich mit einer Christbaum-Preisreduktion kurz vor Torschluss spekuliert. So verschieben sich die Prioritäten 🙂

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Wir werden wie letztes Jahr auch keinen Weihnachtsbaum haben, denn: ich hätte gerne einen kleinen Weihnachtsbaum. Da wir aber 12 ha Wald haben, ist es unsinnig, ein Bäumli zu kaufen. Also schicke ich Mann mit Axt in den Wald. Mann kommt mit Baum (und Axt) nachhause. Baum ist 3.50m. Also kommt Frau auf die Glorreiche Idee, dem Baum einen Meter von der Spitze abzusägen. Leider ist der Durchmesser von der Spitze immer noch 3 Meter. Also stutzt Frau die Zweige zurecht, bis diese den gewünschten Durchmesser haben. Leider sieht es dann nicht mehr aus wie ein Baum, sondern wie ein alter Besen. Besen landet im Ofenloch.

  • Lorena sagt:

    Kleiner Tipp: Kugelbahn aus Papierstreifen selber kleben. Es braucht steifes, dickes Papier dazu. Der Fantasie sind dann keine Grenzen mehr gesetzt. Zeit hat man ja in der Regel genug an den Festtagen. Die Holzbahn, auch wenn es der Rolls-Royce ist, langweilt die Kinder relativ schnell. Ich spreche aus Erfahrung. Viel Spass !

  • Maike sagt:

    Das Problem erübrigt sich, wenn man das Wort mal wörtlich nimmt: Es ist ein Wunsch- und kein Bestellzettel !
    Manche Wünsche gehen eben in Erfüllung und manche Wünsche nicht. Gibt man allerdings alles 1:1 weiter, hat man den besten Stress – wie bei Harry Potter und seinem Cousin Dudley anlässlich seines Geburtstages bestens zu sehen ist.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Mein Kleiner hat besagte Kugelbahn von meiner Schwägerin und meinem Bruder geschenkt bekommen und meine Kinder haben sich über Jahre damit beschäftigt. Letzten Sommer haben wir diese an die Nichten meines Mannes verschenkt und auch da ist sie ein Renner. Jeder Rappen wert. Besser zwei oder drei Schenkparteien anfragen, um den Preis aufzuteilen, anstatt dieser Plastikmüll, vomit meine Kinder von anderer Seite her regelrecht überschüttet wurden.

  • Lina Peeterbach sagt:

    Bei uns lief das mit der besagten Porsche-Kugelbahn ganz anders: der Papa wollte die unbedingt haben und fing beim 2. Geburtstag an, dem überforderten Kind Einzelteile zu schenken. Wenn das Kind dann doch mal damit spielen will, kriegt es immer Ärger mit dem Papa, wenn es die fein austarierte Ausrichtung zerstört.
    Dieses Jahr werde ich mich durchsetzen: das Kind bekommt Lego, und der Papa Kugelbahn-Fortgeschrittenen-Ergänzungssets 🙂

  • Tanja sagt:

    Grossartig Herr Tschannen!
    Wir haben einst die besagte Kugelbahn an einen frischgebackenen Papi in unserem Büro verschenkt – also 1 Packung nota bene, schliesslich bestand unsere Abteilung nur aus 25 Mitarbeitenden und mehr als 10.- pro Person sollte es ja nicht kosten. Ich durfte damals das Päckchen überreichen und hoffte inständig, dass der Papi eines Tages den Wert dieser mickrig anmutenden Kartonschachtel zu schätzen wissen würde…

    Kleiner Nachtrag: so ab dem 4. Kind, hat man langsam genug Teile, damit man damit auch wirklich etwas bauen kann. Vorher machen sich die Klötze aber sehr gut in der Vitrine im Designerwohnzimmer.

    • Das ist eben auch meine Befürchtung: dass man mit einer Grundpackung noch nicht viel kugelt. Immerhin kann ich blanke Würfen (um in die Höhe zu bauen) auch selber sägen.

      • Vierauge sagt:

        kann man diese Kugelbahn nicht auch auf die Verwandtschaft verteilen – jeder trägt ein paar Holzwürfeli bei?
        Oder wieviele Kids in Brechts Alter hat es in Ihrer Verwandtschaft bereits?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Markus Tschannen
        nur zu wenn Sie mal vorsägend für Vorrat sorgen wollen, aber beachten Sie die absolute Kantengenauigkeit plus spiegelglatte Oberfläche des Originals; in die Höhe und über mehrere Etagen kann Ihnen kleinste Ungenauigkeit summiert den ganzen Ablauf blockieren…, vielleicht würden sich da wenige „grössere Fundamentbauteile“ besser eignen als eigene Klötze in Stück-für-Stück-Herstellung.

      • @Brunhild Steiner: Selber sägen war mehr eine Metapher für „im Internet gibt es Buchenwürfel für einen Franken das Stück“.

        @Vierauge: Ich find’s äben etwas umständlich, wenn sich Verwandte zusammentun müssen. Und wenn man die Bahn in kleinen Päckchen kauft, zahlt man pro Würfel noch mehr. Aber das sind nun wahrlich Luxusprobleme.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Markus Tschannen

        also jetzt bin ich grad bisschen enttäuscht, hätte Ihnen das doch glatt zugetraut ;-), und hoffte auf einen anschaulichen Bericht aus der Werkstatt…

      • Ich traue es mir auch zu. Nur hab ich bei der Suche nach Profilhölzern Buche 50 x 50 mm gesehen, dass man gleich Würfel bestellen kann. Günstig und praktisch. Das Sägen wäre ja kein Problem, aber die Sägeflächen und Kanten schön zu schleifen, das ist mühsam.

        Ich kann ja stattdessen mal berichten, wie ich einen Sandkasten gebaut habe, der aussieht, wie ein verlassenes sowjetisches Raketensilo.

  • Pauline sagt:

    Herrlich!So witzig und so wahr!;-)

  • Brunhild Steiner sagt:

    😀

    lang lebe Cuboro!
    Auch für Erwachsene eine spannende Sache, da ist nicht bloss jedes grosse 5er Metallstück äusserst gut investiert, sondern jeder Rappen!
    Viel Spass damit, und dem zukünftigen Schachgenie alles Gute.

  • Anja sagt:

    Wir lösen es mit teuren Geschenken so, dass der Wunsch aufgeteilt wird. Wir haben einen maximal Betrag mit Gotti/Götti und Grosseltern vereinbart. Sobald dieser überschritten wird, wird gemeinsam geschenkt… Klappt gut und hält auch die Anzahl Spielzeug etwas in Grenzen 🙂

    • Aufteilen war bisher nicht nötig und ich bin auch nicht so Fan davon. Bin eher der Meinung, dass man auch mal ein Jahr was günstiges, und ein Jahr was teures schenken kann. Aber spätestens wenn sich der Brecht ein Goldkettchen und einen BMW wünscht, wird’s ein Thema.

      • Anja sagt:

        Das ist natürlich auch eine Möglichkeit 🙂
        Ich möchte aber nicht in einem Jahr darauf bestehen müssen, dass er sich nur etwas günstiges wünschen darf und beim anderen Jahr hat er dann das Gefühl, sich etwas wirklich teures aussuchen zu müssen. So steht es ihm frei – manchmal wird der Betrag ausgereizt und dann geteilt und manchmal eben nicht 🙂

      • Ja, es ist nur bei kleinen Kindern einfach, weil sie ja den Geldwert noch nicht kennen und sich automatisch zwischendurch auch etwas günstiges wünschen. Der Brecht wollte nebst der Kugelbahn auch ein Malbuch. Die andere Grossmutter hat also Glück.

        Sobald die Kinder älter werden, versuchen sie womöglich, die Preisgrenze auszureizen. Entweder absichtlich, oder weil teurere Sachen interessanter sind. Bei uns hiess es früher bei grossen Wünschen einfach: Geld wünschen und selber kaufen.

      • mila sagt:

        Hmm, wenn sich dann der Brecht mit 5 vielleicht den Playmobil Kristallpalast wünscht, ist sie vielleicht noch nicht in der Lage, die Be(i)träge selbst ordentlich zusammenzukratzen (respektive zu -zählen). Und damit in solchen Fällen nicht immer die Grossmütter bluten müssen, legt bei uns jeweils die Tantenschar zusammen. Aber logo, wenn man drei Tanten hat (plus zwei Onkel andererfamilienseits, ist es eine gute, wenn nicht unabdingbare Voraussetzung für grosse Sammelgeschenke… (anstelle von haufenweise Einzelkram, that is).

      • Papperlapapi sagt:

        @mila: Wir haben mit den Onkel-/Tantengeschenken aufgehört, zumindest auf meiner Seite der Verwandtschaft. Die Päckliexzesse waren zu extrem, die Kinder waren überfordert, wussten zum Schluss kaum mehr von wem sie was erhalten hatten.
        Es gibt Geschenke nur noch von Eltern, Grosseltern, Götti und Gotte.
        Geschenke unter Erwachsenen haben wir ebenfalls gestoppt (zwischen uns Geschwistern, den Eltern und uns Kindern. Auch meine Frau und ich schenken einander nichts zu Weihnachten).
        Entspannt die Vorweihnachtszeit und vermindert den Plastikberg im Kinderzimmer.

      • Wir sind ohnehin mit wenig Onkel und Tanten gesegnet: ein einziger leiblicher Onkel, der gerade erst 18 geworden ist. Darauf hatten wir natürlich keinen Einfluss, aber der Brecht hat auch nur eine Patentante. Damit gibt es bei uns an Weihnachten keine unübersichtliche Materialschlacht.

      • mila sagt:

        Der Aufschrei in der Familie wäre gross, wenn das Schenken gestrichen werden sollte… dieses Schlachtfeld meide ich tunlichst. Dafür gibt es unterm Jahr keine ewigen ‚Mitbringsel‘ (ausser bei einer unverbesserlichen Tante), das ist mir wesentlich lieber so. Und eben: wir sprechen uns ab. So ist der Müll-Anteil unter dem Geschenkten sehr klein (wie gesagt, die eine Tante…).

  • stefu sagt:

    Gewisse Preisansagen hauen den stärksten Eskimo vom Schlitten…

    Es gibt doch eine seit Jahrzehnten etablierte Methode: Gotten, Göttis oder Grosseltern spannen zusammen.

    Oder man bringt seinem Kind Mobbing bei, sodass es Maximilian-Jason die Hölle heiss machen kann. Dann ist die Eigenbeschaffung obsolet.

    BTW: Wenn Tschannens den Brecht wirklich JEDEN Tag warm anziehen, dann hat sich der Brecht nach diesem Sommer die Murmelbahn sowas von verdient!!!

    • Alles gute Einwände. Aber für effektives Mobbing hat der Brecht noch keine genug grosse Gang um sich geschaart.

    • Fritz sagt:

      @Stefu: leider wird auch bei einem effektiven Gangaufbau das Problem der Eigenbeschaffung nicht gelöst, da der Wunsch nach Cuboro leider in Beschaffungskriminalität ausarten kann. Die Zeit von 20 Stunden zwischen Kindergartentag und Kindergartentag kann in gewissen Phasen bereits zu Entzugserscheinungen führen. Was dies für das Wochenende bedeutet, kannst du dir vorstellen.

      Aber ich bin froh, ist es die Cuboro und nicht ein scheissender Roboterhund.

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