Coole Tipps für heisse Tage

Improvisation ist alles: Mit den richtigen Ideen kann uns der Hitzesommer nichts anhaben. (Foto: iStock)

Heiss, heisser, Sommerferien in der Schweiz. Letztes Jahr haben wir die Hundstage in Schweden verbracht, also eigentlich eher Hündchentage. Dieses Jahr waren wir kurz in Südfrankreich und wollten danach den Sommer in der Schweiz geniessen. Ich rechnete mit ein paar Baditagen, ein paar Tagen mit angenehmen Ausflugstemperaturen und einigen Regentagen zum Aufräumen, Basteln oder ins Museum gehen.

Nun hatten wir bisher aber nur Baditage. Ein schöner Sommer ist ja eine tolle Sache. Eine Hitzewelle, wie wir sie derzeit erleben, ist mit Kindern aber eher mühsam. Jedenfalls wenn man Kleinkinder hat oder ein Winterkind, dem alles über 25 Grad deutlich zu warm ist. Meine Tochter ist so eins.

Also halten wir es wie die Menschen im Süden und machen wenn möglich ab Mittag bis 15 Uhr Siesta. Erst danach gehen wir in die Badi. Aber irgendwann ist auch mal genug Chlorwasser, Glace und Pommes frites. Also haben wir uns überlegt, wie wir die kommenden heissen Tage verbringen wollen. Hier ein paar Ideen und erprobte Ausflüge:

Ab in die Höhe

Wir gehen zwar in die Badi, aber in den Bergen. Zum Beispiel nach Wengen im Berner Oberland. Der Höhenunterschied beträgt 700 Meter, der Temperaturunterschied 8 Grad. Und bei 25 Grad liegt auch eine Wanderung zum denkmalgeschützten Freibad drin, zum Beispiel in gut zwei Stunden von der Kleinen Scheidegg runter ins Dorf.

Ab in die Höhle

Wir steigen hinunter statt hinauf, zum Beispiel in die Höllgrotte Baar, wo es feucht und etwa 10 Grad kühl ist. Der Rundgang führt an magische Orte wie die Märchengrotte, das Zauberschloss und die Korallenschlucht. Felswände und Schatten gibt es auch in der Aareschlucht, die man mit Kindern in weniger als einer Stunde durchwandern kann.

Wem Höhlen zu unterirdisch und Schluchten zu eng sind, sei der Wanderweg von Iseltwald zu den Giessbachfällen empfohlen. Man läuft fast immer im Schatten am Ufer des vergleichsweise kühlen Brienzersees entlang. Nach etwas mehr als zwei Stunden ist man bei den Giessbachfällen und danach geht es mit dem Schiff zurück nach Brienz.

Ab ins Museum

33 Grad ist perfektes Museumswetter! Erstens werden Sie bei diesen Temperaturen das museale Angebot quasi für sich und ihre Kinder haben. Zweitens ist es in vielen Museen angenehm kühl. Geniessen Sie also das klimatisierte Kulturangebot, während die anderen in der Badi schwitzen. Tipp: Die Berner Museen besuchen Sie samstags im August gratis, so auch das von Kindern als cool und von Eltern als kühl empfundene Museum für Kommunikation.

Ab in den Keller

Keine Lust auf Ausflüge? Bleiben Sie einfach zu Hause. Rüsten Sie die Kinder mit Wolldecken, Schnur, kalten Spaghetti oder Slimy aus. Dann lassen Sie sie eine Geisterbahn im kühlen Keller bauen. Nach zwei Stunden besuchen Sie das Spektakel und fürchten sich, dass es Ihnen eiskalt den Rücken runter läuft. Weitere Tipps für zu Hause: Eiswürfelexperimente in der Badewanne, Heimkino nach dem Zmittag (Filmtipp: «Ice Age»), im Garten zelten oder auf dem Balkon schlafen.

Und was machen Sie so bei diesen Temperaturen?

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