Schluss mit dem Frauenkrieg!

Frauen sollten miteinander statt gegeneinander kämpfen. (Foto: iStock)

Immer wieder flackert ein heftiger Streit auf, wenn es um die Rolle von uns Frauen in der Gesellschaft geht. Erst jüngst hat uns Bettina Weber mit spitzer Feder wieder mal ordentlich den Marsch geblasen: Hausfrauen-Bashing in Reinkultur. Muss das sein?

Webers Text war vermutlich eine Retourkutsche für die gehässigen Bemerkungen, die sich Frauen, die im öffentlichen Leben stehen, gefallen lassen müssen, wenn sie nach vier Monaten Mutterschaftsurlaub Vollzeit an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Viele von uns haben die Freiheit, sich zu entscheiden, wie sie leben möchten: Familie, Kinder, Teilzeitarbeit, Karriere – oder Hausfrau. Natürlich beeinflussen Faktoren wie Ausbildung, Alter, Wohnort, Arbeitgeber, Krippenplätze und besonders die finanzielle Situation der Familie unsere Möglichkeiten und Entscheidung.

Hausfrauen helfen, wo Berufstätige fehlen

Aber ich denke, dass die meisten in der Schweiz lebenden Frauen selbstständig bestimmen können, wie sie ihr Leben gestalten möchten. Ich schreibe aus der Perspektive der «Stay at Home Mom» ohne eigenes Einkommen. Das war nicht immer mein Wunsch. Mit 20 war ich fest davon überzeugt, dass ich keine Kinder haben möchte und dafür eine wissenschaftliche Karriere. Das Leben hat mir andere Möglichkeiten gegeben, und ich habe sie genutzt. Bereue ich es manchmal? Ja. Bereut eine Marathonläuferin manchmal, dass sie an den Start gegangen ist? Sicherlich auch, obwohl es ihre freie Entscheidung war. Am Ziel sind alle Mühen vergessen, und nur die Gewissheit, etwas Grossartiges vollbracht zu haben, bleibt.

Ich lebe mit meinen Kindern und meinem Mann in einer grossen Siedlung in Zürich-Schwamendingen. Hier gibt es keine Mommy Wars. Wir kennen und respektieren uns. Muss die Nachbarin zur Arbeit, hat aber ein krankes Kind zu Hause, kann sie sich auf mich verlassen. Brauche ich die professionelle Hilfe einer berufstätigen Frau, weiss ich, an wen ich mich wenden kann.

Wertschätzung für unbezahlte Arbeit

Nun ist es bei weitem nicht so, dass ich den ganzen Tag das Haus dekoriere oder Einladungen für Kindergeburtstage gestalte. Seit die Kinder grösser sind und nicht mehr jede freie Minute mit lebenserhaltenden Handgriffen besetzt ist, nehme ich wieder aktiv am öffentlichen Leben in unserem Quartier teil. Wir nicht erwerbstätigen Frauen engagieren uns in der Schule, sind im Elternrat oder Quartierverein tätig. Berufsfrauen haben keine Zeit, an einem Wochentag am Vormittag eine Schulklasse auf einen Ausflug zu begleiten oder einen Elternbildungsanlass zu organisieren. In unserer Siedlung erfahre ich viel Wertschätzung für diese unbezahlte Arbeit.

Im Gegenzug respektiere ich jede Working Mom, die fix und fertig von der Arbeit kommt und dann noch ihre Familie versorgt. Ich urteile nicht, wenn im Arbeitsstress einmal ein Znüni vergessen wird, ein Rucksack für den Ausflug nicht gepackt ist. Ich helfe, ohne mir das Maul darüber zu zerreissen. So sollte es sein. Wir alle mögen Brüste und eine Vagina haben und damit als Frau definiert sein. Für welche Rolle in der Gesellschaft wir uns entscheiden, wenn wir den Luxus haben uns entscheiden zu können, müssen wir nicht rechtfertigen. Ich fordere uns alle auf, uns gegenseitig zu unterstützen, zu respektieren und wertzuschätzen.

Weitere Postings zum Thema: «Mütter, was ihr leistet, ist enorm!», «Und was ist mit den Kindern?», Warum es mit der Fremdbetreuung schwierig ist»

206 Kommentare zu «Schluss mit dem Frauenkrieg!»

  • Evi Nussbaumer sagt:

    Solange die Kinder noch „klein“ sind, fände ich es verständlich, wenn ein Elternteil (idR die Mutter) Vollzeit zu Hause bleiben möchte, um die grosse Betreuungsarbeit zu leisten.
    Aber sobald das Jüngste, sagen wir so +/- in der 3. Primar angekommen und selbstständig(er) geworden ist (vorausgesetzt, die Kinder entwickeln sich einigermassen „normgerecht“), habe ich ABSOLUT KEIN VERSTÄNDNIS mehr für Vollzeit-Hausfrauen. Da sage ich dann nur: ABSOLUT selber schuld, wenns mit dem beruflichen Wiedereinstieg mit 49 Jahren nicht mehr klappt oder bei der Pensionierung Ergänzungsleistungen aufgrund Scheidung/AHV-Vorsorgelücken oder fehlender Pensionskasse angefordert werden müssen.

  • tina sagt:

    ich frage mich ernsthaft und bitte um eine antwort der autorin: wieso schreibt man einen text über gegenseitigen respekt um dann einzuflechten, dass erwerbstätige mütter den znüni manchmal vergessen oder den rucksack zu packen für den ausflug usw? ich schätze das passiert auf 100 elternteile einmal alle 3 jahre und wird dann dafür 100% nicht von einem nicht erwerbstätigen mami in der nachbarschaft bemerkt, wie denn auch.
    solche sachen passieren einem nicht, nur weil man erwerbstätig ist. genau diese haltung IST doch mutterkrieg. eins ans schiebein ginggen und preisen wie aktiv man sei, und dabei entspricht eben auch das nicht den tatsachen.

    • tina sagt:

      oder wenn das kind krank ist: ich kenne keine mutter, die kinder aus anderen familien pflegt wenn die eine magendarmgrippe haben und umgekehrt keine eltern, die ihr kind dann nicht selber betreuen.
      oder wie anstrengend der alltag ist: offenbar für nicht erwerbstätige mütter ja mehr als erwerbstätige. ja ähm eben. die gehobene mittelklasse kann das wählen, aber eben, das ist selbstgewählt und wäre zu beheben, indem man weniger einseitige belastung wählt.

      • tina sagt:

        meistens hat man ja auch verständnis für selbstgewählte schwierige lagen, aber manchmal reisst einem echt der geduldsfaden. zum beispiel an tagen, an denen man so einen tritt ans schienbein kassiert verpackt in ein solidaritätsaufrufmäntelchen

      • mila sagt:

        tina, ich kann nicht für die Autorin sprechen. Ich selbst finde den Text auch recht unglücklich formuliert, aber des Rätsels Lösung ist vermutlich eine (allzu) menschliche: wenn man sich selbst unter (Dauer-)Beschuss von aussen fühlt (faul/bequem/wertlos für die Gemeinschaft etc.), dann fehlt einem manchmal der sachliche/objektive Abstand für einen durchgehend ‚neutralen‘, konstruktiven Beitrag. Weil man aus einer Verteidigungshaltung agiert. Ich denke, niemandem von uns ist dieses Gefühl fremd, und die wenigsten sind in der Lage, die eigene Verletztheit ganz beiseite zu stellen.

      • tina sagt:

        tja, da drehen wir uns im kreis mila.
        man kann nicht vor lauter verletztheit jemanden ans bein ginggen und das in ein solidaritätsaufrufmäntelchen packen.
        das erinnert an nicht erwerbstätige leute, die mit internet und textverabeitung nicht klarkommen, dann bietet man ihnen an, es ihnen zu zeigen und während man sich die zeit nimmt, jammern sie, sie hätten sowieso keine zeit für den scheiss und werfen einem damit vor, zeit zu haben für scheiss 😉 obwohl man sich die zeit für sie genommen hat, und selber eigentlich ja genug um die ohren hat

      • tina sagt:

        unterm strich muss man einfach feststellen: wer einen aufruf startet „schluss mit dem krieg“ (eh fragwürdige wortwahl), sollte sich wirklich ein wenig gedanken machen, was er womit erzielt

      • mila sagt:

        Das ist alles zutreffend. Allerdings, wenn ich manche medialen Beiträge und Kommentare der jüngeren Vergangenheit in Erinnerung rufe, dann kann ich die Wortwahl schon ein wenig nachvollziehen. Und ja, ich denke, es würde allen Müttern besser gehen, wenn wir unserer eigenen Wortwahl mehr Sorge tragen würden. Weil, wenn man sich in der ‚angefeindeten‘ Rolle wiederfindet (ich denke, Du als Alleinerziehende hast schon vieles unfaire und ungerechtfertigt Pauschale einstecken müssen), dann findet niemand das wirklich angenehm. Der Reflex, argumentativ zurückzuschlagen, liegt dann nicht sehr fern, wie man hier drinnen auf alltäglicher Basis nachlesen kann.

        Ist dieser Kreis unnötig? In meinen Augen absolut. Aber der Austieg fängt nicht bei einem (einer) anderen an, sondern bei einem selber.

      • mila sagt:

        Mit Wortwahl meine ich ‚Schluss mit dem Krieg‘. Wer damit anfangen will, etwaige eigene Vorurteile abzubauen, dem empfehle ich die herrliche Mini-Serie ‚Big Little Lies‘.

    • Sportpapi sagt:

      „wieso schreibt man einen text über gegenseitigen respekt um dann einzuflechten, dass erwerbstätige mütter den znüni manchmal vergessen oder den rucksack zu packen für den ausflug usw?“
      Vielleicht aus Erfahrung?
      Und doch, jedes Mal, wenn unser Kindergarten in den Wald geht, hat zumindest ein Kind das vergessen, und die begleitenden Eltern helfen mit, das Problem zu lösen.
      Und ja, berufstätige Eltern sind auch bei den kranken Kindern. Aber Kinder werden öfter mal auch krank bzw. mit Medikamenten in Form gebracht abgeliefert.
      Aber es ging ja nicht um Mutterkrieg, sondern darum aufzuzeigen, dass auch andere Familien mal profitieren, wenn es Mütter gibt, die zu Hause sind und sich gesellschaftlich engagieren (was ja nicht immer der Fall ist).

      • Regula Habig sagt:

        @tina: mir tut es leid, wenn Sie sich gestern aufregen mussten, weil ich Ihre Beiträge hier immer erfrischend ehrlich und unkompliziert fand. Ob die Autorin Seietenhieb gemeint hat, kann ich natürlich nicht beurteilen, aber lesen Sie doch einmal an durchschnittlichen MB Tagen die Kommentare und achten Sie auf Tritte gegen Schienbeine der fast ausgestorbenen Hausfrauen 🙂 und erschrecken Sie, was da alles vorgeworfen wird! Und aus meiner langjährigen persönlichen Erfahrung: ja, berufstätige Mütter können halt einmal im Stress etwas übersehen, fällt ihnen da ein Zacken aus der Krone, das zuzugeben? Wollen Sie dem Feindbild Hausfrau dann allen Ernstes auch noch vorwerfen, wenn sie das Kind ohne zB. Znüni bemerkt und aushilft aus Freundlichkeit, ohne bösen Hintergedanken?

      • tina sagt:

        regula habsig: oh danke :).
        nein, es fällt mir wirklich kein zacken aus der krone wenn ich einen fehler zugebe und das tue ich auch.
        feindbild hausfrau entsteht doch genau dann, wenn das so wie hier dargestellt wird: fehler passieren eben auch nicht erwerbstätigen müttern, nichtwahr? und ich glaube, sportpapi kann auch nicht so genau sagen, ob dieser vergessene znüni nicht vielleicht von einer nicht erwerbstätigen mutter vergessen worden ist.

        übrigens fiel mir ein, dass bei meinen kindern in kiga und schule sowieso das essen jeweils getauscht wurde und abgegeben. die lösung lag also nicht bei der nicht erwerbstätigen mutter.

        ich bin eben wirklich nicht der ansicht, dass nicht erwerbstätige merklich mehr beitrage als erwerbstätige.

      • tina sagt:

        und ich als erwerbstätige kann nicht-erwerbstätigen auch nicht so viel helfen aufgrund meines berufs-knowhows. da wird einfach etwas zusammengedichtet was nichts mit dem leben zutun hat. aber ja, ich weiss schon, warum ich ausserhalb von anonymen kommentaren keine illusionen zerstöre: kommt einfach nicht gut und damit ist auch niemandem geholfen. ok. ich versuchs dann halt nochmals mit klappe halten und wegschauen

    • Anne sagt:

      Ich finde den Text auch nicht wirklich gut.Wenn man schon gegenseitigen Respekt einfordert,braucht es nicht noch solche Seitenhiebe.Die Autorin meint es glaub’s schon gut,hätte aber dieses „Unterschwellige“lassen können.Ich bin Hausfrau und vergesse doch auch manchmal den Znüni, und?Übrigens,habe lange im Ausland gelebt und solche „Problemchen“ gibt nur hier!

      • Regula Habig sagt:

        Ich lebe im Ausland und habe kein so gehässiges Hickhack erlebt wie ich fast täglich in diesem Blog lese. Es ist eher so, dass jeder das Modell lebt wie er will und kann, und in einem Punkt waren sich alle einig: das Wohl der Kinder ging vor. Eltern haben sich nicht bekämpft zwischen erwerbstätig oder nicht, man hat sich einfach ausgeholfen. Egal wer wie was konnte, man hat gar nicht so ein Gedöns darum gemacht. Selber gehörte ich mein Leben lang zur Schussel-Fraktion und habe es anderen Schusseln nie übelgenommen, sondern halt dann angefangen, beim Begleiten der Schulklassen auf Ausflüge Aushilfsznüni mitzunehmen, das ist doch kein Drama und eigentlich auch keine Erwähnung wert.

    • Brigitul sagt:

      Hallo Tina,
      vielleicht hilft dir das: Ich bin Mutter und arbeite nicht ausserhalb. Und auch mir passiert es immer wieder, dass ich den Kindern vergesse etwas mitzugeben. Bin halt zerstreut, habe weiss nicht was im Kopf.
      Mein Eindruck war sogar oft, dass berufstätige Mütter eher besser organisiert sind.
      Na, beruhigt?

      • tina sagt:

        nein! ich wollte von der themeneröffnerin wissen was das soll.
        ich selber habe doch null probleme mit schusseligen leuten, im gegneteil, das klingt sympatisch

    • Franiska Gmür sagt:

      Blöd, dass ich meinen Kindern Sandwiches mache mit Biobrot, Dijoner Senf, gesalzener Butter, Parma Cotto, Gewürzgurke, und dann kommen immer dieselben Kinder, die das wegfressen, weil die restlichen Gören nur Schoggi, Chips, Popcorn und Darvida mitbringen. Das sind durch die Bank Kinder Berufstätiger.
      Diese Kinder werden medikamentiert in den Kindergarten gebracht, wo sie alle anstecken. Ich muss dann meine Kinder 7 Tage hüten, da andere auf der Egoautobahn fahren.
      Soll ich diese anderen Kinder auch noch betreuen, wenn sie Durchfall haben? Solidarität bedingt gleiche Leistungserbringung zu jeder Zeit. Dass einer kassiert und von Worklifebalance schwafelt, während mir der Kittel brennt, kostenlos: das ist keine Solidarität.

      • julia müller sagt:

        @RH + Anne: Der Vergleich mit dem Ausland verhebt auch nicht. Meine Schwester, in CH ausgeb. Kindergärtnerin, arbeitet(e) als solche seit Jahren in München (wegen Mann), mit 50 hatte sie dermassen die Krise, sie kam sich n u r noch als „Kinderhüeti“ vor, immer frühere/spätere Anfangs-/Abholzeiten, über Mittag neu „zwangs“geöffnet, mit Essensausgabe, Kinder ab 3, oftmals noch mit Windeln, die immer grösseren Anforderungen der berufstätigen/nicht berufstätigen Mütter/Väter/Eltern an den Kindergarten: Sie hörte auf, wechselte zu einem Kinderbuchverlag. Fazit: A l l e Beteiligten sind/werden immer gestresster, die Eltern, die Kinder, die Lehr-/Betreuungspersonen, d i e optimale + gerechte + faire + zahlbare Lösung muss erst noch gefunden werden.

      • Anne sagt:

        Dachte zuerst ihr Text sei ironisch gemeint,aber leider doch eher nicht?Sie tönen sehr verbittert.Versuchen Sie doch positiver zu sein.Die anderen Kinder lieben ihre Sandwiches,und Ihre Kinder wahrscheinlich auch manchmal die Schoggi der anderen.Schlimm,dass ich überhaupt da mitkomentiere.Ich glaube ich brauche Ferien!!!!

  • Poppy sagt:

    Wieso bezeichnet die Autorin sich als „stay at home mom“ und nicht schlicht als Hausfrau und Mutter?

    • Röschu sagt:

      Vermutlich weil Sie wie so viele Schreibende der Meinung ist, dass jede Form von Text zwingend mit Anglizismen ‚aufgewertet‘ werden muss.

  • Verena Heyerdahl sagt:

    Liebe Frau Hanselmayr

    Danke für den Beitrag und schön, von Ihnen zu lesen. Ich hoffe, es geht Ihnen und Ihren Söhnen gut!
    Liebe Grüsse V. Heyerdahl-Galliker

  • julia müller sagt:

    Hätte eine Frage an die Autorin: Könnten Sie (Archäologin – mein Traumberuf als Kind!, wollte unbedingt wie Schliemann und Evans …), wären Sie gezwungen, (schnell) einen entspr. Job finden? Gesetzt den Fall, Ihr Partner fiele durch Unfall/Krankheit/schlimmstenfalls Tod erwerbsmässig aus, wie würden/könnten Sie diesbez. reagieren? Weil: Das ist m.E. d i e wichtige Frage überhaupt. Habe diesbez. ein Trauma, mein Vater wurde schwerkrank, mit 48, meine Mutter musste einspringen, war zum Glück Lehrerin = von der Arbeits-/Ferienzeit her ideal + gut bezahlt. Mein Vater arbeitete später wieder, meine Mutter hörte aber nicht auf, „Existenzängste“ wolle sie nie mehr haben. Hat auf uns Töchter abgefärbt: Alle 3 zogen so ein Ereignis in ihre Planung „Arbeiten nach Heirat/mit Kindern“ mit ein.

  • Thore Hecht sagt:

    Leute, Kinder zu betreuen, zu erziehen, zu fördern, zu versorgen, zu lieben: das ist eine Notwendigkeit, die Wahlmöglichkeiten stark einschränkt.
    Einer muss immer zurückstecken, Mann oder Frau. Teilzeit in Arbeit und Familie führt zu permanentem schlechtem Gewissen, zu permamenten Stress, weil es permanent nicht klappt. Kinder sind der Ausnahmezustand. Da muss man sich einlassen, und das geht meiner Erfahrung nach nicht stundenweise. Sie brauchen permament jemanden, der sie nicht bemuttert, aber doch irgendwie vorhanden ist.
    — Ich wundere mich aber. Über Männer wie Frauen (bin selber Hausmann). Wir reden über 20 Jahre, bei einer 80 Jahren Lebenserwartung. Es gibt ein Leben vor und nach der Familienphase, oft auch während derselben, wenn die Kinder größer sind.

  • Pascal Luca sagt:

    Was die Autorin und viele andere nicht verstehen ist: Menschen sind INDIVIDUEN und definieren sich NICHT nur durch eine einzelne GRUPPENZUGEHÖRIGKEIT !

    Nicht alle Frauen sind gleich.
    Nicht alle Männer sind gleich.
    Nicht alle Schwarze sind gleich.
    Nicht alle Weisse sind gleich.
    Nicht alle Schweizer sind gleich.
    Nicht alle Ausländer sind gleich.
    usw. usw.

    Die ach so Progressiven schmeissen ihre „Zöglinge“ immer in einen Topf. Deswegen werden in den USA z.B. Schwarze, die sich gegen die aggressive gewalttätige Art von Black Lives Matter aussprechen als „Onkel Tom“ oder schlimmer beschimpft von den ach so „Progressiven“. Hier werden halt Hausfrauen beschimpft, weil sie nicht ins Bild der ach so progressiven third wave Feministinnen passen.

  • Widerspenstige sagt:

    Es geht um eine Quersubventionierung von Hausfrauen, welche weder Sozialbeiträge (AHV/IV/EO) noch Steuern bezahlen. Die Beiträge des Ehemannes reichen in den meisten Fällen nicht aus. Diese sind vor allem für ihn selber relevant u nur solange, wie die Ehe hält. Das führt dann zu mehr Sozialhilfeleistungen bei Trennung, Arbeitslosigkeit beim 100%-Modell, Ausfall in Notsituationen wie Unfall/Krankheit/Todesfall. Das kann vorkommen und soll dann wie bewältigt werden von einer Hausfrau? Dem beugen arbeitende Frauen mit Lohnabrechnung vor u leisten somit einen wesentlichen Solidarbeitrag an gesellschaftsrelevante Dienstleistungen. Es ist also kein Bashing eines Modells, sondern eine sachliche Auslegeordnung von Realitäten.

    • Svenja sagt:

      Absolut richtig, Widerspenstige, danke fürs auf den Punkt bringen. Wir kennen ja die Klagen der Ex-Ehemänner über die finanziellen Lasten, die sie zu erbringen haben. Dem wird vorgebeugt, indem die Frauen möglichst in der Erwerbsarbeit bleiben.

      • Anne sagt:

        Ein Mann der mit dem Hausfrauen-Modell einverstanden ist,dies sogar begrüsst,hat seiner Frau/Ex Frau Verpflichtungen.

      • Röschu sagt:

        @Anne
        Bedeutet dies im Umkehrschluss dann auch, dass wenn der Mann mit diesem Modell nicht einverstanden ist, die Frau es aber dennoch so durchzieht, von den Verpflichtungen entbunden ist?

      • tina sagt:

        röschu: wenn er nicht einvestanden ist, muss er mit seiner partnerin eine lösung suchen, mit der beide einverstanden sind. dänk. was denn sonst.
        wenn sie keine lösung finden, wird schlussendlich vermutlich nach einer hässlichen trennung irgendein gericht irgendwas entscheiden, womit keiner glücklich ist.
        es ist also anzuraten, eine lösung zu suchen, so lange man das in der hand hat

    • 13 sagt:

      @ Widerspenstige
      Grundsätzlich ist das alles richtig. Und doch muss man der Fairness halber sagen, dass auch da die Arbeit zu Hause oftmals einfach vergessen geht. Auch der Mann einer Hausfrau wäre nicht viel besser dran, wenn diese plötzlich wegfallen würde. er hätte zwar noch seinen Lohn, aber müsste davon entweder plötzlich teure Betreuung bezahlen oder erheblich reduzieren. Ich käme resp. komme mit meinem Lohn gut durch, aber wenn mein Mann plötzlich wegfallen würde, wäre ich ziemlich aufgeschmissen, nicht so sehr direkt finanziell, aber betreuungstechnisch und damit eben doch auch finanziell. Erst recht dann, wenn es durch tragische Umstände passiert, die Kinder traumatisiert sind und noch mehr Betreuung benötigen.

      • Anne sagt:

        @Röschu
        Na ja,wahrscheinlich gibt es solche Frauen.Es muss schon für beide Stimmen.Sonst ist es in der Tat sehr ungerecht und führt logischerweise zu Konflikten in der Beziehung..Ich würde mich ja überhaupt nicht wohl fühlen ein Familienmodell zu leben womit mein Partner nicht einverstanden ist.Kann auf die Länge wahrscheinlich gar nicht funktionieren.Und ja,der Mann muss dann Blechen.

    • Franiska Gmür sagt:

      Ma gave la nata!

      Schön, Sie bezahlen AHV und was weiss ich. Wer bezahlt Ihnen eigentlich später die Rente?
      — Richtig, unsere Kinder.
      Und wie macht man, dass die so richtig viel verdienen, supersozial eingestellt sind, das gesellschaftliche generationenübergreifende Solidaritätsprinzip verinnerlichen und dann auch Ihnen den Allerwertesten abwischen?
      — Richtig: man kümmert sich um sie. Und zwar in persona. Man schiebt sie nicht ab mit sechs Monaten in die Kita, weil sie einen selber dann später mit 65 Jahren ins Heim geben.
      Wen interessiert das Gerede über Quersubventionen? Volkswissenschaftlich ist längst klar, dass Gesellschaften eine Vollzeitbetreuung durch Eltern brauchen als Regelfall. Kitas, Fremdbetreuung sind volkswirtschaftlich sub prime, toxisch, Ramsch.

  • Markus sagt:

    Ich gebe der Autorin Recht, Frau Webers Beitrag war polemisch und strotzt nur so von Intoleranz. Zudem war er kontraproduktiv und hat hat meines Erachtens nichts mit der Gleichstellung der Frau oder Emanzipation zu tun.
    Die Gleichstellung bedeutet doch, dass Frau heute die Wahlfreiheit hat zu tun oder lassen was Sie diesbezüglich will. Sie kann Ingenieurin, Pilotin, Bergführerin, Strassenbauerin und nicht mehr nur Bürofräulein oder Krankenschwester.
    Sie darf sich aber auch dafür entscheiden zu Hause bei den Kindern zu bleiben. Für genau diese Wahlfreiheit haben doch unserer Mütter und Grossmütter gekämpft.

    • Jane Doe sagt:

      Ja, und der Einzige, der wieder mal keine Wahlfreiheit hat, ist der Mann. Der muss sein ganzes Leben krüppeln gehen und das Geld herbeischaffen, damit Frau die Wahl hat ob sie lieber Pilotin sein will, oder ob sie sich nur ein bisschen 20% selbst verwirklichen will oder ob sie vielleicht doch lieber ganz zu Hause sein will. Hauptsache, Frau hat die Wahl. Also wirkliche Gleichstellung sieht für mich aber anders aus.

      • Samichlous sagt:

        Der Mann hat daber die freie Wahl, was für eine Partnerin er wählt. Ich kenne durchaus Frauen, die immer klar sagten „Mutter werden will ich nur, wenn mein Mann Hausmann sein will“. Und so kenne ich auch mehrere Männer, die Teilzeit arbeiten und einen der voll Hausmann ist, während sie 100% arbeitet. Solche Frauen sind rar, aber es gibt sie.

      • mira sagt:

        Quatsch. Jedem Mann steht es frei, sich eine Karriere-Frau zu angeln. Sie sind ja auf dem Heiratsmarkt eh nicht so gut aufgestellt. Aber solche Männer gibt es nur wenige… In meiner Balz-Zeit war mein Statement „ich möchte gerne Arbeiten gehen und suche einen Mann, der sich um Familie kümmert“ ein klares No-Go für 90% der Männer. Kaum einer der Herren wollte beruflich zurückstecken. Scheint mir also eher eine Wahlfreiheit in den Köpfen zu sein…

      • Christoph Bögli sagt:

        @mira: Die Forschung zeigt allerdings in dem Bereich recht eindeutig, dass auch gut ausgebildete Frauen bzw. „Karrierefrauen“ fast durchwegs Partnersuche „gegen oben“ betreiben, also einen Mann wollen, der einkommenstechnisch und auch sonst zumindest leicht über ihr positioniert ist. Das ergänzt sich natürlich mit einem tendenziell reziproken Verhalten der Männer, aber das entlässt m.E. Frauen in der Frage nicht aus der Verantwortung.

        Im übrigen, wenn beim ersten Flirt derart absolut nach einem Hausmann gesucht wird, erstaunt es ja wirklich nicht, wenn das keinen Erfolg hat. Wie fänden Sie es, wenn Typen mit dem Spruch angewalzt kämen, dass sie eine suchen für Haushalt und (zukünftige) Kinderbetreuung, ob Sie nicht an dem Job interessiert wären. Sexy, nicht?

    • Sportpapi sagt:

      @Markus: Wenn Frauen nicht immer beklagen würden, dass die Gesellschaft sie behindere, dann wäre der Artikel von Frau Weber wirklich fehl am Platz gewesen.
      Er war allerdings sehr konsequent in der Haltung: Wenn ihr wirklich wollen würdet, was ihr behauptet, dann macht mal endlich.

    • Svenja sagt:

      Nein, ich finde nicht, dass Gleichstellung bedeutet, dass eine Frau heute die „Wahlfreiheit“ hat, bspw. einen Beruf zu lernen, sogar einen akademischen und dann zu Hause zu bleiben mit ein paar zusätzlichen Ämtli. Und dafür haben die Frauen auch nicht gekämpft. Sondern für eine gesellschaftliche Mitgestaltung, das bedeutet aber auch vergleichbare Pflichten. Eine „Wahlfreiheit“ zur Lebensgestaltung müsste den Mann ja einbeziehen. Wie viele Hausmänner gibt es? Eben. Diese „Wahlfreiheit“ ist eine trügerische, weil sie die Familienaufgaben weiterhin den Frauen zuordnet.

      • Widerspenstige sagt:

        Ja, das sehe ich auch so wie Svenja. Es geht bei der Gleichstellung im Wesentlichen darum, mit der eigenen Ausbildung zur gesellschaftlichen Mitgestaltung beizutragen. Das wäre dann eine Entwicklung hin zu einer Solidargemeinschaft mit dem Ziel, ein gesichertes Grundeinkommen bewältigen zu können ohne sich gegenseitig das Leben madig zu machen. Dann erst hat jede/r die Wahl.

      • Reto sagt:

        Svenja & Widerspenstige: Dem steht schon heute nichts im Wege, jeder kann sein Modell frei wählen, und das ist auch richtig so. Allerdings müssen die Rahmenbedingung so sein, dass 1. kein Modell bevorzugt wird und 2. dass die Allgemeinheit nicht die Modelle mitfinanzieren muss. Von mir aus muss auch niemand arbeiten, er soll dann aber auch keine staatlichen Leistungen bekommen. Wir sind ja eine Solidargemeinschaft, die aus Rechten UND Pfilchten besteht.

      • Sila sagt:

        Der emanzipierte Mann, der sich nicht in der Opferhaltung sieht, hat genauso die Wahl. In einer gleichberechtigten Partnerschaft überlegen beide gemeinsam, welches Modell sie a) möchten b) realistisch ist c) welches das Paar wählt. Der Mann kann genauso den Wunsch äussern, 100% zu Hause bleiben zu wollen wie die Frau. Es muss besprochen, ausgehandelt, sinnvoll überlegt werden!

    • Markus sagt:

      @Sportpapi: Wer behauptet? Ich behaupte, eine Minderheit der eher „linken“ Frauen behauptet oder fordert etwas, was eine Mehrheit der Frauen vielleicht gar nicht will? Die Zahlen sprechen eher für meine These.
      @Svenja & Wiederspenstige: Einspruch! Gleichberechtigung hat nur mit Wahlfreiheit zu tun. Alles Andere hat mit Ökonomie zu tun. Was kann Mann dafür, wenn 70 % der jungen Frauen eine Ausbildung wählen die eine gleichberechtige Aufteilung des Haushaltes ökonomisch gar nicht ermöglicht? Ideales Beispiel FaGe: 100 % Bruttolohn 4320.- / 50% 2160.-! Dies entspricht in meinem Beruf einem 20% Gehalt. Sprich: Reduziere ich auf 80%, muss meine Frau 50% arbeiten um dies zu kompensieren. Ergo war aus ökonomischen Gründen von Anfang an klar, wer am meisten arbeitet.

      • Anja Müller sagt:

        @Jane Doe: Genau, Wahlfreiheit hiesse für mich, dass Erwerbstätigkeit für Männer UND Frauen optional wird und beide das Pensum frei wählen (gegebenenfalls auch je nach Lebensphase variieren) können. Dass auch die Buben hören: ‚Du kannst dann immer noch entscheiden, ob du berufstätig sein willst. Aber eine gute Ausbildung musst du machen.‘

      • Sportpapi sagt:

        @Markus: „Ich behaupte, eine Minderheit der eher „linken“ Frauen behauptet oder fordert etwas, was eine Mehrheit der Frauen vielleicht gar nicht will? Die Zahlen sprechen eher für meine These.“
        Die Zahlen zeigen mir, dass es eigentlich nur solche Wortmeldungen gibt in den Medien. Die dafür täglich.

  • Paul Meier sagt:

    Kurz und bündig super geschrieben – herzlichen Dank!! Endlich mal eine Frau die nicht auf den Männern rumhackt!!

  • (2/2) sagt:

    Die Wahlfreiheit ist grösser geworden. Geblieben ist aber m.E., dass wir Frauen uns tendenziell immer noch zu stark an der Anerkennung durch andere orientieren. Kinderaufzuziehen ist eine der verantwortungsvollsten Aufgaben, die man übernehmen kann. Die meisten Eltern wünschten sich daher verständlicherweise oft mehr Sicherheit. Die lässt sich aber in der Meinung der anderen nicht finden.
    Wenn wir (Frauen und Männer) uns mehr an uns selbst und was sich für uns und unsere Familie richtig und gut anfühlt orientieren, verliert die Zustimmung von anderen an Bedeutung. Es lauert dann auch nicht mehr hinter jedem „anderst als bei uns“ eine Kritik an den eigenen Entscheidungen.

    • zysi sagt:

      Und führt hoffentlich zu mehr Selbstsicherheit und Gelassenheit (ds Füfi mal la grad si).

      Danke für Ihre treffende Sicht.

  • (1/2) sagt:

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Ich verstehe ihn als ehrlichen Aufruf, zur Toleranz und Wertschätzung für die verschiedenen Mutter-/Familienmodelle, die dank der Emanzipation möglich geworden sind. (Ich sehe auch als berufstätige Mutter keine Kritik darin).
    Es ist so, wir haben heute mehr Wahlfreiheit. Lebensumstände (Finanzielle, , Arbeitsmarktchancen, Möglichkeit der Fremdbetreuung etc.) sowie äussere Rahmenbedinungen (bspw. wenig Teilzeitstellen für Männer) bestimmen unser Modell jedoch weiterhin stark mit. Früher war klar, eine gute Frau gehört an den Herd (galt sonst als Rabenmutter). Ein guter Mann alleinverdienend ins Büro! (Was für ein Versager, wenn er zuwenig Geld nach Hause brachte, so dass die die Frau auch noch arbeiten gehen musste!).

  • Frank Oberhausen sagt:

    Die empfand es immer als ausserordentlich wertvoll, wenn privilegierte Frauen aus der oberen Mittelschicht sich im Elternrat „engagieren“. Was im Klartext dann etwa bedeutet, dem Lehrkörper Ratschläge zu erteilen, die diesem weder helfen noch wirklich zielführend sind. Sondern vielmehr eine Möglichkeit für die Frauen darstellen, Macht auszuüben und sich wichtig zu machen. Ohne selber etwas leisten zu müssen, oder Verantwortung zu tragen. Aber solange wir in einer sozial ungleichen Gesellschaft leben, werden diese privilegierten Frauen ihre Privilegien ohne das geringste schlechte Gewissen.

    • mira sagt:

      Schlechtes Beispiel. Elternräte können auch sehr sinnvoll tätig sein. Sommerfeste organisieren, Spendenaktionen für Anschaffungen durchführen, Presse-Arbeit unterstützen, Putzaktionen organisieren, Missstimmungen bei Eltern auffangen, bevor es „explodiert“, Kinderkleider-Flohmärkte organisieren, Läusedienst, etc etc. Ich selber hatte nie Zeit für diese Dinge, war aber immer froh, dass es Eltern gab die sich hier engagierten!

      • Markus sagt:

        Noch schlechteres Beispiel!
        „Spendenaktionen für Anschaffungen organisieren“ sprich: Die Schule bzw. das Gemeinwesen hat anscheinend zuwenig Geld um notwendige Anschaffungen zu finanzieren. Was sagt dies uns?

      • mira sagt:

        Markus, als Elternbeirat kann man kaum den finanziellen Spielraum der Einrichtungen verbessern. Das ist die Aufgabe der politisch tätigen Leute. Punktuell Erleicherung schaffen kann ein Elternbeirat aber sehr wohl! Ich denke da an die extra Schaukel im Kita-Garten, den Klassenausflug in Zolli oder ähnliches.

  • Adina sagt:

    Frau Hanslmayr, Sie haben in Ihrem Text drei mal das Wort „respektieren“ verwendet, das sagt schon alles. Danke Ihnen dafür.

    Ich lebe manchmal unter dem Eindruck dass eine weibliche Person nur dadurch aufgewertet wird, dass sie Mutter werden kann. Und dass männliche Personen ihren unerlässlichen Beitrag zur Kinderzeugung haben wird dadurch implizit geringer wertgeschätzt.
    Schade.
    Dass es Frauen gibt, die zwar keine Mütter sind aber trotzdem einen enorm wichtigen Beitrag zum Wohl der Gesellschaft in dem sie leben bringen, das wird mMn relativ gerne übersehen.
    Und die Männer, die täglich den Spagat zwischen Beruf und Vaterschaft ohne zu meckern machen, die hört auch keiner, da sie so leise sind.

    • Svenja sagt:

      Es ist absolut illusorisch und gar nicht erstrebenswert, dass alle Frauen gleich denken und dies nicht mehr zeigen sollen. Ich hab den Verdacht, dass die vermeintlich hehre Forderung nach allseitigem „Respekt“ vor allem Diskussionen unterbinden soll. Man darf verschiedener Meinung sein, sich auch streiten und polemisch sein. Was der im übrigen auch polemische Begriff „Frauenkrieg“ soll, ist mir ein Rätsel. Sind wir Internatsschülerinnen, die brav sein und sich nicht streiten sollen? Es gibt gute Gründe, warum man und frau nicht applaudieren muss, wenn qualifizierte Frauen sich für ein Hausfrauenleben mit zusätzlicher Freiwilligenarbeit entscheiden. Man darf das auch äussern, sogar polemisch.

      • Widerspenstige sagt:

        Teile diese Aussagen von Svenja und frage mich beim Lesen dieses Gastbeitrages, wieso um Himmels willen eine ausgebildete Archäologin sich zu so einem Aufsatz hinreissen lässt.

      • Adina sagt:

        Svenja, Applaus ist nicht gleich Respekt.
        Und nichts gegen Polemik, aber manchmal sind mir die ganzen Debatten einfach zu… aufwendig. Da zeihe ich persönlich kürze, bündige Stichworte vor wie „gegenseitiges Respekt“, und jeder kann damit anfangen, was er/sie gerade so will. Ich finde übrigens dass „Respekt“ einen ziemlich eindeutigen Begriff ist.
        Der Begriff „Frauenkrieg“ finde ich auch doof, da denke ich an Frauen die miteinander im Schlamm ringen. Wird wohl auch seinen Reiz haben…

        Zu den Hochqualifizierten die zuhause hocken: Anscheinend gibt es zZ fast zu viele Hochqualifizierte die sich bei der Arbeit oft langweilen. Nur wenige machen etwas neues, tolles daraus. Ich habe mich da für mein Baby entscheiden.

  • mira sagt:

    Ich kenne nur wenige Fragen, die sich bissig oder herablassend über die Lebensentwürfe von anderen Frauen äussern. Wer das tut, hat meistens ein Problem mit seinem eigenen Leben. Wenn es sich ein Paar leisten möchte, die Mutter vollzeit zuhause zu haben, dann ist das i.O. und deren Entscheidung. Mit Geld hat das in der Schweiz nur sekundär zu tun. Gerade auch in der niedrigeren Einkommens-Schicht gibt es viele nicht erwerbstätige Mamas. Meiner Erfahrung nach machen aber Vollzeit-Hausfrauen nicht mehr ehrenamtliche Arbeit als Teilzeit-Arbeitende. Abfallen tun hier v.a. die Vollzeit-Arbeitenden. Da bleibt bei den wenigsten noch Kraft/Zeit/Lust für solche Aktivitäten.

    • mira sagt:

      Fragen = Frauen

    • Richard Müller sagt:

      Mit Geld hat das Modell nichts zu tun? Es hat nur damit zu tun. Wer wirklich wenig verdient, kann es sich in der Regel gar nicht leisten, NICHT zu arbeiten. Da wird die Kinderbetreuung einfach an die Eltern/Verwandten/Freunde ausgelagert, um Geld zu sparen. 1 Gehalt reicht da gar nicht. Ansonsten ist man NICHT in einer niedrigen Einkommenschicht.

      • mira sagt:

        Ja, das ist richtig. Aber solche Fälle sind in der Schweiz nur vereinzelt zu finden. Die meisten arbeiten einfach für mehr Luxus (grosser Flachbildschirm, Smartphones für jedes Familienmitglied, im Urlaub wegfahren etc). Was ja auch nachvollziehbare Gründe sind 🙂 Aber müssen??

      • Jane Doe sagt:

        @Mira, ich arbeite obwohl ich nicht muss bzw. wir von meinem oder dem Gehalt meines Mannes leben könnten. Ich arbeite weil:
        – Ich eine lange Ausbildung habe
        – Ich mich finanziell beteiligen möchte
        – Mein Mann auch die Möglichkeit wollte, zu reduzieren und bei den Kindern sein.
        – Ich eine eigene PK und dritte Säule will
        – Es mir zu Hause langweilig wäre
        – Die Kinder irgendwann ausfliegen.
        DAS sind für mich Gründe, zu arbeiten, aber sicher nicht für mehr Luxus (PS: Nein, wir haben keinen Zweitwagen und fliegen auch nicht 3x pro Jahr in den Urlaub).

  • sepp z. sagt:

    Wenn ich meinen Einpersonenhaushalt führe, ist das auch ‚unbezahlte Arbeit‘. Da brauchts jetzt unbedingt staatliche Entschädigung, schliesslich könnte ich anstattdessen noch 2h mehr pro Tag für die Wirtschaft produktiv sein…

    • Poppy sagt:

      Bei dem Getöse, dass Vollzeit-Hausfrauen um ihre Arbeit an Familie, Kind und Haushalt veranstalten, wird eben gerne vergessen, dass Berufstätige ihren Haushalt auch unentgeltlich führen, meist am Wochenende putzen, wenn die stay at home mom-familys ihr Familienleben zelebrieren.

  • Richard Müller sagt:

    Der unseelige Begriff „unbezahlte Arbeit“ kann ich langsam nicht mehr hören. Unbezahlt ist gar nichts, ausser man hat die Erwartungshaltung, dass bei der freiwilligen Wahl des 1-Ernährer-Luxus-Modell die Allgemeinheit den zu Hause bleibenden Elternteil auch noch finanzieren soll. Wenn ich nicht arbeiten will, leiste ich deswegen nicht „unbezahlte Arbeit“, sondern verzichte bewusst auf eine 2. Einkommen, weil das Paar andere Prioritäten setzt. Es ist auch nicht das Problem der Allgemeinheit, wenn sich Paare nicht um die Altersvorsorge kümmern. Man kann von erwachsenen Menschen erwarten, dass sie sich selber darum kümmern. Altersarmut ist in der Regel darum kein Zufall und vorallem absehbar. Ein Bilck in den PK-Vorsorgeausweis – wenn überhaupt vorhanden sein – wäre sinnvoll.

    • tina sagt:

      du sprichst hier aber nur von der arbeit, die für die eigene familie gemacht wird, also für die eigenen kinder und den partner.
      ansonsten gibt es sehr wohl unbezahlte arbeit! soll ich zahlen zusammensuchen?

      • Richard Müller sagt:

        Ja gerne. Es würde mich sehr interessieren, welche Arbeiten von Frauen „unbezahlt“ erledigt werden, welche eigentlich der Staat resp. die Allgemeinheit per Gesetz finanzieren müsste. Selbstverständlich würde mich auch „unbezahlte Arbeit“ von Männern interessieren. Bei Männer wird ja die freiwillige Feuerwehr oder Tätigkeiten in gemeinützigen Vereinen nicht als „unbezahlte Arbeit“ definiert. Was wäre denn also „unbezahlte Arbeit“ per Definition?

      • Lala sagt:

        Die Arbeit ist nicht unbezahlt.

        Der arbeitende Partner (oder der Staat) bringt den Lohn heim von dem die Hausfrau dann auch lebt und somit „bezahlt“ wird.
        Dass letztere Ihre Tage auch irgendwie füllen muss und daher diversen mehr und weniger sinnvollen Tätigkeiten nachgeht, ist nun wirklich nicht überraschend.

        Und wo es an Dankbarkeit für diese Tätigkeiten fehlen soll, ist mir auch ein Rätsel.

      • mira sagt:

        Unbezahlte Arbeiten sind für mich ehrenamtliche Tätigkeiten zum Allgemeinwohl: zB Feuerwehr, Schulweghilfen, ehrenamtlicher Second-Hand-Laden, Elternbeiräte, freiwillige Müllsammel-Aktionen, Vereinsarbeiten, Nachbarschaftshilfe, etc. Das sind Dinge, die man nicht für seine eigene Familie tut, sondern eben für die Allgemeinheit.
        Arbeiten, die man zuhause erledigt, gehören in den Privatbereich. Da die zuhause arbeitende Person ja tatsächlich Geld/Wohnraum/Naturalien zur Verfügung hat (vom Partner), ist es in dem Sinne nicht „unbezahlt“.

      • tina sagt:

        doch klar wird ehrenamtliche arbeit auch bei männern so definiert!
        ich werde die zahlen am nachmittag hier posten oder du kannst es gern selber suchen: bundesamt für statistik, ehrenamtliche arbeit oder freiwilligenarbeit. da gibt es statistiken zum runterladen über art der tätigkeiten und von wem das übernommen wird, auch wie gross der wert für die gesellschaft ist, in franken ausgedrückt.
        dass der staat dafür zahlen würde stand allerdings nicht zur debatte: freiwilligen arbeit ist notwendig, wird geleistet und ist unbezahlt

      • Richard Müller sagt:

        „Freiwilligenarbeit“ ist per Definition freiwillig und unbezahlt. Wer von „unbezahlter Arbeit“ spricht, redet von Arbeiten, die nicht bezahlt werden, obwohl man das müsste. Und genau dieser linke „Retro-Kampfbegriff“ wird verwendet, wenn es um angebliche Benachteiligungen der Frauen geht. So wird plötzlich die Frau zur staatstragenden Arbeiterheldein, ohne die der Staat untergehen würde. Selbstverständlich definiert dann Frau auch noch selber, welche Tätigkeit „Arbeit“ und „unbezahlt“ ist und was diese angeblich kostet. Was „unbezahlte Arbeit“ ist, definiert aber – wenn schon – die Gesellschaft, in dem diese per Gesetz die Förderungswürdigkeit absegnet und Geld spricht. Alles andere ist das eigenes Leben, persönlich, freiwillig, ohne Entschädigungsanspruch.

      • Sportpapi sagt:

        Die Gesellschaft hätte tatsächlich Probleme, wenn nicht mehr so viele Menschen sich freiwillig und unbezahlt engagieren würden. Viele Angebote würden verschwinden.
        Und ja, es gibt eine gewisse Trittbrettfahrermentalität. Übrigens ist das für viele, die sich engagieren, eines der Abbruchkriterien: Wenn es merkt, dass andere immer nur profitieren.
        Dennoch bleibt Freiwilligenarbeit freiwillig, und die Tätigkeit im eigenen Haus ist keine Freiwilligenarbeit.
        Meist nennt man die Freiwilligenarbeit auch Ehrenamt, weil (hoffentlich) wenigstens diese Wertschätzung damit verbunden ist.

      • Richard Müller sagt:

        @tina/mira: Ehrenamtliche Tätigkeiten sind grundsätzlich darum ehrenamtlich, weil nicht gewinnbringend und/oder mehrheitsfähig und somit nicht durch die Allgemeinheit als finanzierungswürdig befunden. Darum sind diese Tätigkeiten auch nicht unbezahlte „Arbeit“, sondern einfach selbst initierte Freiwilligenarbeit oder freiwilliges Engagement. Es ist deshalb völlig absurd und nicht legitim, ehrenamtliche Tätigkeiten einer Allgemeinheit fiktiv aufzurechnen und womöglich noch Forderungen ableiten zu wollen. Abgesehen davon hat es für mich einen gewissen Grad an Perversion, Nachbarschaftshilfe in Geldwerte umzurechnen. Soll ich ernsthaft meine Kosten be- und verrechnen, wenn ich auf meine betagte und sturzgefährdete Nachbarin ein wenig aufpasse?

      • mira sagt:

        Richard Müller, unsere Gesellschaft würde ohne Ehrenamt in vielen Teilen nicht funktionieren. Wer löscht mein Haus, wenn es brennt? Wo kaufen ärmere Familien die Kinderkleidung, wenn es den Second-Hand-Laden nicht mehr gibt? etc etc. Der Staat gibt Mittel in seinem Rahmen aus, ist aber keineswegs Definitionshoheit darüber, was unsere Gesellschaft braucht! Und… er ist v.a. froh um alles, was eben ehrenamtlich gemacht wird und er nicht auch noch berappen muss!

      • mira sagt:

        Richard Müller, und bezüglich dem Begriff „unbezahlte Arbeit“. Da es keine einheitliche Definition dafür gibt, ist es müssig darüber zu spekulieren, wer den Begriff wie braucht. Ich habe ein sehr „Arbeits-intensives“-Hobby und wenn ich trainiere, dann ist das für mich auch „Arbeit“. Ich würde aber niemals auf den Trichter kommen, dies als „bezahlungswürdige“ Arbeit anzuschauen. Arbeit hat an sich erstmals nichts mit Bezahlung zu tun. Geld kommt erst dann ins Spiel, wenn man gegen Auftrag Arbeit für jemanden erledigt!

      • tina sagt:

        das berechnen der kosten, die der gesellschaft entstehen würden, dient der veranschaulichung, was diese arbeit wert ist. nicht um forderungen zu generieren.
        ehrenamtlich meiner ansicht nach darum, weil man es aus ehrenhaften gründen macht, nicht um geehrt zu werden. es ist mir eine ehre mit den informationen gedient zu haben ;-).
        ehrenamt halt im sinne von beispielsweise vorstandsmitglied in einem gemeinnützigen verein. wenn ich meiner betagten nachbarin im alltag helfe ist das ja kein amt. aber würde niemand das gratis machen, müsste die frau nur darum in ein pflegeheim, weil sie nicht schafft den müll runterzubringen. das wäre teuer. für die gesellschaft. darum hat das umrechnen von freiwilligenarbeit in fiktive lohnkosten wirklich einen sinn

      • tina sagt:

        da das zusammensuchen von informationen unbezahlt und mir die lust vergangen ist, habe ich frei die wahl getroffen, darauf zu pfeifen. wie man es selber findet, wenn es einem das wert ist, habe ich ja angegeben

  • Jolanda sagt:

    Lassen wir uns doch einfach inspirieren von der Essenz dieses Artikels;
    …uns gegenseitig zu unterstützen, zu respektieren und wertzuschätzen….
    Danke Frau Hanslmeyr

  • Caroline sagt:

    In einem haben Sie recht: „Leben und leben lassen“, das ist auch meine Devise. Dass sich aber Nichtberufstätige öfters als (Teilzeit-)Berufstätige in der Schule etc. engagieren, erlebe ich nicht so. In unserem zehnköpfigen Elternrat beispielsweise gibt es genau eine „Hausfrau“ und der diesjährige Elternbildungsanlass, um bei Ihrem Beispiel zu bleiben, wurde von mir und einer Kollegin organisiert und wir arbeiten beide 60%.

    • sepp z. sagt:

      Jede Frau kann wenn sie will 60% arbeiten.

      • Anne sagt:

        Was Soll dieser Kommentar?Nein,nicht jede Frau!Es gibt Frauen die müssen oder wollen Vollzeit arbeiten.Ich bin nicht erwerbstätig,also von mir aus Hausfrau (als ob ich nur Zuhause hocken würde).Es gibt Tage da finde ich es ganz toll,an anderen total blöd.

      • Tina sagt:

        Jeder Mann kann, wenn er will, 60% arbeiten.

        Und sagen Sie mir jetzt nicht, dass das nicht geht. Sie hätten sich ja von Anfang an eine Ausbildung aussuchen können, bei der eine spätere Reduktion auf 60% möglich ist – so wie das auch viele Frauen tun.

      • sepp z. sagt:

        @anne, ja. gemeint war: mindestens 60%.

    • Jennifer sagt:

      Darauf wollte ich auch reagieren. Als berufstätige Mutter habe ich mich 4 Jahre im Elternrat unserer Schule aktiv beteiligt, Kuchen gebacken für den Schulbesuchsmorgen, etc.

      • Anne sagt:

        @sepp
        Klar,wollte Sie nur etwas provozieren.Jede Frau kann mind.60 Prozent arbeiten gehen und jeder Mann auch.Hat ja nichts mit dem Geschlecht zu tun!

    • Sportpapi sagt:

      So viele reine Hausfrauen gibt es ja auch gar nicht. Natürlich engagieren sich die Leute, die zu Hause sind und Zeit haben.
      Männer gibt es bei uns im Elternrat hingegen (fast) keine. Wobei das bei uns wohl auch mit dem Aufgabengebiet zu tun hat.

      • Caroline sagt:

        Natürlich engagieren Sie sich auch. Aber die Autorin behauptet ja, dass sie diese Engagements für die Berufstätigen übernehmen, und das stimmt nicht.

  • 13 sagt:

    Grundsätzlich ein lobenswerter Ansatz. Ja, weniger Vorwürfe wären oft sinnvoll. Doch gibt es für mich drei Dinge einzuwerfen:
    – Was soll die gönnerhafte Haltung, wieviel Sie als Hausfrau den berufstätigen Müttern helfen? Wie wäre es auch nur einen Blick auf die Gegenseite zu werfen und zu sagen, ich helfe gerne am Waldmorgen, wenn die andere arbeitet und bin ihr im Gegenzug dankbar, dass sie die Sozialversicherungskasse füllt, von der ich auch mal profitieren kann? Das wäre dann ausgeglichen und harmonisch.
    – Nehmen Sie Männer da nicht raus. Ja, man kann die Diskussionen schon auf einen PMS-basierten Zickenkrieg runterstufen, aber das stimmt so nicht ganz. Dass wir Mütter aber seitens der Gesellschaft, zu der 50% Männer gehören, es ohnehin falsch machen, ob arbeiten oder

    • 13 sagt:

      nicht und dass sie mit ihrer Vormacht in Politik und Wirtschaft, das Ganze durchaus steuern, trägt eben auch seinen Teil dazu bei. Ich glaube nicht, dass es sich hier um ein „Mommy-War“ handelt, sondern um wichtige gesellschaftliche Diskussionen.
      – Auch eine Person mit Vagina und Brüsten, kann ein Mann sein. Umgekehrt braucht es beides nicht, um eine Frau oder Mutter zu sein.

      • sepp z. sagt:

        „Dass wir Mütter aber seitens der Gesellschaft, zu der 50% Männer gehören, es ohnehin falsch machen“
        @13, Sie armes Opfer.

      • 13 sagt:

        Opfer? Nun ja, als Frau wird man früher oder später (eher früher) ohnehin von Sexismus betroffen, aber es geht nicht in erster Linie um eine Opferhaltung, sondern dass etwas gegen Missverhältnisse (in beide Richtungen!) getan werden kann und muss.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ob man dem nun Zickenkrieg sagen will, oder mangelnde Geschlechtersolidarität. Tatsache ist nun mal, dass es vor allem Frauen sind, die andere Frauen kritisieren.
        Und ich wüsste nicht, wo die männliche „Vormacht in Politik und Wirtschaft“ dazu führt, dass Frauen irgendwie in ihren Wahlfreiheiten eingeschränkt würden. Mehr als die Männer. Im Gegenteil. Aber es ist ja auch nicht so, dass Frauen in der Politik immer untervertreten bleiben müssen. Wenn sie sich nur mal etwas mehr interessieren würden, oder nicht nur für Frauenfragen, dann würde das bald ändern.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        So so, und woher entnimmst diese „Tatsachen“, egal ob nun die Behauptung, dass v.a. Frauen Frauen kritisieren (gerade wer seit Jahren den MB und v.a. die Kommentare liest, sollte es eigentlich besser wissen) oder dass Frauen nicht an Politik interessiert sind? Das System in dem wir leben, bestimmt nun mal die Gesellschaft mit und wer gibt wohl da den Ton an? Diese Zahlen sind zumindest bekannt und somit Tatsachen…

      • Röschu sagt:

        @13
        Politiker und Politikerinnen werden bei uns von der Gesellschaft gewählt, die zu je etwa der Hälfte aus Männern und Frauen besteht…
        Das Abschieben der Verantwortung für die derzeitige Situation an die männliche „Vormacht in Politik und Wirtschaft“ scheint mir daher etwas gar einfach.

      • 13 sagt:

        @ Röschu
        Welche Politiker*innen gewählt werden und welche nicht, hängt sehr davon ab, welche aufgestellt werden und wie sie präsentiert werden. Das sieht man z. Bsp. anhand der Frauenliste, die SP lanciert. Seit sie es so handhaben, kommen mehr Frauen an den Sitz. Schauen Sie auch die letzte BR-Wahl an: I. Cassis als „Traumkandidat“, immer professionell, immer im Scheinwerferlicht abgebildet. Dann I. Moret, die nur als „BR-Kandidatin mit Kindern“ dargestellt wurde, oftmals inkl. eines Fotos mit einem Kleinkind, obwohl ihre Kinder bereits über 10 Jahre alt sind. Und dann K. Keller-Sutter, die Cassis hätte schlagen können, aber eben nicht aufgestellt wurde. Ein Zufall? Kaum. Ich bin kein Fan von I.M. oder auch K. K-S. aber es fällt schon sehr auf.

      • 13 sagt:

        Um nicht auch noch kurz zu erwähnen, dass die einzige SVP-BR-Kandidatin, die je gewählt wurde, aus ihrer Partei geworfen wurde, weil sie sich die Frechheit erlaubt hat, ihre Wahl auch anzunehmen, anstatt wie vorbesprochen, dem Mann Platz zu machen.
        Es ist eigentlich eine relativ einfache Rechnung:
        Bürgerliche Mehrheit + Umstand, dass bürgerliche Parteien keine Frauen wollen = wenige Frauen. Das hat wenig mit „Frauen wollen nicht“ zu tun.

      • Röschu sagt:

        @13
        Nur weil Sie an jeder Ecke böse, böse Männer vermuten, welche Ihrer Meinung nach nichts anderes zu tun haben als Frauen zu diskriminieren, entspricht dies noch lange nicht der Wahrheit.
        .
        Dass EWS von der SVP ausgeschlossen wurde, hatte nichts mit ihrem Frau-Sein zu tun (zur Erinnerung SS wurde kurz darauf ebenfalls ausgeschlossen).
        .
        IC wurde hauptsächlich gewählt, weil er Tessiner ist. (Dies ist übrigens mMn genau so lächerlich, wie wenn eine Frau gewählt wird, bloss weil sie Frau ist.) Auch Pierre Maudin hatte keine Chance gegen den Tessiner.

      • 13 sagt:

        @ Röschu
        Quatsch. Es gibt sehr viele ganz tolle Männer, die nicht so denken und stattdessen für eine Gleichberechtigung kämpfen (auswärts und daheim). Dann gibt es einige, die diese Diskriminierung befeuern und dann gibt es die grosse Masse, denen es schlicht egal ist, und damit indirekt dafür sorgen, dass das System beibehalten wird (wie eben der Vorrang der Vertretung 350’000 Tessiner vs 4 Millionen Frauen). Meine Aussage war mehr: Marketing funktioniert eben auch bei politischen Wahlen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Die Sichtweise auf die Politik halte ich für etwas verzerrt. Tatsache ist, dass es sehr viel weniger Frauen als Männer gibt, die sich für Politik interessieren, und sehr viel weniger Frauen als Männer, die sich für ein politisches Amt zur Verfügung stellen.
        Und wenn Frauen sich in der Politik engagieren, dann bevorzugt in den linken Parteien. Deshalb sind sie dort besser vertreten und werden auch angemessen gewählt.
        Ich glaube auch nicht, dass die SVP keine Frauenförderung betreiben würde. Aber in der SVP hat es offenbar nicht so viele Frauen, die überhaupt kandidieren. Und doch gibt es auch einige bekannte SVP-Frauen.
        Dass bei der Bundesratswahl nicht jede Frau gewählt wird, ist logisch, und in der Regel nachvollziehbar.

      • Sportpapi sagt:

        Wir sind allerdings gerade mit der lokalen Politik beschäftigt, weil bald Wahlen sind. Und da ist es schon erstaunlich, dass nicht viel mehr Frauen sich zur Wahl stellen. Sie hätten ja mit ihren verbreiteten Teilzeitpensen vielfach ideale Voraussetzungen für ein politisches Amt. Teilweise wird das auch genutzt, aber meiner Meinung nach viel zu wenig.
        Aber wie sagte mir mal eine sehr engagierte Mutter, die seit Jahren unter anderem im Elternrat ist? Sich einer Wahl stellen (und allenfalls scheitern) sei halt nicht so Ihres. Und da ist sie nicht allein.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Schon wieder irgendwelche „Tatsachen“?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ja. Oder wollen Sie widersprechen?
        Zufferey hat das zuletzt mal belegt. Selber habe ich darauf verzichtet, weil ich nicht davon ausging, dass dies ernsthaft angezweifelt wird.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Oder wollen Sie widersprechen?
        Ja. Ich weiss ja nicht, wo Du lebst, aber gerade bei den lokalen Wahlen erlebe ich das anders. In unserer Gemeinde haben wir eine Gemeindepräsidentin, von den 7 Gemeinderäten sind 3 Frauen und die Kommissionen sind alle, mit Ausnahme der Baukommission, relativ ausglichen. Jedoch zeichnen sich ja Gemeindewahlen dadurch aus, dass es Personenwahlen sind, Man wählt die Leute, die man kennt. Sobald es aber auf die kantonale Ebene geht, muss man quasi Menschen „blind“ Vertrauen schenken, zumindest in grösseren Kantonen, und da spielt dann eben Marketing eine grosse Rolle. Und die Parteizugehörigkeit, nicht weil Frauen eher links wären, sondern weil Linkswähler diesbezüglich offener sind..

      • 13 sagt:

        @ Röschu
        EWS wurde bestimmt nicht rausgeworfen, weil sie eine Frau ist, aber sagen Sie mir ein Beispiel aus der Schweizer oder auch internationaler Politik, wo jemals um eine Frau so ein „Gschiss“ gemacht wurde, wie um CB? Vielleicht mit Ausnahme der Queen…
        Was war mit S.S.?

  • betty hidden sagt:

    ein problem, wenn die eltern sich entscheiden, dass eins von ihnen voll zuhause bleibt, ob jetzt sie oder er, ist die schlechte altersvorsorge: keine pensionskasse, wenig ahv. da sind die gesetzgeber gefordert, dass solche ungerechtigkeiten verschwinden und die menschen echte wahlfreiheit haben. noch immer ist hausarbeit und kinderbetreuung zuhause unbezahlt, erst wenn sie ausgelagert wird, erscheint sie auf einer lohnliste mit sozialabgaben. dafür wäre ein grundeinkommen für alle super.

    • sepp z. sagt:

      @betty, hausarbeit zuhause ist auch für kinderlose menschen und paare unbezahlt.

    • Sportpapi sagt:

      Was ist daran ungerecht, wenn eine Arbeit im eigenen Haushalt nicht bezahlt wird? Oder anders gefragt: Wer soll sie denn bezahlen? Soll man sich selber einen Lohn zahlen?

      • 13 sagt:

        Einen Lohn wie das BGE ist eine Sache, aber über die Senkung oder noch besser Aufhebung des Koordinationsabzuges und die Möglichkeit zur Einzahlung in die 3a-Säule oder auch in die PK, wenn man nicht arbeitet, könnte schon gesprochen werden….

      • Sportpapi sagt:

        @13: Wer verbietet die Einzahlung in die 3. Säule? Im Gegenteil, das wird steuerlich eigentlich gefördert.
        Nur braucht es dafür Geld…

      • 13 sagt:

        @ SP
        Das Recht auf Einzahlung haben nur Erwerbstätige. Eine 3a-Säule für die Hausfrau ist nicht zulässig und erst recht nicht steuerlich gefördert. Selbst wen das Geld da wäre.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Das stimmt leider. Habe ich mit der Selbstständigkeit verwechselt.

  • Dani sagt:

    Bei uns in der Verwaltung kritisieren die Älteren die Jüngeren Frauen wegen Mutterschaftslurlaub und Stillzeiten usw. „Witzig“ dabei ist ja, dass es sich allesamt um Mütter handelt. Offenbar verändert sich bei den Frauen die diesbezügliche Wahrnehmung mit dem Alter

    • Christina sagt:

      Ja, ich bin auch eine solche, die sich gelegentlich als Rundumersatz zusätzlich zu der gleichzeitig eigenen 100 % Anstellung vorkommt. Dabei geht es nicht nur um Mutterschaftsurlaub und Stillzeiten, das kann man organisieren, sondern darum , dass diese lieben Mütter mal „schnell“ zum Zahnarzt müssen mit dem Kind, mal „schnell“ noch einkaufen müssen, mal „schnell“ zu einem Elterngespräch müssen. Ich muss auch zum Zahnarzt, meine alte Mutter betreuen, auch einkaufen etc. Dasselbe gilt übrigens auch für die 100% arbeitenden Männer, die dann jeweils die Hintergrundarbeit, z.B. als Lehrer in einer Schule, erledigen dürfen. Kein Wunder, dass die mal sauer werden auf dise Mystifizierung der Mütter. Sorry.

  • Kiki sagt:

    Endlich mal ein versoehnlicher Artikel zum Thema und eine vernuenftige Perspektive!
    Ob es wohl Zufall ist, dass die Autorin im Ausland aufgewachsen oder zumindest studiert hat? Ob da wohl etwas mehr Toleranz fuer andere Lebensentwuerfe als der seine herrscht, als in der Schweiz?

  • Rémy sagt:

    Viele von uns haben die Freiheit, sich zu entscheiden, wie sie leben möchten: Familie, Kinder, Teilzeitarbeit, Karriere – oder Hausfrau.
    Schön für euch. Solche Freiheiten hätte ich auch gerne gehabt. Ging aber nicht: ich bin ein Mann. Soviel zur Gleichberechtigung.
    Und kommen sie mir nicht mit dem Modell Hausmann: keine Frau will einen Typen mit dem Lebensentwurf. Um bei einer Frau zu landen, muss Mann schon was hergeben. Dass geht nur mit Vollzeitstelle und Aussicht auf gute Karriere.

    • 13 sagt:

      So sind die Perspektiven anders. Ich denke oftmals, ich wäre so gerne Vater anstatt Mutter geworden. Ich könnte tun, was ich wollte, keiner würde mich dafür kritisieren, wenn ich ein hohes Pensum habe, ich müsste mich nie der Frage aussetzen, ob ich das neben den Kindern schaffe und ich würde jedes Mal bejubelt werden, wenn ich mich zu Hause engagiere oder um meine eigenen Kindern kümmere. Bei einer Reduktion auf 80% wäre ich bereits ein Star.

      • sepp z. sagt:

        @13, aber Sie müssten als Mann 20 Jahre lang Zwangsdienst leisten (oder 3% Männer-Strafsteuer bezahlen), dürften später in Rente gehen und hätten im Familienleben weniger Rechte. Überlegen Sie sich den Geschlechterwechsel nochmal.

      • tina sagt:

        hihi
        ausser bei einer scheidung, da würdest du jammern, dass du zahlvater bist 😉

      • 13 sagt:

        @ Sepp
        20 Jahre sind etwas übertrieben, aber ja das wäre ein Nachteil. Wobei ich im Zivildienst mich damit trösten würde, dass ich doch Gutes tue. Ich muss auch heute arbeiten, nur eben verbunden mit der Kritik und dem dauernden Beweisen, dass ich das auch kann. Das Rentenalter wird eh erhöht, bis ich soweit bin, und der Vorteil wäre doch, ich hätte dann dank besserem Lohn mehr Rente zur Verfügung.

        @ Tina
        Quatsch, ich wäre doch der voll spassige Wochenendpapa, der bejubelt wird, wenn er sich kümmert und bemitleidet, wie er sich dank der bösen Ex nicht kümmern kann. Dies, während ich die grosse Bürde (Du weiss das besser als ich) der alleinerziehenden Mutter nicht tragen müsste.

      • Ulrich Gassner sagt:

        13 hat schon recht, das Leben als Mann ist voll dufte. Nicht nur wird man ständig umjubelt, man hat auch alle Macht der Welt, alle Frauen sind einem untertan, man wird nirgends diskriminiert, muss nicht so lange leben, darf länger arbeiten, muss sich in nahezu allen gefährlichen Jobs nicht mit Frauen herumschlagen, darf beim Militär Ferien auf Staatskosten machen, muss sich nach der Scheidung nicht mehr um die lästigen Goofen kümmern etc. etc. Und als ob das nicht genug wäre, kriegt man für die tupf-genau gleiche Arbeit bis zu 20% mehr Lohn als eine Frau. Liest man wenigstens immer wieder.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Ich könnte tun, was ich wollte.“ Ja, aber nur wenn due wirklich genau das willst, was vorgesehen ist…
        „und der Vorteil wäre doch, ich hätte dann dank besserem Lohn mehr Rente zur Verfügung.“ Sagst du damit, dass du selber weniger Lohn bekommst als die gleichaltrigen/ gleich ausgebildeten Bürokollegen?

      • 13 sagt:

        @ SP
        Da ich keine Kollegen auf gleicher Stufe habe, kann ich diese Frage heute klar mit Nein beantworten. Wenn ich sie hätte, wüsste ich aber eh nicht, was diese verdienen, warum eben das System „Einzelklagen“ eh nicht aufgeht. Ich habe in meinem Berufsleben nur einmal im Nachhinein erfahren, dass ich den gleichen Lohn hatte wie ein gleich ausgebildeter Berufskollege, der jedoch einiges weniger an Berufserfahrung hatte, weniger Leistung erbrachte (in Geld, d.h. klar messbar) und weniger Verantwortung trug. Das nachdem mir bei der Anstellung kurz zuvor sagte, man gebe mir einen Lohn-Zuschuss wegen der Erfahrung. Dem Nachzugehen hätte jedoch bedeutet, den Job zu riskieren und nun ja, ich habe eine Familie zu ernähren. Das ist der zweite Grund, wo das System eben nicht aufgeht…

      • Sportpapi sagt:

        @13: Es ist also bestenfalls ein Verdacht, dass du als Mann mehr verdienen würdest.
        So hast du es aber nicht dargestellt, als du von besserem Lohn und höherer Rente gesprochen hast aufgrund des Geschlechtswechsels.
        Ich habe eben den Verdacht, dass die meisten Frauen, die sich bezüglich Lohngleichheit engagieren, selber gar nicht betroffen sind.

    • mila sagt:

      Fairerweise muss man allerdings festhalten, dass sich auch dieser Punkt im Wandel betrifft. Vätern, die sich keinen ‚Papitag’ nehmen können oder wollen, wird mehr und mehr unterstellt, kein ebenso interessierter oder engagierter Vater zu sein. Ich denke daher gleichfalls, dass es hier nicht einfach ‚nur’ um ‚mommy wars‘ und Stutenbissigkeit geht. Sondern darum, ob eine Debatte, die ursprünglich einmal in einem Freiheitsgedanken ihren Ursprung nahm – gleiches Recht (und Chancen) auf Arbeit, auf Teilnahme am ‚öffentlichen Leben‘, auf Selbstverwirklichung (etc., you name it) – in Richtung einer pauschalen Zwangsverpflichtung aller abdriftet, ohne Rücksicht auf persönliche Bedürfnisse, Fähigkeiten, Interessen. Ich für meinen Teil begrüsse ein Gesellschaftsmodell, dass Freiheit(en) offenlässt –

      • Rémy sagt:

        Männer, die schon im Vornerein ein Papitag vorsehen, kommen nicht in die finanziellen Sphären die es ermöglichen, überhaupt von Frauen als potenzieller Papi angeschaut zu werde. Es ist halt bei allen Bemühungen der Frauen um Gleichberechtigung immer noch so, dass eine Frau gerne einen Mann hat, auf den sie hochschauen kann (so meine Erfahrung) und der die finanziellen Mittel bringt, Ihr und dem potenziellen Nachwuchs eine gesicherte Existenz zu sichern.

      • mila sagt:

        Ihr Kommentar würde allenfalls zutreffen, wenn die Mehrheit der Mütter (nach wie vor) nicht erwerbstätig wäre. Das trifft jedoch nicht zu. Jede Mutter, die arbeitet, wird einen Mann schätzen, der reduzieren kann und will – dann weiss sie das Kind in jedem Fall gut betreut. Die meisten arbeitstätigen Eltern sehen von Nur-Kita-Lösungen ab, wenn es anders geht.

    • mila sagt:

      Freiheit der Individuen, sich als Familie so zu organisieren, wie es den Bedürfnissen, Fähigkeiten und Interessen aller am Besten entspricht. Entsprechend kann ich Forderungen nach einem gültigen/‚richtigen‘ Standardmodell für alle wenig abgewinnen.

      • 13 sagt:

        Schön geschrieben, mila. Ich möchte ja eigentlich auch keinen Geschlechterwechsel vornehmen. Aber es ist doch schlicht Blödsinn, Erwartungen an Menschen aufgrund ihres Geschlechts zu haben. Denn dabei verlieren alle (Mann wie Frau), die eben dann nicht schön ins Modell passen. Einen Mann, der eh gerne Vollzeit arbeitet und froh ist, wenn die Frau, die Familienarbeit übernimmt, wird das nicht stören. Eine Frau, die gerne zu Hause ist (oder nur ein kleines Pensum arbeitet) auch nicht. Hingegen könnte es ein Mann, der auch gerne v.a. Vater und Hausmann wäre, schwer haben, da bin ich mit Rémy völlig einverstanden. Umgekehrt aber ist es für eine Frau, die lieber Karriere macht, auch nicht immer einfach. Das sind dann die Verlierer dieses Systems. Aber ja, es ändert sich. Sehr langsam.

      • mila sagt:

        Das unterschreibe ich gerne: es ist Blödsinn, Erwartungen an Menschen aufgrund ihres Geschlechts zu haben. Man sollte es wieder und wieder und wieder wiederholen…

      • Anja Müller sagt:

        @Mila: Couldn’t agree more. Freiheit heisst doch, dass eben niemandem ein ‚Standardmodell‘ vorgegeben werden soll. Von daher finde ich es wirklich einen Fortschritt, dass es heute für Frauen möglich und akzeptiert ist, ausserhalb des einstigen weiblichen Standardmodells ‚Hausfrau‘ zu leben. Problematisch ist aber, wenn manche heute das ehemals männliche Modell ‚lebenslange Vollzeit-Erwerbstätigkeit‘ zum neuen verbindlichen Standardmodell für alle machen wollen. Damit wäre zwar mehr Geschlechterparität gewonnen – aber nicht mehr Freiheit.

    • tina sagt:

      ich bin eine frau und ich habe nicht die freiheit ;-). aber ich hätte mich auch für erwerbstätigkeit entschieden, wenn die partnerschaft bestehen geblieben wäre

      • mila sagt:

        tina, siehe den Folgekommentar. Wenn ich etwas für erstrebenswert halte, dann mehr Wahlfreiheit, mehr möglichst guten Lebensstandard für alle. Und sicher nicht noch mehr Zwang für alle. Was wir nicht brauchen, sind noch mehr ausgebrannte, psychisch oder physisch kranke Menschen (egal welchen Geschlechts), mehr working poor (egal welchen Zivilstands). Die Frage ist also, wofür wir uns einsetzen wollen: einfach nur den ‚Druck‘ zu verteilen, oder den Druck allgemein, für alle abzubauen. Ich halte letzteres nicht nur für denk-, sondern auch für umsetzbar. Mit einem kollektiven Umdenken.

      • tina sagt:

        ich verstehe das nicht ganz mila. hast du eine konkrete vorstellung? wir sind nunmal alle gezwungen, uns irgendwie futter zu beschaffen, der druck besteht rein biologisch. zivilisation ist auch für schwächere zu sorgen. wenn ein paar für rollenteilung entscheidet, ist das ja nicht verboten, hat aber einfach zu grosse risiken die von der allgemeinheit getragen werden, als dass ich dies eine gute wahl finden könnte. aber man muss doch nicht alles gut finden, was andere an risiken eingehen auf kosten anderer! aber auf die risiken hinweisen und es nicht explizit bejubeln möchte ich schon dürfen und das darf man ja auch :).

      • tina sagt:

        mein einwurf von 10.07 galt dem thread eröffner, der schrieb, frauen haben die wahl, männer aber nicht

      • tina sagt:

        solidarität empfinde ich entweder leuten gegenüber deren lage ich nachfühlen kann weil es mir ähnlich geht oder benachteiligten gegenüber. also fühle ich mich manchmem lastwagenfahrer gegenüber solidarischer als einer unbekannten person, die weiblich ist und kinder hat

      • mila sagt:

        Ich verstehe den (Schwestern-)Zwang zu Frauen- oder Müttersolidarität auch nicht. Ich kann mich ebenso gut mit der vollzeitberufstätigen Mutter solidarisieren, die als Rabenmutter kritisiert wird, wie auch mit der/dem Kinderlosen, die/der sich als Egoist/in abgestempeln lassen muss, mit dem ‚Wochenendvater‘, der zu einem wesentlichen Teil aus dem Leben seiner Kinder ausgeschlossen wird, mit jeder/jedem Alleinerziehenden, der keine Unterstützung vom anderen Elternteil bekommt, mit jedem Elternteil, der gerne das Arbeitspensum reduzieren würde und wegen äusserer und/oder privater Umstände nicht kann, undundund… Vielleicht hilft Dir das zu verstehen, worauf ich abziele. Zum anderen geht es mir um Grundrespekt für Entscheidungen, die anders gelagert sind als die eigenen.

      • mila sagt:

        Ich persönlich erwarte keine Lorbeeren von Dir, Beleidigungen und Ab-Wertungen müssen es aber auch nicht sein. Respektive, ich sehe nicht ein, weshalb ich mich dafür rechtfertigen (oder entschuldigen) müsste, dass mir mein Leben, so wie es gerade ist, gefällt, und wertvoll, und sinnvoll erscheint. Unabhängig davon, wie Du Werthaftigkeit bezifferst.

        Was noch? Ja, das Umdenken. Ich glaube, es wäre zB durchaus pragmatisch und im Sinne aller, den Massstab einer 42-Stunden-Woche, vor dem Hintergrund effektiver Produktivität, zu hinterfragen. Je nach Job(situation) liesse sich auch über Leistungsziele statt Präsenzzeiten nachdenken. Es gäbe auch sicher viel mehr Möglichkeiten zu gutem Jobsharing, als bis dato vorhanden, unundund… all das käme vielen entgegen, nicht nur Eltern.

      • tina sagt:

        ja, da stimme ich dir zu: solidarität mit vielen aber nicht speziell mit vertretern des gleichen geschlechts nur deswegen / 42-stundenwoche in frage stellen / keine auf- oder abwertungen / respekt anderen entscheidungen gegenüber.
        allerdings bei letzterem muss man sich doch gefallen lassen, dass andere zum beispiel risiken benennen, wenn diese von der allgemeinheit getragen werden müssen und hoch sind. bei impfkritikern ist das doch viel krasser, obwohl dort das risiko viel kleiner ist. solange aufgrund einer persönlichen entscheidung bei scheitern steuergelder zum ausbügeln benötigt werden, geht es eben auch alle etwas an. ausserdem weiss ich nunmal aus eigener erfahrung, wie man sich beim persönlichen einschätzen des risikos verhauen kann.

      • tina sagt:

        ah und ich nannte es bequem, wenn von einem intakten paar nur einer erwerbstätig ist, und der andere zuhause bleibt bei einem kind. ich finde nicht dass das eine beleidigung ist, aber ich bitte dich trotzdem um entschuldigung, da ich es wirklich hässlich formuliert habe

      • tina sagt:

        produktivität bewerten finde ich allerdings keine gute idee. viele wertvolle arbeit hat null produktivität zur folge. siehe care arbeit.

      • mila sagt:

        Danke, tina, das weiss ich zu schätzen.

        Des Risikos bin ich mir sehr bewusst (nichts zuletzt aufgrund der Lebensgeschichte meiner Mutter). Ich bin jedoch bereit, sofern nötig die entsprechenden Konsequenzen zu tragen – das gehört in meinen Augen zu einem mündigen Entscheid dazu. Dh ich erwarte ganz sicher nicht, dass man mir hochqualifizierte Jobangebote nachwirft, wenn ich in die Berufswelt zurückkehre (oder aufgrund veränderter Umstände zurückkehren muss). Es ist in meinen Augen eine stete Abwägung dessen, was für einen zu einem gegeben Zeitpunkt, und angesichts gegebener Umstände, mehr Wert hat. Die Werthaftigkeit von Arbeit ist für mich allerdings nicht an Produktivität gebunden. Man kann eine ‚stupide‘ Arbeit, oder eine wenig ertragreiche Arbeit, ggf. mehr wert-schätzen,

      • mila sagt:

        als eine prestige-bezifferte und gewinnträchtige. Manche Routinejobs geben einem mehr Freiheit für anderes, mancher hohe Lohn wird mit viel privaten Einbussen bezahlt. Pauschale Be-Wertungen finde ich schwierig, und oftmals auch unfair (care work ist ein Beispiel für unter-bezahlte, unter-würdigte, aber für viele doch sinn-stiftende Arbeit).

      • tina sagt:

        das risiko besteht halt schon auch darin, dass es auch niederschwellige jobs nicht wie sand am meer gibt… und man muss dann auch noch überleben können damit.
        ausserdem verfestigt man das bild in der gesellschaft, das du ja eigentlich auch nicht gut findest. das der zahlväter und frauen, die sich aushalten lassen, mit dem ganzen blöden rattenschwanz.

      • mila sagt:

        tina, erstens rede ich von einem vergleichsweise kurzen Zeitraum der Nichterwerbstätigkeit (in meinem Fall). Mein Mann hat nicht die Möglichkeit zu reduzieren, und hat eine Arbeit/Stelle, die ihn erfüllt, was ich für richtig, wichtig und gut befinde (ich würde es bei einer Frau nicht anders sehen!). Ich sehe nicht ein, weshalb er die Stelle opfern sollte, während ich keine solche erfüllende Jobsituation habe, an der ich hänge oder bei der konkrete Aussichten habe. Grosseltern stehen für die Betreuung nicht zur Verfügung, und in dritte Hände will ich mein kleines Kind ohne finanziellen Zwang dazu nicht geben. Es kommen hier also mehrere Faktoren zusammen. In einer anderen Situation, unter anderen Umständen, sähe unsere Lösung anders aus. Aber die Situation ist gegenwärtig, so wie sie ist.

      • mila sagt:

        Zweitens glaube ich nicht, dass die kleine, schwindende Anzahl von Hausfrauen irgend etwas noch gesellschaftlich zementiert. Vielmehr denke ich, dass diese Option unter gewissrn Umständen, und für gewisse Menschen, die zB mit einer Doppelbelastung burn-out gefährdet wären, eine gute Option ist. Wenn man es sich leisten kann, ggf. gewisse Abstriche macht, und der Gemeinschaft nicht auf der Tasche liegt. Ich höre sehr oft die allgemeinen Kritikpunkte: „die ist faul“, „lässt sich durchfüttern“, „hat es bequem“, „will das Kind an sich binden“, „hält sich wohl für eine Übermutter“, aber es fragt kaum jemand nach den Beweggründen (offenbar lebt eine solche Frau nur fürs Kaffeekränzchen). Dabei sind es die vielen einzelnen Geschichten, die unsere Welt(en) einen könnten (O-Ton Grönemeyer).

      • mila sagt:

        Ich meine damit deine Geschichte, meine, die von 13, von Carolina, die unserer Männer… Hören wir doch auf, uns an inhaltsleere labels zu halten, wie ‚Hausfrau‘, ‚Alleinerziehende‘, ,vollberufstätige Mutter‘ etc.. Schauen wir die Menschen dahinter an – sie alle haben ihre Bedürfnisse, Beweggründe, Motivationen, (äusseren) Einschränkungen, Nöte und (hoffentlich) Freuden. Das sollte uns mit gegenseitigem Respekt erfüllen. Und darüber hinaus: niemand lebt sein Leben, um der ‚Frauensache‘ zu dienen. Das wäre wohl ein etwas trauriges Leben. Sondern man lebt sein Leben so, wie man manchmal muss, manchmal kann, und hoffentlich möglichst oft will. Vom letzteren würde ich mir möglichst viel für unsere Kinder, und die Generationen danach, wünschen.

      • tina sagt:

        oh dankeschön mila, nun verstehe ich deine wahl

      • Sportpapi sagt:

        @mila“: „Niemand lebt sein Leben, um der ‚Frauensache‘ zu dienen.“ Sagen wir fast niemand…
        Aber wenn immer wieder die Rede davon ist, dass gesellschaftliche Zwänge dazu führen, dass Frauen heute wider Willen die Berufstätigkeit reduzieren, usw., dann ist es schon erstaunlich, wenn auch von Frauenseite neue Forderungen an die Frauen aufgestellt werden.
        Ausserdem mag die Hausfrau ja praktisch ausgestorben sein, aber es hat sich ja längst das neue Modell etabliert des „einen Fuss im Job halten“. Wobei längst nicht immer die Erwerbstätigkeit wiedre ausgebaut wird, wenn das Alter der Kinder das zulassen würde. Weil es gar nicht immer nötig ist und die Alternativen mindestens so spannend.

      • mila sagt:

        Der Fehler ist in meinen Augen, von gesellschaftlichen ‚Zwängen‘ zu sprechen, in einer Art und Weise zumindest, als ob man dem völlig ausgeliefert wäre. Ich bin überzeugt, wenn man als Frau hochprozentig arbeiten will, dann findet man eine Lösung. Mit dem Partner, in der Familie, oder mit Drittbetreuung (Kita, Tagesmutter oder Nanny). Ich glaube aber, dass viele Frauen (und Männer!) nicht der Meinung sind, dass eine Familie zu haben damit erledigt ist, dass das Kind gut versorgt ist – man will Zeit mit dem Kind verbringen. Und nicht nur die Stunde am Morgen, und die zwei Stunden am Abend (bei einer 42 Stunden Woche), und am Wochenende, das ggf. vollgestopft ist mit Haushalt, Einkauf, Besuchen, Ausflügen… Reduzierte Wochenarbeitszeiten wären für viele ein Schritt in die richtige Richtung,

      • mila sagt:

        zumindest wenn man Vollzeitpensen bei Eltern gesellschaftlich betrachtet anstrebt. Ganztagesschulen (als fakultatives Angebot) wären sicherlich auch hilfreich. Solange der Rahmen jedoch so bleibt wie jetzt, bezweifle ich sehr, dass Mütter ihre Pensen substanziell aufstocken, solange sie es nicht müssen – selbst wenn man Kitas weiter ausbaut. Das ist nicht die Antwort auf das Bedürfnis, Zeit mit dem Kind zu haben. Da steht für viele Paare die vollständige finanzielle Selbständigkeit der Frau zurück. Ehrlicherweise denke ich, dass bei der kommenden Generation auch viele Väter in verstärktem Masse dieses Befürfnis haben, und für Teilzeitpensen einstehen werden. Sie werden sich weniger darum herum arrangieren, wie es jetzt noch der Fall ist. Die Denkweise, dass Männer die Familie ernähren

      • mila sagt:

        müssen, ist aufgebrochen – das wird sich mittel- bis längerfristig stärker auf sozialer, ökonomischer und politischer Ebene niederschlagen. Davon bin ich überzeugt. Hätten wir einen Sohn, so würde ich davon ausgehen, dass dieser sich nicht mehr zwischen einer guten, erfüllenden (und sicheren) Stelle oder mehr Zeit zuhause beim Kind entscheiden werden muss.

      • mila sagt:

        Noch eins: Unsere derzeitige Lösung hat rein gar nichts damit zu tun, dass ich als Mutter ‚prädestinierter‘ oder besser dazu geeignet wäre, mich um unsere Tochter zu kümmern. Mit Ausnahme des Stillens gibt es mE gar nichts, das Väter nicht genauso gut erledigen können. Als ich jedoch (ungeplant) schwanger wurde (was für ein Sakrileg, man wird doch nicht einfach ungeplant schwanger…), befand ich mich in befristeter Anstellung, nach einer Erschöpfungsdepression. Diese Anstellung war als -vergleichsweise zur vorherigen, anspruchsvollen Anstellung – ‚einfacher‘ Wiedereinstieg ins Arbeitsleben gedacht. Danach wäre eine neue, mittelfristige berufliche Orientierung angestanden. Nun, diese hat sich nun zeitweise, aufgrund der veränderten Umstände, aufgeschoben – aber nicht aufgehoben.

      • mila sagt:

        Dies alles einfach mal zur Klarstellung, dass es auch Hausfrauen gibt, die dies weder als ‚Berufung‘ sehen, noch als das ‚einzig Richtige fürs Kind’, noch als langfristige Absicherungslösung. Wie ich das sehe, leiste ich schlicht im derzeitigen Familienarrangement, wie es uns gemeinsam am sinnvollsten für die Anfangszeit mit Kind erschien, meinen Beitrag. Nicht mehr, und nicht weniger. Und, selbstredend, wenn mein Mann gerne reduziert, und die Möglichkeit dazu gehabt hätte, wäre dieses Arrangement anders ausgefallen.

    • mila sagt:

      Noch eins: Ich denke beileibe nicht, dass wir schon ‚die beste aller Welten‘ erreicht haben. Ich bin definitiv für Reformen, für ein tiefgreifendes Umdenken in vielen Lebensbereichen – zum Wohler aller. Wir werden uns mE nicht mehr allzu sinnvoll weiterbewegen, wenn wir den Fokus einseitig auf Frauen- oder Männerinteressen legen. Die Stossrichtung sollte eine humanistische sein, eingedenk dessen, dass wir alle in erster Linie Kinder zu Menschen aufziehen, und nicht: zu Frauen oder Männern. Entsprechend habe ich, für mich, den Feminismus ad acta gelegt. Die Geschlechterdebatte, wie sie derzeit geführt wird, halte ich nur noch für kontraproduktiv.

      • Carolina sagt:

        Unterschreibe alles, wirklich alles, was Du heute geschrieben hast, Mila! Und ziehe mich gerade wieder zurück, denn damit ist für mich alles gesagt! 🙂

      • Jürg. sagt:

        Wow, super Kommentar, geht mir auch schon lange so, sozial Benachteiligte haben keine Stimme mehr, alles ganz im Sinne der Rechten.

      • tina sagt:

        aber es haben ja schon frauen andere anliegen als männer. feminismus in einer bestimmten form kommt auch den anliegen der männer zugute. diese ganzen debatten scheinen mir schon nötig

      • tina sagt:

        da mir die ganze für männer diskriminierende scheidungspraxis halt an einem seltsam verzerrten kaum existierenden rollenbild festgemacht zu sein scheint, halte ich es tatsächlich wirklich für unumgänglich und wichtig, dass frauen erwerbstätig sind und finanziell verantwortung übernehmen. dann wird es leichter werden für männer, für ihre kinder im alltag dazusein aus persönlicher entscheidung

      • tina sagt:

        insofern bin ich keine freundin von dem was hier wahlfreiheit genannt wird, die sich sowieso nur der gehobene mittelstand oder höher leisten kann.

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Das seltsam verzerrte, kaum existierende Rollenbild?
        Dabei geht es doch nicht um die Frage, ob die Frauen nun 0, 20, 40 oder gar 60 Prozent arbeiten. Sondern um die Bedeutung der Mutter für die Kinder. Und da hat sich nicht so viel geändert. Und der „Feminismus“, den es in der einheitlichen Form gar nicht gibt, hat da wenig bewirkt, wenig bewirken wollen. Im Gegenteil.

    • Sila sagt:

      Gleichberechtigung bei der Partnerin einfordern! Genauso wie viele Frauen das bei ihren Partnern einfordern! Nichts sollte grundsätzlich nicht diskutierbar sein. Jeder Partner/Partnerin übernimmt Verantwortung sowohl für Kids und Geld – wer in welchem Mass ist eine Frage der Vorlieben und Möglichkeiten.

  • AnnaLena sagt:

    Grundsätzlich stimme ich dem Beitrag zu, finde auch dass jede Familie nach ihrer façon leben und das respektiert werden soll. Einzig anzufügen hätte ich noch,dass ich trotz 70 prozentiger Arbeitsanstellung mit manchmal Arbeitszeiten bis 23.00 und Wochenendarbeit im hektischem, nicht voraussehbaren Arbeitsumfeld (Notfallstation) mich auch im Elternrat engagiere. Mit einem 7jährigen Kind u einem Mann der beruflich zum Glück flexibel ist machbar, aber manchmal schon stressig und geht nur dank Organisationstalent. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Mütter welche sonst schon sehr engagiert sind, sonst auch noch viel machen und sehr gut organisiert/vernetzt sind.

  • chocolate sagt:

    Naja, von mir aus können alle machen, was sie wollen. Dass aber nichtberufstätige Frauen dann dieselben Sozialleistungen bekommen, wie diejenigen, die das ganze Leben z.B. in die AHV einbezahlt haben, ist schon ärgerlich. Führt endlich die Individualbesteuerung und Individualkonten bei den Sozialversicherungen ein!
    Ausserdem: Auch berufstätige Frauen machen viel Freiwilligenarbeit. Bei uns im Elternrat war niemand (Nur)Hausfrau.
    Ich versteh diesen Zwangsharmonie-Aufruf nicht. Soll das Geschlecht ein Solidaritätsmerkmal sein? Ich hab mehr mit einem Mitglied eines anderen Geschlechts in der AL in der Stadt gemein als mit jemand meines Geschlechts vom Land in der SVP.
    Übernehmt Verantwortung für eure Wahl und verlangt dafür nicht Applaus von anderen!

    • Hotel Papa sagt:

      Die AHV ist kein Sparmodell, sondern soll den Grundbedarf abdecken. Das sollte zunächst mit den Beitragsjahren nichts zu tun haben. (Jedenfalls, solange der/die Begünstigte sich ein wesentlichen Teil seines/ihres Lebens in der entsprechenden Gesellschaft engagiert hat, wie auch immer.)

  • Maike sagt:

    Well, ist doch immer wieder eine Challenge, wie in einem harmlosen Artikel Anglizismen unterzubringen sind – Working Mom und Mommy War. Und was haben diese Wörter nun für einen Mehrwert als ihre deutschen Entsprechungen ?

  • E.K. sagt:

    Das bestätigt uns Männer einmal mehr: Frauen schaffen Unruhe, zicken rum und sind in guten Positionen äusserst bissig, weil sie ihre Stellung nicht verlieren wollen. Es gibt viele Beispiele in der CH Wirtschaft. Wir Männer sind viel entspannter und deshalb kriegen wir auch eher die Chefposten. Frauen jammern immer, ladet uns ein, bindet uns ein und kaum tun wir das, nehmen sie nicht teil. Ich kenne das persönlich seit sehr vielen Jahren. Daraufhin habe ich mir geschworen, Frauen nicht mehr sonderlich zu unterstützen, weil sie es insgeheim gar nicht wollen. Sucht Euch einen reichen Mann und ihr könnt das Leben geniessen. Darum geht ja eigentlich.

  • I.S. sagt:

    Die Finanzsituation unserer Familie behandeln wir äquivalent einem KMU.
    Beide Arbeiten an einem Arbeitsplatz, beide arbeiten innerhalb der Familie. Es ist egal wer wieviel Zeit im Büro verbringt, abgesehen davon, dass wir den optimalen Umsatz herausholen wollen (Meine Frau erhält von ihrem Arbeitgeber als dipl. Pflegefachfrau HF weniger als ich. Sie müsste also potenziell mehr Pensum abdecken um denselben Monatsumsatz erreichen zu können.)
    Zusammen verdienen wir den Monatsumsatz der zu je 50% gewertet wird. Ich könnte nicht ins Büro, wenn niemand zuhause schaut und umgekehrt. Meine Frau verdient also genau 50% unserer Leistung und 100% meiner Anerkennung.

    • ... sagt:

      Vielen Dank für Ihren Kommentar!

      Wie schön sie es auf den Punkt bringen, dass die Arbeit daheim und die Arbeit im Büro gleichermassen (!) zum Monatsumsatz beitragen, weil das eine ohne das andere nicht geht, wenn man sich gemeinsam für Kinder entschieden hat.

      Ich befürchte, viele Menschen haben dies noch nicht begriffen.

    • Sst sagt:

      Danke für den sachlichen Beitrag. Ich mag den Krieg unter Frauen auch gar nicht. Furchtbar. Leben und leben lassen.

    • Sportpapi sagt:

      @I.S: Umsatz? Lo9hn? Einkommen?
      Wenn Sie mehr verdienen als Ihre Frau, und die Aufstiegsmöglichkeiten besser sind bei Vollzeit, dann würde das Einkommen maximiert, wenn Sie Vollzeit arbeiten würden…
      Aber Sie sind ja kein KMU, und müssen nicht so rechnen…

  • Dani sagt:

    Zitat: „Wir alle mögen Brüste und eine Vagina haben und damit als Frau definiert sein.“

    Sorry, wenn ihr euch nur deswegen als Frau definiert, dann ist doch irgendwie etwas falsch. Ich bin nicht ein Mann nur weil ich Schnäbi habe. Ich verstehe auch nicht, warum Frauen nicht anderer Meinung untereinander sein sollen. All das Thema und die Posts hier im Forum zeigen mir immer mehr, wie weltfremd einige Menschen sind. Ich finde es absolut legitim, dass sich Frauen über Frauen aufregen und dies auch kundtun. Weil es zeigt dass all die Diskussionen um Gleichberechtigung nicht so leicht sind, weil sich Frauen schon untereinander in der Berufswelt nicht einig sind. (Was übrigends den Männern auch nicht gelingt)

    Ich bin kein Fan von der Frau Weber, aber ich fand den Beitrag gut.

  • Jane Doe sagt:

    Was bin ich aber froh, dass es sie gibt, die perfekte Hausfrau ohne Fehl und Tadel, die der überarbeiteten, berufstätigen, unfähigen Mutter, die es nicht fertigbringt, sich anständig um ihre Kinder zu kümmern, eine helfende Hand reicht! Und dann auch noch ohne sie zu verurteilen!

    • Anne sagt:

      Mann oh Mann!Wir Frauen haben wirklich ein Problem!Wir sollten vielleicht mal das Zickige weglassen und uns nicht immer angegriffen fühlen.Ist doch total egal wie Jemand lebt.Wir sind schon voller Komplexe.Wäre doch mal ein interessantes Thema weshalb dies so ist!

      • Jane Doe sagt:

        Ich fühle mich nicht angegriffen und es ist mir tatsächlich egal, wie andere leben. Aber einmal mehr fällt mir auf, dass Hausfrauen sich über „Hausfrauen-Bashing“ beklagen und dann gleichzeitig ein paar Seitebhiebe gegen arbeitende Mütter raushauen. Woher das wohl kommt?

      • Sportpapi sagt:

        @Jane Doe: Alles hat halt zwei Seiten. Dass Hausfrauen eher Zeit haben, sich tagsüber zu engagieren ist nun mal Tatsache, und dass sie vermutlich weniger Stress haben als Vollzeit arbeitende Mütter ebenso.
        Dafür zahlen sie dann weniger Steuern und nutzen ihre teure Ausbildung nicht aus…
        Toleranz und Akzeptanz heisst doch nicht, die Vor- und Nachteile eines anderen Lebensentwurfs für die Person und die Gesellschaft einfach auszublenden.

      • Anne sagt:

        @Jane Done
        Ja,ist schon so.Aber mir zu blöd!Es hat wohl schon mit einer gewissen Zerrissenheit zu tun.

      • Sila sagt:

        Ehrlich gesagt, ich war auch schon froh um Angebote von Müttern, die mir angeboten haben, meine kranken Kinder zu hüten, wenn sowohl ich wie mein Mann sehr wichtige Dinge im Job hatten, die ich lieber nicht wegen einem kranken Kind zu Hause absagen wollte. Danke diesen Müttern! Es kommt dabei nicht darauf an, ob teilzeitarbeitende Mütter oder nicht – Tatsache ist, dass man froh ist, arbeiten nicht alle 100% und gibt es solche netten Nachbarn.

  • tina sagt:

    auch in der freiwilligen arbeit sind es nunmal nicht nicht erwerbstätige mütter, die sich engagieren. im gegenteil: kaum sind sie schwanger, hören sie auf, als ob man selbstredend nicht mehr freiwilligenarbeit machen kann, wenn man ein kind kriegt….
    es ist einfach nicht so, dass nicht erwerbstätige mütter sich mehr engagieren würden für andere als das erwerbstätige tun. theoretisch wäre das möglich, praktisch ist es nunmal nicht der fall. ich kenne auch keine mutter, die ihr krankes kind bei einer nachbarin lassen würde. auch nicht erwerbstätige haben programm, und muss man auch respektieren (das meine ich ehrlich).
    ja, jene, die nicht erwerbstätig sein wollen und das freiwillig entschieden haben, die können das so machen. aber besonders wertvoll ist das nunmal nicht.

    • Deena sagt:

      Alle ok bei Ihnen?Muss man arbeiten um wertvoll zu sein?

      • tina sagt:

        nein bestimmt nicht! ich finde es sowieso blödsinn darüber nachzudenken, wer warum wertvoll ist. aber gerade im text oben wird ja die gemeinnützigkeit betont, mit der begründung, nicht erwerbstätige mütter würden sich besonders gemeinnützig engagieren. darauf reagierte ich.

    • Sportpapi sagt:

      @tina: „auch in der freiwilligen arbeit sind es nunmal nicht nicht erwerbstätige mütter, die sich engagieren. im gegenteil: kaum sind sie schwanger, hören sie auf, als ob man selbstredend nicht mehr freiwilligenarbeit machen kann, wenn man ein kind kriegt….“
      Das widerspricht jetzt komplett meiner Erfahrung. Und in der Schule sind es sicherlich auch nicht die Mütter mit Vollpensum, die Begleitung ins Schwimmbad oder den Wald machen. Geht ja gar nicht.

      • Sila sagt:

        Ja genau. Aber mit teilzeit (ich: 50%) geht es auch. An meinen Mamatagen biete ich solche Hilfen auch an und war auch 5 Jahre im Elternrat.

  • Lori sagt:

    Vielen Dank für diesen wohltuenden, ausgewogenen Beitrag! V.a. das mit dem gegenseitigen Unterstützen finde ich sehr wichtig und geht in der heutigen, zunehmend individualisierten Gesellschaft manchmal vergessen. Wir sind alle nicht perfekt (und müssen es auch nicht sein) und sind daher manchmal froh um die Unterstützung anderer, die vielleicht etwas besser können oder eben gerade besser Zeit haben… Diese Unterstützung wirklich anzunehmen ist vielleicht nicht immer leicht (ich arbeite auch noch daran..) , aber sie erleichtert nicht nur Vieles sondern schafft auch ein gutes Gefühl der Zusammengehörigkeit – etwas, das dann auch die Kinder spüren und das gerade für sie sehr wichtig ist.

  • Bruno sagt:

    Sehr schöner Artikel. Endlich wird mal aus der Perspektive eines mündigen Erwachsenen mit Selbstbestimmungrecht geschrieben und nicht wie sonst üblich die Opferrolle stilisiert. Am Ende können und sollen wir alle unsere Lebenssituation selbst bestimmen und sollten uns dann im Anschluss nicht ständig über dessen Konsequenzen beklagen.
    Das Thema des Artikels lässt sich auch leicht auf das nicht endende gegenseitige Kritisieren von Männern und Frauen übertragen. Am Ende tragen wir alle so gut es geht unseren Beitrag zu Familie und Gesellschaft bei, und in Anbetracht der Lebensqualität in der Schweiz scheinen beide Geschlechter, Erwerbstätige wie auch Familien- und Hausarbeitende diese Aufgabe recht gut zu meistern.

  • Claudi sagt:

    Manche kinderlose Frauen fühlen sich Männern näher als irgendwelchen Mommies. Das ist gut so, weshalb sollen alle der feministischen Ideologie anhängen, die Frauen als Opfer darstellt.

  • Malena sagt:

    Die Freiheit, zwischen Hausfrauenrolle und Berufstätigkeit zu entscheiden, gibt es nur mit einem Partner der bereit ist, das ganze Familieneinkommen alleine zu stemmen, und tatsächlich genug verdienen. Ein grosses Privileg also. Und eine Wahlfreiheit, die die wenigsten Frauen ihren Männern bieten.

    • Sportpapi sagt:

      @Malena: Wie immer, sehr richtig. Wobei: Obwohl in der Realität meist die Frauen entscheiden, die Wahl haben, ist das nur, weil die Männer ihnen das zugestehen und selber auf diese Wahlfreiheit verzichten. Allzu schlecht wird es den meisten nicht gehen damit.

  • Sportpapi sagt:

    Der einzige, der mit diesem Lebensentwurf wirklich nicht einverstanden sein könnte, wäre der Ehemann.

  • Stefan W. sagt:

    Wieso sollen Frauen einander nicht kritisieren? Der Zwang, immer alle ganz lieb zu sein und alle dasselbe gut zu finden, ist genauso daneben, wie die Intoleranz, andere nicht nach ihrer Façon glücklich werden zu lassen (bzw. es wenigstens zu versuchen). Männer haben ja auch unterschiedliche Lebensentwürfe (Ökofuzzi vs. Bankster, Familienmensch vs. Karrieremensch usw.) und kritisieren die unterschiedlichen Wertvorstellungen kräftig.
    Das einzige, was bei Auseinandersetzungen etwas stört, ist einerseits, wenn jemand sich für einen bestimmten Lebensentwurf entscheidet, sich dann aber anhaltend und wortreich darüber beschwert, wenn dieses Leben nicht ganz so ist, wie sie es sich vorgestellt hat. Oder wenn eine Seite die Moralkeule zu Hilfe nimmt, um den eigenen Lebensentwurf zu promoten.

  • Martin Frey sagt:

    Grundsätzlich ein schönes, unterstützenswertes Plädoyer für mehr Solidarität und gegenseitige Toleranz, und gegen Stutenbissigkeit und Mommy Wars. Amüsanterweise geht das dann offenbar doch nicht, ohne noch gegen eine andere Frau auszuteilen. ‚Mit spitzer Feder ordentlich den Marsch geblasen‘ und ‚Hausfrauen-Bashing in Reinkultur‘ wird da unterstellt sowie ‚eine Retourkutsche für gehässige Bemerkungen‘, also insgesamt niedere Beweggründe. Augenscheinlich scheinen viele Frauen aus B. Webers zugegebenermassen polemischem Beitrag immer genau das jeweilige herauszulesen, was sie gerade am meisten betupft. Dabei verlieren sie nur zu oft den Blick fürs ganze, indem sie aus eigener Warte alles auf die eigene Befindlichkeit reduzieren. Was nicht nur dem Artikel nicht gerecht wird.

    • tina sagt:

      während der schulzeit meiner kinder gab es an den schulen rentner, die 1-2mal wöchentlich im schulzimmer dabei waren und auch auf ausflügen.
      und die erwerbstätigen eltern waren sehr wohl beteiligt in der schule, auch bei elternanlässen (auch väter, übrigens). soviel zum „sich nicht das maul zerreissen“. es werden auch wegen erwerbstätigkeit keine znünis vergessen, was ist das für eine seltsame haltung?

      • tina sagt:

        nein, man muss nicht solidarisch sein, nur weil man das selbe geschlecht hat.
        und dass die meisten von uns sich frei entscheiden können, ob sie geld für den lebensunterhalt verdienen, ist nunmal schlichtweg falsch!
        das bietet schon wieder eine bühne für herablassende besserwisser die mit diesem fürchterlichen wort „stutenbissigkeit“ daherkommen: das degradiert beweggründe für haltungen

      • tina sagt:

        das sollte eigentlch als eigenständiger beitrag erscheinen.
        im elternrat in der schule meiner kinder während deren schulzeit waren übrigens nicht erwerbstätige elternteile massiv weniger vertreten als erwerbstätige

    • Linus sagt:

      Trotzdem hat Sie recht.
      In der CH (oder auf der Welt?) fehlt genau diese Offenheit, verschiedene Lebenweisen der Menschen zu akzeptieren.
      Uniformität ist das Schlagwort der Stunde. Kreativität wird mit der Moralkeule oder kapitalistischem Gedankengut weggewischt.

    • Jänu sagt:

      So ist mir das auch aufgefallen. Und noch etwas: Da wird offenbar ganz genau registriert, dass die Berufstätige wieder einmal das Znüni vergessen hat. Macht nichts, dafür sind dann ja die Supermuttis da, die diese Lücken füllen. Da braucht man dann auch nichts mehr zu sagen.
      Doch etwas fehlt in solchen Texten immer wieder: Wo ist die Muse? Wenn frau schon so viel Zeit hat und es sich aussuchen kann, wo steht, dass sie auch die Beine hochlegt und sich eine gute Zeit mit einem Buch und einem Kaffee macht? Offenbar besteht ein Zwang, anderen zeigen zu müssen, dass man stets beschäftigt ist. Das ist das eigentliche Problem.

      • Lala sagt:

        Sie verstehen nicht.

        Hausfrau sucht sich Projekte/Vereine u.ä. wo Sie dann „unbezahlte Arbeit“ macht um sich anschliessend über mangelnde Wertschätzung zu beklagen.

        1. Wird diese freiwilligen Arbeit durchaus geschätzt. Zumindest hätte ich noch nie irgend jemanden etwas anderes sagen hören.
        2. Sind es halt trotzdem meistens Hobbies (die durchaus sehr sinnvoll sein können).

        Das kann jeder machen wie er will, aber eine 100% Hausfrau zu sein ist ein riesen Privileg. Hier dann noch ständig Hochachtung zu verlangen, ist schlicht lächerlich.

      • Jane Doe sagt:

        @Lala: dieses ständige Geschrei von Hausfrauen nach Wertschätzung verstehe ich auch nicht. Ich arbeite 80% und teile mir mit meinem Mann Kinderbetreuung und Haushalt. Bekomme ich dafür Wertschätzung von der Gesellschaft? Sagt jemand: „Wow du hast einen anspruchsvollen Job, aber deine Kinder kriegen trotzdem jeden Tag ein frisches Abendessen!“ Nein, und ich erwarte das auch nicht. Wir leben so weil es für uns so stimmt und was andere darüber denken, ist mir egal.

      • Sportpapi sagt:

        @Jane Doe. Meine Wertschätzung haben Sie.

    • romeo sagt:

      Gehe mit der Autorin einig, an Gehässigkeiten von gewissen Bloggerinnen fehlt es nicht…

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