Sex nach Plan

Diesmal geschafft? Ein Kinderwunsch kann eine Beziehung sehr unter Druck setzen. (Foto: iStock)

Sie haben sich entschieden, sie möchten ein Kind. Der Zeitpunkt scheint perfekt und das Paar weiss, dass der Frau noch ein paar fruchtbare Jahre bleiben. Was Mann und Frau dafür tun sollten, ist klar. Es hilft, wenn sie die Verhütung absetzen und die beiden Lust aufeinander haben.

Möglich, dass der Schwangerschaftstest schon nach zwei Monaten positiv ist. So rasend schnell geht es aber meist nicht: Bis eine Frau schwanger wird, kann es durchaus zwölf oder achtzehn Monate dauern. Laut Fachleuten sind solche Zeitspannen üblich. Erst danach raten sie Paaren zu einem ärztlichen Untersuch – und auch nur dann, wenn die Frau mindestens 35 Jahre alt ist.

Bettgymnastik im App-Takt

Viele Frauen können nicht so lange warten: Bei der Beratungsstelle Appella melden sich immer mehr Frauen, die schon nach vier Monaten Bettgymnastik verzweifelt sind. «Sie fragen nach ärztlicher Hilfe, weil sie fürchten, unfruchtbar zu sein», sagt Franziska Wirz, Leiterin von Appella.

«Die biologische Uhr tickt», «Abwarten ist riskant»: Wirz vermutet, dass solche Slogans der Fortpflanzungsmedizin die Frauen verunsichern und sie deshalb ihr Vertrauen in den eigenen Körper verlieren. Das betreffe auch junge, erst 25-Jährige. Die vermehrte Nutzung von Fruchtbarkeits-Apps und Ovulationstests sei die Folge.

Diese Tools geben der Frau Auskunft über den Zeitpunkt ihres Eisprungs, ihre fruchtbaren Tage. Die Tests sind in jeder Apotheke erhältlich und die Apps kann man gratis oder für ein paar Franken aufs Smartphone laden. «Viele Frauen richten sich danach», sagt Wirz. Ratsuchende sagen dann bei einer Beratung Dinge wie: «Wir sind im 4. ÜZ & 3×3» – und meinen, dass sie sich im vierten Übungszyklus befinden (vier Monate Sex ohne Verhütung) und an drei fruchtbaren Tagen jeweils dreimal Sex hatten.

Auch in Baby- und Mütterforen sind die Diskussionen dazu zahlreich: Tipps und Tests werden herumgereicht, der Druck, schnell schwanger zu werden, ist spürbar: Wonder Woman etwa schreibt: «Bin jetzt auch schon in der 2. Phase (fruchtbar), wir versuchen, min. jeden 2. Tag GV zu haben. Werde jetzt auch jeden Tag einen Ovu-Test machen, bis einer positiv ist! Hoffe, dass es bei mir auch gleich klappt.»

Hormone statt Zeit

Sex nicht aus Lust, sondern nach Termin, zum richtigen Zeitpunkt. In anderen Lebensbereichen kann man viel mit Leistung erreichen, beim Kinderkriegen klappt das nur bedingt. Eine Schwangerschaft ist nicht planbar, schon gar nicht der genaue Zeitpunkt. Doch was, wenn es nicht schnell klappt?

Viele Frauen sitzen schon nach fünf, sechs Monaten «erfolglosen Übens» im Sprechzimmer ihrer Frauenärztin. Sie verschreibt ihnen nicht selten Hormone in Form von Tabletten oder Spritzen zur Stimulierung der Eierstöcke. «Einige Ärzte gehen damit äusserst locker um», kritisiert Franziska Wirz. Denn mit einer Mehrlingsschwangerschaft steigen auch die Risiken für die schwangere Frau und ihre Babys erheblich. 

Bei Hormonbehandlungen zur Zeit des Eisprungs muss eine Ultraschallkontrolle stattfinden, um das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft auszuschliessen. Der Ultraschalluntersuch wird laut Wirz jedoch nicht konsequent durchgeführt. Sie moniert, dass viel zu rasch mit Hormonen nachgeholfen werde. Nach jahrelanger hormoneller Verhütung brauche der Körper Zeit, um sich auf eine Schwangerschaft einzustellen.

Zeit, die viele Paare nicht mehr zu haben glauben.

Lesetipp: Das macht fruchtbar.

73 Kommentare zu «Sex nach Plan»

  • Samuel Müller sagt:

    Neun Mal Sex in drei Tagen? Ich sollte wohl auch einmal über Kinder nachdenken:-).

  • Maike sagt:

    Ganz deutlich zu lesen – die Männer wissen nicht, wie wir Frauen ticken. Aber sie haben immerhin schon eine Meinung dazu.
    Wir Frauen könnten ihnen ja mal Fussball und Abseits erklären, oder wie sie Autofahren sollen !

    • Sportpapi sagt:

      Wir Frauen. Ticken alle gleich?
      Aber wehe, wenn man dann mal ein Klischee bemüht. Dann werden umgehend wieder individuelle Differenzen bemüht.
      Dass der Ausgangste xt von einer Frau stammt haben Sie aber hoffentlich gesehen.

    • Sabine sagt:

      Maike, denken Sie tatsächlich, alle Frauen ticken so wie Sie? Was für ein einfaches Frauenbild Sie pflegen.

  • Random Guy sagt:

    Und die mit Kalender und Stoppuhr er-zeugten Kinder wachsen dann oft mit Alten auf, die genau verknorzt, statusgläubig und langweilig sind wie diese Rammelei nach Plan.

  • Thomas Schmid sagt:

    oder es mit verschiedenen Frauen probieren und die zur Frau nehmen die am ersten schwanger wird.

  • Ro-Li sagt:

    Hier meine Erfahung:
    Kinderwunsch war da, es hat nicht funktioniert (mehrere Monate). Frauenarzt schlägt alle die nötigen Tests vor (nur bei der Frau), über mich wird nie gesprochen (es ist der Frauenarzt, der darf mir nicht mal Auskunft geben, weil nicht ich der Patient bin). Nach aufwändigen (und teuren!) Untersuchungen (welche natürlich von der KK bezahlt werden, ohne befund) Test von mir, keine Spermaproduktion, also Biopsie (sehr schmerzhaft und teuer, NICHT bezahlt). Befund negativ, Kinder Njet. Da der Frauenarzt angeordnet hat, wird nur meine Frau informiert. Man schlägt ihr vor a) einen Spender b) einen anderen Partner. MICH fragt niemand.
    DAS ist ein offenbar Standart-Vorgehen. Ein Mrd-business, dass mit dem Wunsch der Frauen spielt. ICH war „nur“ ein pot. Spender

    • Lina Peeterbach sagt:

      Das ist ja skandalös, und nach meiner Erfahrung absolut nicht das Standardvorgehen. Wir wurden von meinem Arzt immer als Paar behandelt. Einer der ersten Schritte war das Spermatogramm, da eben einfach und nicht invasiv. Wir hatten Gespräche und Beratungen immer zu zweit. In Ihrem Fall hätte ich als erstes mal den Arzt gewechselt!!

      • Karl von Bruck sagt:

        Es gibt nicht nur Frauen, sondern auch Maenner, die – wenn ueberhaupt – Kinder nur von eigenem Samen wollen. Vor dem gesetzlichen Verbot kuenstlicher Besamung von Ehefrauen ohne Einverstaenis des sterilen Mannes, wurde gar von Unipolikliniken das Ergebnis der Untersuchung des Mannes nur der Frau mitgeteilt, die dann den Mann anlog. Und sich dann vor dem gutgleubigen Zahlvater Ehemann verheimlicht mit Fremdsamen schwaengern liess….

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Ro-Li

      ehm, und auf die Idee dass Sie ja mitgehen könnten ist weder Ihre Frau noch Sie selber gekommen?
      Klingt für mich nicht so partnerschaftlich-gelebt.

      Ich hab eigentlich gehofft die Zeiten, in denen alles vor dem G ott in Weiss kuscht seien vorbei, zumindest stehen den nicht-medizinisch-bewanderten schon länger unzählige Möglichkeiten sich auf einfachem Weg zu informieren zur Verfügung. Falls das tatsächlich Standart-Vorgehen sein sollte (was ich aber eher bezweifle) haben wirs ja weit gebracht… .

      • Brunhild Steiner sagt:

        PS der Frauenarzt kann Ihrer Frau übrigens nicht verbieten dass sie ihren Lebenspartner dabei haben will.

      • Karl von Bruck sagt:

        Um zu einem Rdv mitgehen zu koennen, muss man dazu (auch) eingeladen sein, oder wenigstens wissen, wann und wo es stattfindet, um eigenmaechtig aufzuschlagen….

  • Niklas Meier sagt:

    Ich kenne genügend Frauen, die setzen die Pille ab und „liessen es darauf ankommen“ und waren dann Knall auf Fall schwanger.
    Ich würde ja sagen, dass dieser Druck unbedingt sofort schwanger werden zu MÜSSEN so viel Stress verursacht, dass die Befruchtung scheitert.

    • Lina Peeterbach sagt:

      „Ich würde ja sagen, dass dieser Druck unbedingt sofort schwanger werden zu MÜSSEN so viel Stress verursacht, dass die Befruchtung scheitert.“
      Hierfür gibt es keinerlei wissenschaftliche Belege. Diese angeblich psychische Komponente ist nichts als „gschpürsch-mi“-Küchenpsychologie-Habakuk, der die Frauen nur noch zusätzlich unter Druck setzt. Genau hiervon muss man wegkommen. Manchmal dauert es länger – leider redet kaum jemand darüber. Es ist ein Wettbewerb, der keiner sein sollte. Warten müssen ist schwierig, ich spreche aus Erfahrung. Mitgefühl wäre angebracht, anstatt uns Frauen eine angebliche Selbstverschuldung à la „du bist wohl nicht entspannt genug“ andichten zu wollen.

      • Stephan Baumann sagt:

        „gspürsch-mi“-Küchenpsychologie-Habakuk! Gefällt mir, merke ich mir!
        Genau so ist es. (Wie beim „Kampf gegen den Krebs“….)

      • Röschu sagt:

        Ich bin überzeugt, dass die Psyche mehr Einfluss hat als gemeinhin angenommen wird. Nur dass es dafür (noch) keinen eindeutigen wissenschaftlichen Nachweis gibt, heisst ja noch lange nicht, dass es garantiert nicht so ist.
        .
        Zudem: „Diese angeblich psychische Komponente ist nichts als „gschpürsch-mi“-Küchenpsychologie-Habakuk, der die Frauen nur noch zusätzlich unter Druck setzt. Genau hiervon muss man wegkommen“
        Und weil die psychische Komponente keinen Einfluss hat, ist es wichtig davon wegzukommen? Also wenn etwas keinen Einfluss hat, ist es doch für das Resultat völlig egal ob man davon wegkommt oder nicht, oder?

      • Lina Peeterbach sagt:

        @Röschu
        Für das Resultat „Schwangerschaft“ ist es irrelevant, ja. Aber für die psychische Balance während dieser ohnehin schon schwierigen Zeit ist es eben sehr relevant, ob mir mein Umfeld einreden will, ich sei wohl einfach zu verkrampft, oder wünsche es mir zu sehr, oder wünsche es mir nicht genug, oder ich sei wohl noch nicht bereit, oder habe wohl noch Erlebnisse meiner vergangenen Leben zu verarbeiten, oder die Mondphase stimmt nicht, oder mein Trinkwasser sei falsch energetisiert oder oder oder (Man glaubt wirklich kaum was da alles kommt!). Ich kann aus Erfahrung sagen: es hat mich wirklich genervt.
        Ein einfaches „Es tut mir leid für euch, dass es nicht klappen will, und drücke euch die Daumen“ wäre sehr viel hilfreicher gewesen!

      • Ulrich Gassner sagt:

        „Mitgefühl wäre angebracht, anstatt uns Frauen eine angebliche Selbstverschuldung à la „du bist wohl nicht entspannt genug“ andichten zu wollen.“

        Warum lassen sich denn Frauen durch „gschpürsch-mi“-Küchenpsychologie-Habakuk unter Druck setzen?

      • Lina Peeterbach sagt:

        @Ulrich Gassner
        gute Frage, aber nicht ganz fair. Haben Sie noch nie Situationen erlebt, in denen Sie zwar rational über etwas stehen, es emotional aber trotzdem tiefer geht als es Ihnen lieb ist?
        Fruchtbarkeit und Mutterschaft ist eine sehr persönliche, hoch emotionale Angelegenheit. Ungewollte Kinderlosigkeit schmerzt sehr tief in der Seele. In einer solchen Situation ist man verwundbar, und Zweifel lassen sich leicht säen. Auch ich sass weinend beim Arzt und habe ihn gefragt, ob Stress und Druck der Grund sein können – obwohl ich es besser wusste.

        Was ich sagen will: es ist einfach unnötig, in diese offenen Wunden noch Salz zu streuen. Hoffnung machen anstatt angebliche Selbstverschuldung zu verkünden wäre einfach viel netter…

    • Niklas Meier sagt:

      Ich wollte niemandem etwas „andichten“. Stress ist übrigens sehr wohl ein Faktor, es gibt Studien die belegen, dass gestresste Männer weniger bewegliche Spermien haben.
      Ein Paar sollte auf sich zukommen lassen was da komme und sich nicht unter Druck setzen(lassen).
      Sex nach Plan und mit Befruchtungszwang ist auch nicht unbedingt das was Spass und Entspannung bringt.

      Und wenn die Frau einfach nicht schwanger wird, dann soll es in dieser Konstellation wohl einfach nicht sein. Es git biologische Gründe dafür (meistens).
      Nicht von ungefähr wird unsere Gesellschaft immer kränklicher und schwächer.

      • Gerhard Engler sagt:

        Unsere Gesellschaft wird immer kränklicher und schwächer? Das Gegenteil ist wahr. Die Leute werden immer älter, im Sport werden immer neue, bessere Rekorde aufgestellt, die Wissenschaft macht grosse Fortschritte und ermöglicht uns immer mehr Wohlstand, bei Youtube sieht man, wie Jugendliche heute akrobatische Leistungen erbringen, die in meiner Jugend unvorstellbar waren.

      • Sportpapi sagt:

        Ja, die Sportler sind schon sportlich…

  • Hotel Papa sagt:

    Rechtzeitig Kinder haben. Dann taucht das Problem IDR erst gar nicht auf.

    • Papperlapapi sagt:

      Sie hauen da in die Kerbe von Muttis Liebling. Ist doch sonst seine Platte….

      • Muttis Liebling sagt:

        Diese sehr einfache Betrachtung sollte jedem einleuchten. Auch die Infertilität der Dame folgt exponentiell dem Alter. Im optimalen Gebäralter 19-25 hat sie mit 3% ein Minimum, mit 35 sind es schon 15%.

        Es hat sicher seinen Reiz, kontrazyklisch zu leben. Verhüten, wenn die Zeit des Gebärens ist und Gebären, wenn es Zeit zum Verhüten ist. Nur klug ist das nicht.

        Mit Sicherheit nicht klug ist es, vor der ersten Geburt hormonal zu verhüten. Oder besser, hormonale Verhütung ist immer ähnlich klug und verantwortungsvoll wie Russisch Roulette.

        Aber auch das erfahren wir so richtig erst in 50 Jahren, wenn wir feststellen, dass die spät und postkontrazeptionell geborenen Kinder nicht so fit im Alter sind, wie die klassischen Modelle (Mutter 20 und nie ein Hormonpräparat genommen).

      • Hotel Papa sagt:

        Ja ist es. Ist der eine Punkt wo ich mit ihm einig bin.
        Klar geht das nicht für alle. Aber wer bis auf den letzten Drücker wartet und andere Prioritäten setzt, muss sich halt vielleicht einfach eingestehen „OK, hat nicht sollen sein.“ Da geht mir das Mitleid echt ab.

    • 13 sagt:

      Völlig richtig, Hotel Papa. Und was viele vergessen: Das gilt eben nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer.

      • Muttis Liebling sagt:

        Da hat es aber gewaltige Unterschiede. Das Sperma ist jeden Tag hodenfrisch, nie älter als 24 h. Die Eier sind so alt wie die Frau und wenn die Dame über 30 ist, würde die Eier keine Kontrolle überstehen, wie sie bei Lebensmitteln üblich sind. Man sieht es ja an der exponentiell zunehmenden Infertilität und Inzidenz von Erbkrankheiten oder Meiosestörungen.

        Messbare Aussetzer korreliert zum Alter des Vaters haben wir erst ab ca. 40 Jahre, also 10 Jahre später, als bei Frauen.

        Bei m/w 40/30 sollte Schluss sein, wenn man nicht bereit ist, Präselektion zu betreiben.

    • Widerspenstige sagt:

      Theoretiker wie Politiker sagen noch viel, wenn der Tag lang ist …. o_o

      • Hotel Papa sagt:

        I put my money where my mouth is. Also nimm das zurück.
        Unter der Gürtellinie ist es ausserdem.

      • Widerspenstige sagt:

        Es ist leichter gesagt, als getan. Männer wollen nicht so früh schon Väter werden. Frauen wollen immer mehr zuerst die Welt erkunden und sich nicht so früh binden lassen durch ein Kind etc. Schliesslich haben sie einen Beruf erlernt und wollen diesen auch ausüben und das Leben geniessen.

        Das frühe Kinderhaben ist Theorie geworden, was der Realität nicht mehr genügt. Auch wenn es biologisch durchaus sinnvoll wäre. Ich wollte auch zuerst Reisen und beruflich weiter kommen.

        Ich finde es einfach ziemlich daneben, wenn solche Aussagen von Männern kommen, die selber nie mit Schwangeschaften rechnen müssen wie Frauen und ihr Leben komplett auf den Kopf stellen müssen – je nach Situation.

      • Hotel Papa sagt:

        Und Kinder Haben stellt das Leben eines Mannes nicht auf den Kopf?
        Sexistisch bis an Bach abe, aber nichts anderes sind wir ja gewohnt.

      • Christina sagt:

        Es wäre klug sich klar zu machen, dass Mann/Frau eben nicht alles haben kann. Ganz abgesehen davon, dass kaum von den negativen sozialen, psychischen und gesundheitlichen Folgen der heutigen „Prokreationsindustrie“, will heissen „Nachwuchsherstellungsindustrie“ für die kommenden Generationen klar gesprochen wird.

    • Maike sagt:

      Ob Mann mir diese Platitüde – rechtzeitig – mal erklären kann ? Ist das biologisch gesehen ? Oder ist das von der beruflichen Situation abhängig ? Und wenn letzteres der Fall ist, von welcher ? Die des Mannes oder die der Frau ? Mann oh Mann

  • 13 sagt:

    Hauptsache wir haben wieder einmal ein Thema, was Frauen wieder falsch machen. Zusammengefasst aus dem Artikel und den Kommentaren:
    – Frauen sind die einzigen mit Kinderwunsch und reduzieren so den Mann zu Samenspender (beliebig mal durch zuviel oder zuwenig Sex)
    – sie stressen dann extrem, weil es unbedingt in den ersten 4 Monaten klappen muss
    – sie lesen zuviel und tauschen sich zuviel aus
    – sie setzen Ärzte unter Druck, so dass diese gar keine andere Möglichkeit haben
    – die FrauenärztIN verschreibt zu schnell Hormone
    – und wenn wir schon dabei sind, sind es ja ohnehin die Frauen, die sich zuvor mit Hormonen zur Verhütung vollgepumpt haben, Verhütung ist ja auch reine Frauensache!
    Habe ich etwas vergessen?

    • Sportpapi sagt:

      JA. Die eigene Stellungnahme zu den Punkten, die ja nun nicht wirklich alle falsch sind.

      • 13 sagt:

        Warum? Würde man hier so einseitige Schuldzuweisung an den Mann publizieren, würden wir seitenlang nur darüber diskutieren, wie Männer im Mamablog angeblich schlecht dargestellt werden.
        Aber wenn Sie es wissen wollen: Ich gebe der Autorin recht, dass man mehr Vertrauen in seinen Körper haben sollte, d.h. etwas Gelassenheit walten und nicht nach 3 Monaten zum Arzt rennen. Information hingegen schadet nie. Darüber hinaus wäre eine Diskussion darüber sinnvoll, ob es eben nicht doch Sinn macht, Mitte 20 anstatt Mitte 30 Kinder zu bekommen. Aber das heisst halt auch, sich gut informieren, was man ihm mit hormoneller Verhütung antut. Das gilt für beide Partner.

      • Sportpapi sagt:

        „Aber das heisst halt auch, sich gut informieren, was man ihm mit hormoneller Verhütung antut.“ Das stimmt. Mit natürlichen Methoden würde sich das Problem allenfalls von selber lösen, da die Frauen automatisch früher schwanger würden…
        Aber jetzt im ernst: Ich bin auch sehr gegen einseitige Schuldzuweisungen. Aber hier sehe ich das Thema „Schuld“ nicht. Dafür finde ich schon, dass es eher ein Frauenthema ist.
        Wir Männer freuen uns dann einfach, wenn wir unbeschwert und häufig Sex haben können. Und mit etwas Glück dabei sogar das ersehnte Kind entsteht.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Na, wenn Sie es sagen, dann lasse wird es schon so sein. Wer braucht schon statistische Angaben wie den Pearl-Index, wenn er auch Vorurteile haben kann 😉
        Aber steht nicht nur ein paar Kommentare weiter unten, dass es dem Mann so gar keinen Spass macht oder leide ich unter Wahnvorstellungen? Und werden Wörter wie Verantwortung und Forderung gebraucht? Ich erachte dies durchaus als Schuldzuweisung. Andererseits kenne ich aber auch Männer, die nicht ganz so einfach gestrickt sind.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Dsa hatten wir doch schon. Pearl-Index hilft hier nicht wirklich weiter. Entweder hat man wirklich nur an den nicht fruchtbaren Tagen Sex, als gerade dann nicht, wenn die Lust am grössten ist. Oder man muss den Pearl-Index eines Kondomes verwenden.
        Aber ja, Sex nach Fahrplan, womöglich noch in speziellen Stellungen, macht vermutlich weniger Spass als einfach geniessen und das Beste hoffen. Das eine schliesst aber das andere nicht aus.
        Nebenbei halte ich es persönlich nicht für einen Nachteil, bei einfachen Themen auch einfach gestrickt zu sein…

      • 13 sagt:

        @ SP
        Zum PI: Ich kann mich nicht erinnern je etwas anderes behauptet zu haben, das ist selbstverständlich richtig. Allerdings gibt es ja auch noch Möglichkeiten, die nicht hormonell und auch nicht natürlich sind.
        Zum Sex nach Fahrplan: Auch richtig und ich gehe davon aus, dass die allermeisten zumindest am Anfang einfach darauf loslegen. Das widerspricht jedoch eben dem Blog und den Kommentatoren, die der Meinung sind, dass die „bösen“ Frauen sich und den „armen“ Mann von Anfang an stressen (und dann auch noch, wenn es nicht klappt, auf die völlig absurde Idee kommen, es könnte auch an ihm liegen). Darum meine Kritik an der Schuldzuweisung.
        Zum einfach gestrickt: Es kann ein Vorteil sein, entspricht aber eher selten der Realität.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Wissen Sie, nur weil Frauen etwas stressen, weil sie vielleicht mehr Druck empfinden oder generell emotionaler an die Sache herangehen, heisst das noch lange nicht, dass sie deswegen „böse“ sind.
        Dies auch zum Thema „schuld“.

      • 13 sagt:

        Wie geschrieben, bringen mich Wörter wie „verantwortlich“ oder „Forderung“ zum Thema „Schuld“, nicht die Tatsache, dass es eher Frauen stresst.

    • mila sagt:

      13, ich kenne schon Frauen, die nahezu am Boden zerstört sind, wenn es nach zwei, drei Monaten nicht geklappt hat. Von einem Mann kann ich das bislang nicht sagen. Doch also ein eigenverursachtes Frauenproblem? Ich denke in einigen Fällen ja. Der selbstauferlegte Zugzwang-Stress müsste in dieser Form (und Frühe) nicht sein. Btw, Sex nach App, von Beginn an – ist das nicht der Stressbeginn pur? Kann so etwas eigentlich nicht nachvollziehen.

      • 13 sagt:

        @ mila
        Das bestreite ich gar nicht, wobei ich durchaus auch andere Beispiele kenne. Selbst mein Mann, eigentlich mit einer unglaublichen Geduld gesegnet, meinte beim zweiten Kind, wir hätten da ewigs warten müssen. Tatsächlich waren es drei Monate 😉 . Aber das wäre ja höchstens der Punkt 2 meiner Liste. Die Matriarchin, die den Mann nur als Samenspender sieht – er hat ja eigentlich Glück, wenn er danach nicht verspeist wird – und die tobend die Arztpraxis stürmt und den Arzt mit Waffengewalt dazu bringt, ihr Hormone zu geben – natürlich nur, wenn der Arzt männlich ist, die Ärztin gibt ihr diese von sich aus – passt jedoch irgendwie nicht ganz in mein Weltbild.

      • mila sagt:

        Wenn Sie es so formulieren… ich denke, es dürfte dennoch in dem einen oder anderen Fall zu unnötiger oder verfrühter Hormonabgabe kommen. Zu voreiligen Abklärungen. Schlicht, weil die Patientin drängt, und/oder ihr Partner. Der Arzt (egal welchen Geschlechts) würde evt. seinerseits noch ein Zuwarten empfehlen, und geht doch den Weg des geringeren Widerstands. Ist ja nicht sein/ihr Körper.

  • Urs M. sagt:

    Alle zwei Tage Sex sollte ja in einer guten Beziehung ohne weiteres möglich oder gängig sein. Ich frage mich bloss, wie lustvoll das für den Mann ist, auf die Rolle des Samenspenders reduziert zu werden (und zu wissen, dass nach dem Kinderkriegen die meisten Frauen ein paar Jahre oder länger keinen Sex mehr wollen).

    • Anh Toàn sagt:

      „und zu wissen, dass nach dem Kinderkriegen die meisten Frauen ein paar Jahre oder länger keinen Sex mehr wollen“

      Da wäre doch, mit einer Kinder wollenden Partnerin, eine geheim vorgenommene Vasektomie hilfreich: Ein paar Tage jeden Monat wird Mann so immerhin gelassen.

      Wenn Frau nicht mehr will, ein paar Jahre(!), hat dies kaum mit dem Kinder bekommen haben zu tun, eher wollte sie noch nie, aber musste, um Kinder zu bekommen. Also der Sex war auch davor, zumindest für sie, nicht attraktiv, quasi das Preisschild am Kinderwunsch.

      Das gibt es bestimmt, aber kaum so generell wie Sie es beschreiben. Das ist allenfalls bei manchen Männern mit „den meisten Frauen“ so, bei vielen Männern ist es mit den meisten Frauen nicht so.

  • lara sagt:

    hmm wir gehörten auch zu den nur-noch-nach-fruchtbaren tagen sex paaren. mit einem kind und schon mehreren fehlgeburten fehlte es uns langsam an geduld. am schluss hatten wir 6 jahre zwischen dem erst- und zweit geborenen. da habe ich schon verständnis für paare, welche 35plus sind und nicht zig jahre es mal probieren wollen.

  • Sexbot sagt:

    3 Tage am Stück 3 Mal Sex haben? Wieviel Viagra braucht man dafür? Sowieso ist das reiner Blödsinn, die Spermien überleben in der Frau 3-4 Tage, häufiger als alle 3 Tage Sex zu haben bringt so gut wie nichts. Ausserdem braucht die Produktion von Spermien ihre Zeit, öfter Sex zu haben führt nicht zu mehr Spermien, nur zu kleineren Schüssen. Die Trefferchancen steigen damit höchstens marginal, wenn überhaupt.

    • Chris Stoffer sagt:

      Sie haben recht. Es ist sogar eher kontra-produktiv eben weil die Spermienproduktion gar nicht nachkommt und sie lange überleben.

      • Maike sagt:

        Unter dem Gesichtspunkt Kinder zu bekommen ist 3×3 nicht unbedingt förderlich. Aber unter dem Lustgesichtspunkt immens !

    • MickGentleman sagt:

      @Maike
      Unter dem Lustgesichtspunkt? Der Frau? Des Mannes?
      Das kommt aber sehr stark auf die nonverbale Kommunikation der Frau an. Relativ schnell kommt Mann sich wie ein Zuchtbulle vor….

  • Beatrice Schneider sagt:

    Liebe Frau Braun
    Ihr Artikel ist leider enorm einseitig nach dem Motto „alles über einen Kamm“. Es wäre gut zu erwähnen, dass es eben auch Probleme mit der Fruchtbarkeit (bei m und w!) geben kann und dass eine solche Abklärung nach 6-12 Monaten „Versuchen“ ganz in Ordnung ist, damit das Paar weiss, woran Sie sind…

  • Jänu sagt:

    Sind etwa die Ärzte nun dafür verantwortlich und/oder die Gesellschaft – aber bloss nicht die Frauen? DIe Ärzte werden kritisiert, die Frauen nicht. – Und was ist mit den Männern, die da mitmachen sollten? Denen macht das bestimmt keinen Spass, auf die Funktion als Besamer reduziert zu werden.
    Denn es fehlt etwas Wichtiges in diesem Text: Wird die Frau nicht rechtzeitig schwanger, so kommt ganz schnell die Forderung an den Mann, sein Sperma untersuchen zu lassen. Weigert er sich, wird der Druck gross und grösser. Dann muss er als Sündenbock herhalten, wenn es nicht klappt, er könnte ja unfruchtbar sein.

    • Franka Ebi sagt:

      von allen Untersuchungen zur Fruchtbarkeit von Mann und Frau ist die Untersuchung des Spermas bei weitem die einfachste und am wenigsten Invasive. Deshalb macht es durchaus Sinn, hier mit den Untersuchungen zu beginnen. Die Ursachen für Unfruchtbarkeit verteilen sich nämlich ziemlich gleichmässig: 1/3 beim Mann, 1/3 bei der Frau und ca. 1/3 bei beiden gleichzeitig.

      • Jänu sagt:

        Aber wann soll man starten mit der Abklärung? Nach 6 Monaten? Wenn sie vorher 10 Jahre die Pille geschluckt hat? Es kann dauern, bis sich der Hormonspiegel im Körper wieder so einrichtet, dass eine Empfängnis wahrscheinlicher wird.
        Und so wie im Artikel beschrieben, setzen Frauen ja ihre Ärzte unter Druck, also werden sie das auch beim Mann machen.
        Und nur weil es einfacher ist beim Mann, soll er einfach bald einmal machen? Aber nur den Mann abzuklären heisst auch, dass bis zu 2/3 der Fälle, die zu keiner Schwangerschaft führen, nicht erklärt werden können. Also entweder beide gleichzeitig oder gar nicht.
        Und man (frau) sollte sich schon ein Jahr Zeit geben, um schwanger zu werden. Ab dann kann man ja mit den Abklärungen beginnen.

      • Sportpapi sagt:

        @Jänu: Das kann ich genauso wenig nachvollziehen wie Martin Freys Aussagen unten.
        Wenn die Abklärung des Mannes der einfachste Weg ist, warum dann nicht erst einfach mal dies überprüfen? Vielleicht gibt es ja schon ein Resultat?

    • 13 sagt:

      @ Jänu
      Auch wenn es, wie Franka richtig sagt, eigentlich sehr sinnvoll wäre, kenne ich kein Paar, wo sich zuerst der Mann untersucht hätte. Meistens ist es so, dass die Frau zum Frauenarzt geht und wenn dieser ihr bestätigt, es sei alles in Ordnung, dann bittet sie den Mann, sich untersuchen zu lassen. Warum man sich in einer Beziehung und mit Kinderwunsch weigern sollte, erschliesst sich mir nicht. Gekränktes Ego?

    • Martin Frey sagt:

      @13
      Sorry wenn ich mich einmische, aber ich erlaube mir hier etwas zu präzisieren.
      „Meistens ist es so, dass die Frau zum Frauenarzt geht und wenn dieser ihr bestätigt, es sei alles in Ordnung, dann bittet sie den Mann, sich untersuchen zu lassen.“
      So ist es schon nicht. Ausser man versteht unter Aklärungen ‚ob alles in Ordnung ist‘ einfach mal einen Termin beim Gyni.
      Schon allein darum, weil echte Fertilitätsabklärungen bei Frauen deutlich aufwändiger sind, werden diese nicht einfach so gemacht. Meiner Erfahrung nach ist es eher so, dass oft mal der Mann vorausgeschickt wird. Was zwar bedeutend weniger aufwändig ist, aber unter dem Strich ebenso wenig zielführend, wie wenn nur die Frau sich abklären lassen würde.
      Sinn macht, dass beide dasselbe tun. Weshalb, hat FE angetönt.

      • 13 sagt:

        @ MF
        Danke, es war meinerseits etwas unpräzise formuliert: Der erste Termin wird gemäss der Erfahrung im Umfeld durch die Frau wahrgenommen und soviel ich weiss, wird zunächst bei ihr geprüft, ob sie einen Zyklus hat und ob es zum Eisprung kommt. Also ja, ein Termin beim Gyn, der aber über den Abstrich hinausgeht. Das ist ja kaum invasiv oder aufwändig. Erst wenn es weitergeht und eine echte Abklärung stattfindet, wird der Mann beigezogen. Das ändert nichts daran, dass die Frau oftmals den Anstoss gibt. Aber ich kenne keine Frau, die sich zurücklehnt und sagt: „Tja, wenn ich nicht schwanger werde, ist es sicher er, der unfruchtbar ist.“ Hingegen kenne ich einige Fälle von Männern, die bereits den Gedanken, es könne an ihnen liegen, nicht zulassen.

      • Martin Frey sagt:

        „Hingegen kenne ich einige Fälle von Männern, die bereits den Gedanken, es könne an ihnen liegen, nicht zulassen.“
        Da haben Sie ganz sicher recht, 13. Andererseits haben viele Männer kein ganz normales Spermatogramm, was aber nicht per se mit Infertilität gleichzusetzen ist.
        Sinnvoll ist auf jeden Fall, dass beide jeweils synchron ihre Abklärungsschritte durchführen, wenn man sich dazu entschliesst. Aber nicht zu früh, und sinnvollerweise bei Profis für das Thema, nicht zuletzt auch aus oben genannten Gründen. Das Gebiet ist recht komplex.

      • 13 sagt:

        Einverstanden.
        Mein (Stief-)Grossvater lernte meine Grossmutter kennen, als sie bereits zwei Kinder hatte. Sie hätten gerne mehr gehabt und als es nicht klappte, schickte er sie von Arzt zu Arzt, finanzierte auch sämtliche Untersuchungen, bevor er ihr nach über 3 Jahren Abklärungen und Arztterminen gestand, dass er als Kind einen Unfall hatte und bereits damals der Kinderarzt meinte, dass er mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht mehr zeugungsfähig sei. Die ganze Familie wusste Bescheid, niemand hat all die Jahre etwas gesagt. Danach meinte ihre Schwiegermutter: „Wenn der Arzt etwas gefunden hätte, hättest Du es nie erfahren müssen.“ Natürlich war das eine ganz andere Generation und doch erlebe ich es auch heute als schwieriger, wenn es am Mann liegt (nicht medizinisch). Warum?

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Natürlich war das eine ganz andere Generation und doch erlebe ich es auch heute als schwieriger, wenn es am Mann liegt (nicht medizinisch). Warum?“
        Eine gute Frage.
        Persönlich denke ich, dass das mit gewisssen stereotypen Erwartungen an die Männer (‚ewig bereit, stets horny, super fertil‘) zu tun hat. Unter den Männern selber, aber auch von der Gesellschaft (nicht zuletzt auch der Frauen) den Männern gegenüber. Männer werden nach wie vor so sozialisiert, Frauen (in ihrem Männerbild) aber auch. Männliche Fertilitätsprobleme tangieren den Mann aufs intimste bei seinem ich-Verständnis als Mann. Viele dürften das als Versagen deuten.
        So wie früher vieles als Versagen der Frau interpretiert wurde („schenk mir endlich einen Sohn!“). Ihre recht üble Geschichte passt da ins Bild.

  • Ulrich Gassner sagt:

    Wozu die Aufregung? Wenn alle Stricke reissen, ist es ja – wie wir gestern gelernt haben – völlig in Ordnung, unter Umgehung der Schweizerischen Gesetzgebung im Ausland eine Leihmutter anzuheuern.

    • Random Guy sagt:

      „Pfui, Seyffenstein. Lustig, aber pfui.“

    • Christina sagt:

      Von den möglichen Folgen redet kaum jemand.Man weiss, dass Schwangere zu ihrem noch ungeborenen Kind freundlich sein sollen, es gerne haben, dass ihre Ernährung direkte Folgen hat für die Gesundheit des Kindes, dass psychischer Stress der Schwangeren das Ungeborene schädigt, dass das Umfeld der Schwangeren direkten Einfluss auf den Fötus hat, usw.. mal ganz abgesehen von der Ausbeutung der Leihmütter. Hoch lebe die Prokreationsindustrie!
      Und zudem: Kinder haben ist eine schöne Sache. Wenn es denn nicht sein soll, dann gibt es viele Möglichkeiten für die Frau, ein erfülltes Leben zu haben.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Die zwölf bis achtzehn Monate betrifft Frauen die vorher hormonell verhütet haben, bloss wird diese mögliche Nebenwirkung oft grosszügig übersehen/lesen.

    Grundsätzlich gilt auch hier (wie gestern),
    die eigene Fortpflanzung ist keine „Garantiezusage“ auf die wir grundsätzlichen Anspruch haben. Nicht alle Lebensträume erfüllen sich, manche wiegen leichter, manche sehr schwer.

    Frauen welche nach Pilleneinnahme resp deren Absetzen unter Druck setzen sollten sich vor allem eines: Zeit geben, resp wenn wir die Pille nehmen sollten wir uns zwingend mit deren langfristigen Folgen auseinandersetzen, diese einkalkulieren um nicht „wenns dann passen würde“ vor Überraschung aus allen Wolken zu fallen.

    • Chris Stoffer sagt:

      Es heisst ja auch Familienplanung. Die Pille halt dementsprechend frühzeitig absetzten und anders verhüten für ein weiteres Jahr oder so, damit es kein Stress gibt.

  • Hans Koller sagt:

    Warum sollten Aerzte nicht locker damit umgehen? Ihr Frauen treibt sie an und ihr möchtet Schwanger werden. Ihr Frauen geht zum Arzt und er kommt nicht freiwillig zu euch. Und jedes mal wenn es nicht klappt weint die Frau. Weniger Ideologie und mehr realismus wäre wunderbar.

    • Sandra sagt:

      Entschuldigung – aber wie bitte?
      Bei uns hatte der Mann den Kinderwunsch, erst in der ersten SS konnte ich mir vorstellen Mama zu werden – in der Zwischenzeit leider schon zwei Fehlgeburten… Nach nun 5 Jahren die ersten Abklärungen warum weshalb. Hormone ohne einen Befund an Mangel würde ich mir nie verschreiben lassen! In der Zwischenzeit wissen wir auch warum es nicht geklappt hat (Blutgerinnungsproblem) – hätten wir früher uns durchtesten lassen, wäre uns viel Leid erpart geblieben.
      Das aber immer nur die Frau den Kinderwunsch hat und alles möglichst schnell will ist pures Vorurteil – und den unglücklich-geduldigen uns gegenüber nicht sonderlich fair.

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