Mutterschaft ist ein Gesundheitsrisiko

Die eigenen Bedürfnisse bleiben bei Müttern oft auf der Strecke. Foto: iStockphoto

Eine chronische Bronchitis. Die Grippe, allerdings nur halb auskuriert. Schlafstörungen, Niedergeschlagenheit – und seit mehreren Jahren immer am Rande der totalen Erschöpfung.

Sehe ich mich in meinem Umfeld um, habe ich es mit lauter ambitionierten Müttern kleiner Kinder zu tun, die so viel Tolles machen und schaffen – doch dabei auch immer kurz vor dem Kollaps stehen. Sie sind zwar erschöpft, können aber nicht schlafen: Weil die Kinder rufen oder die Gedanken kreisen (habe ich auch wirklich an alles gedacht für morgen?). Sie haben kaum mal eine Minute für sich, weil einfach immer etwas ist: Das Hin und Her zur Kita, der anspruchsvolle und stressige Job, der Haushalt, die Turbo-Kocherei, die Erziehungsarbeit, die verschiedenen Bedürfnisse der Kinder; deren Hobbys, Schularbeiten und so weiter. Ja, und da wären noch die eigene Partnerschaft, die Verwandtschaft und Freunde, die man auch noch irgendwann pflegen soll und will. Feierabend? Kennen sie kaum, sagte mir eine Mutter unlängst, «Schichtwechsel, das triffts eher».

Erschöpfung und Burn-outs nehmen zu

Mütter reiben sich auf zwischen Familie und Beruf. Die Doppel- und Dreifachbelastung heutiger Mütter strapaziert viele über Gebühr. Der Stress, Job und Familie zu vereinbaren, sowie der ständige Zeitdruck sind Gründe dafür. «Heute sind Kuren für Eltern wieder stark nachgefragt», berichtete die FAZ diese Woche.

Viele heutige Mütter und Väter betreiben zu sehr Raubbau an ihrer Gesundheit und Partnerschaft. Eine vor zwei Jahren publizierte Auswertung bestätigt diesen Trend: Die Zahl der Mütter mit Erschöpfungszuständen bis zum Burn-out ist innert zehn Jahren um fast 40 Prozent gestiegen. Die Zahlen stammen aus dem Jahresbericht des Müttergenesungswerks Deutschland.

Gerade so machbar

Denn meist ist es nach wie vor die Frau, die sich in den Dienst des Haushalts, der Kinder und der Familie stellt. Geht sie einer Arbeit nach, kommt diese Aufgabe noch dazu. Sie hat sich ein wachsendes Pensum an Aufgaben und Ansprüchen eingehandelt, die – wenn der Familienalltag schön flutscht und niemand krank ist – gerade so machbar sind. Ist das nicht der Fall, ist die Hölle los – und Mami hat es mal wieder zu richten. Das Ergebnis ist eine erschöpfte Gesellschaft aus Frauen und auch Männern, die verzweifelt versuchen, zwei oder drei Leben in einem zu führen.

Deswegen mal auf den Tisch zu hauen und sich zu wehren, tut Frau aber nicht: Meist ist sie froh, dass sie ihre lieben Kinder UND einen Teilzeitjob hat, der ihren Interessen und Fähigkeiten entspricht. Dass sie beides haben kann, war ihre Bedingung damals, als sie sich für Kinder entschieden hatten. Es gehört zu ihrem Selbstverständnis als Frau, weiter arbeitstätig zu sein – und käme einer Selbstaufgabe gleich, wäre es anders.

Klar aber ist: Viele Mütter sind mit der Situation überfordert. Sie verlangen viel zu viel von sich selbst und sagen viel zu selten auch mal Nein.

 

Lesen Sie dazu auch das Posting «Der Kinder-Karriere-Krampf».

184 Kommentare zu «Mutterschaft ist ein Gesundheitsrisiko»

  • Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit) sagt:

    Vor hundert Jahren hatten Mütter kein Burnout, sondern starben an „Erschöpfung“ oder „Auszehrung“.

  • Sina sagt:

    So ging es mir auch ein paar Jahre. Bis mein Mann schwer krank wurde. Dann verunfallte die eine Tochter, und danach wurden bei der anderen plötzlich ein gesundheitliches Problem ums andere diagnostiziert, die alle gleichzeitig therapiert werden mussten. Da habe ich meine Lektion gelernt: alles ruht auf meinen Schultern – wenn ICH nicht mehr funktioniere, dann herrscht Apokalypse. Da blieb schlicht nur eine Möglichkeit: besser zu mir zu schauen und meine Ressourcen für den langen Marathon sorgfältig einteilen. Pragmatismus statt Optimierung. Regelmässige Erholungszeit für mich. Manche Dinge einfach dem Schicksal überlassen. Immer optimistisch bleiben, stets in kleinen Schritten vorwärts gehen. Es war sehr hart, aber jetzt sehe ich, wie unglaublich viel Wertvolles ich dabei gelernt habe.

    • Sina sagt:

      P.s. Prioritäten setzen, immer wieder den ändernden Gegebenheiten anpassen (sehr anstrengend). Plus den Kindern massiv mehr Selbstverantwortung übertragen. Auch das kam nicht von alleine, sondern musste mühevoll aufgegleist werden (dabei hatte ich eigentlich gedacht, dass ich schon immer auf Selbständigkeit bedacht gewesen war – aber da ging dann doch noch so viel mehr…). Dabei kriegte ich allerdings Unterstützung, und ich muss sagen, wenn man ein paar erprobte Methoden kennt, geht es halt doch viel einfacher. Ideologie ist ein Luxus, den man sich in solchen Momenten eigentlich nicht mehr leisten kann, da muss einfach nur noch alles auf funktionieren, auch wenn es für alle hart ist – damit man wieder Platz und Raum füreinander finden kann trotz extremer Belastungen.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Schön, wenn man einen Mann hat, der einem ein gemütliches Hausfrauendasein finanziert, aber Sprüche zu machen, über etwas, worüber man sich nicht im Entferntesten eine Vorstellung machen kann, das braucht es definitiv nicht.

    Und ja: Babys und Kleinkinder können auch für Vollzeitmütter anstrengend sein, aber das kommt ja dann bei berufstätigen Müttern noch dazu. Nicht jede Mutter kann sich bei der Arbeit von den Kindern erholen, es gibt auch Tätigkeiten ausserhalb von Bürowänden.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Macht Sinn, den 2. Teil freizuschalten, wenn der 1. Teil noch hängt….

  • dr house sagt:

    die diagnose ist ganz einfach: die frauen wollen heute einfach nicht mehr mutter sein. die sogenannte karriere, die angebliche anerkennung durch den chef etc., etc. sind ihnen wichtiger. kein wunder brennen sie aus. ein grossteil dieser jammertanten müsste nicht wirklich arbeiten gehen! seltsam genug, dass die mütter, die wirklich arbeiten MÜSSEN, weder jammern, noch dauernd überfordert sind…

    • Karl von Bruck sagt:

      Der Frauenmissbrauch wird vor allem durch die wirtschafts- oder (im Krieg) fuehrerhoerige Politik bestimmt. Der selbstbestimmte Lebensweg blieb fuer Frau und Mann Illusion. Mit zunehmender Produktivitaet wollte man lieber weiter die Maenner vollzeit auspowern, und draengte die Frauen – ob sie wollten oder nicht – in den Haushalt ab. Als dann im Krieg die Rekrutierungsbasis auslaendischer Zwangsarbeiter abschmolz, griff man auf die eigenen Frauen zurueck, und teilte den Muettern von Baeibis die Nachtschicht zu. Die Halbierung der Arbeitszeit haette vor der Keulung des Ernaehrerlohns, und die Abschaffung der Wehrpflicht der Maenner vor der Gewaehrung des Frauenstimmrechts erfolgen sollen. Heute stecken Mann und Frau in der nicht nur finanziell, sondern auch gesundheitlich ruinoesen Neof

      • Synn sagt:

        die diagnose ist ganz einfach: die männer wollen heute einfach nicht mehr väter sein. die sogenannte karriere, die angebliche anerkennung durch den chef etc., etc. sind ihnen wichtiger.

      • Widerspenstige sagt:

        Mach Sinn und sehe ich genau so, Synn (das Wortspiel konnte ich nicht verkneifen ….). Bitte dran bleiben und immer wieder solch‘ unglaublich kurzsichtigen Aussagen abstrafen. Nur so merken diese vielleicht irgend wann, was sie damit anrichten für jüngere Generationen. Das Beispiel in USA sollte eine Mahnung sein, dass die Hände nicht ruhen dürfen im Einsatz für eine GleichWERTigkeit zwischen den Geschlechtern.

  • Lisa Schmid sagt:

    Aja, früher war alles soo viel besser, da haben die Mütter nicht geklagt, sondern waren zufrieden mit ihrem Los, und was der historisch völlig unpassenden Bemerkungen auf diesem Blog noch mehr sind. Sie hatten allerdings eine wesentlich tiefere Lebenserwartung. Sehr viel mehr Kinder als heute wurden früh Waisen und Halbwaisen, sie wurden weggegeben, krüppelten sich ab (woher wohl das Wort kommt?!), und wenns nur Lieblosigkeit war, die ihnen im Heim, in der „Kost“, als Verdingkind entgegenschlug, dann hatten sie Glück. DAs Problem ist nicht, dass Mehrfachbelastung zu gesundheitlichen Problemen führt, sondern dass die Leute die Illusion haben, dass Mehrfachbelastung nicht belaste.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Schön gesagt. Und dann jammern Hausfrauen über eine 168 Stunden Woche und sind unföhig ihre 4 1/2 ZW sauber zu halten.

  • Adina sagt:

    Oh la la la la la, manche Kommentare!… 🙂
    Immerhin erkennt Frau Braun dass es beides Mütter und Väter trifft. Ja, vielleicht ist das Wort „Teamwork“ das Zauberwort hier. Helfen und sich helfen lassen und so 🙂

  • Sila sagt:

    Ich kenne auch Vollzeitmütter mit Burnout. Es ist häufig eine Frage der eigenen Ansprüche und der Frage der Ansprüche, denen man genügen will in der für viele anstrengenden Kleinkinderzeit. Es ist nicht einfach nur eine Frage der Vereinbarkeit, auch wenn da andere Stressfaktoren dazu kommen. Vollzeitmütter haben andere Stressfaktoren, die teilzeitarbeitende Mütter weniger haben.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Ich hatte extrem Mühe damit, dass ich als alleinerziehende Mutter mehr leisten musste, als ein liiertes Elternpaar zusammen. Teilweise wurde ich von Elterpaaren mit Argusaugen betrachtet, um nach einem Beweis zu suchen, dass meine vaterlosen Buben dem Chlichee entsprechen mit Schulschwäche, Gewalt, kiffen usw.

    Bemerkenswerterweise sind genau die Kinder jener schräg rausgekommen, welche die Entwicklung meiner Kinder am misstrauischtens beobachteten. Tja, es braucht halt mehr Engagement als Eltern, als einfach nur verheiratet zu sein und eine intakte Familie zu spielen.

    Heute bin ich chronisch übermüdet, abgewrackt und kaputt, kann aber stolz auf meine Kinder sein.

  • Jacques sagt:

    Meine Grossmutter hatte 4 Kinder grossgezogen und war leider früh Witwe geworden. Bis über 80 hatte sie aber noch auf dem Bauernhof der ältesten Tochter (die auch viel draussen arbeitete) im Haushalt mitgearbeitet. Und ich durfte oft meine Sommerferien dort verbringen. Sie war meist ausgeglichen und zufrieden. Vielleicht hatte sie von der Natur eine gute Gesundheit – und ein heiteres Gemüt bekommen …

  • Lia sagt:

    und die Väter stehen daneben und tun NICHTS. Und wer behauptet, die Frauen seien selber schuld, sie könnten ja daheim bleiben, vergessen, dass die armen armen Väter ja dann Alleinernährer werden und so viel mehr gestresst sind. Ich kenne keine Frau, die es sich finanziell leisten kann, daheim zu bleiben, und keinen Mann, der das möchte (da er im Scheidungsfall sonst für sie aufkommen muss). Aber Verantwortung übernehmen wollen die Väter nicht – abends nach Hause kommen und die Füsse hochlegen und am Wochenende ja nicht gestört werden, so läuft’s für 99%.

    • Alpöhi sagt:

      Bei so viel Verbitterung kann man nur noch mit Gedichten antworten. Aus Schillers Glocke:

      Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
      ob sich das Herz zum Herzen findet.
      Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.

      • Karl von Bruck sagt:

        Eine modernisierte Variante der mittleren Zeile:

        ….
        ob sich das Geld zum Scheiden findet.
        …..

    • Vierauge sagt:

      ja klar, zu dem Artikel voller Klischees schreiben Sie nun noch ein Kommentar voller Klischees.
      „Die Mütter“, „die Väter“ – ich kann’s nicht mehr hören. Ich kenne ziemlich viele Paare, die sehr partnerschaftlich haushalten und erziehen und sich nicht mit den Klischees aufgehalten haben, sondern ihr Leben innerhalb der vorhandenen Begrenzungen stressarm eingerichtet haben.

  • Sila sagt:

    So wie ich die Generation meiner Mutter und älterer Frauen wahrnahm, waren viele auch unglücklich, in der Rolle des Mutterseins gefangen und häufig krank. Obwohl Vollzeit zu Hause. Meine Mutter riet mir nie (!), Vollzeit zu Hause zu bleiben, sondern finanziell und generell unabhängiger zu sein, als sie es war. Der Stress schlug sich vielleicht mehr in Krankheit um als dass man Burnout diagnostizierte. Viel vom heutigen Stress liegt m.E. weniger in der Vereinbarung von Beruf und Familie und vielmehr in den Ansprüchen, die wir selber an uns, an Hobbies, an Aussehen, an Happy-Family haben und die vielen Ansprüche, die auch noch so an uns gestellt werden.

  • Karl von Bruck sagt:

    Mutter ist waehrend eins bis drei Jahren (jenachdem ob man lebt um zu arbeiten (DDR) oder arbeitet um zu leben (HU vor der „Wende“) ein Vollzeitjob. Es ist idiotisch die Muetter zuerst fuer privaten Gewinn mit Doppelbelastungen zu schleissen, und nachher auf dem Puckel der KK-Praemienzahler wieder zusammenzuflicken. Andererseits wird eine laenger als 3 – 6 Jahre von jeglicher Erwerbsarbeit freigestellte Frau – insbesondere bei der heutigen Arbeitslosigkeit wegen der EU-Lohndoemperschwemme – haushaltinvalid, dh sie koennte – wenn sie wollte – nur noch in Haushalten – von der Gouvernante bis zur Casserolliere – eingesetzt werden….

  • Claudia sagt:

    Ich bin drr Ansicht, dass Mutter & Hausfrau der wichtigste und anspruchsvollste Beruf in unserer Gesellschaft ist. Nur ist das im konsum- und leistungsorientierten Wertewandel bedauerlicherweise verloren gefangen. Ich bin froh, gegen den Strom zu schwimmen.

  • Christina sagt:

    Vielleicht dämmert es langsam, dass frau und mann nicht alles gleichzeitig haben kann. Übrigens war bis vor 200 Jahren das Kinderkriegen tatsächlich lebensgefährlich. Deshalb wurde den Frauen auch erfolgreich eingeredet, dass sie nur durch das Kinderkriegen zur vollwertigen Person werden, weshalb die Ehe mit viel Brimborium zelebriert wurde. Nur das Kloster war ein akzeptierter Ausweg und wurde auch bewusst gewählt.

  • anna lou sagt:

    10 doofe Fragen für ein wenig mehr Zeit und weniger Hektik: Muss die Bettwäsche wöchentlich gewechselt werden ? Muss das Kind täglich geduscht werden ? Können die Kids was im Haushalt mithelfen ? Kann ich auch noch in 5 Jahren mit Jogging beginnen ? Wo ist der beste Pizza Service ? Reicht es nicht, wenn ich den Briefkasten einmal wöchentlich leere ? Können Kids auch mal gelangweilt sein oder bin ich hier der Animateur ? Sind die Hausaufgaben oder schlechte Schulnoten mein Problem ? Gilt das als Verwahrlosung, wenn mein Kind nicht ins Ballet geht ? Ist es schlimm, wenn ich abends todmüde bin ?…….nicht falsch verstehen, ich liebe meine Family, aber relaxt lebt es sich einfach besser

    • Jo Mooth sagt:

      Gefällt mir, sehr gut beschrieben. Es ist halt wie bei jeder Aufgabe: schafft man es, sie cool oder souverän anzugehen? Möglich ist das, wie viele Väter und Mütter täglich beweisen.

    • Flo sagt:

      Kompliment anna lou!
      so sollte es doch eigentlich sein.
      aber relaxt lebt es sich einfach besser und der Familie geht es ebenfalls gut

      • Lichtblau sagt:

        anna lou: Grossartig, danke! Das wäre früher unter dem Titel „Lebenshilfe“ gelaufen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Naja, wenn man sich nicht für die Zukunft seiner Kunder interessiert (Schulnoten, Hausaufgaben), dann täte es eine Puppe auch, welche man nach Bedarf in die Ecke stellt.

      • Alpöhi sagt:

        TvS: Gute Schulnoten sind kein Ziel. Ziel ist, dass meine Kinder glücklich werden. (Dazu können gute Noten hilfreich sein, müssen aber nicht.)

    • Marcel Du Pont sagt:

      Die ungebildeten Kinder ungeduscht mit bestellter Pizza füllen, überfüllter Briefkasten, Sport auf 5 Jahre verschieben und weiter mampfen….

      Sorry, aber das klingt nicht nach cleverem Zeit management, sondern nach einem Rezept für eine Einladung zur Talkshow. „Ich musste aus der Wohnung geholt werden – via Kran“.

      Die anständige Lösung lautet Putzfrau, Privat Koch, Babysitter und eine Ferienhaus in den Bergen mit Sauna und Finnenbahn für Herr und Frau.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ach Dupont, träumen Sie weiter: Ihr ALV Geld reicht für nichts von all dem…..

      • anna lou sagt:

        @Tamar von S – Eben weil ich mich für die Zukunft meiner Kinder interessiere bringe ich Ihnen bei, dass sie – und nicht Mami – sich darum kümmern müssen. Ich helfe, wenn sie Fragen haben, aber die Motivation muss von Ihnen kommen…
        @Marcel du Pont – 🙂

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ anna lou

        Und wenn ein Kind schulmüde ist, lässt man es abrutschen mit dem Argument, dass es halt selber wollen muss?

        Sorry nein, da macht man es sich zu einfach. Als Eltern ist man dafür verantwortlich, dass das Kind einen schulischen Werdegang seiner Intelligenz entsprechend meistert, alles Andere ist schlichte Gleichgültigkeit. Ich kenne selber Kinder, welche gymifähig waren, aber in der Realschule gelandet sind, weil due Eltern es nicht für nötig hielten, der Faulheit auf die Sprünge zu helfen.

      • anna lou sagt:

        @TS: Ich muss Ihnen widersprechen. Nur intelligent zu sein ist kein Grund für ein Gymi und anschliessendes Studium. Das Kind muss auch Lust und Disziplin zu so einem langen Weg haben. Es darf ruhig auch eine Lehre machen, ein paar Jahre arbeiten und dann aus Eigeninitiative sich weiterbilden…ist auch ok. Aber wenn Eltern Kinder nur auf Grund von IQ ins Gymi quetschen und das dann als ihre Pflicht sehen, so staune ich! Ist es nicht unsere Pflicht, unsere Kids zu wertvollen Mitgliedern der Gesellschaft zu machen – egal ob Real, Sek oder Gymi?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ anna lou

        Ja klar, lassen wir unsere Kinder doch eine Verkaufslehre beim Coop machen, für den Import von fehlenden Fachkräften sorgen dann schon die ausländischen Grossunternehmen. Und wenn Büebi/Meite nicht motiviert ist für eine Lehre, dann müssen sie das selbstverständlich auch nicht. Echt jetzt?

        Mir langt es, dass schon meinem Kleinem aufgrund schwerer Hirnverletzungen sämtliche Berufswünsche verwehrt bleiben, das muss der Grosse nicht auch noch erleben, nur weil er faul ist.

        Klar kann ich kein Kind zu Leistung zwingen, aber ich kann es motivieren und ihm aufzeigen, welche Möglichkeiten es bei Fleiss hat.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ich komme selber aus der Unterschicht, habe es aus verschiedenen Gründen nie da heraus geschafft, arbeite 7 Tage für eine kleine Existenz. Sorry, dass ich mir für meine Kinder ein leichteres Leben wünsche.

      • anna lou sagt:

        TS: Danke, dass sie das erläutern…..und ich kann Ihnen garantieren, dass wir das Gleiche meinen. Wir wollen wohl beide, dass die Kids lernen, etwas zu erschaffen und zu erreichen. Ab und zu einen Kick in den A… schadet da sicher nicht. Was ich einfach sagen wollte, ist, dass ich viele Eltern sehe, die Ihren Kindern zu viel abnehmen. Das Leben ist nun mal nicht easy, und ich bemühe mich, dass meine Kids erstens dankbar sind dafür, für was sie haben und auch hart arbeiten, damit es Ihnen mal gut geht. Nicht mehr und nicht weniger. Wir leben ein Leben mit vielen Privilegien und ich wünsche mir, dass meine Kids sehen, dass das nicht selbstverständlich ist und ihren Anteil dazu beitragen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ anna lou

        Danke für Ihr Verständnis.

        Meine Kinder können nichts für die Verhältnisse, in die sie hineingeboren wurden und alles was ich tue, diesen ganzen Chrampf, tue ich nur für meine Kinder.

  • Flo sagt:

    Auch auf die Gefahr hin mich tief in die Nesseln zu setzen!
    Mutterschaft ist ein Gesundheitsrisiko!
    Was für ein ständiges und immer wiederkehrendes Thema-die armen Mütter! Wenn man all die Wehklagen und das ständige Gejammere liest und hört könnte man meinen die Mutterschaft sein eine Erfindung der Neuzeit.Wie haben es wohl die Mütter vor der Erfindung des Mamablogs und ähnlichen Seiten/Blogs gemacht?Wohlgemerkt;die meisten Familien hatten mehr als nur 1 Kind,die finanzielle Lage zwang viele Mütter sich noch eine Arbeit zu suchen (Zeitungen austragen/Büro putzen/für Andere Waschen, Flicken,Bügeln). Die Haushaltungen waren nicht mit all den neuen Hilfsmitteln ausgestattet und Kita gab es nur selten.
    Heute kann man sich aussuchen ob man Kinder will/ob man den Anforderungen gewachsen ist

    • tina sagt:

      noch eine anmerkung zu den haushaltsgeräten:
      als man noch am fluss wäsche gewaschen hat, war meines wissens nach 1mal jährlich waschtermin.
      heute ist nunmal standard, dass wäsche täglich gewechselt wird.
      ich habe mir ausgesucht, mit meinem mann, den ich heiratete weil ich mit ihm zusammenbleiben wollte, kinder zu haben.
      dann kam alles anders (schicksal, keine „selbstverwirklichung“) und ich zog 2 kinder alleine gross. das entspricht im verhältnis 4 kindern auf ein elternpaar oder eher 5, weil man zu zweit mehr schafft.
      ich empfinde mütter nicht als jammerig. in jedem job wird so gesehen gejammert. aber jobs haben 40 stunden woche

      • Flo sagt:

        Ja liebe Tina – die Zeiten wo man noch am Fluss einmal im Jahr die Wäsche wusch sind schon sehr, sehr lange vorbei. Vielleicht weisst du es nicht, aber zwischen damals und heute gab es auch schon Mütter!

      • tina sagt:

        dann deklariere halt, was genau du für einen zeitraum meinst, mit „vor der Erfindung des Mamablogs“, damals, als „die meisten Familien hatten mehr als nur 1 Kind“ und es nur selten KITA gab.
        die wäsche am fluss wusch noch die mutter meiner schwieigermutter, so viele generationen gab es also zwischen ihr und mir nicht

  • Marcel Du Pont sagt:

    Ich kritisiere ja nicht nur heulende Frauen. Sondern auch deren Männer, die es zu nichts gebracht haben. Ein anständig fleissiger Mann mit bisschen Ehrgeiz und Wille auch hie und da mal über eine Leiche zu gehen, sollte es wirklich fertig bringen seine Familie aus der unteren Schicht zu heben (also mehr als 300K/Jahr heim bringen). Wer das nicht fertig bringt, sollte vielleicht tatsächlich die Frau ans Steuer lassen.
    Ich staune immer wieder wie Männer über 40 noch immer morgens in der ÖV stehen und den halbverdauten Milch-Atem der anderen einatmen, während ich diesem seltsamen Spiel durch die verdunkelten Scheiben zusehe und mich auf den gewärmten Baby Caymanledersitzen pudelwohl fühle.
    Wenn also eine Frau schon erkennt, dass ER ran muss, dann muss ER auch liefern!

    • Sportpapi sagt:

      Ich stehe morgens noch gerne im Zug, mit dem Buch in der Hand. Und vielen Leuten, die man beobachten kann, wenn man Lust hat.
      Würde mich ziemlich stressen, allein im Auto zu sitzen, nichts tun zu können als Autofahren – wenn es vor lauter Stau überhaupt fährt.
      Aber bitte, jedem das Seine.

      • Brunhild Steiner sagt:

        naja Sportpapi, die Zeit im Stau wird natürlich für kostbares Belugaschlürfen genutzt!

      • Marcel Du Pont sagt:

        Lieber Sportpapi
        Ich fahre doch nicht selber. Aber danke für den kleinen Lacher.

      • Lichtblau sagt:

        @RoXY: Leute mit entsprechendem Einkommen kenne ich auch. Und stimmt, die würden hier eher nicht rumprahlen. Aber ich denke nicht, dass sie hier nicht gerne mitlesen und die Diskussionen auf oft hohem Niveau schätzen. Herrn du Ponts Beiträge natürlich ausgenommen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Marcel Du Pont

      ach, seien Sie doch froh drüber dass nicht grad die Massen Ihre erstrebenswert-gepriesene Beluga-Etage entern wollen, inklusive der darüber-gestiegenen Leichen, sonst macht Ihnen einer von denen womöglich noch den Babycayman-Ledersitz strittig, am Ende enden sogar noch Sie als zu-übersteigendes Objekt?…, nicht auszudenken… .

      • Marcel Du Pont sagt:

        Meine Gegenwart wird selbstverständlich nicht ausschliesslich hier geschätzt, das ist korrekt. „Entlarft“ etc ist natürlich ein mieser Angriff eines Verlierers, der mal Mühe hatte, dass jemand seine Meinung deutlicher argumentieren kann als er. Ich weiss auch genau wer dahintersteckt, wieso dieser sich hier als Weibchen ausgibt ist unklar. Macht einem evtl sympathischer?

        Wie auch immer, das hier ist die Kommentar Ecke, und ich formuliere meine Meinung deutlich und bestimmt. Wieso auch nicht, denn Ihr habt ja dasselbe Recht. Dann kann diskutiert werden. So funktioniert das. Und ich denke, das sollte auch eine sensible Person „ertragen können“.

        Personen mit anderer Meinung Troll zu nennen ist ein Internet Luxus, diese Personen bringen es aber im echten Leben nicht weit.

    • Colisa sagt:

      hahahahah… lustig

      • YYY sagt:

        du Pont: und deine Frau ist sicher Housewife und Shoppingqueen und dein Kind ist im Internat?

        Ich bin froh arbeite ich (teilzeit), so hab ich ganz andre Energie fürs Kind. Also 100% zu hause würde ich nicht aushalten. Distanz bzw. loslassen können ist auch sehr gut fürs Kind.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Mit Verlaub Herr Du Pont, ich kenne einige Leute die mehr als 300k verdienen. Aber eines würden diese nie tun: hier im MB ihre Zeit vertrödeln. bzw. auf dem Niveau eines Primarschülers hier prahlen.
        Sehr unglaubwürdig.
        Meiner Erfahrung gemäss braucht es (nicht immer, aber) in den meisten Fällen eine gewisse Grundintelligenz die sich in properem Benehmen zeigt, um mehr als 300k zu verdienen.
        Ihr schnoddriges Autreten hier, spricht nicht gerade dafür.

      • Marcel Du Pont sagt:

        Reincarnation of XY: Dann ist ihr verständigs von Business und Einkommen noch eingeschränkter als zu erwarten war. Über 300k/Jahr ist übrigens noch kein Grund zum Prahlen, das ist lediglich über dem Armenniveau. Wie weit ich da drüber liege, habe ich glaub hier noch nicht erwähnt – ist aber einfach zu googeln denk ich.

        Aber ich kann Ihnen versichern: Sie haben nichts davon, wenn auch ich wie wohl alle anderen in Ihrem Umfeld, sie mit Samthandschuhen anfasse. Seien sie froh wenigens an einem Ort die ungepolsterte Wahrheit zu hören.

        YYY: Meine Frauen sind ein bisschen alles. Je nachdem wonach mir ist.

      • Carolina sagt:

        Achtung: Trollalarm! Wer das nicht glaubt, der gute Mann treibt sich auch gern auf Inside Paradeplatz herum und ist längst als Angeber und schlimmer entlarvt………..

      • tina sagt:

        habe mich echt gewundert, warum auf den reagiert wird. er ist so offensichtlich ein witzbold

      • Carolina sagt:

        Echt? Sie finden ihn witzig? Ich nicht 😉

      • tina sagt:

        ich finde witzbolde überhaupt nicht lustig 😉

      • mila sagt:

        Und schlimmer…?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ich stelle mir gerade vor, wie Herr Dupont auf dem Barhocker sitzt, sein ALV-Geld zählt und nachrechnet, ob es diesen Monat noch für ein weiteres Frustbierchen reicht… lach

    • Sila sagt:

      Und Sie teilen auch schön fair Ihre >300K fifty/fifty mit Ihrer Partnerin? auch nach der Scheidung? Toll, das finde ich gerecht!

  • Jane Bissig sagt:

    2- Der Tipp „gut genug ist gut genug“ ist ja nicht neu. Aber ich staune doch immer wieder, wie zaghaft er tatsächlich umgesetzt wird, auch von eigentlich easy Frauen (Männern fiele es oft leichter, wenn sie denn dürften). Ist es die Angst, als faul zu gelten? Let it go!

    Dasselbe beim Beruf. Eine „Karriere“ ist streng. Das ist auch richtig, denn wer viel verdient sollte sich das ja zumindest im Ansatz irgendwie auch verdienen. Aber das Leben macht im Fall auch Spass mit weniger Geld (solange es genug ist für ein angenehmes Leben). Und ein Job kann auch spannend und anregend sein wenn man nicht Chefin oder Chef ist. Aber Karriere, Kind UND easy Leben wird dann halt mal schwierig.

  • Jane Bissig sagt:

    1- Der Vater meines Kindes und ich teilen alles (Geld, Betreuung und Haushalt) mehr oder weniger fifty-fifty (ohne Strichliste beim Haushalt). Und nur ein (kleines) Kind. Trotzdem ist es manchmal streng, vorallem wenn Ruhe- und Alleinzeit fehlt. Ja, das wusste man vorher und nein, ich will nicht klagen. Aber ich versuche, mir mein Leben so angenehm wie möglich zu machen. Bevor ich anfange frustriert zu sein, lasse ich den Haushalt liegen, wo es geht und mache etwas für mich allein oder etwas Schönes mit dem Kind. Das muss essen und angezogen sein, ja. Aber es ist ihm egal wenn das Lavabo dreckig ist oder das Essen nicht selbst gekocht oder wenn es müffelt (<3) weil wir es zu selten baden. Wird dann alles in einem erledigt, bevor Grosselternbesuch kommt…

  • Alpöhi sagt:

    Als wir gleichzeitig zwei Wickelkinder hatten, war zufällig gerade Volkszählung. Da musste man angeben, wer wieviel arbeitet. Ich notierte: Mama 70 Stunden pro Woche, Papa 70 Stunden pro Woche (wovon 40 Stunden im Büro).

    Also: Kleinkinder bringen alle an den Rand der Erschöpfung. Das ist normal, da muss man durch. Gerade darum ist es eine gute Idee, die Idee „Mama geht arbeiten“ (gemeint ist: Mama ist erwerbstätig – was nicht dasselbe ist), für ein paar Jahre sausen zu lassen. Auch wenn es deshalb finanziell knapp wird.

    Darüber hinaus muss frau Pausen in ihren Tagesablauf einplanen. Eine obligatorische Mittagsruhe für die Kinder, und vor allem für Mama, wirkt Wunder. Denn alles hat seine Zeit: Arbeiten hat seine Zeit, und Pause machen hat seine Zeit.

  • Vollweib sagt:

    Nicht arbeiten = Selbstaufgabe? Sicher nicht für alle Mütter! Wer erschöpft ist, soll sich selber und seine Werte erstmal überdenken und die Konsequenzen ziehen! Muss der Job wirklich sein? Hört auf, euch nur über euren Beruf zu definieren! Der Beruf sollte nicht die Identität eines Menschen bedeuten! Liebe Grüsse von einer glücklichen Vollbluthausfrau mit zwei kleinen Kindern (5 und 2 j). Und jetzt kommt nicht mit Geld und nötig etc. ….. wir haben kein Auto, gehen nicht gross in die Ferien, kochen selbst, unterhalten einen grossen Gemüsegarten (wahrer Luxus!) und wohnen in einem Genossenschaftshaus. Kinder werden höchstens mal von den Grosseltern fremdbetreut und die Grosse ist Vormittags im Kindergarten. Kaum Kosten, keine Steuern für mich und viel Freizeit für die ganze Familie <3

    • Alpöhi sagt:

      Ich gratuliere Ihnen. Genau so.

      ABER,
      wenn alle so auf „Konsumverweigerung“ machen würden – wo kämen wir denn da hin!? 😉

      • Sama sagt:

        Aber auch Mutterschaft und Hausarbeit sollte nicht die Identität eines Menschen bilden – wenn sie sich Vollblutthausfrau nennen, dann ist dies ihre einzige Identität und sonst sind sie nichts!
        Ich sehe keinen Unterschied darin, ob jemand in seinem Beruf oder als Mutter vollkommen aufgeht – beides ist totale Selbstaufgabe

    • tststs sagt:

      Liebes Vollweib, wir führen diese Diskussion nochmals in 15 Jahren…

      • Vollweib sagt:

        Wie bitte Frau Sama? ein Nichts soll ich sein?! Für drei Leute bin ich die Welt 😉 – Pflege zudem auch noch diverse Hobbys und wenn die kleinen selbständiger sind werde ich mich gerne wieder in meinen gelernten Beruf als kaufmännische Angestellte stürzen. Alles zu seiner Zeit…

      • alam sagt:

        Die warten im Büro nur auf solche wie Sie! Gaanz sicher im Fall! Wirklich wahr… also im Büro der RAV-Beraterin meine ich. Oder später beim Sozialamt.

      • Vollweib sagt:

        Huch, warum so gehässig alam? Denken Sie wirklich, alle Mütter mit Kleinkindern die NUR zuhause sind landen später beim Sozialamt oder beim RAV? Ein Wiedereinstieg wird sicherlich nicht einfach, ist aber auch kein Ding der Unmöglichkeit.

      • Lichtblau sagt:

        Weil sonst niemand auf Samas Tippfehler reagiert: „Vollblutthausfrau“. Hihi.

      • alam sagt:

        Naja, nicht alle, kommt halt auf den Beruf an. Aber gerade bei Kauffrauen kann es sehr schwierig werden, wenn sie mal ein paar Jahre weg vom Fenster waren.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Schön, wenn man einen Mann hat, der die Kihle ranschafft. Taugt er nichts, muss Frau ihn aber entsorgen und selber ran. Nichts da, mit Vollzeitkaffeetante…..

      • Vollweib sagt:

        Da haben Sie recht, Herr oder Frau von Siebenthal. Mein Mann und ich sind ein Team und haben unsere Familie entsprechend unseren Talenten, Wünschen und Fähigkeiten organisiert. Haus-, Kinder- und Gartenarbeit führen bei mir übrigens zu einer Wochenarbeitszeit von 50- bis 70-Stunden. Ich hab tatsächlich mal zwei Tage alles notiert… da ist jetzt nicht soviel Zeit zum Käffele 😉

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Naja, ich habe Haus, Bauernhof und Teilzeitarbeit.

        Ich möchte auch nicht verallgemeinern, aber wenn ich irgendwo einen völlig versifften Haushalt antreffe, dann ist es bei Vollzeithausfrauen, selbst dann noch, wenn die Kinder schulpflichtig oder schon erwachsen sind.

      • Vollweib sagt:

        Ach? Was unterhalten Sie denn für Kontakte und was haben Sie in deren Haushalten zu suchen? Bitte entschuldigen Sie, aber für solche Diskussionen mit irgendwelchen Fremden die um drei Uhr morgens noch Blogs komentieren und aus Langeweile rummeckern ist mir Die Zeit zu Schade. Glauben Sie mir, wollte hier nur mal kundtun, dass es auch ohne Burnout und Depressionen geht. Mütter machen eben nie was richtig, gehen wir arbeiten sind wir Rabenmütter, bleiben wir zuhause, gelten wir als faul.

      • Codo sagt:

        tststs – dann können Sie die Diskussion jetzt mit mir führen. War rund 18 Jahre zuhause „Vollbutmutter“ (allerdings nicht so häufig Vollblutt *G*). Ja der Wiedereinstieg war schwerer als erwartet. Aber ich würde die Zeit zuhause nicht missen wollen. Ich kann Vollweib verstehen (obwohl auch die erwerbstätigen Mütter wohl meist Vollweib und nicht Halbweib sind). Also weiter so Vollweib! Und wenn der Wiedereinstieg harzt – nicht verzagen, irgendwann klappt es. Ich bin inzwischen sogar in Ausbildung zur Fachfrau Finanz-/Rechnungswesen. Trotz meiner 45 Jährchen 😉 Empfehlen würde ich jetzt allerdings einen Teilzeitjob, wenn die Kinder beide schulpflichtig sind. Bei mir war das nicht möglich, weil „outback“ wohnend. viel Glück Vollweib!

      • Vollweib sagt:

        Danke Ihnen Frau Habig und Codo

        @TvS: ihnen wünsche ich alles Gute. Habe sie gegoogelt und ganz ehrlich, ihr Verhalten hier ist eindeutig zu „trollig“

      • Karl von Bruck sagt:

        Wer sich hier als Vollblutthausfrau zu Zeiten profiliert, wo andere am Malochen sind, sollte sich nicht allzusehr ueber Frauen echauffieren, die nur noch nachts Zeit finden, ihr Elend hier deponieren zu koennen. Und wer unliebsame Wahrheiten verkuendet, ist noch lange kein Troll, nur weil sich bandenweise mobbende Wahrheitsallergikerinnen davon getroffen fuehlen….

    • Habig Regula sagt:

      @Vollweib: Geben Sie es auf! 🙂 Wenn jemand „Vollzeitkaffeetante“ im verbohrten Gehirn hat, ist da gar nichts zu machen. Manche schaffen es eben locker, Bauernhof, Teilzeitarbeit und Haushalt tiptop auf die Reihe zu bringen – davon kann ich nur träumen. Ich bin ja schon von Haushalt (allerdings nichts mit versifft) und zwei Kindern nun bei weitem zu müde, um mitten in der Nacht einen – allerdings tippfehlerfreien – Text zu schreiben. Sie müssen sich übrigens für gar nichts rechtfertigen, es ist Ihr Leben, Ihre Familie, und gehässige Anwürfe von „in 15 Jahren auf dem Sozialamt“ entlarven vor allem – Neider. Oder erfolglose Hellseher.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nein, locker schaffe ich es nicht, aber ich lächle über Vollzeitmütter, welche über Überarbeitung klagen.

        Was ich in Haushalten zu suchen habe? Nun ja, ich habe auch schon meine Kinder bei Gspänli abgeliefert und abgeholt, zudem habe ich auch einige Zeit in diesem Sektor gearbeitet.

        Bei gewissen Frauen kann man nur hoffen, dass dem Mann nie die Augen aufgehen.

  • Reincarnation of XY sagt:

    MF – um das scrollen zu vermeiden Antworte ich ihnen hier:
    Sie sagen: früher war die Belastung stärker, aber der Burnouts weniger. Das ist richtig. Das gilt aber nicht nur für Mütter, sondern auch für Väter, Arbeitnehmer, Schüler. Obwohl ständig behauptet wird, dass der Druck steige, so sehen wir sinkende Arbeitszeiten, mehr Ferien, weniger Auswendiglernen (ohne strafendes Lineal) etc. – das betrifft also nicht nur Frauen, sondern uns alle.
    Leute wie ML führt diese Beobachtung dazu, dass sie schlussfolgern, dass der Wohlstand unsere Resilienz schwinden lässt und dass Härte den Menschen stark gemacht hat (dieses Denken ist weitverbreitet und prägte u.a. auch die fasch….. Ideologie).
    Was lässt sich dazu sagen? Wie können wir diese Beobachtung auch noch anders einordnen…

    • Reincarnation of XY sagt:

      1. Nervenzusammenbrüche gab es auch früher nicht zu knapp, sie wurden einfach weniger thematisiert.
      2. Die Menschen lebten auch viel weniger lang. Sie alterten schneller. Das Leben hat sie eindeutig schneller zur Strecke gebracht. Der Druck hatte schon Auswirkungen.
      3. Es wurde auch konsequent gegen unten getreten. (Kinder/Schwächere schlagen, demütigen, missbrauchen, gehörte zum normativen gesellschaftlichen Verhalten.)

      Dann sollten wir auch die Maslowsche Pyramide in Betracht ziehen: der Mensch der ums Überleben kämpft, hat keine andere Sorgen.
      Wer vor dem Tiger um sein Leben rennt, hat keine Zeit an Selbst m ord zu denken.
      Erst Sicherheit und Wohlstand lassen Selbstschau und Sinnfragen zu.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Der Mensch steht nun einfach vor neuen Herausforderungen, wenn das Leben nicht mehr nur aus „Arbeit und Müh“ besteht, oder aus „Leiden“ (Buddha).
        Freiheit erfordert neue Kompetenzen. Wohlstand und Sicherheit ebenso.
        Anstatt nun den Wohlstand und die Sicherheit für die „Verweichlichung“ zu schimpfen, sollten wir uns bewusst werden, dass wir uns befähigen müssen, damit umzugehen.

      • Carolina sagt:

        Danke, RoXy, dem stimme ich vollumfänglich zu. Ich habe ja schon mal erzählt, dass meine Mutter Gynäkologin war – sie hat jeweils erzählt, wieviele Mütter sozusagen ständig am Rande des Nervenzusammenbruchs standen (heute Burnout genannt) und übrigens wie viele Männer angeblich die Manager-Krankheit hatten (heute Burnout genannt!). Der Unterschied war, dass sie praktisch keine Hilfe von aussen bekamen, dass sie wenn irgendmöglich auch nie zugegeben hätten, dass sie am Anschlag waren. Der Aerztin konnte man das vielleicht erzählen, hat aber dann wohl auch nicht zu wirklicher Hilfe geführt.
        Das Müttergenesungswerk in De galt meines Wissens lange als Makel im Lebenslauf und eher den unteren Schichten vorbehalten – wie auch Burnouts erst seit einigen Jahren öffentlich diskutiert werden

      • Martin Frey sagt:

        Ich bin absolut mit Ihnen einverstanden, Roxy, und sehe auch keinen Widerspruch zu meinen Aussagen. Es ist auch nicht so, dass ich das Thema auf ML’s Resilienzaussage runterbrechen möchte. Obwohl er einen wichtigen Teilaspekt beleuchtet der bei solchen Diskussionen noch so gerne aussen vor belassen wird. Seine preussische Härte jedoch ist m. E. nicht der Schlüssel auf die durchaus sich abzeichnende Wohlstandsdekadenz die es eben auch gibt.
        Wo ich hingegen einverstanden bin: Nur Herausforderungen machen uns stärker, wir wachsen daran. Als Eltern kennen wir das alle. Andererseits wir leben nun mal nicht mehr früher, die Herausforderungen sind heute anders. Aber ein bisschen Demut würde uns auch nicht schaden, bevor wir uns gegenseitig so bemitleiden.

      • Carolina sagt:

        /2 dürfen. Und dann gibt es, wie Si.i.ee unten darlegt, Ueberforderungen und Erschöpfung natürlich immer auch in allen anderen Bevölkerungskreisen – heute darf man darüber sprechen, früher war das eher tabu. Eltern hatten sehr viel weniger Zeit für die Befindlichkeiten ihrer Kinder, die Vergangenheit muss man wirklich nicht weichzeichnen.
        Was mehr als früher gefordert ist und natürlich das Schwierigste überhaupt ist im Leben, ist Ehrlichkeit gegenüber uns selbst. Letztlich hat nie einfach nur die Gesellschaft schuld, sondern ich bin für mein Wohlbefinden selber verantwortlich – dazu gehört auch Hilfe suchen, die es heute wohl in viel grösserem Ausmass gibt als im glorifizierten Früher.

      • Reincarnation of XY sagt:

        MF – Ja Herausforderungen machen uns stärker.
        Wir sollten die neuen Herausforderungen kennen: der Umgang mit Freiheit und Wahlmöglichkeit. Die Herausforderung ist, eine Spiritualität (hat NICHTS mit Religion oder Esoterik zu tun!!!) zu entwickeln, die uns das heutige Leben mit seinen Beziehungen geniessen lässt.
        Falsch ist es, dass man stets den „zunehmenden Druck“ für alles verantwortlich macht. (Stimmt ja nicht, wir haben so wenig Druck, wie je zu vor. Aber wir haben noch nicht gelernt das Vakuum sinnvoll zu füllen.
        Wir jagen 1000 Dingen hinterher und wissen nicht was wir wollen, was der Sinn von allem ist und dann wird uns alles zu viel. (So in etwa, auf diese Kürze zusammengebrochen.)

      • Martin Frey sagt:

        Sie drücken besser aus was ich eigentlich ansprechen wollte, Roxy:

        „Falsch ist es, dass man stets den „zunehmenden Druck“ für alles verantwortlich macht. (Stimmt ja nicht, wir haben so wenig Druck, wie je zu vor. Aber wir haben noch nicht gelernt das Vakuum sinnvoll zu füllen.
        Wir jagen 1000 Dingen hinterher und wissen nicht was wir wollen, was der Sinn von allem ist und dann wird uns alles zu viel.“

        Das meinte ich auch mit „beste aller Welten“, was offenbar angekreidet wird. Denn es geht uns so gut wie wohl nie in der Menschheitsgeschichte, wir können und haben fast alles. Aber trotzdem fühlen wir uns (subjektiv) nicht besser. Weshalb?
        Aber sagen Sie mal (grad im Mütterumfeld), Sie seien NICHT gestresst, dafür glücklich, relaxt. Sie werden im besten Fall komisch angeschaut.

      • Carolina sagt:

        MF: Ich weiss nicht, ob es Selbstmitleid ist, wenn wir uns mit den Herausforderungen unserer Zeit befassen – und diese liegen nun mal anders als früher. Vielleicht wäre es an der Zeit, die positiven Errungenschaften ein wenig mehr in den Vordergrund zu stellen, aber letztlich hat RoXy mMn völlig Recht, wenn er sagt, dass erst Sicherheit und Wohlstand Selbstschau zulassen. Interessanterweise könnte aber genau die Religiosität aus früheren Zeiten, die ja oft auch etwas mit Armut, Angst und Unsicherheit zu tun hatte, einen Hinweis darauf geben, dass Sattheit und Sicherheit nicht das Wegfallen einer gewissen Spiritualität bedeuten sollten, sondern dass diese Auseinandersetzung mit Werten und dem Sinn des Lebens und Sterbens ein essentielles Bedürfnis des Menschen darstellen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        MF – es gilt als klug, wenn man pessimistisch ist und es ist hip gestresst zu sein.
        Es gibt sehr, sehr wenige Menschen, welche die Menschheit, Zivilisation und Fortschritt positiv und optimistisch in die Zukunft sehen.
        Das ist ein grosses Problem.
        Dann ist es auch hip gestresst zu sein. Da braucht es auch Mut (und Härte) mit Überzeugung aus diesem geistigen Milieu aufzubrechen und zu widersprechen.
        Wer nicht jammern und ablästern nicht mitmacht, macht sich unbeliebt. Aber ohne das, werden wir nie zu einer vernünftigen Schau kommen, die uns Stärke gibt, für unsere neuen Herausforderungen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Caroline – die Religionen stammen aus einer anderen Zeit, als die Menschen andere Horizonte und Perspektiven hatten.
        Natürlich ist es sinnvoll, wenn wir uns an den Gedanken früherer Denker abarbeiten. Aber wir müssen uns unbedingt auch von diesen Glaubenssätzen empanzipieren, weil sie eben aus einer Zeit stammen, deren Horizonte, Perspektiven und Erkenntnisse in sehr sehr vielen Aspekten längst überholt sind.
        Mir scheint, dass sich auch hier ein Vakuum aufgetan hat. Die einen stützen sich auf Denker, die hinter unserem Horizont gelebt haben, die anderen denken überhaupt nicht mehr.
        Wir müssten uns vielmehr an ihnen abarbeiten und nun ihre Arbeit, mit unseren neuen Perspektiven und Erkenntnissen weiterführen.

      • tina sagt:

        warum ich komisch gucke, wenn mir jemand unter die nase reibt, wie glücklich und nicht gestresst er ist: ja warum sagt man das MF?
        ist doch schön. ich würde mir aber als wirklich sehr ausgelastete person schon wünschen, dass ich nicht pauschalverurteilt werde, ich sei gestresst wegen meinen nagelstudioterminen, da werde ich dann echt stinksauer

      • tina sagt:

        und einfach darüber hinwegzugehen finde ich grad nochmals jämmerlich. wenns dann wenigstens jemand wäre, der nicht glaubt, den durchblick zu haben….

      • tina sagt:

        ich bin auch nicht gestresst weil es hip ist. wie erwähnt, möchte ich einfach nicht auch obendrauf die forderung spüren, ich müsse wellnessinseln haben.

      • Carolina sagt:

        RoXY: ich dachte, ich hätte das gesagt (etwas umständlich und schwerfällig, zugegeben!). Ich habe ausdrücklich davon gesprochen, dass der Religions- bzw besser vielleicht Kirchenzulauf auch entscheidend etwas damit zu tun hatte, dass man in einem ziemlich elenden Diesseits den Verheissungen auf ein glorreiches Jenseits geglaubt hat.
        Nun aber jede Form von Spiritualität zu verteufeln, ist unsinnig. Der Grad an S in einer Gesellschaft hat immer auch etwas mit ihren Werten, ihren Sinndiskussionen zu tun – die Glaubenssätze alter Zeiten müssen natürlich immer auf das abgeklopft werden, was heute noch gültig bzw hilfreich ist. Nur wenn wir uns dem aussetzen und, da unsere materiellen Bedürfnisse in nie gekannter Form gestillt sind, darauf einlassen, haben wir eine Chance, nicht einfach nur

      • Carolina sagt:

        /2 verblödete Konsumenten von Materiellem zu sein (siehe die Kunstfigur MdP oben), sondern völlig neue Schlüsse zu ziehen und unsere Aufmerksamkeit anderem zuzuwenden…… Es gibt – auf nicht-materiellem Bereich – immer noch sehr viel zu tun, auch in unserer reichen Schweiz!

    • Muttis Liebling sagt:

      Die sinkende Resilienz ist ein kulturelles, kein Wohlstandsphänomen. Die experimentelle Medizin verfügt inzwischen über Mess- und Trainingsmethoden.

      • Carolina sagt:

        Das ist Unsinn, ML und das wissen Sie auch. Resilienz im voraus bestimmen bzw messen zu können ist grenz- bzw unwissenschaftlich. Wir können nur mit einiger Sicherheit heute sagen, dass Menschen in Extremsituationen eine überraschende Resilienz aufweisen können (!), aber nicht müssen. Es ist eines der interessantesten Phänomene, die es gibt, dass Menschen über sich hinauswachsen können, die es sich selber nie zugetraut hätten. Eine Messmethode dafür kann es nicht geben.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Bei ML gibt es alles. Er ist schliesslich eine literarische Figur, deshalb kann es bei ihm logischerweise auch stets alles geben.

      • Muttis Liebling sagt:

        Resilienz misst man in Form der Varianz der Reizreaktion.

        Beispiel: Einer Testperson wird unvermittelt eine Hand in Eiswasser gesteckt und die Herzfrequenz gemessen. Die sinkt natürlich, aber entscheidend ist nicht die absolute Differenz, sondern die Standardabweichung dabei. Bei wenig resilienten Menschen wird die Standardabweichung kleiner, bei den Resilienten nimmt die zu. Je höher die Varianz = Standardabweichung, umso kürzer die Erholungszeit.

        Die Untrainierten haben zwischen Reiz und Erholung eine mehr oder weniger lange
        Kurzkrankheit, welche bei den Testpersonen mit ausgeprägter Resilienz verschwindet.

      • Carolina sagt:

        ML: Meine Antwort darauf wäre nicht druckreif!

      • Martin Frey sagt:

        Ich kann mir nicht helfen, ML, aber irgendwie erinnern mich Ihre Ausführungen zur Resilienz in Extremsituationen an etwas, was ich vor längerer Zeit gelesen habe.
        Ich glaube, es war im Geschichtsunterricht.

      • Muttis Liebling sagt:

        Herr Frey, wenn Sie noch mal zurückblättern, finden Sie das auch in Ihrem Lehrbuch Pathophysiologie. Zumindest in einem aktuellen.

  • Frau Süss sagt:

    Denken Sie an all die Contergan Kinder. Contergan war ein Beruhigungsmittel. Bis in die 90er Jahre war es ganz üblich für Mütter zu rauchen, zu trinken und sich mit allen möglichen Pillen einzudecken, um den Kinderterror zu überstehen. Heute muss alles perfekt Bio sein, man darf weder Süsses, noch Pillen, noch Alkohol, noch rauchen. Wieso haben die Kinder früher so selig geschlafen? Drei Tropfen Branntwein in die Milch für die Babies. Und unsere Eltern / Grosseltern leben trotzdem noch.

    • werner boss sagt:

      Liebe Frau Süss, erstens ist Ihre Darstellung weit übertrieben, zweitens ist es doch so dass man Kinder hat um mit ihnen zusammen etwas zu unternehmen und nicht wie beim Bauern sein Vieh in den Freilauf zu schicken um sich auszutoben! Drittens ist es tatsächlich so dass, wohl viele Kinder von ihren Eltern signalisiert bekommen draussen sei alles Allgemeingut und die Alten bloss noch zum ärgern da.

  • Frau Süss sagt:

    Die Schweiz hat zu viele alte motzende Leute, die sich über Kinder beschweren. Früher gab es immer den einen Opa in der Strasse, der einen mit dem Gehstock verdroschen hat, wenn ein Glockenzügli zu dreist war. Heute ist die ganze Strasse voller wütender Opas und motzender Omas. Das ist wie ein Minenfeld für Kinder, ein Kriegsgebiet. Kaum ist man etwas laut oder spielt vor dem Haus dieser Leute wird schon gemotzt, manche werden handgreiflich, die Polizei wird gerufen. Kinder sind nicht willkommen. Zudem sehen 30% der Schweizer Kinder ausländisch aus. Stellen Sie sich vor, Sie haben ein schwarzes Kind das sich in ihren Garten geschlichen hat. Streich oder Polizei? Eben. Im Winter: wohin mit den Kindern? Gehen sie raus, motzen die Nachbarn nach 20 Min. Bleiben sie drin, werden sie fett.

    • Lichtblau sagt:

      @Frau Süss: Das hat was. An den Contergan-Skandal kann ich mich auch erinnern. Zudem an durchaus „bürgerliche“ Mütter, die den tolerierten Alkkonsum ausreizten, die leeren Flaschen unterm Bett versteckten und dann in die Reha mussten. Aber auch an keineswegs bildungsferne Familien, die trotz mehrerer Jobs geradeso über die Runden kamen, aber zufrieden in kleinen Wohnungen lebten. Vieles war nicht perfekt. Warum erscheint mir meine damalige Kindheit mit viel Freiheit heute trotzdem in hell strahlendem Licht?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        So ein Quatsch: es sind nicht die Opas und Omas welche über Kinder motzen, sondern die kinderlosen Mittelalten. Wenn sich 20 Mal jemand über Kinderlärm beschwert, ist es 19 Mal KEIN Rentner.

  • Frau Süss sagt:

    Und die Kinder dürfen doch auch nichts mehr. Nicht mehr vom Baum fallen und sich das Bein brechen. Dann kommt gleich die KESB und es wird ermittelt wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht. Wir waren mit 5 schon alleine zuhause, wenn Mami in die Migros ging und wir keinen Bock hatten mitzugehen. Das ist heute schon fast ein Offizialdelikt! Wir durften durch fremde Gärten stromern und soviel Obst klauen (geklaute Kirschen schmecken besser, sorry!) wie wir tragen konnten. Heute droht gleich der Anwalt (vor allem wenn das Kind dann noch ausländisch aussieht wie 30% der Schweizer Kinder). Geben Sie zu, wenn Sie in ihrem Garten einen kleinen Jim Knopf sehen würden, wie er ihre Äpfel klaut, würden Sie nicht sofort der Polizei anrufen? Eben. Das lief früher als Streich, Michel aus Lönneberga.

  • Habig Regula sagt:

    Ich staune über die „Selbstaufgabe, wenn frau nicht mehr berufstätig sein könnte“. Ehrlich gesagt sehe ich in den allermeisten Teilzeitjobs berufstätiger Mütter nun nichts, das das Leben erst lebenswert und sinnvoll macht. Es kann wohl kaum sinnstiftender und intelligenter sein, sich völlig zu überfordern und jahrelang jammernd um den Burnout herumzumanövrieren, nur um ja nicht in den Verdacht zu geraten, als Vollzeitmutter zu verblöden. Ständig am Rande des Zusammenbruchs zu leben, hilft wohl der gefürchteten Verblödung eher weiter. Ich habe die Grenzen meiner Fähigkeiten und Möglichkeiten lieber von Anfang an realistisch eingeschätzt, und dann kamen wir zum Schluss, dass ich zuhause bleibe, wenn wir Kinder haben. Zum Glück, sage ich auch im Nachhinein, auch wenn es Mut brauchte.

    • Vollweib sagt:

      Bravo! Auch wir entschieden uns für dieses Modell und müssen uns nun ständig rechtfertigen. Wer aussteigt, aus dem Hamsterrad und sich nicht kaputt machen will mit der Doppelbelastung braucht heute ein dickes Fell. Meine Tochter hatte gerade ne Magendarmgrippe ….was war ich froh, nicht bei einem Chef zukreuze kriechen zu müssen, weil ich Zuhause beim kranken Kind bleibe.

      • Lisa Schmid sagt:

        Und ich bin froh, wenn mein Mann zuhause die Kinder auffängt, wenn sie von der Schule kommen. Ich wäre froh, wenn er wieder eine Stelle finden würde, einerseits, weil ich die Familienfinanzierung stemme, andererseits aber auch, weil er mit der Selbstverständlichkeit aufgewachsen ist, zu arbeiten und die Familie (mit)zuernähren. Aber wie es auch ist: man arrangiert sich mit dem eigenen Leben, nicht mit dem anderer.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Schön, wenn man das kann, aber bei Ihnen tönt das so, als ob jemand freiwillig auf ein Burnout zusteuert und das ist wohl lächerlich. Ich für mich kann nur sagen, dass finanzieller Druck auslaugt und damit sind nicht Ferien und Autos gemeint, sondern Essen auf dem Tisch, KK Prämien, Miete.

        Burnout ist keine Modeerscheinung und es ist nicht hip. Es bedeutet totale Erschöpfung über Jahre, Schlaflosigkeit, Depressionen und irgendwann auch chronische Schmerzen infolge Überlastung.

  • Jo Mooth sagt:

    Es stellt sich schon die Frage, weshalb sich Frauen und Männer nicht vorher überlegen, ob sie überhaupt Kinder haben wollen oder bloss sollen. Dass das bisherige Leben sich mit Kindern auch belastungsmässig verändern wird, ist ja bekannt, da kann man noch so viel Fremdbetreuung vorsehen. Wenn das Kind oder allzu oft ja die Kinder da sind, geben sie (auch) zu tun.

  • Martin Frey sagt:

    @maia: Kenne das Buch nicht, aber Danke für den Tip. Habe kurz einen Abriss gelesen, finde es durchaus interessant. Obwohl die Thesen des Autors offenbar sehr umstritten sind.
    Trotzdem sehe ich den Zusammenhang nicht ganz, respektive worauf Sie hinaus wollen.

    • maia sagt:

      Man kann darin lesen, wie früher mit Kindern umgegangen worden ist. Sicher oft auch ein Folge von Überforderung/-lastung der Eltern.

  • Cybot sagt:

    Das kommt mir bekannt vor. So gestresst ist meine Frau zwar noch nicht, aber auch bei ihr gibt es immer 1000 Sachen, die angeblich einfach gemacht sein MÜSSEN. Diese Einstellung ist das Problem. Jede Woche staubsaugen, Böden feucht aufnehmen, täglich abwaschen, drei Mal pro Woche waschen, etc. etc. Einiges davon mache zwar ich, aber aus männlicher Sicht ist das alles in dieser Häufigkeit total überflüssig. Abwaschen kann man auch am nächsten Tag noch (oder wenn kein sauberes Geschirr mehr da ist), die Waschmaschine läuft nicht schlechter wenn sie mehr als ein Viertel voll ist und an etwas Staub ist noch niemand gestorben. Aber versuch das mal einer Frau zu erklären…

  • Stefanie Sollberger sagt:

    Will jemand Mitleid? Kinder kann man halt nicht einfach so mal rausnehmen
    wenn es einem passt. Das müsste man sich vor dem Koitus überlegen.
    Ein kleiner Tipp: Mann kann auch verhüten.

  • Marcel Du Pont sagt:

    Ein weiteres mal muss ich darauf hinweisen, dass man das hat kommen sehen. Visionäre wie Onkel Du Pont sagen schon längst, dass Frauen und Männer getrennt evaluiert gehören.
    Frauen haben den Biss nicht sich in die Beluga Etage hochzuarbeiten UND zu halten. Wieso haben Sie den nicht? Natürlich erstmal wegen dem evolutionären Nachteil- Frauen sind schwächer (oder Männer stärker) konzipiert. Doch das wäre eine grobe Unterschätzung der Frau: Denn Sie hat die Bürde unsere stolzen Nachkommen zu gebären und grosszuziehen.
    Darum: Männer nach oben schiessen lassen, was ihren Frauen ja auch zu gute kommt und Frau wieder Frau sein lassen: denn Kinder grossziehen ist ein wichtiger Dienst.
    Die Medien treiben unsere Frauen mit „Du kannst alles sein/tun“ in den geistigen und körperlichen Ruin.

    • Jänu sagt:

      Das kann nur Ironie des Onkels sein: Eine Argumentation, wie sie in der Bibel oder dem alten Schweizer Eherecht (das so alt nicht ist) stehen könnte: Die Frau ist dem Manne Untertan.

      • Marcel Du Pont sagt:

        Untertan ist in der Tat ein versteintertes Wort. Würden Sie denn ein Kind auch als Untertan der Eltern bezeichnen? Ich hoffe nicht. Und genau in dem Sinne, ist eine Frau auch nicht Untertan des Mannes.
        Beide haben ihre Qualifikationen, und der medien angefeuerte Trend diese Qualifikationen zu akzeptieren und für alle gewinnbringend einzusetzen führt genau zu der misslichen Lage in der sich viele „moderne“ Frauen befinden.

        „Ein Mann würde ein Geburt gar nicht erst überstehen“, wird stolz in der Gesellschaft zelebriert. Doch wenn danach auch die ausserordentlichen mütterliche Liebe zum Kinde anspricht, die sie für die Aufzucht höchst qualifiziert, dann ruft die moderne Frau „Mittelalter“ und „greift zur Heugabel“. Sehen Sie den Widerspruch in den Sie sich verfangen?

      • Jänu sagt:

        Es ist ein altes Wort, bringt aber deutlich zum Ausdruck: Der eine ist geboren, um Erfolge zu erstreben, die andere geboren, um Dienst zu tun. Später hat man es als naturgegeben dargestellt, dass Frau weniger leisten kann, wenn es um die Belange der Welt geht, dafür umso mehr, wenn es um die Belange der Familie geht. Das ist alles so herrlich (!) pauschal, wie zu sagen, der eine solle in die Höhe schiessen, die anderen sich um Niederkunften mühen. Der eine oben, die andere unten.
        Ach was!

    • Barbara Grohé sagt:

      Nachdem zu urteilen was „Onkel Du Pont“ von sich gibt, müsste er so alt wie mein Vater sein, nämlich 87.

      • Marcel Du Pont sagt:

        Sehr geehrte Frau Grohé
        Ihre Reaktion:
        Emotional, faktenfrei, vom Thema abweichend: Ein weiterer Beweis, dass gewisse Dinge eben NICHT Vorurteile sind, sondern dass man die Weiblein sehr wohl ziemlich klar kategorisieren kann.

        Warum tragen Sie nicht etwas zum Thema bei? z.B. was ihre Meinung ist?

    • Jürg. sagt:

      so als Mann würde ich meinen dass die Frauen mehr Biss haben aber vielleicht weniger Lust auf unnötige Reibereien und Spielchen

    • Jane Bissig sagt:

      Was meinen Sie mit „nach oben schiessen“? Sprechen Sie da etwa von der Insel aus, in der für jeden (Mann) eine berufliche Karriere (nach oben) vorgesehen ist, wenn er denn will? Oder geht es bei dem Satz gar nicht um den Beruf, sondern allgemein darum, dass die Krone der Schöpfung nicht durch Familienansprüche oder konkurrierende Frauen an seiner evolutionären Erfüllung gehindert werden sollte?

      • Marcel Du Pont sagt:

        Das ist eben die Illusion der uninformierten, realitätsfremden Frau, die ihr Verständnis der „grossen Geschäftswelt“ beim Waschen Legen Föhnen bezieht.
        Für jeden Mann eine vorgesehene Karriere nach oben? Wissen Sie wieviele Plätze es „oben“ hat, und wieviele Leute unten sind? Mathematik.

        Genauso wie das Alpha Männlein den Stamm führt, muss auch in der heutigen Gesellschaft zuerst „oben“ erreicht werden. Und genau da kommts: Viele wollen hoch, also wird gekämpft.
        An DIESER Stelle, trennen sich nicht nur die Männer von den Buben, sondern auch von den Frauen. Nicht weil ich das so wünsche, sondern weil es so ist.
        Ich würde natürlich mehr Frauen auf dem Schlachtfeld begrüssen. Die meisten riechen sehr angenehm.

      • Sportpapi sagt:

        @Jane Bissig: Ich finde zwar Du Ponts Stil und Ton nicht so toll, die Aussage kann ich aber gut nachvollziehen. Es geht um Wettbewerb, und sich diesem stellen.

      • Jane Bissig sagt:

        Hm, Sie kennen mich aber gut, genau getroffen das mit dem Föhn und so. Aber meine ehrlich gemeinte Frage haben Sie nicht beantwortet. Was meinen Sie mit dem Satz „Männer nach oben schiessen lassen“? Ich frage ja eben darum weil ich die (sogar für eine Frau recht leichte) Mathematik mache, dass das „nach oben schiessen“ nur für eine Minderheit auch der Männer überhaupt möglich ist. Übrigens stehe ich selber meist sehr gern im ÖV und atme meine Mitmenschein ein. Ausser ich muss dafür früh aufstehen 🙂 (Nebst dem eigenen Unwohlsein beelendet mich dann auch der unglückliche Gesichtsausdruck von 99% der Mitreisenden.)

      • Jane Bissig sagt:

        @Sportpapi: Ich schreibe weiter oben, dass man sich (logisch) einsetzen und die Herausforderung annehmen muss, wenn man „Karriere“ machen will. Aber „Karriere“ einfach mal als allgemeines und objektives Ziel vorauszusetzen finde ich meinerseits realitätsfremd. 1. Weil es eben ganz viele Menschen gibt, bei denen dieses mögliche „oben“ nicht sehr weit oben ist und sicher nicht mit Beluga in der Luxuskarrosse endet und 2. weil es schlicht nicht das Ziel ist von allen.
        Aber ja, natürlich hält das Leben auch ohne Oberschicht-Ambitionen einiges an Wettbewerb und Herausforderungen bereit und da hilft rumjammern nicht viel. Zu MdPs Stil: Ein wenig Polemik ab und zu finde ich nicht so schlimm. Und altväterliche Rollenvorstellungen schrecken mich auch nicht zu Tode.

      • Jane Bissig sagt:

        MdP: Ich glaube meine Antwort hängt. Ich verstehe immer noch nicht, was genau Sie meinen mit „die Männer nach oben schiessen lassen“. Ich fragte ja eben, weil ich die (sogar für eine Frau lösbare) Mathematik mache. Meinen Sie einfach die Männer der Oberschicht? (Das mit dem Föhn und so haben Sie übrigens genau getroffen :-))

      • Marcel Du Pont sagt:

        Ja Frau Bissig, mit nach oben schiessen lassen meinte ich den natürlichen Weg, den ein echter Mann nimmt, wenn man ihn lässt. Wie bei einem Helium Ballon. Kinder, nörgelnde Ehefrau etc, sind Dinge, die den Mann runterziehen oder am Boden behalten.

        Die gute Ehefrau weiss, dass sie den Mann am besten unterstützt, indem sie ihn machen lässt. Dann kann er karrieretechnisch hochschiessen, und dafür kann sich die Frau dann auch das zwölfte paar rote Stilettos oder den Doppel D upgrade leisten.

        In jedem Team wird so gearbeitet, dass jeder sein Talent bestmöglichst einsetzen kann. Nun soll das plötzlich etwas skandalöses, oder chauvinistisches sein.

        „Der Esel kann auch schnell laufen, wieso sollte der nur den Karren ziehen und nicht auf die Rennstrecke?“.

  • Hausfrau sagt:

    Wir wurden als Kinder viel uns selbst überlassen. Hätten wir zuviel Unfug angerichtet, hätte auch eine Nachbarin oder ein Passant eingegriffen, da Erziehung nicht nur Privatsache war.
    Und wir mussten halt mitarbeiten. Z. B. im Garten jäten oder das Treppenhaus putzen. Und meine Eltern waren nicht für meine Bespassung zuständig.
    Kinder waren halt da und dabei und waren Teil eines Ganzen. Heute sind die Kinder im Mittelpunkt und die Eltern wollen ihr bestes geben.
    Wie hiess es im den bewegten Jahren nochmals? „Alle wollen immer nur mein bestes. Doch das kriegt ihr nicht!“

    • Peter Freudinger sagt:

      Mir tun deren Kinder leid, denn Eltern, die immer im Mittelpunkt stehen als Kinder wollen dies auch als Erwachsene.

  • Sisifee sagt:

    Ich denke, dass auch vergangene Frauengenerationen nicht vor Erschöpfung gefeit waren, vielleicht einfach aus anderen Gründen. Und ich sehe es auch bei Frauen, die nicht arbeiten.
    Ebenso wie Eltergespräche, Wäsche, Deadlines im Büro gehört das „Energiemanagement“ im Alltag verankert: Wie geht’s mir heute. Wo brauche ich Pausen, wo gibt’s einen Programmpunkt zu viel, wie schaffe ich es, zu genug Schlaf zu kommen. Man darf sich auch mal aufs Sofa schmeissen und nach dem Zvieri mit den Kindern einen Film schauen – auch wenn das von den pädagogischen Grundprinzipien abweicht.
    Das wichtigste ist, bei sich selbst anzufangen. Diesen Job nimmt einem niemand ab.

  • Ka sagt:

    Wir haben diese strenge Zeit ( 3 Kleinkinder, Job jeweils 80 und 60%) als Team gemeistert. Vor allem aber haben wir unsere Ansprüche an uns selbst runtergeschraubt. Kein perfekter Haushalt, keine tausend Events, keine immerzu glückliche herausgeputzte Kinder. Unkomplizierte Lösungen, Freunde, Ferien und viel Humor helfen manche dicht gepackten Tage zu überstehen. Dass die Kinderbetreuung während unsere Arbeitszeit eine ruhige, klare Konstanze war hat auch viel geholfen. Wir waren und sind immernoch eine chaotische glückliche Familie.

  • Leo Schmidli sagt:

    „Denn meist ist es nach wie vor die Frau, die sich in den Dienst des Haushalts, der Kinder und der Familie stellt. Geht sie einer Arbeit nach, kommt diese Aufgabe noch dazu. Sie hat sich ein wachsendes Pensum an Aufgaben und Ansprüchen eingehandelt, die – wenn der Familienalltag schön flutscht und niemand krank ist – gerade so machbar sind. Ist das nicht der Fall, ist die Hölle los – und Mami hat es mal wieder zu richten.“
    Etwas gar einseitig. Woraus schliessen Sie, dass immer die Frau den Haushalt erledigen muss?

    • lenalina sagt:

      Es steht hier nicht, dass es so sein MUSS, sondern dass es meist so sei. Was ich aus meiner Erfahrung nur bestätigen kann. Hat viele Gründe.. Hauptgrund meiner Meinung nach: kommt das Baby, kommen unzählige neue Haushalts- /Familienaufgaben dazu. Da Mutter Mutterschaftsurlaub hat, übernimmt diese die Frau, und an ihr bleiben die dann auch kleben wenn die Frau wieder arbeiten geht. Mann lebt einfach grösstenteils sein altes Leben weiter und „hilft bisschen mit“, auf Zuruf meist;-)

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Aber es ist doch nicht so, dass die Mütter heute so viel mehr arbeiten ausser Haus als früher, trotz dem massiven Ausbau von Betreuungsangeboten. Hingegen haben die Väter nach meinem Wissen ihr Engagement in Haushalt und Kinderbetreuung schon ausgebaut in den letzten Jahrzehnten. Insofern ist doch schlecht zu verstehen, warum die Probleme der Mütter gerade jetzt auftauchen.

    • lenalina sagt:

      @sportpapi. da gebe ich dir absolut recht. warum man heute erschöpfter ist, haben andere schon gut ausgeführt; kind zu sehr im mittelpunkt, von schule wird erwartet dass eltern überall mitmachen, täglich irgendwelche briefe, informationen, anlässe etc., kinder dürfen nicht mehr einfach alleine durchs quartier ziehen. grosseltern nicht in der nähe. perfektionswahn. etc etc

  • Brunhild Steiner sagt:

    Diese Frauen haben alle einen „anstrengenden und stressigen“ Teilzeitjob, den sie aber selbst am Leben erhalten wollen?

    Ich frage mich ein bisschen ob die Betroffenen ohne Kinder nicht einfach andere Faktoren im Spiel hätten, welche das Leben beschweren?

    Ja, das Leben, besonders mit jüngeren Kindern und in Kombination mit ungenügend Schlaf, kann sehr anstrengend sein- und ich bezweifle nicht dass es Konstallationen gibt, welche ein „zurückfahren einiger Faktoren“ nahezu verunmöglicht.
    Aber dieses beinah schon flächendeckende&langfristige Leiden-an-Familie-Lohnarbeit-Partnerschaft-Verwandte-eigene-nicht-mehr-Freizeit find ich bedenklich.
    Auch ich habe es als streng, an die eigenen Grenzen bringend erlebt, aber mit diesem Erleben kann ich mich nicht identifizieren.

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/
      und würde weder uns als Eltern, noch unseren Kindern wünschen, dass dies als üblich gilt.

      • Frau Süss sagt:

        Nun, für die meisten teilzeitarbeitenden Frauen ist es so, dass die eigenliche „mühsame“ Arbeit die Arbeit zuhause und mit den Kindern ist. Die Arbeit, die man machen MUSS, aber nicht unbedingt gerne macht. Ich gebe es offen zu, wie viele meiner Kolleginnen, bin ich im Büro viel glücklicher als zuhause.

    • tina sagt:

      um ehrlich zu sein finde ich es eher seltsam, wenn erwartet wird, dass es nicht streng ist. dass die leute, vorallem als meine kinder noch babies waren, von mir erwarteten, dass ich „inseln“ zu schaffen habe, als ob es nicht ok wäre, wenn es ein paar jahre lang mal um diese kinder geht und die pflichten und gar nicht um mich. ich fühlte mich nicht selten ungenügend und wie ein alien, weil mir diese gesellschaftlich geforderten oasen eher ein zusätzlicher stress waren, weil ich den nicht vorweisen konnte.

  • lara sagt:

    und was schlagen sie vor?
    Gar nicht zu arbeiten wäre für mich eine Einbahnstrasse in die Depression.

    • Adina sagt:

      Lara, das muss nicht sein. Falls genug Geld vorhanden, könnten Sie sich mal einem Hobby widmen neben dem Mutterdasein.
      Ein unnötiger Stress für eine stay-home Mutter kommt von der Gesellschaft die meint eine Mutter soll arbeiten sonst sei sie nichts wert. So was tut weh. Dann heisst das neben den Beleidigungen noch dass diese Mutter das Geld für ihre Ausbildung zurück zahlen soll.
      Und ja, klar ist eine Vollzeitmutter intelektuell total unterfordert. Bore-out könnte schon zur Depression führen, da haben Sie recht, aber, wie gesagt, das müsste nicht sein. Ich meine, auf dem Spielplatz kann man gut Gehirnjogging machen, glauben Sie’s mir (Klotski oder so… 🙂 )

  • Martin Frey sagt:

    Beim Durchlesen kam mir unweigerlich der Gedanke, wie das wohl die Generationen vor uns geschafft hatten. Familien nicht mit 1-2 sondern oft deutlich mehr Kindern, es gab kaum Väter die sich auch nur ansatzweise zuhause beteiligten oder gar kochten wie heute, aber trotzdem wohl kaum mehr vom berühmt-berüchtigten Café Complet abends. Es gab keine Kitas, keine Nanny, kaum Tagesstrukturen, weniger Ferien. Kein Fitness- und kein Nagelstudio, kein Solarium, nichts von alledem was heute unsere Leben ausmacht. Aber trotzdem weniger burnouts als heute, man hört selten solche Klagen wie heute, obwohl diese Mütter oft ebenso schwerer Arbeit nachgingen.
    Was hat sich geändert, die Belastung oder die Belastbarkeit? Das oft selbst aufoktroyierte Rollenbild? Die Erwartungshaltung der Gesellschaft?

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Martin Frey

      vielleicht von allem ein bisschen?
      Generationen vor uns hatten dafür möglicherweise andere Probleme, Lebenserwartung und so, legerer Umgang mit Schlafmitteln (für sich selber) etc.

      Ich bin weder ins Fitness/Nagel/Solarium oder andere Studios; aber ich hab ganz bewusst auf uns als „innerste Zelle“ fokussiert und vieles reduziert, auf Sparflamme gehalten- und bin trotzdem in die Erschöpfung gerutscht-
      vielleicht hätte ich mir, am selben Punkt aber „Generation früher“ einfach mit Tabletten/Alkohol/suboptimalen Erziehungsmethoden drüber „hinweggeholfen“?

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Mar tin Fr ey

      vielleicht von allem ein bisschen?
      Generationen vor uns hatten dafür möglicherweise andere Probleme, Lebenserwartung und so, legerer Umgang mit Schlafmitteln (für sich selber) etc.

      Ich bin weder ins Fitness/Nagel/Solarium oder andere Studios; aber ich hab ganz bewusst auf uns als „innerste Zelle“ fokussiert und vieles reduziert, auf Sparflamme gehalten- und bin trotzdem in die Erschöpfung gerutscht-
      vielleicht hätte ich mir, am selben Punkt aber „Generation früher“ einfach mit Tabletten/Alkohol/suboptimalen Erziehungsmethoden drüber „hinweggeholfen“?

    • Muttis Liebling sagt:

      Überforderung ist eine Relation zwischen dem Überforderten und seiner Umgebung, zwischen Gestresstem und Stressor. Der Schwerpunkt liegt heute ganz sicher bei einem unbewusst gepflegten Gruppenklima beeindruckend niedriger Resilienz.

      Der objektive Stress hat wie alles Krankmachende nach dem Ende WK II für alle Beteiligte nur noch abgenommen, die Resilienz allerdings noch sehr viel stärker.

      • Carolina sagt:

        ML: Wenn Sie Texte aus den 1910/20er Jahren in De gelesen haben, wissen Sie, dass damals beklagt wurde, die junge Generation sei nur noch auf Spass, Parties aus und es herrsche allgemeine Verluderung der Sitten, sie sei schwächlich und nicht zu gebrauchen. Tatsache ist aber, dass diese Generation in einem, dann ziemlich bald im nächsten Weltkrieg verheizt wurde, dass unsägliches Leid von den Resilienz-Anmahnern über den Kontinent gebracht wurde und auch diese verweichlichte Generation tat, was sie tun mussten, um zu überleben bzw das Leid zu ertragen.
        Eines der Kennzeichen von Resilienz ist, dass man sie nicht im voraus bestimmen kann.

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: Eine Frage zu den Burnouts. Nach meinem Wissen trifft das ja häufiger die Chefsekretärin als den Chef (Geschlecht kann auch getauscht werden), weil die Belastung beim einen selbstbestimmt, beim anderen fremdbestimmt ist – Gestaltungsfreiheit etc.
        Ist es diesbezüglich nicht problematisch, wenn Mütter in meinen Augen zunehmen erklären, dass ihr Stress, ihr Leben quasi fremdbestimmt ist, und sie nicht in der Lage seien, eine Veränderung vorzunehmen?
        „Die Gesellschaft ist schuld“ – zu was führt das?

      • Carolina sagt:

        Ich kann Deinem Wissen nicht folgen – Burnout hat vor allem etwas mit Ansprüchen an sich selber zu tun, mit Perfektionismus. Oft sind es die Menschen mit der striktesten Arbeitsauffassung, mit den höchsten Erwartungen an sich selber, mit den höchsten moralischen Prinzipien, die betroffen sind, denn sie müssen zwangsläufig irgendwann an eine Grenze kommen. Es gibt Burnouts bei Schülern, bei Postangestellten, bei der Migros-Verkäuferin, relativ oft bei Lehrern (meines Wissens nach), bei Managern und bei Hausfrauen, es gibt sie überall. Hinter dem (doch etwas sehr beliebigem) Ausdruck verbergen sich mittlerweile eine ganze Reihe von seelischen Befindlichkeiten, Leid und Unglück, die meistens mit physischen Problemen einhergehen.

      • Carolina sagt:

        SP: Habe Dir geantwortet, es hängt mal wieder.
        Aber ich verstehe Deine letzte Frage nicht – ich habe das nicht behauptet.

      • Sportpapi sagt:

        Die Frage war, ob dieses Gefühl der Fremdbestimmtheit Auslöser von Burnout ist. Und ob es entsprechend nicht noch wichtiger wäre darauf hinzuweisen, dass man selber seine Geschicke in die Hand nehmen muss.

      • Carolina sagt:

        Bitte schau Dir meinen Post von 10:52 an!

    • tina sagt:

      hihi bis heute war mir nicht bekannt, dass fitness- und nagelstudio und solarium mein leben ausmacht.
      hörte man selten klagen?
      die generation vor uns: in meinem umfeld damals (züri agglo) waren 99% der mütter vollzeithausfrauen, die väter sorgenlos vollzeitbeschäftigt. aber ja, damals gab es noch kein solarium im dorf ;-). meine schulkolleginnnen von damals sind wohl eher 95% erwerbstätig. habe nicht zu allen so nah kontakt dass ich wüsste mit welchem pensum, aber die frauen heute um mich arbeiten alle mindestens 70%

      • Sportpapi sagt:

        In meinem Umfeld (Züri Agglo, Blocksiedlung) haben alle mir bekannten Mütter von Freunden mehr oder weniger intensiv ausser Haus gearbeitet. Meistens nicht freiwillig, sondern weil das Geld knapp war.
        In meinem Umfeld heute sind die meisten Frauen nach wie vor teilzeit angestellt. Aber keine zu 70 Prozent…

      • tina sagt:

        interessant, sportpapi. lass mich raten: ich bin in einem dorf aufgewachsen, das nur ein paar wenige blocksiedlungen hatte aber viele einfamilienhäuser. und heute wohne ich in einer gegend mit sozusagen null einfamilienhäusern. ich vermute bei dir ist es umgekehrt, richtig?

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Ich wohne immer noch im gleichen Dorf. Aber einem anderen Quartier. Da wo ich aufgewachsen bin wohnen heute fast keine Schweizer mehr.

      • Jürg. sagt:

        es arbeiten weniger Frauen Vollzeit als früher

      • tina sagt:

        jürg: „früher“? den 8stundenarbeitstag gibt es seit wann genau schon wieder? ich seit 3 generationen, oder nicht?

      • tina sagt:

        sportpapi: also lag ich insofern richtig, dass du in den blocksiedlungen der nicht so wohlhabenden bevölkerung aufgewachsen bist, und nun in die wohlhabendere gegend gewechselt hast?

    • tina sagt:

      und die generation vor unseren eltern? meine eine grossmutter flüchtete als kind und als erwachsene mit 4 kindern. allerdings hatte sie ganz andere sorgen als ich.
      ich finde diesen nagelstudioeinwurf unmöglich. was ist heute, weltfremdheitsgedenktag oder was?

    • Sven Kramer sagt:

      Hallo Hr. Frey, hier alleinerziehender Vater m. zwei Primarschülern ohne finanzielle Unterstützung, berufstätig: Wir waren 7 Kinder!, höre ich von einem Pensionäre. Die Mutter sei immer geduldig & gelassen gewesen, alles kein Problem, was wir heute für ein Theater machen würden. Genau! Ich weiss nicht, wie es früher war, aber die Umstände waren sicher anders. Kräfteraubende Koordination, nie in Ruhe sein, immer das Nächste und überall gute Leistung bringen. Schule: Brachte Kind zu meiner Zeit 2x pro Jahr das Zeugnis heim, kommen heute wöchentlich Anweisungen zum Gegenzeichnen, grosses Engagement. Job brutal, kein Pardon. Kein Gemeinschaftssinn mehr. Kinder können auch nicht mehr alleine über die Felder ziehen heute, weniger Freiräume für Kinder. Unvergleichbar mit ‚früher‘.

      • Lichtblau sagt:

        Sven Kramer: Genau so ist es. Auch wenn sich die Gründe nicht genau festmachen lassen – der Stress gegenüber zu „früher“ hat klar zugenommen. Damals 2x jährlich Zeugnis, heute ständige Interaktion mit der Schule. Auch bei meinem relativ wenig problematischen Kind erschauerte ich jeweils, wenn ich bei der Arbeit E-Mails des Lehrers erhielt. Da stand nur selten Positives drin.

    • maia sagt:

      @Martin Frey: Lesen Sie einmal das Buch „Hört ihr die Kinder weinen“ !

    • Martin Frey sagt:

      Vielleicht von allem ein bisschen trifft es wohl am besten, Fr. Steiner. Unbestritten dürfte für mich sein, dass Mütter heutzutage sowohl im historischen wie auch internationalen Vergleich in der besten aller Welten leben. Die Möglichkeiten zur freien Gestaltung, Selbstverwirklichung und Entlastung sind immens. Was die individuelle Situation aber nicht zwingend einfacher macht. Zeit für Kinder hätten die Mütter mehr, und die Kinderbetreuung ist heute ebenso zweifellos eine andere als früher. Aber ob das reicht als Erklärung?
      ML hat den Aspekt der Resilienz auf seine unnachahmliche Art auf den Punkt gebracht 😉 der im Text völlig ausgeblendet wird. In meinem Umfeld haben unsere Mütter nämlich alle auch gearbeitet, gewirtschaftet, mehrere Kinder grossgezogen, und faktisch nie geklagt.

      • tina sagt:

        „Vielleicht von allem ein bisschen trifft es wohl am besten, Fr. Steiner. “
        sie trifft am besten was du denkst. aber was du denkst, hat mit meiner welt offensichtlich nichts zutun. denn wie erwähnt: ähm nagelstudio??? solarium??? hallo??? das ist bodenlos frech und anmassend.
        mütter leben in der besten aller welten??? und die väter und kinderlosen etwa nicht?
        zeit für kinder hätten die mütter mehr??? als??? als meine mutter jedenfalls nicht.

      • tina sagt:

        jemand der so von seinem rosa wölkchen runter palavert sollte das auch im rosawölkchenblog tun, bitte

    • Cybot sagt:

      Wie es frühere Generationen geschafft haben? Ganz einfach: Sie waren nicht allein. Früher waren Familien geografisch viel näher zusammen als heute, die Grosseltern vielleicht sogar im gleichen Haus, ein Dutzend Verwandte im gleichen Dorf, wo ohnehin jeder jeden kannte, da konnte immer irgendwer aushelfen. Heute wollen oder müssen die meisten alles alleine schaffen, kennen kaum ihre Nachbarn und die Eltern wohnen in einer anderen Stadt.

      • Habig Regula sagt:

        @Cybot: Das stimmt, nur brachte das wieder eigene Zwänge und gegenseitige Kontrolle und Einmischung von anderen mit sich, die heute wohl die wenigsten wünschen würden. zB. eine ältere Verwandte meines Mannes erzählt, dass sie jahrelang schwere Magenprobleme hatte, weil ihre Schwiegermutter im gleichen Haus wohnte und ihr zwar viel half mit den Kindern und dem Haushalt, aber halt auch alles viel besser wusste und sich überall einmischte.

    • Sportpapi sagt:

      Ich gehe davon aus, dass man früher schlicht tiefere Ansprüche hatte. Was Betreuung anbelangt, aber auch Haushalt.
      Die Frage ist nur, ob das schlechter herausgekommen ist.

      • Martin Frey sagt:

        „Ich gehe davon aus, dass man früher schlicht tiefere Ansprüche hatte. Was Betreuung anbelangt, aber auch Haushalt.“
        Nicht mal da bin ich überzeugt davon, SP. Zumindest bei den Leuten die ich kenne, war das nicht der Fall.

      • Carolina sagt:

        Ich glaube auch, dass das mit den tieferen Ansprüchen eine Rolle spielte – Kinder waren einfach Kinder, man hatte sie, Punkt. Sie hatten genauso zu funktionieren wie die Erwachsenen, keine Sentimentalitäten. Allerdings sprach man früher auch nicht unbedingt über seine Befindlichkeiten, galt dann auch schnell als schwächlich bzw alltagsuntauglich.
        Natürlich schwingt heute das Pendel vielleicht auch zu weit in die andere Richtung, was eine riesige Betreuungsindustrie füttert, aber das ist mir doch immer noch lieber als die allgemeine Lieblosigkeit, die doch damals zu herrschen schien.

      • Martin Frey sagt:

        @Carolina: Was früher sicher anders war: Kinder waren keine Lebensprojekte, keine Lebensinhalte, die vor früh auf rundumgefördert und betütelt wurden. Sie waren einfach da, wie Sie sagen.
        Aber ob mit dem einen oder dem anderen mehr oder weniger Lieblosigkeit verbunden ist, sei mal dahingestellt. Ich wäre da vorsichtig.

      • Carolina sagt:

        Vielleicht habe ich das falsche Wort gebraucht: was ich meine ist, dass das früher wohl eher geläufige Mitlaufenlassen von Kindern oft genug auch ein gewisses Desinteresse der Eltern für ihre emotionalen Bedürfnisse bedeutete, dass auch einfach keine Zeit bzw kein Bewusstsein dafür da war. Auch Kinder können heute Hilfe holen und finden ein offenes Ohr, wenn sie leiden; wir hören viel mehr hin, schämen uns auch nicht mehr, über unsere seelische Verfassung zu sprechen. Das alles birgt jeweils natürlich auch die Gefahr, in die Falle von Betüdelung etc zu fallen. Aber auch hier findet zur Zeit wohl eine Anpassung statt, man darf wieder laut sagen, dass das Helikopter-Elterntum ein Seich ist und das dürfte ein Zeichen dafür sein, dass die ganz irren Ausschläge langsam revidiert werden.

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