Weshalb täuschen Frauen den Orgasmus vor?

Viele Frauen schauspielern: Nur gerade 14 Prozent der Frauen erleben bei sexuellem Kontakt einen Höhepunkt. Bild: Raisa Durandi

Viele Frauen schauspielern: Nur gerade 14 Prozent der Frauen erleben bei sexuellem Kontakt einen Höhepunkt. Bild: Raisa Durandi

Weshalb täuschen Frauen einen Orgasmus vor, und wie häufig ist das?

Trotz intensiver medialer Sexualaufklärung ist der weibliche Orgasmus nach wie vor von Mythen umrankt. Die Vorstellungen heutiger Pärchen dessen, wie sich Sex abspielen sollte und was zur sexuellen Erfüllung gehört, sind relativ rigide und fantasielos: ein wenig Vorspiel, gefolgt vom Sexualakt und dem Grande Finale des Orgasmus bei Frau und Mann.

Leider hält sich in der Männerwelt die illusorische Vorstellung nach wie vor hartnäckig, dass der Sex nur dann befriedigend ist, wenn die Frau einen Orgasmus erlebt und so als Beweis seiner Qualität als exzellenter Liebhaber dient. Solche Klischees führen zu grossem Druck auf beiden Seiten. Deshalb fühlen sich viele Frauen, die selten oder nie einen Orgasmus erleben, sexuell minderwertig.

Frauen greifen in die Trickkiste

Die Realität ist jedoch eine andere: Es gelingt lediglich rund 14 Prozent der Frauen, bei sexuellen Begegnungen auch einen Orgasmus zu erleben. Und fast ein Drittel der Frauen erlebt nur jedes vierte Mal einen Orgasmus. Um dem Klischee jedoch gerecht zu werden und dem Leistungsdruck auszuweichen, greift etwa die Hälfte der Frauen schon mal in die Trickkiste und täuscht einen Orgasmus vor. Das geschieht vorwiegend während des vaginalen Geschlechtsverkehrs, nicht beim Oralsex – und dies meist mit dem festen Partner und weniger während One-Night-Stands oder kurzen Affären. «Das Selbstbewusstsein des Partners stärken und ihn nicht als Versager dastehen lassen» ist einer der genannten Gründe hierfür.

Doch auch aus anderen Gründen täuschen Frauen einen Orgasmus vor: Sie fürchten, von dem allenfalls enttäuschten Partner verlassen zu werden, meiden eine Auseinandersetzung mit sich selbst oder helfen dem Partner, schneller zum Höhepunkt zu kommen, «damit das Kunststück schneller vorbei ist».

Viele Frauen berichten mir zudem in meiner Sprechstunde, dass sie das sexuelle Szenario oft bereits im Kopf zusammenstellen und den vorgetäuschten Orgasmus planen, bevor es überhaupt zum Sex gekommen ist. Der Fokus liegt also auf allem anderen als beim Sex, und so ist es nicht verwunderlich, dass dem Sex dadurch die Spontaneität genommen wird und dies dem Genuss nicht gerade förderlich ist.

Auch Männer täuschen Orgasmen vor

Viele Probleme können gelöst werden, indem man solche Klischees und Stereotypen korrigiert. Jede zweite Frau gibt nämlich an, sexuell zufrieden zu sein, auch wenn sie nicht immer einen Orgasmus erlebt. Mit sich selbst experimentieren und herausfinden, welche Formen von Stimulation erregend sind und unter welchen Bedingungen die Frau am besten zum Orgasmus gelangen kann, ist ebenfalls essenziell.

Übrigens gelten in der allgemeinen Wahrnehmung hauptsächlich wir Frauen als Oscar-trächtige Akteure, die den Höhepunkt der Lust gern mal vorspielen. Tatsächlich aber stehen uns die Männer in nichts nach: Laut einer US-Studie tut es uns jeder vierte Mann gleich und fingiert auch gern mal einen Orgasmus – und zwar mit der ehrbaren Absicht, die Partnerin nicht verletzen zu wollen und ihr so eine peinliche Situation zu ersparen, wenn er während des Sex die Lust verliert oder es ihm zu lange dauert.

Sexualwissenschaftlerin Andrea Burri beantwortet einmal wöchentlich eine Leserfrage zum Thema Sexualität und Liebe. Diese wird vertraulich behandelt und ohne Namensnennung publiziert. Schreiben Sie uns auf sexologisch@tages-anzeiger.ch.

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67 Kommentare zu «Weshalb täuschen Frauen den Orgasmus vor?»

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Schön blöd, wenn eine Frau den Orgasmus vortäuscht. Wie soll denn der Mann wissen, was er anderst machen könnte, dass es klappt? Wäre ich ein Mann, käme ich mir betrogen vor und würde das als Grund sehen, eine Beziehung zu beenden. Dass sind dann jene Frauen, die nach jahrelangem Vortäuschen rumproleten, was für eine Lusche der Mann ist.

    • Frank sagt:

      Dem Mann kann das doch egal sein, ist Fraus Sache. Wenn sie lieber vorspielt als einen echten Orgasmus hat, ist sie selbst schuld. Der Mann ist nicht verantwortlich für Fraus Orgasmus. Sie kann ja einen Aufschrei starten, dass die Evolution ihr keine Orgasmusgarantie mitgegeben hat.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nun,wenn es Männern wie Ihnen egal ist, dann verzichten richtige Frauen sicher gerne auf Männer wie Sie.

      • Frank sagt:

        Tamar, haha, Ihre Reaktion ist ja eh immer sich als zu gut für eine Beziehung zu finden. Ich zitiere von oben: „Wäre ich ein Mann, käme ich mir betrogen vor und würde das als Grund sehen, eine Beziehung zu beenden.“
        Ausser Androhungen (von Trennung) kennt eine Frau wie Sie keine Kommunikation, gell?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ach Frankilein, im Gegensatz zu Ihnen bin ich unter der Haube, aber Sie haben Recht: bisher war immer ich diejenige, die gegangen ist, bzw den Anderen zum Teufel schickte.

  • Martin sagt:

    Frauen täuschen den Orgasmus vor, weil sie im Kopf wo ganz anders sind bzw. den Kopf voller Gedanken haben und sich so nicht entspannen können. Oder weil wenn die Stimulation für den Mann stimmt, es für die Frau nicht stimmt. Dann gibt es noch die, die eigentlich lesbisch sind und nur mit Männern rummachen, weil es die Gesellschaft so will.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Naja, sehe denn Zusammenhang nicht, was Lesben angeht. Was kann mir eine Frau geben, dass ein Mann nicht kann? Dann eher umgekehrt. Da sind mir Schwule logischer.

  • Hannes Müller sagt:

    Vorgetäuschter Orgasmus braucht mehr Kalorien. Wenns keinen echten gibt, macht Frau halt etwas fürs Idealgewicht.

  • Josephine sagt:

    Warum vortäuschen? Ich würde mir keine grossen Sorgen um den Orgasmus machen. Klappt es heute nicht – geht es vielleicht morgen. Come on Girls, entspannt und locker – dran bleiben. Ich bin auch nicht jeden Tag gleich gut drauf.

  • Peter Meier sagt:

    Hmm… wie täuscht mann denn einen Organsmus vor? Fischkleister? Naturejoghurt?

    • Robert sagt:

      DAS würd ich auch gern wissen!!

      Täuscht der wahre Künstler auch die Erektion vor? Eigentlich müsste es ja eher ein Grenzfall sein, wenn die zwar stattfindet aber der Orgsamus nicht…

      Immerhin sind es nicht immer die Frauen, die Rätsel aufgeben.

    • fabian sagt:

      Wo ist das Problem. Du bist in ihr drin und tust so als würdest du kommen.

      • Annalena sagt:

        Und frau merkt nicht, dass da nichts aus ihr herausläuft? Oder das Kondom so leer vor sich hin gähnt? Da haben es die Frauen leichter….

      • fabian sagt:

        Annalena, ihr Frauen kennt den männlichen Körper in der Regel recht schlecht. Zeitungen (siehe auch der Beitrag hier) reden immer nur von den Bedürfnissen der Frau, ihrem Orgasmus etc. Den Mann kennt ihr Frauen meist gar nicht. Wie wollt ihr wissen, wieviel der Mann ejakuliert? Welche Frau schaut aufs Kondom, wenn der Mann es raus- und abnimmt? Das ist nun ein Kinderspiel, da was vorzuspielen.

  • Jean-Jacques sagt:

    Weshalb täuschen Frauen den Orgasmus vor? Warum soll ich das wissen? Ich dachte bisher immer, diese Orgasmen seien alle echt gewesen. Oder immerhin so gut gespielt – wie im angesprochenen Film (mit Symbolbild). Bitte dann noch – um das gleiche Dessert – wie die Dame am Nebentisch. Nützt es auch nichts – kann es auch nicht schaden. Das ist so, wie bei der Homöopathie. Und bitte ergänzt mit einem alten irischen Whiskey. Irische Fruen sollen richtige Orgasmen haben. Gemäss James Joyce – immerhin.

    • Adina sagt:

      Da Sie von irischen Frauen reden, und weil es doch so gut zur Rubrik „Sex und Liebe“ passt:
      Das Buch „Warum wir die Frauen lieben“ von Mircea Cartarescu ist eine sehr schöne, unverschämte und eigentlich auch politisch unkorrekte Liebeserklärung an der Frau, die ich damals köstlich fand (hab sie allerdings in der Originalsprache gelesen, was natürlich sehr von Vorteil ist). In dem Buch kommen eben auch ein paar irische Frauen vor…

  • Elodie sagt:

    Ich bin 41. Mit 33ig hatte ich den ersten Orgasmus trotz vielen sexuellen Erfahrungen, dann jahrelang nicht mehr. Mittlerweile erreiche ich den Orgasmus ziemlich gut, braucht aber wirklich das richtige Gegenüber, der weiss, was zu machen ist. Es gibt tatsächlich Männer, die keine Ahnung haben, was Sex ist, auch Frauen natürlich. Offenheit ist sicher ein wichtiger Faktor, auch die Chemie zwischen zwei Menschen darf absolut nicht ausgeschlossen werden. Aber ich denke der Hauptpunkt ist, dass man sich selber liebt.

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Wenn man sich selber liebt, ist es natürlich am einfachsten… 🙂
      Aber warum ist das Gegenüber so entscheidend? Bzw.: Zeigen Sie es ihm denn auch, oder muss er einfach mal raten, was Ihnen wohl gefällt?

      • Annalena sagt:

        Das Gegenüber ist so wichtig, weil frau Vertrauen haben muss, sonst kann sie sich nicht hingeben. Und Hingabe ist die Voraussetzung für einen Orgasmus. Sie muss sicher sein, nichts falsch zu machen, sich geben zu dürfen, wie sie ist. Wenn sie nur denkt, ob „es“ ihm wohl gefalle, ob sie es wohl richtig mache und ja nicht peinlich auffalle, ist es Essig mit dem Genuss. Dann kommt der unsägliche Spruch, dass es auch ohne Orgasmus schön sei, so die Nähe und sonstiges Gewäsch. Mit dem 2. Kind wird das Sexleben dann abgeschrieben und frau wendet sich anderen netten Freizeitvergnügen zu. Und man(n) weiss nicht, wie ihm geschieht.

      • Sportpapi sagt:

        „Dann kommt der unsägliche Spruch, dass es auch ohne Orgasmus schön sei, so die Nähe und sonstiges Gewäsch.“
        Hm. Und dabei habe ich doch gerade gelernt, dass es nur falsche Vorstellungen von Männern sei, dass ein Orgasmus für Frauen entscheidend ist…

    • Robert sagt:

      Danke für die Offenheit. Ich glaube, Männern fällt es enorm schwer, sich vorzustellen, dass eine Frau tatsächlich bis 33 – oder meinetwegen jahrelang – keinen Orgasmus hat. Auch nicht „mit sich selbst“ (was Sie zwar nicht gemeint haben, aber wohl tatsächlich die „leichteste Variante“ ist). Ich frag mich dann immer, ob nicht überhaupt das Empfinden von Lust bei Frauen sehr unterschiedlich sein muss von dem des Mannes?

    • Lupo sagt:

      Rate mal mit Rosental. Die Chemie muss sicher stimmen denke ich aber meine Erfahrung zeig mir das dass gegenüber weit weg ist von dem was es eigentlich möchte, weil es meistens so ist das Frau sich nicht traut anzusprechen was gefällt. Nicht allgemein versteht sich. Meine Erfahrung liegt jedoch dort. Gerne würde ich es lieber so machen wie es auch gefällt.

  • Thys Flueler sagt:

    Der Orgasmus des Mannes, der mit der Ejakulation verbunden ist, unterscheidet sich fundamental vom Orgasmus der Frau. Das ist etwas, was die wenigsten Frauen und Männer verstehen, weil die Frau nie wie ein Mann empfinden kann und der Mann nie wie die Frau. Aus diesem Missverständnis heraus versuchen Mann und Frau häufig das zu simulieren, was sie für den Ausdruck des Empfindens des Partners halten um ihn so glücklich zu machen.

  • Leon sagt:

    Jeder ist für seine Orgasmen selber verantwortlich. Diese Aussage gilt natürlich, für „normalen Sex“ (wenn es so etwas gibt), bei dem beide Partner feinfühlig und aufmerksam aufeinander eingehen.
    Wenn ein Mann impotent ist, macht man seiner Frau schliesslich auch keine Vorwürfe, sie wäre im Bett nicht gut genug. Im Gegenzug, wenn eine Frau nicht orgasmusfähig oder gar frigide ist, sollte man die Schuld nicht bei ihrem Mann suchen.

    • Annalena sagt:

      Jede Frau ist orgasmusfähig. Vorausgesetzt, beide gehen feinfühlig und aufmerksam miteinander um, wie Sie so treffend beschreiben. Männliche Impotenz ist nicht selten mit einer physischen Störung verbunden, sei das hormoneller oder gefässspezifischer Art. Als Ursache des Libidoverlusts bei der Frau findet man oft die hormonelle Verhütung. Da muss man halt individuelle Lösungsansätze suchen. Aber generell braucht es weder einen erigierten Penis noch einen Vibrator, um einer Frau einen Orgasmus zu bescheren, dazu braucht es nur Fantasie und Einfühlsamkeit, was Sie so auch richtig erwähnen. Falls beim Mann das Interesse da ist (siehe Theo).

  • Sorina sagt:

    Wieso ist dieses Thema denn wieder so gender-tituliert?

    Ich kenne einen Mann der ganz bewusst und gewollt keinen Orgasmus bekommt, oder bzw. dies sehr gekonnt steuert. Nur wenn er es wollte ist er gekommen – das ist ebenso keine Freude für die Frau………

    • fabian sagt:

      @sorina, weshalb ist das keine freude für sie (oder gar für alle frauen?), wenn der mann den moment seines orgasmus steuert?

    • Elodie sagt:

      @Sorina: Das finde ich persönlich sehr reizend und es macht mir Freude, wenn das Gegenüber den Orgasmus steuern kann. Dann beginnt nämlich ein spannendes Spiel zwischen den Beiden, dass sehr prickelnd werden kann ;-). Lieber ein Mann der den Orgasmus steuern kann, als einer, der nach kurzer Zeit schon …

    • Urs M. sagt:

      Sorina, wo ist das Problem?
      Der emanzipierte Mann weiss eben mit seinen körperlichen Bedürfnissen umzugehen. Er fällt nicht geifernd über eine leicht bekleidete Frau im Schwimmbad her. Sobald der Mann nicht mehr der triebgesteuerte Idiot ist, der unkontrolliert in der Weltgeschichte herumejakuIiert, haben die Feministinnen ein Problem damit?

      • Annalena sagt:

        Na Gott sei Dank gibt es emanzipierte Männer Herr M. Als emanzipierte Frau habe ich nicht das geringste Problem mit ihnen. Im Gegenteil, ich liebe sie.

    • Zufferey Marcel sagt:

      Das tut mir aber ausgesprochen leid für Sie, Sorina. Ein Mann, der seinen Orgasmus ganz gezielt hinaus zögern und kontrollieren kann, hat nämlich erheblich mehr Spielraum- in jeder Beziehung, sowohl zeitlich betrachtet, als auch aus Perspektive der Phantasie…

      „Baby you’re a firework
      Come on let your colors burst
      Make ‚em go „oh, oh, oh!“
      You’re gonna leave ‚em falling down down down…“

      Katie Perry – Firework

      • Sorina sagt:

        Es ist damit nicht ein hinauszögern gemeint. Er meint gar nicht kommen zu müssen. Gehen sie mal damit um nach dem x-ten mal. Man fühlt sich dann als Frau nicht sehr toll, man bekommt das Gefühl es liege an einem selbst. Das war damit gemeint.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Hm, Sorina, das ist natürlich etwas ganz anderes. Haben Sie ihn denn schon jemals mit eigenen Augen kommen sehen- ich meine, mit samt Ejakulat? Vielleicht spielt er Ihnen ja gar nicht vor, sondern kann gar nicht kommen, weil er sich zu sehr unter Druck gesetzt fühlt. Von sich selber. Oder von Ihnen. Das gibt’s nämlich auch! Nur so als Idee.

      • Adina sagt:

        @ Sorina, mathematisch korrekt heisst das „zum n-ten mal“, nicht zum „x-ten mal“. Aber für Nichtmathematiker halb so schlimm 🙂

      • fabian sagt:

        Sorina „Man fühlt sich dann als Frau nicht sehr toll, man bekommt das Gefühl es liege an einem selbst.“
        Also das Gefühl, das im Beitrag angesprochen wird, das der Mann haben könnte, wenn die Frau nicht kommt? Lesen Sie nochmal den Beitrag, wie heissts da:
        „Um dem Klischee jedoch gerecht zu werden und dem Leistungsdruck auszuweichen, greift etwa die Hälfte der Frauen (Männer) schon mal in die Trickkiste und täuscht einen Orgasmus vor.“

  • Theo sagt:

    Wie kann ein Mann einer Frau zehn unglaublich intensive Orgasmen in Folge bescheren?
    Wen interessierts? 🙂

  • tommaso sagt:

    Politblog: Die anständigen Männer sollen gefälligst aufjaulen, wenn ein anderer Mann sich machohaft verhält (auch wenn ihm dies, wie ich selber in meinem halben Jahrhundert vielfach erlebt habe, durchaus zu Erfolg bei den Frauen verhilft)…
    Mamablog: Weil die Männer glauben, die Frauen müssten einen Orgasmus haben, fühlen diese sich sexuell minderwertig (obwohl ich es einfach schön finde, wenn ich spüre, dass meine Partnerin es auch schön findet)…
    Wofür muss ich mich als Mann eigentlich noch schlecht fühlen…?

    • Frank sagt:

      In letzter Zeit kommt von den linken Frauen nur noch Männerhass in den Medien. Das mag in den Medien funktionieren, aber im Alltag kaum. Da wählen Männer lieber Frauen, die ihnen eine gewisse Wertschätzung entgegenbringen. Und auch 95% der normalen Frauen wollen keine weichgespülte Memmen. Also easy.

      • tststs sagt:

        Ehrlich, welche Brille tragen Sie denn, um selbst in diesem Artikel noch Männerhass zu finden?!?

      • Frank sagt:

        @tsts, ich habe eben noch parallel den Politblog gelesen, der stösst ins gleiche Horn wie vorgestern oder so der Männer-ArtikeI von Frau Binzwanger. Etwas zu viel feministischer pauschaler Männerhass aufs Mal.

      • Frank sagt:

        ps. um Männerbashing gehts doch generell in diesem BIog. Ich reagiere also bloss darauf.

      • tststs sagt:

        Ach, Frank, solche Artikel bedingen beim Leser halt ein gewisses Abstraktionsvermögen…
        Oder muss ich aus Ihrem negativen Gebrauch des Wortes „feministisch“ schliessen, dass Sie ein genereller Frauenhasser sind?

        PS: In welchem Satz dieses Blogbeitrages, sehen Sie Männer gebasht?

      • Reincarnation of XY sagt:

        Diagnose: Hysterie

        Ich wüsste nicht, was hier Männerhass sein soll.
        Ende des 19. Jhd. wurde Frauen Hysterie diagnostiziert. In England wurde dann ein Heilmittel gegen diese Frauenkrankheit „erfunden“, die in die Entwicklung des ersten Vibrators mündete. Erzählt in dem Film „In guten Händen“.

        Haben wir es hier nun mit dem männlichen Gegenstück Anfang des 21. Jhd. zu tun? Hat diese Hysterie evt. die gleichen Ursachen?

        Fragen über Fragen…

  • Hans Meister sagt:

    Warum überhaupt dieses Fixieren auf den Orgasmus? Klar, es ist angenehm, schön, für mich aber genau so wichtig ist das Spüren der Nähe, die Sinne, Geruch, Empfinden und intimes Vertrauen zu der im besten Fall geliebten Person. Falls es zum Höhepunkt kommt, umso besser, aber es soll nicht zwingend das Ziel der erotischen und sinnlichen Zärtlichkeit sein.

    • Annalena sagt:

      Sie wollen doch Erfüllung, Entspannung und Ekstase geniessen, wenn Sie mit einer Frau ins Bett steigen. Warum sollte Ihre Sexpartnerin, im besten Falle Geliebte, mit weniger zufrieden geben? Und sagen Sie jetzt nicht, dass Sie jahrelang nie einen Orgasmus erlebten und sich mit Ihrem Schmus begnügen mussten. Diesen Quatsch reden sich die Frauen seit Generationen selber ein, den will ich mir nicht noch von einem Mann anhören müssen.

  • Urs M. sagt:

    „Leider hält sich in der Männerwelt die illusorische Vorstellung nach wie vor hartnäckig…“
    Erstaunlich, wie man in möchtegern-wissenschaftlichen Artikeln immer wieder solche Mythen findet. Hier im BIog übrigens meistens solche, die Männer geringschätzgen.
    Ich bezweifle obige Aussage, lasse mich aber von entsprechenden Untersuchungen überzeugen. Mässi.

  • Sportpapi sagt:

    Wenn ich das lese – hilft mir das, dem Leistungsdruck auszuweichen, oder gerade nicht? Man täuscht vor, weil man im wahrsten Sinne des Wortes keine Lust mehr hat. Für mich ist unklar, ob die Betroffenen daran wirklich mit vermutlich viel Aufwand etwas ändern wollen, oder ob sie nicht einfach zufrieden sind, wie es ist.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Zufriedenheit ist wohl das falsche Wort.
      Aber da man nicht bereit ist, sich mit seiner (persönlich und als Paar) wahren Sexualität zu konfrontieren, ist es einem lieber Friede, Freude, Eierkuchen vorzuschützen.

  • Milan sagt:

    Glaube nicht an diese Artiekel. Es hängt nicht ab Von beides Frau und Männer. Wenn Mann eine gute Job macht, geniesst Frau einfach nur ohne anstrengen.
    Bei mir hat jede Frau IMMER (!) super Orgasmus gehabt. wirklich, ist nur Technik, jede hat mir geschwärmt und zugegeben, dass ich weisste wie perfekt geht.

  • Tom sagt:

    Für uns hat der Orgasmus auch irgendwie immer dazu gehört. Wir haben nicht vorgetäuscht, dafür wenn es mal schwieriger war mit viel Kopfkino nachgeholfen, was auch nicht gerade hilfreich ist. Uns hat es geholfen mal den Orgasmus bei beiden komplett weg zu lassen für eine Weile. Die Website 21daychallenge.com hat uns dazu inspiriert und es hat sich gelohnt. Der Peak-Orgasmus tritt in den Hintergrund und es entstehen orgasmische Zustände die weit mehr sind als ein kurzer Gipfel mit anschliessender Entspannung. Gerade auch als Mann sehr spannend, wenn sich Orgasmus und Ejakulation plötzlich anfangen zu trennen und orgasmische Wellen möglich werden ohne die müde machende Ejakulation. Zielloser Sex bei dem man ganz im Moment bleibt und einfach geniesst was gerade ist kann sehr befreiend sein.

  • Heinz Bren sagt:

    Eine ehemalige Partnerin von mir hatte mir damals ziemlich deutlich erklärt, dass jeder für seinen Orgasmus selber verantwortlich ist. Ich kann zwar stimulieren aber ich kann nicht kontrollieren oder steuern. Das kann in meinem Fall nur die Frau. Wenn sie sich nicht entspannen kann oder will oder vielleicht gar keine Lust auf einen Orgasmus hat, dann kann ich nur ‚verlieren‘. Aus diesem Grund gehe ich das Thema heute auch deutlich lockerer an. Ich kümmere mich nicht um den Orgasmus, sondern um das Vergnügen.

  • Reincarnation of XY sagt:

    „sind relativ … fantasielos: ein wenig Vorspiel, gefolgt vom Sexualakt und dem Grande Finale des Orgasmus bei Frau und Mann.“
    Was ich letztes mal eben gesagt habe, Tina.
    Kann ich nicht abschliessend wissen im Einzelfall. Aber dass es bei vielen so ist, ist eine Tatsache, die man leicht heraushört, wenn man nur genau zuhört.

    • tina sagt:

      dann lies mal weiter :). das sei nur die vorstellung der päärchen. uswusw. und:
      „Jede zweite Frau gibt nämlich an, sexuell zufrieden zu sein, auch wenn sie nicht immer einen Orgasmus erlebt“

    • tina sagt:

      ausserdem hast du diesen schluss ja in jenem thema gezogen aufgrund der statistischen länge des aktes. respektive als susi erwähnte, von wann bis wann das gemessen wird. allein aus diesen angaben hast du auf fantasielosigkeit geschlossen, und ich wiederum musste zum schluss kommen, dass es dir an fantasie fehlt, wenn du aufgrund dieser eckpunkte zu deinen schlüssen kommst. aber mich wundert nun selber dass ich mich noch daran erinnere

    • tina sagt:

      ich erinnere mich aber dass mir ganz extreme vorwürfe in jenem thema gemacht wurden, aufgrund ebenso weniger fakten, und das tue ich mir bestimmt nicht nochmals an. darum bin ich hier wieder weg

      • Reincarnation of XY sagt:

        „ganz extreme Vorwürfe“?

        Dabei hatte ich ja nur eine Studie kritisiert.
        Wenn man alles persönlich nimmt, was allgemein gesagt wird, ist man nicht mehr objektiv.

        Im zitierten Satz wird dasselbe von Frau B. mit „phantasielos“ tituliert, was ich letzte Woche phantasielos nannte: etwas Vorspiel, dann rein und bis zum „Orgasmus“ – wie immer er auch aussehen mag. Und das mit einer solchen Regelmässigkeit, dass man sogar einen zeitlichen Durchschnitt messen kann.
        Der Mann plagt sich und die Frau tut so als ob, aus „Angst ihn nicht zu verletzen“. Und wenn man das etwas schonungslos hinterfragt, kriegt man gleich Schelte.
        hm….

  • Gundel sagt:

    Ich habe das nie gemacht und werde es nie tun. Wenn es mal nicht klappt, ist das nicht so schlimm, doch grundsätzlich ist Sex ohne Orgasmus nichts für mich. Es gibt einfach Tage, da klappt es nicht. Aber Ehrlichkeit ist für mich eine Grundvoraussetzung im Sexleben. Wenn man da Theater spielt, ist das doch ein Trauerspiel. Etwas Mut zur Konfrontation ist notwendig, um zu einem erfüllten Sexleben zu finden.

    • alice sagt:

      zu viel gerede !es schadet dem Partner und nichts anderes !wenn Sie )Er sagt das Stimmt nicht lügt er!bin 74J. und hatte nur einmal einen Orgasmus aber bei einem Anderen !vor der Heirat!aber man Hackt nicht auf einem Menschen rum den man Liebt!Frau kann sich sehr gut selbst befriedigen !aber FAm. war mir wichtig!

  • Malena sagt:

    Eigentlich ist es ja nett, wenn eine Frau (oder ein Mann) ihrem Partner das Gefühl geben möchte, dass er sie zum Orgasmus bringt, auch wenn dies vielleicht (beim ihr im vaginalen Sex allgemein oder weil sie gerade nicht entspannt genug ist) gar nicht möglich ist. Jedenfalls besser als die Erwartung, dass Partner allein für meinen Orgasmus verantwortlich ist. Als stillschweigende Abmachung zwischen einem Paar kann dies durchaus funktionieren, besonders wenn ein offenes Thematisieren der begrenzten Orgasmusfähigkeit nur Stress und Krise auslösen würde. Viele Partner denk ich würden sich aber ein offenes Ansprechen wünschen, und empfinden vorgetäuschte Lust eher als Ehrlichkeitsdefizit. Wohlwollen und ein aufrichtiges Interesse an den beidseitigen Bedürfnissen ist in beiden Fällen hilfreich.

  • Zufferey Marcel sagt:

    „Trotz intensiver medialer Aufklärung“ ?! Die Aufgabe der Medien ist zu informieren und sich dabei an den Pressekodex zu halten. Meinungen können sich Menschen im 21. Jahrhundert selber bilden, item: Weiten wir das Thema doch etwas aus und gehen ins Extrem: Ich kannte mal eine Frau, die mir an einem Bartresen einmal gegenüber inverholen zugab, noch nie (!) einen Orgasmus zusammen mit einem Mann gehabt zu haben. Sie war ausgesprochen attraktiv, wenn auch auf Puppenhafte Art. Sie tat alles, um attraktiv zu wirken. Ich denke, genau hier liegt das grösste Problem vieler Menschen: Um jeden Preis gefallen zu wollen, auch im Bett.

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