Schwiegermutter inside

(iStock)

«Du sollst keine Witzchen machen»: Schwiegermütter werden gerne als belehrende Hexen dargestellt. (iStock)

Seit zwei Wochen ist Schwiegermutti in unserem Gästezimmer einquartiert. Ich Glückspilz bin ja gleich mit zwei Schwiegermüttern gesegnet. Die andere war Ende Juli schon für eine Woche zu Besuch. Zur mitgebrachten Ausstattung gehört in beiden Fällen auch ein Schwiegervater (jeweils individuell) und ein Schwager (identisch). Das Win-for-life-Los hat jedoch meine Frau gezogen: Ihre Schwiegermutter wohnt im Nachbarhaus, mit freier Sicht in unsere Küche.

Ihh, weg damit!

Jane Fonda und Jennifer Lopez in «Das Schwiegermonster». (Warner Brothers)

Jane Fonda und Jennifer Lopez in «Das Schwiegermonster». (Warner Brothers)

Jetzt könnten Sie uns natürlich bemitleiden. Die Schwiegermutter hat ja landläufig einen schlechten Ruf. Während Schwiegerväter mithelfen, für ihre Enkel Spielplätze zu zimmern, belehren Schwiegermütter die jungen Eltern in Sachen Erziehung. Schwiegermütter – nach einem Bier und in billigen Witzchen oft Schwiegermonster genannt – sehen sich als Hexen dargestellt. Mystisch bedrohliche Fabelwesen, die insbesondere der Schwiegersohn mit allen Mitteln der Trickkunst wieder loszuwerden versucht, wenn sie sich einmal zum Besuche angemeldet haben.

Nicht so Ihr lokaler Papablogger, liebe Leserinnen und Leser. Ich habe der Gästebettwäsche sogar etwas vom guten Bio-Weichspüler zugegeben, damit Schwiegermutti möglichst lange bleibt. Sie ist nicht nur ein geschätztes Mitglied unserer Familie, sondern auch eine treue Leserin dieses Blogs. [Atempause] Ihre Anwesenheit hat nebst dem zwischenmenschlichen Wert ganz handfeste Vorteile für Leute wie mich. Leute, die gleichzeitig ein Kind betreuen und einen Blogbeitrag schreiben sollten. Eines davon kann nämlich Schwiegermutti übernehmen. (Denken Sie jetzt nicht zu lange über den letzten Satz nach.)

Auch meine Frau ist froh über die Vorteile der Schwiegermutter nebenan. Dazu gehört neben der flexiblen Kindsbetreuung auch das seit Generationen überlieferte Wissen in Sachen Gartenpflege sowie Schwiegermutterns reiches Arsenal an Giesskannen.

An dieser Stelle sollen auch unsere grossartigen Schwiegerväter Erwähnung finden. Sie könnten und würden tatsächlich jederzeit einen Spielplatz zusammenschrauben. Zumindest zwei von ihnen. Der dritte würde derweil für lockere Unterhaltung sorgen – zur Not mit Schwiegermutterwitzen. Und den besten Schwager der Welt habe ich übrigens auch noch. Zumindest solange seine Selfies auf Instagram nicht mehr Likes kriegen als meine. Sobald das kippt, wird er enterbt.

Böse Schwiegermutti, liebes Grosi

Aber woher kommt der schlechte Ruf der Schwiegermutter? Immerhin hat die Grossmutter gemeinhin einen guten Ruf, und nicht selten ergibt es sich, dass beide Rollen von derselben Person ausgefüllt werden. Ist die Schwiegermutter so schlimm, weil man sie sich im Gegensatz zum Partner nicht aussuchen kann und deshalb oft etwas kriegt, was man sich so nicht gekauft hätte? Oder ist der hochstilisierte Konflikt mit der Schwiegermutter gar ein Stellvertreterkrieg für Ungereimtheiten in der eigenen Beziehung? «Immer lässt du den Milchkarton draussen stehen, UND ÜBERHAUPT, DEINE MUTTER …»

Beide Theorien können aber nicht erklären, warum Schwiegerväter verhältnismässig gut wegkommen. Ist es etwa tatsächlich so, dass die böse Schwiegermutter in der Praxis häufiger auftritt als die liebe Schwiegermutter? Das würde mich überraschen, aber vielleicht können wir es mit einer kleinen Umfrage in den Kommentaren klären.

Ich habe nämlich keine Antwort parat. Ich bin glücklich mit meiner ganzen Schwägerschaft. Natürlich werde ich auch künftig über Schwiegermutterwitze lachen. Als Aussenstehender, mit einer mitleidigen Träne für alle, bei denen der Witz bedrohlich nahe an der Realität liegt.

Heile Welt bei Tschannens? Einmal mehr? Nicht ganz: Meine Frau streitet sich regelmässig mit dem Schwiegerhund, weil er in ihren Garten kackt. Da hatte ich definitiv mehr Glück: Meine Schwiegerkatzen sind ganz ok.

120 Kommentare zu «Schwiegermutter inside»

  • Heidi K. sagt:

    @Tschannen:
    Gutes Thema aber langweiliger Text (bünzlig). Ist mir einfach zu deutschschweizerisch weil alles in dem Sinne geschrieben ist „Ich hab ja soooo viel Glück gehabt und es tut mir leid für alle anderen.“ Das Thema wäre sicher besser angegangen worden, wenn es eine Frau geschrieben hätte. Frauen haben mehr Berührungspunkte (schon alleine wegen Haushalt) mit der Schwiegermutter.

  • Bieliwerferin sagt:

    DIeser Schlusssatz, also Nein! Entlarvt, Sie widersprechen Ihrer Scheinwelt:
    Wenn sich Ihre Frau über das Hundegaggi aufregt, dann regt sie sich in Wirklichkeit konkret über dessen Besitzer auf. Ihre Frau ist nicht direkt und ehrlich, Ihnen das zu sagen. Schade.! Der Hund kann nichts dafür, dass er seinen GEschäft in Ihrem Garten macht, Ihre Eltern lassen es zu und provozieren damit.

  • Sam Fuller sagt:

    @Susi, warum so zynisch? Das verstehe sie wohl kaum unter Erziehungsfragen?! Erziehung ist für mich der Versuch, nicht allzuviel falsch zu machen und humorvoll zu bleiben.

    • Susi sagt:

      Zynisch? Ich war ironisch, nicht zynisch. (Wenn ich tatsächlich zynisch werde, dann merkt man es, glauben Sie mir…)

      Ich definiere „Erziehung“ anders. Und bei meiner Definition gehört auch das Aneignen von Sicherheitsbewusstsein dazu.
      Zudem: Ja, ein Austausch kann interessant sein, so grundsätzlich. Das ist in allen Bereichen so. (Kommt halt auch drauf an, ob man mit Bastei Lübbe Lesern über Schiller diskutieren möchte.)
      Achtung: Humorvoll bleiben, humorvoll bleiben!!

  • Sam Fuller sagt:

    So viele betonen, dass sie sich als Eltern von den Schwiegereltern (oder sonst wer) nicht in die Erziehung reinschwatzen lassen?!

    Ich propagiere das Gegenteil: Unbedingt reinschwatzen lassen.

    Das kann klärend und bereichernd sein und fordert heraus, weil ich mich so hinterfragen kann. Insdebsondere dann, wenn ich die andere Ansicht nicht teile: Das lehrt mich mich sinn- und stilvoll abzugrenzen oder schafft eine konstruktive Unruhe in mir.

    • Susi sagt:

      Genau. In mir schaffte es auch eine konstruktive Unruhe, wenn der Schwiegervater fand, die Enkelin brauche keine Sicherheitsgurte, weil er ja gut Auto fahre. Oder wenn die Schwiegermutter der Meinung war, die zweijährige Enkelin sei vernünftig genug, man brauche die Klettertruhe vor dem offenen Fenster im vierten Stock nicht wegzustellen. Fand ich total bereichernd, diese Diskussionen.
      (Unsere Tochter ist jetzt 7 und schaut auf ihre eigenen Sicherheit, wenn sie bei den Grosseltern ist.)

  • Frau Tschannen sagt:

    Normalerweise lese ich die Kommentare unter den Papablogs meines werten Gatten nur, ohne mich einzumischen. Aber heute fühle ich mich angesprochen und möchte hier – und ich versichere, mir wird keine Waffe an den Kopf gehalten – sagen: Ich mag meine Schwiegermutter. Auch meinen Schwiegervater. (Nur den Hund nicht) Kleinere Unstimmigkeiten gibt es wohl mit jedem Menschen, mit dem man ab und zu Zeit verbringt (Nein, hier lässt sich nichts zwischen den Zeilen lesen). Meine Schwiegermutter redet mir weder in Kindererziehung noch in Gartenangelegenheiten rein, bzw. letzteres nur auf Nachfrage. Ich bin aber keine „starke“ Frau, die irgendwas durchsetzen will. Ich bin einfach froh, wenn aus dem Brecht irgendwann ein anständiger Mensch wird. Ich denke, meine Schwiegereltern sehen das genau so.

    • Susanne Nicolini sagt:

      Nur noch eine kleine Ergänzung: eine „starke“ Frau heisst nicht zwingend, dass man irgendetwas durchsetzen will. Sondern eher, dass sie ihren eigenen Lebensentwurf verfolgt, der vielleicht etwas emanzipierter ist.
      Beispielsweise, dass die (kinderlose) Frau auch 100% arbeitet und wünscht, dass der Ehemann zuhause mithilft (während die Schwiegermama immer zuhause war/ist und jede kleinste Haushaltstätigkeit abgenommen hat). Oder dass bei Familiengründung die Rollen getauscht werden (in beiderseitigem Einverständnis!) – er bleibt zuhause, sie arbeitet. Oder dass man Grenzen setzt, wie „die Schwiegereltern können nicht jedesmal unangemeldet vorbeikommen“. Oder „auch er hat mal Fahrdienst nach einem Fest und muss sich zurückhalten beim Weintrinken“. Etc.

    • Lichtblau sagt:

      Frau Tschannen, danke für Ihre Replik. Und Gratulation zu Ihrem offenbar sehr speziellen (zwei Wohnsitze!) Familienleben. Liest sich jeweils ausgesprochen interessant – für mich um Welten spannender, als der übliche 0815-Entwurf.

  • Michael sagt:

    Das spannende an diesen ganzen Geschichten ist doch, das Ihr bzw. Eure Frauen in ein paar Jahren zu genau diesen Wesen mutieren werdet ! Da frag ich mich immer, wie kommt es dazu ? Weil man die Eltern – Kind Rolle nie ablegen kann und man es als Eltern per Definition immer alles besser weiss ? Oder das man seinen Kinder reinreden will, wie Kinder zu erziehen sind, weil man es ja schon mal – mehr oder weniger gut – gemacht hat und die eigenen Kinder eben noch nicht ? Ich werde den Teufel tun und mich bei meinen Töchtern einmischen. Es sei denn – sie fragen mich. Aber nie ungefragt.

  • dres sagt:

    Eine Woche ist das Maximum zusammen auf engem Raum, danach bestehen gröbere Eskalationsrisiken… Aber punktuell sind sie eine grosse Unterstützung. Reinschwatzen in die Erziehung lassen wir uns allerdings nicht.

  • Flo sagt:

    es gibt eine Grünpflanze und die heisst Schwiegermutterzunge – sie ist hässlich und spitz!
    Ich denke es gibt ein nicht zu Unrecht bestehendes Sprichwort welches die Dauer eines Besuchen, hauptsächlich vor allem von Schwiegermüttern, welches besagt das der Besuch, genau wie Fisch, nach einer Weile zu riechen anfängt – oder so ähnlich!

  • Susanne Nicolini sagt:

    Ich bin etwas skeptisch. Wenn ein Mann seine Schwiegermutter lobt, ist es halt doch immer etwas anderes – wie sieht es denn Ihre Frau? Das grosse (und kleine) Konfliktpotential habe ich bis jetzt immer nur zwischen den Frauen + Schwiegermütter ausgemacht, nicht bei den Männern.
    Sicher, Ihre Frau wird sagen „klar, meine Schwiegermutter ist super, sie hilft mir viel, alles bestens“ – aber ist das die Gesamtbeurteilung (die Vorteile überwiegen bei den meisten), oder gab es auch bei Ihrer Frau manchmal Zwischentöne?

    • Susanne Nicolini sagt:

      Beispielsweise die feine Kritik zwischen den Zeilen, welche von Männer meist nicht wahrgenommen wird (oder als unbedeutend abgetan wird), zwischen Frauen aber definitiv als solche platziert und verstanden werden…
      Ein Erklärungsansatz hierbei wäre, dass insbesondere diese Generation der Schwiegermütter sich voll und ganz für die Kinder eingesetzt haben – und nun kommt eine andere Frau, übernimmt das Zepter, und macht es anders. Und das wird manchmal kritisch beäugt, auch wenn keine direkte Kritik geäussert wird.

      • Susanne Nicolini sagt:

        Ich hatte die Diskussionen öfters mit Kolleginnen. Vor allem bei eher „starken“ Frauen, welche einen anderen Lebensentwurf als die Schwiegermutter haben, kommt diese Kritik oft vor (bei mir persönlich eher leise und mit kleinen spitzen Kommentaren / Blicken, bei anderen ziemlich unverholen). Was sicher auch die Angst darin hat, dass die eigenen Söhne „unterbuttert“ werden, und die „eingeheiratete, fremde“ Frau zuviel Sagen über das Leben ihrer Söhne hat.

        Ein anderer Erklärungsansatz wäre (nicht allzu ernst meinen!): Wir (starken) Frauen haben unsere Mütter besser im Griff. Ein falsches Wort, zuviel Einmischen, und wir grenzen uns stärker ab und machen die Positionen klar. Während die Männer es oft nicht kapieren, dass gerade ein Machtkampf stattfindet 🙂

    • Widerspenstige sagt:

      Susanne Nicolini, gute Analyse und ich wage hinzuzufügen, dass die eigene Mutter äusserst kritisch eine starke Tochter beäugen kann. Wenn dann der Schwiegersohn als Ausländer sich auch noch als Hausmann auf Zeit nützlich macht, gerne seine Liebsten bekocht, grosszügige Geschenke macht auf alle Seiten, dann ist für spannendes Leben und Familienfeiern gesorgt. 😉

    • Katharina sagt:

      Man kann aber auch im Freudianischen Gedankenschema befangen sein (i.e. das im Artikel mit swiss humor aka sauglattismus portierte Klischee der mütterlichen Shwiegermutter) und Beziehungen als power game anschauen – oder eben nicht, wer nur ein Jota der Buddhistischen Lehre verstanden hat.

  • 13 sagt:

    Gerade eben bei FB gelesen (freie Übersetzung von mir):
    „Ich habe gehört, Dein Sohn hat geheiratet.“
    „Ja, hat er.“
    „Magst Du Deine Schwiegertochter nicht?“
    „Na ja, sie einfach so faul. Mein Sohn muss ihr jeden Morgen den Kaffee ins Bett bringen und dauernd putzen, waschen, kochen.“
    „Oh, richtig verwöhnt die Dame. Hat nicht auch Deine Tochter letztes Jahr geheiratet!“
    „Ja, hat sie. Und mein Schwiegersohn ist ja so ein Schatz. Er bringt meiner Tochter jeden Morgen einen Kaffee ans Bett und hilft ihr täglich bei den Hausarbeiten.“ 😉

    Viel Klischee und soviel Wahres dran.

  • Rut sagt:

    vielleicht muss man sich auch mal vor Augen halten, die Schwiegermutter hat den Mann den ich liebe erzogen. So schlimm und daneben kann sie doch gar nicht sein…

    • Brunhild Steiner sagt:

      … oder sie hat ihn total verkorkst, gibts auch, und dann ist das „dank ihr gibts ihn überhaupt“ zwar ein Trost, aber eben nur ein Trostpflaster.

    • 13 sagt:

      @ BS
      Also, ich kenne ja ihren Männergeschmack nicht, aber einen Mann, den ich für total verkorkt halte, suche ich mir nicht unbedingt als Lebenspartner/Ehemann aus.
      Klar gibt es Situationen, wo man sagen kann, er ist trotz seiner Mutter gut rausgekommen oder wo sie schlicht nicht da war, um ihn zu erziehen, aber im Normalfall hat Rut recht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @13
        total verkorkst im nicht-offensichtlichen Bereich, oder teilweise, das kann durchaus eine Weile dauern bis sich die ersten Symptome davon zeigen. Nicht umsonst können Konflikte, resp die unbewussten Prägungen/Auswirkungen der jeweiligen Schwiegerfamilie zu einem der Beziehungs-Minenfelder (Umgang mit Geld, Zeit, Sexualität, Herkunftsfamilie) gehören.

    • Lichtblau sagt:

      Ganz bei Ihnen, Rut. Ich hatte erst ein wenig Mühe mit meiner doch sehr „alternativen“, eher rechthaberisch-korrekten Schwiegermutter und für meinen Mann war meine schöne, aber ziemlich divenhafte Mutter anfangs nicht ganz einfach zu verstehen. Heute, wo beide nicht mehr da sind, werden sie schwer vermisst. Die zwei haben sich übrigens gegenseitig immerhin respektiert.

  • Vierauge sagt:

    haha, you made my day!
    nur eine Frage bleibt: wieso verwenden Sie Weichspüler? Das braucht kein Mensch, es belastet nur das Abwasser.

    • Mache ich nicht, war eine literarische Lüge. Ich frage mich gerade, weshalb ich das geschrieben habe, wo ich doch wusste, dass ich dafür Kritik ernte.

      • Brunhild Steiner sagt:

        … andererseits schadets ja auch nicht, dass dies eventuell noch-weichspülbenutzende-LeserInnen wieder mal gesagt kriegen, von daher, das war Ihr heutiger Einsatz fürs Umweltschon-Gewissen!

      • Jan Holler sagt:

        @BS: Augenroll! In jeder Frau steckt eine Mutter (die erziehen will). Hätte auch von der Schiegermutter kommen können.

      • Laurence sagt:

        Als Bio-Weichspühler einfach Essig verwenden. Gleiche Wirkung (auf Wäsche).

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Jan Holler

        wenn Sie sich da bloss nicht täuschen- gibt auch wasserbewusste männliche Wesen die ihren Mund diesbezüglich aufmachen… .

      • Jan Holler sagt:

        @BS: Scheint also ein kollektiv verbreitetes Symptom zu sein. Das Thema Weichspüler hat nun durch diese mutige Aktion eine phänomenale Verbreitung durch den Papablog erfahren und führt mit Sicherheit zu Verhaltensänderungen. Wir sind auf gutem Weg. Statt weich gespülter Tücher bekommen wir aber dafür nun weich gespülte Texte. Könnte man auch als Fortschritt sehen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Jan Holler

        und Sie haben sogar dabei noch mitgeholfen das Weichspüler-Gebrauch-Desaster nicht ins Vergessen abgleiten zu lassen…

      • Susi sagt:

        @BS: „… andererseits schadets ja auch nicht, dass dies eventuell noch-weichspülbenutzende-LeserInnen wieder mal gesagt kriegen“

        Also, ich mag Weichspüler. So ganz heimlich. Mein Mann ist Weichspüler-Gegner, darum kaufe ich jeweils heimlich eine Flasche und verstecke sie im Schrank. Und ab und zu benutze ich sie auch. Heute habe ich sie in die Waschküche hochgenommen und schon den Deckel aufgeschraubt, doch dann hörte ich ihre Worte, Brunhild, und verzichtete auf den Weichspüler. Sie und Herr Tschannen haben etwas Gutes getan.

        (Hoffentlich liest mein Mann nicht mit…)

    • Katharina sagt:

      Bei hochalpinen Wasserquellen empfiehlt sich ein Wasserenthärter.

      Ist aber sicher auf dem Index der GrünBioOrthodoxie. Weil: benutzt Effekte der umgekehrten Osmose. So ein wissenschaftliches Daifelszeugs.

      Der Essig btw tut seltsames mit Baumwolle. Und den korrosiven Innereien einer Waschmaschine.

  • Christoph Bögli sagt:

    Eine Strategie, die sich nach meiner Erfahrung sehr gut eignet um etwaige Konflikte im Keim zu ersticken: Sich eine schnappen, deren Schwiegermutter keine gemeinsame Sprache spricht. Womit sinnvolle verbale Kommunikation und somit kritische Äusserungen von vornerein ausgeschlossen sind, Problem gelöst. Herausforderung: Kommuniziert wird dann ganz klassisch non-verbal über Sachen wie das Essen. Ein kultureller Hintergrund, deren Küche man mag, ist also von Vorteil..;)

    • Widerspenstige sagt:

      Wem sagen Sie das, Herr Bögli, oder Frau schnappt sich einen Ausländer mit entsprechender Distanz zum Familienclan. Der entpuppte sich in meinem Fall jedoch bereits beim ersten Besuch als Ausländerin als um Welten toleranter und gelassener als mein Schweizer Familienclan. Ich bin mir nicht sicher, welchen ich lieber in meiner Nähe haben möchte … 😀

  • maggie44 sagt:

    es macht mich traurig, dass die „böse schwiegermutter“ immer noch ein thema ist. ich hatte eine sehr liebe. auch ich selber bin m.e. eine liebe. ich rede grund-sätzlich nicht drein.

    noch trauriger macht mich, was ich heute von jungen schwiegertöchtern höre, die ihre kinder den schwiegereltern systematisch vorenthalten.
    vielleicht sollten sie diese ecke auch mal ausleuchten.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @maggie44

      „was ich heute von jungen schwiegertöchtern höre, die ihre kinder den schwiegereltern systematisch vorenthalten.“

      hören Sie das über Frauen welche in Scheidungskriegen gleich die gesamte Vaterverwandtschaft torpedieren, oder von „intakten“ Kind/Enkel-familien? Da würde sich dann vielleicht auch mal ein Blick auf die Rolle/Verhältnis zum eigenen Sohn, was man ihm vorgelebt/mitgegeben hat, lohnen? So ganz alleine an der „zugeheirateten“ Frau wirds ja nicht liegen? Ausser der Gute ist dermassen von absolut nicht vorhersehbaren Wendungen auf eiskaltem Fuss erwischt worden.

  • Romeo sagt:

    Man könnte das jetzt so interpretieren, dass die Tschannens lernunfähig oder – faul sind (das Gartenwissen der Schwiegermutter), geizig (Giesskannenarsenal) und/oder Herr Tschannen könnte ganz einfach ein harmoniebedürftiger Pantoffelheld sein.

  • Jan Holler sagt:

    Und jetzt? Irgendeine Erkenntnis, ein Lesegewinn, wenigstens Spass? Scheint, das heile Familienleben der Tschannens führt zu Texten ohne Witz und Substanz.

    • Es tut mir so leid, ich habe versagt. Nächstes Mal lade ich ein Video hoch, in dem ich mit Peach-Weber-DVDs jongliere, und bahnbrechende astophysische Theoreme aufstelle.

      • Jan Holler sagt:

        Wenns weniger albern als der Text und die Antworten daherkommt, wieso nicht? – Oder anders gesagt: Warum müssen sich Männer in Frauenumfeldern so oft entweder als Machos oder als Witzfiguren geben?

      • Susi sagt:

        @Jan Holler: Weil Machos und lustige Männer die meisten Frauen abkriegen, natürlich.

      • Jan Holler sagt:

        🙂 / über Witzfiguren lacht man, nicht wegen.

      • Herrn Holler würde ich schon mal nicht abkriegen, scheint mir.

      • Jan Holler sagt:

        Kann nichts mit Hipstern anfangen. Aber ich suche eigentlich auch keinen Lebenspartner, dafür aber Texte, die sich nicht in „Witzischkeit“ erschöpfen.

      • Dann sind Sie hier heute grad in mehrfacher Hinsicht am falschen Ort gelandet. Ärgerlich sowas … kenne ich.

      • Jan Holler sagt:

        Kann ich mir vorstellen, dass Sie das kennen, kommt wohl öfter vor bei Ihren Lesern.
        Der falsche Ort? Selber Vater, Bund-Leser… – Sie benutzen doch Twitter?! Wer da folgt, der macht es bewusst, der hat dort wohl auch nichts gegen solche Albernheiten.
        Ab jetzt muss man sich halt auch die Namen der Autoren merken, weil keine Redaktion mehr Spreu vom Weizen trennt. Lustig, wenn die Folge der Sparerei zu Gunsten der Dividendenausschüttung zu mehr Witzischkeit führt. Wer hätte das schon gedacht?

      • Franz Vontobel sagt:

        Wenn Namen Programm sind…

        to holler (engl.) – herumbrüllen, krakeelen, lärmen

      • Jan Holler sagt:

        @FV: Ich meinte damit die Antworten des Autors. Die anderen sind Postings, der Autor hat geantwortet. Sorry fürs unklare Ausdrücken.

    • Jan Holler sagt:

      Hach, was haben sich hier alle lieb. Und weils nichts zu sagen gibt, bekommt man Wäschetipps und Übersetzungshilfen.
      Yeah, Papisein ist lustig, viel lustiger als Mamisein. Das Papi als Witzfigürchen, das Mami als Schwerarbeiterin. Schon ungerecht, das Leben, gell?

      • Franz Vontobel sagt:

        Mmmh, schon ziehmlich viele Posts von ihnen, dafür dass der Eingangstext nur doof und unlustig ist, und die Antworten „albern“…

      • Jan Holler sagt:

        Über alles gesehen keine Chance gegen Sie. Sie haben geschätzte zehntausend Postings Vorsprung. Von doof habe ich nie geredet, über albern aber schon. Ist er ja auch, der Text. Ein echter Witzbold dieser Papablogger. Habe nun ein paar andere seiner Beiträge gelesen. Sie sind alle so salopp dahergeschrieben. Die Vaterbilder, die all die Bänzlis, Tschannens, Pickerts abgeben, haben nichts mit der realen Welt, dafür wohl umso mehr mit ihrer eigenen zu tun.

      • Jan Holler sagt:

        Nicht die Antworten der Poster sind albern. Die habe ich nie so bezeichnet.

      • 13 sagt:

        „Die Vaterbilder, die all die Bänzlis, Tschannens, Pickerts abgeben, haben nichts mit der realen Welt, dafür wohl umso mehr mit ihrer eigenen zu tun.“

        Leider wahr. Aber etwas in die Wunschwelt abzutauchen wird doch zwischendurch hoffentlich auch erlaubt sein.

      • Widerspenstige sagt:

        ‚Yeah, Papisein ist lustig, viel lustiger als Mamisein. Das Papi als Witzfigürchen, das Mami als Schwerarbeiterin.‘
        Ja, so ist es zu sehen, Jan der Troll, und das ist nicht mal aus der Witzkiste getrickst. Aber besser verdaulich für Jans dieser Welt, weil Mamis im Stand-by-Modus ihr Leben lang stehen. Darüber macht Mami halt nicht gerne noch Witzchen.

      • Jan Holler sagt:

        Ah, die späte Rache der Widerspenstigen. Die musste ja noch kommen, nachdem letzhin vergeblichen Versuch zu provozieren.
        Dabei hat sie, wie es aussieht, nichts verstanden. Die Witzchen sind auch überheblich und ja, von Mann gegenüber Frau.

      • Franz Vontobel sagt:

        Nicht die Antworten der Poster sind albern. Die habe ich nie so bezeichnet.

        Ach ja?

        Holler:
        Wenns weniger albern als der Text und die Antworten daherkommt, wieso nicht?

      • Widerspenstige sagt:

        Ich nicht verstehen, ich gerade in Stand-by-Modus in Küche und Home-Office-PC, werter Jan.

        Ich genehmige mir gerade den Apéro, Prost!

      • Katharina sagt:

        Wenn das ganze hier Swiss Humor ist, verstehe ich train station.

        Ich denke, ein instagram oder twitter shitstürmli tut es nun wirklich nicht mehr, ausser in der prosecco cüpli proleten community in swammendingen.

        alles öko bio im fall.

        und mit Zertifikat von ‚Texten und Bloggen für politische Kampagnen mit Reda‘.

        Ihr regt Euch auf, weil jemand Exposition of Confirmation Bias spielt.

        https://youtu.be/WKNOlDtZluU?t=12m47s

      • Susi sagt:

        „Die Vaterbilder, die all die Bänzlis, Tschannens, Pickerts abgeben, haben nichts mit der realen Welt, dafür wohl umso mehr mit ihrer eigenen zu tun.“

        Ähm, aber das ist doch eigentlich die ursprüngliche Absicht eines BLOGS, oder?

    • Lichtblau sagt:

      @Frau Jan Holler: Wenn ich als Leserin die Eingangspostings des Mamablogs wirklich in „Spreu“ und „Weizen“ einteilen müsste, wären für mich Herrn Tschannens Beiträge jederzeit ein gut gezapftes „Weizen“. Seine Geschichten gehen jeweils runter wie Oel, sind ausgesprochen unterhaltsam und generieren nicht selten neue Erkenntnisse sowie viele interessante Kommentare. Warum so moralinsauer?

  • 13 sagt:

    Ich denke, wie die anderen hier, dass die offenbar schwerste Konstellation zwischen Schwiegermutter und Schwiegertochter ist. Seitens der Schwiegermutter geht es dabei immerhin um den Sohn….und glauben Sie mir, ich weiss, wovon ich rede, ich bin die grosse Verfechterin der Gleichberechtigung und der Geschlechtergleichheit, aber eben auch Mutter zweier Töchter und eines Sohnes und der Sohn ist eben der Sohn (bevor der Aufschrei kommt, natürlich übt mein Mann umgekehrt seinen Beschützerinstinkt bei den Töchtern aus). Und dazu kommt, dass viele im Allgemeinen die Tatsache, dass jemand etwas anders macht, als Affront gegen die eigenen Taten sehen. Das gilt für die Mutter und de Schwiegermutter. Der Unterschied aus der Sicht der (Schwieger-)tochter ist aber, dass man erstens

    • 13 sagt:

      /2 daran gewöhnt ist, von seiner Mutter Bemerkungen anzunehmen und zweitens ihr auch mal sagen kann, sie soll sich da raus halten. Das ist halt bei der Schwiegermutter anders, man frisst es in sich hinein, bis es zur Explosion kommt. Soviel zur Theorie.
      Praktische Erfahrung habe ich keine, da ich keine Schwiegermutter habe. Nur eine Mutter, die jeweils versucht diesen Mangel aufzuheben, indem sie sich bei jedem Thema auf die Seite ihres geliebten Schwiegersohnes stellt, aber da habe ich ja die obengenannten Vorteile. Wie es also wirklich wäre weiss ich nicht, aber ich denke, egal wie man zu ihr steht, darf man eine Sache nicht vergessen: Diese Frau hat immerhin denjenigen Mensch aufgezogen, den man sich unter Tausenden ausgesucht hat. So furchtbar kann sie da nicht sein!

  • Lia sagt:

    Meist sind es nicht die Mütter der Frauen, die den Partner der Tochter los werden wollen, sondern die Mütter der Männer, die ihrEn Schwiegertöchtern das Leben zur Hölle machen, wenn diese andere Ansichten bei der Erziehung, zum Haushalt etc haben.

  • peter huber sagt:

    Ihr Sohn heisst Brecht?? Echt jetzt? Wirklich????

  • Franz Vontobel sagt:

    Sie ist nicht nur ein geschätztes Mitglied unserer Familie, sondern auch eine treue Leserin dieses Blogs. [Atempause]

    Ok, Tschannen, wir haben verstanden – sie können nicht frei sprechen – bzw. schreiben. Geben sie uns ein Zeichen, und wir holen sie da raus!

  • Martin Frey sagt:

    Wieder mal ein köstlicher Text, nur schiesst er nach meinem Empfinden etwas am Ziel vorbei. Denn wenn eine Konstellation heikel ist, lieber Herr Tschannen, dann ist es nicht Ihre Schwiegermutter, sondern Ihre Mutter. Denn der absolute Klassiker ist die Schwiegermutter väterlicherseits, also die Mutter des Sohnes, quasi nie die der Tochter. Deren Ruf, Ausnahmen zum Trotz, kommt nicht von ungefähr und liefert seit jeher Stoff als Vorlage für diverse Filme. Seitens der Frau ist dann der Klassiker eher der Vater. Wobei die Frage schon interessant ist, weshalb dem so oft so ist.
    Mit anderen Worten, Sie müssten wohl eher Ihre Frau fragen, was Sie von Ihrer Mutter hält. Denn vielleicht gibt es da ganz vieles, welches Sie als Mann und Sohn vordergründig nicht mitbekommen…, 😉

    • Ich habe meine Frau gefragt. Kommt ja auch im Text vor, aber ich wollte mir nicht anmassen, alles aus ihrer Perspektive zu schreiben. Und ja, in den realitätsnäheren Geschichten fungiert oft die Schwiegermutter der Frau als Protagonistin. Das liegt vermutlich in der klassisch haushältlichen Rollenverteilung begründet. Allerdings dreht es sich in den billigen Stammtischwitzchen – vermutlich weil von Männern erzählt – meines Empfindens eher um des Mannes Schwiegermutter. Oder bei Geburt des Kindes, wenn sich die Mutter der Frau im Haushalt einquartiert. Der Schwiegervater ist als feindlich gesinnte Person in der westlichen Mystik nur zu Beziehungsbeginn ein Thema, bis er seine Tochter rechtmässig am Altar übergeben hat.

    • Susi sagt:

      @Martin: Genau das waren auch meine Gedanken!

  • Brunhild Steiner sagt:

    Woher/warum der Schwiegervater so viel besser wegkommt wird Ihnen im Verlaufe des Tages mit Sicherheit von Muttis Liebling erklärt werden, schätzungsweise haben/hatten die nicht soviel Kapazität um Sabotageakte auszudenken? Allerdings kenne ich da auch unerfreulichere Exemplare.

    Zu: „Sie ist nicht nur ein geschätztes Mitglied unserer Familie, sondern auch eine treue Leserin dieses Blogs.“

    Das freut mich natürlich sehr, den Bio-Weichspüler brauchts dennoch nicht, ausser einer Gewässerbelastung (oder kippen Sie einfach Essig mit rein?) keine wirklich nachhaltig-positive Errungenschaft und gehört abgeschafft! (Hoffe der Biowsp kommt wenigstens ohne Beduftung in 100 Geschmacksrichtungen aus?)

    • Jetzt werfen Sie mir ausgerechnet die einzige Lüge im ganzen Text um den Kopf. Selbstverständlich benutze ich keinen Weichspüler, ich lege die Wäsche jeweils nach einem kühlen Sommerregen in die Blumenwiese.

      • Brunhild Steiner sagt:

        … die armen niedergedrückten Blumen, was machen Sie denn im Winter? Oder wenn der kühle Sommerregen sich in Dauerschlaufe befindet?
        Tja, sehen Sie nur, so ernst werden Sie von mir genommen dass ich Ihnen tatsächlich alles abkaufe! 😉

      • Wenn das Wetter nicht mitspielt, gebe ich die dreckige Wäsche der Schwiegermutter.

    • Muttis Liebling sagt:

      Brunhild, eigentlich nicht mein Thema, aber pflichtgemäss erfülle ich den Aufruf.

      Als 3- x Grossvater bin ich kompetent genug. Meine Ex- Gattin geht den beiden Jungeltern ordentlich auf den Keks, allerdings nicht gleichgewichtig. Unsere gemeinsame Tochter wird deutlich häufiger und lästiger bedient, als die Frau des Sohnes. Es wurde ja schon bemerkt, Schwiegermutter ist nicht Schwiegermutter. Die Rolle der Mutter der Mutter divergiert stark von der der Mutter des Sohnes. Nur die Kinder der Tochter sind sicher die Enkel, so wird das küchentischpsychologisch erklärt.

      Meine Rolle beschränkt sich auf einen Dauerauftrag/ Kind, Freikauf von allen Pflichten durch monatliche respektable Überweisungen. Bei meinen 3 Besuchen/ Jahr, max. 5h bin ich immer sehr gern gesehen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        „…Bei meinen 3 Besuchen/ Jahr, max. 5h bin ich immer sehr gern gesehen.“-
        ehm, wegen dem respektablen Dauerauftrag? 😉

        ansonsten, danke fürs „Aufruf-annehmen“, interessant was das lästige-bedienen betrifft (den Ausdruck muss ich mir merken), hoff jedoch nicht dass ich mal unsrer Tochter so auf den Keks gehen werde- resp dass sich dann mein Mann (oder Ex-Mann im schlimmsten Falle) rittermässig dazwischen wirft und mir die Leviten liest. :-))

      • Muttis Liebling sagt:

        Der Hauptperson und der Hauptzweck meiner 3 Besuche ist allerdings meine Mutter, die Ur- Grossmutter, die das allein zwar bewältigen könnte, aber nicht möchte.

        Handwerkliches bringe ich nicht ein, ausser dass ich den beiden Älteren je einen Kalligraphie- Kasten geschenkt und ihnen die Grobsystematik chinesischer Zeichen erklärt habe, was sie dann auch ohne mich üben (macht was her im Hipster- Eltern- Umfeld). Ab 4 bekommt jedes Enkel eine 1/2 Konzertgitarre, ein richtiges Instrument, nicht so eine Schrammelkiste.

        Meine Opa- Rolle ist eher ein Weihnachtsmann- Imitat. Gern gesehen, weil selten und reichhaltig.

      • Brunhild Steiner sagt:

        gegen reichhaltig ist gar nichts einzuwenden, das selten lässt sich vielleicht noch in Kleinstdosen ausdehnen?

      • Muttis Liebling sagt:

        Brunhild, wenn ich das Thema des Blogs noch einmal aufnehme und das mit ’selten‘ aggregiere, fällt mir noch ein, dass der Schwiegervater die Familien seiner Kinder eher integriert, während die ‚böse Schwiegermutter‘ sich mit denen einen neuen Arbeitsbereich sucht.

        Auch wenn es abgedroschen ist, Ratschläge sind auch Schläge. Tschannen huscht da etwas über das Thema hinweg.

        Ausserdem ist da noch die Altersskalierung. Als meine Tochter geboren wurde, war ich 21, meine Mutter 40 und damit in der Mitte ihres eigenen Lebens. Da war das 100 km entfernte Enkelkind eine Sahnetüpfel, aber kein orientierendwertes Ereignis. Auch ich bin jetzt noch lange nicht in dem Alter, in welchem Familie wichtiger als meine ideellen Ziele sind. Das kommt wahrscheinlich aber auch nie.

      • Widerspenstige sagt:

        Diese Abgeklärtheit von Mother’s Finest entlockt mir ein breites Grinsen und wenn ich das lese ‚Meine Opa- Rolle ist eher ein Weihnachtsmann- Imitat. Gern gesehen, weil selten und reichhaltig.‘ bruste ich los. Hammer! Es passt ins Mosaikbild, das ich mir gemacht habe von Dir 😆

      • Alpöhi sagt:

        Dabei wär doch eigentlich die Rolle von Opa (und Oma) : die Enkel ein wenig verwöhnen. Das ist das Privileg der Grosseltern.

        Und ich rede natürlich nicht (nur) von Geld, sondern (auch) von emotionaler Zuwendung aka Gemeinschaft. Die „richtige“ Gitarre ist ein guter Anfang. Kleider oder Fahrrad kaufen gehen *zusammen* mit dem Enkel wäre auch eine gute Möglichkeit. Finde weitere lustige Beispiele.

      • Lichtblau sagt:

        ML ist natürlich, getreu seiner Maxime, auch ein ausgesprochen junger „Opa“, der gar keine Zeit hat, ständig bei seinen Lieben abzuhängen. Finde aber jeden Einblick in seine Familienverhältnisse faszinierend. Man hat sich ja längst ein Bild von ihm gemacht, obwohl er ein reines Kunstprodukt ist.

  • Andrea sagt:

    Meine Schwiegereltern wohnen ebenfalls nebenan. Ja, es gibt viele Vorteile. Trotzdem würde ich es nicht mehr machen. Auch wenn das Verhältnis gut ist, würde ein grösserer Abstand allen gut tun. Manchmal fühle ich mich eben unter Beobachtung „Big mother is watching you“…. Meine Elter hingegen wohnen 50 km entfernt. Das ist viel besser .

  • lara sagt:

    Ich kann Erziehungstipps/Tricks (=frontale Kritik) von meiner Mutter viel besser annehmen als von meiner Schwiegermutter. Ganz einfach.

    • Lucrecia sagt:

      Zum Glück bekomme ich von keiner der beiden Tipps.

      Mit meinen verschiedenen „Schwiegermütter“ habe ich mich immer super verstanden, sehr liebes Verhältnis, vermisse zwei sogar teilweise bis heute. (Habe die auch später mal angerufen, aber heikel, sobald neue Partnerin vorhanden.)

      Einzige Ausnahme war auch die einzige Schweizerin (Schützenverein-Schweizerin): Die war immer schockiert, wenn ich etwas nicht auf „typisch Schweizer“ Weise tat (sei es, mal Zitronensaft statt Essig in der Salatsauce, ohne Washlappen duschen, Käse nicht „richtig“ schneiden usw.). Vielleicht war auch etwas Rassismus dabei. Zum Glück habe ich den Sohn nicht geheiratet und mit ihm keine Kinder gehabt. Kann mir nur zu gut vorstellen, wie das gewesen wäre.

      • Sportpapi sagt:

        Schweizer duschen mit Waschlappen? Man kann Käse falsch schneiden? (der steht doch ungeschnitten auf dem Brett…)
        Das mit dem Zitronensaft würde mich zwar nicht schockieren. Aber auch nicht begeistern. Aber auch der gute Balsamico ist ja nicht schweizerisch…
        Aber jetzt ernsthaft: Die eine oder andere Schwiegermutter ist doch heute Grossmutter Ihres Kindes? Da ist hoffentlich noch Kontakt vorhanden?

      • Lucrecia sagt:

        Ja, mit ihr habe ich Kontakt (siehe ersten Satz). Auch von ihr bekomme ich nur schwiegermüttlicher Liebe und niemals Kritik. Sie hat ihre Kinder auch selber nicht alleine, sondern mithilfe der Verwandschaft grossgezogen und hatte nicht viel Zeit für sie (ähnlich wie meine Mutter). Vielleicht hat sie auch damit gelernt, anderen zu vertrauen und loszulassen. Ob das eine Rolle beim Sich-nicht-Einmischen spielt? Kann sein.

      • Sportpapi sagt:

        Ich glaube, je umfangreicher Menschen bei der Betreuung mithelfen, desto mehr haben sie auch das Recht, sich zur Erziehung zu äussern.
        Man kann nicht immer sagen, es brauche ein ganzes Dorf zur Erziehung, sich aber gleichzeitig jegliche Einmischung verbitten.
        Insofern dürfen bei uns die Grosseltern sich durchaus, in einem gewissen Rahmen, auch mal äussern.

      • Susi sagt:

        Achtung: Schwiegermütter können sich manchmal jahrelang zusammenreissen, weil sie zum Beispiel von ihrer Schwägerin „Das grosse Grossmutterbuch“ geschenkt bekommen hatten, in welchem steht, die Mutter des Grosskindes habe immer recht und das sei zu respektieren. Und DANN, eines Tages, vergessen sie das plötzlich wieder!!

        @SP: Spring über deinen Schatten, Zitronensaft im Salat musst du mal probieren, extrem fein und gesund! Oder Limettensaft!

      • Susi sagt:

        @Lucrecia: Warum weiss Ihre Schwiegermutter über Ihre Duschgewohnheiten Bescheid?

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Habe ich probiert. Aber bei mir hört der Spass schon bei Zitronenpfeffer auf…

      • Martin Frey sagt:

        „Warum weiss Ihre Schwiegermutter über Ihre Duschgewohnheiten Bescheid?“
        Das nenne ich Kennerblick, Susi. Da müssten bei Lucrezia eigentlich alle Alarmglocken schrillen… 😉

      • 13 sagt:

        @ Sp
        „Man kann nicht immer sagen, es brauche ein ganzes Dorf zur Erziehung, sich aber gleichzeitig jegliche Einmischung verbitten.“
        Das hat schon etwas, allerdings interpretiere ich das Dorf eher so, dass ich mich möglichst wenig bis gar nicht einmische, was die Regeln meiner Mutter anbelangt, wenn die Kinder bei ihr sind, und dann erwarte, dass sie meine akzeptiert. Wenn man ein Dorf will, muss man als Kinder lernen, loszulassen und damit leben, dass manche Sachen einfach in die Grosseltern-Enkelkinder-Beziehung fallen und die Eltern nichts angehen. Man kann nicht Betreuung verlangen, aber erwarten, dass die Grosseltern alles gleich machen, wie die Eltern. Aber umgekehrt darf man schon Toleranz fordern für den eigenen Weg. Kinder verstehen verschiedene Regeln sehr gut.

      • Lucrecia sagt:

        @Susi
        Haha, die Frage hab ich erwartet.
        Sie hat einfach mal Hand- und Badetuch plus Waschlappen für mich aus ihrem Schrank geholt und ich habe gesagt, danke, ich brauche nur die Tücher. Dann hat sie so eine Miene gezogen und gefragt, wie ich dann „ganz sauber“ werden sollte. Der Sohn hat sich übrigens jeweils von Kopf bis Fuss eingeseift und Waschlappen-Peeling gemacht. Wahrscheinlich kommt es daher, dass die Mutter auf einem ärmlichen Bauernhof aufwuchs, dort wohl regelmässig richtig dreckig wurde und keine Dusche hatte. Später hat sie trotz Dusche und Stadtleben noch die Gewohnheit behalten.

      • Sportpapi sagt:

        @13: So ist es.

      • Lucrecia sagt:

        Erinnert mich an eine Geschichte.
        Einer hat sich mal gefragt, warum seine Frau jeweils beide Enden des Schinkens (? egal) abschnitt, bevor sie ihn kochte. Sie sagte, weiss nicht, meine Mutter hat das immer so gemacht. Dann geht er zur Mutter und sie weiss auch nicht. Erst die Grossmutter gibt Auskunft: Sie hatte einfach keinen Kochtopf, der gross genug war…
        Soviel zu „bei uns haben wir es immer so gemacht“.

      • 13 sagt:

        @ Lucrecia
        🙂 Einfach super!

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